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Tipps und Ratgeber  Tel.: 0203 / 48801101  -  Fax: 0203 / 48801107
www.verbraucherzentrale-ratgeber.de

 

April 2018

Erst der Finanzcheck, dann die Hausplanung
Grundwissen für Kauf oder Bau einer Immobilie

Duisburg, 19. April 2018 - Wie viel Haus kann ich mir leisten? Egal, ob die eigenen vier Wände ein wichtiges Lebensziel sind oder in Zeiten bröckelnder Rentenansprüche als Altersvorsorge dienen sollen: Diese Frage sollte geklärt sein, bevor es auf die Suche nach der passenden Immobilie geht. Zukünftige Eigentümerinnen und Eigentümer sollten unbedingt im Vorfeld prüfen, wo ihre Grenzen bei der finanziellen Belastbarkeit liegen. Der neue Ratgeber der Verbraucherzentrale „Meine Immobilie finanzieren. Haus oder Wohnung: kaufen, bauen, sanieren“ liefert wichtiges Grundwissen und hilft bei der Entscheidung. Zur Antwort auf die Frage, ob Pläne Wirklichkeit werden können, führt letztlich nur ein Weg: Kassensturz machen und rechnen.

 

Im Mittelpunkt des Buchs stehen die Abstimmung der Planung auf die persönlichen Verhältnisse, die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten und staatliche Förderungen. Außerdem erläutert das „Abc der Baufinanzierung“ die wichtigsten Fachausdrücke von Annuität bis Zielbewertungszahl. Der Ratgeber richtet sich in erster Linie an Bauherren und Käufer vor Vertragsabschluss. Ein Kapitel geht aber auch auf besondere Situationen in der Rückzahlungsphase eines Kredits und die Anschlussfinanzierung ein. Wer sich frühzeitig damit beschäftigt, vermindert das Risiko, später böse Überraschungen zu erleben.

Der Ratgeber hat 192 Seiten und kostet 16,90 Euro.
Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

 

Ein entscheidender Hausbesuch
Optimale Vorbereitung für das Pflegegutachten

Duisburg, 12. April 2018 - Wer pflegebedürftig ist, benötigt oftmals mehr Unterstützung, als Familie und Freunde leisten können. Für professionelle Hilfe kann Geld aus der Pflegeversicherung fließen, etwa für die ambulante Betreuung oder die Unterbringung in einem Heim. Voraussetzung für diese Leistungen ist immer ein Gutachtertermin. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Das Pflegegutachten. Antragstellung, Begutachtung, Bewilligung“ bereitet Betroffene optimal auf diesen Hausbesuch vor.

Bei gesetzlich Versicherten kommt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung zum Antragsteller, um das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit zu ermitteln. Mit den jüngsten Gesetzesänderungen 2017 wurden grundlegende Dinge geändert: Der Begriff der Pflegebedürftigkeit wurde neu geregelt und der Leistungsanspruch ausgebaut. Aber welche Kriterien sind wichtig? Wie läuft die Begutachtung überhaupt ab? Und wie lassen sich falsche Eindrücke vermeiden?

Der Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen und enthält einen Musterbrief für den Fall, dass Widerspruch gegen den Bescheid der Kasse eingelegt werden soll. Eine ausführliche Checkliste behandelt die Bereiche Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Arztbesuche und Medikamentengabe sowie Alltagsleben und soziale Kontakte. Dadurch wissen die Leserinnen und Leser im Vorfeld genau, auf welche Fragen sie sich für das Gutachten einstellen müssen.

Der Ratgeber hat 152 Seiten und kostet 9,90 Euro.

Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.


Künstliches Geschmackserlebnis durch Aromen
Den Geschmack von Apfelstrudel, Strawberry Cheesecake, Himbeertörtchen, Schoko-Kirsch Brownie oder Blueberry Muffin finden Kunden seit einiger Zeit im Teeregal. Allerdings befindet sich kein echter Kuchen im Tee. Die Basis des Gebäcks in der Tasse ist meist ein Früchtetee, der hauptsächlich aus den Zutaten Apfel, Hagebutte, Hibiskus oder Rooibos besteht.
„Für den Kniff mit dem Kuchen werden die handelsüblichen Tees mit viel Aroma in trendige Heißgetränke umgewandelt“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Für das süße, aber dennoch kalorienfreie Geschmackserlebnis von Kuchen auf der Zunge sorgen dann zum Beispiel Aromen mit Orangen-, Himbeer-, Käsekuchen- oder Muffingeschmack. Allerdings gibt es nur ganz wenige Kuchentees, die natürliche Aromastoffe enthalten.

Wer wissen will, welche echten Back-Zutaten in Kuchentees enthalten sind und welche Aromastoffe das Tee-und-Kuchen-Erlebnis künstlich nachbilden, sollte einen Blick auf die Zutatenliste der Verpackung riskieren. Zum Verständnis der Inhaltsstoffe steuert die Verbraucherzentrale NRW eine hilfreiche Aromakunde bei:

- Verwendung von Aromen: Etwa 10.000 verschiedene Aromen wurden bisher in der Natur aufgefunden.
Mit mehr als 2.000 Aromastoffen arbeitet die Lebensmittelindustrie, um Produkten Geschmack oder einen besonderen Geruch zu verpassen, eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten oder Rohstoffe einzusparen. Durch die Verwendung von Aromastoffen werden Produkte wie Tees mit völlig neuen Geschmacksrichtungen versehen. Auf diese Weise können herkömmliche Früchtetees auch in Tees mit Kuchengeschmack verwandelt werden.
Der Gebrauch von Aromen unterliegt jedoch europaweit gültigen gesetzlichen Regelungen und Zulassungsverfahren. Das bedeutet: Die Verwendung von Aromastoffen, die diese rechtlichen Hürden nicht genommen haben, sind verboten.

- Natürliches Aroma: Stoßen Verbraucher im Zutatenverzeichnis auf die Kennzeichnung „natürliches Blaubeeraroma“ oder „natürliches Erdbeeraroma“, muss das verwendete Aroma zu 95 Prozent aus der angegebenen Quelle – bei den Beispielen aus Blaubeeren beziehungsweise Erdbeeren – stammen.

Doch aufgepasst: Fehlen die Hinweise „Blaubeere“ oder „Erdbeere“ in dieser Wortverbindung bei der Aromaangabe und weist die Kennzeichnung lediglich auf die Verwendung eines „natürlichen Aromas“ hin, muss der Aromastoff des Produkts nicht zwingend aus der genannten Frucht stammen. Das verwendete Aroma kann auch aus anderen natürlichen Ausgangsstoffen hergestellt worden sein. Es muss einzig aus pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ausgangsstoffen stammen, die in der Natur nachgewiesen wurden.

- Synthetisches Aroma: Tauchen in der Zutatenliste Bezeichnungen wie „Aroma“, „Blaubeeraroma" oder "Aroma (Erdbeere)" auf, müssen Kunden damit rechnen, dass es sich hierbei möglicherweise um chemisch-synthetisch hergestellte Aromastoffe handelt, die den Produkten beigemengt wurden. Selbst bei der Beigabe von einem geringen Anteil echter Blau- oder Himbeeren werden die Tees zusätzlich und zum Teil sogar erheblich aromatisiert.

- Blick in die Zutatenliste: Bei verpackten Lebensmittelprodukten listet das Zutatenverzeichnis alle Zutaten auf. Am Anfang sind die Hauptzutaten mit dem höchsten Gewichtsanteil aufgeführt. Immer weiter abnehmend kommen die Zutaten, die in immer geringer werdenden Mengen im jeweiligen Produkt enthalten sind. Da Kuchentees bisweilen stark aromatisiert sind, können verwendete Zutaten wie „Aroma (Schoko-Kirsch-Brownie)“ oder „Aroma (Himbeertörtchen)“ an zweiter Stelle genannt sein und echte Himbeeren im Tee an letzter Stelle im Zutatenverzeichnis erscheinen.

 

Klimafreundlich unterwegs mit dem Elektrorad
Tipps für Sicherheit und Fahrspaß

Duisburg, 05. April 2018 - Der Markt für Elektrofahrräder floriert. Fast jedes fünfte verkaufte Rad in Deutschland hat mittlerweile einen Unterstützungsmotor. Der eingebaute Rückenwind bringt einige Vorteile: Längere Strecken und Steigungen können entspannter bewältigt und Leistungseinschränkungen besser ausgeglichen werden.
„Wer das Elektrofahrrad regelmäßig nutzt und dafür das Auto stehen lässt, leistet zudem einen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Zwar werden auch bei der Produktion eines Elektrofahrrads und bei der Erzeugung des Ladestroms Treibhausgase verursacht, jedoch sind diese pro Kilometer 14-mal geringer als bei einem Pkw.
Jetzt im Frühling rollen im Handel neue E-Rad-Modelle auf die Kunden zu. Für die aufwändigere Technik müssen Käufer allerdings tiefer in die Tasche greifen. Je nach Ausstattung können einige tausend Euro zusammenkommen. Damit Sicherheit und Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben, liefert das Projekt MehrWert NRW der Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps:

  • Pedelec und E-Bike: Am weitesten verbreitet sind sogenannte Pedelecs, bei denen Radler mittreten müssen. Die Elektro-Unterstützung endet bei einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern (km/h). Umgangssprachlich ist häufig vom E-Bike die Rede, wenn eigentlich Pedelecs (Kurzwort für Pedal Electric Cycle) gemeint sind. Verkehrsrechtlich sind Pedelecs Fahrräder: Es gibt keine Führerschein-, Helm- und Versicherungspflicht. Radwege dürfen benutzt werden. S-Pedelecs (schnelle Pedelecs), die erst bei 45 Stundenkilometern abschalten, und E-Bikes, die auch ohne Treten fahren, gelten hingegen als Kleinkrafträder.

  • Motor: Den höchsten Fahrkomfort und Stabilität bietet ein Mittelmotor, dessen Kraft über die Kette auf das Hinterrad übertragen wird. Preiswertere Elektrorad-Modelle haben häufig einen Nabenmotor am Vorderrad. Nachteil: Das Vorderrad kann leicht durchdrehen oder wegrutschen. Beim Heckantrieb sitzt der Elektromotor in der Hinterradnabe. Er wird vor allem für sportliche Räder genutzt.
     

  • Akku: Der Akku ist ein wesentlicher Kostenfaktor beim Elektrorad. Auf Reichweitenangaben ist jedoch wenig Verlass. Denn letztlich hängt es von vielen Faktoren ab, wie lang der Akku hält – etwa dem Gelände, der gewählten Unterstützung beim Treten und dem Gewicht von Fahrer und Ladung. Eine bessere Orientierung bietet die Speicherkapazität. Sie wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Typische Kapazitäten für Pedelec-Akkus bewegen sich zwischen 300 und 500 Wattstunden. Viele Räder schaffen damit in der Praxis zirka 60 Kilometer. Vor dem Kauf sollte man unbedingt prüfen, ob ein Ersatz-Akku erhältlich und wie teuer dieser ist.

  • Sicherheit: Das höhere Gewicht und der Antrieb durch den Elektromotor sorgen für ein anderes Fahrgefühl. Das schnellere Tempo birgt zudem ein höheres Unfallrisiko. Besonders wichtig sind daher vorausschauendes Fahren und gute Bremsen. Scheibenbremsen sind durch ihre hohe Bremsleistung und eine hohe Haltbarkeit besonders bei schwerer Beladung oder bei E-Lastenrädern eine gute Wahl, während Felgenbremsen (V-Brakes) durch einen günstigeren Preis und ein geringes Gewicht punkten.

  • Prüfzeichen: Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) garantiert eine hohe Produktsicherheit, die von einer unabhängigen Stelle geprüft wird. Diese Kennzeichnung ist bei Pedelecs aber noch nicht sehr verbreitet. Das CE-Zeichen, mit dem der Hersteller die Einhaltung aller EU-Richtlinien bestätigt, ist für Elektrofahrräder Pflicht. Ohne dieses Zeichen dürfen die Zweiräder nicht verkauft werden. Sicherheitstechnische Anforderungen für Elektrofahrräder sind seit 2017 in der DIN EN 15194 festgelegt. Kunden sollten auf die Kennzeichnung des Rahmens beziehungsweise einer begleitenden Dokumentation mit DIN EN 15194:2017 achten.

  • Test und Beratung: Eine gute Orientierung zu Handhabbarkeit, Sicherheit und Haltbarkeit verschiedener Elektrorad-Modelle bieten Tests, zum Beispiel der Stiftung Warentest. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat Verbraucherinformationen zu Pedelecs und E-Bikes zusammengetragen – online einsehbar unter www.adfc.de/pedelecs. Tipp: Bei lokalen Fahrrad-Aktionstagen werden oftmals kostenlose Test-Touren angeboten. Gespräche mit anderen E-Radlern und eine Beratung im Fachhandel helfen ebenfalls, das passende Modell zu finden. Vor dem Kauf empfiehlt sich ausgiebiges Probefahren – auch mal ohne Motorunterstützung.

 

Weitere Informationen und Erfahrungsberichte hat das Projekt MehrWert NRW der Verbraucherzentrale NRW online zusammengestellt unter www.mehrwert.nrw/elektrorad.

 

 

Für ein lückenloses Lächeln
Ratgeber informiert über Zahnbehandlungen, Kosten und Rechte

Beim Zahnarzt zahlen viele Patienten für Reinigung, Füllung oder Zahnersatz privat zu. Bei komplexen Versorgungen kommen schnell fünfstellige Summen zusammen. Allein eine Krone kann 250 Euro, aber auch 1000 Euro kosten. Den meisten Patienten fehlt der Durchblick, um die Angaben von Zahnärzten einzuordnen. Die Verbraucherzentrale gibt in ihrem „Ratgeber Zähne“ einen Überblick, was Behandlungen kosten dürfen, was die gesetzlichen Krankenkassen komplett oder teilweise bezahlen und welche Zuschüsse jedem Versicherten zustehen.

Das Buch informiert über professionelle Zahnreinigungen, Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen oder Implantate. Es wägt die Vor- und Nachteile verschiedener Materialien von Amalgam bis Gold ab und gibt Tipps für die Suche nach dem richtigen Arzt. Für medizinisch notwendigen Zahnersatz zahlen die Krankenkassen einen Festzuschuss, der etwa die Hälfte der Kosten für die günstigste Versorgung abdeckt.
Um eine individuell passende Behandlung zu erhalten, ist es für Patienten wichtig, den Heil- und Kostenplan zu verstehen, den Ärzte im Vorfeld der Behandlung erstellen. Was wird über die Krankenkasse und was privat abgerechnet? Bietet Zahnersatz aus dem Ausland finanzielle Vorteile? Was tun im Streitfall oder bei Behandlungsfehlern? Antworten auf diese und weitere Fragen finden die Leserinnen und Leser in den weiteren Kapiteln.

Titelbild des "Ratgeber Zähne"Der Ratgeber hat 192 Seiten und kostet 14,90 Euro, als E-Book 11,99 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

Keine Ruhe im Ruhestand
Neuer Ratgeber zur Steuerpflicht für Rentner

Die Rentenerhöhung, die in diesem Sommer ansteht, kann für viele eine Steuerpflicht nach sich ziehen. Denn grundsätzlich ist jeder, der in Deutschland wohnt, unbeschränkt steuerpflichtig. Und auch, wer mit seiner jährlichen Rente vermeintlich unterhalb des Grundfreibetrags liegt, sollte sich dem Thema widmen. Denn das Finanzamt rechnet die Einkünfte aus allen Quellen zusammen – zum Beispiel auch aus Vermietung, einem Nebenerwerb oder die des berufstätigen Ehepartners.
Der neue Ratgeber der Verbraucherzentrale „Steuererklärung für Rentner und Pensionäre“ stellt die sieben Einkunftsarten vor, die das deutsche Recht unterscheidet, erklärt Fachbegriffe und hilft mit leicht verständlichen Erläuterungen der Formulare bei der Steuererklärung.

