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Klinikum Duisburg lädt zum vierten Symposium rund um Schwangerschaft und Geburt

Duisburg, 17. April 2015 - Bereits zum fünften Mal lädt Prof. Dr. Markus Schmidt, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Duisburg, zum Duisburger PPP-Symposium (prä-, peri-, postnatal) ein. Am Samstag, den 18. April 2015, dreht sich ab 9.00 Uhr im Landhaus Milser alles rund um vorgeburtliche Diagnostik, die Betreuung von Schwangerschaft und Geburt sowie die Versorgung der Kinder nach der Geburt.

Ein Expertenteam aus dem Klinikum Duisburg sowie namhafte Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet diskutieren mit den nahezu 200 teilnehmenden Gynäkologen, Kinderärzten und Hebammen über aktuelle Themen der Geburtshilfe und Perinatalmedizin.  
Schwerpunkte der diesjährigen Veranstaltung sind Themen wie Infektionen in der Schwangerschaft und deren Gefahr für kindliche Schäden. Ebenso erfolgt ein Expertenaustausch über die Diagnostik und Therapie der Blutarmut -Anämie- während der Schwangerschaft und um die Diskussion der möglicher Folgen. Schließlich steht das Thema Geburtseinleitung auf dem Programm. Ein Thema, das weltweit zunimmt und dem damit eine immer größere Bedeutung zukommt.  

„Der kollegiale Austausch zwischen Klinikärzten, niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sowie den Hebammen liegt uns sehr am Herzen“, so Prof. Schmidt. Ein gut funktionierendes Netzwerk am Perinatalzentrum des Klinikum Duisburg ermögliche gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen eine optimale Betreuung auch von Hochrisikoschwangerschaften.
Dabei sei eine diagnostische und medizinische Rundumbetreuung der Frauen und Familien auf hohem Niveau oberstes Ziel. Die enorme Resonanz der Anmeldungen für diese zertifizierte Fortbildung zeige, dass man diesbezüglich auf einem guten Weg sei.

Patientenforum im Bethesda Krankenhaus – Schmerzen bei Rheuma lindern

Duisburg, 16. April 2015 - In Deutschland leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung an entzündlichen Gelenkerkrankungen und in Folge dessen unter chronischen Schmerzen. Bei einzelnen Gelenken können diese Beschwerden oft mit konventionellen Schmerzmedikamenten, Kortison und anderen Therapien nicht vollständig behandelt werden. Rechtzeitige medikamentöse und physikalische Therapie sowie Bewegungstraining sind wirksame Methoden, um der Gelenkzerstörung bei Rheuma vorzubeugen.
Dennoch bleibt nicht selten die Entzündungsaktivität in einzelnen Gelenken bestehen. Eine sehr wirksame Methode, um die Entzündung zu bekämpfen, ist die Radionuklidtherapie. Rechtzeitig angewendet kann diese Behandlung Zerstörungen verhindern und helfen, Gelenke erhalten. Die Durchführung der Radionuklidtherapie gleicht einer Gelenkpunktion. Sie ist schmerzarm und lässt sich ambulant durchführen.  
Thema des Patientenforums im April wird „Radionuklidtherapie: Schmerzen bei Rheuma lindern!“ sein.  Referent Dr. Jamshid Farahati, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Bethesda Krankenhaus. Er wird Behandlungsmethoden vorstellen, erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 21. April um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Kampf gegen neue Keime

Duisburg, 15. April 2015 - Jahrzehntelanger, oft sorgloser Umgang mit Antibiotika hat zum Entstehen von Keimen geführt, die gegen viele herkömmliche Arzneimittel resistent sind. Im Bethesda Krankenhaus wird das Thema in einer Ausstellung über Bakterien, Infektionskrankheiten und schützende Hygienemaßnahmen angesprochen.
Diese Aktion richtet sich an Besucher und Patienten. Die Ausstellung beschreibt, welche Rolle Bakterien für die Evolution und für das menschliche Immunsystem spielen, in welchen Fällen sie Krankheiten auslösen können und wie die Wissenschaft sie erstmalig entdeckt hat. Die Schau stellt die medizingeschichtliche Bedeutung von Antibiotika heraus, thematisiert aber auch die Probleme der heutigen Behandlung in Krankenhäusern.

„Hygiene ist ein zentraler Bestandteil von ärztlichen und pflegerischen Tätigkeiten. Damit auch die Patientinnen und Patienten ihren Teil dazu beitragen können, die Übertragung von multiresistenten Erregern zu verhindern, ist es wichtig, sie zu informieren und zu sensibilisieren“, erklärte Prof. Dr. Dietmar Simon, Chefarzt der Allgemeinchirurgie und Ärztlicher Direktor.

Weil das Desinfizieren der Hände eine zentrale Schutzmaßnahme ist, um die ungewollte Verbreitung krankmachender Keime in Krankenhäusern zu verhindern, gehört zu der Ausstellung auch ein freiwilliger Selbsttest. An einer Infosäule können sich alle Interessierten mit einer Testflüssigkeit die Hände desinfizieren und dann unter einer speziellen UV-Lampe kontrollieren, ob sie das Testmittel korrekt und flächendeckend aufgetragen haben. 
„Zu unseren umfangreichen Schutzmechanismen gehören zum Beispiel regelmäßige Schulungen, Kontrollgänge, Laboruntersuchungen, aber auch der Austausch mit den Gesundheitsämtern und in regionalen Netzwerken. Bei Krankenhaushygiene und Infektionsschutz wollen wir keine Kompromisse eingehen!", erklärt Dr. Dietmar Kumm, Chefarzt der Orthopädie und Hygienebeauftragter Arzt.

Die landesweite Initiative soll die Öffentlichkeit über die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge aufklären und auch Hinweise geben, wie Krankenhauspatienten und -besucher selbst zur Prävention beitragen können. Die Aktion läuft noch bis zum 24. April und ist im Foyer des BETHESDA- Krankenhauses zu sehen.

 


Der ärztliche Direktor Prof. Dr. Dietmar Simon (li), der hygienebeauftragte Arzt Dr. Dietmar Kumm (re) und Hygienefachkraft Frank Welbers (Mitte) zeigen an der Infosäule den Selbsttest zur Händedesinfektion. 

Komplextherapie für ein selbstständiges Leben im Alter

Vortragsreihe der Großen Kommunalen Gesundheitskonferenz

und dem Klinikum Duisburg

Duisburg, 11. April 2015 - Einen gemeinsamen Informationsnachmittag für medizinische Laien bieten der Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau/Bissingheim, die Kommunale Gesundheitskonferenz und das Klinikum Duisburg am Dienstag, 14. April 2015, von 16.00 bis 17.30 Uhr zum Thema „Komplextherapie für ein selbstständiges Leben im Alter“, im Katholischen Gemeindezentrum Wedau, Kalkweg 189, an.    


Auch im Alter mobil und selbstständig zu bleiben, ist ein Wunsch, der sich leider nicht für alle älteren Menschen erfüllt. Häufig beendet ein unglückliches Sturzereignis abrupt eine aktive Lebensphase und zieht für die Betroffenen eine erhebliche Einschränkung ihrer Mobilität und damit ihrer Lebensqualität nach sich. Jährlich erleiden zirka 120 Tausend Menschen durch einen unglücklichen Sturz eine Hüftfraktur. Davon sind 90 Prozent älter als 65 Jahre und mindestens die Hälfte der Betroffenen erlangen ihre ursprüngliche Beweglichkeit nicht zurück, jeder Fünfte wird sogar pflegebedürftig. Dies zeigt, dass vor allem mit zunehmendem Alter die Sturzgefahr erheblich steigt.

 

Wo liegen die Ursachen und was kann man tun, um diese Entwicklung zu vermeiden?
Für Sturzereignisse sind in einigen Fällen äußere Umstände verantwortlich, wie zum Beispiel schlechtes Schuhwerk, ein unebener Fußboden oder andere Hindernisse, sowie eine unzureichende Beleuchtung. Viel häufiger, nämlich in 90 Prozent der Sturzereignisse, liegen so genannte innere Ursachen vor. Hier sind Schwindel, Gangunsicherheit, zunehmender Muskelabbau, Schwäche oder erhebliche Sehbehinderungen zu nennen.
Aber auch Erkrankungen wie Demenz, Parkinson oder Schlaganfall und auch der Einfluss von Psychopharmaka vergrößern nicht nur das Sturzrisiko erheblich, sondern es kommt zusätzlich zu einer Verschlechterung der Alltagskompetenz.

Hier muss eine gezielte Diagnostik und Therapie abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten erfolgen, um den Erhalt oder die Wiedererlangung von Mobilität, Selbstständigkeit und damit auch eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Daher gilt die Komplextherapie, die eine medizinische und pflegerische Versorgung mit einem intensiven Therapiekonzept verbindet, heute als wichtiger Bestandteil des Geriatrischen Konzeptes für Patienten, die bereits wegen eines Sturzereignisses im Krankenhaus behandelt werden. Verbunden mit einer anschließenden Mobilisierung durch Physiotherapie und Ergotherapie während eines Tagesklinik-Aufenthaltes, können ältere Menschen ihre Sicherheit im Alltag und damit ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität wieder erlangen.
Zur Vorbeugung von Stürzen sollten ältere Menschen regelmäßig etwas für ihre körperliche Fitness tun, denn erwiesenermaßen hilft Ausdauer- und Krafttraining, Muskulatur aufzubauen und damit das Risiko für Stürze deutlich zu vermindern.

Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung stehen Dr. Wolfrid Schröer und Therapeut Valeri Schiller im Anschluss an den Vortrag gerne zur Beantwortung individueller Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme ist für alle Interessenten kostenlos.

Amerikanischer und griechischer Generalkonsul überreichen Herzkissen an das Brustzentrum im Bethesda Krankenhaus

Duisburg, 1. April 2015 - Hoher Besuch im Bethesda Krankenhaus: Am vergangenen Freitagnachmittag empfingen Dr. Björn-Wieland Lisboa, Chefarzt der Frauenklinik II und Leiter des Brustzentrums Rhein-Ruhr und sein Team, Vertreterinnen des American Woman s Club of Düsseldorf, den amerikanischen Generalkonsul Stephen A. Hubler und seinen griechischen Kollegen Grigorios Delavekouras, um die „Herzen“ gegen Schmerzen in Empfang zu nehmen.

Viele Frauen sind von Brustkrebs betroffen, denn das sogenannte Mammakarzinom ist einer der häufigsten Krebserkrankungen. Pro Jahr erkranken daran allein 72.000 Frauen in Deutschland, so die Angaben des Robert-Koch Institutes.

400 Herzkissen wurden deshalb jetzt gemeinsam von der Firma Coco Mat und dem American Women's Club of Düsseldorf (AWCD) gespendet. Coco Mat, ein aus Griechenland stammender auf Naturstoff spezialisierter Matratzenhersteller, spendete den Ökotex zertifizierten Stoff. 15-20 Frauen des AWCD trafen sich regelmäßig um in netter Atmosphäre den Stoff zu schneiden, nähen und zu füllen.  

In jedem einzelnen Gespräch freuten sich alle Beteiligten über die Aktion und den guten Zweck der dahinter steht. „Für uns ist es ein sehr große Ehre das Projekt mit unseren Stoffen zu unterstützen“, sagt Magda Lykopoulou, Filialleiterin von Coco Mat in Düsseldorf. 
Auch die Generalkonsulate setzten mit ihrem Besuch ein Zeichen. Denn das Projekt ist eine internationale Zusammenarbeit - der Stoff kommt aus Griechenland, die „Näherinnen“ aus den USA und die meisten Betroffenen aus Deutschland. So fließen die Grenzen für den guten Zweck ineinander. „Wir unterstützen immer wieder gerne internationale Projekte“, sagt Stephen A. Hubler, Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika.
„An diesem Projekt war meine Ehefrau sogar persönlich beteiligt und hat auch selber Kissen genäht. Jetzt ist es schön zu wissen, dass anderen Frauen dadurch geholfen wird.“ 
Auch Kiki Ragab, stellvertretende Präsidentin des American Women's Club of Düsseldorf hat sich an der Anfertigung beteiligt, denn ihr Motto lautet: „If you can - you must!“ - Und damit motiviert sie immer mehr Frauen, sich dem Verein und dem guten Zweck anzuschließen. Herzförmige Kissen für Krebspatientinnen herzustellen ist keine Modeerscheinung, sondern hat Tradition: Das „Heart Pillow Project“ nahm seinen Anfang in den USA und ist seit einigen Jahren auch in Deutschland bekannt.
Die Kissen sind nicht nur ein Symbol, das die erkrankten Frauen aufmuntern soll, sie erweisen sich auch als wertvoller Gesundheitsdienst.
Unter Brustkrebs leidende Patientinnen nutzen sie, um nach der Operation den Wundschmerz zu lindern. Das speziell geformte Herz mit extra langen Ohren können die Frauen unter die Achsel legen, um den Druckschmerz von der OP-Narbe abzumildern.
Viele Patientinnen nehmen das Kissen auch nach der OP mit nach Hause. Sie nutzen dann das farbenfrohe Kissen zum Teil ein bis zwei Jahre. Bezahlen müssen die Patientinnen für das Kissen nichts – es ist ein Geschenk.
„Die Kissen sehen nicht nur aus wie Herzen, sie kommen auch von Herzen und sind ein Symbol dafür, dass die Patientinnen mit dieser Erkrankung nicht alleine dastehen.“, sagt Dr. Björn-Wieland Lisboa, Leiter des Brustzentrums und Chefarzt der Senologie.

Konzentrierte Kompetenz

Im zertifizierten Brustzentrum Rhein-Ruhr des Bethesda Krankenhauses kümmern sich erfahrene Mediziner aus unterschiedlichen Fachrichtungen und speziell ausgebildete Pflegekräfte um die Patientinnen. Pro Jahr werden über 400 neu an Brustkrebs erkrankte Patientinnen operiert. Insgesamt gibt es mehr als 1000 Brustoperationen jährlich. Das Brustzentrum Rhein-Ruhr ist seit Januar 2005 vom Land Nordrhein-Westfalen anerkanntes Brustzentrum. 2007 fand die erste Zertifizierung statt, seither wurde das Zentrum alle drei Jahre erfolgreich rezertifiziert. 

Bei der Übergabe der 400 Herzkissen freuten sich alle Beteiligten über die tolle Aktion. Foto: BETHESDA

Klinikum Niederrhein investiert 130 Millionen - Grundstein für neues Herzzentrum gelegt, das ab 2018 in Betrieb gehen soll

Links zeigt sich das Herzzentrum, rechts der Verwaltungstrakt

 

Grundsteinlegung für 130-Millionen-Projekt in Duisburg-Fahrn

Duisburg-Fahrn, 24. März 2015 -  Klinikum Niederrhein-Aufsichtsratvorsitzender Prof. Dr. Ekkhard Schulz - ehemals Thyssen-Chef - begrüßte die rund 100 Gäste nebst OB Sören Link und nannte beeindruckende Fakten

Meine sehr verehrten Damen und Herren,  ich begrüße Sie im Namen des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung des Evangelischen Klinikums Niederrhein hier im Krankenhaus Duisburg Nord anlässlich der Grundsteinlegung  für das neue Herzzentrum. Wir freuen uns, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt   sind. Ein besonderer Gruß gebührt unserem Oberbürgermeister Sören Link, den ich herzlich willkommen heiße.    
Es ist jetzt 43 Jahre her, dass 1972 die Evangelischen  Krankenanstalten Duisburg-Nord an diesem Standort eröffnet wurden. Damals mit 466 Betten und den Hauptabteilungen für Chirurgie, Innere Medizin, Augenheilkunde, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Anästhesie- und Intensivpflege und Radiologie. In diesem ersten Jahr wurden auch bereits die ersten Schwerpunkte für Herz- und Lungenkrankheiten an der Chirurgischen und Medizinischen Klinik gebildet.  

