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Deutsche Oper am Rhein   - Oper| Ballett| Schauspiel | Konzert |


Vorstellungsbetrieb an der Deutschen Oper am Rhein frühestens wieder ab 8. Januar 2021

 Digitales Angebot gibt Einblicke in die Probenarbeit während des Lockdowns  

Düsseldorf/Duisburg, 02. Dezember 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein wird ihren Vorstellungsbetrieb im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg frühestens am 8. Januar 2021 wieder aufnehmen. Das hat die Theaterleitung gemeinsam mit den kommunalen Verantwortlichen in Folge der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vor dem Hintergrund der pandemischen Entwicklung entschieden.  

Mit der Entscheidung, den Spielbetrieb bis vorerst 8. Januar 2021 ruhen zu lassen, wird eine mehrwöchige Planungssicherheit sowohl für Besucherinnen und Besucher, als auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hergestellt. Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit Zuschauerinnen und Zuschauern, die bereits Karten für die abgesagten Vorstellungen erworben haben, in Verbindung.   Derweil wird der Probebetrieb fortgesetzt, um ab 8. Januar spielbereit zu sein. Der zweite Lockdown und seine Verlängerung haben umfangreiche Überarbeitungen der bisherigen Spielplanung erforderlich gemacht. Das Programm für die ersten Monate des neuen Jahres soll indes noch vor Weihnachten bekanntgeben werden.

Auf ihrer Webseite operamrhein.de und ihren Social Media Kanälen bietet die Deutsche Oper am Rhein ein umfangreiches digitales Angebot an, das nahezu täglich aktualisiert und erweitert wird. Mit unterschiedlichen Formaten und einem kostenlosen „Stream on demand“ der Oper „Der Kaiser von Atlantis“ ermöglicht es viel­fältige Einblicke in die Probenarbeit während des Lockdowns. Unter anderem besteht das digitale Angebot aus: „Making of: Tristan & Isolde“: Eine vierteile Filmreihe mit Impressionen der musikalischen und szenischen Probenarbeit und zahlreichen Interviews zu der Produktion, die ab 3. Dezember 2020 Premiere an der Deutschen Oper am Rhein feiern sollte.

„A First Date“: Die amerikanischen Filmemacherin Daisy Long stellt die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein in einer dreiteiligen Dokumentation vor. „Opernführer Audio“: Werkeinführungen mit Hintergrundinformationen zu Musik und Inhalt ausgewählter Stücke des Spielplans sind, gesprochen von der Dramaturgie, als Audio-Files abrufbar. „Romeo & Julia“: Die Premiere zu Boris Blachers Oper war für November geplant. Auf ihrer Webseite gibt die Deutsche Oper am Rhein digitale Einblicke in die Proben, zusätzlich stehen Auszüge aus dem (noch unveröffentlichten) Programmheft bereit. Auch ans junge Publikum ist gedacht: Der digitale Adventskalender der Jungen Oper am Rhein bietet täglich neue kreative Überraschungen für alle Altersgruppen.

Der szenische Abend von Johannes Erath hatte am 2. Oktober Premiere im Opernhaus Düsseldorf (FOTO Monika Rittershaus).  

 

Junge Oper Rhein Ruhr ist Preisträger der „Oper! Awards“ 2020

Die Kooperation der Deutschen Oper am Rhein, des Theater Bonn und der Oper Dortmund wurde für das beste Education-Programm ausgezeichnet  

Düsseldorf/Duisburg, 30. November 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein, das Theater Bonn und die Oper Dortmund sind für ihr Kooperationsprojekt „Junge Opern Rhein Ruhr“ mit dem „Oper! Award“ ausgezeichnet worden. In insgesamt 20 Kategorien würdigen die von der Zeitschrift „Oper!“ initiierten „Oper! Awards“ seit 2019 besondere Leistungen im Bereich Oper. Bedingt durch die Pandemie fand die Preisverleihung am 30. November online statt und ist auf www.oper-awards.com abrufbar.  

Als „vorbildlich“ lobt die Jury die Arbeit der Jungen Opern Rhein Ruhr: Die Deutsche Oper am Rhein, die Oper Dortmund und das Theater Bonn vergeben seit der Spielzeit 2013/14 Kompositions­aufträge für Familienopern, die dann auf den großen Bühnen der drei Häuser gespielt und von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet werden. Zum Repertoire zählen u. a. Jörn Arneckes „Ronja Räuber­tochter“ und James Reynolds „Geisterritter“ sowie Thierry Tidrows „Nils Karlsson Däumling“ als mobile Produktion für Kindergärten.

Für April 2020 war die Uraufführung „Die Kinder des Sultans“ von Avner Dorman und Ingeborg von Zadow an der Oper Dortmund geplant. „Mit unbändiger kreativer Energie haben die Jungen Opern Rhein Ruhr stattdessen digitale Ferien- und Filmprojekte angeboten, die ‚Kreative Pause‘ für Grundschüler entwickelt und Jugendliche zu Opernkomponisten gemacht“, heißt es in der Jury-Begründung.  

„Die Auszeichnung der Jungen Opern Rhein Ruhr unterstreicht die Notwendigkeit und Wirksamkeit unserer gemeinsamen Arbeit. Darüber freuen wir uns außerordentlich“, sagen Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Bernhard Helmich, Intendant der Oper Bonn und Heribert Germeshausen, Intendant der Oper Dortmund.
„Das Theater ist ein wesentlicher Bestandteil der Bildung – nicht nur des Geistes, sondern auch der Herzen und der Sinne. Es ist für Alt und Jung, jenseits von Herkunft oder Bildungsstand, ein lustvoller, nonkonformistischer Spielplan des Lernens. Wir brauchen, jetzt und in Zukunft, die Künste im Einsatz für eine offene und vielfältige Gesellschaft.“  
Szene aus „RonjaRäubertochter“: Anke Krabbe (Birk), Iryna Vakula (Ronja), Tanzensemble und Chor der Deutschen Oper am Rhein (Mattis- und Borkaräuber). FOTO: Hans Jörg Michel

Szene aus der mobilen Produktion „Nils Karlsson Däumling“ bei der Aufführung in einer Duisburger Kita: Anna Neubert (Nisse), Annika Boos (Bertil).  FOTO: Daniel Senzek


Digitaler Adventskalender der Jungen Oper am Rhein  

Düsseldorf/Duisburg, 24. November 2020 - Jeden Tag ein „Türchen“ auf Instagram: Die Junge Oper am Rhein gestaltet einen digitalen Adventskalender mit internationalen Weihnachtsgrüßen von Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Deutschen Oper am Rhein und anderen europäischen Opernhäusern. An einigen Tagen gibt es weihnachtliche Basteltipps aus den Werkstätten, an anderen Musik und szenische Lesungen für Kinder.

An den vier Samstagen im Advent geben Musiker*innen der Düsseldorfer Symphoniker und der Duisburger Philharmoniker, teils mit ihren Kindern, Mini-Konzerte auf der digitalen Bühne: Vier verschiedenen Kammermusik-Ensembles – mal sind es Bläser, mal Streicher, mal Harfen – spielen europäische Weihnachtslieder und umrahmen jeweils eine Weihnachtsgeschichte von Astrid Lindgren. Die von David Graham arrangierten Weihnachtslieder können auch selbst nachgespielt werden: Auf www.operamrhein.de stehen die Noten zum Download bereit, und auch die Mini-Konzerte mit Lesung kann man sich dort noch einmal anschauen.  

Anna-Mareike Vohn, Junge Oper am Rhein: „Mit dem Adventskalender wollen wir unser Publikum durch die Vorweihnachtszeit begleiten, Türen zu europäischen Opernhäusern öffnen und mit kleinen Konzerten zum gemeinsamen Singen und Musizieren anregen.“  

Die Musiktheaterpädagoginnen Dina Wälter und Anna-Mareike Vohn stellen den digitalen Adventskalender der Jungen Oper am Rhein vor - Foto Junge Oper Am Rhein

- Opernpremieren im Dezember
- „First Date“-Dokumentation mit dem Ballett am Rhein online

Düsseldorf/Duisburg, 11. November 2020 - im November ruht der Spielbetrieb, doch hinter den Kulissen darf die Arbeit weitergehen: Die Deutsche Oper am Rhein stellt ihre Opernproduktionen „Romeo und Julia“ und „Meister Pedros Puppenspiel“ fertig und bringt die Stücke bis zur Generalprobe, damit sie Premiere feiern können, sobald es die Situation erlaubt. Darüber hinaus haben die Proben zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“ in einer speziell für die Deutsche Oper am Rhein entwickelten Fassung von Eberhard Kloke begonnen. Stand jetzt kann der Dezember-Spielplan genauso realisiert werden wie geplant. Fünf Premieren stehen auf dem Programm. Wir freuen uns, wenn Sie darüber berichten.    

„Tristan und Isolde“ von Richard Wagner in einer Bearbeitung von Eberhard Kloke für die Deutsche Oper am Rhein  
Tristan und Isolde – unauflöslich sind diese beiden Namen, ihre Herzen, ihre Schicksale miteinander verwoben. Zwei totalitäre Gefühls-Extremisten, die ihre Liebe in einer Radikalität leben, die keinen Raum für andere Menschen lässt und allein in der vollkommenen Selbst­auflösung im Tod ihre Erfüllung finden kann. An jeweils drei aufeinanderfolgenden Abenden präsentiert die Deutsche Oper am Rhein unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober „Tristan und Isolde“ im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg. Speziell für die beiden Häuser, ihre Orchester und ein Weltklasse-Ensemble um Linda Watson und Alexandra Petersamer (Isolde), Michael Weinius und Daniel Frank (Tristan) sowie Hans-Peter König (König Marke) hat der erfahrene Komponist und Dirigent Eberhard Kloke eine feinsinnige Bearbeitung der Partitur vorgenommen.  

In seiner Fassung sind außer dem Hauptorchester im Orchestergraben verschiedene Ensembles im Bühnenraum verteilt. Eine besondere Bedeutung kommt einem Streichensemble mit Englischhorn zu, das sich musikalisch und inhaltlich mit den Protagonisten verbindet. Dies bestimmt auch die Inszenierung von Dorian Dreher: Durch verschiedene Bühnen­ebenen (Bühne und Kostüme: Heike Scheele) ist das Konzept stark räumlich definiert, und das Orchester wird selbst zum Protagonisten. „Hier entsteht etwas Besonderes, sehr Kreatives“, sagt Generalmusik­direktor Axel Kober. „Bei der musikalischen Bearbeitung und allen szenischen Überlegungen ging es uns darum, die Spannungsmomente und den Dialog zwischen innerer und äußerer Handlung nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar zu machen.“

Tristan und Isolde“ – 1. Aufzug

Donnerstag, 03.12.2020, 19.30 Uhr

Opernhaus Düsseldorf

Tristan und Isolde“ – 2. Aufzug

Samstag, 05.12.2020, 19.30 Uhr

Opernhaus Düsseldorf

Tristan und Isolde“ – 3. Aufzug

Sonntag, 06.12.2020, 18.30 Uhr

Opernhaus Düsseldorf

 

Tristan und Isolde“ – 1. Aufzug

Donnerstag, 17.12.2020, 19.30 Uhr

Theater Duisburg

Tristan und Isolde“ – 2. Aufzug

Freitag, 18.12.2020, 19.30 Uhr

Theater Duisburg

Tristan und Isolde“ – 3. Aufzug

Samstag, 19.12.2020, 19.30 Uhr

Theater Duisburg


 

„Meister Pedros Puppenspiel“ – Familienoper von Manuel de Falla

Premiere am Freitag, 4. Dezember, 18.00 Uhr, im Theater Duisburg  

Mit drei Sängerinnen und Sängern, zwei Puppenspielern, einem Orchester und Live-Video präsentiert die Deutsche Oper am Rhein „Meister Pedros Puppenspiel“ als Familienoper. Mit glutvollen spanischen Klängen hat Manuel de Falla ein Motiv aus Cervantes᾿ „Don Quijote“ zum Leben erweckt: Dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt geht während einer Puppenspielaufführung dermaßen die Fantasie durch, dass er mit blanker Waffe die Bühne stürmt… Die luftschlosshafte Wirklichkeit, die Don Quijote irgendwo zwischen Traum und Realität bewohnt, wird von Filmemacher Torge Möller (fettFilm), Regisseurin Ilaria Lanzino und dem Düsseldorfer Marionettentheater in Szene gesetzt. Mit ihrer phantasievollen Umsetzung und einer Spieldauer von 45 Minuten eignet sie sich auch für junge Besucher ab 6 Jahren. Ralf Lange hat die musikalische Leitung.

Alle Aufführungen und weitere Informationen finden Sie hier auf www.operamrhein.de.

 

 

„Vissi d’arte“ – ein szenischer Abend von Johannes Erath

Premiere am Samstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg 

Als Stück der Stunde lässt sich „Vissi d’arte“ betrachten, das die Deutsche Oper am Rhein am 12. Dezember ins Theater Duisburg übernimmt: In einem Kaleidoskop anspielungsreicher Opern­szenen macht Johannes Erath (Konzept, Inszenierung und Ausstattung) nach erzwungener Theaterstille die Wiedereroberung des Bühnen­raums selbst zum Thema. Das Ensemble spielt intensiv bis humorvoll mit dem Abstand, reibt sich an der Erfahrung des Ausgebremstseins, der Sprachlosigkeit und der spürbaren Fragilität der Bühnenkunst und erkundet zu ungewöhnlich arrangierter Musik von Puccini, Verdi, Wagner, Strauss, Offenbach und Gershwin die Leidenschaft, Magie und Sehnsucht, die der Oper inne­wohnen. Unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Wiechert formulieren fünf Solistinnen und Solisten, der Opernchor und die Duisburger Philhar­mo­niker eine vielstimmige „Liebeserklärung an die Opernbühne“.

