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 07. Dezember: „Tag des brandverletzten Kindes“

 
Gedenkfeier für verstorbene Patienten

In Erinnerung an alle ab September 2016 verstorbenen Palliativpatienten organisierte die Palliative Care Duisburg e.G. zum zweiten Mal eine Gedenkfeier. Angehörige, Freunde und Bekannte hatten dort die Gelegenheit, im feierlichen Rahmen ihrer Verstorbenen zu gedenken. Das Palliative-Care-Team gibt es seit 2010 in Duisburg.

Etwa 190 Gäste waren der Einladung in das Hotel „Wyndham Duisburger Hof“ gefolgt und konnten in stimmungsvoller Atmosphäre der Verstorbenen erinnern. Unter dem Motto „Wer gelebt hat hinterlässt Spuren“ wurden bedächtige Worte gesprochen, atmosphärische Musik gespielt, die Namen aller Verstorbenen eingeblendet und mit angezündeten Kerzen das würdevolle Gedenken abgerundet.

Viele Angehörige waren glücklich und berührt in solch einem Rahmen ihrer geliebten Menschen nochmals zu gedenken.
Eine dieser Angehörigen ist Brigitte Szente. Sie, ihre jüngste Tochter und eine sehr gute Freundin waren der Einladung gefolgt und waren gerührt von der Gedenkfeier: „Es war eine wunderbare Atmosphäre. Ich und meine Tochter sind sehr glücklich, dass uns das Palliative-Care-Team durch diese schwere Lebensphase geholfen hat“, sagt Brigitte Szente.

Im Jahr 2015 wurde bei ihrem Mann Krebs festgestellt. Nach einem Aufenthalt im Krankenhaus stand die Diagnose der unheilbaren Krankheit leider fest. Sofort wurde das SAPV-Team eingeschaltet, welches sich ab diesem Zeitpunkt um die Versorgung des Patienten in der gewohnten häuslichen Umgebung kümmerte.

„Alle Beteiligten waren großartig. Mein Mann war nie der große Redner, aber immer, wenn die Pflegekraft eintraf erzählte er mit ihr. Wahrscheinlich auch über seine Sorgen und Ängste, dies wollte er vor uns nicht äußern. Aber wir hatten ein Jahr Zeit, um uns mit der Situation abzufinden. Und in all diesen Tagen standen uns die Palliativkräfte und -arzt zur Seite. Mein Mann war in der gesamten Zeit in seinem gewohnten Umfeld, konnte die Enkelkinder sehen und an unserem Alltag teilnehmen. Hier bei uns zu Hause nahm er auch im November 2016 seinen letzten Atemzug – und seine Seele konnte bei geöffnetem Fenster davon fliegen“, erzählt die 72-Jährige mit Tränen in den Augen, die selbst im Jahr 2007 von Krebs betroffen war.
Besonders der würdevolle Umgang mit den Lebenden und mit den Sterbenden liegt dem Palliativteam Duisburg sehr am Herzen und dies spürte auch Familie Szente jeden Tag. Sie sind froh, dass es in Duisburg so eine erstklassige Versorgung gibt, die es ermöglicht, dass Betroffene zu Hause zu sterben.

Im Anschluss an die Gedenkfeier waren die Gäste eingeladen, zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch und einem Imbiss zu verweilen. So bekamen Gespräche zwischen Angehörigen, Pflegenden und Ärzten entsprechend Raum und Zeit.

Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für Duisburg und Umgebung:
Seit 2007 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf eine „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, kurz SAPV. Das bedeutet, dass Menschen, die unheilbar erkrankt sind, eine palliative Begleitung für den letzten Lebensabschnitt bekommen können. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, auch SAPV genannt, hat das Ziel, die Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker und sterbender Menschen zu erhalten, zu fördern oder zu verbessern, um ihnen ein würdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen.
Das Palliative Care Team besteht aus Ärzten mit der Fachausbildung in Palliativmedizin sowie Pflegekräften mit Zusatzausbildung in Palliative Care.
Dabei verstehen sich die speziell ausgebildeten Ärzte und Pfleger nicht als Konkurrenz zum behandelnden Hausarzt, sondern eher als Ergänzung. Es geht nicht um Heilung einer Erkrankung, sondern darum, Symptome zu lindern, damit Menschen in Ruhe und Würde sterben können. Dabei wünschen sich die allermeisten Menschen zu Hause zu sterben und nicht im Krankenhaus. Dies ermöglichen alle Akteure der SAPV-Duisburg.

In würdiger Atmosphäre gedachten alle Akteure des Palliative-Care-Teams der Verstorbenen. Foto: Palliative Care Duisburge Care

 

Ruhig Blut bewahren - Alltagstipps gegen Bluthochdruck

Duisburg, 05. Dezember 2017 - Deutschland ist Spitzenreiter im Bluthochdruck: Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Hypertonie. Bei den über 65-Jährigen ist sogar mehr als jeder Zweite betroffen.

Dabei kann ein erhöhter Druck in den Gefäßen schwerwiegende Folgen haben: Er führt zu einer Überlastung des Herzens und anderer lebenswichtiger Organe und begünstigt eine Verkalkung der Gefäße. Damit ist Bluthochdruck der Risikofaktor Nummer 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Das Tückische: Eine Hypertonie entwickelt sich schleichend und wird daher oft zu spät bemerkt.

Wird ein Bluthochdruck jedoch diagnostiziert, lässt er sich durch eine effektive Behandlung in der Regel gut kontrollieren. Das Ziel ist es, den Blutdruck dauerhaft auf normale Werte zu senken, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Hierbei helfen eine konsequente Therapie und eine bewusste, gesündere Lebensform. Was das bedeutet, darüber spricht Dr. Gabriele Schott , Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Nephrologie und Diabetologie, in ihrem Vortrag am Dienstag, 12. Dezember 2017.
Die Medizinerin erläutert wissenswerte Informationen zur Therapie und gibt nützliche Tipps für den Alltag als Bluthochdruck-Patient.

Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr und findet in der Cafeteria der Helios Marien Klinik, Grunewaldstraße 96, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wenn Herd, Kamin und Co für Kinder zur Gefahr werden

 „Kinderhände weg von heißen Flächen!“ - unter diesem Motto steht der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember.

Duisburg, 04. Dezember 2017 - „Tag des brandverletzten Kindes“ soll helfen, auf die Gefahren von heißen Flächen an Kaminöfen, Herdplatten, Backofentüren oder Bügeleisen hinzuweisen, um Kinder vor Verbrennungen zu schützen.

 

Kaminöfen spenden im Winter gemütliche Wärme, Backöfen laufen oftmals gerade in der Vorweihnachtszeit heiß, um etwa leckere Plätzchen zu backen. Doch die beiden Wärmequellen können für Kinder schnell zum Risiko werden – sie gelten als sogenannte thermische Gefahrenherde. Das Verletzungsrisiko besteht darin, dass die Kleinen unbedarft an die heißen Flächen fassen. Und das kann schlimme Folgen haben: Die sensible Kinderhaut kann bereits ab einer Temperatur von 52 Grad Celsius erheblichen Schaden davontragen – Öfen und Herdplatten haben diese Gradzahl schnell erreicht.
„Die Flächen sind oftmals so heiß, dass die Kinder mit den Händen förmlich daran kleben bleiben“,  so Dr. Andreas Dencker, Oberarzt der Plastischen und Handchirurgie an der Helios St. Johannes Klinik und Verbrennungsexperte.

 

Pro Jahr werden in Deutschland mehr als 30.000 Kinder wegen Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich behandelt, die meisten kleinen Patienten sind jünger als fünf Jahre. Bei knapp 6000 der Betroffenen sind die Verletzungen so schwer, dass eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus nötig ist.
Im Duisburger Helios Klinikum versorgen die Ärzte jährlich rund 50 Kinder mit schwereren Verbrennungsverletzungen. Sind die Hände betroffen, stehen die Mediziner vor einer besonderen Herausforderung: „Die Hände sind unser wichtigstes Werkzeug. Deshalb ist es das oberste Behandlungsziel, Funktionseinschränkungen –  etwa durch eine starke Narbenbildung in den Handinnenflächen – zu vermeiden“, erläutert Dr. Dencker.
Wichtig für den Behandlungserfolg sei auch eine schnelle und richtige Versorgung der Kinder zuhause, direkt nach dem Unfall. Eine hilfreiche Erstmaßnahme ist das Kühlen der betroffenen Körperstelle. Allerdings gibt es hier ein paar wesentliche Regeln zu beachten: „Nutzen Sie fließendes Wasser zum Kühlen. Es sollte lauwarm sein und nicht eiskalt, wie viele irrtümlich glauben. Auch Coolpacks oder Eiswürfel sind nicht geeignet.
Zu viel Kälte kann bei Kindern schnell zu einer Unterkühlung und noch stärkeren Schmerzen durch die angeregte Durchblutung führen. Zudem reicht es, die Verbrennung etwa 15 Minuten lang zu kühlen.“ Die Wunde sollte darüber hinaus nicht mit trockenen Verbänden abgedeckt werden. „Sie kleben fest und können meist nur unter Schmerzen wieder entfernt werden“, weiß der Verbrennungsexperte.

Handelt es sich um eine Verbrennung, die über eine Rötung der Haut hinausgeht, dann sollte ein Arzt oder der Rettungsdienst einen Blick auf die Verletzung werfen. Bei sehr starken Verbrennungen, die mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche auswirken, sollte in jedem Fall die Notrufnummer 112 gewählt und auf das Kühlen verzichtet werden.

 

Aber natürlich gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Experten schätzen, dass sich schon mit kleinen Sicherheitsmaßnahmen im Haushalt über die Hälfte all dieser Brandunfälle vermeiden lassen. „Dazu kann es helfen, die Wohnung aus Kinderperspektive zu betrachten und Gefahrenherde so zu entlarven“, sagt Dr. Dencker.

 

Tipps zum Schutz vor heißen Oberflächen

·        Halten Sie Kinder von Kaminöfen und Backofentüren fern.

·        Falls möglich, kochen Sie auf den hinteren Herdplatten, die außer der Reichweite Ihres Kindes liegen. Zudem können Sie das Kochfeld mit einem speziellen Herdschutzgitter sichern.

·        Schalten Sie das Bügeleisen immer aus, wenn es nicht unter direkter Aufsicht ist, und stellen Sie es dort ab, wo es für Kinder nicht zu erreichen ist. Achten Sie auch darauf, dass keine Kabel herabhängen, an denen die Kleinen ziehen könnten.

·        Heizdecken sind für kleine Kinder ungeeignet. Wärmflaschen sollten nicht mit kochendem Wasser gefüllt werden, auch Kirschkernkissen gilt es nur anzuwärmen.

 

Paulinchen e.V. – Initiative für brandverletzte Kinder ist Initiator und Ausrichter des bundesweiten „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember. Der Verein berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, so dass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt.
Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Mit verschiedenen Präventionskampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen sowie Feuer, Strom und Säuren.

 

30 Jahre Welt-Aids-Tag: „Positiv zusammen leben!“

Rückblick und Ausblick  
Duisburg, 29. November 2017 - Das diesjährige Motto „Wir können positiv zusammen leben. Weitersagen!“ und das Programm zum Welt-AIDS-Tag in Duisburg wurde heute, 29. November, am neuen Standort der Beratungsstelle für AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) in der Altstadt von der Stadt Duisburg gemeinsam mit dem Kooperationspartner AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel e. V. vorgestellt.  
„Die Aufklärungsarbeit wird in Duisburg unvermindert fortgesetzt. Wir können und wollen positiv und kooperativ zusammen arbeiten und unsere Anstrengungen noch forcieren, damit wir dem Ziel näher kommen, dass kein Mensch mehr an AIDS erkranken oder gar an den Folgen sterben muss“, erklärt Gesundheitsdezernent Dr. Ralf Krumpholz.  
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der HIV-Prävention ist die synergetische Zusammenarbeit zwischen staatlichen Strukturen und freien Trägern wie der AIDS-Hilfe. „Nach einer Bestandsaufnahme der Situation vor Ort, möchte ich mich im Schwerpunkt um die Stärkung und den Ausbau bestehender Netzwerke kümmern sowie die Präventionsarbeit intensivieren“, sagt die  neue AIDS-Koordinatorin Martina Jungeblodt, die seit November in der Beratungsstelle arbeitet. Dietmar Heyde, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe ergänzt: „Wir als Aids-Hilfe halten es schon lange für wichtig, dass es mehr niedrigschwellige Beratungs-und Testmöglichkeiten für Duisburger Bürger gibt.“  

Im Rahmen des Welt-Aids-Tags am Freitag, 1. Dezember, bieten die Beratungsstelle des Gesundheitsamtes und die Aids-Hilfe Aktionen an: Tag der offenen Tür in der Beratungsstelle für AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten: Anonyme Beratung und kostenfreier HIV-Antikörpertest ohne Terminvereinbarung, von 10 bis 16 Uhr, Gesundheitsamt, Universitätsstraße 32, Duisburg-Altstadt, Aids-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel e.V. veranstaltet einen Aktionstag mit Aktionsfläche im Forum Duisburg. Aktion „Duisburg sucht ,Botschafter gegen AIDS‘“, Spendenaktion Soli-Bär-Teddy 2017, von 10 bis 20 Uhr, Königstraße 48, Duisburger Innenstadt „Deutschland gehört dank der erfolgreichen Präventionsarbeit und der guten Behandlungsmöglichkeiten zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa.

Diese Anstrengungen müssen kraftvoll fortgesetzt werden mit dem Ziel, die Ansteckungsraten weiter zu senken (…) und Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit HIV-infizierten Menschen abzubauen, damit ein vorurteilsfreies Zusammenleben zur Selbstverständlichkeit wird“, erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zum Auftakt der diesjährigen Welt-AIDS-Tag-Kampagne.  

Diese Entwicklung ist grundsätzlich zu begrüßen, gibt jedoch keinen Anlass zur Entwarnung. Laut der jüngsten, erst in der vergangenen Woche veröffentlichten Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin, ist die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Jahr 2015 konstant geblieben. Die Zahl der Neuinfektionen ist dabei nicht zu verwechseln mit der Zahl der HIV-Neudiagnosen. Schätzungen des RKI zufolge sind Tausende Menschen mit dem HI-Virus infiziert, ohne es zu wissen; dies gilt insbesondere für heterosexuelle Personen.  

 

2015 starben in NRW 99 Menschen an den Folgen der HIV-Krankheit  
Düsseldorf (IT.NRW). 2015 starben in Nordrhein-Westfalen 99 Menschen an den Folgen der HIV-Krankheit (Humane Immundefizienz- Viruskrankheit).
Gegenüber dem Jahr 2014 (121 Fälle) verringerte sich die Zahl der AIDS-Toten um 18,2 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Welt-AIDS-Tages (01.12.2017) mitteilt, waren 2015 acht von zehn Verstorbenen (80,8 Prozent) Männer. Das durchschnittliche Sterbealter der infolge einer HIV-Krankheit Gestorbenen lag bei 54,3 Jahren (Männer: 54,2; Frauen: 54,3 Jahre). Im Jahr 2006 hatte das durchschnittliche Sterbealter der AIDS-Toten noch bei 47,9 Jahren gelegen.  
Den höchsten Anteil der an den Folgen der HIV-Krankheit Verstorbenen ermittelten die Statistiker im Jahr 2015 in Bonn (22 Fälle je Million Einwohner). Im Landesmittel starben von jeweils einer Million Einwohnern sechs Personen an den Folgen von AIDS. Die Statistiker weisen darauf hin, dass es sich bei den genannten Zahlen um eine nachweisbare Untergrenze handelt, da eine HIV-Erkrankung bei der Ausstellung der Todesbescheinigung nicht immer bekannt ist. (IT.NRW)



Benefizkonzert im BG Klinikum Duisburg gibt 25 Kindern neue Hoffnung

Spendenscheckübergabe an den gemeinnützigen Verein INTERPLAST
Duisburg, 29. November 2017 - Vier Stunden lang wurde im BG Klinikum Duisburg gerockt, getanzt, (mit)gesungen und gefeiert – und das für einen guten Zweck: Stolze 3.791,58 Euro kamen beim 2. Benefizkonzert der Bands POHLSCHRÖDER und Dirty BIZness am 30. September 2017 in der Unfallklinik zusammen. Die Summe geht – wie bei der Premiere 2016 – an INTERPLAST, einen gemeinnützigen Verein, der unentgeltlich plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern durchführt.

Den symbolischen Spendenscheck erhielt der Leiter der Sektion Duisburg von INTERPLAST Prof. Dr. Heinz-Herbert Homann jetzt aus den Händen des Vorsitzenden der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg Ralf Wenzel. „Wir sind stolz darauf, den Verein auch dieses Jahr wieder mit einer großen Summe finanziell unterstützen zu können“, sagte Wenzel im Rahmen der Veranstaltung.

Er lobte aber auch das große soziale Engagement vieler Beschäftigter des BG Klinikums Duisburg. Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte, aber auch etliche Pflegekräfte aus der Unfallklinik seien – zum Teil schon mehrmals – für INTERPLAST zu humanitären Einsätzen in Krisengebieten wie z.B. Eritrea, Myanmar etc. unterwegs gewesen.
Dringend notwendige medizinische Hilfe für 25 Kinder Wofür INTERPLAST das Geld aus dem Benefizkonzert verwenden wird, ist bereits klar: „Zwischen Verzweiflung und Hoffnung liegen oft nur 150 Euro“, erklärt Homann. „Mit der Spende können etwa 25 Kinder direkt vor Ort in ihrer Heimat operiert und nachversorgt werden“.

Neben angeborenen Fehlbildungen des Gesichts wie Lippenspalten werden im Auftrag von INTERPLAST u.a. Vernarbungen und Entstellungen – zum Beispiel nach Brandverletzungen – behandelt. Ziel ist es, den oft kleinen Patienten zu einem lebenswerteren Dasein zu verhelfen.
Idee aus dem Kreis der Beschäftigten Die Idee zu dem erfolgreichen Benefizkonzert selbst ist vor rund zwei Jahren im Kreis der Beschäftigten des BG Klinikums Duisburg entstanden. „Nicht jeder kann vor Ort für INTERPLAST arbeiten. Wir haben deshalb überlegt, wie man das spannende Projekt von Duisburg aus unterstützen kann“, meint Physiotherapeut Ludger Sölker, einer der Initiatoren der Veranstaltung und zugleich Schlagzeuger bei der Gruppe POHLSCHRÖDER.

Er überzeugte auch dieses Jahr seine Bandkollegen und die befreundete Coverband Dirty BIZness davon, völlig ohne Gagen im BG Klinikum Duisburg aufzutreten. Dadurch konnten alle Gewinne aus dem Kartenverkauf und dem Catering – auch durch das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer – erneut komplett an INTERPLAST fließen. „Kräftig aufgestockt wurde diese Summe dann noch einmal durch verschiedene Sponsoren“, so Wenzel abschließend.

Bildunterschriften: 1. Der Vorsitzende der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg Ralf Wenzel (rechts) übergibt den Spendenscheck im Beisein von Ludger Sölker (Mitte) an Prof. Dr. Heinz-Herbert Homann (links) von INTERPLAST. (Bild: Dieter Lohmann/BG Klinikum Duisburg)

 

 

Kinder- und Jugendärzte fordern Impfpflicht

Duisburg, 27. November 2017 - Kinder- und Jugendärzte in Deutschland begrüßen das Urteil des italienischen Verfassungsgerichts, das die von der italienischen Regierung erlassene Impfpflicht gebilligt hat. Ab sofort bekommen Kinder in Italien obligatorisch zehn Impfungen, darunter gegen Diphtherie, Tetanus und Masern.

BVKJ-Präsident Fischbach: "Italien macht es vor. Staat muss Kinder vor den gefährlichen Masern schützen!“

Wenn Eltern der Impfpflicht nicht nachkommen, riskieren sie Geldstrafen zwischen 100 und 500 Euro. BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Natürlich wären wir froh, wenn alle Eltern auch ohne Impfpflicht ihre Kinder nach den Empfehlungen der STIKO impfen ließen. Aber das ist trotz aller Informations- und Aufklärungsbemühungen der letzten Jahre nicht der Fall. Viele verbummeln wichtige Impfungen, einige wenige lehnen sie auch aus ideologischen Gründen ab. Die in Deutschland geltende Meldepflicht durch die Kitas kann dies nur bedingt ändern.
Ungeimpft sind Kinder einer Reihe lebensbedrohlicher Krankheiten ausgesetzt. Und sie gefährden auch andere Menschen, zum Beispiel Säuglinge und Kleinkinder, die (noch) nicht geimpft werden konnten, aber auch Erwachsene, die aus Ländern zu uns kommen, in denen nicht gründlich geimpft wird. Wir haben jedes Jahr größere Masernausbrüche zu beklagen. Menschen sterben an Krankheiten, die längst ausgerottet wären, wenn sich alle Eltern gleichermaßen verantwortungsbewusst verhalten würden.
Aus diesem Grund sind wir Kinder- und Jugendärzte inzwischen Verfechter der Impfpflicht vor Aufnahme in Gemeinschaftseinrichtungen. Verantwortungsvolle Eltern werden von ihr nichts spüren, Impfgegner und Impfverbummler hilft die Pflicht, insbesondere die bei Unterlassen drohende Geldstrafe, ihrer Verantwortung für die eigenen Kinder und die staatliche Gemeinschaft nachzukommen. Aus diesem Grund sollte der Gesetzgeber dem italienischen Beispiel folgen und endlich die Impfpflicht für alle Kinder einführen."  

 

KV Nordrhein-Vertreterversammlung  beschließt Einrichtung eines Strukturfonds

Düsseldorf/Duisburg, 27. November 2017 - Auf der Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein am Freitag, 24. November, votierten die Delegierten mit großer Mehrheit für die Einrichtung eines Strukturfonds in Nordrhein. „Damit erhalten wir eine wichtige neue Grundlage zur Finanzierung von Initiativen zur Sicherstellung der Versorgung in nordrheinischen Regionen, in denen schon heute Nachwuchs fehlt“, sagte Dr. med. Frank Bergmann,

Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Der besondere Charme des Strukturfonds besteht darin, dass die Hälfte der Mittel von den Kostenträgern kommt, über die Verwendung der Mittel aber allein wir entscheiden.“ Ergänzt wird der Fonds durch eine Sicherstellungsrichtlinie, die die Grundsätze der Mittelverwendung, Fördermaßnahmen, Antragsverfahren und die Festlegung von zu fördernden Gebieten regelt.

  

Scharf kritisierte Bergmann erneut die Prüfanträge der nordrheinischen Krankenkassen, die im Oktober knapp 1.300 Prüfanträge für das vierte Quartal 2016 gestellt haben, darunter ein großer Teil wegen der Verordnung von Materialien der modernen Wundversorgung über den Sprechstundenbedarf. „Wir wissen, dass bei der Abrechnung Formfehler passiert sind. Den Kassen ist aber durch die Abgabe der Wundversorgungsmaterialien keinerlei materieller Schaden entstanden – und das Verbandsmaterial war und ist für die Versorgung der Patienten nötig“, sagte Bergmann. Die KV Nordrhein setzt auf die Einsicht der Krankenkassen in den zu diesem Thema anberaumten Verhandlungen. Einstimmig forderten die Delegierten die Krankenkassen auf, die Prüfanträge zur Verordnung von Wundauflagen zurückzuziehen. Die Sprechstundenbedarfsvereinbarung sei umgehend zu ändern.

 

Eine kritische Zwischenbilanz zog Bergmann zum Online-Rollout der Telematik-Infrastruktur. „Nach wie vor herrscht keine Marktsituation mit Wettbewerb bei den benötigten Komponenten. Und dass ausgerechnet das Versichertenstammdatenmanagement als erste Anwendung laufen soll, ist strategisch mehr als unglücklich – an sinnvollen medizinischen Anwendungen hätten wir dagegen großes Interesse“, so Bergmann.