Die Leserinnen und Leser erfahren, welche Belege sie sorgfältig abheften und aufbewahren sollten. Sie lernen, mögliche Fallen zu erkennen, und erfahren, wie sie beispielsweise mit der Anmeldung ihrer Haushaltshilfe Steuern sparen können. Mithilfe des Berechnungsblattes im Buch können sie direkt ihr persönliches zu versteuerndes Einkommen ermitteln. Die Grundkenntnisse aus dem Ratgeber helfen nicht nur, steuerlichen Pflichten nachzukommen, sondern auch beim nächsten Telefonat mit dem Finanzamt oder im Gespräch mit Steuerberatungen.

 

Titelbild des Ratgebers "Steuererklärung für Rentner und Pensionäre"Der Ratgeber hat 200 Seiten und kostet 14,90 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

März 2018

Augen auf beim Kauf und Färben von Ostereiern
Kennzeichnung entschlüsseln und auf Haltung achten
Duisburg, 22. März 2018 - Eier gefärbt kaufen oder lieber selbst anmalen, das ist in den kommenden Tagen die Frage für Osterhasen. Käufer von bereits bunter Ware sollten wissen: Bereits gekochte und gefärbte Eier unterliegen nicht der strengen Kennzeichnungspflicht, die EU-weit für rohe Eier gilt.
In bunte Schalen gehüllt verschleiern fix und fertige Produkte jedoch, woher sie kommen und dass sie auch aus Käfighaltung stammen können. Für rohe Eier hingegen gelten in den Ländern der Europäischen Union strengere Kennzeichnungsvorschriften mit Hinweisen zur Herkunft, Haltung und Frische der Eier.
„Wer beim Kauf sicher sein will, dass Eier aus der gewünschten Haltungsform im Osterkörbchen landet, sollte sich mit der richtigen Kennzeichnung vertraut machen“, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW. Beim Kauf und vorm Färben von Eiern sollten folgende Hinweise beachtet werden: Bunte Eier im Handel: Bei verzehrfertigen gefärbten Eiern im Karton oder in der Plastikschale müssen Mindesthaltbarkeitsdatum, Stückzahl oder Gewichtsangabe und Name und Anschrift des Anbieters angegeben sein. Außerdem sind auf der Packung auch noch die verwendeten Farbstoffe aufgelistet.
Bei lose angebotener Ware auf Wochenmärkten oder im Einzelhandel reicht es, wenn auf einem Schild neben den bunten Eiern das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und der Hinweis „mit Farbstoff“ angegeben sind. Gefärbte Eier im Handel ohne Nennung des Mindesthaltbarkeitsdatums besser nicht kaufen. Beim Färben verwendet werden übrigens nur Farbstoffe, die zur Färbung von Lebensmitteln zugelassen sind. Dennoch können Allergiker empfindlich reagieren und sollten besser auf den Genuss von vorgekochter und gefärbter Ware verzichten.

Auch wer beim Eierkauf auf artgerechte Tierhaltung achtet, muss eher selbst färben. Angaben bei rohen Eiern: Hier muss auf der Verpackung neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum zusätzlich die Haltungsform in Worten angegeben sein, damit Kunden erkennen können, ob die rohe Ware aus Bio-, Freiland-, Boden- oder Käfighaltung stammt. Erzeugercode auf dem Ei:
Der gestempelte Zifferncode (zum Beispiel 0-DE-0500081) auf der Schale verrät, woher die Ware kommt.
Eine „0“ an erster Stelle gibt die Herkunft aus ökologischer Erzeugung an, eine „1“ steht für Freilandhaltung, die Ziffer „2“ für Boden- und eine „3“ für Käfighaltung.

An nächster Stelle offenbaren Länderkürzel das Herkunftsland – so steht „DE“ für Deutschland oder „NL“ für die Niederlande. Um die Herkunft vom Verkauf bis zum Stall zurückverfolgen zu können, zeigt der abschließende siebenstellige Zahlencode auf deutschen Eiern das jeweilige Bundesland sowie die entsprechende Betriebs- und Stallnummer an. „05“ steht hierbei für Nordrhein-Westfalen oder „03“ für Niedersachsen.

Auch unverpackte, sortierte rohe Eier – egal ob im Supermarkt, Bioladen oder auf dem Markt angeboten – müssen auf der Schale mit dem Erzeugercode gestempelt sein. Nur so ist ihre Herkunft klar erkennbar. Aber Vorsicht: der Erzeugercode steht immer nur auf dem Ei. Nicht zu verwechseln mit der Nummer der Packstelle auf der Verpackung – dieser ähnliche Code bezeichnet nur die Stelle, an der die Eier abgepackt, aber nicht, wo die Eier gelegt wurden. Es kann vorkommen, dass Eier in den Niederlanden gelegt werden und erst in Deutschland in den Karton wandern.

Eierkauf ohne Tötung männlicher Küken: Neben jeder Legehenne schlüpft auch ein männliches Küken aus einem Ei. Doch diese legen später keine Eier und sind für die Mast als Hähnchen ungeeignet. Die Aufzucht dauert viel länger als bei Masthähnchen und verteuert sich dadurch erheblich. Deshalb werden Millionen männliche Küken von Legehennen nach dem Schlüpfen sofort getötet. Dies betrifft auch die Brüder der Bio-Legehennen.
Es gibt jedoch Eier von Produzenten zu kaufen, die männlichen Küken nicht schreddern, sondern aufziehen und somit ihr Überleben sichern. Diese Eier kosten jedoch wegen der aufwändigeren Aufzucht einige Cent pro Stück mehr. Weitere Hinweise und Bezugsquellen im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/eintagskueken.

Haltbarkeit selbstgefärbter Eier: Ausschlaggebend ist, ob die Schale unverletzt ist und die Eier nach dem Kochen abgeschreckt werden oder nicht. Denn durch den Guss mit kaltem Wasser kühlen die heißen Eier schnell ab. Zwischen Schale und Ei bildet sich aufgrund des Temperaturschocks eine Luftschicht. Die sorgt dafür, dass Eier leichter gepellt werden können.
Durch den Luftsauerstoff dringen jedoch auch Mikroorganismen durch die Schale. Abgeschreckte Eiern mit intakter Schale müssen auch bei kühler Lagerung innerhalb von zwei Wochen verzehrt werden. Die Haltbarkeit von nicht abgeschreckten Eiern mit unverletzter Schale beträgt hingegen mehr als vier Wochen.

Streamen fast ohne Grenzen
Kein Geoblocking mehr ab 1. April in EU-Ländern

Filme, Sport, Musik, eBooks oder Videospiele – wer sich während eines Aufenthalts in einem anderen EU-Land mittels Online-Abo die Zeit vertreiben möchte, kann den kostenpflichtigen Service künftig ohne weitere Zusatzkosten im jeweiligen Land nutzen: Ab 1. April fallen für kostenpflichtige Streaming-Dienste die Ländersperren – das sogenannte Geoblocking – weg. „Die Nutzung von bereits bezahlten Diensten ist allerdings auf einen vorübergehenden Aufenthalt begrenzt. Für den Wegfall der Ländergrenze müssen Streaming-Anbieter außerdem zuvor das Wohnsitzland des Nutzers überprüfen“, zählt die Verbraucherzentrale NRW die wichtigsten Änderungen auf. Die Verbraucherschützer erklären, was für Nutzer zum Streamen von kostenpflichtigen Online-Abos künftig gilt:

  • Datenübertragung per Abo bisher nur in engen Grenzen:
    „Dieser Inhalt ist in Ihrem Land nicht verfügbar!“ – diesen Hinweis mussten Online-Kunden bisher häufig akzeptieren, wenn sie Serien, Filme oder Fußballübertragungen, für die sie bei Streaming-Anbietern wie Netflix, Sky Go, Amazon Prime oder Maxdome regelmäßig bezahlen, auch auf Reisen sehen wollten.
    Streamen von Filmen, Serien, Musik oder Unterhaltungsprogrammen war lediglich in dem Land möglich, in dem Kunden einen Vertrag über die Bereitstellung von solchen Online-Angeboten als Abo abgeschlossen hatten. Grund für die Blockade: Laut Urheberecht durften bislang etwa begehrte Filme und Fotos nur in dem Land gezeigt werden, für das die Anbieter von den Rechteinhabern eine Nutzungserlaubnis eingeholt hatten.

  • Grenzenloses Streamen künftig möglich:
    Die bereits im Mai letzten Jahres vom Europäischen Parlament verabschiedete sogenannte Portabilitätsverordnung ebnet nun ab 1. April den Weg für grenzenloses Streamen von Inhalten innerhalb der EU: Zwar ändert sich hierbei nicht das Urheberrecht. Doch nun gilt für kostenpflichtige Abos von Streaming-Diensten, dass bei vorübergehenden Aufenthalten im EU-Ausland die Datenübertragung als Nutzung im Wohnsitzland gilt. Das heißt, Musik, Serien, Filme oder Live-Übertragungen müssen im Netz so angeboten werden, wie sie für Abonnenten auch an ihrem Wohnsitz verfügbar wären.
    Allerdings: Was als und wie lange ein vorübergehender Aufenthalt gilt, legt die Verordnung nicht genau fest. Aber wer einen mehrwöchigen Urlaub oder einige Semester im EU-Ausland verbringt, kann dort auf das Streaming-Abo seines Heimatlandes zugreifen. Die neuen Regeln gelten ausdrücklich nur für einen vorübergehenden Aufenthalt in der Europäischen Union. Wer etwa Urlaub in den USA, der Schweiz oder der Türkei unternimmt, kann sein deutsches Abo dort nicht nutzen.

  • Überprüfung des Wohnsitzes: Um feststellen zu können, wo sich Nutzer aufhalten und wo sie tatsächlich zu Hause sind, können Anbieter von Online-Diensten bei Vertragsschluss oder Vertragsverlängerung Kundendaten wie Wohnsitz, Kreditkartennummern oder IP-Adressen dafür nutzen. Generell sind zwei Möglichkeiten erlaubt, um den Wohnsitzmitgliedstaat des Abonnenten zu prüfen.
    Hierzu können Anbieter auch die Vorlage eines gültigen Ausweisdokumentes verlangen. Wer bei dieser Prozedur nicht mehr als nötig von sich preisgeben möchte, sollte personenbezogene Daten schwärzen, die zu Prüfzwecken nicht erforderlich sind.

  • Keine zusätzlichen Kosten: Streaming-Anbieter dürfen für die Dienste-Nutzung im EU-Ausland keine zusätzlichen Gebühren erheben. Achtung: Wenn Nutzer Angebote über ausländische Mobilfunknetze im EU-Ausland streamen, können allerdings Zusatzkosten für die Datenübertragung entstehen. Datenvolumen sparen können Abo-Kunden, indem sie über eine WLAN-Verbindung auf die Inhalte zugreifen.

  • Online-Angebote im Ausland: Die neuen Regeln gelten nicht, wenn Nutzer auf günstigere oder umfangreichere Angebote eines Streaming-Dienstes in einem anderen Land zugreifen möchten. Wer sich etwa beim Service eines französischen Anbieters bedienen möchte, kommt nicht umhin, auch mit diesem einen Vertrag abzuschließen.

 

 

 

Prioritäten setzen bei der Finanzplanung
Die passende Form der Geldanlage

Um die Finanzplanung auf ein solides Fundament zu stellen, müssen Anleger weder Börsenexperten noch Steuerfachleute sein. Vielmehr sind Grundkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge nötig, Wissen um die wichtigsten Formen der Geldanlage – und eine besonnene Abwägung. Bevor es um möglichst hohe Renditen geht, gilt es erst einmal, gravierende Fehler zu vermeiden. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Geldanlage. Einfache Strategien für Ihre Finanzplanung“ erläutert deshalb grundlegende Regeln, bevor er auf einzelne Produkte eingeht.

Im Zentrum stehen dabei die fünf wichtigsten Anlageziele: kurzfristige Liquidität, Sparen auf Anschaffungen. Sparen aufs Eigenheim, individuelle Altersvorsorge sowie eine freie Vermögensbildung. Da die wenigsten ihr Guthaben in allen Kategorien gleichzeitig verteilen können, sind Prioritäten zu setzen. Der Ratgeber begleitet Anlegerinnen und Anleger bei den ersten Planungsschritten und unterstützt sie dabei, die richtige Strategie zu entwickeln. Unter anderem geht er auf nachhaltige Geldanlagen ein, warnt vor nachteiligen Investitionen und hilft dabei, bestehende Verträge zu bewerten und gegebenenfalls zu optimieren. Wenn der Weg schließlich doch zu einer Anlageberatung führt, sind die Leserinnen und Leser mit der Checkliste am Ende des Buches für ein Beratungsgespräch gut gerüstet.

Der Ratgeber hat 208 Seiten und kostet 16,90 Euro, als E-Book 13,99 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

 

Weltwassertag am 22. März – Aus den Augen, aus dem Sinn? Die Folgen für unser Trinkwasser durch falsche Entsorgung
Duisburg, 20. März 2018 - Wasser hat eine überlebenswichtige Bedeutung. Darauf macht der Weltwassertag jährlich am 22. März aufmerksam. In dem Zusammenhang weist die Verbraucherzentrale NRW e.V. auf den Umgang mit unserem Abwasser hin.
Denn das wird nicht einfach mit dem Spülgang der Toilette oder im Waschbecken entsorgt, sondern es kommt als Trinkwasser aufbereitet wieder aus dem Hahn in die Haushalte: „Hier in NRW können wir uns darauf verlassen, jederzeit Trinkwasser in bester Qualität und ausreichender Menge zu haben, wir müssen nur den Wasserhahn aufdrehen.“ sagt Fatma Öksüz, Leiterin des Projekts Haus- und Grundstücksentwässerung."
Allerdings ist der Aufwand hoch, um die gute Trinkwasserqualität wieder herzustellen. Denn im Abwasser landen über die Haushalte viele Sachen, die dort nicht hingehören, wie Medikamente, Feuchttücher, Tampons, Öle, aggressive Putzmittel, Haare, Essensreste oder gar Katzenstreu. Diese und andere Fremdkörper können nicht oder nur unter sehr hohem Aufwand wieder aus dem Abwasser entfernt werden. Darunter leidet vor allem unsere Umwelt und finanziell rächt sich die falsche Entsorgung über WC oder Spülbecken: Je mehr Stoffe und Dinge im Abwasser landen, desto höher ist auch der Reinigungsaufwand für die Stadt oder Gemeinde.
Den sorglosen Umgang bekommen die Verbraucher dann über hohe Abwassergebühren wieder in Rechnung gestellt. Unserer Umwelt und dem eigenen Geldbeutel zuliebe sollte sich jeder bewusst machen, was in die Toilette geworfen oder in den Abfluss gekippt wird. Medikamente, Feuchttücher oder Hygieneartikel können direkt im Hausmüll oder ganz einfach im Kosmetikmülleimer, der neben dem WC steht, entsorgt werden. Jeder einzelne Bürger NRWs ist für sein Abwasser und damit für die Sauberkeit seines eigenen Trinkwassers mitverantwortlich.
Das Projekt Haus- und Grundstücksentwässerung berät telefonisch zu verschiedenen Aspekten der Grundstücksentwässerung. Dazu zählen u.a. die Zustands- und Funktionsprüfung privater Abwasserleitungen, Warnung vor Kanalhaien, Schutz des Grundstücks vor Überschwemmung und Rückstau bei Starkregenereignissen oder Informationen zu Fremdstoffen im Abwasser. Kostenlose und individuelle Beratung dazu erhalten Sie telefonisch unter 0211 / 3809 300 (montags & mittwochs 9:00-13:00 Uhr, dienstags & donnerstags 13:00-17:00 Uhr), per E-Mail über abwasser@verbraucherzentrale.nrw und auf www.abwasser-beratung.nrw.

 

Welche Heizung für mein Haus? Unterstützung bei der Suche nach der passenden Technik
Duisburg, 15. März 2018 - Die Energiewende ist noch nicht in allen deutschen Heizungskellern angekommen. Ein großer Teil der Anlagen ist hoffnungslos veraltet. Laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) betrifft das rund 14 der insgesamt 21 Millionen zentralen Wärmeerzeuger. Wer einen Neubau oder die Sanierung eines bestehenden Gebäudes plant, steht vor der Frage: Gas- oder Ölbrennwert, Holzpellets oder Wärmepumpe?

