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Deutsche Oper am Rhein   - Oper| Ballett| Schauspiel | Konzert |


Junge Oper am Rhein kreiert Kulturinselfestival mit Musiktheater für Kinder ab 4 Jahren

Düsseldorf/Duisburg, 10. Juni 2021 - Endlich wieder Musiktheater für Kinder: Die Junge Oper am Rhein startet mit dem kleinen feinen Kulturinselfestival in den Sommer. Auf der Open-Air-Bühne im Innenhof des Rathauses am Burgplatz in Düsseldorf werden am Wochenende vom 25. bis 27. Juni sieben Musiktheater-Vorstellungen für Familien gezeigt.

Mit dabei ist Nisse, der Held aus der Familienoper „Nils Karlsson Däumling“, der die Kleinen ab 4 Jahren in sein Mauseloch lockt. Die Kioskbesitzerin Olga begrüßt das Publikum ab 5 Jahren zur Uraufführung von Diana Syrses Oper „Der Kiosk“, die zu ganz neuen Klängen von einer großen Sehnsucht und einem unerwarteten Abenteuer erzählt.  

 „Nach der langen Corona-Zeit gibt uns das Kulturinselfestival noch kurz vor der Sommerpause die Möglichkeit, auch mit unseren jüngsten Zuschauer*innen wieder in Kontakt zu kommen“, sagt General­intendant Christoph Meyer. „Wir freuen uns sehr darauf, live und open air mitten in Düsseldorf gleich zwei mobile Musiktheaterstücke für die ganze Familie zeigen zu können.“  

Die Kinderoper „Der Kiosk“ ist das jüngste Auftragswerk der Deutschen Oper am Rhein. Die Komposition von Diana Syrse und das Libretto von Andrea Heuser sind nach dem gleichnamigen Kinderbuch „Der Kiosk“ von Anete Melece entstanden. Inszeniert von Ilaria Lanzino kommt es jetzt zur Vorab-Premiere unter freiem Himmel, bevor die Oper in der nächsten Spielzeit im Opernhaus Düsseldorf seine Uraufführung feiert. „Nils Karlsson Däumling“, ebenfalls ein Auftragswerk der Jungen Opern Rhein Ruhr, hat schon viele Kita-Kinder in Düsseldorf, Duisburg, Bonn und Dortmund begeistert.  

Bei den sieben Vorstellungen des dreitägigen Festivalprogramms finden jeweils 50 Zuschauer*innen Platz. Karten zum Preis von 9,– € (ermäßigt: 5,– € / Familienkarte mit fünf Plätzen: 23,– €) sind online über operamrhein.de und über die telefonische Kartenreservierung des Opernshops (Tel. 0211-89 25 211) erhältlich.  

Zum Schutz der Gesundheit findet das Kulturinselfestival unter Maßgabe der geltenden Schutz- und Hygiene­maßnahmen statt. Voraussetzung für den Vorstellungsbesuch ist ein bestätigter negativer Schnelltest nach § 7 Absatz 4 der CoronaSchVO, eine bestätigte Immunisierung (mind. 30 Tage nach einem positiven Bescheid) oder der Nachweis eines vollständigen Impfschutzes (mindestens 14 Tage nach der 2. Impfung). Am Veranstaltungsort und während der gesamten Aufführung muss eine Maske getragen werden. Davon ausgenommen sind nur Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (§5 (6) 1.)    

NILS KARLSSON DÄUMLING Musiktheater für Kinder ab 4 Jahren von Thierry Tidrow nach einer Geschichte von Astrid Lindgren  

Bertil ist allein zu Hause und langweilt sich schrecklich – bis er auf einmal ein Klopfen hört. So macht Bertil Bekanntschaft mit Nils Karlsson Däumling, genannt Nisse. Nisse ist so groß wie ein Daumen und wohnt in einem Mauseloch unter Bertils Bett. Er lädt Bertil ein, ihn einmal zu besuchen. Den Zaubertrick dafür bringt Nisse auch gleich mit. So beginnt eine wunderbare und unzertrennliche Freundschaft. Thierry Tidrows Musiktheaterstück für eine Sopranstimme und eine sprechende Geige hat Anselm Dalferth inszeniert.   Aufführungen im Innenhof des Rathauses, Burgplatz 1-2: Freitag, 25.06.2021 um 16 Uhr  /  Sonntag, 27.06.2021, um 11 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr Weitere Informationen: www.operamrhein.de     

Karin Nakayama (Nisse) und Annika Boos (Bertil) in der Familienoper „Nils Karlsson Däumling“. FOTO: Birgit Hupfeld

 

DER KIOSK - Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren von Diana Syrse  
Olga, die Heldin der neuen Oper DER KIOSK, ist seit vielen Jahren Kioskfrau und tatsächlich in ihren Kiosk hineingewachsen. Sie steckt fest, während die Menschen an ihr vorbeiziehen, kurz verweilen für den Einkauf der kleinen Dinge oder einfach um von sich zu plaudern. Olga kennt sie alle und hat für alle ein offenes Ohr. Doch alle gehen weiter, sie steckt fest – und dabei träumt sie doch vom Meer. Plötzlich kippt der Kiosk mitsamt Olga um, und alles gerät in Bewegung…

 Die leichtfüßige Geschichte der Protagonistin übers Feststecken, sich verstecken, Träumen und Bei-sich-bleiben setzt die junge mexikanische Komponistin Diana Syrse, die bereits mehrere Preise und Stipendien für ihr farbenreich klingendes Werk mit Einflüssen aus Jazz, Weltmusik, Klassik, Avantgarde und Elektronik gewonnen hat, als Auftragswerk für die Deutsche Oper am Rhein in Töne. Ilaria Lanzino hat das Stück für die Deutsche Oper am Rhein inszeniert, das Bühnenbild und die Kostüme hat Emine Güner entworfen. 

Aufführungen im Innenhof des Rathauses, Burgplatz 1-2: Samstag, 26.06.2021, um 11 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr Weitere Informationen: www.operamrhein.de  

Susan Maclean als Kioskbesitzerin Olga in der Kinderoper „Der Kiosk“. FOTO: Daniel Senzek



Ballett am Rhein mit São Paulo im Doppelstream

Düsseldorf/Duisburg, 8. Juni 2021 -Ballettdirektor Demis Volpi und die Künstlerische Leiterin der São Paulo Dance Company, Inês Bogéa, verbindet eine lange Tanz-Beziehung. Aus gemeinsamen Gesprächen darüber, wie man auch in Pandemiezeiten in einen künstlerischen Austausch der beiden räumlich weit entfernten Compagnien treten kann, entstand die Idee eines gemeinsamen Streamings.

 So findet auf digitaler Plattform ein Treffen statt, das derzeit live nicht zu erleben wäre. Zur Online-Premiere kommt auf diese Weise noch in der laufenden Spielzeit das Stück „Come In“, das die kanadischstämmige Starchoreographin Aszure Barton Anfang des Jahres mit dem Ballett am Rhein einstudiert hat. Zum Start der neuen Spielzeit ist es im September im Opernhaus Düsseldorf und im Februar 2022 im Theater Duisburg live zu erleben.

Die São Paulo Dance Company steuert für den Stream „Inquieto“ von Henrique Rodovalho bei. Zu sehen ist das Ballett-Doppel vom 11. bis 13. und vom 18. bis 20. Juni weltweit kostenlos über YouTube.   Als erste Choreographer in Residence am Baryshnikov Art Center in New York schuf Aszure Barton „Come In“ 2006 für den Ballettstar Mikhail Baryshnikov und die Hell’s Kitchen Dance Company. Zur Musik von Vladimir Martynov – ein zartes und berührendes Stück für Streichorchester – hat Barton eine poetisch leise, aber dringlich nachwirkende Arbeit in die Welt gesetzt.

