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Kindernothilfe Archiv 2019 - 2021

1959 - 2019:
60 Jahre Kindernothilfe



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






Kindernothilfe


terre des hommes und Kindernothilfe begrüßen Beteiligung arbeitender Kinder auf der ILO-Weltkonferenz

Durban/Duisburg, 19. Mai 2022 - Bei der fünften Weltkonferenz Kinderarbeit ist erstmals im Programm auch ein Kinderforum vorgesehen. Arbeitende Kinder diskutieren ihre Sichtweisen und Empfehlungen mit erwachsenen Entscheidungsträger*innen.

Fünf Jugendliche von Dialogue Works mit einer Delegierten von der senegalesischen Organisation enda auf dem Weg zur Konferenz. Foto: Lea Kulakow, Kindernothilfe.

Am vergangenen Sonntag wurde im südafrikanischen Durban feierlich die Fünfte Weltkonferenz Kinderarbeit eröffnet. Sie wird von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der südafrikanischen Regierung ausgerichtet. Erstmals ist im Programm auch ein Kinderforum vorgesehen, wo arbeitende Kinder ihre Sichtweisen und Empfehlungen mit erwachsenen Entscheidungsträger*innen selbst diskutieren. Kindernothilfe und terre des hommes setzen sich im Rahmen der Kampagne Dialogue Works seit mehreren Jahren gemeinsam dafür ein, dass das Recht arbeitender Kinder auf Beteiligung in Politikdialogen verwirklicht wird.

„Wir sind seit Jahren mit der ILO im Dialog über die Notwendigkeit, nicht nur über arbeitende Kinder zu sprechen, sondern ihnen auf Veranstaltungen wie dieser Konferenz selbst eine Stimme zu geben. Umso mehr freut es uns, dass hier erstmalig fünf Kinder aus unseren Kinderkomitees in Sambia, Kenia und Guatemala nun vor Ort in Durban mitdiskutieren. Es wurde höchste Zeit, dass endlich auch diejenigen zu Wort kommen, die als arbeitende Kinder am meisten zu sagen haben. Sie sprechen aus ihrer eigenen Erfahrung und bringen Lebensnähe und eine differenzierte Sicht auf ihre Arbeit in die Politik“, sagt Antje Ruhmann, Kinderrechtsreferentin bei terre des hommes und Ko-Koordinatorin der Kampagne.

Dabei ist vielen arbeitenden Kindern besonders wichtig, dass zwischen Ausbeutung und Kinderarbeit unterschieden wird: Leichte Tätigkeiten ermöglichen oftmals erst den Schulbesuch. Einigkeit besteht hingegen dahingehend, dass jede Form der Ausbeutung schnellstmöglich beendet werden muss, da sie der Entwicklung der Kinder schadet und den Schulbesuch verhindert. Auf der Agenda der Konferenz stehen wichtige Themen wie Bildung, soziale Sicherung, die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie oder auch Kinderarbeit in Lieferketten. „Das Kinderforum ist ein erster wichtiger Schritt, diese Themen aus dem Blickwinkel der Kinder praxisnah in Politikmaßnahmen zu übersetzen.


Mit Blick auf die Zukunft halten wir eine permanente und institutionell verankerte Beteiligung der Kinder für unverzichtbar, um langfristig mehr Wirkung zu erzielen“, fasst Lea Kulakow, Advocacy-Officer der Kindernothilfe und Ko-Koordinatorin von Dialogue Works das Ziel für die Zukunft zusammen. Dies entspricht den Wünschen der Kinderarbeiter: „Millionen von Kindern haben die gleichen Träume, aber nicht die gleichen Voraussetzungen sie zu verwirklichen“, erläutert Lupupa aus Sambia, der zum ersten Mal solch eine Konferenz besucht.

„Wir brauchen mehr Möglichkeiten, um uns am politischen Geschehen beteiligen zu können.“ Dafür wird er sich als Delegierter beim Kinderforum am Donnerstag stark machen. Interessierte können das Forum über den Livestream der Konferenz verfolgen. Dialogue Works (2020-2024) ist eine Kampagne von Kindernothilfe und terre des hommes, die arbeitende Kinder aus 15 Ländern dabei unterstützt, sich an Politikdialogen von lokaler bis globaler Ebene zu beteiligen. Im Vorgängerprojekt Time to Talk! wurden zunächst nahezu 2.000 arbeitende Kinder aus 36 Ländern zu ihrer Sicht auf ihre Arbeit befragt. Dies bildete die Basis für die dann folgenden Politikdialoge. Finanziert wird diese Arbeit vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Protestaktion in Berlin: Kindernothilfe fordert gleiche Rechte für alle Geflüchteten

Berlin/Duisburg, 12. Mai 2022 - Die Kindernothilfe hat gemeinsam mit ihrer griechischen Partnerorganisation Lesvos Solidarity vor dem Brandenburger Tor mit einer Protestaktion deutlich gemacht: Geflüchtete Menschen aus allen Ländern weltweit müssen die gleichen Rechte auf ein Leben in Sicherheit und Würde haben.