Ein Jahr später, also 1973, wurde der Neubau für die Krankenpflegeschule mit 150 Ausbildungsplätzen fertig gestellt. Im selben Jahr erfolgte die Zusammenführung der beiden Medizinischen Kliniken und der Aufbau der Teilgebiete Kardiologie und Lungen- und Bronchialheilkunde. 1975 wurde die Kardiologie selbständig und bildete die erste Kardiologische Klinik in Nordrhein-Westfalen außerhalb der  Universitätskliniken. Ebenfalls 1975 wurde die Neurologische  Klinik mit 60 Betten eröffnet. Auch weitere Krankenhäuser kamen hinzu:  
1977 wurde das Johanniter Krankenhaus in Oberhausen-Sterkrade übernommen, 1988 kam das damalige Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus in Meiderich hinzu, das in ein Herzzentrum umgewandelt wurde und zu guter letzt komplettierte 1996 das   Evangelische Krankenhaus Dinslaken den Verbund zum heutigen   Evangelischen Klinikum Niederrhein.  
Neben zahlreichen weiteren Entwicklungen, die hier aufzuzählen den Rahmen sprengen würde, hat der Aufsichtsrat   im November 2010 einstimmig die Verlagerung des Herzzentrums   nach Duisburg Fahrn beschlossen. Damit einher geht die umfassende Sanierung dieses Standortes. Durch diese Maßnahmen werden sowohl die optimale Versorgung der Patienten als auch verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter ermöglicht.
Mit dieser Entscheidung reagieren wir auch auf Veränderungen im Gesundheitsmarkt und sorgen somit für eine stabile Aufstellung des Verbundes in der Zukunft. Mit der Zusammenlegung der beiden Häuser können Wege   optimiert, Disziplinen verzahnt und zentrale Bereiche interdisziplinär genutzt werden.
Der neue Klinikkomplex wird dann rund 600 Betten vorweisen. Seit der Entscheidung zur Zusammenlegung der beiden Betriebsteile sind bereits über 30 Millionen Euro investiert worden:
Im Juli 2011 konnten als Auftakt des Bauprojektes 4 neue interdisziplinäre OP-Säle eingeweiht werden. Mit den bereits 1990 gebauten 3 Sälen bilden diese neuen OP-Säle nun einen zentralen OP-Trakt von rund 1.900 Quadratmetern   Nutzfläche. Weitere Säle werden noch für die Herzchirurgie hinzu kommen.
Des weiteren sind bereits drei Stationen hier komplett neu gebaut worden. Ein weiterer großer Schritt in unserem Bauprojekt wurde im Juni 2012 getan:  
Unsere neue Cafeteria für Mitarbeiter, Patienten und Besucher konnte eröffnet werden, mit einem künstlerisch gestalteten, gemütlichen Ambiente und einer großzügigen Terrasse.
Mittlerweile steht auch der Rohbau für die neue Verwaltung als weiteres Element der neuen Struktur des Standortes. Kommen wir nun zum aktuellen Bauabschnitt unseres Großprojektes, dem Neubau des Funktionstraktes: Hier entsteht die neue Heimat des Herzzentrums! Wie Sie sehen, ist bereits ein riesiges Loch von rund 30 Metern Breite und 80 Metern Länge ausgehoben worden.
In dem 3-geschossigen Neubau werden im Untergeschoss Technikbereiche   entstehen, die Notarztwache untergebracht und die neue Energieversorgung errichtet. Ebenso finden hier die Zentralsterilisation, das Zentrallabor und die Kardiotechnik ein neues Zuhause.    
Im Erdgeschoss werden die Zentrale Notaufnahme und der klinische Arztdienst der Chirurgie untergebracht. Dazu kommen eine integrierte Notaufnahme für Patienten mit Brustschmerz – die sogenannte Chest Pain Unit - für die Kardiologie und zwei Intensiv- bzw. Überwachungsstationen mit je 18 Betten.  
Weitere Intensiv- und Überwachungseinheiten entstehen im 1. Obergeschoss. Ebenso wird hier die Kinderkardiologie mit Intensivbetten und Normalbetten, Rücken an Rücken mit einer Normalstation mit insgesamt 40 Betten für Kardiologie und  Kardiochirurgie beheimatet sein.
Im 2. Obergeschoss entstehen dann eine weitere Normalstation mit 40 Betten und eine Wahlleistungsstation mit 28 Betten für die Kardiologie und Kardiochirurgie. Allein in diesem Jahr 2015 werden dafür zusätzlich 25 Millionen Euro investiert, Aufträge in Höhe von 67 Millionen sind bereits auf den Weg gebracht.  
Im Anschluss an diese Grundsteinlegung wird noch das Richtfest für das neue Verwaltungsgebäude erfolgen. Hier wird auch die Krankenpflegeschule untergebracht und damit die Anforderungen an einen modernen Aus- und Fortbildungsbetrieb erfüllt. Außerdem wird hier mit Räumlichkeiten für Patienten- und Ärzteveranstaltungen für bis zu 200 Personen eine weitere Lücke an diesem Standort geschlossen.  
Ich bin der Überzeugung, dass wir trotz des ökonomischen Druckes im Gesundheitswesen hervorragend aufgestellt sind und hoffnungsfroh in die Zukunft blicken können. Wir alle wissen, dass der Versorgungsbedarf in unserer Region, in der die Menschen immer älter werden, zunehmen wird.
Dem gegenüber wird das Land auch zukünftig nicht in der Lage sein, mehr Gelder für Krankenhäuser zur Verfügung zu stellen. Wir stellen uns dieser Herausforderung und sind als Träger bereit, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten über 130 Millionen Euro zu investieren in eine Einrichtung, die in dieser Form eines Herz- Gefäß- und Kopfzentrums in Nordrhein- Westfalen und auch in Deutschland ihresgleichen suchen wird.

Neben dem Festakt auch die Formalie zur Grundsteinlegung

Fotos Klinikum Niederrhein

Die Grundsteinlegung - im wahrsten Sinn des Wortes


Ambulanter ärztlicher Notdienst: Kammer sieht weiteren Gesprächsbedarf  

Düsseldorf/Duisburg, 22. März 2015 - Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein lehnt die von der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein beschlossene Notdienstreform in der Fassung vom 11. Februar 2015 ab. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Delegierten heute (Samstag, 21. März) in Düsseldorf.  
„Gewachsene Strukturen der Notfallversorgung im Kammerbereich Nordrhein, die sich bewährt haben und funktionieren, müssen erhalten bleiben“, heißt es darin. Die Reform müsse sich darauf beschränken, Lösungen für die Regionen zu finden, in denen die Versorgung nicht ausreichend gewährleistet ist, ohne dabei funktionierende Strukturen zu belasten.  
In einem weiteren Antrag betonen die Delegierten, dass eine Neuorganisation des Bereitschaftsdienstes, der von „vorneherein viele Betroffene außen vor lässt“, seitens der Ärztekammer nicht mitgetragen werden könne. Die Kammer biete der KV Nordrhein deshalb an, unter Berücksichtigung der den beiden Institutionen vorliegenden Daten eine umfassende, zukunftsfähige Organisationsreform mit zu entwickeln.  
Die Bürger wollten sich auch in Zukunft darauf verlassen können, dass in zumutbarer Entfernung in der bewährt hohen Qualität die notwendige ärztliche Versorgung zur Verfügung steht. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erwarteten für ihr hohes Engagement eine effektive und effiziente Organisation des Notfalldienstes, bei leistungsgerechter Honorierung.   Sie wollten darüber hinaus in die Planungen einbezogen werden, verabschiedeten die Delegierten einen weiteren Antrag. Darin heißt es weiter, dass die Klinikärzte ihre Arbeit in der stationären Notfallversorgung weiterhin konzentriert wahrnehmen können möchten, ohne dass es zu einer Mehr- oder sogar Überlastung durch die Versorgung ambulanter Notfälle kommt. Gemeinsam wünschten sich Niedergelassene und Krankenhausärzte schließlich mehr Kooperationsmöglichkeiten.  
Die Kammerversammlung forderte den Kammervorstand auf,  
·       sorgfältig zu prüfen, welche Änderungen sich aus den von der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am 11. Februar 2015 gefassten Beschlüssen und deren weiterer Konkretisierung im Einzelnen für die Gemeinsame Notfalldienstordnung von Ärztekammer Nordrhein und Kassenärztlicher Vereinigung Nordrhein und für die Organisationspläne in den einzelnen Kreisstellen ergeben würden,
·       die Auswirkungen dieser Änderungen auf die Erreichbarkeit und die Versorgungskapazität des allgemeinen wie des fachärztlichen ambulanten ärztlichen Notfalldienstes in den einzelnen Regionen zu analysieren,
·       Dienstbelastung und Kostenfolgen für die ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte zu bewerten,
·       die Konsequenzen für die Inanspruchnahme der Notfallambulanzen der Krankenhäuser sowie des öffentlichen Rettungsdienstes zu prüfen,
·       regionale Besonderheiten in die Bewertung einzubeziehen und dabei die Einschätzung der Kreisstellenvorstände und Bezirksstellenausschüsse zu berücksichtigen,
·       die Wirtschaftlichkeit veränderter Strukturen zu bewerten und dabei zu berücksichtigen, dass Verlagerungseffekte, die zu einer Schwächung der Regelversorgung führen würden, vermieden werden müssen. In diesem Zusammenhang sind auch die am 1. April 2015 in Kraft tretenden Änderungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab zu berücksichtigen.  
Die Delegierten beauftragten den Vorstand der Kammer, gemeinsam mit den Bürgermeistern und Landräten sowie Kommunal- und Landespolitikern in einer konzertierten Aktion auf die Krankenkassen einzuwirken, eine kostendeckende Vergütung für den Betrieb der Notfallpraxen in NRW zu zahlen. Der Notfalldienst, so die Delegierten in einem weiteren Beschluss, sei hierzu aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung auszugliedern. Vertraglich sei, mindestens in der bisherigen Höhe, eine feste Vergütung in Euro und Cent als Einzelleistung zu vereinbaren.  

 

Ärzte in Nordrhein-Westfalen rufen zum Impfen auf  
Die Ärztekammer Nordrhein (ÄKNo) hat alle Eltern dazu aufgerufen, ihre Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts impfen zu lassen. Vor dem Hintergrund des aktuellen Masernausbruchs mit über 1.000 Erkrankten bundesweit und dem tragischen Maserntod eines Kleinkindes in Berlin sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, vor dem Landesparlament der rheinischen Ärzte: „Impfungen sind ein Segen und schützen unsere Kinder und uns selbst vor gefährlichen Krankheiten.“
Henke appellierte an die Erwachsenen, auch ihren eigenen Impfstatus überprüfen zu lassen und versäumte Impfungen nachzuholen. „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, wie viele glauben. Vielmehr können sie bei Komplikationen im Krankheitsverlauf auch für Erwachsene lebensgefährlich werden“, sagte Henke auf der Kammerversammlung der rheinischen Ärzteschaft in Düsseldorf. Impfungen sind nach seinen Worten in der Regel gut verträglich, schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen dagegen sehr selten.   

 

Gesundheitstreff Mitte    
Die Gesundheitskonferenz lädt am Mittwoch, 25. März, um 15 Uhr im AWO Begegnungs- und Beratungszentrum an der Karl-Jarres-Straße 100 in Duisburg-Hochfeld  zum Gesundheitstreff ein. Dr. med. Christoph Altmann, Kardiologe und Arzt für Pneumologie und internistische Intensivmedizin, im Klinikum Duisburg informiert zu dem Thema „Bluthochdruck, was ist zu tun?“. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Themen und Termine gibt es unter
www.gesundheitskonferenz-duisburg.de.

Benefizgala gegen Darmkrebs

Duisburg, 22. März 2015 - Die Vorbereitungen für die erste Benefizgala „Duisburg gegen Darmkrebs“ laufen auf Hochtouren. Am 28. März 2015 startet ab 16.00 Uhr im Opernfoyer des Stadttheaters Duisburg ein exklusives Unterhaltungs- und Showprogramm moderiert vom prominenten TV-Nachrichtensprecher Jan Hofer im Kampf gegen den Darmkrebs in unserer Stadt. Hofer wird mit Showacts wie beispielsweise Jazzsängerin Judy Rafat und Kabarettist Prof. Okko Herlyn, gespickt mit Tatsachenberichten von Patienten und Medizinern zum Kernthema „Darmkrebs“, durch das Programm führen.
„Mit all seinen Tiefen, seinen Höhen ….“, um einleitend die Fassade unseres Duisburger Stadttheaters zu zitieren, spielt sich sicherlich erst recht das Leben mit einer solchen Krankheit ab. Das Programm dieser Premiere-Gala hat auch Symbolcharakter. Konzipiert als unterhaltsames, aber auch informatives, nachdenkliches bis ernstes, dann fröhliches und humorvolles Debüt, werden sämtliche Stimmungen – wie im wahren Leben schließlich auch – an dem Abend ihren Platz finden. Ebenso lebendig - leise bis laut -, wenn der „schnellste Xylophonist des Universums“, Dirk Scheffels, mit über 1.000 Beats in der Minute die Gäste im schönen und feierlichen Opernfoyer begeistern darf.

Gute Laune soll nicht zuletzt die Tombola verbreiten. Wertvolle Preise warten auf die Gäste am 28. März 2015 sowie ein hochwertiges Buffet aus Meisterhand. Wer zukünftig die Aufklärungsarbeit für die Bürger unserer Stadt Duisburg hinsichtlich der Darmkrebsvorsorge und den Umgang mit der Krankheit unterstützen möchte, sollte sich rasch eine Benefizkarte (Preis: 98 €, inklusive Sektempfang, Buffet Programm) unter der Telefonnummer: 0172/7300618 oder E-Mail: monika.scharmach@t-online.de sichern.       

Der gemeinschaftlich gegründete Verein „Duisburg gegen Darmkrebs e.V.“ ist ein Zusammenschluss aus medizinischen Experten unserer Stadt und weiteren Kooperationspartnern und Unterstützern. Ziel von „Duisburg gegen Darmkrebs“ ist es, die Sterbefälle an Darmkrebs in unserer Stadt deutlich zu verringern. Denn keiner anderen Krebsart kann durch die Vorsorgeuntersuchung (Darmspiegelung) so gut vorgebeugt werden wie dem Darmkrebs. Hier steht ganz klar der Unterschied zwischen Vorsorge und der Früherkennung! Doch den meisten Menschen ist dies nicht bewusst.
Immer noch erkranken an keiner anderen einzelnen Krebsart so viele Menschen wie an Darmkrebs. In Duisburg wird jedes Jahr ca. 500 Mal die Diagnose Darmkrebs gestellt und 200 Menschen unserer Stadt versterben an diesem Tumorleiden. Deutschlandweit sind jedes Jahr rund 63.000 Frauen und Männer betroffen und ca. 26.000 sterben daran. Das müsste nicht sein! Denn Darmkrebs bildet vor seiner Entstehung Vorboten, sogenannte Polypen. Werden diese bei einer Vorsorgedarmspiegelung entdeckt und abgetragen, kann der Ausbruch von Darmkrebs verhindert werden. Doch diese (für eine vorsorgliche Darmspiegelung) entscheidende Information kennen längst nicht alle Bürger unserer Stadt.
Hier will der Verein „Duisburg gegen Darmkrebs“ kostenlos aufklären - in Unternehmen und Betrieben, in Krankenhäusern und sonstigen Instituten und Einrichtungen.
Wer den Verein für die Aufklärungsarbeit in unserer Stadt mit einer Mitgliedschaft (25 € / Jahresbeitrag) unterstützen möchte, kann sich gerne ebenfalls an die Rufnummer: 0172/7300618 oder Email:
monika.scharmach@t-online.de wenden.