Auf dem Fundament einer klassischen Bewegungssprache stellt sie die Frage, wie wir miteinander leben wollen und zeichnet dabei den Entwurf einer Gesellschaft, die in friedlich spielerischem Miteinander existiert.   Aus einem Trio in Stille entwickelt sich in der 2011 für die Compagnie in São Paolo kreierten Choreographie „Inquieto“ von Henrique Rodovalho ein im wahrsten Sinne des Wortes verwobenes Ensemblestück. Die Tänzer*innen bewegen sich in kühlem Licht weitgehend vereinzelt, nur gelegentlich finden sie Synchronität. Zwischen ihren in jeansfarbenen Outfits gekleideten Körpern spannt sich ein Netz aus Seil. Mal Verbindung, mal Spinnennetz oder abstrakt-graphisches Gemälde.

Auch die wabernden elektronischen Klänge von André Abujamra verbreiten, was der Titel suggeriert: Unruhe!   Info: Der gemeinsame Stream des Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg und der brasilianischen São Paulo Dance Company wird in zwei Blöcken von Freitag 11.6., 18.00 Uhr  bis Montag, 13.6., 18.00 Uhr sowie von Freitag, 18.6., 18.00 Uhr bis Montag 20.6., 18.00 Uhr weltweit kostenlos über YouTube gezeigt. Im Juli ist er als TV-Premiere auf dem Brasilianischen Sender Arte 1 zu erleben. Link und Infos auf ballettamrhein.de  

Rodavalho Inquieto  - Foto Wilian Aguiar


 Die Deutsche Oper am Rhein nimmt ihren Spielbetrieb wieder auf

Düsseldorf/Duisburg, 28. Mai 2021 - Ab 11. Juni sind 18 Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg geplant, darunter zwei Opern- und eine Ballettpremiere.   Mit den Premieren von Rossinis „Il barbiere di Siviglia“, Richard Wagners „Tristan und Isolde“ und des  Ballettabends „Lost and found“ will die Deutsche Oper am Rhein noch vor der Sommerpause die Rückkehr in den Spielbetrieb feiern.

Opern- und Ballett­auf­führungen finden ab 11. Juni wieder im Opernhaus Düsseldorf und ab 12. Juni im Theater Duisburg statt. Der Vorverkauf für die 18 Vorstel­lungen beginnt am Freitag, 4. Juni, online über
www.operamrhein.de sowie über die telefonische Reservie­rung in Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211) und Duisburg (Tel. 0203-283 62 100). Tickets sind jeweils in drei Preiskategorien erhältlich.  

Die Saalkapazitäten im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg sind so begrenzt, dass das Publikum entsprechend den gültigen Abstandsregeln platziert werden kann. Verpflichtend sind das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske ( § 5 Abs.3 Nr.3 CoronaSchVO) sowie die Vorlage eines höchstens 48 Stunden alten Corona-Negativtestnachweises  ( §7 Abs.1 ,3.+ 4.Satz CoronaSchVO) oder der Nachweis eines ausreichen­den Impf- oder Genesungsschutzes, sowie die besondere Rückverfolgbarkeit durch Registrierung. In der Nähe beider Häuser befinden sich mehrere Teststationen (siehe
https://corona.duesseldorf.de/schnelltest und https://du-testet.de/).  

„Nach mehr als fünf Monaten, in denen wir unter strengen Auflagen zwar proben, aber keine Vorstellungen zeigen durften, können wir es kaum erwarten, nun endlich wieder für unser Publikum spielen zu dürfen und Vorfreude auf die kommende Saison zu wecken “, freut sich Generalintendant Christoph Meyer.  

  Emmett O’Hanlon (Figaro) in Rossinis “Il barbiere di Siviglia”. FOTO: Monika Rittershaus

Den Anfang macht die Premiere von Gioacchino Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ am 11. Juni im Opernhaus Düsseldorf, einer Oper, die vor musikalischen Einfällen, Optimismus und Leichtigkeit sprüht. In der Neu­inszenierung von Maurice Lenhard und unter musikalischer Leitung von Marie Jacquot kommt „Der Barbier“ auch am 13., 17. und 22. Juni auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses.  

Am 18., 19. und 20. Juni folgt die ursprünglich für Dezember 2020 geplante Premiere von Richard Wagners „Tristan und Isolde“: Mit Linda Watson (Isolde), Michael Weinius (Tristan) sowie Hans-Peter König und Thorsten Grümbel (König Marke) hochkarätig besetzt, bringt Generalmusikdirektor Axel Kober an drei aufeinanderfolgenden Abenden jeweils einen Aufzug des großen Liebesepos zur Aufführung.
Speziell für die Deutsche Oper am Rhein hat Eberhard Kloke eine feinsinnige Bearbeitung der Partitur vorgenommen, deren Klangebenen und Spannungsmomente in der Inszenier­ung von Dorian Dreher nicht nur hör- sondern auch sichtbar werden. Ein zweiter Zyklus steht am ersten Juli-Wochenende (2., 3. und 4. Juli) auf dem Programm.  

Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi hat für die Wiedereröffnung ein Programm aus mehreren Stücken zusammengestellt, die in dieser Spielzeit entweder nur kurz oder noch überhaupt nicht vor Publikum gezeigt werden konnten. „Lost and found“ heißt der Abend mit Choreographien von Demis Volpi, Sharon Eyal, Hans van Manen Andrey Kaydanovskiy und Neshama Nashman, den Volpi selbst moderieren wird. Er hat am 19. Juni im Theater Duisburg Premiere. Dort folgt am 20. Juni eine weitere Vorstellung, bevor „Lost and found“ am 25., 26. und 27. Juni auch im Opernhaus Düsseldorf präsentiert wird.  


“Allure” – Choreographie von Demis Volpi im Ballettabend “Lost and found”. Tänzerin: Simone Messmer. FOTO: Bernhard Weis


Im Theater Duisburg heißt es außerdem ab 12. Juni wieder „Comedian Harmonists in Concert“: In einer Hommage an die großen Stars des Close-Harmony-Gesangs präsentiert ein hochkarätiges Solisten­ensemble unter der Leitung von Patrick Francis Chestnut die beliebtesten Lieder und die Geschichte der Comedian Harmonists.

„Comedian Harmonists in Concert“ am 12. Juni in Duisburg - FOTO: Hans Jörg Michel

Weitere Vorstellungen finden am 26. Juni und 2. Juli statt.   Karten und weitere Informationen: Die Mitarbeiter*innen im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211) und an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) sind ab Freitag, 4. Juni, telefonisch von 10.00 bis 15.00 Uhr (Mo – Sa) erreichbar. Die beiden Shops bleiben vorerst noch geschlossen. Tickets sind dann auch über www.operamrhein.de erhältlich.  


50-jähriges Bühnenjubiläum für Hans van Manen

Düseldorf/Duisburg, 19. Mai 2021 - 50-jähriges Bühnenjubiläum für Hans van Manen an der Deutschen Oper am Rhein Sein erstes Ballett außerhalb der Niederlande schuf Hans van Manen vor genau 50 Jahren für das heutige Ballett am Rhein. Das Stück hieß „Keep Going“, was sich rückblickend liest wie das Motto seines bewegten und erfolgreichen Künstlerlebens. 22 seiner insgesamt 150 Choreographien kamen in den vergangenen 50 Jahren auf die Bühnen des Opernhauses Düsseldorf und des Theaters Duisburg.

Diese außerordentliche Verbundenheit möchte die Deutsche Oper am Rhein mit der Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft besiegeln. Vorerst macht ein Kurztrailer auf ballettamrhein.de Lust auf ein filmisches Portrait, das zum Anlass des Jubiläums von der amerikanischen Filmemacherin Daisy Long geschaffen wurde.  

