U-20-Weltmeisterschaften in Ottawa, Kanada 26.12.2008 - 5. Jan 2009
U20-Weltmeisterschaften - Alle Spiele/Teams/Ergebnisse chronologisch   

Spielplan / Ergebnisse -  BerichteKader Deutschlands

Spiel Tag/Datum Zeit Ort Runde Begegnung Ergebnis
1 Fr.26.12. 14:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde LAT - RUS  1:4 (0:1, 0:1, 1:2)
2   15:30 Uhr SBP Arena Vorrunde GER - USA Lineups Summary 2:8 (1:2, 0:3, 1:3)
3   18:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde FIN - SWE  1:3 (0:2, 1: 0, 0:1) 
4   19:30 Uhr SBP Arena Vorrunde  CAN - CZE  8:1 (1:0, 4:0, 3:1) 
5 Sa.27.12. 18:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde SVK - LAT  7:2 (2:2, 3:0, 2:0) 
6   19:30 Uhr SBP Arena Vorrunde  KAZ - GER Lineups Summary  0:9 (0:3, 0:4, 0:2)
7 So. 28.12. 14:30 PM Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde RUS - FIN 5:2  (3:1, 1:1, 1:0)
8   15:30 PM Uhr SBP Arena Vorrunde KAZ - CAN 0:15 (0:4, 0:5, 0:6)
9   18:30 PM Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde SWE - SVK 3:1 (2:0, 1:0, 0:1) 
10   19:30 PM Uhr SBP Arena Vorrunde  USA - CZE 4:3 (1:0, 2:1, 1:2) 
11 Mo. 29.12. 14:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde LAT - SWE 1:10 (1:5, 0:1, 0:4) 
12   19:30 Uhr SBP Arena Vorrunde  GER - CAN Lineups Summary 1-5 (0-1, 1-1, 0-3)
13  Di. 30.12.  14:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde RUS - SVK 8:1 (2:1, 4:0, 2:0)
14   15:30 Uhr SBP Arena Vorrunde  CZE - GER  Lineups Summary 6:0 (2:0,^1:0, 3:0)
15   18:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde  FIN - LAT 5:1 (2:1, 3:1, 0:0)
16   19:30 Uhr SBP Arena Vorrunde  USA - KAZ 12:0 (3:0, 5:0, 4:0)
17 Mi.31.12. 14:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde SWE - RUS 5:0 (4:0, 0:0, 1:0)
18   15:30 Uhr SBP Arena Vorrunde CZE - KAZ 10:2 (6:1, 4:0, 0:1)
19   18:30 Uhr Ottawa Civic Centre Vorrunde  SVK - FIN 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 1:0) n. V.
20   19:30 Uhr SBP Arena Vorrunde  CAN - USA 7:45 (3:3, 1:1, 2:0)

Relegation

21 Fr. 2.1. 15:30 PM Uhr SBP Arena Viertelfinale #1 USA - SVK 3:5 (1:3, 0:0, 2:2)
22   18:30 PM Uhr Ottawa Civic Centre Relegation GER - LAT 1:7 (1:1, 0:5, 0:1)
23   19:30 PM Uhr SBP Arena Viertelfinale #2 RUS - CZE 5:1 (1:0, 0:0, 4:1)
24 Sa. 3.1. 15:30 Uhr SBP Arena Halbfinale #1 SWE - SVK 5:3 (0:1, 1:1, 4:1)
25   18:30 Uhr Ottawa Civic Centre Relegation FIN - KAZ 7:1 (3:0, 2:1, 2:0)
26   19:30 Uhr SBP Arena Halbfinale #2 CAN - RUS 6:5 (2:2, 1:0, 2:3, 1:0) n.P.
Kanada und Schweden im Finale
Duisburg, 4.Januar 2009 - Das Finale bei der U20-WM heißt wie im Vorjahr Kanada gegen Schweden. 19.327 Zuschauer waren restlos begeistert vom gestrigen 6:5-Shootout-Sieg der Kanadier gegen die Russen im zweiten, mit Spannung erwarteten Halbfinale. Das Spiel war eine der besten Partien, die bei Junioren-WMs bisher zu sehen waren. Und eigentlich waren die Kanadier schon so gut wie draußen, ehe Jordan Eberle mit seinem zweiten Tor des Abends nur 5,4 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den 5:5-Ausgleich erzielte. Damit stehen die Kanadier, wenn auch etwas unverdient, zum achten Male in Folge im Finale bei der U20-WM. Kanada hat die historische Chance, die Meisterschaft zum fünften Mal in Folge zu gewinnen, das gelang bisher nur den Ahornblatt-Vorgängern zwischen 1993 und 1997.