 


„Masel Tov! (Wir gratulieren!)“ – Kammeroper von Mieczysław Weinberg Premiere am Freitag, 11. Dezember, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg
In der Küche brodelt das Leben. Das ist bei guten Partys so und auch in Mieczysław Weinbergs Kammeroper „Masel Tov!“. Drei Bedienstete und ein fliegender Buchhändler treffen dort während der Vorbereitungen für die Verlobung der Tochter des Hauses zusammen. Es wird geflirtet und gelästert, und mit zunehmenden Alkohol­konsum lassen die Anwesenden auch ihrem Unmut über das Leben als Bedienstete freien Lauf. Spontan ent­spinnt sich neben zarten Annäherungen eine kleine Revolte, und so kommt es nicht nur zu zwei unerwarteten Verlobungen, sondern auch zu einem Todesfall.
Weinberg, den man vor allem in Verbindung mit seiner Oper „Die Passagierin“ kennt, zeigt sich in "Masel Tov!" von seiner komischen Seite, ohne dabei die Melancholie aus den Augen zu verlieren: Klezmermelodien kombiniert mit Walzer-, Polka- und Galopp­formen aus der jiddischen Musiktradition verleihen der Partitur eine ganz eigene Farbe. Regisseur Philipp Westerbarkei setzt das beziehungsreiche Kammerspiel in Szene, Heike Scheele nimmt uns mit detailreicher Bühne und Kostümen mit in die Küche einer herrschaft­lichen Villa des vergangenen Jahrhunderts. Ralf Lange leitet das Sängerensemble und die Duisburger Philharmoniker.    

 

 

„Romeo und Julia“ von Boris Blacher

Premiere am Samstag, 19. Dezember, 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf 

Boris Blachers Vertonung von Shakespeares „Romeo und Julia“ ist nicht nur im zu Vergleich Charles Gounods französischer Oper „Roméo et Juliette“ spannend, die sich seit einem Jahr im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein befindet. Mitten im Zweiten Weltkrieg – die Opernhäuser lagen in Trümmern – schuf Blacher 1943/44 eine Kammeroper, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Er konzentrierte und verdichtete den Stoff auf seine Essenz – auf das Schicksal von Romeo und Julia. Eine tragende Rolle übernehmen dabei der Solistenchor und ein Chansonnier, die das Scheitern dieser großen Liebe immer wieder kommentierend brechen und begleiten. Regisseur Manuel Schmitt, der u.a. bereits bei den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper, am Staatstheater Nürnberg, am Theater Trier und am Musiktheater im Revier inszenierte, erarbeitet mit „Romeo und Julia“ erstmals eine Produktion für die Deutsche Oper am Rhein.

„First Date“-Dokumentation mit dem Ballett am Rhein online
Mit großer Begeisterung ist die von Ballettdirektor Demis Volpi neu formierte Compagnie bei ihren ersten Auftritten in Düsseldorf und Duisburg begrüßt worden. In ihren „First Dates“-Programmen haben die Tänzerinnen und Tänzer einen Vorgeschmack auf das gezeigt, was die neue Ausrichtung des Ballett am Rhein ausmachen wird.  
Erstmals wurden coronabedingt auch die Pausen zwischen den Programmblöcken künstlerisch gestaltet. Dafür hat die in Los Angeles lebende Filmemacherin und Ex-Tänzerin Daisy Long die Compagnie während der ersten Wochen ihres Zusammenfindens mit der Kamera begleitet. In drei etwa viertelstündigen Sequenzen zeigt sie Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein bei der Probenarbeit, beim Training und in kleinen Szenen an poetischen Orten in Düsseldorf und Duisburg. Ergänzt werden die Aufnahmen durch Wortbeiträge, die Daisy Long quer durch die Compagnie gesammelt hat.

Neben Tänzerinnen und Tänzern kommen Ballettmeister*innen, Dramaturg*innen und auch Demis Volpi selbst zu Wort. Gemeinsam formulieren sie ihre Ideen und Ziele für die Compagnie, ihre Motivation, jeden Tag alles zu geben für ihre Kunst. Entstanden ist ein sehr persönliches Kennenlernen der Künstlerinnen und Künstler und ihres Arbeitsalltags, der dem Publikum ansonsten verborgen bleibt.   Mit der Veröffentlichung der drei Teile „A First Date – Die Dokumentation“ lädt das Ballett am Rhein nun auch ein größeres Publikum dazu ein, die Compagnie näher kennen zu lernen und die vorstellungsfreie Zeit tänzerisch zu überbrücken. Der Link zu den Filmen findet sich auf operamrhein.de


BaR Daisy Long Foto Daniel Senzek


Stadt schließt Kultureinrichtungen

Duisburg, 30. Oktober 2020 - Auf Empfehlung des Krisenstabs vor dem Hintergrund der Pandemieentwicklung wird ab sofort der Betrieb städtischer Kultureinrichtungen geschlossen. Dies umfasst neben dem Kultur- und Stadthistorischen Museum und dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ebenso die Konzerte der Duisburger Philharmoniker und den Spielbetrieb des Theaters der Stadt mit Schauspiel, „Säule“ und „Spielkorb“.

Auch die Deutsche Oper am Rhein sagt die im Theater Duisburg vorgesehenen Aufführungen ab. Das Filmforum und das Wilhelm Lehmbruck Museum schließen sich ebenfalls der getroffenen Entscheidung an.

„Der Kaiser von Atlantis“ ab 30. Oktober kostenlos auf OperaVision

Düsseldorf/Duisburg, 30. Oktober 2020 -  Die Deutsche Oper am Rhein macht ein neues Streaming-Angebot: Ab Freitag, 30. Oktober, 19.00 Uhr, ist „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann für sechs Monate in voller Länge kostenfrei über die Online-Plattform wwww.operavision.eu abrufbar. Inszeniert von Ilaria Lanzino und musikalisch geleitet von General­musikdirektor Axel Kober, hatte die Kammeroper am 19. September 2020 im Opernhaus Düsseldorf Premiere.

Die Online-Premiere am Freitagabend wird von einem Live-Chat mit Regisseurin Ilaria Lanzino und Dramaturgin Anna Grundmeier begleitet. Einblick in die Produktion geben auch Backstage-Videos und Interviews mit beteiligten Künstlerinnen und Künstlern.  
In der Hölle des Konzentrationslagers Theresienstadt entwickelte Viktor Ullmann 1943-44 die viel­schich­tige Parabel über absolute Macht und ihre Überwindung: In der maschinisierten Tötungsindustrie des Kaisers Overall von Atlantis sind Harlekin und Tod nur noch Zaun­gäste in einer Welt, „die verlernt hat, am Leben sich zu freuen und des Todes zu sterben“. Als Overall den Krieg aller gegen alle verkündet, sieht sich der Tod endgültig zu einem kleinen Handwerker des Sterbens degradiert und verweigert dem Kaiser fortan den Dienst.  

Die von Ullmann und dem jungen Autor Peter Kien verfasste Botschaft, aufzustehen gegen Unrecht und Unterdrückung, trägt bis in unsere Gegenwart: „Der politische Bezug zur Entstehungszeit ist klar erkennbar, trotzdem weist das Stück weit über seine Zeit hinaus.“, sagt Regisseurin Ilaria Lanzino, die im Januar 2020 mit dem renommierten EOP (Europäischer Opernregie-Preis) ausgezeichnet wurde. Generalmusikdirektor Axel Kober dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker und das hochkarätige Solistenensemble: Emmett O’Hanlon ist Overall, der Kaiser von Atlantis, der den Lautsprecher (Thorsten Grümbel) und den Trommler (Kimberley Boettger-Soller) für seine Propa­ganda instrumentalisiert. Ein Mädchen (Anke Krabbe) und ein Soldat (Sergej Khomov) stehen sinnbildlich zwischen dem Leben (David Fischer als Harlekin) und dem Tod (Luke Stoker).  

 Generalintendant Christoph Meyer: „Das Online-Angebot ist kein Ersatz für die Opernvorstellungen, die im November wegen der erneuten Theaterschließung entfallen müssen, sondern ein zusätzliches Angebot für operninteressierte Zuschauer in aller Welt. Dennoch zeigt sich gerade in der gegenwärtigen Situation, wie sehr wir alle von einem europäischen Netzwerk wie OperaVision profitieren können.“   Unterstützt durch das Creative Europe Programm der EU, vereint OperaVision kostenlos Live-Streams und Video-on-demand von Opernhäusern und Festivals aus ganz Europa und ist mit seiner Bibliothek eins der größten Online-Kulturvermittlungsforen. Der Plattform gehören 29 Partnerinstitu­tio­nen aus 17 Ländern an, darunter die Opernhäuser in Antwerpen, Brüssel, London, Madrid, Stockholm und das Festival d’Aix-en-Provence. Aus Deutschland sind die Deutsche Oper am Rhein und die Komische Oper Berlin vertreten.

Emmett O’Hanlon als Overall, Kaiser von Atlantis - Foto Hans Jörg Michel

 

 

Tanz-Workshops beim Ballett am Rhein

Düsseldorf/Duisburg, 26. Oktober 2020 -  Tanz und das, was dahinter steht, als sinnlich erfahrbares Erlebnis zu vermitteln, ist das Ziel der von Ballettdirektor Demis Volpi neu ins Leben gerufenen Abteilung b*alle*tt am rhein. Altersübergreifend soll von dort aus ein Zugang zur Kunstform Tanz geschaffen werden. Tänzerin und Tanzpädagogin Katharina Kluge (Foto Sigrid Reinich) öffnet ab Samstag, 7. November, mit Tanz-Workshops die Türen des Balletthauses Düsseldorf und des Theaters Duisburg für alle Tanzinteressierten ab 14 Jahren.  

Ab Samstag, 7. November, gibt es beim Ballett am Rhein zu den aktuellen Bühnenprogrammen „Far and near are all around“ und „Entfernte Verwandte“ Tanz-Workshops für alle ab 14 Jahre, die gern selbst aktiv werden und sich der Compagnie auf neue Art nähern möchten. Unter tanzpädagogischer Anleitung von Katharina Kluge lernen die Workshop-Teilnehmer*innen die Bühnenstücke besser kennen, indem selbst getanzt und ausprobiert wird.

Eine tänzerische Vorbildung ist keineswegs erforderlich: Die maximal 12 Teilnehmer*innen pro Workshop machen sich mit Katharina Kluge ganz individuell auf die Suche nach Berührungspunkten und neuen Tanzerfahrungen. Die derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregelungen werden dabei selbstverständlich berücksichtigt.  

Termine im Ballettsaal des Theaters Duisburg: Samstag, 7.  November 11 - 12 Uhr, Samstag, 21. November  11-12 Uhr, Samstag, 5. Dezember   11-12 Uhr            
Termine im Balletthaus Düsseldorf, Merowingerstraße 88: Samstag, 7. November  15-16 Uhr, Samstag, 21. November  15-16 Uhr, Samstag, 5. Dezember  15-16 Uhr

 

 

Ballett am Rhein: Getanzte Nähe und Ferne

Düsseldorf/Duisburg, 14. Oktober 2020 - Das Ballett am Rhein zeigt in seinem neuen Programm „Far and near are all around“ die Uraufführungen „Spectrum“ von Juanjo Arqués und „A simple piece“ von Demis Volpi, die sich auf sehr unterschiedliche Weise dem Thema Nähe und Distanz widmen. Premiere im Opernhaus Düsseldorf ist am Donnerstag, 15. Oktober, um 18.00 Uhr und um 20.15 Uhr, und am Freitag, 30. Oktober, um 20.00 Uhr im Theater Duisburg.  

Opernhaus Düsseldorf - Foto Michael Lübke

Für den Titel des neuen Ballettprogramms „Far and near are all around“ – übersetzt „Umgeben von Ferne und Nähe“ – stand ein Satz aus Caroline Shaws „Partita for 8 Voices“ Pate. Das farbenreiche A-cappella-Stück, für das die amerikanische Komponistin zu einer der jüngsten Pulitzer-Preisträgerinnen gekürt wurde, ist die musikalische Basis für Demis Volpis Uraufführung. Ein Kommentar aus ihrem Vorwort inspirierte ihn zu dem Titel „A simple piece“.

Distanz wahren und sich dennoch als ein sich gemeinsam bewegender Körper verstehen: Analog zu Individualität und Zusammenklang von Stimmen in Shaws Musik lässt Volpi auf der Bühne Bewegungspattern entstehen und auseinandergehen und nutzt die musikalische Struktur des Stücks als weite Landschaft für seine Choreographie.  
Eröffnet wird der Abend mit der Uraufführung „Spectrum“ des in Amsterdam lebenden spanischen Choreographen Juanjo Arqués. Inspiriert von den Erfahrungen des Lockdowns hat er mit dem Ballett am Rhein ein Stück über emotionale Widersprüche, Sehnsüchte und Verlustgefühle entwickelt. Trotz immer dichterer Kommunikation und medialer Vernetzung kämpft vor allem die junge Generation zunehmend mit sozialer Isolation. Diese seltsame Mischung aus Verbundenheit und Einsamkeit nimmt Juanjo Arqués zum Ausgangspunkt für seine Choreographie.

Musikalisches Fundament für „Spectrum“ ist das Streichquartett No.4, Prometheus, des Komponisten Marc Mellits, live gespielt von Musiker*innen der Düsseldorfer Symphoniker bzw. Duisburger Philharmoniker. Sie sind es auch, die die Pause zwischen den beiden Stücken musikalisch überbrücken und mit Caroline Shaws „Ritornello 2“ auf den zweiten Teil des Abends einstimmen.  

A simple piece: Clara Nougué-Cazenave, Pedro Maricato -  FOTO Bettina Stöß

 

Viva l’italianità!

