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Tag der Logistik

Am 19. April 2018 ist bundesweiter Tag der Logistik: 

Die Logistik zählt in Duisburg zu den Wachstumsbranchen der vergangenen Jahre und bietet gute Beschäftigungschancen für qualifizierte Fachkräfte

 

Duisburg, 19. April 2018 - Die Logistikbranche zählt zu den fünf beschäftigungsstärksten Wirtschaftszweigen in Duisburg. Mit nahezu 14.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeitete im September vergangenen Jahres jeder Zwölfte in dieser Branche. Als Leiharbeitnehmer sind in Duisburg nochmal über 2.000 Frauen und Männer im Bereich Verkehr und Logistik beschäftigt.

 

In den vergangenen fünf Jahren hat die Beschäftigung im Bereich Verkehr und Lagerwirtschaft um 11,5 Prozent zugenommen und wuchs damit stärker als die Beschäftigung insgesamt (+7,0%). Ende März zählte die Arbeitsagentur knapp 300 freie Arbeitsstellen für Tätigkeiten in dieser Branche. Im Jahr 2017 wurden von Duisburger Arbeitgebern aus diesem Wirtschaftszweig insgesamt rund 700 offene Stellen gemeldet, 6,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

 

„Der Markt für Transporte hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Daraus resultiert ein hoher Bedarf an Berufskraftfahrern. Mittlerweile ist hier ein deutlicher Engpass entstanden, so dass wir uns nicht mehr an allen Ausschreibungen beteiligen können“, so Wolfgang Siepmann, Geschäftsführer der Duisburger A. Siepmann GmbH für Chemikalien- und Flüssigkeitstransporte. „Einen Teil der benötigten Mitarbeiter finden wir über berufliche Qualifizierungen. Die Arbeitsagentur ist dabei für uns ein zuverlässiger Partner“.

 

Mit der zunehmenden Globalisierung ist Logistik auch für den Hafenstandort Duisburg immer wichtiger geworden. Sie sorgt dafür, dass Güter und Waren stets dort sind, wo sie gebraucht werden. Aber nur ein Teil der logistischen Leistungen sind für jedermann wahrnehmbar, nämlich in der Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Der andere Teil findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt.

 

„Aufgrund der immer größeren Komplexität der Aufgaben und der sich ständig ändernden Anforderungen unterschiedlicher Märkte bietet die Logistikbranche in Duisburg Beschäftigungsmöglichkeiten überwiegend für qualifizierte Fachkräfte“, so Petra Neu, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Duisburg. „Acht von zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Duisburg sind Fachkräfte beziehungsweise hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

 

Die Digitalisierung wird langfristig auch in der Logistik starke Änderungen in der Arbeitslandschaft mit sich bringen. Das vollautomatisierte Warenlager bis zur Lieferung an den Endkunden via Drohne liegt zwar noch in weiter Ferne, erste Ansätze sind aber bereits vorhanden. So können Waren heute schon mittels automatisierter Technik zu den Kommissioniererplätzen befördert werden. Die sich zum Teil rasant   verändernden Arbeitsbedingungen erfordern große Flexibilität von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie eine stetige Qualifizierung. Entsprechende Fortbildungen für Beschäftigte und Arbeitsuchende werden deshalb noch stärker in den Focus rücken.

 

Die Fachkräftesicherung wird auch in der Logistikbranche in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema sein. In den kommenden zehn Jahren werden rund 2.600 Beschäftigte dieser Branche altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. „Wir sehen hier mittelfristig eine große Herausforderung, künftig über die dringend benötigten Fachkräfte zu verfügen und ermuntern die Unternehmen schon jetzt, in Ausbildung zu investieren“, so Neu.

 

 

Beim Duisburger Arbeitsmarkt hält der positive Trend an

Arbeitslosenzahl im März: 30.286 - im Vergleich zum Vormonat:
- 385 Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.220

Arbeitslosenquote im März: 12,0 % - im Vormonat: 12,2 % Arbeitslosenquote im Vorjahr: 13,1%


Duisburg, 29. März 2018 - „Die Entwicklungen am Duisburger Arbeitsmarkt halten den positiven Trend. Das Beschäftigungswachstum ist ungebrochen und steigt von Quartal zu Quartal. Gerade hat uns die Meldung erreicht, dass Ende September 2017 in Duisburger Unternehmen fast 174.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Arbeitslose nutzen die Chancen dieser Entwicklung, denn es gehen mehr Menschen aus Arbeitslosigkeit wieder in Beschäftigung als noch ein Jahr zuvor.
Daher behalten wir als Arbeitsagentur und jobcenter unseren offensiven Kurs in der Arbeitsmarktpolitik bei, um möglichst vielen Arbeitslosen mit Bewerbungstrainings, Orientierungshilfen sowie Qualifizierung den Sprung in den Arbeitsmarkt wieder zu ermöglichen. Diese erfreuliche Tendenz lässt uns optimistisch die kommenden Monate angehen. Man sieht, in Duisburg geht etwas voran“, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

Arbeitslosigkeit
Mit 30.286 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im März 385 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 2.220 Personen beziehungsweise 6,8 Prozent.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 12,0 Prozent und entspricht damit einem Rückgang um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat beziehungsweise um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum März 2017.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im März um 65 Personen oder 1,1 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit im Vergleich zu Februar auf 6.007 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der Zugänge bei 273 Personen oder 4,8 Prozent.
Von den 6.007 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im März 1.372 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt. Das sind 9 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat (-0,7 Prozent). Im gesamten 1. Quartal 2018 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 147 Menschen weniger aus einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt in die Arbeitslosigkeit gegangen.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im März 6.452 Personen. Das waren 227 Personen oder 3,6 Prozent mehr als im Februar und 271 Personen oder 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. 1.243 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt im aktuellen Berichtsmonat ihre Arbeitslosigkeit beenden, 129 mehr als noch im Februar (+11,6 Prozent). Seit Jahresbeginn haben 137 Personen mehr als im Vorjahreszeitraum eine Arbeit aufgenommen (+ 4,5 %).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.588 Personen waren im März sechs junge Menschen mehr unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Februar. Diese Zahlen liegen mit 233 Personen oder 8,3 Prozent doch deutlich unter dem Wert von März 2017.
Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen sank im März im Vergleich zum Vormonat um 83 Personen oder 1,0 Prozent auf aktuell 8.513 Personen und liegt um 461 Personen (-5,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahren sank im März im Vergleich zum Vormonat um 56 Personen auf aktuell 4.951 Personen. In dieser Altersgruppe sind somit 161 Personen oder 3,1 Prozent weniger als im März 2017 arbeitslos gemeldet.
Im März ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Februar gesunken und liegt aktuell bei 13.322 betroffenen Personen (-171 Personen oder -1,3 Prozent zum Vormonat). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 865 Personen oder 6,1 Prozent unter dem des Vorjahresmonats (14.187 Personen).
Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf 12.225, das sind 57 Personen weniger als im Vormonat (-0,5 Prozent).

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.056 Arbeitssuchende im Kontext Flucht/Asyl gemeldet. 1.950 Personen darunter sind arbeitslos; 91,9 Prozent der Arbeitsuchenden im Kontext Flucht/Asyl werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt für die beiden Rechtskreise SGB III und SGB II, so waren im aktuellen Monat 5.651 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 206 Personen oder 3,5 Prozent weniger Arbeitslose als im Februar. Vor einem Jahr waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 258 Personen oder 4,4 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.
Die Arbeitslosenquote sank im Versicherungsbereich (SGB III) im Vergleich zum Vormonat auf 2,2 Prozent. Der März-Wert 2018 liegt mit 2,4 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Niveau von März 2017.
Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) waren im März 24. 635 Personen arbeitslos gemeldet (-179 und –0,7 Prozent zum Vormonat). Im Vergleich zum März 2017 sind in der Grundsicherung aktuell 1.962 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat sank im Vergleich zu Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie bei 10,7 Prozent.
Arbeitskräftenachfrage

1.032 neue Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg im März 2018 neu gemeldet, 54 Stellen weniger als im letzten Monat und 21 weniger als im März 2017.

