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August 2019

Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Wann die Hausratversicherung einspringt Duisburg, 16. August 2019 - 2018 gab es in Nordrhein-Westfalen rund ein Viertel weniger Wohnungseinbrüche. So erfreulich der Rückgang auch ist, für die rund 30.000 Betroffenen ist dies kaum ein Trost.
„Die Einbrecher kennen die Schwachstellen von Häusern. Deshalb ist es wichtig, den Sicherheitslücken der eigenen vier Wände vorbeugend einen Riegel vorzuschieben“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Wenn Diebe dennoch auf Beutezug gegangen sind, dann ist die Hausratversicherung der Schlüssel für finanziellen Ersatz von Schmuck, Elektroartikeln oder gestohlener Kleidung.

„Einbruchopfer müssen dabei allerdings ein paar Dinge beachten. Denn ansonsten wird riskiert, dass der Versicherer – trotz Hausratversicherung – seine Leistungen kürzt oder sogar überhaupt nicht für den Schaden aufkommt“, weiß die Verbraucherzentrale.
Folgendes ist zu beachten, um den Versicherungsschutz bei Wohnungseinbruch nicht zu gefährden:
- Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl:
Damit das bei einem Einbruch gestohlene Wohnungseigentum über die Hausratversicherung abgesichert ist, muss sich der Einbrecher beispielsweise mit Gewalt oder einem Werkzeug Zugang verschafft haben. Kommen die Langfinger also durch die offen gelassene Terrassentür ins Haus, besteht kein Versicherungsschutz!
- Anzeige bei der Polizei:
Der Einbruchdiebstahl ist unverzüglich bei der Polizei und dem Versicherer zu melden. Selbstverständlich eigentlich, dass der Schaden so gering wie möglich zu halten ist, also zum Beispiel entwendete Scheck- und Kreditkarten sofort gesperrt werden.
- Liste vom Diebesgut:
Über die gestohlenen und beschädigten Gegenstände muss umgehend eine Liste für Polizei und Versicherung angefertigt werden. Diese sogenannte Stehlgutliste ist einerseits die Grundlage für die Schadensabwicklung mit der Versicherung, andererseits eine Fahndungshilfe für die Polizei. Vorteilhaft, wenn die Wertgegenstände wie Schmuck und Teppiche im eigenen Haushalt schon katalogisiert zur Hand sind. Wer vorausschauend eine solche Wertgegenstände-Liste anlegen will, findet ein Muster unter www.polizei-beratung.de

- Was ersetzt wird:
Durch den Abschluss einer Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Werden Laptop, Teppiche oder sogar das Haustier mitgenommen, gibt’s vom Versicherer zumeist so viel Geld, dass ein gleichwertiger Gegenstand zu heutigen Preisen neu gekauft werden kann. Übernommen werden auch Reparaturkosten für beschädigtes Inventar oder für beim Einbruch beschädigte Türen und Fenster.
Persönliche Beratung rund um Hausrat- und andere Versicherungen gibt es bei der Versicherungsberatung in der Verbraucherzentrale in Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30.
Ein 30-minütiges Beratungsgespräch kostet 40 Euro. Kontakt und Kosten online unter www.verbaucherzentrale.nrw/versicherungsberatung. Zusätzlich ist auch das Verbrauchertelefon NRW ist zu Versicherungsfragen zentral erreichbar – und zwar donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren.

Vom Hotel Mama in die erste Mietwohnung
Tipps zum Start des eigenen Haushalts
Duisburg, 8. August 2019 - Ausbildung oder Studium beginnen meist mit einem Tapetenwechsel. Mit dem Einzug in die ersten eigenen vier Wände wartet aber nicht nur Partyleben auf Jung-Mieter, sondern auch das Führen eines eigenen Haushalts. Zu den regelmäßigen Ausgaben gehören Miete, Kosten für Strom, Heizung, Telefon und Multimedia sowie für Versicherungen.
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Doch vor dem Abschluss eines Vertrages kommt immer erst ein gründlicher Check von Nutzen, Kosten und lauernden Fallen, in die man hineintappen kann“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW die Grundregel für angehende Mieter.
Sie listet auf, welche Kosten durch die erste eigene Wohnung entstehen: Kosten, Konto und Kredit: Das Einkommen der jungen Mieter sollte für den eigenen Lebensunterhalt und die Wohnkosten ihrer neuen Bleibe reichen. Zur Kaltmiete addieren sich noch Nebenkosten für Heizung, Warmwasser, Strom, kleinere Reparaturen und nicht zu vergessen die Kaution zu Beginn des Mietverhältnisses hinzu. Dieser Wohnungspfand schlägt mit mindestens einer Monatskaltmiete zu Buche. Für die Abbuchungen von Miete, Telefon und Anschaffungen benötigen junge Leute ein Girokonto. Wer fit ist beim Online-Banking, kann dieses meist kostenlos führen.
Achtung: Wer mehr ausgibt, als er einnimmt oder wer einen Raten-Kredit zur Finanzierung von Möbeln oder einem neuen Smartphone aufnimmt, der zahlt einen hohen Preis. Denn nicht nur der gepumpte Geldbetrag muss abgestottert werden, sondern zusätzlich werden auch noch Zinsen und Gebühren fällig.
Für ungeplante Geldausgaben sollten außerdem zwei bis drei Monatseinkommen auf einem Tagesgeldkonto angespart werden.
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Ummelden:
Ist der Umzug vollbracht, bleiben in der Regel zwei Wochen, um sich beim Einwohnermeldeamt umzumelden. Benötigt werden hierzu die Einzugsbestätigung des Vermieters, der Personalausweis und das ausgefüllte Anmeldeformular. Das kann man sich meist auf der Homepage der städtischen Meldebehörde herunterladen. Auch die Bank, Versicherungen und Abo-Anbieter brauchen die neue Adresse, damit Service und Abbuchungen geregelt weiterlaufen können.
- Stromversorgung:
Damit das Licht angeht, die Wohnung warm wird und die elektrischen Geräte laufen, müssen sich die jungen Mieter auch um eine im doppelten Sinn sparsame Energieversorgung kümmern. Seinen Stromanbieter kann sich jeder Mieter selbst aussuchen. Wer sich nicht aktiv um einen Vertrag kümmert, bekommt auch Strom, landet aber im meist teuren Grundversorgungstarif.

