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Recruiting – Mitarbeitergewinnung im digitalen Zeitalter

Duisburg, 15. Mai 2019 - 80 Gäste aus der Duisburger Unternehmerschaft informierten sich im gestrigen Business-Talk der Agentur für Arbeit Duisburg zum Thema Recruiting im digitalen Zeitalter. Schließlich hält die Digitalisierung nicht nur Einzug in die Arbeitswelt und verändert Berufe, sondern auch die Bewerbungsverfahren. Künstliche Intelligenz kann die Bewerberauswahl unterstützen und online-basierte Bewerbungsplattformen sind bei vielen, gerade größeren Betrieben schon Alltag. Und der allgemeine Fachkräftemangel fordert die Unternehmen in ihrer Recruitingstrategie ganz neu heraus. Ein einfaches Weiter so wie bisher, ist nicht die Lösung – das wurde sehr deutlich.
 
In seinem Impulsreferat zeigte Lars Hahn von der LVQ Weiterbildung gGmbH, dass sich Unternehmen in Branchen mit Fachkräftemangel mittlerweile bei den Arbeitnehmern bewerben müssen und nicht umgekehrt. Es wurde deutlich, dass die überwiegende Zahl der Bewerber per Smartphone nach einem neuen Job sucht, dass aber nur gut ein Viertel der Unternehmen bislang mobile Bewerbungsprozesse anbietet. Interessant ist dabei auch, dass die Wege, mit neuen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen, sich je nach Betriebsgröße mitunter deutlich unterscheiden. Liegt der Schwerpunkt bei kleineren Betrieben noch bei Kontakten über Mitarbeiter oder eigene persönliche Kontakte ist es bei großen Unternehmen klar die Firmen-Homepage.
Offline Stellen zu finden ist auch heutzutage nicht ausgeschlossen, empfehlenswert ist eine gute Mischung, also Stellen in sozialen Medien anzubieten, aber auch den persönlichen Kontakt zu ermöglichen.  
Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber konnten mit Lars Hahn, André Huneke (Deutsche Bahn AG), Kai U. Homann (DuisburgKontor) und Monika Abt-Nölle (Bundesagentur für Arbeit) über Vor- und Nachteile von Varianten der Bewerbungsverfahren diskutieren und Anregungen mitnehmen. In dieser Podiumsrunde aus Vertretern der Wirtschaft und Verwaltung wurde deutlich, dass Online-Standards z.B. von Shopping-Portalen auch für Recruitingverfahren relevant sind.
Ein Bewerber, der über social media den Kontakt zum Unternehmen sucht, erwartet eine schnelle Rückmeldung, d.h. am selben Tag. Unternehmen können berufliche Netzwerke im Internet strategisch und gezielt für die Suche nach geeigneten Kandidaten nutzen (Active Sourcing). Erfolgreich sind die Unternehmen, die den Bewerbern von ihrem Betrieben erzählen, die Teams auf ihren Internetseiten vorstellen und neugierig auf das Unternehmen machen.
Dabei ist eine gute Willkommenskultur auch schon in der Bewerbungsphase wichtig. Menschen möchten emotional angesprochen werden, das storytelling hat sich für Unternehmen im Netz bewährt. Umstritten war noch der Verzicht auf Bewerbungsanschreiben. Einzelne Unternehmen verzichten bewusst darauf, um die Einstiegshürde für den Bewerber gering zu halten.
Bei der Werbung um Fachkräfte gilt jedenfalls der Grundsatz „Nicht nichts tun!“, sondern die neuen Möglichkeiten passend für das eigene Unternehmen nutzen.   Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, freute sich über das große Interesse der Duisburger Unternehmen: „Wir möchten als Agentur für Arbeit mit diesem Business Talks aktuelle Trends aufzeigen und für die Unternehmen einen Impuls setzen, sich innovativen Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung zu öffnen. Wir als Agentur für Arbeit Duisburg bieten Unternehmen und Branchenverbänden auch gerne an, in gemeinsamen Aktionen in sozialen Netzwerken aufzutreten.“  


V.l..: André Huneke (Deutsche Bahn AG); Lars Hahn (LVQ Weiterbildung gGmbH), Astrid Neese (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg), Monika Abt-Nölle Bundesagentur für Arbeit), Wiebke Doktor (Moderatorin), Kai U. Homann (Duisburg Kontor)

Faktor A - Business Talk in der Agentur für Arbeit Duisburg

Dienstag, 14. Mai 2019 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr in der Agentur für Arbeit Duisburg, Wintgensstr. 29 – 33, 47058 Duisburg, Sitzungssaal 556, 5. Etage

 Topthema Recruiting – Mitarbeitergewinnung im digitalen Zeitalter

 Impulsvortrag

·      Lars Hahn (Geschäftsführer der LVQ, Karriere-Coach, Arbeitswelten-Forscher und Blogger)

„Big Data, Whatsapp und One Click - Was die Digitalisierung mit Recruiting macht.“

Podiumsrunde

·      Lars Hahn (Geschäftsführer der LVQ, Karriere-Coach, Arbeitswelten-Forscher und Blogger)

·      Monika Abt-Nölle (Leiterin Personal im Internen Service Bochum der Bundesagentur für Arbeit)

·      Kai U. Homann (Geschäftsbereichsleiter Tourismus/ Duisburg Kontor)

·      André Huneke (Recruiter Schüler und duale Studenten / Deutsche Bahn AG)

Moderation

·      Wiebke Doktor (Geschäftsführerin des conversio-instituts in Duisburg) 

Agentur für Arbeit am 15. Mai 2019 geschlossen – vereinbarte Termine finden statt  

Duisburg, 9. Mai 2019 - Am Mittwoch, den 15.05.2019 findet der Betriebsausflug der Agentur für Arbeit Duisburg statt. Der Empfangsbereich der Agentur für Arbeit in der Wintgensstraße 29-33 in Duissern bleibt deshalb an diesem Tag geschlossen. Bereits vereinbarte Termine, wie zum Beispiel Einladungen zu Vermittlungsgesprächen oder zu Untersuchungen im Ärztlichen Dienst oder im Berufspsychologischen Service finden statt.
Am Donnerstag ist die Agentur für Arbeit in der Zeit von 07:30 - 12:30 und 13:30 - 18:00 Uhr wieder geöffnet. Notwendige Meldungen – auch Arbeitslosmeldungen – können dann nachgeholt werden. Nachteile entstehen nicht. Die telefonische Erreichbarkeit über das Service-Center ist am 15. Mai wie gewohnt gegeben. Das Service-Center erreichen Sie außerhalb von Feiertagen von montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Die kostenfreie Rufnummer für Kunden der Agentur für Arbeit lautet: 0800 4 5555 00.