Düsseldorf/Duisburg, 09. Oktober 2020 - Vier hochkarätige Solistinnen und Solisten der Deutschen Oper am Rhein lassen den Belcanto hochleben und drücken in der Musik von Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti und Gioacchino Rossini die großen Gefühle der italienischen Oper aus. Von Dirigent David Crescenzi am Flügel begleitet, geben sie sieben Konzerte in Düsseldorf und Duisburg.

Die neue Reihe beginnt am Sonntag, 11. Okto­ber, 15.00 Uhr, mit Adela Zaharia, Ramona Zaharia, Bogdan Baciu und Bogdan Talos im Opernhaus Düsseldorf. Ovidiu Purcel tritt am Freitag, 23. Oktober, beim ersten Konzert im Theater Duisburg, ins Quartett der vier Solisten.  
Was die Musik Vincenzo Bellinis, Gioacchino Rossinis, Gaetano Donizettis und ihrer Zeitgenossen so besonders macht, sind die ausdauernden, unbeirrbaren Melodiebögen und -linien, die der menschlichen Stimme die Kraft verleihen, noch mit der kleinsten musikalischen Wendung Köpfe zu verdrehen und Herzen zu brechen. Und so steckt das einstündige Programm aus berühmten italienischen Arien und Volksliedern voller Sehnsucht, Leidenschaft und Dramatik.   

Adela Zaharia und Ramona Zaharia, Bogdan Baciu und Bogdan Talos gehören zu den Stars im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein und haben von Düsseldorf und Duisburg aus ihre Weltkarrieren gestartet. Adela Zaharia, die im Sommer 2017 in gleich zwei Kategorien den weltweit re­nommierten „Operalia“-Wettbewerb gewann, wurde in Düsseldorf zuletzt als Elvira (Bellinis „I puritani“), Violetta (Verdis „La traviata“) und Maria Stuarda (in der gleichnamigen Oper von Donizetti) gefeiert und hat sich im Belcanto-Fach einen internationalen Ruf erarbeitet. Ramona Zaharia gab 2019 ein glänzendes Rollendebüt als Dalia in Camille Saint-Saëns französischer Oper „Samson et Dalila“ und ihr Hausdebüt an der Metropolitan Opera in New York.
Bogdan Talos begeisterte mit seinem warmen Bass zuletzt als Sir Giorgio in „I puritani“, der Bariton Bogdan Baciu, der ebenfalls an vielen großen Opernhäusern gastiert, beeindruckte in der Spielzeit 2018/19 u. a. mit seinem Debüt als Gunther in Wagners „Götterdämmerung“. Seinen Part übernimmt ab dem 23. Oktober Ovidiu Purcel. Mit ihm kommt ein Tenor ins Quartett der vier Solisten, so dass sich auch das Programm ein wenig ändert.  

„Viva l’Italianità!“ im Opernhaus Düsseldorf: So 11.10. – 15.00 Uhr / Di 13.10. – 19.30 / So 18.10. – 18.30 Uhr / Mi 28.10. – 19.30 Uhr / Sa 31.10. – 19.30 Uhr „Viva l’Italianità!“ im Theater Duisburg: Fr 23.10. – 19.30 Uhr / So 25.10. – 15.00 Uhr   Weitere Informationen und Tickets (12,– bis 29,– €): Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) und
hier auf www.operamrhein.de.

 

„Schicksalslied“: Erstes Chorkonzert im Theater Duisburg  

Düsseldorf/Duisburg, 06. Oktober 2020 - Der Chor der Deutschen Oper am Rhein gibt am Freitag, 9. Oktober, das erste von vier Konzerten in dieser Spielzeit. Der Chor der Deutschen Oper am Rhein – stimmgewaltig und unverzichtbar in allen großen Choropern – zeigt seine Vielseitigkeit in dieser Saison in einem eigenen Chorkonzert.
Das erste von vier Konzerten findet am Freitag, 9. Oktober, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg statt. Drei weitere Konzerte folgen am 19. Novem­ber im Theater Duisburg sowie am 11. November und 22. Dezember im Opernhaus Düsseldorf. Titelgebend ist das „Schicksalslied“ von Johannes Brahms, das dieser nach einem Gedicht von Friedrich Hölderlin komponierte. Ihm schließen sich Edward Elgars Chor-Preziose „Lux Aeterna“ und Igor Strawinskys „Psalmensinfonie“ an. Den Höhepunkt und Abschluss des Chorkonzerts bilden Leonard Bernsteins legendäre „Chichester Psalms“ in einer Kammerfassung für kleinere Chor- und Instrumentalbesetzung.  

Es ist ein Schicksalslied, das derzeit auf unseren Bühnen gesungen wird. Das gemeinsame Singen, ob im Laien- oder professionellen Opernchor, ist auf unbestimmte Zeit stark eingeschränkt. Trotzdem und gerade deshalb präsentiert sich der Chor der Deutschen Oper am Rhein jetzt mit einem künstlerisch ambitionierten, abwechslungsreichen Programm, das sich mit relativ wenigen Sängerinnen und Sängern auf der Bühne realisieren lässt, klanglich aber trotzdem für einen Opernchor geeignet ist.

Chordirektor Gerhard Michalski: „Johannes Brahms‘ „Schicksalslied“ mit dem sehr schönen Hölderlin-Text über die Menschen, die vom Schicksal hin- und hergeworfen werden, passt in meinen Augen sehr gut auf unsere jetzige Situation – ohne, dass Hölderlin freilich jemals etwas von Corona hätte ahnen können.“ Gerhard Michalski ist der verbindende rote Faden für den Abend wichtig: „Alle vier Werke sprechen von der Hoffnung. Die kann man, wenn man möchte, durchaus auf die aktuelle Lage beziehen.“

Chor der Deutschen Oper am Rhein - Foto Andreas Endermann

Chorkonzert im Theater Duisburg: Fr 09.10 – 19.30 Uhr / Do 19.11. – 19.30 Uhr  Chorkonzert im Opernhaus Düsseldorf:  Mi 11.11. – 19.30 Uhr /  Di 22.12. – 19.30 Uhr    Tickets für alle Aufführungen (12,– bis 29,– €): Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100),
www.operamrhein.de

Forum Freies Theater startet mit Deutscher Oper am Rhein „Das digitale Foyer“

Auftaktveranstaltung zur Zukunft des Theaters am 5. Oktober um 19 Uhr in den FFT Kammerspielen

 

Düsseldorf/Duisburg, 29. September 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein (DOR) und das FFT Düsseldorf (Forum Freies Theater) gehen gemeinsam in die digitale Offensive. Mit dem zunächst auf vier Jahre angelegten Projekt „Das digitale Foyer. Räume der Begeg­nung im Theater der Zukunft“ haben sich FFT und DOR erfolgreich bei der Kulturstiftung des Bundes um eine Förderung in Höhe von rund 816.000 Euro beworben. Die Zusammenarbeit, die auf die Entwicklung und Er­probung innovativer digitaler Strategien zielt, beginnt nun offiziell mit einer ersten Auftaktveranstaltung.

Am Montag, 5. Oktober 2020, um 19 Uhr laden FFT und DOR ein, „Digitale Räume für die darstellenden Künste“ zu erkunden. Geladene Gäste aus Augsburg, Berlin und Tallinn geben kurze Impulse und Einblicke in neue Ansätze und innovative Formate ihrer Arbeit in der digitalen Welt.

 

eˉlektron (https://elektron.art/en/)  aus Tallinn ist eine transdisziplinäre Plattform für die darstellenden Künste, die zur Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wissenschaft geschaffen wurde. elektron.live ist die Bühne von eˉlektron – ein ständig anpassbarer virtueller Raum, der nach den Bedürfnissen von Künstler*innen entwickelt wird. Was gewünscht oder gebraucht wird, findet eˉlektron gemeinsam mit Künstler*innen und Publikum heraus.

 

nota aus Berlin ist eine von Künstler*innen und Programmierer*innen gemeinsam entwickelte Montage­software. Sie bietet spezielle digitale Räume für Probenprozesse oder als virtuelles Archiv. Das Programm simu­liert eine immense Fläche und eine fast unendliche Tiefe, in die man sich hineinbewegen und aus der man auf­tauchen kann. Die Produktionsgemeinschaft nota sieht darin ein technisches, künstlerisches und solidarisches Angebot „an eine unruhige Netzgemeinde“.

Um 19 Uhr laden FFT und DOR in die FFT Kammerspiele (Jahnstraße 3) für kurze Eröffnungsworte und einen Impulsvortrag von Tina Lorenz, Projektleiterin für Digitale Entwicklung am Staatstheater Augsburg, ein. eˉlektron und nota geben im Anschluss Einblicke in ihre Arbeit. Die Veranstaltung wird auch live gestreamt, der passende Link wird vorab auf der Webseite des FFT veröffentlicht.

 

„Das Digitale Foyer“ ist ein vierjähriges Projekt zur digitalen Transformation der Deutschen Oper am Rhein und des FFT Düsseldorf. Gemeinsam mit digitalen Partner*innen begibt sich das Projekt auf die Suche nach neuen Räumen der Begegnung in Oper und Theater der Zukunft. Dabei wird der Fokus auf innovative, digitale Strategien der Vermittlung und Kommunikation in hybriden, künstlerischen Räumen und Foyers unter Ein­bezug der digitalen städtischen Öffentlichkeit gelegt. Das Projekt wird im Fonds Digital der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

 

Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Der Reiz in der Intensivierung der Zu­sammenarbeit zwischen FFT und DOR besteht darin, dass die beiden Theater unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir möchten diese Tatsache nutzen und in regelmäßigen Treffen zusammenkommen, um von den unterschiedlichen Expertisen zu profitieren und neue digitale Kommunikations- und Vermittlungswege, Streamingstrategien, aber auch neue Narrative, Ästhetiken und künstlerische Arbeitsweisen für unser Publi­kum zu entwickeln.“

 

Kathrin Tiedemann, Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin FFT Düsseldorf: „Die Förderung im Fonds Digital kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. In Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein werden wir unsere digitale Strategie, die sich bisher vor allem auf die Auseinandersetzung mit der Generation der Digital Natives konzentriert, ausbauen und praktisch erproben. Die Konzeption eines „digitalen Foyers“, das als Ort der Begegnung auch digitale Praktiken nutzen und anbieten wird, wollen wir in unserer neuen Spielstätte im KAP1 auch praktisch realisieren.“

 

Anmeldung zur Veranstaltung unter tickets@fft-duesseldorf.de

Live-Stream unter www.fft-duesseldorf.de


 

A Kiss for the Opera Hilfe für die Deutsche Oper am Rhein

Kuss-Spenden als Foto oder Clip für die nächste Opernpremiere „Vissi d’Arte“ erbeten  
Düsseldorf/Duisburg, 22. September 2020 - A Kiss for the Opera: Die Deutsche Oper am Rhein freut sich über bildstarke Unterstützung für ihre neue Produktion „Vissi d’Arte – Eine Liebeserklärung an die Opernbühne“ von Regisseur Johannes Erath, dem musikalischen Leiter Wolfgang Wiechert und der Videokünstlerin Bibi Abel. Der szenisch-musikalische Abend, der die Widrigkeiten und Sehnsüchte der Wiedereroberung des Bühnenraumes nach langer Stille spielerisch in den Blick nimmt, hat am 2. Oktober im Opernhaus Düsseldorf Premiere.  

Das Sängerensemble darf sich nicht küssen! Es spielt intensiv bis humorvoll mit dem Abstand und macht die Leidenschaft durch die lang vermisste Musik von Mozart über Verdi, Puccini, Offenbach und Wagner bis hin zu George Gershwin hörbar. Doch dem innigen Moment nach der Liebesarie fehlt eine entscheidende Ingredienz: die Nähe zweier Menschen, die wirklich zueinander kommen dürfen.  

Eine solidarische Hilfe für die Darsteller ist dringend erforderlich: Keusch, innig oder leidenschaftlich – die Oper freut sich über selbstgemachte Kuss-Fotos oder -Videos, einfach als Selfie à deux aufgenommen oder aus der Fotokiste gekramt, um den Abstand von drei Metern für einen kurzen Augenblick überbrücken zu können.  
Einsendungen unter dem Stichwort „A Kiss for the Opera“ nimmt die Pressestelle der Deutschen Oper am Rhein (E-Mail:
t.brill@operamrhein.de) sehr gern bis zum 25. September entgegen. Die Fotos und Videoclips werden in den szenischen Abend „Vissi d’Arte“ eingebettet und auch im Rahmen der Berichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit nur innerhalb von Aufnahmen der Produktion veröffentlicht.  

Ein Kuss für „Vissi d’Arte“ – Foto: Johannes Erath


 

Junge Oper am Rhein gestaltet „Kreative Pausen“ in Grundschulen

Düsseldorf/Duisburg, 14. September 2020 - Zu einer Komposition von Thierry Tidrow, live gespielt von zwei Profi-Musikern, tanzen die Kinder eine kleine Choreographie – Grundschulen können die interaktive 20-minütige Produktion kostenfrei buchen.   Es gehört zu den Kernaufgaben der Jungen Oper am Rhein, in den Schulen Erlebnisräume für das Musik­theater zu öffnen. Weil Opern- und Ballettworkshops zurzeit nur eingeschränkt möglich sind, macht die Junge Oper am Rhein ein neues Angebot: die Kreative Pause von ca. 20 Minuten für Kinder der 1. bis 4. Klasse. Ab sofort können sich Grund- und Förderschulen in Düsseldorf, Duisburg und der Region zu einem der zahlreichen Vormittags­termine anmelden.  