Protestaktion am Brandenburger Tor: Es gibt keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse Foto: Jürgen Schübelin

"Das Engagement der Menschen in Europa ist unglaublich und ein tolles Zeichen", so Mischo über die große Solidarität gegenüber kriegsgeflüchteten Menschen aus der Ukraine, "dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass unzählige Geflüchtete aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder vielen afrikanischen Ländern seit Jahren weiterhin auf Asyl warten und kein sicheres Zuhause haben." So etwa in den Lagern auf Lesbos. "Die Situation geflüchteter Menschen in Griechenland und vor allem den Lagern auf den Ägäis-Inseln ist noch immer extrem besorgniserregend.

Besonders Kinder und Frauen leben in ständiger Angst vor Gewalt", berichtet Efi Latsoudi, Gründerin von Lesvos Solidarity, "wir fordern den ungehinderten Zugang aller Kinder aus den Lagern zu öffentlichen Schulen." Ihre Organisation unterstützt mit Schutzhäusern, psychologischer Hilfe und Bildungsmöglichkeiten gefährdete Kinder und Familien. Mitarbeitende der griechischen Organisation sowie Passanten und Ehrenamtler des Kindernothilfe-Arbeitskreises Berlin standen mit großen Nationalflaggen verschiedener Länder am Pariser Platz vor einem Flatterband, das die Grenze zur Europäischen Union symbolisierte.

Menschen mit der ukrainischen Flagge konnten passieren und wurden nicht von "Soldaten" an der Grenze aufgehalten. Menschen mit Flaggen anderer Länder dagegen schon. Erst nach einem Durchschneiden der Flatterband-Grenze erreichten sie die EU. "Es ist sehr wichtig zu zeigen, dass es große Unterschiede bei der Akzeptanz von Geflüchteten gibt. Obwohl sie doch alle nur in Frieden und nicht in Todesangst leben möchten", betont Efi Latsoudi.

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fast 2 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Auszeichnungen: Kindernothilfe gehört zu den besten deutschen Arbeitgebern für Nachwuchstalente

Duisburg, 06. April 2022 - Die Kindernothilfe wurde dieses Jahr erneut von der Unternehmensberatung CLEVIS im Rahmen des Future Talents Reports ausgezeichnet. Sie belegt Platz 1 der Organisationen mit der am besten bewerteten Arbeitgeberqualität und gehört zudem zu den zehn besten deutschen Arbeitergebern für Nachwuchstalente.

Die Geschäftsstelle der Kindernothilfe in Duisburg. Foto: Kindernothilfe

Die Unternehmensberatung hat ihren zwölften Future Talents Report, die deutschlandweite größte Praktikantenstudie, veröffentlicht und gibt Einblicke in eine neue „Mitarbeiter-Generation“. Demnach planen 90 Prozent der befragten Praktikantinnen und Praktikanten deutlich langfristiger beim Arbeitgeber und mit ihm in Kontakt zu bleiben. Jeder Fünfte wünsche sich gleich im Anschluss eine Festanstellung.

„Diesen Trend sehen wir schon seit einiger Zeit bei uns. Allein im vergangenen Jahr lag der Anteil der Mitarbeitenden, die vor ihrem Eintritt ein Praktikum bei uns absolviert haben, bei 19 Prozent“, so Petra Niederau, Head of Human Relations der Kindernothilfe.  Die Folge: Familienfreundliche Arbeitsbedingungen rücken mehr ins Blickfeld der jungen Generation, die ihre Berufswahl vorausschauend plant, so die Studie. „Auch wir legen als familienfreundliche Organisation großen Wert darauf, unseren Mitarbeitenden die bestmöglichen Bedingungen für ihre Zukunftspläne zu bieten“, betont Janina Menzer, HR-Managerin bei der Kindernothilfe. 

Noch vor Unternehmen wie Dr. Oetker oder Porsche belegt die Kindernothilfe Platz eins beim Ranking der Arbeitgeberqualität. Diese wurde an verschiedenen Facetten der Arbeitszufriedenheit gemessen wie die allgemeine Zufriedenheit, die Quote an Weiterempfehlungen und das Erfüllen von Erwartungen. Weit vorne auf Platz sieben liegt die Kindernothilfe beim Markenimage, das die Außenwahrnehmung von Unternehmen widerspiegelt. 


Die Kinderrechtsorganisation bietet regelmäßig in ihrer Geschäftsstelle in Duisburg in allen Bereichen Praktikumsstellen an. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.kindernothilfe.de/jobs-und-karriere Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.

 

Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann: „Die Situation für Kinder und ihre Rechte ist eine Schande!“

Duisburg, 04. April 2022 - In Deutschland sind vor 30 Jahren, am 5. April 1992, Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention in Kraft getreten. Doch im Grundgesetz sind Kinderrechte bislang immer noch nicht verankert. „Die Situation für Kinder und ihre Rechte ist eine Schande“, so Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann, „es ist höchste Zeit, dass die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in den Fokus der Politik rücken und sie Teil bei wichtigen Entscheidungen werden.“ 

 
Foto: Stephen Davies/Kindernothilfepartner


Die festgeschriebenen Kinderrechte sind für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland bis heute nicht selbstverständlich. „Unsere Politik lässt Mädchen und Jungen im Stich“, betont Katrin Weidemann, „gleiche Bildungschancen, ein Leben ohne Armut und Gewalt oder das Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen sind nur Beispiele der Kinderrechte, die in Deutschland verletzt werden.“


Die Auswirkungen werden vor allem in aktuellen Krisenzeiten sichtbar. „Kinder und Jugendliche sind schon seit Beginn der Coronapandemie die Verlierer. Ihre Meinungen und Erfahrungen für Entscheidungen, die sie am Ende betreffen, werden nicht berücksichtigt“, so die Vorstandsvorsitzende.   Während der Pandemie sind die Zahlen der Gewalttaten und Armutsfälle gestiegen - jedes 5. Kind in Deutschland gilt mittlerweile als armutsgefährdet. Hinzu kommt eine enorme Bildungskrise, die die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler hemmt.