„Richtig feiern möchten wir die Goldene Bühnenhochzeit des Ballett am Rhein mit Hans van Manen, sobald das wieder im angemessenen Rahmen möglich ist“, sagt Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi und setzt auf einen Gala-Termin im kommenden Herbst. Den Rahmen für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft sollen dann sowohl Live-Aufführungen bilden als auch das Filmporträt, für das Daisy Long Hans van Manen zu Hause in Amsterdam besucht hat. In der ihm eigenen Art beschreibt der heute 88-Jährige darin sein Leben mit dem Tanz und seine enge Beziehung zum Ballett am Rhein.

„Ballett ist für mich sehr wichtig, es ist mein Metier. Damit höre ich nie auf…“, sagt van Manen nachdenklich in die Kamera. Und fügt verschmitzt hinzu: „Es ist ja auch das einzige, was ich kann!“ Sein letztes Werk – die 150. Choreographie – schuf Hans van Manen für den von ihm hoch geschätzten Künstlerkollegen Martin Schläpfer, den ehemaligen Ballettdirektor und Chefchoreographen des Ballett am Rhein. „Alltag“ nannte er es mit dem ihm typischen Understatement, geht es darin wie in jedem seiner Stücke doch um sehr viel mehr als Alltägliches.  

Etliche Fotos und Filme aus dem Archiv des Düsseldorfer Theatermuseums ergänzen die Interviews und zeichnen ein vielfältiges und berührendes Portrait des großen niederländischen Meisters. Nach der Gala zum 50-jährigen Bühnenjubiläum wird der Film online zu sehen sein.  

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Das Werk Hans van Manens ist so eng mit der Balletttradition unseres Hauses verbunden wie kein zweites. Die Aufführungen seiner Choreographien in Duisburg und Düsseldorf ziehen sich wie ein roter Faden durch die letzten 50 Jahre Ballettgeschichte an der Deutschen Oper am Rhein. Es ist uns ein tiefes Bedürfnis und eine große Freude, Hans van Manen zum Ehrenmitglied zu ernennen.“  
Einen kleinen Vorgeschmack auf die filmische Ehrung Hans van Manens gibt es schon jetzt online auf ballettamrhein.de  

Ballettabend - FOTO Eddy Straub - Theatermuseum Hans van Manen „Keep Going”, Uraufführung 19. Mai 1971 an der Deutschen Oper am Rhein. Tilly Söffing und Peter Breuer. FOTO Eduard Straub/Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf  

Daisy Long trifft Hans van Manen - Filmemacherin Daisy Long während ihrer Dreharbeiten mit Hans van Manen in Amsterdam. Filmstill Daisy Long  

Nachruf:
Ballett und Deutsche Oper am Rhein trauern um zwei herausragende Tänzerinnen

Duisburg, 14. Mai 2021 - Oper und Ballett am Rhein trauern um zwei Ballerinen und spätere Ballettmeisterinnen, die die Entwicklung der Compagnie zu ihrer Zeit erheblich mitgeprägt haben. Im Alter von 93 Jahren ist am 4. Mai Claire Krings-Rothe (FOTO Ballettfreund), Ehrenmitglied der Deutschen Oper am Rhein, gestorben.
Die Witwe des im November 2019 verstorbenen Duisburger Alt-Oberbürgermeisters Josef Krings war Tänzerin in der Compagnie der Deutschen Oper am Rhein und hat sich als Sprecherin der Compagnie mit großem Engagement für die Verbesserung der sozialen Absicherung der Balletttänzer*innen engagiert.
Inspiriert von ihrer Leidenschaft für den Tanz beteiligte sich ihr Mann maßgeblich an der Vereinsgründung der Ballettfreunde, deren Vorstandsvorsitz er anschließend 16 Jahre lang innehatte.



Mitten aus ihrem aktiven Leben als Ballettmeisterin gerissen wurde am 9. Mai das ehemalige Compagniemitglied Colleen Scott (FOTO Archiv Enck). Von 1967 bis 1974 beim Ballett der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf Duisburg unter Erich Walter engagiert, lernte sie dort auch ihren späteren Ehemann Ivan Liška kennen.



Unter Erich Walter begann ihre Entwicklung zu einer der profiliertesten und kreativsten Ballerinen ihrer Generation. Nach ihrem Wechsel zum Ballett der Bayerischen Staatsoper in München, fand sie 1977 in Hamburg bei John Neumeier eine erfüllende tänzerische Wirkungsstätte.
Mit der Berufung von Ivan Liška zum Direktor des Bayerischen Staatsballetts in München begann 1996 ihre zweite Karriere als Ballettmeisterin. Zuletzt kam ihre reiche Erfahrung dem Bayerischen Junior Ballett München zugute. Wenige Tage vor ihrem unerwarteten Tod erarbeitete sie mit dem Bayerischen Junior Ballett ein Beispiel für den Stil von Isadora Duncan.


UFO – Junge Oper Urb: Neues Projekt der Deutschen Oper am Rhein

Duisburg, 21. April 2021 - Die Deutsche Oper am Rhein geht auf Entdeckungsreise und landet mit „UFO – Junge Oper Urban“ an acht unterschiedlichen Spielorten in Düsseldorf und Duisburg. In den beiden kommenden Spielzeiten werden hier die großen Fragen erforscht: Wie klingt Musiktheater für Kinder? Was erzählt es?
Was sind momentane Strömungen und wo geht die Reise hin? Das UFO will neue Ideen, Denkräume und Realitäten entern und ihnen eine Bühne geben. Als mobiles Klanglabor und Spielstätte bringt es Künstlerin­nen und Künstler zusammen, die acht neue Stücke für und mit jungem Publikum von 4 bis 12 Jahren entwickeln. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammen­arbeit mit dem NRW KULTURsekretariat Wuppertal gefördert.  

 

 

FOTO  raumlaborberlin

Das UFO findet seine Landeplätze mitten im Stadtraum von Düsseldorf und Duisburg.
Es wird
zum Begegnungsort für Komponistinnen, Librettisten, Regieteams und Bühnenkünstlerinnen, die mobile Spielformate entwickeln und aufführen. Das UFO möchte Geschichten erzählen, die eng an den Alltag des jungen Publikums andocken und mit Impulsen aus den Lebens- und Erlebnisräumen der Kinder ein vielseitiges Musiktheater-Repertoire entwickeln. Der Entstehungs- und Probenprozess findet dabei nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern sichtbar und hörbar für alle – eingebettet in die Klänge des urbanen Stadtteillebens.

So entstehen innerhalb der Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 acht Uraufführungen – neue Stücke für Kinder verschiedener Altersgruppen zwischen 4 und 12 Jahren. Die Aufführungen werden von der Jungen Oper am Rhein durch ein umfangreiches Vermittlungs­­programm flankiert, das den Ideen der Kinder Raum geben möchte. Bei seinen Erkundungen im Stadtteil wird das UFO zudem von lokalen Institutionen wie Jugendzentren, Schulen und Universitäten unterstützt.

 

Das UFO, ein mobiler Theaterraum für etwa 30 Gäste, wurde von raumlabor berlin entwickelt. Das Architektenkollektiv um Jan Liesegang arbeitet an den Schnittstellen zwischen Architektur, Stadtplanung und künstlerischer Intervention mit der Vision, den städtischen Raum positiv verändern zu können, neue Atmosphären und ein Gefühl für Potentiale und Freiräume zu schaffen. Für das UFO hat es sich von einem Raumfahrzeug inspirieren lassen, das sich nach verschiedenen Seiten öffnet. Je nach Bedarf kann es kleinere Experimentier- und Begegnungsräume an- und abdocken, z. B. einen Bauwagen mit Tonstudio, so dass es vielfältige Interaktionen zwischen den künstlerischen Teams und dem Publikum ermöglicht.