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist weiterhin hoch und liegt aktuell bei 4.352 Stellenangeboten (+89 im Vergleich zu Februar). Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahres (+491 Stellenangebote im Vergleich zu März 2017).

Beschäftigung
Zum aktuellen Stichtag (Ende September 2017) waren in Duisburg insgesamt 173.984 Personen beschäftigt. Das waren 3.988 mehr als im März 2017. Den stärksten Anstieg verzeichnete die in Duisburg ohnehin stark ausgeprägte Branche der Zeitarbeit.

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im März im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen – um 274 Personen oder 0,7 Prozent auf aktuell 39.650 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.791 Personen oder 4,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im März leicht gesunken und liegt aktuell bei 76,4 Prozent (Vergleich zum Vormonat: 76,8 Prozent / zum Vorjahresmonat: 78,4 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,4 Prozent und sank damit im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte.
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.508 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 107 Personen mehr in beruflicher Weiterbildung. 194 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.650 Personen).
Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.626 Personen (80 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

 

Halbjahresbilanz zum Ausbildungsmarkt 2017 / 2018 in Duisburg
Demographische Entwicklung und der steigende Bedarf an Fachkräften geben dem Thema duale Ausbildung einen höheren Stellenwert

- Start ins Ausbildungsjahr besser geglückt, insbesondere wegen steigender Ausbildungsanstrengung der Betriebe
- Nach wie vor deutlich mehr Bewerber, als Ausbildungsstellen
- Die Zahl gemeldeter Bewerber und gemeldeter Berufsausbildungsstellen ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen
- Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt erfordert Flexibilität bei allen Beteiligten – Arbeitgebern wie Bewerbern


Duisburg, 29. März 2018 - Gemeldete Ausbildungsstellen und Bewerber seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2017 haben sich 2.880 Bewerber/innen für Ausbildungsstellen bei der Berufsberatung in Duisburg gemeldet, das sind 198 mehr als im Vorjahr. Davon gelten aktuell bereits 1.351 mit einer Ausbildungsstelle, einem Studienplatz oder sonstiger Alternative versorgt. Allerdings haben sich davon 422 Bewerber eine Alternative zum 30.9. gesichert, falls es mit einem Ausbildungsplatz nicht klappen sollte. Völlig ohne eine konkrete Perspektive und damit unversorgt sind aktuell 1.529 Bewerber/innen, 8 mehr als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt.
Demgegenüber konnte der gemeinsame Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg insgesamt schon 2.258 betriebliche Ausbildungsstellen akquirieren, 74 mehr als im letzten Jahr. Von diesen sind aktuell noch 1.548 Ausbildungsstellen unbesetzt (117 mehr als im März 2017).

„Ein halbes Jahr Aktivität am Ausbildungsmarkt liegt jetzt hinter uns und wir starten mit Schwung in die zweite Hälfte bis zum Ausbildungsstart im August und September. Anders als im letzten Jahr haben die Duisburger Unternehmen frühzeitig und in höherer Zahl ihre Ausbildungsstellen bei uns gemeldet. Sie erkennen das Ausmaß des Fachkräftemangels noch stärker und wollen selbst und aktiv vorsorgen. Es haben sich gleichzeitig auch mehr Bewerber für eine Ausbildung bei uns beraten lassen.
Das gute Signal ist, dass die berufliche Ausbildung für junge Menschen attraktiv ist. Diese parallele Entwicklung auf beiden Seiten führt gleichzeitig dazu, dass die ungünstige Relation zwischen Ausbildungssuchenden und freien Ausbildungsstellen in Duisburg auch in diesem Jahr bestehen bleibt, denn die Zahl der Bewerber/innen übersteigt deutlich die Zahl der angebotenen Stellen“, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg.

 „Betriebe und Bewerber müssen in Sachen Ausbildungsvertrag jetzt am Ball bleiben. Wir haben viele gut qualifizierte Bewerber, für die auch ein Studium in Betracht kommt, wenn sie nicht rechtzeitig eine Zusage des Ausbildungsbetriebes erhalten. Außerdem beweisen auch Duisburger Jugendliche, dass sie mobil sind und nehmen attraktive Ausbildungsangebote in der Umgebung an. Die gute Beschäftigungsentwicklung in Duisburg stärkt die Attraktivität des Standortes auch bei Jugendlichen. Daher sollten Duisburger Unternehmen jetzt konkrete Chancen eröffnen.

Die demographische Entwicklung und der steigende Bedarf an Fachkräften geben dem Thema duale Ausbildung einen höheren Stellenwert als je zuvor. Eine Herausforderung wird es jedoch bleiben, jedes Ausbildungsangebot zu nutzen, auch wenn ein Bewerber oder eine Bewerberin nicht optimal passend erscheint. Dann helfen wir gern mit unseren sogenannten „ausbildungsbegleitenden Hilfen, einer Art Nachhilfe, mit der wir dem Jugendlichen in den schulischen Fächern und im praktischen Ausbildungsteil Unterstützung bieten, oder auch bei sozialen Problemen. Damit können wir den Betrieb in der Ausbildung entlasten. Wenn ein Kandidat noch nicht vollständig überzeugen kann, ist vielleicht der Einstieg über ein Langzeitpraktikum eine Alternative, um sich als Betrieb – aber auch Bewerber – abzusichern, dass man das richtige Ziel verfolgt.

Bewerberstruktur
Nach wie vor ist ein guter Schulabschluss eine wichtige Voraussetzung für die Einmündung in eine betriebliche Ausbildung. Von den aktuell 2.880 gemeldeten Bewerbern verfügen 2.791 Personen und damit rund 97 % über einen Schulabschluss, fast 40 % von ihnen sogar über eine Berechtigung zum Studium an einer (Fach-)Hochschule. Damit bleibt der Trend der Vorjahre hin zu einem immer höherwertigeren Schulabschluss bestehen.

Trotz der Erfüllung der formalen Voraussetzungen haben es viele Bewerberinnen und Bewerber immer noch schwer, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Mehr als die Hälfte aller Bewerber hat die Schule nicht im Berichtsjahr, sondern in den Vorjahren verlassen und zunächst eine Alternative zur Ausbildung ergriffen. Hierzu zählen aber auch die Bewerber, die am Bundesfreiwilligendienst teilgenommen, ein Auslandsjahr absolviert, als Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen einen Schritt in Richtung Ausbildung getan haben oder in ein Praktikum gegangen sind.

„Wer bis zum Sommer einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben will, muss flexibel sein und sich auch in alternativen Berufen oder Nachbarstädten bewerben“, appelliert Astrid Neese an die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und macht ihnen gleichzeitig Mut: „In den nächsten Monaten passiert noch viel auf dem Ausbildungsmarkt. Bewerber mit mehr als einer Option entscheiden sich und Ausbildungsbetriebe suchen nach den Absagen noch einmal weiter. Außerdem melden Betriebe weiterhin freie Ausbildungsplatzangebote.“

Tipps und Veranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Duisburg unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihre berufliche Zukunft zu planen oder über freie Ausbildungsstellen zu informieren. Interessierte sollten schnellstens einen Beratungstermin vereinbaren. Das geht telefonisch unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online: www.arbeitsagentur.de/beratungswunsch.

Angebote für Arbeitgeber Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach dem passenden Auszubildenden oder geeigneten Förderangeboten. Unternehmen, die ein Gespräch wünschen, erreichen den Arbeitgeber-Service unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 oder per E-Mail: Duisburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Veranstaltungen der Agentur für Arbeit Duisburg findet man hier: www.arbeitsagentur.de/duisburg > Veranstaltungen vor Ort

Freie Ausbildungsstellen gibt es aktuell in allen angebotenen Berufsausbildungen Am meisten gesucht werden noch (TOP 10):

1. Verkäufer/in
2. Kaufmann/-frau – Büromanagement
3. Industriemechaniker/in
4. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
5. Kaufmann/-frau – Spedition/Logistikdienstleistungen
6. Kaufmann/-frau – Groß- und Außenhandel, Schwerpunkt Großhandel
7. Medizinische/r Fachangestellte/r
8. Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
9. Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie
10. Fachkraft – Lagerlogistik

Bewerber ohne Ausbildung oder Alternative interessieren sich vor allem für folgende Berufe (Top 10):

1. Kaufmann/-frau – Büromanagement
2. Verkäufer/in
3. Medizinische/r Fachangestellte/r
4. Kaufmann/-frau – Einzelhandel
5. Industriemechaniker/in
6. KFZ-Mechatroniker/in – Pkw-Technik
7. Automobilkaufmann/-frau
8. Elektroniker/in für Betriebstechnik
9. Friseur/in
10. Fachlagerist/in

 

 

Die Situation der Frauenerwerbstätigkeit in Duisburg

Duisburg, 28. März 2018 - Am 30.06.2017 waren in Duisburg 171.054 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter 70.337 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 41,1 Prozent. Damit ist die Beschäftigung von Frauen in Duisburg zwar auf Wachstumskurs, liegt aber noch niedriger als in NRW mit 45,2 Prozent (Zum Vergleich: Deutschland 46,3%, Westdeutschland 45,6%,).