Auch die Folgen des Krieges in der Ukraine spüren die Jüngsten der Bevölkerung unmittelbar in ihrem Leben. Hohe Energiepreise etwa verschärfen die prekäre Situation vieler Kinder und Jugendlichen, die bereits in Armut leben. „Die Politik muss sich der Situation der Mädchen und Jungen bewusst werden und ihr Handeln stärker unter Berücksichtigung der Kinder ausrichten“, mahnt Katrin Weidemann. 

 

Hilfe für Flüchtlingshelfer / Traumata geflüchteter Kinder frühzeitig erkennen

Duisburg, 28. März 2022 - Die Zahl der Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, steigt täglich. 3,6 Millionen Geflüchtete sind es aktuell, davon 1,5 Millionen Kinder. „Diese Menschen haben Unvorstellbares durchgemacht und sind teilweise schwer traumatisiert“, sagt Jörg Lichtenberg, Kinderschutzbeauftragter der Kindernothilfe „Diese Traumata müssen so schnell wie möglich erkannt und aufgearbeitet werden.“ 


Viele Geflüchtete kommen in Deutschland in Erstaufnahmeeinrichtungen oder bei Privatpersonen unter. Häufig werden sie von freiwilligen Helferinnen und Helfern betreut, die sich mit viel Menschlichkeit und Hingabe um sie kümmern, aber meist nicht für die Betreuung traumatisierter Personen ausgebildet sind. Die Kindernothilfe hat für Menschen, die aktuell mit ankommenden geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeiten oder sie (ehrenamtlich) betreuen, ein Seminar konzeptioniert, das Grundwissen über Traumatisierungen und posttraumatische Belastungsstörungen vermittelt. 


„Wir haben sehr erfahrene Trainerinnen und Trainer, die schon seit Jahren Organisationen im In- und Ausland in diesem Bereich schulen“, sagt Lichtenberg und weiter: „Die hier vermittelten Grundlagen haben sofort einen enormen positiven Effekt auf die Arbeit mit traumatisierten Menschen.“

Schulung (Quelle: Kindernothilfe)

Bestandteile der Schulung sind zum Beispiel die Erkennung von Symptomen eines Traumas und wie man sensibel und wertschätzend mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen umgeht, um ihnen und ihren Eltern unterstützend beizustehen – ohne dabei die eigene Selbstfürsorge aus den Augen zu verlieren. Die Kindernothilfe schult seit 2011 internationale Organisationen im Bereich Kinderschutz. Seit 2015, nach dem Beginn des Krieges in Syrien und der daraus resultierenden Flüchtlingsbewegung, bietet die Kindernothilfe in diesem Bereich vermehrt Schulungen in Deutschland an.   
Aktuelle Termine und die Anmeldung zu den Seminaren finden Sie auf:  www.kindernothilfe.de/traumata-schulung

Die Seminare werden durch Fördergelder subventioniert und können zu einem reduzierten Seminarbeitrag in Höhe von 35 Euro p. P. gebucht werden. Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.

 

Millionen Kinder bezahlen den Preis des Krieges: Stoppt Kriegsverbrechen gegen Kinder!

Duisburg, 10. März 2022 - Über zwei Millionen Menschen mussten bisher aus der Ukraine flüchten – überwiegend Kinder und ihre Mütter. „Kinder müssen unter Bombenterror ihr Zuhause, ihre Familien und Freunde verlassen“, konstatiert die Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe Katrin Weidemann. Erst gestern wurde bekannt, dass ein Kinderkrankenhaus in Mariupol bombardiert wurde. „Kinder dürfen nicht den Preis des Krieges bezahlen. Kriegsverbrechen gegen Kinder müssen stoppen!“  


Die Hilfsbereitschaft für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine ist überwältigend, „aber es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Kraftanstrengung der europäischen Staaten, der lokalen Behörden und der Zivilgesellschaft, Kinder und ihre Mütter aufzufangen“, so Katrin Weidemann. Geflüchtete Kinder benötigen einen schnellen Zugang zu Bildungsinstitutionen und eine professionelle psychosoziale Betreuung, um den andauernden seelischen Stress zu verarbeiten.

„Viele Mütter sind auf der Flucht plötzlich allein verantwortlich für ihre Kinder. Sie brauchen Beistand und einen unverzüglichen Zugang zu den Sozialsystemen.“  Ein besonderes Augenmerk gilt Kindern mit Behinderungen, schwer erkrankten Kindern und unbegleiteten Kindern und Jugendlichen, deren Eltern unter ständiger Lebensgefahr in der Ukraine zurückgeblieben oder Opfer des Krieges geworden sind. Diese Kinder sind einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, auf der Flucht nicht ausreichend vor Kriegshandlungen oder potenziellen Menschenhändlern geschützt zu sein. „Wir sehen jeden Tag für uns selbstverständliche Kinderrechte massiv verletzt, und das mitten in Europa“, so Weidemann und fordert, „dass Kinderrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen schonungslos aufgeklärt, angeklagt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssen.“         

 Zur Unterstützung der ukrainischen Geflüchteten ruft die Kindernothilfe zu Spenden auf. Zweck: Hilfe für Ukraine Spendenkonto Kindernothilfe e.V. Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank) IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40 

 

Schulkino mit Action!Kidz im filmforum - Film ab!