 

Seine erste Station ist das Kuhtor in Duisburg: Ab September 2021 erarbeitet hier das Klangkunst-Duo Merzouga (Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky) gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Nikola Huppertz und der Regisseurin Kerstin Steeb ein Musiktheaterstück für Kinder ab 6 Jahren, das den Arbeitstitel „Die unbedingten Dinge“ trägt und am 1. Oktober 2021 Premiere haben soll. Es wird die Geschichte zweier Freunde erzählen, die in dringender Mission durch die Zeit reisen.

Im Januar 2022 landet das UFO am Anne-Frank-Haus, einem Jugendzentrum im Düsseldorfer Stadtteil Garath. Dort wird der für seine Kindertheater­stücke mehrfach ausgezeichnete Belgier Jan Sobrie (Libretto und Inszenierung) zusammen mit der Komponis­tin Misha Cvijovic ein neues Stück für Kinder ab 8 Jahren entwickeln – Arbeitstitel: „Als wir nicht mehr wussten, wer wir waren“. Es erzählt von einer großen Freundschaft und den gemeinsamen Traum­welten einer ehemaligen, mittlerweile an Demenz erkrankten Opernsängerin und einem Kind. Die Uraufführung ist für den 17. Februar geplant.

 

Alle zwei bis drei Monate schlägt die Junge Oper Urban an einem anderen Ort auf – im April 2022 in Duisburg-Bruckhausen, im Juni 2022 im Glasmacherviertel in Düsseldorf-Gerresheim, im Oktober 2022 in Ruhrort/Laar, im Dezember 2022 im WGZ-Bank-Park in Düsseldorf-Oberbilk, im März 2023 in der Duisburger Altstadt und schließlich im Juni 2023 in Düsseldorf-Golzheim, direkt am Rhein.

 

Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein erklärt: „Die Junge Oper Urban ist ein weiterer Baustein unserer Arbeit für und mit unserem jungen Publikum, die wir dank der Projektförderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen und das NRW KULTUR­sekretariat nun erheblich ausbauen können. Als Satellit unserer Bühnen gibt uns das UFO die Möglichkeit, noch unmittelbarer mit dem Publikum beider Städte in Kontakt zu kommen. Hier entsteht eine zusätzliche Chance für Transparenz, Offenheit und gegenseitiges Kennenlernen – barrierefrei und durch die Zielgruppe der Kinder auch ganz unvoreingenommen allen gängigen Klischees gegenüber.“

 

Dr. Christian Esch, Direktor des NRW KULTURsekretariats Wuppertal: „Theater, Opernhäuser und Orchester sind Orte der Reflexion über das Zeitgeschehen und Verständigungsräume für das soziale Mit­einander. Schmerzlich müssen wir zurzeit erleben, dass an diesen Orten keine direkte Begegnung möglich ist. Vor diesem Hintergrund ist der Ansatz des UFO, sich buchstäblich auf das junge Publikum auch als potentielle Mitakteure zuzubewegen, noch einmal bedeutsamer geworden: Dass sich das Klanglabor jetzt aufmacht, allen Widrigkeiten zum Trotz, an wechselnden Orten Kinder und Jugendliche für Musik und Theater zu begeistern, ist auch ein Signal der Hoffnung. Im Rahmen des Landes-Förder­pro­gramms Neue Wege stellt das Düsseldorfer Projekt ein spannendes Beispiel der Öffnung des Theaters dar, für kreative Formen der Annäherung an ein junges Publikum.“  

 In enger Zusammenarbeit mit der Jungen Oper am Rhein wird „UFO – Junge Oper Urban“ über insgesamt drei Jahre neue Wege beschreiten, bestehende Kooperationen in den beiden Städten vertiefen und neue Bande mit Schulen und Kindergärten, aber auch sozialen Einrichtungen knüpfen. Organisiert wird das Projekt von Michaela Dicu, die zusammen mit Immanuel de Gilde und der Dramaturgie der Deutschen Oper am Rhein die Ideen für das Mobile Klanglabor entwickelt und umsetzt. 



Theaterehe soll verlängert werden

Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein votiert einstimmig für die Verlängerung der Theatergemeinschaft Düsseldorf Duisburg

Duisburg, 20. April 2021 - In der heutigen Aufsichtsratssitzung haben sich die Vertreter der Städte Düsseldorf und Duisburg einstimmig für eine Verlängerung der Theatergemeinschaft Düsseldorf und Duisburg ausgesprochen.

 Die seit ihrer Gründung im Jahr 1956 bestehende Kooperation gilt künstlerisch und wirtschaftlich als Erfolgsmodell. Durch ihr hochrangiges Solistenensemble, den Chor, die national wie international gefeierte Compagnie Ballett am Rhein und die Mitwirkung sowohl der Duisburger Philharmoniker als auch der Düsseldorfer Symphoniker hat sie sich zu einer der ersten Adressen für Oper und Ballett in Europa entwickelt. Allein die beiden Städte Düsseldorf und Duisburg zählen zusammen fast 1,1 Millionen Einwohner, aber auch die umliegenden Regionen und eine große Zahl auswärtiger Gäste profitieren vom hochkarätigen künstlerischen Angebot der Deutschen Oper am Rhein.

Vorbehaltlich der Zustimmung beider Stadträte und der Kommunalaufsicht wäre die Zukunft der Deutschen Oper am Rhein in gemeinsamer Trägerschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg bis zum Jahr 2027 gesichert.  

In den vergangenen Monaten haben die Vertreter und Vertreterinnen der Kommunen und der Deutschen Oper am Rhein die Grundlagen für die Verlängerung verhandelt. „Das Gesprächsklima war von Beginn an auf allen Seiten sehr positiv und konstruktiv“, sagt Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein. „Im Wesentlichen ging es um eine Einigung darüber, die finanziellen Anteile der Beteiligten möglichst gerecht und realistisch aufzuteilen.“

Wie bisher sollen pro Spielzeit insgesamt 258 Vorstellungen in beiden Städten gegeben werden, davon 180 Vorstellungen in Düsseldorf und 78 Vorstellungen in Duisburg, was einem Verhältnis von 70 zu 30 entspricht. Weil in den vergangenen Jahren die Landeshauptstadt Düsseldorf aufgrund der schwierigen Haushaltslage von Duisburg einen höheren Anteil der Zuschüsse übernommen hat, wird die Finanzierung nun schrittweise auf das Verhältnis 70 zu 30 angepasst.    

Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf: „Ich freue mich, dass seitens des Aufsichtsrates grünes Licht für die Verlängerung der Theatergemeinschaft gegeben wurde und bin optimistisch, dass die Stadträte und die Kommunalaufsicht sich diesem Votum anschließen werden. Beide Städte profitieren in vielerlei Hinsicht von der Bündelung der kreativen Kräfte und genießen dadurch ein vielfältiges kulturelles Angebot, das ohne den Zusammenschluss für keine von beiden in dieser Form finanzierbar wäre.“  

 Astrid Neese, Kulturdezernentin der Stadt Duisburg: „Auch für Duisburg ist es eine überaus positive Nachricht, dass die Fortführung der Theatergemeinschaft mit Düsseldorf auf einem guten Weg ist. Oper und Ballett spielen eine herausragende Rolle für das kulturelle Leben in Duisburg, und unsere erstklassigen Duisburger Philharmoniker werden weiterhin bei Opernaufführungen auch in Düsseldorf spielen.“

 

 Boris Blachers Oper „Romeo und Julia“ ab 17. April im Stream

Düsseldorf/Duisburg, 31. März 2021 - Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert die Neuproduktion von Boris Blachers Kammeroper „Romeo und Julia“ in digitaler Form über die Europäische Streaming-Plattform www.operavision.eu.