Allerdings ist Teilzeit „weiblich“: 38.722 Frauen arbeiteten in Vollzeit, 31.615 in Teilzeit. Frauen stellten damit knapp ein Drittel der Vollzeitbeschäftigten (30,1%), aber drei Viertel der Teilzeitbeschäftigten 74,6%). Die meisten Frauen arbeiten in den Sparten Gesundheitswesen, Einzelhandel und Verwaltung. Entsprechend dominieren bei der Berufswahl nach traditionellem Rollen- und Berufsbild die Büro-, medizinischen, Verkaufs- und sozialen Berufe.

 

In den letzten 20 Jahren sind Änderungen im Erwerbsverhalten von Frauen erkennbar, die die Arbeit der BCA beeinflussen. So nehmen die meisten Berufsrückkehrerinnen nach einer Familienphase deutlich früher wieder die Berufstätigkeit auf. Auch das Interesse an einer beruflichen Neuorientierung zeigt sich häufiger als noch zu Beginn dieses Zeitraums. Hieraus ergibt sich vielfältiger und individueller Informations- und Beratungsbedarf. 

Die Schwerpunkte in der Arbeit der Beauftragten für Chancengleichheit im Jahr 2018 orientieren sich an den aktuellen Entwicklungen auf dem Duisburger Arbeits- und Ausbildungsmarkt. 

Der Fachkräftemangel ist in Duisburg angekommen und damit steigt auch für Frauen die Chance auf neue oder zeitlich ausgeweitete Beschäftigung. Es werden vor allem Frauen angesprochen, die eine Zeit lang, meist aus familiären Gründen, nicht mehr berufstätig waren. Sie sollen in gesuchten Berufsbereichen auf Fachkräfteniveau ihren beruflichen Wiedereinstieg finden. So wird es z.B. einen Informationstag zum Berufsfeld der pflegerischen und betreuenden Berufe geben.

 

Die Verbesserung des Übergangs von Schule und Beruf ist ein wichtiges Arbeitsfeld für die Duisburger Ausbildungsmarktpartner. In Veranstaltungen wie Schnuppertagen für Mädchen in den Werkstätten des Bildungszentrums des Handwerks oder in technisch geprägten Ausbildungsbetrieben sollen Perspektiven in gefragten Berufsfeldern anschaulich vermittelt werden. Die sogenannten „MINT-Berufe“ bieten gute berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich und regelmäßig auch gute Verdienstmöglichkeiten. Mädchen sollen motiviert werden, ihre Perspektiven bei der Ausbildungswahl zu verbreitern und auch klassische Berufsfelder verlassen. Eltern sind bei der Berufswahl die wichtigsten Ratgeber für Kinder, daher werden Elterninformationsabende diese Reihe flankieren.

 

Die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit ist in Duisburg nach wie vor die größte arbeitsmarktliche Herausforderung und kann im Zusammenwirken mit allen Akteuren erfolgreich angegangen werden. Die Chancen des verbesserten Arbeitsmarktes in Duisburg müssen auch für langzeitarbeitslose Frauen genutzt werden, da ihr Anteil an Langzeitarbeitslosen mehr als die Hälfte beträgt. Wenn bei dem steigenden Arbeitskräftebedarf in manchen Branchen gezielter auch Frauen in den Blick genommen werden, ist das ein wichtiger Schritt. So sind beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr Busfahrerinnen mittlerweile keine Seltenheit mehr, waren aber vor einigen Jahren kaum in diesem Beruf zu finden. Bei allen Initiativen und Programmen zum sozialen Arbeitsmarkt sind Angebote für Frauen ein wichtiger Handlungsansatz. 

„Chancengleichheit von Männern und Frauen wird viel beschworen, ist aber noch längst nicht Realität. Doch aktuell sind die Chancen für Frauen am Arbeitsmarkt sehr gut und bieten nicht nur Gelegenheit für einen Wiedereinstieg ins Berufsleben. Wer sich noch einmal umorientieren möchte, eine berufliche Qualifizierung oder einen Karriereschritt plant, sollte die Gunst der Stunde nutzen. Die Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit sind individuell und vielfältig, Frau sollte sie nutzen“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. 

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg: Annette von Brauchitsch-Lavaulx (Tel. 0203 302 1605) und Iris Withake (Tel. 0203 302 1355) beraten Berufsrückkehrer/innen persönlich, telefonisch und zum Beispiel auch an jedem ersten Donnerstag im Monat um 09:30 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ), Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg.

 

Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Duisburg: (v.l.) Annette von Brauchitsch-Lavaulx und Iris Withake. Es kann honorarfrei verwendet werden.

 

Zum Stichtag 30. Juni 2017 waren in Duisburg 171.054 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Duisburg, 07. März 2018 - Der Vorjahresvergleich fällt mit einem Plus von 4.804 sehr positiv aus. Auf der Basis der Meldungen zur Sozialversicherung können die Daten quartalsweise nach sechs Monaten abschließend ermittelt werden; die Beschäftigtendaten zum 30. Juni 2017 sind somit die aktuellsten Werte. 

Mit dieser Presseinformation erhalten Sie allgemeine Informationen zu den aktuellen Beschäftigtendaten für Duisburg und – anlässlich des Weltfrauentages am 08.03.2018 – einige interessante Aspekte zur Beschäftigung von Frauen in Duisburg.

 

Positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg 

Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg in den letzten Jahren hält weiter an. Zum Stichtag 30. Juni 2017 lag in unserer Stadt die höchste Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen vor, die in Duisburgs Unternehmen seit über 10 Jahren bestehen. Der Vorjahresvergleich ergibt ein Plus von 2,9 Prozent oder 4.804 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die Beschäftigung in NRW steigt im Vergleich um 2,3 Prozent oder 148.956 auf 6.698.306 Personen, im Bund um 2,3 Prozent oder 721.655 auf 31.931.291 Personen.

 

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Duisburg

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

 

Verarbeitendes Gewerbe ist der stärkste Wirtschaftszweig in Duisburg

Die drei stärksten Wirtschaftszweige in Duisburg sind mit 35.141 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen (24.450) und der Bereich Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (21.137). 

 

Alle Personengruppen profitieren vom Beschäftigungsaufbau 

Vom Beschäftigungsaufbau in Duisburg profitierten alle Personengruppen in unterschiedlichem Ausmaß. Die Beschäftigung der Jüngeren (15 bis 24 Jahre) ist auf 16.122 Beschäftigte gestiegen (+3,8 Prozent, +590 Beschäftigte). Die große Gruppe der Beschäftigten zwischen von 25 bis unter 55 Jahren wächst um 1,7 Prozent oder 1.973 auf 118.966 Personen. Bei den über 55jährigen steigt die Beschäftigung um 6,5 Prozent oder 2.139 auf 34.939 Personen; Hintergrund dafür sind insbesondere die geänderten Regelungen zum (späteren) Renteneintritt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Ausländern steigt gegenüber dem Vorjahresstichtag um deutliche 10,9 Prozent oder 2.096 auf 21.333. 