Die Schweden können ihr erstes Gold seit dem Sieg 1981 erringen. Im vergangenen Jahr lieferten sich beide Teams ein packendes Finale auf Weltklasse-Niveau, dass die Kanadier – mit Spielern wie den heute in der NHL tätigen Steve Stamkos oder Drew Doughty sowie Torwart Steve Mason – etwas glücklich für sich entschieden hatten. Im jetzigen Halbfinale gegen Russland entschied schließlich der Shootout, Jordan Eberle traf im ersten Schuss, die Russen vergaben, John Tavares traf mit dem zweiten Schuss, und als die Russen erneut vergaben, war der Finalteilnehmer gefunden.

Zuvor hatten die Kanadier mehrfach Führungen aus der Hand gegeben: Brett Sonne hatte das frühe 1:0 (3.) markiert, das Maxim Goncharov (6.) schnell ausgeglichen hatte, Patrice Cormier (8.) legte wieder vor, die Russen zogen durch Dmitri Klopov nur 16 Sekunden später nach – ein verrückter Start in ein Spiel, das noch verrückter werden sollte. In der Folge vergaben die Kanadier drei Überzahlspiele hintereinander und hatten dann im zweiten Drittel gleich vier Powerplay-Möglichkeiten in Serie, spielten einige Zeit sogar mit fünf gegen drei. Jordan Eberle brach den Bann in der 37. Minute im Powerplay, und nur zwölf Sekunden später saß wieder ein Russe auf der Strafbank, aber erneut verpuffte das Überzahlspiel der Ahornblätter. Gleich zu Beginn des dritten Durchgangs glich Evgeni Grachev (41.) aus, und als die Russen dann ihrerseits mal im Powerplay ran durften, zog Angelo Esposito in der 46. Minute auf und davon und erzielte ein Unterzahltor. Kurz darauf jedoch musste ein weiterer Kanadier auf die Bank, die Russen nutzten durch Sergei Andronov (47.) ihre doppelte Überzahl zum Ausgleich. Als Klopov 2:20 Minuten vor dem Ende das 5:4 erzielte, war das Ende für die Kanadier nahe. Doch dann…siehe oben.

Finalteilnehmer Schweden hatte ebenso viel Mühe mit der Slowakei im anderen Halbfinale. Marek Mertel brachte die Osteuropäer vier Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs mit 1:0 im Powerplay in Führung, erst in der 31. Minute gelang den Tre Kronor der Ausgleich durch Mikael Bäcklund, aber die Slowaken nutzten ihre Überzahl im Gegensatz zu den Schweden und kamen somit zum 2:1 durch Tomas Tatar in der 36. Minute. Erst im dritten Drittel tauten die Schweden so richtig auf und erzielten drei Treffer in Folge: Bäcklund (48., im PP), David Ullström nur 108 Sekunden später und Simon Hjälmarsson nur knapp drei Minuten darauf stellten die Weichen binnen viereinhalb Minuten auf Sieg. Die tapferen Slowaken schafften zwar den Anschluss durch Tatar (56.), aber der NHL-erprobte Oscar Möller schoss den Puck ins zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassene slowakische Tor, als noch 1:17 Minute zu spielen war. Das Finale findet heute Nacht um 1:30 Uhr MEZ statt.
Im Relegationsspiel zwischen Finnland und Kasachstan siegte wie zu erwarten war die finnische Mannschaft mit 7:1. Teemu Hartikainen war der Mann des Abends mit zwei Toren und drei Vorlagen. Somit kommt es heute um 20:30 Uhr MEZ zum Entscheidungsspiel um den Abstieg zwischen Deutschland und Finnland.

 

 

 

 

27

So. 4.1.

14:30 Uhr

Ottawa Civic Centre

Relegation

FIN - GER

3:1 (2:0, 0:1, 1:0)

28

 

18:30 Uhr

Ottawa Civic Centre

Relegation

LAT - KAZ

7:1 (1:0, 1:0, 5:1)

29

 

19:30 Uhr

SBP Arena

Spiel um Platz 5

USA - CZE

3:2 (1:0, 0:0, 1:2, 1:0) OT

30

Mo. 5.1.