 

Bedarfsplanung: Neue Hausärzte für das Ruhrgebiet

Ein weiteres Thema im Bericht des KVNO-Vorstandes waren die jüngsten Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur künftigen Bedarfsplanung in der Sonderregion Ruhrgebiet. Bergmann erläuterte, dass dadurch ab 2018 die Soll-Arztdichte der Hausärzte innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren an bundeseinheitliche Verhältnisse angepasst werden soll. „Im nordrheinischen Teil des Ruhrgebietes entstehen im ersten Schritt etwa 34 neue Hausarzt-Sitze, die voraussichtlich ab Mitte 2018 ausgeschrieben werden. Insgesamt wird sich der Zuwachs auf etwa 215 neue hausärztliche und rund 50 psychotherapeutische Zulassungen belaufen, deren Verhältniszahl ebenfalls durch den G-BA angepasst wurde“, so Bergmann. Der KVNO-Chef betonte, dass Interessenten für die neu entstehenden Zulassungsmöglichkeiten noch die entsprechenden Beschlüsse des hiesigen Landesausschusses im Frühjahr 2018 abwarten müssten.

 

Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein, widmete sich in seinem Berichtsteil den Disease-Management-Programmen (DMP). Bei den auf Bundesebene diskutierten Plänen, den DMP-Katalog auf weitere Erkrankungen auszuweiten, mahnte König zu Augenmaß: „Die Behandlung chronisch Kranker noch zielgerichteter zu strukturieren, ist sicher richtig. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass Patienten und Behandler nicht den Überblick verlieren“, sagte König. Wichtig sei zudem, dass bei der Konzeption neuer DMP-Programme, zum Beispiel zur Behandlung von Rheuma, Osteoporose oder auch Depressionen, von Beginn an beteiligte Fachärzte einbezogen werden.

 

Resolution: Laborbereich reformieren

Weitere Entscheidungen der VV betrafen unter anderem  Laborleistungen und die Arbeit der Termin-Servicestelle. Die Delegierten beschlossen einen Antrag zur Laborreform auf Bundesebene, die zum 1. April 2018 ansteht. Die VV wünscht, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband weitere strukturelle Anpassungen im Laborbereich vornimmt – angestrebt wird unter anderem eine verbindliche, indikationsbezogene Stufendiagnostik bei der Laboranforderung, um diese innerärztlich steuern und die Zahl unnötiger Leistungen reduzieren zu können. „Wir brauchen Laborpfade und müssen Kolleginnen und Kollegen nachschulen. Auch über eine sinnvolle Ausbudgetierung diagnostischer Leistungen müssen wir nachdenken“, sagte König.

 

Ihre Missbilligung brachten die Mandatsträger gegenüber dem Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses zum Ausdruck, den Orientierungspunktwert für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen für 2018 nur um 1,18 Prozent zu erhöhen. In der Resolution heißt es, dass „die Kostenträger feststellbar kein Interesse daran haben, in eine Verbesserung der ambulanten Versorgung der Patienten zu investieren“, zu deren Lasten die vorsätzlich fortgeschriebenen Unterfinanzierung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung gehe.

 

Termin-Vermittlung nicht für probatorische Sitzungen

Mit großer Mehrheit verabschiedete die VV eine weitere Resolution gegen die Entscheidung des Bundesschiedsamts vom 7. November, wonach die Termin-Servicestellen der KVen künftig auch Termine für probatorische Sitzungen zur Einleitung einer Richtlinien-Psychotherapie vermitteln müssen – dadurch „würde die Absicht des Gesetzgebers, zeitnahe Versorgungsangebote zu erweitern, konterkariert“, heißt es in der Resolution. Eine Klage der KBV gegen die Entscheidung des Bundesschiedsamts werde geprüft.

 

Wie immer am Jahresende standen die Bilanz des Geschäftsjahres 2016 und der Haushalt für 2018 auf der Agenda. Die Delegierten genehmigten das Zahlenwerk für 2016 und entlasteten den Vorstand. Auch dem Entwurf für das kommende Haushaltsjahr stimmte die VV zu. Der Verwaltungskostensatz steigt 2018 für Mitglieder, die IT-gestützt abrechnen – das sind fast alle Mitglieder der KVNO – um 0,1 auf künftig 2,8 Prozent des Arztumsatzes.

 

 

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden. Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.

Welt-AIDS-Tag 2017  

Das diesjährige Motto des Welt-AIDS-Tags (Freitag, 01. Dezember)  „Wir können positiv zusammen leben. Weitersagen!“ aufgreifend, stellen Dr. Ralf Krumpholz, Dezernent für Umwelt, Klimaschutz, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dietmar Heyde, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe sowie Martina Jungeblodt, neue AIDS-Koordinatorin im Gesundheitsamt, die Bedeutung der Kooperation zwischen der Stadt Duisburg und dem freien Träger AIDS-Hilfe Duisburg/ Kreis Wesel e. V. sowie den neuen Standort der Beratungsstelle in der Duisburger Altstadt vor.  
Des Weiteren werden die gemeinsamen Aktionen zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag vorgestellt und aktuelle Informationen zum epidemiologischen, medizinischen und psychosozialen Geschehen erläutert.  

 

Früh aktiv gegen Bluthochdruck und Herzinfarkt

Sana Kliniken Duisburg beteiligen sich an den Herzwochen 

Duisburg, 23. November 2017 - Die Deutsche Herzstiftung ruft jährlich im November zur Teilnahme an den bundesweiten Herzwochen auf, bei denen in diesem Jahr das Motto „Herzschwäche“ im Mittelpunkt steht. Die Herzschwäche ist eine ernste Erkrankung, unter der bundesweit zirka zwei bis drei Millionen Menschen leiden, jährlich sterben nahezu 45 Tausend Menschen.
Die chronische Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen wie der koronaren Herzkrankheit, Bluthochdruck, allein oder in Verbindung mit Diabetes. Weitere Ursachen können Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündungen, Vorhofflimmern oder angeborene Herzfehler sein. Da viele herzkranke Menschen die Symptome der Herzschwäche nicht als Warnzeichen erkennen, ist Aufklärung besonders wichtig.

 

Die Sana Kliniken Duisburg laden daher im Rahmen der Herzwochen am Donnerstag, den 30. November 2017, von 16.00 bis 18.00 Uhr im Rahmen der Herzwochen interessierte medizinische Laien zu einem Informationsabend ein. Dr. Oliver Volk, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin wird gemeinsam mit dem Leitenden Oberarzt Guido Bergdolt über Möglichkeiten der Diagnose, Therapie und Vorbeugung von Herzschwäche informieren. Dabei stehen die Themen „Was ist chronische Herzschwäche und wie ist sie vermeidbar?“, „Wirkung  und Nebenwirkung von Medikamenten“ sowie „Leben mit Herzschwäche“ im Mittelpunkt. Zum Abschluss der Veranstaltung können interessierte Besucher an einer Besichtigung des Herzkatheterlabors teilnehmen.

 

Alle Referenten stehen den Teilnehmern im Rahmen einer anschließenden Diskussion für Fragen zur Verfügung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gesundheitsnetzwerk zeichnet Betriebe aus

Gesundheitsförderung immer wichtiger Preisverleihung mit Minister Karl-Josef Laumann
Kamp-Lintfort/Duisburg, 22. November 2017 - In diesem Jahr hat das Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e. V. zum zweiten Mal Unternehmen ausgezeichnet, die sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter besonders verdient gemacht haben. Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann übergab den drei Preisträgern am Dienstag, 21. November, in Kamp-Lintfort die Siegerurkunden. Die Gewinner, die Wellkistenfabrik Fritz Peters, die Agello Unternehmensgruppe sowie die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft erhielten neben der Auszeichnung einen individuellen Imagefilm. Ein Sonderpreis ging an die Justizvollzugsanstalt Moers-Kapellen.
In der jüngsten Konjunkturbefragung der Niederrheinischen IHK gaben mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen an, dass der Fachkräftemangel für sie aktuell das größte wirtschaftliche Risiko darstelle.

„In der aktuell angespannten Beschäftigungssituation wird der Wettbewerb um die guten Köpfe für die Betriebe härter. Um hier bestehen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sich binden zu können, müssen auch die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Das betriebliche Gesundheitsmanagement kann dabei eine wichtige Rolle spielen“, erläutert Michael Rüscher, Vorstandsvorsitzender des Gesundheitsnetzwerks Niederrhein, die Motivation für den ausgerichteten Wettbewerb.

Die Auszeichnung nahm Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vor. „Betriebliche Gesundheitsförderung ist mehr als Raucherentwöhnung oder gesundes Essen in der Kantine“, sagte Laumann in seinem Impulsvortrag. „Gesundheitsförderung im Unternehmen umfasst alle Aspekte, von der Vermeidung körperlicher Schäden bis hin zur Abwehr psychischer Belastungen.

Und die Diskussion über Fachkräftemangel und demografischen Wandel zeigt ganz deutlich: Jedes Unternehmen müsste ein großes Eigeninteresse haben, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rahmenbedingungen zu bieten, die sie gesund, motiviert und leistungsfähig in Richtung Rentenalter gehen lassen. Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Gewinnerthema, eine wichtige Ressource des 21. Jahrhunderts. Jeder hier investierte Euro ist gut angelegtes Geld, davon profitieren beide, Unternehmen wie die Beschäftigten.“

Gastgeber der Preisverleihung war Guido Lohmann, Vorsitzender der Volksbank am Niederrhein, der die rund 100 anwesenden Gäste begrüßte.
Ausgezeichnet wurden: Wellkistenfabrik Fritz Peters GmbH & Co. KG aus Moers, Agello Unternehmensgruppe aus Goch, Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV), Justizvollzugsanstalt Moers-Kapellen (Sonderpreis).

Gesundheitsmanagement steigert die Motivation „Wir machen kein Gesundheitsmanagement, um Krankenquoten zu senken, sondern um die Mitarbeiter zu motivieren, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Das Andere ergibt sich dann von alleine“, begründet Michael Siepmann, Leiter der Stabsabteilung Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der DVV das Engagement des Konzerns im Bereich der Gesundheitsförderung.

Die Teilnehmer informierten sich im Anschluss an die Preisverleihung in Form von Lernwerkstätten über die Themen physische und psychische Gesundheit und die Organisation von betrieblichem Gesundheitsmanagement. Der Wettbewerb wurde vom Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e. V. im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Projektpartner sind die Volksbanken am Niederrhein, die BARMER, die AOK Rheinland-Hamburg und die Niederrheinische IHK.

(Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH DVV) Von links: Guido Lohmann, Michael Rüscher, Michael Siepmann, Leiter der Stabsabteilung Betriebliches Gesundheitsmanagement der DVV, Minister Karl-Josef Laumann und Heiner Beckmann, NRW-Landesgeschäftsführer der Barmer.

Kommunale Gesundheitskonferenz: Männergesundheit Schwerpunktthema für 2018  

Duisburg, 21. November 2017 - Männer sind anders als Frauen, auch in Bezug auf ihre Gesundheit - das wollen die Mitglieder der Gesundheitskonferenz genauer herausfinden. Sie möchten Männer dabei unterstützen, ein nachhaltig gesünderes Leben zu führen. Die Mitglieder der Gesundheitskonferenz beachten die verschiedenen Aspekte von Frauen- und Männergesundheit. „Sie bilden die Basis der Gesundheitsförderung und Prävention der Kommunalen Gesundheitskonferenz“, so Dr. Dieter Weber, Leiter des Gesundheitsamtes.  
„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, werden so noch heute Jungens zu Männern erzogen? Die größte Hürde auf dem Weg zu einer gesünderen Lebensweise ist der Eingriff in liebgewonnene Lebensgewohnheiten. Bequemes möchte man(n) nicht ändern. Allzu oft werden Gründe und Ausreden erfunden, dies zu unterlassen.   Beispielsweise kann ab dem Alter von 20 Jahren kostenlos ein Hautscreening durchgeführt werden.
Ab dem 35. Lebensjahr ist ein Gesundheits-Check-up möglich, ab dem Alter von 45 Jahren eine Krebsfrüherkennung. Ärzte untersuchen dann bei Männern die äußeren Genitalorgane, die Prostata und die Lymphknoten in der Region durch Abtasten. Ab 50 Jahren können kostenlos Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs durchgeführt werden.  
In der Altersgruppe zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr ist der bösartige Hodentumor die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Männer sollten sich daher bereits ab dem 18. Lebensjahr einmal im Monat selbst untersuchen. Verhärtungen, Knoten, Vergrößerungen oder Verkleinerungen und ausgeprägte Druckunempfindlichkeit der Hoden wären ein Grund, den Arzt aufzusuchen.  

Viele Männer sind „Vorsorgemuffel“ und vermeiden es – noch mehr als Frauen, zum Arzt und zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen (Landesgesundheitsbericht NRW). Deshalb will der Verein Duisburg gegen Darmkrebs e. V. informieren und damit Vorurteile abbauen. Menschen, insbesondere Männer, sollen motiviert werden, eigenverantwortlich für ihre Gesundheit sorgen, in dem sie zum Beispiel zur Vorsorgedarmspiegelung gehen.
Diese ist ab dem 55. Lebensalter möglich.  
Frauen können in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt mit einer knapp fünf Jahre höheren Lebenserwartung rechnen als Männer. Die Lebenserwartung von Frauen liegt aktuell bei 82,3 Jahren und bei Männern bei 77,5 Jahren. Bei Frauen gehören neben Herz-Kreislauf-Krankheiten, Brust- und Lungenkrebs auch die chronisch obstruktive Lungenkrankheit und Demenzerkrankungen zu den zehn häufigsten Todesursachen. Bei Männern dominieren eben­falls Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie Lungen-, Prostata-, Darm- und Pankreaskrebs.  
Früherkennung kann Leben retten. Doch gerade beim Thema Darmkrebs scheuen viele die Untersuchung. Der Verein Duisburg gegen Darmkrebs e. V. möchte das zusammen mit den Mitgliedern der Gesundheitskonferenz  und anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern ändern.  
Interessierte, die beim Thema Männergesundheit mitarbeiten möchten, können sich an die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz der Stadt Duisburg, Bettina Schumacher, (0203) 283-3938 wenden.

Die Helios Rhein Klinik Duisburg feiert ihr 150-jähriges Jubiläum

Duisburg, 21. November 2017 - Vor 150 Jahren wurde die Helios Rhein Klinik Duisburg als Akutkrankenhaus St. Joseph-Hospital Laar eröffnet. Der heutige Stadtteil Duisburg-Laar war Mitte des 19. Jahrhunderts noch ein kleiner, ländlicher Ort mit rund 260 Einwohnern. Als 1848 die Eisenbahnlinie von Oberhausen nach Ruhrort auch Laar erreichte, führte die Eröffnung des Eisenhüttenwerks Phoenix A.G. zu einer starken Vermehrung der Einwohnerzahl.

Menschen aus dem ländlichen Raum kamen nach Laar, um hier Arbeit und Brot zu finden. Im Februar 1867 wandte sich Pfarrer Klösges von Hamborn an den Bischof von Münster und erbat die Genehmigung zur Errichtung eines Krankenhauses, das während des zweiten Weltkrieges fast vollkommen zerstört wurde. Trotz des Wiederaufbaus waren in den 60er Jahren bauliche Erweiterungen aufgrund der Grundstücksverhältnisse und angesichts des Alters des Hauses kaum mehr möglich. 1963 begannen daher die Planungen für einen Neubau am heutigen Standort der Klinik an der Ahrstraße.
Acht Jahre später, am 12. August 1971, erfolgte der erste Spatenstich, am 7. Januar 1975 wurde der Neubau fertiggestellt. Heute ist die Helios Rhein Klinik Duisburg eine moderne Rehabilitationsklinik, die mit den Fachbereichen Geriatrie und Orthopädie Menschen hilft, wieder gesund und aktiv den Alltag zu bewältigen. Ärzte, Therapeuten und Mitarbeiter des Pflegedienstes verhelfen Patienten im fortgeschrittenen Alter zu mehr Selbstständigkeit und Lebensfreude. Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit 111 Akut- und Rehabilitationskliniken in Deutschland.

- Hospiz Bethesda sucht Verstärkung
- Würmer helfen dem Darm nicht immer  

Duisburg, 20. November 2017 - Im ambulanten Hospizdienst Bethesda e.V. sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unersetzbar. Der ambulante Hospizdienst Bethesda begleitet unheilbar erkrankte und sterbende Menschen dort, wo sie zu Hause sind. Dort unterstützt er auch deren Angehörige. Das kostenlose Angebot gilt für alle, unabhängig von Alter und Lebensumständen.

Das nächste Orientierungsseminar für ehrenamtliche Mitarbeiter findet statt am 25. November 2017 von 10.00 bis 16.00 Uhr im Bethesda Krankenhaus (Verwaltungsgebäude), Heerstraße 219, 47053 Duisburg (Eingang Königgrätzerstraße). Für nähere Informationen steht Frau Gesa Branding unter Tel. 0203 6008-1820 gerne zur Verfügung.

Sie unterstützen die betroffenen Menschen auf vielfältige Weise im täglichen Tun, indem sie zum Beispiel mit den Patienten oder deren Angehörigen Gespräche führen, ihnen vorlesen oder mit ihnen ein Stück spazieren gehen. Jeder ehrenamtliche Mitarbeiter kann sein persönliches Engagement nach seinen Neigungen und Fähigkeiten ausrichten. Für Patienten, Angehörige und Besucher, die in diesen schweren Zeiten der Krankheit stark belastet sind, ist es hilfreich, auf Menschen im Hospizdienst zurückgreifen zu können.
Die Ehrenamtlichen helfen mit der jeweiligen Situation umzugehen, sie bieten Entlastung und spenden Trost. Das Qualifizierungsseminar richtet sich an Menschen, die sich näher mit dieser Thematik und sich selbst auseinandersetzen möchten.

Denn Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen kann eine sinnvolle Aufgabe sein. In mehreren aufeinander aufbauenden Terminen werden unter anderem Themen wie die Geschichte der Hospizbewegung, die Entwicklung von Werten, die Bedürfnisse von Menschen am Lebensende oder eigene Motivation sein.

 

UDE/UK Essen: Parasiten noch nicht reif für die Therapie
Würmer helfen dem Darm nicht immer
 
Spielt der Darm verrückt, kann eine Wurmkur Wunder wirken: Vergleichende Studien belegen, dass Würmer bei Autoimmunerkrankten helfen können. Leiden sie jedoch an entzündlichem Darmkrebs schaden sie mehr als sie nützen, das fanden Forscher des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) heraus. Ihre Ergebnisse wurden jetzt im renommierten Journal PLoS Pathogens veröffentlicht.  
Wer Band-, Spul- oder Fadenwürmer hat, hat weniger Probleme mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) als nicht befallene Menschen. Allerdings eignen sich die Tierchen als Therapiemittel nur mäßig, wie sich in der Praxis zeigte. Mehr noch: bei entzündlichen Darmkrebserkrankungen könnten die Parasiten das Tumorwachstum sogar noch fördern.  
Diesen Verdacht konnten Infektionsimmunologen am UK Essen jetzt in einer Untersuchung an Mäusen erhärten. Schluckten die Mäuse die Parasiten (Helminthen), klang die Entzündung nicht ab. Im Gegenteil: Der Parasitenbefall aktivierte die Immunzellen, die Entzündungen nahmen weiter zu und damit auch das Tumorwachstum. Prof. Dr. Astrid Westendorf vom Institut für Medizinische Mikrobiologie: „Deshalb müssen wir erst noch genauer untersuchen, wie Helminthen auf das Immunsystem wirken, bevor sie in der Therapie eingesetzt werden können.“

Gefäße im Fokus – Aktionstag in der Helios Marien Klinik

Duisburg, 17. November 2017 - Auf mehreren zehntausend Kilometern verlaufen Arterien und Venen durch unseren Körper und sorgen für einen geregelten Blutkreislauf. Fett- oder Kalkablagerungen in den Gefäßen erschweren allerdings die Zirkulation. Die Engstellen, etwa in den Arterien – auch Arteriosklerose genannt – entwickeln sich oft über Jahre unbemerkt, da sie anfänglich meist keinerlei Symptome verursachen.


Auf Dauer aber droht ein kompletter Gefäßverschluss, der gefährliche Erkrankungen, wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt nach sich ziehen kann: Mit über 15 Millionen Betroffenen zählen Erkrankungen der Gefäße zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Um dem Bedarf nach Aufklärung und Information rund um die Gefäßgesundheit nachzukommen, veranstaltet die Klinik für Gefäßchirurgie, Phlebologie und endovaskuläre Chirurgie der Helios Marien Klinik am Donnerstag, 23. November 2017, ab 17:30 Uhr einen Infonachmittag. 

In einem Vortrag erfahren Betroffene und Interessierte mehr über Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der Schaufensterkrankheit (Periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK). Denn gerade Durchblutungsstörungen an den Beinen sind ein weit verbreitetes Leiden. Rund jeder vierte Deutsche ist davon betroffen. Bei der Schaufensterkrankheit sind Patienten schon nach kurzen Gehstrecken immer wieder durch Schmerzen in den Beinen zum Stehenbleiben gezwungen.

Ursächlich ist der erhöhte Sauerstoffverbrauch der Beinmuskulatur beim Gehen, der durch den gestörten Blutfluss nicht abgedeckt werden kann. Betroffene müssen dann zunächst einen Moment pausieren, bis die Schmerzen nachlassen.
Darüber hinaus demonstrieren die Mediziner eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader und geben Tipps, wie man die Gefäße fit hält.

Die kostenlose Veranstaltung findet in der Cafeteria der Helios Marien Klinik, Grunewaldstraße 96, 47053 Duisburg-Hochfeld. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

BG Klinikum Duisburg feiert und blickt optimistisch in die Zukunft

Große Mitarbeiter-Party in der Villa Rheinperle in Rheinhausen

Duisburg, 16. November 2017 - Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BG Klinikums Duisburg haben am Wochenende in der Villa Rheinperle in Rheinhausen das 60-jährige Bestehen der Unfallklinik gefeiert. Nach einem Festakt im Sommer und einem großen Tag der offenen Tür war diese Feier zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2017 ein Dankeschön an alle Beschäftigten für die gute Arbeit in den letzten Jahren. In dieser Zeit hat sich das BG Klinikum Duisburg zu einem der größten Traumazentren Deutschlands entwickelt.

„Unsere Unfallklinik hat eine enorme Bedeutung für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Duisburg und weit darüber hinaus“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Ralf Wenzel bei der Veranstaltung. Er richtete dabei seinen Blick aber nicht nur auf die vergangenen 60 Jahre, sondern auch in die Zukunft. „Als überregionales Traumazentrum leistet das BG Klinikum Duisburg innovative Spitzenmedizin vom Unfall, über die Rehabilitation bis hin zur Wiedereingliederung in das Berufsleben und das soziale Umfeld.“

Hochwertige Strukturqualität und höchste Facharztdichte Leider besteht jedoch für den Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie bis heute keine vollumfängliche Zulassung für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung. Dabei besitzt das BG Klinikum Duisburg in diesem medizinischen Schwerpunkt eine überaus hochwertige Strukturqualität und die höchste Facharztdichte in der gesamten Region. Ein Antrag zur Aufnahme in den Krankenhausplan ist deshalb bereits im Frühjahr 2014 gestellt worden. Zu diesem gab es allerdings bis jetzt noch keine positive Entscheidung.

