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Neue Therapie bei Lungenkrebs

Duisburg, 22. Januar 2015 - Für Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs gibt es künftig eine neue Behandlungsmethode neben der klassischen Chemotherapie. Weist ihr Tumor eine bestimmte Genmutation auf, kann ein neuer zielgerichteter Wirkstoff eingesetzt werden. Für die betroffenen Patienten bedeutet dies, dass sie im Schnitt ein weiteres Jahr mit dieser Krankheit überleben. Dies konnten u.a. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) in zwei internationalen Studien nachweisen. Die Ergebnisse der Gesamtanalyse wurden jetzt in einem der renommiertesten Fachmagazine für Onkologie, The Lancet Oncology, veröffentlicht.  

Das Lungenkarzinom, im Volksmund Lungenkrebs, ist eine der häufigsten onkologischen Erkrankungen. 55.600 Personen erkrankten 2014 in Deutschland neu daran, verlässlichen Schätzungen zufolge. Das Lungenkarzinom ist bei Frauen die dritthäufigste und bei Männern die zweithäufigste Krebserkrankung.

 

„Bislang wurden die Betroffenen vor allem chemisch therapiert. Künftig können wir sie viel zielgerichteter behandeln. Sogar dann, wenn sich bereits Metastasen in ihrem Körper gebildet haben“, erklärt Prof. Dr. Martin Schuler, Studienleiter in Deutschland und Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung) am UK Essen. Voraussetzung ist, dass sie zu den 12 bis 15 Prozent der Patienten gehören, deren Tumor eine bestimmte Genmutation aufweist: EGFR Exon 19. Betroffene können dann mit dem Wirkstoff Afatinib behandelt werden.

 

Die neue Therapie verbessert die Prognose der Patienten erheblich: Zum ersten Mal konnte nachgewiesen werden, dass die Betroffenen durch die Behandlung mit der zielgerichteten Substanz im Schnitt ein Lebensjahr hinzugewinnen. Prof. Schuler: „Das ist schon sehr beachtlich, denn die Sterblichkeit bei Lungenkrebs ist vergleichsweise hoch: 21 Prozent der betroffenen Frauen und 16 Prozent der Männer leben noch fünf Jahre nach Ausbruch der Krankheit.

 

Basis der Untersuchung bilden die Studien LUX-Lung 3, unter Beteiligung des Westdeutschen Tumorzentrums, und LUX-Lung 6. Untersucht wurde die Wirkung einer Erstlinientherapie mit dem Wirkstoff Afatinib gegenüber der klassischen Chemotherapie. Aufgrund dessen empfehlen die Wissenschaftler, bei klinisch stabilen Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom der Lunge das Ergebnis der EGFR-Mutationsanalyse abzuwarten, die in der Regel nur wenige Tage dauert.

 

Großzügige Spende: Firma Covidien unterstützt Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst Duisburg

Duisburg, 19. Januar 2015 - Insgesamt 8.500 Euro hat das Medizinproduktunternehmen Covidien symbolisch an das Malteser Hospiz St. Raphael übergeben. Damit soll die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes gefördert werden, ein Dienst, den die Malteser seit 2008 anbieten. „Wir möchten mit dieser Spende einerseits die wunderbare Arbeit, die an diesem Hospiz geleistet wird, unterstützen, auf der anderen Seite aber auch die Hospizarbeit im Allgemeinen ein wenig mehr in die Öffentlichkeit rücken“, erklärt Jörg Vollmann, Geschäftsführer der Firma Covidien.
„Als moderne Gesellschaft haben wir in der Regel  die Lebenserhaltung oder –rettung im Blick. Eine würdevolle, palliative Begleitung in dieser schweren Zeit gehört aus unserer Sicht dazu.“ Gemeinsam mit dem Direktor Strategisches Kundenmanagement, Carsten Buchmüller besuchte Jörg Vollmann das Malteser Hospiz St. Raphael und informierte sich über die eindrucksvolle Arbeit im Hospiz. Leiterin Mechthild Schulten bedankte sich während des Gesprächs für die 8.500 Euro: „Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende der Firma Covidien. Wir sind das ganze Jahr über auf Spenden angewiesen. Umso schöner, dass wir schon zu Beginn des Jahres so eine große Summe bekommen.“    

Mechthild Schulten, Leiterin des Malteser Hospizes St. Raphael, freut sich über die großzügige Spende der Firma Covidien. Den Scheck überreichen der Direktor Strategisches Kundenmanagement Carsten Buchmüller und Geschäftsführer Jörg Vollmann.

Veranstaltung zur Hospizkultur und palliativen Versorgung in Duisburg

Hospizkultur und palliativen Versorgung Duisburg, 15. Januar 2015 - In Kooperation mit der Kommunalen Gesundheitskonferenz lädt die Konferenz „Alter und Pflege“ am Mittwoch, 4. Februar, von 14 bis 16 Uhr in das Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ auf der Schwanenstraße 5-7 in Duisburg-Mitte zur Infpormationsveranstaltung „Gemeinsam auf dem Weg? – Hospizkultur und palliative Versorgung in Duisburg“ ein.  
Hierzu wird es Podiumsgespräche und Diskussionen unter anderem mit Pflegediensten und Pflegeheimen, Hospiz und Hospizbewegungen, Anbieter palliativer Versorgung, der Kommunalen Gesundheitskonferenz und der Konferenz „Alter und Pflege“, der Stadt Duisburg und dem Seniorenbeirat geben. Als Impuls werden Kolleginnen aus Essen vom dort tätigen Palliativ-Netzwerk über ihre Erfahrungen berichten.   In Duisburg gibt es bereits ein breites Angebot zur Hospiz- und Palliativversorgung für schwerstkranke und sterbende Menschen. Auch die Duisburger Pflegeheime sind wichtige Akteure in der Versorgung pflegebedürftiger und sterbender Menschen. Um die Versorgung dieser –teilweise auch dementen – Menschen sowohl im häuslichen als auch im stationären Bereich zu verbessern, bedarf es einer weiteren Vernetzung aller Akteure auf örtlicher Ebene, damit die palliative Kompetenz in den Pflegeheimen und im häuslichen Bereich weiter gestärkt wird.  
Diese Vernetzung ist auch für eine Weiterentwicklung quartiersnaher Strukturen erforderlich, damit die Menschen leben und sterben können, wo sie sich zu Hause fühlen. Unnötige Krankenhauseinweisungen am Lebensende könnten beispielsweise durch eindeutige und einheitliche Regelungen, verbindliche Absprachen und Vernetzungen im ambulanten oder stationären Bereich in Notfallsituationen deutlich reduziert werden. Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland ist in diesem Zusammenhang als Handlungsrichtlinie ebenso zielführend wie die Handlungsempfehlungen „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in NRW“.  
Anmeldungen sind bis zum 30. Januar an Andrea Sagenschneider, 0203/283-2720, a.sagenschneider@stadt-duisburg.de, zu richten.    