- Chancen am Arbeitsmarkt durch den Qualifizierungsstand geprägt
- Ausbildungsmarkt

Arbeitslosenzahl im April: 28.019 im Vergleich zum Vormonat: -551
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 1.739

Arbeitslosenquote im April: 10,9%  im Vormonat: 11,1% Arbeitslosenquote im Vorjahr: 11,8%



Duisburg, 30. April 2019 - „Nach einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im März können wir im April wieder einen Rückgang verzeichnen. Der Arbeitsmarkt läuft in diesem Jahr etwas verhalten an. So kommen im Vergleich zum März deutlich mehr Menschen aus einer Beschäftigung, aber nur wenig mehr als im Vormonat nehmen aus der Arbeitslosigkeit heraus eine neue auf. Zudem ist ein leichter Rückgang der gemeldeten Arbeitsstellen zu verzeichnen,“ so die Beschreibung der aktuellen Situation durch Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.
„Die Chancen am Arbeitsmarkt werden wesentlich durch den Qualifizierungsstand der arbeitsuchenden Menschen geprägt. Erfreulich ist daher die Intensität der Qualifizierungsförderung von Arbeitsagentur und jobcenter in Duisburg. Mit 1.851 sind aktuell über 300 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung als noch vor einem Jahr. Wir beraten Arbeitslose über die besseren Chancen mit einer höheren und aktuelleren Qualifikation. Und wir freuen uns sehr, dass immer mehr Menschen die darin liegenden Möglichkeiten für sich erkennen und ergreifen. Wir setzen dabei auf Weiterbildungen, die zu den Arbeitsuchenden und zum Bedarf der Unternehmen passen. Unsere Angebote bleiben individuell, um die Neigungen und Stärken von Arbeitslosen als Ausgangspunkt der Qualifizierung zu nehmen. In Zeiten des digitalen Wandels geht es oft auch darum, Menschen die Anforderungen dieser Arbeitswelt oder ganz neue Berufsbilder transparent zu machen, zum Beispiel in der Umschulung „Kauffrau/Kaufmann E-Commerce.“

Arbeitslosigkeit
Mit 28.019 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im April 551 Personen weniger als im März 2019 von Arbeitslosigkeit betroffen (-1,9 Prozent). Damit waren in diesem Monat 1.739 Personen oder 5,8 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (April 2018: 29.758 Arbeitslose).
Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,9 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Im April des Vorjahres lag sie bei 11,8 Prozent und damit um 0,9 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im April leicht um 67 oder 1,1 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.943 im März auf jetzt 6.010 gestiegen.
Von den 6.010 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im April 1.466 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.332 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (+134, +10,1 Prozent gegenüber dem Vormonat). Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im April 6.595. Das waren 777 oder 13,4 Prozent mehr Menschen als im März (5.818) und 1.012 oder 18,1 Prozent mehr als vor einem Jahr (5.583). 1.160 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (+ 4, + 0,3 Prozent zu März 2019).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.399 Personen waren im April 15 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im März (2.414). Diese Zahlen liegen um 26 oder 1,1 Prozent unter dem Wert von April 2018 (2.425).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im April um 149 oder 1,8 Prozent auf aktuell 8.212 (Vormonat 8.361) und liegt um 342 (-4 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.554).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im April im Vergleich zum Vormonat von 4.917 auf jetzt 4.861 (-56) Hier waren im Vorjahresmonat 4.986 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 125 Personen oder 2,5 Prozent weniger als im April 2018 arbeitslos gemeldet.
Im April ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber März zurückgegangen und liegt aktuell bei 11.429 betroffenen Personen; 256 oder 2,2 Prozent weniger (Vormonat 11.685). Der aktuelle Wert befindet sich damit um deutliche 1.911 Personen oder 14,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.421 (- 41 oder – 0,4 Prozent), davon befinden sich 9.691 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 508 oder 4,3 Prozent weniger als im April des Vorjahres (11.929).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so sinkt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,2 Prozent. Der April-Wert 2019 liegt damit auf Vorjahresniveau (April 2018 ebenfalls 2,2 Prozent).
Im aktuellen Monat waren 5.678 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 135 oder 2,3 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im März (5.813). Vor einem Jahr, im April 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 217 oder 4 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.461).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 8,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie im April bei 9,7 Prozent.
22.341 Personen (-416 und -1,8 Prozent) waren im April in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (März 22.757). Im Vergleich zum April 2018 (24.297) sind in der Grundsicherung aktuell 1.956 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an gemeldeten Stellen ist leicht zurückgegangen (- 103 zum März), doch liegt er mit 4.604 weiterhin deutlich über Vorjahresniveau (+315). Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“, gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“.

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im April gestiegen – um 298 Personen oder 0,8 Prozent auf aktuell 37.653 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.663 oder 4,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im April gesunken und liegt aktuell bei 74,4 Prozent (Vergleich Vormonat 76,5 Prozent, Vorjahresmonat 75,7 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,3 Prozent; 0,1-Prozentpunkte mehr als im März (April 2018: 15,2 Prozent). In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten.

Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.797 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 275 Personen mehr in verschiedenen Qualifizierungen. 705 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.101). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.317 Personen (624 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt, 480 mehr als im Vormonat) teilnehmen.

Ausbildungsmarkt

- Gemeldete Bewerber für Berufsausbildungsstellen: 3.121 Vergleich zum Vorjahr: +94 / +3,1%
- Versorgte Bewerber 1.634 Vergleich zum Vorjahr: +46 / +2,9%
- Gemeldete Berufsausbildungsstellen: 2.665 (davon 52 außerbetrieblich) Vergleich zum Vorjahr: +257 / +10,7%
- Gemeldete betriebliche Berufsausbildungsstellen: 2.613 Vergleich zum Vorjahr: +225 / +9,4%


Bewerberinnen und Bewerber sowie gemeldete Ausbildungsstellen Duisburg Ausbildungsjahre 2013/2014 bis 2018/2019 – jeweils April

Duisburg, 30. April 2019 - „Im zweiten Jahr in Folge steigen die betrieblichen Ausbildungsstellen, gleichzeitig melden sich immer mehr junge Menschen als Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsplätze. Unsere frühzeitige Beratung der Schülerinnen und Schüler zahlt sich aus. Die jungen Leute kennen den Ausbildungsmarkt, ihre Chancen und Möglichkeiten und sehen nicht mehr zu voreilig nur das Hochschulstudium oder die weiterführende Schule als Alternative. Am stärksten steigt die Gruppe derjenigen, die die Mittlere Reife anstreben und damit sehr interessante Bewerber für die Ausbildungsbetriebe sind. Es ist aktuell viel Bewegung am Ausbildungsmarkt. Diesen Schwung müssen wir für die vielen Jugendlichen nutzen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Mehr als 1.800 junge Menschen suchen noch den Berufseinstieg. Jetzt gilt es für die Betriebe, die Fachkraft der Zukunft für das eigene Unternehmen nicht zu verpassen. Wenn es nicht hundertprozentig von den Noten her passt, kann die Agentur für Arbeit direkt ab Beginn der Ausbildung eine Art Nachhilfe finanzieren,“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

Gemeldete Ausbildungsstellen und Bewerber
Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2018 haben sich 3.121 Bewerber/innen für Ausbildungsstellen bei der Berufsberatung in Duisburg gemeldet, das sind 94 mehr als im Vorjahr. Davon gelten aktuell 1.634 mit einer Ausbildungsstelle, einem Studienplatz oder sonstiger Alternative versorgt. 1.487 junge Menschen suchen aktuell eine Ausbildung. Hinzu kommen die 404 Bewerber und Bewerberinnen, die zwar schon eine Alternative zu einer Ausbildungsstelle haben, aber vorrangig ihren Ausbildungswunsch noch verwirklichen möchten.

Demgegenüber konnte der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg insgesamt schon 2.613 betriebliche Ausbildungsstellen akquirieren, 225 mehr als im letzten Jahr. Von diesen sind aktuell noch 1.335 Ausbildungsstellen unbesetzt (83 weniger als im April 2018).

Bewerberstruktur Nach wie vor ist ein Schulabschluss eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung. Von den aktuell 3.121 gemeldeten Bewerbern verfügen 3.029 Personen und damit 97 % über einen Schulabschluss. Doch nach wie vor gelingt der Einstieg in die Ausbildung nicht immer unmittelbar nach der Schule. Knapp die Hälfte aller Bewerber hat die Schule nicht im Berichtsjahr, sondern in den Vorjahren verlassen und zunächst eine Alternative zur Ausbildung ergriffen. Der Anteil an Bewerbern aus dem aktuellen Schuljahr ist gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent gestiegen.