Das BG Klinikum Duisburg wird seine Bemühungen um die Aufnahme in den Krankenhausplan in den nächsten Wochen unvermindert weiter vorantreiben, um die qualitativ hochwertigen Strukturen für alle Patienten öffnen zu können. „Seit Jahren erhält das BG Klinikum in Patientenumfragen eine der höchsten Weiterempfehlungsraten bundesweit. Vielen Patienten wird aber die Behandlung im BG Klinikum Duisburg auf Grund des beschränkten Versorgungsvertrages bislang verwehrt“, so Wenzel.
„Wir wollen dafür sorgen, dass unsere anerkannte medizinische Expertise endlich allen Patienten mit Unfallverletzungen und orthopädischen Problemen im Großraum Duisburg zur Verfügung steht.“
Platz 5 in Deutschland Die große Bedeutung der Unfallklinik hatte zuletzt noch einmal der aktuelle Jahresbericht des TraumaRegisters DGU® unterstrichen. Darin nimmt das überregionale Traumazentrum im BG Duisburg Klinikum Duisburg wieder eine Spitzenposition ein.

So liegen die Spezialisten in Buchholz bei der Versorgung von Unfallopfern mit schweren und schwersten Verletzungen auf Platz 5 unter den rund 600 teilnehmenden Kliniken in Deutschland. Sie haben im Untersuchungszeitraum 2016 auch noch einmal deutlich mehr solcher Patienten erfolgreich behandelt als im Jahr zuvor.
Sechs Stunden gute Laune Glückwünsche zur geleisteten Arbeit in den letzten 60 Jahren kamen daher anlässlich der Mitarbeiter-Feier auch aus der Dachgesellschaft der BG Kliniken. „Wir wünschen dem BG Klinikum Duisburg darüber hinaus viele weitere erfolgreiche Jahre“, so Geschäftsführer Reinhard Nieper.

Die Villa Rheinperle in Duisburg-Rheinhausen - Foto Villa Rheinperle



60 Jahre BG Klinikum Duisburg gestern, ein positiver Blick in die Zukunft: Diese Aussichten sorgten bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Party für gute Laune und viele erfreute Gesichter. Bis in die Nacht hinein wurde in Rheinhausen gefeiert, geklönt und getanzt…


Das BG Klinikum Duisburg aus der Luft betrachtet. - Foto BG Klinikum Duisburg)

Das BG Klinikum Duisburg hat sich auf die akute und rehabilitative Behandlung von Unfallfolgen aller Art spezialisiert. Das Versorgungsspektrum umfasst alle Arten von Verletzungen, aber auch die spezialisierte Behandlung orthopädischer, Hand- und Plastisch-chirurgischer oder Schmerzpatienten.


Kindergesundheitsmobil kommt jetzt auch nach Duisburg  

Duisburg, 16. November 2017 - Nachdem das Projekt vor fünf Jahren in Essen gestartet wurde, kommt das Kindergesundheitsmobil jetzt auch regelmäßig nach Duisburg. Im Mittelpunkt steht das eigens für Kindertagesstätten entwickelte präventive Programm „Kindergesundheit“, mit dem Eltern und Kindern Kompetenzen zu wichtigen Gesundheitsthemen vermittelt werden.  

Das Kindergesundheitsmobil kommt mit interaktiven Aktionen zu wichtigen Gesundheitsthemen direkt zu Kindern und Eltern ausgewählter Standorte von Schulen und Kindertageseinrichtungen in Duisburg. Heute wurde das Programm in der Kindertagesstätte Julius-Birck-Straße in Duisburg Hamborn vorgestellt.  
Hinrich Köpcke, stellvertretender Amtsleiter des Jugendamtes, informierte sich direkt vor Ort über das neue Angebot: „Mit dem Einsatz des Kindergesundheitsmobil werden Kinder und Eltern für gesundheitliche Themen sensibilisiert. Wir erhoffen uns, hiermit eine Brücke zwischen Bedarf und existierenden Angeboten herzustellen. Somit können wir bereits im frühen Alter die Kinder fit für die Zukunft machen.“  
„Was uns in Essen bereits erfolgreich mit unseren Partnern gelungen ist, möchten wir gerne in Kooperation mit dem Jugendamt auf Duisburg ausweiten, um ein passgenaues Angebot für Kinder und Eltern anbieten zu können“ so Dr. Micha Wirtz, Vorstand der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung.  
An jedem Standort wird an insgesamt vier Terminen mit den Kindern jeweils eins der vier spezifischen Präventionsfelder „Handhygiene“, „gesundes Pausenbrot“, „Die kleinen Ärzte-Untersuchungen beim Kinderarzt“ und „Kinderfitnesstest“ eingeübt. Bei einem fünften Termin im Rahmen des Elterncafes steht das Team den Eltern mit fachlichem Rat zur gesunden Kindesentwicklung zur Seite. Zielgruppe des Projekts sind Familien, die zu vorhandenen Hilfsangeboten und der medizinischen Regelversorgung nur unzureichend Zugang finden.  
Nach Abschluss der Testphase an drei Kindertagesstätten und einer Grundschule ist eine Ausweitung der Aktion auf weitere Standorte innerhalb von Duisburg beabsichtigt. Das Kindergesundheitsmobil ist ein Kooperationsprojekt der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung, der Stadt Essen und des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Essen.  

Wie kleine gehäkelte Tintenfische Frühchen helfen!

Duisburg, 15. November 2017 - Noch immer werden in Deutschland pro Jahr 60.000 Kinder vor der 40. Schwangerschaftswoche geboren. Medizin und Versorgungsmaßnahmen sind weit fortgeschritten, doch noch sind nicht alle möglichen Problematiken einer Frühgeburt bewältigt. Gerade der Greifreflex ist bei Frühchen schon sehr stark ausgebildet, sodass sie sich manchmal den Sauerstoffschlauch aus der Nase oder die Magensonde ziehen und das kann sehr schmerzhaft sein.
Ist aber ein kleiner gehäkelter Tintenfisch in ihrer Nähe, umklammern sie lieber dessen Tentakeln, die sie an die vertraute Struktur der Nabelschnur im Mutterleib erinnern. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Atmung dadurch stabiler, der Herzschlag regelmäßiger wird und die Sauerstoffsättigung im Blut ansteigt.

Die Kraken wirken sich also rundherum positiv auf die Gesundheit der Frühchen aus. Und bei der glücklichen Entlassung kann der kleine gehäkelte Freund als Andenken mit nach Hause genommen werden. Diese positiven Erfahrungen haben verschiedene Kliniken in ganz Europa, allen voran in Dänemark und in der Schweiz, aber auch in Deutschland gemacht.

Die Damen des Inner Wheel Clubs Duisburg haben von dieser tollen Aktion gehört und in einem ersten Schritt 25 kleine, bunte Tintenfische gehäkelt, um diesen Kindern, den Kleinsten aller Kleinen, einen Willkommensgruß mitzugeben. „So viele Eltern und Pflegekräfte berichten über den positiven Effekt dieser niedlichen Tierchen, da muss etwas dran sein!“ meint deshalb Gabriele Köhler, die derzeitige Präsidentin des Inner Wheel Clubs Duisburg.
„Wir freuen uns sehr, in den Sana-Kliniken Duisburg einen Partner für diese schöne Aktion gefunden zu haben".
Die Tintenfischchen wurden am 15.11.2017 um 11.30 Uhr in den Sana Kliniken Duisburg, Zu den Rehwiesen 9-11, 47055 Duisburg durch Vertreterinnen des Inner Wheel Clubs Duisburg symbolisch Herrn Dr. Francisco Brevis (Leitender Arzt der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin) und Prof. Dr. Rosenbaum anlässlich des Weltfrühchentages am 17.11.2017 überreicht.
Der Inner Wheel Club Duisburg, der sich vor allem in gemeinnützigen Duisburger Initiativen engagiert, möchte eine kontinuierliche Versorgung der Frühchen mit gehäkelten kleinen Freunden sicherstellen.

NRW: Krankenhauskosten 2016 auf 23,9 Milliarden Euro gestiegen

Düsseldorf/Duisburg, 15. November 2017 -  Im Jahr 2016 fielen in den 348 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern Gesamtkosten in Höhe von rund 23,9 Milliarden Euro an. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 1,1 Milliarden Euro bzw. 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. In den Gesamtkosten sind Personalkosten (14,6 Mrd. Euro) und Sachkosten (8,6 Mrd. Euro), Aufwendungen für den Ausbildungsfonds (383 Mio.

Euro), Kosten der Ausbildungsstätten (175 Mio. Euro), Zinsen und ähnliche

Aufwendungen (118 Mio. Euro) sowie Steuern (28 Mio. Euro) enthalten.

 

Nach Abzug der Kosten für nichtstationäre Leistungen (knapp 3,6 Milliarden

Euro) beliefen sich die Kosten der stationären Krankenhausversorgung im Jahr

2016 auf rund 20,4 Milliarden Euro, das waren 4,5 Prozent mehr als im Jahr 2015

(19,5 Milliarden Euro).
Umgerechnet auf die rund 4,6 Millionen Patientinnen und

Patienten, die 2016 mit 33,6 Millionen Berechnungs-/Belegungstagen

vollstationär im Krankenhaus behandelt wurden, lagen die stationären

Krankenhauskosten je Fall bei durchschnittlich 4 388 Euro und damit um 2,5

Prozent höher als ein Jahr zuvor (4 283 Euro). Je Berechnungs-/Belegungstag

lagen die Kosten bei 606 Euro und waren damit um 3,8 Prozent höher als im

Vorjahr (584 Euro). (IT.NRW)

Grippeviren im Anmarsch - Tipps zum Schutz vor Ansteckung

Duisburg, 13. November 2017 - Jedes Jahr aufs Neue rollen gegen Ende des Jahres die ersten Grippewellen an: Laut dem Robert-Koch-Institut erkranken während einer saisonalen Grippewelle in Deutschland zwischen zwei und zehn Millionen Menschen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung, erklärt den Unterschied zwischen Erkältung und echter Grippe, der sogenannten Influenza. Zudem gibt er Tipps zu Schutzmaßnahmen gegen Grippeviren.  

Unterschied zwischen Erkältung und Grippe
Eine triefende Nase, Hals- und Gliederschmerzen sowie ein dicker Kopf bedeuten nicht gleich eine echte Grippe, also eine Influenza. „Doch die Abgrenzung zwischen Erkältung und Influenza ist nicht immer einfach“, so Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Dennoch gibt es einige Anzeichen, die auf eine echte Grippe hinweisen und den Betroffenen zum Arzt führen sollten: Die Influenza befällt den Körper meist sehr plötzlich und mit voller Wucht. Müdigkeit und Abgeschlagenheit treten in der Regel stärker auf als bei einer Erkältung.
Husten, Schüttelfrost und hohes Fieber – oft über 40°C – sind ebenfalls Hinweise auf die Influenza. Ältere, Kinder und Personen mit einer schweren Grunderkrankung, wie zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems, sollten auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Selbst wenn die Symptome nicht eindeutig sind.  
Ansteckung vermeiden
„Meist überträgt sich die echte Grippe über Tröpfcheninfektion“, erklärt der DKV Experte. „Das heißt: Die Viren gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen von Mensch zu Mensch.“ Wer bereits an der Influenza erkrankt oder für eine Infektion besonders anfällig ist, sollte daher nach Möglichkeit Menschenmengen meiden. Dazu gehören beispielsweise voll besetzte Busse, Bahnen oder Fahrstühle.

Vor allem aber ist die richtige Hygiene in der Grippezeit das A und O. Denn auch auf Türklinken, Tastaturen oder an Haltegriffen zum Beispiel in Treppenhäusern können sich die Viren festsetzen. Schnell wandert die Hand von dort an die Nase oder den Mund – und schon ist es passiert. „Häufiges, gründliches Händewaschen ist eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme“, betont der Gesundheitsexperte. „Ebenso sollten die Hände fern vom Gesicht, insbesondere den Schleimhäuten an Mund und Nase, bleiben.“

Es empfiehlt sich, während der Grippewelle auf Händeschütteln und Umarmungen zu verzichten.   Abwehrkräfte stärken: Frische Luft und warme Kleidung Der beste Schutz vor einer Grippe ist ein gutes, belastbares Immunsystem. Um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken, ist es daher gerade in der kalten Jahreszeit ratsam, auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung und genug Schlaf zu achten. „Wer den Viren Paroli bieten will, sollte sich warm anziehen, weil Frieren das Immunsystem schwächt“, rät Dr. Wolfgang Reuter.
Saunagänge und Wechselduschen können ebenfalls dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken. Die Schleimhäute bieten nur Schutz vor Ansteckung, solange sie nicht austrocknen. Deswegen haben die Viren bei trockener Heizungsluft leichtes Spiel. „Häufiges Lüften zu Hause und am Arbeitsplatz ist deswegen auch im Winter eine gute Idee“, weiß der DKV Experte. Auch Luftbefeuchter können dazu beitragen, ein Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern.  

Der beste Schutz: Rechtzeitig impfen lassen
Damit es gar nicht erst zu einer schweren Grippeerkrankung kommt, sollten besonders gefährdete oder anfällige Personen wie Senioren, chronisch Kranke oder Menschen mit Immunerkrankungen sowie Schwangere rechtzeitig mit einer Grippeschutzimpfung vorsorgen. Besonders gefährdet sind außerdem alle, die häufig mit anderen Menschen in Kontakt kommen, wie beispielsweise medizinisches und Pflegepersonal, Lehrer und Verkäufer.
Bei der Impfung erhält der Körper einen sogenannten Totimpfstoff. Das Immunsystem erkennt ihn als Krankheitserreger und bildet deshalb Antikörper. Steckt sich ein Geimpfter später tatsächlich mit dem Virus an, reagiert das bereits „vorgewarnte“ Immunsystem sofort und verhindert so den Ausbruch der Krankheit – oder schwächt ihn zumindest erheblich ab.
Da das Grippevirus jedoch häufig seine Erscheinung ändert, reicht der Impfschutz nur für ein Jahr im Voraus. Danach wird eine neuerliche Impfung, meist mit einem neuen Impfstoff, nötig", weiß Dr. Wolfgang Reuter. Die beste Zeit für eine Impfung sind die Monate Oktober und November. Dann ist der Impfschutz wirksam, wenn meist zum Jahreswechsel die ersten Grippewellen starten.


Wie kleine gehäkelte Tintenfische Frühchen helfen!

 Welt-Frühchentag am 15. November 

Im Perinatalzentrum der Sana Kliniken Duisburg werden jährlich zirka 300  Frühchen-Kinder versorgt, davon zwischen 80 und 100 sehr kleine Frühchen. Eines von zehn neugeborenen Babys ist ein Frühchen. Damit ist dies die größte Kinderpatientengruppe insgesamt. Die Sana Kliniken beteiligen sich daher regelmäßig am „Welt-Frühgeborenentag“, zu dem der Bundesverband „Das frühgeborene Kind e.V.“ jährlich am 17. November aufruft.

Noch immer werden in Deutschland pro Jahr 60.000 Kinder vor der 40. Schwangerschaftswoche geboren. Medizin und Versorgungsmaßnahmen sind weit fortgeschritten, doch noch sind nicht alle möglichen Problematiken einer Frühgeburt bewältigt. Gerade der Greifreflex ist bei Frühchen schon sehr stark ausgebildet, sodass sie sich manchmal den Sauerstoffschlauch aus der Nase oder die Magensonde ziehen und das kann sehr schmerzhaft sein.

Ist aber ein kleiner gehäkelter Tintenfisch in ihrer Nähe, umklammern sie lieber dessen Tentakeln, die sie an die vertraute Struktur der Nabelschnur im Mutterleib erinnern. Diese positiven Erfahrungen haben verschiedene Kliniken in ganz Europa, v.a. in Dänemark und in der Schweiz, aber auch in Deutschland gemacht.

Die Damen des Inner Wheel Clubs Duisburg haben von dieser tollen Aktion gehört und in einem ersten Schritt 25 kleine, bunte Tintenfische gehäkelt, um diesen Kindern, den Kleinsten aller Kleinen, einen Willkommensgruß mitzugeben Die Tintenfischchen werden am 15.11.2017 um 11.30 Uhr in den Sana Kliniken Duisburg durch Vertreterinnen des Inner Wheel Clubs Duisburg symbolisch Herrn Dr. Francisco Brevis (Leitender Arzt der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin) zum Weltfrühchentag am 17.11.2017 überreicht.

FORUM Demenz bietet dringend gewünschte Unterstützung

Duisburg, 07. November 2017 - Die Demenz eines Angehörigen belastet pflegende Angehörige enorm. Im aktuellen Pflegereport der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) wünschen sich 86 Prozent der befragten Angehörigen mehr Unterstützung. Das FORUM Demenz, das Beratungsangebot der AWOcura, öffnet Wege zur Hilfe für Betroffene und die Menschen, die sich um sie kümmern. Darauf weist Wilma Katzinski, Geschäftsführerin der AWOcura in Duisburg, hin.
„Im Pflegereport der DAK ist nachzulesen, dass 42 Prozent der Befragten mehr und bessere Informationsangebote wollen. In Duisburg gibt es diese Angebote. Für uns stellt sich deshalb die Aufgabe, kostenlose Beratungsleistungen, wie sie zum Beispiel das FORUM Demenz möglich macht, noch besser in die Öffentlichkeit zu tragen“, sagt Wilma Katzinski.

Sie erklärt weiter: „Unsere Mitarbeiterinnen Julia Urban (Foto links) und Elisabeth Weber (Foto rechts) bieten eine Begleitung über den gesamten Verlauf der Erkrankung hinweg an. Im Mittelpunkt stehe dabei zunächst das Krankheitsbild selbst: Was ist Demenz, welcher Verlauf ist zu erwarten? Dann gehe es auch immer um den Umgang mit der Krankheit und dem Kranken.
Seit 2015 hilft das FORUM Demenz konkret weiter. Täglich können sich Betroffene und Angehörige im AWO-Kranichhof auf der Düsseldorfer Straße 507 in Wanheimerort beraten lassen. Versorgungsmöglichkeiten und Entlastungsangebote seien ebenfalls immer ein Thema. Das ist wichtig, denn der DAK-Report weist ebenfalls aus, dass 59 Prozent der befragten Angehörigen erklärten: „Ich bin mit der Kraft am Ende.“
Antworten auf Fragen zur Pflegeversicherung und zu weiteren finanziellen Hilfen sind ebenfalls Teil der Wegbegleitung durch das FORUM Demenz. Elisabeth Weber und Julia Urban sind telefonisch erreichbar. Ein erster Kontakt ist auch per E-Mail möglich. Die AWOcura-Expertinnen beraten in ihrem Büro im AWO-Kranichhof. Sie machen aber auch Hausbesuche. In Duisburg sind etwa 7.000 Bürgerinnen und Bürger von einer Demenz betroffen. Jährlich werden etwa 2.000 Neuerkrankungen registriert. FORUM Demenz Ihr Wegbegleiter in Duisburg: www.forum-demenz.net  

Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte fordert: "Mehr Kinder- und Jugendärzte! Jetzt!"

Köln/Duisburg, 07. November 2017 - Eltern, die keinen Kinder- und Jugendarzt mehr für ihr Kind finden oder die monatelang auf einen Untersuchungstermin warten müssen - das Thema Kinder- und Jugendärztemangel erreicht inzwischen auch die täglichen Nachrichten (z. B. https://www.tvnow.de/rtl/rtl-aktuell/sendung-vom-06-11-2017/player).

 

Dem Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ) bereiten der Frust und die Verzweiflung der Eltern gleichfalls Sorgen. BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Wir versuchen, so viele Kinder medizinisch zu betreuen wie nur irgend möglich, viele Kolleginnen und Kollegen gehen dabei weit über ihre Belastbarkeitsgrenzen hinaus. Wir brauchen dringend mehr Kinder- und Jugendärzte, um mit dem Babyboom der letzten Jahre Schritt halten zu können.

Allein 2016 wurden 776.883 Kinder in Deutschland geboren, 18,7 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Vor allem in den großen Städten steigen die Geburtenraten stark. Die Zahl der Kinder- und Jugendärzte hat damit nicht Schritt gehalten - ein Fehler der starren Bedarfsplanung, bei der entscheidende Entwicklungen übersehen wurden, etwa die zunehmende Zahl der Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen.

Dann die Überalterung des Berufsstandes: Derzeit verabschiedet sich ein großer Teil unserer Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand und in den nächsten fünf Jahren werden noch einmal ein Viertel aller Kinder- und Jugendärzte in Rente gehen. Immer mehr Pädiater spezialisieren sich zudem auf Fachgebiete wie Allergologie oder Rheumatologie. Solche Praxen fallen dann für die normale medizinische Grundversorgung aus. Und natürlich der Babyboom dank Elterngeld, besserer Betreuungsmöglichkeiten und allgemein wachsender Kinderfreundlichkeit der Gesellschaft."

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert schon seit langem deutlich mehr Kinder- und Jugendärzte. Dr. Thomas Fischbach: "Die Bedarfsplanung muss endlich an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Und sie muss flexibler werden. Kinder- und Jugendarztpraxen müssen dort sein, wo Eltern sie brauchen, vor allem in den dicht besiedelten Großstadtvierteln oder auch auf dem Land. Dazu müssen auch deutlich mehr junge Mediziner in unserem Fach ausgebildet werden. Pädiatrie muss als vertiefender Teil im „Masterplan Medizinstudium 2020“ berücksichtigt werden.
Die Weiterbildung in den ambulanten Kinder- und Jugendarztpraxen muss analog zu den Allgemeinärzten finanziell gefördert werde. Hierzu hat der BVKJ bereits ein aktuelles Forderungspapier an die Politik erstellt und den verantwortlichen Politikern übersendet.

Wir brauchen außerdem auch mehr Freiheit, Ärzte in unseren Praxen anstellen zu können, und die Mehrarbeit durch mehr neue Vorsorgen und Impfungen muss ebenfalls entsprechend vergütet werden. Es ist höchste Zeit, dass die Politik jetzt handelt, denn unsere Wartezimmer sind überfüllt, der Unmut der Eltern wächst und wir Kinder- und Jugendärzte arbeiten am Limit."

Bedarfsplanung:

 

https://www.bvkj.de/fileadmin/pdf/280917_Position_BVKJ_Bedarfsplanung_Kinder-_und_Jugendaerzte.pdf 

 

 

- Herztag am 15. November 2017
- Patientenvortrag „Moderne Hörtherapie“

Das schwache Herz: Experten informieren über Diagnostik und Therapie bei Herzinsuffizienz 

Duisburg, 07. November 2017 - Herzschwäche ist eine Volkskrankheit: Allein in Deutschland gibt es über zwei Millionen Betroffene, Tendenz steigend. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer, denn viele nehmen typische Symptome wie Leistungsabfall, Atemnot oder geschwollene Beine oft als altersbedingt hin, ohne zum Arzt zu gehen.
Jedes Jahr müssen jedoch landesweit mehr als 440.000 Menschen wegen der Erkrankung in eine Klinik, fast 45.000 versterben jährlich an einer Herzinsuffizienz. Dabei sind die Chancen, eine Herzschwäche wirksam zu bekämpfen, umso größer, je früher sie erkannt wird. Um deshalb dem hohen Aufklärungsbedarf rund um das „schwache Herz“ nachzukommen, veranstaltet das Helios Klinikum Duisburg am Mittwoch, den 15. November 2017, wieder einen Herztag für Betroffene und Interessierte.

Ab 17:30 Uhr informieren Experten aus verschiedenen Fachbereichen des Klinikums über Diagnose und Therapie der Herzschwäche und das Zusammenspiel von Herz und anderen Organen wie Lunge und Niere. Zudem berichten die Ärzte über spannende Fälle aus der Klinik. Im Anschluss zeigen Notfallmediziner praktische Übungen zur Herz-Lungenwiederbelebung für das richtige Verhalten im Notfall.
Die kostenlose Veranstaltung findet in der Cafeteria der Helios Marien Klinik, Grunewaldstraße 96 in 47053 Duisburg statt. Sie ist Teil der bundesweiten Herzwochen, die die Deutsche Herzstiftung jährlich im November initiiert.