Der „Ratgeber Heizung. Wärme und Warmwasser für mein Haus“ der Verbraucherzentrale hilft dabei, die passende Technik zu finden. Die Ansprüche sind dabei ganz unterschiedlich. Daher sollten Eigentümer überlegen, was ihre wichtigsten Ziele sind. Soll es eine möglichst preisgünstige Lösung sein? Wollen sie Teil der Energiewende werden und einen möglichst geringen Kohlendioxidausstoß verursachen? Oder kommt es ihnen darauf an, sich möglichst unabhängig von Energieversorgern zu machen?

Das Buch informiert über Vor- und Nachteile der einzelnen Techniken, rechnet jede einzelne Variante – vom Brennwertkessel über die Solarwärmeanlage bis zur Wärmepumpe – durch und zeigt anhand von Beispielgebäuden deren Wirtschaftlichkeit. Die Leserinnen und Leser erfahren, welche Vorgaben für Neubauten und Bestandgebäude gelten und wie sie diese umsetzen. Mit vielen Tabellen, Checklisten und Experteninterviews bietet der Ratgeber umfassende Hilfe bei der individuellen Planung.
Der Ratgeber hat 224 Seiten und kostet 19,90 Euro, als E-Book 15,99 Euro. Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 erhältlich.  

 

Sicher engagiert
Handbuch für Ehrenamtler und Vereine

Duisburg, 08. März 2018 - Menschen möchten zusammen singen, die Natur schützen oder ältere Nachbarn im Haushalt und Garten unterstützen – es gibt viele Gründe, sich ehrenamtlich zu engagieren oder einem Verein beizutreten. Denn gemeinsam ist man in der Regel nicht nur erfolgreicher, es macht auch mehr Freude. Trotzdem klagen viele der 600.000 Vereine in Deutschland über Nachwuchssorgen und unbesetzte Vorstandsposten. Der neu aufgelegte, überarbeitete und erweiterte Ratgeber der Verbraucherzentrale „Vereinsrecht und Ehrenamt“ will Unsicherheiten überwinden, die zum Teil für die Zurückhaltung verantwortlich sind, und klärt über rechtliche Regeln auf.

Cover Ratgeber Vereinsrecht und EhrenamtDas Handbuch für alle Ehrenamtler stellt dar, wann und aus welchen Gründen es sinnvoll ist, für ein Engagement einen Verein zu gründen, was dabei zu beachten ist und welche Pflichten die Verantwortlichen, insbesondere die Vorstände, haben. Dabei geht es um Themen wie Versicherungen, Steuern, Haftung oder Datenschutz. Aber auch für die Engagierten ohne Amt im Verein gilt es, genau hinzuschauen. Die Frage nach der steuerlichen Behandlung etwa von Ehrenamtspauschalen oder Auslagenerstattungen ist auch davon abhängig, wer der Träger ist. Als konkrete Hilfestellungen bietet der Ratgeber unter anderem Vorschläge für Satzungsformulierungen und für die Gestaltung der Einwilligung in die Datenverarbeitung an.

Der Ratgeber hat 192 Seiten und kostet 14,90 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

 

Frisch gekocht in weniger als 30 Minuten
Gesunde Gerichte, preiswert und schnell

Kommen gesunde, gemeinsame Mahlzeiten im Alltag häufiger zu kurz, weil die Ruhe für den Einkauf oder das Kochen fehlt? Mit den richtigen Tipps und etwas Übung lässt sich das ändern, sodass auch in hektischeren Zeiten Leckeres und Gesundes frisch auf den Tisch kommt. Rund 120 Gerichte, die in weniger als 30 Minuten gelingen, bietet der Ratgeber „Fix Food – Preiswerte und schnelle Küche“ der Verbraucherzentrale NRW.

Das Kochbuch zeigt, wie auch mit wenig Zeit frisch und fantasievoll gekocht und ein abwechslungsreicher Menüplan aufgestellt werden kann: von schmackhaften Vorspeisen über Snacks und Hauptspeisen bis zu Desserts. Ratschläge für die effektive Planung von Einkauf und Zubereitung helfen zudem, Stress und Zeitbedarf beim Kochen zu verringern. Ein Überblick über die notwendige Ausstattung für die schnelle Küche sowie zahlreiche Checklisten helfen bei der perfekten Organisation – für fixen und gleichzeitig gesunden Genuss.

Der Ratgeber hat 208 Seiten und kostet 12,90 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

 

Februar 2018

Ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte im Privathaushalt: Infos in Broschüre und am Beratungstelefon

Duisburg, 20. Februar 2018 - Im eigenen Haushalt rund um die Uhr versorgt zu werden – das wünschen sich viele ältere und pflegebedürftige Menschen. Die Beschäftigung einer ausländischen Haushalts- und Betreuungskraft erscheint hierbei eine gute Lösung: Denn mit Schlagworten wie
„24-Stunden-Betreuung“ oder „Häusliche Pflege für 24 Stunden“ versprechen Vermittlungsagenturen so eine problemlose Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Was verlockend klingt, ist jedoch teilweise illegal.
„Wer eine Haushaltshilfe tatsächlich 24 Stunden rund um die Uhr beschäftigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit empfindlichen Geldbußen belegt werden kann“, darauf weist das Projekt Kompetenznetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW (KoNAP) der Verbraucherzentrale NRW hin. In einer Neuauflage der Broschüre „Ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte im Privathaushalt“ hat sie aktuell zusammengestellt, welche legalen Möglichkeiten es gibt, um eine ausländische Kraft zur Betreuung von Seniorinnen und Senioren einzustellen.

  • Knackpunkt Arbeitsrecht: Weil hierzulande eine ununterbrochene Tag-und-Nacht-Beschäftigung unzulässig ist, lässt sich eine 24-Stunden-Betreuung nur organisieren, wenn verschiedene Personen in drei Schichten arbeiten würden. Legal ist eine Anstellung außerdem nur, wenn Steuern und Sozialversicherungsbeiträge entweder in Deutschland oder im Herkunftsland der Haushalts- und Betreuungskraft nachweislich gezahlt werden. Die Broschüre zeigt daher auf, welche verschiedenen Anstellungsmodelle es gibt und was zu beachten ist, um die Vorgaben des Arbeitszeitrechtgesetzes einzuhalten.

  • Knackpunkt Aufgaben und Agenturen: Außerdem dürfen ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte in einem Privathaushalt nur bestimmte Aufgaben übernehmen. So bleibt etwas das Setzen von Spritzen nach deutschem Recht einer Fachkraft vorbehalten. Auch arbeitet nicht jede Vermittlungsagentur, die im Internet wirbt, seriös. Die Broschüre von KoNAP erläutert den Katalog möglicher Aufgaben von Betreuungskräften und gibt Tipps für die Wahl von Vermittlungsagenturen.

  • Knackpunkt Kosten: Ein Überblick über die Kosten verschiedener Modelle hilft bei der Entscheidung, ob das Konzept einer ausländischen Haushalts- und Betreuungskraft passt.

 

Die Broschüre „Ausländische Haushalts-und Betreuungskräfte im Privathaushalt“ ist kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW erhältlich. Unter www.verbraucherzentrale.nrw/betreuungskraefte gibt es sie auch als kostenlosen Download im Internet.

Die Überarbeitung der Broschüre erfolgte im Rahmen des Projekts KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung (KoNAP), dessen Trägerin die Verbraucherzentrale NRW ist. Zum Angebot gehört auch ein kostenfreies Beratungstelefon für Fragen rund um das Thema ausländische Haushalts-und Betreuungskräfte: zu erreichen sind die Expertinnen montags und mittwochs zwischen 14 und 16.30 Uhr unter der Rufnummer 0211/38 09 400.

Das Projekt KoNAP wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gefördert.

Pflegewegweiser NRW

Wer sich über passende Pflegeberatungsstellen, Unterstützungsangebote sowie Angebote der Selbsthilfe informieren will, hat unter der Rufnummer 0800 4040044 den direkten Draht zu kompetenten Ansprechpartnerinnen: Der neue Pflegewegweiser NRW des KoNAP-Projekts ist kostenfrei montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr erreichbar.


Was tun, wenn jemand stirbt? Hilfestellung für Hinterbliebene

Laut Statistik gibt es in Deutschland jedes Jahr rund 900.000 Sterbefälle. Doch in jedem einzelnen Fall stellt der Tod eines Menschen für Angehörige, Verwandte und Freunde eine emotionale Ausnahmesituation dar. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Was tun, wenn jemand stirbt?“ bietet Hilfestellung für die vielen Fragen rund um Trauerfall und Bestattung. Dabei liegt der Fokus auf den Aufgaben, die in den ersten Stunden und Tagen wichtig sind: Totenschein ausstellen lassen, nahe Angehörige benachrichtigen und eventuell um Unterstützung bitten, Gespräch mit einem Beerdigungsunternehmer suchen, Trauerfeier organisieren, aber auch Versicherungen informieren.

Dabei gilt es, auf die anfallenden Kosten vorbereitet zu sein. Denn nicht nur das Bestattungsunternehmen muss bezahlt werden. Hinzu kommen

kommunale oder kirchliche Abgaben und die Gebühr für die Grabnutzung. Nicht zu vergessen sind Kosten für Todesanzeige, Kränze und langfristig auch für die Grabpflege. Außerdem müssen mögliche Vertragspartner erfahren, dass der Mieter, Versicherungsnehmer, Telefonkunde, Strombezieher oder TV-Nutzer verstorben ist. Lebte der Verstorbene allein, stehen womöglich Kündigung und Auflösung der Wohnung an. Das Kapitel „Was soll geschehen?“ richtet sich mit einer Checkliste an Leserinnen und Leser, die Vorsorge für ihre eigene Bestattung treffen und so ihren Angehörigen diese schwere Zeit etwas erleichtern wollen.

Der Ratgeber hat 160 Seiten und kostet 14,90 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich_Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

Lückenlose Nachsorge gewährleisten - Entlassmanagement der Krankenhäuser
Rezept, Rollator oder Reha: Patienten, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, benötigen meist auch in der Zeit danach noch medizinische Nachsorge, Hilfsmittel oder Pflege. In die Wege leiten muss dies das jeweilige Krankenhaus. In der Praxis hat das bislang oft nicht funktioniert.
Seit Oktober letzten Jahres ist in einem Rahmenvertrag zwischen Krankenhäusern, Krankenkassen und Kassenärzten genau geregelt, welche Aufgaben Kliniken beim Entlassmanagement von Patienten übernehmen müssen. „Patienten müssen zum Beispiel nach der Entlassung nicht mehr einen Umweg über ihren Hausarzt gehen, sondern können ein von ihrer Klinik ausgestelltes Rezept über Medikamente sofort in der Apotheke einlösen“, erläutert die Verbraucherzentrale NRW ein positives Beispiel.
Nachfolgend die wichtigsten Nachsorgepflichten der Kliniken: Vorabinfos und Einwilligung: Das Entlassungsmanagement dient Patienten, die voll- oder teilstationär im Krankenhaus behandelt werden und im Anschluss weitere Hilfen benötigen. Krankenhäuser sind hierbei verpflichtet, Patienten schriftlich über Ziele und Inhalte des Entlassmanagements zu informieren. Und Patienten müssen dem Übergang in die ambulante Versorgung und der damit verbundenen Weitergabe ihrer persönlichen Daten mit ihrer Unterschrift zustimmen.
Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Dies gilt auch für Teileinwilligungen, wie die Weitergabe der Daten an die Krankenkasse. Solche Rückzieher können allerdings dazu führen, dass notwendige Hilfen nicht rechtzeitig bereitstehen. Ablauf der Anschlussversorgung: Das Entlassmanagement sollte so früh wie möglich in Gang gesetzt werden.
Hierzu muss der behandelnde Arzt – falls erforderlich – mit den Pflegekräfte, dem Mitarbeiter des Sozialdienstes und dem Apotheker den genauen Versorgungsbedarf ermitteln und in einem Entlassplan eintragen. Rechtzeitig vor der Entlassung muss die Klinik den weiterbehandelnden Arzt und Pflegedienst über die nötige Weiterversorgung informieren und hierzu möglichst schon Termine vereinbaren.
Falls zusätzliche Leistungen von der Krankenkasse zu genehmigen sind, hilft das Krankenhaus bei Bedarf, die Unterlagen auszufüllen und weiterzuleiten. Die Krankenkassen prüfen die Anträge, beraten die Patienten und nehmen Kontakt zu den Leistungsanbietern, beispielsweise zu Sanitätshäusern, auf. Patienten können Ärzte, Pflegedienst, Physiotherapeuten und Apotheker selbst aussuchen.

Diese Wahlfreiheit darf durch das Entlassmanagement nicht einschränkt werden. Leistungen: Am Tag der Entlassung erhalten Patienten einen Entlassbrief. In dem Schreiben sind die persönlichen Patientendaten, Diagnosen, Befunde, der Name des behandelnden Klinikarztes plus Rufnummer für Rückfragen, Empfehlungen für die weitere Behandlung und Informationen zur Arzneimitteltherapie enthalten. Darin sind auch alle Verordnungen und weiterversorgenden Einrichtungen aufgeführt. Einen Medikationsplan gibt’s extra. Außerdem bekommen Patienten sämtliche Verordnungen, die sie im Anschluss an ihren Klinikaufenthalt benötigen.

Die Krankenhäuser dürfen Arzneien, Heil- und Hilfsmittel oder auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sowie Pflegeleistungen lediglich für sieben Tage verordnen. Darüber hinaus müssen Patienten ihren weiteren Bedarf mit einem niedergelassenen Arzt klären. Bei Problemen: Klinikpatienten, die unsicher sind, wer sich um ihr Entlassmanagement kümmert, können sie sich an den behandelnden Arzt im Krankenhaus oder an den dortigen Sozialdienst wenden. Problemen können der Beschwerdestelle des jeweiligen Krankenhauses oder dem zuständigen Patientenfürsprecher gemeldet werden.
Kontaktdaten stehen in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser und online in der Weissen Liste der Bertelsmann Stiftung unter www.weisse-liste.de. Auskünfte zu Patientenrechten bietet die Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 Kontaktdaten unter www.verbraucherzentrale.nrw/gesundheitsberatung.