Foto Sandra Kalkmann

Patientenforum im Bethesda Krankenhaus  

Duisburg, 17. März 2015 - Jährlich erkranken in Deutschland über 70.000 Menschen an Darmkrebs, knapp 30.000 von ihnen sterben daran. Darmkrebs ist in Deutschland sowohl bei Männern als auch bei Frauen die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen. Doch trotz der alarmierenden Zahlen ist Darmkrebs bei uns immer noch ein Tabuthema. Dabei können zum Beispiel Polypen direkt im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt und Darmkrebs frühzeitig erkannt werden.
Ab dem 50. Lebensjahr wird eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung empfohlen. Wird ein Darmkrebs erkannt, können Tumore mit Hilfe der sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie effektiv entfernt werden. Aber auch bei fortgeschrittener Tumorbildung stehen effektive Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.
Daher: Vorsorge und Früherkennung retten Leben! Das Patientenforum im Bethesda Krankenhaus bietet Patienten und interessierten Besuchern eine Möglichkeit mit den Ärzten des Hauses ins Gespräch zu kommen. In Vorträgen werden aktuelle Themen aus den medizinischen Fachbereichen vorgestellt und über Neuerungen bei der Diagnose und Therapie unterschiedlicher Krankheitsbilder berichtet.
Thema des Patientenforums im März wird „Darmkrebs: vorbeugen, erkennen und behandeln!“ sein. Referenten sind Professor Dr. Dietmar Simon, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leiter des Zertifizierten Darmkrebszentrums und PD. Dr. Abdurrahman Sagir, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie. Sie werden Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden vorstellen, erklären und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Der Vortrag findet statt am Dienstag, 24. März um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Gesundheitstreff Mitte    
Die Gesundheitskonferenz lädt am Mittwoch, 25. März, um 15 Uhr im AWO Begegnungs- und Beratungszentrum an der Karl-Jarres-Straße 100 in Duisburg-Hochfeld  zum Gesundheitstreff ein. Dr. med. Christoph Altmann, Kardiologe und Arzt für Pneumologie und internistische Intensivmedizin, im Klinikum Duisburg informiert zu dem Thema „Bluthochdruck, was ist zu tun?“. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Themen und Termine gibt es unter
www.gesundheitskonferenz-duisburg.de.

Mitgliederversammlung der Rheumaliga und Vortrag "sind alternative Heilmethoden in der Rheumatologie sinnvoll?" - von Harald Jeschke

Duisburg, 9. März 2015 - Im Hörsaal des Klinikums Duisburg hielt die Rheumaliga AG Duisburg ihre diesjährige Mitgliederversammlung - ohne Wahlen - ab. Es ging um den Bericht aus der Arbeitsgemeinschaft, den vom Landesverband in Essen vorgegeben Finanzen rund um Wasser- und Trockengymnastikangebote in Duisburg, um die sich die Arbeitsgruppe intensiv kümmert.


Im gut besuchten Hörsaal - ganz rechts im Bild Dr. Maria Scholz, ehemalige Rheumatologie-Chefin im Klinikum Duisburg - gab es dann den Vortrag des Essener Rheumatologen Dr. Christof Specker. Er nahm sich viel Zeit allgemein gültige Aussagen von sogenannten alternativen Methoden vorzustellen.

Der Schulmediziner hatte auch ein Fallbeispiel parat, was bei Ausschluss von Entzündungshemmenden Medikamenten und nur einseitige Ausrichtung auf alternative und angeblich schonende Methoden wie anthroposophische - "den Menschen liebend" - durchaus skuril zu nennende Ausmaße annehmen können.

Dr. Christof Specker sprach Klartext

 

Vivare - Gesundheits-Messe-Ruhr im Citypalais - von Harald Jeschke

Duisburg, 7./8. März 2015 - Zwei Tage lang bietet die Gesundheits-Messe-Ruhr  Vivare 2015 ein volles Programm. Direkt nach der Eröffnung gab es Andrang der interessierten Menschen.

Am 7. und 8. März stellen sich Kliniken, Heilpraktiker, Versicherungen, Selbsthilfevereine und viele weitere Aussteller von 11 bis 17 Uhr im CityPalais in der Duisburger Stadtmitte vor. Welche spannenden Themen bei Podiumsdiskussionen und Vorträgen zur Sprache kommen, finden Interessierte ab sofort im Programm zur Messe.

Besucher der Messe können sich an zwei Tagen in kostenlosen Vorträgen und Podiumsdiskussionen von Experten über unterschiedliche Gesundheitsthemen informieren, Fragen stellen und vor Ort Kontakte zu den Einrichtungen knüpfen. Die Themen sind vielfältig: Rückenprobleme, Magen- und Darmkrankheiten, Adipositas, Gelenkschmerzen und Patientenverfügung, um nur einige zu nennen.

 

"Wir haben in diesem Jahr 52 Aussteller. Das sind deutlich mehr als zuletzt", hob

Promoter Frank Oberpichler hervor. Und diese Aussteller, Produkatanbieter und Selbsthilfegruppen boten dem an Gesundheitsprodukten, Hilfeleistungen oder an Informationen  interessierten Bescchern eine ganze Menge.



Zwei Tage volles Programm Rückenschmerzen sind ein weitverbreitetes Leiden – je nach Ursache bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten zur Behandlung.
Was sind Ursachen? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Wie kann ich Rückenproblemen vorbeugen?


Das und vieles mehr diskutieren und beantworten die leitenden Fachärzte der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg, des Evangelischen Klinikum Niederrhein, des Evangelischen Krankenhaus Bethesda sowie des Klinikum Duisburg in der Podiumsdiskussion zum Thema „Rücken“ am Samstag von 13 bis 14 Uhr.

Informationen zum Neurozenrum der Kliniken Duisburg mit Pressesprecherin Ute Kozber

Das therapeutische Angebot des Ernährungs- und Sportprogramm AdiPosiFit richtet sich an übergewichtige Menschen mit einem Body Mass Index von über 40. Hier geht es um mehr als nur Sport und Diät, Teilnehmer des Programms werden von unterschiedlichen Fachleuten, wie z.B. Ernährungsexperten oder Psychotherapeuten, betreut und nehmen unter dieser Begleitung gesund ab. Dr. Andreas Soljan vom Sana Adipositaszentrum NRW spricht in seinem Vortrag von 14 bis 15 Uhr am Samstag über die konservativen und operativen Möglichkeiten bei Übergewicht.


Antworten zu Problemen, Erkrankungen, Therapien und Vorsorge rund um den Verdauungsapparat geben von 15 bis 16 Uhr die leitenden Fachärzte der ausstellenden Kliniken in ihrer Podiumsdiskussion zum Thema „Magen und Darm“. 
Wer hingegen unter Schmerzen am Handgelenk leidet, für den lohnt sich der Vortrag von Dr. Jörn Redeker vom Helios Klinikum Duisburg. Der Chefarzt der Plastischen Chirurgie stellt ab 16 Uhr aktuelle Diagnosen und Behandlungskonzepte vor.

Betroffene können Fragen stellen und mit dem Chirurgen


oder auch mit BGU-Presseprecher Friedhelm Bohla ins Gespräch kommen.  

 

Am Sonntag können sich werdende Mütter erkundigen, worauf sie bei der Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit achten müssen. Von 11 bis 12 Uhr wird Dr. Katrin Marschner, die Chefärztin der Geburtshilfe des Helios Klinikum Duisburg, in ihrem Vortrag auf Tipps und Ernährungsweisen in der Schwangerschaft eingehen. Dr. Jamshid Farahati, Nuklearmediziner des Bethesda Krankenhauses, klärt von 12 bis 13 Uhr in seinem Vortrag Fragen zu Nuklearmedizinischen Diagnostikmöglichkeiten.

Was Human Therapy ist und kann, das erfahren Besucher im Vortrag, der von 13 bis 14 Uhr stattfindet. Petra Droll und Sabine Bongardt stellen die alternative Therapieform für die ganze Familie vor und stehen den Besuchern Rede und Antwort. Im Anschluss von 14 bis 15 Uhr folgt ein Vortrag von Professor Dr. Wilhelm Sandmann, Gefäßchirurg des Evangelischen Klinikum Niederrhein, mit dem Titel „Schlaganfall, nein Danke!“

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Guido Jansen, ehemals Reporter bei radio Duisburg und Hockeyspieler informierte ebenso für Klinikum Niederrhein wie

Gaby Beyer - ganz links im Bild - , früher auch bei Radio Duisburg für den MSV am Mikrofon.

 

Sandmann legt in seinem Vortrag den Schwerpunkt auf die Schlaganfallprävention und erörtert wie man das Schlaganfall-Risiko effektiv minimieren kann. Von 16 bis 17 Uhr spricht Capio-Klinik Oberarzt Dr. Sven Köpnick über das Volksleiden „Krampfadern“, spricht über Therapie- sowie Präventionsmöglichkeiten und stellt sich den Fragen des Publikums.


Neben den Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird es an beiden Tagen eindrucksvolle Kampfsportvorführungen geben, darunter von Mugen Dojo aus Mülheim sowie der Taiwan Do Akademie Duisburg.

Vor und nach den Vorführungen können Interessierte mit den Kampfsportvereinen ins Gespräch kommen. Am Sonntag gegen 16 Uhr klingt die Messe musikalisch mit der Countryband „Freeway Cash“ aus. 

Modelle für die Anfangsübungen zur Ersten Hilfe

Wie gehe ich mit einem modernen Rollstuhl um? Auch dies Frage wurde fachmännisch und vor allem am praktischen Beispiel erläutert.

Wichtige Informationen lieferte Virginia Beil vom Deutschen Rote Kreuz zum Hausnotruf.

Die Rheumaliga AG Duisburg war wie immer auch dabei.

 

52 Aussteller präsentieren sich, ihr Leistungsangebot und ihre Produkte auf der diesjährigen Gesundheitsmesse für die ganze Familie. 

Besucher können kostenlose Serviceleistungen in Anspruch nehmen, darunter z.B. Blutdruckmessung, Massage-Angebote, Körperfettmessung oder Schlaganfall-Risikotest.

Welche Aussteller dazu gehören und was es noch auf der Messe zu entdecken gibt, finden interessierte Besucher unter www.gesundheitsmesse.ruhr.

Messe-Veranstalter ist Durian Geschäftsführer sowie Herausgeber des Gesundheits•Magazin•Ruhr  Frank Oberpichler.

 

Krebsberatung  
Für eine sozialrechtliche Beratung am Dienstag, 10. März, sind noch Termine frei. Dr. phil. Iris Huth, Dipl. Sozialarbeiterin, steht von 15 bis 17 Uhr im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ auf der Schwanenstraße 5-7 in der Innenstadt als Ansprechpartner zur Verfügung. Um eine telefonische Anmeldung in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter (0203) 283-3938 wird gebeten.

 

Sana Kliniken erhalten Mehrheit am Klinikum Duisburg
Überzeugendes Konzept zur Zukunftssicherung des Klinikums  
 

Duisburg, 3. März 2015 - In der Ratssitzung der Stadt Duisburg vom 2. März wurde mehrheitlich der Verkauf weiterer Anteile der Klinikum Duisburg GmbH an die Sana Kliniken AG beschlossen. Die Sana Kliniken AG wird damit zukünftig 99 Prozent der Anteile halten.
Mit diesem Ergebnis bestätigt die Stadt Duisburg ihr Vertrauen in das Konzept zur Zukunftssicherung des Klinikum Duisburg mit seinen beiden Standorten Wedau Kliniken und Bertha Krankenhaus sowie den drei angegliederten Seniorenzentren in Großenbaum, Rheinhausen und Hamborn.  
„Sana hat stets bekräftigt, ohne wenn und aber zum Klinikum Duisburg zu stehen, daher freut sich die Sana Kliniken AG über das entgegengebrachte Vertrauen“, so Thomas Lemke, Vorstand der Sana Kliniken AG und zuständig für die Sana-Region Nordrhein-Westfalen. Jetzt können die hohen Investitionen für die notwendigen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen angegangen werden.
 
Sana garantiert für die Standorte Wedau Kliniken und Bertha Krankenhaus ein Investitionsvolumen von 105 Million Euro für Umbau und Neubau. Außerdem soll das medizinische Leistungsspektrum weiterentwickelt werden. Dies umfasst unter anderem den Ausbau der Zentren-Medizin und eine Ausweitung der Kooperation mit der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik BGU. Patientinnen und Patienten aus Duisburg und der Region werden stark von den verbesserten Abläufen, den neuen Möglichkeiten und dem erhöhten Komfort profitieren.  
Sana garantiert darüber hinaus den Verbleib im Tarifrecht des öffentlichen Dienstes sowie den Bestandsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ebenso wird die weitere Mitgliedschaft im Kommunalen Arbeitgeberverband und in der Zusatzversorgungskasse garantiert.  

In den patientenfernen Bereichen werden Umstrukturierungen notwendig sein, wie sie in den meisten Kliniken in Duisburg, NRW und im Bundesgebiet bereits vor Jahren umgesetzt wurden. Hier sind rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Eine Aussage über die genaue Anzahl der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist erst nach einer genauen Analyse möglich. Erst dann erfolgen Beschlüsse durch die Gesellschafter und Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Für sozialverträgliche Anpassungen richtet Sana hierzu ein Fond von fünf Million Euro ein.  
„Viele Jahre haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere auf eine bauliche Perspektive für das Klinikum gewartet. Jetzt besteht die Möglichkeit, eine der modernsten Kliniken in NRW entstehen zu lassen“, freut sich Geschäftsführer Dr. Stephan Puke. Der Ratsbeschluss ist eine gute Entscheidung für die Bürger aus Duisburg und der Region, für das Klinikum, die Stadt Duisburg und alle am Zukunftsprozess Beteiligten.    

 Klinikum Duisburg
Das Klinikum Duisburg ist ein Krankenhaus im Verbund der Sana Kliniken AG. Als innovatives, patientenorientiertes Krankenhaus der Maximalversorgung und eines der marktführenden Häuser in der Region trägt es mit 678 Betten und seinen 17 Fachabteilungen, vier Instituten, einem angeschlossenen Ärztezentrum sowie dem MVZ Duisburg Süd in hohem Maße zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Duisburg und darüber hinaus bei.
Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg Essen bietet das Klinikum Duisburg eine medizinische Versorgung auf universitärem Niveau. Rund 1.800 Beschäftigte versorgen jährlich mehr als 22.000 stationäre und mehr als 60.000 ambulante Patienten. Besondere Schwerpunkte sind das Neurozentrum, das Onkozentrum sowie das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe.
  

46 % des ärztlichen Personals in Krankenhäusern sind Frauen
Das ärztliche Personal in Krankenhäusern ist zunehmend weiblich: Im Jahr 2013 waren von insgesamt 165 000 Mitarbeitern im ärztlichen Dienst 46 % Frauen. 2004 stellten sie gerade mal 37 % des ärztlichen Krankenhauspersonals. Dies teilt das Statistische Bundesamt aus Anlass des Weltfrauentages am 8. März 2015 mit.