Die Suche über ein Vergleichsportal im Internet ermöglicht den einfachen Vergleich vieler Versorger und Tarife. Um einen fairen Tarif zu finden, sollten die Filter auf eine kurze Erstlaufzeit von maximal einem Jahr und eine Folgelaufzeit von einem Monat gesetzt werden. Bonus-Versprechungen sollten zunächst außen vor bleiben, damit die langfristigen Kosten sichtbar sind.
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Telefon, TV und Internet:
Fürs Sprechen, Sehen, Klicken und Chatten locken die Telekommunikationsfirmen mit schnellem DSL-Anschluss und WLAN und bieten jungen Leuten Gesamtpakete zu besonderen Tarifen. Doch vor dem Abschluss eines Vertrags ist auch hier ein gründlicher Check gefragt. Auf den Prüfstand gehören hierbei die Tarife und Rabatte, Volumen der Datenübertragung, Vertragslaufzeit, Konditionen zur Verlängerung und Kündigung des Vertrages, nötige beziehungsweise mögliche Zusatzgeräte (etwa Router) sowie das Fristende von Vergünstigungen.
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Versicherungs-Trio für den Anfang:
Beim Start in die eigene Selbstständigkeit steht auch die Absicherung von Alltagsrisiken mit auf der To-do-Liste. Versicherungsgesellschaften locken die noch unerfahrene Kundschaft bisweilen mit scheinbar maßgeschneiderten Paketen, die oft jedoch zu teuer sind und nicht immer ausreichenden Schutz bieten.
Am Anfang sind es Haftpflicht-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung, die Berufs- und Ausbildungsstarter als Basis-Trio wirklich brauchen, um Leib und Teilhabe am Leben sinnvoll abzusichern.
Hausratversicherungen decken Einbruchdiebstahl, Brand, Blitzschlag oder Schäden durch Leitungswasser und Sturm ab. Für die erste eigene Bude ist diese Versicherung meist noch nicht so wichtig. Auswärts wohnende Studenten können jedoch prüfen, ob sie über die Hausratversicherung der Eltern versichert sind, wenn sie bei ihnen noch gemeldet sind.
Im Schadensfall werden dann aber oft nur bis zu zehn Prozent der Versicherungssumme beziehungsweise maximal 10.000 Euro gezahlt. Weitere Orga- und Spartipps gibt’s mit Klicks auf weitere Aspekte rund um die erste eigen Bude unter www.verbraucherzentrale.nrw/laura-zieht-aus.


Alles Plastik, oder was? Neue Beratung zu Schadstoffen ist online
Duisburg, 1. August 2019 - Schwimmflügel, Wasserbälle und Planschbecken. Kunststofftrinkflaschen, Camping- und Wegwerfgeschirr. Chemische UV-Filter in der Sonnencreme: Solche Sommer-Utensilien bestehen oft aus Plastik, Aluminium, Bambus und verschiedenen Chemikalien.
„Inwiefern die Stoffe in den Freizeitprodukten schädlich sind und welche Alternativen es dazu gibt, das sind Fragen, die vielen Nutzern nicht nur zur Sommerzeit unter den Nägeln brennen. Wir haben vielfach die passenden Informationen und Hinweise zur Handhabung dazu“, weist die Verbraucherzentrale NRW auf ihre neue Beratung zu Schadstoffen im Internet hin.
Unter
www.verbraucherzentrale.nrw/schadstoffe können Ratsuchende Fragen stellen nach Schadstoffen im Haus, in Möbeln, Kosmetika, Kleidung, Spielzeug Küchenutensilien oder Schädlingsbekämpfungsmitteln. Die Beantwortung wird nicht lange auf sich warten lassen und ist nicht nur für Fragensteller, sondern auch für alle Interessenten ohne Namensangabe sichtbar.
„Im Laufe der Zeit soll sich so eine wachsende digitale Frage-Antwort-Plattform mit Informationen und praktischen Ratschlägen zu Schadstoffen aus allen Bereichen des täglichen Lebens entwickeln“, erläutert die Verbraucherzentrale NRW ihr Angebot. Daraus eine erste Kostprobe zu Wissenswertem rund um Sommerutensilien:
- Weichmacher in Wasserspielzeug?
Planschbecken, Wasserbälle und Badetiere zum Aufblasen sind hergestellt aus elastischem PVC (Polyvinylchlorid), manchmal erkennbar am Recycling-Code 03. Dieses Plastikmaterial setzt Weichmacher frei und enthält oft auch weitere Schadstoffe. Unbedenklicher und langlebiger als ein aufblasbares Planschbecken ist eine Wasser- und Sandmuschel aus hartem Kunststoff. Für Schwimmanfänger und Wasserspaßratten sind flexible Schwimmnudeln aus Polyethylenschaum eine umweltfreundlichere Alternative.
- Eisdosen wiederverwertbar?
Leere Plastikdosen für industriell hergestelltes Eis eignen sich nicht zur Aufbewahrung anderer Lebensmittel. Die Kunststoffboxen mit dem gefrorenen Genuss sind nur für einmaligen Gebrauch gedacht. Wer in eine solche Dose etwa heiße und fetthaltige Suppe füllt, der riskiert, dass sich Chemikalien aus der Dose herauslösen und ins Lebensmittel übergehen.
- Campinggeschirr aus Aluminium?
Eine zu hohe Dosis des überall auffindbaren Leichtmetalls über Essen und Getränke zu sich zu nehmen ist gesundheitsschädlich. Töpfe, Pfannen, Schüsseln und Essgeschirr für die Outdoor-Verköstigung können den giftigen Gehalt des Aluminiums an die Speisen abgeben, besonders wenn Salziges oder Saures in den Topf und auf den Teller kommen. Daher sind leichte Edelstahl-Campingtöpfe die unbedenklichere Wahl für unterwegs.
- Bambusgeschirr statt Plastik fürs Picknick?
Von wegen Öko: Bambusgeschirr besteht neben Bambusmehl zu einem großen Teil aus Kunststoffen. Häufig findet sich ein zu hoher Gehalt an Melamin und Formaldehyd in Bechern, Tellern und Co. Wiederverwendbares Geschirr aus PE (Polyethylen) oder PP (Polypropylen) ist unschädlicher, ebenfalls leicht und unzerbrechlich. Porzellan zum Picknick wäre ebenfalls eine prima nachhaltige Alternative.
- Schadstofffreie Trinkflaschen?
Varianten aus Edelstahl und Glas sind die Favoriten, bei denen die Chemie zur Getränkeaufbewahrung stimmt. Edelstahlflaschen gibt es häufig auch mit Thermoausstattung, so dass im Sommer die Getränke schön kühl bleiben. Bei Kunststoffflaschen ist am ehesten noch Polypropylen empfehlenswert. Trinkflaschen aus Polycarbonat sind hingegen keine gute Wahl: Sie können gesundheitsschädliche Bisphenole freisetzen.
- Störfaktoren in Sonnencremes?
Einige chemische Lichtschutzfilter in Sonnencremes stehen im Verdacht den Hormonhaushalt zu schädigen. In zertifizierter Naturkosmetik ist die Verwendung dieser Stoffe verboten. Dort werden ausschließlich mineralische Filter gegen die UV-Strahlung eingesetzt. Diese dürfen auch als winzige Nanoteilchen verwendet werden, die eventuell eine vorgeschädigte Haut durchdringen könnten. Die winzigen Pigmentteilchen sind unter dem Begriff „nano“ bei den Inhaltsstoffen zu finden.
Rat und Infos zu Schadstoffen im Haushalt gibt’s auch beim Besuch der Umweltberater in 19 örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW. Kontakt online unter www.verbraucherzentrale.nrw/umweltberatung.


