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Reha Media macht Menschen mit Behinderung kommunikationsfähig

Laufcheck für den Rhein City Run
BG Klinikum Duisburg unterstützt Teilnehmer des Halbmarathons

Duisburg, 15. Juni 2018 -Wie bereitet man sich auf einen Halbmarathon optimal vor? Welche Lauftechnik ist für die 21,097 Kilometer am besten geeignet? Wie kann man Verletzungen beim Training verhindern? Um diese und viele andere Fragen geht es am 20. Juni 2018 beim Kick-Off-Meeting „Fit for Düsseldorf<>Duisburg“ im BG Klinikum Duisburg.
Alle 50 Plätze sind bereits an Teilnehmer des 3. VIACTIV Rhein City Run vergeben. Dieser führt am 14. Oktober 2018 von der Landeshauptstadt bis zum Steinhof in Duisburg-Huckingen. „Egal ob erfahrener Läufer oder Anfänger – ein Halbmarathon ist eine echte Herausforderung und benötigt eine gute Vorbereitung“, erklärt der Sportwissenschaftler Arthur Praetorius aus dem Bewegungslabor Athletikum Rhein Ruhr der Unfallklinik. Ein wichtiger Baustein dabei werde das Vorbereitungsevent im Athletikum Rhein Ruhr sein.

Lauf-Analyse live
Auf dem Programm steht am 20. Juni 2018 ab 18 Uhr zunächst der spannende Praxisvortrag „Prepare to Run – Verletzungsprävention & optimale Laufvorbereitung“ von Praetorius. Anschließend wird der Sportwissenschaftler mit den angemeldeten Läuferinnen und Läufern auch eine Lauf-Analyse live durchführen. „Wir wollen mithilfe modernster Technik zeigen, worauf es bei der Lauftechnik für einen Halbmarathon ankommt“, sagt Praetorius. Es gehe aber auch darum zu zeigen, was man besser machen kann und handfeste Ratschläge für das individuelle Training zum Rhein City Run zu geben.

Lauftechnikanalyse legt Bewegungseinschränkungen offen
Das Kick-Off-Meeting ist jedoch nur der „Appetitmacher“ im Rahmen der Zusammenarbeit von Athletikum Rhein Ruhr und dem 3. VIACTIV Rhein City Run. Denn angemeldete Teilnehmer können im Juli im Bewegungslabor auch eine kostenlose individuelle „Lauftechnikanalyse“ durchführen. Auch hierfür sind alle Plätze leider schon vergeben. Bei der Lauftechnikanalyse wird überprüft, ob beispielsweise Bewegungseinschränkungen oder Dysbalancen beim jeweiligen Läufer vorliegen. Diese können den Laufstil negativ beeinflussen und Verletzungen provozieren.
Im Athletikum können alle interessierten Sportler eine kostenpflichtige sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung – Sportcheck – durchführen lassen. Die Kosten werden in der Regel von der jeweiligen Krankenkasse zumindest anteilig erstattet. Einen besonderen Bonus gibt es darüber hinaus für Teilnehmer am Rhein City Run, die zugleich Mitglied der VIACTIV-Krankenkasse sind. Denn diese erhalten zum Sportcheck zusätzlich eine kostenlose 3D-Analyse der Geh- und Laufbewegung.
„Ziel der Checks ist es, frühzeitig Probleme der Läufer zu erkennen und Tipps zur Lösung zu geben, damit einem Start im Oktober nichts im Wege steht“, sagt Praetorius. Von der Theodor-Heuss-Brücke bis zum Steinhof Der VIACTIV Rhein City Run findet seit 2016 jährlich statt. Start ist direkt am Robert-Lehr-Ufer in Düsseldorf nahe der Theodor-Heuss-Brücke. Der Zieleinlauf befindet sich am Steinhof in Duisburg-Huckingen.
Dazwischen liegen 21,097 Kilometer Laufstrecke auf einem flachen und außergewöhnlich schönen Kurs, der meist am Rhein entlang verläuft und unter anderem durch Kaiserswerth, Wittlaer und über den Angerbach führt. Erwartet werden in diesem Jahr über 4.000 Teilnehmer. Anmeldungen zum 3. VIACTIV Rhein City Run 2018 sind derzeit noch möglich. Nähere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.rhein-city-run.de.

Hintergrund: Sportmedizin im BG Klinikum Duisburg
Das BG Klinikum Duisburg hat sich seit einigen Jahren als wichtiger Partner des Sports etabliert und das Thema Sportmedizin spielt in der Klinik eine immer größere Rolle. So nimmt dieser medizinische Schwerpunkt nicht nur bei der Betreuung von Leistungssportlern breiten Raum ein, sondern auch bei der Versorgung und Nachbehandlung von Unfallverletzten aller Art.
Große Bedeutung hat dabei das Athletikum Rhein Ruhr, das im Jahr 2016 eröffnet worden ist. Herzstück dieses modernen, leistungsfähigen Bewegungslabors ist ein „SpeedCourt“, ein Sensor-bestücktes Mattensystem mit dem Sportler unter anderem explosive Antritte, dynamische Richtungswechsel und Koordination trainieren können. Rollstuhlfahrer dagegen lernen auf dem SpeedCourt ihr Hilfsmittel besser kennen und erhöhen ihre Fitness und ihr Reaktionsvermögen. Gangbild- und Laufanalysen – etwa für Patienten mit Endo- und Exoprothesen – gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum des Athletikums Rhein Ruhr.
 „Mithilfe des Bewegungslabors kann das BG Klinikum Duisburg den gestiegenen Ansprüchen von Sportlern und BG-Versicherten gerecht werden“, fasst Schoepp den Wert des Athletikums zusammen.

Sportcheck im Athletikum Rhein Ruhr (Bild: BG Klinikum Duisburg/cap communicatios/Marcus Gloger)

 

 

KFC Uerdingen wird Partner des BG Klinikums Duisburg

 Duisburg, 14. Juni 2018 - Umfassende Vereinbarung für die kommende Saison unterzeichnet Ein professioneller Spielbetrieb braucht auch professionelle Rahmenbedingungen – und genau die hat der Fußballdrittligist KFC Uerdingen nun mit einer sportmedizinischen Zusammenarbeit mit dem BG Klinikum Duisburg geschaffen.
„Wir freuen uns sehr, dass diese Kooperation zustande gekommen ist. Sie wird uns in diesem wichtigen Bereich noch einmal entscheidend stärken“, sagt KFC- Pressesprecher Jan Filipzik. Durch das Engagement der Klinik ist eine sehr zeitnahe, professionelle und nachhaltige Betreuung verletzter Spieler nun gewährleistet.

 

„Wir freuen uns ebenfalls sehr auf die Kooperation mit dem sehr ambitionierten und traditionsreichen Verein KFC Uerdingen 05 und wünschen dem Team und allen Verantwortlichen viel Erfolg für die Saison 2018/19 in der 3. Liga“, sagt der Geschäftsführer des BG Klinikums Duisburg Pascal Eller.

„Wir hoffen mit unserem (sport-)medizinischen Engagement dazu beizutragen, dass sich der Verein schnell in der neuen Spielklasse etabliert und vielleicht sogar höhere Ziele ins Auge fassen kann.“ BG Klinikum Duisburg bietet umfangreiches medizinisches Leistungspaket an Im Rahmen der Zusammenarbeit bietet das BG Klinikum Duisburg ein umfangreiches medizinisches Leistungspaket an. „Die KFC-Spieler können im Falle einer Verletzung jederzeit – 24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche – bei uns vorgestellt, diagnostiziert und – wenn nötig – operiert werden.
Natürlich in enger Abstimmung mit dem Mannschaftsarzt des Vereins“, erklärt Dr. Christian Schoepp, Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin (ASS) im BG Klinikum Duisburg. Bevor ein Spieler nach einer Verletzung wieder in das sportartspezifische Training in Uerdingen einsteigt, kann er im Bewegungslabor der Klinik zudem schon mit der Rehabilitation beginnen.
Ziel aller Maßnahmen im sog. Athletikum Rhein Ruhr ist es, den jeweiligen Sportler schnellstmöglich wieder „ins Spiel“ zu bringen. Darüber hinaus führt das Team des Athletikums bei allen Fußballern eine ausführliche Leistungsdiagnostik in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination durch. Drohende Verletzungen frühzeitig aufzeigen Ein weiterer Eckpunkt der Vereinbarung ist aber auch das Thema Prävention.
„Mithilfe von modernen Analyse- und Diagnostikverfahren werden wir nach individuellen Schwachstellen der Spieler suchen und drohende Verletzungen aufzeigen“, sagt Schoepp. Daraus könnten gegebenenfalls Tipps zu einer gezielten Trainingssteuerung abgeleitet werden.

 

 

Kinder- und Jugendärzte kritisieren DFB-Werbedeals mit MacDonalds und Cola: "Geschäfte mit den Kinder-Dickmachern gehen gar nicht!"

Düsseldorf/Duisburg, 12. Juni 2018 - "Der DFB bekennt sich in seiner Satzung ausdrücklich zur "Förderung gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung als gesundheitliche Prävention", gleichzeitig lässt er sich von Coca Cola und MacDonalds sponsern und lässt Werbespots in seinem Namen zu, die sich eindeutig an Kinder und Jugendliche richten und damit deren Zucker- und Fett-Konsum fördern. Das ist ein unglaublicher Skandal!"
Mit diesen Worten kritisierte heute in Düsseldorf der Präventionsexperte und Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Josef Kahl, die WM-Werbedeals des DFB mit Coca-Cola und McDonald’s: "Mit seinem Verhalten trägt der DFB mit dazu bei, dass immer mehr Kinder und Jugendliche Übergewicht entwickeln, denn ein entscheidender Faktor für Übergewicht ist neben Bewegungsmangel zu fette und zu süße Ernährung. Übergewicht verursacht schwere Folgeerkrankungen des Skeletts, Bluthochdruck und vor allem Diabetes. Gerade Kinder und Jugendliche aus sozial prekären Verhältnissen sind gefährdet. In ihren Familien gibt es oft wenig Kompetenz bezüglich kontrolliertem und bewusstem Konsum von Fastfood. Der DFB verpflichtet sich in seiner Satzung, "soziale Randgruppen" (O-Ton DFB Satzung) zu unterstützen. Sollte er damit arme Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus meinen, dann tut er genau das Gegenteil. Er schadet ihnen und macht zunichte, was engagierte Kinder- und Jugendärzte, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrer und Lehrerinnen tagtäglich an Prävention leisten."  


Kommentar: Fettnäppfchen-DFB

Die Anstoßzeiten der Nationalmanschaft bei Freundschaftspilen lagen bis auf wenige Ausnahmen um 20:45 Uhr, Bundestrainer Löw hält an Erdogan-Werbeträger fest und nun dies. Was muss noch geschehen, dass es zu Konsequenzen führt?

Bundestrainer  Löw war beim letzten WM-Testspiel angefressen, weil es in Sachen Özil und Gündogan genug sei sollte mit der Kritek und den Pfiffen während des Spiels. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und nicht klar Stellung beziehen kann mit Blick auf Aushängeschild und Repräsentant Deutschlands, der sollte seinen Hut nehmen. Das gilt für Präsident Grindel, der als ehemaliger Bundestagsagbeordnete der CDU nur wachsweich bzw. sehr halbherzig die Sache mit den Erdogan-Werbern aufgriff, das gilt auch für Werbestratege und  Manager Oliver Bierhoff sowie für den Bundestrainer.
Ist dem Trio jede Bodenhaftigkeit abhanden gekommen? Glauben sie ernsthaft, dass sie sich alles erlauben können und nur ihre Meinung zählt? Was für ein Schaden hätte das WM-Team genommen, wenn Özil und Gündogan nicht nominiert worden wären?
Vielleicht wird der DFB bei einem schwachen Abschneiden des DFB-Teams in Russland auch der Kritik des Volkes die Schuld geben. Schließlich hätten ja Pfiffe und Kritik die Stars verunsichert.

Klar ist: Nur wenn Özil und Gündogang bei der WM vielleicht sehr positive Dinge leisten, verzeiht das (Fußball)Volk schnell, auf Dauer sicher nicht. Jetzt kommt auch noch die absolut berechtigte Kritik von Kinderärzten hinzu. Ein Rücktritt der drei wäre im Moment der Sache durchaus angemessen. Wer verniedlicht, verharmlost und die Zeiten der Zeit nicht erkennt, hat in Führungspositionen nichts verloren. Harald Jeschke

Tag der Händehygiene in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 12. Juni 2018 - Im Rahmen des diesjährigen Tages der Händehygiene informieren die Hygienefachkräfte der Sana Kliniken Duisburg am 14. Juni von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr über die richtige Händedesinfektion. 
Die Hände gehören in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu den wichtigsten Arbeitsinstrumenten. Gleichzeitig sind sie die Hauptübertragungswege für Krankheitserreger aller Art. Mit den entsprechenden Maßnahmen kann die Zahl der Keime auf der Haut allerdings drastisch reduziert werden. Welche Maßnahmen das sind, stellt das Serviceteam Hygiene in der Eingangshalle der Sana Kliniken Duisburg vor.         
Beim Tag der Händehygiene können sich Besucher, Patienten, Mitarbeiter und alle Interessierten umfassend über die Themen Händedesinfektion und Hautschutz informieren. Darüber hinaus wird demonstriert, wie Hände effektiv desinfiziert werden können. Mittels einer „Schwarzlichtbox“ kann die korrekte Anwendung des Desinfektionsmittels überprüft werden.
Neben den jährlichen Hygienetagen finden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßige Schulungen und Aufklärungskampagnen auf den Stationen der Sana Kliniken Duisburg statt.

RWI-Studie: Private Kliniken mit guter wirtschaftlicher und medizinischer Qualität
Deutsche Krankenhäuser in privater Trägerschaft sind im Durchschnitt deutlich ertragskräftiger als freigemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Krankenhäuser. In ihrer Ausstattung und der Zufriedenheit der Patienten liegen sie gleichauf mit Kliniken anderer Träger. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Hochschule Fresenius. Ausgewertet wurden zahlreiche Krankenhaus-Kennziffern aus den Jahren 1996 bis 2016.
94 Prozent der privaten Krankenhäuser waren 2016 investitionsfähig und konnten damit ihre Unternehmenssubstanz nachhaltig erhalten. Bei den kommunalen Kliniken traf das auf 66 Prozent, bei den freigemeinnützigen auf 79 Prozent zu. Zudem nehmen die privaten Kliniken deutlich weniger öffentliche Fördermittel in Anspruch und zahlten im Jahr 2016 mit rund 182 Millionen Euro deutlich mehr Gewinnsteuern als andere Träger.
Der Marktanteil der privaten Krankenhäuser hat sich zwischen 2006 und 2015 erhöht: bezogen auf die Anzahl der Versorgungskrankenhäuser um 6,7 Prozentpunkte, bezogen auf die Zahl der Betten um 4,7 Prozentpunkte und bezogen auf die Zahl der Fälle um 4,1 Prozentpunkte. Infos: www.rwi-essen.de (idr).

 

 

Hohes Interesse an HIV-Prophylaxe

UDE/UK Essen: Studie zu vorbeugendem Medikament 

Duisburg, 08. Juni 2018 - Menschen mit hohem HIV-Risiko können hierzulande seit einigen Monaten ein vorbeugendes Medikament bekommen – zu einem verhältnismäßig günstigen Preis. Zu dieser so genannten PrEP-Anwendung liefert eine Studie des Instituts für HIV-Forschung der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen(UDE) erstmals umfassende Daten. Prof. Hendrik Streeck vom Universitätsklinikum Essen, der die Studie geleitet hat, sagt: „Die PrEP ist Chance und Herausforderung für die HIV-Prävention in Deutschland.“

 

PreP steht für Prä-Expositionsprophylaxe (Vor-Risiko-Vorsorge). Menschen, die nicht mit HIV infiziert sind, aber ein erhöhtes Risiko haben, nehmen ein Medikament mit zwei Wirkstoffen ein, damit sich das HI-Virus im Körper nicht vermehrt. Das Präparat verhindert eine Ansteckung so zuverlässig wie Kondome. Voraussetzung für die Schutzwirkung ist, dass die Tabletten regelmäßig eingenommen werden.

 

PrEP wird in Deutschland gut angenommen: Die Zahl der Nutzer ist seit Oktober 2017 rasant gestiegen. Rund 4.500 Menschen schützen sich bereits mit Medikamenten. Das geht aus der Studie „PreP in Deutschland“ (PRIDE) hervor, die erstmals umfassend diese HIV-Prophylaxe untersucht hat. Studienleiter Prof. Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für HIV-Forschung, stellte die Ergebnisse jetzt vor. „Die PrEP etabliert sich in Deutschland schneller als in vielen anderen Ländern. Das Interesse in der Zielgruppe ist hoch. Eine erfreuliche Entwicklung: Die neue Schutzmethode kann zahlreiche Menschen vor HIV bewahren und so dazu beitragen, dass die Zahl der Neuinfektionen sinkt“, sagt Hendrik Streeck.

 

PrEP auch für Niedrigverdiener verfügbar machen

 

Seit Oktober 2017 ist die HIV-Prophylaxe in Deutschland für Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko verhältnismäßig günstig zu haben. Generika kosten 50 bis 70 Euro für eine Monatspackung. Zuvor lag der Preis bei über 800 Euro.

 

Bislang sei der typische PrEP-Nutzer ein 38 Jahre alter deutscher, schwuler Mann mit Abitur und überdurchschnittlich hohem Einkommen, erläutert Streeck. Der Grund: Unterm Strich müssen PrEP-Anwender je nach Bundesland und Arztpraxis zusätzlich zum Medikament noch bis zu 100 Euro monatlich auf den Tisch legen, denn es kommen regelmäßige Laboruntersuchungen hinzu. Schlechterverdienende können sich das nicht leisten, und die Krankenkassen übernehmen die Kosten bisher nicht.

 

Ärztliche Begleitung ist wichtig 

Auch in der Aufklärung über die PrEP sieht das Team um Prof. Streeck noch Handlungsbedarf. Die Studie deutet darauf hin, dass viele Anwender das Medikament nur phasenweise verwenden, etwa um bei einem bestimmten Anlass geschützt zu sein. Einige Studien und Erfahrungen in anderen Ländern legten nahe, dass dies möglich sei, aber die Datenlage sei noch dünn, betont Streeck. Ärztliche Beratung und regelmäßige Untersuchungen seien auf jeden Fall unerlässlich. Denn eine unsachgemäß durchgeführte PrEP könne zu HIV-Infektionen und zur Resistenzbildung des Virus gegen das Medikament führen.

 

„Keine Frage, die PrEP ist als neue Methode Chance und Herausforderung für das Medizinsystem. Unser Ziel muss sein, dass den Anwendern alle Vorteile und Nachteile der PrEP genau erklärt werden. PrEP schützt gut gegen HIV, aber nicht gegen andere sexuell-übertragbaren Erkrankungen. Umso wichtiger ist es, dass dies durch den Arzt begleitet wird“, sagt der Forscher.

 

»Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« von Bundesminister Altmaier als ZIM-Projekt des Jahres 2018 ausgezeichnet

Duisburg, 08. Juni 2018 - Anlässlich des Innovationstages Mittelstand am 7. Juni 2018 zeichnete Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, das »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« als ZIM-Projekt des Jahres 2018 aus. Das Kooperationsnetzwerk aus aktuell 11 Unternehmen und
8 Forschungseinrichtungen konnte sich durch hervorragende Netzwerkarbeit und die besonders erfolgreiche Nutzung der Projektergebnisse im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) in der Kategorie »Netzwerk« durchsetzen. Es wird gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig/Medizinische Fakultät der Universität Leipzig koordiniert.

