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Sana Kliniken Duisburg gehören zu den Top-Krankenhäusern in der FOCUS-Klinikliste 2018

Auszeichnung für Geburten und Darmkrebs

 

Duisburg, 18. Oktober 2017 – Die Sana Kliniken Duisburg gehören zu den 412 Top-Krankenhäusern Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Nachrichtenmagazins FOCUS für Deutschlands größten Krankenhausvergleich. In NRW werden die Sana Kliniken Duisburg als Regionales Top-Krankenhaus gelistet und sind in Duisburg das einzige Krankenhaus mit der Auszeichnung Top Nationales Krankenhaus für die Fachbereiche Geburten und Darmkrebs. Prof. Dr. Stephan Petrasch (Foto), Chefarzt der Hämatologie und Onkologie, wurde zudem wiederholt für die Behandlung von Tumoren des Verdauungstrakts auf Deutschlands Top-Ärzteliste gewählt.

 

Die Bewertung der Kliniken basiert auf einer unabhängigen Datenerhebung. Um im FOCUS-Ranking als Nationales Top-Krankenhaus benannt zu werden, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden: In die Bewertung gingen Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen und Komplikationsraten sowie zur Qualität ein, Zudem wurden bundesweit ausführliche Interviews mit renommierten Ärzten, große Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften sowie wissenschaftliche Publikation durchgeführt.

 

Geschäftsführer Dr. Stephan Puke freut sich mit den Chefärzten der ausgezeichneten Fachbereiche, Prof. Dr. Markus Schmidt (Frauenheilkunde und Geburtshilfe) und Prof. Dr. Stephan Petrasch (Hämatologie und Onkologie), über diese Auszeichnung, die gleichzeitig eine Anerkennung der gemeinsamen interdisziplinären Leistung von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten der Sana Kliniken Duisburg für die Patienten aus Duisburg und der Region darstellt.

Prof. Dr. Herbert Rübben führender Operateur bei urologischen Tumoren

Duisburg, 17. Oktober 2017 - Auf der renommierten FOCUS Ärzteliste belegt Prof. Dr. Herbert Rübben aus der Klinik für Urologie an der Helios Marien Klinik den vordersten Rang in Bezug auf die Behandlung urologischer Tumore.
In der aktuellen Ausgabe 2017 listete das Magazin erneut die Namen von Top-Spezialisten auf, demnach ist Prof. Rübben Deutschlands führender Operateur auf dem Gebiet: Bei den angewandten Beurteilungskriterien sammelt er im Vergleich am häufigsten die maximale Punktzahl. Berücksichtigt wurde neben der Qualität in Diagnostik und Therapie vor allem die Expertise bei komplexen operativen Eingriffen. Hier ist Prof. Rübben einer der wenigen Mediziner in der Liste, die in sehr hoher Häufigkeit und damit mit viel Erfahrung Operationen bei Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs durchführen. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und das Vertrauen der Kollegen und Patienten, das dadurch erkennbar wird“, sagt Prof. Dr. Rübben. Denn auch die Empfehlungshäufigkeit durch andere Ärzte und Patienten geht in die Bewertung mit ein.

Seit April 2017 operiert Prof. Dr. Rübben in der Helios Marien Klinik. Er gilt in Fachkreisen schon länger als renommierter Experte auf dem Gebiet der Uroonkologie, das sich mit den Krebserkrankungen der harnbildenden und -ableitenden Organe beschäftigt. Bereits in den 1970er Jahren betrieb er experimentelle Untersuchungen zur Therapie des Blasenkarzinoms und war am Aufbau eines Registers für Harnwegstumore beteiligt. Prof. Rübben ist Herausgeber des Standardwerks „Uroonkologie“, das bereits in sechster Auflage erschienen ist. Zudem ist er Mitglied und Amtsträger in verschiedenen nationalen sowie internationalen Gremien und Fachgesellschaften. Seit 2010 ist er darüber hinaus federführender Schriftführer der Fachzeitschrift „Der Urologe“.

 

Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte: Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen

Babyboom in Deutschland und immer weniger Kinder- und Jugendärzte

BVKJ warnt vor Versorgungsengpass

 

Köln/Duisburg, 17. Oktober 2017 - Deutschland erlebt seit nunmehr fünf Jahren einen fast historischen Babyboom. 776.883 Kinder erblickten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes allein 2016 in Deutschland das Licht der Welt. Das waren 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 18,7 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Vor allem in den großen Städten steigen die Geburtenraten stark.

Auf die Freude vieler Eltern nach der Geburt folgt inzwischen oft Frust und Verzweiflung. Denn das Gesundheitssystem ist von dem Boom völlig überfordert. Schon bei der Anmeldung zu den ersten Vorsorgeuntersuchungen in der Kinder- und Jugendarztpraxis erfahren Eltern, dass sie sich auf lange Wartezeiten einstellen müssen, da die Praxen übervoll sind. Vielerorts können Kinder- und Jugendarztpraxis sogar schon keine neuen Patienten mehr aufnehmen, obwohl rein rechnerisch genügend Kinder- und Jugendärzte für alle Kinder da sein sollen und in manchen Regionen angeblich sogar eine Überversorgung mit Praxen bestehen soll.

 

Warum Neugeborene in Deutschland keinen Kinder- und Jugendarzt mehr finden

Der Bedarf an Kinder- und Jugendärzten wurde berechnet, als von dem aktuellen Babyboom noch nichts zu ahnen war. Dazu kommt: vor allem in den Großstädten haben sich viele Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte auf bestimmte Gebiete wie Kardiologie, Allergologie oder Rheumatologie spezialisiert und fallen dadurch für die normale medizinische Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen aus. Außerdem arbeiten immer weniger Kinder- und Jugendärzte und -ärztinnen über die übliche Vollzeit hinaus. 50 bis 60 Wochenarbeitsstunden wie früher für viele Praxisinhaber üblich, ist für die jüngere Ärztegeneration keine Option mehr.

 

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: " In den nächsten fünf Jahren werden noch einmal ein Viertel aller Kinder- und Jugendärzte in den Ruhestand gehen, die nun geborenen Kinder bleiben als Patienten und der Babyboom hält voraussichtlich und erfreulicherweise dank Elterngeld, besserer Betreuungsmöglichkeiten und allgemein wachsender Kinderfreundlichkeit der Gesellschaft weiter an. Wir brauchen also deutlich mehr Kinder- und Jugendärzte als heute. Die Bedarfsplanung muss dazu dringend neu ausgerichtet und regional an den jeweiligen Bedarf angepasst werden. Es müssen deutlich mehr junge Mediziner in unserem Fach ausgebildet werden, wir brauchen mehr Freiheit, Ärzte in unseren Praxen anstellen zu können, und die Mehrarbeit durch mehr neue Vorsorgen und Impfungen muss auch entsprechend vergütet werden. Es ist höchste Zeit, unsere Praxen zukunftsfest zu machen, denn die Kinder, die heute in unserem Land geboren werden, warten nicht mit dem Aufwachsen, sie brauchen heute und in den nächsten Jahren Kinder- und Jugendärzte als ihre Fachärzte."

Wichtig sei außerdem, so Dr. Thomas Fischbach weiter, dass die Pädiatrie als vertiefender Teil im „Masterplan Medizinstudium 2020“ berücksichtigt werde und dass die Weiterbildung in den ambulanten Kinder- und Jugendarztpraxen analog zu den Allgemeinärzten finanziell gefördert werde. Hierzu hat der BVKJ ein aktuelles Forderungspapier an die Politik erstellt und den verantwortlichen Politikern übersendet.

 

Bedarfsplanung des Verbandes - wo die Unterstützung der Politik gebraucht wird
• Das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz(GKV-VSG) stellt in vielen Regionen die derzeitige Versorgung mit kinder- und jugendärztlichen Praxen aufgrund einer angeblich bestehenden Überversorgung in Frage beziehungsweise fordert sogar einen Abbau der vorhandenen Sitze.
• In Anbetracht der zunehmenden Spezialversorgung durch fachärztliche Kinder- und Jugendärzte1 (insbesondere in den Städten) kommt es teilweise zu einer Ausdünnung der pädiatrischen Grundversorgung.
• In den nächsten 5 Jahren werden allerdings 25% der Kinder- und Jugendärzte in Ruhestand gehen. Wenn es nicht gelingt, diese zu ersetzen, werden sich bereits bestehende Engpässe in der Versorgung der Kinder und Jugendlichen zu einem massiven Problem entwickeln.
• Die Kinder und Jugendärzte haben ein niedrigeres Arbeitszeitvolumen als früher. Aktuell sind 48% der Praxisinhaber männlich, in Zukunft stehen zu ca. 75 Prozent Kinder- und Jugendärztinnen als eventuelle Nachfolgerinnen bereit.

2 Dies erfordert ganz andere Praxismodelle und zusätzliche Versorgungsaufträge zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die hohe Zahl an Teilzeitarbeit auszugleichen, zunehmend auch bei den männlichen Kollegen. Notwendig werden dadurch entsprechend auch mehr Weiterbildungsstellen.
• Die Kliniken bilden zwar genügend Kinder- und Jugendärzte aus um die altershalber Ausscheidenden nominell zu ersetzen und auch in Zukunft die bestehende qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten. Allerdings kann und will die jüngere Ärztegeneration oft nicht die früher übliche Rund-um-die-Uhr Versorgung abdecken (v.a. nicht im bisherigen Umfang mit 50 und mehr Std./Woche).3 Wir brauchen daher deutlich mehr Köpfe als altershalber ausscheiden.


1. Die männliche Form wird der besseren Lesbarkeit halber verwendet und gilt selbstverständlich für alle Geschlechter.
2. 2016 gingen 75,1% der bundesweiten Facharztanerkennungen „Pädiatrie“ an Frauen (Daten der Bundesärztekammer).

3. Dies zeigen diverse aktuelle Umfragen des BVKJ unter seinen Mitgliedern sowie Untersuchungen wie die von Christian Schmidt im Deutschen Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/134172/Generation-Y-Was-Chefaerzte-erwarten.

• Kinder- und Jugendärzte arbeiten zu einem Großteil hausärztlich.
4 In städtischen Regionen werden die Kinder- und Jugendlichen fast ausschließlich von Kinder- und Jugendärzten versorgt. Auch auf dem Land sind die Kinder- und Jugendärzte als Hausärzte der Kinder und Jugendlichen gefordert, da die Allgemeinärzte dies bereits jetzt aufgrund des demografischen Wandels mit der Versorgung der älter werdenden Bevölkerung nicht leisten können. Sichtbar wird dies z.B. daran, dass ein immer größerer Anteil der Heilmittel bei Kindern und Jugendlichen durch die Kinder- und Jugendärzte verordnet werden.

5. • Schon jetzt besteht trotz angeblicher Überversorgung in vielen Regionen eine spürbare Unterversorgung, mit dem Effekt, dass in vielen städtischen, aber auch in ländlichen Regionen die Eltern keinen betreuenden Kinder- und Jugendarzt mehr finden. Diese Unterversorgung zeichnet sich auch im klinischen Bereich ab: Die Zahl der Kinderkliniken und Kinderstationen ist stark rückläufig, diese sind zudem oft nicht ausreichend finanziert.
• Der ärztliche Nachwuchs kennt die hausärztliche Pädiatrie und ihre positiven Seiten kaum und kann sich eine Niederlassung als hausärztlicher Pädiater daher oft nicht vorstellen. Die klinische Arbeit hat völlig andere Inhalte, insbesondere einen sehr großen Anteil an Neonatologie und Intensivmedizin.
• Die hausärztliche Pädiatrie hat sich seit 1990 grundlegend verändert. Die zusätzlichen Aufgaben haben die ehemals fallenden Kinderzahlen mehr als ausgeglichen: Die Anforderungen sind gestiegen, v.a. durch die sog. Neuen Morbiditäten (z.B. Entwicklungsstörungen), mehr Präventionsaufgaben (zusätzliche und erweiterte Vorsorgeuntersuchungen6), zusätzliche Impfungen und weitere Gesundheitsförderungsangebote u.v.m.