„Muss mein Kind alle Speisen mal probieren?“
Ratgeber bietet Tipps und Rezepte für die Familienküche
Chicken-Nuggets, Spaghetti mit Tomatensoße oder Schnitzel mit Pommes – Kindergerichte sind in Restaurants meist fettig und ungesund. Im Urlaub ist es – weit weg von der eigenen Küche – oft besonders schwer, den Nachwuchs gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Wer die Pizza-Pommes-Eis-Überdosis im Alltag wieder auffangen möchte, bekommt Hilfe vom Ratgeber der Verbraucherzentrale „Mit Kindern essen“. Das Buch beschreibt, was, wie viel und wann die Kleinen essen sollten, und gibt Empfehlungen für eine vollwertige Ernährung.
Wie entsteht Zufriedenheit am Esstisch? Muss mein Kind seinen Teller leer essen und alles probieren? Eltern und andere Erziehende bekommen ehrliche Antworten auf häufige Fragen. Das Buch beschreibt, welche kindlichen Bedürfnisse das Essverhalten steuern, und erläutert, worauf die Leserinnen und Leser Einfluss nehmen können. Der anschließende Praxisteil bietet mehr als 120 vegetarische Rezepte.
Vom Frühstück über Zwischenmahlzeiten bis hin zu Hauptspeisen: Die Vorschläge sind alle einfach in der Zubereitung, schnell umgesetzt und aus Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt. Einmal in der Woche sollte ein Lieblingsessen drin sein – nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene. Die restlichen Mahlzeiten können mit Blick auf die Lebensmittelpyramide so zusammengestellt werden, dass für gesunde Abwechslung gesorgt ist.
Der Ratgeber „Mit Kindern essen. Gemeinsam genießen in der Familienküche“ hat 224 Seiten und kostet 12,90 Euro. Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

Wendig, trendig, waghalsig? Regeln und Haftung bei Elektro-Tretrollern
Seit dem 15. Juni 2019 sind Elektro-Tretroller mit einer Leistung bis zu 20 Stundenkilometer für den Verkehr in Deutschland zugelassen. Die kleinen Elektroflitzer prägen täglich immer mehr das Straßenbild. Trendtendenz steigend! Doch nicht jeder darf ungebremst auf einem x-beliebigen E-Roller auf öffentlichen Straßen „Gas geben“.
"Ob geliehen oder gekauft – wer einen Elektro-Tretroller fahren möchte, muss penibel darauf achten, dass das Mikrofahrzeug auf zwei Rädern den technischen und gesetzlichen Anforderungen entspricht: Mindestalter 14 Jahre, Tempolimit 20 km/h, Verbot auf Gehwegen, keine Helm- und Führerschein-, aber eine strikte Versicherungspflicht“, zählt die Verbraucherzentrale NRW die wichtigsten Regeln für eine Fahrerlaubnis von E-Rollern auf.

Konkret bedeutet dies:
- Technische Pflichtausstattung: E-Tretroller werden durch einen Elektro-Motor angetrieben, lassen sich zur Fortbewegung jedoch auch treten. Die Minis auf zwei Rädern sind klein, wendig, handlich und teilweise zusammenklappbar. E-Tretroller – auch E-Scooter genannt – sind nicht zu verwechseln mit Elektromobilen für gehbehinderte Menschen. Für diese und andere Spezialfahrzeuge gelten gesonderte Regeln in puncto Beförderung und Straßenverkehr.

Damit die neuen Tret-Trendsetter regelgerecht auf öffentlichen Wegen durchstarten dürfen, gehören zur Pflichtausstattung eine Halte- oder Lenkstange sowie zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen. Zur Beleuchtung sind Frontlicht, Seitenreflektoren, Rückstrahler und eine Schlussleuchte vorgeschrieben. Zudem muss eine helltönende Klingel für notwendige Gefahrensignale vorhanden sein.

- Zulassungs- und Fahrerlaubnis:
Eine Führerscheinpflicht besteht nicht. Fahrer müssen jedoch mindestens 14 Jahre alt sein. Elektro-Tretroller sind nur im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen, wenn die Hersteller eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und eine Identifizierungsnummer für ihre Modelle vorweisen können. Eine Helmpflicht besteht nicht.
Aufgrund unebener Straßen und des häufig wuseligen Verkehrs ist es dennoch ratsam, den wirksamen Unfallschutz auf dem Kopf zu tragen. Haftpflicht-Versicherung ist Pflicht: Ähnlich wie beim Mofa müssen elektrische Tretroller eine Versicherungsplakette tragen. Ohne die hinten unter der Schlussleuchte angebrachte Plakette ist das Fahren auf öffentlichen Wegen verboten. Minderjährige Rollerfahrer benötigen außerdem die Einwilligung der Eltern für den Vertragsabschluss.
Die Haftpflichtversicherung kommt für entstandene Schäden bei Unfallopfern, jedoch nicht bei eigenen Schäden auf. Die Kosten für die Police betragen etwa 40 Euro pro Jahr. Das eigene Verletzungsrisiko lässt sich zum Beispiel durch eine private Unfallversicherung abdecken. Um sich gegen Diebstahl zu schützen, bieten einige Versicherungen auch Kaskoversicherungen für die E-Tretroller an. Wer den zweirädrigen Elektrospaß leihen oder kaufen will, sollte sich zuvor ausführlich beim Halter oder bei den Versicherungsgesellschaften über den Deckungsschutz im Schadensfall informieren.

- Straßenverkehrsordnung:
Die Höchstgeschwindigkeit darf 20 Stundenkilometer nicht überschreiten. E-Tretroller bis 20 km/h dürfen nur auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen, aber keinesfalls auf Gehwegen benutzt werden. Das Ausweichen auf die Fahrbahn ist nur erlaubt, falls es keine Fahrradwege gibt. Elektro-Roller mit mehr als 20 Kilometer pro Stunde dürfen weiterhin nicht auf öffentlichen Straßen fahren.
- Freie Fahrt in Bus und Bahn:
Die zusammenklappbaren Varianten der E-Tretroller können seit dem 1. August meist ohne Fahrschein in Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen mitgenommen werden. Im zusammengeklappten Zustand werden sie in der Regel von den Verkehrsverbünden wie ein Gepäckstück behandelt. Deshalb wird kein Ticket fällig. Für Modelle, die sich nicht zusammenklappen lassen, gilt diese Regelung nicht: Diese Roller werden wie ein Fahrrad bewertet und brauchen ein entsprechendes Ticket.
Zum richtigen Versicherungsschutz beim Betrieb von Elektro-Tretrollern bietet die Versicherungsberatung der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 eine kostenpflichtige Hilfe an. Kontakt und Kosten online unter www.verbaucherzentrale.nrw/versicherungsberatung. Deren Schadensfallberatung hilft auch, wenn es bei der Regulierung von Schäden Probleme gibt. Auch das Verbrauchertelefon NRW ist zu Versicherungsfragen zentral erreichbar – und zwar donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren.