UDE/UKE: Neue Strategie bei infektiöser Endokarditis Frühzeitige Operation rettet Leben  
Medikamente allein reichen nicht: Patienten mit entzündeter Herzinnenhaut (infektiösen Endokarditis) haben höhere Überlebensaussichten, wenn sie früh operiert werden. Das ist das Ergebnis einer weltweiten internationalen Forschergruppe (International Collaboration on Endocarditis (ICE)). Sie basiert auf einer großen prospektiven Untersuchung (Prospective Cohort Study-PCS), die auch mit Unterstützung der Universität Duisburg-Essen (UDE) ins Leben gerufen wurde. Eine Zusammenfassung der Studie wurde jetzt im renommierten Fachmagazin Circulation veröffentlicht.
Prof. Raimund Erbel verfasste dazu ein Editorial. Der Herzspezialist an der Medizinischen Fakultät der UDE ist Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Essen (UK Essen).  Meist sind Bakterien die Verursacher der selten vorkommenden Entzündung der Herzinnenhaut. Grundsätzlich kann aber jeder Mensch daran erkranken, und ohne Therapie verläuft sie meist tödlich. Welche Behandlung am aussichtsreichsten ist, untersuchte die Forschergruppe vier Jahre lang von 2008 bis 2012 anhand von Klinikdaten aus 29 Zentren in 16 Ländern.
Ausgangspunkt war die Frage, warum sich der Krankheitsverlauf von Endokarditis-Patienten trotz modernster Diagnostik  nicht verbessern lässt. Über bildgebende Verfahren lassen sich schon geringste Ablagerungen an den Herzklappen aufzeigen, und zwar noch bevor die Klappe zerstört ist Die Symptome der entzündlichen Endokarditis sind meist unspezifisch, deshalb wird sie häufig erst spät erkannt. Wer über längere Zeit mit schwer zu lokalisierenden Entzündungen im Körper zu tun hat, sollte immer auch an das Herz denken. Wird die Entzündung diagnostiziert, verschreiben viele Ärzte zunächst nur Antibiotika, statt weiter nach der Ursache zu forschen.  
Prof. Erbel: „Die  Studie belegt, dass leider ein Viertel der Patienten, die eine klare Indikation zur OP hatten, ausschließlich medikamentös behandelt wurden. Wenn früh operiert wurde, verstarben innerhalb des Krankenhausaufenthaltes weniger als 15 Prozent der Patienten, bei den Nichtoperierten lag der Wert dagegen bei 26 Prozent. Den Zeitraum von sechs Monaten nach der OP überlebten mehr als 80 Prozent der früh Operierten, während 31,4 Prozent der Nichtoperierten nicht überlebten.“  

Mehr Hausärzte im Duisburger Süden durch lokale Weiterbildung

Duisburg, 15. Januar 2015 - Das Malteser Krankenhaus St. Anna hat in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Hausärzten und unterstützt durch die Ärztekammer Nordrhein den Hausärztlichen Weiterbildungsverband Duisburg-Süd gegründet. Dieser ermöglicht Ärzten eine fünfjährige Weiterbildung zum niedergelassenen Hausarzt. Duisburg. „Duisburg ist mit Hausärzten noch gut versorgt, aber das kann sich in Zukunft ändern“, berichtet die Ärztliche Geschäftsführerin der Ärztekammer Nordrhein, Professor Dr. Susanne Schwalen anlässlich der Gründung des Hausärztlichen Weiterbildungsverbandes Duisburg-Süd.
Auch in Duisburg ist in den kommenden Jahren ein erheblicher Rückgang von niedergelassenen Allgemeinmedizinern zu erwarten. Bundesweit sind etwa 20 Prozent der niedergelassenen Hausärzte über 60 Jahre alt. Alleine im Bezirk Nordrhein müssten jährlich rund 200 neue Ärztinnen und Ärzte nachrücken, um diese Lücke zu schließen. „Mit der Gründung des Weiterbildungsverbundes Duisburg-Süd verstärken wir den Kampf gegen den Hausärztemangel“, so Schwalen weiter.
Der Ärztliche Direktor des Malteser Krankenhauses St. Anna, Dr. Rainer Sadra ergänzt: „Das Modell entspricht dem Zeitgeist. Es erhöht die Attraktivität für junge Ärztinnen und Ärzte die Facharztweiterbildung zum Allgemeinmediziner zu durchlaufen.“ Gleichzeitig wird durch den Verbund der Standortvorteil im Duisburger Süden weiter gestärkt. Innerhalb der insgesamt fünfjährigen Facharztweiterbildung absolvieren die Kandidaten in der Regel drei Jahre am Malteser-Krankenhaus St. Anna und zwei Jahre bei niedergelassenen Hausärzten. So lernen die Ärzte die Anforderungen und jeweiligen Strukturen kennen, ohne sich neu zu bewerben oder den Wohnort wechseln zu müssen.
„Wir sichern jungen, interessierten Ärztinnen und Ärzten zu, dass wir entsprechende Stellen im Krankenhaus zusätzlich zu den bestehenden Weiterbildungsstellen schaffen werden“, verspricht Chefarzt Dr. Holger Lauschke vom Malteser Krankenhaus St. Anna.  


V.l.n.r.: Dr. Rainer Sadra, Ärztlicher Direktor des Malteser Krankenhauses St. Anna, Privat Dozent Dr. Holger Lauschke vom Malteser Krankenhaus, Professor Dr. Susanne Schwalen, Ärztliche Geschäftsführerin der Ärztekammer Nordrhein, Dr. Michael Gummersbach, niedergelassener Hausarzt und Ansprechpartner des Verbundes sowie Karl-Dieter Menzel, Leiter der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein.
 

Seminar für stotternde Jugendliche
Freie Termine für Krebsberatung

Seminar für stotternde Jugendliche  
Die Studierenden der Schule für Logopädie bieten ein Seminar zum Umgang und Abbau von Sprechängsten an. Stottern ist eine anstrengende Angelegenheit und wer davon betroffen ist, möchte meist nicht, dass der Gesprächspartner die Anstrengung beim Sprechen oder den missglückten Lösungsversuch mitbekommt. Häufig werden viele Strategien erprobt, um dem anscheinend unvermeidlichen Stottern zu entgehen oder besser noch, es gar nicht erst aufkommen zu lassen. Hat sich das Stottern doch wieder durchgesetzt, ärgert der Sprecher sich und hat das Gefühl, es wieder nicht geschafft zu haben.  
Aus diesem Grund bietet die Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna ab dem 10.Februar 2015 um 16.00 Uhr ein Intensivseminar zum Umgang und Abbau von Sprechängsten für stotternde Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren an. Das Seminar findet bis zum 05. März jeweils dienstags und donnerstags von 16.00 – 17.30 Uhr statt.
Die Teilnehmer können Ängste, Sorgen und Befürchtungen beim Sprechen erkunden und verändern. Vorab ist ein Einzeltermin zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Erfassung der Fragen und Seminarwünsche notwendig. Da dieses Seminar auch Ausbildungsbestandteil ist, entfallen keine Seminargebühren. Anmeldungen sind unter Telefon 0203 – 7551355 ab sofort möglich.


