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Düsseldorf/Duisburg, 17. Januar 2026 -
Die Grippe- und Erkältungssaison im Land ist in vollem
Gange. Entsprechend hoch ist derzeit die Auslastung von
Haus- und Kinderarztpraxen sowie des ambulanten Notdienstes.
Vor allem von der Influenza sind laut Robert-Koch-Institut
(RKI) momentan nahezu alle Altersgruppen betroffen. Ebenso
sind RSV- und Corona-Erkrankungen zunehmend verbreitet.
Empfehlung: bei Symptomen besser auskurieren
„Die Lage in den Praxen ist insgesamt zwar noch nicht
besorgniserregend, dennoch sollten wir mit Blick auf die
nahenden Tage des Straßenkarnevals achtsam sein. Das heißt:
Wer Symptome verspürt, an Fieber, Husten und Schmerzen
leidet, bleibt am besten zu Hause und kuriert sich in Ruhe
aus. Ebenso helfen Hygienemaßnahmen wie das Einhalten der
Husten- und Niesetikette, regelmäßiges Händewaschen oder
Abstandhalten. Vulnerable Gruppen sollten in diesen Tagen
besonders auf sich achten, damit sie unbeschadet durch die
Winterzeit kommen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der
Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Dr. med.
Frank Bergmann.

Ärztlicher Rat, ohne das Haus zu verlassen:
Videosprechstunde Und wenn es doch ärztlicher
Rat gefragt ist? „Außerhalb der regulären
Praxisöffnungszeiten der Haus- und Fachärzte, vor allem am
Wochenende oder an Feiertagen, hilft Erkrankten in Nordrhein
der ärztliche Bereitschaftsdienst“, sagt Dr. Bergmann. „Und
das verlässlich, niedrigschwellig und ohne Umwege über die
Klinik.“ Erste Anlaufstelle ist die
kostenlose Servicenummer 116 117. Sie ist rund um
die Uhr erreichbar und führt Patientinnen und Patienten nach
einer strukturierten Ersteinschätzung direkt zum passenden
Angebot: entweder in eine der rund 90 Notdienstpraxen der
KVNO oder – wenn nötig – vermittelt sie einen ärztlicher
Hausbesuch bei immobilen Personen. Die dritte Möglichkeit
verspricht ebenfalls Hilfe ohne das Haus zu verlassen: eine
Videosprechstunde – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Videosprechstunden im ambulanten
Bereitschaftsdienst Die Videosprechstunden der
KVNO machen medizinische Hilfe besonders schnell und
unkompliziert: Kinder, Jugendliche und Erwachsene können
Beschwerden per Video-Gespräch mit einem Arzt/einer Ärztin
zunächst abklären, geeignete Behandlungsschritte besprechen
und bei Bedarf ein eRezept erhalten – häufig erübrigt sich
danach der Besuch in der Praxis. Der Zugang läuft über die
Rufnummer 116 117 oder direkt über die Seiten
www.kvno.de/kinder bzw.
www.kvno.de/erwachsene
Nach der
Anmeldung kommt der Terminlink per E‑Mail. Notwendig sind
nur die Versichertendaten, eine stabile Internetverbindung
sowie Smartphone, Tablet oder Computer mit Kamera und
Mikrofon – idealerweise in ruhiger Umgebung. Die
kinderärztliche Videosprechstunde ist samstags, sonntags und
feiertags von 10 bis 22 Uhr verfügbar, das Angebot für
Erwachsene samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 21
Uhr. Ärztliche Hausbesuche vor allem für
Bettlägerige möglich Für nicht mobile
Patientinnen und Patienten organisiert die 116 117 einen
ärztlichen Hausbesuch. Auf Wunsch informiert der Service
über die Erreichbarkeit fachärztlicher Notdienste im
Landesteil, etwa Augenheilkunde, HNO und Kinder.
Adressen und Öffnungszeiten der Notdienstpraxen in Nordrhein
stehen online unter
www.kvno.de/notdienst
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