Die Online-Premiere am Samstag, 17. April 2021, 19 Uhr, wird von einem Live-Chat mit Regisseur Manuel Schmitt und Dramaturgin Anna Grundmeier begleitet. Danach ist das Stück für sechs Monate – bis 17. Oktober – kostenfrei online abrufbar. Unter der musikali­schen Leitung von Christoph Stöcker wurde es am 18. und 19. März aus sechs Kameraperspektiven im Theater Duisburg aufgezeichnet.  

Mit der Vertonung von Shakespeares „Romeo und Julia“ gelang dem deutsch-baltischen Komponisten Boris Blacher 1943 eine Kammeroper, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Mitten im Zweiten Welt­krieg – die Opernhäuser lagen in Trümmern – konzentrierte und verdichtete er den Stoff auf seine Essenz – das Schicksal von Romeo und Julia. Eine besondere Rolle übernehmen dabei der Solisten­chor und ein Chan­son­nier, die das Scheitern der großen Liebe immer wieder untergangstrunken brechen und kommentieren.  

Während drinnen ein rauschender Ball die Gemüter erhitzt, treffen sich Romeo und Julia am Rande des Geschehens und wissen sofort: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Weil sie aber tödlich verfeinde­ten Familien angehören und Julia am nächsten Morgen eigentlich Paris heiraten soll, ist ihre Liebe zwar unsterblich, aber vor allem verboten. Sie scheitert an einer hasserfüllten Gesellschaft, die erst durch das tragische Schicksal der beiden Liebenden zum Umdenken bewegt wird.  

Regisseur Manuel Schmitt, der mit „Romeo und Julia“ seine erste Produktion für die Deutsche Oper am Rhein erarbeitet hat, konzentriert die von Boris Blacher auf eine Stunde verdichtete, hoch emotio­nale Handlung auf die beiden Hauptfiguren: Trotz größter Anziehung können Romeo (Jussi Myllys) und Julia (Lavinia Dames) nicht zueinander finden, während der von Heike Scheele entworfene Bühnen­raum vermittelt, wie sehr sie von außen beobachtet und beeinflusst werden.  

Die Plattform OperaVision vereint kostenlos Live-Streams und Video-on-demand von Opernhäusern und Festivals aus ganz Europa. Unterstützt durch das Creative Europe Programm der EU, ist sie eines der größten Online-Kulturvermittlungsforen. Ihr gehören 29 Partnerinstitu­tio­nen aus 17 Län­dern an. Aus Deutschland sind die Deutsche Oper am Rhein und die Komische Oper Berlin vertreten.

 
Jussi Myllys (Romeo), Beniamin Pop (Benvolio), Andrés Sulbarán (Tybalt), Lavinia Dames (Julia), Chor.

FOTO Hans Joerg Michel


Weitere Informationen
zur Inszenierung und zum Stream auf www.operamrhein.de.

 

 

Fünf Opernshop-Konzerte im Stream 

Neue digitale Konzertreihe mit elf Solistinnen und Solisten des Opernensembles

Düsseldorf/Duisburg, 25. März 2021 - coronabedingt – zurzeit leider geschlossen bleiben muss: Am Samstag, 27. März, startet eine Reihe von fünf Minikonzerten, die man jeweils ab samstags im Digitalprogramm der Oper auf www.operamrhein.de besuchen kann – der „Eintritt“ ist frei. Elf Sängerinnen und Sänger aus dem Opernensemble schenken dem Publikum eine kleine Auszeit: fünf Viertelstunden mit Opernarien und ‑duetten, Musicalsongs und Mozart-Liedern, die von Pianistinnen und Pianisten des Ensembles am Flügel begleitet werden.  

Als Zuschauer blickt man quasi durch die Scheibe des Düsseldorfer Opernshops und ist virtuell in einem kleinen Konzert­zimmer zu Gast. Denn seit seiner aufwändigen Sanierung ist der Opernshop an der Heinrich-Heine-Allee 24 nicht nur optisch einladend, sondern auch akustisch für kleine Veranstaltungen, Konzerte und Aufnahmen geeignet.  

Den Anfang der Opernshop-Konzerte machen die Mezzosopranistin Kimberley Boettger-Soller und Bassbariton Günes Gürle mit Arien aus Mozarts „Così fan tutte“, Giacomo Meyerbeers „Les Huguenots“ und einem Duett aus Donizettis „Lucrezia Borgia“. Cécile Tallec begleitet die beiden Solisten am Flügel. Eine Viertelstunde französisch-italienischer Opernleidenschaft folgt am Ostersamstag mit Ramona Zaharia und Bogdan Baciu: Die Mezzosopranistin und der Bassbariton singen Arien aus Charles Gounods „Faust“, Camille Saint-Saëns „Samson et Dalila“, Giuseppe Verdis „Don Carlo“ und Gaetano Donizettis „La favorita“ und werden von Wolfgang Wiechert am Flügel begleitet.

Mit vier Stücken aus „Porgy und Bess“, „Showboat“ und „Kiss me, Kate“ führen Morenike Fadayomi (Sopran), Sami Luttinen (Bass) und Ville Enckelmann (Klavier) ab 10. April in die Welt des Musicals. Die Sopranistin Liana Aleksanyan und der Tenor Andrés Sulbarán singen eine Woche später – von Anastasiya Titovych ­am Flügel begleitet – berühmte Opernarien aus Gounods „Faust“, Catalanis „La Wally“, Donizettis „L’elisir d’amore“ und Verdis „La forza del destino“.

Den Abschluss bildet ein Mozart-Programm: Ab 24. April präsentieren Anke Krabbe (Sopran), Cornel Frey (Tenor), Thorsten Grümbel (Bass) und James Williams (Klavier) Lieder und Terzette des Komponisten. Die filmische Umsetzung der Digitalkonzerte liegt in den Händen von Jo Alex Berg.   Weitere Informationen zu den Opernshop-Konzerten auf www.operamrhein.de.  

Filmstill des Opernshop-Konzertes mit Anke Krabbe (Sopran), Thorsten Grümbel (Bass), Cornel Frey (Tenor) und James Williams (Klavier), das ab 24. April zu sehen ist. FOTO: Jo Alex Berg.

 

MOZART HARMONISCH! Kostenloser Stream-on-Demand aus dem Opernhaus Düsseldorf

Kostenloser Stream-on-Demand aus dem Opernhaus Düsseldorf ab Sonntag, 31. Januar, 11.00 Uhr auf www.operamrhein.de: Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker und Sängerinnen der Deutschen Oper am Rhein präsentieren Harmoniemusik aus „La clemenza di Tito“ und weitere Arien von Wolfgang Amadeus Mozart  

Düsseldorf/Duisburg, 26. Januar 2021 - Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert ein Konzert aus der beliebten Kammermusikreihe der Düsseldorfer Symphoniker. Ab Sonntag, 31. Januar 2021, 11.00 Uhr ist es als Stream-on-Demand kostenfrei über die Website www.operamrhein.de abrufbar. Unter dem Titel „Mozart harmonisch!“ interpretieren Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker gemeinsam mit der Sopranistin Luiza Fatyol und Mezzosopranistin Valerie Eickhoff aus dem Sängerensemble der Deutschen Oper am Rhein eine Harmoniemusik zu Mozarts letzter, 1791 entstandener Oper „La clemenza di Tito“ und weitere bekannte Mozart-Arien.  