 

Männer und Frauen 

Die Betrachtung nach Geschlechtern ergibt ein leicht unterschiedliches Bild. Im Bezirk der Arbeitsagentur Duisburg steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei den Frauen um 3,2 Prozent und bei den Männern um 2,6 Prozent. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung beträgt damit aktuell 41,1 Prozent (70.337 Personen). Der Frauenanteil in NRW beträgt 45,2 Prozent und im Bund 46,3 Prozent.  

 

Teilzeitbeschäftigung 

Die Teilzeitbeschäftigung steigt dabei deutlicher (+ 5,9%) als die Vollzeitbeschäftigung (+1,9%). 75,2% der Beschäftigten am Arbeitsort Duisburg sind in einer Vollzeitbeschäftigung, 24,8 sind in Teilzeit beschäftigt (NRW 27 Prozent / Bund 27,8 Prozent). Drei Viertel aller Teilzeitbeschäftigten sind Frauen.

Bei allen in Duisburg sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen sind 45 Prozent in Teilzeit beschäftigt. Bei Männern beträgt der Teilzeitanteil nur rund 11 Prozent. 

 

Geringfügig entlohnte Beschäftigung 

36.148 Beschäftigte arbeiten in Duisburg in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, also in einem Minijob; 1,8% oder 653 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt Juni 2016. 26.265 Menschen sind ausschließlich in einer geringfügigen Beschäftigung; bei 9.883 Personen ist der Minijob ein Nebenjob, der neben einer hauptberuflichen Tätigkeit ausgeübt wird. 

60 Prozent der Beschäftigten in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung sind Frauen. Drei Viertel davon arbeiten ausschließlich in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung. Bei  Männern ist der Anteil in ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigung mit 69 Prozent etwas niedriger. 

 

Die Beschäftigung der Frauen nimmt stetig zu. 

Die aktuelle Beschäftigungsquote der Frauen für 2017 liegt in Duisburg bei 43,7 Prozent (Vergleich: NRW: 51,1 Prozent, Ruhrgebiet 47,9 Prozent, Männer/Duisburg: 56,6 Prozent).

 

Beschäftigungsquoten nach Geschlecht, Duisburg 2016 - 2017 

Die Beschäftigungsquote im Rahmen der Beschäftigungsstatistik gibt den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 15 bis unter 65 Jahren am Wohnort an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung an. 

Seit 2005 steigt die Zahl der bei Duisburger Betrieben sozialversicherungspflichtig beschäftigten (svb) Frauen kontinuierlich an. Auch der Anteil der Frauen an allen Beschäftigten nimmt stetig zu.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte (svb) Frauen (Anzahl und Anteil an allen svB) 

Die meisten Frauen sind in der Gesundheitsbranche tätig. Diese ist nach dem verarbeitenden Gewerbe auch die insgesamt stärkste Beschäftigungsbranche in Duisburg. Auch im Einzel- und Großhandel, der öffentlichen Verwaltung sowie dem Sozialwesen sind viele Frauen beschäftigt. Der Schwerpunkt der Männer liegt im verarbeitenden Gewerbe.    

Zum Weltfrauentag am 08. März 2018 appelliert Petra Neu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Duisburg an die Frauen in Duisburg, die Beschäftigungsmöglichkeiten auszuschöpfen: „Es ist gut, dass der Arbeitsmarkt flexible Möglichkeiten vom Minijob bis zur Vollzeitbeschäftigung bietet. Je nach Lebensphase kann es sinnvoll sein, eine Zeit lang in Jobs mit geringer Arbeitszeit tätig zu sein.
Wenn aber zum Beispiel eine Familienphase mit der Betreuung von Kindern oder Pflege von Angehörigen vorbei ist, sollte man - wenn es möglich ist – eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Vollzeit oder nicht zu stark reduzierter Arbeitszeit anstreben. Das ist dann gut für die eigene Rente. Und man hat einfach mehr Möglichkeiten, sich in seinem Beruf einzubringen und – zum Beispiel durch betriebsinterne Qualifizierungen - Anschluss an einen sich wandelnden Arbeitsmarkt zu halten.“

 

 

Ausbildung und Studium bei der Agentur für Arbeit

Aktion der Duisburger Arbeitsagentur für Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Woche der Ausbildung

Duisburg, 28. Februar 2018 -- 16 Schülerinnen und Schüler aus der 9. Klasse der Realschule Hamborn II konnten am gestrigen Dienstag im Berufsinformationszentrum (BiZ) die Ausbildungs- und Studienangebote der Agentur für Arbeit kennen lernen.
 

„Wir möchten im Rahmen der bundesweiten Woche der Ausbildung auch einmal Werbung in eigener Sache machen. Schließlich bieten wir interessante Ausbildungsberufe, ein duales Studium und Aufstiegsmöglichkeiten an. Wer einen sozialen Dienstleistungsberuf anstrebt, ist bei uns an der richtigen Adresse. Wir haben das Ziel Menschen zu helfen und zu unterstützen. Und für viele Jugendliche ist es bei ihrer Berufsentscheidung wichtig, einen verantwortungsvollen Beruf auszuüben, bei dem sie Menschen helfen können.
Zum Beispiel durch Vermittlung in Arbeit und Ausbildung, durch Auszahlung von Arbeitslosengeld und durch Berufsberatung der Duisburgerinnen und Duisburger, um nur einige Aufgaben zu nennen,“ erläuterte Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, bei der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler. „Eine Entwicklung bis zur Führungskraft ist möglich und bei Interesse auch eine Tätigkeit an anderen Standorten im Bundesgebiet.“

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg (links) mit dem Auszubildenden Patrick Behrendt (2.v.l.), der Studierenden Laura Rademacher (3.v.l.), Schülerinnen der Realschule Hamborn II, Erna Krause (Ausbildungsteam, 2.v.r.) und Philomena Büttner (Berufsberaterin an der Realschule Hamborn II, rechts)

 

Bei der Infoveranstaltung hatten die jungen Leute auch die Gelegenheit, mit einem Auszubildenden und einer Studierenden ins Gespräch zu kommen.

 

Schulleiter Carsten Höhr freut sich über die Gelegenheit für seine Neuntklässler: „Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern frühzeitig die Möglichkeit geben, sich über Ausbildungsberufe zu informieren. Einige werden auch in die Sekundarstufe II übergehen und später die Möglichkeit haben zu studieren. Deshalb passt die Infoveranstaltung der Agentur für Arbeit sehr gut für die jungen Leute. Wir konnten schon in der Vergangenheit durch die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung viele Schülerinnen und Schüler in gute Ausbildungsberufe bringen; das möchten wir gerne fortsetzen!“

 

Die Ausbildung bei der Agentur für Arbeit kann in den Ausbildungsgängen Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen und Fachinformatiker/ in erfolgen. 

Außerdem bietet die Bundesagentur für Arbeit zwei Studiengänge an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) mit einem Bachelor-Abschluss an:

 

- Arbeitsmarktmanagement
- Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung  

Die Studiengänge werden als duales Studium mit Praxisabschnitten in den Agenturen für Arbeit durchgeführt. Die HdBA hat Standorte in Mannheim und Schwerin.  

 

Jugendliche können sich für einen Beratungstermin in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00 melden. Dort gibt es Informationen zu den Berufen bei der Bundesagentur für Arbeit und zu allen anderen Ausbildungs- und Studienberufen.

 

 

 Erkennbare Rückgang der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe

Arbeitslosenzahl im Februar:  30.671 /  Quote 12,2%

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 112 / Quote1 2,2%

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:  - 2.226 / Quote 13,2%

 

Duisburg, 28. Februar 2018 - „Anfang 2018 hatten wir im Vergleich zum Vorjahr die stärksten Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit seit vielen Jahren. Es sind über 2.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Aktuell gehen weniger Personen aus einer Beschäftigung in Arbeitslosigkeit, denn in Zeiten des Fachkräftebedarfs halten die Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zeitgleich sind uns 4.300 freie Stellen gemeldet. Der Duisburger Arbeitsmarkt ist somit gut ins neue Jahr gestartet,“ erläutert Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, die aktuellen Zahlen und ihre Entwicklung zum Vorjahr.