 

Preiserhöhung übersehen? Bonus nicht bekommen?
Jahresrechnungen für Strom und Gas genau prüfen

Produkte, die auf dem Weg vom Regal zur Kasse teurer werden? Im Supermarkt wäre das kurios, bei Strom und Gas aber sind ähnliche Vorgänge gar nicht so selten. Schließlich vergeht nach Wahl eines Tarifs meist ein Jahr bis zur ersten Rechnung. In der Zeit kann nicht nur eine Bonuserwartung in Vergessenheit geraten, sondern auch der Preis steigen.
Kunden haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Das Problem: Nicht immer sind Preiserhöhungen gut erkennbar. „Gerade wenn nur per E-Mail und in Online-Portalen kommuniziert wird, bleiben Mitteilungen leicht unter dem Radar der Kunden“, berichtet Marina Steiner, Leiterin der Beratungsstelle in Duisburg. Manche Anbieter setzen anscheinend auf genau diesen Effekt.
„Auch ein versprochener Bonus fehlt manchmal auf der Jahresrechnung oder wurde falsch berechnet“, sagt Steiner. Das Überprüfen der Rechnung sei deshalb unerlässlich.
Ihre wichtigsten Tipps dafür: Stimmt der Preis? Grundpreis und Preis pro Kilowattstunde müssen mit der Vertragsbestätigung oder der jüngsten Mitteilung einer Preisänderung übereinstimmen. Gibt es Abweichungen, ist Recherche angesagt: E-Mails durchforsten, im Online-Portal nach Informationen zur Preisänderung forschen oder beim Energieversorger eine Kopie der Mitteilung anfordern.
Sind Garantien eingehalten? Wird es trotz Preisgarantie teurer, liegt das meist an der Garantie selbst, die nicht alle Preisbestandteile umfasst. Hat der Anbieter das vorab deutlich gemacht, ist rechtlich nichts zu beanstanden. Beim Check, ob alle Versprechen erfüllt sind, sollte aber gleich der Sinn der ganzen Garantie auf den Prüfstand: Auch wenn sie verlockend nach Sicherheit klingen – eingeschränkte Preisgarantien haben keinen Mehrwert und sollten bei der nächsten Tarifwahl außer Acht bleiben.
Ist der Bonus richtig berechnet und ausbezahlt? Beim Anbieterwechsel gibt es oft einen Bonus. Ein Sofortbonus wird in der Regel in den ersten Belieferungsmonaten ausgezahlt, ein Neukundenbonus üblicherweise mit der ersten Jahresabrechnung gutgeschrieben. Fehlt er oder wurde er falsch berechnet, sollte beim Versorger nachgehakt und auf die Gutschrift bestanden werden.
Sind die neuen Abschläge realistisch? Die neuen Monatsabschläge müssen zum bisherigen Verbrauch passen. Realistische Werte erhält man so: Zunächst die Zahl der Kilowattstunden auf der Jahresrechnung mit dem aktuellen Preis pro Kilowattstunde malnehmen. Dann den sogenannten Grundpreis für das ganze Jahr hinzurechnen.
Zum Schluss die entstandene Summe durch zwölf teilen. Was bezahlen Neukunden im gleichen Tarif? Mit dem eigenen Preis vor Augen lässt sich in Online-Vergleichsportalen bequem ein Schnellcheck zu aktuellen Alternativen machen. Sogar beim bisherigen Anbieter haben Neukunden oft günstigere Preise als treue Vertragspartner. Auch wer einen neuen Tarif beim selben Unternehmen angeboten bekommt, sollte hier skeptisch sein.
Schon ein Anruf kann manchmal reichen, um bessere Konditionen auszuhandeln – beim Preis und auch bei der möglichst kurzen Laufzeit. Lohnt sich ein Anbieterwechsel? Gibt es beim bisherigen Versorger kein gutes Angebot, sollte ein Lieferantenwechsel geprüft werden. Eine Checkliste hierzu gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/checkliste-anbieterwechsel. Schlechte Erfahrungen teilen!
Die Verbraucherzentrale NRW sammelt unter kontakt@verbraucherzentrale.nrw Fälle von Anbietern, die Boni nicht auszahlen oder Preiserhöhungen „verstecken“. Angenommen werden eingescannte Dokumente mit kurzer Fallschilderung und Kontaktdaten für Rückfragen. Eine Einzelfallberatung erfolgt auf diesem Weg allerdings nicht.
Konkrete Hilfe bei allen Fragen rund um die Energierechnung gibt es in der Beratungsstelle Duisburg der Verbraucherzentrale NRW, Friedrich-Wilhelm-Str. 30, Tel.: 0203/488 011-01 oder per E-Mail: duisburg@verbraucherzentrale.nrw.

 

Hausbau gut planen, Risiken vermeiden
Umfangreiche Unterstützung auf dem Weg zum Eigenheim

Viele Menschen sind in ihrem Alltag sogar gegen relativ kleine Risiken abgesichert: mit Brillenversicherung, Pannenschutz fürs Auto und Garantieverlängerung fürs Mobiltelefon. Ausgerechnet beim teuren Bauen aber gibt es trotz jüngster Gesetzesänderungen nur wenig Schutzrechte. Bauherren müssen die Risiken, die sie eingehen, vollständig tragen. Deshalb besteht eine große Kunst auf dem Weg zum eigenen Haus darin, diese Risiken frühzeitig zu erkennen. Wer die eigenen vier Wände errichten will, muss alles so strukturieren und vorbereiten, dass das Bauen sicher im Kosten- und Zeitrahmen ablaufen kann. Ein verlässlicher Begleiter auf diesem Weg ist der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Bauen! Das große Praxis-Handbuch für Bauherren“.

Das Buch fängt mit grundsätzlichen Fragen an: Kann ich mir das Bauen überhaupt leisten? Oder sollte ich lieber ein fertiges Haus kaufen? Mithilfe von Praxisbeispielen, Musterbriefen sowie Checklisten folgen umfassende Informationen zu allen Schritten von der ersten Planung bis zur Abnahme nach Fertigstellung. Dabei geht es beispielsweise um Architekten- und Generalunternehmerverträge, Mängel und Gewährleistung. Auch Aspekte wie ökologisches Bauen und regionale Baukultur spielen eine Rolle. Der Ratgeber bereitet Leserinnen und Leser auf den komplexen Planungs- und Bauprozess vor, für den umfangreiches finanzielles, rechtliches und technisches Wissen nötig ist.

Der Ratgeber hat 384 Seiten und kostet 34 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

 

 

Rosenmontag, 12.02.2017 bleibt die Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 geschlossen.

 

Pflege richtig organisieren - Unterstützung für Angehörige bei den wichtigsten Schritten
Duisburg, 01. Februar 2018 -
Pflegen kostet Geld – und das gibt es nur per Antrag. Deshalb ist es wichtig, dass für Betroffene schnell Leistungen bei ihrer Pflegekasse eingefordert werden, wenn sie hilfebedürftig werden. Gerade Angehörige haben in einem solchen Fall viele Entscheidungen zu treffen, doch sie müssen nicht alles auf einmal erledigen. Der Ratgeber „Pflegefall – was tun? Schritt für Schritt zur guten Pflege“ der Verbraucherzentrale hilft ihnen, planvoll vorzugehen und einzuschätzen, was zu Beginn am wichtigsten ist.

Kann ich eine Pflegekraft aus dem Ausland legal beschäftigen? Sind Heime und Dienste mit Bestnoten tatsächlich besonders empfehlenswert? Kann sich mein Angehöriger einen Rollator vom Arzt verschreiben lassen? Wann wird eine Reha bezahlt? Der Ratgeber beantwortet häufig gestellte Fragen, informiert über weitergehende Beratungs- und Hilfsangebote und erklärt, wer Anspruch auf welche Leistungen hat. Außerdem erörtert er die Unterbringungsmöglichkeiten Betreutes Wohnen, Heim und Wohngemeinschaft sowie die Organisation der Pflege zu Hause. Mit anschaulichen Beispielen, einer Checkliste zur Auswahl des Pflegedienstes sowie Interviews mit Experten und pflegenden Angehörigen bietet das Buch einen umfassenden Einstieg in das Thema.

Der Ratgeber hat 184 Seiten und kostet 16,90 Euro, als E-Book 13,99 Euro.

Bestellmöglichkeiten:

Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

Frühbucherrabatte nicht gleich Schnäppchen
Clevere Urlauber vergleichen Leistungen und Preise

Zahlreiche Reiseveranstalter werben zu Beginn des Jahres mit Frühbucherrabatten für den Sommerurlaub um die Gunst der Kunden: Wer seinen Sommerurlaub frühzeitig – bis Ende Februar – bucht, soll für seine rasche Entscheidung oft mit Preisnachlässen oder anderen Vergünstigungen bei Unterkunft und Verpflegung belohnt werden.
„Was auf den ersten Blick als Schnäppchen erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hingucken mitunter als Schmalspurangebot, bei dem eine Reihe zusätzlicher Kosten fällig werden“, warnt die Verbraucherzentrale NRW vor voreiligem Zuschlag.
Sie rät, Preise und Leistungsumfang von Reiseofferten anhand folgernder Tipps zu vergleichen: Freiwillige Leistung: Ob ein Frühbucherrabatt gewährt wird, hängt vom jeweiligen Reiseveranstalter ab. Nachlässe oder Vergünstigungen können innerhalb eines Angebots auch variieren, etwa wenn ein Rabatt nur für bestimmte Unterkünfte eingeräumt wird.

Preisvergleich: Die einzelnen Posten eines Frühbucherangebots lassen sich nur bei gleichen oder ähnlichen Leistungen vergleichen. Kunden sollten ihr Augenmerk hierbei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Leistungsumfang richten. Ein Check vor Vertragsabschluss zeigt zum Beispiel, ob im Angebot der Transfer vom Flughafen zum Hotel oder die All-Inclusive-Verpflegung enthalten ist.
Aber auch ein Vergleich mit anderen Angeboten kann sich lohnen: Denn viele Veranstalter bieten identische Leistungen an – etwa Flug und Unterkunft. Diese können bei dem einem Anbieter zum regulären Preis billiger sein als bei einem anderen Veranstalter zum reduzierten Preis. Gewährt der günstigere Anbieter zusätzlich noch einen Nachlass, ist bei einem Preisvergleich unterm Strich eine Ersparnis von mehreren hundert Euro drin.

- Preisgünstigstes Angebot: Wer keine Lust hat, im Internet nach Schnäppchen zu jagen, sollte sich im Reisebüro nach möglichen Schnäppchen für ein Traumziel erkundigen.
Die Reisevermittler müssen für die Preisdifferenz geradestehen, wenn sie nicht die günstigste Variante für das gewünschte Reiseziel aus ihrem Sortiment heraussuchen. Im Streitfall sollten Kunden – etwa mit Hilfe eines Zeugen – jedoch nachweisen können, dass sie sich nach dem billigsten Angebot erkundigt haben.

- Unverbindliche Katalogpreise: Auf die Preisangaben im Katalog ist inzwischen kein Verlass mehr. Reiseveranstalter können die Preise noch nachträglich ändern. Auch hier müssen potenzielle Urlauber nach konkreten Kosten und möglichen Nachlässen fragen.
- Preiserhöhungen nach Buchung: Werden Trips länger als vier Monate vor Reisebeginn gebucht, können Veranstalter den Preis für Pauschalreisen im Nachhinein ebenfalls verändern. Nachträgliche Preiserhöhungen werden aufgrund einiger kundenfreundlicher Urteile jedoch bei Frühbucherangeboten kaum noch erhoben.
- Reiserücktrittsversicherung: Bei frühzeitiger Buchung sollte der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung bedacht werden. Der Versicherungspreis für den Ausfall oder Abbruch einer Reise ist im Vergleich zu den hohen Stornierungskosten ein Klacks. Allerdings werden Leistungen nur bei vertraglich vereinbarten Risiken – etwa bei unerwarteten schweren Erkrankungen, Schwangerschaft oder bei Tod naher Angehörige – gezahlt.
Bei weiteren rechtlichen Fragen zu Frühbucherrabatten helfen die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW. Kontakt und Kosten unter: www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort. Oder es lohnt ein Anruf beim Verbrauchertelefon unter 0900-1-89 79 69 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren.

Januar 2018

Feuchtigkeit im Winter vermeiden: Tipps rund um das Thema Schimmelschäden
Duisburg, 25. Januar 2018 - Im Winter ist Hochsaison: Wenn zwischen Innenräumen und Außenluft große Temperaturunterschiede bestehen, kann sich Schimmel besonders leicht ausbreiten. In den meisten Fällen lässt sich das durch richtiges Lüften vermeiden. Sind Schimmelpilze aber einmal in der Wohnung, können sie zu Schäden am Haus führen, die Gesundheit der darin wohnenden Menschen gefährden und aufwändige Sanierungen sowie aufreibende rechtliche Streitigkeiten nach sich ziehen.
Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Erkennen, beseitigen, vorbeugen“ unterstützt die Leserinnen und Leser dabei, sich im Schadensfall richtig zu verhalten. Dabei richtet er sich gleichermaßen an Mieter und Eigentümer.
Macht Schimmel krank?
Welche Schäden lassen sich selbst beheben, und wann sind Fachleute gefragt? Woran ist ein Befall zu erkennen, und wer ist für einen Schaden verantwortlich? Wie lässt sich Schimmel-Ärger ganz vermeiden?

Das Buch beantwortet diese und weitere Fragen und informiert über die Entstehung und die Beurteilung von Schimmelschäden. Checklisten helfen dabei, Fachkompetenz bei Sanierungsfirmen, Sachverständigen oder Rechtsanwälten zu erkennen. Besonders praktisch: Das Anfangskapitel bietet als „Erste Hilfe“ Tipps zu den zehn wichtigsten Punkten, die dann in den folgenden Kapiteln in detaillierter Form behandelt werden.
Der Ratgeber hat 240 Seiten und kostet 14,90 Euro. Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

 

Lückenlose Nachsorge gewährleisten - Entlassmanagement der Krankenhäuser
Rezept, Rollator oder Reha: Patienten, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, benötigen meist auch in der Zeit danach noch medizinische Nachsorge, Hilfsmittel oder Pflege. In die Wege leiten muss dies das jeweilige Krankenhaus. In der Praxis hat das bislang oft nicht funktioniert.
Seit Oktober letzten Jahres ist in einem Rahmenvertrag zwischen Krankenhäusern, Krankenkassen und Kassenärzten genau geregelt, welche Aufgaben Kliniken beim Entlassmanagement von Patienten übernehmen müssen. „Patienten müssen zum Beispiel nach der Entlassung nicht mehr einen Umweg über ihren Hausarzt gehen, sondern können ein von ihrer Klinik ausgestelltes Rezept über Medikamente sofort in der Apotheke einlösen“, erläutert die Verbraucherzentrale NRW ein positives Beispiel.

Nachfolgend die wichtigsten Nachsorgepflichten der Kliniken: Vorabinfos und Einwilligung: Das Entlassungsmanagement dient Patienten, die voll- oder teilstationär im Krankenhaus behandelt werden und im Anschluss weitere Hilfen benötigen. Krankenhäuser sind hierbei verpflichtet, Patienten schriftlich über Ziele und Inhalte des Entlassmanagements zu informieren. Und Patienten müssen dem Übergang in die ambulante Versorgung und der damit verbundenen Weitergabe ihrer persönlichen Daten mit ihrer Unterschrift zustimmen. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
Dies gilt auch für Teileinwilligungen, wie die Weitergabe der Daten an die Krankenkasse. Solche Rückzieher können allerdings dazu führen, dass notwendige Hilfen nicht rechtzeitig bereitstehen. Ablauf der Anschlussversorgung: Das Entlassmanagement sollte so früh wie möglich in Gang gesetzt werden. Hierzu muss der behandelnde Arzt – falls erforderlich – mit den Pflegekräfte, dem Mitarbeiter des Sozialdienstes und dem Apotheker den genauen Versorgungsbedarf ermitteln und in einem Entlassplan eintragen.

Rechtzeitig vor der Entlassung muss die Klinik den weiterbehandelnden Arzt und Pflegedienst über die nötige Weiterversorgung informieren und hierzu möglichst schon Termine vereinbaren. Falls zusätzliche Leistungen von der Krankenkasse zu genehmigen sind, hilft das Krankenhaus bei Bedarf, die Unterlagen auszufüllen und weiterzuleiten. Die Krankenkassen prüfen die Anträge, beraten die Patienten und nehmen Kontakt zu den Leistungsanbietern, beispielsweise zu Sanitätshäusern, auf.
Patienten können Ärzte, Pflegedienst, Physiotherapeuten und Apotheker selbst aussuchen. Diese Wahlfreiheit darf durch das Entlassmanagement nicht einschränkt werden. Leistungen: Am Tag der Entlassung erhalten Patienten einen Entlassbrief. In dem Schreiben sind die persönlichen Patientendaten, Diagnosen, Befunde, der Name des behandelnden Klinikarztes plus Rufnummer für Rückfragen, Empfehlungen für die weitere Behandlung und Informationen zur Arzneimitteltherapie enthalten. Darin sind auch alle Verordnungen und weiterversorgenden Einrichtungen aufgeführt.

Einen Medikationsplan gibt’s extra. Außerdem bekommen Patienten sämtliche Verordnungen, die sie im Anschluss an ihren Klinikaufenthalt benötigen. Die Krankenhäuser dürfen Arzneien, Heil- und Hilfsmittel oder auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sowie Pflegeleistungen lediglich für sieben Tage verordnen. Darüber hinaus müssen Patienten ihren weiteren Bedarf mit einem niedergelassenen Arzt klären.
Bei Problemen: Klinikpatienten, die unsicher sind, wer sich um ihr Entlassmanagement kümmert, können sie sich an den behandelnden Arzt im Krankenhaus oder an den dortigen Sozialdienst wenden. Problemen können der Beschwerdestelle des jeweiligen Krankenhauses oder dem zuständigen Patientenfürsprecher gemeldet werden.
Kontaktdaten stehen in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser und online in der Weissen Liste der Bertelsmann Stiftung unter www.weisse-liste.de. Auskünfte zu Patientenrechten bieten 20 lokale Gesundheitsberatungsstellen der Verbraucherzentrale NRW. Kontaktdaten unter www.verbraucherzentrale.nrw/gesundheitsberatung.

 

 

Unwetter „Friederike“ Sturmschäden schnell der Versicherung melden
Duisburg, 18. Januar 2018 - Sturmtief „Friederike“ kann auch in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 130 Stundenkilometern für abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume sorgen. Etwaige Sturmschäden sind ein Fall für die Versicherung und müssen dem Versicherer umgehend gemeldet werden.