Mitwirkende der Düsseldorfer Symphoniker sind Lilja Steininger (Flöte), Wolfgang Esch, Jochen Mauderer und Ege Banaz (Klarinette, Bassettklarinette, Bassetthorn), Lisa M. Rogers und Tim Lorenzen (Horn), Martin Kevenhörster und Lisanne Traub (Fagott) sowie Markus Vornhusen (Kontrabass). Die junge Mezzosopranis­tin Valerie Eickhoff, die nach ihrem Gesangsstudium an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und nur einem Jahr im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein im Sommer 2020 den Sprung ins große Ensemble schaffte, stellt sich mit der Arietta des Cherubino „Voi che sapete“ aus Mozarts „Le nozze di Figaro“ und einer Arie aus „La Clemenza di Tito“ vor. Die Sopranistin Luiza Fatyol, die seit 2011 Ensemblemitglied ist, singt das Recitativo und Rondo der Vitellia „Non piu di fiori“ aus „La Clemenza di Tito“.  

Zu Mozarts Zeiten erblühte die Harmoniemusik überall in Europa. Kein Adelshaus mochte mehr auf die kammermusikalisch besetzten Bläserensembles verzichten, deren eleganter Klang die ideale musikalische Untermalung für üppige Gala-Dinners und rauschende Gartenfeste bot. So entstanden im ausgehenden 18. Jahrhundert viele neue Kompositionen, aber auch raffinierte Arrangements bekannter Opern, welche die „Harmonie“ bald auch bei der nichtadligen Bevölkerung populär machten.

Die Bearbeitungen für das Kammerkonzert „Mozart harmonisch!“ stammen aus der Feder des bekannten Arrangeurs Andreas N. Tarkmann und des ehemaligen Klarinettisten der Düsseldorfer Symphoniker, Adolf Münten. Über www.operamrhein.de geht es zum vollständigen Programm und dem Link zum Konzert.  

Sopranistin Luiza Fatyol und Mezzosopranistin Valerie Eickhoff aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein (FOTOS: Andreas Endermann/Montage: Daniel Senzek)  

 

Junge Oper am Rhein bietet die „Kreative Pause für zuhause“ an

Düsseldorf/Duisburg, 22. Januar 2021 - Mit einer Komposition von Thierry Tidrow bringt die „Kreative Pause für zuhause“ Musik und Bewegung in den Homeschooling-Alltag – digital, interaktiv und kostenfrei.   Solange die Schulen geschlossen bleiben und der Unterricht zu Hause stattfinden muss, führt die Junge Oper am Rhein ihr im September gestartetes Schulhof-Projekt digital weiter und ermuntert Kinder ab 6 Jahren und ihre Familien zu einer „Kreativen Pause für zuhause“. Zu mehreren festen Terminen – vorerst bis zum 5. Februar – können sich die Teilnehmer über jungeoper@operamrhein.de zu einem 25-minütigen Livestream anmelden.

Kreative Pause auf dem Schulhof der Paulus-Schule - FOTO Daniel Senzek

Freie Plätze für das interaktive und kostenfreie Angebot gibt es zurzeit am 25. Januar (15.30, 16.00 und 16.30 Uhr), 26. Januar (15.30 und 16.00 Uhr) und 29. Januar (11.30 Uhr) sowie am 1., 2. und 5. Februar (jeweils um 15.30, 16.00 und 16.30 Uhr).   Jeweils drei professionelle Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Orchester, Gesang und Tanz gehen zusammen mit den Kindern auf eine Entdeckungsreise zu den Klängen einer Komposition von Thierry Tidrow. Sie folgen einem kleinen Ton, der zunächst schüchtern von Finger zu Finger, von Hand zu Hand, von Arm zu Arm hüpft. Während er sich stetig verändert, kommt immer mehr Bewegung ins Spiel. Ob groß oder klein - alle können mitmachen und ihren Homeschooling-Alltag mit neuer Energie versorgen.  

 Die „Kreative Pause für Zuhause“ wird live aus dem Opernhaus übertragen, jeweils zehn Familien können über eine Videokonferenz daran teilnehmen. Die Künstlerinnen und Künstler im Opernhaus sehen die Familien auf einer Leinwand, so dass sie direkt auf sie eingehen können. Anmeldungen nimmt das Team der Jungen Oper am Rhein über
jungeoper@operamrhein.de entgegen.

Kreative Pause für zuhause - Künstlerinnen der Deutschen Oper am Rhein sind über einen Livestream mit den Teilnehmern verbunden. FOTO Anna-Mareike Voh

Vorstellungsbetrieb an der Deutschen Oper am Rhein frühestens wieder ab 8. Januar 2021

Digitales Angebot gibt Einblicke in die Probenarbeit während des Lockdowns  

Düsseldorf/Duisburg, 02. Dezember 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein wird ihren Vorstellungsbetrieb im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg frühestens am 8. Januar 2021 wieder aufnehmen. Das hat die Theaterleitung gemeinsam mit den kommunalen Verantwortlichen in Folge der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vor dem Hintergrund der pandemischen Entwicklung entschieden.  

Mit der Entscheidung, den Spielbetrieb bis vorerst 8. Januar 2021 ruhen zu lassen, wird eine mehrwöchige Planungssicherheit sowohl für Besucherinnen und Besucher, als auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hergestellt. Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit Zuschauerinnen und Zuschauern, die bereits Karten für die abgesagten Vorstellungen erworben haben, in Verbindung.   Derweil wird der Probebetrieb fortgesetzt, um ab 8. Januar spielbereit zu sein. Der zweite Lockdown und seine Verlängerung haben umfangreiche Überarbeitungen der bisherigen Spielplanung erforderlich gemacht. Das Programm für die ersten Monate des neuen Jahres soll indes noch vor Weihnachten bekanntgeben werden.


Die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg sorgt ebenfalls für kulturelle Auslastung währen der Feiertage: "Der Kaiser von Atlantis" kann kostenlos und wann immer gewünscht über die Homepage gestreamt werden. Außerdem bietet das Haus digitale Specials wie ein "Making of: Tristan & Isolde“: mit Szenen aus der Probenarbeit und Interviews oder "A First Date", eine Dokumentation über die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein.
www.operamrhein.de www.ballettamrhein.de


Auf ihrer Webseite operamrhein.de und ihren Social Media Kanälen bietet die Deutsche Oper am Rhein ein umfangreiches digitales Angebot an, das nahezu täglich aktualisiert und erweitert wird. Mit unterschiedlichen Formaten und einem kostenlosen „Stream on demand“ der Oper „Der Kaiser von Atlantis“ ermöglicht es viel­fältige Einblicke in die Probenarbeit während des Lockdowns. Unter anderem besteht das digitale Angebot aus: „Making of: Tristan & Isolde“: Eine vierteile Filmreihe mit Impressionen der musikalischen und szenischen Probenarbeit und zahlreichen Interviews zu der Produktion, die ab 3. Dezember 2020 Premiere an der Deutschen Oper am Rhein feiern sollte.

„A First Date“: Die amerikanischen Filmemacherin Daisy Long stellt die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein in einer dreiteiligen Dokumentation vor. „Opernführer Audio“: Werkeinführungen mit Hintergrundinformationen zu Musik und Inhalt ausgewählter Stücke des Spielplans sind, gesprochen von der Dramaturgie, als Audio-Files abrufbar. „Romeo & Julia“: Die Premiere zu Boris Blachers Oper war für November geplant. Auf ihrer Webseite gibt die Deutsche Oper am Rhein digitale Einblicke in die Proben, zusätzlich stehen Auszüge aus dem (noch unveröffentlichten) Programmheft bereit. Auch ans junge Publikum ist gedacht: Der digitale Adventskalender der Jungen Oper am Rhein bietet täglich neue kreative Überraschungen für alle Altersgruppen.

Der szenische Abend von Johannes Erath hatte am 2. Oktober Premiere im Opernhaus Düsseldorf (FOTO Monika Rittershaus).  