 

Plötzlich sprachlos – Europäischer Tag der Logopädie am 06. März

Duisburg, 2. März 2015 - Die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna macht auf den Europäischen Tag der Logopädie am 6. März aufmerksam, dem der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. das Motto „Plötzlich sprachlos“ vorangestellt hat. Informiert wird über die logopädische Behandlung bei neurologischen Erkrankungen.
Bei Krankheitsbildern wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Demenz oder Parkinson können Sprach-, Sprech-, Schluck- und Stimmstörungen auftreten. Die Betroffenen haben ihre Sprache verloren, werden schlecht verstanden oder haben Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme (
www.dbl-ev.de).  
In der Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen werden die Betroffenen von den Studierenden des Hauses nach einer ausführlichen Diagnostik und Beratung unter fachlicher Aufsicht behandelt. Unter Anleitung der Lehrlogopädinnen wird die Therapie individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten abgestimmt.
Ziel ist es, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern und sie dabei zu unterstützen, ihren Alltag mit ihren sprachlichen Ressourcen zu gestalten. Seit bereits 18 Jahren werden an der Schule Menschen mit Aphasie, Dysarthrie und anderen Kommunikationsstörungen wie Redeflussstörungen oder Poltern behandelt. Ebenso bietet die Schule für Logopädie die Behandlung von Stimmstörungen, funktionalen Schluckstörungen sowie kindlichen Sprach- und Sprechstörungen an.  

Unterstützung für Menschen mit Bluterkrankheit ausgezeichnet
Ganzheitliches Betreuungskonzept macht Patienten stark

Gerinnungszentrum Rhein-Ruhr (GZRR) in Duisburg gewinnt dritten Platz beim PHILOS und erhält 2.500 Euro zur Förderung seiner Patiententreffen als Teil der ganzheitlichen Hämophilietherapie
Leverkusen/Düsseldorf/Duisburg, 26. Februar 2015 -Der mit 2.500 Euro dotierte dritte Platz des PHILOS-Förderpreises geht nach Duisburg. Bayer zeichnet damit das dort ansässige Gerinnungszentrum Rhein-Ruhr GZRR für seine Patiententreffen als Teil der ganzheitlichen Hämophilietherapie aus. Mit ihrer Entscheidung würdigt die PHILOS-Jury, dass das interdisziplinäre Team des Zentrums Patienten mit der seltenen Bluterkrankheit (Hämophilie) auch jenseits der rein medizinischen Versorgung in allen körperlichen und psychischen Belangen optimal unterstützt und ihnen somit zu mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden verhilft.
Die Auszeichnung haben die Ärztin und GZRR-Gründerin Dr. Susan Halimeh und Sozialpsychologin Carola Kindermann – stellvertretend für das GZRR-Team – bei der Preisverleihung in Düsseldorf entgegen genommen. Mit dem PHILOS werden seit 2012 vorbildliche Initiativen gefördert, die von Hämophilie betroffene Familien bei der Bewältigung der Erkrankung unterstützen und dabei besonders die alltäglichen Herausforderungen berücksichtigen.
Deutschlandweit hatten sich Einrichtungen, Selbsthilfegruppen und Vereine um die mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preise beworben. Mit dem für den gemeinnützigen Zweck gebundenen Preisgeld soll die Realisierung oder Fortsetzung der Projekte gesichert werden.

„Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Laborparameter.“ Diese sachliche Erkenntnis von Dr. Susan Halimeh, Ärztin des Gerinnungszentrums Rhein-Ruhr (GZRR), steht für das Konzept der ganzheitlichen Betreuung von Hämophiliepatienten.
Ein zentrales Element dieses Konzepts sind die regelmäßig stattfindenden Patiententreffen. Im Austausch untereinander und mit dem GZRR-Team erfahren die Patienten auch außerhalb der Praxisräume Sicherheit und Rückhalt und werden in ihrer Eigenverantwortung gestärkt. Diese Aufgabe übernehmen Ärzte, Therapeuten und Betreuer gemeinsam:
Sie „empowern“ die Patienten in persönlichen Gesprächen und ermutigen sie, ihre Interessen selbstbestimmt zu vertreten. Junge Patienten, die auf diese Weise
Rückhalt und Ermutigung erfahren, lernen schon sehr früh die  Heimselbstbehandlung, bei der sie sich den fehlenden Blutgerinnungsfaktor intravenös spritzen.
Der erste Platz (Preisgeld 10.000 Euro) des PHILOS ging an das Wochenendseminar „Hämophilie im Alter“ der Interessengemeinschaft Hämophiler (IGH e.V.). Platz 2 (Preis- geld 5.000 Euro) erhielt das Ferienlager-Austauschprojekt für ausländische Twinning-Partner der Deutschen Hämophiliegesellschaft e.V. (DHG). Auch den per Online-Voting vergebenen Publikumspreis (Preisgeld 2.500 Euro) gewann die DHG – für das Projekt
USA-Reisen für hämophile Jugendliche.

Über Hämophilie A
Hämophilie A, umgangssprachlich auch „Bluterkrankheit“ genannt, ist eine genetische Erkrankung. Durch einen Mangel oder einen Defekt des Gerinnungsfaktors VIII (FVIII) ist die Blutgerinnung gestört. Bei den Betroffenen kommt es daher immer wieder zu Blutungen in Muskeln, Gelenken oder anderen Geweben, die zu Langzeitschäden führen können. Äußere Verletzungen, auch wenn sie trivial sind, können schwerwiegende Folgen haben, da das Blut langsamer gerinnt als bei Gesunden. Das Gen für FVIII liegt auf dem
X-Chromosom. Daher leiden in erster Linie Jungen und Männer an Hämophilie A. Frauen sind Konduktorinnen der Krankheit und können sie an ihre Söhne weitergeben. Selbst leiden Frauen selten an den Symptomen der Hämophilie.

Neben Hämophilie A gibt es noch die Hämophilie B, bei der der Blutgerinnungsfaktor IX betroffen ist. Hämophilie A ist die häufigere Form der Erkrankung. In Deutschland leben rund 10.000 Menschen mit Hämophilie.
Hämophilie ist bis heute nicht heilbar. Die frühzeitige Prophylaxe von Blutungen bei Kindern ist der Therapiestandard in Deutschland. Je früher ein Hämophilie-Patient Faktor-VIII vorbeugend erhält, desto seltener sind Gelenkblutungen, wodurch die Lebensqualität jedes einzelnen Patienten steigt. Hämophilie ist so gut behandel- und beherrschbar, dass die Betroffenen ein nahezu normales Leben führen können.

v.l.n.r.: Dr. Klaus Horn, Carola Kindermann, Dr. Susan Halimeh, Tobias Becker

Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna

Duisburg, 25. Februar 2015 - Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna: Veranstaltungen im März 2015   Infoabende mit Kreißsaalführung Zweimal im Monat haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen.
Die Infoabende finden am 5. und 19. März um 18.00 Uhr statt. Der Infoabend beginnt mit einem Einführungsvortrag über das ganzheitliche Verständnis der Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna. Nach dem Vortrag können die werdenden Eltern den Kreißsaal mit Geburtswanne, ROMA-Geburtsrad und umfangreicher Entbindungslandschaft besichtigen.
Die Wochenstation zeigt ihre wohnlichen Zimmer und stellt ihre Angebote vor. Dazu zählt die Stillambulanz, in der auch eine moderne Softlasertherapie angeboten wird. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb der genannten Termine ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich, individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254.   

Treffpunkt für alle o.g. Vorträge ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 755-1254 oder im Internet  unter
www.malteser-stanna.de.



Das Bochumer Gesundheitstraining  
Die Volkshochschule bietet am Samstag, 7. März, und Sonntag, 8. März, im Zentrum für Personalentwicklung an der Lüderitzallee Buchholz unter der Leitung von Diplom-Psychologin Anne Schiff einen Wochenend-Workshop zum Bochumer Gesundheitstraining an.  
Viele Menschen kennen die Erfahrung, dass sie in Zeiten von Anspannung, Überlastung oder Niedergeschlagenheit anfälliger sind für Infekte oder andere Erkrankungen. Oder umgekehrt, dass sie sich bester Gesundheit erfreuen, wenn Sie sich zuversichtlich, zufrieden und glücklich fühlen. Auf dieser Erkenntnis basiert das Bochumer Gesundheitstraining, das von einem Psychologenteam an der dortigen Ruhr-Universität entwickelt wurde. Studien ergaben, dass nicht nur bereits erkrankte Menschen von dieser Methode profitieren, sondern dass auch jeder Gesunde aus den Übungen und Inhalten dieses Programms großen Nutzen ziehen kann.  
Ziel des Workshops ist es, durch gezielte Übungen die Selbstheilungskräfte anzuregen und das körpereigene Immunsystem zu stabilisieren. Durch Entspannungstechniken, Phantasiereisen, Bewegungs- und Atemübungen kann man die Hektik des Alltags vergessen machen und wieder Kraft auftanken. Die Teilnehmer entdecken Möglichkeiten zur Stressbewältigung, Quellen der Lebensenergie und Lebensfreude. Im gemeinsamen Gespräch werden Lebensbereiche angesprochen, die für die seelisch-körperliche Gesundheit von großer Bedeutung sind. Das Entgelt beträgt 50 Euro. Ermäßigungen sind möglich.


Auswirkungen von Medikamentenunverträglichkeit

Duisburg, 25. Februar 2015 - So wie Auswirkungen von einer gleichen Erkrankung sehr verschiedenartig sein können, sind die Auswirkungen von Medikamentenunverträglichkeit ebenfalls sehr mannigfaltig. William Shakespeare (1564-1616) publizierte bereits in seinem Jahrhundert: „Trau keinem Arzt, sein Gegengift ist Gift.“
Dieser Kerngedanke soll nicht heißen, auf Arzneimittelzufuhr bei akuten oder chronischen Erkrankungen ausnahmslos zu verzichten. Sicherlich erwartet ein Erkrankter, wenn dieser von einem Arzt Tabletten verschrieben bekommt, davon gesund zu werden. Medikamente können bei einer Vielzahl von Erkrankungen eine Heilung erzielen oder ein Leiden lindern. Auf alle Fälle sollten Symptome gelindert werden, wenn die Ursache einer Erkrankung nicht geheilt werden kann. Dennoch kann das Gegenteil eintreten.
Auf bestimmte Inhaltsstoffe der einzelnen Arzneien oder bei einer Mehrfachmedikation reagieren Erkrankte. Weitere Beschwerden, andere Symptome können dann die Folge einer Arzneimitteleinnahme sein. Eine Abwägung des  Nutzens und des Risikos bei einer Arzneimitteltherapie sollte folgerichtig immer im Bewusstsein bleiben. Diese Situation ist unentfliehbar. Der Betroffene muss lernen mit diesen Gegebenheiten umzugehen und zu leben. Definitiv sollten andere Wege zur Bewältigung einer Erkrankung in Verbindung mit einer Medikamentenunverträglichkeit in Ruhe gesucht werden.

Diese Denkanstöße und der gemeinsame Austausch des Erlebten mit anderen Betroffenen werden dem Einzelnen in der Selbsthilfegruppe angeboten. Mit Aufmerksamkeit der Physio und Achtsamkeit der Psyche können eigene, individuelle Wege beschritten werden, die jedem Einzelnen seine neuen Grenzen und seine neuen Ziele aufzeigen und umgesetzt werden können.  
So bin ich als Betroffene auf die Idee gekommen, eine eigene Selbsthilfegruppe zu gründen für Betroffene, ihren Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen, die genauso wie ich neben der diagnostizierten chronischen Erkrankung noch mit einer ausgeprägten Medikamentenunverträglichkeit leben müssen.  
Die Selbsthilfegruppe ist aktiv und lebendig. Es werden Atemtechniken, Einsamkeitstechniken bei Angst in den Nächten erlernt und gezeigt werden. Gesundheitliche Informationen zur Selbsthilfe erarbeiten wir gemeinsam in  der Gruppe.
„Was .., wie .., woher .., wieso ..? Fachvorträge sind regelmäßig in Vorbereitung. Weitere telefonische Auskünfte der Selbsthilfegruppe direkt:  
Jeden Montag von 14.15 – 14.45 Uhr Jeden Freitag von 15.00 – 15.30 Uhr sowie am 25.02.2015 und 04.03.2015 in der Zeit von 9.00 Uhr – 12.00 Uhr

Mobil 0157 / 86059473 Ansonsten können Sie ebenfalls über die Selbsthilfe-Kontaktstelle -Duisburg weitere Informationen zur Selbsthilfegruppe erhalten. Festnetz-Nr. 0203 - 60 99 041

BG Kliniken und SANA bauen Kooperation mit Städtischem Klinikum Duisburg aus - Verkauf der städtischen Klinikum-Anteile an Sana steht an - Weg für dringende Sanierung frei

Duisburg, 19. Februar 2015 - Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg GmbH und die SANA Kliniken AG werden zukünftig noch enger mit dem Städtischen Klinikum Duisburg zusammenarbeiten. Das geht aus einem sogenannten „Letter of Intent“ hervor, den der Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung (KUV) als Dachgesellschaft der BGU Duisburg gemeinsam mit der privaten Klinikgruppe entwickelt hat.

Neben einem Ausbau der bestehenden Kooperation im Bereich Neurochirurgie soll vor allem der Versorgungsauftrag für unfallchirurgische Patienten vollständig an die BG Klinik übertragen werden. „Wir wollen dauerhaft eine qualitativ hochwertige und reibungslose Patientenversorgung für den Großraum Duisburg gewährleisten“, so Ralf Wenzel, Geschäftsführer der Klinik. „Der Letter of Intent bildet die Grundlage für weitere Verhandlungsgespräche mit der Stadt Duisburg.“
Als überregionales Traumazentrum ist die BGU Duisburg im Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zertifiziert, das seit 2013 bundesweit die qualifizierte Versorgung besonders schwerer Unfallverletzungen wie Polytraumata, Schädel-Hirn- oder Rückenmarksverletzungen sicherstellt und verbessert.
Wichtige SAV-Kriterien sind unter anderem das unfallmedizinische Leistungsspektrum, die technische und personelle Ausstattung von Notaufnahmen, Intensivstationen und Operationssälen sowie eine Mindestzahl an Behandlungsfällen pro Jahr. Darüber hinaus gelten für beteiligte Kliniken besonders umfangreiche Hygienevorschriften.
„SAV ist der höchste Versorgungsstandard für kompetente Unfallversorgung in Deutschland“, so Reinhard Nieper, KUV-Geschäftsführer. „Dieser gilt natürlich für die BG Kliniken als medizinische Einrichtungen der gesetzlichen Unfallversicherung in besonderem Maße. Der Ausbau der Kooperation mit Sana und dem Städtischen Klinikum wird helfen, das dafür erforderliche Behandlungsniveau am Standort Duisburg nachhaltig zu stabilisieren.“  

 

Verkauf der städtischen Anteile an den Kliniken Duisburg steht an
In einer Pressekonferenz wird OB Link gemeinsam mit Stadtkämmerer Dr. Peter Langner sowie Thomas Lemke, Vorstand Sana Kliniken AG mitteilen, dass Sana in einem ersten Schritt zwei Prozent Anteile der Stadt Duisburg an den Kliniken (51 Prozent gesamt) erhalten soll. Im nächsten Schritt soll dann der Rest Sana zum Verkauf angeboten werden, sofern der Sanierungsstau zügig behoben wird. Ex-Sana Geschäftsführer Erhard hatte soch 2012 den Sanierungsbdarf mit mindesten 130 Millionen Euro beziffert. Die Stadt Duisburg würde durch den Verkauf mehr als 100 Milionen Euro erhalten und die von ihr kaum zu stemmende Sanierung würde Sana übernehmen.


Krebsberatung in Duisburg

Für eine medizinische Beratung am Dienstag, 24. Februar, sind noch Termine frei. Dr. Michael Schroeder, Internist und Onkologe, steht von 15 bis 17 Uhr im Konferenz- und Beratungszentrum „Der kleine Prinz“ auf der Schwanenstraße 5-7 in der Innenstadt als Ansprechpartner zur Verfügung.  Um eine telefonische Anmeldung in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter (0203) 283-3938 wird gebeten.