Gegen Ausbeutung

Was? Schulkino zum Thema „Ausbeuterische Kinderarbeit“
Wann? Donnerstag, 10.03.2022, 10:45 Uhr
Wo?  filmforum, Dellplatz 16, 47051 Duisburg (Duisburg, 07.03.2022)
Kino für eine bessere Welt! Das filmforum Duisburg zeigt in Kooperation mit der Action!Kidz-Kampagne der Kindernothilfe den preisgekrönten Film „Die Adern der Welt“.

Duisburg, 07. März 2022 - Fleißige Action!Kidz vom Landfermann-Gymnasium nehmen am bewegenden Kinoerlebnis teil. Der bildgewaltige Spielfilm aus der Mongolei schildert den komplexen Zusammenhang zwischen Ausbeutung durch internationale Rohstoffkonzerne und daraus resultierender Kinderarbeit auf eindringliche Weise.


Nach der Kinoaufführung informiert das Action!Kidz-Team die Schulgruppe über das Thema ausbeuterische Kinderarbeit und steht für offene Fragen bereit. Als intensive Nachbereitung wird ein Workshop mit den Mädchen und Jungen stattfinden. Interessierte Schulen sind eingeladen, sich für weitere  Kinovorstellungen und begleitende Workshop-Angebote anzumelden. Anmeldungen per Mail an jana.haberstroh@knh.de oder telefonisch:  0203.7789-274


Seit über 15 Jahren ruft die Kindernothilfe-Kampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ Schülerinnen und Schüler in Deutschland zu sozialem Engagement auf. Bis heute haben die Mädchen und Jungen als „Action!Kidz“ rund 1.135.000 Euro an Spenden für Projekte gegen ausbeuterische Kinderarbeit in Äthiopien, Pakistan, Bolivien, Haiti, Sambia, Peru, Indien, Guatemala und Indonesien gesammelt.

Im Schuljahr 2021/22 geht das Geld nach Haiti, Indien und Sambia. „Action!Kidz“ waschen Autos, mähen Rasen oder backen Muffins, um mit dem Geld die Arbeit der Kindernothilfe gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu unterstützen. Noch bis zum 31. Juli 2022  können Mädchen und Jungen mit eigenen Hilfsaktionen teilnehmen.

 

Kindernothilfe trauert um Gründungsmitglied Lüder Lüers

Duisburg, 03. März 2022 - Im Alter von 95 Jahren ist Lüder Lüers heute im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Bis zuletzt hatte er Anteil an der Arbeit der Kindernothilfe genommen – sie war ihm immer „eine Herzensangelegenheit“ gewesen.

Lüder Lüers nach seinem 90. Geburtstag - Foto Ralf Krämer/Kindernothilfe

Die Kindernothilfe trauert um ihr ehemaliges Vorstandsmitglied Lüder Lüers, dem letzten Zeitzeugen der Kindernothilfe-Gründung. Im Alter von 95 Jahren ist er heute im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Bis zuletzt hatte er Anteil an der Arbeit der Kindernothilfe genommen – sie war ihm immer „eine Herzensangelegenheit“ gewesen.

Lüers war gelernter Gartenbauarchitekt und nach der Gründung der Kindernothilfe ehrenamtlich für den Verein tätig. Als es darum ging, die Arbeit in Indien effektiver aufzustellen, stieg er 1965 ohne zu zögern aus seinem Unternehmen aus. Frisch verheiratet reiste er nach Indien, wo er bis 1973 blieb. Er organisierte berufliche Qualifizierungen für die Projektmitarbeitenden und eröffnete neue Arbeitsbereiche, z. B. die Hilfe für poliogeschädigte Kinder.


1969 war er beteiligt an der Gründung der ersten Partnerorganisation der Kindernothilfe, dem Church of South India-Council for Child Care. Lüers wurde ihr Exekutiv-Sekretär. Seine Arbeit führte ihn oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit, doch er hat seine Entscheidung nie bereut: „Gartenbauarchitekt können viele Leute werden, aber was ich gemacht habe, war mir von Gott zugedacht worden.“ Zwei seiner vier Söhne kamen in Indien zur Welt.


Im Frühjahr 1973 kehrte die Familie nach Deutschland zurück, Lüers wurde stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Als er 1991 in Rente ging, blieb er mit unzähligen ehemaligen Patenkindern, die er während seiner Indien-Zeit kennengelernt hatte, in Kontakt – auch durch mehrere Reisen.