 

Junge Oper Rhein Ruhr ist Preisträger der „Oper! Awards“ 2020

Die Kooperation der Deutschen Oper am Rhein, des Theater Bonn und der Oper Dortmund wurde für das beste Education-Programm ausgezeichnet  

Düsseldorf/Duisburg, 30. November 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein, das Theater Bonn und die Oper Dortmund sind für ihr Kooperationsprojekt „Junge Opern Rhein Ruhr“ mit dem „Oper! Award“ ausgezeichnet worden. In insgesamt 20 Kategorien würdigen die von der Zeitschrift „Oper!“ initiierten „Oper! Awards“ seit 2019 besondere Leistungen im Bereich Oper. Bedingt durch die Pandemie fand die Preisverleihung am 30. November online statt und ist auf www.oper-awards.com abrufbar.  

Als „vorbildlich“ lobt die Jury die Arbeit der Jungen Opern Rhein Ruhr: Die Deutsche Oper am Rhein, die Oper Dortmund und das Theater Bonn vergeben seit der Spielzeit 2013/14 Kompositions­aufträge für Familienopern, die dann auf den großen Bühnen der drei Häuser gespielt und von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet werden. Zum Repertoire zählen u. a. Jörn Arneckes „Ronja Räuber­tochter“ und James Reynolds „Geisterritter“ sowie Thierry Tidrows „Nils Karlsson Däumling“ als mobile Produktion für Kindergärten.

Für April 2020 war die Uraufführung „Die Kinder des Sultans“ von Avner Dorman und Ingeborg von Zadow an der Oper Dortmund geplant. „Mit unbändiger kreativer Energie haben die Jungen Opern Rhein Ruhr stattdessen digitale Ferien- und Filmprojekte angeboten, die ‚Kreative Pause‘ für Grundschüler entwickelt und Jugendliche zu Opernkomponisten gemacht“, heißt es in der Jury-Begründung.  

„Die Auszeichnung der Jungen Opern Rhein Ruhr unterstreicht die Notwendigkeit und Wirksamkeit unserer gemeinsamen Arbeit. Darüber freuen wir uns außerordentlich“, sagen Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Bernhard Helmich, Intendant der Oper Bonn und Heribert Germeshausen, Intendant der Oper Dortmund.
„Das Theater ist ein wesentlicher Bestandteil der Bildung – nicht nur des Geistes, sondern auch der Herzen und der Sinne. Es ist für Alt und Jung, jenseits von Herkunft oder Bildungsstand, ein lustvoller, nonkonformistischer Spielplan des Lernens. Wir brauchen, jetzt und in Zukunft, die Künste im Einsatz für eine offene und vielfältige Gesellschaft.“  
Szene aus „RonjaRäubertochter“: Anke Krabbe (Birk), Iryna Vakula (Ronja), Tanzensemble und Chor der Deutschen Oper am Rhein (Mattis- und Borkaräuber). FOTO: Hans Jörg Michel

Szene aus der mobilen Produktion „Nils Karlsson Däumling“ bei der Aufführung in einer Duisburger Kita: Anna Neubert (Nisse), Annika Boos (Bertil).  FOTO: Daniel Senzek


Digitaler Adventskalender der Jungen Oper am Rhein  

Düsseldorf/Duisburg, 24. November 2020 - Jeden Tag ein „Türchen“ auf Instagram: Die Junge Oper am Rhein gestaltet einen digitalen Adventskalender mit internationalen Weihnachtsgrüßen von Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Deutschen Oper am Rhein und anderen europäischen Opernhäusern. An einigen Tagen gibt es weihnachtliche Basteltipps aus den Werkstätten, an anderen Musik und szenische Lesungen für Kinder.

An den vier Samstagen im Advent geben Musiker*innen der Düsseldorfer Symphoniker und der Duisburger Philharmoniker, teils mit ihren Kindern, Mini-Konzerte auf der digitalen Bühne: Vier verschiedenen Kammermusik-Ensembles – mal sind es Bläser, mal Streicher, mal Harfen – spielen europäische Weihnachtslieder und umrahmen jeweils eine Weihnachtsgeschichte von Astrid Lindgren. Die von David Graham arrangierten Weihnachtslieder können auch selbst nachgespielt werden: Auf www.operamrhein.de stehen die Noten zum Download bereit, und auch die Mini-Konzerte mit Lesung kann man sich dort noch einmal anschauen.  

Anna-Mareike Vohn, Junge Oper am Rhein: „Mit dem Adventskalender wollen wir unser Publikum durch die Vorweihnachtszeit begleiten, Türen zu europäischen Opernhäusern öffnen und mit kleinen Konzerten zum gemeinsamen Singen und Musizieren anregen.“  

Die Musiktheaterpädagoginnen Dina Wälter und Anna-Mareike Vohn stellen den digitalen Adventskalender der Jungen Oper am Rhein vor - Foto Junge Oper Am Rhein

- Opernpremieren im Dezember
- „First Date“-Dokumentation mit dem Ballett am Rhein online

Düsseldorf/Duisburg, 11. November 2020 - im November ruht der Spielbetrieb, doch hinter den Kulissen darf die Arbeit weitergehen: Die Deutsche Oper am Rhein stellt ihre Opernproduktionen „Romeo und Julia“ und „Meister Pedros Puppenspiel“ fertig und bringt die Stücke bis zur Generalprobe, damit sie Premiere feiern können, sobald es die Situation erlaubt. Darüber hinaus haben die Proben zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“ in einer speziell für die Deutsche Oper am Rhein entwickelten Fassung von Eberhard Kloke begonnen. Stand jetzt kann der Dezember-Spielplan genauso realisiert werden wie geplant. Fünf Premieren stehen auf dem Programm. Wir freuen uns, wenn Sie darüber berichten.    

„Tristan und Isolde“ von Richard Wagner in einer Bearbeitung von Eberhard Kloke für die Deutsche Oper am Rhein  
Tristan und Isolde – unauflöslich sind diese beiden Namen, ihre Herzen, ihre Schicksale miteinander verwoben. Zwei totalitäre Gefühls-Extremisten, die ihre Liebe in einer Radikalität leben, die keinen Raum für andere Menschen lässt und allein in der vollkommenen Selbst­auflösung im Tod ihre Erfüllung finden kann. An jeweils drei aufeinanderfolgenden Abenden präsentiert die Deutsche Oper am Rhein unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober „Tristan und Isolde“ im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg. Speziell für die beiden Häuser, ihre Orchester und ein Weltklasse-Ensemble um Linda Watson und Alexandra Petersamer (Isolde), Michael Weinius und Daniel Frank (Tristan) sowie Hans-Peter König (König Marke) hat der erfahrene Komponist und Dirigent Eberhard Kloke eine feinsinnige Bearbeitung der Partitur vorgenommen.  