„Betroffene sind zudem verpflichtet, alles zu unterlassen, was einen Schaden verursachen und die Feststellung erschweren könnte – sonst wird in vielen Fällen der Versicherungsschutz teilweise oder komplett riskiert“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Gefahrenquellen dürfen und müssen jedoch beseitigt werden. Die Angaben bei der Schadensmeldung müssen außerdem wahrheitsgetreu sein. Folgende Hinweise und die Nachfrage beim Versicherer informieren darüber, wie sich Betroffene vorsorglich verhalten sollten:

 Eine Police reicht nicht: Für Sturmschäden haften Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen. Stürmisch ist's nach den Bedingungen der Versicherer ab Windstärke acht. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 62 Stundenkilometern. Dass der Wind bei Sturm Ziegel und Dachpappe mitgehen ließ, müssen Betroffene in der Regel nicht selbst nachweisen. Nach den Versicherungsbedingungen reicht es aus, wenn es vorher eine offizielle Sturmwarnung gegeben oder der Schaden an einem zuvor einwandfreien Gebäude nur durch den Sturm entstanden sein kann oder Häuser in der Nachbarschaft ebenfalls beschädigt wurden.

 Gebäude- und Hausratversicherung: Einen dreifachen Schutz gegen Sturm/Hagel, Feuer und Leitungswasser bietet die Gebäude-versicherung: Eine solche Police sollten Hausbesitzer vorweisen können, wenn das Dach abgedeckt, der Schornstein beschädigt oder ein Baum aufs Haus gefallen ist. Wurden Hausratgegenstände zum Spielball des Sturms, sind diese Schäden durch die Hausratversicherung abgedeckt.
Die Versicherung greift bei beschädigter Inneneinrichtung jedoch nur, wenn Fenster und Türen verschlossen waren. Für beschädigte Gartenmöbel wird in der Regel nur gezahlt, wenn sie während der Böen in einem Gebäude untergebracht waren und dies ebenfalls vom Wind beschädigt wurde. Reguliert werden auch Schäden an Antennen und Markisen, die einem Mieter gehören, außen am Gebäude angebracht sind und ausschließlich durch die Bewohner der versicherten Wohnung genutzt werden.
 Blitzschlag und Überflutung: Ist der Blitz direkt in ein Haus eingeschlagen, kommt der Gebäudeversicherer für Schäden am Gebäude auf. Schäden durch Überspannung werden schon bei Spuren eines Blitzschlags an Sachen auf dem versicherten Grundstück oder am

Gebäude ersetzt. Sonstige Schäden durch Überspannung, Überstrom oder Kurzschluss sind nur dann über die Gebäudeversicherung abgedeckt, wenn eine zusätzliche Klausel, die sogenannte Überspannungsklausel vereinbart wurde. Sind durch das Unwetter Keller überflutet und Wände und Inventar beschädigt worden, dann hilft allein die so genannte Elementarschaden-Versicherung. Denn Gebäudeversicherungen haften nicht für Schäden durch eindringendes Wasser.

 Autoschäden: Hat der Sturm Dachziegel auf ein parkendes Auto geschleudert, ist die Teilkasko des Autohalters in der Zahlungspflicht. Versichert ist allerdings nicht der Wiederbeschaffungswert, also der Neupreis des Gefährts, sondern in der Regel nur der Wert, den es zum Zeitpunkt der Schadensmeldung noch hat (Zeitwert). Zudem: Oft hat der Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung vereinbart, die von der Entschädigungssumme noch abgezogen wird. Fahrzeughalter brauchen bei anerkannten Unwetterschäden keine Rückstufung zu befürchten. Teuer wird's jedoch, wenn den Autofahrer eine Mitschuld trifft, etwa weil er bei der Durchfahrt einer überfluteten Straße stecken geblieben ist.

 Umgestürzte Bäume: Fährt ein Auto auf einen umgestürzten Baum haftet nur die Vollkasko-, aber nicht die Teilkaskoversicherung für den Schaden. Hat ein nachweislich morscher Baum beim Umsturz einen Schaden angerichtet, muss der Baumbesitzer oder seine Haftpflichtversicherung gegebenenfalls dafür aufkommen.
Ist ein gesunder Baum umgefallen, gilt dies als „höhere Gewalt“, und der Eigentümer haftet nicht für den Schaden.
Weitere Infos zu Entschädigungsleistungen bei Unwettern – auch bei Verkehrsbehinderungen – gibt’s im Internet unter www.verbraucherzentrale/unwetter. Die Versicherungsberatung der Beratungsstelle in Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str.30 bietet auch eine halbstündige Beratung für 40 Euro zu Inhalten von Versicherungsverträgen sowie zum richtigen Schutz. Und deren Schadenfallberatung (45 Euro) hilft, wenn es bei der Regulierung von Schäden Probleme gibt. Zentral erreichbar berät aber auch das Verbrauchertelefon NRW zu Versicherungsschäden – und zwar donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren.

 

Teilhabe verwirklichen, Ansprüche durchsetzen
Rechtstipps für Menschen mit Behinderung
Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen sehen sich bei der Suche nach Unterstützung einem schwer durchschaubaren Sozialsystem gegenüber. Je nach Lebensphase und Einschränkung sind für Hilfen und finanzielle Leistungen ganz unterschiedliche Behörden zuständig. Der neu herausgegebene Ratgeber der Verbraucherzentrale „Behinderung und Teilhabe“ gibt hier Orientierung und hilft dabei, zum Beispiel Ansprüche gegenüber Behörden durchzusetzen und Rechte am Arbeitsplatz einzufordern. Das Buch wurde für die neue Ausgabe grundlegend überarbeitet und erweitert. Somit berücksichtigt es auch alle wesentlichen Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes, die zum Teil zum 1. Januar 2018 in Kraft getreten sind.
Auch die Grundlagen des Themas nimmt der Ratgeber in den Blick:
Wie wird eine Behinderung rechtlich definiert und als Grundlage für Ansprüche wirksam festgestellt?
Welche Schritte sind dafür nötig?
Was gilt beim Schwerbehindertenausweis?
Weitere Punkte sind beispielsweise Frühförderung und Bildung, die Pflichten von Arbeitgebern, die Regelungen zu begleitenden Hilfen im Job, der besondere Kündigungsschutz, Altersgrenzen für die Altersrente und Nachteilsausgleiche etwa bei Mobilität und Steuer.
Der Ratgeber hat 192 Seiten und kostet 14,90 Euro.
Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

Geht das Hochwasser, kommt das Grundhochwasser!
Duisburg, 11. Januar 2018 - In den letzten Tagen stieg durch anhaltende Regenfälle der Rheinpegel stark an, was viele Städte und Gemeinden dazu veranlasst hat, ihre Notfallpläne anzuwenden. Doch auch wenn der Wasserpegel wieder sinkt, bringt ein Hochwasser Veränderungen mit sich, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind. Denn wenn das Hochwasser geht, kommt das sogenannte Grundhochwasser. Intakte Abwasserleitungen und ein funktionierender Rückstauschutz können dann dabei helfen, Kellerräume in den nächsten Wochen trocken zu halten.
Mit steigendem Hochwasserpegel steigt auch unterirdisch das Grundwasser an, das dann in Richtung Land statt Richtung Gewässer fließt: Dadurch entsteht Grundhochwasser, das auch weit entfernt von Bächen und Flüssen Kellerräume überfluten kann. Diese unsichtbaren Vorgänge werden häufig unterschätzt: Denn auch wenn der Hochwasserpegel längst wieder gesunken ist, steigt das Wasser unterirdisch zeitlich verzögert weiter an, was mehrere Wochen dauern kann. Wollen Hauseigentümer/-innen wissen, ob ihr Grundstück vom Grundhochwasser gefährdet ist, fragen sie am besten direkt bei ihrer Stadt nach.

Einige Gemeinden bieten eine adressgenaue Online-Suche, die die Gefährdungslage des eigenen Grundstücks auf entsprechenden Karten kennzeichnet. Ist das Gebäude gefährdet und liegt das Grundhochwasser höher als der Kellerboden, entstehen zudem Auftriebskräfte, die von außen auf das Gebäude wirken. Dieser hohe Wasserdruck kann dazu führen, dass Kellerwände beschädigt werden und durch undichte Stellen Wasser in tiefliegende Räume eindringt. Schlimmstenfalls kann es zu Unterspülungen unter der Bodenplatte des Hauses kommen.
Während und nach eines Hochwassers ist zusätzlich das öffentliche Kanalnetz überlastet, weil über brüchige und undichte Abwasserrohre Grundhochwasser eindringt. Der Anstieg des Wasserspiegels im Kanalnetz kann einen Rückstau zur Folge haben: Über offene Abflussleitungen und Hausanschlüsse kann Wasser bis ins Gebäudeinnere hineindrücken und tief liegende Räume überfluten. Geschützt davor ist nur, wer funktionierende Rückstauklappen oder Abwasserhebeanlagen eingebaut hat!
Diese sichern das Gebäude, indem sie ein Eindringen von Wasser aus Richtung der Kanalisation verhindern. Verfügen Hauseigentümer über keine Rückstausicherung, sollten sie besonders bei Heizöltanks im Keller aufpassen: Sie müssen inklusive aller Anschlüsse und Öffnungen gegen Wassereintritt und Aufschwimmen abgesichert sein, damit kein Öl austreten kann.
Marina Steiner, Leiterin der Verbraucherberatungsstelle in Duisburg, rät: „Für alle Schäden durch Rückstau haften Grundstückseigentümer/-innen selbst! Hausbesitzer sollten deshalb geeignete Vorkehrungen treffen, um sich vor der Gefahr eines unkalkulierbaren Rückstaus und einer Überflutung der eigenen vier Wände zu schützen.“
Eigentümer sollten ihre Immobilie in Abstimmung mit der örtlichen Stadtentwässerung rückstausicher machen.
Verfügen Hauseigentümer über eine Elementarschadenversicherung, zahlt eine solche in der Regel nicht, wenn Schäden durch aufsteigendes Grundwasser entstanden sind! Versicherte Geschädigte sollten die Schäden auf jeden Fall vorsorglich ihrer Elementarschadenversicherung melden, rät Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale NRW. Auch eine Haftung des Architekten könnte im Einzelfall in Betracht kommen und sollte gegebenenfalls geprüft werden: Denn der Architekt muss so planen, dass das Gebäude zuverlässig, vollständig und dauerhaft gegen außen abgedichtet ist. Demzufolge muss auch der notwendige Schutz gegen drückendes Wasser geboten sein.

Kostenlose und individuelle Beratung rund um's Thema Abwasserleitung erhalten Sie vom Projekt Haus- und Grundstücksentwässerung telefonisch unter 0211 / 3809 300 (montags & mittwochs 9:00-13:00 Uhr, dienstags & donnerstags 13:00-17:00 Uhr), per E-Mail über abwasser@verbraucherzentrale.nrw und auf www.abwasser-beratung.nrw.

 

Einfacher und preiswerter für Bankkunden Neue Regeln im Zahlungsverkehr
Online günstig Flüge buchen oder preiswert Medikamente in der Internetapotheke ordern – und dann satte Aufschläge fürs Bezahlen mit Kreditkarte berappen. Damit ist ab 13. Januar 2018 Schluss: „Für Kreditkartenzahlungen bei Buchungen sowie Einkäufen übers Internet dürfen Händler künftig keine gesonderten Gebühren mehr verlangen. Das gilt europaweit – und wird durch die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie vorgegeben, die bis Mitte Januar in nationales Recht umgesetzt sein muss“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW.

Die neuen Regeln gelten auch für besonders gängige Zahlungsmittel wie Girokarten oder Kreditkarten von Master Card oder Visa. Bei Kartenzahlungen im Laden dürfen ebenfalls keine Aufschläge berechnet werden. Generell untersagt sind auch Zusatzgebühren bei allen Überweisungen und Lastschriftverfahren im SEPA-System. Bislang war nur vorgeschrieben, dass ein gängiges und zumutbares Zahlungsmittel ohne zusätzliche Kosten angeboten wird.

Nachfolgend die wichtigsten Regeln für Bankkunden im Überblick:
Mehr Sicherheit für Kontoinhaber: Zahlungsdienstleister müssen beim Geldtransfer künftig eine stärkere Kundenauthentifizierung verlangen. Wollen Kunden zum Beispiel per Internet auf ihr Konto zugreifen, müssen sie demnächst mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Sie müssen über eine Girokarte verfügen, das Passwort fürs Konto nennen oder sich über ihren Fingerabdruck zu erkennen geben. Mit diesen Maßnahmen soll die Sicherheit bei Bezahlvorgängen erhöht werden. Diese Teilregelung tritt frühestens Mitte nächsten Jahres in Kraft.
• Geringere Kundenhaftung: Bei unbefugtem Konto- und Kartenzugriff müssen Kunden künftig nicht mehr mit 150 Euro, sondern nur noch mit 50 Euro haften – sofern sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben. Ein solches Fehlverhalten von Kunden können die Geldinstitute jedoch nicht einfach behaupten, sondern sie müssen dies nachweisen.
• Recht auf Lastschriftrückgabe bestätigt: Die Möglichkeit, Lastschriften ohne Angabe von Gründen innerhalb von acht Wochen nach Belastung zurückbuchen zu lassen, ist zwischen Kunden und Bank bereits vertraglich geregelt. Das Recht auf Lastschriftrückgabe wird nun noch weiter gesetzlich bekräftigt. Kunden können sich Lastschriften wie bisher innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen erstatten lassen. Lediglich die rechtliche Grundlage dafür ändert sich.
• Mehr Transparenz bei reservierten Kartenzahlungen: Viele Hotels und Autovermietungen reservieren bei Buchung oder Anmietung einen bestimmten Betrag auf dem Kartenkonto ihrer Kunden. Das geht künftig nur noch, wenn Karteninhaber dem vorher zugestimmt haben. Erst dann ist die Kreditkartenfirma oder Bank berechtigt, diesen Betrag auf einem Kundenkonto vorübergehend zu sperren.
• Neue Dienste im Zahlungsverkehr besser verankert: Kunden können Drittanbieter damit beauftragen, über ihren Online-BankingZugang Zahlungen vorzunehmen oder Kontoinformationen abzurufen. Mit der Zahlungsdienste-Richtlinie werden diese Firmen nun gesetzlich anerkannt und unterliegen der Finanzaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Das bedeutet für Kunden: Sie dürfen diesen Diensten jetzt auch ihre PIN und TAN mitteilen. Bislang sahen die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken zum Onlinebanking häufig vor, dass Kunden ihre PIN und TAN bei bankfremden Diensten, etwa bei Sofortüberweisung, nicht nutzen konnten. Das neue Recht erlaubt Kunden nun ausdrücklich, solche Dienste zur Zahlung und Kontoinformation zu nutzen.

• TAN-Liste bald Altpapier: Das sicherheitstechnisch längst veraltete iTAN-Verfahren mit durchnummerierter TAN-Liste auf Papier hat ausgedient. Viele Banken und Sparkassen haben bereits auf Chip-TAN oder App-basierte Verfahren umgestellt. Es ist damit zu rechnen, dass alle anderen demnächst umstellen und die TANListe ins Altpapier wandert.
Bei rechtlichen Fragen und Problemen rund um Bankdienstleistungen bietet die Verbraucherzentrale NRW in 13 örtlichen Beratungsstellen sowie am Telefon eine kostenpflichtige Beratung an. Weitere Infos zu den Angeboten, Kosten und Kontakten gibt’s online unter www.verbraucherzentrale.nrw/bankberatung.