Das Netzwerk Endoprothetik wurde am 1. März 2013 als gemeinsame Initiative gegründet, um als Antwort auf die bestehenden Herausforderungen und Probleme in der Gelenk-Endoprothetik ein optimiertes Behandlungskonzept zu etablieren. Auch wenn Implantate aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken sind und diese Eingriffe zu den häufigsten Operationen gehören, sind Implantatverschleiß und die Rekonstruktion der natürlichen Biomechanik immer noch große Herausforderungen. So können bisher bei den Patienten schmerzhafte Ausrenkungen und Lockerungen des Implantates auftreten.

Mit der Auszeichnung würdigte das BMWi das Engagement und die bereits erzielten Ergebnisse des Netzwerks Endoprothetik. »Die Auszeichnung freut uns sehr und ist Ansporn und Verpflichtung zugleich bei der Realisierung unserer Vision, den Patienten eine individuell zugeschnittene Therapie mit lang anhaltenden optimalen Behandlungsergebnissen anzubieten« sagt Christian Rotsch, Koordinator des Netzwerk Endoprothetik.
Verfolgt wird dabei der neue Ansatz der ganzheitlichen Betrachtung von Gelenkerkrankungen mit Hilfe von Implantaten, deren Design und räumliche Konfiguration an die ursprüngliche Anatomie beziehungsweise Biomechanik angepasst sind und die ressourceneffizient gefertigt werden. Dabei sollen auch neuartige Messsysteme und Instrumente für den Operateur zum Einsatz kommen.
 
Forschung und Entwicklung für den Patienten
Im Fokus des Netzwerks Endoprothetik steht die aktive Netzwerkarbeit im Sinne des Patienten mit einem intensiven Wissenstransfer zwischen klinischen Anwendern, Medizintechnikunternehmen und Gremien. »Nach der Förderphase durch den Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH wird das Netzwerk durch die Mitgliedsbeiträge der Netzwerkpartner weitergeführt. Wir möchten die erfolgreichen Kooperationen innerhalb des Netzwerks sowie darüber hinaus weiter nutzen und können bereits auf erfolgreiche Entwicklungen verweisen, die ihre Praxistauglichkeit aktuell in klinischen Studien unter Beweis stellen« weiß Dr. Ronny Grunert zu berichten, ebenfalls Koordinator des Netzwerks.

Einer der Schwerpunkte ist dabei exemplarisch die Ermittlung und Anpassung der exakten Implantatsgröße und -position vor und während der Operation. Es soll vermieden werden, dass nach dem Einsatz eines neuen Hüftgelenks das Bein verlängert oder verkürzt ist und es so zu Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule kommt. Hierfür wurde ein auf drei Säulen beruhendes Verfahren entwickelt.

Mit dem Prototyp einer Implantations-Planungssoftware kann vor der Operation die exakte Position und Größe des Hüftimplantats in Röntgenbildern geplant als auch während des Eingriffs jederzeit abgeglichen werden. Darüber hinaus entwickelten die Netzwerkpartner ein Messsystem zur Ermittlung der Beinlänge und des Hüftrotationszentrums. Dieses ermöglicht dem Operateur, die Beinlänge und das Hüftrotationszentrum während des Eingriffs exakt zu bestimmen. Die Messung erfolgt direkt im Operationssaal, so dass auf Abweichungen unmittelbar reagiert werden kann.

Für die Feinabstimmung des Hüftrotationszentrums und der Beinlänge, wurde schließlich ein bruchsicheres modulares Hüftimplantat entwickelt. Herkömmliche Implantate werden in standardisierten Größen hergestellt. Passt ein Implantat nicht exakt auf die Beschaffenheit der Hüfte eines Patienten, kann nur auf eine andere standardisierte Größe zurückgegriffen werden. Eine exakte Feinabstimmung ist so nicht möglich. Beim modularen Hüftimplantat können Implantat-Schaft und -Hals durch eine Art Baukastensystem und eine spezielle Schraubverbindung zwischen beiden Bestandteilen deutlich besser auf den Patienten angepasst werden.

»Die Messung und ideale Anpassung der Beinlänge im Rahmen einer Hüftendoprothesen-Implantation ist ein komplexer Prozess, der unter den speziellen Rahmenbedingungen eines Operationssaales stattfindet. Eine sehr
enge Kooperation der Ärzte und Ingenieure ist somit unverzichtbar, um den Erfolg eines derartigen Projektes zu ermöglichen. Hierbei hat sich unser Netzwerk in besonderem Maße bewährt, indem es einen direkten Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Medizinern und Technikern ermöglicht«, ergänzt Priv.-Doz. Dr. med. habil. Torsten Prietzel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universitätsmedizin Leipzig und Medizinischer Leiter des Netzwerks Endoprothetik.


Über »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik«
Das am 1. März 2013 gegründete Kooperationsnetzwerk wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert sowie vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU koordiniert. Zu den beteiligten Unternehmen gehören aktuell die EC Europ Coating GmbH, Endocon GmbH, IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH, ISD-Internet Systems GmbH, Julius Boos jr. GmbH & Co. KG, LIVINGSOLIDS GmbH, Mathys Orthopädie GmbH, MSBOrthopädietechnik GmbH Leipzig, NRU GmbH und Stemcup Medical Products GmbH.

Neben dem Fraunhofer IWU sind die folgenden Forschungseinrichtungen und Kliniken Teil des Netzwerkes: Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Forschungs- und Transferzentrum e. V. an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, HELIOS Klinikum Blankenhain, Städtisches Klinikum Dresden, Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V. (TITV), Technische Universität Chemnitz, Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP), Technische Universität Dresden, Fakultät Maschinenwesen, Lehrstuhl Konstruktionstechnik/CAD, Universitätsklinikum Jena, Institut für Physiotherapie und Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig / Forschungslabor ZESBO Medizinische Fakultät der Universität Leipzig.
Weitere Informationen zum »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« unter: www.kunstgelenk.eu

Bundesminister Peter Altmaier (re.) zeichnete auf dem Innovationstag Mittelstand das »Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik« als ZIM-Netzwerk des Jahres 2018 aus. Die Auszeichnung nahmen Priv.-Doz. Dr. med. habil. Torsten Prietzel (Universitätsmedizin Leipzig, li.) und Dr. Ronny Grunert (Fraunhofer IWU, Mitte) entgegen. Quelle: © AiF Projekt GmbH I

 

Unterrichtsfach „Leichtsinn am Steuer“

4. P.A.R.T.Y.-Tag zur Unfall-Prävention im BG Klinikum Duisburg
Duisburg, 08. Juni 2018 - Am 14. Juni 2018 wird das BG Klinikum Duisburg wieder einmal zu einem riesigen Klassenzimmer. Auf dem Stundenplan für rund 30 Schülerinnen und Schüler aus der Gesamtschule Duisburg Nord stehen ab 8:30 Uhr jedoch nicht Deutsch, Englisch oder Mathe, sondern eine ungewöhnliche Verkehrserziehung. Denn die 15-18-jährigen Teenager erleben am 4. sog. P.A.R.T.Y.-Tag, welche Verletzungsfolgen Leichtsinn, Alkohol & Drogen sowie Übermüdung im Straßenverkehr haben können.

Lernen und mitmachen Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte des BG Klinikums Duisburg haben dazu ein 5stündiges Informations- und Aktionsprogramm vorbereitet. Darin sehen die Schülerinnen und Schüler mit eigenen Augen, welche Stationen ein schwer verletzter Patient nach einem Unfall innerhalb der Klinik durchläuft – eine NotfallSimulation im Schockraum und ein Reanimationstraining zum Mitmachen inklusive. Sie lernen aber auch die Arbeit des Rettungshubschraubers „Christoph 9“ kennen und besuchen Intensiv- und Normalstation sowie die Bereiche Physiotherapie und Ergotherapie.

Ein besonderes Highlight ist die Aktion „Dress like Trauma“. Dort werden die Duisburger Jugendlichen von Helfern mit Verbänden, Schienen und Gehstützen ausgestattet wie sie auch viele Traumapatienten benutzen. Sie können so ansatzweise spüren, welche Einschränkungen im Alltag durch die Hilfsmittel entstehen. Schock-Videos von Unfällen, ein Gespräch mit einem querschnittsgelähmten Traumapatienten und eine Demo von Roboteranzügen – sog. Exoskeletten –, die selbst komplett Gelähmten das Laufen ermöglichen, runden die Veranstaltung ab.

„Der Blick hinter die Kulissen der modernen Unfallmedizin soll den Jugendlichen dabei helfen, gefährliche Lebensweisen zu überdenken und clevere Entscheidungen zu treffen“, sagen die Organisatoren der Veranstaltung Dr. Nikolaus Brinkmann und Dr. Jochen Schröder. Ziel des P.A.R.T.Y.-Tages sei es, Verkehrsunfälle u.a. durch Drogen oder Leichtsinn in Zukunft möglichst zu vermeiden.

Bundesweites Unfallpräventionsprogramm


P.A.R.T.Y. ist eines der weltweit erfolgreichsten und spannendsten Präventionsprogramme für Schulklassen & Jugendliche im Alter von 15-18 Jahren, das bundesweit in Zusammenarbeit mit führenden Unfallkliniken angeboten wird. P.A.R.T.Y. steht für: Prävention, Alkohol, Risiko, Trauma und Youth.

Im Rahmen des 4. P.A.R.T.Y.-Tages können die Jugendlichen auf dem Weg durch die Klinik begleitet und an den verschiedenen Stationen Fotos/Reportagen gemacht werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BG Klinikums Duisburg stehen zudem gerne für Interviews zur Verfügung.

Foto BG Klinikum Duisburg

 

Rheuma – was gibt es Neues bei Diagnose und Therapie?

Duisburg, 01. Juni 2018 - Allein in Deutschland leiden Millionen Menschen unter durch Rheuma verursachten Schmerzen an Gelenken, Muskeln, Sehnen oder im Bindegewebe. Auch wenn die Erkrankung nicht heilbar ist, lassen sich viele Symptome mit der richtigen Diagnostik und Therapie gut in den Griff bekommen. Dr. Monika Klass, Chefärztin der Klinik für Rheumatologie und physikalische Therapie an der Helios St. Johannes Klinik, informiert deshalb in ihrem Vortrag am Mittwoch, 6. Juni 2018 um 17:30 Uhr, über neue Behandlungsstrategien.

Im Anschluss steht die Expertin für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung findet im Schulungsraum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11, statt. Um vorherige Anmeldung unter Telefon 0203 546 2164 oder per E-Mail an info.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.

 

BG Klinikum Duisburg macht mit beim Aktionstag gegen den Schmerz

Schmerzspezialisten bieten am 5. Juni 2018 kostenlose Patienten-Hotline an
Duisburg, 30. Mai 2018 - Das BG Klinikum Duisburg beteiligt sich am 5. Juni 2018 am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Von 9.00 bis 18.00 Uhr ist dabei eine kostenlose Hotline unter der Telefonnummer 0800 18 18 120 eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten aus ganz Deutschland – darunter der Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin im BG Klinikum Duisburg Dr. Mike Papenhoff – Patientenfragen rund um das Thema Schmerz.

Darüber hinaus finden im Rahmen des von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. und ihren Partnerorganisationen organisierten Aktionstages bundesweit in über 300 Praxen, Kliniken, Apotheken und Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt.

23 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen Etwa 23 Millionen Deutsche berichten über chronische Schmerzen. Bei über 90 Prozent der Betroffenen sind diese, anders als oft vermutet, nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen Deutschen sind die chronischen Schmerzen sogar so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen.

Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit verbundenen psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung dieser Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patientinnen und Patienten sind daher die Ziele des 7. Aktionstags gegen den Schmerz am 5. Juni 2018.
Schmerzmedizin ohne „Pillen“ „Zu einer guten und wirksamen Therapie gehört ein umfassendes Konzept, das neben Arzneimitteln auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt“, sagt Papenhoff - Foto cap communications/Marcus Gloger. Zu letzteren gehören bei den Schmerzspezialisten im Duisburger Süden unter anderem Physio- und Ergotherapie, Akupunktur, Biofeedback und Blutegelbehandlung.

Aber auch die Elektrotherapie, Entspannungsverfahren, Hypnosetherapie, naturheilkundliche Verfahren und andere örtliche Behandlungsverfahren wie
Botulinumtoxin und „Chilipflaster“ kommen im BG Klinikum Duisburg regelmäßig zum Einsatz.
„Die nichtmedikamentöse Schmerztherapie hat in unserer Klinik große Bedeutung, weil wir die Beeinträchtigung durch Schmerzen nicht durch die Nebenwirkungen von Medikamenten ersetzen wollen“, sagt Papenhoff. Und weiter: „Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir Patientinnen und Patienten und Angehörige beraten und zugleich mit ihnen ins Gespräch kommen.“

Schmerzmedizin braucht Rückenwind Unterstützt wird Papenhoff von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., der mit über 3.500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Chronische Schmerzen beeinflussen massiv das Leben der Betroffenen. Zugleich entstehen durch Krankschreibungen und Frühverrentungen hohe Kosten für die Allgemeinheit. Das Thema Schmerz muss weit nach oben auf die Agenda der Gesundheitspolitik“, fordert Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

Kostenlose Patienten-Hotline am 5. Juni 2018 von 09:00 bis 18.00 Uhr unter Tel.: 0800 18 18 120

Mit dabei von 13:00 bis 15:00 Uhr: Dr. med. Mike Papenhoff Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin BG Klinikum Duisburg gGmbH Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg E-Mail: schmerzmedizin@bg-klinikum-duisburg.de

Das BG Klinikum Duisburg - Foto BG Klinikum Duisburg)

 

Beinamputierter Stand Up Paddler schafft Weltrekord

Patient des BG Klinikum Duisburgs steht 24 Stunden am Stück auf dem Board
Sonntag, 27. Mai 2018 in Xanten -  13:43 Uhr ist es, und der Stand Up Paddler auf dem Wasser der „Xantener Südsee“ geht unermüdlich seinem Sport nach. Fast 24 Stunden ohne Pause steht der beinamputierte Patient des BG Klinikums Duisburg Matthias Wagner jetzt auf seinem Board und paddelt. Die letzten paar Minuten bei über 30 Grad Hitze und Sonnenschein schafft er auch noch – Weltrekord.

„Ich bin erschöpft, aber auch sehr glücklich, dass ich als erster beinamputierter Stand Up Paddler einen Tag rund um die Uhr auf dem Wasser verbringen konnte“, sagt Wagner nach einer kurzen Erholungspause. Er habe ein Zeichen setzen wollen, dass man auch nach dem Verlust von Gliedmaßen Höchstleistungen im Sport und im (Arbeits-)Alltag vollbringen kann.

Wagners Motto ist: Es gibt keine Ausreden und Grenzen, man muss nur wollen. Benötigt wird zudem eine maßgeschneiderte Prothese, die das intensive Training 5-6 Mal die Woche und den Wettkampf ermöglicht, ohne Schäden am Beinstumpf zu verursachen.

200 Mitpaddler begleiten die Aktion Den Weltrekordversuch selber hat der Stand Up Paddler trotz aller Anstrengungen und Mühen sehr genossen: „Es ist ein tolles Gefühl, wenn das Wetter passt und man von 200 Mitpaddlern aus dem ganzen Bundesgebiet bei der Aktion begleitet wird“, so Wagner. In kleinen Paddelpausen, die aus medizinischen Gründen notwendig waren – Stumpfkontrolle, Krämpfe und Kreislaufprobleme –, wurde die Zeit gestoppt. „Die verlorene Zeit habe ich dann am Ende hinten drangehängt“, sagt der Extremsportler.

Faszinierend sei für ihn die Nacht auf dem Wasser gewesen. „Wenn man nichts sieht, schärfen sich die anderen Sinne, und man riecht etwa das Wasser viel intensiver“, beschreibt Wagner seine Erfahrungen bei dem erfolgreichen Event, das am 26. und 27. Mai 2018 rund 3.500 Zuschauer live vor Ort verfolgten.

Weltrekord schon drei Jahre nach der Amputation Dass es zu dem Weltrekord kommen konnte, ist nicht selbstverständlich. Erst knapp drei Jahre ist es her, dass dem selbstständigen Schweißwerkmeister im BG Klinikum Duisburg das linke Bein im Bereich des Oberschenkels amputiert wurde.

„Ich habe den Spezialisten in der Klinik viel zu verdanken“, meint Wagner. Erst dort habe er die nötige Hilfe erhalten, um nach einer langwierigen, sehr schmerzhaften Gelenkerkrankung – einer so genannten Arthrofibrose – zurück ins Leben zu finden. Darüber hinaus haben ihn die Schmerzmediziner des BG
Klinikums Duisburg u.a. beim Kampf gegen Phantomschmerzen nach der OP erfolgreich unterstützt.

BG Klinikum Duisburg unterstützt Event Auch beim Weltrekordversuch selbst stand die Unfallklinik dem Stand Up Paddler intensiv zur Seite. So wurde etwa der orthopädische Check Up für die Aktion – u.a. Stumpf- und Narbenkontrolle – vom Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Peter-Michael Hax durchgeführt.

Das BG Klinikum Duisburg spendet zudem 1.000 Euro an den Bundesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputation. Ziel der von Wagner initiierten Spendenaktion anlässlich des Weltrekordversuchs ist es, ein kostenloses Sommercamp für Mädchen und Jungen durchzuführen, die seit Geburt keine Gliedmaßen haben oder diese durch schlimme Krankheiten und Unfälle verloren haben.

„Wir unterstützen diese tolle Idee unseres Patienten gerne“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Klinik Ralf Wenzel. Auch im BG Klinikum Duisburg sei Inklusion ein wichtiges Thema.

 Matthias Wagner vor dem Weltrekordversuch am 26. Mai 2018 in Xanten. Foto BG Klinikum Duisburg

 

 

Check-Up für den Weltrekordversuch

BG Klinikum Duisburg unterstützt beinamputierten Stand Up Paddler
Duisburg, 24. Mai 2018 - Der 15. Dezember 2015 hat das Leben von Matthias Wagner von Grund auf verändert. Denn an diesem Tag musste ihm im Berufsgenossenschaftlichen Klinikum Duisburg der linke Oberschenkel amputiert werden. In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich der selbständige Schweißwerkmeister jedoch erfolgreich ins „normale“ Leben zurückgekämpft. So erfolgreich, dass er am 26. und 27. Mai 2018 in Xanten sogar einen Weltrekordversuch im Stand Up Paddling durchführt. Das BG Klinikum Duisburg hat seinen Patienten auch dabei unterstützt – durch einen orthopädischen Check-Up im Vorfeld des 24 Stunden dauernden Events.

„Bei Sportlern mit Exoprothesen müssen vor so einer Höchstleistung verschiedene orthopädische Parameter untersucht und kontrolliert werden“, erklärt der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. PeterMichael Hax den Hintergrund für den Check-Up. So wurde bei dem Leistungssportler etwa eine intensive Stumpfkontrolle durchgeführt. „Dies ist wichtig, weil gerade der Stumpf bei dem Weltrekordversuch extreme Belastungen aushalten muss“, so Hax.