Juli 2019

Notdienste bei Insektenplage: Abzocker auf Kundenfang
Duisburg, 18. Juli 2019 - Schon 2018 war ein Wespenjahr. Und nach dem heißen Juni schicken sich die Wespen wieder an, flügge zu werden. Seit Wochen legt auch der Eichenprozessionsspinner vielerorts Gärten und Parks lahm.
„Das warm-trockene Klima mit seinen tierischen Begleitern lässt ebenfalls viele Abzocker aus der Deckung kommen“, weiß die Verbraucherzentrale NRW aus dem Beratungsalltag: „Denn ob die gesundheitsgefährdenden Raupen aus den Bäumen oder das Wespennest im Rollladenkasten des Kinderzimmers – die ungebetenen Gäste will man möglichst schnell wieder loswerden. Und in ihrer Not fallen tierisch Geplagte dann auf unseriöse Anbieter ohne Sachkunde, aber mit überzogenen Rechnungen rein.“
Als Notfall-Pack gibt die Verbraucherzentrale NRW die folgenden Tipps rund um Schädlingsbekämpfung mit auf den Weg: Achtung Arten- und Naturschutz: Ohne triftigen Grund dürfen Wespen nicht gefangen, gestört, umgesiedelt oder getötet werden, so sieht es das Bundesnaturschutzgesetz vor.

Hornissen sind nach der Bundesartenschutzverordnung sogar noch stärker geschützt. Nur wenn ein „vernünftiger“ Grund vorliegt, dürfen Bienen- und Hornissennester entfernt werden. So zum, Beispiel, wenn im Haus kleine Kinder wohnen oder Allergiker, bei denen ein Wespenstich tödlich enden kann. Allein ein Fachmann darf entscheiden, ob ein Nest beseitigt werden darf. Wer die Behausungen eigenmächtig entfernt, riskiert eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro.
Imker, zugelassene Schädlingsbekämpfungsunternehmen, Kammerjäger sowie einige Umweltschutzorganisationen sind die richtigen Ansprechpartner – mit der passenden Ausrüstung und sachkundigen Erfahrung. Fach- und Berufsverbände der Schädlingsbekämpfer sowie Stadtverwaltungen oder Umweltämter helfen bei der Suche nach Fachleuten aus dem Umkreis.

Im Notfall auf Nummer sicher: Auch wenn die ungebetenen Gäste plötzlich bedrohlich nahe kommen, gilt es, nicht hektisch eine 0800-Nummer oder eine Handynummer zu wählen, unter der sich schnell ein Notdienst-Eintrag in den Branchenbüchern findet. Die führt nämlich nicht selten bloß zu einem Gesprächspartner im Call Center, der dann mithilfe von Kontaktdaten vermeintliche Fachleute zu den Kunden schickt.
Weil deren Firmensitz meist nicht in unmittelbarer Umgebung liegt, werden die Dienste dann oft mit hohen Kosten für die Anfahrt erkauft. Wer im Internet nach Hilfe sucht, sollte direkt auf die Homepage des Anbieters gehen und im Impressum nach dessen tatsächlichem Standort recherchieren. Mit dem Notdienst einen Festpreis zu vereinbaren, schützt vor Überraschungen bei der Rechnung.

Keine Sofortkasse: Rechnungen für Notdienste niemals sofort an der Haustür zahlen. Erscheint die Rechnung zu hoch, sollte zunächst allenfalls eine Anzahlung geleistet und die Rechnung, z.B. durch die Verbraucherzentrale, geprüft werden. Denn ist der Betrag erst einmal – ob bar oder mit Karte – bezahlt, kann bei Unregelmäßigkeiten meist nur schwer Geld zurückgefordert werden. Rechnung ohne Höhenflug: Ist kein besonderer Aufwand erforderlich, sind Preise zwischen 80 und 150 Euro – einschließlich Anfahrt – üblich, um Wespennester zu entfernen oder umzusetzen.
Die Kosten hängen jeweils von Größe und Erreichbarkeit ab. Muss zum Beispiel eine Hebebühne bestellt werden, um etwa an ein Nest unter der Dachgaube zu gelangen, sind höhere Kosten zu veranschlagen. Bei der Verbraucherzentrale NRW sind jedoch Fälle bekannt, in denen bis zu 700 Euro für einen halbstündigen und dilettantischen Einsatz in Rechnung gestellt wurden. Die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW bieten eine rechtliche Prüfung von Rechnungen. Adressen unter: www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen


Neue Ministeriums-Broschüre zum Insektenschutz
Praxistipps und jede Menge Fakten trägt die neue Broschüre "Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren" auf 44 ansprechend gestalteten Seiten zusammen Umweltministerin Heinen Esser: "Weniger Insekten, weniger Blütenpflanzen und Singvögel, weniger Vielfalt. Diese Negativkette müssen wir gemeinsam durchbrechen, die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist Kernanliegen der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Naturschutzpolitik. Deswegen freue ich mich, dass wir mit der neuen Broschüre Tipps und Fakten zum Insektenschutz auf 44 Seiten allgemeinverständlich zur Verfügung stellen können".
Fast Dreiviertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten, von denen die meisten nur winzig klein sind. Insekten sind für unsere Ökosysteme unverzichtbar, dennoch nehmen in den letzten Jahrzehnten gerade die blütenbesuchenden Insekten merklich ab, längst ist der Rückgang auch in Nordrhein-Westfalen angekommen.
Das Umweltministerium gibt deshalb eine neue Broschüre unter dem Titel "Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren" heraus. Großzügige Fotostrecken, Kurzporträts heimischer Arten und prägnante Wissenstexte über das Wirken der kleinen Tiere laden zum Blättern ein. Zahlreiche Ansprechpartner für Kommunen und Privatpersonen, weiterführende Infoangebote, Medien und Links unterstreichen den Servicecharakter des Heftes.
Kommunale Best-Practice-Beispiele und Tipps für pestizidfreie und naturnahe Garten- und Balkongestaltung runden die Broschüre ab. Die Publikation im modernen Design informiert über die Ursachen des Insektensterbens und gibt eine Übersicht der Maßnahmen, die die nordrhein-westfälische Landesregierung bereits ergriffen hat, um den Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken. Nordrhein-Westfalen besitzt eine faszinierende Natur, die immer wieder neu begeistert.
Teil dieser vielfältigen Natur zu sein, sie zu sehen, zu hören und zu erleben, ist von unschätzbarem Wert. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine zentrale Aufgabe menschlicher Daseinsvorsorge und Kernanliegen der Landesregierung. "Wir müssen alles dafür tun, unseren Artenschatz den nachfolgenden Generationen zu vererben", sagt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser. Ministerin Heinen-Esser: "Insekten sind faszinierende Tiere, die ökologische Schlüsselfunktionen selbst im Polareis oder in der Wüste wahrnehmen. Aber auch vor unserer Haustür leisten sie Wertvolles. Wir alle können Insekten Lebensraum und Nahrung spenden, indem wir seltener den Rasen mähen, auf die Anlage von Steingärten verzichten oder Obst und Gemüse aus regionalem und biologischem Anbau kaufen."

