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Deutsche Oper am Rhein   - Oper| Ballett| Schauspiel | Konzert |DOR Spielplan  
 Premieren und Sonderveranstaltungen im März und April.  www.operamrhein.de.

Opernkonferenz in Düsseldorf und Duisburg

 Düsseldorf, Duisburg, 16. Mai 2022 - Die Deutsche Oper am Rhein war am vergangenen Wochenende Gastgeberin für die Deutschsprachige Opernkonferenz. 35 Intendant*innen, Geschäftsführer*innen und Operndirektor*innen der größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum trafen sich zum Austausch. Zur neuen Vorsitzenden wurde Susanne Moser, designierte Co-Intendantin und Geschäftsführende Direktorin an der Komischen Oper Berlin, gewählt. Sie folgt dem Frankfurter Opernintendanten Bernd Loebe, der das Amt seit 2010 innehatte.  

Der 1957 gegründete Zusammenschluss der 13 größten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum ist das zentrale Forum für den Austausch der Leitungsteams. Die Repräsentant*innen der Häuser treffen sich regulär zwei Mal im Jahr, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Vertreten waren bei der diesjährigen Frühjahrskonferenz neben den Gastgebern der Deutschen Oper am Rhein die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Unter den Linden, die Komische Oper Berlin, die Oper Leipzig, die Sächsische Staatsoper Dresden, Hamburgische Staatsoper, die Staatstheater Stuttgart, die Bayerische Staatsoper, die Oper Frankfurt sowie das Opernhaus Zürich.

Als international assoziierte Mitglieder waren die Opéra National de Paris und das Teatro alla Scala Mailand vertreten, zu Gast waren außerdem Leitungsmitglieder des Deutschen Bühnenvereins.   In den verschiedenen Diskussionsrunden ging es unter anderem um Unterstützungsprogramme und veränderte Spielplanperspektiven angesichts des Krieges in der Ukraine. Auch die noch nicht absehbaren Folgen und Entwicklungen der Pandemie waren ein großes Thema. Sorge bereiten sowohl Einnahmeausfälle als auch die Ungewissheit über politische Konsequenzen der einzelnen Kommunen.

Gleichzeitig hat die Pandemie die Einleitung eines künstlerischen Transformationsprozesses bewirkt – es gab einen lebhaften Austausch von Erfahrungen mit Digitalisierung, Streamings und neuen Formaten.   Ein weiterer Programmpunkt der Konferenz war die Wahl eines oder einer neuen Vorsitzenden. Bernd Loebe, Intendant und Geschäftsführer der Oper Frankfurt, der das Amt seit 2010 innehatte, hatte nicht erneut kandidiert. Ihm sprachen alle Mitglieder der Konferenz ihren aufrichtigen Dank für seine zwölfjährige hochengagierte Arbeit in der Vereinigung aus.

Zu seiner Nachfolgerin wurde einstimmig Susanne Moser, designierte Co-Intendantin und Geschäftsführende Direktorin an der Komischen Oper Berlin gewählt. Neben gereifter beruflicher Expertise verfügt sie über ein internationales Netzwerk in der Theaterlandschaft und wurde als neue Vorsitzende der Opernkonferenz herzlich willkommen geheißen.

Susanne Moser: „Ich freue mich sehr über die Wahl zur Vorsitzenden der Deutschsprachigen Opernkonferenz und bedanke mich für das Vertrauen. Die Opernhäuser haben die Aufgabe, nicht nur die Besonderheit der Kunstform Oper zu bewahren, sondern diese auch zu entwickeln und deren Grenzen auszuloten. Als Vorsitzende werde ich zudem Themen wie Nachhaltigkeit und Diversität noch mehr in den Fokus rücken. Sicher werden uns auch die Folgen und Herausforderungen der Pandemie weiter beschäftigen. Und der Krieg in der Ukraine zeigt uns leider ganz aktuell, wie wichtig es ist, nicht nachzulassen auf unseren Bühnen über gesellschaftlichen Werte und Fragen nachzudenken und für die Freiheit der Kunst mit voller Kraft einzutreten. Oper ist von unschätzbarem Wert und ein unverzichtbarer Bestandteil der europäischen Kultur.“