Freie Termine für Krebsberatung  
 
Duisburg, 14. Januar 2015 - Für die psychoonkologische Beratung mit Dr. Gisela Kremer am Dienstag, 20. Januar, im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ (roter kleiner Raum) auf der Schwanenstraße 5-7 in Duisburg-Mitte sind noch Termine frei.   Damit keine Wartezeiten entstehen und Fragewünsche gleich an kompetente Gesprächspartner weitergegeben werden können, wird um telefonische Anmeldung in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter 0203/283-3938 gebeten.

 

Ernährungsberatung für Eltern von Babys bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres  

Duisburg, 12. Januar 2015 - Das Gesundheitsamt der Stadt Duisburg bietet kostenlos Ernährungsberatungen für Eltern von Babys bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres an. Diese werden von einer Stillberaterin durchgeführt. Ziel dieser Beratungen ist es, über die Ernährung der Säuglinge im ersten Lebensjahr zu informieren, beispielsweise bei Befindlichkeitsstörungen des Säuglings wie Blähungen, Koliken, vermehrtem Spucken, Unruhezuständen und erschwertem Zahndurchbruch. Außerdem gibt es Tipps zur Säuglingsernährung, Pflege und zum Stillen.  
Das Angebot ersetzt nicht die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt, sondern stellt eine zusätzliche gesundheitsfördernde Maßnahme dar und ermöglicht es, Fragen zu stellen, für die im Routinealltag einer Kinderarztpraxis manchmal zu wenig Zeit bleibt.  
In der Praxis für Ernährungsoptimierung und Lebensstilmanagement Intakt im Ärztezentrum der Kliniken Wedau (Zu den Rehwiesen 5, 47055 Duisburg) finden die Beratungen jeden 1. Donnerstag im Monat in der Zeit von 15 bis 16 Uhr statt.   In der Praxis HEBAMMEN MITTENDRIN (Düsseldorfer Straße 128, 47051 Duisburg) werden die Beratungen jeden 1. Mittwoch im Monat in der Zeit von 16 bis 17 Uhr angeboten.  
Nach einer telefonischen Terminabsprache unter 0203/5708550 kann man sich bei der Ambulanten Kinderkrankenpflege AKiD (Am Inzerfeld 75, 47167 Duisburg) informieren. Weitere Informationen gibt es unter www.gesundheitskonferenz-duisburg.de.

 

Babyrekord im Klinikum Duisburg – Mehr als 1.500 Babys in 2014

Duisburg, 8. Januar 2015 - Über ein echtes Rekordjahr freuen sich Prof. Dr. Markus Schmidt, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und sein Team. Insgesamt 1.433 Mal begleiteten Hebammen und Ärzte im Klinikum Duisburg werdende Eltern bei dem emotionalen Erlebnis der Geburt. So erblickten bis zum 31. Dezember 1.506 Babys im Klinikum Duisburg das Licht der Welt. Das sind 125 Kinder mehr als im Jahr zuvor. Mit 140 Zwillingsbabys und einer Drillingsgeburt wurde das Rekordergebnis des Vorjahres für Mehrlingsgeburten erreicht.

„Jede Geburt ist auch für uns ein besonderer Moment und wir freuen uns gemeinsam mit den Eltern über die Babys“, so Prof. Schmidt. „Dass wir in 2014 dabei auch noch die höchste Geburtenzahl in der Geschichte des Klinikum Duisburg erreichen konnten, erfüllt uns mit besonderem Stolz für das entgegengebrachte Vertrauen und bestätigt unser Engagement.“ Die Geburt müsse dabei das Natürlichste der Welt bleiben, erklärt Prof. Schmidt. Wie wichtig dabei die ganz persönliche Zuwendung für die werdenden Eltern sei, zeigt die TV-Dokumentation Babys – Kleines Wunder, großes Glück, bei der 21 Eltern mit einer Kamera auf ihrem Weg ins Familienglück begleitet wurden.  

Eine Verbindung von harmonischer Geburt bei einer maximalen Sicherheit stehe heute für viele Eltern bei der Auswahl ihrer Geburtsklinik im Vordergrund. „Und dies bieten wir mit unserem Perinatalzentrum, der Verbindung von Geburtshilfe und Kinderklinik“, erklärt der Chefarzt. Dass von den insgesamt 3.811 Geburten in Duisburger Kliniken 1.433 im Klinikum Duisburg erfolgten, bestärke die Bedeutung dieser Zentren bei einer Geburt.
Die Kinderklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Rosenbaum, versorgt jährlich zirka 350 Frühgeborene, davon brachten im letzten Jahr 76 Babys bei ihrer Geburt weniger als 1.500 Gramm auf die Waage. Das Perinatalzentrum des Klinikum Duisburg verfügt über den höchsten Versorgungslevel und ist eines der führenden Zentren in NRW.  
Als Berater und Begleiter werdender Eltern von der Schwangerschaft bis über den Zeitpunkt der Geburt hinaus, so sieht Markus Schmidt die Aufgabe des Teams aus der Geburtshilfe und Kindermedizin. Dabei stehen die enge Kooperation mit niedergelassenen Frauenärzten und das Angebot eines Rundum-Versorgungspaketes während des Klinikaufenthaltes im Mittelpunkt des Engagements für die Familien.  


Mia und Mama Simone Barczewski und Max mit Jasmin Barnekow waren 2014 TV-Stars–Hebamme Carina Krüger und Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt freuen sich mit den stolzen Müttern - Foto Klinikum Duisburg

BGU Duisburg wurde als „Endoprothetikzentrum (EPZ)“ zertifiziert

Duisburg, 8. Januar 2015 - Nach einem zweitägigen anspruchsvollen Prüfverfahren Ende September hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie heute die Sektion Endoprothetik und Alterstraumatologie an der BGU Duisburg zertifiziert. Damit zeichnet die EndoCert-Initiative die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung von Patienten mit künstlichem Gelenkersatz (Endoprothesen) an der BGU Duisburg aus.
„Die Zertifizierung bestätigt nun auch unter strengen objektiven Gesichtspunkten die hohe medizinische Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten, die häufig mit besonders schwierigen gesundheitlichen Vorbedingungen zu uns kommen“, erklärt Prof. Dr. Dieter Rixen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der BGU Duisburg. Seit 36 Jahren engagiert sich Dr. Peter-Michael Hax, Leiter der Sektion Endoprothetik und Alterstraumatologie, hier u. a. für Patienten mit künstlichem Gelenkersatz, von denen er jährlich etwa 200 operiert.
„Zunehmende Bedeutung hat die Endoprothetik in der Versorgung von Verletzungen bzw. deren Spätfolgen bei älteren Patienten. Aber auch jüngere Patienten leiden an Gelenkverschleiß. Ursachen können z. B. zurückliegende Gelenkverletzungen  oder Überbeanspruchung durch sportliche Aktivitäten sein. „Patienten mit komplexen Gelenkschäden nach Frakturen oder Bandverletzungen, mit irreparablen gelenknahen Knochendefekten oder nach beruhigten Gelenkinfekten durch den Einsatz künstlicher Gelenke ein Stück Lebensqualität zurückzugeben, ist eine unserer anspruchsvollsten Aufgaben“, berichtet der Stellvertretende Chefarzt und Stellvertretende Ärztliche Direktor.