Während der regulären Schulzeit oder in der Pause erkunden die Grundschüler auf dem Schulhof zusammen mit jeweils drei professionellen Künstlern aus dem Orchester, dem Opern- und dem Ballettensemble Klänge und Bewegungen. Die Kinder sind eingeladen, eine kleine Choreo­graphie mitzutanzen. Der Komponist Thierry Tidrow, von dem auch das Stück „Nils Karlsson Däumling“ stammt, hat die Musik geschrieben: „Als ich den Kompositionsauftrag von der Jungen Oper erhalten habe, fand ich es eine spannende Herausforderung, choreographische Bewegungen in meiner Komposi­tion widerzuspiegeln, diese miteinander zu vereinen und so Kindern eine ‚kreative Pause‘ zu ermöglichen.“  

Die Partitur für das 10-minütige Stück kombiniert jeweils ganz verschiedene Instrumente mit verschiedenen Stimmlagen: Ein Sopran trifft auf eine Violine, ein Bariton auf eine Posaune, ein Mezzosporan auf eine Oboe. Mit der jeweils unterschiedlichen Stimm- und Instrumentalbesetzung klingt das Stück in jeder Pause anders. Zu der Musik tanzen die Kinder gemeinsam mit einer Tanzpädagogin des Ballett am Rhein eine kleine Choreographie – das Ganze natürlich unter Wahrung der notwenigen Abstände.  

 „Ich freue mich sehr, dass wir gerade in Zeiten, in denen Schulen und Kinder mit vielen Einschränkungen um­gehen müssen, in der Lage sind, Grundschulen ein kulturelles Programm zu bieten. Durch die großzügige Unterstützung der Ralf und Uschi Kutscheit Stiftung und das Engagement  hauseigener Kräfte konnten wir das Angebot kostenlos halten, so dass grundsätzlich jedes Kind an der ‚kreativen Pause‘ teilhaben kann.“, sagt Projektleiterin Anna-Mareike Vohn.   Anmeldungen nimmt die Junge Oper am Rhein über
schule@operamrhein.de entgeg

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Opernsaison startet mit „Comedian Harmonists in Concert“

Premiere am 11. September im Theater Duisburg und 18. September im Opernhaus Düsseldorf  


Düsseldorf/Duisburg, 07. September 2020 - Parallel zur Premiere „A First Date“, dem ersten Ballettabend unter der neuen Leitung von Demis Volpi, feiert die Deutsche Oper am Rhein am 11. und 18. September auch den Start in die Opernsaison.
„Comedian Harmonists in Concert“, eine Hommage an die großen Stars des Close-Harmony-Gesangs, hat am Freitag, 11. September, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg und schon eine Woche später, am 18. September, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf Premiere. Unter der Leitung von Patrick Francis Chestnut präsentiert ein hochkarätiges Solisten­ensemble die beliebtesten Lieder der Comedian Harmonists. Die Moderation von Dirk Weiler schildert die Geschichte des Ensembles.  

In der funkelnden Glitzerwelt der nachkriegsbewegten 1920er Jahre strahlte der Ruhm der Comedian Harmonists besonders hell: Nach dem Vorbild des amerikanischen Vokal-Quartetts „The Revelers“ begeisterte das sechsköpfige Ensemble mit einer in Deutschland bis dahin unbekannten Mischung aus frechen Unterhaltungsschlagern am musikalischen Puls der Zeit und lupenreinem Harmoniegesang. Mit Hits wie „Veronika, der Lenz ist da“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Wochenend und Sonnenschein“ eroberte es die Konzertsäle Europas.

FOTO Noppadon shutterstock.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten beendete die Erfolgsgeschichte der zur Hälfte jüdisch besetzten Formation. 1935 trennten sich die Comedian Harmonists, doch ihre Musik lebt bis heute fort. In den Rollen der Comedian Harmonists zeigen sich die Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein von einer ganz anderen Seite als in den großen Opern von Puccini, Verdi oder Wagner: „Wir arbeiten sehr filigran, mit Stimmfarben, die sich mit großem Orchester so nicht durchsetzen ließen“, sagt Cornel Frey, der im Sextett die Partie von Ari Leschnikoff übernimmt.

Florian Simson (in der Rolle des Ensemble-Gründers Harry Frommermann) ergänzt: „Es ist wie Seiltanz auf den Stimmbändern. Hinter der Leichtigkeit und Nonchalance der Comedian Harmonists steckt höchste Stimmakrobatik, die ihren Zauber aber nur im Gesamtklang des Ensembles entfalten kann.“  

Karten für die insgesamt 15 Vorstellungen sind im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) und online über
www.operamrhein.de erhäl

tlich.

Saisonstart an der Deutschen Oper am Rhein

Für die Vorstellungen vom 11. September bis 31. Oktober hat der Vorverkauf begonnen


Düsseldorf/Duisburg, 21. Agust 2020 - An der Deutschen Oper am Rhein hat der Vorverkauf für rund 60 Vorstellungen im September und Oktober begonnen. Karten für das Programm im November und Dezember können bereits vorbestellt werden.

„Wir freuen uns, dass wir endlich wieder spielen dürfen“, sagt Generalintendant Christoph Meyer. „Ich bin mir sicher, dass sich die Lust auf unser neu entwickeltes Programm, unsere künstlerische Neugier und die im ganzen Haus spürbare Kreativität auf unser Publikum übertragen.“

 

Mit neun Premieren starten die Oper und das Ballett am Rhein Mitte September in die Saison: Unter dem Titel „A First Date“ stellt sich Ballettdirektor Demis Volpi mit dem neu formierten Ballett am Rhein im Opern­haus Düsseldorf vor. In drei inhaltlich eigenständigen Episoden tanzt die Compagnie Ausschnitte aus Volpis bisherigen Arbeiten und präsentiert dessen erste Miniatur-Uraufführungen mit dem Ballett am Rhein.
Die drei Episoden von „A First Date“ haben vom 11. bis 13. September in Düsseldorf und schon eine Woche später, vom 18. bis 20. Sep­tem­ber, im Theater Duisburg Premiere. Mit „Comedian Harmonists in Concert“ lassen jeweils fünf Solisten aus dem Opernensemble die Musik des weltberühmten Ensembles aufleben. Der moderierte Konzertabend kommt am 11. Sep­tember in Duisburg und am 18. September in Düsseldorf auf die Bühne. Unmittelbar darauf folgt am 19. Sep­tem­ber im Opernhaus Düsseldorf die Premiere von Viktor Ullmanns Oper „Der Kaiser von Atlantis“.

 

Weil die Gesundheit der Besucher*innen und aller Mitarbeiter*innen oberste Priorität hat und die Deutsche Oper am Rhein weiterhin einen aktiven Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten will, finden alle Vorstellun­gen nach Maßgabe der geltenden Schutz-und Hygienemaßnahmen statt. Damit der gebotene Abstand gewahrt wird, wurde die Platzkapazität reduziert:
Im Opernhaus Düsseldorf stehen derzeit rund 460 Plätze, im Theater Duisburg rund 300 Plätze zur Verfügung.
Paare, Familien und Freunde können nebenein­ander sitzen, andere Besucher*innen bleiben auf Abstand, und jede zweite Reihe ist gesperrt. In den Foyers ist eine Mund-Nase-Bedeckung erforderlich, die auf den Sitzplätzen abgenommen werden darf. Zu einem sicheren Kulturgenuss trägt der kontinuierliche Luftaustausch in den Zuschauersälen bei, der in beiden Häusern weit über den Mindestanfor­derungen liegt.

 

Tickets und weitere Informationen: Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62-100), www.operamrhein.de.









Oper und Ballett am Rhein im September & Oktober 2020






Jetzt im Stream: „Siegfried“

Die Deutsche Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker präsentieren den dritten Teil von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ als Live-Mitschnitt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober.

 

Düsseldorf/Duisburg, 3. Juli 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker fügen ihrer 2017 begonnenen intensiven Beschäftigung mit Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ ein weiteres Puzzleteil hinzu: Nachdem im Frühjahr 2020 bereits „Das Rheingold“ und „Die Walküre“ erschienen sind, liegt jetzt der Konzertmitschnitt von „Siegfried“ als Streaming-Angebot vor. Damit ist die Gesamtaufnahme des „Rings“ unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober fast komplett: Am 28. Juli erscheint bei CAvi-music als exklusivem Label-Partner auch der Live-Mitschnitt der „Götterdämmerung“. Die vier Stücke sind über alle weltweit bekannten Streaming- und Download-Plattformen (iTunes, Spotify, Qobuz etc.) abrufbar.

 

Begleitet von den Duisburger Philharmonikern sind in „Siegfried“ hochkarätige Wagner-Interpret*innen und Ensemblemitglieder der Deutschen Oper am Rhein zu hören: Corby Welch gibt den jungen Titelhelden Siegfried, Cornel Frey seinen hinterhältigen Ziehvater Mime. James Rutherford ist der Wanderer, der auf Jochen Schmeckenbecher als Alberich trifft. Linda Watson ist Brünnhilde, Renée Morloc die Urmutter Erda. Lukasz Konieczny kann man als Fafner, Aïsha Tümmler als Waldvogel hören.

 

Der Live-Mitschnitt des gesamten „Rings“ ist im Mai 2019 in der Duisburger Mercatorhalle entstanden. Nach einem großen Wasserschaden im Theater Duisburg konnte der erste – eigentlich szenisch geplante – Ring-Zyklus hier zumindest in konzertanter Form aufgeführt werden. Die vermeintliche Notlösung erwies sich als Glücksfall: In der brillanten Akustik des Konzertsaales fügten sich die Gesangs­stimmen der Solist*innen und der Orchesterklang der Duisburger Philharmoniker zu einem Hörerlebnis, das vom Publikum mit stehenden Ovationen belohnt wurde.

 

Weitere Informationen zur CD und zum Streaming des kompletten „Ring des Nibelungen“ unter Generalmusikdirektor Axel Kober sind hier auf www.operamrhein.de abrufbar.

 

Generalmusikdirektor Axel Kober (FOTO: Susanne Diesner).  

 

Ein Film und ein Buch zum Abschied von Martin Schläpfer

Düsseldorf/Duisburg, 25. Juni 2020 - Zum Abschluss von Martin Schläpfers elfjähriger Leitung des Balletts am Rhein hätte es noch einmal choreographische Meilensteine aus dem reichen Œuvre des Schweizer Künstlers auf der Bühne geben sollen. Auch eine Abschiedsgala stand auf dem Spielplan, um Martin Schläpfer und das Ballett am Rhein, das sich zur nächsten Spielzeit mit Demis Volpi an seiner Spitze neu formieren wird, noch einmal gebührend zu feiern.

Einmal mehr musste die Deutsche Oper am Rhein Kreativität zeigen und auf ein Format umstellen, das auch unter Corona-Bedingungen funktioniert: Statt Live-Event kommt zum Abschied von Martin Schläpfer - Foto Max Brunner - und seiner Compagnie ein Film auf den heimischen Bildschirm, der bis zum 31. August über die Startseite operamrhein.de abrufbar ist.
Auch ein Buch erscheint zum Ende von Schläpfers Direktionszeit in Düsseldorf und Duisburg: In der ungewöhnlichen Künstler-Biographie „Mein Tanz – mein Leben“ nähert sich die Journalistin Bettina Trouwborst in Gesprächen Schläpfers choreographischem Denken und Schaffen an. Das im Henschelverlag erschienene Buch ist ab sofort in den Opernshops und im Buchhandel erhältlich.

 

Der Abschiedsfilm „b.ye“ ist eine gleichermaßen kurzweilige wie tiefgründige Collage aus Tanz und Wortbeiträgen, eine kleine Erinnerungsreise mit Martin Schläpfer durch elf Spielzeiten, durch ein riesiges Repertoire voller choreographischer Schätze und ein sehr persönlicher Abschied von dessen Wirkungsstätten in Düsseldorf und Duisburg. Eine Tanzpremiere der besonderen Art trägt Remus Şucheană bei, der unter geltenden Abstandsregeln mit Tänzerinnen und Tänzern der Compagnie drei kurze Uraufführungen „Living Room 1“, „Sarabande“ und „Living Room 2“ kreiert hat, die in dem Film erstmals zu sehen sind.


Start in die Spielzeit 2020/21

Oper und Ballett am Rhein präsentieren das Programm der ersten vier Monate
(September - Dezember 2020)  

Düsseldorf/Duisburg, 24. Juni 2020 - Am 11. September 2020 startet die Deutsche Oper am Rhein in die neue Spielzeit – aufgrund der Corona-Epidemie allerdings ganz anders als ursprünglich geplant. Innerhalb weniger Wochen hat Generalintendant Christoph Meyer mit seinem künstlerischen Team ein Programm kreiert, das verantwortungsvoll und zugleich mit großer künstlerischer Lust und Neugier mit den aktuellen Anforderungen umgeht. Auch der neue Ballettdirektor Demis Volpi war gezwungen, seine sorgfältig konzipierte erste Saison mit dem Ballett am Rhein noch einmal ganz neu zu denken. Fast jede der 13 Produktionen feiert sowohl in Düsseldorf als auch in Duisburg Premiere. Allein in den ersten vier Monaten der Spielzeit stehen rund 150 Vorstellungen auf dem Spielplan – knapp 100 im Opernhaus Düsseldorf, rund 50 im Theater Duisburg.  

Den komplexen Abstands- und Sicherheitsbestimmungen, denen speziell das Musiktheater durch COVID-19 unterworfen ist, will die Deutsche Oper am Rhein mit Kunst begegnen, die sinnlich, überraschend, intensiv ist. Die 23 kompakten Programme in Oper und Ballett – jeweils nicht länger als 90 Minuten –stehen deshalb bewusst nicht unter dem Vorzeichen der reinen Reduktion, sondern – im Gegenteil – für neue Erzähl­formen, Stücke und Formate. So versteht sich der szenisch-musikalische Abend „Vissi d’Arte“ von Johannes Erath als poetische Wiedereroberung des Bühnenraums. Angesichts der erlebten Fragilität lotet er die unmöglichen Möglichkeiten der Bühnenkunst aus und konzipiert mit Musik von Puccini, Verdi, Wagner, Strauss, Offen­bach und Nat King Cole eine vielstimmige Liebeserklärung an die Oper. Unter musikalischer Leitung von Wolfgang Wiechert kommt sie am 2. Oktober in Düsseldorf und am 26. November in Duisburg zur Premiere.  