Im Namen aller Mitglieder dankte Susanne Moser ihrem Vorgänger Bernd Loebe für sein Engagement: „Insgesamt zwölf Jahre stand er der Deutschsprachigen Opernkonferenz vor und übernahm an vorderster Stelle Verantwortung und vertrat klug und entschieden unsere Interessen.“  

Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Bühnenvereins: „Für den Deutschen Bühnenverein ist der Austausch mit seinen Mitgliedern ein elementarer Bestandteil der Arbeit. Die Deutschsprachige Opernkonferenz ist ein wichtiges Forum für diesen Dialog. Sie bündelt brennende Themen der Zeit  und leistet hierdurch einen unverzichtbaren Beitrag zur Strukturierung der Kommunikation. Wir freuen uns, dass für diesen Diskurs Susanne Moser, designierte Co-Intendantin der Komischen Oper Berlin, als neue Vorsitzende der Konferenz Verantwortung übernimmt und auf den weiteren und kontinuierlichen Austausch.“

Opernkonferenz FOTO Susanne Diesner

 

 „One and others“: Ballettpremiere im Theater Duisburg

Düsseldorf/Duisburg, 21. April 2022 - Drei komplett unterschiedliche Tanzstücke von Klassik bis Techno zeigt das Ballett am Rhein in seinem neuen Programm „One and others“. Was „Polyphonia“ von Christopher Wheeldon, „one and others“ von Demis Volpi und „Salt Womb“ von Sharon Eyal miteinander verbindet, ist ihr extremer Anspruch an technische Präzision und ihre enorme Anforderung an die tänzerische Kondition.

 Am Samstag, 30. April, um 19.30 Uhr ist Premiere im Theater Duisburg. Erste Einblicke in das neue Programm mit anschließendem Probenbesuch bietet bei freiem Eintritt die Ballettwerkstatt am Dienstag, 26. April, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg.  


„Polyphonia“ – übersetzt Vielstimmigkeit – hat der Brite Christopher Wheeldon sein Ballett aus dem Jahr 2001 zu Musik von György Ligeti genannt. Das Stück beginnt wie ein getanzter Kanon: vier Paare bewegen sich in komplex versetzten Abläufen und treffen immer wieder in synchronen Bewegungen zusammen. Das Licht geht aus und wieder an, und die nächste kleine Episode entfaltet sich auf der Bühne. Anknüpfend an den neoklassischen Stil von George Balanchine ist dieses frühe Werk Wheeldons schon jetzt zu einem Meilenstein der Tanzgeschichte geworden.  

Auch in Demis Volpis „one and others“ geht es um Beziehungen, um das Erkunden anderer Individuen, um Kollektive und Grenzen. Solitär bewegen sich zwei Tänzer*innen in ihren eigenen Spotlights auf der ansonsten dunklen Bühne. Ihre Lichtkegel und Bewegungen verschmelzen, während aus dem Dunkel der Bühne immer mehr Tänzer*innen auftauchen. Zu einem Streichquartett des zeitgenössischen Komponisten Christos Hatzis erzählt Volpi von wechselnden Begegnungen, dynamischen Prozessen und dem Glück des sich Findens.  


Im Schlussstück des Abends schwappt noch einmal gebündelte Tänzer*innenenergie in den Zuschauerraum: Zu hypnotisch repetitiven Techno-Rhythmen von Ori Lichtik tanzt die Compagnie in Sharon Eyals „Salt Womb“ eine mitreißende Gruppenchoreographie, die von Gleichklang und Ausbruch erzählt. 2016 für das Nederlands Dans Theater kreiert, nimmt das Stück der israelischen Choreographin das Publikum mit in rätselhafte Innenwelten von Ritual und Rausch. In ihrer ganz eigenen Bewegungssprache baut Eyal aus pulsierenden Körpern Trancezustände, die einen nicht mehr loslassen.  
Info: „One and others“ ist ein Ballettabend mit drei Choreographien von Klassik bis Techno: „Polyphonia“ von Christopher Wheeldon, „one and others“ von Demis Volpi und „Salt Womb“ von Sharon Eyal. Premiere im Theater Duisburg am Samstag, 30. April, um 19.30 Uhr. Weitere Informationen und Tickets von 17 bis 67 Euro auf
ballettamrhein.de   Foto:

Sharon Eyal „Salt Womb”: Ensemble Ballett am Rhein. FOTO © Bettina Stöß

 

Benefiz-Gala für die Ukraine im Opernhaus Düsseldorf  

Düsseldorf/Duisburg, 07. April 2022 - Die Deutsche Oper am Rhein lädt am Sonntag, 24. April 2022, um 18.30 Uhr zu einer großen Benefiz-Gala ins Opernhaus Düsseldorf ein. Der Erlös der Veranstaltung wird Menschen aus der Ukraine zugute­kommen, die in Düsseldorf und Duisburg untergebracht sind und dort versorgt werden. Zahlreiche Solistinnen und Solisten der Deutschen Oper am Rhein, der Chor des Hauses und das Ballett am Rhein gestalten den ersten Teil des Abends.

Im zweiten Teil kommt der dritte Aufzug aus Richard Wagners „Parsifal“ mit Weltklasse-Besetzung zur konzertanten Aufführung – hierfür konnten unter anderem Hans‑Peter König und Michael Weinius gewonnen werden. Die Düsseldorfer Symphoniker spielen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober.  

„Als Theatergemeinschaft zwischen Düsseldorf und Duisburg möchten wir ein starkes Zeichen der Solidarität setzen und mit unserer Kunst aktiv Organisationen unterstützen, die sich hier vor Ort unmittelbar für den konkreten Bedarf geflüchteter Menschen aus der Ukraine engagieren“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer. Im ersten Teil der Gala treten Ensemblemitglieder wie Valerie Eickhoff und Sylvia Hamvasi, Eduardo Aladrén, Bogdan Baciu, Jorge Espino und Bogdan Taloş mit Duetten und Ensembles aus dem Opern­repertoire auf – das Ballett am Rhein bringt kurze Choreographien aus seinem vielfältigen Programm auf die Bühne.

Im zweiten Teil präsentieren Generalmusikdirektor Axel Kober - FOTO Susanne Diesner - und die Düsseldorfer Symphoniker mit hochrenommierten Wagner-Solisten den dritten Aufzug aus Richard Wagners „Parsifal“ in konzertanter Aufführung. Die Titelpartie übernimmt Michael Weinius, der im Frühjahr 2022 u. a. als Siegmund und Sieg­fried in „Der Ring des Nibelungen“ an der Staatsoper Wien und als Tristan am Opernhaus Zürich gastiert. Den Gurnemanz singt Hans-Peter König, der gerade als Heinrich der Vogler in Wagners „Lohengrin“ bei den Salzburger Osterfestspielen gastiert.

Axel Kober: „Die von Richard Wagner komponierten urmenschlichen Themen wie Erlösung, Mitgefühl und Gemeinschaft sind in diesen Tagen wichtiger denn je. Wir musizieren in Solidarität mit den Opfern dieses unmenschlichen Krieges und möchten gleichzeitig dem Publikum mit dieser Musik einen emotionalen Raum des Innehaltens eröffnen.“

Der Eintrittskartenpreis in Höhe von 50, 90 oder 140 Euro wird von der Deutschen Oper am Rhein zu 100 Prozent als Spende an Organisationen weitergereicht, die sich in Düsseldorf (Spendenkonto des Amts für Migration und Integration) und Duisburg (Spendenkonto „Duisburg hilft!“) für Geflüchtete aus der Ukraine einsetzen. Der Spendenbeitrag kann bei der Eintrittskartenbuchung sowohl bei Online-Buchung unter
www.operamrhein.de als auch im Opernshop Düsseldorf bzw. in der Theaterkasse Duisburg individuell erhöht werden.  

Benefiz-Gala im Opernhaus Düsseldorf mit Ensemblemitgliedern aus Oper und Ballett am Rhein und Gästen zugunsten in Duisburg und Düsseldorf untergebrachter Geflüchteter aus der Ukraine: Sonntag, 24. April, um 18.30 Uhr. Tickets von 50 bis 140 Euro (Einnahmen werden zu 100 Prozent als Spende weitergegeben) unter operamrhein.de sowie in den Opernshops in Düsseldorf und Duisburg.