Freie Stellen gibt es vor allem noch in diesen Berufen (Top 10):

 Kaufmann/-frau im Einzelhandel (94)
 Verkäufer/in (76)
 Kaufmann/-frau - Büromanagement (68)
 Kaufmann/-frau - Spedition/Logistikdienstleistungen (54)
 Fachkraft - Lagerlogistik (43)
 Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (43)
 Elektroniker/in für Betriebstechnik (42)
 Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk - Bäckerei (36)
 Industriemechaniker/in (35)
 Medizinische/r Fachangestellte/r (35)

Kontakt zur Agentur für Arbeit Duisburg – für Bewerber und Betriebe:
- Jugendliche, die Kontakt zur Berufsberatung oder eine Berufsausbildungsstelle suchen, können sich unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 an die Agentur für Arbeit wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Informationen gibt’s auch im Internet auf www.arbeitsagentur.de

- Unternehmen, die ein Gespräch wünschen oder Ausbildungsstellen mitteilen möchten, erreichen den gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und jobcenter Duisburg unter der Servicenummer 0800 4 5555 20.



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Positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg 

Duisburg, 12. April 2019 - Zum Stichtag 30. September 2018 waren in Duisburg 177.495 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Vorjahresvergleich fällt mit einem Plus von 3.511 sehr positiv aus. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Duisburg.

 

(Auf der Basis der Meldungen zur Sozialversicherung können die Daten quartalsweise nach sechs Monaten abschließend ermittelt werden; die Beschäftigtendaten zum 30. September 2018 sind somit die aktuellsten Werte.)

  

„Mit aktuell rund 177.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei Duisburger Unternehmen wurde ein neuer Höchststand nach Mitte der 90er Jahre erreicht,“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Schon jetzt ist der Fachkräftemangel bei dieser Beschäftigungslage akut und demographisch bedingt wird er sich Jahr für Jahr verschärfen. Jeder fünfte Arbeitnehmer geht in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Hier gilt es aus Unternehmenssicht Vorsorge zu treffen und rechtzeitig junge Arbeitnehmer einzustellen. Im Idealfall sichert man sich den Kräftenachwuchs über die Ausbildung. Vom Anteil an der Beschäftigung sind die Frauen unterrepräsentiert. Hier hat Duisburg Nachholbedarf und es liegt noch Potential für Fachkräfte brach. Unternehmen, die sich familienfreundlich zeigen, werden profitieren.  Flexible Teilzeitmodelle, Kinderbetreuung, Home-Office sind also die richtigen Ansätze, um bei der Arbeitskräftesuche erfolgreicher zu werden.“ 

 

Positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg 

Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg in den letzten Jahren hält weiter an. Der Vorjahresvergleich ergibt ein Plus von 2 Prozent oder 3.511 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

Der größte Zugewinn im Vorjahresvergleich mit 1.553 Beschäftigungen entfällt in Duisburg auf den Bereich Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Bereich sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+661). Hier werden u.a. Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Reisebüros, Hausmeisterdienste und Callcenter zusammengefasst. Weitere spürbare Zugewinne verzeichnen die Bereiche Heime und Sozialwesen (+545), Baugewerbe (+410) und Handel, Instandhaltung/Reparatur Kraftfahrzeuge (+364). Zulegen konnten auch die Bereiche Erziehung und Unterricht (+278), Gastgewerbe (+200), Information/Kommunikation (+161) und auch Finanz-/Versicherungsdienstleistungen (+77) und die öffentliche Verwaltung (+60).

 

Im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung ist dagegen ein spürbarer Rückgang der Beschäftigung in Duisburg zu erkennen (-411). Auch im verarbeitenden Gewerbe geht die Beschäftigung in Duisburg erkennbar zurück (- 264 Beschäftigte). In dieser Branche ging die Beschäftigung vor allem im Bereich der Herstellung überwiegend von Privathaushalten konsumierter Güter zurück.  

 

Verarbeitendes Gewerbe ist der stärkste Wirtschaftszweig in Duisburg

Die drei stärksten Wirtschaftszweige in Duisburg sind weiterhin das verarbeitende Gewerbe mit 35.218 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, das Gesundheits- und Sozialwesen (25.529) und der Bereich Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (22.114). 

 

Welche Personengruppen profitieren vom Beschäftigungsaufbau? 

Die große Gruppe der Beschäftigten zwischen von 25 bis unter 55 Jahren wächst um 1,2 Prozent oder 1.400 auf 121.102 Personen. Bei den über 55jährigen steigt die Beschäftigung um 6 Prozent oder 2.129 auf 37.469 Personen; Hintergrund dafür sind insbesondere die geänderten Regelungen zum (späteren) Renteneintritt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Ausländern steigt gegenüber dem Vorjahresstichtag deutlich um 9,9 Prozent oder 2.199 auf 24.385. Lediglich bei den jungen Beschäftigten (15 – 24 Jahre) ist ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent (-106) erkennbar.

 

Männer und Frauen 

Die Betrachtung nach Geschlechtern ergibt ein leicht unterschiedliches Bild. Im Bezirk der Arbeitsagentur Duisburg steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den Frauen um 1,3 Prozent und bei den Männern um 2,5 Prozent. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung beträgt damit aktuell 40,7 Prozent (72.254 Personen). Der Frauenanteil in NRW beträgt 45,1 Prozent und im Bund 46,1 Prozent.

 

Teilzeitbeschäftigung 

Die Teilzeitbeschäftigung steigt deutlicher (+ 3,5 Prozent) als die Vollzeitbeschäftigung (+1,5 Prozent). 75 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsort Duisburg sind in einer Vollzeitbeschäftigung, 25 sind in Teilzeit beschäftigt (NRW 27,1 Prozent / Bund 28 Prozent).

 

Geringfügig entlohnte Beschäftigung 

35.682 Beschäftigte arbeiten in Duisburg in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, also in einem Minijob; 0,8 Prozent oder 288 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt September 2017. 24.881 Menschen sind ausschließlich in einer geringfügigen Beschäftigung; bei 10.801 Personen ist der Minijob ein Nebenjob, der neben einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgeübt wird.

 

59,1 Prozent der Beschäftigten in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung sind Frauen. Fast drei Viertel (73 Prozent) davon arbeiten ausschließlich in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung. Bei Männern ist der Anteil in ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigung mit 66 Prozent niedriger.

 

Schweißen – auch etwas für coole Frauen!  

Duisburg, 9. April 2019 - Gemeinsame Aktion am 9. April 2019 von Agentur für Arbeit, jobcenter Duisburg und SLV Bildungszentren Rhein-Ruhr unter dem Motto „Schweißen – nicht nur was für coole Kerle“ - zeigt, dass Schweißerinnen keine Exotinnen in einem vermeintlichen Männerberuf sein müssen. Es sprühte, zischte und die Funken flogen – glücklicherweise nur digital in den Brillen der Schweißsimulatoren der SLV Bildungszentren Rhein Ruhr.

Im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur hatten heute Frauen die Gelegenheit, sich mit einem sicher nicht ganz frauentypischen Beruf anzufreunden. Die Agentur für Arbeit und das jobcenter Duisburg luden ein, sich ganz praktisch über einen handfesten Beruf mit Perspektive, guten Weiterbildungsmöglichkeiten und stabilem Verdienst zu informieren. Der Beruf der Anlagenmechanikerin Fachrichtung Schweißtechnik stand im Fokus dieser Veranstaltung.  