Vorbei sind die Zeiten der Versteifungsoperationen, zu denen es in früheren Jahren in vielen Fällen keinerlei medizinische Alternative gab. „Bei stetiger Verbesserung der Verankerungstechniken, der Werkstoffe und der Versorgungsmöglichkeiten kommt der Gelenkersatz heute auch für jüngere Patienten in Betracht – oft eine Voraussetzung, um überhaupt weiter erwerbstätig sein zu können“, erläutert Dr. Hax.
Zu optimalen Ergebnissen führen heute maßgeschneiderte Lösungen, sowohl bezogen auf die Operationstechniken als auch bei der Auswahl geeigneter Implantate. Jeder Mensch ist anders gebaut: Erweisen sich die Standardimplantate als nicht geeignet, kommen Sondergrößen oder, bei nachgewiesener Metallallergie, allergenfreie Endoprothesen zum Einsatz. „Das vor noch nicht allzu langer Zeit diskutierte Thema ‚Frauenknie‘ sehe ich als eine Modeerscheinung“, so Dr. Hax. „Heute geht es um die individuelle Passgenauigkeit von Gelenkersatz, unabhängig davon, ob wir es mit Patientinnen oder Patienten zu tun haben. Erreicht wird dieses Ergebnis unter anderem durch die Herstellung von patientenindividuellen Schnittblöcken oder sogar patientenindividuellen Implantaten anhand bildgebender Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).“
Auch das Anwendungsspektrum künstlicher Gelenke hat sich erweitert: Neben den seit Jahrzehnten bewährten Hüft-, Knie- und Schultergelenken stehen heute auch Endoprothesen für Ellenbogen- und Sprunggelenke zur Verfügung.  Der medizinische Erfolg hat viele Väter und Mütter: Die BGU Duisburg setzt auch im Bereich der Endoprothetik und Alterstraumatologie hausintern auf die bewährte Vernetzung mit anderen medizinischen Disziplinen, wie z. B. den Fachärzten im Bereich der septischen Chirurgie, der Klinik für Schmerzmedizin oder dem nach neuestem medizinischen Standard arbeitenden Stab an Physiotherapeuten und Mitarbeitern weiterer Heilberufe.
Bundesweit werden an allen Kliniken rund 400.000 künstliche Gelenke pro Jahr implantiert. Seit Ende 2010 werden sie im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) erfasst, um das Wissen über etwaige Mängel einzelner Produkte oder zur Optimierung von Operationsverfahren schnell zum Wohle der Patienten in der Fachwelt bekannt zu machen. Das EPRD geht zurück auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC).

 

Infoabende mit Kreißsaalführung am St. Anna

Duisburg, 8. Januar 2015 - Auch in diesem Jahr haben werdende Eltern am ersten und dritten Donnerstag im Monat die Gelegenheit, die Entbindungsräume und die Wochenstation im Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen kennenzulernen. Der erste Infoabend des Jahres 2015 findet am 15. Januar um 18.00 Uhr statt.

Der Infoabend beginnt mit einem Einführungsvortrag über das ganzheitliche Verständnis der Geburtshilfe am Malteser Krankenhaus St. Anna. Nach dem Vortrag können die werdenden Eltern den Kreißsaal mit Geburtswanne, das ROMA-Geburtsrad, die umfangreiche Entbindungslandschaft und die Wochenstation mit den wohnlichen Zimmern besichtigen.
Zu den weiteren Angeboten zählt die
Stillambulanz, in der auch eine moderne Softlasertherapie angeboten wird. Während und nach dem Rundgang steht das Geburtshilfe-Team für Fragen zur Verfügung. Auch außerhalb der genannten Termine ist eine persönliche Besichtigung des Kreißsaals möglich, individuelle Terminvereinbarung unter Tel. 0203 755-1254.
 
 

 

Protokoll eines humanitären Einsatzes - BGU in Myanmar

Ein Erlebnisbericht von Prof. Dr. med.  H.-H. Homann und Dr. med. Frauke Deneken.

Duisburg, 17. Dezember 2014 - Wie in jedem Jahr fahren wir mit der Organisation INTERPLAST nach Myanmar, um vor Ort plastisch-chirurgische Operationen durchzuführen. Ziel, wie in den letzten beiden Jahren, das kleine Krankenhaus im Irrawaddy-Delta, welches mit finanzieller und auch technischer Unterstützung der Deutschen Bundesregierung  von Knorr-Bremse  Global Care München gespendet wurde und von der Amara Foundation und INTERPLAST Deutschland unterstützt wird.

Nach dem fürchterlichen Zyklon Nargis, der im Mai 2008 vor allem in der Delta-Region wütete, dort über 140.000 Menschen das Leben kostete, 330.000 verletzte und Hundertausenden Menschen  jegliche Existenzgrundlage raubte, ist in dieser Region humanitäre Hilfe dringend erforderlich. Das vierköpfige Operationsteam bestehend aus einer Kölner Anästhesistin, zwei plastischen Chirurgen der BGU-Duisburg sowie einem weiteren Plastischen Chirurgen aus München trifft sich in der burmesischen Hauptstadt Yangon um in das etwa 100 Kilometer entfernte Dorf am Ende des Flussdeltas des größten burmesischen Flusses des Irrawaddy zu fahren.

Das Kloster des Nachbarortes gewährt uns wie jedes Jahr die Unterkunft in einem Gemeinschaftsraum, das Krankenhaus liegt etwa 20 Minuten vom Kloster entfernt. Hier hat der einzige Arzt des Krankenhauses Dr. Aung die Organisation vor Ort und das „Sammeln“ der Patienten übernommen. Diese kommen aus allen Regionen des Flussdeltas und haben zum Teil mehrtägige Reisen hinter sich, da es in der gesamten Region nur dieses permanent ärztlich besetzte Krankenhaus gibt.

Nach Screening der Patienten richten wir den OP ein. Jegliches  für  die Operationen, Narkosen und anschließende Weiterbehandlung erforderliche Equipment haben wir mitgebracht. Das vor 4 Jahren gebaute  Krankenhaus zeigt sich mittlerweile in der Region gut angenommen und rege besucht, die Ausstattung der Stationen mit 10 bis 20 Patienten pro Raum ist äußerst rudimentär. Die Patienten liegen auf Holzbänken, die körperliche Pflege und die  Essensversorgung wird von den Angehörigen übernommen.


Wir können an den 5 von der burmesischen Regierung genehmigten Operationstagen 40 Operationen, vor allem bei Kindern, vornehmen. Schwerpunktmäßig handelt es sich hierbei um Lippenspalten, narbige Kontrakturen nach Verbrennungen, Fehlbildungen an den Händen und Tumore. Motiviert unterstützt werden wir von  burmesischen Krankenschwestern und dem in der Klinik ansässigen Arzt, dem wir am Ende des Einsatzes einen Teil unserer Instrumente zur weiteren Verfügung überlassen.