15:30 Uhr

SBP Arena

Spiel um Platz 3

RUS - SVK

5:2 (1:0, 2:1, 2:1)

31

 

19:30 Uhr

SBP Arena

Finale

CAN - SWE

5:1 (1:0, 1:0, 3:1)

Kanada triumphiert erneut!

Duisburg, 6.Januar 2009 - Mit einem deutlichen 5:1 über Schweden hat die kanadische U20-Auswahl bei der Junioren-WM in Ottawa die Goldmedaille geholt. Damit haben die Kanadier ihren eigenen Rekord eingestellt, als sie bereits schon einmal zwischen 1993 und 1997 fünfmal in Folge auf dem Siegertreppchen standen. Die Kanadier haben am gestrigen Montagabend vor allem von ihrem bärenstarken Torhüter Dustin Tokarski sowie der Abwehr vor ihm, die etliche Schüsse der Schweden blockte, profitiert. Das Schussverhältnis von 46:12 fiel entsprechend deutlich aus für die Kanadier. 20.380 Zuschauer sahen sich die perfekte Eishockeydemonstration der Kanadier an. Hinter dem Erfolg steht mit dem 65-jährigen Pat Quinn der älteste Coach, der jemals mit seinem Team die Goldmedaille bei der Junioren-WM gewinnen konnte.

 Bereits nach 38 Sekunden durften die Kanadier zum ersten Mal jubeln, als P.K. Subban das 1:0 im Powerplay markierte. Angelo Esposito legte in der 25. Minute das 2:0 nach, doch die Aufholjagd der Schweden, so wie sie das im Vorjahr bei der WM geschafft hatten, blieb aus. In der 41. Minute legten die Kanadier im Powerplay durch Cody Hodgson nach, der Anschlusstreffer zum 1:3 durch Joakim Andersson in der 49. Minute setzte nur kurz neue Kräfte bei den Tre Kronor frei. Jordan Eberle (59.) und erneut Hodgson mit einem Schuss ins leere Tor (60.) setzten den Schlusspunkt für ein kanadisches Team, das alle Spiele bei der WM gewinnen konnte.

Im Spiel um Platz drei besiegten die Russen die Slowakei mit 5:2. Nikita Filatov war mit zwei Toren bester Spieler des Abends.

Die besten Spieler des Turniers
Bester Torhüter: Jacob Markström (Schweden)
Bester Abwehrspieler: Erik Karlsson (Schweden)
Bester Stürmer: John Tavares (Kanada)
MVP: John Tavares (Kanada)


Die Medienvertreter wählten folgendes All-Star-Team

Tor: Jaroslav Janus (Slowakei)
Abwehr: Erik Karlsson (Schweden), P.K. Subban (Kanada)
Angriff: John Tavares (Kanada), Cody Hodgson (Kanada), Nikita Filatov (Russland)

Zu den besten drei Spielern des deutschen Teams wurden Gerrit Fauser, David Wolf und Sinan Akdag gewählt. Die Auswahl dazu wurde von Trainer Ernst Höfner getroffen.


Die Topscorer

                           Nation   Pos.   Sp.     T       A       Pkt.    PIM    +/-

1. Cody Hodgson    CAN      S       6       5       11      16      2       +8

2. John Tavares     CAN      S       6       8       7       15      0       +7

3. Jordan Eberle     CAN      S       6       6       7       13      2       +9

4. Nikita Filatov       RUS       S       7       8       3       11      6       +3

5. Tomas Tatar      SVK       S       7       7       4       11      4

Final Ranking
1 CAN
2 SWE
3 RUS

4 SVK
5 USA
6 CZE
7 FIN
8 LAT

9 GER
10 KAZ

 

Berichte

 