„Es ist bewegend zu sehen, was aus ihnen geworden ist“, erzählte Lüers, „und wie sie jetzt Verantwortung für Kinder in ähnlichen Situationen übernehmen, sodass sich die Hilfe der Kindernothilfe multipliziert. Viele waren die Ersten aus ihrem Dorf, die studiert haben. Sie sind Richter geworden, Lehrerinnen, Regierungsbeamte. Ich war in ihren Dörfern, dort hat sich so viel getan, und die Kindernothilfe war der Zündschlüssel für diese Entwicklung. Ich bin von großem Dank erfüllt, dass Gott meine Fähigkeiten so nutzen konnte.“


Für sein herausragendes langjähriges Engagement, sein Ehrenamt und seinen großen persönlichen Einsatz wurde Lüers 2020 als bisher einzige Persönlichkeit mit der Ehrenmitgliedschaft der Kindernothilfe ausgezeichnet. Am 19. Februar 2022 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. „Lüder Lüers hat dazu beigetragen, dass Kindern auf der ganzen Welt seit über 60 Jahren wichtige Hilfe zuteilwird“, sagte Familienstaatssekretär Andreas Bothe bei der Verleihung.


Kindernothilfe-Botschafter OB Sören Link, Kindernothilfe-Chefin Katrin Weidemann und Kindernothilfe-Mitbegründer Lüder Lüers - Foto Harald Jeschke im Dezember 2018


Einer von Lüers Söhnen nahm die Auszeichnung entgegen. „Sein unermüdliches und hingebungsvolles Engagement hat den Grundstein für die heute weltweit tätige Kindernothilfe gelegt“, hieß es in der Begründung, „und dazu beigetragen, dass sie zu einer global agierenden Kinderrechtsorganisation geworden ist.“ „Wir als Kindernothilfe haben Lüder Lüers außerordentlich viel zu verdanken“, sagt Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann. „Und mit uns all die Kinder, denen sein unermüdlicher Einsatz galt. Wir trauern um einen großartigen Kollegen, der jetzt bei seinem Gott ist, von dem er sich all die Jahre geleitet fühlte. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“


„Krieg zerstört Kinderseelen“ Kindernothilfe hilft an der ukrainischen Grenze

Duisburg, 02. März 2022 - Die Kindernothilfe unterstützt über eine lokale Partnerorganisation zunächst an der moldawischen Grenze zur Ukraine geflüchtete Kinder und deren Familien. „Krieg zerstört Kinderseelen, und wir als Kinderrechtsorganisation appellieren an die Kriegsparteien, die Waffen ruhen zu lassen“, so Kindernothilfe-Vorstandsmitglied Carsten Montag.

Der Krieg in der Ukraine hat die größte Flüchtlingsbewegung der letzten Jahrzehnte innerhalb Europas in Gang gesetzt. Hunderttausende Kinder und ihre Familien versuchen, sich an den Grenzen zur Europäischen Union und der Republik Moldau in Sicherheit zu bringen. Die Solidarität mit den geflüchteten Menschen ist groß, „aber es wird eine enorme Kraftanstrengung benötigt, um den vielen Kindern und Müttern bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erlebnisse zu helfen,“ so Carsten Montag. „Diese Familien sind durch die Erlebnisse auf der Flucht und ihre permanente Angst und Sorge um ihre Väter, Ehemänner und Brüder stark belastet.“ 

Hierfür unterstützt die Kindernothilfe ihre Partnerorganisationen finanziell bei der Soforthilfe und psychosozialen Betreuung geflüchteter Kinder und ihrer Familien zunächst an der ukrainisch-moldawischen Grenze. In der vergangenen Woche überquerten fast 90.000 Geflüchtete die verschiedenen Grenzposten in das kleine südosteuropäische Land. Laut moldawischem Innenministerium ist ungefähr die Hälfte der Geflüchteten in Moldau geblieben, da sie keine Kontakte im Westen hat und nicht weiß, wohin sie soll.

„Die globalen Auswirkungen dieser humanitären Katastrophe können wir momentan noch gar nicht absehen. Fest steht: Wir werden einen langen Atem brauchen“, so Montag.  Zur Unterstützung der ukrainischen Geflüchteten ruft die Kindernothilfe zu Spenden auf.  

Zweck: Nothilfe Geflüchtete Ukraine FO039  Spendenkonto Kindernothilfe e.V.  Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)  IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40

Kinderrechtsorganisationen appellieren an die Bundesregierung: EU-Lieferkettengesetz muss Kinder wirksam schützen

Berlin/Duisburg, 15. Februar 2022 -  Kinderrechtsorganisationen fordern gemeinsam mit der Initiative Lieferkettengesetz die Bundesregierung auf, sich im EU-Gesetzgebungsverfahren für ein robustes und kinderrechtlich wirksames EU-Sorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen einzusetzen. 

Die Kindernothilfe fordert mit anderen Kinderrechtsorganisationen ein robustes und kinderrechtlich wirksames EU-Sorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen. Quelle: Jakob Studnar

Die Kinderrechtsorganisationen Kindernothilfe, Plan International Deutschland, Save the Children, terre des hommes, UNICEF Deutschland und World Vision Deutschland fordern gemeinsam mit der Initiative Lieferkettengesetz die Bundesregierung auf, sich im EU-Gesetzgebungsverfahren für ein robustes und kinderrechtlich wirksames EU-Sorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen einzusetzen. Anlass ist der für Ende Februar angekündigte Entwurf der EU-Kommission für eine Regelung zu nachhaltigem unternehmerischen Handeln.


