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Krank im Urlaub: TK-Versicherte können Auslands-Rechnungen online einreichen

Düsseldorf, 7. Juli 2016 - Ein Tritt in den Seeigel, ein gebrochener Fuß beim Wandern oder eine ernsthafte Infektion - nicht immer verläuft der Urlaub nach Plan. Allein bei der Techniker Krankenkasse (TK) sind im vergangenen Jahr rund 75.000 Versicherte mit einer Arzt- oder Zahnarztrechnung im Gepäck aus dem Auslandsurlaub zurückgekehrt. In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einen Teil der Kosten.

"Damit unsere Versicherten schneller und unkomplizierter an ihr Geld kommen, hat die TK ein neues Online-Verfahren entwickelt", sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen (NRW). "Sie können ihre Rechnungen mit dem Smartphone einfach abfotografieren und per Internet an uns übermitteln", erläutert van Aalst. "Wenn alles glatt läuft, haben die Versicherten schon wenige Tage später ihr Geld."

Auslandskrankenschein empfehlenswert
In vielen Ländern Europas können gesetzlich Versicherte zwar medizinisch notwendige Leistungen über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) oder einen "Auslandskrankenschein" in Anspruch nehmen. Weil die medizinische Versorgung im Ausland dennoch eingeschränkt sein kann, empfiehlt die TK Reisenden, immer eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Wird die EHIC im Einzelfall nicht akzeptiert, erhält der Versicherte eine Privatrechnung. Diese kann er dann bei seiner Krankenkasse zur Prüfung einer Kostenerstattung einreichen. Eine Erstattung erfolgt in der Regel in Höhe der deutschen Vertragssätze, jedoch maximal in Höhe des Rechnungsbetrages.

 

Verdacht auf Behandlungsfehler: Neue TK-Broschüre unterstützt Patienten

Düsseldorf, 10. Juni 2016 - Das neue künstliche Hüftgelenk knarrt, das Brustimplantat besteht aus billigem Industriesilikon oder der Patient hat einfach nach der Operation das mulmige Gefühl, dass etwas schiefgelaufen ist. Schnell steht der Vorwurf eines Behandlungsfehlers im Raum. Mit einer neuen Broschüre gibt die Techniker Krankenkasse (TK) allen Versicherten einen Leitfaden an die Hand, was sie in solch einer belastenden Situation tun können und welche Rechte sie haben.

Erst mit dem Arzt sprechen
Generell sollten Betroffene bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler zuerst das Gespräch mit dem Arzt suchen. Werden die Zweifel nicht ausgeräumt, kann er sich an seine Krankenkasse wenden. Günter van Aalst, Leiter der TK Landesvertretung in NRW erklärt das Procedere: "Sollte sich in den Gesprächen mit der Kasse ein Verdacht auf einen Behandlungsfehler erhärten, wird zunächst ein Gutachten erstellt. Sofern daraufhin eine außergerichtliche Einigung mit den Ärzten und/oder Kliniken nicht möglich ist, wird die Krankenkasse den ihr entstandenen Schaden durch ein gerichtliches Verfahren einfordern. Der Versicherte kann den Ausgang des Prozesses abwarten und dadurch einschätzen, ob eine eigene Klage Aussicht auf Erfolg hat und dabei Gutachten der Kasse kostenlos nutzen."

Chirurgische Behandlungsfehler am häufigsten
Mehr als 840 Versicherte aus NRW haben sich 2015 bei der TK wegen des Verdachts auf einen ärztlichen Fehler gemeldet. Allein 389 Fälle verzeichnet die Kasse im chirurgischen Bereich. Auf Platz zwei landeten die Zahnmediziner mit 105 Verdachtsfällen, gefolgt von den Gynäkologen (72 Verdachtsfälle) und Orthopäden (67 Verdachtsfälle). Im vergangenen Jahr hat die TK bundesweit 14 Millionen Euro von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Falschbehandlungen zurückgefordert – für NRW waren es circa 3,5 Millionen.

 

Arzneimittelausgaben auf Rekordhoch
Frühe Nutzenbewertung muss in die medizinischen Leitlinien

Frankfurt, 23. Februar 2016 - Ärzte, Pharmaunternehmen, Patienten und Krankenkassen fordern seit langem, dass das AMNOG und damit die Ergebnisse der frühen Nutzenbewertung in der Arztpraxis ankommen müssen.