Opernbesucher treffen in der kommenden Spielzeit auf Protagonisten, die Nähe suchen und doch nicht zueinander finden können: Die Essenz der großen Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“ kommt in einer Kammeroper von Boris Blacher auf die Bühnen in Duisburg (6. November) und Düsseldorf (19. Dezember). Richard Wagners „Tristan und Isolde“ lässt sich in einer intimen Bearbeitung von Eberhard Kloke für die Deutsche Oper am Rhein realisieren. Mit Weltklasse-Solisten wie Michael Weinius (Tristan), Linda Watson (Isolde) und Hans-Peter König (König Marke) bringen Generalmusikdirektor Axel Kober und Regisseur Dorian Dreher das große Liebesepos an drei aufeinanderfolgenden Abenden zur Premiere in Düsseldorf (3.‑6. Dez.) und Duisburg (17.–19. Dez.).  

Für Bühnenkunst, die unter widrigsten Umständen entstanden ist, steht „Der Kaiser von Atlantis“, Victor Ullmanns vielschichtige Parabel über absolute Macht, Todesangst und ihre Überwindung. Ilaria Lanzino inszeniert den 1943-44 im Konzentrationslager Theresienstadt entstandenen Einakter. Generalmusikdirektor Axel Kober führt durch die Partitur, die als eindringliches Zeugnis des engagierten künstlerischen Widerstands gegen ein tyrannisches Unrechtsregime erhalten geblieben ist.   Die Musik des 20. Jahrhunderts ist im Spielplan stark vertreten: Der jüdisch-polnische Komponist Mieczysław Weinberg spielt in seiner komischen Oper „Masel Tov! Wir gratulieren!“ bissig-humorvoll mit seinen musikalischen Wurzeln.
Als Reminiszenz an die großen Stars des Close-Harmony-Gesangs eröffnet der moderierte Konzertabend „Comedian Harmonists in Concert“ in beiden Städten die Opernsaison. Und für Familien mit Kindern ab 6 Jahren tut sich die Deutsche Oper am Rhein mit dem Düsseldorfer Marionetten­theater zusammen: Manuel de Fallas Kammeroper „Meister Pedros Puppenspiel“ kommt als hinreißendes Stück „Theater auf dem Theater“ in einer Live-Video-Inszenierung von Torge Möller (fettFilm) auf die Bühnen in Düsseldorf (7. November) und Duisburg (4. Dezember).  
Überraschende Begegnungen mit dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein versprechen Chorkonzerte und musikalische Blind Dates, die konzertante Offenbach-Operette „Salon Pitzelberger“, der Belcanto-Abend „Viva l’italianità!“ und ein Silvester-Überraschungskonzert.     

Ballett am Rhein  
Demis Volpi übernimmt ab der kommenden Spielzeit als Ballettdirektor die Leitung des Balletts am Rhein von Martin Schläpfer. Mit seinem Team aus Ballettmeister*innen und Dramaturg*innen stellt er ein Programm vor, das eine Brücke schlägt zwischen Kontinuität und Erneuerung, vertraute Fäden aufnimmt und eigene Sichtweisen zeigt. Auch die Compagnie mischt sich neu: Gut ein Drittel der derzeitigen Tänzer*innen begibt sich mit Demis Volpi auf neue Wege, hinzu kommen 27 Tänzer*innen aus anderen großen Compagnien und erstklassigen Schulen.  

Demis Volpis erstes Programm heißt „A First Date“ und ist – wie der Titel verrät – dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet. In drei inhaltlich eigenständigen Episoden tanzt die Compagnie Ausschnitte aus Volpis bisherigen Arbeiten und präsentiert dessen erste Miniatur-Uraufführung mit dem Ballett am Rhein. Mario Galizzi und José Limón stellen ebenso wie Aszure Barton und Andrey Kaydanovskiy mit kurzen Kreationen weitere Handschriften vor, die das künstlerische Profil des Ballett am Rhein prägen werden. Die erste Episode aus „A First Date“ hat in Düsseldorf am 11. September und in Duisburg am 18. September Premiere.  

Um das oft unsichtbare Phänomen der Vereinsamung in einer medial eng vernetzten Welt geht es in „Far and near are all around“ – übersetzt etwa „Umgeben von Ferne und Nähe“. Juanjo Arqués, seit 2016 als Young Creative Associate für das Het Nationale Ballet Amsterdam tätig, wagt mit seiner ersten Kreation für das Ballett am Rhein einen Blick hinter scheinbar schützende Fassaden. Die zweite Uraufführung des Abends choreografiert Demis Volpi zu Caroline Shaws „Partita for 8 Voices“. Premiere in Düsseldorf ist am 15. Oktober, am 30. Oktober kommt das Programm auf die Duisburger Bühne.  
Als „Entfernte Verwandte“ offenbaren sich Hans van Manen und Sharon Eyal erst auf den zweiten Blick. Es ist nicht ihr Stil, sondern ihr Bekenntnis zur Präzision, zur akkuraten, kompromisslosen Geste und ihre Verwurzelung im klassischen Ballett, die sie teilen. Mit „Dances for Piano“ und „Solo“ kommt Vertrautes auf die Bühnen in Düsseldorf und Duisburg, „Salt Womb“ indes ist das erste Stück der renommierten israelischen Choreografin, das vom Ballett am Rhein gezeigt wird. Am 13. November hat der Abend in Duisburg Premiere, am 20. November in Düsseldorf.  

Die erste abendfüllende Uraufführung von Demis Volpi steht am 12. Dezember im Opernhaus auf dem Spielplan. Volpi ist ein Künstler, der von Erzählungen fasziniert ist und der in seinen Balletten mit Körpern und mit Bewegungen Geschichten erzählt. Für sein erstes Handlungsballett mit dem Ballett am Rhein setzt er sich mit einem Schauspiel auseinander.  
„Über Grenzen – Prometheus aus Licht“ heißt die Kooperation des Ballett am Rhein mit der Tonhalle Düsseldorf, die den Grundstein legt für weitere Zusammenarbeiten mit verschiedenen Kulturinstitutionen. Zu Beethovens „Die Geschöpfe des Prometheus“ entwickelt mit der jungen aufstrebenden Choreographin Virginia Segarra Vidal eine Künstlerin aus den eigenen Reihen ein Stück, zu dem die Medienkünstler Nick und Clemens Prokop (Trust Your Ears) den Raum mit einer spektakulären Lichtinszenierung bespielen.  
Als weiteres Novum präsentiert sich der Vermittlungsbereich B*alle*tt am Rhein. Er lädt mit kreativen Angeboten Interessierte jeden Alters dazu ein, die Arbeit der Compagnie aktiv kennen zu lernen.   

Das Spielzeitheft mit dem Programm von September bis Dezember 2020 ist ab 24. Juni im wiedereröffneten Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg erhältlich und online auf
www.operamrhein.de zu finden (siehe https://www.operamrhein.de/de_DE/spielzeit-2020-21).  

 Für alle Vorstellungen sind schriftliche, telefonische und Online-Reservierungen möglich, die erst zu späteren Zeitpunkten in Buchungen umgewandelt werden können. So schafft die Deutsche Oper am Rhein die Voraussetzung, die Platzkapazität den jeweils geltenden Abstandsregelungen anzupassen.   Weitere Informationen: Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62-100),
www.operamrhein.de.

Digitale Fotoausstellung zu Martin Schläpfer

Düsseldorf/Duisburg, 19. Juni 2020 - Zum Abschluss seines elfjährigen Schaffens in Düsseldorf und Duisburg zeigt die Deutsche Oper am Rhein in Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln eine Retrospektive zu Choreographien von Martin Schläpfer. Gert Weigelt, der seit vielen Jahren die Arbeit des Choreographen und Ballettdirektors mit der Kamera begleitet, hat Augenblicke festgehalten, die die beeindruckende Vielfalt des Schläpferschen Oeuvres lebendig werden lassen.
Den Ausstellungsmachern ging es jedoch nicht nur darum, Impressionen aus verschiedenen Werken zu zeigen, sondern in der Kombination von Fotos und Zitaten Schläpfers choreographisches Denken sichtbar zu machen. „Von den Kraftfeldern zwischen Mensch und Körper“ heißt die vom stellvertretenden Leiter des Deutschen Tanzarchivs, Thomas Thorausch, und Dramaturgin Anne do Paço kuratierte Ausstellung, die ursprünglich mit der Premiere von Schläpfers 43. Programm – b.43 – im Theater Duisburg gezeigt werden sollte, um zur b.44 Premiere ins Opernhaus Düsseldorf zu wandern.

Durch die vorzeitige Saisonbeendigung wurde aus dem analogen Konzept ein digitales. Unter www.kraftfeld-mensch-koerper.de präsentiert sich die Ausstellung jetzt der Öffentlichkeit und lädt zu einer sinnlichen, mit vielen Zitaten kommentierten Reise durch elf Jahre Tanzkunst ein. Eine Choreographie als Bewegung gewordener Ausdruck trägt stets das Nachsinnen ihres Schöpfers über den Körper und dessen Ausdrucksmöglichkeiten in sich. Doch nur selten finden Gedanken und Betrachtungen eines Choreographen den Weg in die Öffentlichkeit.

Die Ausstellung „Von den Kraftfeldern zwischen Mensch und Körper“ möchte dies versuchen: Martin Schläpfers Gedanken zum Tanz begegnen einer Auswahl von Bilderfolgen des Fotografen Gert Weigelt. Auf ganz eigene Art regt die Kombination zum Verständnis der Tanzkunst an und lässt gleichzeitig das Schaffen Martin Schläpfers für das Ballett am Rhein Revue passieren.

 Martin Schläpfer: b18-Sinfonien – Alexander McKinnon, Marlúcia do Amaral, Alexandre Simões © Gert Weigelt

Ensemblemitglieder der Deutschen Oper am Rhein geben Mini-Konzerte in Innenhöfen von Pflegeeinrichtungen in Duisburg und Düsseldorf

Düsseldorf/Duisburg, 16. Juni 2020 - Nie waren Künstler*innen mit ihrer Musik so gerne draußen wie in diesen Tagen. Präsent sein, auftreten, Freude bereiten – das ist im kleinen Rahmen und unter freiem Himmel endlich wieder möglich. Mit Mini-Konzerten in Innenhöfen von Duisburger und Düsseldorfer Pflegeeinrichtungen möchten Ensemblemitglieder der Deutschen Oper am Rhein die Kunst zu Menschen bringen, die von der Isolation in der Corona-Krise in besonderem Maße betroffen waren.  

Die Reihe startet bereits am heutigen Dienstagnachmittag: Kimberley Boettger-Soller (Mezzosopran), Torben Jürgens (Bass) und Dagmar Thelen (Piano) geben um 15 Uhr ein etwa 15-minütiges Konzert im Seniorenzentrum im Wohndorf Laar. Ein unterhaltsames Repertoire aus Operette und Oper steht auch am Mittwoch, 17. Juni, um 15 Uhr auf dem Programm, wenn Anke Krabbe (Sopran), Dmitri Vargin (Bariton) und Dagmar Thelen (Piano) im AWO Seniorenzentrum Lene Reklat in Duisburg-Rheinhausen zu Gast sind.  

Zwei weitere Mini-Konzerte folgen bis Ende Juni: Am Donnerstag, 18. Juni, 15 Uhr, musizieren Heidi Elisabeth Meier (Sopran) und Andrés Sulbarán (Tenor) gemeinsam mit dem Pianisten Wolfgang Wiechert im AWO Seniorenzentrum Ernst Ermert in Duissern. Den musikalischen Schlusspunkt setzen Romana Noack (Sopran), Torben Jürgens (Bass) und Dagmar Thelen (Piano) am Mittwoch, 24. Juni, 15.30 Uhr im Pflegeheim der Diakonie im Stammhaus Kaiserswerth.

Mittsommer-Operngala live im Autokino

Die Deutsche Oper am Rhein feiert das erste große Opern-Event nach dem Corona-Lockdown   Premiere im Autokino

Düsseldorf/Duisburg, 4. Juni 2020 - Nach drei Monaten coronabedingter Spielpause feiert die Deutsche Oper am Rhein am Freitag, 19. Juni, um 22.00 Uhr das erste große Opern-Event auf dem Messeparkplatz P1 im Autokino Düsseldorf. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober präsentieren sieben Stars aus dem Opernensemble, die Düsseldorfer Symphoniker und Mitglieder des Chors der Deutschen Oper am Rhein eine stimmungsvolle Mittsommernacht mit Arien und Ausschnitten aus beliebten Opern wie „Carmen“, „Il barbiere di Siviglia“, „La traviata“ und „Nabucco“.

Das Live-Erlebnis wird von der Bühne auf die große Kino-Leinwand, der Klassik-Sound ins Autoradio übertragen. Die Deutsche Oper am Rhein realisiert diesen Opernabend dank der Unterstützung ihres Freundeskreises und in Zusammenarbeit mit D.LIVE als städtischem Betreiber des Autokinos. Mehr als 70 Mitwirkende sind auf der Bühne und im Orchester dabei – 500 Autos mit maximal fünf Personen finden Platz.
Tickets für 50 € pro Auto sind ausschließ­lich online über
www.autokino-duesseldorf.de und www.operamrhein.de erhältlich. Sollte es regnen, findet das Konzert trotzdem statt – mit einer Schlechtwetter-Variante ist vorgesorgt.  