Neuer Chefarzt in der Klinik für Nuklearmedizin im Bethesda bestellt

Duisburg, 17. Februar 2015 - PD. Dr. med. Jamshid Farahati ist seit Anfang Januar neuer Chefarzt in der Klinik für Nuklearmedizin und leitet nun die Geschicke der Abteilung.  
Der im Iran geborene Facharzt für Nuklearmedizin bringt umfassende klinische Erfahrungen mit und weist zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen vor. Farahati wurde 1993 Facharzt für Nuklearmedizin und promovierte ein Jahr später an der Medizinischen Fakultät der Universität-Duisburg Essen. Seine Habilitation legte er vier Jahre später an der Medizinischen Fakultät der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg ab.
Zuletzt arbeitete Farahati als leitender Arzt der Abteilung für Nuklearmedizin im St. Elisabeth Hospital Dorsten und war gleichzeitig als niedergelassener Nuklearmediziner in Bottrop tätig. Für ihn ist die Untersuchung und Behandlung der Schilddrüse ein wichtiger Schwerpunkt in seiner Arbeit und seinen verschiedenen Studien. „Die modernen Strukturen, die Ausstattung, die Therapie-Station und das vorhandene Leistungsspektrum der Klinik sind für ein außeruniversitäres Krankenhaus sehr gut“, sagt der neue Chefarzt. „Vor allem das Zentrum für Schilddrüsenoperation ist seit Jahren im Bethesda unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Simon, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, etabliert.
Im Falle einer notwendigen Operation stehen alle therapeutischen Verfahren zur Verfügung, um den Patienten bestmöglich zu behandeln. Im Falle einer Radiojodtherapie verfügt das Bethesda über eine der größten und komfortabelsten Therapie-Stationen in Deutschland mit langer Tradition und Erfahrung. Einen weiteren Schwerpunkt wird Farahati auf die Etablierung der minimal- invasiven Radionuklidtherapie der entzündlichen Gelenkerkrankung (bspw. Rheuma) legen. „Mit unserer neuen Gamma-Kamera sind sämtliche neuen Untersuchungsverfahren wie die ‚Rezeptorszintigraphie‘, zur Abklärung einer Parkinson-Krankheit, möglich.
„Die Strahlenmedizin hat im Bethesda Krankenhaus eine 50-jährige Tradition“, sagt Dr. Holger Praßel, Geschäftsführer des Krankenhauses. „Seit 1965 besteht eine eigenständige Abteilung für Nuklearmedizin mit einem Schwerpunkt in der Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen sowie einem breiten Spektrum an nuklearmedizinischen Leistungen, die für das Haus angeboten werden. Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Privatdozent Dr. Jamshid Farahati einen ausgewiesenen Experten für den hoch spezialisierten Fachbereich der Nuklearmedizin in unserem Krankenhaus gewinnen konnten und bedanken uns bei Herrn Prof. Dr. Dr. Andreas Bockisch für sein Engagement“, betont Praßel. Bockisch hatte die Leitung im Jahr 2013 übernommen und geht nun in den Ruhestand.  
Anlässlich des Chefarztwechsels veranstaltet die Klinik ein Patientenforum zum Thema „Die Schilddrüse: Wenn der Hals immer dicker wird - wird zu oft operiert?“
Dabei stehen die Untersuchung und die nuklearmedizinische Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit den neuen Chefarzt kennenzulernen und ihm nach dem Vortrag Fragen zu stellen. Das Patientenforum findet statt am Dienstag, 24. Februar um 17.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg. Die Teilnahme ist kostenlos.

„Traumatherapie – Wie viel Konfrontation ist sinnvoll?“

Vortrag mit Prof. Dr. med. Peer Abilgaard, Chefarzt und Leiter der psychiatrischen Abteilung der HELIOS Klinik St. Vincenz, Duisburg am 25.02.2015, 16:00 – 18:00, im  SEMNOS Zentrum, Blumenstr. 54 a, 47057 Duisburg-Neudorf, Tel: 0203-36352683  
Zur Begleitung traumatisierter Menschen kann auch eine Konfrontation mit dem Traumageschehen gehören. Die Frage ist, wann ist dies sinnvoll und wann nicht? Bei wem? Wie und in welchem Ausmaß kann das geschehen? Prof. Abilgaard ist Chefarzt und Leiter der psychiatrischen Abteilung der HELIOS Klinik St. Vincenz und Professor für Musikermedizin an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz. Er stellt in seinem Vortrag Erfahrungen und Studienergebnisse vor und diskutiert sie mit den Anwesenden. Eintritt: EUR 8,00 an der Abendkasse, Anmeldung nicht erforderlich

Technik hilft: 12 neue Geräte für 6 Mio. Euro für Malteser-Radiologie

Patienten erhalten schnellere und noch präzisere Diagnosen bei geringerer Strahlenbelastung
Duisburg, 11. Februar 2015 - Kürzere Untersuchungszeiten, weniger Zeit auf den Röntgentischen, weniger Strahlenbelastung: Die Patienten der Malteser Kliniken Rhein-Ruhr (St. Anna in Duisburg-Huckingen, St. Johannesstift in Duisburg-Homberg und St. Josef in Krefeld-Uerdingen) profitieren künftig von einem neuartigen radiologischen Gerätekonzept. Insgesamt wurden in den letzten Monaten zwölf neue, hochmoderne Geräte für die Radiologie installiert, darunter ein volldigitaler Magnet-Resonanz-Tomograph (MRT), drei Computertomographen (CT) und ein Mammographiegerät. Technologischer Partner ist dabei die Firma Philips.  

Bildgebung noch präziser und effektiver 

„Die bestmögliche Versorgung unserer Patienten steht bei uns an erster Stelle. Deshalb sind modernste Technologien für eine optimale medizinische Diagnostik und Therapie unverzichtbar. Dafür kooperieren wir mit hochprofessionellen Partnern. Die Bildgebung wird damit nicht nur noch präziser und effektiver, sondern auch schonender und weniger belastend.“, erklärt Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer der Malteser Deutschland gGmbH. „Ein Teil der Patienten berichtete bisher über ein Engegefühl in der sogenannten Röhre. Daher haben wir uns bei der Geräteauswahl für einen größeren Röhrendurchmesser und eine leisere Technik entschieden“, berichtet der Chefarzt der Radiologie Dr. Amin Laali. 

Geringere Strahlenbelastung im CT 

Die Computertomographie gehört heute zu den wichtigsten Arbeitsmitteln in der Radiologie, mit ihr kann eine Vielzahl von Erkrankungen diagnostiziert werden. Die neuen Computertomographen ermöglichen eine noch genauere und detailreichere Darstellung der zu untersuchenden Körperregionen in sehr viel kürzerer Zeit bei gleichzeitig wesentlich geringerer Strahlenbelastung. Mit der neuen Technik können die Mitarbeiter der Radiologie große Untersuchungsbereiche des gesamten Körpers innerhalb weniger Sekunden erfassen, was besonders in der Herz- und Gefäßmedizin, aber auch bei der Untersuchung von Tumoren und bei Patienten mit Hals-Kopf-Verletzungen von hoher Bedeutung ist.                         

 

Rund 6 Millionen Euro investiert 

Eine besondere Herausforderung stellte der Einbau des neuen Magnetresonanztomographen dar. „Ein Umbau im laufenden Betrieb ist für Patienten und Mitarbeiter eine große Herausforderung. Wir möchten uns daher ganz herzlich bei unseren Mitarbeitern bedanken, die es während der längeren Umbauphase geschafft haben, den Betrieb in der Radiologie im Sinne der Patienten und des Hauses professionell fortzuführen“, ergänzt Dr. Franz Graf von Harnoncourt.

 

Das mehrere Tonnen schwere Gerät der Firma Philips erweitert das Leistungsspektrum bei radiologischen Untersuchungen deutlich. Der volldigitale MRT dient vor allem der Früherkennung von krankhaften Veränderungen, insbesondere von Tumoren oder Entzündungen – noch vor dem Auftreten der ersten Symptome. „Das Philips Ingenia stellt mit seiner zukunftsweisenden Technologie eine neue Gerätegeneration dar. Wir von Philips sind überzeugt, dass sinnvolle Investitionen immer beim Patienten ansetzen sollten“, freut sich Mathias Weigel, Geschäftsführer von Philips Healthcare Deutschland, über die Kooperation mit dem Malteser Klinikum.
Insgesamt hat die Modernisierung der Radiologie rund 6 Millionen Euro gekostet. Neben den stationären Patienten der drei Malteser-Krankenhäuser (St. Anna, St. Johannesstift und St. Josef, insgesamt 900 Betten) profitieren auch die ambulanten Patienten der Region  von der Investition. Damit ist die radiologische Abteilung des Malteser-Klinikums eine der größten und modernsten in der Region Rhein-Ruhr. „Wir haben schon jetzt ein positives Feedback der Feuerwehr und der Notärzte bekommen, die uns mit den Notfällen anfahren“, berichtet Chefarzt Dr. Amin Laali.

 

Das MRT Ingenia in Stichpunkten:

-          Weltweite erste volldigitale MRT-System

-          Deutlich bessere Bildqualität, höhere Detailgenauigkeit, damit präzisere Diagnosemöglichkeiten

-          Signifikant kürzere Untersuchungszeiten

 

Der Mehrschicht-CT in Stichpunkten:

-          Präzisere Diagnosen durch hohe räumliche Auflösung und große Volumenbereiche möglich

-          Bilder in Sekundenschnelle

-          Geringere Strahlendosis, höhere Bildqualität

V.l.n.r.: Dr. Christian Utler, Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH, Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer der Malteser Deutschland gGmbH, Dr. Amin Laali, Chefarzt der Radiologie und Mathias Weigel, Geschäftsführer von Philips Healthcare Deutschland, vor dem neuen Computertomographen (CT).

 

Übergewicht ist genetisch mitbestimmt

Weltweit nimmt Übergewicht in einem Umfang zu, dass schon von einer regelrechten Epidemie gesprochen werden kann. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind beträchtlich: Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, aber auch Krebs können in der Folge von Übergewicht und Fettleibigkeit entstehen. Die Gründe, warum Menschen unterschiedlich viel Gewicht zunehmen und Körperfett in verschiedenen Teilen ihres Körpers speichern, sind vielfältig. Ernährung und Bewegung sind wichtig. Welche Rolle aber genetische Faktoren hierbei spielen, wird in zwei Artikeln der neuen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature diskutiert. Dabei greifen die Autoren auch auf eine Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) zurück.

 

Insgesamt werden die Ergebnisse von über 100 internationalen Studien mit mehr als 300.000 Teilnehmern ausgewertet. Berücksichtigt wurde u.a. auch die Heinz Nixdorf Recall Studie, die seit 2000 am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) durchgeführt wird. Die Arbeit ist der erste Schritt auf der Suche nach einzelnen Genen, die möglicherweise eine Schlüsselrolle in Bezug auf die Körperform und das Gewicht spielen. Insgesamt haben die Forscher 97 Regionen im Genom identifiziert, die Übergewicht beeinflussen — dreimal mehr als bislang bekannt waren. Mit neuartigen Berechnungsmethoden, wurden neue Regulationswege im Gehirn aufgedeckt, die für die Entwicklung des Übergewichtes verantwortlich sind und die Fettverteilung mitbestimmen.

 

Dr. Sonali Pechlivanis vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE): „Eine wichtige Erkenntnis ist, dass auch die Körperfettverteilung genetisch mitbestimmt zu sein scheint — und dies ganz unabhängig vom individuellen Body-Mass-Index. Diese genetische Bestimmtheit zeigt eine erhebliche Geschlechtstypik und ist mit unterschiedlichen Gewebetypen und Regulationsmechanismen verbunden. So scheinen die genetischen Faktoren bei Frauen eine stärkere Rolle zu spielen als bei Männern“ ergänzt Pechlivanis.

 

Nun hofft man, durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen Aufschluss darüber zu erhalten, wie zukünftig Übergewicht verhindert und die damit verbundenen Komplikationen besser behandelt werden können. „Zwar erlauben uns diese wissenschaftlichen Erkenntnisse heute noch nicht, Übergewicht zu verhindern, aber sie liefern wichtige Anstöße für die weitere Forschung auf diesem gesundheitspolitisch so wichtigen Gebiet. Wir sind stolz darauf, dass wir mit den Ergebnissen der Heinz Nixdorf Recall Studie zu diesen wichtigen Erkenntnissen beitragen konnten“, erläutert der IMIBE-Direktor, Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel. Gemeinsam mit Prof. Dr. Raimund Erbel, Direktor der Klinik für Kardiologie, ist er Sprecher der wissenschaftlichen Langzeit-Untersuchung.


Ärzte in NRW wollen Gesundheitsversorgung für Menschen in prekären Lebenslagen verbessern   

Düsseldorf/Duisburg, 9. Februar 2015 - Die Ärzteschaft in Nordrhein-Westfalen macht sich für eine bessere gesundheitliche Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen stark −  zum Beispiel von Wohnungslosen, Flüchtlingen, Asylbewerbern oder Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus. Über 150 Experten werden heute (Montag, 9. Februar) bei einer Tagung zu diesem Thema in Düsseldorf erwartet, zu der die beiden nordrhein-westfälischen Ärztekammern und die Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Kooperation mit dem Landesgesundheits-ministerium eingeladen haben.  
„Viele Ärztinnen und Ärzte engagieren sich heute bereits in regionalen Netzwerken für Menschen in prekären Lebenslagen“, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, „das verdient hohen Respekt, denn eine Vielzahl von Menschen am Rande der Gesellschaft ist auf einen schnellen, unbürokratischen und niedrigschwelligen Zugang zur Gesundheitsversorgung angewiesen.“   „Gesundheit und sozial-ökonomische Situation hängen eng zusammen“, stellt Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, fest. Menschen in dauerhaft prekären Lebenslagen, so zeigten Studien, erkrankten häufiger. Umgekehrt sei zu beobachten, dass chronisch erkrankte Menschen eher gefährdet sind, in prekäre Lebensverhältnisse zu geraten. „Das ist ein Teufelskreis, der ohne ärztliche Hilfe für den Einzelnen nur schwer zu durchbrechen ist.“  

„Zum Prinzip einer solidarischen Gesellschaft gehört, für alle Menschen unabhängig von sozialem Status einen bedarfsgerechten Zugang zum Gesundheitssystem sicherzustellen“, so NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, „wissenschaftliche Studien unterstreichen: Armut macht krank und Krankheit ist ein Armutsrisiko. Es geht dabei nicht nur um die Versorgung im Krankheitsfall, wir müssen auch die Maßnahmen zur Gesunderhaltung deutlich verbessern.“    
Während der Fachtagung werden zwei Projekte mit dem Qualitätspreis der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen ausgezeichnet. In Dortmund ging es um Hilfen bei Wohnungsverwahrlosung und Selbstvernachlässigung, eine Hamburger Initiative beschäftigte sich mit Gesundheitsförderung in einer Hochhaussiedlung mit hohen Anteilen von Arbeitslosen und Menschen mit Migrationshintergrund.  
„Beides sind besonders gelungene Beispiele für Projekte von Gesundheitsämtern, die auf die Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität der Bevölkerung abzielen“, sagt die Leiterin der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf, Dr. Ute Teichert, „insbesondere für Menschen in sozialen Notlagen und prekären Lebenssituationen ist der Öffentliche Gesundheitsdienst unverzichtbar.“

Von wegen TÜV
Pflegeeinrichtungen systematisch überbewertet!

Bonn/Duisburg, 7. Februar 2015 - Die Kritik am Pflege-TÜV reißt nicht ab. Gesundheitspolitiker jeder Couleur sowie Vertreter der Pflegebranche bemängeln zu Recht die systematische Überbewertung deutscher Pflegeeinrichtungen. Dies verhindere nach Ansicht von Ilse Müller, Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, eine realistische Leistungsschau für Betroffene und Angehörige. 2009 war der TÜV eingeführt worden und bewertet seitdem sämtliche 12.000 Pflegeheime sowie 12.000 ambulante Dienste anhand eines festgelegten Scoring-Modells.