Unternehmen sollen EU-weit mit einem solchen »EU-Lieferkettengesetz« verpflichtet werden, ihrer menschenrechtlichen Sorgfalt in allen Stufen der Produktion verbindlich nachzukommen.  Im Rahmen des EU-Gesetzgebungsprozesses wird die Bundesregierung aufgefordert, über ein wirksames »EU-Lieferkettengesetz« auch die angekündigte Weiterentwicklung des deutschen Lieferkettengesetzes voranzutreiben. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Organisationen, dass die Rechte von Kindern dabei besonders berücksichtigt werden: Kinder stellen fast ein Drittel der Weltbevölkerung, in vielen Ländern des globalen Südens ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter 18 Jahre alt.


Kinder sind von den negativen Auswirkungen unternehmerischen Handelns am stärksten betroffen. Die meisten Kinderrechtsverletzungen wie Kinderarbeit im Bergbau oder die Belastung mit Umweltgiften in Landwirtschaft oder der Textilindustrie finden häufig am Anfang globaler Wertschöpfungs- und Lieferketten statt. Deshalb ist es aus Sicht der Organisationen unverzichtbar, dass Unternehmen dazu verpflichtet werden, nicht nur bei ihren direkten Geschäftspartnern, sondern in ihren gesamten Wertschöpfungs- und Lieferketten Kinderrechtsrisiken zu identifizieren und wo nötig für wirksame Abhilfe, Prävention und Wiedergutmachung zu sorgen. 
Damit würde das EU-Lieferkettengesetz über das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz hinaus gehen und ihren kinderrechtlichen Verpflichtungen besser nachkommen.

 

Straflosigkeit der Täter endlich beenden!

20 Jahre Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention für Kinder in bewaffneten Konflikten
Duisburg, 10. Februar 2022 - Etwa 250.000 Kinder werden aktuell in bewaffneten Konflikten eingesetzt. Die Verantwortlichen für diese schwersten Kinderrechtsverletzungen werden nur selten strafrechtlich verfolgt und kommen so straffrei davon. „Wir brauchen eine wirksame und konsequente Strafverfolgung für alle, die Kinder als Soldaten rekrutieren“, sagt Frank Mischo, Experte der Kindernothilfe und Sprecher des Bündnisses Kindersoldaten.

Baschar al-Assad wegen schwerster Kinderrechtsverletzungen gesucht.

20 Jahre nach Einführung des Zusatzprotokolls zum besonderen Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten zu der UN-Kinderrechtskonvention ist eine systematische Strafverfolgung immer noch nicht möglich, weil die Handlungsfähigkeit von Institutionen wie dem UN-Sicherheitsrat und dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) nicht ausreichend gestärkt sind.


„Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich finanziell und politisch für die Stärkung und den Ausbau der Kapazitäten des Internationalen Strafgerichtshofs einzusetzen und Druck auf die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats auszuüben, damit die Staaten, die wegen Kinderrechtsverletzungen auf der „Liste der Schande“ der Vereinten Nationen stehen, zur Rechenschaft gezogen werden“, fordert Mischo.  


Die derzeitige Kultur der Straflosigkeit schreckt Diktatoren und Rebellenführer nicht davon ab, weiter Kinder als Soldatinnen und Soldaten einzusetzen. Die Verurteilung des kongolesischen Warlords Sheka sei zwar „ein wichtiges Zeichen gegen die Straflosigkeit gewesen, aber leider sind noch zu viele Täter ohne Anklage geblieben“, sagt Mischo und weiter: „Nur wenn die Verantwortlichen angeklagt, verurteilt und öffentlich benannt werden, haben Gerechtigkeit, Versöhnung und letztlich auch Frieden für die Betroffenen eine Chance.“    

Im heute veröffentlichten Positionspapier „Straflosigkeit beenden!“ fordert das Bündnis die Bundesregierung dazu auf, sich für eine Verfolgung der für die Rekrutierung von Kindersoldaten Verantwortlichen einzusetzen: durch Sanktionen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, aber vor allem durch die Unterstützung der Anklagen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.    

Jedes Jahr am „Red Hand Day“ ruft das Deutsche Bündnis Kindersoldaten gemeinsam mit zahlreichen Organisationen auf der ganzen Welt zu Aktionen mit dem Symbol der roten Hand auf. Bisher haben fast 500.000 Menschen in über 50 Ländern mit ihrem Handabdruck gegen den Missbrauch von Kindern als Soldatinnen und Soldaten protestiert. Unter dem Hashtag #RedHandDay wird der Stopp des Einsatzes von Kindern als Soldatinnen und Soldaten gefordert.


 In diesem Jahr liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt auf der Forderung für ein Ende der Straflosigkeit. Information zum Red Hand Day in Deutschland: www.aktion-rote-hand.de Rote Hand Aktion weltweit: www.redhandday.org Mitglieder des Deutschen Bündnis Kindersoldaten:  Aktion Weißes Friedensband, Deutsche Friedensgesellschaft DFG-VK, Kindernothilfe, Dt. NK des Lutherischen Weltbundes, missio, pax christi, terre des hommes, World Vision.

 

Kindernothilfe: Wir stecken mitten in einer Bildungskrise

Zum internationalen Tag der Bildung am 24. Januar fordert die Kindernothilfe, dass Deutschland die G7-Präsidentschaft nutzen muss, um die weltweite Bildungskrise zu bewältigen. Dazu gehört ein fairer, transparenter und bezahlbarer Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostik.