 

Patientenvortrag „Moderne Hörtherapie“
Duisburg, 07. November 2017 - Das Ohr ist das wichtigste Sinnesorgan zur Orientierung und Kommunikation. Lange bevor wir riechen, schmecken und sehen, hören wir schon Töne im Mutterleib. Nach der Geburt bildet sich dann in Abhängigkeit von akustischen Reizen das eigentliche Hörvermögen aus. Mit zunehmendem Hörverlust geht diese Fähigkeit aber auch wieder verloren.

Man hört zwar noch etwas, versteht aber immer weniger und es kann zusätzlich zu Ohrgeräuschen oder zu einer Geräuschüberempfindlichkeit kommen.
In seinem Vortrag erläutert Dr. Uso Walter, wie es zu Hörverlusten kommt und welche Folgen das für die Lebensqualität hat. Er erklärt, welche wichtige Rolle die Hörverarbeitung dabei nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen spielt und wie man mit modernen Trainingsverfahren und Hörhilfen das Hörvermögen erhalten oder verbessern kann. In einem zweiten Vortrag stellt Akustikermeister Thomas S.Müller von der Hörwelt Duisburg vor wie unproblematisch heute eine Hörgeräteanpassung abläuft.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Was: Vortrag zum Thema „Moderne Hörtherapie“ Wann: Donnerstag, 16.November 2017, 18 Uhr Wo: Mercatorhalle Duisburg

Darmkrebs? – Bloß nicht! – Dann lieber Vorsorge
Einladung zum 4. Wedauer Darmtag in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 02. November 2017 – Die Sana Kliniken Duisburg laden am Mittwoch, den 8. November 2017, interessierte medizinische Laien zum 4. Wedauer Darmtag ein. Dabei erwartet die Besucher zwischen 15 und 18.30 Uhr eine interessante Mischung an Informationen und Aktionen rund um Vorbeugung, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei Darmerkrankungen.

 

Dr. Mark Lienert, Chefarzt der Viszeral- und Thoraxchirurgie und zweiter Vorsitzender des Netzwerks „Duisburg gegen Darmkrebs“, hat gemeinsam mit weiteren Experten des Gastroenterologie und Hepatologie unter der Leitung von Dr. Barbara Strey sowie der Onkologie und Hämatologie unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Petrasch, ein informatives Programm zusammengestellt.
Das Vortragsprogramm stellt die Themen chronische Entzündungen im Darm, proktologische Erkrankungen, den so genannten löchrigen Darm, die Vorstellung der ILCO (Selbsthilfegruppe für Stomaträger), bis hin zu modernen Therapien bei Dickdarmkrebs in den Mittelpunkt. An Infoständen können Besucher ihr Risiko für Magengeschwüre oder Darmkrebs checken, ebenso stehen Selbsthilfegruppen und das Team der Ernährungsmedizin zur Information und Beratung bereit.

 

Die Besucher erwartet ein interessantes Angebot rund um die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie sowie Führungen durch die Endoskopieabteilung mit Demonstrationen moderner Untersuchungs- und Behandlungsmethoden wie zur Magen- und Darmspiegelung, der Kapselendoskopie und Sonographietechniken. Ebenso stehen Demonstrationen zum Ultraschall des Bauchraumes auf dem Programm.   

Alle Informationen zum 4. Wedauer Darmtag unter www.sana-duisburg.de

 

Infoabend rund um die Geburt

Duisburg, 02. November 2017 - Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 6. November 2017 um 18 Uhr. Chefärztin Dr. Katrin Marschner und ihr Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung.
Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Konferenzzimmer im Verwaltungsgebäude der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.   


Konsortium erforscht integriertes Behandlungskonzept:
Besser laufen nach dem Schlaganfall

Duisburg, 02. November 2017 - Wie man Schlaganfall-Patienten mit Gangstörungen bestmöglich ganzheitlich behandelt, wird ab sofort im Projekt RehaBoard untersucht, das vom Land Nordrhein-Westfalen aus dem Europäischen Entwicklungsfond (EFRE) mit mehr als 1,3 Millionen Euro gefördert wird. Konsortialführer ist die ITBB GmbH unter der Leitung von Dr. Andrés Kecskeméthy, Professor für Mechanik und Robotik an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

 

Prof. Marcus Jäger, Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Essen: „Seit einigen Jahren können wir Schlaganfallpatienten immer besser behandeln, sei es durch Medikamente, physiotherapeutische Maßnahmen oder bestimmte OP-Techniken. Allerdings fehlte bisher eine fachübergreifende Behandlungsplanung, um die Therapien noch besser auf den Einzelfall zuzuschneiden.“ Im Konsortium werden dazu neue ganzheitliche Konzepte entwickelt.

 

Hochkomplex: Der menschliche Gang 

„Der menschliche Gang ist ein stark gekoppelter biomechanischer Prozess“, erläutert der Experte für Biomechanik, Prof. Andrés Kecskeméthy: „Der menschliche Bewegungsapparat besteht aus Knochen, Muskeln, Bändern und Gelenken, die mit einander verbunden sind und durch komplexe neuronale Signale gesteuert werden. Bewegen sich einzelne Glieder nicht richtig, können globale Fehlhaltungen entstehen. Gelenke und Muskeln werden überbelastet und es fällt schwer, am sozialen Leben teilzunehmen.“

 

Im Konsortium werden nun erstmals interdisziplinäre Behandlungsaspekte für die Rehabilitation nach dem Schlaganfall untersucht. Neu ist, dass die in den Fachdisziplinen Neurologie, Orthopädie, Physiotherapie und Orthetik entwickelten Maßnahmen zu einem integrierten Konzept verschmolzen werden auf der Basis objektivierter Kriterien aus der Gangmessung.

 

Die Daten stammen aus dem Ganglabor der UDE mit drei Standorten – eines in Duisburg, zwei an Essener Kliniken. Ziel ist, eine computergestützte Assistenzumgebung für die Behandlungsplanung zu entwickeln, damit der geheingeschränkte Schlaganfallpatient „multi“-therapiert werden und sich im Alltag wieder besser bewegen kann.

 

Projekt-Beteiligte sind die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Essen (Prof. Dr. Marcus Jäger) und der UDE-Lehrstuhl für Mechanik und Robotik (Dr. Francisco Geu Flores, Dr. Dominik Raab), die Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Düsseldorf (Prof. Dr. Harald Hefter), die Fachklinik Rhein Ruhr MediClin in Essen (Prof. Dr. Mario Siebler) und das Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der Hochschule für Gesundheit, Bochum (Prof. Dr. Dörte Zietz).

 


Herzmonat November und die Herzneurose

Duisburg, 30. Oktober 2017 - Anlässlich des kommenden Herzmonats November wollen Intensivmediziner und Kardiologen der Helios Kliniken Duisburg auf eine Erkrankung hinweisen, die viele Menschen betrifft, aber kaum bekannt ist: die Kardiophobie oder auch Herzneurose.
Was das ist? Patienten, die einen Herzstillstand überleben, leiden im Nachhinein besonders häufig unter psychischen Belastungsstörungen und entwickeln starke Ängste um ihr Herz.

 

Das Trauma nach dem Trauma Viele Betroffene, aber kaum ein Thema: Patienten, die einen Herzstillstand überleben, leiden im Nachhinein besonders häufig unter psychischen Belastungsstörungen und entwickeln starke Ängste um ihr Herz. Warum das so ist und welche Therapieansätze es bei der auch Herzneurose genannten Erkrankung gibt, erklären die beiden Experten Dr. Ammar Ghouzi, Leiter der Intensivmedizin und Oberarzt der Kardiologie und Dr. Simon Cohen (Foto), Chefarzt der Psychiatrie und Psychologie, am Helios Klinikum Duisburg.

Was der Volksmund schon lange weiß, hat auch die Forschung längst bestätigt: Herz und Seele sind eng miteinander verbunden. Nicht umsonst spüren wir bei starken Gefühlen ein Klopfen in der Brust oder leiden bei Liebeskummer unter realen Herzschmerzen. Dauerhafte psychische Belastungen können das Herzkreislaufsystem so nachweisbar beeinflussen, vor allem durch die Ausschüttung von Stresshormonen.
Diese enge Symbiose bekommen besonders Menschen zu spüren, deren Herz schon einmal versagt hat. Die Angst, dass es sie wieder im Stich lässt, begleitet die Betroffenen dann meist rund um die Uhr. Mediziner nennen das Phänomen Kardiophobie oder Herzneurose: funktionelle Herzschmerzen – oft in Begleitung von heftigen Ängsten und Stresssymptomen – für die es aber keine nachweisbare organische Ursache gibt. „Allein in Deutschland leiden schätzungsweise mehr als 100 000 Patienten unter diesem Phänomen, oft ausgelöst durch das traumatische Erlebnis eines vorherigen Herzstillstandes“, erklärt Dr. Ammar Ghouzi (Foto rechts), Leiter der internistischen Intensivstation und Kardiologie am Helios Klinikum Duisburg.

Er begleitet täglich Patienten, die sich nach einer schweren kardiologischen Erkrankung zurück ins Leben kämpfen. Die Gewissheit „gerade noch einmal davongekommen zu sein“ verändere die Wahrnehmung der Betroffenen, sie achten sehr auf ihr Herz und schon bei geringfügig verändertem Rhythmus kehrt die Erinnerung und somit die Todesangst zurück. „Viele kommen dann über die Notaufnahme wieder zu uns, weil sie von einem erneuten bevorstehenden Herzinfarkt ausgehen“, so Ghouzi.

Nur aufwendige Untersuchungen und die Zusicherung des Arztes, dass das Herz in Ordnung ist, könnten die Patienten dann noch beruhigen. Bis zum nächsten unregelmäßigen Schlag. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Betroffene, die sich gar nicht erst in die Notaufnahme oder zum Arzt trauen beziehungsweise nicht wiederkehrend dort auftauchen wollen. Sie leiden still oder übertragen ihre Sorgen auf Familie und Partner. So oder so, der Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten ist enorm. Auch deshalb wäre es wichtig, diese möglichen Folgen nach einem durchlebten Herzstillstand schon frühzeitig zu thematisieren.

Im Helios Klinikum Duisburg führen die Ärzte deshalb noch während des Aufenthaltes der Patienten ein Gespräch über die möglichen emotionalen Folgen nach einem solchen Trauma. „Wir gehen dabei bewusst sehr offen mit dem Thema um und zeigen den Patienten etwa den Film der Herzkatheteruntersuchung oder Fotoaufnahmen während der intensivmedizinischen Therapie“, so Dr. Ghouzi. Auch stellt die Station den Angehörigen ein Tagebuch zur Verfügung, dass sie während einer längeren Komaphase für den Betroffenen führen können. „Wir bleiben zudem auch nach der Entlassung mit den Patienten in Kontakt, kümmern uns um die Nachsorge und haben eine eigene Hotline und Emailadresse dafür den Ernstfall eingerichtet.

Was aber kann den Betroffenen helfen? „Man muss sich zunächst klarmachen, dass die Patienten unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Sie haben eine Nahtoderfahrung durchlebt, die ihre bisherige Perspektive vollkommen verändert hat“, fasst Dr. Simon Cohen, Chefarzt der Psychiatrie, Psychotherapie und Gerontopsychiatrie am Helios  Klinikum Duisburg die Patientensicht zusammen. Auch haben die Patienten eine Art Druck, dankbar und glücklich sein zu müssen, weil sie die schwere Krankheit überlebt haben.

Manchmal spielen zudem weitere Faktoren eine Rolle, etwa eine übertriebene Verlustangst, fehlende Anerkennung oder zunehmender Stress. Helfen können den Patienten in der akuten Phase zunächst Entspannungsübungen, möglicherweise auch Medikamente zur Beruhigung. Langfristig aber sollten sie eine Psychotherapie, oftmals in Kombination mit einer Verhaltens- und Bewegungstherapie, in Anspruch nehmen. „Die Stärkung des Selbstwertgefühls und die verbesserte Wahrnehmung des eigenen Körpers stehen dabei im Vordergrund“, so Cohen.

Die Patienten lernen dabei, sich und ihrem Körper wieder zu vertrauen, aber auch, das Erlebte zu verarbeiten. Bleibt die Herzneurose unbehandelt, kann sie unter Umständen einen zunehmend schlimmeren Verlauf nehmen. Betroffen können im Übrigen auch Menschen sein, die noch keine kardiologische Erkrankung hinter sich haben. Doch die Wahrscheinlich ist nach einem Herzstillstand noch einmal deutlich erhöht.
Die Patienten wechseln dann von Arzt zu Arzt, da sie den fehlenden organischen Befund nicht akzeptieren können und geraten in eine Art Angstspirale. Wichtig ist daher auch die Sensibilisierung der Angehörigen bei kardiologischen Notfällen, am besten bereits während des Krankenhausaufenthaltes. Das weiß auch Dr. Ghouzi: „Wir beziehen die Familie sehr eng in die Therapie und vor allem in die Entlassung mit ein, um genau das zu erreichen.“

 

 

Sana Kliniken Duisburg gehören zu den Top-Krankenhäusern in der FOCUS-Klinikliste 2018

Auszeichnung für Geburten und Darmkrebs

 

Duisburg, 30. Oktober 2017 – Die Sana Kliniken Duisburg gehören zu den 412 Top-Krankenhäusern Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Nachrichtenmagazins FOCUS für Deutschlands größten Krankenhausvergleich. In NRW werden die Sana Kliniken Duisburg als Regionales Top-Krankenhaus gelistet und sind in Duisburg das einzige Krankenhaus mit der Auszeichnung Top Nationales Krankenhaus für die Fachbereiche Geburten und Darmkrebs. Prof. Dr. Stephan Petrasch, Chefarzt der Hämatologie und Onkologie, wurde zudem wiederholt für die Behandlung von Tumoren des Verdauungstrakts auf Deutschlands Top-Ärzteliste gewählt.

 

Die Bewertung der Kliniken basiert auf einer unabhängigen Datenerhebung. Um im FOCUS-Ranking als Nationales Top-Krankenhaus benannt zu werden, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden: In die Bewertung gingen Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen und Komplikationsraten sowie zur Qualität ein, Zudem wurden bundesweit ausführliche Interviews mit renommierten Ärzten, große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften sowie wissenschaftliche Publikation durchgeführt.

 

Geschäftsführer Dr. Stephan Puke freut sich mit den Chefärzten der ausgezeichneten Fachbereiche, Prof. Dr. Markus Schmidt (Frauenheilkunde und Geburtshilfe) und Prof. Dr. Stephan Petrasch (Hämatologie und Onkologie), über diese Auszeichnung, die gleichzeitig eine Anerkennung der gemeinsamen interdisziplinären Leistung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten der Sana Kliniken Duisburg für die Patienten aus Duisburg und der Region darstellt.

 Zeitumstellung

Was passiert genau in unserem Körper?
Duisburg, 27. Oktober 2017 - Unser Schlaf-Wach-Rhythmus wird durch Botenstoffe wie das Schlafhormon Melatonin und das Stresshormon Cortisol gesteuert. Verändert sich dieser Ablauf durch die Zeitumstellung, braucht der Körper etwas Zeit, um damit zurechtzukommen.

Aber: „Anders als das Vorstellen der Uhr im Frühjahr bereitet uns das Zurückstellen im Herbst meist etwas weniger Probleme, denn wir haben das Gefühl, uns wurde eine zusätzliche Stunde geschenkt. Zwar ist auch hier der Biorhythmus durcheinander, aber es ähnelt eher einem längeren Tag, der uns zwar in den Knochen steckt, den wir aber trotzdem besser ausgleichen können“, sagt Dr. med. Katrin Wissing (Foto), Oberärztin der Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am Helios Klinikum Duisburg.

Die innere Uhr
Wie aber orientiert sich der Körper überhaupt und wie tickt die innere Uhr? Die Antwort liefert der Suprachiasmatische Kern. Das ist ein Bündel spezieller Zellen, die hinter den Augen an den Sehnerven liegen. Sie sorgen für den sogenannten circadianen Takt, in dem sie im Verlauf des Tages wachsam Hell und Dunkel registrieren. Diese Zentraluhr synchronisiert nicht nur die zahlreichen untergeordneten Uhren der verschiedenen Organe, wie Leber, Herz oder Darm. Sie reguliert zudem die Körpertemperatur, den Blutdruck, die Hormonproduktion, das Schmerzempfinden, das Hungergefühl und den Stoffwechsel. „Allein diese Aufzählung macht schon deutlich, welchen Einfluss schon eine geringe Zeitumstellung haben kann: Von Schlafproblemen über Herz-Kreislauf-Störungen bis hin zu psychischen Erkrankungen ist vieles möglich“, so die Expertin.
 
Von Eulen und Lerchen
Menschen nehmen die Zeitumstellung auch individuell unterschiedlich wahr. Im Winter profitieren meist die „Eulen“, also Menschen, die eher später aufstehen und länger wach bleiben. Die „Lerchen“, begeisterte Frühaufsteher, werden hingegen gezwungen, länger liegen zu bleiben und auch abends später runterzufahren. Eltern können ihre Kinder schon ein paar Tage vor der Umstellung etwas länger aufbleiben lassen, dann fällt der Wechsel nicht so abrupt aus.

Rheuma ist (k)eine Frage des Alters - Rheuma-Informationstag in den Sana Kliniken Duisburg

Duisburg, 24. Oktober 2017 – Zu einem Informationstag rund um das Thema Rheuma laden die Sana Kliniken Duisburg in Kooperation mit der Deutschen Rheuma-Liga, Arbeitsgruppe Duisburg, am Samstag, den 28. Oktober, von 10.30 bis 15.00 Uhr in die Sana Kliniken Duisburg ein.

Das Team der Rheumatologie hat gemeinsam mit der Duisburger Arbeitsgruppe der Rheuma-Liga für interessierte Besucher eine Mischung aus Kurzvorträgen, Informations- und Diagnostikangeboten vorbereitet. Chefarzt Dr. Hans Joachim Bergerhausen (Foto) informiert im Rahmen eines Vortrags über neue Entwicklungen in der Therapie bei Rheuma und Osteoporose mit anschließender Diskussion.

In der rheumatologischen Ambulanz und Tagesklinik stehen im Anschluss die Mitglieder der Rheuma-Liga für Gespräche mit Betroffenen und Angehörigen bereit. Ebenso bieten ein Schuhmacher spezielle orthopädische Beratung für Rheumapatienten an, ein Sanitätshaus und das Team der Ergotherapie demonstrieren Hilfsangebote und geben Tipps für den Alltag der oft erheblich motorisch eingeschränkten Rheumapatienten. Das Ärzte- und Ambulanzteam der Rheumaklinik demonstriert Möglichkeiten der Diagnostik mit dem Kapillarmikroskop sowie mit dem Ultraschallgerät. Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls gesorgt.

Rheuma ist (k)eine Frage des Alters Von dieser Autoimmunerkrankung sind ältere und junge Menschen betroffen, es gibt auch Kinder und junge Erwachsene, die an Rheuma erkranken. Eine Früherkennung ist bei Rheuma besonders wichtig, um eine gezielte und effiziente Therapie für die Patienten auf den Weg zu bringen. Daher sollten Symptome wie versteifte Gelenke am Morgen oder entzündliche Verdickungen an Gelenken ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden.

Während noch vor einigen Jahren die Diagnose Rheuma meist mit einer fortschreitenden Deformation der Gelenke einherging, haben Rheumapatienten bei einer Früherkennung und einer fachlich guten medikamentösen und therapeutischen Begleitung ihrer Erkrankung eine erheblich bessere Lebensqualität. Da Rheuma eine chronische Erkrankung darstellt, die bisher nicht heilbar ist, ist das Ziel, den Verlauf der Krankheit aufzuhalten und weitere akute Schübe zu verhindern. Hier stehen eine umfassende Diagnostik und ein Paket aus Medizin, Pflege und Therapie im Vordergrund.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Zusammenhang beachten: Schlaganfall und Herzschwäche

Duisburg, 24. Oktober 2017 - Forscher der Universitäten Würzburg und Duisburg-Essen (UDE) konnten zeigen, dass nach einem Schlaganfall ein erhöhtes Risiko besteht, eine chronische Herzschwäche zu entwickeln. Darüber und über Therapiemöglichkeiten berichten sie in dem Fachmagazin "Annals of Neurology". 

Menschen mit einer Herzschwäche erleiden überdurchschnittlich häufig Schlaganfälle. Wissenschaftler der Universitätskliniken Essen und Würzburg konnten jetzt erstmals experimentell zeigen, dass dies oft auch der umgekehrte Krankheitsverlauf auftritt: Nach einem Schlaganfall kann sich über Monate hinweg eine Herzschwäche entwickeln. 

Die Entdeckung der Naturwissenschaftler und Mediziner hat potenziellen Einfluss auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten. "Beim Schlaganfall darf nicht allein die Hirnfunktion betrachtet werden, auch eine langfristige Herzdiagnostik muss ins Auge gefasst werden", sagt Prof. Christoph Kleinschnitz von der Klinik für Neurologie der Medizinischen Fakultät der UDE am Universitätsklinikum Essen.

 

Herz & Hirn  

Es gab bereits Hinweise, dass sich eine Herzinsuffizienz (HI) durch Störung des autonomen Nervensystems entwickeln kann. Der genaue Mechanismus dahinter war jedoch unbekannt. Bisherige Studien an Schlaganfallpatienten zeigten lediglich, dass es bis zu mehrere Wochen nach einem Schlaganfall sowohl zu Herzrhythmusstörungen, dem Absterben von Herzmuskelzellen als auch zu funktionellen Störungen des Herzens kommen kann.  

Innerhalb der ersten drei Monate nach einem Schlaganfall kommt es bei 19 Prozent aller Patienten zu einem schweren kardialen Zwischenfall: einem Herzinfarkt oder zu einem plötzlichen Herztod. Aber bisher war kaum etwas über die Langzeitkonsequenzen eines Schlaganfalls auf die Entwicklung einer chronischen Herzschwäche bekannt.

 

SICFAIL-Studie schließt Lücke 

Durch die enge Zusammenarbeit von Neurologen, Kardiologen und klinischen Epidemiologen der Universitätskliniken und des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) konnte das Projekt "SICFAIL" (durch einen Schlaganfall hervorgerufene Funktionsverschlechterung des Herzens) nun die Bedeutung von Schlaganfall-induziertem Herzversagen beobachten, bewerten und auch neue Behandlungsstrategien entwickeln. SICFAIL besteht aus einem experimentellen und einem klinischen Teil, der noch nicht beendet ist.

 

"Die Grundhypothese lautet, dass durch einen IS (Ischämischer Schlaganfall, ausgelöst durch eine plötzliche Minderdurchblutung des Gehirns) eine chronische Herzinsuffizienz (HI) induziert wird und dass diese einer pharmakologischen Intervention grundsätzlich zugänglich ist", erklärt der Naturwissenschaftler Dr. Michael Bieber vom Universitätsklinikum Würzburg.

 

Ein wichtiger Meilenstein dafür war der Nachweis, dass sich nach einem experimentellen Schlaganfall tatsächlich eine Funktionsstörung des Herzens ausbildet. So war die Pumpfunktion acht Wochen nach Schlaganfallinduktion signifikant reduziert. Dieser neurokardiale Schaden wird durch eine chronische Überaktivierung in einem Teil des Nervensystems, dem Sympathikus, ausgelöst. Dieses Problem führt zudem zu einer vermehrten Kollagenbildung direkt am Herzen.