 

In meinem Namen, nach meinem Willen
Hilfe beim Verfassen der Patientenverfügung
Jeder kann in eine Situation geraten, in der er nicht mehr selbstständig Entscheidungen treffen kann – ob durch Krankheit, Unfall oder Alter. Über die medizinische Behandlung, eine mögliche Kündigung der Wohnung oder Geldausgaben müssen dann Angehörige, Ärztinnen und Ärzte oder Gerichte bestimmen. Wer sicherstellen will, dass seine Wünsche dabei berücksichtigt werden, sollte frühzeitig vorsorgen. Der neu aufgelegte Ratgeber der Verbraucherzentrale „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“ möchte die Leserinnen und Leser ermutigen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Schlecht formulierte Verfügungen können zu Rechtsunsicherheiten führen. Das Buch klärt deshalb über die formalen Anforderungen sowie die optimale Aufbewahrung und Hinterlegung der Vollmachten auf, informiert über Verbindlichkeit, Wirksamkeit und Widerruf und gibt Anregungen, sich über die eigenen Wünsche klar zu werden.
Da diese ganz unterschiedlich ausfallen können und rechtssicher abgefasst werden sollen, legt der Ratgeber kein fertiges Formular für eine Patientenverfügung vor. Vielmehr unterstützen Textbausteine und Musterbeispiele dabei, den eigenen, ganz persönlichen Vorsorgewunsch niederzuschreiben. Gespräche in der Familie, mit Freundinnen und Freunden oder medizinischen Fachleuten können zusätzlich bei den Entscheidungen helfen.

Der Ratgeber
hat 168 Seiten und kostet 9,90 Euro, als E-Book 7,99 Euro.
Bestellmöglichkeiten:
Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

 

 

Nicht alle Klauseln können mithalten Verträge mit Fitness-Studios
An und auf den Geräten werden schlaffe Muskeln gestärkt, die Kondition trainiert und die Figur in Form gebracht – zu teilweise stolzen Monatsbeiträgen. Viele Studiobetreiber versuchen außerdem, Fitness-Fans durch lange Mindestlaufzeiten, ungünstige Kündigungsfristen oder automatische Vertragsverlängerungen dauerhaft an sich zu binden. Vertragliche Vereinbarungen über die sportliche Betätigung haben jedoch vielfach rechtlich keinen Bestand.
So versuchen Betreiber etwa oft, ihre Schadenshaftung auszuschließen, wenn Wertgegenstände wegkommen oder ein Unfall an den Geräten passiert. Ein Studio muss zwar nicht für alle Schäden des Kunden aufkommen. „Es darf aber auch nicht die Verantwortung komplett von sich weisen. So muss das Fitness-Center für eigene Fahrlässigkeit geradestehen, falls zum Beispiel die Trainingsgeräte nicht richtig gewartet werden und sich deshalb jemand verletzt“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW.

Damit sich Freizeitsportler im Dickicht undurchsichtiger Vertragsklauseln zurechtfinden, helfen folgende Tipps bei der Suche nach fairen Fitness-Konditionen:
Sorgfältiger Check vor Unterschrift: Wer Mitglied in einem Fitness-Studio werden will, sollte vorher Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Mitgliedsbeiträge checken. Viele Studios bieten zum Kennenlernen ein kostenloses Probetraining an. Bevor Hobbysportler einen Vertrag unterschreiben, sollten sie den Text und vor allem das Kleingedruckte gründlich prüfen – am besten in aller Ruhe zu Hause. Unklares sollte dann mit den Studiobetreibern noch abgeklärt werden. Oftmals sind diese offen für Wünsche – etwa bei der Frage nach besonderen Rabatten – zum Beispiel für Studenten, Senioren oder für Mitglieder bestimmter Krankenkassen.
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Vertragslaufzeit: Die meisten Fitness-Verträge werden für eine feste Dauer abgeschlossen. Eine Erstlaufzeit von 24 Monaten ist hierbei zulässig. Die längere Treue wird oft mit einem niedrigeren Monatsbeitrag belohnt. Wer jedoch flexibel bleiben möchte, sollte sich nicht zu lange binden.
Wird der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert er sich meist automatisch um einen bestimmten Zeitraum. Eine automatische Verlängerung um mehr als ein Jahr ist jedoch nicht zulässig.
 Kündigung: Freizeitsportler müssen ihre Zahlungsverpflichtung meist bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit durchhalten – egal ob sie trainieren oder pausieren. Eine frühere Kündigung ist häufig nur bei unwirksamer Laufzeit oder einem wichtigen Grund möglich. Wer zum Beispiel nach Vertragsschluss ernstlich und dauerhaft erkrankt, kann den Vertrag – mit ärztlichem Attest – außerordentlich beenden.
Der Arzt braucht hierzu nur die Sportunfähigkeit ohne Angabe der Erkrankung zu bescheinigen. Kunden sollten in einem solchen Fall innerhalb von zwei Wochen kündigen – entscheidend ist bei diesem Schritt das Eingangsdatum beim Studio. Sinnvoll ist eine Kündigung per Einschreiben mit Rückschein, oder man lässt sich den Empfang direkt vom Studio auf dem Schreiben bestätigen. Bei einem Umzug wird es schon schwieriger.
Der Bundesgerichtshof hat im Jahr 2016 entschieden, dass ein Wohnortwechsel grundsätzlich kein wichtiger Grund ist, der zu einer außerordentlichen Kündigung berechtigt. Kunden sollten allerdings auch in diesem Fall mit den Studiobetreibern sprechen und versuchen eine Lösung zu finden.
 Getränkeklausel: Freizeitsportlern darf auch nicht verboten werden, zum Training eigene Getränke mitzubringen. Anderes gilt nur, wenn das Fitness-Studio Getränke zu moderaten und handelsüblichen Preisen anbietet oder aus Sicherheitsgründen die Mitnahme von Glasflaschen verbietet.
Rat und Hilfe rund um Vertragsklauseln beim Gerätetraining gibt’s in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 oder online unter www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort.


 

Entlastungszahlungen in der Pflege
Ansprüche aus 2015 und 2016 noch bis Ende 2018 verwenden

Duisburg, 04. Januar 2018 - Angehörige, die ihre Partner, Eltern oder Schwiegereltern zu Hause pflegen, leben im Dauerstress. Um ihnen und den Pflegebedürftigen etwas Erleichterung zu verschaffen, zahlen die Pflegekassen seit Anfang 2017 eine Entlastungsleistung von 125 Euro im Monat. Mit diesem Geld können Angehörige die Pflege oder Betreuung für einige Stunden an jemand anderen übertragen.
Die Entlastungsleistung hat das in den Jahren zuvor gezahlte Betreuungsgeld von 104 Euro oder 208 Euro abgelöst. Was viele Anspruchsberechtigte nicht wissen: „Bislang ungenutzte Beträge aus den Jahren 2015 und 2016 können noch bis Ende des Jahres ausgegeben werden. Um diese Beträge optimal zu nutzen, sollte man sich über die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten informieren“, rät die Verbraucherzentrale NRW.
Hierzu die wichtigsten Eckpunkte:
 Ansprüche: Wer anerkannt pflegebedürftig in einen Pflegegrad eingestuft ist, kann den monatlichen Betrag von 125 Euro nutzen. Menschen mit Pflegegrad 1 erhalten ausschließlich diesen Betrag, Personen mit Pflegegrad 2 bis 5 können das Geld zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen nutzen.
Der Entlastungsbetrag kann vorübergehend höher ausfallen, wenn er mal nicht in Anspruch genommen oder nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Ansprüche aus dem Jahr 2017 verfallen jedoch am 30. Juni dieses Jahres. Pflegebedürftige, die aus 2015 oder 2016 noch Anspruch auf Betreuungs-Extras haben, können die aufgesparten Beträge noch bis zum Jahresende ausgeben. Dies kann sich lohnen: Ein Pflegebedürftiger, der im Jahr 2016 das Geld für Betreuungsleistungen nicht genutzt hat, kann zusätzlich zu den aktuell bewilligten 125 Euro noch 104 Euro im Monat zusätzlich beantragen. Ab 1. Januar 2019 wird dann jedoch nur noch der reguläre Betrag von 125 Euro monatlich gezahlt.

 Vielfältige Verwendung: Die finanzielle Hilfe soll in erster Linie pflegende Angehörige entlasten. Das Geld kann vielfältig für Tages- und Nachtpflege oder für einen vorübergehenden Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege genutzt werden. Auch Unterstützung im Alltag ist möglich – vorausgesetzt, die Hilfe etwa im Haushalt ist laut Landesrecht anerkannt. Bei einer Einstufung in den Pflegegrad 1 kann der Entlastungsbetrag auch in die Finanzierung eines längeren Aufenthalts im Pflegeheim einfließen.
In der Regel bieten Wohlfahrts-verbände und Nachbarschaftsvereine eine Beratung und die benötigten Hilfen zur Entlastung an. Speziell geschulte Ehrenamtliche übernehmen meist hilfreiche Aufgaben – etwa Vorlesen, Singen oder Basteln mit Pflegebedürftigen oder Demenzkranken. Außerdem werden Pflegebedürftige auch auf Wunsch ins Konzert oder beim Arztbesuch begleitet. Hilfe beim Einkaufen und im Haushalt – etwa beim Wäschewaschen, Putzen und Kochen – gibt’s ebenfalls.

Nutzung und Abrechnung: Entlastungsleistungen können ohne bürokratischen Aufwand in Anspruch genommen werden. Angehörige suchen und zahlen die zu erbringenden Leistungen zunächst selbst. Anschließend reichen sie die Rechnungen bei der zuständigen Pflegekasse ein. Um dieses Prozedere zu vereinfachen, können Anbieter von Betreuungsleistungen und Pflegekasse auch direkt miteinander abrechnen. Dafür müssen Pflegebedürftige eine Abtretungserklärung des jeweiligen Anbieters unterschreiben.

 Crux von Abtretungserklärungen: Wer eine oder mehrere Abtretungserklärungen herausgibt, verliert schnell den Überblick. Betroffene können dann nicht mehr nachvollziehen, in welcher Höhe der Entlastungsbetrag schon aufgebraucht worden ist. Denn weder Anbieter noch Pflegekasse sind verpflichtet, Pflegebedürftige über den verwendeten Entlastungsbetrag zu informieren.
Detaillierte Informationen über die Verwendungsmöglichkeiten in einzelnen Pflegegraden finden Pflegebedürftige und deren Angehörige online unter www.verbraucherzentrale.nrw. Individuelle Beratung bieten außerdem die Pflegestützpunkte vor Ort – zu finden ebenfalls online beim Zentrum für Qualität in der Pflege unter www.bdb.zqp.de. Darüber hinaus sammelt die Verbraucherzentrale NRW negative Erfahrungen mit Abtretungserklärungen per E-Mail an pflege@verbraucherzentrale.nrw.

 

Gesund und schlank ins neue Jahr
Zehn-Punkte-Programm unterstützt den guten Vorsatz

Neues Jahr, alte Vorsätze: Diesmal sollen die Pfunde endlich purzeln. Abnehmen gehört zu den häufigsten Vorhaben zu Beginn des neuen Jahres. Damit das erfolgreich gelingt, ist jedoch keine Blitzdiät, sondern eine dauerhafte Veränderung des Lebensstils und der Essgewohnheiten erforderlich. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Gewicht im Griff“ zeigt auf, wie sich Wohlbefinden, Gewicht und Gesundheit ohne dogmatische Regeln oder strenge Diäten positiv beeinflussen lassen.
Das Zehn-Punkte-Programm stellt die wichtigsten Ernährungsempfehlungen vor, klärt auf, warum Vollkornprodukte wertvoll sind, ob Süßstoffe eine Alternative zu Zucker sind und wie Fleisch sinnvoll ersetzt werden kann. Kleine Tests zu Beginn helfen bei der Selbsteinschätzung.
Die Leserinnen und Leser erfahren, welche Nährstoffe der menschliche Organismus braucht, bekommen praktische Tipps zur Mahlzeitenplanung und können anhand von Checklisten die eigenen Fortschritte überprüfen. Mehr als 60 kalorienarme Rezepte für eine ausgewogene Ernährung helfen dabei, gesund und nachhaltig abzunehmen. Genuss ist dabei erlaubt – aber nicht nebenbei. Denn zum erfolgreichen Umsetzen der guten Vorsätze gehört es, den Alltag zu unterbrechen und dem Essen die volle Aufmerksamkeit zu schenken.
Der Ratgeber hat 216 Seiten und kostet 19,90 Euro, als E-Book 15,99 Euro.
Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

Dezember 2017

Silvesterknaller Zündende Tipps für schadenloses Böllern
Duisburg, 28. Dezember 2017 - In diesem Jahr ist der Verkauf von Knallern & Co. offiziell vom 28. bis 30. Dezember 2017 erlaubt. Wer sich fahrlässig verhält oder gegen bestehende Gesetze und Verordnungen verstößt, muss in der Regel für den Schaden haften.
„Deshalb ist es ratsam, nur zugelassene Feuerwerkskörper zu zünden und sich beim Silvesterspaß strikt an die Bedienungsanleitung zu halten. Zudem dürfen pyrotechnische Gegenstände nicht in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altersheimen abgebrannt werden. Das gilt auch für reetgedeckte und Fachwerk-Häuser“, hat die Verbraucherzentrale NRW zündende Tipps für Feuerwerk-Fans zum Jahreswechsel:
 Nur zugelassene Ware kaufen: Die explosiven Stoffe in Feuerwerkskörpern können bei unsachgemäßer Handhabung nach dem Zünden gefährliche Verletzungen verursachen. Deshalb müssen sie von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer vergleichbaren europäischen Behörde zugelassen werden.
Diese Zulassung bedeutet nicht, dass die Feuerwerkskörper ungefährlich sind, sondern dass mit Krachern und Raketen bei sachgerechter Verwendung sicher hantiert werden kann. Geprüftes Feuerwerk ist zu erkennen an der Registriernummer, dem CE-Zeichen und an der Kennnummer der Stelle, die beim jeweiligen Hersteller über die Qualitätssicherung wacht.
Die ersten vier Ziffern der Kennzeichnung geben die Stelle an, die geprüft hat. "0589" etwa steht für die BAM; die spanische Prüfstelle LOM hat "0163". Die Registriernummer "0589 - F2 -1234" bedeutet als Beispiel, dass die BAM geprüft hat, das Feuerwerk für Personen ab 18 Jahren erlaubt ist (F2) und die fortlaufende Nummer "1234" trägt.
 Produkte ohne Prüfnummer meiden: Kleinstfeuerwerk der Klasse F1 ist weniger gefährlich und darf deshalb das ganze Jahr über an Personen ab zwölf Jahren verkauft werden. Dagegen dürfen Raketen und Böller mit der Bezeichnung F2 nur zu Silvester an Personen über 18 Jahre abgegeben und in der Nacht zu Neujahr im Freien abgebrannt werden.
Für Feuerwerkskörper ohne amtliche Prüfnummer gilt: Finger weg! Diese Waren entsprechen meist nicht dem Sicherheitsstandard. Bei diesen Produkten fehlen sowohl Zulassungsnummer als auch Verwendungshinweise in deutscher Sprache. Zudem lässt ihre Qualität meist zu wünschen übrig: Fehlzündungen drohen, oder diese Feuerwerkskörper explodieren wegen ihrer oft erheblich höheren Sprengkraft heftiger als erwartet.
 Warnung vor illegaler Ware aus dem Ausland: Feuerwerkskörper ohne amtlichen Segen werden häufig auf Trödelmärkten angeboten, finden sich bisweilen aber auch in Geschäften. Produkte ohne Prüfnummer stammen aus Osteuropa, Dänemark oder den Niederlanden. Einfuhr und Verkauf dieser illegalen Waren sind nach Paragraf 5 des Sprengstoffgesetzes verboten. Wer Knaller ohne Zulassung zündet, verhält sich ordnungswidrig und kann für mögliche Personen- und Sachschäden haftbar gemacht werden.
 Bedienungsanleitung unbedingt befolgen: Die Haftung kann allerdings auch den treffen, der erlaubte Feuerwerkskörper in den Himmel jagt. Deshalb sollte die Gebrauchsanweisung genau beachtet werden. Zur Sicherheit ist beim Abfackeln ein Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher bereitzuhalten.
Auf keinen Fall sollte an den Knallern vor dem Abbrennen herumgebastelt werden. Blindgänger dürfen nicht ein zweites Mal gezündet, sondern sollten mit Wasser übergossen und anschließend in der grauen Restmülltonne entsorgt werden. Raketen beim Zünden nie in der Hand halten! Kinder sind unbedingt von Feuerwerkskörpern fernzuhalten!
 Bei Unfällen Versicherung einschalten: Führt unsachgemäßer Umgang mit Krachern und Raketen zu dauerhaften gesundheitlichen Blessuren, zahlt die private Unfallversicherung. Für Verletzungen anderer Personen kommt hingegen die Privathaftpflicht des Böllerfreundes auf. Fängt das eigene Haus Feuer, springt in aller Regel die Wohngebäudeversicherung ein. Brandschäden an der Inneneinrichtung trägt die Hausratversicherung.
Wird ein Auto durch Brand oder Explosion einer Rakete beschädigt, übernimmt die Teilkaskoversicherung des Halters den Schaden. Verursachen glimmende Böller allerdings nur Seng- und Schmorschäden, zahlt die Versicherung nicht. Falls der Wagen mutwillig ramponiert wird – zum Beispiel weil Kracher auf dem Dach gezündet wurden – kommt nur die Vollkaskoversicherung für Schäden auf. Sie erstattet abzüglich der Selbstbeteiligung, sofern diese vertraglich vereinbart wurde.
 Besondere Haftung bei Kindern berücksichtigen: Kinder unter sieben Jahren haften nicht für Schäden, die sie angerichtet haben. Was viele Eltern jedoch nicht wissen: Nur wenn sie beim Zündeln und Hantieren mit Feuerwerkskörpern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, gleicht die Familien-Haftpflichtversicherung etwaige Schäden anderer Personen aus.