„Auch zu Jahresbeginn enden Ausbildungen, daraus resultiert der leichte Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Doch es melden sich weniger Jugendliche aus einer Ausbildung arbeitslos als vor einem Jahr. Sie werden in den Unternehmen als frisch ausgebildete Fachkräfte dringend benötigt. Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren deutlich verstärken. Allmählich geht die Babyboomer-Generation in den Ruhestand. Jeder fünfte Beschäftigte in Duisburg wird in den nächsten zehn Jahren die Altersgrenze erreichen und aus dem Berufsleben ausscheiden.

Der seit einigen Jahren erkennbare Rückgang der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und der leichte Rückgang bei der Zahl der Ausbildungsverträge in Duisburg zeigen, dass noch nicht alle Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt haben. Mit der aktuell laufenden bundesweiten Woche der Ausbildung werben wir für mehr Ausbildung. Ich bin fest davon überzeugt, dass mit unserer Unterstützung und Förderung mehr junge Menschen aus Duisburg in den Unternehmen eine Ausbildung erfolgreich absolvieren können, wenn sie eine Chance dazu erhalten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, jeden Ausbildungsplatz auch zu besetzen.“ 

Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach dem passenden Auszubildenden. Kontakt über den persönlichen Ansprechpartner oder über 0800 4 5555 20 (kostenlos) bzw. per E-Mail an Duisburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de. 

 

Arbeitslosigkeit 

Mit 30.671 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Februar 112 Personen weniger als im Januar 2018 von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Februar 2017 waren 32.897 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.226 Personen oder 6,8 Prozent mehr als in diesem Februar.

 

Die Arbeitslosenquote liegt – wie im Vormonat - bei 12,2 Prozent. Im Februar des Vorjahres lag sie bei 13,2 Prozent und damit um 1 Prozentpunkt über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Februar um 177 oder 3 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.895 im Januar auf jetzt 6.072 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.524 und damit um 452 oder 6,9 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Februar.

Von den 6.072 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Februar 1.381 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.834 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Februar 6.225. Das waren 1.665 oder 36,5 Prozent mehr Menschen als im Januar (4.560) und 553 oder 8,2 Prozent weniger als vor einem Jahr (6.778). 1.114 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Januar 2018: 852).

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.582 Personen waren im Februar 56 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Januar (2.526). Diese Zahlen liegen deutlich um 280 oder 9,8 Prozent  unter dem Wert von Februar 2017 (2.862).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Februar um 31 oder 0,4 Prozent auf aktuell 8.596 (Vormonat 8.627) und liegt um 481 (-5,3  Prozent) unter dem Vorjahreswert (9.077).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Februar im Vergleich zum Vormonat von 5.000 auf jetzt 5.007. Hier waren im Vorjahresmonat 5.208 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 201 Personen oder 3,9 Prozent weniger als im Februar 2017 arbeitslos gemeldet.

Im Februar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Januar gesunken und liegt aktuell bei 13.493 betroffenen Personen; 158 oder 1,2 Prozent weniger (Vormonat 13.651). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 735 Personen oder 5,2 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.228).

 

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.282 (+ 51 oder + 0,4 Prozent), davon befinden sich 10.674 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 400 oder 3,2 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres (12.682).

 

Geflüchtete Menschen

In Duisburg sind 4.056 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.950 sind davon arbeitslos; 91,9 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.
„Es ist erfreulich, dass in den vergangenen 12 Monaten 621 geflüchtete Menschen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen konnten. In Zeiten von Beschäftigungswachstum und einem sich entwickelnden Arbeitsmarkt sind die Chancen für alle Personenkreise gut, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.  Mit den zusätzlichen Mitteln, die für die Betreuung der geflüchteten Menschen bereitgestellt wurden, konnten Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg auch diesen Personenkreis passgenau fördern. Aktuell befinden sich rund 1.100 geflüchtete Menschen in Sprach- und Integrationskursen, Weiterbildungen oder Arbeitsgelegenheiten. Wichtig ist aber, dass gleichzeitig für alle anderen unterstützungsbedürftigen Arbeitslosen unser Angebot ebenfalls ausgeweitet werden konnte.“ So die Einschätzung von Astrid Neese zu der Situation geflüchteter Menschen auf dem Duisburger Arbeitsmarkt.

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so waren im aktuellen Monat 5.857 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 61 oder 1 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Januar (5.918). Vor einem Jahr, im Februar 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit  227 oder 3,7 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (6.084).

Die Arbeitslosenquote sinkt im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,3 Prozent. Der Februar-Wert 2018 liegt damit auch um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von Februar 2017 mit 2,4 Prozent.

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II) 

In der Grundsicherung (SGB II) waren 24.814 Personen (- 51 und – 0,2 Prozent) im Februar arbeitslos gemeldet (Januar 24.865). Im Vergleich zum Februar 2017 (26.813) sind in der Grundsicherung aktuell 1.999 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ist unverändert zum Vormonat; sie liegt bei 9,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Februar bei 10,8 Prozent. 

 

Arbeitskräftenachfrage 

1.086 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 218 Stellen mehr als im Vormonat und 66 weniger als im Februar 2017.  

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Februar leicht angestiegen und liegt aktuell mit 4.263 Stellenangeboten (+ 79 im Vergleich zu Januar) weiterhin  auf einem hohen Niveau. Damit bewegt sich der aktuelle Monat deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.690 Stellenangebote im Februar 2017).

 

Unterbeschäftigung 

Die Unterbeschäftigung ist im Februar leicht zurückgegangen – um 47 Personen oder 0,1 Prozent auf aktuell 39.856 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.843 oder 4,4 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Februar etwas gesunken und liegt aktuell bei 77 Prozent (Vergleich Vormonat 77,1 Prozent, Vorjahresmonat 78,9 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,5 Prozent (wie im Januar). In die  Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.  So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.374 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 304 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung.
227 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.706). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse  für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.609 Personen (206 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

Zahl der Langzeitarbeitslosen und arbeitslose junge Leute unter 25 gestiegen

Arbeitslosenzahl im Januar: 30.783
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: + 1.368
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.339
Arbeitslosenquote im Januar: 12,2% (Vormonat 11,7%)


Duisburg, 31. Januar 2018 - „Die saisonübliche Steigerung der Arbeitslosigkeit am Jahreswechsel fällt dieses Jahr moderater aus. Die Dynamik am Duisburger Arbeitsmarkt hält an und alle Indikatoren sprechen für eine weiterhin positive Entwicklung. Die Vorjahresvergleiche zeigen in welche Richtung es geht: Mehr Beschäftigung, hohe Nachfrage nach Arbeitskräften und weniger Arbeitslose.“

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, hebt die Bedeutung der Duisburger Unternehmen hervor: „Die Beschäftigungschancen realisieren sich in den Betrieben und die Betriebe suchen vorrangig Fachkräfte. Mit einem umfangreichen Angebot an Qualifizierungen versetzen wir arbeitsuchende Menschen in die Lage, als Fachkräfte eingesetzt zu werden. Fast 1.400 Menschen ermöglichen wir als Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg aktuell eine Weiterbildung und im Januar konnten bereits rund 150 Personen eine Qualifizierung antreten. Mit dem Frühjahrsschwung können die Unternehmen auf diese Bewerber mit aktuellem Qualifikationsstand zurückgreifen. So können alle profitieren und die Duisburger Wirtschaft kann weiter an Stärke gewinnen.“

Unternehmen, die sich über die Möglichkeiten zur Einstellung qualifizierter Arbeitsuchender informieren möchten, können sich an die kostenfreie Servicenummer des Arbeitgeber-Services wenden: 0800 4 5555 20.