In seiner Fassung sind außer dem Hauptorchester im Orchestergraben verschiedene Ensembles im Bühnenraum verteilt. Eine besondere Bedeutung kommt einem Streichensemble mit Englischhorn zu, das sich musikalisch und inhaltlich mit den Protagonisten verbindet. Dies bestimmt auch die Inszenierung von Dorian Dreher: Durch verschiedene Bühnen­ebenen (Bühne und Kostüme: Heike Scheele) ist das Konzept stark räumlich definiert, und das Orchester wird selbst zum Protagonisten. „Hier entsteht etwas Besonderes, sehr Kreatives“, sagt Generalmusik­direktor Axel Kober. „Bei der musikalischen Bearbeitung und allen szenischen Überlegungen ging es uns darum, die Spannungsmomente und den Dialog zwischen innerer und äußerer Handlung nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar zu machen.“

Tristan und Isolde“ – 1. Aufzug

Donnerstag, 03.12.2020, 19.30 Uhr

Opernhaus Düsseldorf

Tristan und Isolde“ – 2. Aufzug

Samstag, 05.12.2020, 19.30 Uhr

Opernhaus Düsseldorf

Tristan und Isolde“ – 3. Aufzug

Sonntag, 06.12.2020, 18.30 Uhr

Opernhaus Düsseldorf

 

Tristan und Isolde“ – 1. Aufzug

Donnerstag, 17.12.2020, 19.30 Uhr

Theater Duisburg

Tristan und Isolde“ – 2. Aufzug

Freitag, 18.12.2020, 19.30 Uhr

Theater Duisburg

Tristan und Isolde“ – 3. Aufzug

Samstag, 19.12.2020, 19.30 Uhr

Theater Duisburg


 

„Meister Pedros Puppenspiel“ – Familienoper von Manuel de Falla

Premiere am Freitag, 4. Dezember, 18.00 Uhr, im Theater Duisburg  

Mit drei Sängerinnen und Sängern, zwei Puppenspielern, einem Orchester und Live-Video präsentiert die Deutsche Oper am Rhein „Meister Pedros Puppenspiel“ als Familienoper. Mit glutvollen spanischen Klängen hat Manuel de Falla ein Motiv aus Cervantes᾿ „Don Quijote“ zum Leben erweckt: Dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt geht während einer Puppenspielaufführung dermaßen die Fantasie durch, dass er mit blanker Waffe die Bühne stürmt… Die luftschlosshafte Wirklichkeit, die Don Quijote irgendwo zwischen Traum und Realität bewohnt, wird von Filmemacher Torge Möller (fettFilm), Regisseurin Ilaria Lanzino und dem Düsseldorfer Marionettentheater in Szene gesetzt. Mit ihrer phantasievollen Umsetzung und einer Spieldauer von 45 Minuten eignet sie sich auch für junge Besucher ab 6 Jahren. Ralf Lange hat die musikalische Leitung.

Alle Aufführungen und weitere Informationen finden Sie hier auf www.operamrhein.de.

 

 

„Vissi d’arte“ – ein szenischer Abend von Johannes Erath

Premiere am Samstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg 

Als Stück der Stunde lässt sich „Vissi d’arte“ betrachten, das die Deutsche Oper am Rhein am 12. Dezember ins Theater Duisburg übernimmt: In einem Kaleidoskop anspielungsreicher Opern­szenen macht Johannes Erath (Konzept, Inszenierung und Ausstattung) nach erzwungener Theaterstille die Wiedereroberung des Bühnen­raums selbst zum Thema. Das Ensemble spielt intensiv bis humorvoll mit dem Abstand, reibt sich an der Erfahrung des Ausgebremstseins, der Sprachlosigkeit und der spürbaren Fragilität der Bühnenkunst und erkundet zu ungewöhnlich arrangierter Musik von Puccini, Verdi, Wagner, Strauss, Offenbach und Gershwin die Leidenschaft, Magie und Sehnsucht, die der Oper inne­wohnen. Unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Wiechert formulieren fünf Solistinnen und Solisten, der Opernchor und die Duisburger Philhar­mo­niker eine vielstimmige „Liebeserklärung an die Opernbühne“.

 


„Masel Tov! (Wir gratulieren!)“ – Kammeroper von Mieczysław Weinberg Premiere am Freitag, 11. Dezember, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg
In der Küche brodelt das Leben. Das ist bei guten Partys so und auch in Mieczysław Weinbergs Kammeroper „Masel Tov!“. Drei Bedienstete und ein fliegender Buchhändler treffen dort während der Vorbereitungen für die Verlobung der Tochter des Hauses zusammen. Es wird geflirtet und gelästert, und mit zunehmenden Alkohol­konsum lassen die Anwesenden auch ihrem Unmut über das Leben als Bedienstete freien Lauf. Spontan ent­spinnt sich neben zarten Annäherungen eine kleine Revolte, und so kommt es nicht nur zu zwei unerwarteten Verlobungen, sondern auch zu einem Todesfall.
Weinberg, den man vor allem in Verbindung mit seiner Oper „Die Passagierin“ kennt, zeigt sich in "Masel Tov!" von seiner komischen Seite, ohne dabei die Melancholie aus den Augen zu verlieren: Klezmermelodien kombiniert mit Walzer-, Polka- und Galopp­formen aus der jiddischen Musiktradition verleihen der Partitur eine ganz eigene Farbe. Regisseur Philipp Westerbarkei setzt das beziehungsreiche Kammerspiel in Szene, Heike Scheele nimmt uns mit detailreicher Bühne und Kostümen mit in die Küche einer herrschaft­lichen Villa des vergangenen Jahrhunderts. Ralf Lange leitet das Sängerensemble und die Duisburger Philharmoniker.    

 

 

„Romeo und Julia“ von Boris Blacher

Premiere am Samstag, 19. Dezember, 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf 

Boris Blachers Vertonung von Shakespeares „Romeo und Julia“ ist nicht nur im zu Vergleich Charles Gounods französischer Oper „Roméo et Juliette“ spannend, die sich seit einem Jahr im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein befindet. Mitten im Zweiten Weltkrieg – die Opernhäuser lagen in Trümmern – schuf Blacher 1943/44 eine Kammeroper, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Er konzentrierte und verdichtete den Stoff auf seine Essenz – auf das Schicksal von Romeo und Julia. Eine tragende Rolle übernehmen dabei der Solistenchor und ein Chansonnier, die das Scheitern dieser großen Liebe immer wieder kommentierend brechen und begleiten. Regisseur Manuel Schmitt, der u.a. bereits bei den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper, am Staatstheater Nürnberg, am Theater Trier und am Musiktheater im Revier inszenierte, erarbeitet mit „Romeo und Julia“ erstmals eine Produktion für die Deutsche Oper am Rhein.

„First Date“-Dokumentation mit dem Ballett am Rhein online
Mit großer Begeisterung ist die von Ballettdirektor Demis Volpi neu formierte Compagnie bei ihren ersten Auftritten in Düsseldorf und Duisburg begrüßt worden. In ihren „First Dates“-Programmen haben die Tänzerinnen und Tänzer einen Vorgeschmack auf das gezeigt, was die neue Ausrichtung des Ballett am Rhein ausmachen wird.  
Erstmals wurden coronabedingt auch die Pausen zwischen den Programmblöcken künstlerisch gestaltet. Dafür hat die in Los Angeles lebende Filmemacherin und Ex-Tänzerin Daisy Long die Compagnie während der ersten Wochen ihres Zusammenfindens mit der Kamera begleitet. In drei etwa viertelstündigen Sequenzen zeigt sie Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein bei der Probenarbeit, beim Training und in kleinen Szenen an poetischen Orten in Düsseldorf und Duisburg. Ergänzt werden die Aufnahmen durch Wortbeiträge, die Daisy Long quer durch die Compagnie gesammelt hat.

Neben Tänzerinnen und Tänzern kommen Ballettmeister*innen, Dramaturg*innen und auch Demis Volpi selbst zu Wort. Gemeinsam formulieren sie ihre Ideen und Ziele für die Compagnie, ihre Motivation, jeden Tag alles zu geben für ihre Kunst. Entstanden ist ein sehr persönliches Kennenlernen der Künstlerinnen und Künstler und ihres Arbeitsalltags, der dem Publikum ansonsten verborgen bleibt.   Mit der Veröffentlichung der drei Teile „A First Date – Die Dokumentation“ lädt das Ballett am Rhein nun auch ein größeres Publikum dazu ein, die Compagnie näher kennen zu lernen und die vorstellungsfreie Zeit tänzerisch zu überbrücken. Der Link zu den Filmen findet sich auf operamrhein.de


BaR Daisy Long Foto Daniel Senzek