Sieben Stars aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein präsentieren ein „Best of“ der Opernliteratur, darunter die große Arie der Violetta aus Verdis „La traviata“, gesungen von Adela Zaharia, Szenen aus Bizets leidenschaftlicher „Carmen“ mit Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén und Bogdan Baciu und virtuose Höhepunkte aus Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ und Donizettis „Linda di Chamounix” mit Maria Kataeva, Elena Sancho Pereg und Bogdan Taloş. Schließlich stimmt der Chor der Deutschen Oper am Rhein Verdis „Va, pensiero“ und gemeinsam mit Eduardo Aladrén das berühmte „Nessun dorma“ von Puccini an.  

Autokino Duesseldorf FOTO DLIVE


„Die Idee zur ‚Operngala im Autokino‘ kam mir spontan, als ich vor kurzem als Besucher im Autokino war“, sagt Generalinten­dant Christoph Meyer, „eine außergewöhnliche Location mit toller Atmosphäre! Für uns alle sicher eine völlig neue, spannende Erfahrung und Herausforderung, aber in diesen besonderen Zeiten gilt es auch Neues zu wagen, und wir freuen uns sehr darauf, auf diese Weise gemeinsam mit den Zuschauern unsere Solisten, unseren Chor und die Düsseldorfer Symphoniker wieder live mit großer Oper erleben zu können.“  
Solange eine Rückkehr auf die Bühne des Opernhauses noch nicht möglich ist, wird die Zeit dort unter anderem für die Erneuerung der Bühnentechnik und der Inspi­zienten­anlage genutzt. Das der aktuellen Situation ange­pass­te Programm zum Saisonstart im September stellt die Deutsche Oper am Rhein in der letzten Juni-Woche vor.  

 Junge Oper am Rhein: Seemannsgarn

Düsseldorf/Duisburg, 22. Mai 2020 - Unter dem Titel „Seemannsgarn“ startet die Junge Oper am Rhein ein neues Animations­filmprojekt für 10-bis 14-Jährige. Im Zentrum steht Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“. Die Teilnehmer*innen arbeiten digital zu Hause und treffen sich regelmäßig in Videokonferenzen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bis zum Start am 27. Mai nimmt die Junge Oper am Rhein über jungeoper@operamrhein.de noch Anmeldungen entgegen.

Das stürmische Meer, ein jahrhundertalter Fluch und ein schicksalsschweres Versprechen: Richard Wagners spannendes und bildgewaltiges Musikdrama „Der fliegende Holländer“ steht im Zentrum des Animations­filmprojekts „Seemannsgarn“.

Zusammen mit zwei Filmprofis entwickeln die Teilnehmer*innen einen actionreichen Filmtrailer zu der Oper. Dabei sind sie sowohl für das Storyboard, das Zeichnen der Hinter­gründe und die Figurengestaltung als auch für die Synchronisation des Films zuständig. Mit Hilfe von Filmemacher Jo Alexander Berg und Animationskünstler Frédéric Dupont werden die Bilder und Skulpturen lebendig. Dafür benötigen die Teilnehmer*innen einen Computer, ein Tablet oder Smartphone mit Kamera- und Audiofunktion. Mit einer Online-Premiere am 24. Juni wird der Abschluss des Projekts gefeiert, das die Deutsche Oper am Rhein in Kooperation mit dem Kulturrucksack NRW Duisburg veranstaltet.

 

Ballett am Rhein mit Martin Schläpfers „Forellenquintett“ online schauen

Düsseldorf/Duisburg, 15. Mai 2020 - Das ZDF und der Kultursender ARTE stellen einen weiteren Meilenstein aus Martin Schläpfers vielfältigem Repertoire zur Verfügung: Ab Samstag, 16. Mai ist für vier Wochen Schläpfers „Forellenquintett“ zur gleichnamigen Komposition von Franz Schubert kostenlos auf operamrhein.de abrufbar.  Der Film von Roger Bisson ist das Ergebnis einer aufwändigen ZDF-Fernsehproduktion, die im September 2012 im Theater Duisburg aufgezeichnet wurde: Das Ballett am Rhein tanzte allein für die Kameras, die sich mit den Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne bewegten. Heiterkeit und Leichtigkeit treffen auf Melancholie und Skurriles – die besondere Nähe der Kameras sorgt dabei für ein verblüffend lebendiges Balletterlebnis.

 

Martin Schläpfers Publikumserfolg „Forellenquintett“ spielt in einem Wald, in einer Märchenwelt, die an Shakespeares Sommernachtstraum erinnert. Die Bühne von Keso Dekker gleicht einem geheimnisvoll schimmernden Ort, der zu einem Treffpunkt unterschiedlichster Gestalten wird. Liebespaare begegnen sich und wechseln in rasantem Tempo die Partner. Sonderlinge, Kobolde und Elfen treten auf, und immer wieder blitzen auch Erinnerungen an Franz Schubert auf, liegt der Duft des Wiener Waldes im Raum oder die ausgelassene Fröhlichkeit eines Heurigen. Zwischen einem Angler und seiner Forelle entspinnt sich eine Beziehung voll brutaler Zärtlichkeit, ähnlich skurril wie der Versuch des Dichters Schubart, sein später so bekanntes Gedicht „Die Forelle“ zu schreiben.

 

Martin Schläpfer: „Forellenquintett“

Von 16. Mai bis 13. Juni kostenlos über operamrhein.de

Eine Produktion von ZDF/ARTE

 

Deutsche Oper am Rhein sagt Programm bis Ende der Saison ab

Wiederaufnahme des Spielbetriebs soll im September 2020 erfolgen

 

Düsseldorf/Duisburg, 12. Mai 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein sagt in Absprache mit den kommunalen Entscheidungsträgern ihr Programm im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg bis zum Ende der laufenden Saison als Folge der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ab. „Wir mussten natürlich damit rechnen, dass angesichts der geltenden Sicherheitsbestimmungen ein Wiedereinstieg in den Repertoire-Betrieb in dieser Spielzeit nicht mehr möglich sein wird – es schmerzt uns dennoch sehr.
 Besonders bedauern wir, dass auch die Abschiedsvorstellungen von Martin Schläpfer und dem Ballett am Rhein von der Absage betroffen sind. Aber von dem Virus geht nach wie vor eine große Bedrohung aus, wir nehmen das sehr ernst. Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer Zuschauerinnen und Zuschauer hat Vorrang“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer.

 

Es werden unterdessen Möglichkeiten geprüft, dem Publikum noch im Juni ein Live-Erlebnis im anderen Format zu bieten. Zudem wird das digitale Angebot auf www.operamrhein.de und den Social-Media-Kanälen des Hauses laufend erweitert und aktualisiert.  Für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im September entwickelt die Deutsche Oper am Rhein derzeit verschiedene Programmszenarien.
„Wir hoffen, unseren seit langem vorbereiteten Spielplan realisieren zu können. Wenn nicht, werden wir eine spannende Alternative bieten“, so Meyer. Noch im Juni soll das Programm für die ersten Monate der Saison 2020/21 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit den von den Vorstellungsabsagen im Juni betroffenen Karteninhabern und –inhaberinnen zwecks Stornierung in Verbindung, bittet jedoch angesichts der Vielzahl der betroffenen Vorstellungen und damit verbundenen Buchungen um etwas Geduld.

 

Martin Schläpfers „Petite Messe solennelle“ als Stream

Düsseldorf/Duisburg, 22. April 2020 - Das ZDF stellt ab Freitag, 24. April, für vier Wochen Martin Schläpfers „Petite Messe solennelle“ zur gleichnamigen Komposition von Gioacchino Rossini als kostenlosen Stream zur Verfügung. Schläpfers vielschichtige Choreografie zu dem musikalischen Juwel aus Rossinis Spätwerk wurde 2017 im Opernhaus Düsseldorf uraufgeführt.

Mit der spielerischen Distanz seines fortgeschrittenen Alters kombiniert der italienische Komponist in seiner alles andere als kleinen Messe Opernhaftes mit zutiefst Religiösem und verschränkt mondäne Tanzmusikanklänge mit einer eigentümlichen Nachdenklichkeit.

„Mich interessiert das poröse Gestein zwischen Leben und Gelebtem, Geistigem und Göttlichem, Niedrigem und Hohem, Tanz, Theater, Poesie und Commedia dell’arte“, sagte Martin Schläpfer über seine Uraufführung, die in der Regie von Peter Schönhofer für ZDF/3sat aufgezeichnet wurde und im 3Sat Festspielsommer 2017 erstmals ausgestrahlt wurde.
Auf www.operamrhein.de steht die Fernsehaufzeichnung nun bis zum 15. Mai kostenlos zur Verfügung.
Der Künstler Florian Etti schuf einen assoziativen Bühnenraum zwischen Kathedrale und Marktplatz und entwarf die Kostüme für die 43 Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein. Für seine Choreografie wählte Martin Schläpfer Rossinis ursprüngliche Fassung der „Petite Messe solennelle“ mit einer ungewöhnlichen Besetzung aus Gesangssolisten, Chor, zwei Klavieren und Harmonium.

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober sind Morenike Fadayomi (Sopran), Katarzyna Kuncio (Alt), Corby Welch (Tenor) und Günes Gürle (Bass) zu erleben. Auf historischen Pleyel-Flügeln interpretieren Wolfgang Wiechert und Dagmar Thelen Rossinis Komposition, Patrick Francis Chestnut spielt das Harmonium, es singt der Chor der Deutschen Oper am Rhein unter der Leitung von Gerhard Michalski. Martin Schläpfer: „Petite Messe solennelle“ Von 24. April bis 15. Mai kostenlos über operamrhein.de
Eine Produktion von ZDF/3sat für den 3sat-Festspielsommer 2017

b32_Petite Messe_solennelle 07 FOTO Gert Weigelt.

Deutsche Oper am Rhein sagt Vorstellungen bis 31. Mai ab

Düsseldorf/Duisburg, 17. April 2020 - Nach Absprache mit den kommunalen Verantwortlichen sagt die Deutsche Oper am Rhein weitere Vorstellungen in Düsseldorf und Duisburg vorerst bis zum 31.Mai 2020 ab. Neben zahlreichen Repertoirevorstellungen betrifft das auch die beiden letzten für diese Spielzeit geplanten Premieren: das Ballettprogramm „b.44“, das die letzte Produktion des Balletts am Rhein unter der Leitung von Martin Schläpfer und Remus Şucheană gewesen wäre, fällt aus, während die für den 29. Mai geplante Opernpremiere von Verdis „Macbeth“ auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.

In Absprache mit dem Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein wird überdies die Operngala am 19. Juni abgesagt. Da laut Erlass des Kultusministeriums Schulausflüge bis Ende des Schuljahres untersagt sind, entfallen des Weiteren sämtliche Vorstellungen von „Gold“, „Ronja Räubertochter“ sowie  „Zauberflöte für Kinder“.

„Der Kampf gegen das Corona-Virus ist längst noch nicht vorbei“, sagt Generalintendant Prof. Christoph Meyer. „Die Politik hat in diesen Tagen unmissverständlich klar gemacht: Auch wenn die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erste Erfolge zeigen und einzelne Restriktionen im öffentlichen Leben gelockert werden können, so werden wir dennoch in den nächsten Wochen auf vieles von dem verzichten müssen, was den Alltag lebenswert macht. Unsere künstlerische Arbeit in Oper und Ballett gehört leider dazu.“

 

Um auch während der Corona-Pause mit ihrem Publikum im Kontakt zu bleiben, stellt die Deutsche Oper am Rhein auf ihrer Website und in den Sozialen Medien ein umfangreiches Online-Angebot zur Verfügung. Überregionale Beachtung verzeichnet beispielsweise der „Ring“-Talk von Generalmusikdirektor Axel Kober und Spielleiter Dorian Dreher, die während der Ostertage wegen der Absage des „Ring“-Zyklus‘ mit ihrer digitalen Talkshow für ein kleines Ersatzprogramm gesorgt haben. Wegen des großen Interesses stellen sie sich in einer fünften Folge ab Mittwoch, 22. April, den Fragen des Publikums.

 

Opernitalienisch“ heißt die Sprache, die man ab Montag, 20. April, in einem Online-Workshop der Deutschen Oper am Rhein lernen kann. In ihr steckt die brodelnde Dramatik der italienischen Opern von Rossini, Verdi und Puccini: Verführung und Leidenschaft, Treueschwüre und Eifersucht, Intrigen und Verrat. Ilaria Lanzino, Spielleiterin und Regisseurin an der Deutschen Oper am Rhein, wird den Wort-Schatz des italienischen Opernvokabulars zusammen mit den Zuschauern heben und speziellen Begriffen auf den Grund gehen, so dass der nächste Opernbesuch noch mehr Spaß macht.

 

Halb acht – gute Nacht“ heißt es ab Donnerstag, 23. April, 19.30 Uhr auf www.operamrhein.de: Sieben Solist*innen aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein haben Schlaflieder aus ihren Heimatländern aufgenommen. In aller Einfachheit und ihrer Muttersprache singen Liana Aleksanyan, Luiza Fatyol, Maria Kataeva, Anke Krabbe, Katarzyna Kuncio, Florian Simson und Richard Šveda Gutenachtlieder für Kinder und Erwachsene.

 

Die Junge Oper hat zahlreiche Rezepte „gegen die Corona-Langeweile“ parat. An ihrem digitalen Ferien-Projekt „Opernmacher – Die Kurzfilmausgabe“ nehmen zurzeit mehr als 70 Kinder teil, darunter ein Kinderchor aus Venezuela.

 

Zum kostenlosen Streaming-Angebot der Deutschen Oper am Rhein gehören darüber hinaus Aufzeichnungen von Opern- und Ballettaufführungen der Deutschen Oper am Rhein. Online sind derzeit Martin Schläpfers Ballett „Schwanensee“ und Georg Friedrich Händels Barockjuwel „Xerxes“ in der Inszenierung von Stefan Herheim. Weitere Aufzeichnungen werden folgen.