Der Mediziner – selbst engagierter Läufer – untersuchte dabei unter anderem den Zustand der Narben und der umgebenden Muskulatur des Stumpfes. Ergebnis des Check-Ups: Wagner ist aus orthopädischer Sicht bestens gerüstet für den Weltrekordversuch.

„Es gibt keine Grenzen und keine Entschuldigungen“ „Wenn ich es schaffen will, 24 Stunden am Stück zu paddeln, muss alles passen“, meint Wagner. Deshalb sei der Check-Up in der Unfallklinik für ihn wichtig gewesen. „Jetzt habe ich den Kopf frei und kann ich mich am Wochenende ganz auf den Sport und das Paddeln konzentrieren.“ Um dafür fit zu sein, hat er in den letzten Monaten 5-6-mal die Woche intensiv für das Event trainiert.

Doch warum unternimmt Wagner eigentlich überhaupt einen Weltrekordversuch im Stand Up Paddling? „Mein Motto lautet ‚NO LIMITS und NO EXCUSES‘“, erzählt der engagierte Wassersportler. Er will mit der Aktion zeigen, dass man auch nach einer Arm- oder Beinamputation ein ganz normales Leben führen und sogar extreme sportliche Leistungen erbringen kann.

BG Klinikum Duisburg unterstützt Sommercamp für Kinder mit Arm- und Beinamputation Das BG Klinikum Duisburg unterstützt den Weltrekordversuch Wagners jedoch nicht nur medizinisch: Es spendet im Zusammenhang mit dem Event auch 1.000 Euro an den Bundesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputation. „Es gibt sehr viele Kinder, die seit ihrer Geburt keine Gliedmaßen haben oder diese durch schlimme Krankheiten und Unfälle verloren haben“, erklärt Wagner.

Das gesammelte Geld sei dafür gedacht, ein kostenloses Sommercamp mit vielen (sportlichen) Aktionen für solche Mädchen und Jungen auszurichten. Ziel ist es dabei, die sportliche Entwicklung der Kinder voranzubringen – und die Eltern davon zu überzeugen, mehr Vertrauen in die Fähigkeiten ihres Nachwuchses zu haben.

Check-Up bestanden: Dr. Peter-Michael Hax (rechts) und Matthias Wagner (links)  - Foto BG Klinikum Duisburg)

 

 

Was Blutplättchen leisten

UDE/UK Essen: SFB-Beteiligung  

Duisburg, 24. Mai 2018 - Mit den vielschichtigen Funktionen von Blutplättchen befasst sich ein neuer Sonderforschungsbereich, an dem auch die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) beteiligt ist. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den SFB in den kommenden vier Jahren mit rund 15 Mio. Euro. Das Projekt am Universitätsklinikum Essen wird mit rund 600.000 unterstützt.

 

Blutplättchen (Thrombozyten) haben viele verschiedene Gesichter: Mit ihrer Hilfe werden z.B. Blutungen gestoppt; sie können aber auch Herzinfarkte und Schlaganfälle auslösen, wenn sie zu Blutgerinnseln verklumpen. Deshalb werden häufig blutverdünnende Mittel eingesetzt, auch wenn dann auftretende Blutungen vom Körper selbst nicht mehr effektiv gestillt werden können.

 

Neu ist die Erkenntnis, dass Blutplättchen auch an Entzündungsvorgängen in Hirn und Gefäßen nach der Blutgerinnselbildung (Thrombo-Inflammation) beteiligt sind. Außerdem spielen sie eine Rolle bei der Tumorentstehung und Metastasierung und tragen dazu bei, Krankheitserreger abzuwehren und das Gewebe zu regenerieren.

 

Wie all das zusammenhängt, wird nun im Sonderforschungsbereich „Thrombozyten – molekulare, zelluläre und systemische Funktionen unter physiologischen und pathologischen Bedingungen“ von Wissenschaftlern aus Würzburg, Tübingen, Greifswald und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen untersucht.

 

„Die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen sind Kernthema unserer Forschung“, so Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen: „Wir wollen drei Dinge ganz genau wissen: erstens, wie sich Blutplättchen auf die Regeneration nach einem Schlaganfall im Hirngewebe auswirken; zweitens, welche Rolle sie dabei für Entzündung und Gerinnselbildung spielen und drittens, inwiefern sie am Absterben von Nervenzellen beteiligt sind.“

 

 

3. Sportmedizinisches Symposium des BG Klinikums Duisburg

Neue Tipps und Strategien für Sportmediziner

Duisburg, 22. Mai 2018 - „Wie behandelt man Kreuzbandverletzungen bei Spitzensportlern?“, „Was kann man gegen einen Golfer- oder Tennisellenbogen tun?“, „Helfen Einlagen und 3D-Bewegungsanalysen ambitionierten Läufern?“: Dies waren nur drei von 16 spannenden Themen beim 3. Sportmedizinischen Symposium zu dem das BG Klinikum Duisburg in den Business Bereich der SCHAUINSLAND-REISEN-ARENA eingeladen hatte.

Die rund 250 anwesenden Sportmedizin-Experten – Ärzte, Sportwissenschaftler und Therapeuten – aus dem gesamten Bundesgebiet beschäftigten sich aber auch damit, wie eine wirksame Rehabilitation nach Verletzungen aussehen muss und informierten sich über „Anti-Doping praxisnah“. Ausführlich vorgestellt wurden zudem Strategien und Tricks bei der Trainingssteuerung im Nachwuchsleistungssport.

Kernbereiche der modernen Sportmedizin im Visier „Als Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin im BG Klinikum Duisburg und Mannschaftsarzt des MSV Duisburg kenne ich die Sorgen, Nöte und Wehwehchen der Sportler in ihrem Trainings- und Wettkampfalltag genau“, sagt Veranstaltungsleiter Dr. Christian Schoepp. Ziel der Veranstaltung sei es deshalb gewesen, den Berufskollegen mithilfe von spannenden Vorträgen und in lebhaften Diskussionen Wissenswertes aus entscheidenden Kernbereichen der modernen Sportmedizin zu vermitteln.

Wichtig war es den Organisatoren etwa den Themenblock „Sportverletzungen und Sportschäden am Ellenbogen“ erstmals im Programm zu haben. Denn diese sind oft langwierig und nicht ganz einfach zu behandeln. Ein besonderes Augenmerk wurde aber auch darauf gelegt, wie die Sportlerinnen und Sportler ihre Leistung am besten optimieren können. „Was ist möglich, was nicht und was ist erlaubt, um dem wachsenden Erfolgsdruck stand zu halten“, beschreibt Schoepp dabei das breite Spektrum dieses Schwerpunktes.

Experten aus ganz Deutschland als Referenten Auf dem Programm standen darüber hinaus zwei Workshops zum Mitmachen zu den Themen „Moderne Faszienbehandlung mittels Stoßwellentherapie“ und „Mut zur Farbe – Einführung in das Kinesiotaping“. Eine umfangreiche Industrieausstellung rundete das 3. Sportmedizinische Symposium Duisburg ab.

Das nötige aktuelle sportmedizinische „Knowhow“ lieferten im Rahmen der Tagung renommierte Referenten aus ganz Deutschland, von denen einige schon seit Jahren als Mannschaftsarzt für Fußball-Traditionsvereine im In- und Ausland tätig sind.

Organisatoren erfreut über Rekordbeteiligung
Das Organisatoren-Team zeigten sich am Ende der Veranstaltung zufrieden mit dem Event: „Wir freuen uns sehr über die Rekordbeteiligung in diesem Jahr“, so Schoepp. Diese zeige, dass das Duisburger Experten-Forum mittlerweile einen prominenten Platz im bundesweiten medizinischen Veranstaltungskalender erobert habe. Und auch inhaltlich fiel das Fazit positiv aus: „Die Teilnehmer konnten viele wertvolle Tipps und Strategien für den Krankenhaus- oder Praxisalltag mit nach Hause nehmen“, so Schoepp.

Der Termin für die nächste Veranstaltung dieser Art steht schon fest: Am 10. Mai 2019 wird das dann 4. Sportmedizinische Symposium wieder im exquisiten Ambiente der SCHAUINSLAND-REISEN-ARENA stattfinden.

Hintergrund:
Sportmedizin im BG Klinikum Duisburg Im BG Klinikum Duisburg spielt die Sportmedizin bereits seit Jahren eine immer größere Rolle. Denn dieser medizinische Schwerpunkt nimmt nicht nur bei der Betreuung von Leistungssportlern breiten Raum ein, sondern auch bei der Versorgung und Nachbehandlung von Unfallverletzten aller Art.

Große Bedeutung hat dabei das Athletikum Rhein Ruhr, das im Jahr 2016 eröffnet worden ist. Herzstück dieses modernen, leistungsfähigen Bewegungslabors ist ein „SpeedCourt“, ein Sensor-bestücktes Mattensystem mit dem Sportler unter anderem explosive Antritte, dynamische Richtungswechsel und Koordination trainieren können. Rollstuhlfahrer dagegen lernen auf dem SpeedCourt ihr Hilfsmittel besser kennen und erhöhen ihre Fitness und ihr Reaktionsvermögen. Gangbild- und Laufanalysen – etwa für Patienten mit Endo- und Exoprothesen – gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum des Athletikums Rhein Ruhr.

„Mithilfe des Bewegungslabors kann das BG Klinikum Duisburg den gestiegenen Ansprüchen von Sportlern und BG-Versicherten gerecht werden“, fasst Schoepp den Wert des Athletikums zusammen.

1. Die Organisatoren der Tagung: Dr. Christian Schoepp (links) und Dr. Falk Ullerich (rechts) - Foto BG Klinikum Duisburg

Dr. Christian Schoepp referierte und moderierte im Rahmen der Tagung - Foto: BG Klinikum Duisburg

 

 

Tag der Händehygiene 2018 im BG Klinikum Duisburg

Black Box hilft beim Kampf gegen Keime

Duisburg, 18. Mai 2018 - Dass Händehygiene nicht nur für medizinische Fachkräfte in Krankenhäusern wichtig ist, hat das BG Klinikum Duisburg jetzt anlässlich des Welthändehygienetages deutlich gemacht. Patienten, Angehörige und andere Besucher, aber auch Beschäftigte aus Verwaltung, Technik oder Kita konnten im Rahmen einer Mitmach-Aktion ausprobieren, wie man seine Hände richtig desinfiziert.
An einem großen Infostand in der Eingangshalle präsentierte das Hygiene-Team der Unfallklinik um Ute Storm und Marlies Völkel allen Interessierten zudem Neuigkeiten und Hintergrundwissen zum Thema Händehygiene. Es wurden aber auch Flyer und Broschüren zum Mitnehmen angeboten.

Fluoreszenz macht Keime sichtbar „Viele Menschen denken, Händedesinfektion ist ein Kinderspiel“, sagt Storm, die im BG Klinikum Duisburg die Abteilung für Hygiene- und Gesundheitsmanagement leitet. Den Kampf gegen Keime könne man jedoch nur gewinnen, wenn man das Desinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden lang einwirken lasse und seine Hände dabei intensiv und flächendeckend mit dem Produkt einreibe.

Den „Mitmachern“ im BG Klinikum Duisburg führte eine „Hygiene-Black Box“ unmittelbar vor Augen, wie effektiv die eigene Händedesinfektion tatsächlich war. Das Gerät macht mithilfe von Fluoreszenz die Hautstellen sichtbar, die das Desinfektionsmittel nicht erreicht hat. „So mancher war doch sehr überrascht über das Ergebnis“, meint Storm.
Das Team des BG Klinikums stand den Schulungsteilnehmern natürlich gerne mit Rat und Tat zur Seite, um den Desinfektionsvorgang und damit die Händehygiene auf Dauer deutlich zu verbessern.

Wenzel: „Rundum gelungene Aktion“ Mit dem Ablauf der Veranstaltung im Rahmen der „Aktion saubere Hände“ zeigte sich der Vorsitzende der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg Ralf Wenzel rundum zufrieden: „Ich glaube, wir haben viele Menschen erreicht und für das Thema sensibilisiert, die sonst nur selten mit Händehygiene konfrontiert werden.“ Insgesamt haben fast 300 Personen an der
mehrstündigen Aktion teilgenommen – darunter auch viele kleine Gäste aus der Kindertagesstätte.
Angetan von der Schulung zeigten sich auch die Mitwirkenden beim Händehygienetag 2018. Denn neben vielen wichtigen Informationen gab es als Dankeschön für jeden kleine Präsente passend zum Thema – Fläschchen mit Desinfektionsmitteln, Desinfektionstücher und einiges andere mehr.

 Black-Box entlarvt Keime (Foto BG Klinikum Duisburg)

Das BG Klinikum Duisburg hat sich auf die akute und rehabilitative Behandlung von Unfallfolgen aller Art spezialisiert. Das Versorgungsspektrum umfasst alle Arten von Verletzungen, aber auch die spezialisierte Behandlung orthopädischer, Hand- und Plastisch-chirurgischer oder Schmerzpatienten.

 

Kinder- und Jugendärzte raten: Kein Ramadan-Fasten für Kinder!“  

Köln/Duisburg, 14. Mai 2018 - Für Muslime beginnt in der kommenden Woche die wichtigste Zeit des Jahres, der Fastenmonat Ramadan. 29 Tage lang dürfen sie tagsüber weder essen noch trinken. Die Vorschrift gilt auch für Kinder, die die Pubertät erreichen. Sie gelten im Islam als mündig. Kinder, die die Pubertät nicht erreicht haben, werden ermutigt, so viele Tage zu fasten wie sie können.
Nach Beobachtung vieler Kinder- und Jugendärzte versuchen viele Kinder, den Erwartungen der Familie gerecht zu werden und zu fasten.

Aus medizinischer Sicht ist das Fasten für Kinder und Jugendliche jedoch ungesund und schädlich, insbesondere der Verzicht auf Flüssigkeit. Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte: "Wir sehen während des Ramadan immer wieder sehr blasse und unkonzentrierte Kinder. Manche kommen gleich aus der Schule zu uns, sie werden uns vorgestellt, weil sie "zusammengeklappt" sind, weil sie starke Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen haben.
In diesem Jahr fällt der Ramadan in die Zeit der wichtigsten Wochen des Schuljahrs. Jetzt werden entscheidende Klassenarbeiten vor der Versetzung geschrieben und es finden Sportwettbewerbe statt. Das Fasten über den ganzen langen Tag, zumal wenn es draußenm warm ist, schädigt die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und es gefährdet auch die schulischen Leistungen.
Dazu kommt, dass die Kinder auch ihren normalen Schlaf nicht bekommen, denn nach Sonnenuntergang wird aufwendig gekocht und gegessen, morgens sind die Kinder todmüde. Insbesondere für chronisch kranke Kinder, Diabetiker etwa oder Kinder mit angeborenen Herzfehlern, ist der Ramadan eine höchst ungesunde Zeit. Sie brauchen einen ausgewogenen Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten und genug zu trinken. Wir raten vom Ramadan-Fasten für Kinder ab. Muslimische Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass das Fasten für sie ungesund ist.

Wir appellieren an alle muslimischen Eltern: sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder und Jugendlichen ausreichend trinken. Auch tagsüber! Stellen Sie ihnen Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen hin, ermutigen Sie sie zu trinken, geben Sie ihnen beim Sport oder auf dem Spielplatz eine gut gefüllte Trinkflasche mit. Nutzen Sie den Ramadan, um von Limo, Fruchtsaftgetränken, Eistee und Cola auf gesundes Wasser umzustellen. Wir Kinder- und Jugendärzte wünschen all unseren muslimischen Patientenfamilien einen gesegneten Ramadan."

 

 

Vortragsreihe "Gesund in Duisburg"
Narkose im Alter - Möglichkeiten der modernen Anästhesie
, 16.05., 17:30 Uhr

Duisburg, 09. Mai 2018 - Eine Operation in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) ist immer mit einer Ausnahmesituation für den Körper verbunden. Gerade bei älteren Menschen gilt es, die Belastung so gering wie möglich zu halten und Folgen wie das sogenannte postoperative Delir, also Verwirrtheitszustände nach einer OP, zu verhindern.
Dr. Markus Schmitz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Schmerztherapie am Helios Klinikum Duisburg, erläutert in seinem Vortrag am Mittwoch, 16. Mai 2018 um 17:30 Uhr, sichere und schonendere Narkosetechniken.

Im Anschluss steht der Experte für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung findet im Schulungsraum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11, statt.

Um vorherige Anmeldung unter Telefon 0203 546 2164 oder per E-Mail an info.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.

Symbolbild Narkose - HKD

 

 

Hygienesymposium fand großen Zuspruch

 Duisburg, 09. Mai 2018 - Fast 200 Teilnehmer im Fahrner Krankenhaus   Das ganztägige Symposium gliederte sich in Vorträge und Workshops bzw. Pflichtfortbildungskurse mit praktischen Anteilen auf, die von fachlich qualifizierten Dozenten geleitet wurden. Der thematische Schwerpunkt lag auf der Hygiene im klinischen Alltag.
Neben einem umfassenden Einblick in die verschiedenen Fachabteilungen durch Kurzvorträge wurden unterschiedliche Szenarien zum Thema Infektionsprävention, auch mit praktischen Übungen, trainiert sowie aktuelle Behandlungskonzepte vertieft. Das fand im Rahmen eines Parcours mit vier Stationen zu den Themen Prävention von Harnwegs-, Atemwegs-, und gastrointestinalen Infektionen sowie Bakteriämie und Sepsis statt. Zielgruppe des Hygienetages waren alle medizinischen Berufsgruppen und Fachbereiche sowohl des stationären als auch ambulanten Sektors, wie zum Beispiel Altenpflegekräfte, Ärzteschaft, Mitarbeiter aus Laboratorien und anderen Funktionsbereichen sowie Auszubildende.

 

Hygienetag  im Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord

Duisburg, 07. Mai 2018 - Am morgigen Dienstag findet im Evangelischen Krankenhaus Duisburg Nord ein Hygienetag statt. Hygiene bildet im klinischen Alltag einen Schwerpunkt. Die interdisziplinäre Hygieneveranstaltung richtet sich somit an alle medizinischen Berufsgruppen und Fachbereiche sowohl des stationären als auch des ambulanten Sektors.
Neben einem umfassenden Einblick in die verschiedenen Fachabteilungen durch Kurzvorträge werden viele Szenarien zum Thema Infektionsprävention durch praktische Übungen trainiert und Behandlungskonzepte in Workshops nach neuestem Stand vertieft. Die Schirmherrschaft über das Hygienesymposium hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss übernommen, die diese Veranstaltung auch eröffnen wird.

 

Infoabend rund um die Geburt

Duisburg, 02. Mai 2018 - Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 7. Mai 2018 um 18 Uhr.

Ärzte aus dem Geburtshilfe-Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung. Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Schulungsraum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.

 

Neue Online Selbsthilfeinitiative für pflegende Angehörige

Düsseldorf/Duisburg, 24. April 2018 - Sieben von zehn Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt, zwei Drittel von ihnen ausschließlich durch Angehörige. Sie sind durch die Pflege vielfach stark belastet und wissen oft nicht, dass es für pflegende Angehörige eine große Zahl an Entlastungs- und Beratungsangeboten gibt. Das hat eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) gezeigt.