Kostenlose Bestellung oder herunterladen als PDF-Datei [http://url.nrw/Zv6]


Gut vorbereitet zur Eigentümerversammlung
Nachschlagewerk mit Praxiswissen von A bis Z
Egal, ob ein Wohnungseigentümer eine Antenne montieren, seine Garageneinfahrt betonieren oder einen Wintergarten bauen möchte – er braucht die Zustimmung der anderen Eigentümer in der Wohnanlage. Je mehr Menschen bei solchen Entscheidungen mitmischen, desto problematischer kann sich die Lösungsfindung gestalten. Wer die eigenen Interessen wahren und seine Möglichkeiten optimal nutzen möchte, findet Unterstützung im „Lexikon Eigentumswohnung“ der Verbraucherzentrale.
Das Buch informiert über alle Rechte und Pflichten in einer Wohneigentümergemeinschaft. So hilft es Leserinnen und Lesern auch dabei, sich auf Eigentümerversammlungen vorzubereiten, in denen die Weichen für die ganze Gemeinschaft gestellt werden. Das Lexikon beantwortet von A bis Z alle wichtigen Fragen zu Gesetzen und vertraglichen Vereinbarungen in leicht verständlicher Sprache. So lassen sich auch komplizierte rechtliche Regelungen für Laien gut nachvollziehen. Mit Verweisen auf wichtige Gerichtsurteile schafft das Buch Klarheit und gibt Tipps zum konkreten Vorgehen. Dadurch hilft das Handbuch auch dabei, mögliche Konflikte mit den Nachbarn schon im Vorfeld zu vermeiden.
Der Ratgeber „Lexikon Eigentumswohnung. Praxiswissen von A bis Z“ hat 368 Seiten und kostet 16,90 Euro, als E-Book 13,99 Euro. Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

Im Urlaub immer flüssig? Mix der Reisezahlungsmittel ist „sichere Bank“
Wenn in diesen Wochen die Koffer gepackt werden, sollte bei den Urlaubsvorbereitungen natürlich auch ein Check der Reisekasse nicht fehlen, um in den schönsten Wochen des Jahres immer „flüssig“ zu sein. „Ob das nötige Kleingeld besser zu Hause oder am Ferienort getauscht wird, wie viel Bares beim Trip unverzichtbar ist und ob Giro- oder Kreditkarte kostengünstiger beim Geldabheben sind, richtet sich zum einen nach dem Reiseziel. Zum anderen aber auch nach den Gebühren, die das Geldinstitut jeweils verlangt“, gibt die Verbraucherzentrale NRW mit auf den Weg.

Reisende sollten sich jedoch nie nur auf ein Zahlungsmittel allein verlassen. Damit sich der Mix von Karten und Bargeld auszahlt, gibt sie die folgenden Tipps: Bargeld: Scheine und Münzen – ob in deutscher oder schon in ausländischer Währung – sollten nur als „eiserne Reserve“ zur Überbrückung der ersten Urlaubstage mitgenommen werden. Wer in ein Land außerhalb der Eurozone reist, sollte sich vorab informieren, wo der Tausch in die fremde Währung günstiger ist. Auch Umtauschgebühren können anfallen.Weil Fremdwährungen bei Banken zuhause oft nicht vorrätig sind, sollten die Devisen frühzeitig bestellt werden.

Alternative: Einige Banken betreiben Filialen an größeren Flughäfen oder Bahnhöfen. Dort gibt es zahlreiche Währungen sofort. Außerdem sind Beschränkungen bei der Bargeldeinfuhr zu beachten, Informationen zu den Regelungen der einzelnen Länder finden sich auf der Homepage des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.
- Girocard (früher EC-Karte): Mit der Girocard mit „Maestro"- oder „V-Pay"-Zeichen kann im Euro-Raum in vielen Geschäften und Restaurants bezahlt werden, ohne dass dafür Kosten anfallen. Auch Geldabheben am Automaten ist im Ausland möglich, jedoch fallen dafür teils kräftige Gebühren an. Hat die Hausbank Partner im Ausland, geht es manchmal allerdings auch kostenlos.
- Achtung: V-Pay funktioniert im außereuropäischen Ausland nicht unbedingt überall, Maestro hingegen nahezu weltweit. Vor Reiseantritt sollte auch der Verfügungsrahmen der Girocard für das Urlaubsland geprüft werden. Denn einige Banken beschränken Geldabhebungen im Ausland, sodass vor Ort eventuell gar kein oder nur wenig Geld abgehoben werden kann. Dann empfiehlt es sich, die Karte vor der Reise für das Urlaubsland bei der Bank freischalten beziehungsweise das Limit noch kurzfristig erhöhen zu lassen.
- Kreditkarte: Kreditkarten werden nahezu weltweit akzeptiert. Heben Reisende mit der Kreditkarte Geld ab, müssen sie häufig zwischen 1 und 4 Prozent der Summe, mindestens 4 bis 10 Euro bezahlen. Beim Karteneinsatz in Nicht-Euro-Ländern kommen meist noch 1 bis 2 Prozent Umrechnungsgebühr hinzu.

- Achtung: Ob man zum Geldabheben im Ausland besser die Kredit- oder Girokarte einsetzt, hängt von den jeweiligen Konditionen der eigenen Bank ab. Es ist ratsam, sich vorab nach den Gebühren zu erkundigen. Einige Direktbanken bieten Kreditkarten an, mit denen Kunden weltweit kostenlos Geld abheben können.
Bei anderen Instituten ist der Einsatz der Kreditkarte hingegen teurer als das Geldabheben per Girokarte.
- Aber Achtung: Es können jeweils Kosten beim Betreiber des Geldautomaten anfallen! Teure Sofortumrechnung: Vorsicht, wenn der Geldautomat im Ausland anbietet, Landeswährung direkt in Euro umzurechnen. Automatenbetreiber erheben dafür oft saftige Gebühren und bieten nur einen deutlich schlechteren Wechselkurs an. In der Regel ist es günstiger, die Umrechnung abzulehnen. Diese übernimmt dann das herausgebende Institut – und meist zu besseren Kursen. Auch an Ladenkassen im Ausland sollte darauf bestanden werden, in Landeswährung zu bezahlen.
- Sparkarten und Reise-Scheck: Diese Zahlungsmittel verlieren zunehmend an Bedeutung, Reiseschecks werden zumindest in Deutschland gar nicht mehr ausgegeben.
- Wer noch alte Traveler‘s Cheques besitzt, sollte sich vor Reiseantritt informieren, ob diese vor Ort noch genutzt werden können. Karte sperren: Kredit- oder Girokarte bei Verlust oder Diebstahlsofort sperren. Möglich ist das aus dem Ausland gebührenpflichtig unter +49 116 116 und zusätzlich unter +49 30 4050 4050.
- Achtung: Einige Banken nehmen an dem Sperr-Notruf nicht teil. Daher vorab bei der Bank erkundigen. Für Schäden, die nach der Sperrung entstehen, können Verbraucher nicht haftbar gemacht werden.