Die Anforderungen sind außerdem gewachsen, weil der Kinder- und Jugendarzt heute als Berater in einer digitalen Gesellschaft ganz neue Aufgaben bekommt („selbstinformierte Patienten“ mit hohem Aufklärungsbedürfnis, Auswertung digital ermittelter Daten durch Apps etc.)
Auch durch die frühe Betreuung in Krippen und Kitas sind neue Aufgaben erwachsen (häufigere Ansteckung, mehr Arztbesuche aufgrund notwendiger Atteste8 etc.).
Hinzu kommen für den ambulanten Bereich die komplexen Aufgaben, die sich aufgrund der immer kürzeren Verweildauer von Kindern und Jugendlichen in den Kliniken ergeben: Hier zeichnet sich ein Trend zur ambulanten Betreuung ab, der zusätzliche Ressourcen nötig macht.
Seit 2012 steigen die Kinderzahlen vor allem in den Großstädten deutlich an ohne dass eine Möglichkeit besteht, die Arbeitskapazität der Kinder- und Jugendarztpraxen entsprechend anzupassen, da angeblich weiterhin eine flächendeckende Überversorgung besteht.
Vgl. exemplarisch Daten einer Umfrage des PädNetzS im Herbst 2014 aus Baden-Württemberg: Hiernach arbeiten 14,4 Prozent der Pädiater auch fachärztlich, wobei der effektive Anteil fachärztlicher Arbeit bei nur 6,8 Prozent liegt. Die überwiegende Mehrheit der Pädiater arbeitet hausärztlich

 

Zukunfts-/Lösungsansätze:

• Förderung der Verbundweiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin (mit einem verpflichtenden Teil in der pädiatrischen Grundversorgung) analog der Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin sollte gesetzlich verankert werden.
• Förderung der Ausbildung in grundversorgender Kinder- und Jugendmedizin (Studierendenausbildung primary care). Dazu braucht es Institutionen in unseren Hochschulen und Universitäten, die Lehre & Forschung in der allgemeinen ambulanten Pädiatrie koordinieren.
• Kein Abbau von theoretischer Überversorgung durch das GKV-VSG, solange es keine bedarfsbezogene Planung gibt. Notwendig ist eine neue Bedarfsplanung, die die aktuellen Rahmenbedingungen (höherer Betreuungsaufwand, geringerer Arbeitsstundenumfang pro Kinder- und Jugendarzt, demografischer Wandel, Migrationsaspekte) berücksichtigt.
• Hausärztliche Kinder und Jugendärzte müssen in der Bedarfsplanung regional angepasst bedarfsgerecht behandelt werden können (Änderung §101, (5) SGBV), bzw. es muss die Option geschaffen werden, bei Notwendigkeit auch flexibel und vorausschauend durch eine auf die regionale Kinderbevölkerungsdichte –bezogene Planung reagieren zu können.
• Der Arbeitsanteil der nicht hausärztlich arbeitenden fachärztlichen Pädiatrie muss herausgerechnet werden und die dann entstehenden Arztsitze müssen der hausärztlichen Pädiatrie zugeordnet werden.
• Keine Deckelung bei Anstellung von Ärzten bzw. großzügige Anhebung des Deckels bei entsprechendem Bedarf mit entsprechender Finanzierung (Änderung §101, (1) 4+5 SGBV).
• Vergütung der Mehrarbeit (mehr Vorsorgen und Impfungen; neue Aufgaben aufgrund neuer Morbidität und frühem Kita-Besuch; mehr Dokumentation und Kodierung sowie Beachtung von Richtlinien nötig) durch entsprechende Anpassung des Vergütungsanteils der Kinder- und Jugendärzte.
• Erhöhung der Zahl der Medizinstudienplätze und Setzen entsprechender Anreize mit dem Ziel, dass Kinder- und Jugendärzte in der ambulanten Patientenversorgung arbeiten.
• Der G-BA muss bei der Entwicklung einer bedarfsbezogenen Planung auch die reale Arbeitsmenge der einzelnen Praxen in einer Region berücksichtigen: Definition des Versorgungsumfangs anhand der konkret zu bewältigenden Arbeit.

 

 

2016 wurden 30 239 Patientinnen und Patienten stationär in der Rheumatologie behandelt

Düsseldorf/Duisburg, 12. Oktober 2017 - Im Jahr 2016 wurden in Nordrhein-Westfalen 30 239 Patientinnen und Patienten in rheumatologischen Krankenhausabteilungen stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Welt-Rheuma-Tages (12.10.2017) mitteilt, waren das 0,7 Prozent weniger als 2015 (30 459).
Bei den in Rheumatologien behandelten Patientinnen und Patienten wurde im Jahr 2016 am häufigsten die seropositive chronische Polyarthritis diagnostiziert (4 272 Fälle), das waren 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (4 318 Fälle). Die Rheumatologie ist je nach fachärztlichem Schwerpunkt der Fachabteilung für innere Medizin oder der Fachabteilung für Orthopädie zugeordnet. In den 348 Krankenhäusern in NRW sind insgesamt 18 internistisch- sowie acht orthopädisch-rheumatologische Fachabteilungen eingerichtet. Die Zahl der aufgestellten Betten ging in dieser Fachrichtung im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent auf 891 Betten zurück (2015: 952). Wie die Statistiker mitteilen, wird die pädiatrische Rheumatologie (für Kinder und Jugendliche) im Rahmen dieser Statistik nicht berücksichtigt. (IT.NRW)
Stationär behandelte Patienten in Rheumatologien in NRW
Jahr Anzahl der
Rheuma-
tologien
am 31.12.
Aufgestellte
Krankenbetten
im Jahres-
durchschnitt
Stationär
behandelte
Patienten
Durchschnitt-
liche Verweil-
dauer (in Ta-
gen) im Jah-
resdurch-
schnitt
Durchschnitt-
liche Betten-
nutzung
(in Prozent)
2006 32 1 086 23 574 11,7 69,8
2007 33 1 098 24 552 11,2 68,7
2008 32 1 082 25 448 10,6 68,3
2009 31 1 065 27 471 9,5 67,1
2010 32 1 074 26 746 9,5 65,1
2011 32 1 066 27 876 9,3 66,8
2012 33 1 078 29 771 8,8 66,2
2013 32 1 039 28 420 8,7 65,3
2014 29 998 29 368 8,6 69,0
2015 27 952 30 459 8,4 73,5
2016 26 891 30 239 8,4 78,1

 

Tag des ambulanten Bereitschaftsdienstes: KV Nordrhein plädiert für gemeinsame Notfallversorgung mit Kliniken

Duisburg/Düsseldorf, 11. Oktober 2017 – Bei einem Pressetermin in der Arztrufzentrale NRW in Duisburg hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein am heutigen bundesweiten „Tag des Bereitschaftsdienstes“ ihre Pläne zur Weiterentwicklung des ambulanten Notdienstes vorgestellt.

 

„Wir streben eine sektorenübergreifende Notfallversorgung in Zusammenarbeit mit den Kliniken an, in der die Versorgung der Patienten nach einem einheitlichen Triagierungssystem organisiert ist. Dieses System soll sich allein am konkreten medizinischen Handlungsbedarf orientieren. Patienten sollen  entweder dem ambulanten Bereich oder der Krankenhausversorgung zugeführt werden. Sogenannte ,Portalpraxen‘ oder integrierte Notfallzentren an Kliniken, die KV und Krankenhaus gemeinsam betreiben, könnten auch in Nordrhein eine sinnvolle Lösung darstellen“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

 

Räumliche Nähe besteht schon

95 Prozent der 75 Notdienstpraxen in Nordrhein sind schon heute an oder in Kliniken angesiedelt – bei einigen umfasst die Integration bereits einen gemeinsamen Empfang oder die gemeinsame Nutzung von medizinischem Gerät. Wie viele „Portalpraxen“ künftig in Nordrhein gebraucht würden und wo genau sie sich befinden, bedarf noch der Klärung. „Wir können nicht an jedem Krankenhaus eine solche Praxis installieren – das wäre eine unfinanzierbare und unnötige Überversorgung. Entscheidend ist, dass es flächendeckend gut erreichbare zentrale Anlaufstellen für die Patienten gibt, auch im fachärztlichen Notdienst“, betonte Bergmann.  

 

Dafür plädierte auch Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser, Oberarzt für Innere Medizin und Pneumologie am Sana Klinikum Remscheid und Notfallmediziner. „Ich kenne die Probleme in der Praxis als Ambulanzarzt und Notarzt. Wir müssen täglich 140 bis 160 Patienten sorgfältig triagieren. In Fällen, in denen es um Leben und Tod geht, erschwert jeder Patient, der mit einer Bagatellerkrankung zu uns kommt, die Arbeit. Deshalb bin ich erpicht auf eine gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen“, sagte Esser, der auch vor einer Fehlinanspruchnahme des Rettungsdienstes warnte. „Immer mehr Menschen wählen ohne Not die 112, was den Rettungsdienst massiv belastet – bisweilen werden die Ärzte und Sanitäter als Taxi zur Klinik missbraucht“. 

 

Innerhalb der KV Nordrhein wird derzeit an der künftigen Gestaltung des Notdienstes intensiv gearbeitet. „Wir haben dazu ein Lenkungsgremium gebildet, in dem Geschäftsführer und weitere Führungskräfte der KV Nordrhein aus Bereichen, die mit dem Notdienst zu tun haben, gemeinsam mit Mitgliedern unserer Vertreterversammlung Leitplanken für die operative Gestaltung des Notdienstes erarbeiten“, so Bergmann. Dies sei mit den allgemeinen künftigen Rahmenbedingungen abzustimmen, zu der auch eine neue Finanzierung des Notdienstes gehöre. „Wir müssen weg von falschen Anreizen und hin zu einer Finanzierung, mit der die angestrebte Triagierung adäquat finanziert wird.“

 

Bundesweite Werbung für die 116117

Wichtiger Teil der Diskussion über den Notdienst ist die 116117, die bundesweite Hotline für den ambulanten Notdienst, auf die von den KVen in dieser Woche verstärkt hingewiesen wird. Bundesweit wird die Nummer 7,5 Millionen Mal pro Jahr genutzt. Die Arztrufzentrale NRW in Duisburg, in der die 116117-Anrufe aus Nordrhein und Westfalen-Lippe eingehen, verzeichnete 2016 rund 750.000 Patientenanfragen per Telefon. Die Nummer ist der Kontakt zum ambulanten Notdienst während der sprechstundenfreien Zeiten – also abends, nachts oder am Wochenende. Wer zu diesen Zeiten ein akutes gesundheitliches Problem hat, etwa einen grippalen Infekt oder Magen-Darm-Beschwerden, kann über die 116117 den ambulanten Notdienst kontaktieren und Informationen zu den Notdienstpraxen im Rheinland erhalten. Die 116117 können auch bettlägerige Patienten oder deren Angehörige wählen, die einen Hausbesuch benötigen, der von der Arztrufzentrale koordiniert wird. Zudem erhalten Patienten über die 116117 Hinweise über die Erreichbarkeiten der fachärztlichen Notdienste der Augen-, HNO- und Kinderärzte.

 

„Die meisten Anrufer der Arztrufzentrale wissen offenbar ganz gut, wer für was zuständig ist“, sagte Dr. Michael Klein, Geschäftsführer der Arztrufzentrale NRW. Von den 753.000 „qualifizierten“ Anfragen in 2016 entfielen 457.000 auf Auskünfte wie den Hinweis auf die nächstgelegene Notdienstpraxis, 294.000 Mal wurde ein Hausbesuch organisiert – etwa die Hälfte davon in Nordrhein. 11.400 Anrufer mussten an den Rettungsdienst verwiesen werden, hätten also besser direkt die 112 gewählt. Nur 2.600 Anrufe wurden von einer Leitstelle an die Arztrufzentrale überstellt.

