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Zweiter Geburtstag nach Gehirn-OP
Erfolgreiche neurochirurgische Operation am Evangelischen Klinikum Niederrein 
EVKLN

Duisburg, 18. Februar 2026 - Gedächtnislücken, Persönlichkeitsveränderungen und schließlich ein epileptischer Anfall am Arbeitsplatz: Für Dino Andree Rogge wurde der Alltag über Jahre hinweg zunehmend zur Belastung. Erst eine Operation im Evangelischen Klinikum Niederrhein brachte für den 54-jährigen die Wende. Den 19. Februar 2025, den Tag der Operation, bezeichnet er nun als seinen zweiten Geburtstag.

Über etwa drei Jahre hinweg bemerkten Dino Andree Rogge (rechts) und seine Familie schleichende Veränderungen. Er vergaß Namen, Termine und selbst vertraute Informationen. „Ich konnte irgendwann nicht mehr sagen, wann meine Schwestern Geburtstag haben und habe mir sogar die PIN der Bankkarte ins Portemonnaie gelegt, obwohl das seit über 25 Jahren dieselbe ist“, erklärt er. Auch sein Wesen und seine Persönlichkeit veränderten sich zunehmend. Bei Familienfesten oder Treffen war er nur körperlich anwesend, innerlich fühlte er sich nicht wirklich präsent. „Ich hatte Angst, dass ich meinen 60. Geburtstag vielleicht nicht mehr erlebe. Es war, als würde ich im Zeitraffer altern“, so Dino Andree Rogge. 

Der Wendepunkt kam im Februar 2025. Während der Mittagspause kollabierte er nach einem epileptischen Krampfanfall in der Kantine seines Arbeitsgebers in Duisburg-Hamborn. Bei den anschließenden Untersuchungen wurde eine arachnoidale Zyste im Gehirn diagnostiziert. Am 19. Februar 2025 erfolgte die Operation im Evangelischen Klinikum Niederrhein. Durchgeführt wurde der Eingriff von Dr. Rashad El-Habony (links), Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie - Schwerpunkt zentrale und vaskuläre Neurochirurgie.

„Eine arachnoidale Zyste ist eine Blase zwischen den Hirnhäuten, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die meisten dieser Zysten machen keine Beschwerden und müssen nur beobachtet werden. Wenn sie aber, wie in diesem Fall, Druck auf das Gehirn ausüben und Symptome verursachen, ist eine Operation nötig. Dabei öffnen wir die Zyste minimal-invasiv, damit die Flüssigkeit abfließt und der Druck auf das Gehirn nachlässt“, erklärt Dr. El-Habony.

Der Eingriff bei Dino Andree Rogge verläuft erfolgreich und bereits wenige Monate später stellt er deutliche Verbesserungen fest. Erinnerungsfähigkeit, Konzentration und Leistungsfähigkeit kehrten nach und nach zurück. „Ich hatte irgendwann das Gefühl: Ich bin wieder da“, erinnert er sich. 
 
Seit Oktober 2025 arbeitet er wieder in seinem Beruf als Fachkoordinator bei einem Stahl-Unternehmen und ist dort für rund 27 Mitarbeitende verantwortlich. „Ich fühle mich heute fitter denn je, fast wie Mitte 30. Ich bin Dr. El-Habony und dem ganzen Team der Neurochirurgie unglaublich dankbar“, sagt er.

Was von der Operation geblieben ist, ist lediglich eine kaum sichtbare Narbe, da der chirurgische Zugang über eine natürliche Stirnfalte erfolgen konnte. Viel bedeutender für Herrn Rogge ist jedoch die Freude darüber, ein neues Leben gewonnen zu haben: „Für mich ist der 19. Februar mein zweiter Geburtstag.“