 

Wenn der Baum brennt oder Böller gefährliche Blindgänger sind Regulierung von Versicherungsschäden
Brennt der Adventskranz, steht der Weihnachtsbaum in Flammen oder schießt eine Rakete an Silvester plötzlich nach hinten los, geht das nicht immer glimpflich aus. „Wer für den Schaden aufkommt, wenn Brandschäden oder Verletzungen zu beklagen sind, hängt von der eigenen Umsicht und vom jeweiligen Versicherungsschutz ab“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW.

Wer keine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung hat, muss meistens für entstandene Schäden selbst geradestehen. Doch auch Versicherte, die solche Policen im Ordner haben, sind nicht immer auf der sicheren Seite: „Werden beim Hantieren mit Kerzen und Knallern eigene Sachen beschädigt, zahlt der Versicherer möglicherweise nur einen Teil des Schadens. Wie viel das ist, hängt vom Grad der Mitschuld des Versicherten am Schadensfall ab“, mahnt die Verbraucherzentrale NRW zum sorgsamen Umgang mit Kerzen, Knallern und Co.: „Denn einen Rundum-Versicherungsschutz gibt es nicht.“
Bei Schäden rund um die Festtage springen folgende Versicherungen ein:
• Hausratversicherung: Weihnachtsbaum, Adventskranz und Adventsgesteck dürfen selbstverständlich in brennendem Kerzenglanz erstrahlen. Setzen die flackernden Flämmchen trotz aller Sorgfalt die Tannenzweige in Brand und kommt es zu Schäden an Möbeln, Gardinen, Geräten und Teppichen, dann haftet die Hausratversicherung. Sie ersetzt sämtliche Verluste, die sowohl durch Feuer als auch durch Löschwasser entstanden sind. Ruinierte Geschenke gehören ebenso dazu. Die Versicherung zahlt jedoch zumeist nicht oder nur teilweise, wenn Baum oder Kranz unbeaufsichtigt waren.
• Wohngebäudeversicherung: Steht das Haus in Flammen oder wird das Gebäude durch einen kleineren Brand beschädigt, ist dies ein Regulierungsfall für die Wohngebäudeversicherung.
• Private Haftpflichtversicherung: Wer als Partygast Geschirr, Gläser oder Geschenke unabsichtlich demoliert oder im Garten ungeschickt mit Feuerwerkskörpern hantiert, ist für den Schadensfall über seine private Haftpflichtversicherung abgesichert. Kinder unter sieben Jahren (bei Teilnahme am Straßenverkehr unter zehn Jahren) können in der Regel nicht für Schäden haftbar gemacht werden, die sie verursacht haben.
Stattdessen haften Eltern – und die sind, haben sie beim Zündeln und Hantieren des Nachwuchses mit Feuerwerkskörpern ihre Aufsichtspflicht verletzt, durch die Familien-Haftpflichtversicherung geschützt.
• Private Unfallversicherung: Böllerfans, die sich beim Abfackeln von Knallern und Raketen verletzen, werden die notwendigen Behandlungskosten von der Krankenversicherung erstattet. Für bleibende Schäden kommt jedoch nur eine zusätzliche private Unfallversicherung und bei Berufsunfähigkeit die Berufsunfähigkeitsversicherung auf.
• Kraftfahrzeugversicherung: Lässt sich ein Übeltäter im Trubel der Silvesternacht nicht mehr ermitteln, ist es wichtig, dass Geschädigte mit ihrem Gefährt richtig versichert sind. Wird ein Auto durch Brand und Explosion einer Rakete beschädigt, springt die Teilkaskoversicherung des Halters ein. Verursachen glimmende Böller allerdings nur Seng- und Schmorschäden, zahlt die Versicherung nicht.
Wenn der Wagen mutwillig ramponiert wurde, zum Beispiel weil Böller auf dem Dach gezündet wurden, leistet allein die Vollkaskoversicherung Schadenersatz. Die Leistungen aus den Kaskoversicherungen werden allerdings nur abzüglich der Selbstbeteiligung erbracht, falls diese vertraglich vereinbart wurde.
• Verträge studieren: Im Ernstfall hilft ein Blick in die Police, um zu sehen, ob der entstandene Schaden überhaupt versichert ist. Unvermeidliches Pech muss dem Versicherer nach den Feiertagen umgehend gemeldet werden. Betroffene sollten zudem alles unterlassen, was die Feststellung des Schadens erschweren könnte, sonst wird die Regulierung durch den Versicherer riskiert. Allerdings müssen Gefahrenquellen beseitigt und so abgesichert werden, dass kein Folgeschaden entsteht.
Bei Ärger mit Versicherungsschäden an Silvester bietet die Verbraucherzentrale NRW in der Beratungsstelle Duisburg, FriedrichWilhelm-Str. 30 eine halbstündige Schadensfallberatung für 40 Euro an. Weitere Einzelheiten zur Verfügbarkeit und Terminvergabe gibt's unter www.verbraucherzentrale.nrw/schadensfall.
Kurzauskünfte gibt es auch telefonisch donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise variieren.

 

Was ändert sich 2018? Verbraucherzentrale NRW hat die wichtigsten Änderungen im Überblick  Änderungen 2018 gesamt (.pdf) | 399.22 KB

Duisburg, 14. Dezember 2017 - Die EU verordnet für Pommes, Chips, Kekse und Co. im neuen Jahr: vergolden statt verkohlen. Auch Aufschlägen beim Bezahlen mit Kreditkarte bringt 2018 das Aus. Höhere Freibeträge lindern künftig die Belastungsgrenze bei Zuzahlungen für Rezepte und Heilmittel. Und den teuren Ping-Calls trickreicher Lockanrufer kappt die Bundesnetzagentur mit einer verpflichtenden Preisansage die Leitung. Was sich 2018 ändert, hat die Verbraucherzentrale NRW aktuell zusammengestellt. Unter www.verbraucherzentrale.nrw/2018 gibt sie einen Überblick, welche Neuerungen Verbraucher kennen müssen.
Mal winkt mehr Geld – so bei der Rente, bei Hartz IV, beim Kindergeld oder dank höherer Grund- und Kinderfreibeträge. Und Riester-Sparer können ein Plus von 21 Euro bei der staatlichen Grundzulage (statt 154 künftig 175 Euro) einstreichen. Mal muss aber für die Finanzplanung der spitze Bleistift her, weil die Bemessungsgrenzen für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung angehoben und damit von mehr Einkommen Beiträge fällig werden.
Überweisungen in der Eurozone sollen künftig in Echtzeit möglich sein. Aber auch Pflegekassen müssen 2018 fixer werden und innerhalb von 25 Tagen über einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit entschieden haben. WG-Bewohnern kann der Meldedatenabgleich zwischen Einwohnermeldeämtern und Rundfunkbeitragsservice allerdings unerwartete Nachforderungen ins Haus bringen. Und wer einen Förderzuschuss fürs Heizen mit erneuerbaren Energien beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen will, für den gilt: erst Antrag, dann Auftrag. Bislang konnte der Antrag noch eingereicht werden, auch wenn die Anlage schon in Betrieb war.
Auf ein sicheres Fundament kann künftig bei Mängeln an eingebauten Waren gebaut werden: Verkäufer müssen nicht nur für Materialersatz, sondern auch für die Aus- und Einbaukosten geradestehen. Der neue Verbraucherbauvertrag setzt mit detaillierten Baubeschreibungen, begrenzten Abschlagszahlungen und einem Widerrufsrecht tragende Wände für mehr Verbraucherschutz.
Bei Online-Abodiensten fällt im neuen Jahr der digitale Schlagbaum: Kostenpflichtige Streaming-Dienste für Filme, Sport oder Musik lassen sich ab 20. März 2018 auch im EU-Ausland nutzen. Fürs Streamen ohne EU-Grenzen dürfen die Anbieter keine zusätzlichen Gebühren erheben. Da mögen Mallorca-Urlauber vielleicht verschmerzen, dass sich auf der Insel die Touristensteuer ab der Hauptsaison verdoppelt.

Wenn das Geschenk kein Volltreffer war
Umtausch und Reklamation unerwünschter Gaben

Der Action-Camcorder tritt erst gar nicht in multimediale Aktion, der begehrte Bluetooth-Kopfhörer wird gleich doppelt ausgepackt, SOSPäckchen mit Schlips, Oberhemd und Socken erfreuen manches Männerherz nur scheinbar. „Was ausgepackt auf dem Gabentisch nicht gefällt, kann nicht immer umgetauscht werden. Vielfach kommt es darauf an, ob der Verkäufer im Laden gnädig gestimmt ist“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Rund um Reklamation und Umtausch unliebsamer Gaben nach dem Weihnachtsfest hat die Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps:
Umtausch: Trifft das Geschenk partout nicht den Geschmack oder lag es gleich zweimal unter dem Weihnachtsbaum, haben Käufer keineswegs automatisch ein Recht, das Präsent umzutauschen. Vielmehr sind sie auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Wer sich nicht schon beim Kauf schriftlich hat zusichern lassen, dass das Geschenk umgetauscht werden kann, der hat schlechte Karten, wenn der Händler die Ware nicht zurücknehmen will, bloß weil sie nicht gefällt.

• Reklamation: Wenn die gekaufte Ware nicht in Ordnung ist, also die Spielekonsole streikt oder der Reißverschluss an der Ski-Jacke klemmt, haben Käufer klare Rechte gegenüber dem Verkäufer. Denn bei Neukäufen besteht zwei Jahre lang die Möglichkeit, Ansprüche beim Händler geltend zu machen.
• Rechte des Händlers: Bevor der Kunde jedoch den Kaufpreis der fehlerhaften Ware zurückerhält oder mindern kann, muss er dem Händler die Möglichkeit geben, zu reparieren oder mangelfreien Ersatz zu liefern.
• Vorteile für Kunden: Kommt es wegen des Mangels zum Streit, muss der Händler innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf nachweisen, dass die Ware einwandfrei war, als sie über die Ladentheke ging. Auch das ist Musik für Kundenohren: Bei schlecht verständlichen oder fehlerhaften Montage- oder Bedienungsanleitungen haftet der Verkäufer!
• Gutschein: Wer mit einem Gutschein beschenkt wurde, muss darauf achten, wann die Einlösefrist endet. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, gilt eine Frist von drei Jahren.
• Kauf im Internet: Wurde das Präsent im Internet gekauft, ist die Rückgabe einfacher. Fast jeder im Internet geschlossene Vertrag kann innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Widerrufen und die Ware zurückschicken kann man auch, wenn einem der Artikel nicht gefällt. Wichtig ist aber, dass die Widerrufsfrist an den Weihnachtsfeiertagen noch nicht abgelaufen ist.

Was bei Kauf und Reklamation zu beachten ist, zeigt der Ratgeber „Meine Rechte bei Kauf und Reklamation – Basiswissen für König Kunde“ der Verbraucherzentrale NRW. Der Ratgeber kostet 9,90 Euro und ist in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-WilhelmStr. 30 erhältlich. Für zusätzlich 2,50 Euro (Porto und Versand) kommt er auch ins Haus. Bestellungen per E-Mail unter ratgeber@verbraucherzentrale.nrw.

 

 

Auf Gültigkeit achten: Gutscheine auf dem Gabentisch
Wenn man nicht weiß, was man schenken soll, sind Gutscheine immer eine prima Sache. „Wer an Weihnachten mit einer solchen Gabe zum Eintauschen bedacht wird, sollte jedoch auf die Fristen achten, auch wenn man sich mit dem Einlösen von Warengutscheinen Zeit lassen kann“, rät die Verbraucherzentrale NRW.

Allgemein gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Lag unterm Weihnachtsbaum jedoch ein Gutschein für ein Freizeitvergnügen mit festem Termin, muss die Karte zum angegebenen Datum eingelöst werden, damit sie nicht verfällt. Folgende Tipps helfen, Frust mit dem Verstreichen von Fristen zu vermeiden:
• Gültigkeit von Warengutscheinen: Auch wenn auf einem Gutschein keine Befristung vermerkt ist, kann der Bon nicht unbegrenzt lange eingelöst werden. Allgemein gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren.
Deshalb muss ein unbefristeter Gutschein spätestens innerhalb von drei Jahren eingelöst werden.
• Fristende: Die Frist beginnt jedoch immer erst am Schluss des Jahres, in dem der Gutschein erworben wurde. Beispiel: Wer zum Weihnachtsfest mit einem Gutschein beschenkt wird, der im November 2017 erworben wurde, muss diesen bis spätestens zum 31. Dezember 2020 einlösen.
• Abgelaufene Dauer: Ist die Frist auf Warengutscheinen verstrichen, müssen Händler den Bon zwar nicht mehr einlösen. Aber nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW müssen Anbieter das Geld gegen Rückgabe des Gutscheins – abzüglich ihres entgangenen Gewinns – erstatten.
• Fristen für Termingutscheine: Bei Gutscheinen fürs Konzert oder Theater sind die angegebenen Einlösedaten zu beachten, sonst verfallen die Tickets.
• Teileinlösungen: Die meisten Anbieter lösen Gutscheine auch teilweise ein, wenn kein Nachteil für sie damit verbunden ist. Der Restbetrag wird auf dem alten Gutschein vermerkt oder in Form einer neuen Gutschrift ausgehändigt. Ein Anspruch der Kunden auf Auszahlung der restlichen Gutscheinsumme besteht nicht

 

Grußkarten und Geschenke-Briefe zu Weihnachten
Post-Ärger.de hilft online bei Problemen

Duisburg, 07. Dezember 2017 - Zu Weihnachten werden nicht nur frohe Botschaften in Grußkarten oder Pakete mit liebevollen Gaben verschickt, sondern auch Briefe mit Geld-, Gutschein- oder Büchergeschenken. Groß sind Enttäuschung und Ärger bei Absendern und Empfängern, wenn die Postsendungen zu spät oder gar nicht ankommen. Geldbriefe, Botschaften mit Express-Vermerk oder Kündigungen per Einschreiben zum Jahreswechsel. Damit Briefe mit meist geldwertem Auftrag unterwegs nicht verloren gehen, wird die kostbare Fracht meist am Postschalter entgegengenommen, berechnet und eingescannt, um die Sendung möglichst lückenlos verfolgen zu können. Dieser Service kostet extra.
„Dennoch gelangen viele Schreiben mit wichtigen oder finanziellen Anliegen nicht sicher und fristgerecht an die richtige Adresse, weil das Porto-ABC für die einzelnen Zustellungsprodukte für viele Versender ein Buch mit sieben Siegeln ist“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Beim Abladen und Klären von Verbraucherärger rund um den Post- und Paketversand hilft ab sofort das Online-Portal „Post-Ärger.de“ der Verbraucherzentralen NRW und Thüringen.