 

Notdienst-Hotline im Radio

Die jüngste Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergab, dass immerhin knapp ein Drittel der Befragten aus Nordrhein die 2012 im Bund eingeführte Nummer kennen. „Das ist schön, aber es fehlt noch eine ganze Menge“, sagte Bergmann. „Der Tag des Bereitschaftsdienstes ist ein guter Anlass, um die Nummer noch bekannter zu machen. In den meisten KVen laufen Aktionen, mit denen die Arbeit des ambulanten Notdienstes vorgestellt und die 116117 beworben wird. In neun KV-Regionen gehören dazu 25 Sekunden lange Radiospots, die in dieser Woche auf die 116117 aufmerksam machen – auch in Nordrhein. „Wir haben einen Spot in den Lokalradios der sechs einwohnerreichsten Städte in Nordrhein geschaltet“, so Bergmann.

 

Der KVNO-Chef betonte, dass ein höherer Bekanntheitsgrad der ambulanten Notdienst-Hotline dabei helfen soll, ein Grundproblem bei der Notfallversorgung zu lindern: die Fehlallokation von Patienten mit Bagatellbeschwerden in Krankenhausambulanzen. „Das wird aber nicht allein durch das Serviceangebot von Rufnummer und Arztrufzentrale gelingen. Deshalb arbeiten wir zusammen mit allen anderen Beteiligten auf Landesebene daran, den Notdienst stärker zu verzahnen und damit zukunftsfest zu machen. Dies bedarf einer ständigen Weiterentwicklung.“ Dazu könnte auch eine Ausweitung der Services der 116117 gehören – zum Beispiel eine 24-stündige Erreichbarkeit und weitere Angebote wie die Vermittlung eines Palliativ Care Teams.

 

 

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte. Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden. Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.

 

 


Infoabend „Vorsorge selbstbestimmt“ 

Duisburg, 11. Oktober 2017 - Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die gewünschte Behandlung festzulegen. Wie das geht, erfahren Besucher am Mittwoch, dem 18. Oktober beim Themenabend „Vorsorge selbstbestimmt“.
Claudia van Lienden, Expertin der BKK VBU, klärt über die aktuelle Gesetzeslage im Betreuungsrecht auf und verdeutlicht, wozu eine Patientenverfügung notwendig ist und welche Tragweite sie haben kann. Außerdem geht die Expertin auf den Unterschied zwischen Patienten- und Betreuungsverfügung sowie Vorsorgevollmacht ein. Die richtige Vorsorge ist keine Frage des Alters, sondern wichtig in jeder Lebensphase. Unfall, Krankheit oder Hinfälligkeit im Alter können jeden treffen und komplett der Möglichkeit berauben, noch eigene Entscheidungen zu treffen.

Wer jedoch frühzeitig eine Patientenverfügung verfasst und ergänzend dazu einer Person seines Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilt, trifft die richtige Vorsorge, damit im Ernstfall in seinem Sinne gehandelt wird. In einem solchen Fall muss jemand handeln und entscheiden. Eine andere Person muss den persönlichen Willen und Ihre Wünsche vertreten. Wer das sein kann, ist eine wichtige Frage, die Sie sich schon heute stellen sollten.
Das Info-Forum „Mehr als Pflege“ bietet Interessierten die Möglichkeit sich über verschiedene Themen aus den Bereichen Pflege, Vorsorge und Begleitung zu informieren und mit Fachexperten ins Gespräch zu kommen. Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter der kostenfreien Rufnummer 0800- 165 66 16 gebeten. Veranstaltungsort: BKK VBU, Friedrich-Wilhelm-Straße 82-84, 47051 Duisburg (2. Etage – Aufzug vorhanden). Die Teilnahme ist kostenlos.


Wegweiser für Sterbenskranke – Hospiz- und Palliativtage in Duisburg

Duisburg, 10. Oktober 2017 - Der „Initiativkreis Palliativversorgung und Hospizkultur“ hat unter dem Motto: „Den Tagen mehr Leben geben“ einen Wegweiser entwickelt, der sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen darüber informiert, welche hospizlichen und palliativen Hilfen, Beratungs- und Versorgungsangebote es in Duisburg gibt.  
„Der Wegweiser führt unterschiedliche Angebote, Ansprechpartner und deren Erreichbarkeit auf, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Es werden alle in Duisburg vorhandenen Dienste und Einrichtungen erwähnt, die zur ambulanten und stationären Versorgung sterbenskranker Menschen beitragen. Das reicht von den ambulanten Hospizdiensten über die pflegerische und ärztliche Palliativversorgung zu Hause bis zum stationären Hospiz. Zudem verzeichnet die Broschüre die verschiedenen Beratungsangebote, auf die die Bürger zurückgreifen können, und beschreibt auch noch mal den Palliativausweis.

Drei Fallbeispiele verdeutlichen, wie Lebensqualität bis zum Tod sichergestellt und ein würdevolles, selbstbestimmtes Sterben, weitgehend frei von belastenden Symptomen, ermöglicht werden kann“, so der Gesundheitsdezernent Dr. Ralf Krumpholz.  
Der Wegweiser wird in kommunalen Dienststellen, in den Krankenhäusern, in vielen Pflegeheimen, in Apotheken und Arztpraxen ausgelegt. Seine Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Duisburg wird vorbereitet.  
Des Weiteren werden die Hospiz-und Palliativdienste durch verschiedene Aktivitäten und Informationsveranstaltungen den Wegweiser verteilen. In den Seniorenheimen der AWOcura und der Evangelischen Altenhilfe Duisburg, im multikulturellen DRK-Seniorenzentrum „Haus am Sandberg“ und in den SANA-Seniorenheimen werden Infostände errichtet. 

So beteiligen sich die Duisburger Akteure an den ersten landesweiten Hospiz- und Palliativtagen, die vom 13. bis 15. Oktober 2017 in ganz NRW stattfinden. Die Duisburger Aktionstage stehen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sören Link. Eine Liste der verschiedenen Veranstaltungen in Duisburg liegt bei und kann auch auf der Internetseite von ALPHA NRW, www.alpha-nrw.de, eingesehen werden.          

 Am 3. Juli 2013 hatte die Stadt Duisburg die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland unterzeichnet und sich dadurch verpflichtet, die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in der Stadt weiter zu verbessern.
„Der Tod ist elementarer Bestandteil des menschlichen Lebens. Dennoch setzen wir uns nicht gerne mit Themen rund um dieses unausweichliche Ereignis auseinander und beschäftigen uns lieber damit, unser Leben zu steuern und in unserem Sinne zu gestalten. Seit einigen Jahren wird dieses Tabu jedoch immer mehr aufgebrochen. Dazu tragen auch die verschiedenen Hospiz- und Palliativdienste, die in unserer Stadt in den vergangenen Jahren entstanden sind, bei. Sie geben unseren Bürgerinnen und Bürgern in der schwersten und schmerzhaftesten Zeit ihres Lebens die Möglichkeit, auch außerhalb der Familie auf Hilfe hoffen zu können und sind deshalb wichtige Säulen einer guten Versorgung sterbenskranker Menschen, die ihre letzte Lebensphase würdevoll beenden und einen Abschied ohne Schmerz erleben wollen“, ergänzt Dr. Ralf Krumpholz.  

Aus diesem Gedanken heraus ist vor mehr als zwei Jahren eine Gruppe von Verantwortlichen aus den Duisburger Hospiz- und Palliativdiensten entstanden, die erfolgreich zusammenarbeitet.  Neben Veranstaltungen, mit denen auf das Thema „Tod und Sterben“ sowie auf Hilfsangebote für die letzte Lebensphase hingewiesen wurde, hat der „Initiativkreis Palliativversorgung und Hospizkultur“ in Duisburg – wie sich die Gruppe nennt –  bereits 2015 den Duisburger Palliativausweis eingeführt. Er dient im Notfall dazu kurz und knapp Auskunft darüber zu geben, ob sein Inhaber weiter medizinisch versorgt werden möchte oder eine Krankenhauseinweisung erfolgen oder unterlassen werden soll.

Angebote der Evangelischen Altenhilfe DuisburgGmbh
„jeder moment ist leben“ im Zuge der Palliativtage vom 13.10.-15.10.2017
 
• Wortmannstift - Schifferheimstraße 4 in 47119 Duisburg
Am 13.10.2017 Infonachmittag mit Broschüren Weitergabe und einer Rose Wichernheim Overbruchstraße 88 in 47178 Duisburg
• Am 15.10.2017 Infonachmittag mit Broschüren Weitergabe bei Kaffee und Kuchen Haus an der Rheinkirche, Rheinstraße 12 in 47198 Duisburg
• Am 13.10.2017 Infonachmittag mit Broschüren Weitergabe sowie eine Vorführung und Mitmachaktion „Begleitende Hände“ Akupressur in der Palliativen Versorgung, durch eine ausgebildete Mitarbeiterin der Einrichtung für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und frische Waffeln Altes Rathaus RumelnRathausallee 4 in 47239 Duisburg
• Am 14.10.2017 Informationstand zum Thema Patientenverfügung und Betreuung sowie Weitergabe der Broschüren Ev. Alten – und Pflegeheim OrsoyOstwall 2 in 47495 Rheinberg (Einzugsgebiet Binsheim / Baerl)
• Am 13.10.2017 Informationsstand und Broschüren Weitergabe sowie Mitmachaktion „Aromapflege in der Palliativen Versorgung“ durch Mitarbeiter der Einrichtung für das leibliche Wohl ist gesorgt. Beecker Hausgemeinschaften/Haus an der FlottenstraßeFlottenstraße 55 in 47139 Duisburg

• Samstag, 14. Oktober, 10.00 bis 15.00 Uhr Programm und Angebote: Informationen rund um das Thema Leben und Sterben in stationären Einrichtungen mit den unterschiedlichen Akteuren der palliativen Pflege: Führungen durch das Haus Vortrags- und Diskussionsrunde Infostände, Singkreis, Glücksrad Wir freuen uns auf Sie! Mittagsimbiss: Gemüsesuppe und Gulaschsuppe ___________________________________________________________________________ Beecker Hausgemeinschaften / Haus an der Flottenstraße Flottenstraße 55 • 47139 Duisburg • Telefon: 0203 453-0 • www.eahd.de



• Am 14.10.2017 (10:00 h – 15:00 h) Informationsveranstaltung und Weitergabe der Broschüre mit verschiedenen Akteuren, beteiligt sind Bestattungshaus Schlüter, Hospizverein Hamborn, Malteser Apotheke Meiderich, Fachseminar Educare, Theodor König Gesamtschule Beeck Religionslehrerin mit ein paar Schülern. Zweimal soll ein kleiner Vortrag zum Thema Palliative Versorgung stattfinden mit anschließender Diskussionsrunde für das leibliche Wohl ist mit einer Suppe gesorgt.  


 Helios Kinder-Uni in den Herbstferien

Jetzt einschreiben: Helios Kinder-Uni in den Herbstferien

Wie funktionieren eigentlich unsere Nieren? Was passiert, während wir in Narkose schlummern? Was ist ein Schockraum? Und was ist eigentlich die Zuckerkrankheit?
Antworten auf diese Fragen gibt es bei der Helios Kinder-Uni, die in den Herbstferien an der Helios Marien Klinik in Duisburg Hochfeld stattfindet. Interessierte Junior-Studenten können sich ab sofort anmelden.  

Am Montag, 23. Oktober und Dienstag, 24. Oktober 2017 haben fleißige Nachwuchs-Studenten wieder die Chance, das schnellste Medizinstudium Duisburgs zu absolvieren. In vier Vorlesungen erfahren Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren wieder mehr über die faszinierenden Fähigkeiten und Zusammenhänge des menschlichen Körpers. Professoren, Ärzte und Co. nehmen die Junior-Studenten mit auf eine Reise durch die Medizin und hinter die Kulissen des Klinikums. 
Altersgerecht erklärt das Team der Kinder-Uni, wie jeder durch Erste Hilfe zum Alltagshelden werden kann, warum ein Anästhesist nicht das Sandmännchen ist und warum unsere Nieren wahre Hochleistungsorgane sind.

