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Düsseldorf/Duisburg, 15. Juni 2026 - Mit
einer feierlichen Preisverleihung im Landtag Nordrhein-Westfalen
sind am Montag, 15. Juni 2026, die Gewinnerinnen und Gewinner des
landesweiten Schülerwettbewerbs „Shalom – Jüdisches Leben heute!“
ausgezeichnet worden. Mehr als 2.200 Schülerinnen und Schüler hatten
sich mit über 450 kreativen Beiträgen am Wettbewerb beteiligt und
sich dabei mit dem diesjährigen Motto „Die bunte Vielfalt jüdischer
Feste“ auseinandergesetzt. Die Preisverleihung fand im Beisein von
Schulministerin Dorothee Feller, der Beauftragten des Landes
Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für
jüdisches Leben und Erinnerungskultur Sylvia Löhrmann sowie
Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bildung, jüdischen
Gemeinden und Zivilgesellschaft statt. Ministerpräsident
Hendrik Wüst: „Jüdisches Leben gehört untrennbar zu
Nordrhein-Westfalen. Dass wir nach der Shoa heute wieder die größte
jüdische Gemeinschaft bei uns in Nordrhein-Westfalen haben, ist ein
Geschenk, für das wir dankbar sind. Der Wettbewerb zeigt
eindrucksvoll, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und sich
mit Neugier und Respekt mit jüdischer Kultur auseinandersetzen.
Kennenlernen, Verstehen und Respekt sind die besten Mittel gegen
Hass und Hetze. Die Ideen der Schülerinnen und Schüler sind ein
starkes Zeichen für unsere Demokratie und für ein Land, das Vielfalt
schützt und lebt.“ Schulministerin Dorothee Feller: „Die
große Resonanz auf den Wettbewerb zeigt, wie bereit junge Menschen
sind, sich mit jüdischem Leben in seiner Vielfalt
auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler haben mit
Kreativität, Neugier und Offenheit beeindruckende Beiträge
geschaffen. Sie machen sichtbar, dass jüdisches Leben ein lebendiger
und selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft ist. Genau diese
Begegnung mit jüdischer Kultur und jüdischem Alltag stärkt Respekt,
baut Vorurteile ab und festigt die demokratischen Werte, die unser
Zusammenleben tragen.“ Der Wettbewerb wurde im Schuljahr
2025/2026 erstmals landesweit durchgeführt. Er lädt Schülerinnen und
Schüler aller Schulformen dazu ein, sich mit jüdischem Leben in
Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen und eigene kreative
Zugänge zum Thema zu entwickeln. Die Beiträge reichten von Filmen
und Kunstwerken über Kalender und digitale Anwendungen bis hin zu
eigens entwickelten Lern- und Gesellschaftsspielen.
Landtagsvizepräsidentin Berivan Aymaz, die auch Vorsitzende der
Parlamentariergruppe NRW-Israel ist, sagte: „Der Landtag
Nord-rhein-Westfalen ist ein Ort der Demokratie, des Dialogs und des
respektvollen Miteinanders. Ich freue mich, dass gerade hier junge
Menschen ausgezeichnet werden, die Verantwortung übernehmen und sich
für eine offene Gesellschaft einsetzen. Wer jüdisches Leben sichtbar
macht, leistet einen wichtigen Beitrag gegen Ausgrenzung und
Antisemitismus und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in
unserem Land.“ Die Beauftragte des Landes
Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für
jüdisches Leben und Erinnerungskultur Sylvia Löhrmann:
„Antisemitismus begegnen wir nicht allein durch Widerspruch, sondern
vor allem auch durch Wissen, Begegnung und Interesse. Die
Schülerinnen und Schüler haben mit ihren vielfältigen Beiträgen
gezeigt, wie neugierig, kreativ und differenziert sie sich mit
jüdischem Leben auseinandersetzen. Ihre Arbeiten schaffen
Verständnis und machen deutlich, wie facettenreich jüdische
Traditionen und Kultur heute sind.“ Der Vizepräsident des
Zentralrats der Juden, Präsident der Zentralwohlfahrtsstelle der
Juden in Deutschland und Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde
Köln Abraham Lehrer: „Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler
zeigen auf beeindruckende Weise, wie vielfältig, lebendig und
selbstverständlich jüdisches Leben heute ist. Wer sich kreativ und
ernsthaft mit jüdischen Festen und Traditionen beschäftigt, schafft
Nähe und Verständnis – und genau das ist ein wirksamer Beitrag gegen
Vorurteile und Antisemitismus.“ „Seit ihrer Gründung setzt
sich die Krupp-Stiftung für die deutsch-jüdische Verständigung ein.