"Derzeit erhalten einige Patienten neue Therapien nicht schnell genug, andere bekommen teure Präparate, die keinen Zusatznutzen haben", so Tim Steimle, Leiter Fachbereich Arzneimittel der Techniker Krankenkasse (TK), auf der Pharma 2016 in Frankfurt. "Wir wünschen uns daher, dass die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschuss  stärker in die Verordnungsentscheidungeinbezogen werden."

Die Ergebnisse der frühen Nutzenbewertung in den medizinischen Leitlinien zu berücksichtigen, würde die Ärzte bei der Therapiewahl unterstützen und gleichzeitig dem Einfluss der Pharmaindustrie auf die Leitlinien entgegenwirken.

Steimle: "Der Arzt steht derzeit in einem Konflikt. Er soll die Leitlinien berücksichtigen, die aber häufig eine andere Empfehlung geben als die frühe Nutzenbewertung."

Die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen waren 2014 auf einem Rekordhoch von 33 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 stiegen die Ausgaben erneut um etwa fünf Prozent auf circa 35 Milliarden Euro. Kostentreiber sind vor allem teure innovative Arzneimittel gegen Hepatitis-C und Kombinationstherapien gegen Krebs. Kann das Pharmaunternehmen für ein neues Präparat im Rahmen der frühen Nutzenbewertung keinen Zusatznutzen gegenüber älteren Vergleichstherapien nachweisen, darf es bislang auch keinen höheren Preis dafür nehmen. Eine Regelung an der auf keinen Fall gerüttelt werden sollte. Denn eine Lockerung dieses Preisankers würde zu weiteren Mehrausgaben der Krankenkassen führen.
"Diese werden sich wahrscheinlich auch in einem höheren Beitragssatz widerspiegeln", so Steimle.

Die TK setzt sich hingegen dafür ein, dass die Preise von Arzneimitteln, die ihren Zusatznutzen noch nicht belegen konnten, bis zum Beleg des Zusatznutzens zumindest in Teilen geheim bleiben und kommt damit der Industrie ein Stück entgegen. Ziel ist es mit Hilfe des geheimen Rabattes unnötige Marktrücknahmen zu Lasten der Patienten zu vermeiden. Denn ein
öffentlicher Rabatt in Deutschland kostet die Industrie auch in anderen Ländern Geld, da sich die Preise im Ausland häufig am deutschen Markt orientieren. In Folge des niedrigen Preises nehmen die Hersteller das Präparat in Deutschland wieder vom Markt, obwohl möglicherweise bereits viele Patienten auf das neue Medikament eingestellt sind.

Ein weiterer Kritikpunkt der TK: "Wir sehen keinen Sinn darin, dass die Pharmaunternehmen in den ersten zwölf Monaten den Preis für ein neues Medikament selbst festlegen dürfen und die Kassen diesen bezahlen müssen - unabhängig davon ob es später einen Zusatznutzen nachweisen kann oder nicht. Dies erhöht lediglich den Anreiz für die Hersteller bereits im ersten Jahr nach Marktzugang möglichst viel Umsatz, also große Patientenzahlen, zu generieren.", so Steimle.

 

'Sport als Therapie' auch für Krebspatienten

Berlin/Duisburg, 17. Februar 2016. Anstatt sich zu schonen, sollten sich Krebspatienten schon in der akuten Krebstherapie moderat bewegen, um die körperlichen Belastungen von Operation und Chemotherapie besser verkraften zu können. Aktuelle Studien zeigen, dass etwa  Brustkrebs-Patientinnen so ihre Lebensqualität verbessern und auch ihre Lebenserwartung deutlich verlängern konnten. Aus diesem Grund weitet die Techniker Krankenkasse (TK) ihr Angebot "Sport als Therapie" ab sofort auch auf die häufigsten Krebserkrankungen aus.
Ebenfalls neu: Ab März gibt es das Programm für Diabetiker und Patienten mit koronaren Herzerkrankungen auch bundesweit als telemedizinische Anwendung.

Voraussetzung dafür ist eine individuell verordnete Sporttherapie mit dem Ziel, den Patienten mehrere Stunden pro Woche einer, seiner Situation angemessenen mittleren Belastung auszusetzen - so wie es das Programm "Sport als Therapie" schon erfolgreich bei Diabetes- und Herzpatienten (KHK) tut.