Die Dankbarkeit unserer burmesischen Patienten, die in ihrem friedlichen Buddhismus ihre Krankheiten und täglichen Sorgen mit Geduld ertragen, ist ein unbezahlbarer Lohn für die Anstrengung, die ein solcher Einsatz mit sich bringt. Obschon wir nur einen Teil der uns anvertrauten Patienten in der kurzen Zeit operieren konnten, so konnten wir doch für diese Menschen das Leben ein wenig lebenswerter machen.
Die BGU Duisburg unterstützt unsere humanitären Einsätze und wir konnten die Kosten für unseren Einsatz so gering halten, dass der Verein Interplast e.V. pro Operation nur etwa 125 € ausgeben musste.  
Auch im nächsten Jahr ist wieder geplant, dass Teams der BGU Duisburg kostenfreie Operationen in Burma, aber auch in anderen Ländern durchführen. Voraussetzung ist aber, dass die dortigen Regierungen die entsprechenden Genehmigungen erteilen.

 

Wünsche-Apfel im Bethesda Krankenhaus
Palliative Care Duisburg spendet insgesamt 20.000 Euro

Duisburg, 17. Dezember 2014 - Nicht wenige Menschen merken, dass nicht die Erfüllung materieller Wünsche das Ziel und der Sinn dieses heiligen Festes ist. Weihnachten ist eben die Zeit der großen und kleinen Herzenswünsche und viele Wünsche sind dabei nicht käuflich. Besonders im Krankenhaus bei einer Erkrankung sind es oft die vergessenen, selbstverständlichen Tatsachen des Lebens, die dann zu einer großen Herzensangelegenheit werden.  
An diese Herzenswünsche und -angelegenheiten denkt die „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ seit der Aktion „Still-Leben Ruhrschnellweg“ im Jahre 2010. Viele der damaligen Besucher des Standes auf der A40 bestückten den ersten „Wünsche-Apfel“ der Stadt Duisburg mit vielen unterschiedlichen Wünschen und Bitten in Form von kleinen grünen Schnipseln. „Wir stellten eine Leinwand auf mit einem vorgezeichnetem Apfel, der die Wünsche der vorbeilaufenden Menschen aufnehmen sollte. Und sie kamen. Mit wahrer Begeisterung hofften sie, dass die geschriebenen Wünsche in Erfüllung gehen sollten“, erzählt Christa Kalk von der Frauenselbsthilfe.  
Der Apfel wanderte seither von einer Duisburger Institution zur Nächsten. Das Wünsche-Kunstwerk war nicht nur im Duisburger Rathaus sondern auch in mehreren Krankenhäusern Duisburgs zu bewundern. Die „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ aus dem Landesverband Nordrhein – Westfahlen e.V. hat jetzt den „Wünsche-Apfel“ an die Frauenkliniken im Bethesda Krankenhaus übergeben. Er schmückt nun die Etage der Frauenkliniken und hat damit seinen letzten Bestimmungsort gefunden. Hier können sich ab sofort Patientinnen, Besucher und Interessierte die zahlreichen Wünsche durchlesen, ergänzen oder einfach beim Verweilen neue Hoffnung schöpfen.
 „Das Team der Frauenkliniken und das Bethesda Krankenhaus sind sehr stolz darauf, dass der Apfel zu uns wollte und er hat einen würdigen Platz gefunden“, sagt Dr. Hans-Joachim Muhs, Chefarzt der Frauenklinik I. „Um die Apfel-Leinwand herum wird noch weiterer Platz geschaffen, damit noch mehr Wünsche aufgeschrieben werden können, so dass manchmal Patientinnen die an einer gynäkologischen oder senologischen Krebserkrankung leiden, Kraft tanken können und mit anderen Betroffenen ins Gespräch kommen.“
 

 Christa Kalk (Mitte) überreichte den „Wünsche-Apfel“ an Dr. Hans-Joachim Muhs und seiner Kollegin Dr. Sabine König. Bild: BETHESDA

 

Lebensqualität des Kranken auf allen Ebenen zu verbessern

Duisburg, 15. Dezember 2014 - Weihnachten ist für viele Menschen das Fest der Liebe, der Gemeinschaft und Freude. Gedanken an Krankheit, Tod oder Trauer werden in dieser Zeit häufig ausgeblendet. Doch auch bzw. besonders in dieser Zeit des Jahres begleiten spezialisierte Ärzte, Krankenpflegepersonal, ehrenamtliche Hospizbegleiter und andere Berufsgruppen multidisziplinär und koordiniert in einem Team schwerkranke Menschen.
Verschiedene Duisburger Gesundheitsinstitutionen haben sich 2009 zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen, um die Versorgung von Menschen mit unheilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung zu verbessern. Diese Genossenschaft, das „Palliative Care Team Duisburg“ stellt die Versorgung der sterbenden Menschen an 365 Tagen rund um die Uhr in ihrem häuslichen Umfeld oder im Pflegeheim sicher und ist mittlerweile einer der größten ambulanten Palliativversorger in der Bundesrepublik. Alleine im Jahr 2014 wurden über 450 Menschen begleitet.
„Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Lebensqualität des Kranken auf allen Ebenen zu verbessern. Handlungsleitend sind hierbei die Wünsche des Patienten. Familie und andere Nahestehende werden mit einbezogen, unterstützt und bis über den Tod des Patienten hinaus begleitet. Dies geschieht ohne Konkurrenzdenken unter den verschiedenen Einrichtungen, um eine bestmögliche Begleitung zu garantieren“, erläutert Michael Huhn-Gathmann, Vorstand der Palliative Care Duisburg eG.
„Diese vorbildliche Zusammenarbeit wollen wir in diesem Jahr mit einer Spende und einem Dank für das herausragende Engagement würdigen. Jede Einrichtung erhält deshalb 4.000 Euro von uns.“ Bei der Übergabe der Schecks freuten sich alle Empfänger über die großzügige Spende. In angenehmer Atmosphäre tauschten sich die Anwesenden über das vergangene Jahr aus. 