Dass so viele junge Menschen im Rahmen des Wettbewerbs ‚Shalom‘ nun
die Möglichkeit genutzt haben, sich aktiv mit der jüdischen
Geschichte und Kultur zu befassen, birgt eine große Chance in sich,
Verständnis und Toleranz im Umgang miteinander zu stärken“, so Dr.
Michaela Muylkens, Mitglied des Vorstands der Krupp-Stiftung.
Ausgezeichnet wurden Beiträge in mehreren Alters- und
Schulformkategorien: Einzelpreis Förderschule
Ben Rethage wurde für seinen Filmbeitrag „Sukkot – ein jüdisches
Fest“ ausgezeichnet. In seinem humorvoll gestalteten Beitrag
erläutert er die Bedeutung des jüdischen Laubhüttenfestes und
vermittelt zentrale Inhalte auf anschauliche Weise.
Gruppenpreis Förderschule Die Glückauf-Schule,
LWL-Förderschule Hören und Kommunikation, erhielt den Preis für
ihren Beitrag „Schau mal – 7 jüdische Feste“. Die Schülerinnen und
Schüler entwickelten einen Film mit Gebärdenvideos, Fotoszenen und
Begleitmaterialien, die jüdische Feste barrierearm und verständlich
erklären. Einzelpreis Klassen 5 bis 7
Ben Krolzik wurde für seinen Film „Ben entdeckt Purim“
ausgezeichnet. Darin geht er auf kreative Weise den Ursprüngen und
Traditionen des Purim-Festes nach und verbindet historische
Hintergründe mit eigenen Recherchen und praktischen Elementen.
Gruppenpreis Klassen 5 bis 7 Die Realschule
Hochdahl überzeugte mit dem Projekt „Unsere Reise durch das jüdische
Jahr“. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten einen Kalender mit
begleitenden Videobeiträgen, der die wichtigsten jüdischen Feste und
ihre Bedeutung im Jahresverlauf vorstellt.
Einzelpreis Klassen 8 bis 10 Leonie Elberg erhielt die
Auszeichnung für ihren künstlerischen Beitrag „Shalom – jüdische
Feste in allen Farben“. Mehrere Leinwände mit Symbolen jüdischer
Feste fügen sich zu einem Gesamtwerk zusammen und verdeutlichen die
Vielfalt jüdischer Kultur. Gruppenpreis Klassen 8
bis 10 Das Marie-Curie-Gymnasium Düsseldorf wurde für
das Computerspiel „Noahs Chanukka“ ausgezeichnet. Das Spiel
vermittelt Wissen über das Chanukka-Fest und seine Traditionen auf
interaktive und altersgerechte Weise. Hauptpreis
Der Hauptpreis ging an das Städtische Ratsgymnasium Gladbeck für das
Projekt „Schalompoly – jüdische Feste“. Die Schülerinnen und Schüler
entwickelten ein Brettspiel, das spielerisch Wissen über jüdische
Traditionen, Feiertage und Kultur vermittelt und durch seine
Kreativität und Detailtiefe überzeugte. Der Wettbewerb steht
unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Hendrik Wüst und
wird vom Schulministerium mit Unterstützung der Bezirksregierung
Münster gemeinsam mit der Beauftragten des Landes
Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für
jüdisches Leben und Erinnerungskultur durchgeführt. Unterstützt wird
er von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Zum Abschluss der Preisverleihung stellte Schulministerin Dorothee
Feller das neue Wettbewerbsthema für das Schuljahr 2026/2027 vor:
„Alles koscher! Oder was?“. Das neue Motto lädt Schülerinnen und
Schüler dazu ein, sich mit jüdischen Traditionen, Alltagskultur,
religiösen Regeln und verbreiteten Vorstellungen über das Judentum
auseinanderzusetzen und dabei eigene Fragen zu stellen, Vorurteile
zu hinterfragen und neue Perspektiven zu gewinnen.
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