 

Online-Portal ergänzt bestehende Selbsthilfeangebote

Genau an dieser Stelle setzt die Interessenvertretung begleitender Angehörigen und Freunde in Deutschland e. V. - (wir pflegen e. V.) mit dem neuen Modellprojekt "Online Selbsthilfe Initiativen für pflegende Angehörige" (OSHI-PA) an. Ziel ist es, bestehende Selbsthilfeangebote um digitale Medien zu ergänzen. Wir pflegen e. V. will mit diesem Projekt Angehörige ermutigen, sich untereinander mehr auszutauschen.
"Wer einen lieben Menschen pflegt, kommt oft nicht aus dem Haus. Traditionelle Selbsthilfeangebote können dann nicht genutzt werden", erklärt Sebastian Fischer, Vorstand wir pflegen e. V. "Durch den Einsatz digitaler Medien, können sich die Angehörigen thematisch oder zielgruppenspezifisch sowohl bundesweit als auch lokal zu jeder beliebigen Uhrzeit austauschen", so Fischer. Das Bundesministerium für Gesundheit und die TK in Nordrhein-Westfalen (NRW) unterstützen und fördern OSHI-PA.

 

Digitalisierung erweitert das Angebot der Selbsthilfe

In NRW leben rund 640.000 pflegebedürftige Menschen, bundesweit sind es 2,9 Millionen - Tendenz steigend. "Die Sozialstruktur wird sich zukünftig verändern und die Sorge um den Pflegebedürftigen wird zunehmend als gesamtgesellschaftliche Aufgaben gesehen. Das erfordert auch eine Anpassung der Pflege-Arrangements“, sagt Ulrich Adler, Leiter regionales Vertragswesen der TK in NRW.
"Menschen aller Altersklassen suchen immer häufiger Hilfe im Internet. Auch im Bereich der Selbsthilfe ist es an der Zeit, neue digitale Wege zu gehen. Von daher begrüßen wir, dass sich wir pflegen e. V. diesem neuen Weg öffnet und ihn für pflegende Angehörige ebnet. Gerne unterstützen und fördern wir deshalb das Projekt OSHI-PA."

 

Projekt startet mit Bedarfsermittlung von pflegenden Angehörigen

Begonnen hat das Projekt Anfang des Jahres, mit Workshops in denen Experten  pflegenden Angehörigen interviewten, um ihre Bedarfe zu ermitteln. "Die ersten Auswertungen zeigen uns, dass viele Angehörige neue Möglichkeiten suchen, sich zu vernetzten, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Insbesondere ist ihnen wichtig, schnell an Informationen und persönliche Kontakte via Internet und über soziale Medien zu kommen", sagt Susanne Hallermann, Projektkoordinatorin in NRW.
Zeit- und ortsunabhängige soziale Teilhabe zu ermöglichen sei ein zentrales Anliegen des Modellprojekts. Weitere Kooperationspartner sind die Firma zone 35/beranet innovativ, das Unternehmen unterstützt den Verein wir pflegen e. V. bei der technischen Gestaltung, und die Katholische Hochschule NRW, die das auf drei Jahre ausgelegte Projekt wissenschaftlich evaluiert.

 

Das Projekt OSHI-PA wird am 27. April 2018 bei der öffentlichen Fachtagung "Stark durch Selbsthilfe“ in Münster, vorgestellt. Verschiedene Akteure der Selbsthilfe beleuchten und diskutieren die aktuelle Situation und Herausforderungen für pflegende Angehörige in NRW. Veranstaltungsort: Fachhochschule Münster, Deilmann Haus, Raum 107, Johann-Krane-Weg 23, 48149 Münster, Zeit: 16.00 -18.30 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten.

 

 

Hepatitis C Screening

Duisburg, 24. April 2018 - Die Klinik für Gastroenterologie am Evangelischen Bethesda Krankenhaus Duisburg lädt zu einem kostenlosen Hepatitis C Screening ein. Hepatitis C ist eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) verursacht wird. Eine Neuinfektion (“akute Hepatitis C”) führt nur selten zu Symptomen und kann bei etwa 20-50% der Betroffenen in den ersten sechs Monaten von selbst ausheilen.
Meistens wird die akute Infektion jedoch chronisch (50-80%) und bleibt dann dauerhaft im Körper. Eine chronische Hepatitis C verläuft je nach Mensch und Lebenssituation unterschiedlich. Wird die Infektion nicht behandelt, kommt es nach zwei bis drei Jahrzehnten bei 15 bis 30% der Betroffenen zu Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs. Durch neue Medikamente ist Hepatitis C jedoch heute fast immer heilbar.  
Am Mittwoch, den 16. Mai kann sich jeder in der Zeit von 12:00 bis 17:00 im Foyer des Bethesda Krankenhauses, Heerstraße 219 in Duisburg Hochfeld (47053 Duisburg) auf diese Leberentzündung testen lassen. Die Befundmitteilung erfolgt dann zwei Wochen später im Sekretariat von Chefarzt Prof. Dr. Sagir. Neben dem kostenlosen Screening werden Patientenseminare zu folgenden Themen angeboten:  
-       Wie wird Hepatitis C übetragen?
-       Therapiemöglichkeiten der Hepatitis C
-       Folgen der Hepatitis C

 

 

Neue Sektion für Kindernephrologie und Kinderurologie am Helios Klinikum - Helios-Chefarzt erhält Professur

Duisburg, 23. April 2018 - Mit Dr. Iris Rübben und Priv.-Doz. Dr. Udo Vester wechseln zwei besondere Spezialisten rund um die Krankheiten von Nieren und Harnwegen aus Essen an das Helios Klinikum Duisburg

 

Im Kindesalter sind Erkrankungen von Nieren, Harnleiter oder Blase nicht selten, doch ist es für Eltern oftmals schwierig, den passenden Spezialisten zu finden. Wer weiß schon, wo der nächste Kinderarzt mit der Weiterbildung in Nierenheilkunde oder der nächste Urologe mit dem Schwerpunkt Kinderurologie tätig ist? Beide Fächer sind in Nordrhein-Westfalen nur an wenigen Kliniken vertreten. Umso wertvoller für Patienten kann es daher sein, beide eng verwandten Fachgebiete gebündelt in einer Abteilung vor Ort zu haben.

Mit der Sektion für Kindernephrologie und Kinderurologie, kurz KiNU, ist deshalb jetzt an der Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn ein ganz besonderer Schwerpunkt für Kinder- und Jugendliche mit Erkrankungen der Nieren, der Harnorgane und des Genitals entstanden. „So fächerübergreifend verbunden gibt es das selbst an Universitätskliniken nicht“, freut sich auch Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael über den Zuwachs. Gemeinsame Räumlichkeiten und Visiten, enge Abstimmung bei Diagnostik und Therapie, kurze Wege und einheitliche Ansprechpartner für die kleinen Patienten und ihre Eltern – das ist das zukünftige Konzept des neuen Bereichs. Angesiedelt ist er unter dem Dach der Kinderklinik, das heißt, bei Bedarf sind die Patienten auch optimal durch alle anderen pädiatrischen Spezialisten mitversorgt.

 

Verantwortet wird die Sektion gemeinschaftlich von Dr. med. Iris Rübben und Priv.-Doz. Dr. med. Udo Vester. Rübben ist ausgewiesene Expertin für die urologischen Bereiche bei Kindern und kommt von der Essener Uniklinik, wo die 50-Jährige lange Jahre die Sektion Kinderurologie leitete. Zu ihrem Fachgebiet gehören unter anderem die Versorgung von Erkrankungen der Urogenitalorgane, etwa bei einem Hodenhochstand, kindlichem Einnässen oder Harnabflussstörungen.
Neben Aufklärung und Beratung zu allen kinderurologischen Krankheitsbildern übernimmt sie auch die notwendigen operativen Eingriffe wie Nierenbeckenplastiken, Harnleiter- und Harnröhrenrekonstruktionen oder Tumorentfernungen im Harntrakt. Ihr Medizinstudium absolvierte sie in Essen danach folgten kinderurologische Ausbildungsjahre in Linz, Innsbruck und Regensburg, bevor sie 2010 wieder ins Ruhrgebiet zurückkehrte.

 

Vester wiederum  ist ein erfahrener und renommierter Nierenspezialist für Kinder. Seine Weiterbildung zum Pädiater und Kindernephrologen absolvierte er an der Medizinischen Hochschule Hannover und war danach 20 Jahre als leitender Oberarzt in der Kindernephrologie an der Uniklinik Essen tätig. Ein besonderer Schwerpunkt des 58-Jährigen liegt in der Ultraschalldiagnostik, seine Qualifikation ist durch die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin mit der höchsten Stufe III - dem sogenannte DEGUM III-Ultraschall – zertifiziert. Eine Expertise über die nur wenige ärztliche Kollegen bundesweit verfügen.

 

Zum Team gehören zusätzlich unter anderem Johanna Bremer, Fachärztin für Urologie und Urotherapeutin sowie Schwester Miriam Hackmann, die auch Kontinenztrainerin ist. Beide waren bereits in Essen im kinderurologischen Team engagiert und kennen die Bedürfnisse der kleinen Patienten mit Nieren- oder Urogenitalerkrankungen bestens.
"In dieser Form so eng zusammen für die Patienten und ihre Familien tätig sein zu können, ist etwas Besonderes und kommt den Betroffenen zu Gute“, so Dr. Rübben. Doppelte Untersuchungen oder zeitlich aufwendige Mehrfachtermine fallen weg, die Familien haben eine feste Anlaufstelle und finden durchgängig bekannte und mit der Erkrankung vertraute Ansprechpartner vor.

Auch für Dr. Vester ist das ein großer Gewinn: „Familien mit einem kranken Kind sind so schon genug belastet und in ständiger Sorge. Da versuchen wir, ihnen zumindest die Zeit der Behandlung so stress- und barrierefrei wie möglich zu machen.“ Unterstützt werden sie dabei von modernster Medizintechnik, die alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren ermöglicht. Dafür wurde unter anderem eine neue High-End-Ultraschalleinheit angeschafft.

Für ihre zukünftige Arbeit in Duisburg haben die beiden schon weitreichende Pläne: „Wir wollen die Abteilung weiter ausbauen und gemeinsam mit den Kollegen aus der Kinderklinik und den niedergelassenen Ärzten aus der Umgebung ein starkes Netzwerk bilden.“

Die medizinischen Experten der neuen KiNU: v.l. Heike Engels und Christine Schöne, beide Stationsleitungen der Kinderklinik, die beiden Sektionsleiter Dr. Iris Rübben und Priv-Doz. Dr. Udo Vester (hinten), Urotherapeutin Miriam Hackmann, Chefarzt der Kinderklinik Dr. Peter Seiffert (hinten), Urologin Johanna Bremer und Intensiv-Stationsleitung Regina Lange.

 

Helios-Chefarzt erhält Professur

Die Universität Duisburg Essen (UDE) hat Priv.-Doz. Dr. med. Frank vom Dorp, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie an der Helios Marien Klinik, zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 2011 habilitierte vom Dorp über Prognosefaktoren des Harnblasenkarzinoms, erhielt die Lehrbefugnis für das Fach Urologie und wurde zugleich Mitglied der Medizinischen Fakultät der UDE.
Seitdem bringt er den angehenden Medizinern regelmäßig die Urologie im Rahmen der Hauptvorlesung zum Fachgebiet sowie bei Studentenkursen am Essener Universitätsklinikum näher. „Es freut mich, durch mein Engagement an der Universität dazu beizutragen, talentierte, gut ausgebildete Nachwuchskräfte für die Urologie zu gewinnen“, erklärt der Chefarzt sein Lehrengagement.
Überreicht wurde die Urkunde vom Dekan der Medizinischen Fakultät, die Verleihung der Professur erfolgt auf Vorschlag des Fachvertreters. Voraussetzungen sind neben dem kontinuierlichen Lehrengagement auch wissenschaftliche Tätigkeiten, die in Publikationen in medizinischen Fachzeitschriften ihren Niederschlag finden. 

Prof. Dr. vom Dorp wird in PubMed, einer englischsprachigen Datenbank mit medizinischen Artikeln, inzwischen in 89 Artikeln als Autor geführt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt dabei vor allem auf der Diagnostik und Therapie des Harnblasenkarzinoms. Von 2000 bis 2003 war vom Dorp als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Uniklinik Essen tätig. Seine Expertise für das Harnblasenkarzinom führte 2016 und 2017 zudem zur Platzierung in der Liste der Top-Mediziner Deutschlands des Verbrauchermagazins „Guter Rat“.

 

 

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVJ) wehrt sich gegen die geplante Aushöhlung der Schuleingangsuntersuchungen

Duisburg, 23. April 2018 - "Schuleingangsuntersuchungen ohne Schulärzte darf es nicht geben!" Jedes Kind in Deutschland wird vor Eintritt in die Grundschule gründlich auf seine Schulfähigkeit und Schulbereitschaft untersucht. Dabei werden speziell Gesundheits- und Entwicklungsrisiken erfasst und ärztlich bewertet, die den Schulalltag beeinflussen könnten und insbesondere eine Beratung von Eltern und Schule erfordern.
Bei Bedarf leitet der Arzt oder die Ärztin das Kind weiter an niedergelassene Kinder- und Jugendärztinnen und Ärzte oder Fördereinrichtungen.
Die Schuleingangsuntersuchungen führen Kinder- und Jugendärzte der Gesundheitsämter durch.
Doch nun gibt es Pläne, die Schuleingangsuntersuchungen nur noch durch Assistenzpersonal durchführen zu lassen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte protestiert gegen dieses Vorhaben auf das Schärfste. Dr. Gabriele Trost-Brinkhues, Sprecherin des Ausschusses „Kind, Schule und öffentlicher Gesundheitsdienst“ im BVKJ nennt die geplante Aushöhlung der Schuleingangsuntersuchungen einen Skandal: "Schuleingangsuntersuchungen sind wichtige Vorsorgeuntersuchungen mit dem Fokus Schule. Wie alle Vorsorgen müssen sie von erfahrenen Kinder- und Jugendärzten des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes durchgeführt werden. Aus Spargründen damit nur Assistenzpersonal zu betrauen, ist fahrlässig und gefährlich. Assistenzpersonal kann Kinder wiegen oder messen und auch einige festgelegte Untersuchungsteile durchführen, auf keinen Fall aber den Gesundheits- und Entwicklungszustand von Kindern sozialpädiatrisch fachgerecht befunden und anschließend beurteilen, ob das Kind beispielsweise noch vor Schuleintritt Förderung oder auch bestimmte Maßnahmen in der Schule benötigt oder gesundheitliche Besonderheiten zu beachten sind.

Die Beratung der Eltern und der aufnehmenden Schule in Kenntnis der Möglichkeiten vor Ort steht im Vordergrund. Wegen ihrer Gründlichkeit und den daraus gewonnenen Erkenntnissen ist die Schuleingangsuntersuchung seit vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte. Alle Kinder sollen zum Schulstart die gleichen Chancen bekommen. Wir sind uns sicher, dass kein Vater, keine Mutter in Deutschland zulassen wird, dass in Zukunft Assistenzpersonal diese – mit Blick auf die Schule, den „Arbeitsplatz von Kindern“ - so wichtige Untersuchung ihrer Kinder alleine durchführt∞ sowenig wie jemand auf die Idee käme, eine Kinder-Vorsorgeuntersuchung ohne Arzt haben zu wollen. Und dies nur, weil Länder und Kommunen sparen wollen."

 

 

10. Duisburger Selbsthilfetag

Duisburg, 19. April 2018 - Am Freitag findet der nun schon 10. Duisburger Selbsthilfetag auf der Königstraße zwischen City-Palais und Forum statt. Die rund 200 Duisburger Selbsthilfegruppen bieten interessante Gespräche, Aktionen und ein buntes Bühnenprogramm von 12 bis 18 Uhr in der City.

 

 

 

Blick hinter die Kulissen der Kinderkardiologie im Herzzentrum Duisburg

 Duisburg, 19. April 2018 - Die überregional tätige Klinik im Herzzentrum Duisburg hat im Sommer 1998 ihre Arbeit aufgenommen und bietet einen Blick hinter die Kulissen der Kinderkardiologie. Ärztliche und pflegerische Vorträge sowie Besichtigungen des Herzkatheterlabors, der Ambulanz sowie der Operationsabteilung ermöglichen interessante Einblicke in das breitgefächerte Leistungsspektrum auch zum Thema angeborene Herzfehler. Die Leitungskräfte der kinderkardiologischen Allgemein- und Intensivstation führen über ihre Stationen und laden zu interaktiven Gesprächen ein.

Termin:
Mittwoch, 25. April von 09:30 bis 16:30 Konferenzraum Herzchirurgie, Raum 516/517, EG Herzzentrum Duisburg Gerrickstraße 21, 47137 Duisburg

 

Das „Große Einmaleins“ medizinischer Gutachten

Veranstaltung im BG Klinikum Duisburg stellte aktuelles Wissen für medizinische Sachverständige vor

Duisburg, 19. April 2018 - Fast 100 Ärzte aus dem ganzen Bundesgebiet waren am Wochenende im BG Klinikum Duisburg zu Gast, um sich ausführlich über die Erstellung von medizinischen Gutachten zu informieren. Renommierte Experten stellten den Teilnehmern im Rahmen der 2-tägigen Veranstaltung das für die Arbeit als Sachverständiger nötige Know-how ausführlich vor. Sie gaben ihnen aber auch viele Tipps für die gutachterliche Praxis an die Hand.

„Ein Gutachter muss über die erforderliche medizinische Kompetenz verfügen, aber auch die unterschiedlichen Vorgaben des Versicherungsrechtes beherrschen, um ein in allen Belangen einwandfreies und damit für den Auftraggeber nutzbares Gutachten erstellen zu können“, beschreibt Kursleiter Dr. Peter-Michael Hax – Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im BG Klinikum Duisburg –, das komplexe Anforderungsprofil der medizinischen Sachverständigen.

Beide Seiten der „Medaille“ seien im Rahmen der von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zertifizierten Veranstaltung thematisiert und diskutiert worden.

Praktische Gutachtenerstellung im Visier
Dr. Sven Lundin, Oberarzt im BG Klinikum und Mitglied der Kommission „Gutachten“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), nennt einen anderen Schwerpunkt des Expertenseminars: „Die praktische Gutachtenerstellung wird – gestützt auf klare Handlungsanleitungen – erlernt und geübt, um mit einer verbesserten Gutachtenqualität den Anforderungen der DGUV zu entsprechen.“

Ziel sei es letztlich gewesen, den anwesenden Ärzte das „Große Einmaleins“ zu vermitteln, wie ein Gutachten auszusehen hat und wie es präzise und aussagekräftig formuliert werden sollte. Die Einschätzungen der Gutachter dienen als wichtige Entscheidungsgrundlage für berufsgenossenschaftliche Verwaltungen oder von Gerichten, die etwa über Rentenansprüche zu befinden haben.

Hilfe für den Praxis-Alltag
Zu dem großen Themenspektrum im Rahmen der Veranstaltung gehörten neben Rahmenbedingungen und Begrifflichkeiten spannende Fragestellungen wie „Welche Rechte und Pflichten hat ein Gutachter?“, „Wie unterscheidet sich in der Praxis die Begutachtung im Haftpflichtfall von der in der privaten Unfallversicherung?“ oder „Welche Vergütung erhalten die medizinischen Sachverständigen bei den verschiedenen Gutachten?“.

„Ich glaube, die Teilnehmer des Expertenseminars haben einen guten Überblick über die entscheidenden Kriterien und Regeln der Gutachtenerstellung erhalten und können vieles davon in ihrem Praxis-Alltag direkt verwenden“, so das Fazit von Hax am Ende der aus seiner Sicht erfolgreichen Veranstaltung.