Die fünf Institutionen (Hospizbewegung Hamborn, ambulanter Hospizdienst Huckingen, Kinder- und Jugendhospiz Huckingen, Palliativ-Netzwerk-Duisburg und das Hospiz Bethesda) erhielten je 4.000 Euro für ihre herausragende Arbeit im Jahr 2014. Foto: Jessica Reinartz (Bethesda)  

Grüne Damen und Herren feiern Weihnachtsfeier  

Duisburg, 15. Dezember 2014 - Ihr Einsatz ist heute aus dem Krankenhaus gar nicht mehr wegzudenken: Seit über 30 Jahren bietet die Ökumenische Krankenhaushilfe (ÖKH) ihren Dienst im Klinikum Duisburg an. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der ÖKH haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Patienten ein wenig Abwechslung in den Klinikalltag zu bringen und ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern.   
Gerade im Krankenhaus gehen den Patienten manchmal Dinge im Kopf herum, die ihnen Sorge bereiten. Die Sorge um pflegebedürftige Angehörige zu Hause, Ängste, auf Dauer anderen zur Last zu fallen, Eheprobleme oder die Nöte der Einsamen, die niemals Besuch bekommen – vielfach haben Patienten im Krankenhaus keinen Ansprechpartner. Neben dem Bedürfnis, sich einem Menschen mitzuteilen, haben die Patienten auch ganz konkrete Wünsche: Telefon anmelden, Gebühren einzahlen, Zeitungen besorgen, kleine Einkäufe machen, Briefe schreiben und vieles mehr.  
Genau hier bieten die Mitarbeiter der ÖKH in ihrer unverkennbaren hellgrünen Kleidung ihre persönliche Hilfe an: durch Besuche, Gespräche, und durch die Übernahme kleiner Dienste, die außerhalb des medizinischen und pflegerischen Bereichs liegen. Die ÖKH-Mitarbeiter – besser bekannt als „Grüne Damen und Herren“ – gehen einfühlsam auf Nöte und Sorgen von Kranken ein und nehmen sich Zeit zum Zuhören. Und den „grünen" Ehrenamtlichen, die übrigens alle der Schweigepflicht unterliegen, vertrauen sich die Patienten dankbar an.    
Neben den Gesprächen und den praktische Hilfen, mit denen die Helferinnen und Helfer den Patienten die Zeit im Krankenhaus erleichtern, sorgen sie zum Beispiel auch für ein reichhaltiges Angebot an Lesestoff. Sie empfehlen und verleihen Bücher und bringen diese direkt zu den Patienten. Darüber hinaus versorgen die Ehrenamtlichen hilfsbedürftige Patienten im Notfall mit Kleidung, und am Samstagabend begleiten zwei Gottesdienstgruppen gehbehinderte oder bettlägerige Patienten zum Gottesdienst. Dabei kommt es zu einer Vielzahl von Kontakten, und so entstehen auch hier viele helfende Gespräche.  
Jährliche Weihnachtsfeier Als kleines Dankeschön für dieses ehrenamtliche Engagement organisiert die Geschäftsführung im Klinikum Duisburg jährlich eine festliche Weihnachtsfeier. Das Programm gestaltet das KH-Team selbst: Bei einem netten Beisammensein werden anregende Texte und Geschichten vorgetragen und bei Live-Musik Weihnachtslieder gesungen. Den langjährigen Grünen Damen und Herren werden Urkunden überreicht für ihren 10-, 15-, 20-, 25- oder 30-jährige Tätigkeit im Dienste der Patienten. Zudem lädt die Geschäftsführung das gesamte Team zum gemeinsamen Besuch einer Kulturveranstaltung ein.            
Helfende Hände gesucht
Die Grünen Damen und Herren im Klinikum Duisburg freuen sich über interessierte und engagierte Menschen, die ihre Aufmerksamkeit und Zeit kranken und genesenden Patienten im Klinikum Duisburg schenken möchten. Die neuen Mitglieder im Besuchsdienst treffen auf Frauen und Männer unterschiedlichsten Alters, die durch das Interesse an anderen Menschen und den Wunsch, hilfreich tätig zu werden, miteinander verbunden sind. Jedes neue Mitglied wird in einer ausführlichen Einführung auf diese ehrenamtliche Aufgabe im Krankenhaus vorbereitet.  
Ein kontinuierliches Fortbildungsangebot durch die Seelsorge bietet eine professionelle Begleitung der Grünen Damen und Herren für die Ausführung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Der Zeitaufwand für den Patienten-Besuchsdienst im Klinikum Duisburg umfasst einen Vormittag in der Woche von 9 bis 12 Uhr. Interessenten können sich unter der Telefonnummer (02 03) 7 33-0 melden.


Fit ins neue Jahr - Elternschule am Bethesda Krankenhaus

Duisburg, 10. Dezember 2014 - Um fit in die Weihnachtszeit und ins nächste Jahr zu starten, bietet die Elternschule am Bethesda Krankenhaus viele Kurse zur körperlichen Fitness in der Schwangerschaft an. In freien Kursen ohne Anmeldung, können sich werdende Mütter auf die Geburt im Wasser und an Land vorbereiten. Alle Kurse und Veranstaltungen werden von Mitarbeitern aus dem Kreißsaal und der Wochenbettstation betreut.
Die Kurse finden unter praxisorientierter und erfahrener Leitung statt und so kann schon vor der Geburt ein Vertrauensverhältnis zu den Betreuerinnen aufgebaut werden. Mutter, Vater und Kind sollen sich von Anfang an im Bethesda Krankenhaus wohl und sicher fühlen.  

Fit für Zwei! (oder Drei)
Schwangerschaftsgymnastik für das Wohlbefinden in der Schwangerschaft und als Vorbereitung auf die Geburt. In dieser Stunde werden Atemübungen, Gymnastik und Entspannungsübungen angeboten. Rücken und Beckenboden werden trainiert und damit Schwangerschaftsbeschwerden vorgebeugt. Wenn Sie Lust haben sich zu bewegen, ihrem Körper etwas Gutes tun möchten und eine entspannende Zeit benötigen, sind Sie in diesem Kurs perfekt aufgehoben. Fit für Zwei: mittwochs, 18.00 bis 19.00 Uhr in der Elternschule.  

Wassergymnastik: Beim Schwimmen für Schwangere im warmen Wasser tragen Atem- und Entspannungsübungen sowie Wassergymnastik zum Wohlbefinden und einer idealen Bewegungsart bei. Die Schwangeren sind unter sich. Rücken und Gelenke werden entlastet, die Bewegungen fallen leichter, die Funktion der Atmungsorgane wird verbessert und die Kondition wird gefördert, was im Hinblick auf die Geburt eine gute Vorbereitung ist. Wassergymnastik für Schwangere: montags, 17.30 bis 18.30 Uhr in der Bäderabteilung des Krankenhauses.    

Petra Schmitz, Hebamme und Koordinatorin der Elternschule, steht allen Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. Foto BETHESDA  

 

- Freie Termine für Krebsberatung  
- Vortrag zum Thema Sodbrennen im Klinikum Duisburg
- Malteser Hospiz St. Raphael: „Frühstück in der Trauerzeit“

Freie Termine für Krebsberatung    

Düsseldorf/Duisburg, 5. Dezember 2014 - Für die psychoonkologische Beratung mit Carola Fackert am Dienstag, 9. Dezember,  im Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“ (roter kleiner Raum) auf der Schwanenstraße 5-7 in Duisburg-Mitte sind noch Termine frei.   Damit keine Wartezeiten entstehen und Fragewünsche gleich an kompetente Gesprächspartner weitergegeben werden können, wird um telefonische Anmeldung in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter 0203/283-3938 gebeten.