Arbeitslosigkeit
Mit 30.783 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Januar 1.368 Personen mehr als im Dezember 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen.
Beim letzten Jahreswechsel (Dez. 2016 auf Jan. 2017) betrug die Steigerung bei den Arbeitslosen noch + 1.688.
Im Januar des Vorjahres waren 33.122 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.339 Personen oder 7,1 Prozent mehr als in diesem Januar.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 12,2 Prozent (Vormonat 11,7 Prozent). Im Januar des Vorjahres lag sie bei 13,3 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Januar um 515 oder 9,6 Prozent höher als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 5.380 im Dezember auf jetzt 5.895 gestiegen. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.268 und damit um 373 oder 6 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Januar.
Von den 5.895 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Januar 1.834 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.291 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos. Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kommen die meisten Arbeitslosmeldungen aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, „Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ und „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“. Die Steigerung der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar beruht auf dem Ende des Weihnachtsgeschäfts im Handel und im Ablauf befristeter Beschäftigungen und in Kündigungen zum Jahresende.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.560. Das waren 1.215 oder 21 Prozent weniger Menschen als im Dezember (5.775) und 65 oder 1,4 Prozent weniger als vor einem Jahr (4.625). 852 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Dezember 2017: 1.045).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Von dem saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit sind alle Personengruppen betroffen. Mit 2.526 Personen waren im Januar 97 mehr junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Dezember (2.429). Diese Zahlen liegen sehr deutlich um 394 oder 13,5 Prozent unter dem Wert von Januar 2017 (2.920).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen stieg im Januar um 446 oder 5,5 Prozent auf aktuell 8.627 (Vormonat 8.181) und liegt um 498 (-5,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (9.125).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat von 4.757 auf jetzt 5.000 (+243). Hier waren im Vorjahresmonat 5.206 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 206 Personen oder 4 Prozent weniger als im Januar 2017 arbeitslos gemeldet.
Im Januar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember gestiegen und liegt aktuell bei 13.651 betroffenen Personen; 230 oder 1,7 Prozent mehr (Vormonat 13.421). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 621 Personen oder 4,4 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.272).

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.231 (+ 530 oder + 4,5 Prozent), davon befinden sich 10.586 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 520 oder 4,1 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres (12.751).

Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.075 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.919 sind davon arbeitslos; 91,8 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so steigt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) auf 2,4 Prozent. Der Januar-Wert 2018 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau von Januar 2017 mit 2,3 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.918 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 583 oder 10,9 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Dezember (5.335). Vor einem Jahr, im Januar 2017, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 82 oder 1,4 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.836).


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte angestiegen und liegt jetzt bei 9,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Januar bei 11 Prozent.
24.865 Personen (+785 und +3,3 Prozent) waren im Januar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Dezember 24.080). Im Vergleich zum Januar 2017 (27.286) sind in der Grundsicherung aktuell 2.421 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage
868 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 36 Stellen mehr als im Vormonat (Dezember 2017: 832) und 115 oder 15,3 Prozent mehr als im Januar 2017 (753). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Januar zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.184 Stellenangeboten (-104, - 2,4 Prozent im Vergleich zu Dezember) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit bewegt sich der aktuelle Monat weiterhin deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.410 Stellenangebote im Januar 2017, +774 Stellen / + 22,7 Prozent).


Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen – um 756 Personen oder 1,9 Prozent auf aktuell 39.851 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.745 oder 4,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen und liegt aktuell bei 77,2 Prozent (Vergleich Vormonat 75,2 Prozent, Vorjahresmonat 79,6 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,4 Prozent; 0,2 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2017.
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.
So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.355 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 245 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung. 171 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.747). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 1.610 Personen (534 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

Im Dezember 361 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen

Jahresbilanz 2017

 

Arbeitslosenzahl im Dezember: 29.415
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat: - 361
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr: - 2.019
Arbeitslosenquote im Dezember: 11,7% (Vormonat 11,8%)


Arbeitslosigkeit
Mit 29.415 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Dezember 2017 361 Personen weniger als im November 2017 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Dezember des Vorjahres waren 31.434 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.019 Personen oder 6,4 Prozent mehr als in diesem Dezember.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,7 Prozent (Vormonat 11,8 Prozent). Im Dezember des Vorjahres lag sie bei 12,6 Prozent und damit um 0,9 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Dezember um 837 oder 13,5 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.217 im Dezember auf jetzt 5.380 gesunken. Im Vorjahr lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 6.055 und damit um 675 oder 11,1 Prozent über den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Dezember.
Von den 5.380 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Dezember 1.291 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Vormonat meldeten sich 1.482 Menschen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Dezember 5.775. Das waren 490 oder 7,8 Prozent weniger Menschen als im November (6.265) und 294 oder 4,8 Prozent weniger als vor einem Jahr (6.069). 1.045 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (November 2017: 1.160).


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.429 Personen waren im Dezember 105 weniger junge Leute unter 25 von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im November (2.534). Diese Zahlen liegen sehr deutlich um 441 oder 15,4 Prozent unter dem Wert von Dezember 2016 (2.870).
Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Dezember um 43 oder 0,5 Prozent auf aktuell 8.181 (Vormonat 8.224) und liegt um 382 (-4,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert (8.563).
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Dezember im Vergleich zum Vormonat von 4.791 auf jetzt 4.757 (-34). Hier waren im Vorjahresmonat 4.884 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 127 Personen oder 2,6 Prozent weniger als im Dezember 2016 arbeitslos gemeldet.
Im Dezember ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber November leicht gesunken und liegt aktuell bei 13.421 betroffenen Personen; 96 oder 0,7 Prozent weniger (Vormonat 13.517). Der aktuelle Wert befindet sich damit um 670 Personen oder 4,8 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (14.091).

Im Berichtsmonat sank die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.701 (- 277 oder – 2,3 Prozent), davon befinden sich 10.285 in der Grundsicherung. Dies sind in beiden Rechtskreisen zusammen 574 oder 4,7 Prozent weniger als Dezember des Vorjahres (12.275).


Geflüchtete Menschen
In Duisburg sind 4.118 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitsuchend gemeldet. 1.798 sind davon arbeitslos; 91,6 Prozent der Arbeitsuchenden werden vom jobcenter Duisburg in der Grundsicherung betreut.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so bleibt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) bei 2,1 Prozent. Der Dezember-Wert 2017 liegt damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Niveau von Dezember 2016 mit 1,8 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 5.335 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 66 oder 1,2 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im November (5.401). Vor einem Jahr, im Dezember 2016, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 760 oder 16,6 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (4.575).


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
In der Grundsicherung (SGB II) ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat leicht um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 9,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Dezember bei 10,8 Prozent.
24.080 Personen (-295 und -1,2 Prozent) waren im Dezember in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (November 24.375). Im Vergleich zum Dezember 2016 (26.859) sind in der Grundsicherung aktuell 2.779 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:
Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Arbeitskräftenachfrage
832 neue Stellen wurden der Agentur für Arbeit aktuell gemeldet, 236 Stellen weniger als im Vormonat (November 2017: 1.068) und 218 oder 20,8 Prozent weniger als im Dezember 2016 (1.050). Der Bestand an gemeldeten Stellen ist im Dezember leicht zurückgegangen und liegt aktuell mit 4.288 Stellenangeboten (-204, - 4,5 Prozent im Vergleich zu November) immer noch auf einem hohen Niveau. Damit bewegt sich der aktuelle Monat weiterhin deutlich über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.467 Stellenangebote im Dezember 2016, +821 Stellen / + 23,7 Prozent).

Unterbeschäftigung
Die Unterbeschäftigung ist im Dezember erneut gesunken – um 346 Personen oder 0,9 Prozent auf aktuell 39.105 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.686 oder 4,1 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Dezember leicht gesunken und liegt aktuell bei 75,2 Prozent (Vergleich Vormonat 75,5 Prozent, Vorjahresmonat 77,1 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,2 Prozent; 0,1 Prozentpunkte weniger als im November 2017.
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten.
Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. So sind im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit aktuell 1.389 Teilnehmerinnen und Teilnehmern 303 Personen weniger in beruflicher Weiterbildung. 308 Personen mehr als im letzten Jahr befinden sich in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.800). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem Arbeitsgelegenheiten, an denen zurzeit 2.104 Personen (251 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt) teilnehmen.

