Von Harald Jeschke  - erstellt 1999 - 2009

unter Mitwirkung von Michael Daheim - Markus A. und Christoph Jeschke
Statistiken:  Harald Jeschke, Wolfgang Berndsen, Friedhelm Thelen Copyrights

  Geschichte der Eissporthalle

Wie alles begann - Liebesgeschichte am Rande der Bande  -  Die Dream-Teams

 

 

 

 

 

Duisburgs erste Eishockeyteam sorgte im Anfangsjahr 1971 mit Kantersiegen für Furore. Am Ende der Saison 1971/72 war das Team Regionalligameister und Aufsteiger in die Oberliga. V.L. stehend:
Werner Kadow, Manfred Schlemmer, Leo Priedigkeit, Jürgen Volland, Ivars Weide, Dieter Hilger, Volker Kaiser, Dieter König, Bernd Elberg, Hubert Just.
Sitzend: Frieder Brase, Peter Schmitz, Claudius Lott, Rolf Dentges, Paul Hotstegs, Heiner Beyer, Jochen Schmidt und Trainer Rudi Weide.

Bilanzen

Mit Sack und Pack nach Kanada

Die Länderspielpause vor 28 Jahren nutzte der DSC zu einer

 ungewöhnlichen Reise

Duisburg, 12. Februar 2008 - Hans-Willi Mühlenhaus zuckte nur kurz mit den Schultern. „Es war wie bei jedem anderen Auswärtsspiel auch.” Der damalige Stürmer des Duisburger SC hatte eine Eishockey-Tasche gepackt. Dann noch eine Reisetasche. Und los ging's. Damals vor gut 28 Jahren. Ein kleiner Unterschied: Der Bundesliga-Neuling fuhr nicht nach Köln oder Düsseldorf, sondern nach Amsterdam. Dort startete das Flugzeug nach Winnipeg in Kanada. Und das ist immer noch etwas Ungewöhnliches. Kein anderer Bundesliga-Verein – oder heutzutage: kein DEL-Club – hat bislang solch eine Reise gemacht, abgesehen vom DSC Kaiserberg.
 
 Die Bundesliga hatte gerade wegen der Olympischen Spiele von Lake Placid eine sechswöchige Pause eingelegt. Am 28. Januar 1980 machte sich der 40-köpfige DSC-Tross auf den Weg, kehrte am 7. Februar über Amsterdam zurück nach Duisburg. „Williiiis” erste Erinnerung? „Das war unfassbar kalt. Unter minus 30 Grad, als wir in Winnipeg ankamen”, schüttelt's Mühlenhaus noch heute. Aber das Ganze war nicht einfach nur ein Ausflug, weil der DSC mit dem Erreichen der Meisterrunde als Aufsteiger frühzeitig den Klassenerhalt in der 1. Liga geschafft hatte. Manager Fritz Hesselmann wollte sich vor Ort von möglichen Neuzugängen überzeugen.
 
 Gespielt haben die Kaiserberger – der erste Vorgängerverein des EVD – vornehmlich gegen Amateur- und Auswahlmannschaften. Das heißt aber auch: keine großen Arenen. Im Gegenteil. „Das waren bessere Scheunen”, schmunzelt Mühlenhaus, der heutzutage in der Geschäftsstelle des EVD arbeitet und Sportchef der Jungfüchse ist.
 Die erste „Scheune” stand in McGregor, einem 800-Seelen-Dorf, deren 1200-Zuschauer-Eishalle bei 1500 Fans aus allen Nähten platzte, als der DSC spielte, Mannschaftsfotos, Fanartikel und Bierkrüge mit dem Duisburger Stadtwappen verteilte. Mit 10:5 gewannen die Deutschen. Die Frauen von McGregor hatten zuvor gekocht und gebacken und den Duisburger Gästen einen freundlichen Empfang bereitet.
 
 Dem 9:7-Sieg gegen eine Manitoba-Auswahl in Winkler folgte in Winnipeg die einzige Niederlage der Reise. Mit 5:8 unterlag der DSC in Winnipeg einer Allstar-Mannschaft von Central Manitoba. Im Duisburger Tor stand dabei der damals 22-jährige Karl Friesen. Ihn zog es später nach Rosenheim; dort wurde der Deutsch-Kanadier zum Nationalspieler.
 Danach folgte die weiteste Fahrt – zu den Minedossa Bombers, die der DSC 7:3 besiegte. „Unglaublich. Wir haben uns in den Bus gesetzt, fuhren 350 Kilometer einfach nur geradeaus – und waren da”, ist Mühlenhaus immer noch von der Weite Kanadas beeindruckt. Den Abschluss bildete das 9:5 gegen die Steinbach Huskies. Wie der Ortsname vermuten lässt: Dort leben die Nachfahren deutscher Auswanderer. „Der deutsche Club dort hat uns auch empfangen”, so Mühlenhaus. Torhüter Andy Stoesz wurde gleich für die neue Saison verpflichtet. Die Krentz-Brüder kamen bereits zuvor aus Steinbach. Nun kam auch Kevin Knibbs.
 
 Was der damals 22-jährige Mühlenhaus von den Verhandlungen mitbekommen hat? „Nichts. Ich wollte nur Hockey spielen.” Etwas hat ihn aber doch beeindruckt. Die Radiolandschaft Kanadas mit vielen Rocksendern. Daher hat er sich in Winnipeg mit einer Menge Schallplatten eingedeckt, die er nach Duisburg mitbrachte.
 Damals vor 28 Jahren . . .FRIEDHELM THELEN

 

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Duisburg., 10. Dezember 2006: 4:0-Sieg gegen die DEG Metro Stars


 

 

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