Fahrstuhl wieder von Deutschland besetzt

Finnland-Deutschland 3:1 (2:0, 0:1, 1:0)
U-20 Nationalmannschaft verliert gegen Finnland und steigt in die Division I ab
Ottawa/Duisburg, 5. Januar 2009 -Die deutsche U-20 Nationalmannschaft unterlag gestern Abend Finnland mit 3:1 (2:0, 0:1, 1:0). So konnten die Finnen das erste Drittel mit zwei Toren innerhalb von 22 Sekunden für sich entscheiden. In der 30. Spielminute folgte dann endlich der erlösende Anschlusstreffer durch Jerome Flaake. Team Germany konnte sich zu Recht wieder Hoffnung machen und setzte alles daran, das Spiel noch einmal rumzureißen. Torhüter Timo Pielmeier hatte einen beträchtlichen Anteil daran, dass er und seine Mannschaft im Spiel blieben. Aber schon in der 42. Spielminute, kurz nach Beginn des letzten Drittels, konnten die Finnen erneut punkten und den alten, für Finnland komfortablen, Abstand von zwei Toren wieder herstellen. Das Spiel endete mit 3:1 für Finnland. Nachdem Deutschland bei der 2008 IIHF Weltmeisterschaft, Division I, in Bad Tölz erst den Aufstieg geschafft hatte, muss die deutsche U-20 Nationalmannschaft nun wieder in die Zweitklassigkeit zurück.

Tor für Deutschland: Jerome Flaake

Ernst Höfner (Bundesnachwuchstrainer): „Wir haben gegen Finnland unser bestes Spiel gemacht. Eine unnötige Strafzeit hat uns zu einem Unterzahlspiel (3 gegen 5) gebracht und prompt haben wir das 1:3 kassiert. Die Mannschaft hat bis zum Umfallen gekämpft, es hat aber nicht mehr gereicht das Spiel herumzureißen.
Wir haben es nicht geschafft unser entscheidendes Spiel gegen Lettland zu gewinnen, weil wir gegen starke Letten nicht unsere beste Leistung abrufen konnten. Die Mannschaft war auch nicht in der Lage, alle Spiele auf dem höchsten Niveau zu bestreiten.“

Uwe Krupp (Assistenz-Trainer): „Auch bei dieser Teilnahme unserer U-20 an einer A-WM konnten wir aus erster Hand sehen wie weit wir mit unserer Nachwuchsarbeit von den Top-8-Nationen der Welt entfernt sind. Wieder einmal waren wir nicht die schwächste Mannschaft, aber den Ergebnissen nach doch recht deutlich auf dem 9. Platz. Die Konsequenz war der erneute Abstieg in die Division I.
Einfach erstaunlich ist der Leistungsstandard der Top 4 Nationen (Kanada, Schweden, USA und Russland). Selbst die Tschechen, Slowaken, Finnen und Letten waren einen Level darunter, wobei man Team Slowakei zu einer tollen WM gratulieren muss. Allerdings ist der Erfolg der Überraschungsmannschaft dieser WM auch kein Zufall, da die Slowakische U-20 Nationalmannschaft als Team in der Extraliga mitspielt und so entsprechend eingestimmt und top-vorbereitet zur WM anreist.
Realistisch gesehen ist es für uns momentan nicht möglich, auf dem U-20 Level eine der Top-6-Mannschaften der Welt zu schlagen und nur wenn wir einen Tag erwischen, an dem alles stimmt, können wir uns gegen andere Mannschaften auf Platz 7 oder 8 behaupten.
Das Ziel für die kommende Saison heißt mit einer starken und gut vorbereiteten Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg zu erkämpfen. In den letzten Jahren haben wir gelernt, wie schwierig diese Aufgabe ist, doch ich bin fest davon überzeugt, dass die Erfahrung, die viele unserer Spieler bei dieser WM gewonnen haben, uns im Kampf um den Wiederaufstieg zugute kommen wird.“


Klaus Merk (Bundestorwarttrainer): “Ich kann mich dem bereits Gesagten meiner Kollegen nur anschließen. Die vielen Strafzeiten haben uns auch sehr viel Substanz gekostet. Wir waren nicht in der Lage, auf dem höchsten Level von Junioren Hockey uns durchzusetzen und zu bestehen.“