 Fast 100 Ärzte nahmen an der Fortbildung im BG Klinikum Duisburg teil. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

Das BG Klinikum Duisburg aus der Vogelperspektive. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

Das BG Klinikum Duisburg hat sich auf die akute und rehabilitative Behandlung von Unfallfolgen aller Art spezialisiert. Das Versorgungsspektrum umfasst alle Arten von Verletzungen, aber auch die spezialisierte Behandlung orthopädischer, hand- und plastisch-chirurgischer oder Schmerzpatienten.

Als Krankenhaus mit Maximalversorgungscharakter und überregionales TraumaZentrum gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und Mitglied des TraumaNetzwerks Ruhrgebiet kann das BG Klinikum Duisburg für sich in Anspruch nehmen, Spitzenleistungen bei der Versorgung von Schwerstverletzten zu bieten. Gemeinsam mit der „Klinik für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und dem Zentrum für Schwerbrandverletzte“, der „Klinik für Schmerzmedizin“, der „Klinik für Neurologie und Psychotraumatologie“ sowie der „Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin“ hat die „Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie“ eine weit über die Region Niederrhein/Ruhrgebiet hinausreichende Reputation.

Das BG Klinikum Duisburg gehört zum BG Kliniken-Konzern. Dieser besteht aus neun berufsgenossenschaftlichen Akutkliniken, zwei Kliniken für Berufskrankheiten und zwei BG-Ambulanzen. Mit 12.000 Mitarbeitern und jährlich über 500.000 Patienten ist der Konzern eine der größten Klinikgruppen in Deutschland. Weitere Informationen: www.bg-kliniken.de.

 

UDE/UK: Neue Therapie zur Behandlung von Osteoporose

Molekül lässt Knochen wachsen

 

Duisburg, 18. April 2018 - Häufige Frakturen, instabile und brüchige Knochen – wer Osteoporose hat, leidet unheilbar an Knochenschwund. Prof. Dr. Bodo Levkau und sein Team vom Institut für Pathophysiologie in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben jetzt ein Molekül entdeckt, dass Knochen wieder wachsen lässt. Die Ergebnisse werden aktuell in der renommierten Zeitschrift Nature Medicine vorgestellt.

 

Volkskrankheit Osteoporose: Rund 200 Millionen Menschen leiden weltweit an der Stoffwechselkrankheit der Knochen. Bei fast jeder dritten Frau und jedem fünften Mann jenseits der 50 brechen die Knochen deshalb leichter und schneller. „Bisher sind die Schwerpunkte der Therapien hauptsächlich auf Medikamente beschränkt, die den weiteren Knochenabbau bremsen, aber nicht die nachlassende Knochenbildung stimulieren“, erklärt Prof. Dr. med. Bodo Levkau. Zwar gibt es ein zugelassenes Medikament mit ähnlichem Behandlungsziel; es ist aber nicht für jeden Osteoporose-Patienten geeignet und nicht risikofrei.

 

Auf der Suche nach einer neuen Therapiemöglichkeit, ist die Arbeitsgruppe von Prof. Levkau im Universitätsklinikum Essen auf das körpereigene Molekül Sphingosin-1-Phosphat (S1P) gestoßen. „Erhöht man die S1P-Konzentration im Körper, in dem man den Abbau hemmt, vermehrt man die Knochenmasse und steigert ihre Bruchfestigkeit“, so Levkau. „Die Zellen, die Knochensubstanz produzieren (Osteoblasten), werden angeregt, während die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten), gleichzeitig gehemmt werden.“ Dass die Therapie wirkt, konnten die Wissenschaftler in experimentellen Mausmodellen nachweisen.

 

Zufällig entdeckten Levkau und seine Kollegen dabei auch, dass sich mit der Therapie auch das Fettgewebe reduzieren lässt. „Besondere Stammzellen können entweder zu Knochen- oder Fettgewebe werden, und S1P fördert die Entwicklung von Knochen auf Kosten des Fettgewebes – ein willkommener Nebeneffekt“, so Levkau. „Wir konnten gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Greifswald in der großen deutschen SHIP-Trend Studie mit über 4000 Teilnehmenden zeigen, dass S1P als Marker für Knochenaufbau und -gesundheit dient.“ Damit ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine Therapie für beide Volkskrankheiten, Osteoporose und Fettsucht, zu finden. Ein Zusammenhang wird bereits seit Jahren diskutiert.

 

 

Hospiz Bethesda sucht Verstärkung  

Duisburg, 16. April 2018 - Im ambulanten Hospizdienst Bethesda e.V. sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unersetzbar. Der ambulante Hospizdienst Bethesda begleitet unheilbar erkrankte und sterbende Menschen dort, wo sie zu Hause sind.
Dort unterstützt er auch deren Angehörige. Das kostenlose Angebot gilt für alle, unabhängig von Alter und Lebensumständen.  
Die nächsten Orientierungsseminare für ehrenamtliche Mitarbeiter finden statt am Samstag, den 21. April 2018 von 9.30 bis 15.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße).
Für nähere Informationen steht Frau Gesa Branding unter Tel. 0203 6008-1820 mobil 01577-2363781 oder per Mail an die g.branding@bethesda.de gerne zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.  
Sie unterstützen die betroffenen Menschen auf vielfältige Weise im täglichen Tun, indem sie zum Beispiel mit den Patienten oder deren Angehörigen Gespräche führen, ihnen vorlesen oder mit ihnen ein Stück spazieren gehen. Jeder ehrenamtliche Mitarbeiter kann sein persönliches Engagement nach seinen Neigungen und Fähigkeiten ausrichten.

Für Patienten, Angehörige und Besucher, die in diesen schweren Zeiten der Krankheit stark belastet sind, ist es hilfreich, auf Menschen im Hospizdienst zurückgreifen zu können. Die Ehrenamtlichen helfen mit der jeweiligen Situation umzugehen, sie bieten Entlastung und spenden Trost.

Das Qualifizierungsseminar richtet sich an Menschen, die sich näher mit dieser Thematik und sich selbst auseinandersetzen möchten. Denn Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen kann eine sinnvolle Aufgabe sein. In mehreren aufeinander aufbauenden Terminen werden unter anderem Themen wie die Geschichte der Hospizbewegung, die Entwicklung von Werten, die Bedürfnisse von Menschen am Lebensende oder eigene Motivation sein.

    

- Gesundheitsamt der Stadt Duisburg ruft erneut zur Masernimpfung auf
- Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten

 Gesundheitsamt der Stadt Duisburg ruft erneut zur Masernimpfung auf  
Duisburg, 10. April 2018 - Die Ausbreitung der Masern beschleunigt sich in Duisburg. Seit dem 23. Februar sind in Duisburg zwischenzeitlich insgesamt wieder 30 Menschen an Masern erkrankt,  davon allein fünf seit der letzten Woche. Aktuell erkranken vor allem auch Menschen, die nach 1970 geboren wurden und nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden.  
Weiterhin besteht die konkrete Möglichkeit, dass Masern durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen beim Husten, Sprechen und Nießen sowie durch Kontakt mit infektiösem Sekret aus Nase und Rachen auch auf andere Menschen übertragen werden.  
Eine Masern-Infektion ist keine harmlose Kinderkrankheit, denn bei etwa jedem zehnten Betroffenen treten Komplikationen auf. Dadurch, dass aktuell auch in Duisburg Menschen das Masernvirus ausscheiden können, sind ungeimpfte, „ältere“ Menschen und Kinder unter einem Jahr besonders gefährdet.  
Gerade auch zum Schutz dieser kleinen Kinder, die noch nicht regulär geimpft werden aber besonders schwer erkranken können, sollten ungeimpfte oder nur einmal gegen Masern geimpfte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei denen sich im Impfausweis kein oder nur ein Vermerk über eine Masernimpfung finden lässt  (Eintrag MMR), beim Haus- oder Kinderarzt gegen Masern impfen lassen.

Bei Menschen, die früher Masern „durchgemacht haben“ oder zweimal gegen Masern geimpft wurden, besteht eine weitgehender Schutz gegenüber dieser Erkrankung. Bislang hat das Gesundheitsamt versucht, die Kontaktpersonen der Erkrankten zu ermitteln und gezielt über die Notwendigkeit der Impfung zu informieren. Das ist bei der Vielzahl der Erkrankungen und Kontakte nicht mehr möglich. Das Gesundheitsamt ruft daher noch einmal eindringlich alle Duisburger Bürgerinnen und Bürger zur Impfung auf.  

 

Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten

Eine repräsentative Umfrage vom Dezember 2017 hat gezeigt: Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen weist aus Sicht vieler Befragter Defizite auf. Bemängelt wurden lange Wartezeiten auf Arzttermine, weite Wege und weniger Informationsmöglichkeiten. Auch für Krebspatienten und ihre Angehörigen kann diese Situation belastend sein. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ersetzt keinen Arzttermin, er bietet aber Antworten auf dringende Fragen – schnell und fachlich fundiert.

Laut einer Forsa-Umfrage, die der Verband der Ersatzkassen e. V. 2017 in Auftrag gegeben hat, sind ein Viertel der Menschen im ländlichen Raum mit der Gesundheitsversorgung vor Ort unzufrieden: Für über 50 Prozent dauert das Warten auf einen Facharzttermin zu lang und die Entfernung zur entsprechenden Praxis ist zu weit.
Fast die Hälfte von ihnen wünscht sich für die Auswahl und Suche einer Arztpraxis oder eines Krankenhauses mehr Informationen. Außerdem findet jeder sechste Befragte in ganz Deutschland, dass sich Ärzte zu wenig Zeit für ihn nehmen. Auch viele Krebspatienten fragen sich, an wen sie sich wenden können, mit ihrem aktuellen Informationsbedürfnis, ihren Unsicherheiten und Ängsten. 

Der Krebsinformationsdienst als ergänzendes Angebot
„Wir können das Gespräch mit dem behandelnden Arzt zwar nicht ersetzen. Aber wir sind ein fachlich versierter Ansprechpartner für alle, die schnell individuelle Informationen zu Krebs benötigen – auch außerhalb von üblichen Sprechzeiten“, erläutert Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes. Täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr unter 0800-420 30 40 und unter krebsinformationsdienst@dkfz.de beantworten Ärztinnen und Ärzte alle Fragen zum Thema Krebs.
Garant für die Verlässlichkeit der Informationen des Krebsinformationsdienstes ist eine umfangreiche Datenbank. Sie enthält über Jahrzehnte gesammeltes Wissen zum Thema Krebs und wird regelmäßig mit dem Neuesten aus Forschung und Klinik gefüttert. Auch die Inhalte der Webseite www.krebsinformationsdienst.de beruhen auf diesem großen Wissensfundus – unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand.

Viel Zeit und ein offenes Ohr
Auch wenn es den KID schon seit mehr als 30 Jahren gibt, flächendeckend bekannt ist er noch nicht. Zurzeit nutzen vor allem Menschen aus Baden-Württemberg, dem Heimatland des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums, das Angebot intensiv. Dr. Susanne Weg-Remers dazu: „Gerne möchten wir auch für Ratsuchende aus den anderen Bundesländern da sein, denn wir bieten Leistungen, die nicht selbstverständlich sind: fundierte Fakten zur Erkrankung einerseits, aber auch Einfühlungsvermögen, viel Zeit für jeden Einzelnen und ein offenes Ohr.“

 

- "Kinder haben ein Recht auf rauchfreie Autos. Rauchen im Auto muss auch in Deutschland endlich verboten werden!"
- Diabetes bei Kindern – Schulung für Eltern und Betreuende

Kinder haben ein Recht auf rauchfreie Autos

Köln/Duisburg, 05. April 2018 - Wer in Österreich rauchend mit Kind im Auto erwischt wird, dem drohen ab dem 1. Mai bis zu 1000 Euro Bußgeld. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert auch hierzulande ein entsprechendes Verbot.

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Österreich macht es vor, jetzt muss ein gesetzliches Verbot auch in Deutschland kommen. Wir Kinder- und Jugendärzte fordern schon seit langem ein Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder mitfahren."

Kinder haben ein Recht, vor den massiven Gesundheitsgefahren des Passivrauchens geschützt zu werden. Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums haben ergeben, dass die Giftstoffbelastung durch Rauchen im Auto extrem hoch ist und selbst bei leicht geöffnetem Fenster die Konzentration mancher toxischer Partikel teils fünfmal so hoch ist wie in einer durchschnittlichen Raucherkneipe.

Tabakrauchbelastete Kleinkinder haben gegenüber unbelasteten Kindern ein um 50 bis 100 Prozent erhöhtes Risiko, an Infektionen der unteren Atemwege, an Asthma, Bronchitis oder Lungenentzündung zu erkranken. Daneben kann Passivrauchen bei Kleinkindern zu Mittelohrentzündungen führen. Ferner leidet bei den Kindern der Geruchssinn, Herz und Kreislauf sind weniger leistungsfähig. Auch das Risiko, an plötzlichem Kindstod zu sterben, wird durch Passivrauchen deutlich erhöht. Deshalb müssen besonders Kleinkinder, aber auch größere Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Passivrauchens geschützt werden.

Viele europäische Länder schützen Kinder und Jugendliche in Fahrzeugen bereits durch gesetzliche Rauchverbote und Geldstrafen bei Zuwiderhandlung, beispielsweise Frankreich, Finnland, Großbritannien, Griechenland, Zypern und Italien. Ein Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder mitfahren, befürworten hierzulande nach Ergebnissen des Gesundheitsmonitors 2014 rund 87 Prozent der Bevölkerung. Eine Expertise des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages kam bereits im Oktober 2015 zu dem Ergebnis, dass ein Rauchverbot in Fahrzeugen mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Es gibt also keinen Grund, jetzt nicht zu handeln: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauchen im Auto muss endlich auch hier gesetzlich gesichert werden!

 

Diabetes bei Kindern – Schulung für Eltern und Betreuende
Wenn Kinder an Diabetes erkranken, ändert sich einiges im Leben – zum einen für die kleinen Patienten selbst und zum anderen für ihre Familie. Die Ernährung im Blick behalten, Blutzuckermessungen und Insulinspritzen, all das wird Teil des Alltags. Kommt der Nachwuchs dann in den Kindergarten oder die Schule, sollten auch die Betreuer Bescheid wissen. Eine gute Aufklärung über den Umgang mit der Krankheit hilft, Ängste und Vorurteile abzubauen und den Kindern so ein in vielen Bereichen normales Leben zu ermöglichen.


Die Helios St. Johannes Klinik bietet deshalb am Mittwoch, 11. April 2018 um 16 Uhr eine Schulung für Angehörige und Betreuer von Kindern mit Diabetes an. Dr. Benjamin Berlemann, leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendklinik und Diabetesberaterin Corinna Schiefer informieren dabei unter anderem über unterschiedliche Krankheitsformen im Kindes- und Jugendalter, den Umgang mit Insulinpumpen oder die Besonderheiten bei der Ernährung. Auch Erste Hilfe im Ernstfall steht auf dem Schulungsplan.
Die Veranstaltung findet im Schulungszentrum, 6. Etage der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11) statt und ist kostenlos. Die Experten stehen im Anschluss zudem für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung. Eine vorherige Anmeldung unter Telefon (0203) 546 2631 oder per Mail an marion.doering@helios-gesundheit.de wird erbeten.

 

Alles zu Herzrhythmusstörungen

Duisburg, 05. April 2018 - Immer mehr Menschen weltweit leiden unter einer Störung des Herzrhythmus. Das Spektrum reicht von einzelnen, harmlosen Extraschlägen über Vorhofflimmern bis hin zu Rhythmusstörungen der Herzkammern, die bis zum plötzlichen Herztod führen können. Ebenso vielfältig sind auch die Ursachen für das Auftreten dieser Störungen: Erkrankungen des Herzens, der Schilddrüse und anderer Organe oder auch Nebenwirkungen von Medikamenten.

Das Herzzentrum Duisburg ist seit vielen Jahren auf die Behandlung von Herzrhythmusstörungen spezialisiert. Hier können Patienten mit modernsten Verfahren schonend und erfolgreich therapiert werden. Darüber hinaus profitieren unsere Patienten auch von der engen Zusammenarbeit mit den anderen „Herz-Disziplinen“ vor Ort, wie der Kinderkardiologie und der Herzchirurgie.

Wir möchten Sie herzlich zu einem kostenfreien Patientenseminar einladen:

 

Am Donnerstag, den 19. April 2018, um 18 Uhr

Konferenzzentrum am Evangelischen Krankenhaus Duisburg Nord

Fahrnerstraße 133, 47169 Duisburg

 

Ausgewiesene Experten halten kurze Vorträge zu Herzrhythmusstörungen allgemein und zu den unterschiedlichen Behandlungsmethoden. Im Anschluss  erfolgt eine Podiumsdiskussion, bei der die Experten Fragen aus dem Publikum beantworten.

- 16 Helios-Absolventen freuen sich über Examen
- Infoabend rund um die Geburt
- Allergien beim Kind vermeiden

Mit dabei: Der 4000. Schüler seit Bestehen der Schule

Duisburg, 03./04. April 2018 - Ein Grund zum Feiern: 16 Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums am Helios Klinikum Duisburg durften jetzt ihr wohlverdientes Abschlusszeugnis in Empfang nehmen und beendeten damit erfolgreich ihre dreijährige Lehrzeit in der Pflege.
Elf der Absolventen sind jetzt examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, fünf hatten sich auf den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege spezialisiert. Sie alle waren 2015 als erster Aprilkurs in die Ausbildung gestartet, denn seitdem bietet das Bildungszentrum zwei Starttermine für die Jahrgänge an – im April und im Oktober. Sechs der Schüler bleiben dem Klinikum zukünftig erhalten.

Um ihren Abschluss zu erreichen, erlernten die Absolventen während verschiedener Praxiseinsätze Menschen selbsh von der engen Zusammenarbeit mit den anderen „Herz-Disziplinen“ vor Ort, wie der Kinderkardiologie und der Herzchirurgie.

Wir möchten Sie herzlich zu einem kostenfreien Patientenseminar einladen:

 

Am Donnerstag, den 19. April 2018, um 18 Uhr

Konferenzzentrum am Evangelischen Krankenhaus Duisburg Nord

Fahrnerstraße 133, 47169 Duisburg

 

Ausgewiesene Experten halten kurze Vorträge zu Herzrhythmusstörungen allgemein und zu den unterschiedlichen Behandlungsmethoden. Im Anschluss  erfolgt eine Podiumsdiskussion, bei der die Experten Fragen aus dem Publikum beantworten.

- 16 Helios-Absolventen freuen sich über Examen
- Infoabend rund um die Geburt
- Allergien beim Kind vermeiden

Mit dabei: Der 4000. Schüler seit Bestehen der Schule

Duisburg, 03./04. April 2018 - Ein Grund zum Feiern: 16 Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums am Helios Klinikum Duisburg durften jetzt ihr wohlverdientes Abschlusszeugnis in Empfang nehmen und beendeten damit erfolgreich ihre dreijährige Lehrzeit in der Pflege.
Elf der Absolventen sind jetzt examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, fünf hatten sich auf den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege spezialisiert. Sie alle waren 2015 als erster Aprilkurs in die Ausbildung gestartet, denn seitdem bietet das Bildungszentrum zwei Starttermine für die Jahrgänge an – im April und im Oktober. Sechs der Schüler bleiben dem Klinikum zukünftig erhalten.