 

Neues Auftragswerk der Deutschen Oper am Rhein: „Der Kiosk“ als Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren

Vorstellungen für Kitas, Grundschulen und Familien ab Dienstag, 5. April 2022, im Opernhaus Düsseldorf und Freitag, 10. Juni 2022, im Theater Duisburg

Duisburg, 18. März 2022 - In der Spielzeit 2020/21, mitten im zweiten Lockdown, ist als Auftragswerk für die Deutsche Oper am Rhein ein neues Musiktheaterstück für Kinder ab 5 Jahren entstanden: Nachdem „Der Kiosk“ im Juni 2021 open air beim kleinen Kulturinsel-Festival im Innenhof des Düsseldorfer Rathauses uraufgeführt wurde, kann das Stück jetzt endlich in den Foyers im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg zur Aufführung kommen. Ganz aus der Nähe erleben die Kinder dort eine musikalische Geschichte über die ungeahnten Möglichkeiten des Lebens.  

„Der Kiosk“ basiert auf dem gleichnamigen, humorvoll bebilderten Kinderbuch der lettischen Illustratorin und Texterin Anete Melece: Die Kioskfrau Olga ist in ihren kleinen tonnenförmigen Laden regelrecht hinein­ge­wachsen – der Kiosk ist ihr Leben. Sie kennt alle, die an ihr vorbeiziehen oder kurz verweilen und hat für alle ein offenes Ohr. Doch alle gehen weiter, sie steckt fest – und dabei träumt sie doch vom Meer. Dann kippt der Kiosk mitsamt Olga um und alles gerät in Bewegung …  

Die junge mexikanische Komponistin Diana Syrse, die bereits mehrere Preise und Stipendien für ihr farben­reich klingendes Werk mit Einflüssen aus Jazz, Weltmusik, Klassik, Avantgarde und Elektronik gewann, hat die leichtfüßige, witzige Geschichte übers Feststecken, Sich-Verstecken, Träumen und Bei-Sich-Bleiben für die Deutsche Oper am Rhein vertont. In ihrer Partitur treten Stimmen und Gesang, Musik und elektronische Klänge in ein dialogisch-beschwingtes Wechselspiel. Ilaria Lanzino hat das Auftragswerk inszeniert, Emine Güner das Bühnenbild und die Kostüme entworfen.

Rund um die Kioskbesitzerin Olga (Mezzosopranistin Susan Maclean) spielen die drei Instrumentalist*innen Robert Beck (Klarinette), Anna Neubert (Viola) und Rie Watanabe (Schlagwerk) verschiedene Rollen im Stadtgeschehen.  

Susan Maclean (Olga). FOTO: Daniel Senzek

Aufführungen
- im Opernhaus Düsseldorf: Di. 05.04. / Mo. 23.05. / Mi. 25.05. – jeweils 11.00 Uhr
- im Theater Duisburg: Fr. 10.06. – 16.00 Uhr (für Familien) / Mo. 13.06. und Mi. 15.06. – 11.00 Uhr

 

„Songs with Roots“: Dritte Uraufführung im „UFO – in Duisburg-Bruckhausen

- Mittwoch, 23. März, 16.00 Uhr: Uraufführung „Songs with Roots“
- Freitag, 1. April, bis Sonntag, 5. April: Songwriting-Workshop für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren mit Komponist und Musikproduzent Fabian Schulz im UFO
- Zusätzlich auf dem Spielplan: „Als wir nicht wussten wer wir waren“ vom 12. bis 14. April im UFO

Duisburg, 18. März 2022 - Nach der Landung des UFO am Kulturbunker in Duisburg-Bruckhausen, Dieselstr. 18, kommt die multimediale Musiktheater-Performance „Songs with Roots“ am Mittwoch, 23. März 2022 um 16.00 Uhr für alle ab 6 Jahren zur Uraufführung. Bis zum 8. April finden dort 13 Vorstellungen für Familien und Schulklassen statt. Kurz danach wandert das Musiktheaterstück „Als wir nicht wussten wer wir waren“ nach Bruckhausen: Die zweite Produktion, die für das UFO in Düsseldorf-Garath entwickelt wurde, steht vom 12. bis zum 14. April 2022 auf dem Spielplan.