Abgeschlagenheit, Angst und Kraftlosigkeit - wenn aus gesunden Menschen von einem Moment auf den anderen Krebspatienten werden, fallen viele erst einmal in eine Starre.
"Inaktivität ist an sich schon ein Risikofaktor für Krebs", sagt Professor Dr. Martin Halle von der Technischen Universität München (TUM). "Je eher wir damit beginnen, diese Inaktivität in eine Aktivität umzuwandeln, desto besser ist die Prognose des Tumorpatienten", so der Sportmediziner.

Und so geht es: Schon während des ersten Krankenhausaufenthaltes stellt der Arzt einen aus mehreren Modulen bestehenden Behandlungsplan auf, der neben gesunder Ernährung, psychoonkologischer Betreuung und einem Gesundheits-Coaching noch während der Chemotherapie und Bestrahlung auch eine Sporttherapie vorsieht. Dabei wird das Trainingsprogramm individuell an die Therapie, die jeweilige Symptomatik und die subjektive Verfassung des Patienten angepasst: "Es geht darum, dass der Patient sich von Beginn an daran gewöhnt, selbst für sich etwas zu tun. Das ist gut für die eigene Psyche. Und die Bewegung fördert die Verträglichkeit der Chemotherapie", so Halle.

"Hightech-Medizin und neue Behandlungsmethoden haben dafür gesorgt, dass die Prognose für viele Krebspatienten heute besser ist als noch vor 25 Jahren", sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK.

"Die Studienergebnisse machen aber deutlich, dass sich die individuellen Therapieergebnisse und Prognosen noch verbessern lassen, wenn Patienten sich aktiv an der Therapie beteiligen", so Ballast. Auch deshalb setzt die TK auf die Eigenverantwortung gut informierter Patienten. Einen neuen Weg gehe die TK auch mit der Erweiterung des Therapieangebotes mithilfe der Telemedizin: "Auf diese Weise bringen wir medizinische Exzellenz aus München an jeden beliebigen Standort in Deutschland. Das ist neu und ein gutes Beispiel dafür, welche Rolle der Faktor 'Digitale Technik' im Wettbewerb um mehr Qualität im Gesundheitswesen zukünftig einnehmen wird", so Ballast.

 

Ärzte Fehler?
2015 mehr als 840 Verdachtsfälle bei der TK in NRW

Düsseldorf/Duisburg, 10. Februar 2016 - Von der vergessenen Kompresse im Bauch bis zur OP am falschen Arm - wenn Ärzten Fehler unterlaufen, hat das für die Patienten oft gravierende Folgen. Mehr als 840 Versicherte aus Nordrhein-Westfalen (NRW) haben sich 2015 bei der Techniker Krankenkasse (TK) wegen des Verdachts auf einen ärztlichen Fehler gemeldet. Allein 389 Fälle verzeichnet die Kasse im chirurgischen Bereich. Auf Platz zwei landeten die Zahnmediziner mit 105 Verdachtsfällen, gefolgt von den Gynäkologen (72 Verdachtsfälle) und Orthopäden (67 Verdachtsfälle). Im vergangenen Jahr hat die TK bundesweit 14 Millionen Euro für die Versichertengemeinschaft von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Falschbehandlungen zurückgefordert – für NRW waren es circa 3,5 Millionen.

Hat ein Patient das Gefühl, bei seiner Behandlung sind Fehler unterlaufen, sollte er das Gespräch mit seinem Arzt suchen. Werden die Zweifel nicht ausgeräumt, kann er sich an seine Krankenkasse wenden. Sie berät und unterstützt den Versicherten – auch bei eventuellen Klageverfahren. "Leider ist die Verfahrensdauer in der Regel viel zu lang. In schweren Fällen können Versicherte nach einem Behandlungsfehler nicht mehr arbeiten und sind in ihrer finanziellen Existenz bedroht", erklärt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW. Dennoch warten die Betroffenen häufig 5 - 10 Jahre, bis klar ist, ob sie Schadensersatz erhalten. "Die Verfahren müssen viel schneller abgewickelt und die Betroffenen frühzeitig entschädigt werden. Zudem müssten Verzögerungstaktiken seitens der Haftpflichtversicherungen verhindert werden", so van Aalst.