Vierteilige, digitale Talkreihe zum „Ring des Nibelungen“

Düsseldorf/Duisburg, 6. April 2020 - Generalmusikdirektor Axel Kober und Spielleiter Dorian Dreher unterhalten sich mit ihren Gästen über den „Ring am Rhein“. Der Video-Talk beginnt am Dienstag, 7. April, um 19.30 Uhr auf www.operamrhein.de mit einer Gesprächsrunde zu „Das Rheingold“.

 

Anders als geplant, steigt Generalmusikdirektor Axel Kober rund um Ostern nicht in den Orchestergraben des Düsseldorfer Opernhauses, um Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ zu dirigieren. Anders als geplant, steht auch Spielleiter Dorian Dreher nicht auf der Seitenbühne, um die Darsteller sicher durch die vier Vorstellungen zu lotsen. Weil der Theatervorhang geschlossen bleiben muss, laden die beiden Kenner und Liebhaber des „Rings“ ihr Publikum zu Gesprächen über Wagners Opus Magnum ein.
An allen vier Vorstellungstagen unterhalten sich Axel Kober und Dorian Dreher mal zu zweit, mal mit hochkarätigen Überraschungsgästen über „Das Rheingold“ (ab Dienstag, 7. April, 19.30 Uhr), „Die Walküre“ (ab Donnerstag, 9. April, 18.00 Uhr), „Siegfried“ (ab Samstag, 11. April, 17.00 Uhr) und „Götterdämmerung“ (ab Montag, 13. April, 17.00 Uhr). Gestreamt werden die Gespräche aus den heimischen vier Wänden, wo Axel Kober am Flügel auch musikalische Motive aus dem „Ring“ anspielt. Abrufbar sind die Video-Talks auf www.operamrhein.de.

 

In der ersten Folge über „Das Rheingold“ erkunden Axel Kober und Dorian Dreher den Grund des Rheins, um der seltsamen Sprache der Rheintöchter zu lauschen und das sagenumwobene „Rheingold“ zu bergen. Gemeinsam mit ihrem Talkgast steigen sie in Nibelheims Tiefen hinab und sprechen unter anderem über die besonderen Herausforderungen, die Richard Wagner an Musik und Szene stellt.

 Generalmusikdirekor Axel Kober (FOTO: Susanne Diesner)

OPERNMACHER – DIE KURZFILMAUSGABE

Ein digitales Osterferienprojekt für Kinder von 8 bis 12 Jahren

 

Düsseldorf/Duisburg, 03. April 2020 - Am Montag beginnen die Osterferien, und fest steht: Sie verlaufen für die meisten anders als geplant. Kindern, die jetzt viel Zeit zu Hause verbringen müssen, bietet die Junge Oper am Rhein kurzfristig ein neues Kreativ­projekt an. „Opernmacher – die Kurzfilmausgabe“ ist der kleine Ableger des bereits gestarteten Musiktheaterprojekts „Opernmacher 2.0“:

Kinder zwischen 8 und 12 Jahren können sich zu drei verschiedenen Digitalwerkstätten anmelden.
In einer Erzähl-, einer Musik- und einer Kreativwerkstatt entstehen die Zutaten für einen aus eigenen Bildern animierten und mit eigenen Tönen unterlegten Film. Entwickelt wird er zu Hause – der Austausch erfolgt über Videokonferenzen unter professioneller Anleitung und ganz ohne Ansteckungsgefahr. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldungen nimmt die Junge Oper am Rhein über jungeoper@operamrhein.de entgegen.

 

Unter Anleitung von Sascha Pranschke – er ist Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben – überlegen sich die Teilnehmer der zweitägigen ERZÄHLWERKSTATT gemeinsam eine Fantasiegeschichte, ausgehend von der aktuellen Situation: Was passiert, wenn die Schulen noch länger geschlossen bleiben oder das Klopapier tatsächlich zur Neige geht?

Witz, Fantasie und Ideen sind gefragt, wenn es darum geht, eine gute Story zu entwickeln. In der MUSIKWERKSTATT entsteht unter Anleitung des Komponisten und Kompositionslehrers David Graham eine Klangwelt zu der Geschichte: Ob mit Haushaltsgeräten oder dem Kinderchor der Deutschen Oper am Rhein – alles ist möglich. Wer lieber gestalterisch kreativ wird und die Geschichte bebildern möchte, kann sich zur KREATIVWERKSTATT unter Leitung der Illustratorin Elisa Kuzio anmelden. Aus den Werkstatt-Ergebnissen entsteht ein animierter Film, der mit der eigenen Musik unterlegt ist.

 

Die Erzählwerkstatt startet am Mittwoch, 8. April, um 11.00 Uhr, die Musikwerkstatt am Dienstag, 14. April, um 12.00 Uhr, die Kreativwerkstatt am Donnerstag, 16. April, um 11.00 Uhr. Über die Folgetermine verständigen sich die Gruppen untereinander. Die Teilnehmer*innen benötigen einen Computer, ein Tablet oder Smartphone mit Kamera- und Audiofunktion. Die Anmeldung zu einer der drei Werkstätten erfolgt über jungeoper@operamrhein.de. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils zehn Kinder begrenzt, die Teilnahme kostenfrei.

FOTO: Anna-Mareike Vohn, Bearbeitung: Elisa Kuzio

Die Deutschen Oper am Rhein trauert um Zoltán Peskó

Der ehemalige Generalmusikdirektor ist im Alter von 83 Jahren verstorben

 

Düsseldorf/Duisburg, 2. April 2020 - Die Deutsche Oper am Rhein trauert um ihren ehemaligen Generalmusikdirektor Zoltán Peskó.

Der am 15. Februar 1937 in Budapest geborene Dirigent ist am 31. März 2020 in seiner ungarischen Heimatstadt verstorben.

 

Zoltán Peskó kam zu Beginn der Spielzeit 1996/97 zusammen mit Generalintendant Tobias Richter an den Rhein. Seine große internationale Erfahrung war vor allem beim Aufbau eines neuen Ensembles und der Entdeckung neuer junger Künstler gefragt. Unter Peskós musikalischer Leitung stand die Eröffnungsproduktion im Opernhaus Düsseldorf, Mozarts „Don Giovanni“, ebenso wie der erste Ballettabend mit zwei Choreographien des neuen Ballettdirektors Youri Vàmos zu Musik von Béla Bártok („Der holzgeschnitzte Prinz“ und „Der wunderbare Mandarin“).

 

Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit in Düsseldorf und Duisburg zählten die großen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart („Così fan tutte“ in der Inszenierung von Tobias Richter in der Spielzeit 1998/99), Giuseppe Verdi („La traviata“ und „Otello“) und Richard Wagner („Tristan und Isolde“). Darüber hinaus galt Zóltan Peskó als Spezialist für zeitgenössische Musik: „Bestens vernetzt und persönlich bekannt mit den wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen Musikszene war ihm gerade die Musik des 20. Jahrhunderts ein besonderes Anliegen“, erinnert sich Tobias Richter. Im Opernhaus Düsseldorf dirigierte Peskó in der Saison 1997/98 die deutsche Erstaufführung von Giorgio Battistellis „Orchesterprobe“ in der Inszenierung von Chris Alexander.

 

Als zu Beginn der Spielzeit 1998/99 John Fiore das Amt des Generalmusikdirektors übernahm, blieb Zoltán Peskó der Deutschen Oper am Rhein als Gastdirigent verbunden. Tobias Richter, der noch 2011 als Intendant des Grand Théâtre de Genève mit ihm zusammenarbeitete, würdigt die große Leidenschaft und Neugier des engagierten Künstlers und sagt: „Die Erinnerung an einen großzügigen, gescheiten und liebenswerten Weggefährten wird mir immer lebendig bleiben.“


„Xerxes“: Deutsche Oper am Rhein im Wohnzimmer

Düsseldorf/Duisburg, 27. März 2020 - Gute Nachricht für alle, die ihre Opernbesuche vermissen: Die Deutsche Oper am Rhein stellt ab sofort auf der Online-Plattform operavision.eu Georg Friedrich Händels „Xerxes“ in der gefeierten Inszenierung von Stefan Herheim als kostenlosen Stream zur Verfügung. Aufgezeichnet wurde die Aufführung – eine Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin – im Januar 2019 im Opernhaus Düsseldorf.
Zu erleben sind die hochkarätige Premierenbesetzung mit Valer Sabadus in der Titelpartie und die Neue Düsseldorfer Hofmusik unter der Leitung des Barockexperten Konrad Junghänel. Außerdem hat die Deutsche Oper am Rhein auf operavision.eu mehrere Backstage-Videos zu „Xerxes“ bereitgestellt, die spannende Einblicke in die komplexe Produktion bieten.

 

Mit Unterstützung aus dem Creative Europe Programme der EU vereint OperaVision kostenlos für alle Internet-Nutzer Live-Streams und Video-on-demand aus Opernhäusern und Festivals aus ganz Europa und ist mit seiner großen Bibliothek eins der größten Online-Kulturvermittlungsforen. Der Plattform gehören 29 Partnerinstitutionen an, darunter u.a. die Opernhäuser in Brüssel, Antwerpen, Madrid, Helsinki, Venedig und Stockholm und das Festival d’Aix-en-Provence. Aus Deutschland sind die Deutsche Oper am Rhein und die Komische Oper Berlin vertreten.

 „Xerxes“ war bereits 2019 für sechs Monate ausgestrahlt worden und avancierte mit über 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zu einer der fünf beliebtesten Produktionen auf OperaVision. „Wir freuen uns, dass es uns in Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern möglich ist, diese äußerst beliebte Opernproduktion erneut für unser Publikum ausstrahlen zu können – und danken ausdrücklich allen Beteiligten, dass Sie sich spontan und unbürokratisch bereiterklärt haben, dieses Projekt zu unterstützen“, so Generalintendant Prof. Christoph Meyer.

 

Neben dem Streaming-Angebot von „Xerxes“ gibt es zahlreiche weitere digitale, kreative Angebote der Deutschen Oper am Rhein zum Überbrücken der Zwangspause: Auf operamrhein.de erklärt die Kostümabteilung, wie man selber Mundschutzmasken näht, die Junge Oper am Rhein bastelt mit der ganzen Familie eine eigene Oper, und Tanzinteressierte können an einer Live-Class des Balletts teilnehmen. Auf den Social-Media-Kanälen der Jungen Oper am Rhein gibt es jeden Tag neue Tipps und Aktionen gegen Corona-Langeweile. Weitere Online-Angebote sind in Vorbereitung. Ab Montag steht auf operamrhein.de zudem ein Podcast von Chefdramaturgin Anna Melcher mit einer Werkeinführung zu „Xerxes“ bereit.

 

 Valer Sabadus (Serse), Torben Jürgens (Ariodate) FOTO: Hans Jörg Michel

Zu „Xerxes“:

Was mit der berühmten Xerxes-Arie „Ombra mai fu“ beginnt, endet nach einem verwirrenden Liebes- und Intrigenspiel mit der Einsicht, dass das Leben ein Theater ist, in dem man sich seine Rolle nicht immer aussuchen kann. Auf der Bühne entspinnt sich ein rasantes Spektakel in opulenten Kulissen, die ganz in barocker Manier für das Publikum sichtbar per Hand geschoben und gedreht werden. Mit viel Witz und Raffinesse hat Regisseur Stefan Herheim das Stück in Szene gesetzt, auf die Bühne gebracht hat es die Deutsche Oper am Rhein in Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin.
Auf dem eigenen Bildschirm können Opernfans nun das barocke Juwel in der Düsseldorfer Original-Premierenbesetzung erleben – Counterstar Valer Sabadus ist Serse alias Xerxes, Terry Wey ist Arsamene, Katarina Bradic ist Amastre, Torben Jürgens ist Ariodate, Heidi Elisabeth Meier ist Romilda, Anke Krabbe ist Atalanta, Hagen Matzeit ist Elviro. Außerdem zu erleben sind der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Neue Düsseldorfer Hofmusik unter der Leitung von Konrad Junghänel.

 

Georg Friedrich Händel: „Xerxes“

Ab sofort kostenlos auf operavision.eu

Eine Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin

 

 

Corona-Virus: Deutsche Oper am Rhein sagt alle Vorstellungen bis zum 2. April ab

Gemeinsame Entscheidung der drei großen Düsseldorfer Kulturinstitute

Regelung für Duisburg
Düsseldorf/Duisburg, 12. März 2020 -Die Geschäftsführung der Deutschen Oper am Rhein hat entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis zum 2. April 2020 auszusetzen. Das gilt für beide Häuser, also auch für die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg. Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit den betroffenen Karteninhabern in Verbindung, um eine Umbuchung oder eine Stornierung anzubieten. Sie hofft auf eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage und möchte mit dieser Entscheidung dazu beitragen.  

 Nach Rücksprache mit Thomas Geisel, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, der gleichzeitig den Aufsichtsräten der drei Häuser vorsitzt, haben die Geschäftsführungen der drei großen Bühnen der Stadt Düsseldorf – Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus und Tonhalle Düsseldorf – entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis einschließlich Donnerstag, den 2. April 2020 auszusetzen. Das gilt auch für die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg. 

 

Damit folgen die Häuser einerseits der Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt, die den Erlass des Landes bezüglich des Corona-Virus in NRW umsetzt. Andererseits übernehmen sie damit die Verantwortung für ihr Publikum, das sie in der aktuellen Situation keiner unnötigen gesundheitlichen Gefährdung aussetzen wollen.

 

Die Situation wird beobachtet und fortlaufend neu bewertet. Die Häuser setzen sich mit den betroffenen Karteninhabern in Verbindung, um eine Umbuchung oder eine Stornierung anzubieten. Die drei Kultureinrichtungen hoffen auf eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage und möchten mit dieser Entscheidung dazu beizutragen.

 

Bühne im Opernhaus Düsseldorf – FOTO: Daniel Senzek.