Um ihren Abschluss zu erreichen, erlernten die Absolventen während verschiedener Praxiseinsätze Menschen selbstständig und eigenverantwortlich zu pflegen und den Patienten und deren Angehörigen professionell beratend zur Seite zu stehen. In zahlreichen Theoriestunden eigneten sich die Nachwuchskräfte zudem das nötige Fachwissen aus den Bereichen Pflege, Medizin, Naturwissenschaft, Geistes- und Sozialwissenschaft, aber auch Recht, Politik und Wirtschaft an.

Ferdinand Lauderbach, Leiter des Bildungszentrums, zeigte sich stolz auf den Erfolg seiner „Schützlinge“. Mit einem Blick auf die seit der Gründung der Schule im Jahr 1927 geführten Schülerlisten konnte er zudem verkünden, dass sich unter den Absolventen mit Can Ucar der 4000. Schüler der Einrichtung befand. Auch Dr. Markus Schmitz, ärztlicher Direktor des Helios Klinikums gratulierte den Absolventen und Absolventinnen zu ihrem Abschluss. In seiner Rede zeichnete er eine Zukunft der Pflege, die sich voraussichtlich durch technische Neuerungen weiterentwickeln wird. „Davor brauchen Sie aber keine Angst zu haben, es ist eher eine Chance, etwas Neues zu gestalten. Denn Sie werden in Ihrem Beruf nie wegzudenken sein. Seien Sie daher innovativ und kreativ“, gab er ihnen mit auf den Weg.  

Über ihren Abschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege freuen sich:

Susann Allwardt, Karina Frontzek, Sabrina Hebestadt, Katrin Hyz, Seher Kizilkaya, Selina Kreuzer, Bianca Mick, Andrej Paschenko, Saskia Pieper, Jessica Stepska, Can Ucar 

In den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege starten:
Lena-Denise Cerkaski, Sandy Hemming, Luisa Jahn, Katharina Plischke, Anke Rose

 

 

Infoabend rund um die Geburt
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 9. April 2018 um 18 Uhr. Ärzte aus dem Geburtshilfe-Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung.
Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Schulungsraum in der 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.    

 

Allergien beim Kind vermeiden
Immer öfter werden Allergien schon bei Kindern diagnostiziert. Häufig spielt dabei auch eine mögliche erbliche Vorbelastung eine Rolle. Aber was ist überhaupt eine Allergie und welche Risikofaktoren können noch dazu beitragen, dass das Immunsystem des eigenen Kindes gewisse Dinge nicht verträgt?
In der Schulung zum Thema Allergieprävention bei Kindern am Dienstag, 10. April 2018, klärt Silke Seiffert, Kinderkrankenschwester und Asthmatrainerin, über diese potentiellen Risikofaktoren auf und gibt Tipps zur Vorsorge.
Mit Hilfe einer Checkliste können Eltern ermitteln, wie hoch die Gefahr für das Kind ist, eine Allergie zu bekommen und welche vorbeugenden Maßnahmen helfen können.
Die Veranstaltung findet in der Zeit von 18 bis 19:30 Uhr im Schulungsraum, 6. Etage des Verwaltungsgebäudes der Helios St. Johannes Klinik (An der Abtei 7-11) statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro, wovon 5 Euro an den Verein „Kind im Krankenhaus e.V.“ gehen. Um vorherige Anmeldung unter Telefon (0203) 546 2631 oder per Mail an marion.doering@helios-gesundheit.de wird gebeten.

 

Aufruf zur Masernimpfung

Duisburg, 28. März 2018 - Seit dem 23. Februar sind in Duisburg insgesamt wieder 20 Menschen an Masern erkrankt. Wie im letzten Jahr sind vermehrt Säuglinge betroffen (4 Erkrankungen).

Eine Masern-Infektion ist keine harmlose Kinderkrankheit, denn bei etwa jedem zehnten Betroffenen treten Komplikationen auf. Ungeimpfte  ältere Menschen und Kinder unter einem Jahr sind besonders gefährdet.

 

Masern können durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen beim Husten, Sprechen und Nießen sowie durch Kontakt mit infektiösem Sekret aus Nase und Rachen auf andere Menschen übertragen werden. Gerade zum Schutz der kleinen Kinder, die noch nicht regulär geimpft werden, aber besonders schwer erkranken können, sollten ungeimpfte oder nur einmal gegen Masern geimpfte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei denen sich im Impfausweis kein oder nur ein Vermerk über eine Masernimpfung finden lässt  (Eintrag MMR), beim Haus- oder Kinderarzt gegen Masern impfen lassen. Bei Menschen, die schon einmal an Masern erkrankt waren, oder zweimal gegen Masern geimpft wurden, besteht ein weitgehender Schutz  gegenüber dieser Erkrankung.

„Männergesundheit“ ist Schwerpunktthema der Kommunalen Gesundheitskonferenz  
„Männergesundheit“ ist ein sensibles und mitunter schwieriges Thema – das haben auch die Mitglieder der Gesundheitskonferenz festgestellt. Deshalb möchten sie Männer dabei unterstützen, ein nachhaltig gesünderes Leben zu führen. Die Mitglieder der Gesundheitskonferenz haben sich deshalb mit verschiedenen Aspekten von Frauen- und Männergesundheit auseinandergesetzt. „Sie bilden die Basis einer gezielten Gesundheitsförderung und Prävention“, so der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Dieter Weber.  
Zum ersten Mal traf sich am 21. März eine Initiativgruppe der Gesundheitskonferenz. Vertreter der Ärzteschaft, der Heilkunde, Pflege, aus dem Bereich der Politik, der Selbsthilfe, der AIDS-Hilfe, der Volkshochschule und Lehre und diskutierten engagiert. „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ – werden so noch heute Jungen zu Männern erzogen? Die größte Hürde auf dem Weg zu einer gesünderen Lebensweise ist der Eingriff in liebgewonnene Lebensgewohnheiten. Bequemes möchte Mann nicht ändern.
Allzu oft werden Gründe und auch Ausreden erfunden, beispielsweise sportliche Aktivitäten oder auch den regelmäßigen Arztbesuch zu unterlassen. Auch eine gesündere Ernährung oder Maßnahmen zur Stressreduktion scheinen oftmals eher „Frauensache“ zu sein.  
Duisburger Männer für ihre Gesundheit zu interessieren, ist Grundlage der Arbeit in der Initiativgruppe –aber auch Frauen sollen informiert werden. Sind es nicht selten sie, die ihre Männer zum Arzt schicken. Gibt es doch eine Menge sinnvoller Präventionsmöglichkeiten: So ist vielfach nicht bekannt, dass ab dem Alter von 20 Jahren krankenkassenfinanziert ein Hautscreening durchgeführt werden kann. Ab dem 35. Lebensjahr ist ein Gesundheits-Check-up möglich, ab dem Alter von 45 Jahren eine Krebsfrüherkennung. Ärzte untersuchen dann bei Männern die äußeren Genitalorgane, die Prostata und die Lymphknoten in der Region durch Abtasten.  
Ab dem 50. Lebensjahr können kostenlos Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs durchgeführt werden. In der Altersgruppe zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr ist der bösartige Hodentumor die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Männer sollten sich daher bereits ab dem 18. Lebensjahr einmal im Monat selbst untersuchen. Verhärtungen, Knoten, Vergrößerungen oder Verkleinerungen und ausgeprägte Druckunempfindlichkeit der Hoden sind Gründe, den Arzt aufzusuchen.
Viele Männer sind „Vorsorgemuffel“ und vermeiden es – noch mehr als Frauen – zum Arzt und zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Deshalb will auch der Verein Duisburg gegen Darmkrebs e.V. informieren und damit Vorurteile abbauen. Menschen, insbesondere Männer, sollen motiviert werden, eigenverantwortlich für ihre Gesundheit zu sorgen, indem sie zum Beispiel zur Vorsorgedarmspiegelung gehen. Diese ist ab dem 55. Lebensalter möglich.
Obwohl gerade bei dieser Erkrankung Früherkennung Leben retten kann, scheuen gerade beim Thema Darmkrebs viele diese Untersuchung. Der Verein Duisburg gegen Darmkrebs e.V. möchte das zusammen mit den Mitgliedern der Gesundheitskonferenz und anderen interessierten Bürgern ändern. Frauen können in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt mit einer knapp fünf Jahre höheren Lebenserwartung rechnen als Männer.
Die Lebenserwartung von Frauen liegt aktuell bei 82,52 Jahren und bei Männern bei 77,88 Jahren. Wer am Thema „Männergesundheit“ mitarbeiten möchte, kann sich gerne an die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz der Stadt Duisburg wenden: Bettina Schumacher, Telefon (02 03) 2 83 39 38 und Melanie Strauss-Staigis unter 283- 5292 sind für Interessierte erreichbar.

Patientenveranstaltung: Schmerzen in den Beinen

Duisburg, 28. März 2018 - Schmerzen in den Beinen, die das Gehen behindern, gehören mit zunehmendem Lebensalter zu häufig geschilderten Symptomen unserer Patienten. Die Ursachen für diese Beschwerden können sehr vielfältig sein.
Es kann sich dabei um eine Arthrose des Hüft- oder Kniegelenkes handeln oder um eine Durchblutungsstörung. Oftmals kommen die Beschwerden aber auch von der Wirbelsäule, wenn dort ein Nerv eingeklemmt wird. Jetzt kommt es darauf an, die richtige Diagnose zu stellen. Dazu bedarf es der Abstimmung verschiedener medizinischer Fachdisziplin, damit am Ende die richtige Behandlung eingeleitet werden kann. Im Rahmen des Patientenforums Duisburg-Nord werden wir die „Schmerzen im Bein“ aus unterschiedlichen medizinischen Blickwinkeln betrachten.

Die Patientenveranstaltung findet statt  am Dienstag, 10. April 2018 um 15 Uhr im Konferenzzentrum am Evangelischen Krankenhaus Duisburg Nord, Fahrnerstraße 133, 47169 Duisburg.
Alle Patienten, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen.    


Referenten der Fachgebiete Orthopädie/Unfallchirurgie, Gefäßmedizin und Neurochirurgie werden Ihnen ihre Sicht auf dieses Thema im Rah­men von Vorträgen nahebringen. Anschließend habe sie die Möglichkeit Ihre Fragen zu stellen. Die Veranstaltung richtet sich an Patienten, deren Angehörige sowie Interessierte und ist kostenfrei.      
- 15:00 bis 15:10 Uhr Begrüßung und Einführung Prof. Dr. Zimmermann/Chefarzt der Neurochirurgie
- 15:10 bis 15:40 Uhr Vortrag: Schmerzen im Bein aus der Sicht des Orthopäden/Unfallchirurgen Dr. Schmitz/Chefarzt
- 15:40 bis 16:10 Uhr Vortrag: Schmerzen im Bein aus der Sicht des Gefäßmediziners Priv.-Doz. Dr. Fellmer/Chefarzt
- 16:10 bis 16:40 Uhr Vortrag: Schmerzen im Bein aus der Sicht des Neurochirurgen Prof. Dr. Zimmermann/Chefarzt.

 

Hilfsangebote für pflegende Angehörige: Neue Kurse starten

Duisburg, 27. März 2018 - Wenn ein Angehöriger aufgrund einer Erkrankung plötzlich auf Hilfe angewiesen ist und gepflegt werden muss, dann ändert sich oft das Leben der ganzen Familie. Das Helios Klinikum Duisburg hilft Betroffenen deshalb mit kostenlosen Kursangeboten, die jeweils auf verschiedene Situationen angepasst wissenswerte Informationen und Tipps bieten.
So findet am 3., 10. und 17. April 2018 wieder jeweils von 9:30 bis 13:30 Uhr das dreitägige „Pflege Zu Hause“-Seminar statt, in dem speziell weitergebildete Pflegetrainerinnen pflegerisches Basiswissen vermitteln und Techniken erläutern, die die häusliche Versorgung erleichtern.
Zum Beispiel können besondere Handgriffe, etwa für das richtige Lagern einer Person, die Belastung verringern und den eigenen Körper schonen. Um Anmeldung unter Tel. (0203) 546-2363 wird gebeten. Für Angehörige, die Menschen mit psychischen Erkrankungen umsorgen, startet am 5. April 2018 von 17 bis 20 Uhr die nächste Schulung. Sie wird jeweils zur gleichen Zeit am 12. und 19. April fortgesetzt.
Bei dem Kurs stehen diesmal Suchterkrankungen im Fokus. Martina Skop, Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Psychiatrie und Kursleiterin, erläutert etwa, was pflegende Angehörige im Alltag zu beachten haben und wo sie zusätzliche Hilfe erhalten. Interessierte können sich unter Tel. (0203) 546-34405 anmelden. Beide Kurse finden in der Helios Marien Klinik, Grunewaldstraße 96,
in Hochfeld statt.

Sana Kliniken Duisburg erhalten zum fünften Mal PKV-Gütesiegel

Duisburg, 26. März 2018 - Medizinische Qualität und Ausstattung weit über dem Durchschnitt Duisburg, 26.03.2018 – Die Sana Kliniken Duisburg konnten die herausragende Behandlungsqualität bei der diesjährigen Verleihung des Gütesiegels der privaten Krankenversicherungen (PKV) wiederholt unter Beweis stellen. Bewertet wurde die Gesamtqualität der medizinischen Versorgung.

Die Sana Kliniken Duisburg erhalten die jährlich vergebene Auszeichnung damit bereits zum fünften Mal. Für die Vergabe des Gütesiegels ist eine weit über dem Durchschnitt liegende medizinische Qualität die Hauptvoraussetzung. Um die Auszeichnung zu erhalten, wurden Qualitätsdaten der Klinik auf Basis der gesetzlichen Qualitätssicherung ausgewertet und die Daten des Online-Portals „Qualitätskliniken.de“, dem deutschlandweit umfassendsten Gesundheitsdatenportal für Kliniken, herangezogen.
Dort werden neben der Medizinqualität auch Aspekte der Patientensicherheit, der Patientenzufriedenheit und der Arztzufriedenheit berücksichtigt. Nur wer hier eine weit über dem Durchschnitt liegende medizinische Qualität nachgewiesen hat, erhält das Siegel.
Das Zertifikat soll Patienten und Angehörigen eine bessere Orientierung über die Behandlung im Krankenhaus ermöglichen und Transparenz schaffen. Regelmäßige Überprüfungen sorgen dafür, dass die hohen Anforderungen auch dauerhaft erfüllt werden. Ziel der Initiative ist es, den Qualitätsstandard der Kliniken insgesamt noch weiter zu erhöhen.


- UDE: Klinische Schlaganfallforschung
- Die Schilddrüse besser verstehen 

Duisburg, 22./28. März 2018 - Als stellvertretender Direktor der Klinik für Neurologie ist Prof. Dr. Martin Köhrmann (43, Foto UDE) bereits seit 18 Monaten im Essener Universitätsklinikum tätig. Zum 1. März wurde der Schlaganfallexperte nun auch auf die Professur für Klinische Schlaganfallforschung in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) berufen.

 

„Die Professur bietet die Möglichkeit, fachübergreifende Erkenntnisse der Grundlagenforschung zügig in die klinische Anwendung zu übertragen zum Nutzen unserer Patienten, die so nach neuesten Standards behandelt werden können“, erläutert Prof. Köhrmann, der bereits mehrfach für seine Forschung im Bereich der Schlaganfallmedizin ausgezeichnet wurde.

 

Bereits an der Universität Erlangen hatte er diagnostische Ansätze für eine sogenannte Thrombolyse-Therapie entwickelt, bei der infarktauslösende Blutgerinnsel medikamentös aufgelöst werden. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist der neurologische Ultraschall, mit dem die hirnversorgenden Gefäße in Hals und Kopf untersucht werden.

 

Knapp 270.000 Schlaganfälle treten jedes Jahr in Deutschland auf, jeder Fünfte stirbt daran innerhalb eines Monats. Wer ihn überlebt, hat oft mit Lähmungen, Sprach-, Schluck-, Seh- und Gleichgewichtsstörungen zu kämpfen. Nach Krebs und Herzerkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

UDE: Wichtige Studien an Graumullen

Die Schilddrüse besser verstehen 

Welche Rolle die verschiedenen Hormone im menschlichen Körper spielen, ist noch nicht vollständig erforscht. Klar ist aber: Geraten sie aus dem Gleichgewicht, hat das verschiedene Probleme und Erkrankungen zur Folge. Zoologen der Universität Duisburg-Essen (UDE) beobachten seit Jahren die afrikanischen Graumulle. Und ausgerechnet von der Physiologie der in Tunnelsystemen lebenden Nagetiere kann der Mensch eine Menge lernen.

 

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Graumulle blaues Licht besser wahrnehmen als andere Farben im Spektrum. Bloß – warum? Ist es nicht in der Dunkelheit vollkommen gleichgültig, ob man überhaupt Farben erkennen kann? Diesem Paradoxon sind Forscher der UDE, des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) und der University of South Bohemia in Budweis in einer interdisziplinären Studie nachgegangen, die jetzt in Scientific Reports* veröffentlicht wurde. Darin nahm das Team um Dr. Yoshiyuki Henning das Schilddrüsenhormon Thyroxin in den Blick. Es spielt – wie in vielen anderen physiologischen Prozessen – auch eine Rolle in der Wahrnehmung des sichtbaren Lichtes.

 

„Graumulle haben nur eine sehr niedrige Konzentration von Thyroxin im Blut, die bei anderen Säugetieren zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen würde”, sagt Yoshiyuki Henning. „Das liegt daran, dass sie ihren Grundumsatz niedrig halten müssen, um in den Tunneln Energie zu sparen und nicht zu überhitzen.”

 

Die Wissenschaftler erhöhten die Konzentration des Thyroxins – und beobachteten Erstaunliches: Der Grundumsatz der Tiere veränderte sich nicht, wohl aber die Empfindlichkeit für das Sehen von grünem Licht. „Die Antwort auf die Frage, warum Graumulle ausgerechnet blaues Licht wahrnehmen können, liegt also in ihrer besonderen Schilddrüsenhormonphysiologie und ist ein reiner Nebeneffekt der Stoffwechselregulation”, sagt Henning.

 

Die aktuellen Erkenntnisse helfen nicht nur besser zu verstehen, wie sich unterirdisch lebende Säugetiere an ein scheinbar unwirtliches Habitat anpassen. Sie sind ebenso für biomedizinische Fragen relevant: Denn die ungewöhnliche Schilddrüsenhormonphysiologie dieser Tiere bietet neue Möglichkeiten, den Einfluss dieser Hormone auf verschiedene Organsysteme zu begreifen. „Solche vergleichenden Ansätze sind notwendig, um die Vielseitigkeit hormoneller Regulationsmechanismen zu entschlüsseln“, betont Yoshiyuki Henning. Ein Wissen, das nicht zuletzt dazu beitragen könne, auch menschliche Erkrankungen besser zu verstehen. 

 

 

Bilder erinnern an die gute alte Zeit und geben Orientierung  

Duisburg, 20. März 2018 - Die Patientenzimmer und Stationsflure der Helios Rhein Klinik Duisburg haben ein neues Gesicht. Rund 200 neue Fotografien schmücken die Räumlichkeiten der geriatrischen, orthopädischen und unfallchirurgischen Rehaklinik. Die Motive entsprechen den Stationsnamen Industriekultur, Heimathafen, Waldblick und Blumenmeer. Für die geriatrischen Patienten sind sie gleichzeitig ein Ausflug in die Duisburger Vergangenheit.  