Zu den Highlights gehören die Exkursionen im Anschluss an die Vorlesungen: Die Nachwuchs-Studenten werfen einen Blick in die Notaufnahme und einen Operationssaal und sie erfahren, wie ein Gips richtig angelegt wird.  

Die Anmeldungen für die begrenzten Studienplätze sind gerade angelaufen. Wer einen der begehrten Studentenausweise ergattern möchte, sollte nicht zu lange warten: Die Anmeldefrist endet am 18. Oktober 2017. Die Einschreibung ist per E-Mail an kinderuni.duisburg@helios-gesundheit.de möglich.
Die Vorlesungen beginnen am ersten Tag um 9.30 Uhr. Das komplette Programm finden Interessierte unter www.helios-gesundheit.de/duisburg.

 

Maßarbeit bei künstlichen Hüften und Knien

Informationsabend Endoprothetik am 18. Oktober 2017 im BG Klinikum Duisburg
Duisburg, 09. Oktober 2017 - Über 220.000 Menschen in Deutschland erhalten jedes Jahr ein künstliches Hüftgelenk, mehr als 170.000 ein künstliches Knie. Doch wann benötige ich so eine Prothese wirklich? Was erwartet mich bei einer Operation? Und wann bin ich danach wieder fit für den Beruf oder Alltag? Antworten auf diese und viele andere Fragen zum Thema Endoprothetik geben Experten beim „Informationsabend Hüft- und Kniegelenkersatz“ am 18. Oktober 2017 im BG Klinikum Duisburg.

Das Team des zertifizierten EndoProthetikZentrums der Unfallklinik hat für diesen Tag zwischen 18:00 und 19:30 Uhr ein interessantes Programm für potenzielle Patientinnen und Patienten sowie alle anderen Interessierten zusammengestellt.

Zuhören und mitmachen Dazu gehören u.a. informative Vorträge zum Thema künstliche Gelenke sowie ein spannender Workshop mit dem Leiter des EndoProthetikZentrums Dr. Peter-Michael Hax. „Bei letzterem zeigen wir an Knochenmodellen, wie ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk eingebaut wird und natürlich auch, wie es funktioniert“, beschreibt Hax den Ablauf.

Wichtig ist dem Mediziner dabei zu zeigen, dass es sich um Maßarbeit handelt – Messen, Bohren, Sägen und Hämmern inklusive. Schließlich soll am Ende für den Patienten alles passen und das künstliche Gelenk sicher „sitzen“.

In die Rolle eines Arztes schlüpfen und beim Einbau der Implantate an Knochenmodellen mithelfen dürfen auch die Besucher der Infoveranstaltung, verrät Hax, der wie auch der Rest seines Teams große Erfahrung und Kompetenz im Bereich Hüft- und Kniegelenkersatz besitzt.

Nach der OP kommt die Reha „Wie wollen in diesem Workshop informieren, aber auch den Betroffenen die Angst vor einer ggf. notwendigen Operation nehmen“, erklärt Hax. Denn die Endoprothetik habe in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht – sowohl was die verwendeten Materialien und Techniken betrifft als auch die eingesetzten Operationsmethoden.

So wählt der behandelnde Arzt heute etwa zusammen mit dem Betroffenen aus den verschiedenen vorhandenen Gelenkmodellen das aus, was am Besten für den jeweiligen Patienten geeignet ist.
Und was passiert eigentlich nach der OP? Wann kann ich wieder normal laufen? Was kann ich selbst dafür tun, die Heilung zu beschleunigen? Auch darum geht es am Infoabend am 18. Oktober 2017. Reha-Spezialisten des BG Klinikums Duisburg berichten ausführlich darüber, wie die Nachbehandlung abläuft, geben Tipps und beantworten auch – genau wie die Ärzte um Dr. Hax – gerne die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Veranstaltung.


Hinweis: Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten! BG Klinikum Duisburg Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Großenbaumer Allee 250 47249 Duisburg Tel. 0203 7688-3399

Der Informationsabend findet statt in der Mehrzweckhalle des BG Klinikums Duisburg. Der Eintritt ist frei.


Auch Patienten dürfen die Originalinstrumente ausprobieren.

Röntgenbild eines Knies nach Einbau eines Implantats. Fotos BG Klinikum Duisburg

Das BG Klinikum Duisburg hat sich auf die akute und rehabilitative Behandlung von Unfallfolgen aller Art spezialisiert. Das Versorgungsspektrum umfasst alle Arten von Verletzungen, aber auch die spezialisierte Behandlung orthopädischer, Hand- und Plastisch-chirurgischer oder Schmerzpatienten.

 Welt-Rheumatag

Duisburg, 06. Oktober 2017 - Anlässlich des Welt-Rrheumatages findet am Samstag, 14. Oktober 2017, von 10:30 bis 14:30 Uhr erneut der große Rheumatag im Abteizentrum an der Helios St. Johannes Klinik statt.

Experten informieren über neue Verfahren und Medikamente und laden Betroffene und Interessierte herzlich zu verschiedenen Workshops, Vorträgen und einer Beratungsstunde ein.

Die Chefärztin der Rheumatologie, Frau Dr. Monika Klass, steht gern auch als Gesprächspartnerin rund ums Thema zur Verfügung.  

 

 

Crohn, Colitis & Co: Was tun bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen?

Vortrag der Reihe „Gesund in Duisburg“  

Duisburg, 04. Oktober 2017 - Gutartige, entzündliche Veränderungen des Magen-Darm-Traktes gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten. Allein in Deutschland leiden rund 400.000 Betroffene darunter. Die Entzündungen unterscheiden sich von anderen Darmerkrankungen vor allem durch wiederkehrende oder länger anhaltende Krankheitsschübe und sind für Patienten oftmals mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität verbunden.
Besonders häufig treten die beiden Formen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auf. Daher auch der Name des dazugehörigen Aktionstages Crohn & Colitis, der einmal jährlich im Herbst auf das Thema aufmerksam macht. Aus diesem Anlass informiert Priv.-Doz. Dr. Daniel Benten, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie in der Helios St. Johannes Klinik Duisburg, am Dienstag, 10. Oktober 2017 um 17.30 Uhr über aktuelle Diagnostik und Therapiemöglichkeiten.

 

Kaum ein anderes Organ des Körpers beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden so unmittelbar wie der Darm. Er ist über Millionen von Nervenfasern eng mit dem Gehirn verbunden und reagiert deshalb häufig empfindlich auf Stress oder bestimmte Gewohnheiten. Umgekehrt kann eine gestörte Darmfunktion schnell sehr belastend werden, vor allem wenn sie immer wiederkehrt. So geht es vielen Betroffenen mit einem chronisch entzündeten Darm, denn die häufigsten Begleiterscheinungen sind Bauchschmerzen und anhaltender Durchfall. Treten diese Symptome häufiger auf, sollten bei den Patienten die Alarmglocken schrillen. Die Wahrscheinlichkeit, etwa unter einem Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu leiden, ist dann groß, denn sie beide gehören zu den häufigsten Entzündungsformen.
Wie diese Erkrankungen genau entstehen, ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Als möglicher Auslöser gilt eine gestörte Interaktion zwischen dem Immunsystem des Darms und den Milliarden Darmbakterien, die normalerweise friedlich in unserem Darm leben. Bei einer überschießenden Reaktion des Immunsystems, für die auch genetische Faktoren eine Rolle spielen, wird die Darmschleimhaut stark geschädigt.

Grafik und Foto HKD

Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, erste Anzeichen treten dabei oft schon in jungen Jahren zwischen 15 bis 35 auf. Sowohl bei Morbus Crohn als auch bei Colitis ulcerosa leiden die Patienten unter ähnlichen Symptomen: Bauchschmerzen bis hin zu Koliken und häufige, zum Teil blutige Durchfälle. Bei länger anhaltenden Schüben verlieren die Betroffenen an Gewicht und fühlen sich geschwächt. Die Erkrankungen können auch Auswirkungen auf Gelenke, Haut und Leber haben.
Doch es gibt auch Unterschiede zwischen den Krankheitstypen, einer liegt in der betroffenen Körperregion: Während der Morbus Crohn den gesamten Magen-Darm-Trakt vom Mund bis zum After befallen kann, ist die Colitis ulcerosa hingegen auf den Dickdarm beschränkt. Mithilfe einer Darmspiegelung können Ärzte meist bestimmen, um welche Erkrankung es sich handelt. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Ging die Erkrankung früher oft mit schweren Gesundheitsfolgen und vielen Darmoperationen einher, stehen heute sehr effektive medikamentöse Therapien zur Verfügung, die die Entzündung in Schach halten. Auch eine Anpassung bestimmter Gewohnheiten kann die Lebensqualität massiv steigern.

Wie genau die Behandlungsoptionen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen aussehen, darüber spricht Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Daniel Benten in seinem Vortrag im Rahmen der Reihe „Gesund in Duisburg“ am Dienstag, 10. Oktober 2017. Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr und findet im Abteizentrum an der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 1, 47166 Duisburg, statt. Im Anschluss steht der Gastroenterologe auch für Fragen zur Verfügung. Der Vortrag ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

 

Hintergrund Chron & Colitis-Tag:
Zum zehnten Mal veranstalten die Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) und das Kompetenznetz Darmerkrankungen den Crohn & Colitis-Tag. Vom 16. September bis 15. Oktober 2017 engagieren sich bundesweit Selbsthilfegruppen und Ärzte dafür, Aufmerksamkeit für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zu wecken und so der Tabuisierung der Krankheiten entgegenzuwirken.

 

Ausstellung "Was geht..." - Aktivitäten und Potenziale von Menschen mit Demenz, in Duisburg

Duisburg, 02. Oktober 2017 - Das Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet lädt gemeinsam mit den Sana Kliniken Duisburg zur Ausstellung mit Vernissage und Lesung ein. Die Fotografien zeigen die vielfältigen Potenziale und Fähigkeiten von Menschen mit Demenz. Die Ausstellung portraitiert Menschen mit Demenz, die begeistert sportlichen oder künstlerischen Beschäftigungen nachgehen. Sie möchten Mut machen, das Leben mit Demenz mit all seinen Möglichkeiten zu entdecken und zu gestalten, so dass es lebenswert bleibt.

Die Ausstellung startet am 05. Oktober um 15.00h mit einer Vernissage, bei der die Autorin Petra Uhlmann aus dem zugehörigen Buch „Was geht ...“ liest. Die Texte und Bildgeschichten lassen uns Anteil nehmen an einzigartigen Augenblicken. Sie zeigen, auf welch vielfältige Art und Weise Betroffene nach der Diagnosestellung noch aktiv und kreativ sein können. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von dem im Buch fotografisch portraitierten Duisburger Seniorenorchester aus dem AWOcura Seniorenzentrum im Schlenk.

Die Vernissage findet im Hörsaal der Sana Kliniken, Zu den Rehwiesen 9-11 statt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 03. November und ist über das Foyer frei zugänglich. Der Ausstellungsbesuch ist kostenfrei.

Kontakt: Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet Tel. 0203 − 298 20 16 E-Mail: info@demenz-service-westliches-ruhrgebiet.de homepage: http://www.demenz-service-westliches-ruhrgebiet.de/

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu den Duisburger Aktivwochen finden Sie unter http://www.demenz-service-westliches-ruhrgebiet.de/ https://www.sana-duisburg.de

- Grippesaison 2017/2018: KV Nordrhein rät zur Impfung
- Infoabend rund um die Geburt
- Duisburg: Herzinsuffizienz häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte

Düsseldorf/Duisburg, 27. September 2017 – Mit der Herbstzeit steigt auch wieder die Gefahr, an der saisonalen Grippe, der Influenza, zu erkranken. „Dagegen können Sie sich aktiv schützen: Lassen Sie sich rechtzeitig impfen“, empfiehlt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. „Die beste Zeit für die Impfung sind die Monate Oktober und November. In der Regel dauert es dann zwei Wochen, bis der Körper genügend Antikörper produziert hat, um gegen eine Infektion geschützt zu sein“, so Bergmann.  