War das der Abstieg? Deutschland - Lettland 1:7

 Ottawa/Duisburg, 2. Januar 2009 - Die deutsche U-20-Auswahl hat bei der Junioren-WM das Schlüsselspiel in der Relegation gegen Lettland mit 1:7 deutlich verloren und wird zusammen mit Kasachstan aller Wahrscheinlichkeit nach den Abstieg antreten müssen. Zwar hat das Team theoretisch noch die Chance, mit einem Sieg gegen die Finnen in der A-Gruppe zu verbleiben, doch das Suomi-Team hat sich in den bisherigen Spielen bei der WM stärker als die Letten gezeigt, die gestern einfach die spritzigere und mit wesentlich mehr Elan zu Werke gehende Mannschaft war. Die jungen Deutschen zeigten Nerven, obwohl sie nach 7:06 Minuten durch Daniel Weiss mit 1:0 in Führung gegangen waren. Nur 30 Sekunden später folgte jedoch die Antwort, als Roberts Bukarts den Ausgleich erzielte. So ging es auch ins zweite Drittel, doch dann kam ein etwas über vierminütiger Totalaussetzer des deutschen Teams: Zweimal Bukarts, Janis Straupe und Aldis Pizans (in Unterzahl) schossen vier Tore in Folge innerhalb von nur 4:05 Minuten und besiegelten den lettischen Sieg. Nachdem Bukarts seinen Hattrick komplettiert hatte, warf Raimonds Ermics seine Cap aufs Eis ganz nach alter Fantradition – und erhielt wegen Werfen eines Gegenstandes auf die Eisfläche eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Trainer Ernst Höfner reagierte auf Seiten der deutschen Mannschaft und nahm Philipp Grubauer aus dem Tor, doch auch Timo Pielmeier konnte die Letten nicht vom Tore schießen abhalten: Aldis Pizans (37.) und Ronalds Cinks (45.) setzten den Schlusspunkt.

Eine noch größere Überraschung war der 5:3-Sieg der Slowakei gegen die USA vor 18.042 Zuschauern. Zumal die US-Boys mit 47 Schüssen auf das gegnerische Tor wahrlich alles versuchten, den überragenden Jaroslav Janus zu knacken, während die Slowaken nur 19 Schüsse abgaben. Schon nach 55 Sekunden vergab Jordan Schroeder einen Penalty, und in der Folge übernahmen die Slowaken die Führung: Adam Bezak (12.) schoss das 1:0, auf das Ian Cole zwar nur 56 Sekunden später im Powerplay die Antwort fand, aber Tomas Tatar (14.) und Jozef Molnar (18.) brachten die Slowaken in Führung. Im zweiten Drittel folgten wütende Angriffe der US-Amerikaner, die Slowaken gaben lediglich zwei Schüsse auf das Tor von Thomas McCollum ab, heraus sprang für die Nordamerikaner aber nichts. Erst in der 46. Minute fiel der Anschlusstreffer, Jonathon Blum traf im Powerplay. Aber wieder fanden die Slowaken die richtige Antwort und stellten durch Richard Paniks Tor in der 52. Minute den alten Abstand wieder her. Als die USA zweieinhalb Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis nahm, traf Tatar ins leere Tor, das 3:5 aus Sicht der Amis durch James van Riemsdyk war lediglich noch Ergebniskorrektur. Damit treffen die Slowaken im Halbfinale auf Schweden.

Im zweiten Qualifikationsspiel setzten sich die Russen vor 18.753 Zuschauern gegen Tschechien mit 5:1 durch, die Entscheidung fiel allerdings erst im dritten Drittel, in dem Nikita Filatov früh (42.) das 2:0 markierte und Evgeni Grachev (48.) mit einem Unterzahltor nachlegte. Der Anschlusstreffer in doppelte Überzahl für Tschechien durch Radko Gudas (49.) war nur ein kurzes Strohfeuer, die Russen übernahmen in der Folge die Kontrolle und sicherten sich den Einzug ins Halbfinale, das sie gegen Kanada bestreiten müssen.

Auch im 19. Aufeinandertreffen gab es nichts zu holen - Deutschland in der Relegationsrunde

Deutschland - Tschechien 0:6 (0:2, 0:1,  0:3)
Ein personell geschwächtes deutsches Team musste sich der Tschechischen Republik klar geschlagen geben. Sowohl der Stürmer Maximilian Forster als auch der Verteidiger Florian Müller verletzten sich bei der Begegnung gegen Kanada und konnten deshalb gegen das tschechische Team nicht auflaufen. Nach einem schwachen Start im ersten Drittel verbesserte sich das DEB-Team im zweiten Drittel, konnte aber dennoch nicht richtig ins Spiel finden. Das Spiel gegen Kanada steckte der Mannschaft noch sichtbar in den Knochen.
Deutschland startet in einer sehr guten Position in die Relegationsrunde, da die drei Punkte aus dem Spiel gegen Kasachstan angerechnet werden. In der Relegationsrunde geht es dann für das Team um Bundesnachwuchstrainer Ernst Höfner um den Klassenerhalt, den Platz in der Top Division.