Die Verbraucherschützer raten auf ihren Seiten, folgende Tipps für Briefe mit wichtigem Inhalt und eventuell zu errichtenden Extra-Kosten zu beachten:
•  Brief mit Warensendung: Geschenke im Kleinformat – etwa CDs, Bücher oder dekorative Kosmetikartikel – müssen nicht unbedingt als Paket oder Päckchen aufgegeben werden. Die Warensendungen im Kleinformat lassen sich je nach Anbieter auch etwas preisgünstiger per Brief verschicken. Hierbei gelten jedoch gegebenenfalls besondere Bedingungen, etwa dass der Umschlag nicht zugeklebt werden darf, die Ware nicht versichert ist oder eine Sendungsverfolgung ausscheidet.

•  Wertbrief: Wer Geld in einem einfach frankierten Umschlag verschickt, hat in der Regel keinen Anspruch auf Schadensersatz, falls der Brief oder sein Inhalt bei der Beförderung verlorengehen. Ein Geldgeschenk oder wichtige Dokumente sind besser abgesichert, wenn Bares oder Wichtiges zum Fest als Wertbrief versendet werden. Bei der Deutschen Post AG kostet dieser Service zum Beispiel 4,30 Euro extra zum Standardporto. Hierbei sind bis zu 100 Euro Bargeld oder 500 Euro an Sachwerten versichert.

•  Expressbrief: Last-Minute-Weihnachtsgrüße erreichen Ihr Ziel meist noch rechtzeitig, wenn man den Expresszuschlag für die schnelle Post mit in Kauf nimmt. Falls die Beförderung unbedingt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen muss, können Absender gegen Aufpreis oft sogar selbst festlegen, bis zu welcher Uhrzeit der Expressbrief am anderen Tag sein Ziel erreichen soll.

•  Einschreiben: Damit sich Abos fürs Fitnessstudio oder fürs mobile Telefonieren zum Jahresende nicht automatisch verlängern, müssen die Verträge hierzu rechtzeitig gekündigt werden. Wer die Frist versäumt oder eine ordentliche Kündigung nicht nachweisen kann, muss mit erheblichen Folgekosten bei einer verspäteten Vertragsauflösung rechnen.

Auf Nummer sicher gehen Abo-Müde, wenn sie ihre Kündigung per Einschreiben versenden. Der Versand per Einschreiben, bestenfalls mit Rückschein, ist die richtige Lösung, um nachzuweisen, dass ein Brief versendet wurde und termingerecht beim Empfänger angekommen ist.

Allerdings gibt es verschiedene Varianten bei diversen Zustellern: Bei der Citipost GmbH fallen etwa Aufpreise ab 1,80 Euro zusätzlich zum Standartporto an, die PIN Mail AG verlangt ab 2,09 Euro zusätzlich. Die Deutsche Post AG berechnet für den Versand eines Einschreibens einen Aufpreis ab 2,15 Euro zum Standardporto.
Weitere Informationen zum Briefversand und die Möglichkeit, seinen Ärger zu Frankierungs- und Zustellungsproblemen bis hin zum Verlust von Briefsendungen können Ratsuchende im OnlineBeschwerdeportal www.post-ärger.de der Verbraucherzentralen NRW und Thüringen loswerden.

Ärger ins Haus vermeiden: Weihnachtspäckchen richtig auf den Weg bringen
Weihnachtsgeschenke, die in der Zustellschleife hängen bleiben. Pakete, die verstecken spielen oder ohne Benachrichtigung in der Nachbarschaft oder im kilometerweit entfernten Paket-Shop abgegeben werden. In den Wochen vor dem Fest werden doppelt und dreifach so viele Pakete verschickt wie sonst – und zuhauf steht Verbraucherärger rund um Paketsendungen ins Haus.
„Wer sein Paket ausschließlich selbst entgegennehmen will, kann bei einigen Versendern beim Bestellen den kostenpflichtigen Service eigenhändig buchen, dann darf der Bote das Paket nur dem Empfänger selbst oder jemandem aushändigen, der eine schriftliche Vollmacht zur Annahme der Sendung hat“, so der Rat der Verbraucherzentrale NRW für eine sichere Zustellung.

Damit’s rechtzeitig vor dem Fest mit dem Versenden und Empfangen klappt, gibt die Verbraucherzentrale NRW Paketkunden die passenden Tipps mit auf den Weg:
• Vor dem Versand: Um zu verhindern, dass Pakete unterwegs stecken bleiben oder automatisch aussortiert werden, ist es wichtig, dass Name und Adresse vollständig und gut lesbar angegeben sind. Wer eine Verpackung wiederverwertet, sollte die vorhandenen Barcodes entfernen oder überkleben.
Damit die Paketpost nicht in der Sortieranlage hängenbleibt, sollte auf die Verwendung von Bändern und Schleifen verzichtet werden.
Abgesehen von Preisunterschieden, bieten die einzelnen Paketdienstleister auch unterschiedliche Dienste an. So sehen manche nur einen Zustellversuch vor, andere kommen hingegen bis zu drei Mal an die Tür, bevor das Paket zurück an den Absender geschickt oder in einen Paketshop umgeleitet wird. Hier lohnt sich vor dem Versand ein Blick in die Zustellbedingungen.

• Ersatzzustellung beim Nachbarn: Die meisten Paketdienste behalten sich in ihren Vertragsbedingungen die sogenannte Ersatzzustellung an Nachbarn vor. Das kann praktisch sein, wenn der auch tagsüber zu Hause ist. Grundsätzlich muss jedoch kein Nachbar ein fremdes Paket annehmen. Sobald der Empfang allerdings quittiert wird, muss das Paket sorgfältig verwahrt und darf dem Empfänger nicht einfach vor die Tür gestellt werden.
Denn dann haftet der Nachbar unter Umständen dafür, wenn die Sendung wegkommt oder Schaden nimmt. Wer ein Paket erwartet, sollte seinen Nachbarn am besten vorher informieren. Alternativ kann beim Paketdienstleister auch ein Wunschnachbar als Zustelladresse hinterlegt werden, wenn keine Zustellung an jeden beliebigen Nachbarn gewünscht wird.
• Verzögerte Lieferung: Paketdienstleister geben in ihren Geschäftsbedingungen Lieferzeiten für die Paketzustellung an. Dies sind jedoch nur unverbindliche Regellieferzeiten und keine garantierten Lieferdaten. Wer will, dass zu einem bestimmten Termin geliefert wird, sollte daher auf sogenannte Expresslieferungen der Paketdienste zurückgreifen. Diese sind allerdings meist teurer als der Standardversand.
• Beschädigte Pakete: Pakete sind in der Regel versichert. Die Höchstgrenze bewegt sich je nach Transportunternehmen zwischen 500 und 750 Euro. Der Absender muss dem Paketdienstleister innerhalb von sieben Tagen melden, wenn die versandte Ware beschädigt wurde. Wenn beim Verschicken also etwas zu Bruch ging, sollte der Empfänger dies dem Absender umgehend mitteilen. Bei sichtbaren Schäden sollte der Zusteller diesen gleich an der Haustür registrieren und bestätigen.
• Paketverlust: Bei allen Paketen kann mit Hilfe der Paketnummer im Internet verfolgt werden, wo sie sich befinden. Hilft das nicht weiter oder geht die versandte Ware verloren, meldet der Absender das beim Kundenservice und stellt einen kostenlosen Nachforschungsauftrag. Dabei muss er den genauen Paketinhalt angeben und den Einlieferungsbeleg vorweisen können.

Für die Nachforschung haben die Paketdienstleister mindestens 20 Tage nach Einlieferung des Pakets Zeit. Ausnahme Päckchen: Den Weg
der Leichtgewichte bis zu zwei Kilogramm verfolgt DHL grundsätzlich nicht. Einen Versicherungsschutz für Verlust gibt’s bei dem Transporteur nur gegen Aufpreis. Hier lohnt sich ein Vergleich mit anderen Paketdienstleistern wie Hermes, GLS oder DPD.
Zum Abladen von Ärgernissen rund ums Versenden und Zustellen von Briefen und Paketen haben die Verbraucherzentralen NordrheinWestfalen und Thüringen ein Online-Beschwerdeportal eingerichtet. Unter www.paket-ärger.de können Absender und Empfänger eintragen, wenn Pakete einfach vor der Haustür abgelegt werden, beschädigt ankommen oder sonstige Paket-Pannen passieren. Auf der Internetseite gibt’s ergänzend Informationen zur Rechtslage.

 

Präsente vom Onlinehändler - Tipps fürs Bestellen per Mausklick
Weihnachtseinkäufe im Internet vom heimischen Sofa aus – das kann bequem und günstig sein: ohne Ladenschluss und Parkplatzsuche. „Doch auch im Internet lauern Fallen. Online-Shopper sollten sich weder von schönen Internetseiten noch von tollen Versprechungen und vermeintlich günstigen Preisen blenden lassen“, rät die Verbraucherzentrale NRW. Bei Bestellungen per Mausklick sollte etwa auf vollständige Anschriften der Firmen, auf Datenschutz, Art der Bezahlung und die Versandkosten geachtet werden. Folgende Tipps helfen, den Geschenke-Stress aus dem Onlineshop wegzuklicken:
• Preisvergleich und Datenschutz: Viele Produkte sind im Internet günstiger zu haben als im Laden – aber nicht immer. Wer preisgünstig einkaufen will, sollte die Preise im Internet auch mit denen im stationären Handel vergleichen. Bestellt werden sollte nur in solchen Shops, die eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Das erschwert eine Einsicht durch Dritte. Verschlüsselte Datenverbindungen sind am „s" hinter dem „http" in der Adress-Zeile des Browsers zu erkennen. Außerdem sollten die Datenschutzbestimmungen aufmerksam durchgelesen werden. Dabei ist darauf zu achten, ob die eigenen Angaben nur verwendet werden, um die Bestellung zu erfüllen, oder ob sie auch für Werbung genutzt oder gar an Dritte weitergegeben werden sollen.
• Check des Vertragspartners: Vor der Bestellung sollte sich der Kunde vergewissern, dass der Firmenname, die sogenannte ladungsfähige Adresse (Postanschrift mit Land, Ort, Straße) und der Verantwortliche des Anbieters leicht aufrufbar sind. Nur so weiß man, mit wem man es zu tun hat und an wen man sich wenden muss, wenn beispielsweise etwas Falsches oder gar nichts geliefert wird.
Wer auf der Homepage keine Adresse oder nur eine Postfachadresse findet, sollte misstrauisch werden und besser nichts bestellen. Hilfreich können oftmals auch Foren im Internet sein, in denen Kunden ihre Erfahrungen mit bestimmten Firmen über deren Vertragsabwicklung für User zugänglich darstellen. Wird dort bereits über Lieferengpässe, Probleme bei Reklamationen oder bei der Rückabwicklung von Verträgen nach einem Widerruf berichtet, sollte besser auf eine Bestellung verzichtet werden.
• Zusatzkosten und Zahlungsweise: Damit sich die Schnäppchen nicht als Mogelpackung erweisen, sind auch die Zusatzkosten wie Versand- und Überweisungskosten sowie Zustellgebühren (bei Nachnahmesendungen) in die Gesamtrechnung einzubeziehen. Sonst wird ein vermeintlicher Preisvorteil schnell zur Kostenfalle. Kunden haben zwar kein Recht auf Wahl einer bestimmten Zahlungsart, doch meist gibt es mehrere Alternativen. OnlineAnbieter müssen aber zumindest einen gängigen Zahlungsweg kostenfrei ermöglichen.
Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt der Ware per Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsermächtigung. Damit geht man nicht das Risiko ein, entweder keine, eine andere als die bestellte oder eine fehlerhafte Ware zu erhalten und anschließend dem Geld hinterherlaufen zu müssen. Vorsicht gilt bei Vorkasse.
Widerrufs- oder Rückgaberecht: Fast jeder im Internet geschlossene Vertrag kann innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Das gilt auch für Verträge über Waren, die auf einer Auktionsplattform von einem gewerblichen Händler ersteigert werden. Der Widerruf muss gegenüber dem Vertragspartner am besten per E-Mail, Fax oder Brief erklärt werden. Die bestellte Ware einfach nicht anzunehmen oder zurückzusenden, gilt nicht als Widerruf! Die vierzehntägige Frist beginnt beim Kauf von Waren im Internet dann, wenn der Käufer ordnungsgemäß, in klarer und verständlicher Weise über sein Widerrufsrecht informiert worden ist und die Ware erhalten hat. Bei bestellten Dienstleistungen beginnt die Widerrufsfrist allerdings bereits mit Vertragsschluss.

Rücksendung: Geht die bestellte Ware innerhalb der gesetzten Frist zurück, muss der Händler neben dem Kaufpreis auch die Kosten für die Hinsendung erstatten. Das gilt jedoch nur für die Kosten des Standardversands und nicht für die Zusatzkosten einer Expresslieferung. Im Gegenzug muss der Kunde die Kosten für die Rücksendung der unwillkommenen Waren tragen – es sei denn, der Händler bietet an, die Rücksendekosten zu übernehmen. Dieser bleibt auch auf den Kosten sitzen, wenn er vor Vertragsschluss nicht darüber informiert hat, dass Kunden die Kosten der Rücksendung selbst zahlen müssen. Bei mangelhafter Ware haben Käufer dieselben Gewährleistungsrechte wie bei einem Kauf im stationären Handel.
Rat und Hilfe rund um den Online-Kauf bietet die Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 an – Kontakt und Termine unter www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort. Verbraucherprobleme zu Warenlieferungen und Retouren unliebsamer Pakete können im Online-Beschwerdeportal www.paket-ärger.de der Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Thüringen abgeladen werden. Dort gibt’s auch weitere Infos rund um den Post- und Paketversand.

 

Damit Zahnspangen nicht ins Geld gehen: Ratgeber zu kieferorthopädischen Leistungen bei Kindern
VZ NRW Kinder sind ihren Eltern lieb und teuer. Deshalb sind viele auch bereit, zusätzliche Kosten für die Zahnspange des Nachwuchses beim Kieferorthopäden zu schultern. Private Zusatzleistungen können hierbei das Haushaltsbudget einer Familie stark belasten.
Was viele Eltern nicht wissen: Ab einem gewissen Schweregrad, also in medizinisch begründeten Fällen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer Behandlung zu 100 Prozent.
Für Durchblick bei den Kosten für Kassen- und Zusatzleistungen sorgt die neue Broschüre „Kieferorthopädie bei Kindern“ der Verbraucherzentralen. Auf 16 Seiten wird dargestellt, wann eine kieferorthopädische Behandlung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, in welchem Alter eine Behandlung beginnt und was die Vor- und Nachteile zwischen festen und losen Zahnstangen sind. Eine Checkliste für das Gespräch mit dem Kieferorthopäden sowie Tipps für den Umgang mit Zusatzleistungen, Komplikationen oder beim Zahnarztwechsel runden die Broschüre ab.
Die Broschüre „Kieferorthopädie bei Kindern“ ist kostenlos in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 erhältlich. Den Text gibt’s auch als PDF-Datei zum Download auf der Internetseite der Verbraucherzentralen www.kostenfalle-zahn.de. Dort finden Interessenten weitere Informationen und Tipps zu Behandlungen bei Zahnärzten und Kieferorthopäden.

 

Für Berufsunfähigkeit richtig vorsorgen
Mit der Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre wird es immer unwahrscheinlicher, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Jobs bis zum regulären Eintritt in den Ruhestand durchhalten. Statistisch muss jeder Vierte seine Beschäftigung früher aufgeben.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb neben der privaten Haftpflicht ein absolutes Muss. Trotzdem werden die Berufsunfähigkeits-Policen relativ wenig verkauft: Die Absicherung ist nicht ganz billig und die richtige Versicherung zu finden nicht immer einfach. Unterstützung bei diesem wichtigen Kapitel der privaten Vorsorge bietet der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Berufsunfähigkeit gezielt absichern“.
Das Buch hilft Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihren finanziellen Bedarf abzuschätzen, und informiert über die Lücken der staatlichen Rentenversicherung. Es erklärt, auf welche Vertragsbedingungen es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ankommt und wie der Anspruch im Fall der Fälle geltend gemacht wird. Die kniffligen Themen Antragsstellung und Vorerkrankungen werden ebenfalls ausführlich behandelt. Praxisbeispiele, jede Menge Expertentipps und Tarifübersichten runden das Informationsangebot ab.
Der Ratgeber hat 190 Seiten und kostet 16,90 Euro, als E-Book 13,99 Euro.

Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.