Vor allem über 60-Jährige, chronisch Kranke und immungeschwächte Menschen sollten sich impfen lassen – sie sind besonders gefährdet, sich mit dem Virus anzustecken. Auch für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Schwangere und Personen, die beruflich viel Kontakt mit anderen Menschen haben, ist die Impfung sinnvoll.  

Die ersten Chargen des diesjährigen Influenza-Impfstoffes sind ausgeliefert und in den Arztpraxen des Rheinlands verfügbar. Neben Hausärzten führen auch Kinder- und Jugendärzte sowie Gynäkologen die Grippeschutzimpfungen durch. Vor einer Impfung sollten sich Patienten von ihrem Arzt beraten lassen. Im vergangenen Jahr ließen sich in Nordrhein rund eine Million Menschen gegen die Influenza impfen. 

Mit einigen Krankenkassen konnte die KV Nordrhein zusätzlich Sondervereinbarungen abschließen: So übernehmen die Techniker Krankenkasse, Kaufmännische Krankenkasse, BKK 24, Pronova BKK, die actimonda Krankenkasse sowie die VIACTIV Krankenkasse von Oktober dieses Jahres bis Ende März 2018 die Kosten der Grippeimpfung für alle ihre Versicherten – auch wenn sie keiner Risikogruppen angehören. Die AOK Rheinland/Hamburg trägt zudem die Kosten der Grippeimpfung für alle Versicherten bis 18 Jahre.

 

Viele nützliche Informationen rund um die Grippeschutzimpfung hat auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung für Patienten und Ärzte im Netz zusammengestellt. Im Rahmen der Aktion „Gib der Grippe eine Abfuhr!“ finden Interessierte dort kostenlos zahlreiche Informationsmaterialien sowie ein neues Patienten-Video zum Thema. Link: www.kbv.de/html/4195.php

 

Infoabend rund um die Geburt
Wie hilft die richtige Atmung bei der Geburt? Was passiert bei einer Entbindung in der Wanne? Und wie sieht eigentlich der Kreißsaal von innen aus? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der Geburtshilfe und Kinderheilkunde an der Helios St. Johannes Klinik Duisburg werdenden Eltern wieder am Montag, 2. Oktober 2017 um 18 Uhr. Chefärztin Dr. Katrin Marschner und ihr Team erläutern zunächst die verschiedenen Methoden der Entbindung.
Danach informiert Marie Bottenberg über die Begleitung der Hebamme vor, während und nach der Geburt. Schließlich gibt Oberarzt Dr. Metin Degirmenci wissenswerte Tipps etwa zur Vorsorge, zur Ernährung des Neugeborenen und zum sicheren Babyschlaf.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie findet im Konferenzzimmer im Verwaltungsgebäude der Helios St. Johannes Klinik, An der Abtei 7-11 in Duisburg, statt. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kreißsäle, das Stillzimmer und die Station der Geburtshilfe zu besichtigen. Nähere Informationen unter Tel. (0203) 546-2102.  

 

NRW: Herzinsuffizienz häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte
Im Jahr 2016 wurden mit 4,7 Millionen zwei Prozent mehr Patientinnen und Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern vollstationär behandelt als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, war - ohne Berücksichtigung der klinischen Versorgung gesunder Neugeborener - die Herzinsuffizienz mit 99 016 Fällen der häufigste Grund für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt.

An zweiter Stelle lag Vorhofflattern und -flimmern (73 426 Fälle), gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (72 817 Fälle). Infotabelle (siehe Anhang). Das Durchschnittsalter aller 4,7 Millionen im Jahr 2016 in NRW-Krankenhäusern stationär behandelten Patienten lag bei 54,9 Jahren. Von den Behandelten waren 53,1 Prozent weiblich und 46,9 Prozent männlich.

Bei Männern waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (52 579 Fälle) häufigster Anlass für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt, gefolgt von Herzinsuffizienz (48 845 Fälle) und Angina pectoris (39 487 Fälle). Bei Frauen waren Herzinsuffizienz (50 171 Fälle), essentielle (primäre) Hypertonie (38 104 Fälle) und Vorhofflattern und -flimmern (35 196) die häufigsten Diagnosen.

Bei der Betrachtung nach dem Wohnort der Patienten zeigt sich, dass Herzinsuffizienz in 39 der 53 Kreise und kreisfreien Städte der häufigste Anlass für vollstationäre Krankenhausaufenthalte war. In den übrigen Regionen waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Rückenschmerzen, Angina pectoris, Vorhofflattern und Vorhofflimmern oder Schlafstörungen häufigste Hauptdiagnose. (IT.NRW)

 

 

Helios: Erstes Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie in Duisburg

 Chirurgische Abteilung an der Hamborner Helios St. Johannes Klinik erfolgreich zertifiziert.  
Duisburg, 27. September 2017 - Kleinere Narben, weniger Schmerzen und schnellere Erholung – die moderne minimal-invasive Chirurgie bietet den Patienten viele Vorteile. Um aber vormals offene Operationen auch mit winzigen Schnitten bei gleichbleibender Qualität durchführen zu können, ist viel Erfahrung und Sorgfalt gefragt. Hier setzen die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie an. Nur wer die hohen Ansprüche der Experten in der Prüfkommission erfüllt, bekommt die offizielle Auszeichnung „Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie“ von ihnen verliehen – so wie das Helios Klinikum Duisburg vor wenigen Tagen.  

Die dortige Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie am Standort Helios St. Johannes im Norden unter der Leitung von Chefarzt Dr. Norbert Hennes führt über 85 Prozent der operativen Eingriffe laparoskopisch durch und das sehr erfolgreich. Transparente Ergebnisse, geringe Komplikationsraten und eine hohe Qualität waren maßgeblich für die Auszeichnung. Auch die Expertise des gesamten Teams, das selbst Notfälle in großem Umfang minimal-invasiv versorgen kann, und schnelle Terminvergaben spielten in die Entscheidung hinein.

Damit ist die Klinik das einzige Krankenhaus in Duisburg mit dieser Zertifizierung.
„Wann immer in der Behandlung einer Erkrankung des Bauchraums oder des Brustkorbs eine Operation notwendig ist, verfolgen wir das Ziel, für den Patienten ein optimales Ergebnis zu erzielen und gleichzeitig so wenig Schmerzen und Narben wie möglich zu verursachen“, erklärt Dr. Hennes (Foto). Und das gelingt am ehesten über die minimal-invasive Chirurgie, auch laparoskopische oder Schlüssellochchirurgie genannt. Sie stellt einen absoluten Schwerpunkt in der täglichen Arbeit der Abteilung dar.

In den OP-Sälen hält die Klinik dafür modernste Technik vor, unter anderem die sogenannte Farb-Laparoskopie, eine Fluoreszenztechnik, die bestimmte Gewebe unter der OP zum Leuchten bringt. Damit lässt sich das Risiko eines Eingriffs insgesamt mindern und bei Tumorentfernungen, etwa am Darm, ein deutlich besseres Ergebnis erzielen.  

Der Vorteil der kleinen Schnitte liegt für die Patienten aber nicht nur in der Medizin selbst begründet, auch kosmetisch hinterlassen sie weniger Spuren. Denn selbst bei komplexen Bauchoperationen brauchen die Chirurgen mittlerweile nur noch wenige Zentimeter große Öffnungen.
Und die Entwicklung ist – bei gleichbleibender Patientensicherheit – noch nicht am Ende: „Die Geräte werden immer kleiner, so dass ein Eingriff mittlerweile mit nur 3 Millimeter großen Instrumenten oder unter bestimmten Umständen sogar ausschließlich über den Nabel vorgenommen werden kann“, so der Duisburger Operateur. Entsprechend ist hier auch das Risiko für spätere Komplikationen wie Narbenbrüche deutlich geringer.  

Das schmerzhafte Hüftgelenk – aktuelle Therapieoptionen bei Arthrose

Duisburg, 26. September 2017 - Wir sind ständig in Bewegung – dabei halten unsere Gelenke eine Menge aus. Besonders die Hüfte leidet mit der Zeit unter der Belastung und beginnt häufig zu schmerzen. Auslöser ist oftmals eine Hüftgelenksarthrose.
Die moderne Medizin bietet Patienten eine große Bandbreite an Therapiemöglichkeiten gegen die Beschwerden, von konservativ bis operativ. Wann welche Behandlungsoption in Frage kommt, erläutert Carsten Raab, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Helios St. Johannes Klinik, in seinem Vortrag im Rahmen der Reihe „Gesund in Duisburg“ am morgigen Mittwoch, den 27. September 2017.
Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr im Abteizentrum, An der Abtei 1, 47166 Duisburg. Im Anschluss steht der Experte noch für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Das FORUM Demenz als Wegbegleiter für Betroffene und Angehörige

Zum Welt-Alzheimertag am Donnerstag, 21. September 

DUISBURG,20. September 2017 - Seit 1994 lenkt der Welt-Alzheimertag am 21. September die Aufmerksamkeit auf eine Krankheit, die viele Menschen fürchten und über die sie zugleich nicht gern sprechen. Zum Welt-Alzheimertag weist die AWO-Duisburg deshalb auf die lebenspraktischen Hilfen des FORUM Demenz hin. Die Mitarbeiterinnen beraten am Welt-Alzheimertag von 9 bis 16 Uhr im AWO-Kranichhof auf der Düsseldorfer Straße 507 in Wanheimerort.  

 

Knapp 7.000 Bürgerinnen und Bürger in Duisburg sind von einer Demenz betroffen. Jährlich werden etwa 2.000 Neuerkrankungen registriert. Nach der Diagnose ist die Ratlosigkeit bei Betroffenen und Angehörigen groß. Gerade deshalb ist Wegbegleitung dringend notwendig.  

 

Seit 2003 hilft das FORUM Demenz der AWOcura weiter. Das FORUM spricht Bürgerinnen und Bürger aus den Bezirken Innenstadt und Süd sowie aus dem Westen der Stadt an. Täglich erhalten Ratsuchende im AWO-Kranichhof auf der Düsseldorfer Straße 507 in Wanheimerort mehr als nur Hinweise und Zuspruch.

 

Elisabeth Weber (Foto), die gemeinsam mit Julia Urban für das FORUM Demenz der AWOcura tätig ist, erklärt: „Wir sprechen nicht nur einmal mit den Menschen. Wir bieten eine Begleitung über den gesamten Verlauf der Erkrankung hinweg an.“

 Was Betroffene und Angehörige besonders bewegt, beschreibt Julia Urban: „Im Mittelpunkt steht zunächst das Krankheitsbild. Was ist Demenz, welcher Verlauf ist zu erwarten? Wir erörtern den Umgang mit der Krankheit und dem Kranken.“ 

 

Versorgungsmöglichkeiten und Entlastungsangebote seien ebenfalls immer ein Thema. Da gibt es mehr, als man meint. Fragen zur Pflegeversicherung und zur Vorsorgevollmacht kommen zudem auf den Tisch.

 

Das FORUM Demenz ist nicht nur am Welt-Alzheimertag für die Menschen da. Elisabeth Weber: „Man kann uns immer anrufen oder eine E-Mail schreiben. Wir machen dann gleich einen Termin aus. Wir beraten hier bei uns im Büro im AWO-Kranichhof auf der Düsseldorfer Straße in Wanheimerort. Aber wir fahren auch raus zu Hausbesuchen.“

 

19 049 Patientinnen und Patienten wegen Alzheimer im Krankenhaus behandelt
Im Jahr 2015 wurden 19 049 Patientinnen und Patienten wegen der Alzheimer-Krankheit im Krankenhaus behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September weiter mitteilt, ist damit die Zahl der stationär behandelten Fälle in den letzten 15 Jahren insgesamt um 85 % angestiegen. Bei den Männern betrug der Anstieg in diesem Zeitraum sogar 125 % (auf 7 578 Fälle), bei den Frauen 65 % (auf 11 471 Fälle).