„Die unrealistische Durchschnittsnote von 1,3 konnte nur durch die mögliche Aufhebung schlecht bewerteter Einzelaspekte der Pflegeleistung durch „Schönwetterkriterien“ wie Freizeitangebote, gute Speisepläne oder die Gestaltung der Speiseräume zustande kommen. Eine mögliche Weiterentwicklung der Scoring-Systematik muss dazu führen, dass K.O.-Kriterien entwickelt werden, die die Qualität und das Angebot von Pflegeeinrichtungen transparent darstellen und Betroffenen die notwendige Orientierung bei der Auswahl der passenden Einrichtung erleichtern. Diese Kriterien dürfen nicht kompensierbar sein und müssen ohne Aggregationsmöglichkeit isoliert betrachtet werden. Wir benötigen einen konstruktiven, nicht zerstörerischen Wettbewerb der Pflegeeinrichtungen zum Wohle der Betroffenen. Das setzt konsequente Maßnahmen zur Verbesserung der beruflichen Rahmenbedingungen voraus, bessere Löhne und eine generelle Entschlackung der bürokratischen Zusatzbelastungen des Pflegepersonals. Pflege muss als Berufsfeld höhere gesellschaftliche Anerkennung erfahren“, so Ilse Müller.

 

„Als Notfall ins Krankenhaus ... medizinische Erstversorgung in der Zentralen Notaufnahme“

Duisburg, 6. Februar 2015 - Einen gemeinsamen Informationsnachmittag für medizinische Laien bieten der Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau/Bissingheim, die Kommunale Gesundheitskonferenz und das Klinikum Duisburg am Dienstag, 10.02.2015, von 16.00 bis 17.30 Uhr zum Thema "Als Notfall ins Krankenhaus ... medizinische Erstversorgung in der Zentralen Notaufnahme" im Hörsaal des Klinikum Duisburg an Referent ist Dr. Kurosch Moussazadeh, Chefarzt der Interdisziplinären Zentralen Notaufnahme im Klinikum Duisburg.
Dr. Moussazadeh wird das Konzept der Notaufnahme von Patienten anschaulich darstellen und erläutern. Obwohl viele Menschen in ihrem Leben mindestens einmal in der Notaufnahme versorgt werden, sind die Behandlungsabläufe nicht bekannt. Dabei geht es zum Beispiel um die Festlegung der Behandlungsdringlichkeit, um die Abläufe der Diagnostik und um die Vorbereitung für einen eventuell notwenigen stationären Aufenthalt.
Im Anschluss an den Vortrag ist eine kurze Besichtigung der Zentralen Notaufnahme geplant und  Dr. Moussazadeh steht den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bereits im sechsten Jahr bietet das Klinikum Duisburg gemeinsam mit dem Runden Tisch Wedau/Bissingheim regelmäßige Informationsnachmittage für medizinische Laien  an. Dabei referieren stets Chefärzte über medizinische Themen und stehen im Anschluss als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung.


Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT), drei Computertomographen (CT) und ein Mammographiegerät für Malteser Klinik

Duisburg, 5. Februar 2015 - Die Patienten der Malteser Kliniken Rhein-Ruhr (St. Anna in Duisburg-Huckingen, St. Johannesstift in Duisburg-Homberg und St. Josef in Krefeld-Uerdingen) profitieren künftig von einem innovativen radiologischen Gerätekonzept. Insgesamt wurden in den letzten Monaten zwölf neue, hochmoderne Geräte für die Radiologie installiert, darunter einen Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT), drei Computertomographen (CT) und ein Mammographiegerät.
Technologischer Partner ist dabei die Firma Philips. Für die Patienten direkt spürbar ist eine Verkürzung der Untersuchungszeiten mit weniger Zeit auf den Röntgentischen und einem noch breiteren Funktionsspektrum. Darüber hinaus kann mit der neuen Technik die Strahlenbelastung weiter reduziert werden.   Bereits jetzt ermöglichen die hochauflösenden Bilder eine bessere Diagnostik. Das kommt speziell den Patienten mit Hals-Kopf-Erkrankungen und in den Bereichen Onkologie und Herz-Gefäßmedizin zu Gute.


500.000 Euro für die UDE/UK Essen-Nachwuchsforschung

Ausbildungsnetzwerk in der Krebstherapie

Duisburg, 4. Februar 2015 - Um den Forschungsnachwuchs in der Strahlentherapie besser ausbilden zu können, startet ab dem 1. April ein europäisches Ausbildungsnetzwerk an der Schnittstelle zwischen Strahlenbiologie, Radioonkologie und Krebsforschung. Die EU fördert das Marie Skƚodowska Curie Projekt „RADIATE“ über das „Horizon 2020“-Programm mit mehr als drei Millionen Euro in den kommenden vier Jahren. Zusätzliche Mittel werden vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation der Schweiz zur Verfügung gestellt. Eine halbe Million Euro erhält die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Verena Jendrossek aus dem Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen.

 

Tumorerkrankungen gehören – neben den Herz-/Kreislauf-Störungen – zu den häufigsten Todesursachen in Industrieländern. Behandelt werden sie operativ, medikamentös und per Bestrahlung. Prof. Jendrossek: „Im Netzwerk wollen wir die biologischen Faktoren erforschen, die den Erfolg der Strahlentherapie mindern, etwa die zellbedingte Strahlenresistenz oder auch die molekularen Mechanismen der Normalgewebsschädigung.“ Mit der systematischen Untersuchung soll eine wissenschaftliche Grundlage geschaffen werden, um neue Biomarker für Radiosensitivität bestimmen zu können. Außerdem wollen die Forscher neue therapeutische Zielstrukturen für eine biologisch optimierte Strahlentherapie definieren.

 

Unter der Leitung von Prof. Ruth Muschel aus Oxford beteiligen sich 14 Institutionen aus Wissenschaft und Industrie an diesem Projekt, das sich über fünf Nationen erstreckt. Beteiligte akademische Institutionen sind neben der Universität Oxford und der UDE das Institut Curie aus Paris, die Universität Maastricht, die Universitas Catholica Lovaniensis aus Belgien, die Technische Universität Dresden und die Universität Zürich. Durch die Bündelung wissenschaftlicher und technologischer Expertise stehen den Promovierenden in den kommenden vier Jahren hochmoderne Technologien zur Verfügung, z.B. Hochdurchsatz-Screening, verschiedene Bildgebungsverfahren und Bestrahlungsoptionen.


Hospiz Bethesda bietet Hilfe in größter Not

Duisburg, 2. Februar 2015 - Alles begann mit der Diagnose Krebs. Als Roswitha Spielhaupter-Katzy mit der Krankheit ihres Mannes konfrontiert wurde, wusste sie noch nicht, dass die schwersten neun Jahre ihres Lebens auf sie zukamen. Inmitten derer, die ihr in dieser Zeit beistanden, erzählt die Duisburgerin ihre emotionale Geschichte. Die sonst so lebensfrohe, starke und mutige Frau erinnert sich wehmütig an die beschwerlichste Zeit in ihrem Leben.
 „Er war ein toller Mann, die Liebe meines Lebens“, betont die 58-Jährige. „Doch jetzt muss ich nach vorne schauen. Traurig sein und trauern ist erlaubt, aber mein Leben geht auch weiter.“ Diese Einstellung hatte Roswitha Spielhaupter-Katzy nicht immer in der langen Krankheitsphase ihres Mannes. Oft war die junge Witwe verzweifelt, suchte Hilfe bei Freunden oder ihrer Familie.
Doch wirkliche Unterstützung und emotionale Begleitung erfuhr die Duisburgerin dort nicht.  Erst in der Endphase der Krankheit erhielt das Ehepaar Spielhaupter-Katzy die pflegerische und psychosoziale Hilfe, die für das letzte Stück des Weges so bedeutend war. In Kooperation mit MediDoc, einem Duisburger Pflegedienst, begleiteten Ute Glados und Ullrike Dellwig vom Hospiz Bethesda das Ehepaar in dieser Lebenskrise.  
„Die Hilfe der beiden Dienste war meine Rettung“, betont Roswitha Spielhaupter-Katzy. „Ich konnte mit niemandem reden, musste die gesamte Last auf meinen Schultern tragen und meinem Mann Kraft schenken. Das kann kein Mensch alleine bewältigen. Doch durch die Unterstützung der Profis konnte ich neuen Mut schöpfen. Medi Doc kümmerte sich um die medizinisch-pflegerische Komponente bei meinem Mann und Frau Dellwig stand mir seelisch und psychisch zur Seite. Sie brachte Ruhe, Normalität und eine emotionale Entschärfung in diese Ausnahmesituation meines Lebens.“  Ullrike Dellwig ist eine von 40 ehrenamtlichen Mitarbeitern im Hospiz Bethesda, die sich  um Sterbende und deren Angehörige kümmern. Die geschulten Mitarbeiter ermöglichen dadurch ein würdevolles Sterben im eigenen zu Hause.
„Oft ist es der größte Wunsch von Betroffenen in der eigenen Wohnung oder Haus zu bleiben, um ein Stück Normalität zu bewahren“, sagt Ute Glados Hospizkoordinatorin. „Nur durch ein perfekt aufgebautes Duisburger-Netzwerk von Pflegediensten, Sozialdiensten der Krankenhäuser, Palliativärzten und Hospizdiensten können wir die Versorgung der Erkrankten zu Hause ermöglichen. Unser ambulanter Hospizdienst begleitet die Sterbenden und deren Familien, fangen sie menschlich auf, nehmen ihnen die Angst vor dem Tod, verschweigen viele Thematiken nicht und bieten eine schnelle und zuverlässige Hilfe“, ergänzt Glados.
Besonderes Fingerspitzengefühl ist auch bei der Auswahl der richtigen Begleitung gefragt. Die Hospizkoordinatorin spricht zunächst mit den Betroffenen und schaut dann, welcher Ehrenamtler zu den Familien und Erkrankten passt. Bei Roswitha Spielhaupter-Katzy und Ullrike Dellwig passte die Chemie von Anfang an. Auch die Ehrenamtlerin verlor früh ihren Mann und konnte sich somit sehr schnell in die schwierige Situation hineinversetzen und der Betroffenen helfen.
Die Hilfe und Unterstützung war sogar so gut in den Augen von Roswitha Spielhaupter-Katzy, dass sie nun auch Menschen in dieser Ausnahmesituation beistehen möchte: „Nach meiner Begleitung habe ich mich dazu entschlossen selber die Ausbildung zum Ehrenamtler im Hospizdienst zu machen. Mit meiner jetzigen Erfahrung ist es mir ein Anliegen Erkrankten und Betroffenen beizustehen, etwas Gutes zu tun und diesen Dienst bekannter zu machen, um schnelle Hilfe zu bieten.“  

Ute Glados (li) und Ullrike Dellwig (Mitte) vom Hospiz Bethesda hören gut zu und lassen Roswitha Spielhaupter-Katzy (re) mit ihren Sorgen nicht allein.

 

"NetzWerk psychische Gesundheit" gewinnt NRW Gesundheitspreis   Duisburg, 2. Februar 2015. Das Landesgesundheitsministerium hat das "NetzWerk psychische Gesundheit" (NWpG) mit dem Gesundheitspreis NRW 2014 ausgezeichnet. Das von der Techniker Krankenkasse (TK) entwickelte Konzept setzt die Psychiatrische Hilfsgemeinschaft Duisburg e.V. vor Ort gemeinsam mit der Gesellschaft für psychische Gesundheit in Nordrhein-Westfalen (GpG NRW) um.
"Der Preis ist eine Anerkennung für unsere Arbeit. Mit Hilfe des ambulanten NetzWerkes können wir für unsere Patienten stationäre Aufenthalte vermeiden oder deutlich verkürzen. Und das bei gleicher beziehungsweise besserer Versorgung", sagt Miriam Reimann, von der Psychiatrischen Hilfsgemeinschaft Duisburg e.V..
"Wir freuen uns, dass unsere Initiative nicht nur von den Patienten gut angenommen wird, sondern auch die Fachwelt  überzeugen konnte", sagen Ulrich Adler, Leiter regionales Vertragswesen der TK-Landesvertretung. "Das Besondere an diesem NetzWerk ist, dass Betroffene in ihrem gewohnten Umfeld betreut und somit nicht aus ihrem Familien- und Berufsleben herausgerissen werden", ergänzt Nils Greve, Geschäftsführer der GpG NRW.  
Mit der AOK Rheinland/Hamburg und der KKH Kaufmännische Krankenkasse (KKH) haben sich zudem weitere große Kassen dazu entschieden, auch ihren Versicherten diese Versorgung zu ermöglichen. "Dass die Zahl von Menschen mit psychischen Erkrankungen in den vergangenen Jahren ständig gestiegen ist, ist eine Herausforderung für die Gesellschaft. Dank der ambulanten Strukturen des Netzwerkes ist schnelle Hilfe möglich“, sagt Claudia Wronna, Fachserviceleiterin der Regionaldirektion Duisburg der AOK Rheinland/Hamburg. "Wer feststellt, dass seine Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist, tut sich meist schwer damit, sich ein psychisches Leiden einzugestehen. Dabei ist ein offener Umgang damit der erste entscheidende Schritt in die richtige Richtung“, weiß Wilhelm Pauly Leiter des Vertragszentrums bei der KKH.  
Der "Gesundheitspreis NRW" zeichnet jährlich die besten Projekte der Landesinitiative "Gesundes Land" aus. Die herausragenden Projekte unter den Bewerbungen erhalten neben dem Gesundheitspreis zusätzlich eine Geldprämie. Schwerpunkt war in diesem Jahr die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit Behinderung. Insgesamt haben sich 55 Institutionen mit 62 Projekten beworben.

Krebs war 2013 die zweithäufigste Todesursache
25 % aller im Jahr 2013 in Deutschland verstorbenen Personen erlagen einem Krebsleiden (bösartige Neubildung). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkrebstag am 4. Februar 2015 weiter mitteilt, bleibt Krebs mit 223 842 Sterbefällen nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache.


Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna: Veranstaltungen im Februar 2015   Infoabende mit Kreißsaalführung

Duisburg, 28. Januar 2015 - Zweimal im Monat haben werdende Eltern Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennen zu lernen. Die Infoabende finden am 5. und 19. Februar um 18.00 Uhr statt. Der Infoabend beginnt mit einem Einführungsvortrag über das ganzheitliche Verständnis der Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna. Nach dem Vortrag können die werdenden Eltern den Kreißsaal mit Geburtswanne, ROMA-Geburtsrad und umfangreicher Entbindungslandschaft besichtigen.
Die Wochenstation zeigt ihre wohnlichen Zimmer und stellt ihre Angebote vor. Dazu zählt die Stillambulanz, in der auch eine moderne Softlasertherapie angeboten wird. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb der genannten Termine ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich, individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254.   
Treffpunkt für alle o.g. Vorträge ist die Eingangshalle des Krankenhauses. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen unter 0203 755-1254 oder im Internet  unter www.malteser-stanna.de.