 

Vortrag zum Thema Sodbrennen im Klinikum Duisburg
Einen gemeinsamen Informationsnachmittag für medizinische Laien bieten der Gesundheitstreff des Runden Tisches Wedau/Bissingheim, die Kommunale Gesundheitskonferenz und das Klinikum Duisburg am Dienstag, 09. Dezember 2014, von 16.00 bis 17.30 Uhr zum Thema „Sodbrennen stößt übel auf““, im Hörsaal des Klinikum Duisburg an.
Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung werden Dr. Barbara Strey, Chefärztin der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie und  Dr. Mark Lienert, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie im Klinikum Duisburg, die Ursachen, Symptome, Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten bei Sodbrennen leicht verständlich erläutern.

 

Malteser Hospiz St. Raphael: „Frühstück in der Trauerzeit“
Das „Trauerfrühstück“ findet im Dezember nicht - wie gewohnt - am zweiten Montag im Monat, sondern dieses Mal am Montag, 15. Dezember von 10.00 bis 11.30 Uhr im Malteser Hospiz St. Raphael, Remberger Straße 36 statt. Menschen, die nahe stehende Angehörige oder Freunde verloren haben, können sich hier für die bevorstehende Woche stärken und ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen. Begleitet wird das Frühstück von geschulten und erfahrenen Mitarbeitern des Malteser Hospizes St. Raphael.
Der Verlust eines geliebten Menschen schmerzt und reißt eine große Lücke in das Leben von Verwandten und Freunden. Die geschulten und erfahrenen Mitarbeiter des Malteser Hospizes St. Raphael bieten unterschiedliche Beratungsangebote für Hinterbliebene. Die Trauerberatung ist eine Hilfestellung, den schwierigen Übergang in ein anderes „Weiter-Leben“ während der Trauerphase zu begleiten und neue Wege zu finden.  


„Demenz im Blick“ − Fachtagung der nordrhein-westfälischen Ärztekammern: Demenzkranken soziale Teilhabe ermöglichen
Düsseldorf/Münster, 5. Dezember 2014 (ÄkNo/ÄkWL). Die Versorgungs- und Hilfenetzwerke für Menschen mit Demenz und deren Angehörige sollen in Nordrhein-Westfalen systematisch enger geknüpft werden. Angesichts der rund 300.000 Demenzkranken allein in NRW diskutieren heute (Freitag, 5. Dezember) ärztliche Experten, Wissenschaftler und Angehörige bei einer Fachtagung in Düsseldorf über neue Wege in der medizinischen und pflegerischen Betreuung dieser Patientengruppe.
Die Veranstaltung der Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe ist der Abschluss des Aktionsjahres „Demenz im Blick“, in dem die nordrhein-westfälischen Ärztekammern das Thema Demenz in einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen und ärztlichen Fortbildungen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Ärzteschaft getragen haben. Ein wesentliches Ziel: Verständnis und Sensibilität für Menschen mit Demenz erhöhen und einer gesellschaftlichen Ausgrenzung entgegenwirken.
„Auch mit Demenz ist soziale Teilhabe möglich“, sagt Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, „um diese Teilhabe sicherzustellen, werden wir gemeinsam mit anderen Professionen und dem Land Nordrhein-Westfalen die Hilfen und die Unterstützung für die erkrankten, uns anvertrauten Menschen und ihre Angehörigen weiterentwickeln. Wir Ärzte sind berufen und besonders gut in der Lage, die Bedürfnisse von Demenzkranken zu artikulieren, wenn unsere Patienten es nicht mehr selbst können und die ‚Kümmerer‘ oft auch schon mit der Versorgung an der Grenze ihrer Kräfte sind“, so der in Wuppertal niedergelassene Hausarzt und Geriater. Es sei den Ärztekammern in NRW mit dem Aktionsjahr Demenz gelungen, Zeichen zu setzen, sagt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst. „Nach wie vor sind die Strukturen in unserem Gesundheitssystem aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Noch immer haben wir keine Lösungen für eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und kostenadäquate Versorgung hilfebedürftiger und in zunehmendem Maße auch noch hochbetagter Menschen.“
Dies werde nur professions- und sektorenübergreifend möglich sein. Institutionalisierte Netzwerkstrukturen könnten ein Lösungsansatz sein. „Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Versorgungsketten in den Regionen allmählich schließen können.“
In ganz Deutschland sind schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, bis 2050 wird sich diese Zahl nach Schätzungen verdoppeln – also müssen jetzt also die Weichen gestellt werden, um der Herausforderung gerecht werden zu können. Eine gute und auf die Erkrankten abgestimmte, individuelle Versorgung sichere nachhaltig die Teilhabe für Erkrankte und deren „Kümmerer“, so die nordrhein-westfälischen Ärztekammern.

 

 

 Youtube-Film gegen Schmerzen jetzt in fünf weiteren Sprachen

Düsseldorf/Duisburg, 3. Dezember 2014 - Studien zeigen: Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund leiden häufiger an chronischen Schmerzen und wissen wenig über ihre Krankheit. Helfen soll ihnen ein zehnminütiger Animationsfilm, den das Deutsche Kinderschmerzzentrum mit der Techniker Krankenkasse (TK) produziert hat. Jetzt liegt der Film neben der deutschen Version auch in türkischer, russischer, serbo-kroatischer, spanischer und polnischer Sprache vor.  
"Um chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen zu behandeln, ist Aufklärung oft wichtiger als Tabletten", sagt Prof. Dr. Boris Zernikow, Macher des Films und Leiter des Deutschen Kinderschmerzzentrums. "Uns ist es wichtig, dass es gelingt, junge Menschen in einer modernen Form über ihre Krankheit und die Therapiemöglichkeiten zu informieren", erläutert Günter van Aalst, Leiter der Techniker Krankenkasse in NRW, die Gründe für das Engagement der TK.  

Der Bedarf ist groß: Rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. "Für eine erfolgreiche Therapie spielen die Eltern als Ko-Therapeuten eine wichtige Rolle. Ihre Deutschkenntnisse sind oft sehr viel eingeschränkter als die der Kinder", erläutert Zernikow. Der Film möchte daher die ganze Familie über das Phänomen Schmerz aufklären. Nur so könne eine erfolgreiche Schmerztherapie gelingen.
Die fünf Sprachversionen für Kinder mit Migrationshintergrund sind auf der Homepage des Deutschen Kinderschmerzzentrums abrufbar: www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de  
Über das Deutsche Kinderschmerzzentrum: Das Deutsche Kinderschmerzzentrum an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke gilt als Referenzzentrum in der Versorgung chronisch schmerzkranker Kinder und Jugendliche. Es baut auf große Erfahrungen in der Behandlung schmerzkranker Kinder und Jugendlicher auf: Schon seit Jahren gibt es hier eine einzigartige Kinderschmerzstation und ein ambulantes Angebot in der Kinderschmerzambulanz. Etwa zehn Prozent der behandelten Patienten weisen einen Migrationshintergrund auf.