Zu allen Vorstellungen im UFO in Duisburg-Bruckhausen ist der Eintritt frei: Kostenlose Tickets sind an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100), im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), über www.operamrhein.de oder direkt vor Ort an der mobilen Spielstätte erhältlich.  

Die multimediale Performance „Songs with Roots“ knüpft an die Herkunft der Menschen in Duisburg-Bruckhausen an und gibt ihnen die Möglichkeit, die eigenen Nachbar*innen näher kennen zu lernen. Für das Projekt arrangierte der Komponist Jan van Outryve traditionelle und für die Bruckhausener*innen bedeutsame Lieder neu: Von Türkischen Wiegen­liedern über rumänische Tänze bis hin zum Steigerlied bietet die Performance einen bunten Querschnitt der kulturellen Vielfalt des Stadtteils.


Begleitet von Musikeinspielungen der Duisburger Philharmoniker begibt sich Multiinstrumentalisten und Sängerin Aleksandra Popovska mit dem Publikum auf eine klingende Reise durch die Kulturen, für die Regisseur Wouter van Looy und die Videokünstlerin Annabel Verbeke teils poetische, absurde und witzige Filmaufnahmen mit Kindern aus Bruckhausen beisteuern. Durch das Zusammenspiel von Film und Musik wird ein ganz anderes Bild des kleinen Stadtteils im Duisburger Nordens vermittelt.   Ergänzt wird die Performance durch die interaktive Installation „Hearts of Bruckhausen“. Diese ist  Teil des bestehenden Projektes „Love Song" (Konzept von Serge Verstockt [Komponist] und produziert von ChampdAction).  

Das Stück „Als wir nicht wussten wer wir waren“ (empfohlen ab acht Jahren) erzählt von Nicky (Florentine Kühne), die es zuhause nicht mehr aushält: Der neue Freund ihrer Mutter stellt Nickys Leben auf den Kopf, nichts ist mehr so, wie es früher war. Sie fasst den Entschluss, von zuhause wegzulaufen und trifft auf die ehemalige Operndiva Gabriella (Morenike Fadayomi), die sich schon lange nicht mehr aus dem Haus traut, weil sie so viel vergisst. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besondere Freundschaft. Sie entdecken die Wirklichkeit der jeweils anderen, und auch dass sie zusammen weniger alleine sind.  

Am Freitag, 3. April (16.00-18.00 Uhr), sowie am Samstag, 4. und Sonntag, 5. April (10.00-15.00 Uhr) lädt die Junge Oper am Rhein in Kooperation mit dem Kulturbunker Bruckhausen und dem Kulturrucksack NRW Duisburg zu einem Songwriting-Workshop mit Komponist und Musikproduzent Fabian Schulz ins UFO ein. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren können bei diesem Wochenend-Workshop einen eigenen Song schreiben, komponieren und aufnehmen, inklusive eines professionellen Gesangscoachings. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei, weitere Infos und Anmeldung über jungeoper@operamrhein.de und Tel. 0211-89 25 457.  


Das UFO an seiner dritten Station in Duisburg-Bruckhausen

- Freitag, 11. März, 13.00 – 16.00 Uhr:  Eröffnungsfest des UFO Jungen Oper Urban
- Dienstag, 15. März, 19.00 Uhr: Leichter getanzt als gesagt
- Mittwoch, 23. März, 16.00 Uhr: Uraufführung „Songs with Roots“  

Duisburg, 09. März 2022 - Nach ersten Stationen und Uraufführungen vor dem Duisburger Hauptbahnhof („Die unbedingten Dinge“) und Düsseldorf-Garath („Als wir nicht wussten wer wir waren“), findet das „UFO – Junge Oper Urban“ jetzt seinen Platz auf dem Wochenmarkt am Kulturbunker, Dieselstraße 18, in Duisburg-Bruckhausen.  