 

Ist Weingenuss gesund? – Experten-Diskussion beim 5. Gefäßforum Duisburg.
Bereits zum fünften Mal haben sich in dieser Woche zahlreiche niedergelassenen Ärzte und Experten zum Gefäßforum des Malteser Klinikums getroffen. Eingeladen hatte der Chefarzt des Malteser Gefäßzentrums, Dr. Damian Schubert. Das diesjährige Symposium in Homberg stand unter der Überschrift: „Nur nicht den Verstand verlieren – Wein und Gesundheit“.
Dazu hatten die Organisatoren fachkompetente Redner eingeladen. Neben Fachärzten der Gefäßmedizin aus den Malteser-Krankenhäusern Duisburg, referierte Dr. Georg Kraus, Vorsitzender des Forum Gefäßmedizin aus Düsseldorf über das Thema „Lag es am Wein? Gedanken über die Zukunft stationärer und ambulanter Gefäßmedizin.“
Dr. Gerhard Kreuter, Facharzt für Innere Medizin unterstrich in seinem Vortrag „Demenz und Alzheimer – Gibt es Protektive Faktoren?“, dass mäßiger Weingenuss und mediterrane Ernährung die Ausbildung von Alzheimer und Demenz bremsen können. Dieses Thema werde in den nächsten Jahren eine immer größere Bedeutung bekommen, da 2030 jeder Dritte Deutsche älter als 60 Jahre alt sein wird. Insofern sei Prävention in unserer Gesellschaft immer wichtiger, berichtete Dr. Kreuter weiter.
Auch in der abschließenden Diskussion widmeten sich die Experten dem Thema „gemäßigter Weingenuss“. Einen Blick von außen auf das Thema gab es durch den Vortrag der Leiterin der deutschen Weinakademie, Dr. Claudia Stein-Hammer, die über „Weingenuss mit Augenmaß“ referierte.    

 

Krebsberatung in Duisburg  
Für eine sozialrechtliche Beratung am Dienstag, 10. Februar, sind noch Termine frei. Diplom-Sozialarbeiter Stephan Fromm steht von 15 bis 17 Uhr im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ an der Schwanenstraße 5-7 in der Innenstadt als Ansprechpartner zur Verfügung. Um telefonische Anmeldung in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter (0203) 283-3938 wird gebeten.  

Freude am Leben in einer schwierigen Lebensphase: Malteser Krankenhaus St. Anna bietet Kosmetikseminar für Krebspatientinnen an

Duisburg, 26. Januar 2015 - Am Montag, den 02. Februar, findet um 14.30 Uhr im Malteser Krankenhaus St. Anna wieder ein Kosmetikseminar für Krebspatientinnen statt. In Zusammenarbeit mit der DKMS Life können sich betroffene Frauen kostenfrei beraten lassen. Dazu erhalten sie Tipps zum Thema Kosmetik, Tücher- und Kopfschmuck.
Von Krebs betroffene Frauen leiden meist besonders unter den unmittelbar sichtbaren Folgen der Chemo- oder Strahlentherapie, so z.B. unter Haarausfall, Augenbrauen- und Wimpernverlust oder Hautveränderungen.
Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich durch Tipps und Tricks selbstsicherer und wohler zu fühlen. Die speziell geschulte Kosmetikexpertin beantwortet in dem 90-minütigen Seminar alle Fragen, wie sie z.B. die Augenbrauen nachzeichnen oder Rötungen abdecken können.
Für alle zwölf Schritte des Programms, von der Reinigung des Gesichts, bis zum Auftragen des Lippenstiftes, erhalten die Teilnehmerinnen kostenlos hochwertige Kosmetikprodukte von namenhaften Firmen. Das Kosmetikseminar will die betroffenen Frauen auf ihrem Weg in der Krebstherapie unterstützen und neuen Lebensmut vermitteln.
Um eine Anmeldung wird unter der Telefonnummer 0203/ 755-1753 gebeten.

Neue Therapie bei Lungenkrebs

Duisburg, 22. Januar 2015 - Für Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs gibt es künftig eine neue Behandlungsmethode neben der klassischen Chemotherapie. Weist ihr Tumor eine bestimmte Genmutation auf, kann ein neuer zielgerichteter Wirkstoff eingesetzt werden. Für die betroffenen Patienten bedeutet dies, dass sie im Schnitt ein weiteres Jahr mit dieser Krankheit überleben. Dies konnten u.a. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) in zwei internationalen Studien nachweisen. Die Ergebnisse der Gesamtanalyse wurden jetzt in einem der renommiertesten Fachmagazine für Onkologie, The Lancet Oncology, veröffentlicht.  

Das Lungenkarzinom, im Volksmund Lungenkrebs, ist eine der häufigsten onkologischen Erkrankungen. 55.600 Personen erkrankten 2014 in Deutschland neu daran, verlässlichen Schätzungen zufolge. Das Lungenkarzinom ist bei Frauen die dritthäufigste und bei Männern die zweithäufigste Krebserkrankung.

 

„Bislang wurden die Betroffenen vor allem chemisch therapiert. Künftig können wir sie viel zielgerichteter behandeln. Sogar dann, wenn sich bereits Metastasen in ihrem Körper gebildet haben“, erklärt Prof. Dr. Martin Schuler, Studienleiter in Deutschland und Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung) am UK Essen. Voraussetzung ist, dass sie zu den 12 bis 15 Prozent der Patienten gehören, deren Tumor eine bestimmte Genmutation aufweist: EGFR Exon 19. Betroffene können dann mit dem Wirkstoff Afatinib behandelt werden.

 

Die neue Therapie verbessert die Prognose der Patienten erheblich: Zum ersten Mal konnte nachgewiesen werden, dass die Betroffenen durch die Behandlung mit der zielgerichteten Substanz im Schnitt ein Lebensjahr hinzugewinnen. Prof. Schuler: „Das ist schon sehr beachtlich, denn die Sterblichkeit bei Lungenkrebs ist vergleichsweise hoch: 21 Prozent der betroffenen Frauen und 16 Prozent der Männer leben noch fünf Jahre nach Ausbruch der Krankheit.

 

Basis der Untersuchung bilden die Studien LUX-Lung 3, unter Beteiligung des Westdeutschen Tumorzentrums, und LUX-Lung 6. Untersucht wurde die Wirkung einer Erstlinientherapie mit dem Wirkstoff Afatinib gegenüber der klassischen Chemotherapie. Aufgrund dessen empfehlen die Wissenschaftler, bei klinisch stabilen Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom der Lunge das Ergebnis der EGFR-Mutationsanalyse abzuwarten, die in der Regel nur wenige Tage dauert.

 

Großzügige Spende: Firma Covidien unterstützt Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst Duisburg

Duisburg, 19. Januar 2015 - Insgesamt 8.500 Euro hat das Medizinproduktunternehmen Covidien symbolisch an das Malteser Hospiz St. Raphael übergeben. Damit soll die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes gefördert werden, ein Dienst, den die Malteser seit 2008 anbieten. „Wir möchten mit dieser Spende einerseits die wunderbare Arbeit, die an diesem Hospiz geleistet wird, unterstützen, auf der anderen Seite aber auch die Hospizarbeit im Allgemeinen ein wenig mehr in die Öffentlichkeit rücken“, erklärt Jörg Vollmann, Geschäftsführer der Firma Covidien.
„Als moderne Gesellschaft haben wir in der Regel  die Lebenserhaltung oder –rettung im Blick. Eine würdevolle, palliative Begleitung in dieser schweren Zeit gehört aus unserer Sicht dazu.“ Gemeinsam mit dem Direktor Strategisches Kundenmanagement, Carsten Buchmüller besuchte Jörg Vollmann das Malteser Hospiz St. Raphael und informierte sich über die eindrucksvolle Arbeit im Hospiz. Leiterin Mechthild Schulten bedankte sich während des Gesprächs für die 8.500 Euro: „Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende der Firma Covidien. Wir sind das ganze Jahr über auf Spenden angewiesen. Umso schöner, dass wir schon zu Beginn des Jahres so eine große Summe bekommen.“    

Mechthild Schulten, Leiterin des Malteser Hospizes St. Raphael, freut sich über die großzügige Spende der Firma Covidien. Den Scheck überreichen der Direktor Strategisches Kundenmanagement Carsten Buchmüller und Geschäftsführer Jörg Vollmann.

Veranstaltung zur Hospizkultur und palliativen Versorgung in Duisburg

Hospizkultur und palliativen Versorgung Duisburg, 15. Januar 2015 - In Kooperation mit der Kommunalen Gesundheitskonferenz lädt die Konferenz „Alter und Pflege“ am Mittwoch, 4. Februar, von 14 bis 16 Uhr in das Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ auf der Schwanenstraße 5-7 in Duisburg-Mitte zur Infpormationsveranstaltung „Gemeinsam auf dem Weg? – Hospizkultur und palliative Versorgung in Duisburg“ ein.  
Hierzu wird es Podiumsgespräche und Diskussionen unter anderem mit Pflegediensten und Pflegeheimen, Hospiz und Hospizbewegungen, Anbieter palliativer Versorgung, der Kommunalen Gesundheitskonferenz und der Konferenz „Alter und Pflege“, der Stadt Duisburg und dem Seniorenbeirat geben. Als Impuls werden Kolleginnen aus Essen vom dort tätigen Palliativ-Netzwerk über ihre Erfahrungen berichten.   In Duisburg gibt es bereits ein breites Angebot zur Hospiz- und Palliativversorgung für schwerstkranke und sterbende Menschen. Auch die Duisburger Pflegeheime sind wichtige Akteure in der Versorgung pflegebedürftiger und sterbender Menschen. Um die Versorgung dieser –teilweise auch dementen – Menschen sowohl im häuslichen als auch im stationären Bereich zu verbessern, bedarf es einer weiteren Vernetzung aller Akteure auf örtlicher Ebene, damit die palliative Kompetenz in den Pflegeheimen und im häuslichen Bereich weiter gestärkt wird.  
Diese Vernetzung ist auch für eine Weiterentwicklung quartiersnaher Strukturen erforderlich, damit die Menschen leben und sterben können, wo sie sich zu Hause fühlen. Unnötige Krankenhauseinweisungen am Lebensende könnten beispielsweise durch eindeutige und einheitliche Regelungen, verbindliche Absprachen und Vernetzungen im ambulanten oder stationären Bereich in Notfallsituationen deutlich reduziert werden. Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland ist in diesem Zusammenhang als Handlungsrichtlinie ebenso zielführend wie die Handlungsempfehlungen „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in NRW“.  
Anmeldungen sind bis zum 30. Januar an Andrea Sagenschneider, 0203/283-2720, a.sagenschneider@stadt-duisburg.de, zu richten.    

UDE/UKE: Neue Strategie bei infektiöser Endokarditis Frühzeitige Operation rettet Leben  
Medikamente allein reichen nicht: Patienten mit entzündeter Herzinnenhaut (infektiösen Endokarditis) haben höhere Überlebensaussichten, wenn sie früh operiert werden. Das ist das Ergebnis einer weltweiten internationalen Forschergruppe (International Collaboration on Endocarditis (ICE)). Sie basiert auf einer großen prospektiven Untersuchung (Prospective Cohort Study-PCS), die auch mit Unterstützung der Universität Duisburg-Essen (UDE) ins Leben gerufen wurde. Eine Zusammenfassung der Studie wurde jetzt im renommierten Fachmagazin Circulation veröffentlicht.
Prof. Raimund Erbel verfasste dazu ein Editorial. Der Herzspezialist an der Medizinischen Fakultät der UDE ist Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Essen (UK Essen).  Meist sind Bakterien die Verursacher der selten vorkommenden Entzündung der Herzinnenhaut. Grundsätzlich kann aber jeder Mensch daran erkranken, und ohne Therapie verläuft sie meist tödlich. Welche Behandlung am aussichtsreichsten ist, untersuchte die Forschergruppe vier Jahre lang von 2008 bis 2012 anhand von Klinikdaten aus 29 Zentren in 16 Ländern.
Ausgangspunkt war die Frage, warum sich der Krankheitsverlauf von Endokarditis-Patienten trotz modernster Diagnostik  nicht verbessern lässt. Über bildgebende Verfahren lassen sich schon geringste Ablagerungen an den Herzklappen aufzeigen, und zwar noch bevor die Klappe zerstört ist Die Symptome der entzündlichen Endokarditis sind meist unspezifisch, deshalb wird sie häufig erst spät erkannt. Wer über längere Zeit mit schwer zu lokalisierenden Entzündungen im Körper zu tun hat, sollte immer auch an das Herz denken. Wird die Entzündung diagnostiziert, verschreiben viele Ärzte zunächst nur Antibiotika, statt weiter nach der Ursache zu forschen.  
Prof. Erbel: „Die  Studie belegt, dass leider ein Viertel der Patienten, die eine klare Indikation zur OP hatten, ausschließlich medikamentös behandelt wurden. Wenn früh operiert wurde, verstarben innerhalb des Krankenhausaufenthaltes weniger als 15 Prozent der Patienten, bei den Nichtoperierten lag der Wert dagegen bei 26 Prozent. Den Zeitraum von sechs Monaten nach der OP überlebten mehr als 80 Prozent der früh Operierten, während 31,4 Prozent der Nichtoperierten nicht überlebten.“  

Mehr Hausärzte im Duisburger Süden durch lokale Weiterbildung

Duisburg, 15. Januar 2015 - Das Malteser Krankenhaus St. Anna hat in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Hausärzten und unterstützt durch die Ärztekammer Nordrhein den Hausärztlichen Weiterbildungsverband Duisburg-Süd gegründet. Dieser ermöglicht Ärzten eine fünfjährige Weiterbildung zum niedergelassenen Hausarzt. Duisburg. „Duisburg ist mit Hausärzten noch gut versorgt, aber das kann sich in Zukunft ändern“, berichtet die Ärztliche Geschäftsführerin der Ärztekammer Nordrhein, Professor Dr. Susanne Schwalen anlässlich der Gründung des Hausärztlichen Weiterbildungsverbandes Duisburg-Süd.
Auch in Duisburg ist in den kommenden Jahren ein erheblicher Rückgang von niedergelassenen Allgemeinmedizinern zu erwarten. Bundesweit sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärzte über 60 Jahre alt. Alleine im Bezirk Nordrhein müssten jährlich rund 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. „Mit der Gründung des Weiterbildungsverbundes Duisburg-Süd verstärken wir den Kampf gegen den Hausärztemangel“, so Schwalen weiter.
Der Ärztliche Direktor des Malteser Krankenhauses St. Anna, Dr. Rainer Sadra ergänzt: „Das Modell entspricht dem Zeitgeist. Es erhöht die Attraktivität für junge Ärztinnen und Ärzte die Facharztweiterbildung zum Allgemeinmediziner zu durchlaufen.“ Gleichzeitig wird durch den Verbund der Standortvorteil im Duisburger Süden weiter gestärkt. Innerhalb der insgesamt fünfjährigen Facharztweiterbildung absolvieren die Kandidaten in der Regel drei Jahre am Malteser-Krankenhaus St. Anna und zwei Jahre bei niedergelassenen Hausärzten. So lernen die Ärzte die Anforderungen und jeweiligen Strukturen kennen, ohne sich neu zu bewerben oder den Wohnort wechseln zu müssen.
„Wir sichern jungen, interessierten Ärztinnen und Ärzten zu, dass wir entsprechende Stellen im Krankenhaus zusätzlich zu den bestehenden Weiterbildungsstellen schaffen werden“, verspricht Chefarzt Dr. Holger Lauschke vom Malteser Krankenhaus St. Anna.  


V.l.n.r.: Dr. Rainer Sadra, Ärztlicher Direktor des Malteser Krankenhauses St. Anna, Privat Dozent Dr. Holger Lauschke vom Malteser Krankenhaus, Professor Dr. Susanne Schwalen, Ärztliche Geschäftsführerin der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Michael Gummersbach, niedergelassener Hausarzt und Ansprechpartner des Verbundes sowie Karl-Dieter Menzel, Leiter der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein.
 