Duisburg, 20. Januar 2021 - Durch Schulschließungen und eine mangelnde digitale Infrastruktur wurde der Bildungsweg für Millionen von Schülerinnen und Schülern unterbrochen. „Diese fatalen Auswirkungen lassen sich weltweit beobachten“, so Malte Pfau, Advocacy Officer bei der Kindernothilfe, „eigene Studien in unseren Projektländern zeigen: Wir stecken mitten in einer Bildungskrise – und müssen jetzt handeln.“  

In Uganda durften diesen Monat elf Millionen Kinder und Jugendliche nach einem zweijährigen Lockdown erstmals wieder zurück in die Schule. Viele Tausende sind dort jedoch nicht erschienen, da sie seit dem Lockdown arbeiten müssen, um ihre Familien zu unterstützen, oder weil ihre Lernverluste zu immens sind oder sie selbst Kinder bekommen haben. Ärmere und Kinder mit Behinderungen sind ungleich stärker vom Unterrichtsausfall betroffen.

Schulkind in Nairobi/Kenia - Quelle: Lars Heidrich

„Zwar haben Regierungen milliardenschwere Konjunkturmaßnahmen ergriffen, um ihre Volkswirtschaften zu schützen. Doch weniger als drei Prozent dieser Mittel sind in die Bildung investiert worden. Einem Bericht der Weltbank zufolge, haben sogar zwei Drittel der ärmsten Länder ihren Bildungsetat gekürzt“, sagt Malte Pfau, ebenso Sprecher der Globalen Bildungskampagne. 

Rund 25 Millionen Kinder sind laut UNESCO gefährdet, nie wieder zurück in die Schule zu gehen - insbesondere Mädchen. Die Zahlen von Frühverheiratungen und frühen Schwangerschaften sind gestiegen. Auch Kinder auf der Flucht und Kinder mit Behinderungen werden noch mehr als zuvor von Bildung ausgeschlossen. In vielen Ländern (des globalen Südens) mit niedrigen Einkommen wird die Krise nachhaltig die Bildungssysteme verändern und schädigen und damit die zunehmende Bildungsungleichheit verschärfen.  

„Die globale Bildungskrise muss dringend gestoppt und umgekehrt werden“, so Malte Pfau. Er ergänzt: „Deutschland muss die G7-Präsidentschaft nutzen, um die weltweite Bildungskrise zu bewältigen. Dazu gehört ein fairer, transparenter und bezahlbarer Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostik. Es braucht eine gemeinsame Strategie für Bildungsinvestitionen und für die Schließung der Lücken in der Bildungsfinanzierung. Ebenso ist ein Plan notwendig, um Mädchen und Jungen zurück in die Schulen zu holen und Lernrückstände aufzuholen. Noch ist es nicht zu spät, die richtigen Schritte einzuleiten, um die Folgen von Covid-19 auf die Bildung zu minimieren.“ 

In einer Studie der Kindernothilfe berichten arbeitende Kinder von ihren Erfahrungen nach zwei Jahren Coronapandemie: https://bit.ly/kindernothilfe_coronastudie  

 

Bewerbungsstart für Kindernothilfe-Medienpreise

Duisburg, 19. Januar 2021 - Auch in diesem Jahr schreibt die Kindernothilfe wieder zwei Medienpreise für Kinderrechte aus: Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz können sich ab jetzt bis zum 31. Mai bewerben. Die Preisverleihung findet im Herbst 2022 in Berlin statt.  

Der „Preis der Kinderjury“ richtet sich an Medienschaffende, deren Print/Online-, TV- oder Hörfunkbeiträge für Kinder und Jugendliche im Jahr 2021 veröffentlicht wurden. Eine Kinderjury entscheidet über die Gewinnerbeiträge und die Verteilung des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. 

Medienpreis-Verleihung 2021 in Berlin - Foto: Ralf Krämer/Kindernothilfe


Zum zweiten Mal vergibt die Kindernothilfe den „Story-on-Stage“-Preis. Journalistinnen und Journalisten können sich dafür mit ihrem in 2021 veröffentlichten Print/Online-, TV- oder Hörfunkbeitrag bewerben. Ein Kuratorium entscheidet über die beste Story, die mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro belohnt wird.

Das Besondere: Die Gewinnerin/der Gewinner spricht am Abend der Preisverleihung über die Geschichte hinter der Geschichte. Die Preisgelder werden von Unterstützern zur Verfügung gestellt. Weitere Infos und die Anmeldungen zum Preis der Kinderjury und für den Story on Stage gibt es unter: www.kindernothilfe.de/medienpreis  

 

Online-Event - Kindernothilfe Neujahrslauf: 400 Teilnehmende laufen für Kinderrechte

Duisburg, 13. Januar 2021 - Der 3. Kindernothilfe Neujahrslauf fand dieses Jahr aufgrund der Coronapandemie ausschließlich virtuell statt. 400 Läuferinnen und Läufer aus Deutschland und anderen Ländern setzten mit ihrer Teilnahme ein Zeichen für Kinderrechte.