 

Jeder zweite Erwachsene in NRW ist übergewichtig
Body-Mass-Index stieg in Duisburg seit 2005 von 25,9 auf 26,4

Jeder zweite Erwachsene in NRW ist übergewichtig
52,8 Prozent der Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2013 Übergewicht; 2005 hatte der Anteil der Übergewichtigen noch bei 49,4 Prozent gelegen. Laut Weltgesundheitsorganisation gelten Frauen und Männer ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 als übergewichtig. Wie das statistische Landesamt mitteilt, hatten im vergangenen Jahr 10,3 Millionen Personen ab 18 Jahren bei der Mikrozensusbefragung freiwillige Angaben zu ihrer Körpergröße und zu ihrem Körpergewicht gemacht.
Der durchschnittliche Body-Mass-Index an Rhein und Ruhr betrug 25,9. Für Gelsenkirchen wurde mit 26,8 der höchste, für Münster mit 24,7 der niedrigste BMI-Durchschnittswert aller kreisfreien Städte und Kreise des Landes ermittelt. Insgesamt war der Anteil der Übergewichtigen bei Männern höher als bei Frauen: Während 62,4 Prozent der Männer Übergewicht hatten, waren es bei den Frauen 43,4 Prozent.
Für Frauen ergibt sich bei einer durchschnittlichen Körpergröße von 1,66 Meter und einem Durchschnittsgewicht von 68,8 Kilogramm rein rechnerisch ein BMI von 25,1, während Männer mit 1,79 Metern und 85,1 Kilogramm auf einen BMI von 26,7 kamen.
Den höchsten Anteil an übergewichtigen Personen aller kreisfreien Städte und Kreise Nordrhein-Westfalens hatte mit 61,0 Prozent Herne. Dahinter folgten Remscheid mit 60,5 Prozent und der Kreis Warendorf mit 58,7 Prozent. Den niedrigsten Anteil von Erwachsenen mit Übergewicht gab es in Münster mit 39,4 Prozent gefolgt von Bonn (40,4 Prozent) und Aachen (45,8 Prozent).
Der Body-Mass-Index ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße (Gewicht geteilt durch Größe zum Quadrat). Bei den vorliegenden Ergebnissen handelt es sich um Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragungen auf freiwilliger Basis. (IT.NRW)

 

Die Klassifizierung des Body-Mass-Index (BMI) bei Erwachsenen wurde gemäß der World Health Organization (WHO, Stand 2008) vorgenommen:
Kategorie Body-Mass-Index
(von … bis unter … kg/m2)
Untergewicht unter 18,5
Normalgewicht 18,5 - 25
Übergewicht Präadipositas 25 - 30
Adipositas Grade I-II 30 - 40
Adipositas Grad III 40 oder mehr
  Berechnung:
  Gewicht (in kg)  
BMI = ––––––––  
  [Größe (in m)]2   
Männer und Frauen Körpergewicht und -größe 2005, 2009 und 2013 – Ergebnisse des Mikrozensus*) –
Bezirk

Jahr
Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung (ab 18 Jahren)
insgesamt darunter Personen, die Angaben zu Körpergewicht und -größe gemacht haben
zusammen Body-Mass-Index (BMI) Klassifikation1) Körpergröße
in Meter
Kg BMI1)
unter-
gewichtig
normal-
gewichtig
übergewichtig
nicht
adipös
adipös massiv adipös
Anzahl Anteil2) in Prozent Durchschnitt
NRW
2005  14 736 000   11 558 000   2,5   48,0   35,8   12,9   0,7   1,72   75,3   25,5  
2009  14 829 000   10 720 000   2,2   46,4   36,6   14,0   0,9   1,72   76,1   25,7  
2013  14 628 000   10 314 000   2,1   45,1   36,6   15,1   1,1   1,72   76,9   25,9  
Düssel.
2005  488000    377000   2,7   54,0   32,1   10,3   0,6   1,72   73,7   24,9  
2009   492000    353000   3,1   51,2   33,2   11,9   0,6   1,72   74,6   25,2  
2013   507000    344000   3,1   48,6   34,0   13,2   1,0   1,72   75,6   25,5  
Duisburg
2005   419000    339000   2,6   42,6   38,4   15,1   1,1   1,71   75,5   25,9  
2009   411000    260000   2,6   43,2   36,3   16,6   1,1   1,71   76,4   26,1  
2013   412000    256000   2,5   42,0   35,1   18,8   1,4   1,71   77,2   26,4  
Essen
2005   496000    401000   2,5   47,5   35,7   13,1   0,8   1,72   75,2   25,6  
2009   498000    343000   2,4   44,7   37,5   14,0   0,9   1,72   76,1   25,8  
2013   486000    311000   2,2   44,6   36,8   15,4   1,1   1,72   76,6   25,9  

 


UDE-Beteiligung am neu eingerichteten SFB 1116: Das Herz vor dem Infarkt schützen
 
Wie kann man das Herz vor einem Infarkt schützen? Natürlich muss die Durchblutung so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Aber gibt es auch weitergehende Schutzmöglichkeiten? Mit dieser Frage befasst sich das Teilprojekt der Medizinischen Fakultät Essen der Universität Duisburg-Essen (UDE) im neuen Sonderforschungsbereich 1116 („Master switches bei kardialer Ischämie“), den die Deutsche Forschungsgemeinschaft jetzt an der Universität Düsseldorf einrichtet. Die Fördersumme für das Teilprojekt am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) beträgt 900.000 Euro. Der SFB startet mit Beginn des nächsten Jahres.  
Fast jeder zweite Todesfall in Deutschland geht inzwischen auf kardiovaskuläre Erkrankungen zurück, die vom Gefäßsystem oder vom Herzen ausgehen. Dazu zählt allen voran der akute Myokardinfarkt (AMI), besser bekannt als Herzinfarkt. Der neue SFB will die Phase nach einem Herzinfarkt durch experimentelle, präklinische sowie durch klinische Untersuchungen genauer analysieren.  
Ziel ist es, Mechanismen zu identifizieren, die in der Phase nach dem Infarkt die Weichen für den weiteren Genesungsverlauf stellen. So könnten auch Ansatzpunkte für neue Therapien gefunden werden. Neben der Universität Düsseldorf als Sprecherhochschule und der Medizinischen Fakultät der UDE sind das Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung Düsseldorf und das Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung Düsseldorf beteiligt.  
Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Gerd Heusch und PD Dr. Petra Kleinbongard wird am UK Essen der „Schutz des Herzens durch herzferne Konditionierung während und nach Infarkt“ erforscht. Denn das Herz ist einem Infarkt nicht schutzlos ausgeliefert. Eine kurz andauernde Störung der Durchblutung kann ein molekulares Schutzprogramm aktivieren. Diese Durchblutungsstörung muss nicht einmal das Herz selber betreffen, sondern kann auch auf Distanz wirken.  
Die Essener Forscher haben herausgefunden, dass durch einfaches Aufblasen und Ablassen einer Blutdruckmanschette am Arm oder Bein des Patienten ein solches Schutzprogramm aktiviert werden kann. In Folge dessen wird nicht nur der Herzmuskel weniger geschädigt, es sinkt auch die Sterblichkeit der Patienten. Experimentell untersucht wird nun die Signalübertragung einer solchen herzfernen Konditionierung.  
Herz- Kreislauferkrankungen gehören zu den Forschungsschwerpunkten der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und sind auch ein Schwerpunkt in der Patientenversorgung am UK Essen.