Auszeit von der Pflege: Urlaubsanspruch für Angehörige
Sommer, Sonne, Strand genießen – für viele, die einen hilfebedürftigen Menschen zu Hause betreuen und pflegen, bleiben solche Urlaubsbilder ein Traum. Häufig einfach, weil sie nicht wissen, wie sie die Auszeit von der Pflege organisieren sollen. „Für eine solche Verschnaufpause können bei der Pflegekasse verschiedene Leistungen beantragt werden“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW, „erste Wahl ist dabei oft die Verhinderungspflege.
Das heißt: Andere springen zeitweise ein, um den Pflegebedürftigen wie gewohnt zu Hause zu versorgen. Das können Verwandte, Freunde oder ehrenamtliche Helfer sein, aber auch ein Pflegedienst.“ Rund um Urlaubsvertretungen im Pflegealltag gibt die Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps:
- Verhinderungspflege: Ganz gleich ob eine Reise, eine Familienfeier, ein Kino- oder Arztbesuch ansteht: Pflegende Angehörige können für solche Unternehmungen für bis zu 42 Tage im Jahr Leistungen bei der Pflegekasse beantragen. Weil sie aus solchen Anlässen beim Pflegen nur zeitweise aussetzen, wird dies als Verhinderungspflege bezeichnet. Anspruch darauf haben Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2. Außerdem muss die Pflegeperson Betreuung und Unterstützung bereits sechs Monate lang übernommen haben (Vorpflegezeit).

- Vertretungssuche: Häufig übernehmen Verwandte, Freunde oder ehrenamtliche Kräfte die Vertretung während der Auszeit der pflegenden Angehörigen. Dann trägt die Pflegekasse die Kosten in Höhe des Pflegegeldes. Wie viel das genau ist, hängt wiederum vom Pflegegrad sowie davon ab, wie lange die Verhinderungspflege übernommen wird. Springt ein Pflegedienst ein, zahlt die Pflegekasse in allen Pflegegraden pauschal bis zu 1.612 Euro pro Jahr. Dieser Betrag kann auf einen Zeitraum von sechs Wochen verteilt werden.

- Ersatz- oder Kurzzeitpflege:. Wer den Pflegebedürftigen rund um die Uhr versorgt wissen will, kann sich während des Urlaubs für eine Unterbringung und Versorgung in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung entscheiden. Ab Pflegegrad 2 zahlt die Pflegekasse für Leistungen der Kurzzeitpflege 1.612 Euro für maximal acht Wochen jährlich. Die Kosten für Unterkunft und Mahlzeiten müssen allerdings selbst gezahlt werden. Wichtig: Leistungen für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege lassen sich kombinieren, wenn die Beträge der einzelnen Leistungen nicht ausgeschöpft werden.
- Gemeinsamer Urlaub:. Wer nicht auf den gemeinsamen Urlaub verzichten will, kann auch nach einer Kurzzeitpflegeeinrichtung am Urlaubsort Ausschau halten. Zudem bieten immer mehr Pflegehotels den Service einer gemeinsamen Unterbringung an. Bei solchen anerkannten Hotels kann eine Tages- oder Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden, um je nach Pflegegrad zu unterstützen. Diese Möglichkeiten gelten allerdings nur für Reiseziele innerhalb Deutschlands.

Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Wann die Hausratversicherung einspringt
2018 gab es in NRW rund ein Viertel weniger Wohnungseinbrüche. So erfreulich der Rückgang auch ist, für die rund 30.000 Betroffenen ist dies kaum ein Trost. „Die Einbrecher kennen die Schwachstellen von Häusern. Deshalb ist es wichtig, den Sicherheitslücken der eigenen vier Wände vorbeugend einen Riegel vorzuschieben“, erklärt Paulina Wleklinski, Beratungsstellenleiterin der Verbraucherzentrale in Duisburg.
Wenn Diebe dennoch auf Beutezug gegangen sind, dann ist die Hausratversicherung der Schlüssel für finanziellen Ersatz von Schmuck, Elektroartikeln oder gestohlener Kleidung. „Einbruchopfer müssen dabei allerdings ein paar Dinge beachten. Denn ansonsten wird riskiert, dass der Versicherer – trotz Hausratversicherung – seine Leistungen kürzt oder sogar überhaupt nicht für den Schaden aufkommt“, weiß die Expertin der Verbraucherzentrale. Folgendes ist zu beachten, um den Versicherungsschutz bei Wohnungseinbruch nicht zu gefährden:
- Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl: Damit das bei einem Einbruch gestohlene Wohnungseigentum über die Hausratversicherung abgesichert ist, muss sich der Einbrecher beispielsweise mit Gewalt oder einem Werkzeug Zugang verschafft haben. Kommen die Langfinger also durch die offen gelassene Terrassentür ins Haus, besteht kein Versicherungsschutz!
- Anzeige bei der Polizei: Der Einbruchdiebstahl ist unverzüglich bei der Polizei und dem Versicherer zu melden. Selbstverständlich eigentlich, dass der Schaden so gering wie möglich zu halten ist, also zum Beispiel entwendete Scheck- und Kreditkarten sofort gesperrt werden.
- Liste vom Diebesgut: Über die gestohlenen und beschädigten Gegenstände muss umgehend eine Liste für Polizei und Versicherung angefertigt werden.
Diese sogenannte
Stehlgutliste ist einerseits die Grundlage für die Schadensabwicklung mit der Versicherung, andererseits eine Fahndungshilfe für die Polizei. Vorteilhaft, wenn die Wertgegenstände wie Schmuck und Teppiche im eigenen Haushalt schon katalogisiert zur Hand sind. Wer vorausschauend eine solche Wertgegenstände-Liste anlegen will, findet ein Muster unter www.polizei-beratung.de
- Was wird ersetzt?: Durch den Abschluss einer Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Werden Laptop, Teppiche oder sogar das Haustier mitgenommen, gibt’s vom Versicherer zumeist so viel Geld, dass ein gleichwertiger Gegenstand zu heutigen Preisen neu gekauft werden kann. Übernommen werden auch Reparaturkosten für beschädigtes Inventar oder für beim Einbruch beschädigte Türen und Fenster.