Foto Helios Rhein Klinik

"Unsere Bilder kommen bei Patienten, Besuchern und Mitarbeitern sehr gut an", freut sich Geschäftsführerin Claudia Meßthaler, die das Projekt auf den Weg brachte. Die thematische Zuordnung zu den Stationsnamen erleichtert Patienten und Besuchern zudem die Orientierung in der Klinik.
Im Bereich der Altersmedizin hat man bewusst Industriemotive ausgewählt. "Viele Menschen haben früher in der Duisburger Schwerindustrie einen Arbeitsplatz gehabt, nahezu jeder kennt den Duisburger Hafen." Immer mehr Senioren benötigen eine spezialisierte geriatrische Versorgung, insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in der Region. "Unsere Patienten sind häufig nicht nur akut, sondern auch dementiell erkrankt", sagt Claudia Meßthaler.

 

In der Helios Rhein Klinik werden sie in der Altersmedizin ganzheitlich versorgt. Sie leben oft in der Erinnerung an die vergangene Zeit. Die Bilder der Klinik schaffen ein vertrautes Ambiente und geben Sicherheit und Orientierung. Ein Aufenthaltsraum der Station ist zudem mit Möbeln aus vergangenen Tagen ausgestattet und schafft eine wohnliche Atmosphäre, in der man vergisst, dass man sich mit seinen Erkrankungen in einer Klinik befindet.
Auch die Therapiebereiche erhielten neue, großflächige Bilder. Sportmotive motivieren dort Patienten bei Übungen, beispielsweise in der medizinischen Trainingstherapie. Bildhinweis: Claudia Meßthaler, Jessica Szelechowicz und Daniela Kozuch freuen sich über die neuen Bilder. Wer dem Motiv "Route Industriekultur" folgt, begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit des Ruhrgebietes.

Erster Pflege-„Azubi“ im BG Klinikum Duisburg

Flüchtling Mohammad Alzanghari absolviert Berufsanerkennungslehrgang
Duisburg, 20. März 2018 - Mohammad Alzanghari: So heißt der erste „Azubi“ im Bereich Pflege im BG Klinikum Duisburg. Der 25-jährige Palästinenser ist bereits gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger. Er hat seine Ausbildung in Syrien gemacht, wo er vor seiner Flucht nach Deutschland auch bereits zwei Jahre auf einer Intensivstation und im Bereich Innere Medizin gearbeitet hat. „Mohammad Alzanghari muss seine Ausbildung nun in Deutschland anerkennen lassen“, erklärt die Stellvertretende Pflegedirektorin der Unfallklinik Michaela Weigelt.

Deshalb nimmt der Migrant seit Anfang 2018 an einem 12-monatigen Lehrgang des BIG-Bildungsinstitutes im Gesundheitswesen in Essen speziell für ausländische Pflegekräfte teil, der ihn jetzt ins BG Klinikum Duisburg geführt hat.

Ein Azubi – zwei Praxisanleiter „Den praktischen Teil dieser Schulung absolviert unser neuer ‚Azubi‘ zum großen Teil bei uns“, sagt Weigelt. Alzanghari, der schon gut deutsch spricht, wird im Laufe der Zeit auf verschiedenen (unfall-)chirurgischen Stationen sowie im Bereich der Neurologie eingesetzt. Ihm zu Seite gestellt sind die Praxisanleiter Lisa Götz und Simon Weiß, die den „Azubi“ intensiv unterstützen. Sie helfen ihm etwa dabei, die Fachsprache zu lernen und geben Tipps bei der Dokumentation. Sie gehen aber auch mit ihm direkt ans Krankenbett und zeigen ihm neue Handgriffe bei der Patientenversorgung.

Alzanghari konnte so bereits viel Pflegewissen auffrischen, aber auch neue Praxiserfahrungen sammeln. „Von Patiententransporten, über die Grundpflege, bis hin zur Mobilisation von Unfallopfern nach der OP habe ich schon alles selbstständig gemacht“, beschreibt der Flüchtling sein derzeitiges Aufgabenspektrum.

Kompetenzkatalog wird abgearbeitet Im Rahmen des „Anpassungslehrgangs zur Berufsanerkennung für ausländische Pflegekräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege“ – so die offizielle Bezeichnung der Schulung – steht aber noch viel mehr an. Alzanghari muss seine Qualitäten in allen Tätigkeiten eines examinierten Gesundheits- und Krankenpflegers erproben und nachweisen. So will es ein „Kompetenzkatalog“, der Alzanghari und den Praxisanleitern vom BIG-Bildungsinstitut an die Hand gegeben worden ist. Dieser wird im Jahr 2018 nun Stück für Stück abgearbeitet.

„Wenn alles so gut weiter läuft wie bisher, können wir am Ende der 12 Monate bestätigen, dass Mohammad fit ist im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege“, meint Götz. Alzanghari tut jeden Fall alles dafür. So hat er ein eigenes „Pflege-Logbuch“ angelegt, indem er sorgfältig alles Neue und besonders Wichtige notiert.

Mit einem Praktikum hat alles angefangen Alzanghari ist jedoch kein komplett neues „Gesicht“ im BG Klinikum Duisburg. 2017 hat er schon erste Erfahrungen bei den Spezialisten im Duisburger Süden gesammelt, als er dort ein 4-wöchiges Orientierungspraktikum für Geflüchtete und Asylbewerber in der Pflege absolvierte.

„Mir gefällt es hier sehr gut“, fasst der Palästinenser seine bisherige Zeit in der Unfallklinik zusammen. Gerne würde er deshalb auch nach seinem Lehrgang im BG Klinikum Duisburg bleiben – als anerkannter Gesundheits- und Krankenpfleger auf einer Station.

Bildunterschriften: 1. Mohammad Alzanghari (links) und Praxisanleiterin Lisa Götz bei der Arbeit im BG Klinikum Duisburg. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

 

Aktiv gegen Schwindel

UDE: Mit Kopfhörer trainieren

Duisburg, 15. März 2018 - Viele Menschen leiden unter Schwindelgefühlen, die der Arzt bislang nur per Augenmaß bestimmen kann. Objektive Messungen und ein Gleichgewichtstraining erlaubt erstmals das Biofeedbacksystem EQUIVert,  das auch an der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt wurde. Es wurde jetzt mit dem Innovationspreis des Netzwerks ZENIT für erfolgreiche Kooperation ausgezeichnet.

 

Der Boden scheint zu schwanken, alles dreht sich – Schwindel gehört zu den häufigsten Gründen einen Arzt aufzusuchen. Diagnose und Behandlung sind jedoch schwierig: Der Patient muss mit geschlossenen Augen ruhig stehen oder auf der Stelle gehen. Als Gegenmaßnahmen hilft vor allem Training, für das es nun erstmals auch ein effektives System für die eigenen vier Wände gibt.

 

Für EQUIVert kooperierten Dr.-Ing. Reinhard Viga aus dem UDE-Fachgebiet Elektronische Bauelemente und Schaltungen, das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS), die Gesellschaft für Elektronik und Design (GED) und das Ärztenetzwerk HNOnet NRW. Das System besteht in seinen beiden Varianten jeweils aus einem Kopfhörer; der für die Patienten hat ein eingebautes Trainingsgerät, der für die Arztpraxis ein integriertes Screeninggerät nebst Software, mit dem der Schwindel objektiv bewertet werden kann.

 

Wie Schwindel entsteht 

Eine ganze Reihe von Organ- und Funktionssystemen sorgt normalerweise dafür, dass man gerade stehen und sicher laufen kann: Sensoren im Innenohr erkennen die Bewegung des Kopfes und versorgen das Gehirn mit Informationen, in welche Richtung man sich bewegt. Die Augen liefern weitere Hinweise zur "Lage" des Körpers im Raum. Sensoren in Haut, Gelenken, Muskeln und Sehnen vervollständigen das Bild. 

Ist eines dieser Systeme gestört – sei es durch Innenohr-Erkrankungen oder durch Nervenentzündungen – liefert das Gleichgewichtsorgan falsche Signale, und schon ist der Schwindel da. Trainiert man nun das Gleichgewicht, etwa auf einem Wackelbrett, lernt das Gehirn auf Dauer, mit den falschen Signalen umzugehen.

 

Trainiert man mit offenen Augen, übernehmen sie einen Großteil des Gleichgewichtsgespürs. Sieht man aber nichts, sei es des nachts oder weil die Augen geschlossen sind, kommt der Schwindel oft wieder zurück. EQUIVert behebt dieses Manko, denn der Betroffene erhält per Kopfhörer akustische Anweisungen. Dank integrierter Beschleunigungs- und Drehratensensoren kommt aus der Richtung ein Ton, in die man zu stark schwankte – wie bei einer Einparkhilfe.

 

Mit Gesten wie Kopfnicken oder -schütteln lässt sich der Kopfhörer intuitiv steuern und einstellen. Wird er in die Hand genommen, schaltet er sich automatisch ein. Über ihn hört der Patient auch, welche der indiviuell abgestimmten Übungen heute zu absolvieren sind. So kann er sich nicht überfordern und ist jederzeit im sicheren Bereich. 

Auch bei der Diagnose leistet EQUIVert gute Dienste: das Arzt-Gerät EQUIMedi erfasst die Standsicherheit des Patienten und leitet die Ergebnisse per Kabel an den ärztlichen Computer. Mit etwa 1.300 Euro für Praxen und 650 Euro für Patienten wird das System erschwinglich sein. Verkaufsstart ist im August; über die Crowdfunding-Kampagne (https://www.indiegogo.com/projects/equifit-health/coming_soon), die am 19. März beginnt, kann das Gerät vorbestellt werden.

 

Vortragsreihe „Gesund in Duisburg“

Wenn das Essen zur Qual wird - Magersucht und Bulimie verstehen
Duisburg, 14. März 2018 - Plötzlich wird die Zahl auf der Waage zum allesbestimmenden Wert, jeder Gedanke dreht sich nur noch um das Essen, die dahintersteckenden Kalorien, das eigene Aussehen. Essstörungen sind oftmals geprägt von Extremen: Während bei der Magersucht, medizinisch Anorexie, die Nahrungsaufnahme in krankhaftem Maße gezügelt wird, entsteht bei der Bulimie ein Teufelskreis zwischen unkontrollierbaren Essattacken und darauffolgenden Maßnahmen, das Gewicht zu reduzieren.


Dazu gehören selbstherbeigeführtes Erbrechen, exzessiver Sport oder die Einnahme von Abführmitteln. Beide Erkrankungen finden ihren Beginn vermehrt in der Pubertät, Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. Auslöser für Essstörungen sind oftmals innere Spannungen, die den Betroffenen gar nicht bewusst sind.

Dr. Vitus Irrgang, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Helios Marien Klinik, erläutert in seinem Vortrag am Mittwoch, 21. März 2018 um 17:30 Uhr, wie Magersucht und Bulimie entstehen und wie Betroffene Hilfe erfahren können. Anschließend steht der Experte bei Fragen zur Verfügung.
Die kostenlose Veranstaltung findet in der Cafeteria der Helios Marien Klinik, Grunewaldstraße 96, statt. Um vorherige Anmeldung unter Telefon 0203 546 2164 oder per Mail an
info.duisburg@helios-gesundheit.de wird gebeten.

 


Treffen der Duisburger Selbsthilfegruppe Trigeminusneuralgie

Duisburg, 13. März 2018 - Heute trifft sich die Duisburger Selbsthilfegruppe Trigeminus. Um die Auswirkungen der heftigen Gesichtsschmerzen im Gesicht, den Medikamten zur Schmerzlinderung und die behandelnden Neurologen und Psychologen in Duisburg geht es den Betroffenen ab 17 Uhr in der Cafeteria der Sana Kliniken am Kalkweg.
Harald Jeschked, Sprecher der Duisburger Selbsthilfegruppe und des bundesweit aktiven Vereins Trigeminusneuralgie Deutschland e.V wird mit Geschäftsführer Michael Tietz informieren.

 

Stabswechsel in der Chirurgie - Erhard übergibt an Vallböhmer

Duisburg, 13. März 2018 - In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Klinikum Niederrhein hat ein Chefarztwechsel stattgefunden. Der langjährige Klinikchef Professor Dr. med. Jochen Erhard geht in den verdienten Ruhestand und übergibt die Leitung an seinen Nachfolger Prof. Dr. med. Daniel Vallböhmer (Foto).

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie befindet sich sowohl in Dinslaken im Evangelischen Krankenhaus als auch in Duisburg-Fahrn am Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord.

 

Wenn Notfallkrankenhäuser schließen

gezeichneter Nachwuchswissenschaftler

Die höchstdotierte Auszeichnung für wirtschaftswissenschaftliche Forschung in Deutschland ist der Deutsche Wirtschaftspreises der Joachim Herz Stiftung. Der mit 10.000 Euro dotierte dritte Preis geht in diesem Jahr an Daniel Avdic (36, Foto UDE), Junior-Professor für Empirische Gesundheitsökonomik an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

In seiner ausgezeichneten Arbeit befasst er sich mit der Frage, ob und wie sich die Schließung von Notfallkrankenhäusern in Schweden auf die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem akuten Herzinfarkt auswirkt. Das Ergebnis: Ein Jahr nach der Schließung stieg die Sterblichkeit signifikant an, in den Folgejahren blieb sie dann aber konstant. Die Jury lobte die große Leistung des Einzelautors und dessen Methodengenauigkeit.

Daniel Avdic studierte von 2004 bis 2008 Ökonomie, Statistik und Wirtschaftsgeschichte an der Uppsala University in Schweden. Anschließend arbeitete er an zwei schwedischen Forschungsinstituten. Bevor er 2014 promoviert wurde, übernahm er bereits die Leitung der empirischen Junior-Forschungsgruppe am Forschungszentrum Health Economics Research Center (CINCH) der UDE.

An der UDE erforscht Professor Avdic zum Beispiel, ob das deutsche Gesundheitssystem dadurch effizienter wird, dass unterschiedliche Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen und Versicherungsgesellschaften miteinander konkurrieren. Nutzen Beitragszahlende jetzt häufiger therapeutische und präventive Angebote? Zudem untersucht er, wie unterschiedliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Lebenslagen die Gesundheit beeinflussen.

Neuer Gelenkspezialist für Duisburg

Duisburg, 12. März 2018 - Mit dem neuen Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie an der Helios St. Johannes Klinik, Dr. med. Alexandros Anastasiadis, wechselt ein erfahrener Spezialist für Knie- und Hüftgelenke sowie für Unfallchirurgie an den Niederrhein. Der 39-Jährige war zuvor als Oberarzt an der BG Universitätsklinik Bergmannsheil in Bochum tätig, in deren überregionalem Traumzentrum er gemeinsam mit dem Rest des Teams jährlich mehr als 80 000 Patienten versorgte.

 

Nach Abschluss seines Medizinstudiums in Düsseldorf absolvierte der heutige Facharzt seine orthopädische Ausbildung und die unfallchirurgische Weiterbildung in Bochum, wo er schließlich zuletzt als Oberarzt an der BG Universitätsklinik Bergmannsheil tätig war. Dort sammelte er über die letzten Jahre viel Erfahrung in der Versorgung schwerverletzter Patienten sowie in der Akuttraumatologie.

Darüber hinaus bildete der zweifache Familienvater sich zusätzlich in der Notfall- und Intensivmedizin sowie der Hand- und Plastischen Chirurgie fort. Seinen Schwerpunkt legte er schließlich auf die Knie- und Hüftendoprothetik, die rekonstruktive Gelenk- und Weichteilchirurgie, die traumatische Wirbelsäulenchirurgie sowie die septische Chirurgie. Sein Antrieb liegt vor allem darin, den Patienten bis ins hohe Alter ein Maximum an Lebensqualität zu erhalten: „Schmerzfreiheit und vor allem Mobilität bedeuten Unabhängigkeit, deshalb sollten bei all unseren Eingriffen möglichst schonende Verfahren zum Einsatz kommen.“

Wie wertvoll eine gute Beweglichkeit sein kann, spüren auch immer mehr jüngere Menschen, etwa nach langjähriger sportlicher Belastung. Vor allem die gelenkerhaltenden Eingriffe nehmen im jungen und mittleren Lebensalter deshalb stark zu.  

Für seine neue Abteilung in Duisburg hat Anastasiadis schon weitreichende Pläne: „Wichtig ist mir die optimale Patientenversorgung mit verlässlichen, standardisierten Abläufen zu gewährleisten und besonders muskelschonende OP-Verfahren zu etablieren.“
Darüber hinaus soll sein Team zukünftig nicht nur im Norden der Stadt sondern auch in Hochfeld ansprechbar sein. In der erst kürzlich eröffneten, hochmodernen Helios Marien Klinik plant der Gelenkexperte deshalb ein zweites Standbein für die endoprothetische Versorgung von Knie- und Hüftbeschwerden. Das Haus bietet zudem mit seiner großen geriatrischen Abteilung die Möglichkeit, den Schwerpunkt Alterstraumatologie, sprich die Versorgung älterer Menschen etwa nach Stürzen oder Unfällen, auszubauen.
Die Abteilungen der Geriatrie und Inneren Medizin würden dann unter einem Dach eng mit dem neuen Orthopäden zusammenarbeiten. So können die speziellen Bedürfnisse von Senioren bei der Therapie berücksichtigt werden.

Wenn der 39-Jährige grade nicht erkrankte Gelenke versorgt, verbringt er seine Freizeit am liebsten bei seiner Familie und auf dem Basketballfeld: „Eine gute Schule für Teamfähigkeit und Stressresistenz.

 

Bereitschaftsdienst - "Wir können das!"

Berlin/Duisburg, 09. März 2018 – Kein Notfall, aber medizinische Hilfe wird außerhalb der Praxisöffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte gebraucht? In diesen Fällen wählt der Patient die bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116117. Mehr als sieben Millionen Anrufer haben dies 2017 getan. Die Organisation der medizinischen Hilfe hinter der Nummer übernehmen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) – im größten Bundesland NRW sind dies die KVen Nordrhein und Westfalen-Lippe. 

„Die KVen sind in der Lage und gut aufgestellt, um gemeinsam mit den Krankenhäusern mehr Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist eine engere Verzahnung der Notfallversorgung in den Krankenhäusern mit dem Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte. Doch die Rahmenbedingungen müssen stimmen.“ So lautete die gemeinsame Botschaft von Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, sowie Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorstandsvorsitzender der KV Westfalen-Lippe, heute in der Arztrufzentrale NRW in Duisburg.

„Auf der gesundheitspolitischen Agenda steht das Thema Notfallversorgung ganz oben. Wie schaffen wir es, dass die Patienten den für sie richtigen Ansprechpartner finden und nicht einfach ins nächstgelegene Krankenhaus gehen? Ein wichtiger Schritt dahin ist, den Bürgern die richtigen Informationen an die Hand zu geben Dazu gehört auch das Wissen um die bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116117. Mehr als sieben Millionen Anrufer im vergangenen Jahr zeigen, dass die Nummer nicht gänzlich unbekannt ist. Aber sie muss noch bekannter werden“, erklärte KBV-Chef Gassen.