 

Pharmakologische Strategie 

Die Wissenschaftler testeten eine pharmakologische Strategie zur Verhinderung der HI nach Schlaganfall. Dabei wurde, wie man es auch bei HI-Patienten macht, der Betablocker Metoprolol verabreicht. Dies senkte die sympathische Aktivierung, verbesserte die Herzfunktion signifikant und die morphologischen Veränderungen am Herzen blieben aus. 

„Sollten sich die experimentellen Ergebnisse in dem klinischen Teil der SICFAIL-Studie bestätigen lassen, könnte diese medikamentöse Therapie mit einem Betablocker auch ein sinnvoller Ansatzpunkt bei Patienten nach einem Schlaganfall sein“, erläutert Prof. Stefan Frantz, Kardiologe und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Würzburg.  

"Die Rekrutierung und Basisuntersuchungen für den klinischen Teil wurden Mitte des Jahres erfolgreich abgeschlossen. Derzeit laufen noch die jährlichen Nachbefragungen. Die Ergebnisse der ersten Analysen werden Anfang nächsten Jahres erwartet", ergänzt Prof. Peter Heuschmann, Leiter des Lehrstuhls für Klinische Epidemiologie und Biometrie an der JMU. Finanziell gefördert wurden die Arbeiten durch das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

 

Originalpublikation:
“Stroke-Induced Chronic Systolic Dysfunction Driven by Sympathetic Overactivity” von Michael Bieber, Rudolf A. Werner, Edit Tanai, Ulrich Hofmann, Takahiro Higuchi, Kai Schuh, Peter U. Heuschmann, Stefan Frantz, Oliver Ritter, Peter Kraft & Christoph Kleinschnitz. Annals of Neurology. Online publiziert am 10.Oktober 2017. doi: 10.1002/ana.25073.

 

Sana Kliniken Duisburg gehören zu den Top-Krankenhäusern in der FOCUS-Klinikliste 2018

Auszeichnung für Geburten und Darmkrebs

 

Duisburg, 18. Oktober 2017 – Die Sana Kliniken Duisburg gehören zu den 412 Top-Krankenhäusern Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Nachrichtenmagazins FOCUS für Deutschlands größten Krankenhausvergleich. In NRW werden die Sana Kliniken Duisburg als Regionales Top-Krankenhaus gelistet und sind in Duisburg das einzige Krankenhaus mit der Auszeichnung Top Nationales Krankenhaus für die Fachbereiche Geburten und Darmkrebs. Prof. Dr. Stephan Petrasch (Foto), Chefarzt der Hämatologie und Onkologie, wurde zudem wiederholt für die Behandlung von Tumoren des Verdauungstrakts auf Deutschlands Top-Ärzteliste gewählt.

 

Die Bewertung der Kliniken basiert auf einer unabhängigen Datenerhebung. Um im FOCUS-Ranking als Nationales Top-Krankenhaus benannt zu werden, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden: In die Bewertung gingen Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen und Komplikationsraten sowie zur Qualität ein, Zudem wurden bundesweit ausführliche Interviews mit renommierten Ärzten, große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften sowie wissenschaftliche Publikation durchgeführt.

 

Geschäftsführer Dr. Stephan Puke freut sich mit den Chefärzten der ausgezeichneten Fachbereiche, Prof. Dr. Markus Schmidt (Frauenheilkunde und Geburtshilfe) und Prof. Dr. Stephan Petrasch (Hämatologie und Onkologie), über diese Auszeichnung, die gleichzeitig eine Anerkennung der gemeinsamen interdisziplinären Leistung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten der Sana Kliniken Duisburg für die Patienten aus Duisburg und der Region darstellt.

Prof. Dr. Herbert Rübben führender Operateur bei urologischen Tumoren

Duisburg, 17. Oktober 2017 - Auf der renommierten FOCUS Ärzteliste belegt Prof. Dr. Herbert Rübben aus der Klinik für Urologie an der Helios Marien Klinik den vordersten Rang in Bezug auf die Behandlung urologischer Tumore.
In der aktuellen Ausgabe 2017 listete das Magazin erneut die Namen von Top-Spezialisten auf, demnach ist Prof. Rübben Deutschlands führender Operateur auf dem Gebiet: Bei den angewandten Beurteilungskriterien sammelt er im Vergleich am häufigsten die maximale Punktzahl. Berücksichtigt wurde neben der Qualität in Diagnostik und Therapie vor allem die Expertise bei komplexen operativen Eingriffen. Hier ist Prof. Rübben einer der wenigen Mediziner in der Liste, die in sehr hoher Häufigkeit und damit mit viel Erfahrung Operationen bei Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs durchführen. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und das Vertrauen der Kollegen und Patienten, das dadurch erkennbar wird“, sagt Prof. Dr. Rübben. Denn auch die Empfehlungshäufigkeit durch andere Ärzte und Patienten geht in die Bewertung mit ein.

Seit April 2017 operiert Prof. Dr. Rübben in der Helios Marien Klinik. Er gilt in Fachkreisen schon länger als renommierter Experte auf dem Gebiet der Uroonkologie, das sich mit den Krebserkrankungen der harnbildenden und -ableitenden Organe beschäftigt. Bereits in den 1970er Jahren betrieb er experimentelle Untersuchungen zur Therapie des Blasenkarzinoms und war am Aufbau eines Registers für Harnwegstumore beteiligt. Prof. Rübben ist Herausgeber des Standardwerks „Uroonkologie“, das bereits in sechster Auflage erschienen ist. Zudem ist er Mitglied und Amtsträger in verschiedenen nationalen sowie internationalen Gremien und Fachgesellschaften. Seit 2010 ist er darüber hinaus federführender Schriftführer der Fachzeitschrift „Der Urologe“.

 

Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte: Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen

Babyboom in Deutschland und immer weniger Kinder- und Jugendärzte

BVKJ warnt vor Versorgungsengpass

 

Köln/Duisburg, 17. Oktober 2017 - Deutschland erlebt seit nunmehr fünf Jahren einen fast historischen Babyboom. 776.883 Kinder erblickten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes allein 2016 in Deutschland das Licht der Welt. Das waren 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 18,7 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Vor allem in den großen Städten steigen die Geburtenraten stark.

Auf die Freude vieler Eltern nach der Geburt folgt inzwischen oft Frust und Verzweiflung. Denn das Gesundheitssystem ist von dem Boom völlig überfordert. Schon bei der Anmeldung zu den ersten Vorsorgeuntersuchungen in der Kinder- und Jugendarztpraxis erfahren Eltern, dass sie sich auf lange Wartezeiten einstellen müssen, da die Praxen übervoll sind. Vielerorts können Kinder- und Jugendarztpraxis sogar schon keine neuen Patienten mehr aufnehmen, obwohl rein rechnerisch genügend Kinder- und Jugendärzte für alle Kinder da sein sollen und in manchen Regionen angeblich sogar eine Überversorgung mit Praxen bestehen soll.

 

Warum Neugeborene in Deutschland keinen Kinder- und Jugendarzt mehr finden

Der Bedarf an Kinder- und Jugendärzten wurde berechnet, als von dem aktuellen Babyboom noch nichts zu ahnen war. Dazu kommt: vor allem in den Großstädten haben sich viele Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte auf bestimmte Gebiete wie Kardiologie, Allergologie oder Rheumatologie spezialisiert und fallen dadurch für die normale medizinische Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen aus. Außerdem arbeiten immer weniger Kinder- und Jugendärzte und -ärztinnen über die übliche Vollzeit hinaus. 50 bis 60 Wochenarbeitsstunden wie früher für viele Praxisinhaber üblich, ist für die jüngere Ärztegeneration keine Option mehr.

 

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: " In den nächsten fünf Jahren werden noch einmal ein Viertel aller Kinder- und Jugendärzte in den Ruhestand gehen, die nun geborenen Kinder bleiben als Patienten und der Babyboom hält voraussichtlich und erfreulicherweise dank Elterngeld, besserer Betreuungsmöglichkeiten und allgemein wachsender Kinderfreundlichkeit der Gesellschaft weiter an. Wir brauchen also deutlich mehr Kinder- und Jugendärzte als heute. Die Bedarfsplanung muss dazu dringend neu ausgerichtet und regional an den jeweiligen Bedarf angepasst werden. Es müssen deutlich mehr junge Mediziner in unserem Fach ausgebildet werden, wir brauchen mehr Freiheit, Ärzte in unseren Praxen anstellen zu können, und die Mehrarbeit durch mehr neue Vorsorgen und Impfungen muss auch entsprechend vergütet werden. Es ist höchste Zeit, unsere Praxen zukunftsfest zu machen, denn die Kinder, die heute in unserem Land geboren werden, warten nicht mit dem Aufwachsen, sie brauchen heute und in den nächsten Jahren Kinder- und Jugendärzte als ihre Fachärzte."

Wichtig sei außerdem, so Dr. Thomas Fischbach weiter, dass die Pädiatrie als vertiefender Teil im „Masterplan Medizinstudium 2020“ berücksichtigt werde und dass die Weiterbildung in den ambulanten Kinder- und Jugendarztpraxen analog zu den Allgemeinärzten finanziell gefördert werde. Hierzu hat der BVKJ ein aktuelles Forderungspapier an die Politik erstellt und den verantwortlichen Politikern übersendet.

 

Bedarfsplanung des Verbandes - wo die Unterstützung der Politik gebraucht wird
• Das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz(GKV-VSG) stellt in vielen Regionen die derzeitige Versorgung mit kinder- und jugendärztlichen Praxen aufgrund einer angeblich bestehenden Überversorgung in Frage beziehungsweise fordert sogar einen Abbau der vorhandenen Sitze.
• In Anbetracht der zunehmenden Spezialversorgung durch fachärztliche Kinder- und Jugendärzte1 (insbesondere in den Städten) kommt es teilweise zu einer Ausdünnung der pädiatrischen Grundversorgung.
• In den nächsten 5 Jahren werden allerdings 25% der Kinder- und Jugendärzte in Ruhestand gehen. Wenn es nicht gelingt, diese zu ersetzen, werden sich bereits bestehende Engpässe in der Versorgung der Kinder und Jugendlichen zu einem massiven Problem entwickeln.
• Die Kinder und Jugendärzte haben ein niedrigeres Arbeitszeitvolumen als früher. Aktuell sind 48% der Praxisinhaber männlich, in Zukunft stehen zu ca. 75 Prozent Kinder- und Jugendärztinnen als eventuelle Nachfolgerinnen bereit.

2 Dies erfordert ganz andere Praxismodelle und zusätzliche Versorgungsaufträge zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die hohe Zahl an Teilzeitarbeit auszugleichen, zunehmend auch bei den männlichen Kollegen. Notwendig werden dadurch entsprechend auch mehr Weiterbildungsstellen.
• Die Kliniken bilden zwar genügend Kinder- und Jugendärzte aus um die altershalber Ausscheidenden nominell zu ersetzen und auch in Zukunft die bestehende qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten. Allerdings kann und will die jüngere Ärztegeneration oft nicht die früher übliche Rund-um-die-Uhr Versorgung abdecken (v.a. nicht im bisherigen Umfang mit 50 und mehr Std./Woche).3 Wir brauchen daher deutlich mehr Köpfe als altershalber ausscheiden.


1. Die männliche Form wird der besseren Lesbarkeit halber verwendet und gilt selbstverständlich für alle Geschlechter.
2. 2016 gingen 75,1% der bundesweiten Facharztanerkennungen „Pädiatrie“ an Frauen (Daten der Bundesärztekammer).

3. Dies zeigen diverse aktuelle Umfragen des BVKJ unter seinen Mitgliedern sowie Untersuchungen wie die von Christian Schmidt im Deutschen Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/134172/Generation-Y-Was-Chefaerzte-erwarten.

• Kinder- und Jugendärzte arbeiten zu einem Großteil hausärztlich.
4 In städtischen Regionen werden die Kinder- und Jugendlichen fast ausschließlich von Kinder- und Jugendärzten versorgt. Auch auf dem Land sind die Kinder- und Jugendärzte als Hausärzte der Kinder und Jugendlichen gefordert, da die Allgemeinärzte dies bereits jetzt aufgrund des demografischen Wandels mit der Versorgung der älter werdenden Bevölkerung nicht leisten können. Sichtbar wird dies z.B. daran, dass ein immer größerer Anteil der Heilmittel bei Kindern und Jugendlichen durch die Kinder- und Jugendärzte verordnet werden.

5. • Schon jetzt besteht trotz angeblicher Überversorgung in vielen Regionen eine spürbare Unterversorgung, mit dem Effekt, dass in vielen städtischen, aber auch in ländlichen Regionen die Eltern keinen betreuenden Kinder- und Jugendarzt mehr finden. Diese Unterversorgung zeichnet sich auch im klinischen Bereich ab: Die Zahl der Kinderkliniken und Kinderstationen ist stark rückläufig, diese sind zudem oft nicht ausreichend finanziert.
• Der ärztliche Nachwuchs kennt die hausärztliche Pädiatrie und ihre positiven Seiten kaum und kann sich eine Niederlassung als hausärztlicher Pädiater daher oft nicht vorstellen. Die klinische Arbeit hat völlig andere Inhalte, insbesondere einen sehr großen Anteil an Neonatologie und Intensivmedizin.
• Die hausärztliche Pädiatrie hat sich seit 1990 grundlegend verändert. Die zusätzlichen Aufgaben haben die ehemals fallenden Kinderzahlen mehr als ausgeglichen: Die Anforderungen sind gestiegen, v.a. durch die sog. Neuen Morbiditäten (z.B. Entwicklungsstörungen), mehr Präventionsaufgaben (zusätzliche und erweiterte Vorsorgeuntersuchungen6), zusätzliche Impfungen und weitere Gesundheitsförderungsangebote u.v.m.

Die Anforderungen sind außerdem gewachsen, weil der Kinder- und Jugendarzt heute als Berater in einer digitalen Gesellschaft ganz neue Aufgaben bekommt („selbstinformierte Patienten“ mit hohem Aufklärungsbedürfnis, Auswertung digital ermittelter Daten durch Apps etc.)
Auch durch die frühe Betreuung in Krippen und Kitas sind neue Aufgaben erwachsen (häufigere Ansteckung, mehr Arztbesuche aufgrund notwendiger Atteste8 etc.).
Hinzu kommen für den ambulanten Bereich die komplexen Aufgaben, die sich aufgrund der immer kürzeren Verweildauer von Kindern und Jugendlichen in den Kliniken ergeben: Hier zeichnet sich ein Trend zur ambulanten Betreuung ab, der zusätzliche Ressourcen nötig macht.
Seit 2012 steigen die Kinderzahlen vor allem in den Großstädten deutlich an ohne dass eine Möglichkeit besteht, die Arbeitskapazität der Kinder- und Jugendarztpraxen entsprechend anzupassen, da angeblich weiterhin eine flächendeckende Überversorgung besteht.
Vgl. exemplarisch Daten einer Umfrage des PädNetzS im Herbst 2014 aus Baden-Württemberg: Hiernach arbeiten 14,4 Prozent der Pädiater auch fachärztlich, wobei der effektive Anteil fachärztlicher Arbeit bei nur 6,8 Prozent liegt. Die überwiegende Mehrheit der Pädiater arbeitet hausärztlich

 

Zukunfts-/Lösungsansätze:

• Förderung der Verbundweiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin (mit einem verpflichtenden Teil in der pädiatrischen Grundversorgung) analog der Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin sollte gesetzlich verankert werden.
• Förderung der Ausbildung in grundversorgender Kinder- und Jugendmedizin (Studierendenausbildung primary care). Dazu braucht es Institutionen in unseren Hochschulen und Universitäten, die Lehre & Forschung in der allgemeinen ambulanten Pädiatrie koordinieren.
• Kein Abbau von theoretischer Überversorgung durch das GKV-VSG, solange es keine bedarfsbezogene Planung gibt. Notwendig ist eine neue Bedarfsplanung, die die aktuellen Rahmenbedingungen (höherer Betreuungsaufwand, geringerer Arbeitsstundenumfang pro Kinder- und Jugendarzt, demografischer Wandel, Migrationsaspekte) berücksichtigt.
• Hausärztliche Kinder und Jugendärzte müssen in der Bedarfsplanung regional angepasst bedarfsgerecht behandelt werden können (Änderung §101, (5) SGBV), bzw. es muss die Option geschaffen werden, bei Notwendigkeit auch flexibel und vorausschauend durch eine auf die regionale Kinderbevölkerungsdichte –bezogene Planung reagieren zu können.
• Der Arbeitsanteil der nicht hausärztlich arbeitenden fachärztlichen Pädiatrie muss herausgerechnet werden und die dann entstehenden Arztsitze müssen der hausärztlichen Pädiatrie zugeordnet werden.
• Keine Deckelung bei Anstellung von Ärzten bzw. großzügige Anhebung des Deckels bei entsprechendem Bedarf mit entsprechender Finanzierung (Änderung §101, (1) 4+5 SGBV).
• Vergütung der Mehrarbeit (mehr Vorsorgen und Impfungen; neue Aufgaben aufgrund neuer Morbidität und frühem Kita-Besuch; mehr Dokumentation und Kodierung sowie Beachtung von Richtlinien nötig) durch entsprechende Anpassung des Vergütungsanteils der Kinder- und Jugendärzte.
• Erhöhung der Zahl der Medizinstudienplätze und Setzen entsprechender Anreize mit dem Ziel, dass Kinder- und Jugendärzte in der ambulanten Patientenversorgung arbeiten.
• Der G-BA muss bei der Entwicklung einer bedarfsbezogenen Planung auch die reale Arbeitsmenge der einzelnen Praxen in einer Region berücksichtigen: Definition des Versorgungsumfangs anhand der konkret zu bewältigenden Arbeit.

 

 

2016 wurden 30 239 Patientinnen und Patienten stationär in der Rheumatologie behandelt

Düsseldorf/Duisburg, 12. Oktober 2017 - Im Jahr 2016 wurden in Nordrhein-Westfalen 30 239 Patientinnen und Patienten in rheumatologischen Krankenhausabteilungen stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Welt-Rheuma-Tages (12.10.2017) mitteilt, waren das 0,7 Prozent weniger als 2015 (30 459).
Bei den in Rheumatologien behandelten Patientinnen und Patienten wurde im Jahr 2016 am häufigsten die seropositive chronische Polyarthritis diagnostiziert (4 272 Fälle), das waren 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (4 318 Fälle). Die Rheumatologie ist je nach fachärztlichem Schwerpunkt der Fachabteilung für innere Medizin oder der Fachabteilung für Orthopädie zugeordnet. In den 348 Krankenhäusern in NRW sind insgesamt 18 internistisch- sowie acht orthopädisch-rheumatologische Fachabteilungen eingerichtet. Die Zahl der aufgestellten Betten ging in dieser Fachrichtung im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent auf 891 Betten zurück (2015: 952). Wie die Statistiker mitteilen, wird die pädiatrische Rheumatologie (für Kinder und Jugendliche) im Rahmen dieser Statistik nicht berücksichtigt. (IT.NRW)
Stationär behandelte Patienten in Rheumatologien in NRW
Jahr Anzahl der
Rheuma-
tologien
am 31.12.
Aufgestellte
Krankenbetten
im Jahres-
durchschnitt
Stationär
behandelte
Patienten
Durchschnitt-
liche Verweil-
dauer (in Ta-
gen) im Jah-
resdurch-
schnitt
Durchschnitt-
liche Betten-
nutzung
(in Prozent)
2006 32 1 086 23 574 11,7 69,8
2007 33 1 098 24 552 11,2 68,7
2008 32 1 082 25 448 10,6 68,3
2009 31 1 065 27 471 9,5 67,1
2010 32 1 074 26 746 9,5 65,1
2011 32 1 066 27 876 9,3 66,8
2012 33 1 078 29 771 8,8 66,2
2013 32 1 039 28 420 8,7 65,3
2014 29 998 29 368 8,6 69,0
2015 27 952 30 459 8,4 73,5
2016 26 891 30 239 8,4 78,1

 

Tag des ambulanten Bereitschaftsdienstes: KV Nordrhein plädiert für gemeinsame Notfallversorgung mit Kliniken

Duisburg/Düsseldorf, 11. Oktober 2017 – Bei einem Pressetermin in der Arztrufzentrale NRW in Duisburg hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein am heutigen bundesweiten „Tag des Bereitschaftsdienstes“ ihre Pläne zur Weiterentwicklung des ambulanten Notdienstes vorgestellt.

 

„Wir streben eine sektorenübergreifende Notfallversorgung in Zusammenarbeit mit den Kliniken an, in der die Versorgung der Patienten nach einem einheitlichen Triagierungssystem organisiert ist. Dieses System soll sich allein am konkreten medizinischen Handlungsbedarf orientieren. Patienten sollen  entweder dem ambulanten Bereich oder der Krankenhausversorgung zugeführt werden. Sogenannte ,Portalpraxen‘ oder integrierte Notfallzentren an Kliniken, die KV und Krankenhaus gemeinsam betreiben, könnten auch in Nordrhein eine sinnvolle Lösung darstellen“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

 

Räumliche Nähe besteht schon

95 Prozent der 75 Notdienstpraxen in Nordrhein sind schon heute an oder in Kliniken angesiedelt – bei einigen umfasst die Integration bereits einen gemeinsamen Empfang oder die gemeinsame Nutzung von medizinischem Gerät. Wie viele „Portalpraxen“ künftig in Nordrhein gebraucht würden und wo genau sie sich befinden, bedarf noch der Klärung. „Wir können nicht an jedem Krankenhaus eine solche Praxis installieren – das wäre eine unfinanzierbare und unnötige Überversorgung. Entscheidend ist, dass es flächendeckend gut erreichbare zentrale Anlaufstellen für die Patienten gibt, auch im fachärztlichen Notdienst“, betonte Bergmann.  

 

Dafür plädierte auch Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser, Oberarzt für Innere Medizin und Pneumologie am Sana Klinikum Remscheid und Notfallmediziner. „Ich kenne die Probleme in der Praxis als Ambulanzarzt und Notarzt. Wir müssen täglich 140 bis 160 Patienten sorgfältig triagieren. In Fällen, in denen es um Leben und Tod geht, erschwert jeder Patient, der mit einer Bagatellerkrankung zu uns kommt, die Arbeit. Deshalb bin ich erpicht auf eine gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen“, sagte Esser, der auch vor einer Fehlinanspruchnahme des Rettungsdienstes warnte. „Immer mehr Menschen wählen ohne Not die 112, was den Rettungsdienst massiv belastet – bisweilen werden die Ärzte und Sanitäter als Taxi zur Klinik missbraucht“. 

 

Innerhalb der KV Nordrhein wird derzeit an der künftigen Gestaltung des Notdienstes intensiv gearbeitet. „Wir haben dazu ein Lenkungsgremium gebildet, in dem Geschäftsführer und weitere Führungskräfte der KV Nordrhein aus Bereichen, die mit dem Notdienst zu tun haben, gemeinsam mit Mitgliedern unserer Vertreterversammlung Leitplanken für die operative Gestaltung des Notdienstes erarbeiten“, so Bergmann. Dies sei mit den allgemeinen künftigen Rahmenbedingungen abzustimmen, zu der auch eine neue Finanzierung des Notdienstes gehöre. „Wir müssen weg von falschen Anreizen und hin zu einer Finanzierung, mit der die angestrebte Triagierung adäquat finanziert wird.“

 

Bundesweite Werbung für die 116117

Wichtiger Teil der Diskussion über den Notdienst ist die 116117, die bundesweite Hotline für den ambulanten Notdienst, auf die von den KVen in dieser Woche verstärkt hingewiesen wird. Bundesweit wird die Nummer 7,5 Millionen Mal pro Jahr genutzt. Die Arztrufzentrale NRW in Duisburg, in der die 116117-Anrufe aus Nordrhein und Westfalen-Lippe eingehen, verzeichnete 2016 rund 750.000 Patientenanfragen per Telefon. Die Nummer ist der Kontakt zum ambulanten Notdienst während der sprechstundenfreien Zeiten – also abends, nachts oder am Wochenende. Wer zu diesen Zeiten ein akutes gesundheitliches Problem hat, etwa einen grippalen Infekt oder Magen-Darm-Beschwerden, kann über die 116117 den ambulanten Notdienst kontaktieren und Informationen zu den Notdienstpraxen im Rheinland erhalten. Die 116117 können auch bettlägerige Patienten oder deren Angehörige wählen, die einen Hausbesuch benötigen, der von der Arztrufzentrale koordiniert wird. Zudem erhalten Patienten über die 116117 Hinweise über die Erreichbarkeiten der fachärztlichen Notdienste der Augen-, HNO- und Kinderärzte.