 

Neue Arzneimittel: teuer und wenig innovativ
Hohe Preise, wenig Innovation - so lautet die Beurteilung für die meisten neu auf den Markt gekommenen Arzneimittel. Das zeigt der Innovationsreport 2017, der heute von der Techniker Krankenkasse (TK) vorgestellt worden ist. In Nordrhein-Westfalen verordnen Ärzte am häufigsten neue Medikamente, die für den Patienten keinen Zusatznutzen gegenüber bereits vorhandenen Präparaten haben.

Im Innovationsreport wurden 32 Wirkstoffe untersucht, die 2014 auf den Markt gekommen sind. Dabei wurden folgende Fragen gestellt: Verbessert das neue Medikament eine bestehende Therapie? Hat es einen Zusatznutzen für die Patienten? Und: Bleiben die Kosten im Rahmen? Bewertet wurden die Wirkstoffe nach dem Ampelschema: von "Grün" bis "Rot".

Das Ergebnis fiel recht eindeutig aus: Die Mehrzahl der Medikamente stellt keine echten Innovationen dar. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr keine grüne Ampel vergeben. 17 Präparate erhielten eine gelbe Ampel, 15 sogar eine rote. Dem insgesamt geringen Zusatznutzen stehen enorme Preissteigerungen gegenüber. Der durchschnittliche Preis pro Packung eines neuen Medikaments stieg innerhalb eines Jahres um 73 Prozent - von 1.400 auf knapp 2.500 Euro. "Für uns steht im Sinne unserer Versicherten an erster Stelle, dass mit neuen Präparaten auch wirkliche Fortschritte in der Therapie erzielt werden", sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung in NRW.
"Hohe Preise ohne Innovation und therapeutischen Nutzen sind nicht gerechtfertigt und gehen zu Lasten aller Beitragszahler." Die Ausgaben im Bereich der Arzneimittel steigen weiter. Der Innovationsreport zeigt außerdem, wie oft neue Arzneimittel ohne Zusatznutzen in Deutschland verordnet werden. NRW ist Spitzenreiter im Bundesdurchschnitt.
Demnach bekamen 3,7 von 1.000 TK-Versicherten im Jahr 2015 Präparate mit einer roten Ampel verschrieben. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,2. "Erstaunlich ist auch, dass neue Wirkstoffe bereits nach kurzer Zeit trotz geringen therapeutischen Fortschritts und negativer Bewertungen in den Leitlinien der Fachgesellschaften auftauchten", so Günter van Aalst.  

 

2016 wurden 235 664 Patienten in NRW-Reha-Einrichtungen behandelt
Im Jahr 2016 wurden in den 140 nordrhein-westfälischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen 235 664 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des Deutschen Reha-Tages (23. September 2017) mitteilt, waren die Betten dieser Einrichtungen damit zu 87 Prozent ausgelastet.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten belief sich auf vier Wochen (28 Tage). Die Zahl der stationär behandelten Patientinnen und Patienten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1 871 Personen (+0,8 Prozent) auf 235 664. Die Zahl der Einrichtungen verringerte sich dagegen um 3,4 Prozent und die der Betten um 0,2 Prozent auf 20 699.
Im Vergleich zum Jahr 2000 stieg die Zahl der Patienten um 3,0 Prozent, während die Zahl der Einrichtungen um 4,1 Prozent und die der Betten um 2,9 Prozent sank. Die Reha-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen beschäftigten Ende 2016 insgesamt 1 479 Ärztinnen und Ärzte, das waren 36 Personen oder 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr und 295 Personen oder 24,9 Prozent mehr als im Jahr 2000.

Die Zahl des Pflegepersonals sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 4 926 Pflegekräfte; das waren allerdings 21,1 Prozent mehr als im Jahr 2000. Im Vergleich zum Jahr 2015 erhöhte sich 2016 der Frauenanteil beim ärztlich tätigen Personal um 0,2 Prozentpunkte auf 49,8 Prozent. Im nichtärztlichen Bereich (überwiegend Pflegepersonal und medizinisch-technischer Dienst) belief sich der Anteil der weiblichen Beschäftigten wie im Jahr zuvor auf 78,6 Prozent. (IT.NRW)

 

Golfturnier für den guten Zweck
Spende kommt der Notaufnahme im Bethesda zugute

Duisburg, 19. September 2017 - In prächtiger Stimmung präsentierten sich 40 Golfer auf dem Grün der Anlage desNiederrheinischen Golf-Clubs in Duisburg. Die sportliche Veranstaltung dientewieder einmal einem guten Zweck.
Die eingeladenen Gäste, Geschäftspartner und Sponsoren der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Bethesda-Krankenhauses und der Bethesda-Stiftung, stellten sich bereits zum 18. Mal in den Dienst der guten Sache.
In diesem Jahr sollen die Einnahmen aus dem Turnier zur Anschaffung eines Ultraschallgerätes für die Notaufnahme des Bethesda-Krankenhauses dienen, denn handelt es sich um ein in der täglichen Arbeit unerlässliches Instrument.
Die Ultraschalluntersuchung ist aus der modernen Inneren Medizin nicht mehr wegzudenken, man könnte sie heute als das moderne Stethoskop des Internisten bezeichnen.
In der Notaufnahme ermöglicht ein modernes Ultraschallgerät eine rasche, symptomorientierte Untersuchung und ist damit die Weichenstellung für die weitere Diagnostik und Behandlung. Das neue Gerät ist ein handliches, aber dennoch sehr vielseitiges Ultraschallgerät, das perfekt auf die Belange der Notaufnahme abgestimmt ist. Es ist rasch einsetzbar und kann an jedem Arbeitsplatz unkompliziert verwendet werden. Dies ermöglicht eine schnellere und gleichzeitig bessere Patientenversorgung.

Die Teilnehmer des diesjährigen Golfturniers vor dem Kanonenstart.
Foto Bethesda

25 Helios-Absolventen freuen sich über Examen

Duisburg, 19. September 2017 - Endlich war es soweit: 25 Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums am Helios Klinikum Duisburg durften jetzt ihr wohlverdientes Abschlusszeugnis in Empfang nehmen. Damit beendeten sie ihre dreijährige Lehrzeit in der Pflege. 15 der Absolventen sind jetzt examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, 10 hatten sich auf den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege spezialisiert. Fast alle Nachwuchskräfte bleiben dem Klinikum nun als Mitarbeiter auf den Stationen erhalten.

Um ihren Abschluss zu erreichen, erlernten sie alle während verschiedener Praxiseinsätze Menschen selbstständig und eigenverantwortlich zu pflegen und die Patienten und deren Angehörige professionell zu beraten. In zahlreichen Theoriestunden eigneten sich die Nachwuchskräfte zudem das nötige Fachwissen aus den Bereichen Pflege, Medizin, Naturwissenschaft, Geistes- und Sozialwissenschaft, aber auch Recht, Politik und Wirtschaft an.

Ferdinand Lauderbach, Schulleiter am Bildungszentrum, zeigte sich stolz auf den Erfolg seiner „Schützlinge“. In seiner Rede stellte er mit einem Hinweis auf das 90-jährige Jubiläum der Krankenpflegeschule am Helios Klinikum fest, dass die einzige Konstante in der Krankenpflege wohl die ständige Veränderung sei. „In den 1950er Jahren mussten die Ausbilder mit einem Lineal noch die Saumlänge der Schwesternkleider überprüfen. Mit den männlichen Schülern hat man es zu dieser Zeit leichter: Sie waren so gut wie gar nicht vorhanden. Erst spät entdeckten auch junge Männer den Pflegeberuf für sich.“

Auch Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael gratulierte den Absolventen und Absolventinnen zu ihrem Abschluss und wünschte ihnen anschließend eine ausgelassene Feier.

 

Über ihren Abschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege freuen sich:

Beyza Acar, Natascha Gisela Bierwagen, Sarah Brinks, Nadine Daria Cichon, Stephanie Gonsior, Füsun Karaca, Maximilian Kluth, Mona Krause, Selin Öz, Felina Pohl, Lisa-Katharina Schinzel, Fatma Ümüt, Natalia Weiz, Christina Wiepcke, Julia Wolff

 

In den Bereich der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege starten:
Laura Caterina Abbrescia, Pia Gierveld, Anika Groß, Maria Isabel Hertrampf, Svenja Hördemann, Natalya Schreiner, Fenja Offermanns, Anna Paulina Otwiaska, Melissa Pauli, Lisa Strehl

 

"Kinder haben ein Recht auf gut betreuten Start ins Leben: Politik muss Hebammenmangel schnellstens bekämpfen!"

Köln/Duisburg, 18. September 2017 - Die Geburtenraten in Deutschland steigen, aber Schwangere finden immer seltener eine Hebamme, denn viele Geburtshelferinnen möchten wegen strapaziöser Schichtdienste mit immer mehr Arbeitsverdichtung und unattraktiver Bezahlung sowie gestiegener Haftpflichtprämien keine Geburten mehr betreuen, sondern bieten nur noch Vorsorge und seltener Wochenbettbetreuung an. Besonders prekär ist die Lage in Großstädten wie Düsseldorf, Hamburg oder Berlin. Darauf wiesen heute in Köln der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hin, und appellierten an die Politik, schnellstens den Hebammenmangel zu bekämpfen.

BVF-Präsident Dr. Christian Albring: "Geburtskliniken, die Schwangere abweisen, Frauen, die sich unter der Geburt zu mehreren eine einzige Hebamme teilen müssen: das geht gar nicht. Mutter und Kind haben das Recht auf eine umfassend und kompetent betreute Geburt. Die Politik muss hier schnellstens Abhilfe schaffen."

Der 2014 eingeführte "Sicherstellungszuschlag" ermöglicht Hebammen, bis zu Dreiviertel der Versicherungsprämie erstattet zu bekommen. Er hat sich in der Praxis jedoch wegen des hohen bürokratischen Aufwands als nicht hilfreich erwiesen, um mehr Hebammen in der Geburtshilfe zu halten. Viele Hebammen scheuen diesen Aufwand und machen nur noch Geburtsvorbereitung und seltener -nachbetreuung. Aber selbst hier herrscht Mangel. Viele Frauen haben Schwierigkeiten, eine solche Betreuung zu finden.

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Vor allem Erstgebärende haben viele Fragen rund um die Pflege und Ernährung ihres Neugeborenen. Krankenhäuser leisten diese Beratung nicht mehr, seitdem sie für Geburten nur noch Fallpauschalen bekommen und die Mütter immer früher nach Hause schicken. Wir brauchen also die Betreuung in Klinik und Wochenbett durch die Hebamme, sie vermitteln den jungen Müttern Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern. Dies wiederum erleichtert Ärzten die Arbeit und erspart dem Gesundheitssystem hohe Folgekosten, denn gut informierte Mütter umsorgen ihre Kinder kompetent und helfen damit, dass sie gesund aufwachsen.

Im April 2014 versprach Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, CDU, sich um das Problem der Hebammen zu kümmern. Tatsächlich ist seitdem Einiges passiert. Es gibt den Sicherstellungszuschlag, Verbesserungen bei der Vergütung und bei der Haftpflichtabsicherung der Hebammen. Diese Verbesserungen haben das Problem der in Klinik und Wochenbettbetreuung fehlenden Hebammen aber nicht nachhaltig gelöst. Parallel dazu wurde bis heute auch keine Lösung für das Haftpflichtversicherungsproblem der geburtshilflich, belegärztlich tätigen Frauenärzte gefunden.

Als Berufsverbände der Kinder- und Jugendärzte und Frauenärzte fordern wir zum Wohl der uns anvertrauten Kinder:

- eine bessere Vergütung für die Arbeit die Hebammen

- einen staatlichen Fonds, wie in Skandinavien, der anstelle der Hebammen und Frauenärzte geschädigte Kinder und Mütter absichert.

- 1:1-Betreuung unter der Geburt, statt Parallelbetreuungen von bis zu drei Frauen unter der Geburt. Gut betreute Gebärende brauchen weniger Schmerzmittel, es treten weniger Komplikationen auf Seiten des Kindes auf und damit auch seltener operative Entbindungen."