„Wir setzen uns für sektorenübergreifende Strukturen bei der Notfallversorgung ein. Schon heute haben wir viel umgesetzt. So befinden sich 90 Prozent unserer 75 Notfalldienstpraxen an oder in Krankenhäusern. Nicht mobile Patienten versorgen wir über ärztliche Fahrdienste, die über die Bereitschaftsdienstnummer 116117 koordiniert werden“, erklärte Bergmann. Er führte aus: „Die vom Gesetzgeber gewünschten Portalpraxen können eine Lösung darstellen. Allerdings fehlt bisher eine genaue Definition mit verbindlichen Standards für deren Organisation, Aufbau und Finanzierung. Sicher ist, dass wir nicht an jedem Klinikstandort eine solche Einrichtung brauchen. Das wäre weder notwendig noch wirtschaftlich.“

„In Westfalen ist der ärztliche Bereitschaftsdienst gut aufgestellt. Unsere Struktur zeichnet sich durch zentrale Notfallpraxen an Kliniken, Hausbesuchsdienste, fachärztliche Dienste und die Arztrufzentrale hier in Duisburg aus. An 20 Standorten haben wir bereits echte Portalpraxen mit gemeinsamen Tresen von Ambulanz und Bereitschaftsdienstpraxis etabliert – Tendenz steigend“, sagte Nordmann. Um anrufende Notfallpatienten in die richtige Versorgungsstruktur zu leiten, werde zudem in Ostwestfalen ab April die Zusammenlegung der Nummern 112 und 116117 getestet.

Reformbedarf sahen alle drei Vorstände nicht nur bei der Struktur, sondern mindestens genauso dringend bei der Finanzierung der Notfallversorgung. „Die Leistungen in der Notfallversorgung – und zwar sowohl für die Kliniken als auch für die Niedergelassenen – werden aus dem budgetierten Honorar finanziert“, sagte Nordmann. „Die Folge ist, dass die Notfallversorgung immer mehr die Regelversorgung verdrängt. Und das darf nicht sein“, ergänzte Bergmann. „Letztlich schließt sich hier der Kreis: Die unsäglichen Budgets gehören abgeschafft. Nicht sofort alle auf einmal, aber wir müssen schrittweise damit beginnen“, so Gassen.

 

Internationaler Frauentag: Nach Krebs zurück in den Job – für Frauen nicht immer leicht

Heidelberg/Duisburg, 08. März 2018 - Nach erfolgreicher Therapie einer Krebserkrankung steht für Frauen häufig der Wunsch nach einer Rückkehr in den Beruf im Fokus. Der Schritt zurück in den Arbeitsalltag ist oft mit physischen und psychischen Unwägbarkeiten verbunden. Hinzu können finanzielle Einbußen kommen, etwa durch eine Erwerbsminderungsrente.
Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums hilft mit verlässlichen und umfassenden Informationen bei Fragen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie beim Umgang mit den finanziellen Folgen. Für Frauen oft besonders belastend Der Weg zurück in den Job nach einer Krebserkrankung ist vor allem für Frauen oft schwer. Laut Statistischem Bundesamt* arbeiten 32,5 Prozent aller erwerbsfähigen Frauen in Arbeitsverhältnissen mit geringerer sozialer Absicherung, zum Beispiel im Rahmen von Zeitarbeitsverträgen, zeitlich befristet, in Teilzeit oder als geringfügig Beschäftigte.
Damit sind die Aussichten auf Rückkehr in das alte Arbeitsverhältnis nach einer Krebserkrankung schlecht. Kathrin Lubig, Mitglied in der Selbsthilfeorganisation für junge Betroffene „NetzwerkStatt Krebs“ (
www.netzwerkstattkrebs.de), erkrankte mit Anfang 30 an Brustkrebs. „Als ich mit der Diagnose konfrontiert wurde, war an eine Verlängerung meines befristeten Arbeitsverhältnisses natürlich nicht mehr zu denken.“ Kommen körperliche oder psychische Probleme hinsichtlich der Belastbarkeit hinzu, erschwert dies zusätzlich den beruflichen Wiedereinstieg. Je nach individueller Situation müssen Betroffene sogar eine ganz neue Tätigkeit finden, bei der ihre Bedürfnisse Berücksichtigung finden.
„Die Rückkehr in meinen alten Job als Erzieherin in einer Krippe war mir nach der Erkrankung leider verwehrt“, erzählt Kathrin Lubig. „Aufgrund meiner Lymphknotenentnahme konnte ich die Kinder nicht mehr auf den Wickeltisch oder aus dem Kinderwagen heben. Damit stand ich finanziell zunächst einmal mit dem Rücken an der Wand. Eine sehr belastende Erfahrung, unter dem Druck etwas Neues zu finden.“
Besonders prekär ist diese Situation für alleinerziehende Mütter, deren finanzieller Spielraum meistens sowieso schon eng ist. Reha-Antrag häufig zu früh Ein weiteres Problem, das vielen nicht bewusst ist: Liegen den Krankenkassen Hinweise auf eine Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vor, werden die Betroffenen aufgefordert, einen Reha-Antrag zu stellen. Dieser kann automatisch in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente übergehen.
Dr. Sylvia Brathuhn, Bundesvorsitzende „Frauenselbsthilfe nach Krebs“, einer der größten Krebs-Selbsthilfeorganisationen Deutschlands, sagt dazu: „Wir beobachten, dass der Reha-Antrag von den Krankenkassen leider häufig viel zu früh eingefordert wird, so dass die Betroffenen weit davon entfernt sind, fit für den Wiedereinstieg in den Beruf zu sein. Viele Betroffene rutschen dann nach der Reha ungewollt in die Rente – mit entsprechenden finanziellen Einbußen, gerade für junge Frauen.“
Eine wichtige Hilfe in dieser Situation kann unabhängige und umfassende Beratung bieten. Zum einen, um vorhandene Ansprüche angemessen für sich geltend zu machen. Zum anderen aber auch, um sich über Angebote zur beruflichen Rehabilitation, Modelle für flexible Arbeitsbedingungen, Berufsberatungs- und Umschulungsmaßnahmen sowie Arbeitsplatzanpassungen zu informieren. Krebsinformationsdienst bietet Informationen zum Thema Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums stellt Informationen zu sozialrechtlichen Themen zur Verfügung und nennt Ansprechpartner sowie weitere Informationsquellen.
Der Dienst ist täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr für Betroffene und Angehörige in ganz Deutschland unter 0800-4203040 und
krebsinformationsdienst@dkfz.de erreichbar, auch bei allen anderen Fragen rund um das Thema Krebs. Der KID berät jedoch nicht individuell zu sozialrechtlichen Fragen und erteilt auch keine rechtsverbindlichen Auskünfte. Zuständig für individuelle Beratungen sind die Krankenkassen und die Rentenversicherung sowie die Kliniksozialdienste, zum Beispiel am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg (https://www.nct-heidelberg.de/fuer-patienten/beratungsangebote/sozialdienst.html).
Auch Krebsberatungsstellen, Integrationsfachdienste und die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) erteilen individuelle Auskunft. Arbeit als Teil der Krankheitsbewältigung Laut einer Studie kehren zwei Drittel aller Menschen mit einer Krebserkrankung nach Abschluss der Therapien wieder zurück ins Arbeitsleben – meist mit positivem Effekt: Wer wieder arbeitet, lässt die Krankheit hinter sich und erobert sich wieder ein Stück Normalität. So empfinden es viele Betroffene. Arbeit strukturiert den Tag, sie bietet ein soziales Miteinander mit Kolleginnen und Kollegen und das Bewusstsein, nach mehr oder weniger langer Auszeit, wieder einen gesellschaftlichen Beitrag leisten zu können – Selbstwertgefühl und Zufriedenheit steigen.

Gesundheit von A bis Z auf der Duisburger Gesundheitsmesse

Duisburg, 07. März 2018 - Auf der Gesundheits.Messe.Duisburg 2018 am 17. und 18. März treffen Besucherinnen und Besucher im CityPalais auf zahlreiche Aussteller zu Gesundheitsthemen. In diesem Jahr zählt die beliebte Gesundheitsmesse in Duisburg rund 50 Aussteller*. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Die Messe öffnet von jeweils 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr.  

Ausstellerliste und Vortragsprogramm ab sofort online   „Eine Liste der Aussteller sowie das kostenlose Vortragsprogramm sind ab sofort online unter www.gesundheitsmesse.nrw/duisburg einsehbar. Neben informativen Angeboten und Vorträgen können Besucher sich massieren lassen, kostenlose Check-ups nutzen und Gesundheitsprodukte shoppen“, so Veranstalter Frank Oberpichler.
Mit einer großen Trommelshow von Mugen Dojo Mülheim sowie einem Grußwort von Schirmherr und Gesundheitsdezernent Dr. Ralf Krumpholz wird die Messe am Samstag, den 17. März um 11.30 Uhr offiziell eröffnet. Im Anschluss findet die Podiumsdiskussion zum Thema „Unfall- und Neurochirurgie“ mit den Spezialisten der teilnehmenden Kliniken statt.

Neben Vorträgen zu Themen wie Vermögensvorsorge im Alter, Darmkrebsprävention, Möglichkeiten moderner Hörsysteme oder Schmerztherapie mit dem Schmerzschrittmacher und vielen weiteren gibt es auch ein spannendes Aktionsprogramm. Am Sonntag bietet das BG Klinikum in diesem Jahr ein besonderes Rückenprogramm von 11.30 bis 14.30 Uhr auf der Aktionsfläche an. Das Klinikum präsentiert ein Exoskelett, einen hochmodernen Laufroboter für Querschnittsgelähmte. Bei Rückenschule und Rücken-Check-Up können Besucher sich darüber informieren, wie man fit für Beruf und Alltag bleibt und wie Physiotherapie dabei helfen kann.

„Ergänzend zum Angebot der Duisburger Kliniken wird es in diesem Jahr wieder einen Extrabereich auf der Messe geben, der sich auf Hörgerätetechnik und alles rund ums Hören fokussiert“, so Oberpichler und führt aus: „Aussteller und Geschäftsführer der Hörwelt Thomas Müller, bringt zur Messe starke Partner in Sachen Hörgerätetechnologie und Optik mit. Er berät an seinem Stand umfassend zum Thema und zeigt den Besuchern, was moderne Geräte heute leisten können. Zudem können Besucher mittels hochauflösender Kamera einen Blick in ihr Ohr wagen oder einen Hörtest durchführen.“
 
Selbsthilfe und Vereine bieten Informationen und persönliche Kontakte
Auch Vereine und Selbsthilfegruppen sind auf der „Meile der guten Taten“ zahlreich vertreten. Der Selbsthilfebereich wird zum größten Teil von der DAK Gesundheit präsentiert.

Klinik Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew ist vor Ort. Sie unterstützt Menschen mit der meist schmerzhaften, chronisch verlaufenden entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule betrifft.

Klinik Die Frauenselbsthilfe nach Krebs Gruppe Duisburg informiert auf der Messe zu den Möglichkeiten ihrer Unterstützung und Begleitung ab der Krebsdiagnose.

Klinik Ebenfalls dabei ist die ILCO Region NiederRhein-WestMünsterland inklusive dem Selbsthilfeverein Duisburg gegen Darmkrebs e.V. Die Selbsthilfevereinigung für Stomaträger (künstlicher Darmausgang) und Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige lädt zum persönlichen Kennenlernen und Informieren ein.

Klinik Parkinsonerkrankte sowie ihre Angehörigen können sich auf der Messe an die Selbsthilfe Parkinson Moers wenden.
Klinik Die Ginko Stiftung für Prävention ist mit ihrem Stand unter dem Thema „Stark bleiben – Suchtprävention im Alter“ vertreten und als Ansprechpartner für Betroffene und Angehörige vor Ort.
Klinik Die Rheuma Liga NRW AG Duisburg informiert zu rheumatischen Erkrankungen und Hilfsangebote der AG Duisburg.
Klinik Der Deutsche Kinderschutzbund ist ebenfalls vor Ort mit seiner Ortsvereinigung Duisburg anwesend und begrüßt alle, die sich für Kinder und ihre Interessen in Duisburg stark machen möchten. (Nur Sonntag)
Klinik Detlev Friedriszik ist mit Freemade Hilfe zur Selbsthilfe und dem Vibroswingsystem Smovey mit von der Partie und informiert zu den grünen Schwingringen, die unter anderem bei Parkinsonerkrankten und anders Mobilitätseingeschränkten eine große Unterstützung sind.
Klinik SHALK NRW e.V. ist die Selbsthilfe homosexueller suchtkranker Menschen und Samstag sowie Sonntag vor Ort.
Ebenso vertreten ist der Verein zur Förderung der Krebsberatung in Duisburg e.V.

Wer also Hilfe benötigt, sich zu den Möglichkeiten im medizinisch-therapeutischen Bereich informieren möchte oder einfach nur eine kostenlose Massage genießen möchte, ist auf der Gesundheits.Messe.Duisburg in diesem Jahr wieder bestens aufgehoben.
 
Aussteller:

Anja Aghte Wellness & Styling
Atalay International Clinic
BG Klinikum Duisburg
BKK VBU
Brainlight
Brillenparty Annemarie Kimpel
Bruckhoff Hörsysteme
Capio Klinik im Park
Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein
Deutscher Kinderschutzbund OV Duisburg (e.V.) nur Sonntag
Diakoniehoch3 Evangelische Altenhilfe Duisburg nur Samstag
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew LV-NRW e.V.
Energetix Team Magnetschmuck & Wellness
Erste Hilfe Ausbildung Sickelmann
Evangelisches BETHESDA Krankenhaus Duisburg
Evangelisches Klinikum Niederrhein
Frauenselbsthilfe nach Krebs LV-NRW e.V. Gruppe Duisburg
Freemade – Hilfe zur Selbsthilfe
Frido-RehaMed
Gelbke Rechtsanwälte
Geobiologische Beratung André Niehues
Ginko Stiftung für Prävention
GN Resound
Grafschafter Hörwelt
Hello Fresh
Hörwelt Duisburg
HTH Hygiene Technik Jürgen Hirsch GmbH
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Herzinfarktrisiko: Einmal messen genügt

Essen/Duisburg, 07. März 2018 - Gefäßverkalkung erkannt, Gefahr für´s Herz gebannt: Mediziner können mit der Messung des Koronarkalks das individuelle Risiko für einen Herzinfarkt präzise einschätzen. Aber genügt dafür eine Messung oder braucht es regelmäßige Checks? Die Antwort kennen die Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE). Sie stellen ihre Forschung aktuell in der renommierten Fachzeitschrift Circulation vor.

 

Weiß man um sein individuelles Risiko, kann man bereits im Vorfeld eines möglichen Herzinfarktes gegensteuern und diesen so im besten Falle ganz verhindern. Das Herzinfarkt-Risiko zu erkennen, ist durch die Messung des Koronarkalks heute erprobte Praxis. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Heinz Nixdorf Recall-Studie, die am Universitätsklinikum Essen (UK) durchgeführt wurde. Nun gingen die UDE-Mediziner unterstützt von verschiedenen Kliniken und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) noch einen Schritt weiter. Sie wollten wissen, unter welchen Umständen eine weitere Untersuchung nach fünf Jahren sinnvoll ist.

 

Die Antwort: Die einmalige Kalkmessung genügt in den meisten Fällen. Sie hilft bereits, Patienten im mittleren Risikobereich besser einschätzen zu können. „Vor diesem Hintergrund kann man Patienten jetzt viel genauer empfehlen, wann eine erneute Kalkmessung sinnvoll ist“ resümiert Prof. Dr. Raimund Erbel, einer der Initiatoren der Studie und Senior Scientist am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE).

 

„Die Tatsache, dass unser wissenschaftlicher Artikel von einem ausführlichen Editorial führender Wissenschaftler auf diesem Gebiet begleitet wird, betrachte ich als besondere Wertschätzung unserer Arbeit in den letzten 20 Jahre auf diesem Gebiet“ freut sich Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Direktor des IMIBE.

 

Aufruf zur Masernimpfung  

Duisburg, 06. März 2018 - Seit dem 23. Februar sind in Duisburg zwischenzeitlich insgesamt wieder 11 Menschen an Masern erkrankt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Masern durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen beim Husten, Sprechen und Nießen sowie durch Kontakt mit infektiösem Sekret aus Nase und Rachen auch auf andere Menschen übertragen werden.  
Eine Masern-Infektion ist keine harmlose Kinderkrankheit, denn bei etwa jedem zehnten Betroffenen treten Komplikationen auf. Dadurch, dass aktuell auch in Duisburg Menschen das Masernvirus ausscheiden können, sind Ungeimpfte und Kinder unter einem Jahr besonders gefährdet.  
Daher sollten sich ungeimpfte oder nur einmal gegen Masern geimpfte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei denen sich im Impfausweis kein oder nur ein Vermerk über eine Masernimpfung finden lässt (Eintrag MMR), beim Haus- oder Kinderarzt gegen Masern impfen lassen. Bei Menschen, die früher schon mal an Masern erkrankt sind oder zweimal gegen Masern geimpft wurden, besteht ein weitgehender Schutz  gegenüber dieser Erkrankung.  

 

 

 

Vorsorgeuntersuchungen

Neue Handreichung hilft Eltern bei der Medienerziehung

Köln/Duisburg, 02. März 2018 - Von sozialen Medien wie Whatsapp und Instagramm werden viele Kinder und Jugendliche abhängig. Gegen die Sucht und ihre Folgen hilft nur frühe Prävention. Aus diesem Grund hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gemeinsam mit den pädiatrischen Schwestergesellschaften DGKJ, DGSPJ, DGAAP, DAKJ und der Stiftung Kind und Jugend und gefördert durch das Bundesgesundheitsministerium nun eine Handreichung für Eltern entwickelt, die diesen hilft, Kinder von Geburt an gegen das Dauerdaddeln und schließlich die Abhängigkeit und ihre gesundheitlichen und sozialen Folgen zu schützen.

"Wir dürfen nicht erst handeln, wenn die Kinder mit zwölf Jahren ihre ganze Zeit an Bildschirmmedien verbringen. Dann ist es zu spät. Wir müssen den Eltern helfen, für ihre Kinder einen guten Umgang mit den elektronischen Medien zu finden und dadurch Sucht zu vermeiden. Und zwar von den ersten Lebenstagen an. Deshalb haben wir die Handreichung entwickelt," so Dr. Uwe Büsching, Medienexperte des BVKJ.

Die Handreichung gibt es ab sofort bereits bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen beim Kinder- und Jugendarzt. Sie erscheint in Form eines handlichen Flyers mit Erklärungen und alltagsnahen Tipps, wie Eltern ihre Kinder von früh auf an einen achtsamen  Umgang mit digitalen Medien heranführen können und ihre Medienkompetenz schulen können.

"Dabei geht es uns nicht darum, die Geräte zu verteufeln," so Dr. Uwe Büsching, "aber es ist uns wichtig, den Konsum von Bildschirmmedien (PC, Tablet, Spielekonsolen, Handy etc.) zeitlich zu begrenzen und Kindern zu zeigen, welche Freude es macht, mit allen Sinnen die reale Welt und das reale Miteinander mit Freunden zu erleben. Verankert in der Wirklichkeit können Kinder und Jugendliche später auch mit Medienwelten selbstbestimmter umgehen. Uns geht es also nicht um ein Verbot, sondern um den gesunden Umgang mit digitalen Medien. Dafür müssen Eltern ihre Kinder altersgerecht in die Medienwelten hinein begleiten, über Inhalt und Ausmaß der Mediennutzung ihrer Kinder informiert sein, darüber mit ihnen im Gespräch bleiben und auch steuern - von Anfang an. Unsere Handreichung kann ihnen dabei helfen."

Bei der Vorstellung der Handreich