Rechtzeitig den Nachlass regeln
Ratgeber informiert über sinnvolle Vermögensübertragung
Duisburg, 11. Juli 2019 - Es kann gute Gründe geben, schon zu Lebzeiten sein Vermögen oder einen Teil davon zu verschenken. Zum Beispiel, wenn die Kinder sich eine eigene Existenz aufbauen wollen oder ihre Eltern ihnen den Einstieg ins Berufs- oder Familienleben erleichtern möchten. Auch wenn zu befürchten ist, dass es unter den Erben Streit geben könnte, liegt es nahe, den künftigen Nachlass gezielt zu regeln.
Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Richtig vererben und verschenken“ unterstützt die Leserinnen und Leser dabei, die wesentlichen Weichen für eine sinnvolle Vermögensübertragung zu stellen. Das Buch bietet konkrete Tipps und Musterformulierungen, erklärt verschiedene Instrumente wie Testament, Erbvertrag und Schenkung und hilft dabei, rechtliche und steuerliche Stolperfallen zu vermeiden.
Dabei beschränkt sich der Ratgeber auf die Zeit vor dem Erbfall, denn dort werden in der Praxis die häufigsten Fehler gemacht, die hinterher nicht mehr korrigiert werden können. Steuerliche Erwägungen sollten zwar eine Rolle spielen, aber nicht zentraler Beweggrund sein – in der Regel werden sie nur bei wohlhabenderen Erblassern und Schenkern eine Rolle spielen. In den meisten Fällen dürften Erbschafts- und Schenkungssteuer keine nennenswerte Bedeutung haben.
Der Ratgeber „Richtig vererben und verschenken“ hat 256 Seiten und kostet 14,90 Euro, als E-Book 11,99 Euro. Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.

Umweltschutz beginnt im Haushalt
Schnell, günstig, schonend: gute Alternativen für den Alltag Deutschland ist europaweit Spitzenreiter beim Verpackungsmüll. Jährlich landen pro Kopf rund 220 Kilogramm in der gelben Tonne. Trauriges Beispiel: Coffee-to-go-Becher. Wenn alle pro Tag (!) in Deutschland verbrauchten 17,5 Millionen Plastikbecher aneinandergelegt würden, ergäbe das eine Strecke von Hamburg nach Madrid.
Diesem Müllberg und vielen anderen Umwelt- und Klimaproblemen kann jeder und jede Einzelne mit kleinen Entscheidungen im eigenen Haushalt entgegentreten. Denn zu Hause entscheiden wir selbst, mit wie viel Chemie wir uns umgeben, wie viele Zusatzstoffe wir essen und wie sparsam wir mit Ressourcen umgehen. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Haushalt im Griff“ gibt praktische Tipps, wie die Leserinnen und Leser die Umwelt und den eigenen Geldbeutel schonen können. Oft gibt es gute Alternativen zu unnötigen, umweltschädlichen oder teuren Produkten – man muss sie nur kennen.
Alufolie oder Plastikbox? Glas oder Dose? Essigreiniger oder Powergel? Das Buch beantwortet solche und weitere Fragen. Es bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Checklisten und Profitipps zu vielen Alltagsfragen: von Putztipps für Fenster über Einkaufsregeln bis hin zum richtigen Vorgehen beim Ausmisten. Mithilfe dieser Informationen können Verbraucherinnen und Verbraucher Verantwortung für die Umwelt übernehmen, nachhaltig handeln, aber auch gleichzeitig Geld und Zeit sparen.
Der Ratgeber „Haushalt im Griff. Einfach, schnell und nachhaltig“ hat 200 Seiten und kostet 16,90 Euro. Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.



Lass die Sonne draußen: Tipps gegen Hitze im Haus
Duisburg, 4. Juli 2019 - Schon nach wenigen Tagen Sommerhitze kann das eigene Zuhause von der Wohlfühloase zu einem überhitzten Ort werden, um den man lieber einen großen Bogen macht. Hat sich Dauerhitze einmal eingenistet, stresst sie auch ansonsten gesunde Körper und verhindert erholsamen Schlaf. Gesundheitlich vorbelastete Menschen leiden ohnehin unter den zu hohen Temperaturen.
„Das wichtigste Ziel im Umgang mit der Hitze lautet: Gar nicht erst herein lassen“, erklärt deshalb Rainer Bank, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW. Dazu und zum anderweitigen Umgang mit den heißen Temperaturen hat er ein paar Tipps zusammengestellt:
Sonne aussperren:
Die Fenster sind häufig die Einfallstore für Hitze. Zu empfehlen sind deshalb außen montierte Schattenspender wie Rollladen, Jalousien oder Markisen. Können die Fenster nur von innen verdunkelt werden, sollten helle oder reflektierende Materialien genutzt werden. Sonnenschutzfolie, die auf die Scheiben geklebt wird, hilft ebenfalls, lässt allerdings auch an trüben Tagen weniger Licht herein. Diesen Nachteil umgeht Sonnenschutzverglasung, die Hitze aussperrt, Licht aber nicht. Sie empfiehlt sich zum Beispiel bei großen Südfenstern, die nicht von außen verschattet werden können.
Nachts lang lüften, tagsüber kurz:
Bei anhaltender Hitze kann es sich lohnen, einen Wecker zu stellen, um früh am Morgen Kühle und Frischluft in die Wohnung zu bekommen. Diese Abkühlung darf auch nicht zu kurz ausfallen, weil Möbel und Wände Wärme speichern. Kühlen sie während des Lüftens nicht ab, heizen sie ihrerseits später den Raum wieder auf. Soll tagsüber während der heißen Stunden frische Luft herein, sollten die Fenster nur kurz offen bleiben.
Luft in Bewegung setzen:
Luftbewegung lindert das Hitzegefühl. Ein Ventilator kann deshalb schon einen großen Unterschied machen, ganz ohne aktive Kühlung. Wer aber zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht auf Klimatisierung verzichten kann, sollte effiziente Klimageräte nutzen. Das sind Split-Geräte, bei denen der Wärmetauscher außen angebracht wird. Sie sparen gegenüber Kompaktmodellen deutlich Energie.
Nicht ungewollt heizen:
Ein zweiter Kühlschrank mit kalten Getränken scheint gerade im Sommer reizvoll. Doch die Wärme, die er seinem Inhalt entzieht, landet direkt in dem Raum, in dem er steht. Nicht nur aus Stromspargründen ist deshalb hiervon abzuraten. Weitere ungewollte Heizeffekte können Heizungsrohre verursachen: Fließt in ihnen warmes Wasser, heben sie die Raumtemperatur. Deshalb ist die Heizung auf Sommerbetrieb umzustellen.
Langfristig mit Dämmung abhelfen:
Wärmedämmung am Haus ist bekannt dafür, Heizwärme drinnen zu halten. Sie funktioniert aber auch andersherum: Die Extra-Schicht an der Fassade oder unterm Dach hält auch Hitze länger draußen. Gerade in Räumen unter dem Dach kann das zu großen Verbesserungen führen. Auch eine Dachbegrünung kann entsprechende Effekte haben.
Wie Wärme immer auf der richtigen Seite der Wände bleibt, zeigt die Verbraucherzentrale NRW bei der Energieberatung zu Hause oder in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 sowie unter Tel. 0211 / 33 996 555. www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung



Gutes Essen schmackhaft machen
Gemeinsame Mahlzeiten zu Hause und in der Kita
Duisburg, 4. Juli 2019 - Am Tisch zappelig, leicht reizbar und keinen Appetit: Im Kita-Alter sind Ess-Situationen häufig mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Bedürfnissen verbunden. Das gemeinsame Essen in der Familie wie auch in der Kita kann schnell zur Herausforderung für Klein und Groß werden. Eingeübte Rituale können hier Orientierung und Struktur bieten.