UDE/UK Essen: Verbundprojekt startet - Bauchspeicheldrüsenkrebs bekämpfen

Essen/Duisburg, 11. September 2017 - Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Krebserkrankungen. Mit insgesamt 1,3 Millionen Euro fördert die Deutsche Krebshilfe ein neues Verbundprojekt, um zu erforschen wie Therapieresistenzen bei dieser Krebsart verhindert werden können.
Das Projekt startet am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) des Universitätsklinikums Essen und fünf weiteren Standorten. Geleitet wird es von Prof. Jens Siveke, der an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Professur für Translationale Onkologie des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) innehat.

 

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit der höchsten krebsbedingten Sterblichkeit. Besonders das sogenannte duktale Pankreaskarzinom ist kaum behandelbar, weil die Tumorzellen gegen verfügbare Medikamente schnell resistent werden. „Nahezu jeder Patient entwickelt im Verlauf der Behandlung Resistenzen gegenüber einer Chemotherapie oder ist schon zu Beginn der Therapie resistent“, sagt Prof. Jens Siveke.

 

Regulatorische Proteine nutzen 

Der Grund dafür sind hochdynamische Prozesse im Erbgut des Tumors: Chromosomen bestehen aus einem Komplex aus DNA und Proteinen, dem sogenannten Chromatin. Ist die Chromatinstruktur stark kondensiert, hat die zelluläre Maschinerie keinen Zugang zur DNA. In gelockerter Form können dagegen Gene aktiviert werden. Durch Fehlregulationen werden so auch Abschnitte des Genoms freigelegt, die für die Entstehung von Therapieresistenz verantwortlich sind. Regulatorische Proteine, die den Kondensationsgrad und Ort des Chromatins kontrollieren, sind somit auch vielversprechende Zielstrukturen, um Resistenzen gegenüber Krebstherapien zu überwinden.

 

Im Verbundprojekt „Regulatoren von Tumorplastizität als therapeutische Zielstrukturen beim Duktalen Pankreaskarzinom“ identifizieren die Wissenschaftler Mechanismen der Chromatinregulation, die Genorte einer Chemotherapieresistenz kontrollieren. Ziel der Wissenschaftler ist es zudem, bestimmte Regulationswege des Tumors gezielt umzuprogrammieren, damit er für Medikamente und Immuntherapien wieder angreifbar wird.

 

Das Konsortium kombiniert dabei neueste Techniken der Chromatin- und Genomanalyse mit einem gezieltem „Drug-Development“-Ansatz. Die molekularen Ursachen von Resistenzen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs werden sowohl an neu entwickelten in vitro- und in vivo-Modellen, als auch an Tumorproben aus klinischen Studien untersucht.

 

Das Verbundprojekt schließt Wissenschaftler der Universitätskliniken Bochum, Frankfurt, Göttingen, Ulm und Würzburg ein. Es wurde von der Deutschen Krebshilfe im Förderschwerpunkt „Translationale Onkologie“ in einem zweistufigen Auswahlverfahren als eines von vier geförderten Projekten ausgewählt. Der Förderzeitrum beträgt drei Jahre und umfasst 1,3 Millionen Euro.

MDK vergibt Bestnote 1,0 an den Ambulanten Pflegedienst medidoc

Duisburg, 11. September 2017 - Zum wiederholten Mal kann sich die medidoc GmbH, ambulanter Pflegedienst, über eine Top-Bewertung seiner Arbeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) freuen. Im aktuellen Prüfbericht wird dem Pflegedienst wieder in allen Kategorien hervorragende Arbeit bescheinigt.
Zwei Gutachter des Medizinischen Dienstes prüften das Duisburger Unternehmen auf Herz und Nieren. Beurteilt wurden die Bereiche: Pflegerische Leistungen, die ordnungsgemäße Durchführung von ärztlich verordneten Behandlungen, die Organisation des Pflegedienstes sowie die Kundenzufriedenheit. Erstmalig wurde auch der Bereich der Abrechnungen durch den MDK geprüft.
 In allen Punkten ergab die Prüfung die Bestnote 1,0. Damit liegt der ambulante Pflegegdienst medidoc über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Kundenzufriedenheit, die zufallsartig bei mehreren Klientinnen und Klienten vor Ort angefragt wurde, war vorbildlich. Der Pflegezustand war bei allen in die Stichprobe einbezogenen Pflegebedürftigen sehr gut.
„Wir freuen uns sehr über das tolle Ergebnis der Prüfung. Das ist die Bestätigung der fachlich sehr guten Arbeit unseres kompetenten und engagierten Mitarbeiterteams. Besonders freuen wir uns über das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten, die wieder einmal bestätigt haben, wie zufrieden sie mit uns sind. Das Engagement jedes Einzelnen kommt den Menschen vor Ort zu Gute. Auf diesen erfreulichen Resultaten werden wir uns aber nicht ausruhen. Das Wohl der Menschen, die wir pflegen und betreuen liegt uns besonders am Herzen. Sie sollen sich von uns immer bestens versorgt fühlen. Das ist unser Ziel. Daran und dafür arbeiten wir tagtäglich“, sagt Malgorzata Szajkowska, Geschäftsführerin der medidoc GmbH.
Einsehbar ist das Ergebnis unter
http://www.aok-pflegedienstnavigator.de medidoc GmbH, Ambulanter Pflegedienst: Begonnen hat der ambulante Pflegedienst vor zwölf Jahren mit Leistungen zur häuslichen Krankenpflege. Durch die Zusammenarbeit mit dem Palliativnetz Duisburg wurde das Leistungsspektrum um die ambulante Palliativpflege erweitert. Seit 8 Jahren besitzt der Pflegedienst die Zulassung als anerkannter Palliativpflegedienst mit Verträgen mit allen Krankenkassen.
Im Jahr 2010 hat die Geschäftsführung von medidoc die Genossenschaft „Palliativ Care Duisburg e.G.“ für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) mitbegründet. Seit 2011 ist der Pflegedienst medidoc Kooperationspartner dieser Genossenschaft. Alle Mitarbeiter im Palliativbereich verfügen über die Fachweiterbildung und Erfahrungen in der Palliativversorgung. Gemäß des Slogans „mehr als Pflege“ engagiert sich das Team von medidoc auch in anderen Bereichen.
In regelmäßigen Abständen finden Informationsveranstaltungen für Betroffene und Angehörige rund um das Thema Pflege statt. Auch Kochabende für Patientinnen und Patienten und „Letzte Hilfe Kurse“ für Bürgerinnen und Bürger werden regelmäßig organisiert und durchgeführt.

Pflegedienstleiter, Martin Schaier, seine Stellvertreterin Lisa Mundil (l.) und Danica Jordan Qualitätsmangerin (M.) von medidoc freuen sich über die Bestnote nach der MDK-Prüfung.

NRW-Krankenhäuser: Mehr Personal und Patienten im Jahr 2016

Duisburg, 06. September 2017 - In den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern sind sowohl die Zahl der vollstationären Behandlungen als auch die Zahlen des ärztlichen und nichtärztlichen Personals gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, wurden im Jahr 2016 in den NRW-Krankenhäusern gut 4,6 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Das waren 2,0 Prozent mehr als im Jahr 2015 (4,5 Millionen).
Die Beschäftigtenzahl im Pflegedienst stieg 2016 gegenüber dem Vorjahreswert um 1,8 Prozent auf 102 081 Beschäftigte (2015: 100 312). Die Zahl der hauptamtlichen Ärztinnen und Ärzte war mit 41 262 Personen um 3,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor (2015: 39 921).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, ist im Langzeitvergleich die Verweildauer von Patienten in Krankenhäusern um durchschnittlich 2,8 Tage gesunken: 2016 blieben Personen im Schnitt 7,2 Tage im Krankenhaus (2015: 7,3 Tage); im Jahr 2000 hatte die Verweildauer noch bei zehn Tagen gelegen.

Der Bestand an Krankenhäusern ist - auch aufgrund von Fusionen - im Vergleich zum Jahr 2000 um 114 Häuser (-24,7 %) auf 348 gesunken (2015: 352). Die Zahl der Krankenhausbetten sank im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent (IT.NRW)

 

 

Babyboom in neuen Räumen: Sana Kliniken Duisburg bieten Müttern und Neugeborenen neue Räumlichkeiten

Duisburg, 06. September 2017 - Duisburgs geburtenstärkste Klinik stellt jährlich einen neuen Babyrekord auf. In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl der Geburten verdoppelt, im letzten Jahr kamen hier 1.787 Babys zur Welt.

Die Räumlichkeiten sind längst zu knapp geworden. Nachdem im vorletzten Jahr ein zusätzlicher vierter Kreißsaal eröffnet wurde, steht für Mütter und ihre Babys nun auch eine neue Geburtshilfestation bereit. Eine komplett sanierte Station im Haupthaus bietet Müttern und ihren Babys während des Aufenthaltes mehr Komfort in größeren Räumlichkeiten.

Die neue Station bietet ein modernes Ambiente mit hellen und modern gestalteten Zimmern, neu umgebauten Bädern und wesentlich mehr Platz als zuvor. Ein integrierter Wahlleistungsbereich mit einem zusätzlichen großen wohnlichen Familienzimmer lässt keine Wünsche offen. Zukünftig können Mütter mit ihren Babys von Ankunft bis zur Entlassung die Station genießen. Mit der Zielsetzung der kurzen Wege ist auch das Untersuchungszimmer für die Neugeborenen direkt auf der Station zu finden. Ebenso gibt es ein Stillzimmer sowie einen gemütlichen Aufenthaltsraum, in dem täglich ein Frühstücksbuffet angeboten wird.

„Das gesamte Team freut sich, die frisch gebackenen Eltern und ihre Kinder zukünftig in diesem Ambiente versorgen zu können“, so Chefarzt Prof. Dr. Markus Schmidt (Foto). Insgesamt 750 Tausend Euro wurden in den Umbau der Geburtshilfestation investiert. „Uns war es wichtig, mit dieser Modernisierung den Wünschen und der hohen Nachfrage unserer Patientinnen entgegenzukommen“, so Geschäftsführer Dr. Stephan Puke. Daher habe man bereits vor dem Klinikneubau dieses Projekt umgesetzt.

 

„Ich hab den ganzen Tag nach Luft geschnappt“

Die Geschichte von Heinz Gerd Fels zeigt, wie winzige Ventile die Lebensqualität von Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankungen nachhaltig verbessern können. 

Duisburg, 06. September 2017 - Die Luftnot beginnt schleichend. Lange Zeit macht sich Heinz Gerd Fels darüber kaum Gedanken. Mit Ende 50 ist das eben so, denkt er. Doch irgendwann fällt ihm der Alltag zunehmend schwerer. Sein Job als Maschinenbauer, die Gartenarbeit, die Treppe nach oben ins Schlafzimmer. Schließlich geht er zum Hausarzt. Die Diagnose nach dem Lungenfunktionstest ist ein Schock: Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD. Eine Krankheit mit schlechter Prognose, bei der die Funktion der Lungenbläschen gestört ist und der Luftaustausch immer schleppender wird. Fels bekommt Medikamente, beginnt eine Reha. Doch sein Zustand wird eher schlechter als besser. Nach ein paar Treppenstufen braucht er 20 Minuten Pause, um wieder zu Atem zu kommen. Seinen Job muss er mit 63 schließlich aufgeben.

„Diese Atemnot hat mich extrem eingeschränkt. Mein Alltag bestand fast nur noch darin, nach Luft zu schnappen“, erinnert sich der heute 68-Jährige. Auch das Herumtollen mit seinen Enkelkindern schafft er nicht mehr. „Da habe ich mich hingesetzt und recherchiert, ob es nicht neue Behandlungsmethoden gibt.“ Schließlich stößt er auf einen Zeitungsbericht über eine schonende Therapie mit sogenannten Lungenventilen und auf Dr. Nikolaus Büchner, Chefarzt der Pneumologie am Helios Klinikum Duisburg. Fels macht sofort einen Termin aus. „Eine meiner besten Entscheidungen“, sagt er heute.