 

„Die meisten Anrufer der Arztrufzentrale wissen offenbar ganz gut, wer für was zuständig ist“, sagte Dr. Michael Klein, Geschäftsführer der Arztrufzentrale NRW. Von den 753.000 „qualifizierten“ Anfragen in 2016 entfielen 457.000 auf Auskünfte wie den Hinweis auf die nächstgelegene Notdienstpraxis, 294.000 Mal wurde ein Hausbesuch organisiert – etwa die Hälfte davon in Nordrhein. 11.400 Anrufer mussten an den Rettungsdienst verwiesen werden, hätten also besser direkt die 112 gewählt. Nur 2.600 Anrufe wurden von einer Leitstelle an die Arztrufzentrale überstellt.

 

Notdienst-Hotline im Radio

Die jüngste Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergab, dass immerhin knapp ein Drittel der Befragten aus Nordrhein die 2012 im Bund eingeführte Nummer kennen. „Das ist schön, aber es fehlt noch eine ganze Menge“, sagte Bergmann. „Der Tag des Bereitschaftsdienstes ist ein guter Anlass, um die Nummer noch bekannter zu machen. In den meisten KVen laufen Aktionen, mit denen die Arbeit des ambulanten Notdienstes vorgestellt und die 116117 beworben wird. In neun KV-Regionen gehören dazu 25 Sekunden lange Radiospots, die in dieser Woche auf die 116117 aufmerksam machen – auch in Nordrhein. „Wir haben einen Spot in den Lokalradios der sechs einwohnerreichsten Städte in Nordrhein geschaltet“, so Bergmann.

 

Der KVNO-Chef betonte, dass ein höherer Bekanntheitsgrad der ambulanten Notdienst-Hotline dabei helfen soll, ein Grundproblem bei der Notfallversorgung zu lindern: die Fehlallokation von Patienten mit Bagatellbeschwerden in Krankenhausambulanzen. „Das wird aber nicht allein durch das Serviceangebot von Rufnummer und Arztrufzentrale gelingen. Deshalb arbeiten wir zusammen mit allen anderen Beteiligten auf Landesebene daran, den Notdienst stärker zu verzahnen und damit zukunftsfest zu machen. Dies bedarf einer ständigen Weiterentwicklung.“ Dazu könnte auch eine Ausweitung der Services der 116117 gehören – zum Beispiel eine 24-stündige Erreichbarkeit und weitere Angebote wie die Vermittlung eines Palliativ Care Teams.

 

 

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden. Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.

 

 


Infoabend „Vorsorge selbstbestimmt“ 

Duisburg, 11. Oktober 2017 - Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die gewünschte Behandlung festzulegen. Wie das geht, erfahren Besucher am Mittwoch, dem 18. Oktober beim Themenabend „Vorsorge selbstbestimmt“.
Claudia van Lienden, Expertin der BKK VBU, klärt über die aktuelle Gesetzeslage im Betreuungsrecht auf und verdeutlicht, wozu eine Patientenverfügung notwendig ist und welche Tragweite sie haben kann. Außerdem geht die Expertin auf den Unterschied zwischen Patienten- und Betreuungsverfügung sowie Vorsorgevollmacht ein. Die richtige Vorsorge ist keine Frage des Alters, sondern wichtig in jeder Lebensphase. Unfall, Krankheit oder Hinfälligkeit im Alter können jeden treffen und komplett der Möglichkeit berauben, noch eigene Entscheidungen zu treffen.

Wer jedoch frühzeitig eine Patientenverfügung verfasst und ergänzend dazu einer Person seines Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilt, trifft die richtige Vorsorge, damit im Ernstfall in seinem Sinne gehandelt wird. In einem solchen Fall muss jemand handeln und entscheiden. Eine andere Person muss den persönlichen Willen und Ihre Wünsche vertreten. Wer das sein kann, ist eine wichtige Frage, die Sie sich schon heute stellen sollten.
Das Info-Forum „Mehr als Pflege“ bietet Interessierten die Möglichkeit sich über verschiedene Themen aus den Bereichen Pflege, Vorsorge und Begleitung zu informieren und mit Fachexperten ins Gespräch zu kommen. Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter der kostenfreien Rufnummer 0800- 165 66 16 gebeten. Veranstaltungsort: BKK VBU, Friedrich-Wilhelm-Straße 82-84, 47051 Duisburg (2. Etage – Aufzug vorhanden). Die Teilnahme ist kostenlos.


Wegweiser für Sterbenskranke – Hospiz- und Palliativtage in Duisburg

Duisburg, 10. Oktober 2017 - Der „Initiativkreis Palliativversorgung und Hospizkultur“ hat unter dem Motto: „Den Tagen mehr Leben geben“ einen Wegweiser entwickelt, der sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen darüber informiert, welche hospizlichen und palliativen Hilfen, Beratungs- und Versorgungsangebote es in Duisburg gibt.  
„Der Wegweiser führt unterschiedliche Angebote, Ansprechpartner und deren Erreichbarkeit auf, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Es werden alle in Duisburg vorhandenen Dienste und Einrichtungen erwähnt, die zur ambulanten und stationären Versorgung sterbenskranker Menschen beitragen. Das reicht von den ambulanten Hospizdiensten über die pflegerische und ärztliche Palliativversorgung zu Hause bis zum stationären Hospiz. Zudem verzeichnet die Broschüre die verschiedenen Beratungsangebote, auf die die Bürger zurückgreifen können, und beschreibt auch noch mal den Palliativausweis.

Drei Fallbeispiele verdeutlichen, wie Lebensqualität bis zum Tod sichergestellt und ein würdevolles, selbstbestimmtes Sterben, weitgehend frei von belastenden Symptomen, ermöglicht werden kann“, so der Gesundheitsdezernent Dr. Ralf Krumpholz.  
Der Wegweiser wird in kommunalen Dienststellen, in den Krankenhäusern, in vielen Pflegeheimen, in Apotheken und Arztpraxen ausgelegt. Seine Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Duisburg wird vorbereitet.  
Des Weiteren werden die Hospiz-und Palliativdienste durch verschiedene Aktivitäten und Informationsveranstaltungen den Wegweiser verteilen. In den Seniorenheimen der AWOcura und der Evangelischen Altenhilfe Duisburg, im multikulturellen DRK-Seniorenzentrum „Haus am Sandberg“ und in den SANA-Seniorenheimen werden Infostände errichtet. 

So beteiligen sich die Duisburger Akteure an den ersten landesweiten Hospiz- und Palliativtagen, die vom 13. bis 15. Oktober 2017 in ganz NRW stattfinden. Die Duisburger Aktionstage stehen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sören Link. Eine Liste der verschiedenen Veranstaltungen in Duisburg liegt bei und kann auch auf der Internetseite von ALPHA NRW, www.alpha-nrw.de, eingesehen werden.          

 Am 3. Juli 2013 hatte die Stadt Duisburg die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland unterzeichnet und sich dadurch verpflichtet, die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in der Stadt weiter zu verbessern.
„Der Tod ist elementarer Bestandteil des menschlichen Lebens. Dennoch setzen wir uns nicht gerne mit Themen rund um dieses unausweichliche Ereignis auseinander und beschäftigen uns lieber damit, unser Leben zu steuern und in unserem Sinne zu gestalten. Seit einigen Jahren wird dieses Tabu jedoch immer mehr aufgebrochen. Dazu tragen auch die verschiedenen Hospiz- und Palliativdienste, die in unserer Stadt in den vergangenen Jahren entstanden sind, bei. Sie geben unseren Bürgerinnen und Bürgern in der schwersten und schmerzhaftesten Zeit ihres Lebens die Möglichkeit, auch außerhalb der Familie auf Hilfe hoffen zu können und sind deshalb wichtige Säulen einer guten Versorgung sterbenskranker Menschen, die ihre letzte Lebensphase würdevoll beenden und einen Abschied ohne Schmerz erleben wollen“, ergänzt Dr. Ralf Krumpholz.  

Aus diesem Gedanken heraus ist vor mehr als zwei Jahren eine Gruppe von Verantwortlichen aus den Duisburger Hospiz- und Palliativdiensten entstanden, die erfolgreich zusammenarbeitet.  Neben Veranstaltungen, mit denen auf das Thema „Tod und Sterben“ sowie auf Hilfsangebote für die letzte Lebensphase hingewiesen wurde, hat der „Initiativkreis Palliativversorgung und Hospizkultur“ in Duisburg – wie sich die Gruppe nennt –  bereits 2015 den Duisburger Palliativausweis eingeführt. Er dient im Notfall dazu kurz und knapp Auskunft darüber zu geben, ob sein Inhaber weiter medizinisch versorgt werden möchte oder eine Krankenhauseinweisung erfolgen oder unterlassen werden soll.

Angebote der Evangelischen Altenhilfe DuisburgGmbh
„jeder moment ist leben“ im Zuge der Palliativtage vom 13.10.-15.10.2017
 
• Wortmannstift - Schifferheimstraße 4 in 47119 Duisburg
Am 13.10.2017 Infonachmittag mit Broschüren Weitergabe und einer Rose Wichernheim Overbruchstraße 88 in 47178 Duisburg
• Am 15.10.2017 Infonachmittag mit Broschüren Weitergabe bei Kaffee und Kuchen Haus an der Rheinkirche, Rheinstraße 12 in 47198 Duisburg
• Am 13.10.2017 Infonachmittag mit Broschüren Weitergabe sowie eine Vorführung und Mitmachaktion „Begleitende Hände“ Akupressur in der Palliativen Versorgung, durch eine ausgebildete Mitarbeiterin der Einrichtung für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und frische Waffeln Altes Rathaus RumelnRathausallee 4 in 47239 Duisburg
• Am 14.10.2017 Informationstand zum Thema Patientenverfügung und Betreuung sowie Weitergabe der Broschüren Ev. Alten – und Pflegeheim OrsoyOstwall 2 in 47495 Rheinberg (Einzugsgebiet Binsheim / Baerl)
• Am 13.10.2017 Informationsstand und Broschüren Weitergabe sowie Mitmachaktion „Aromapflege in der Palliativen Versorgung“ durch Mitarbeiter der Einrichtung für das leibliche Wohl ist gesorgt. Beecker Hausgemeinschaften/Haus an der FlottenstraßeFlottenstraße 55 in 47139 Duisburg

• Samstag, 14. Oktober, 10.00 bis 15.00 Uhr Programm und Angebote: Informationen rund um das Thema Leben und Sterben in stationären Einrichtungen mit den unterschiedlichen Akteuren der palliativen Pflege: Führungen durch das Haus Vortrags- und Diskussionsrunde Infostände, Singkreis, Glücksrad Wir freuen uns auf Sie! Mittagsimbiss: Gemüsesuppe und Gulaschsuppe ___________________________________________________________________________ Beecker Hausgemeinschaften / Haus an der Flottenstraße Flottenstraße 55 • 47139 Duisburg • Telefon: 0203 453-0 • www.eahd.de



• Am 14.10.2017 (10:00 h – 15:00 h) Informationsveranstaltung und Weitergabe der Broschüre mit verschiedenen Akteuren, beteiligt sind Bestattungshaus Schlüter, Hospizverein Hamborn, Malteser Apotheke Meiderich, Fachseminar Educare, Theodor König Gesamtschule Beeck Religionslehrerin mit ein paar Schülern. Zweimal soll ein kleiner Vortrag zum Thema Palliative Versorgung stattfinden mit anschließender Diskussionsrunde für das leibliche Wohl ist mit einer Suppe gesorgt.  


 Helios Kinder-Uni in den Herbstferien

Jetzt einschreiben: Helios Kinder-Uni in den Herbstferien

Wie funktionieren eigentlich unsere Nieren? Was passiert, während wir in Narkose schlummern? Was ist ein Schockraum? Und was ist eigentlich die Zuckerkrankheit?
Antworten auf diese Fragen gibt es bei der Helios Kinder-Uni, die in den Herbstferien an der Helios Marien Klinik in Duisburg Hochfeld stattfindet. Interessierte Junior-Studenten können sich ab sofort anmelden.  

Am Montag, 23. Oktober und Dienstag, 24. Oktober 2017 haben fleißige Nachwuchs-Studenten wieder die Chance, das schnellste Medizinstudium Duisburgs zu absolvieren. In vier Vorlesungen erfahren Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren wieder mehr über die faszinierenden Fähigkeiten und Zusammenhänge des menschlichen Körpers. Professoren, Ärzte und Co. nehmen die Junior-Studenten mit auf eine Reise durch die Medizin und hinter die Kulissen des Klinikums. 
Altersgerecht erklärt das Team der Kinder-Uni, wie jeder durch Erste Hilfe zum Alltagshelden werden kann, warum ein Anästhesist nicht das Sandmännchen ist und warum unsere Nieren wahre Hochleistungsorgane sind.

Zu den Highlights gehören die Exkursionen im Anschluss an die Vorlesungen: Die Nachwuchs-Studenten werfen einen Blick in die Notaufnahme und einen Operationssaal und sie erfahren, wie ein Gips richtig angelegt wird.  

Die Anmeldungen für die begrenzten Studienplätze sind gerade angelaufen. Wer einen der begehrten Studentenausweise ergattern möchte, sollte nicht zu lange warten: Die Anmeldefrist endet am 18. Oktober 2017. Die Einschreibung ist per E-Mail an kinderuni.duisburg@helios-gesundheit.de möglich.
Die Vorlesungen beginnen am ersten Tag um 9.30 Uhr. Das komplette Programm finden Interessierte unter www.helios-gesundheit.de/duisburg.

 

Maßarbeit bei künstlichen Hüften und Knien

Informationsabend Endoprothetik am 18. Oktober 2017 im BG Klinikum Duisburg
Duisburg, 09. Oktober 2017 - Über 220.000 Menschen in Deutschland erhalten jedes Jahr ein künstliches Hüftgelenk, mehr als 170.000 ein künstliches Knie. Doch wann benötige ich so eine Prothese wirklich? Was erwartet mich bei einer Operation? Und wann bin ich danach wieder fit für den Beruf oder Alltag? Antworten auf diese und viele andere Fragen zum Thema Endoprothetik geben Experten beim „Informationsabend Hüft- und Kniegelenkersatz“ am 18. Oktober 2017 im BG Klinikum Duisburg.

Das Team des zertifizierten EndoProthetikZentrums der Unfallklinik hat für diesen Tag zwischen 18:00 und 19:30 Uhr ein interessantes Programm für potenzielle Patientinnen und Patienten sowie alle anderen Interessierten zusammengestellt.

Zuhören und mitmachen Dazu gehören u.a. informative Vorträge zum Thema künstliche Gelenke sowie ein spannender Workshop mit dem Leiter des EndoProthetikZentrums Dr. Peter-Michael Hax. „Bei letzterem zeigen wir an Knochenmodellen, wie ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk eingebaut wird und natürlich auch, wie es funktioniert“, beschreibt Hax den Ablauf.

Wichtig ist dem Mediziner dabei zu zeigen, dass es sich um Maßarbeit handelt – Messen, Bohren, Sägen und Hämmern inklusive. Schließlich soll am Ende für den Patienten alles passen und das künstliche Gelenk sicher „sitzen“.

In die Rolle eines Arztes schlüpfen und beim Einbau der Implantate an Knochenmodellen mithelfen dürfen auch die Besucher der Infoveranstaltung, verrät Hax, der wie auch der Rest seines Teams große Erfahrung und Kompetenz im Bereich Hüft- und Kniegelenkersatz besitzt.

Nach der OP kommt die Reha „Wie wollen in diesem Workshop informieren, aber auch den Betroffenen die Angst vor einer ggf. notwendigen Operation nehmen“, erklärt Hax. Denn die Endoprothetik habe in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht – sowohl was die verwendeten Materialien und Techniken betrifft als auch die eingesetzten Operationsmethoden.

So wählt der behandelnde Arzt heute etwa zusammen mit dem Betroffenen aus den verschiedenen vorhandenen Gelenkmodellen das aus, was am Besten für den jeweiligen Patienten geeignet ist.
Und was passiert eigentlich nach der OP? Wann kann ich wieder normal laufen? Was kann ich selbst dafür tun, die Heilung zu beschleunigen? Auch darum geht es am Infoabend am 18. Oktober 2017. Reha-Spezialisten des BG Klinikums Duisburg berichten ausführlich darüber, wie die Nachbehandlung abläuft, geben Tipps und beantworten auch – genau wie die Ärzte um Dr. Hax – gerne die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Veranstaltung.


Hinweis: Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten! BG Klinikum Duisburg Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg Tel. 0203 7688-3399

Der Informationsabend findet statt in der Mehrzweckhalle des BG Klinikums Duisburg. Der Eintritt ist frei.


Auch Patienten dürfen die Originalinstrumente ausprobieren.

Röntgenbild eines Knies nach Einbau eines Implantats. Fotos BG Klinikum Duisburg

Das BG Klinikum Duisburg hat sich auf die akute und rehabilitative Behandlung von Unfallfolgen aller Art spezialisiert. Das Versorgungsspektrum umfasst alle Arten von Verletzungen, aber auch die spezialisierte Behandlung orthopädischer, Hand- und Plastisch-chirurgischer oder Schmerzpatienten.

 Welt-Rheumatag

Duisburg, 06. Oktober 2017 - Anlässlich des Welt-Rrheumatages findet am Samstag, 14. Oktober 2017, von 10:30 bis 14:30 Uhr erneut der große Rheumatag im Abteizentrum an der Helios St. Johannes Klinik statt.

Experten informieren über neue Verfahren und Medikamente und laden Betroffene und Interessierte herzlich zu verschiedenen Workshops, Vorträgen und einer Beratungsstunde ein.

Die Chefärztin der Rheumatologie, Frau Dr. Monika Klass, steht gern auch als Gesprächspartnerin rund ums Thema zur Verfügung.  

 

 

Crohn, Colitis & Co: Was tun bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen?

Vortrag der Reihe „Gesund in Duisburg“  

Duisburg, 04. Oktober 2017 - Gutartige, entzündliche Veränderungen des Magen-Darm-Traktes gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten. Allein in Deutschland leiden rund 400.000 Betroffene darunter. Die Entzündungen unterscheiden sich von anderen Darmerkrankungen vor allem durch wiederkehrende oder länger anhaltende Krankheitsschübe und sind für Patienten oftmals mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität verbunden.
Besonders häufig treten die beiden Formen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auf. Daher auch der Name des dazugehörigen Aktionstages Crohn & Colitis, der einmal jährlich im Herbst auf das Thema aufmerksam macht. Aus diesem Anlass informiert Priv.-Doz. Dr. Daniel Benten, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie in der Helios St. Johannes Klinik Duisburg, am Dienstag, 10. Oktober 2017 um 17.30 Uhr über aktuelle Diagnostik und Therapiemöglichkeiten.

 

Kaum ein anderes Organ des Körpers beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden so unmittelbar wie der Darm. Er ist über Millionen von Nervenfasern eng mit dem Gehirn verbunden und reagiert deshalb häufig empfindlich auf Stress oder bestimmte Gewohnheiten. Umgekehrt kann eine gestörte Darmfunktion schnell sehr belastend werden, vor allem wenn sie immer wiederkehrt. So geht es vielen Betroffenen mit einem chronisch entzündeten Darm, denn die häufigsten Begleiterscheinungen sind Bauchschmerzen und anhaltender Durchfall. Treten diese Symptome häufiger auf, sollten bei den Patienten die Alarmglocken schrillen. Die Wahrscheinlichkeit, etwa unter einem Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu leiden, ist dann groß, denn sie beide gehören zu den häufigsten Entzündungsformen.
Wie diese Erkrankungen genau entstehen, ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Als möglicher Auslöser gilt eine gestörte Interaktion zwischen dem Immunsystem des Darms und den Milliarden Darmbakterien, die normalerweise friedlich in unserem Darm leben. Bei einer überschießenden Reaktion des Immunsystems, für die auch genetische Faktoren eine Rolle spielen, wird die Darmschleimhaut stark geschädigt.

Grafik und Foto HKD

Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, erste Anzeichen treten dabei oft schon in jungen Jahren zwischen 15 bis 35 auf. Sowohl bei Morbus Crohn als auch bei Colitis ulcerosa leiden die Patienten unter ähnlichen Symptomen: Bauchschmerzen bis hin zu Koliken und häufige, zum Teil blutige Durchfälle. Bei länger anhaltenden Schüben verlieren die Betroffenen an Gewicht und fühlen sich geschwächt. Die Erkrankungen können auch Auswirkungen auf Gelenke, Haut und Leber haben.
Doch es gibt auch Unterschiede zwischen den Krankheitstypen, einer liegt in der betroffenen Körperregion: Während der Morbus Crohn den gesamten Magen-Darm-Trakt vom Mund bis zum After befallen kann, ist die Colitis ulcerosa hingegen auf den Dickdarm beschränkt. Mithilfe einer Darmspiegelung können Ärzte meist bestimmen, um welche Erkrankung es sich handelt. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Ging die Erkrankung früher oft mit schweren Gesundheitsfolgen und vielen Darmoperationen einher, stehen heute sehr effektive medikamentöse Therapien zur Verfügung, die die Entzündung in Schach halten. Auch eine Anpassung bestimmter Gewohnheiten kann die Lebensqualität massiv steigern.

Wie genau die Behandlungsoptionen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen aussehen, darüber spricht Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Daniel Benten in seinem Vortrag im Rahmen der Reihe „Gesund in Duisburg“ am Dienstag, 10. Oktober 2017. Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr und findet im Abteizentrum an der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 1, 47166 Duisburg, statt. Im Anschluss steht der Gastroenterologe auch für Fragen zur Verfügung. Der Vortrag ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

 

Hintergrund Chron & Colitis-Tag:
Zum zehnten Mal veranstalten die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) und das Kompetenznetz Darmerkrankungen den Crohn & Colitis-Tag. Vom 16. September bis 15. Oktober 2017 engagieren sich bundesweit Selbsthilfegruppen und Ärzte dafür, Aufmerksamkeit für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zu wecken und so der Tabuisierung der Krankheiten entgegenzuwirken.

 

Ausstellung "Was geht..." - Aktivitäten und Potenziale von Menschen mit Demenz, in Duisburg

Duisburg, 02. Oktober 2017 - Das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet lädt gemeinsam mit den Sana Kliniken Duisburg zur Ausstellung mit Vernissage und Lesung ein. Die Fotografien zeigen die vielfältigen Potenziale und Fähigkeiten von Menschen mit Demenz. Die Ausstellung portraitiert Menschen mit Demenz, die begeistert sportlichen oder künstlerischen Beschäftigungen nachgehen. Sie möchten Mut machen, das Leben mit Demenz mit all seinen Möglichkeiten zu entdecken und zu gestalten, so dass es lebenswert bleibt.