Am Freitag, 11. März 2022, lädt das UFO-Team zum bunten Eröffnungsfest ein. Von 13.00 bis 16.00 Uhr wird rund um das UFO (Dieselstraße 18, 47166 Duisburg-Bruckhausen) musiziert, man kann den spacigen Theaterraum erkunden und mit den beteiligten Künstler*innen ins Gespräch kommen. Nur wenige Tage später kommt dann die multimediale Theaterproduktion „Songs with Roots“ zur Uraufführung.
Bis zum 8. April finden dort 13 Vorstellungen für Familien und Schulklassen statt. Wer sie miterleben möchte, bekommt Tickets an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) und im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), über
www.operamrhein.de oder direkt vor Ort an der mobilen Spielstätte.  

Mit „Songs with Roots“ spürt die belgische Zonzo Compagnie den Songs der verschiedenen in Bruckhausen ansässigen Nationalitäten nach und bringt die darin enthaltenen Geschichten und Traditionen in einer szenischen Musiktheaterperformance auf die Bühne. Untermalt von Videoaufnahmen unterschiedlicher Menschen aus dem Stadtteil wird über Musik von 14 Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker und der Multiinstrumentalistin und Sängerin Aleksandra Popovska ein Bild der kulturellen Vielfalt Bruckhausens gezeichnet.


Das Projekt knüpft an die Herkunft der Bewohner*innen an und gibt ihnen die Möglichkeit, die Kulturen der eigenen Nachbar*innen näher kennenzulernen. Für die Produktion arrangierte der Komponist Jan van Outryve traditionelle und für die Communities bedeutsame Lieder neu: Von Türkischen Wiegen­liedern über rumänische Tänze bis hin zum Steigerlied entsteht ab Ende März im UFO eine multimediale musikalische Reise durch die Kulturen.  


Entwickelt wurde das Konzept vom Regisseur und Begründer der Zonzo Compagnie, Wouter Van Looy, der sich bereits als künstlerischer Leiter des „BIG BANG“- Musiktheaterfestivals für junge Zuschauer*innen einen Namen gemacht hat. Seine innovativen, mitreißenden Musiktheaterproduktionen sind mittlerweile international bekannt und vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2021 in gleich zwei Kategorien mit dem renommierten YAM-Award. Durch die spielerische Kombination aus Film, Musik und Schauspiel gelingt es ihm, Kinder für die Musik von John Cage bis Thelonious Monk zu begeistern.    

Leichter getanzt als gesagt  
Schon vor der Premiere von „Songs with Roots“ ist das Publikum am 15. und 29.März bei „Leichter getanzt als gesagt“, dem neuen Mitmach-Format des Ballett am Rhein, willkommen. Die Teilnehmenden begeben sich spielerisch in einen aktiven Dialog von Körpersprache und gesprochener Sprache und können die Kommunikation durch Tanz ganz neu entdecken lassen. Weitere Informationen gibt es hier unter www.operamrhein.de.


Das UFO  
Der von raumlabor berlin entwickelte mobile Theaterraum bietet Platz für etwa 25 Gäste. Das Architekturkollektiv, das Anfang September 2021 bei der Architektur-Biennale in Venedig für zwei seiner Projekte mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, hat sich für das UFO von einem Raumfahrzeug inspirieren lassen, das sich nach verschiedenen Seiten öffnet. Je nach Bedarf kann es kleinere Experimentier- und Begegnungsräume an- und abdocken, z. B. einen Bauwagen mit Tonstudio oder eine transparente Blase, so dass es vielfältige Interaktionen zwischen den künstlerischen Teams und dem Publikum ermöglicht.  

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat Wuppertal gefördert. Organisiert wird es von Michaela Dicu (Künstlerische Projektleitung) die zusammen mit der Dramaturgie der Deutschen Oper am Rhein die Ideen für das Mobile Klanglabor entwickelt und umsetzt.