Auch wenn er für die Behandlung rund 150 Kilometer zurücklegen muss. Denn Fels wohnt in einem kleinen Städtchen in Niedersachsen nahe der niederländischen Grenze. Dr. Büchner (Foto links) versucht deshalb, die umfassende Diagnostik möglichst an einem Termin zu machen und nimmt sich viel Zeit. „Durch spezielle Tests können wir das Stadium der Erkrankung ziemlich genau feststellen. Davon hängt dann die weitere Therapie ab. Bei Herrn Fels waren die Aussichten gut, dass die Lungenventile viel bewirken können“, erklärt der erfahrene Pneumologe.

 

Wie aber funktionieren diese Ventile genau? Dazu muss man wissen, wie die Lunge arbeitet: Millionen kleine, weit verzweigte Bläschen, die sogenannten Alveolen, sorgen täglich dafür, dass mit der Atmung einströmender Sauerstoff ins Blut gelangt. Gleichzeitig filtern sie das im Körper verbrauchte Kohlenstoffdioxid heraus. Bei vielen Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen ist dieser Prozess allerdings empfindlich gestört. Ihnen stehen im Laufe der Zeit immer weniger funktionierende Bläschen zur Verfügung.

„Der Druck wird größer, viele Alveolen reißen und verbinden sich zu ausgedehnten Blasen, in denen die Luft quasi ‚hängenbleibt’, sogenannte Emphysemblasen“, so Büchner. So verringert sich die Gesamtfläche der Lunge und es wird weniger Sauerstoff ins Blut abgegeben. Die Ausdauer sinkt rapide. Zur Linderung der Symptome setzen die Mediziner deshalb vermehrt winzige, nur wenige Millimeter große Ventile in bestimmte Bronchienzweige ein. Sie lassen die dort eingeschlossene Luft entweichen und verhindern, dass neue hinein gelangt. Damit wird der erkrankte Bereich vom Luftkreislauf abgeschnitten und der Rest der Lunge ist leistungsfähiger. Mit speziellen Messverfahren – der katheterbasierten Luftstrommessung, bei der die Belüftung der Lunge über ein Bronchoskop getestet wird – bestimmen die Ärzte die genaue Platzierung der Ventile.

„Nicht alle Patienten sind dafür geeignet, vor allem, wenn die Erkrankung schon zu weit fortgeschritten ist. Bei Herrn Fels konnten wir aber noch problemlos welche setzen.“ Heinz Gerd Fels stimmt sofort zu, wenig später folgt der kleine Eingriff. „Schon nach einer halben Stunde war alles vorbei“, erinnert sich der Neuenhauser. „Ich hatte noch ein leichtes Ziehen im Brustkorb, aber ich habe sofort gemerkt, dass mir das Atmen leichter fällt. Ein unfassbares Gefühl.“

Fels bleibt noch ein paar Tage zur Beobachtung in der Klinik, Physiotherapeuten unterstützen ihn bei den ersten längeren Spaziergängen. Nach seiner Rückkehr in die Heimat ist alles anders: „Ich konnte wieder mit meinen Enkeln spielen, die Treppe zügig steigen und meinen Rasen in einem durchmähen. Früher musste ich nach einer Bahn lange Pausen einlegen.“ Für Heinz Gerd Fels haben die Ventile alles verändert. Und noch immer fährt er die 150 Kilometer zu den regelmäßigen Kontrollterminen nach Duisburg. „Dr. Büchner ist der Arzt, dem ich das zu verdanken habe und dem ich vertraue. Deshalb möchte ich auch, dass er mich auf meinem Therapieweg bis zum Ende begleitet.“

Studenten schnuppern Praxisluft - BG Klinikum Duisburg und Steinbeis-Hochschule unterzeichnen Kooperationsvertrag

Duisburg, 04. September 2017 - Das BG Klinikum Duisburg und die Steinbeis-Hochschule Berlin (Standort Essen) werden in Zukunft in den Bereichen Medizin und Pflege intensiv zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung ist vom Vorsitzenden der Geschäftsführung der Klinik Ralf Wenzel, Pflegedirektor Oliver Wittig und Prof. Dr. Herbert Hockauf von der Steinbeis-Hochschule in Duisburg unterzeichnet worden.
„Wir freuen uns sehr, ab jetzt eine direkte Anbindung an eine derart renommierte universitäre Institution zu haben“, sagte Wenzel im Rahmen der Veranstaltung.
Studieren und Alltag einer Unfallklinik erleben Die Kooperation sieht etwa vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BG Klinikums gezielt in Essen studieren und hochqualifizierte Bachelor- und MasterAbschlüsse erwerben können.

„Im Gegenzug werden unsere Studentinnen und Studenten, aber auch die Absolventen, in Duisburg intensiv Praxisluft schnuppern und die Abläufe in einer Unfallklinik – etwa im Bereich Pflege – ausführlich kennenlernen“, beschrieb Hockauf weitere wichtige Bausteine der Kooperation.

Hospitationen und Praktika Geplant seien u.a. Hospitationen und Praktika in medizinischen Abteilungen des BG Klinikums Duisburg wie Rückenmark- und Brandverletzungen. „Ein weiterer Schwerpunkt wird darüber hinaus die Arbeit auf den verschiedenen Intensivstationen unseres Hauses sein“, erklärte Oliver Wittig, der Pflegedirektor der Unfallklinik. Ergänzend dazu würden in Duisburg ab sofort Veranstaltungen für Studierende im Bereich Pflege durchgeführt.

„Ich denke, wir haben damit ein Maßnahmenpaket geschnürt, das für beide Seiten gleichermaßen attraktiv und gewinnbringend ist“, fasste Wenzel die Vorteile der neuen Kooperation zusammen.  

Ralf Wenzel, Vorsitzender der Geschäftsführung des BG Klinikums Duisburg, (links, Prof. Dr. Herbert Hockauf vom Steinbeis-Transfer-Institut (Mitte) und Pflegedirektor Oliver Wittig (rechts) bei der Kick-off-Veranstaltung. (Bild: BG Klinikum Duisburg)

 

Die Leber – Ärztesymposium rund um neueste Diagnostik- und Therapieverfahren

Duisburg, 01. September 2017 - Am kommenden Donnerstag, 7. September, findet das erste Fachsymposium unserer beiden „neuen“ Chefärzte Priv.-Doz. Dr. Daniel Benten und Priv.-Doz. Marco Das statt, die im letzten und dieses Jahr ihren Dienst bei uns aufgenommen haben. Im Fokus der Fachveranstaltung: Neue Therapien bei Lebererkrankungen.

 

Versichertenbefragung 2017: Ärzte im Rheinland punkten mit Kompetenz und Empathie

Düsseldorf/Duisburg, 31. August 2017 - Die niedergelassenen Ärzte im Rheinland genießen weiterhin großes Vertrauen bei ihren Patienten – dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und ihre Auswertung für Nordrhein. 91 Prozent der Befragten aus Nordrhein gaben an, ein „gutes“ bis „sehr gutes“ Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt zu haben und beurteilten auch dessen Fachkompetenz zu 93 Prozent mit „gut“ bis „sehr gut“.
Ebenfalls erfreulich: Die Mediziner in Nordrhein nehmen sich Zeit für Ihre Patienten. Über 70 Prozent der hiesigen Patienten erhielten nach eigener Aussage von ihren Ärzten hilfreiche Erklärungen zur Diagnose und Behandlungstherapie – im Bundessschnitt sind es nur etwas mehr als die Hälfte.

 

„Ich freue mich über die guten Umfrageergebnisse und vor allem darüber, dass die Einschätzung der ärztlichen Arbeit aus Patientensicht wie in den Vorjahren konstant positiv ausfällt“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. „Unsere Mitglieder verdienen sich das in sie gesetzte Vertrauen durch ihre große Sach- und Fachkenntnis und den Einsatz, den sie täglich in ihren Praxen bei der ambulanten Versorgung ihrer Patienten an den Tag legen.“

 

Thema Wartezeiten – nur für wenige Versicherte zu lang

Zu den zentralen Elementen der Versichertenbefragung zählt auch das Thema Wartezeiten. Befragt zu ihrem letzten Arztbesuch antworteten 43 Prozent der nordrheinischen Patienten, den Termin entweder sofort oder nach einer Wartezeit von maximal drei Tagen erhalten zu haben. Bei 25 Prozent betrug die Wartezeit zwischen einer und drei Wochen, 16 Prozent gaben eine Wartezeit von über drei Wochen an. In Summe empfanden nur wenige Befragte (22 Prozent) diese Zeiten als zu lang, die Mehrheit (77 Prozent) zeigte sich zufrieden.

 

Hohe Arztdichte im Rheinland

Im Zusammenhang mit der Terminsuche wurden die Patienten in diesem Jahr auch zur Arztdichte im eigenen Umfeld befragt. Ergebnis: Drei Viertel der Befragten (76 Prozent) gaben an, am Wohnort genügend Hausärzte vorzufinden. Schlechter wird die fachärztliche Versorgung am Wohnort bewertet – diese halten rund 60 Prozent für genügend. Besonders nachgefragt sind im Rheinland nach Aussage der Patienten Termine bei Neurologen und Kardiologen.

 

Gute Bewertungen für Termin-Servicestelle

Um gesetzlich versicherten Patienten bei der Terminsuche zu unterstützen und in medizinisch dringenden Fällen zeitnah eine Facharztbehandlung zu vermitteln, mussten die Kassenärztlichen Vereinigungen auf Wunsch des Gesetzgebers Anfang 2016 die so genannten Termin-Servicestellen einführen. Über anderthalb Jahre nach dem Start des Betriebs bewerten die Befragten die Arbeit der Termin-Servicestelle in Nordrhein besonders positiv: Ihre Bekanntheit unter den Patienten in Nordrhein liegt mit 65 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt (60 Prozent). Patienten, die den Service im Rheinland bereits genutzt haben, sind darüber hinaus überdurchschnittlich zufrieden damit: Fast 70 Prozent gaben an, eine gute bis sehr gute Erfahrung mit dem Service gemacht zu haben (im Bund: 61 Prozent).

 

„Dass die Patienten mit der Arbeit unserer Termin-Servicestelle mehrheitlich zufrieden sind, freut mich, denn der Aufwand, den unsere Mitarbeiterinnen und Dienstleister für den reibungslosen Betrieb leisten, ist erheblich. Gleichwohl halten wir die Servicestelle grundsätzlich nach wie vor für entbehrlich, zumal die Ergebnisse der aktuellen Versichertenbefragung einmal mehr zeigen, dass es kein generelles Problem mit Wartezeiten für gesetzlich versicherte Patienten in unserem Land gibt. Deshalb empfehle ich weiterhin, bei gesundheitlichen Problemen den Weg über den eigenen Hausarzt zu gehen, der dann über eine weitere Facharztbehandlung entscheidet und seine Patienten bei Bedarf bei der Terminvereinbarung mit einem fachärztlichen Kollegen unterstützt“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

 

Für die aktuelle Versichertenbefragung der KBV hat die Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH von Mitte Mai bis Ende Juni 2017 bundesweit in insgesamt 6.105 zufällig ausgewählte Bürger telefonisch befragt – darunter 572 aus dem Bereich Nordrhein. Die Befragungen finden bereits seit zehn Jahren im Jahresrhythmus statt.

 

 

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein stellt die ambulante medizinische Versorgung für fast zehn Millionen Menschen im Rheinland sicher. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 19.500 Vertragsärzte, Psychotherapeuten und Ermächtigte.
Für die Mitglieder trifft die KV Nordrhein unter anderem Vereinbarungen mit den Krankenkassen, die die Grundlage für die Behandlung der Patienten, die Honorierung der Ärzte und die Qualitätssicherung bilden. Zu den weiteren Aufgaben zählen das Abrechnen der ärztlichen Leistungen und die Verteilung des Honorars an die Ärzte. Darüber hinaus setzt sich die KV Nordrhein als Interessenvertreter ihrer Mitglieder ein, die sie in allen Fragen von der Abrechnung bis zur Zulassung berät.