„Eltern sollten möglichst häufig gemeinsam mit ihren Kindern essen und dafür sorgen, dass die Mahlzeiten in entspannter Atmosphäre stattfinden können“, lautet der Ratschlag der Verbraucherzentrale NRW. Sie hat weitere Tipps, wie Kinder in der Kita und am Familientisch an ein gesundheitsförderndes Essverhalten herangeführt werden können:
Feste Mahlzeitenstruktur:
Feste Essenszeiten strukturieren den Tag und vermitteln Kindern Sicherheit. Für eine positive Essatmosphäre ist es wichtig, die Mahlzeiten klar von den übrigen Aktivitäten abzugrenzen. Die Mahlzeiten sollten einen festen Beginn und ein festes Ende haben. Damit wird auch Daueressen vorgebeugt. Essensfreie Zeiten von mindestens zwei Stunden zwischen den Mahlzeiten, in denen nur kalorienfreie Getränke zur Verfügung stehen, unterstützen diesen Rhythmus. Auf der anderen Seite ist es wichtig, den Kindern ausreichend Zeit zum Essen zu lassen. Kinder sollten nicht für schnelles Aufessen gelobt werden.

Auffälligkeiten im Essverhalten:
Wenn Kinder über längere Zeit nur sehr wenig oder nur bestimmte Lebensmittel essen, aber auch wenn sie extrem viel in sich hineinstopfen können dies Anzeichen für Störungen im Essverhalten sein. Hierbei handelt es sich meist um vorübergehende Auffälligkeiten, die zum kindlichen Entwicklungsprozess gehören. Werden Kinder schwach oder antriebslos, oder stimmt das Gewicht nicht mehr, sollten Eltern mit dem Kinderarzt klären, was zu tun ist.

Essen als Beziehungsregler:
In Familien wird die Essensversorgung oft auch zum Anlass, um Zuneigung zu zeigen („extra für dich“), aber auch um Konflikte auszutragen („dann ist Nachtisch gestrichen“). Solche Faktoren haben Einfluss auf die Entwicklung des Essverhaltens bei Kindern und können Störungen befördern.
Gegensteuern in Problemsituationen:
Wichtig ist, auf die spezielle Esssituation nicht übermäßig zu reagieren. Solange das Gewicht stimmt, sich das Kind gesund entwickelt und aktiv ist, besteht kein Anlass zur Sorge. In der Regel wird der Nährstoffbedarf durch die verspeisten Lebensmittel gedeckt. Problemphasen legen sich auch oft wieder. Vorsichtigen und zurückhaltenden Essern sollten nicht zu viele neue Lebensmittel auf einmal angeboten werden, sondern immer nur eines ab und zu in kleinen Mengen.
Eine gute Mischung mit vertrauten Speisen, regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten, mit gutem Vorbild vorangehen und Kindern beim Essen und Probieren viel Zeit lassen – dies sind die richtigen Zutaten zur positiven Veränderung von Essverhalten.
Ansonsten gilt: bei Tisch nicht mit Süßem oder mit dem Nachtisch locken oder damit bestrafen. Kindern auch keine Extrawurst bieten, da dies meist nicht erforderlich ist. Alle sollten zudem solange am Tisch sitzenbleiben, bis das Essen beendet ist. Keinen Druck auf Kinder ausüben, sondern sie stattdessen zum Essen ermuntern.
Viel- oder Wenigesser: Solche Kinder benötigen regelmäßige Mahlzeiten. Sie sollten nicht zwischendurch essen, vor allem keine Süßigkeiten oder sattmachende Getränke konsumieren. Beim Essen sollte darauf geachtet werden, dass Kinder nicht durch andere Dinge abgelenkt werden, damit sie sich besser aufs Essen konzentrieren und Hunger- oder Sättigungssignale wahrnehmen können. Die meisten Menschen mögen einige Lebensmittel nicht. Zuhause und in der Kita sollten solche Abneigungen respektiert werden.

Wie Esssituationen in Kitas gestaltet werden können, damit Kinder gesund aufwachsen, darum dreht sich alles auf der Fachtagung „Kita tut gut! Ernährung – ein Baustein der Gesundheitsförderung“, zu der die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW Mitarbeiter von Kitas und Elternvertreter am 3. Juli in Köln eingeladen hat. Weitere Infos unter
www.kita-schulverpflegung.nrw.

Süße Versuchungen
Ratgeber informiert über Zuckerfallen und Alternativen

Natürlich ist Verbraucherinnen und Verbrauchern schon länger bewusst: Zu viel Zucker ist nicht gesund. Trotzdem essen die meisten viel zu viel davon. In Deutschland liegt der Konsum seit 40 Jahren nahezu unverändert bei etwa 100 Gramm pro Person und Tag – das entspricht 40 Stück Würfelzucker. Zum Vergleich: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal 50 bis 60 Gramm.

Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Achtung, Zucker!“ hilft dabei, auch mit deutlich weniger genussvoll durch den Tag zu kommen. Das Buch informiert über verschiedene Zuckerarten und Ersatzstoffe und klärt auf, wie gesundheitsschädlich die süße Versuchung wirklich ist. Es unterstützt die Leserinnen und Leser auch praktisch dabei, ihre Ernährung zuckerärmer zu gestalten. So erfahren sie, wie sich Fallen am besten umgehen und Süßstoffe meiden lassen. Das Motto lautet dabei: Ersetzen, abwandeln oder selber machen. Mehr als 50 Rezepte regen beim Backen und Kochen zum Experimentieren mit alternativen Süßungsmitteln wie Obst, Trockenfrüchten oder Sirup an.
Der Praxisteil bietet einfache Salate, Backwaren und Desserts, die auch mit weniger Zucker süß genug sind und gut schmecken.
Der Ratgeber „Achtung, Zucker! Die schlimmsten Zuckerfallen und die besten Alternativen“ hat 192 Seiten und kostet 14,90 Euro, als E-Book 11,99 Euro.
Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in der Beratungsstelle Duisburg, Friedrich-Wilhelm-Str. 30 und im Buchhandel erhältlich.