Die Ausstellung startet am 05. Oktober um 15.00h mit einer Vernissage, bei der die Autorin Petra Uhlmann aus dem zugehörigen Buch „Was geht ...“ liest. Die Texte und Bildgeschichten lassen uns Anteil nehmen an einzigartigen Augenblicken. Sie zeigen, auf welch vielfältige Art und Weise Betroffene nach der Diagnosestellung noch aktiv und kreativ sein können. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von dem im Buch fotografisch portraitierten Duisburger Seniorenorchester aus dem AWOcura Seniorenzentrum im Schlenk.

Die Vernissage findet im Hörsaal der Sana Kliniken, Zu den Rehwiesen 9-11 statt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 03. November und ist über das Foyer frei zugänglich. Der Ausstellungsbesuch ist kostenfrei.

Kontakt: Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet Tel. 0203 − 298 20 16 E-Mail: info@demenz-service-westliches-ruhrgebiet.de homepage: http://www.demenz-service-westliches-ruhrgebiet.de/

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu den Duisburger Aktivwochen finden Sie unter http://www.demenz-service-westliches-ruhrgebiet.de/ https://www.sana-duisburg.de

- Grippesaison 2017/2018: KV Nordrhein rät zur Impfung
- Infoabend rund um die Geburt
- Duisburg: Herzinsuffizienz häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte

Düsseldorf/Duisburg, 27. September 2017 – Mit der Herbstzeit steigt auch wieder die Gefahr, an der saisonalen Grippe, der Influenza, zu erkranken. „Dagegen können Sie sich aktiv schützen: Lassen Sie sich rechtzeitig impfen“, empfiehlt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. „Die beste Zeit für die Impfung sind die Monate Oktober und November. In der Regel dauert es dann zwei Wochen, bis der Körper genügend Antikörper produziert hat, um gegen eine Infektion geschützt zu sein“, so Bergmann.  

Vor allem über 60-Jährige, chronisch Kranke und immungeschwächte Menschen sollten sich impfen lassen – sie sind besonders gefährdet, sich mit dem Virus anzustecken. Auch für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Schwangere und Personen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben, ist die Impfung sinnvoll.  

Die ersten Chargen des diesjährigen Influenza-Impfstoffes sind ausgeliefert und in den Arztpraxen des Rheinlands verfügbar. Neben Hausärzten führen auch Kinder- und Jugendärzte sowie Gynäkologen die Grippeschutzimpfungen durch. Vor einer Impfung sollten sich Patienten von ihrem Arzt beraten lassen. Im vergangenen Jahr ließen sich in Nordrhein rund eine Million Menschen gegen die Influenza impfen. 

Mit einigen Krankenkassen konnte die KV Nordrhein zusätzlich Sondervereinbarungen abschließen: So übernehmen die Techniker Krankenkasse, Kaufmännische Krankenkasse, BKK 24, Pronova BKK, die actimonda Krankenkasse sowie die VIACTIV Krankenkasse von Oktober dieses Jahres bis Ende März 2018 die Kosten der Grippeimpfung für alle ihre Versicherten – auch wenn sie keiner Risikogruppen angehören. Die AOK Rheinland/Hamburg trägt zudem die Kosten der Grippeimpfung für alle Versicherten bis 18 Jahre.

 

Viele nützliche Informationen rund um die Grippeschutzimpfung hat auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung für Patienten und Ärzte im Netz zusammengestellt. Im Rahmen der Aktion „Gib der Grippe eine Abfuhr!“ finden Interessierte dort kostenlos zahlreiche Informationsmaterialien sowie ein neues Patienten-Video zum Thema. Link: www.kbv.de/html/4195.php

 

Infoabend rund um die Geburt
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 2. Oktober 2017 um 18 Uhr. Chefärztin Dr. Katrin Marschner und ihr Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung.
Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Konferenzzimmer im Verwaltungsgebäude der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.  

 

NRW: Herzinsuffizienz häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte
Im Jahr 2016 wurden mit 4,7 Millionen zwei Prozent mehr Patientinnen und Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern vollstationär behandelt als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, war - ohne Berücksichtigung der klinischen Versorgung gesunder Neugeborener - die Herzinsuffizienz mit 99 016 Fällen der häufigste Grund für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt.

An zweiter Stelle lag Vorhofflattern und -flimmern (73 426 Fälle), gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (72 817 Fälle). Infotabelle (siehe Anhang). Das Durchschnittsalter aller 4,7 Millionen im Jahr 2016 in NRW-Krankenhäusern stationär behandelten Patienten lag bei 54,9 Jahren. Von den Behandelten waren 53,1 Prozent weiblich und 46,9 Prozent männlich.

Bei Männern waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (52 579 Fälle) häufigster Anlass für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt, gefolgt von Herzinsuffizienz (48 845 Fälle) und Angina pectoris (39 487 Fälle). Bei Frauen waren Herzinsuffizienz (50 171 Fälle), essentielle (primäre) Hypertonie (38 104 Fälle) und Vorhofflattern und -flimmern (35 196) die häufigsten Diagnosen.

Bei der Betrachtung nach dem Wohnort der Patienten zeigt sich, dass Herzinsuffizienz in 39 der 53 Kreise und kreisfreien Städte der häufigste Anlass für vollstationäre Krankenhausaufenthalte war. In den übrigen Regionen waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Rückenschmerzen, Angina pectoris, Vorhofflattern und Vorhofflimmern oder Schlafstörungen häufigste Hauptdiagnose. (IT.NRW)

 

 

Helios: Erstes Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie in Duisburg

 Chirurgische Abteilung an der Hamborner Helios St. Johannes Klinik erfolgreich zertifiziert.  
Duisburg, 27. September 2017 - Kleinere Narben, weniger Schmerzen und schnellere Erholung – die moderne minimal-invasive Chirurgie bietet den Patienten viele Vorteile. Um aber vormals offene Operationen auch mit winzigen Schnitten bei gleichbleibender Qualität durchführen zu können, ist viel Erfahrung und Sorgfalt gefragt. Hier setzen die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie an. Nur wer die hohen Ansprüche der Experten in der Prüfkommission erfüllt, bekommt die offizielle Auszeichnung „Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie“ von ihnen verliehen – so wie das Helios Klinikum Duisburg vor wenigen Tagen.  

Die dortige Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie am Standort Helios St. Johannes im Norden unter der Leitung von Chefarzt Dr. Norbert Hennes führt über 85 Prozent der operativen Eingriffe laparoskopisch durch und das sehr erfolgreich. Transparente Ergebnisse, geringe Komplikationsraten und eine hohe Qualität waren maßgeblich für die Auszeichnung. Auch die Expertise des gesamten Teams, das selbst Notfälle in großem Umfang minimal-invasiv versorgen kann, und schnelle Terminvergaben spielten in die Entscheidung hinein.

Damit ist die Klinik das einzige Krankenhaus in Duisburg mit dieser Zertifizierung.
„Wann immer in der Behandlung einer Erkrankung des Bauchraums oder des Brustkorbs eine Operation notwendig ist, verfolgen wir das Ziel, für den Patienten ein optimales Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig so wenig Schmerzen und Narben wie möglich zu verursachen“, erklärt Dr. Hennes (Foto). Und das gelingt am ehesten über die minimal-invasive Chirurgie, auch laparoskopische oder Schlüssellochchirurgie genannt. Sie stellt einen absoluten Schwerpunkt in der täglichen Arbeit der Abteilung dar.

In den OP-Sälen hält die Klinik dafür modernste Technik vor, unter anderem die sogenannte Farb-Laparoskopie, eine Fluoreszenztechnik, die bestimmte Gewebe unter der OP zum Leuchten bringt. Damit lässt sich das Risiko eines Eingriffs insgesamt mindern und bei Tumorentfernungen, etwa am Darm, ein deutlich besseres Ergebnis erzielen.  

Der Vorteil der kleinen Schnitte liegt für die Patienten aber nicht nur in der Medizin selbst begründet, auch kosmetisch hinterlassen sie weniger Spuren. Denn selbst bei komplexen Bauchoperationen brauchen die Chirurgen mittlerweile nur noch wenige Zentimeter große Öffnungen.
Und die Entwicklung ist – bei gleichbleibender Patientensicherheit – noch nicht am Ende: „Die Geräte werden immer kleiner, so dass ein Eingriff mittlerweile mit nur 3 Millimeter großen Instrumenten oder unter bestimmten Umständen sogar ausschließlich über den Nabel vorgenommen werden kann“, so der Duisburger Operateur. Entsprechend ist hier auch das Risiko für spätere Komplikationen wie Narbenbrüche deutlich geringer.  

Das schmerzhafte Hüftgelenk – aktuelle Therapieoptionen bei Arthrose

Duisburg, 26. September 2017 - Wir sind ständig in Bewegung – dabei halten unsere Gelenke eine Menge aus. Besonders die Hüfte leidet mit der Zeit unter der Belastung und beginnt häufig zu schmerzen. Auslöser ist oftmals eine Hüftgelenksarthrose.
Die moderne Medizin bietet Patienten eine große Bandbreite an Therapiemöglichkeiten gegen die Beschwerden, von konservativ bis operativ. Wann welche Behandlungsoption in Frage kommt, erläutert Carsten Raab, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Helios St. Johannes Klinik, in seinem Vortrag im Rahmen der Reihe „Gesund in Duisburg“ am morgigen Mittwoch, den 27. September 2017.
Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr im Abteizentrum, An der Abtei 1, 47166 Duisburg. Im Anschluss steht der Experte noch für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Das FORUM Demenz als Wegbegleiter für Betroffene und Angehörige

Zum Welt-Alzheimertag am Donnerstag, 21. September 

DUISBURG,20. September 2017 - Seit 1994 lenkt der Welt-Alzheimertag am 21. September die Aufmerksamkeit auf eine Krankheit, die viele Menschen fürchten und über die sie zugleich nicht gern sprechen. Zum Welt-Alzheimertag weist die AWO-Duisburg deshalb auf die lebenspraktischen Hilfen des FORUM Demenz hin. Die Mitarbeiterinnen beraten am Welt-Alzheimertag von 9 bis 16 Uhr im AWO-Kranichhof auf der Düsseldorfer Straße 507 in Wanheimerort.  

 

Knapp 7.000 Bürgerinnen und Bürger in Duisburg sind von einer Demenz betroffen. Jährlich werden etwa 2.000 Neuerkrankungen registriert. Nach der Diagnose ist die Ratlosigkeit bei Betroffenen und Angehörigen groß. Gerade deshalb ist Wegbegleitung dringend notwendig.  

 

Seit 2003 hilft das FORUM Demenz der AWOcura weiter. Das FORUM spricht Bürgerinnen und Bürger aus den Bezirken Innenstadt und Süd sowie aus dem Westen der Stadt an. Täglich erhalten Ratsuchende im AWO-Kranichhof auf der Düsseldorfer Straße 507 in Wanheimerort mehr als nur Hinweise und Zuspruch.

 

Elisabeth Weber (Foto), die gemeinsam mit Julia Urban für das FORUM Demenz der AWOcura tätig ist, erklärt: „Wir sprechen nicht nur einmal mit den Menschen. Wir bieten eine Begleitung über den gesamten Verlauf der Erkrankung hinweg an.“

 Was Betroffene und Angehörige besonders bewegt, beschreibt Julia Urban: „Im Mittelpunkt steht zunächst das Krankheitsbild. Was ist Demenz, welcher Verlauf ist zu erwarten? Wir erörtern den Umgang mit der Krankheit und dem Kranken.“ 

 

Versorgungsmöglichkeiten und Entlastungsangebote seien ebenfalls immer ein Thema. Da gibt es mehr, als man meint. Fragen zur Pflegeversicherung und zur Vorsorgevollmacht kommen zudem auf den Tisch.

 

Das FORUM Demenz ist nicht nur am Welt-Alzheimertag für die Menschen da. Elisabeth Weber: „Man kann uns immer anrufen oder eine E-Mail schreiben. Wir machen dann gleich einen Termin aus. Wir beraten hier bei uns im Büro im AWO-Kranichhof auf der Düsseldorfer Straße in Wanheimerort. Aber wir fahren auch raus zu Hausbesuchen.“

 

19 049 Patientinnen und Patienten wegen Alzheimer im Krankenhaus behandelt
Im Jahr 2015 wurden 19 049 Patientinnen und Patienten wegen der Alzheimer-Krankheit im Krankenhaus behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September weiter mitteilt, ist damit die Zahl der stationär behandelten Fälle in den letzten 15 Jahren insgesamt um 85 % angestiegen. Bei den Männern betrug der Anstieg in diesem Zeitraum sogar 125 % (auf 7 578 Fälle), bei den Frauen 65 % (auf 11 471 Fälle).

 

Neue Arzneimittel: teuer und wenig innovativ
Hohe Preise, wenig Innovation - so lautet die Beurteilung für die meisten neu auf den Markt gekommenen Arzneimittel. Das zeigt der Innovationsreport 2017, der heute von der Techniker Krankenkasse (TK) vorgestellt worden ist. In Nordrhein-Westfalen verordnen Ärzte am häufigsten neue Medikamente, die für den Patienten keinen Zusatznutzen gegenüber bereits vorhandenen Präparaten haben.

Im Innovationsreport wurden 32 Wirkstoffe untersucht, die 2014 auf den Markt gekommen sind. Dabei wurden folgende Fragen gestellt: Verbessert das neue Medikament eine bestehende Therapie? Hat es einen Zusatznutzen für die Patienten? Und: Bleiben die Kosten im Rahmen? Bewertet wurden die Wirkstoffe nach dem Ampelschema: von "Grün" bis "Rot".

Das Ergebnis fiel recht eindeutig aus: Die Mehrzahl der Medikamente stellt keine echten Innovationen dar. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr keine grüne Ampel vergeben. 17 Präparate erhielten eine gelbe Ampel, 15 sogar eine rote. Dem insgesamt geringen Zusatznutzen stehen enorme Preissteigerungen gegenüber. Der durchschnittliche Preis pro Packung eines neuen Medikaments stieg innerhalb eines Jahres um 73 Prozent - von 1.400 auf knapp 2.500 Euro. "Für uns steht im Sinne unserer Versicherten an erster Stelle, dass mit neuen Präparaten auch wirkliche Fortschritte in der Therapie erzielt werden", sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung in NRW.
"Hohe Preise ohne Innovation und therapeutischen Nutzen sind nicht gerechtfertigt und gehen zu Lasten aller Beitragszahler." Die Ausgaben im Bereich der Arzneimittel steigen weiter. Der Innovationsreport zeigt außerdem, wie oft neue Arzneimittel ohne Zusatznutzen in Deutschland verordnet werden. NRW ist Spitzenreiter im Bundesdurchschnitt.
Demnach bekamen 3,7 von 1.000 TK-Versicherten im Jahr 2015 Präparate mit einer roten Ampel verschrieben. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,2. "Erstaunlich ist auch, dass neue Wirkstoffe bereits nach kurzer Zeit trotz geringen therapeutischen Fortschritts und negativer Bewertungen in den Leitlinien der Fachgesellschaften auftauchten", so Günter van Aalst.  

 

2016 wurden 235 664 Patienten in NRW-Reha-Einrichtungen behandelt
Im Jahr 2016 wurden in den 140 nordrhein-westfälischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen 235 664 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Deutschen Reha-Tages (23. September 2017) mitteilt, waren die Betten dieser Einrichtungen damit zu 87 Prozent ausgelastet.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten belief sich auf vier Wochen (28 Tage). Die Zahl der stationär behandelten Patientinnen und Patienten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1 871 Personen (+0,8 Prozent) auf 235 664. Die Zahl der Einrichtungen verringerte sich dagegen um 3,4 Prozent und die der Betten um 0,2 Prozent auf 20 699.
Im Vergleich zum Jahr 2000 stieg die Zahl der Patienten um 3,0 Prozent, während die Zahl der Einrichtungen um 4,1 Prozent und die der Betten um 2,9 Prozent sank. Die Reha-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen beschäftigten Ende 2016 insgesamt 1 479 Ärztinnen und Ärzte, das waren 36 Personen oder 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr und 295 Personen oder 24,9 Prozent mehr als im Jahr 2000.

Die Zahl des Pflegepersonals sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 4 926 Pflegekräfte; das waren allerdings 21,1 Prozent mehr als im Jahr 2000. Im Vergleich zum Jahr 2015 erhöhte sich 2016 der Frauenanteil beim ärztlich tätigen Personal um 0,2 Prozentpunkte auf 49,8 Prozent. Im nichtärztlichen Bereich (überwiegend Pflegepersonal und medizinisch-technischer Dienst) belief sich der Anteil der weiblichen Beschäftigten wie im Jahr zuvor auf 78,6 Prozent. (IT.NRW)

 

Golfturnier für den guten Zweck
Spende kommt der Notaufnahme im Bethesda zugute

Duisburg, 19. September 2017 - In prächtiger Stimmung präsentierten sich 40 Golfer auf dem Grün der Anlage desNiederrheinischen Golf-Clubs in Duisburg. Die sportliche Veranstaltung dientewieder einmal einem guten Zweck.
Die eingeladenen Gäste, Geschäftspartner und Sponsoren der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Bethesda-Krankenhauses und der Bethesda-Stiftung, stellten sich bereits zum 18. Mal in den Dienst der guten Sache.
In diesem Jahr sollen die Einnahmen aus dem Turnier zur Anschaffung eines Ultraschallgerätes für die Notaufnahme des Bethesda-Krankenhauses dienen, denn handelt es sich um ein in der täglichen Arbeit unerlässliches Instrument.
Die Ultraschalluntersuchung ist aus der modernen Inneren Medizin nicht mehr wegzudenken, man könnte sie heute als das moderne Stethoskop des Internisten bezeichnen.
In der Notaufnahme ermöglicht ein modernes Ultraschallgerät eine rasche, symptomorientierte Untersuchung und ist damit die Weichenstellung für die weitere Diagnostik und Behandlung. Das neue Gerät ist ein handliches, aber dennoch sehr vielseitiges Ultraschallgerät, das perfekt auf die Belange der Notaufnahme abgestimmt ist. Es ist rasch einsetzbar und kann an jedem Arbeitsplatz unkompliziert verwendet werden. Dies ermöglicht eine schnellere und gleichzeitig bessere Patientenversorgung.

Die Teilnehmer des diesjährigen Golfturniers vor dem Kanonenstart.
Foto Bethesda

25 Helios-Absolventen freuen sich über Examen

Duisburg, 19. September 2017 - Endlich war es soweit: 25 Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums am Helios Klinikum Duisburg durften jetzt ihr wohlverdientes Abschlusszeugnis in Empfang nehmen. Damit beendeten sie ihre dreijährige Lehrzeit in der Pflege. 15 der Absolventen sind jetzt examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, 10 hatten sich auf den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege spezialisiert. Fast alle Nachwuchskräfte bleiben dem Klinikum nun als Mitarbeiter auf den Stationen erhalten.

Um ihren Abschluss zu erreichen, erlernten sie alle während verschiedener Praxiseinsätze Menschen selbstständig und eigenverantwortlich zu pflegen und die Patienten und deren Angehörige professionell zu beraten. In zahlreichen Theoriestunden eigneten sich die Nachwuchskräfte zudem das nötige Fachwissen aus den Bereichen Pflege, Medizin, Naturwissenschaft, Geistes- und Sozialwissenschaft, aber auch Recht, Politik und Wirtschaft an.

Ferdinand Lauderbach, Schulleiter am Bildungszentrum, zeigte sich stolz auf den Erfolg seiner „Schützlinge“. In seiner Rede stellte er mit einem Hinweis auf das 90-jährige Jubiläum der Krankenpflegeschule am Helios Klinikum fest, dass die einzige Konstante in der Krankenpflege wohl die ständige Veränderung sei. „In den 1950er Jahren mussten die Ausbilder mit einem Lineal noch die Saumlänge der Schwesternkleider überprüfen. Mit den männlichen Schülern hat man es zu dieser Zeit leichter: Sie waren so gut wie gar nicht vorhanden. Erst spät entdeckten auch junge Männer den Pflegeberuf für sich.“

Auch Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael gratulierte den Absolventen und Absolventinnen zu ihrem Abschluss und wünschte ihnen anschließend eine ausgelassene Feier.

 

Über ihren Abschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege freuen sich:

Beyza Acar, Natascha Gisela Bierwagen, Sarah Brinks, Nadine Daria Cichon, Stephanie Gonsior, Füsun Karaca, Maximilian Kluth, Mona Krause, Selin Öz, Felina Pohl, Lisa-Katharina Schinzel, Fatma Ümüt, Natalia Weiz, Christina Wiepcke, Julia Wolff

 

In den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege starten:
Laura Caterina Abbrescia, Pia Gierveld, Anika Groß, Maria Isabel Hertrampf, Svenja Hördemann, Natalya Schreiner, Fenja Offermanns, Anna Paulina Otwiaska, Melissa Pauli, Lisa Strehl

 

"Kinder haben ein Recht auf gut betreuten Start ins Leben: Politik muss Hebammenmangel schnellstens bekämpfen!"

Köln/Duisburg, 18. September 2017 - Die Geburtenraten in Deutschland steigen, aber Schwangere finden immer seltener eine Hebamme, denn viele Geburtshelferinnen möchten wegen strapaziöser Schichtdienste mit immer mehr Arbeitsverdichtung und unattraktiver Bezahlung sowie gestiegener Haftpflichtprämien keine Geburten mehr betreuen, sondern bieten nur noch Vorsorge und seltener Wochenbettbetreuung an. Besonders prekär ist die Lage in Großstädten wie Düsseldorf, Hamburg oder Berlin. Darauf wiesen heute in Köln der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hin, und appellierten an die Politik, schnellstens den Hebammenmangel zu bekämpfen.

BVF-Präsident Dr. Christian Albring: "Geburtskliniken, die Schwangere abweisen, Frauen, die sich unter der Geburt zu mehreren eine einzige Hebamme teilen müssen: das geht gar nicht. Mutter und Kind haben das Recht auf eine umfassend und kompetent betreute Geburt. Die Politik muss hier schnellstens Abhilfe schaffen."

Der 2014 eingeführte "Sicherstellungszuschlag" ermöglicht Hebammen, bis zu Dreiviertel der Versicherungsprämie erstattet zu bekommen. Er hat sich in der Praxis jedoch wegen des hohen bürokratischen Aufwands als nicht hilfreich erwiesen, um mehr Hebammen in der Geburtshilfe zu halten. Viele Hebammen scheuen diesen Aufwand und machen nur noch Geburtsvorbereitung und seltener -nachbetreuung. Aber selbst hier herrscht Mangel. Viele Frauen haben Schwierigkeiten, eine solche Betreuung zu finden.

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Vor allem Erstgebärende haben viele Fragen rund um die Pflege und Ernährung ihres Neugeborenen. Krankenhäuser leisten diese Beratung nicht mehr, seitdem sie für Geburten nur noch Fallpauschalen bekommen und die Mütter immer früher nach Hause schicken. Wir brauchen also die Betreuung in Klinik und Wochenbett durch die Hebamme, sie vermitteln den jungen Müttern Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern. Dies wiederum erleichtert Ärzten die Arbeit und erspart dem Gesundheitssystem hohe Folgekosten, denn gut informierte Mütter umsorgen ihre Kinder kompetent und helfen damit, dass sie gesund aufwachsen.

Im April 2014 versprach Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, CDU, sich um das Problem der Hebammen zu kümmern. Tatsächlich ist seitdem Einiges passiert. Es gibt den Sicherstellungszuschlag, Verbesserungen bei der Vergütung und bei der Haftpflichtabsicherung der Hebammen. Diese Verbesserungen haben das Problem der in Klinik und Wochenbettbetreuung fehlenden Hebammen aber nicht nachhaltig gelöst. Parallel dazu wurde bis heute auch keine Lösung für das Haftpflichtversicherungsproblem der geburtshilflich, belegärztlich tätigen Frauenärzte gefunden.