Seminar für stotternde Jugendliche
Freie Termine für Krebsberatung

Seminar für stotternde Jugendliche  
Die Studierenden der Schule für Logopädie bieten ein Seminar zum Umgang und Abbau von Sprechängsten an. Stottern ist eine anstrengende Angelegenheit und wer davon betroffen ist, möchte meist nicht, dass der Gesprächspartner die Anstrengung beim Sprechen oder den missglückten Lösungsversuch mitbekommt. Häufig werden viele Strategien erprobt, um dem anscheinend unvermeidlichen Stottern zu entgehen oder besser noch, es gar nicht erst aufkommen zu lassen. Hat sich das Stottern doch wieder durchgesetzt, ärgert der Sprecher sich und hat das Gefühl, es wieder nicht geschafft zu haben.  
Aus diesem Grund bietet die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna ab dem 10.Februar 2015 um 16.00 Uhr ein Intensivseminar zum Umgang und Abbau von Sprechängsten für stotternde Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren an. Das Seminar findet bis zum 05. März jeweils dienstags und donnerstags von 16.00 – 17.30 Uhr statt.
Die Teilnehmer können Ängste, Sorgen und Befürchtungen beim Sprechen erkunden und verändern. Vorab ist ein Einzeltermin zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Erfassung der Fragen und Seminarwünsche notwendig. Da dieses Seminar auch Ausbildungsbestandteil ist, entfallen keine Seminargebühren. Anmeldungen sind unter Telefon 0203 – 7551355 ab sofort möglich.


Freie Termine für Krebsberatung  
 
Duisburg, 14. Januar 2015 - Für die psychoonkologische Beratung mit Dr. Gisela Kremer am Dienstag, 20. Januar, im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ (roter kleiner Raum) auf der Schwanenstraße 5-7 in Duisburg-Mitte sind noch Termine frei.   Damit keine Wartezeiten entstehen und Fragewünsche gleich an kompetente Gesprächspartner weitergegeben werden können, wird um telefonische Anmeldung in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter 0203/283-3938 gebeten.

 

Ernährungsberatung für Eltern von Babys bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres  

Duisburg, 12. Januar 2015 - Das Gesundheitsamt der Stadt Duisburg bietet kostenlos Ernährungsberatungen für Eltern von Babys bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres an. Diese werden von einer Stillberaterin durchgeführt. Ziel dieser Beratungen ist es, über die Ernährung der Säuglinge im ersten Lebensjahr zu informieren, beispielsweise bei Befindlichkeitsstörungen des Säuglings wie Blähungen, Koliken, vermehrtem Spucken, Unruhezuständen und erschwertem Zahndurchbruch. Außerdem gibt es Tipps zur Säuglingsernährung, Pflege und zum Stillen.  
Das Angebot ersetzt nicht die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt, sondern stellt eine zusätzliche gesundheitsfördernde Maßnahme dar und ermöglicht es, Fragen zu stellen, für die im Routinealltag einer Kinderarztpraxis manchmal zu wenig Zeit bleibt.  
In der Praxis für Ernährungsoptimierung und Lebensstilmanagement Intakt im Ärztezentrum der Kliniken Wedau (Zu den Rehwiesen 5, 47055 Duisburg) finden die Beratungen jeden 1. Donnerstag im Monat in der Zeit von 15 bis 16 Uhr statt.   In der Praxis HEBAMMEN MITTENDRIN (Düsseldorfer Straße 128, 47051 Duisburg) werden die Beratungen jeden 1. Mittwoch im Monat in der Zeit von 16 bis 17 Uhr angeboten.  
Nach einer telefonischen Terminabsprache unter 0203/5708550 kann man sich bei der Ambulanten Kinderkrankenpflege AKiD (Am Inzerfeld 75, 47167 Duisburg) informieren. Weitere Informationen gibt es unter www.gesundheitskonferenz-duisburg.de.

 

Babyrekord im Klinikum Duisburg – Mehr als 1.500 Babys in 2014

Duisburg, 8. Januar 2015 - Über ein echtes Rekordjahr freuen sich Prof. Dr. Markus Schmidt, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und sein Team. Insgesamt 1.433 Mal begleiteten Hebammen und Ärzte im Klinikum Duisburg werdende Eltern bei dem emotionalen Erlebnis der Geburt. So erblickten bis zum 31. Dezember 1.506 Babys im Klinikum Duisburg das Licht der Welt. Das sind 125 Kinder mehr als im Jahr zuvor. Mit 140 Zwillingsbabys und einer Drillingsgeburt wurde das Rekordergebnis des Vorjahres für Mehrlingsgeburten erreicht.

„Jede Geburt ist auch für uns ein besonderer Moment und wir freuen uns gemeinsam mit den Eltern über die Babys“, so Prof. Schmidt. „Dass wir in 2014 dabei auch noch die höchste Geburtenzahl in der Geschichte des Klinikum Duisburg erreichen konnten, erfüllt uns mit besonderem Stolz für das entgegengebrachte Vertrauen und bestätigt unser Engagement.“ Die Geburt müsse dabei das Natürlichste der Welt bleiben, erklärt Prof. Schmidt. Wie wichtig dabei die ganz persönliche Zuwendung für die werdenden Eltern sei, zeigt die TV-Dokumentation Babys – Kleines Wunder, großes Glück, bei der 21 Eltern mit einer Kamera auf ihrem Weg ins Familienglück begleitet wurden.  

Eine Verbindung von harmonischer Geburt bei einer maximalen Sicherheit stehe heute für viele Eltern bei der Auswahl ihrer Geburtsklinik im Vordergrund. „Und dies bieten wir mit unserem Perinatalzentrum, der Verbindung von Geburtshilfe und Kinderklinik“, erklärt der Chefarzt. Dass von den insgesamt 3.811 Geburten in Duisburger Kliniken 1.433 im Klinikum Duisburg erfolgten, bestärke die Bedeutung dieser Zentren bei einer Geburt.
Die Kinderklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Rosenbaum, versorgt jährlich zirka 350 Frühgeborene, davon brachten im letzten Jahr 76 Babys bei ihrer Geburt weniger als 1.500 Gramm auf die Waage. Das Perinatalzentrum des Klinikum Duisburg verfügt über den höchsten Versorgungslevel und ist eines der führenden Zentren in NRW.  
Als Berater und Begleiter werdender Eltern von der Schwangerschaft bis über den Zeitpunkt der Geburt hinaus, so sieht Markus Schmidt die Aufgabe des Teams aus der Geburtshilfe und Kindermedizin. Dabei stehen die enge Kooperation mit niedergelassenen Frauenärzten und das Angebot eines Rundum-Versorgungspaketes während des Klinikaufenthaltes im Mittelpunkt des Engagements für die Familien.  


Mia und Mama Simone Barczewski und Max mit Jasmin Barnekow waren 2014 TV-Stars–Hebamme Carina Krüger und Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt freuen sich mit den stolzen Müttern - Foto Klinikum Duisburg

BGU Duisburg wurde als „Endoprothetikzentrum (EPZ)“ zertifiziert

Duisburg, 8. Januar 2015 - Nach einem zweitägigen anspruchsvollen Prüfverfahren Ende September hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie heute die Sektion Endoprothetik und Alterstraumatologie an der BGU Duisburg zertifiziert. Damit zeichnet die EndoCert-Initiative die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung von Patienten mit künstlichem Gelenkersatz (Endoprothesen) an der BGU Duisburg aus.
„Die Zertifizierung bestätigt nun auch unter strengen objektiven Gesichtspunkten die hohe medizinische Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten, die häufig mit besonders schwierigen gesundheitlichen Vorbedingungen zu uns kommen“, erklärt Prof. Dr. Dieter Rixen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der BGU Duisburg. Seit 36 Jahren engagiert sich Dr. Peter-Michael Hax, Leiter der Sektion Endoprothetik und Alterstraumatologie, hier u. a. für Patienten mit künstlichem Gelenkersatz, von denen er jährlich etwa 200 operiert.
„Zunehmende Bedeutung hat die Endoprothetik in der Versorgung von Verletzungen bzw. deren Spätfolgen bei älteren Patienten. Aber auch jüngere Patienten leiden an Gelenkverschleiß. Ursachen können z. B. zurückliegende Gelenkverletzungen  oder Überbeanspruchung durch sportliche Aktivitäten sein. „Patienten mit komplexen Gelenkschäden nach Frakturen oder Bandverletzungen, mit irreparablen gelenknahen Knochendefekten oder nach beruhigten Gelenkinfekten durch den Einsatz künstlicher Gelenke ein Stück Lebensqualität zurückzugeben, ist eine unserer anspruchsvollsten Aufgaben“, berichtet der Stellvertretende Chefarzt und Stellvertretende Ärztliche Direktor.

Vorbei sind die Zeiten der Versteifungsoperationen, zu denen es in früheren Jahren in vielen Fällen keinerlei medizinische Alternative gab. „Bei stetiger Verbesserung der Verankerungstechniken, der Werkstoffe und der Versorgungsmöglichkeiten kommt der Gelenkersatz heute auch für jüngere Patienten in Betracht – oft eine Voraussetzung, um überhaupt weiter erwerbstätig sein zu können“, erläutert Dr. Hax.
Zu optimalen Ergebnissen führen heute maßgeschneiderte Lösungen, sowohl bezogen auf die Operationstechniken als auch bei der Auswahl geeigneter Implantate. Jeder Mensch ist anders gebaut: Erweisen sich die Standardimplantate als nicht geeignet, kommen Sondergrößen oder, bei nachgewiesener Metallallergie, allergenfreie Endoprothesen zum Einsatz. „Das vor noch nicht allzu langer Zeit diskutierte Thema ‚Frauenknie‘ sehe ich als eine Modeerscheinung“, so Dr. Hax. „Heute geht es um die individuelle Passgenauigkeit von Gelenkersatz, unabhängig davon, ob wir es mit Patientinnen oder Patienten zu tun haben. Erreicht wird dieses Ergebnis unter anderem durch die Herstellung von patientenindividuellen Schnittblöcken oder sogar patientenindividuellen Implantaten anhand bildgebender Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).“
Auch das Anwendungsspektrum künstlicher Gelenke hat sich erweitert: Neben den seit Jahrzehnten bewährten Hüft-, Knie- und Schultergelenken stehen heute auch Endoprothesen für Ellenbogen- und Sprunggelenke zur Verfügung.  Der medizinische Erfolg hat viele Väter und Mütter: Die BGU Duisburg setzt auch im Bereich der Endoprothetik und Alterstraumatologie hausintern auf die bewährte Vernetzung mit anderen medizinischen Disziplinen, wie z. B. den Fachärzten im Bereich der septischen Chirurgie, der Klinik für Schmerzmedizin oder dem nach neuestem medizinischen Standard arbeitenden Stab an Physiotherapeuten und Mitarbeitern weiterer Heilberufe.
Bundesweit werden an allen Kliniken rund 400.000 künstliche Gelenke pro Jahr implantiert. Seit Ende 2010 werden sie im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) erfasst, um das Wissen über etwaige Mängel einzelner Produkte oder zur Optimierung von Operationsverfahren schnell zum Wohle der Patienten in der Fachwelt bekannt zu machen. Das EPRD geht zurück auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC).

 

Infoabende mit Kreißsaalführung am St. Anna

Duisburg, 8. Januar 2015 - Auch in diesem Jahr haben werdende Eltern am ersten und dritten Donnerstag im Monat die Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennenzulernen. Der erste Infoabend des Jahres 2015 findet am 15. Januar um 18.00 Uhr statt.

Der Infoabend beginnt mit einem Einführungsvortrag über das ganzheitliche Verständnis der Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna. Nach dem Vortrag können die werdenden Eltern den Kreißsaal mit Geburtswanne, das ROMA-Geburtsrad, die umfangreiche Entbindungslandschaft und die Wochenstation mit den wohnlichen Zimmern besichtigen.
Zu den weiteren Angeboten zählt die
Stillambulanz, in der auch eine moderne Softlasertherapie angeboten wird. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb der genannten Termine ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich, individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254.
 
 

 

Protokoll eines humanitären Einsatzes - BGU in Myanmar

Ein Erlebnisbericht von Prof. Dr. med.  H.-H. Homann und Dr. med. Frauke Deneken.

Duisburg, 17. Dezember 2014 - Wie in jedem Jahr fahren wir mit der Organisation INTERPLAST nach Myanmar, um vor Ort plastisch-chirurgische Operationen durchzuführen. Ziel, wie in den letzten beiden Jahren, das kleine Krankenhaus im Irrawaddy-Delta, welches mit finanzieller und auch technischer Unterstützung der Deutschen Bundesregierung  von Knorr-Bremse  Global Care München gespendet wurde und von der Amara Foundation und INTERPLAST Deutschland unterstützt wird.

Nach dem fürchterlichen Zyklon Nargis, der im Mai 2008 vor allem in der Delta-Region wütete, dort über 140.000 Menschen das Leben kostete, 330.000 verletzte und Hundertausenden Menschen  jegliche Existenzgrundlage raubte, ist in dieser Region humanitäre Hilfe dringend erforderlich. Das vierköpfige Operationsteam bestehend aus einer Kölner Anästhesistin, zwei plastischen Chirurgen der BGU-Duisburg sowie einem weiteren Plastischen Chirurgen aus München trifft sich in der burmesischen Hauptstadt Yangon um in das etwa 100 Kilometer entfernte Dorf am Ende des Flussdeltas des größten burmesischen Flusses des Irrawaddy zu fahren.

Das Kloster des Nachbarortes gewährt uns wie jedes Jahr die Unterkunft in einem Gemeinschaftsraum, das Krankenhaus liegt etwa 20 Minuten vom Kloster entfernt. Hier hat der einzige Arzt des Krankenhauses Dr. Aung die Organisation vor Ort und das „Sammeln“ der Patienten übernommen. Diese kommen aus allen Regionen des Flussdeltas und haben zum Teil mehrtägige Reisen hinter sich, da es in der gesamten Region nur dieses permanent ärztlich besetzte Krankenhaus gibt.

Nach Screening der Patienten richten wir den OP ein. Jegliches  für  die Operationen, Narkosen und anschließende Weiterbehandlung erforderliche Equipment haben wir mitgebracht. Das vor 4 Jahren gebaute  Krankenhaus zeigt sich mittlerweile in der Region gut angenommen und rege besucht, die Ausstattung der Stationen mit 10 bis 20 Patienten pro Raum ist äußerst rudimentär. Die Patienten liegen auf Holzbänken, die körperliche Pflege und die  Essensversorgung wird von den Angehörigen übernommen.


Wir können an den 5 von der burmesischen Regierung genehmigten Operationstagen 40 Operationen, vor allem bei Kindern, vornehmen. Schwerpunktmäßig handelt es sich hierbei um Lippenspalten, narbige Kontrakturen nach Verbrennungen, Fehlbildungen an den Händen und Tumore. Motiviert unterstützt werden wir von  burmesischen Krankenschwestern und dem in der Klinik ansässigen Arzt, dem wir am Ende des Einsatzes einen Teil unserer Instrumente zur weiteren Verfügung überlassen.


Die Dankbarkeit unserer burmesischen Patienten, die in ihrem friedlichen Buddhismus ihre Krankheiten und täglichen Sorgen mit Geduld ertragen, ist ein unbezahlbarer Lohn für die Anstrengung, die ein solcher Einsatz mit sich bringt. Obschon wir nur einen Teil der uns anvertrauten Patienten in der kurzen Zeit operieren konnten, so konnten wir doch für diese Menschen das Leben ein wenig lebenswerter machen.
Die BGU Duisburg unterstützt unsere humanitären Einsätze und wir konnten die Kosten für unseren Einsatz so gering halten, dass der Verein Interplast e.V. pro Operation nur etwa 125 € ausgeben musste.  
Auch im nächsten Jahr ist wieder geplant, dass Teams der BGU Duisburg kostenfreie Operationen in Burma, aber auch in anderen Ländern durchführen. Voraussetzung ist aber, dass die dortigen Regierungen die entsprechenden Genehmigungen erteilen.