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit freute sich über die besondere Aktion für Frauen: „Fachkräftemangel heißt, dass wir neue Wege gehen müssen. Ein Pflegen alter Klischees zu typischen Frauen- und Männerberufen passt da nicht mehr ins Bild. Frauen und Technik, das geht sehr gut zusammen – und sichert oft auch ein höheres Einkommen.“  

Antworten erhielten alle Interessentinnen nicht nur auf die Frage, was macht denn eigentlich so eine Schweißerin, sondern auch auf das „Wie“ und „Warum“. Frauen, die selber vor vielen Jahren diesen Beruf gewählt haben, oder erst gerade eine Ausbildung zur Schweißerin begonnen haben, berichteten von ihren Erfahrungen auf ihrem ganz persönlichen Weg in einen ungewöhnlichen Beruf.  

Laura Schmitz ist im vergangenen Herbst mit 24 Jahren in die Ausbildung zur Anlagenmechanikerin im Anlagenbau eingestiegen. Vor dieser beruflichen Entscheidung stand zunächst eine Stelle als Produktionsmitarbeiterin. Hier kam sie auch mit dem Thema Schweißen in Berührung. Die junge Frau war sofort „Feuer und Flamme“. Davon konnte sie auch die Fa. A+S Anlagenbau und Service GmbH überzeugen und einen entsprechenden Ausbildungsplatz ergattern. Die Ausbildung enthält dabei auch schweißtechnische Schulungen. Entsprechende Kenntnisse sind dann in der Abschlussprüfung gefragt. „Ein bisschen Selbstbewusstsein in einem noch von Männern dominierten Berufsfeld kann nicht schaden“, so die Erfahrung von Laura Schmitz. Die junge Frau wurde aber auch gut aufgenommen und erfährt sowohl im Kollegen- als auch im Familienkreis viel Zustimmung für ihre nicht alltägliche Berufswahl.   

Auszubildende Laura Schmitz am Schweißsimulator, der bei der Veranstaltung zum Einsatz kam.

Eine Einladung zu einem Schnuppertag in den Werkstätten des Bildungszentrums Rhein Ruhr konnten alle Interessentinnen direkt mitnehmen.  
Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg Annette von Brauchitsch-Lavaulx (Tel. 0203 302 1605) und Iris Withake (Tel. 0203 302 1355) und des jobcenter Duisburg (Gabriele Münstermann 0203 34834 1460) bieten Veranstaltungen wie die heutige Aktion insbesondere zur beruflichen Eingliederung von Frauen an und geben Antworten auf Fragen rund um die berufliche Orientierung von Männern und Frauen auf dem Weg nach einer Familienphase zurück in den Beruf oder zur Realisierung eines Ausbildungsabschlusses junger Eltern - auch in Teilzeit.  

Arbeitslosenquote blieb konstant, Arbeitslosenzahl stieg dagegen leicht

Arbeitslosenzahl im März: 28.570 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: +156 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 1.716
Arbeitslosenquote im Februar: 11,1% Arbeitslosenquote im Vormonat: 11,1% Arbeitslosenquote im Vorjahr: 12,0%


Ausbildungsmarkt
Gemeldete Bewerber für Berufsausbildungsstellen: 2.884 Vergleich zum Vorjahr: +4 / +0,1%
Versorgte Bewerber 1.335 Vergleich zum Vorjahr: -16 / -1,2%
Gemeldete Berufsausbildungsstellen: 2.620 (davon 42 außerbetrieblich) Vergleich zum Vorjahr: +342 / +15%
Gemeldete betriebliche Berufsausbildungsstellen: 2.578 Vergleich zum Vorjahr: +320 / +14,2%

 

„Der März steht ganz im Zeichen von Ausbildung und Qualifizierung. Die Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt - wir betrachten hier die Zeit von Oktober 2018 bis März 2019 – fällt wegen des Anstiegs der betrieblichen Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv aus. In jedem Fall haben die Unternehmen ihre Ausbildungsstellen deutlich frühzeitiger gemeldet als in den Vorjahren. Vor dem Hintergrund des allgemein beklagten Fachkräftemangels ist aber zu erwarten, dass sich der Trend des letzten Ausbildungsjahres mit einem Plus an Stellenmeldungen fortsetzt. Es ist gut, dass die Unternehmen auf die eigene Fachkräftegewinnung durch Ausbildung setzen.

Die Bewerberinnen und Bewerber haben zum jetzigen Zeitpunkt also eine größere Auswahl an Ausbildungsstellen. Diese Chance muss genutzt werden, denn in Duisburg suchen immer noch mehr junge Menschen eine Ausbildung als Stellen angeboten werden. Duisburger Unternehmen sollten nicht zögern, schon jetzt die Ausbildungsverträge abzuschließen. Die besten Bewerber wählen die Unternehmen und nicht umgekehrt. Daher gilt in Zeiten des Fachkräftemangels für Ausbilder allen motivierten Kandidaten und Kandidatinnen eine Chance zu geben; die Berufsschule kann dann z.B. mit ausbildungsbegleitenden Hilfen, einer Förderung der Agentur für Arbeit erfolgreich bewältigt werden.“


Arbeitslosigkeit
Mit 28.570 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im März 156 Personen mehr als im Februar 2019 von Arbeitslosigkeit betroffen (+ 0,5 Prozent). Damit waren in diesem Monat 1.716 Personen oder 5,7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (März 2018: 30.286 Arbeitslose).
Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,1 Prozent wie im Vormonat. Im März des Vorjahres lag sie bei 12 Prozent und damit um 0,9 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
„Der aktuelle leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit muss nicht überbewertet werden,“ erläutert Astrid Neese die Entwicklung im März. „Noch ist die Frühjahrsbelebung nicht vollständig spürbar. In den ersten beiden Monaten gingen mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit als im Vorjahr, das änderte sich aber im März und auch die Abgänge in Beschäftigung wurden mehr. Der aktuelle neue Höchststand an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung von 177.495 in Duisburgs Unternehmen gibt ebenfalls deutliche Hinweise, dass ein optimistischer Blick in die weitere Arbeitsmarktentwicklung berechtigt ist.“

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im März leicht um 38 oder 0,6 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.981 im Februar auf jetzt 5.943 gesunken. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.007 und damit um 64 oder 1,1 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem März.
Von den 5.943 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im März 1.332 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.502 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (- 170, - 11,3 Prozent gegenüber dem Vormonat).
Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im März 5.818. Das waren 445 oder 7,1 Prozent weniger Menschen als im Februar (6.263) und 634 oder 9,8 Prozent weniger als vor einem Jahr (6.452). 1.156 Menschen konnten wegen der

Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (+ 108, + 10,3 Prozent zu Februar 2019).

„Arbeitslosigkeit wird oft auch genutzt, um Integrationschancen in eine dauerhafte Beschäftigung zu erhöhen,“ darauf weist Astrid Neese hin. „Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg bieten offensiv Weiterbildungen und Umschulungen in zahlreichen Berufsfeldern an, die die Unternehmen nachfragen. Wir haben rund 18 Prozent mehr Menschen in beruflicher Weiterbildung als noch im Vorjahreszeitraum.“

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.414 Personen waren im März 8 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Februar (2.422). Diese Zahlen liegen um 174 oder 6,7 Prozent unter dem Wert von März 2018 (2.588).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im März um 82 oder 1,0 Prozent auf aktuell 8.361 (Vormonat 8.279) und liegt um 152 (-1,8 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.513).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im März im Vergleich zum Vormonat von 4.856 auf jetzt 4.917 (+61). Hier waren im Vorjahresmonat 4.951 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 34 Personen oder 0,7 Prozent weniger als im März 2018 arbeitslos gemeldet.
Im März ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Februar zurückgegangen und liegt aktuell bei 11.685 betroffenen Personen; 59 oder 0,5 Prozent weniger (Vormonat 11.744). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.637 Personen oder 12,3 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (13.322).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.462 (- 31 oder – 0,3 Prozent), davon befinden sich 9.635 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 763 oder 6,2 Prozent weniger als im März des Vorjahres (12.225).