Team Canada zeitweise gefordert

Deutschland-Kanada 1:5 (0:1, 1:1, 0:3)
Mit 1:5 musste sich das deutsche Team mit 1-5 (0-1, 1-1, 0-3) Kanada geschlagen geben. Die deutsche Nationalmannschaft startete von der ersten Sekunde an top-motiviert in die Begegnung und tatsächlich konnte Kanada erst im letzten Drittel das Spiel für sich entscheiden. So konnte das DEB-Team die Kanadier aus dem Konzept bringen und zu Fouls verleiten. Erst in der 52. und 56. Spielminute fielen die entscheidenden Tore im kanadischen Powerplay zum 1-4 bzw. 1-5. Bis dahin war eigentlich noch alles offen, die Kanadier hatten den Sack noch nicht zugemacht. Einen entscheidenden Anteil an der deutschen Team-Leistung hatte sicher der Torhüter Philipp Grubauer, der insgesamt 44 Saves erzielte. Beim heutigen Spiel gegen die Tschechische Republik entscheidet sich, welches Team in die Relegation muss.

Tor für Deutschland: 28:40 Min. David Wolf (Sinan Akdag, Conor Morrison) 

Ernst Höfner (Bundesnachwuchstrainer): „Wir haben gegen eine sehr starke kanadische Mannschaft lange das Spiel offen gehalten. Durch überragendes kanadisches Powerplay haben wir dann aber doch Gegentore bekommen. Philipp Grubauer war im Tor sehr stark. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und aufopferungsvoll gekämpft. Im ersten Drittel sind zwei Spieler durch eine Verletzung ausgeschieden. Florian Müller hat eine leichte Gehirnerschütterung und bei Maximilian Forster ist ein Verdacht auf Radiusfraktur. Über 19000 Zuschauer waren im Stadion, das ist schon eine wahnsinnige Atmosphäre.“ 
Uwe Krupp (Assistenz-Trainer): „Wir haben gestern gegen Kanada mit allen Mitteln gekämpft, aber trotzdem verloren. Wir konnten dennoch mit erhobenem Haupt das Spielfeld verlassen. Heute spielen wir gegen Tschechien. Dabei ist es unser Ziel nicht in die Relegation zu kommen. Ob wir erfolgreich gegen die Tschechen sind oder nicht, unsere Chancen stehen dennoch gut mit den drei Punkten aus dem Spiel gegen Kasachstan.“ 

9:0-Sieg gegen Kasachstan! U-20 Nationalmannschaft gewinnt haushoch

Kasachstan – Deutschland 0:9 (0:3, 0:4, 0:2)
Nach einem unglücklichen Turnierauftakt startete das deutsche Team von der ersten Minute an sehr offensiv und wurde für diesen Einsatz mit neun Toren belohnt. So haben insgesamt acht unterschiedliche deutsche Spieler bei dieser torreichen Begegnung den Puck im kasachischen Netz versenkt, nur Jerome Flaake kam zwei Mal zum Zug. Während des gesamten ersten Drittels versuchten die Kasachen noch zurück ins Spiel zu finden, aber spätestens zu Beginn des zweiten Drittels war die Begegnung schon so gut wie entschieden. Das deutsche Team erzielte in nur etwas mehr als einer Minute drei Tore. Dem hatten die Kasachen nichts mehr entgegen zu setzen.
Vor allem für eine mögliche Relegation war dieses Spiel extrem wichtig. Sollten sowohl Deutschland als auch Kasachstan in die Relegationsrunde kommen, dann kann das deutsche Team die drei Punkte aus der heutigen Begegnung mitnehmen.

Tore für Deutschland: 04:43 Min. Simon Fischhaber (Gerrit Fauser), 08:31 Min. Jerome Flaake (Daniel Weiss, Patrick Pohl), 18:45 Min. Andre Huebscher (Gerrit Fauser, Simon Fischhaber), 21:52 Min. Daniel Weiss, 22:06 Min. Steven Rupprich (Toni Ritter, Andre Huebscher), 23:16 Min. Gerrit Fauser (Maximilian Forster, Alexander Oblinger), 27:56 Min. Marco Nowak (Jerome Flaake), 51:21 Min. Jerome Flaake (Patrick Pohl), 57:15 Min. Conor Morrison (Simon Fischhaber, Gerrit Fauser)
Ernst Höfner (Bundesnachwuchstrainer): „Wir zeigten eine kompakte und konsequente Mannschaftsleistung von Beginn an und natürlich auch eine gute Chancenauswertung. Die Mannschaft war von Anfang an bereit Alles zu geben, hat das Spiel dominiert und deswegen verdient gewonnen.“

Das nächste WM-Spiel der deutschen U-20 Nationalmannschaft findet am Montag um 19:30 Uhr (Ortszeit) gegen Kanada in Scotiabank Place, Ottawa statt.

