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Kellerduell in Duisburg: der 18. empfängt den 17. der 3. Liga
Die Zebras brauchen lautstarke Unterstützung statt eigene Frustbewältigung von den Rängen!
   MSV Duisburg - SC Verl   2:2 (1:1)
Duisburg steht sich selber im Weg - Wieder kein Dreier - Welchen Impuls braucht die Mannschaft?
Jochem Knörzer


Duisburg, 11. Dezember 2021 - "Grlic raus" hallte es von den Rängen, nach dem Verl in der 57. Minute - wie aus dem Nichts - in Führung gegangen war und das Spiel gedreht hatte. Wäre das tatsächlich ein Impuls, um der Mannschft den notwendigen Kick zu geben, sich am eigenen Schopf aus dem Abstiegsstrudel zu ziehen?

Wohl kaum. Pavel Dotchev, der erfahrenste Drittligatrainer auf dem deutschen Markt, hat zwar in der letzten Saison den Abstieg verhindert, konnte aber weder die Arbeitsverweigerung im Halbfinale des Niederrheinpokals in Wuppertal verhindern, noch in der neuen Drittligasaion ruhiges Fahrwasser ansteuern. Hagen Schmidt hat zumindest wieder etwas Spielkultur hinein gebracht, Punkte aber brachte es gegen 1860 und Mannheim nicht. In Freiburg hat sich der MSV selber geschlagen und auch gegen Verl stand man sich selber im Weg.

Welcher Impuls soll daran kurzfristig etwas zu Positiven ändern?

Und, wie reagieren die Haupt - Sponsoren wie Kassner und Capelli auf eine Entlassung von Sportdirektor 'Ivo' Grlic, möglicherweise in dem Zuge mit einem Rücktritt von dem MSV-Vorstandvorsitzenden Ingo Wald?
Soweit mir bekannt, stehen diese Sponsoren hinter diesen Funktionsträgern, auch, weil gerade Grlic den Anforderungen eines Ausbildungsvereins, gerade die Spielerverträge zukunfstgerecht auszurichten, nachgekommen ist.

Und ohne einen so guten Geschäftsmann wie Ingo Wald hätte sich der MSV längst in die Amateurliga verabschiedet.
Er ist für den kaufmännischen Bereich zuständig, mischt sich, im Gegensatz zu so manchem "Sonnenkönig", auch nicht in die sportlichen Belange ein.

Sicher ist, dass der MSV eher auf ein paar Schreihälse in der Arena als auf seine Hauptsponsoren verzichten kann.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ob der MSV "den Bock noch umstößt".


Torschütze Orhan Ademi: "Wir sind ins Spiel gegangen um zu gewinnen. Das hat nicht geklappt, darüber ärgern wir uns. Wir sind gut ins Spiel gekommen, sind verdient in Führung gegangen und schlucken ein Tor, wie schon in der ganzen Saison. Aber wir müssen dran bleiben und endlich gewinnen. Es wird schwer, aber wir wollen das schaffen."

Verl-Trainer Guerino Capretti: "Wir nehmen den Punkt mit. Wir wollten kompakt stehen, hatten einen Mann mehr hinten. Das hat uns gut getan. Nach dem 2:2 haben wir weiter auf Sieg gespielt. Den Punkt nehme ich mit."

MSV-Trainer Hagen Schmidt: "Wir sind zu Hause und mussten das Spiel gewinnen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir hier nicht gewonnen waren. Das haben wir und nicht Verl zu verantworten. Wir waren zu inaktiv, unterm Strich, in der entscheidenen Zone, waren wir nicht aktiv genug. Es waren individuelle Fehler, wieder einmal, die uns zurückgeworfen haben. Das ist dann eine Frage der QWualität, da müssen sich die Spieler selber hinterfragen. Wenn wir das nicht abstellen, können wir nicht gewinnen."



Die Zebras brauchen lautstarke Unterstützung statt eigene Frustbewältigung von den Rängen!
Duisburg, 9. Dezember 2021 - Die Vorzeichen passen zum tristen Wetter, denn selbst mit einem Sieg kann der MSV die Abstiegsplätze an diesem Spieltag nicht verlassen. Trotzdem, oder gerade deswegen, muss ein Sieg gegen Verl das Startsignal für eine positive Serie sein.

Und dafür braucht der MSV Fans, die den Spielern den Rücken stärken und nicht mit wilden 'Rote-Karte-Aktionen' oder 'vor-der-Arena-demonstrieren' in den selbigen fallen! Die Fans sind der 12. Mann, der für das Übergewicht in dem eigenen Stadion sorgen und der Mannschaft in die Spur zurück helfen muss.

An der vorhandenen Qualität der Mannschaft halte ich trotz des Tabellenstandes fest, auch wenn weder ein Pavel Dotchev noch aktuell ein Hagen Schmidt diese bis dato erfolgreich auf den Platz bekommen hat. Ein Stoppelkamp, Bouhaddouz, Bakalorz, auch Ademi und Feltscher haben eine Qualität, die über die 3. Liga hinaus geht. Leider scheinen sie aus verschiedenen Gründen seit geraumer Zeit mehr mit sich als dem Spiel beschäftigt zu sein.

Diese verunsicherte Mannschaft braucht die lautstarke Unterstützung ihrer Fans, um sich aus der Negativspirale heraus zu ziehen. Fan-Aktionen gegen die Mannschaft und/oder einzelne Funktionsträger sind aus meiner Sicht kontraproduktiv und gelten nur der eigenen Frustbewältigung.

Die benötigt wohl auch Julian Hettwer, der am Samstag noch nicht wieder an Bord sein wird. Durch seine starke Erkältung hat er auch in dieser Woche mit dem Training ausgesetzt. Im Gegensatz zu Niko Brettschneider, der im Training steht und aus meiner Sicht gegen Verl auch wieder seinen angestammten Platz in der Defensive einnehmen wird.

Mit 'AJ' Ajani war MSV-Trainer Hagen Schmidt insbesondere in der Rückwärtsbewegung in Freiburg nicht zufrieden, sodass Rolf Feltscher oft gegen zwei Gegenspieler auf der rechten Seite stand. Ob er bereits am Samstag eine weitere Chance in der Startelf bekommt?

Mit Verl kommt der unmittelbare Tabellennachbar, der einen Punkt und fünf Tore, sowohl auf der geschossenen als auch erhaltenen Treffer Seite, aufzuweisen hat. Der Verein steckt in der gleichen Situation wieder der MSV und wird alles geben, um die Duisburger auf Abstand zu halten.

MSV-Trainer Hagen Schmidt: "Wir wollen konzentriert und fokussiert die Wende schaffen. Den Anfang wollen wir gegen Verl machen." Ein optimales Ergebnis, von dem der Duisburger Trainer immer wieder spricht, ist natürlich ein Sieg.

Unterstützt wird der MSV am Samstag von ca. 7.000 Zuschauer. Ticketrückgaben aufgrund der 2G-Regel hat es laut der Presseabteilung des MSV nicht gegeben.