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Duisburg, 7. Juni 2026 - Vielleicht
sogar eine betrügerische Organisation. Denn
bereits in der ersten Mail wird ein "Entschädigungsbetrag"
in Höhe von € 549 für einen angeblichen Lizenzverstoß, ein
Foto/Bild betreffend, gefordert. Für ein Bild, wie sich
schnell herausstellte, an dem diese Organisation sicher
keine Lizenz hat! Das wäre, nach meinem Rechtsempfinden,
dann ein Betrugsversuch.
Die
Organisation mit Sitz in Dänemark, verschickt Mails, stellt
sich als Beschützer von Bildrechten dar und behauptet, dass
eine partnerschaftlich verbundene Agency die Bildrechte an
einem bestimmten, z. B. in einer Pressemitteilung oder
Artikel verwendeten, Bild hält. Ein paar einschlägige
Paragraphen folgen und die Aufforderung, eine Lizenz
nachzuweisen. Den eigenen Nachweis tritt man nicht an.
Es folgt unmittelbar die Forderung eines
Entschädigungsbetrages in Höhe von € 549. Per angegebenen
Link kann man "relevante Informationen" einsehen und die
Zahlung vornehmen. Oder die Nutzungslizenz nachweisen.

Ganz schön frech! Einfach mal so eine Bildersoftware
durchlaufen lassen und, ohne eigenen Nachweis, eine Lizenz
anfragen. Dazu der ungefragte Tipp, doch demnächst den Namen
oder die Agentur in Verbindung mit dem Bild anzugeben. Wenn
man sich den Artikel angesehen hätte, hätte man oft beides
lesen können.
Immerhin gibt man eine Frist von 14
Tagen, setzt bei ignorieren der Mail voraus, dass man keine
Lizenz nachweisen kann.
In
trustpilot.com schneidet diese Organisation bei aktuell
192 Bewertungen mit gerade einmal sehr 1,4 Sternen schlecht
ab. 174 werten - weil weniger nicht geht - mit einem
Stern und berichten von eigenen Bilder, von freien Bildern
und Bildern, die nachweislich bei Pressemitteilungen z. B.
zu Veranstaltungen angehängt waren, für die diese - doch
kriminelle? - Organisation einen Lizenznachweis, ansonsten
einen Entschädigungsbetrag forderte. Die Masche scheint
einträglich zu sein, für 2024 stößt man auf einen
Jahresumsatz von 13,47 Millionen Kronen, rund 1,75
Millionen Euro.
Meine Meinung: Wenn man sich des
Bildes sicher ist, könnte man es auf einen Prozess anlegen.
Bei Bildern aus Pressemitteilungen den Versender informieren
und gegebenenfalls in einem Prozess den Streit verkünden.
Vorher Kontakt zu einem kompetenten Anwalt aufnehmen.
"Copyright Agent" - seriös ist anders!
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