 

International Opera Awards 2020: Sechs Nominierungen für die Deutsche Oper am Rhein

Düsseldorf/Duisburg, 6. Februar 2020 - Über Nominierungen in sechs Kategorien für die International Opera Awards kann sich die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg freuen. Seit 2012 würdigt der jährlich verliehene Preis besondere Leistungen von Opernhäusern und Opernschaffenden in aller Welt. Die Verkündung der Juryentscheidungen und die Verleihung der International Opera Awards erfolgen am 4. Mai 2020 im Rahmen einer festlichen Gala im Sadler’s Wells Theatre London.  

In sechs Kategorien konnten herausragende Leistungen der Deutschen Oper am Rhein die Jury der International Opera Awards überzeugen:
Mit Tschaikowskys Oper „Pique Dame“ in der Regie von Lydia Steier schaffte sie es in die Auswahl der sechs besten Neuproduktionen, Anno Schreiers „Schade, dass sie eine Hure war“ gelang der Sprung in die Rubrik der besten Uraufführungen.
Marie Jacquot, seit dieser Spielzeit Erste Kapellmeisterin an der Deutschen Oper am Rhein, punktete in der Kategorie Newcomer, Ensemblemitglied Adela Zaharia, Operalia-Gewinnerin 2017 und gefeierter Star des Publikums, ist in der Rubrik Junge Sängerinnen nominiert.
Mit Lotte de Beer zählt neben Lydia Steier eine weitere Regisseurin zu den Nominierten, deren Arbeiten an der Deutschen Oper am Rhein zu sehen sind: de Beers Neuproduktion von Händels „Alcina“ feiert am 14. Februar im Opernhaus Düsseldorf Premiere.  

Besonders stolz ist das Haus auf die Ehrung in der Kategorie Education and Outreach (Bildungs- und Vermittlungsarbeit): Der seit Beginn der Intendanz von Christoph Meyer im Jahr 2009 kontinuierlich auf- und ausgebaute Bereich „Junge Oper am Rhein“ schaffte es ebenfalls unter die sechs weltweit Nominierten.  

Für den Bereich Junge Oper ist das nicht die einzige Anerkennung, er wurde überdies aktuell für den FEDORA-Preis nominiert. FEDORA fördert als gemeinnützige Organisation innovative Opern- und Ballettprojekte und setzt sich für die Erneuerung und Verjüngung dieser Kunstformen ein.  
Weitere Informationen unter
www.operaawards.org

Roméo und Juliette - Premiere im Theater Duisburg

Düsseldorf/Duisburg, 29 Januar 2020 -  Ein Sommernachts-Albtraum: In einer heißen Augustnacht trifft Roméo zufällig auf Juliette. Es ist Liebe auf den ersten Blick, allerdings eine verbotene, denn Juliette muss am nächsten Morgen Pâris heiraten. Doch die Macht der Liebe wirkt wie eine Droge, ein dunkel-süßes Gift mit tödlichem Ausgang…
Charles Gounod (1818–1893) schuf mit seiner Adaption von Shakespeares „Romeo und Julia“ eine der anrührendsten Versionen für die Opernbühne. Bereits die ersten Takte der Ouvertüre machen das drohende Unheil auf eine Weise deutlich, die unter die Haut geht. In vier großen Duetten fokussiert er auf meisterhafte Weise die aufkeimende Liebe und immer größere Leidenschaft.

Entstanden ist ein lyrisches Drama, das der französischen Oper im 19. Jahrhundert ganz neue Wege wies – und an der Deutschen Oper am Rhein in der Deutung des jungen Regisseurs Philipp Westerbarkei zu erleben ist, der – nach seinen begeistert aufgenommenen Inszenierungen von Bernsteins „Trouble in Tahiti“, Knussens „Wo die wilden Kerle wohnen“ sowie Mozarts „Zauberflöte“ in Coburg – an der Deutschen Oper am Rhein in dieser Saison auch Puccinis „La Bohème“ inszeniert.

Premiere - Samstag, 1. Februar 19:30 - 22:30 Uhr im Theater Duisburg


In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause Empfohlen ab 14 Jahren
MUSIKALISCHE LEITUNG Marie Jacquot INSZENIERUNG Philipp Westerbarkei
BÜHNE UND KOSTÜME Tatjana Ivschina LICHT Volker Weinhart
CHORLEITUNG Gerhard Michalski 
CHOREOGRAFIE Victoria Wohlleber DRAMATURGIE Anne do Paço

JULIETTE Sylvia Hamvasi ROMÉO Gustavo de Gennaro - Foto Andreas Endermann

MERCUTIO Emmett O'Hanlon GRAF CAPULET Bruno Balmelli TYBALT David Fischer GÉRTRUDE Katarzyna Kuncio STÉPHANO Miriam Albano GRÉGORIO Luvuyo Mbundu BRUDER LAURENT Thorsten Grümbel PÂRIS Jorge Espino
HERZOG VON VERONA Chao Deng JUNGE VERLIEBTE Maria Sauckel-Plock
JUNGER VERLIEBTER Egor Reider MANUELA Sandra Michaela Diehl
PEPITA Karolin Zeinert ANGELO Apostolos Zoidis
CHOR Chor der Deutschen Oper am Rhein ORCHESTER Duisburger Philharmoniker

 
Duisburg: Tel. +49 203 283 62 100 Mo–Fr: 10.00–18.30 Uhr Sa: 10.00–18.00 Uhr Theaterkasse Duisburg Opernplatz 47051 Duisburg
ÖFFNUNGSZEITEN Mo–Fr: 10.00–18.30 Uhr Sa: 10.00–18.00 Uhr


Platz eins beim Europäischen Opernregie-Preis für Ilaria Lanzino

Düsseldorf/Duisburg, 11 Januar 2020 - Die Regieassistentin und Nachwuchsregisseurin der Deutschen Oper am Rhein, Ilaria Lanzino, ist mit dem ersten Platz beim renommierten 11. EOP – Europäischen Opernregie-Preis ausgezeichnet worden. Sie überzeugte unter insgesamt 66 Bewerber*innen die international besetzte Jury mit ihrem Regiekonzept für Stanisław Moniuszkos Oper „Straszny Dwór“ – übersetzt „Das Gespensterschloss“. Die Produktion wird in der Spielzeit 2020/21 unter anderem am polnischen Teatr Wielki Opera w Poznaniu zur Aufführung kommen.
Seit der Spielzeit 2017/18 ist Ilaria Lanzino Regieassistentin an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, wo sie unter anderem beim „Ring des Nibelungen“ in der Inszenierung von Dietrich Hilsdorf auch als Mitarbeiterin der Regie mitwirkte. Als erste eigenständige Regiearbeit an der Deutschen Oper am Rhein folgte Leonard Evers‘ Kinderoper „Gold“, die ab dem 28. Februar wieder auf den Bühnen der FFT Kammerspiele Düsseldorf und des Theaters Duisburg zu erleben ist.

Im Rahmen des hauseigenen Nachwuchsförderprogramms „Young Directors 2020“ stellt Ilaria Lanzino ab dem 19. April im Theater Duisburg ihre Regie von Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ vor. Die gebürtige Italienerin studierte zunächst Operngesang an der Musikuniversität „Luigi Boccherini“ in Lucca und danach Germanistik an der Universität „Ca‘ Foscari“ in Venedig.

Ihr Regiedebüt gab sie am Theater Dortmund mit Anno Schreiers Kinderoper „Wunderland“, die später vom Landestheater Coburg übernommen wurde. Am Staatstheater Nürnberg inszenierte Lanzino 2019 die Kinderoper „Rusalka, Meerjungfrau“ nach Antonin Dvořák. Im Landestheater Coburg setzt sie in dieser Spielzeit zudem die Uraufführung von Roland Fisters Kinderoper „Die Prinzessin auf dem Kürbis“ in Szene.
Der Europäische Opernregie-Preis – kurz EOP –ist derzeit der einzige große internationale Wettbewerb für Opernregisseur*innen. Er wurde 2001 von der Vereinigung Camerata Nuova ins Leben gerufen und alle zwei Jahre an herausragende junge Regisseur*innen verliehen, um frische Impulse in die Theaterlandschaft zu senden und den Nachwuchs zu stärken. Camerata Nuova ist ein Verein von Opernfans, der gemeinsam mit opera europa, einem Zusammenschluss von mehr als 200 Opernhäusern und Festivals, den Theaternachwuchs aktiv fördert.

 

b.42: Neues Ballettprogramm im Theater Duisburg

Düsseldorf/Duisburg, 6. Januar 2020 - Ein neues dreiteiliges Programm des Balletts am Rhein hat am Freitag, 10. Januar, um 19.30 Uhr Premiere im Theater Duisburg. Mit George Balanchines „Square Dance“ gehört der Auftakt einem der bekanntesten Meister des neoklassischen Balletts. Im Zentrum des Abends steht eine Uraufführung von Remus Şucheană: „Symphonic Poem“ sucht zu den kraftvollen Klängen der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir nach einer Balance zwischen Schönheit und Chaos.

Martin Schläpfer schließlich hat mit der preisgekrönten Compagnie seine  „Reformationssymphonie“ neu einstudiert: eines der ersten Stücke, mit denen er sich in der Spielzeit 2009/10 dem Publikum der Deutschen Oper am Rhein vorstellte. Die musikalische Leitung der Duisburger Philharmoniker hat Martin Braun.

 

Tänzerische und musikalische Vielfalt haben die Ära des Balletts am Rhein in den vergangenen zehn Spielzeiten geprägt. Auch die vorletzte Premiere im Theater Duisburg unter der künstlerischen Leitung von Martin Schläpfer steht im Zeichen unterschiedlicher Tanzsprachen.
Ein Fest der Symmetrien und tänzerischen Eleganz ist George Balanchines „Square Dance“: 1957 für das New York City Ballet kreiert, entfalten zwei Solisten und ein 12-köpfiges Corps de Ballet zu Musik von Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli Tänze, in denen sich der Stil des akademischen Balletts mit amerikanischen Volkstänzen verschränkt: voll sprühender Leichtigkeit, virtuoser Beinarbeit, puren Linien, aber auch Leidenschaft und Lyrik.

Die einzigartigen Landschaften Islands sind Heimat und Inspirationsquelle der 1977 geborenen Komponistin Anna Thorvaldsdottir. Jenseits aller Genregrenzen spiegelt sich in ihrer Musik die Offenheit der isländischen Musikszene für verschiedenste Richtungen zwischen Neuer Musik und Klassik, Pop und Ambient Soundscapes. Remus Şucheană hat zu Thorvaldsdottirs „Metacosmos“ sein „Symphonic Poem“ geschaffen, eine Choreographie, die höchst physisch auf die Suche geht nach einem Ort voller ferner, dunkler Geheimnisse.

Den Abschluss des Programms b.42 bildet Martin Schläpfers „Reformationssymphonie“ zur gleichnamigen Komposition von Felix Mendelssohn Bartoldy. Mit großer Dynamik erkundet sein Stück luftige Höhen und erdenschwere Bodenhaftung, ist eine Erforschung von Tanz und Bewegung an sich und die Frage nach dem, was dahinter liegt.

Schon am Dienstag, 7. Januar, um 18.00 Uhr gibt die Ballettwerkstatt mit Gesprächen und Probenausschnitten bei freiem Eintritt im Theater Duisburg erste Einblicke in das Ballettprogramm b.42.

 
FOTO Gert Weigelt

Das Ballettprogramm b.42 ist vom 10.01. bis zum 22.02. an sieben Terminen im Theater Duisburg zu erleben. Tickets von 17,00 bis 76,00 Euro an der Theaterkasse Duisburg, im Opernshop Düsseldorf, telefonisch und online unter ballettamrhein.de

 

Oper und Ballett am Rhein im Januar und Februar 2020
Mehr Informationen zum Programm und zur Besetzung
Nach dem Wasserschaden: Spielbetrieb im Opernhaus geht weiter

Düsseldorf/Duisburg, 28. November 2019 - Nach dem Wasserschaden: Spielbetrieb im Opernhaus Düsseldorf geht weiter   Nachdem am vergangenen Montag durch eine Fehlauslösung der Sprinkleranlage Teile der Bühne und des Orchestergrabens im Opernhaus Düsseldorf durch austretendes Löschwasser beschädigt wurden, kann der Spielbetrieb bereits am Freitag, 29. November, wieder aufgenommen werden.

Dem technischen Personal der Deutschen Oper am Rhein ist es mit Unterstützung von umgehend eingesetzten Spezialfirmen gelungen, in kurzer Zeit die zentralen bühnentechnischen Voraussetzungen für den Vorstellungsbetrieb wiederherzustellen.  Verbleibende Schäden werden im Lauf der nächsten Wochen behoben. Die Schadenshöhe wird noch ermittelt – zunächst hatte die Wiederherstellung des Probe- und Spielbetriebs Priorität.  

Generalintendant Prof. Christoph Meyer: „Wir haben alles daran gesetzt, so schnell wie möglich wieder für unser Publikum da zu sein. Mein großer Dank gilt dem hochengagierten Einsatz unseres technischen Teams, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der städtischen Kulturbauabteilung und sämtlichen externen Fachleuten. Dass sie  es geschafft haben, die Bühnentechnik in so kurzer Zeit für den Vorstellungsbetrieb wiederherzustellen, ist eine herausragende Leistung und grenzt schon fast an ein Wunder. Wir freuen uns sehr, unsere drei Wochenendvorstellungen spielen zu können.“  

Im Opernhaus Düsseldorf ist am Freitag, 29.11. sowie am Samstag, 30.11. das neue Ballettprogramm b.41 mit der Uraufführung „Cellokonzert“ von Martin Schläpfer zu erleben, das erst am vergangenen Samstag seine gefeierte Premiere hatte. Am Sonntag, 01.12. wird zum letzten Mal in dieser Spielzeit Saint-Saëns große Chor-Oper „Samson et Dalila“ gezeigt.