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.713 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.482 sind davon arbeitslos; rund 94 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so sinkt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,3 Prozent. Der März-Wert 2019 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau von März 2018 mit 2,2 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.813 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 254 oder 4,2 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Februar (6.067). Vor einem Jahr, im März 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 162 oder 2,9 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.651).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte gestiegen und liegt jetzt bei 8,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie im März bei 9,8 Prozent.
22.757 Personen (+410 und +1,8 Prozent) waren im März in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Februar 22.347). Im Vergleich zum März 2018 (24.635) sind in der Grundsicherung aktuell 1.878 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an gemeldeten Stellen liegt weiterhin deutlich über Vorjahresniveau (+355). Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“, gefolgt von „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“.

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im März gesunken – um 333 Personen oder 0,9 Prozent auf aktuell 37.355 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.164 oder 5,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im März gestiegen und liegt aktuell bei 76,5 Prozent (Vergleich Vormonat 75,4 Prozent, Vorjahresmonat 76,6 Prozent).
Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,2 Prozent; 0,1-Prozentpunkte weniger als im Februar (März 2018: 15,3 Prozent).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.712 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 204 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung. 540 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.110). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.810 Personen (179 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt, 513 weniger als im Vormonat) teilnehmen.

Ausbildungsmarkt
Gemeldete Ausbildungsstellen und Bewerber Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2018 haben sich 2.884 Bewerber/innen für Ausbildungsstellen bei der Berufsberatung in Duisburg gemeldet, das sind 4 mehr als im Vorjahr. Davon gelten aktuell 1.335 mit einer Ausbildungsstelle, einem Studienplatz oder sonstiger Alternative versorgt. 1.549 junge Menschen suchen aktuell eine Ausbildung. Hinzu kommen 402 Bewerber und Bewerberinnen, die zwar schon eine Alternative zu einer Ausbildungsstelle haben, aber gerne ihren Ausbildungswunsch noch verwirklichen möchten.

Demgegenüber konnte der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg insgesamt schon 2.578 betriebliche Ausbildungsstellen akquirieren, 320 mehr als im letzten Jahr. Von diesen sind aktuell noch 1.497 Ausbildungsstellen unbesetzt (51 weniger als im März 2018).

Bewerberstruktur
Nach wie vor ist ein guter Schulabschluss eine wichtige Voraussetzung für die Einmündung in eine betriebliche Ausbildung. Von den aktuell 2.884 gemeldeten Bewerbern verfügen 2.792 Personen und damit rund 97 % über einen Schulabschluss.

Trotz der Erfüllung der formalen Voraussetzungen haben es viele Bewerberinnen und Bewerber immer noch schwer, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Etwas mehr als die Hälfte aller Bewerber hat die Schule nicht im Berichtsjahr, sondern in den Vorjahren verlassen und zunächst eine Alternative zur Ausbildung ergriffen. Hierzu zählen aber auch die Bewerber, die am Bundesfreiwilligendienst teilgenommen, ein Auslandsjahr absolviert, als Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen einen Schritt in Richtung Ausbildung getan haben oder in ein Praktikum gegangen sind.
Der Anteil an Bewerbern aus dem aktuellen Schuljahr ist gestiegen. Astrid Neese kommentiert diese Entwicklung: „Hier zahlt sich unsere stärkere Präsenz an den Schulen aus. Uns gelingt es mit der frühzeitigen Berufsberatung immer besser, junge Menschen für Ausbildung zu interessieren.“


Tipps und Veranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene
Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Duisburg unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihre berufliche Zukunft zu planen oder über freie Ausbildungsstellen zu informieren. Interessierte sollten schnellstens einen Beratungstermin vereinbaren. Das geht telefonisch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online: www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch.

Mit Ausbildung hoch hinaus

Kletterevent im Landschaftspark Nord von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg in der Woche der Ausbildung wirbt für Berufe, bei denen es schon mal hoch hinaus geht.

 

Duisburg, 13. März 2019 - Schon seit drei Jahren geht die Agentur für Arbeit in der Woche der Ausbildung neue Wege, um auch Ausbildungsbetrieben deutlich zu machen, dass konventionelle Wege in Zeiten des Fachkräftemangels nicht mehr ausreichen, um die geeigneten Nachwuchskräfte zu finden.

Ist die Ausbildung zum Gerüstbauer oder Dachdecker cool? Da gehen die Meinungen bei jungen Leuten sicher auseinander. Die heutige Aktion der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg im Landschaftspark Nord hilft, die Perspektive zu wechseln. Schülerinnen und Schüler von 12 Duisburger Schulen und Teilnehmer aus berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen haben die Gelegenheit, bei einer Kletteraktion im Kletterpark des Deutschen Alpenvereins den beiden Berufen im wahrsten Wortsinn näher zu kommen.

 

„Mit Ausbildung hoch hinaus, das ist das Motto unser Aktion“, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Wir möchten den jungen Menschen heute zeigen, welche Chancen sich mit einer Ausbildung eröffnen. Besonders in Berufen, die nicht unbedingt in der Top-Ten-Liste der Ausbildungswünsche stehen. Ausbildungsbetriebe im Gerüstbau und im Dachdeckerhandwerk suchen Fachkräfte und setzen seit Jahren auf Ausbildung. Doch ist es nicht immer leicht, Jugendliche für diese Berufe zu interessieren und ihnen das ganze Spektrum zu vermitteln, das sich in diesen Berufen bietet. Heute kommt der Spaßfaktor nicht zu kurz und wenn man die Berufswahl an seinen Stärken orientiert, gilt das auch im Berufsleben. Nachwuchskräfte finden Unternehmen heute, wenn sie kreativ auf junge Menschen zugehen, nicht nur auf Schulnoten schauen, sondern den Bewerbern die Chance geben, ihre gesamte Talentvielfalt zu zeigen.“

 

Neben der Kletteraktion, die die Jugendlichen auf Arbeitshöhen bringt, die Dachdeckern und Gerüstbauern nicht fremd sind, sind heute fünf Ausbildungsbetriebe vor Ort, die gerne mit den jungen Leuten hoch hinaus möchten.

 

Martin Murrack, Stadtdirektor und Kämmerer der Stadt Duisburg, freut sich über die besondere Aktion von Agentur für Arbeit und jobcenter: „Der Landschaftspark Nord steht für Duisburg und ist ein guter Ort für eine Aktion, die Jugendliche in Duisburg weiterbringt. Genau wie die Jugendberufsagentur, bei der die Stadt Duisburg unter einem Dach mit Agentur für Arbeit und jobcenter an der Wintgensstraße eine zentrale Anlaufstelle für junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf bietet.“

 

Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg betreut die Ausbildungsbetriebe bei ihrer Suche nach Fachkräften und zukünftigen Fachkräften. Birgit Mölders, stellvertretende Geschäftsführerin des jobcenter Duisburg: „jobcenter Duisburg und Agentur für Arbeit arbeiten mit den Ausbildungsbetrieben Hand in Hand und unterstützen die Auszubildenden und Betriebe – wo nötig – auch mit ausbildungsbegleitenden Hilfen oder der Assistierten Ausbildung. An den Schulnoten sollte die Aufnahme einer Ausbildung wirklich nicht scheitern!“

 

Tipps für Jugendliche und junge Erwachsene

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Duisburg unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihre berufliche Zukunft zu planen oder über freie Ausbildungsstellen zu informieren. Interessierte sollten schnellstens einen Beratungstermin vereinbaren. Das geht telefonisch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online: www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch.