Als Berufsverbände der Kinder- und Jugendärzte und Frauenärzte fordern wir zum Wohl der uns anvertrauten Kinder:

- eine bessere Vergütung für die Arbeit die Hebammen

- einen staatlichen Fonds, wie in Skandinavien, der anstelle der Hebammen und Frauenärzte geschädigte Kinder und Mütter absichert.

- 1:1-Betreuung unter der Geburt, statt Parallelbetreuungen von bis zu drei Frauen unter der Geburt. Gut betreute Gebärende brauchen weniger Schmerzmittel, es treten weniger Komplikationen auf Seiten des Kindes auf und damit auch seltener operative Entbindungen."

UDE/UK Essen: Verbundprojekt startet - Bauchspeicheldrüsenkrebs bekämpfen

Essen/Duisburg, 11. September 2017 - Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Krebserkrankungen. Mit insgesamt 1,3 Millionen Euro fördert die Deutsche Krebshilfe ein neues Verbundprojekt, um zu erforschen wie Therapieresistenzen bei dieser Krebsart verhindert werden können.
Das Projekt startet am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) des Universitätsklinikums Essen und fünf weiteren Standorten. Geleitet wird es von Prof. Jens Siveke, der an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Professur für Translationale Onkologie des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) innehat.

 

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit der höchsten krebsbedingten Sterblichkeit. Besonders das sogenannte duktale Pankreaskarzinom ist kaum behandelbar, weil die Tumorzellen gegen verfügbare Medikamente schnell resistent werden. „Nahezu jeder Patient entwickelt im Verlauf der Behandlung Resistenzen gegenüber einer Chemotherapie oder ist schon zu Beginn der Therapie resistent“, sagt Prof. Jens Siveke.

 

Regulatorische Proteine nutzen 

Der Grund dafür sind hochdynamische Prozesse im Erbgut des Tumors: Chromosomen bestehen aus einem Komplex aus DNA und Proteinen, dem sogenannten Chromatin. Ist die Chromatinstruktur stark kondensiert, hat die zelluläre Maschinerie keinen Zugang zur DNA. In gelockerter Form können dagegen Gene aktiviert werden. Durch Fehlregulationen werden so auch Abschnitte des Genoms freigelegt, die für die Entstehung von Therapieresistenz verantwortlich sind. Regulatorische Proteine, die den Kondensationsgrad und Ort des Chromatins kontrollieren, sind somit auch vielversprechende Zielstrukturen, um Resistenzen gegenüber Krebstherapien zu überwinden.

 

Im Verbundprojekt „Regulatoren von Tumorplastizität als therapeutische Zielstrukturen beim Duktalen Pankreaskarzinom“ identifizieren die Wissenschaftler Mechanismen der Chromatinregulation, die Genorte einer Chemotherapieresistenz kontrollieren. Ziel der Wissenschaftler ist es zudem, bestimmte Regulationswege des Tumors gezielt umzuprogrammieren, damit er für Medikamente und Immuntherapien wieder angreifbar wird.

 

Das Konsortium kombiniert dabei neueste Techniken der Chromatin- und Genomanalyse mit einem gezieltem „Drug-Development“-Ansatz. Die molekularen Ursachen von Resistenzen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs werden sowohl an neu entwickelten in vitro- und in vivo-Modellen, als auch an Tumorproben aus klinischen Studien untersucht.

 

Das Verbundprojekt schließt Wissenschaftler der Universitätskliniken Bochum, Frankfurt, Göttingen, Ulm und Würzburg ein. Es wurde von der Deutschen Krebshilfe im Förderschwerpunkt „Translationale Onkologie“ in einem zweistufigen Auswahlverfahren als eines von vier geförderten Projekten ausgewählt. Der Förderzeitrum beträgt drei Jahre und umfasst 1,3 Millionen Euro.

MDK vergibt Bestnote 1,0 an den Ambulanten Pflegedienst medidoc

Duisburg, 11. September 2017 - Zum wiederholten Mal kann sich die medidoc GmbH, ambulanter Pflegedienst, über eine Top-Bewertung seiner Arbeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) freuen. Im aktuellen Prüfbericht wird dem Pflegedienst wieder in allen Kategorien hervorragende Arbeit bescheinigt.
Zwei Gutachter des Medizinischen Dienstes prüften das Duisburger Unternehmen auf Herz und Nieren. Beurteilt wurden die Bereiche: Pflegerische Leistungen, die ordnungsgemäße Durchführung von ärztlich verordneten Behandlungen, die Organisation des Pflegedienstes sowie die Kundenzufriedenheit. Erstmalig wurde auch der Bereich der Abrechnungen durch den MDK geprüft.
 In allen Punkten ergab die Prüfung die Bestnote 1,0. Damit liegt der ambulante Pflegegdienst medidoc über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Kundenzufriedenheit, die zufallsartig bei mehreren Klientinnen und Klienten vor Ort angefragt wurde, war vorbildlich. Der Pflegezustand war bei allen in die Stichprobe einbezogenen Pflegebedürftigen sehr gut.
„Wir freuen uns sehr über das tolle Ergebnis der Prüfung. Das ist die Bestätigung der fachlich sehr guten Arbeit unseres kompetenten und engagierten Mitarbeiterteams. Besonders freuen wir uns über das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten, die wieder einmal bestätigt haben, wie zufrieden sie mit uns sind. Das Engagement jedes Einzelnen kommt den Menschen vor Ort zu Gute. Auf diesen erfreulichen Resultaten werden wir uns aber nicht ausruhen. Das Wohl der Menschen, die wir pflegen und betreuen liegt uns besonders am Herzen. Sie sollen sich von uns immer bestens versorgt fühlen. Das ist unser Ziel. Daran und dafür arbeiten wir tagtäglich“, sagt Malgorzata Szajkowska, Geschäftsführerin der medidoc GmbH.
Einsehbar ist das Ergebnis unter
http://www.aok-pflegedienstnavigator.de medidoc GmbH, Ambulanter Pflegedienst: Begonnen hat der ambulante Pflegedienst vor zwölf Jahren mit Leistungen zur häuslichen Krankenpflege. Durch die Zusammenarbeit mit dem Palliativnetz Duisburg wurde das Leistungsspektrum um die ambulante Palliativpflege erweitert. Seit 8 Jahren besitzt der Pflegedienst die Zulassung als anerkannter Palliativpflegedienst mit Verträgen mit allen Krankenkassen.
Im Jahr 2010 hat die Geschäftsführung von medidoc die Genossenschaft „Palliativ Care Duisburg e.G.“ für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) mitbegründet. Seit 2011 ist der Pflegedienst medidoc Kooperationspartner dieser Genossenschaft. Alle Mitarbeiter im Palliativbereich verfügen über die Fachweiterbildung und Erfahrungen in der Palliativversorgung. Gemäß des Slogans „mehr als Pflege“ engagiert sich das Team von medidoc auch in anderen Bereichen.
In regelmäßigen Abständen finden Informationsveranstaltungen für Betroffene und Angehörige rund um das Thema Pflege statt. Auch Kochabende für Patientinnen und Patienten und „Letzte Hilfe Kurse“ für Bürgerinnen und Bürger werden regelmäßig organisiert und durchgeführt.

Pflegedienstleiter, Martin Schaier, seine Stellvertreterin Lisa Mundil (l.) und Danica Jordan Qualitätsmangerin (M.) von medidoc freuen sich über die Bestnote nach der MDK-Prüfung.

NRW-Krankenhäuser: Mehr Personal und Patienten im Jahr 2016

Duisburg, 06. September 2017 - In den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern sind sowohl die Zahl der vollstationären Behandlungen als auch die Zahlen des ärztlichen und nichtärztlichen Personals gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, wurden im Jahr 2016 in den NRW-Krankenhäusern gut 4,6 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Das waren 2,0 Prozent mehr als im Jahr 2015 (4,5 Millionen).
Die Beschäftigtenzahl im Pflegedienst stieg 2016 gegenüber dem Vorjahreswert um 1,8 Prozent auf 102 081 Beschäftigte (2015: 100 312). Die Zahl der hauptamtlichen Ärztinnen und Ärzte war mit 41 262 Personen um 3,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor (2015: 39 921).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, ist im Langzeitvergleich die Verweildauer von Patienten in Krankenhäusern um durchschnittlich 2,8 Tage gesunken: 2016 blieben Personen im Schnitt 7,2 Tage im Krankenhaus (2015: 7,3 Tage); im Jahr 2000 hatte die Verweildauer noch bei zehn Tagen gelegen.

Der Bestand an Krankenhäusern ist - auch aufgrund von Fusionen - im Vergleich zum Jahr 2000 um 114 Häuser (-24,7 %) auf 348 gesunken (2015: 352). Die Zahl der Krankenhausbetten sank im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent (IT.NRW)

 

 

Babyboom in neuen Räumen: Sana Kliniken Duisburg bieten Müttern und Neugeborenen neue Räumlichkeiten

Duisburg, 06. September 2017 - Duisburgs geburtenstärkste Klinik stellt jährlich einen neuen Babyrekord auf. In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl der Geburten verdoppelt, im letzten Jahr kamen hier 1.787 Babys zur Welt.

Die Räumlichkeiten sind längst zu knapp geworden. Nachdem im vorletzten Jahr ein zusätzlicher vierter Kreißsaal eröffnet wurde, steht für Mütter und ihre Babys nun auch eine neue Geburtshilfestation bereit. Eine komplett sanierte Station im Haupthaus bietet Müttern und ihren Babys während des Aufenthaltes mehr Komfort in größeren Räumlichkeiten.

Die neue Station bietet ein modernes Ambiente mit hellen und modern gestalteten Zimmern, neu umgebauten Bädern und wesentlich mehr Platz als zuvor. Ein integrierter Wahlleistungsbereich mit einem zusätzlichen großen wohnlichen Familienzimmer lässt keine Wünsche offen. Zukünftig können Mütter mit ihren Babys von Ankunft bis zur Entlassung die Station genießen. Mit der Zielsetzung der kurzen Wege ist auch das Untersuchungszimmer für die Neugeborenen direkt auf der Station zu finden. Ebenso gibt es ein Stillzimmer sowie einen gemütlichen Aufenthaltsraum, in dem täglich ein Frühstücksbuffet angeboten wird.

„Das gesamte Team freut sich, die frisch gebackenen Eltern und ihre Kinder zukünftig in diesem Ambiente versorgen zu können“, so Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt (Foto). Insgesamt 750 Tausend Euro wurden in den Umbau der Geburtshilfestation investiert. „Uns war es wichtig, mit dieser Modernisierung den Wünschen und der hohen Nachfrage unserer Patientinnen entgegenzukommen“, so Geschäftsführer Dr. Stephan Puke. Daher habe man bereits vor dem Klinikneubau dieses Projekt umgesetzt.

 

„Ich hab den ganzen Tag nach Luft geschnappt“

Die Geschichte von Heinz Gerd Fels zeigt, wie winzige Ventile die Lebensqualität von Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankungen nachhaltig verbessern können. 

Duisburg, 06. September 2017 - Die Luftnot beginnt schleichend. Lange Zeit macht sich Heinz Gerd Fels darüber kaum Gedanken. Mit Ende 50 ist das eben so, denkt er. Doch irgendwann fällt ihm der Alltag zunehmend schwerer. Sein Job als Maschinenbauer, die Gartenarbeit, die Treppe nach oben ins Schlafzimmer. Schließlich geht er zum Hausarzt. Die Diagnose nach dem Lungenfunktionstest ist ein Schock: Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD. Eine Krankheit mit schlechter Prognose, bei der die Funktion der Lungenbläschen gestört ist und der Luftaustausch immer schleppender wird. Fels bekommt Medikamente, beginnt eine Reha. Doch sein Zustand wird eher schlechter als besser. Nach ein paar Treppenstufen braucht er 20 Minuten Pause, um wieder zu Atem zu kommen. Seinen Job muss er mit 63 schließlich aufgeben.

„Diese Atemnot hat mich extrem eingeschränkt. Mein Alltag bestand fast nur noch darin, nach Luft zu schnappen“, erinnert sich der heute 68-Jährige. Auch das Herumtollen mit seinen Enkelkindern schafft er nicht mehr. „Da habe ich mich hingesetzt und recherchiert, ob es nicht neue Behandlungsmethoden gibt.“ Schließlich stößt er auf einen Zeitungsbericht über eine schonende Therapie mit sogenannten Lungenventilen und auf Dr. Nikolaus Büchner, Chefarzt der Pneumologie am Helios Klinikum Duisburg. Fels macht sofort einen Termin aus. „Eine meiner besten Entscheidungen“, sagt er heute.

Auch wenn er für die Behandlung rund 150 Kilometer zurücklegen muss. Denn Fels wohnt in einem kleinen Städtchen in Niedersachsen nahe der niederländischen Grenze. Dr. Büchner (Foto links) versucht deshalb, die umfassende Diagnostik möglichst an einem Termin zu machen und nimmt sich viel Zeit. „Durch spezielle Tests können wir das Stadium der Erkrankung ziemlich genau feststellen. Davon hängt dann die weitere Therapie ab. Bei Herrn Fels waren die Aussichten gut, dass die Lungenventile viel bewirken können“, erklärt der erfahrene Pneumologe.

 

Wie aber funktionieren diese Ventile genau? Dazu muss man wissen, wie die Lunge arbeitet: Millionen kleine, weit verzweigte Bläschen, die sogenannten Alveolen, sorgen täglich dafür, dass mit der Atmung einströmender Sauerstoff ins Blut gelangt. Gleichzeitig filtern sie das im Körper verbrauchte Kohlenstoffdioxid heraus. Bei vielen Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen ist dieser Prozess allerdings empfindlich gestört. Ihnen stehen im Laufe der Zeit immer weniger funktionierende Bläschen zur Verfügung.

„Der Druck wird größer, viele Alveolen reißen und verbinden sich zu ausgedehnten Blasen, in denen die Luft quasi ‚hängenbleibt’, sogenannte Emphysemblasen“, so Büchner. So verringert sich die Gesamtfläche der Lunge und es wird weniger Sauerstoff ins Blut abgegeben. Die Ausdauer sinkt rapide. Zur Linderung der Symptome setzen die Mediziner deshalb vermehrt winzige, nur wenige Millimeter große Ventile in bestimmte Bronchienzweige ein. Sie lassen die dort eingeschlossene Luft entweichen und verhindern, dass neue hinein gelangt. Damit wird der erkrankte Bereich vom Luftkreislauf abgeschnitten und der Rest der Lunge ist leistungsfähiger. Mit speziellen Messverfahren – der katheterbasierten Luftstrommessung, bei der die Belüftung der Lunge über ein Bronchoskop getestet wird – bestimmen die Ärzte die genaue Platzierung der Ventile.

„Nicht alle Patienten sind dafür geeignet, vor allem, wenn die Erkrankung schon zu weit fortgeschritten ist. Bei Herrn Fels konnten wir aber noch problemlos welche setzen.“ Heinz Gerd Fels stimmt sofort zu, wenig später folgt der kleine Eingriff. „Schon nach einer halben Stunde war alles vorbei“, erinnert sich der Neuenhauser. „Ich hatte noch ein leichtes Ziehen im Brustkorb, aber ich habe sofort gemerkt, dass mir das Atmen leichter fällt. Ein unfassbares Gefühl.“

Fels bleibt noch ein paar Tage zur Beobachtung in der Klinik, Physiotherapeuten unterstützen ihn bei den ersten längeren Spaziergängen. Nach seiner Rückkehr in die Heimat ist alles anders: „Ich konnte wieder mit meinen Enkeln spielen, die Treppe zügig steigen und meinen Rasen in einem durchmähen. Früher musste ich nach einer Bahn lange Pausen einlegen.“ Für Heinz Gerd Fels haben die Ventile alles verändert. Und noch immer fährt er die 150 Kilometer zu den regelmäßigen Kontrollterminen nach Duisburg. „Dr. Büchner ist der Arzt, dem ich das zu verdanken habe und dem ich vertraue. Deshalb möchte ich auch, dass er mich auf meinem Therapieweg bis zum Ende begleitet.“

Studenten schnuppern Praxisluft - BG Klinikum Duisburg und Steinbeis-Hochschule unterzeichnen Kooperationsvertrag

Duisburg, 04. September 2017 - Das BG Klinikum Duisburg und die Steinbeis-Hochschule Berlin (Standort Essen) werden in Zukunft in den Bereichen Medizin und Pflege intensiv zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung ist vom Vorsitzenden der Geschäftsführung der Klinik Ralf Wenzel, Pflegedirektor Oliver Wittig und Prof. Dr. Herbert Hockauf von der Steinbeis-Hochschule in Duisburg unterzeichnet worden.
„Wir freuen uns sehr, ab jetzt eine direkte Anbindung an eine derart renommierte universitäre Institution zu haben“, sagte Wenzel im Rahmen der Veranstaltung.
Studieren und Alltag einer Unfallklinik erleben Die Kooperation sieht etwa vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BG Klinikums gezielt in Essen studieren und hochqualifizierte Bachelor- und MasterAbschlüsse erwerben können.

„Im Gegenzug werden unsere Studentinnen und Studenten, aber auch die Absolventen, in Duisburg intensiv Praxisluft schnuppern und die Abläufe in einer Unfallklinik – etwa im Bereich Pflege – ausführlich kennenlernen“, beschrieb Hockauf weitere wichtige Bausteine der Kooperation.

Hospitationen und Praktika Geplant seien u.a. Hospitationen und Praktika in medizinischen Abteilungen des BG Klinikums Duisburg wie Rückenmark- und Brandverletzungen. „Ein weiterer Schwerpunkt wird darüber hinaus die Arbeit auf den verschiedenen Intensivstationen unseres Hauses sein“, erklärte Oliver Wittig, der Pflegedirektor der Unfallklinik. Ergänzend dazu würden in Duisburg ab sofort Veranstaltungen für Studierende im Bereich Pflege durchgeführt.

„Ich denke, wir haben damit ein Maßnahmenpaket geschnürt, das für beide Seiten gleichermaßen attraktiv und gewinnbringend ist“, fasste Wenzel die Vorteile der neuen Kooperation zusammen.  

Ralf Wenzel, Vorsitzender der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg, (links, Prof. Dr. Herbert Hockauf vom Steinbeis-Transfer-Institut (Mitte) und Pflegedirektor Oliver Wittig (rechts) bei der Kick-off-Veranstaltung. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

 

Die Leber – Ärztesymposium rund um neueste Diagnostik- und Therapieverfahren

Duisburg, 01. September 2017 - Am kommenden Donnerstag, 7. September, findet das erste Fachsymposium unserer beiden „neuen“ Chefärzte Priv.-Doz. Dr. Daniel Benten und Priv.-Doz. Marco Das statt, die im letzten und dieses Jahr ihren Dienst bei uns aufgenommen haben. Im Fokus der Fachveranstaltung: Neue Therapien bei Lebererkrankungen.

 

Versichertenbefragung 2017: Ärzte im Rheinland punkten mit Kompetenz und Empathie

Düsseldorf/Duisburg, 31. August 2017 - Die niedergelassenen Ärzte im Rheinland genießen weiterhin großes Vertrauen bei ihren Patienten – dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und ihre Auswertung für Nordrhein. 91 Prozent der Befragten aus Nordrhein gaben an, ein „gutes“ bis „sehr gutes“ Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt zu haben und beurteilten auch dessen Fachkompetenz zu 93 Prozent mit „gut“ bis „sehr gut“.
Ebenfalls erfreulich: Die Mediziner in Nordrhein nehmen sich Zeit für Ihre Patienten. Über 70 Prozent der hiesigen Patienten erhielten nach eigener Aussage von ihren Ärzten hilfreiche Erklärungen zur Diagnose und Behandlungstherapie – im Bundessschnitt sind es nur etwas mehr als die Hälfte.

 

„Ich freue mich über die guten Umfrageergebnisse und vor allem darüber, dass die Einschätzung der ärztlichen Arbeit aus Patientensicht wie in den Vorjahren konstant positiv ausfällt“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. „Unsere Mitglieder verdienen sich das in sie gesetzte Vertrauen durch ihre große Sach- und Fachkenntnis und den Einsatz, den sie täglich in ihren Praxen bei der ambulanten Versorgung ihrer Patienten an den Tag legen.“

 

Thema Wartezeiten – nur für wenige Versicherte zu lang

Zu den zentralen Elementen der Versichertenbefragung zählt auch das Thema Wartezeiten. Befragt zu ihrem letzten Arztbesuch antworteten 43 Prozent der nordrheinischen Patienten, den Termin entweder sofort oder nach einer Wartezeit von maximal drei Tagen erhalten zu haben. Bei 25 Prozent betrug die Wartezeit zwischen einer und drei Wochen, 16 Prozent gaben eine Wartezeit von über drei Wochen an. In Summe empfanden nur wenige Befragte (22 Prozent) diese Zeiten als zu lang, die Mehrheit (77 Prozent) zeigte sich zufrieden.

 

Hohe Arztdichte im Rheinland

Im Zusammenhang mit der Terminsuche wurden die Patienten in diesem Jahr auch zur Arztdichte im eigenen Umfeld befragt. Ergebnis: Drei Viertel der Befragten (76 Prozent) gaben an, am Wohnort genügend Hausärzte vorzufinden. Schlechter wird die fachärztliche Versorgung am Wohnort bewertet – diese halten rund 60 Prozent für genügend. Besonders nachgefragt sind im Rheinland nach Aussage der Patienten Termine bei Neurologen und Kardiologen.

 

Gute Bewertungen für Termin-Servicestelle

Um gesetzlich versicherten Patienten bei der Terminsuche zu unterstützen und in medizinisch dringenden Fällen zeitnah eine Facharztbehandlung zu vermitteln, mussten die Kassenärztlichen Vereinigungen auf Wunsch des Gesetzgebers Anfang 2016 die so genannten Termin-Servicestellen einführen. Über anderthalb Jahre nach dem Start des Betriebs bewerten die Befragten die Arbeit der Termin-Servicestelle in Nordrhein besonders positiv: Ihre Bekanntheit unter den Patienten in Nordrhein liegt mit 65 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt (60 Prozent). Patienten, die den Service im Rheinland bereits genutzt haben, sind darüber hinaus überdurchschnittlich zufrieden damit: Fast 70 Prozent gaben an, eine gute bis sehr gute Erfahrung mit dem Service gemacht zu haben (im Bund: 61 Prozent).

 

„Dass die Patienten mit der Arbeit unserer Termin-Servicestelle mehrheitlich zufrieden sind, freut mich, denn der Aufwand, den unsere Mitarbeiterinnen und Dienstleister für den reibungslosen Betrieb leisten, ist erheblich. Gleichwohl halten wir die Servicestelle grundsätzlich nach wie vor für entbehrlich, zumal die Ergebnisse der aktuellen Versichertenbefragung einmal mehr zeigen, dass es kein generelles Problem mit Wartezeiten für gesetzlich versicherte Patienten in unserem Land gibt. Deshalb empfehle ich weiterhin, bei gesundheitlichen Problemen den Weg über den eigenen Hausarzt zu gehen, der dann über eine weitere Facharztbehandlung entscheidet und seine Patienten bei Bedarf bei der Terminvereinbarung mit einem fachärztlichen Kollegen unterstützt“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

 

Für die aktuelle Versichertenbefragung der KBV hat die Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH von Mitte Mai bis Ende Juni 2017 bundesweit in insgesamt 6.105 zufällig ausgewählte Bürger telefonisch befragt – darunter 572 aus dem Bereich Nordrhein. Die Befragungen finden bereits seit zehn Jahren im Jahresrhythmus statt.

 

 

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte.
Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden. Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.