U-20 Nationalmannschaft verliert Auftaktspiel gegen die USA mit 2:8

Deutschland - USA 2:8 (1:2, 0:3, 1:3)
Tore für Deutschland: Toni Ritter (Steven Rupprich), Patrick Pohl (Jerome Flaake, Daniel Weiss)

Ernst Höfner (Bundesnachwuchstrainer): „Die USA war erwartungsgemäß ein starker Gegner für uns. Die Vereinigten Staaten sind eines der Top 3 Teams im Turnier. Sie haben ein überzeugendes Powerplay mit 4 Toren gezeigt. Das erste Drittel war für alle Beteiligten sehr eindrucksvoll, denn wir spielten vor einer imposanten Kulisse, einer NHL-Arena mit knapp 19.000 Zuschauern. Das erste Tor kassierten wir in der 9. Spielminute während eines Unterzahlspiels (3-5). Nur knappe vier Minuten später konnte Toni Ritter nach Vorlage von Steven Rupprich den Ausgleich erzielen. Das erste Drittel endete dennoch 1:2 für die USA.
Im zweiten Drittel gelang den USA sehr schnell das 1:3. Ab diesem Moment dominierte das US-Team die Begegnung und brachte auch überlegen den Sieg nach Hause. Im ersten und zweiten Drittel stand Timo Pielmeier im Tor, wurde dann aber im letzten Drittel von Philipp Grubauer abgelöst.“

Deutschlands WM-Kader

Nr.

Pos.

Nachname

Vorname

Geb

Club 08/09

1

GK

Pielmeier

Timo

07.07.1989

Shawinigan Cataractes/CAN

30

GK

Grubauer

Philipp

25.11.1991

Belleville Bulls / CAN

4

D

Schüle

Tim

09.09.1990

DEG Metro Stars

7

D

Akdag

Sinan

05.11.1989

Krefelder Pinguine

10

D

Reul

Denis

29.06.1989

Lewiston MAINEiacs /USA

12

D

Wurm

Armin

11.06.1989

EV Füssen

13

D

Nowak

Marco

23.07.1990

DEG Metro Stars

20

D

Brückner

Benedikt

01.01.1990

Heilbronner Falken

27

D

Müller

Florian

11.09.1989

EV Landshut

29

D

Bielke

Dominik

23.10.1990

Eisbären Juniors Berlin

5

F

Fischhaber

Simon

19.02.1990

Sault Ste. Marie / CAN

6

F

Huebscher

André

08.01.1989

Krefelder Pinguine

9

F

Flaake

Jerome

02.03.1990

KEC "Die Haie"

11

F

Wolf

David

15.09.1989

ETC Crimmitschau

14

F

Oblinger

Alexander

17.01.1989

Eisbären Juniors Berlin

19

F

Pohl

Patrick

08.01.1990

Eisbären Juniors Berlin

22

F

Ritter

Toni

06.02.1990

Montreal Juniors / CAN

23

F

Fauser

Gerrit

13.07.1989

Gatineau Olympiques / CAN

24

F

Weiss

Daniel

22.02.1990

Eisbären Juniors Berlin

25

F

Rupprich

Steven

15.04.1989

Iserlohn Roosters

26

F

Forster

Maximilian

19.09.1990

EV Landshut

28

F

Morrison

Conor

24.02.1989

Salmon Arm Silverbacks / CAN

Auf Abruf:

 

 

 

 

 

2

GK

Brückmann

Felix

16.12.1990

Heilbronner Falken

18

D

Gawlik

Andreas

30.11.1989

EC Bad Tölz

17

F

Strobl

Florian

21.02.1990

EC Bad Tölz

Offizielle: Ernst Höfner (Head Coach), Uwe Krupp (Assistant Coach)  

Live-Ticker im Internet:  http://www.iihf.com/channels0809/wm20
Gruppe A                                                                       Gruppe B

Kanada (CAN)                                                                 Schweden (SWE)
Tschechien (CZE)                                                           Finnland (FIN)
Deutschland (GER)                                                         Russland (RUS)
Kasachstan (KAZ)                                                           Lettland (LAT)
USA                                                                               Slowakei (SVK)