 

Angebote für Arbeitgeber

Der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach dem passenden Auszubildenden oder geeigneten Förderangeboten. Unternehmen, die ein Gespräch wünschen, erreichen den Arbeitgeber-Service unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 oder per E-Mail: Duisburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de.  

 

 

Viel Bewegung am Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl im Februar: 28.414
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 254 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.257

Arbeitslosenquote im Februar: 11,1% Arbeitslosenquote im Vormonat: 11,2% Arbeitslosenquote im Vorjahr: 12,2%



Duisburg, 01. März 2019 - „Nach einem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist der Rückgang im Februar ein gutes Zeichen. Dennoch sehen wir, dass am Arbeitsmarkt derzeit viel Bewegung ist. So sind mehr Menschen aus Beschäftigung in die Arbeitslosigkeit gegangen als im Vorjahreszeitraum; gleichzeitig konnten weniger arbeitslose Personen eine neue Arbeit aufnehmen“.

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg sieht dennoch eine gute Basis für Arbeitsuchende: „Gleichzeitig meldeten uns im Februar die Unternehmen über 1.100 neue Stellen. Vor diesem Hintergrund können wir auch dieses Jahr mit einer Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten rechnen. Hiervon werden besonders junge Menschen profitieren, die sich jetzt nach Ausbildungsende bei uns arbeitslos melden mussten.
Die Nachfrage nach Fachkräften ist ungebrochen hoch. Der Schritt in die Weiterbildung sollte gerade für arbeitslose Menschen die höchste Priorität haben, wenn sie nicht mehr über aktuelle Qualifikationen verfügen. Schon jetzt sind fast 20 Prozent mehr Menschen durch Arbeitsagentur und jobcenter in beruflicher Weiterbildung als vor einem Jahr. Das Budget macht im rechtlichen Rahmen alle Qualifizierungsbedarfe realisierbar und ermöglicht in 2019 noch mindestens 2.800 neue Eintritte in Weiterbildung.“

Arbeitslosigkeit
Mit 28.414 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Februar 254 Personen weniger als im Januar 2019 von Arbeitslosigkeit betroffen (- 0,9 Prozent).
Damit waren in diesem Monat 2.257 Personen oder 7,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Februar 2018: 30.671 Arbeitslose).

Bestand an Arbeitslosen Duisburg Januar 2018 bis Februar 2019

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,1 Prozent (Vormonat 11,2 Prozent). Im Februar des Vorjahres lag sie bei 12,2 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Februar leicht um 12 oder 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.993 im Januar auf jetzt 5.981 gesunken. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.072 und damit um 91 oder 1,5 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Februar.
Von den 5.981 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Februar 1.502 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.773 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (- 271, - 15,3 Prozent gegenüber dem Vormonat). Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Februar 6.263. Das waren 1.646 oder 35,7 Prozent mehr Menschen als im Januar (4.617) und 38 oder 0,6 Prozent mehr als vor einem Jahr (6.225). 1.048 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (+ 201, + 23,7 Prozent zu Januar 2019).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.422 Personen waren im Februar 63 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Januar (2.359). Diese Zahlen liegen um 160 oder 6,2 Prozent unter dem Wert von Februar 2018 (2.582). Im Februar enden viele dreieinhalbjährige Ausbildungen (und verlängerte zwei- und dreijährige Ausbildungen); dies führt zu einem kurzzeitigen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Diese Jugendlichen werden in Unternehmen als frisch ausgebildete Fachkräfte benötigt und habe deshalb sehr hohe Chancen auf eine schnelle Vermittlung in Arbeit.
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Februar um 144 oder 1,7 Prozent auf aktuell 8.279 (Vormonat 8.423) und liegt um 317 (-3,7 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.596).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Februar im Vergleich zum Vormonat von 4.948 auf jetzt 4.856 (-92). Hier waren im Vorjahresmonat 5.007 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 151 Personen oder 3 Prozent weniger als im Februar 2018 arbeitslos gemeldet.
Im Februar ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Januar wieder zurückgegangen und liegt aktuell bei 11.744 betroffenen Personen; 287 oder 2,4 Prozent weniger (Vormonat 12.031). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.749 Personen oder 13 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (13.493).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.493 (- 112 oder - 1 Prozent), davon befinden sich 9.575 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 789 oder 6,4 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres (12.282).

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.709 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.412 sind davon arbeitslos; rund 94 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,4 Prozent. Der Februar-Wert 2019 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau von Februar 2018 mit 2,3 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 6.067 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 59 oder 1 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Januar (6.008). Vor einem Jahr, im Februar 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 210 oder 3,6 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.857).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 8,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Februar bei 9,9 Prozent.
22.347 Personen (-313 und -1,4 Prozent) waren im Februar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Januar 22.660). Im Vergleich zum Februar 2018 (24.814) sind in der Grundsicherung aktuell 2.467 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
1.122 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 383 Stellen mehr als im Vormonat (Januar 2019: 739) und 36 oder 3,3 Prozent mehr als im Februar 2018 (1.086). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Februar wieder gestiegen und liegt aktuell mit 4.550 Stellenangeboten (+127, +2,9 Prozent im Vergleich zu Januar) auf einem hohen Niveau. Damit liegt der Stellenbestand des aktuellen Monats weiterhin spürbar über dem des Vorjahresmonats (4.263 Stellenangebote im Februar 2018, +287 Stellen / + 6,7 Prozent).

Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen Duisburg Januar 2018 bis Februar 2019

Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ (1.009 Stellen), gefolgt von „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ (980 Stellen). An dritter Stelle liegt der Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (820 Stellen).


Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Februar leicht gestiegen – um 42 Personen oder 0,1 Prozent auf aktuell 37.694 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.120 oder 5,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Februar gesunken und liegt aktuell bei 75,4 Prozent (Vergleich Vormonat 76,1 Prozent, Vorjahresmonat 77 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,3 Prozent; wie im Januar 2019 (Februar 2018: 15,4 Prozent).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.651 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 253 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung.

584 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.122). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.317 Personen (680 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.


Mit Bildung zum Ziel

Öffnungszeiten der Agentur für Arbeit Duisburg an den Karnevalstagen
Duisburg, 22. Februar 2019 - Die Agentur für Arbeit Duisburg (Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg) wird am Donnerstag, den 28. Februar 2019 (Altweiber) ab 12:30 Uhr und am Montag, den 04. März 2019 (Rosenmontag) ganztägig für den Publikumsverkehr geschlossen.   Die telefonische Erreichbarkeit unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00 ist an beiden Tagen in der Zeit von 8:00 bis 18:00 gewährleistet.  
Am Freitag, den 01. März 2019 ist die Agentur für Arbeit Duisburg innerhalb der üblichen Geschäftszeiten geöffnet (07:30 Uhr bis 12:30 Uhr).  



Mit Bildung zum Ziel
Agentur für Arbeit und jobcenter im Gespräch mit den Bildungsträgern aus der Region – Weiterbildungen für Arbeitsuchende und Beschäftigte
Die Einführung des Qualifizierungschancengesetzes mit Beginn des Jahres ist ein deutliches Signal an Arbeitsuchende, Beschäftigte und Betriebe: Weiterbildung ist nicht nur das Gebot der Stunde, sondern ein Auftrag für die Zukunft. Den Veränderungen in den Tätigkeiten vor allem durch technische Entwicklungen muss sich fast jeder stellen.
Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg helfen dabei. In einem großen Meeting in der Agentur für Arbeit wurden die Bildungsträger der Region über die Bildungszielplanung 2019 und aktuelle Themen am Arbeitsmarkt informiert. Anschließend kam es zu einem intensiven Austausch, z.B. wie die Digitalisierung auch auf die Weiterbildungsangebote Einfluss nimmt.