 

 

Jahresbilanz 2017 zum Arbeitsmarkt im Agenturbezirk der Agentur für Arbeit Duisburg

 Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv
 Durchschnittliche Arbeitslosenquote 12,5 % (2016: 13 %)
 Langzeitarbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt gesunken (-8,5%)
 Jugendarbeitslosigkeit um 6,5% reduziert
 Investitionen in Qualifizierung auf hohem Niveau bleiben notwendig


Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust – In 2017 erneut Senkung der Arbeitslosigkeit gelungen
Der Duisburger Arbeitsmarkt zeigte im Jahr 2017 eine positive Entwicklung. Im zweiten Jahr in Folge sinkt die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt. Die sinkende Tendenz hat sich damit in Duisburg stabilisiert.
Zum Jahresende 2017 konnte Duisburg mit 11,7 % die niedrigste Arbeitslosenquote seit 20 Jahren verzeichnen.
Die Beschäftigung steigt kontinuierlich. Mit 171.054 Beschäftigen zum 30.06.2017 sind am Arbeitsort Duisburg 4.804 oder 2,9 Prozent mehr Menschen als ein Jahr zuvor beschäftigt.
Der Agentur für Arbeit wurden in der Jahressumme mehr Stellen gemeldet (insgesamt 12.742); mit fast 4.200 Stellen rd. 30 Prozent mehr Stellen im Bestand als im Vorjahr.
Von der guten Entwicklung konnten Frauen und Männer, alle Altersgruppen, die Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Schwerbehinderung profitieren.

558 geflüchtete Menschen haben im letzten Jahr ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet.
Der Ausbildungsmarkt zeigt immer noch eine starke Differenz zwischen dem Ausbildungsangebot (2.684 betriebliche Ausbildungsstellen) und den Bewerbern (3.698) Die Ausbildungsneigung der Betriebe geht weiterhin zurück und liegt unter NRW-Niveau. Die Ausbildungsquote, also der Anteil der Auszubilden an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, geht ebenso zurück.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Duisburg, Astrid Neese, freut sich über die Arbeitsmarktentwicklung und sieht insbesondere noch Entwicklungspotenzial beim Ausbildungsmarkt: „Bei einer insgesamt noch zu hohen Zahl an arbeitslosen Menschen zeigt sich seit zwei Jahren eine gute Tendenz. Steigende Beschäftigung, eine hohe Nachfrage der Unternehmen insbesondere nach Fachkräften bieten Chancen – auch für diejenigen, die längere Zeit erwerbslos waren. Der Fachkräftemangel ist in Duisburg angekommen.

Vor diesem Hintergrund müssen alle Akteure ihren Blick für die Potentiale der Arbeitsuchenden weiten. Die Betriebe werden es sich zukünftig noch weniger erlauben können, eine Bewerbung vorschnell auszusortieren. Die Unterstützungsangebote von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg können noch offensiver genutzt werden, das gilt auch für die finanziellen Förderangebote. 2017 hat für mich gezeigt: Die Chancen für Duisburg steigen, am Arbeitsmarkt einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Wir müssen gemeinsam auf den Zug der guten konjunkturellen Entwicklung aufspringen und aktiv dem Fachkräftemangel entgegensteuern!“

Arbeitsmarkt 2017 in Zahlen
Durchschnittlich 31.309 Menschen waren 2017 in Duisburg arbeitslos – dies sind 1.020 Personen oder 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 12,5 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Durchschnitt des Vorjahres mit 13Prozent.

Positiv hat sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung am Arbeitsort Duisburg entwickelt. Im Juni 2017 lag diese bei 171.054 Personen und damit 4.804 Personen höher als im Juni 2016 (+2,9 Prozent). Die Vollzeitbeschäftigung stieg um 1,9 Prozent, die Teilzeitbeschäftigung um 5,9 Prozent.


Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
Im Jahresdurchschnitt 2017 waren in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 5.693 Arbeitslose gemeldet, 778 Personen oder 15,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Grundsicherung (SGB II) waren im Jahresdurchschnitt 25.617 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 1.799 Personen oder 6,6 Prozent weniger als 2016.

Erläuterung zur Entwicklung in den beiden Rechtskreisen im Vergleich zum Vorjahr:
Durch den gesetzlich geregelten Übergang der Betreuung der so genannten Aufstocker/innen (Arbeitslosengeld I-Bezieher mit aufstockendem Arbeitslosengeld II-Bezug) vom jobcenter Duisburg zur Agentur für Arbeit Duisburg im Januar 2017 ist der Bestand der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit in dem entsprechenden Umfang höher und beim jobcenter niedriger.

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr wird erst aus den Zugängen und Abgängen die Bewegung hinter dem jahresdurchschnittlichen Bestand von 31.309 Arbeitslosen ersichtlich. So wurden insgesamt 70.604 Zugänge in Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter registriert. Das sind in etwa so viele Zugänge wie im Vorjahr (70.575). Davon kamen 16.640 Personen aus einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt, immerhin 328 Personen oder 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Gleichzeitig konnten sich 13.711 Menschen wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt aus der Arbeitslosigkeit abmelden, 23 mehr als 2016.
3.961 wurden durch Aufnahme einer Beschäftigung am 2. Arbeitsmarkt abgemeldet (Vorjahr 3.809). Insgesamt waren 73.109 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, dies entspricht fast exakt der Vorjahresgröße (73.108).


Nachfrage nach Arbeitskräften
12.742 Stellen meldeten Duisburger Unternehmen und Behörden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg von Januar bis Dezember 2017. Das sind 1.008 Stellen oder 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der durchschnittlich gemeldete Stellenbestand lag bei 4.191 Stellen; im Vorjahr waren es 3.236. Die meisten Stellen wurden 2017 für folgende Berufsbereiche gemeldet: Verkehr und Logistik (1.148 Stellen, +117 gegenüber 2016), Führen von Fahrzeug- und Transportgeräten (938, +125)), Unternehmensführung/-organisation (930, +75)), Medizinische Gesundheitsberufe (794, -37).

Der Anteil von gemeldeten Stellen aus dem Bereich Arbeitnehmerüberlassung beträgt rd. 32 % Prozent (2016: rd. 35 Prozent; 2015 rd. 41 Prozent).

Der Fachkräftemangel zeigt sich in vielen Berufsbereichen in Duisburg, die Engpässe bei der Personalrekrutierung werden größer. Besetzungsschwierigkeiten sind in folgenden Berufsgruppen besonders spürbar: Alten- und Krankenpflege, Erzieher, Ärzte, Ingenieure, Metall-und Elektroberufe, Produktion und Verkauf von Lebensmitteln, Hotel- und Gaststättenbereich, sowie im Bereich der IT und Telekommunikationsberufe. Im Handwerk sind insbesondere Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik gefragt.


Langzeitarbeitslosigkeit
Im Jahr 2017 waren durchschnittlich 13.813 Personen länger als ein Jahr arbeitslos und damit langzeitarbeitslos, 1.277 Personen oder 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Durchschnitt waren 44,1 Prozent aller Arbeitslosen in Duisburg langzeitarbeitslos (Vorjahr: 46,7 Prozent). Im Versicherungsbereich (SGB III) waren im Durchschnitt 666 Langzeitarbeitslose gemeldet +1 gegenüber 2016) und in der Grundsicherung (SGB II) 13.147 (-8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr). 

Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit ausländischem Pass
Im Jahr 2017 waren durchschnittlich 12.389 Ausländer arbeitslos. Das sind 655 oder 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg von 2015 auf 2016 betrug noch 1.462 Personen oder 14,2 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit bei geflüchteten Menschen sinkt derzeit. Im Dezember sind 1.798 Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis Flucht oder einer Duldung arbeitslos, im Dezember 2016 waren es noch 2.035. Erfreulich ist, dass 558 Geflüchtete in 2017 ihre Arbeitslosigkeit in Duisburg durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden konnten.

Bei der Integration von geflüchteten Menschen hat sich die Einrichtung des Integration Points der Agentur für Arbeit und des jobcenter Duisburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg bewährt. Nach wie vor ist die Integration von geflüchteten Menschen eine Aufgabe, die mit Spezialistenwissen besser gelingt. Kontinuierliche Arbeit mit den geflüchteten Menschen mit einer klaren Ausrichtung auf die Integration in Ausbildung und Arbeit zahlt sich aus. Die Betreuung Jugendlicher wird in 2018 in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit mit zusätzlichen Beratungsfachkräften mit besonderen Knowhow in der Integration geflüchteter Menschen intensiviert.


Jugendarbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen lag im Jahresdurchschnitt bei 2.776 Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit deutlich um 192 Personen oder 6,5 Prozent gesunken. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag bei 10,7 Prozent (Vorjahr: 11,5 Prozent). Diese Entwicklung ist in diesem Altersbereich besonders erfreulich, da im Vorjahr noch ein Anstieg zu verzeichnen war. Ausbildungsmarkt

Zum Ende des Ausbildungsjahres 2016/2017 verzeichnete der Agenturbezirk Duisburg einen leichten Anstieg der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen von 2.637 im letzten Berichtsjahr auf 2.684 (+1,8 Prozent). Die Zahl der Bewerber/innen erhöhte sich um 25 (+0,7 Prozent) von 3.673 auf 3.698. Zum Ende des Berufsberatungsjahres standen noch 140 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung, 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 65 Bewerber/innen noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Anstieg um 14 bzw. 27,5 Prozent.
Darüber hinaus gab es in Duisburg weitere 580 Bewerber/innen, die sich
mangels Ausbildungsmöglichkeit für eine Alternative, wie zum Beispiel weiteren Schulbesuch oder eine berufsvorbereitende Maßnahme entschieden haben. Erst zum Ende des Ausbildungsjahrs konnte ein leichter Anstieg der gemeldeten Ausbildungsstellen erreicht werden. Der Anteil der ausbildenden Betriebe ist von 2013 mit 23,1 Prozent auf 20,7 Prozent in 2016 gesunken.

Vor dem Hintergrund des beklagten Fachkräftemangels kann es dabei nicht der richtige Weg sein, ausbildungswillige Jugendliche außen vor zu lassen.“ So der Appell von Astrid Neese. „Häufig geht es um formale Voraussetzungen wie zum Beispiel einzelne Schulnoten oder die Form der Bewerbungsunterlagen. Im persönlichen Gespräch kann aber ein vorbereiteter Bewerber oftmals doch mit seiner Motivation überzeugen.
Wir setzen auf die direkte Kommunikation, bei den sich Ausbilder und Jugendliche treffen und sich kennen lernen. Kommt dann eine gehörige Portion Motivation bei den jungen Menschen zum Vorschein, treten formale Bedingungen in den Hintergrund. Zumal wir gerade da gut helfen können, wo eine Unterstützung in Fächern der Berufsschule nötig ist. Mit unserer Ausbildungsbörse „Alles unter einem Dach“ und der ersten Blind-Date-Veranstaltung zusammen mit der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve haben wir 2017 wichtige Akzente in Sachen Ausbildungsvermittlung gesetzt. So kann es uns auch gemeinsam gelingen, die nach wie vor hohe Zahl an Altbewerbern zu reduzieren.“

In 2017 konnten Agentur für Arbeit und jobcenter Jugendlichen dort – wo nötig – eine Vielzahl von Förderangeboten machen:
Berufseinstiegsbegleitung: 150 Plätze für aktuelles 9. Schuljahr (alle Jahrgänge: 600 Plätze) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen: 295 Plätze Assistierte Ausbildung: 38 Plätze Ausbildungsbegleitende Hilfen: 215 Plätze Einstiegsqualifizierung: 77 Förderungen Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen: 140 Plätze Berufsausbildungsbeihilfe
Für die Förderung standen rd. 11,2 Mio. Euro zur Verfügung.

Qualifizierungen mit Abschluss im Fokus
In Duisburg verfügen 60 Prozent der Arbeitslosen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Lediglich rund 17 Prozent der in Duisburg gemeldeten Arbeitsstellen richten sich an Helfer. Dagegen richten sich zwei Drittel aller Stellen an Fachkräfte sowie jeweils rund 8 Prozent an Experten und 9 Prozent an Spezialisten Der Anteil der Fachkräfte unter den Arbeitslosen liegt jedoch nur bei 32 Prozent und 61 Prozent sind Helfer.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 376 Kunden der Arbeitsagentur eine abschlussorientierte Fortbildung begonnen. Dies erfolgte mit den Förderinstrumenten berufliche Weiterbildung (FbW), Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS) und Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU). 458 Eintritte in abschlussorientierte Weiterbildungen erfolgten bei den vom jobcenter betreuten Menschen.

Die Planungen der Arbeitsagentur und des jobcenter Duisburg für abschlussorientierte Qualifizierungen haben folgende Schwerpunkte:  Lagerwirtschaft  Fahrzeugführer im Straßenverkehr  Verwaltung  Altenpflege  Kaufmännische Ausbildungen
Ein wichtiger Bereich sind dabei auch die Teilqualifizierungen, die einzelne Module aus Berufsausbildungen beinhalten und bis zum Abschluss der Qualifizierung finanziert werden könnten.

Unterbeschäftigung
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung ist leicht gegenüber dem Vorjahr angestiegen (2017: 40.568 / 2016: 40.476), die Quote ist dagegen leicht zurückgegangen (15,9 auf 15,8 Prozent). Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung betrug 79,9 Prozent bei den Jahresdurchschnittswerten 2016. 77,2 Prozent waren es 2017.

Die deutlichste Steigerung ist im Bereich der Fremdförderung erkennbar (+ 76,1 Prozent). 672 Menschen mehr als im letzten Jahr befinden sich im Jahresdurchschnitt in einer sogenannten Fremdförderung (aktuell 1.555). Das sind Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. Zur Unterbeschäftigung zählen außerdem die Arbeitsgelegenheiten, an denen durchschnittlich 1.807 Personen teilnahmen (2016: 1.573). In beruflicher Weiterbildung befanden sich im Jahresdurchschnitt 7,4 Prozent mehr Menschen (1.564 im Jahr 2017).


Ausblick 2018
Die guten Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung der Senkung der Arbeitslosigkeit sind gegeben. Beschäftigungsaussichten und Konjunkturprognosen sind positiv.
Die Leiterin der Agentur für Arbeit Astrid Neese sieht gute Chancen für den Arbeitsmarkt 2018: „Doch die Reduzierung des Fachkräftemangels ist auch vor diesem Hintergrund kein Selbstläufer. Hier sind Unternehmen und Bewerber gefragt – sonst machen wir keinen entscheidenden Schritt. Alle Arbeitsmarktakteure müssen ihre Arbeit stärker verzahnen, um mit einer Verbesserung des Übergangs von Schule in die Arbeitswelt und Anschlussperspektiven nach bestandener Qualifizierung die Situation von Arbeitslosen zu verbessern. Wenn wir die Potentiale identifizieren, dann gelingt uns die Fortsetzung des Rückgangs von Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit.“

Zur Bewältigung des Fachkräftemangels gehört für die Chefin der Arbeitsagentur aber auch eine deutliche Verbesserung der Verhältnisse am Ausbildungsmarkt: „Wir können es uns in Duisburg nicht leisten, Potenziale junger Menschen brach liegen zu lassen. Wenn sich die ausbildungssuchenden Menschen flexibel in der Berufswahl zeigen, wenn die Betriebe Bewerbern, die die Voraussetzungen nicht komplett erfüllen, einen Chance geben und wenn auch unsere Förderinstrumente mehr genutzt werden, dann können wir mit mehr Ausbildung eine nachhaltige Grundlage gegen Jugendarbeitslosigkeit und gegen die Verfestigung von Arbeitslosigkeit schaffen. Die Chancen der Jugend sind in Duisburg auf Wachstumskurs, auch wenn oft noch ein langer Atem nötig ist.“

Bei der nachhaltigen Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit sind jedoch auch neue Wege erforderlich, um dieses drängende Problem in Duisburg in den Griff zu bekommen. „Am sozialen Arbeitsmarkt geht kein Weg vorbei, wenn wir einen entscheidenden Sprung schaffen wollen. Viele Menschen mit sehr langer Arbeitslosigkeit und geringer Qualifikation sind derart weit von den Anforderungen des Marktes entfernt, dass wir ihnen über Beschäftigungsmöglichkeiten Teilhabe am Erwerbsleben und dann vielleicht wieder die Aussicht auf die Eingliederung in einen Betrieb ermöglichen müssen. Das Projekt des Landes, an dem auch Duisburg teilnimmt, ist ein erster Einstieg“, so die Analyse von Neese.