Foto vom Neujahrslauf 2019 - Quelle: Ludwig Grunewald/Kindernothilfe


„Das ist ein tolles Ergebnis“, so Vorstandsmitglied Jürgen Borchardt, „wir danken allen Teilnehmenden, die sich trotz der winterlichen Temperaturen für Kinderrechte sportlich engagiert haben. Das ist ein super Start in das neue Jahr.“ Die Spenden fließen in die weltweite Projektarbeit der Kindernothilfe.  In der ersten Januarwoche konnten die Teilnehmenden ihre Kilometer laufen, walken oder joggen und online eintragen. Aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich und sogar Italien haben Engagierte mitgemacht. In den vorgegebenen max. 90 Minuten schaffte Teilnehmer Stephan Rieger 25 Kilometer. Teilnehmerin Jutta Jopke-Schärzle legte 20 Kilometer zurück.

Mit Kindernothilfe-Botschafterin und Journalistin Sabine Heinrich sowie Schauspielerin Anjorka Strechel, die auf ihren sozialen Netzwerken auf den Lauf aufmerksam machten, gab es auch prominente Unterstützung.  Geplant war eine hybride Veranstaltung des Neujahrslauf. Rund um die Duisburger Regattabahn sollte der analoge Lauf stattfinden.

„Auch wenn wir alle nicht an einem gemeinsamen Ort sein und laufen konnten, zeigt die Teilnehmendenzahl das große Engagement der Menschen, auch in den schwierigen Zeiten“, so Borchardt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Novitas BKK und Eintracht Duisburg e.V.  


 Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fast 2 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). 

 

Kindernothilfe-Neujahrslauf findet nur virtuell statt

Duisburg, 30. Dezember 2021 - Aufgrund der Entwicklung der aktuellen epidemiologischen Lage findet der Kindernothilfe-Neujahrslauf in diesem Jahr nur virtuell statt. „Es ist sehr schade, dass wir die Präsenzveranstaltung am 8. Januar an der Regattabahn in Duisburg absagen müssen, aber Sicherheit und Gesundheit haben für uns höchste Priorität“, sagt Angelika Böhling, Pressesprecherin der Kindernothilfe. Anmeldungen für den virtuellen Neujahrslauf sind weiterhin möglich auf www.Kindernothilfe-Neujahrslauf.de.

Der virtuelle Kindernothilfe-Neujahrslauf hat auch viele Vorteile, denn er lässt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr Luft, wann und wo sie sich bewegen: Nach der Anmeldung können Kinder und Erwachsene in der Zeit vom 1. Januar bis zum 8. Januar 2022 um 18 Uhr an einem Ort ihrer Wahl bis zu 90 Minuten laufen, walken oder gehen (mindestens aber 2,5 Kilometer), ihre Zeit erfassen und auf der Seite des Kindernothilfe-Neujahrslaufs hochladen.

„Viele Menschen haben zu Beginn des Jahres gute Vorsätze. Da kommt der Neujahrslauf gerade richtig: bewegen und sich gleichzeitig für Kinderrechte engagieren. So fängt das Jahr trotz einiger Einschränkungen doch gut an“, so Böhling weiter. Die Anmeldegebühr beträgt 10 Euro, inkl. Spende, einer Startnummer und Urkunde zum Ausdrucken für zu Hause. Eine Medaille kann optional dazu gekauft werden. Jede zusätzliche Spende für den weltweiten Einsatz für Kinderrechte ist herzlich willkommen. Die Spenden fließen in die Projektarbeit der Kindernothilfe. Anmeldungen, die bereits für die Präsenzveranstaltung eingegangen sind, gelten automatisch auch für den virtuellen Neujahrslauf. Unterstützt wird die Veranstaltung von Novitas BKK und Eintracht Duisburg e.V. Anmeldungen sind weiterhin möglich unter: www.kindernothilfe-neujahrslauf.de.

 

Die Kindernothilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe für die vom schweren Taifun betroffenen Kinder und ihre Familien auf den Philippinen bereit.

Duisburg, 21. Dezember 2021 - „Wir stehen im engen Kontakt mit unseren lokalen Mitarbeitenden vor Ort, um so schnell wie möglich Hilfe leisten zu können“, so die Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann, „die Kinder und Jugendlichen in den vielen zerstörten Provinzen brauchen dringend Schutz.“  

Taifun Rai wütete auf den Philippinen - Quelle Kindernothilfe


Taifun Rai hat schwere Verwüstungen verursacht. Die Evakuierungszentren in den betroffenen Gebieten sind überfüllt und die Krankenhäuser sowie ländliche Gesundheitsstationen beschädigt. „Die Gesundheit der Kinder ist gefährdet“, berichtet Kindernothilfe-Mitarbeiterin Telay Echano von den Philippinen, „die Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren, und die Schäden an der Infrastruktur und der Landwirtschaft sind extrem. Das Überleben der Kinder steht auf dem Spiel.“ 

Mehr als 12 Millionen Mädchen und Jungen an fast 30.000 Schulen sind von der Katastrophe betroffen. Nun fällt auch der Online-Unterricht aufgrund der fehlenden Internetverbindung aus. „Es fehlen sichere Orte für die Mädchen und Jungen“, ergänzt die lokale Mitarbeiterin. Der Zugang zu Trinkwasser ist aufgrund der beschädigten Wassersysteme eingeschränkt. Die Gemeinden sind von der kommerziellen Wasserversorgung abhängig, die nur für einige Tage ausreichen wird.


Die Kindernothilfe ruft zu Spenden für die weltweite Nothilfe auf.  Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Auf den Philippinen ist sie seit 1978 aktiv und bekämpft aktuell in 24 Projekten schwere Kinderrechtsverletzungen wie Kinderarbeit und Kinderhandel. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.