„Unter dem Einfluss der Megatrends Demographie und Digitalisierung werden die Herausforderungen in der Bildungsplanung größer. Die aktuelle Bildungszielplanung berücksichtigt Bedarfe der Unternehmen und die individuelle Ausgangssituation von arbeitsuchenden Menschen. Eine große Nachfrage nach Fachkräften zeigt, dass der Schritt in die Weiterbildung für arbeitslose Menschen die höchste Priorität haben sollte, wenn sie nicht mehr über aktuelle Qualifikationen verfügen.“

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, setzt auch in diesem Thema auf Netzwerkarbeit. „Der Austausch mit den Bildungsträgern ist wichtig, damit wir gemeinsam Arbeitsuchende, die sich neu orientieren müssen, optimal auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten.“

Nach der heutigen Veranstaltung können sich die Bildungsträger darauf einstellen, in welche Richtung es im Jahr 2019 bei den Qualifizierungen geht. Rund 19 Mio. € planen Arbeitsagentur und jobcenter für Weiterbildung ein. Ein Budget, das im rechtlichen Rahmen alle Weiterbildungsbedarfe realisierbar macht und in 2019 noch mindestens 2.800 neue Eintritte in Weiterbildung ermöglicht.

Ganz verschiedene Qualifizierungen von A wie Altenpfleger bis Z wie Zerspanungsmechaniker und in neuen Berufen, wie Kaufmann/Kauffrau E-Commerce sind in Duisburg möglich. Der kaufmännische Bereich und Berufe in der Logistik sind stark vertreten. Die Teilqualifizierungen nehmen auch einen großen Raum ein. Ermöglichen Sie es doch auch über mehrere kürzere Lernmodule zu einem Berufsabschluss zu kommen. Und selbstverständlich gehen wir bei jeder Berufsbiographie eines arbeitslosen Menschen zunächst einmal offen das Qualifizierungsziel an.

Birgit Mölders, stellvertretende Geschäftsführerin des jobcenter Duisburg, sieht die Chancen, die sich für Bezieher von Arbeitslosengeld II ergeben: „Menschen, die vom jobcenter betreut werden, sind in den meisten Fällen schon länger arbeitslos. Viele davon können wir mit Weiterbildung wieder nachhaltig in Beschäftigung vermitteln. Manchmal ist der Beginn einer Qualifizierung ein großer Schritt für unsere Kunden. Auch dabei können wir im Vorfeld durch verschiedene Maßnahmen helfen.“

Die Planung der Weiterbildungen 2019 von Arbeitsagentur und jobcenter sind auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de/duisburg unter Institutionen / Bildungszielplanung veröffentlicht.

Arbeitnehmer und Arbeitsuchende können unter 0800 4 5555 00* (Agentur für Arbeit), Kunden des jobcenter Duisburg unter 302-1910** einen Beratungstermin vereinbaren. Arbeitgeber erhalten alle Informationen unter 0800 4 5555 20* im gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg.

 

Mit 4.423 den höchsten Stellenbestand seit mindestens sieben Jahren
-  niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 25 Jahren

 - Arbeitslosenzahl im Januar: 28.668 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: + 1.436
- Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.115
- Arbeitslosenquote im Januar: 11,2% Arbeitslosenquote im Vormonat: 10,6% - Arbeitslosenquote im Vorjahr: 12,2%

Duisburg, 31. Januar 2019 - „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2018 ist ein typischer saisonaler Effekt. Zum Ende des Jahres laufen viele Arbeitsverhältnisse – auch nach dem Weihnachtsgeschäft – nach Befristungsende oder nach Kündigung aus. Und es wirkt sich die Witterung in einigen Branchen aus. Wir sprechen also von der typischen Winterarbeitslosigkeit,“ so die Einschätzung von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, zum Jahresstart am Arbeitsmarkt.

„Die Gesamtentwicklung mit Blick auf die Vorjahreswerte bleibt durchaus positiv. Wir haben die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 25 Jahren und mit 4.423 den höchsten Stellenbestand seit mindestens sieben Jahren. Bei einem anhaltenden Fachkräftebedarf wird der Arbeitsmarkt also Kurs halten, wenn wir neue Fördermöglichkeiten offensiv nutzen. Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg sind darauf vorbereitet und machen sich die für die Weiterbildungsförderung beschäftigter Menschen stark. Hiervon können jetzt grundsätzlich alle Arbeitnehmer und Unternehmen aller Größenordnung profitieren. Wir wissen, dass mit zunehmender Digitalisierung der Qualifizierungsbedarf in den Unternehmen steigt, das können und wollen wir unterstützen.

 

Arbeitslosigkeit
Mit 28.668 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Januar 1.436 Personen mehr als im Dezember 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen (+ 5,3 Prozent).
Damit waren in diesem Monat 2.115 Personen oder 6,9 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (Januar 2018: 30.783 Arbeitslose).

Bestand an Arbeitslosen Duisburg Januar 2018 bis Januar 2019

Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,2 Prozent (Vormonat 10,6 Prozent). Im Januar des Vorjahres lag sie bei 12,2 Prozent und damit um 1 Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Januar um 532 oder 9,7 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.461 im Dezember auf jetzt 5.993 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 5.895 und damit um 98 oder 1,7 Prozent unter den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Januar.

Von den 5.993 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Januar 1.773 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.420 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos (+ 353, + 24,9 Prozent gegenüber dem Vormonat). Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.617. Das waren 1.190 oder 20,5 Prozent weniger Menschen als im Dezember (5.807) und 57 oder 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr (4.560). 847 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (- 218, -20,5 Prozent zu Dezember 2018).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Von dem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit sind alle Personengruppen betroffen. Mit 2.359 Personen waren im Januar 119 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Dezember (2.240). Diese Zahlen liegen um 167 oder 6,6 Prozent unter dem Wert von Januar 2018 (2.526).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im Januar um 574 oder 7,3 Prozent auf aktuell 8.423 (Vormonat 7.849) und liegt um 204 (-2,4 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.627).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat von 4.603 auf jetzt 4.948 (+345). Hier waren im Vorjahresmonat 5.000 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 52 Personen oder 1 Prozent weniger als im Januar 2018 arbeitslos gemeldet.
Im Januar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember gestiegen und liegt aktuell bei 12.031 betroffenen Personen; 172 oder 1,5 Prozent mehr (Vormonat 11859). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 1.620 Personen oder 11,9 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (13.651).

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.605 (+ 433 oder + 3,9 Prozent), davon befinden sich 9.685 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 626 oder 5,1 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres (12.231).


Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.778 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 2.380 sind davon arbeitslos; rund 94 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,3 Prozent. Der Januar-Wert 2019 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von Januar 2018 mit 2,4 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 6.008 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 525 oder 9,6 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Dezember (5.483). Vor einem Jahr, im Januar 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 90 oder 1,5 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.918).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte angestiegen und liegt jetzt bei 8,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Januar bei 9,9 Prozent.
22.660 Personen (+911 und +4,2 Prozent) waren im Januar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Dezember 21.749). Im Vergleich zum Januar 2018 (24.865) sind in der Grundsicherung aktuell 2.205 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
739 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 198 Stellen weniger als im Vormonat (Dezember 2018: 937) und 129 oder 14,9 Prozent weniger als im Januar 2018 (868). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Januar zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.423 Stellenangeboten (-141, - 3,1 Prozent im Vergleich zu Dezember) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit liegt der Stellenbestand des aktuellen Monats weiterhin spürbar über dem des Vorjahresmonats (4.184 Stellenangebote im Januar 2018, +239 Stellen / + 5,7 Prozent).

Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten aus dem Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ (1.014 Stellen), gefolgt von „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ (990 Stellen). An dritter Stelle liegt der Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ (750 Stellen).


Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen – um 652 Personen oder 1,8 Prozent auf aktuell 37.614 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.210 oder 5,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen und liegt aktuell bei 76,2 Prozent (Vergleich Vormonat 73,7 Prozent, Vorjahresmonat 77,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,3 Prozent; 0,3 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2018 (Januar 2018: 15,4 Prozent).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.573 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 205 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung.

573 Personen weniger als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.210). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.239 Personen (624 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

 

Total dual? Warum nicht?  

Agentur für Arbeit informiert über duale Studiengänge
Duisburg, 18. Januar 2019 - Es ist für Schüler mit Abitur oder Fachabitur nicht immer leicht, die Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium zu treffen. Beides kann die Grundlage für eine gute Berufsperspektive sein. Nach einer Ausbildung kann ein Studium folgen oder man fährt parallel und kombiniert beides in einem dualen Studiengang!  
Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, weiß, für wen dieses Angebot interessant sein kann: „Junge Leute, die eine Ausbildung oder Praktikumszeiten durchlaufen und dabei parallel ein Studienangebot wahrnehmen, müssen schon motiviert und leistungsfähig sein. Aber die Kombination von Studieninhalten und Praxis bildet junge Menschen aus, die im Unternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung schnell ihren Weg machen, auch in Richtung Führungsposition!“  
Die Agentur für Arbeit bietet im Rahmen der Wochen der Studienorientierung am Donnerstag, 24.01.2019 um 15:00 Uhr eine zweistündige Informationsveranstaltung „Total dual – Duale Studienangebote“ an.  

Hochschulen aus der Region (Hochschule Niederrhein, FOM ( Hochschule für Ökonomie und Management) und EU|FH (Europäische Fachhochschule Rhein/Erft)) stellen ihre Angebote vor und geben wichtige Hinweise zu den Bewerbungsverfahren. Zwei Arbeitgeber aus dem Bereich öffentlicher Dienst stellen außerdem ihre dualen Studienangebote vor: die Stadt Duisburg und die Agentur für Arbeit. Die Beraterinnen und Berater der Hochschulen und der Agentur für Arbeit stehen für persönliche Fragen zur Verfügung.  
Veranstaltungsort ist das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Duisburg, Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

Infos zu den Wochen der Studienorientierung: www.mkw.nrw/ >Studium>Informieren>Wochen der Studienorientierung  
Junge Menschen, die Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit suchen und sich persönlich beraten lassen möchten, können sich unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 an die Agentur für Arbeit wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Informationen gibt es auch im Internet auf www.arbeitsagentur.de.

 

 

Ausblick 2019

Kernaufgabe: Begleitung der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in Ausbildung, Studium und Beruf
Duisburg, 04. Januar 2019 - Aufgrund der derzeit stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trotz weltpolitischer Unsicherheiten ist nach den Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit einer weiteren Senkung der Arbeitslosigkeit und steigender Beschäftigung auch in 2019 auszugehen. Beide Entwicklungen – Reduzierung der Arbeitslosigkeit und Anstieg der Beschäftigung – werden allerdings unter dem Landesschnitt NRW liegen und auch nicht mit gleicher Dynamik wie noch in 2018 erfolgen.

Die Leiterin der Agentur für Arbeit Astrid Neese blickt mit Zuversicht auf den Arbeitsmarkt 2019: „Eine Fortsetzung der guten Entwicklung der letzten Jahre wird kein Selbstläufer, eine geringere Dynamik ist jedenfalls wahrscheinlich. Der im Vergleich zu NRW hohe Anteil von Beschäftigten in der Zeitarbeit in Duisburg birgt ein gewisses Risiko, weil bei konjunkturellen Einbrüchen in der Regel zunächst die Beschäftigung in der Arbeitnehmerüberlassung zurückgefahren wird.

Mit Rückenwind aus den Vorjahren und mit einem berechtigten Optimismus für das laufende Jahr sollten wir die neuen Fördermöglichkeiten, die uns der Gesetzgeber zur Verfügung gestellt hat, für die Duisburger Wirtschaft offensiv nutzen. Mit dem Qualifizierungschancengesetz und den neuen Möglichkeiten für die soziale Teilhabe von Langzeitarbeitslosen haben wir Instrumente, die bei erfolgreicher Anwendung einen spürbaren, positiven Einfluss auf die Arbeitsmarktentwicklung haben können.

Zum einen sollten Unternehmen im Zuge einer sich durch Demographie und Digitalisierung dynamischer gestaltenden Personalplanung die betriebliche Weiterbildung verstärken, um die eigenen Mitarbeiter auf Fachkräfteniveau zu halten oder zu entwickeln und hierbei die Unterstützungsmöglichkeiten von Arbeitsagentur und jobcenter nutzen. Der Kontakt mit dem Arbeitgeberservice lohnt sich. Unsere Fachexperten stehen für Beratungen im Betrieb zur Verfügung. Wichtig ist natürlich gleichzeitig, dass die Beschäftigten selbst sich öffnen für die Veränderungen am Arbeitsmarkt und ihre Weiterbildungsbereitschaft zeigen.

Wir werden in 2019 unser Beratungsangebot ausweiten und insbesondere für junge Menschen an der Schwelle zum Berufsleben die Ansprache noch intensivieren.

Mit dem Konzept der Lebensbegleitenden Berufsberatung, das im nächsten Jahr schrittweise eingeführt wird, stärken wir zunächst für die Phase vor dem Erwerbsleben den Kontakt zu jungen Menschen zum Beispiel durch frühere und stärkere Präsenz in den Schulen und Intensivierung der Zusammenarbeit mit allen Netzwerkpartnern. Ein wichtiger Beitrag ist auch die Stärkung und Profilierung der Jugendberufsagentur am Standort Wintgensstraße mit dem gemeinsamen Angeboten der Agentur für Arbeit, des jobcenter Duisburg und der Stadt Duisburg für junge Menschen.

 

Die Begleitung der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in Ausbildung, Studium und Beruf ist als Kernaufgabe der Agentur für Arbeit eine entscheidende Basis für eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Die sinkende Ausbildungsbeteiligung der Duisburger Betriebe in den vergangenen Jahren muss gestoppt werden; eine Steigerung des betrieblichen Ausbildungsangebots in diesem Jahr ist dazu ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Der Duisburger Arbeitsmarkt bleibt herausfordernd, die Möglichkeiten für Lösungen sind erweitert worden. Das in den letzten Jahren Erreichte sollte uns ermutigen, auch die nächsten Kraftanstrengungen zu gehen. Ich sehe es als gemeinsame Verpflichtung an, die gute Entwicklung Duisburgs auch am Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiter voranzutreiben.
Hier steht uns etwas mehr Mut gut zu Gesicht, neue Wege zu gehen und Menschen eine Chance zu bieten, die sie lange nicht hatten, und sie individuell zu begleiten. Uns stehen die Mittel und Instrumente zur Verfügung, diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen und den seit Jahren guten Lauf am Arbeitsmarkt in 2019 fortzusetzen. Alle Akteure gemeinsam haben die notwendige Kraft und Energie dazu.“