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Campus Marxloh vorgestellt: Neuer Bildungs- und Begegnungsort öffnet sich der Presse
WBD

Duisburg, 6. Februar 2025 - Der Campus Marxloh stand heute im Rahmen eines Pressetermins im Fokus der Öffentlichkeit.

V. l. Thomas Patermann, Sprecher des Vorstands der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD), Oberbürgermeister Sören Link,  Bildungsdezernentin Astrid Neese sowie Planungsamtsleiter Hendrik Trappmann stellten Journalistinnen und Journalisten das neue außerschulische und schulische Bildungszentrum Campus Marxloh vor. Nach den Redebeiträgen im Foyer erhielten die Medien bei einer geführten Hausbesichtigung Einblicke in ausgewählte Räume auf mehreren Etagen.

Die Stadt Duisburg hat gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg rund 34 Millionen Euro in den Campus Marxloh investiert, davon rund 9 Millionen Euro aus EFRE-Fördermitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und Städtebaufördermitteln (Bund und Land NRW).

Der Bau begann im Herbst 2020 und wurde Ende 2024 abgeschlossen. Anfang 2025 wurde der Betrieb durch das Campusmanagement aufgenommen, um personelle und organisatorische Vorbereitungen zu treffen. Seit Ende August 2025 wird das Gebäude durch eine zunehmende Zahl an Nutzerorganisationen für vielfältige Angebote täglich genutzt.

„Der Campus Marxloh ist ein zentraler Ort für den ganzen Stadtteil. Der heutige Einblick in dieses besondere Haus offenbart, wie vielseitig es nutzbar ist. Bürgerinnen und Bürger finden hier Bildung, Beratung, Kultur und Begegnung, alles unter einem Dach!“, so Oberbürgermeister Sören Link.

Das viergeschossige Campusgebäude mit Untergeschoss und künftig nutzbarem Dachgarten verfügt über rund 3.900 Quadratmeter Nutzfläche. Es ist eingebettet in neu gestaltete Außenflächen rund um das Gebäude mit insgesamt etwa 8.300 Quadratmetern Außen- und Grundstücksflächen, darunter Spielmöglichkeiten, Grünbereiche und Stellplatzanlagen. Sitz- und Aufenthaltsbereiche, barrierefreie Wege sowie der Erhalt prägender Bestandsbäume verbessern die Aufenthaltsqualität und stärken die Verbindung zum umliegenden Stadtteil.

Der Campus Marxloh vereint fünf zentrale Nutzungsbereiche mit insgesamt 91 Räumen (einschließlich Technik- und Serviceräumen): Lernen & Bildung, Gesundheit & Bewegung, Soziale Beratung & Selbsthilfe, Kunst & Kultur sowie Berufsorientierung. Insgesamt sind 25 Organisationen im Campus Marxloh aktiv, darunter 12 Hauptnutzer. Auch städtische Einrichtungen wie eine Open Library der Stadtbibliothek, das Kommunale Integrationszentrum und die Volkshochschule sind dauerhaft vertreten. Die benachbarte Herbert-Grillo-Gesamtschule nutzt Räume für Förderung, Unterricht und Arbeitsgemeinschaften. So entstehen vielfältige Kooperationen und neue bedarfsgerechte Angebote für den Stadtteil Marxloh.
 
„Für den Bildungsstandort Marxloh spielt der Campus eine entscheidende Rolle. Die Verzahnung schulischer und außerschulischer Bildungsangebote schafft einen dringend benötigten niedrigschwelligen Zugang für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene. Im Ankommensstadtteil Marxloh ist das der Schlüssel für eine erfolgreiche und nachhaltige Integration – auch auf dem Arbeitsmarkt“, betonte Bildungsdezernentin Astrid Neese.

Architektonisch setzt das Gebäude mit seiner markanten roten Fassade aus beschichteten Aluminiumblechen und Glasfaserbeton ein bewusstes Zeichen im Stadtteil. Großzügige Verglasungen schaffen Transparenz zwischen Innen- und Außenraum. Im Inneren prägen sichtbare Beton- und Estrichflächen einen alltagstauglichen Charakter, ergänzt durch farbliche Akzente sowie Holz- und Linoleumbeläge in ausgewählten Bereichen. Ein zentraler Eingangs- und Foyer Bereich, ein teilbarer Mehrzweckraum für Veranstaltungen mit bis zu rund 175 Personen sowie flexibel nutzbare Lern-, Beratungs-, Kreativ- und Werkräume ermöglichen eine breite Nutzung.
 
Thomas Patermann, Sprecher des Vorstands der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, erklärte: „Der Campus Marxloh steht für eine neue Qualität öffentlicher Gebäude in Duisburg: robust, funktional und zugleich offen für vielfältige Nutzungen. Entscheidend ist, dass hier ein Ort entstanden ist, der langfristig wirkt und flexibel auf die Bedarfe im Stadtteil reagieren kann.“

Ein besonderer Fokus lag auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit: Das Gebäude ist vollständig barrierefrei erschlossen, verfügt über einen Aufzug zu allen Ebenen sowie barrierefreie Sanitäranlagen. Aktivierte Betondecken sorgen für ein ausgeglichenes Raumklima. Mit seinen ökologisch aufgewerteten Außenanlagen leistet der Campus einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Quartiers. Der Dachgarten ergänzt dieses Konzept künftig als gemeinschaftlich nutzbarer Gartenraum.

Eine größere öffentliche Eröffnungsfeier ist in Planung; der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Gemeinsam mit der Herbert-Grillo-Gesamtschule und den Nutzerorganisationen entsteht ein Fest für Stadtteil, Schule und Campus, bei dem Bürgerinnen und Bürger den Campus kennenlernen können