In enger Zusammenarbeit mit der Jungen Oper am Rhein und dem Programm „Tanz mit!“ des Ballett am Rhein beschreitet „UFO – Junge Oper Urban“ neue Wege, vertieft bestehende Kooperationen in beiden Städten und knüpft neue Bande mit Schulen und Kindergärten, aber auch sozialen Einrichtungen.   Aktuelle Informationen zum UFO – Junge Oper Urban sind auf der Website www.operamrhein.de hinterlegt. In der Rubrik „Satellit“ finden Kinder dort auch einen digitalen Spielplatz, auf dem sie das UFO selbst konfigurieren und unterschiedliche Klänge erzeugen können.

UFO Duisburg, Portsmouthplatz. FOTO Rainer Schlautmann

 „Auf die Ohren, fertig, los!“

Festival und Konferenz der Jungen Opern Rhein Ruhr in Dortmund, Bonn, Düsseldorf und Duisburg   
Düsseldorf/Duisburg, 05. März 2022 - Mit dem Ziel, Kinder für Musiktheater zu begeistern, haben die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, das Theater Bonn und das Theater Dortmund in der Spielzeit 2013/14 das Kooperationsprojekt Junge Opern Rhein Ruhr gestartet. Seitdem vergeben sie gemeinsam Kompositionsaufträge für große Familienopern und mobile Produktionen, die nach der Uraufführung in Düsseldorf, Duisburg, Dortmund oder Bonn auch in den drei anderen Städten gezeigt werden.


Im März 2022 bringt jedes der drei Häuser eine Familienoper auf die große Bühne: In Dortmund feiern „Die Kinder des Sultans“ von Avner Dorman ihre Uraufführung, das Theater Bonn zeigt „Iwein Löwenritter“ von Moritz Eggert und an der Deutschen Oper am Rhein kehrt Jörn Arneckes Familien­oper „Ronja Räubertochter“ auf die Bühne des Theaters Duisburg zurück.

Ronja Raeubertochter - Foto Hans-Joerg Michel

 
„Auf die Ohren, fertig, los!“ – heißt das Startsignal für ein Festival, das die drei Häuser vom 24. bis 27. März 2022 gemeinsam feiern. Mit der angeschlossenen Konferenz laden die Jungen Opern Rhein Ruhr zum Diskurs über neues Musiktheater und neue Vermittlungsformate für junges Publikum ein. An vier Tagen tauschen sich Wissenschaftlerinnen und Theaterschaffende, Künstlerinnen und Pädagogen in Vorträgen, Tischgesprächen und Podiumsdiskussionen aus. Rund um die drei großen Familienopern und mobilen Produktionen der Jungen Opern Rhein Ruhr („Mina oder Die Reise zum Meer“, „Kirsas Musik“ und „Nils Karlsson Däumling“) gruppiert sich der fachliche Austausch:
Musik, Stücke und Inszenierungen für junges Publikum werden beleuchtet, aber auch Aspekte wie Inter­kulturalität, Inklusion, Digitalität und Theaterstrukturen im Hinblick auf Junge Oper. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich professionell mit Musiktheater für junges Publikum beschäftigen oder vermittelnd tätig sind.


Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, hat die Schirmherrschaft für das Festival und die Tagung übernommen und nimmt am Samstag, 26. März, um 15.00 Uhr im Theater Bonn an einer Podiumsdiskussion teil. Unter dem Titel „Kultur für alle – Auftrag für alle“ diskutiert sie u. a. mit Prof. Dr. Valerie Krupp, Professorin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Mainz.  


Die Tagung beginnt am Donnerstag, 24. März, im Theater Dortmund mit einer Begrüßung durch die Intendanten aller drei Häuser und einem fachlichen Einstieg mit Dr. Christiane Plank-Baldauf (u. a. Herausgeberin des Praxishandbuchs „Musiktheater für junges Publikum“) und Dr. Joscha Schaback (Dramaturg und Autor von „Oper und Kulturelle Bildung“).  

Im Opernhaus Düsseldorf öffnen die Veranstalter am Sonntag, 27. März, gemeinsam mit dem Netzwerk Junge Oper eine Denkwerkstatt zu inspirierenden Räumen für Junge Oper. Mit einer Diskussion über Musiktheater im derzeitigen und zukünftigen Kontext der kulturellen Bildung und der Aufführung „Ronja Räubertochter“ gehen das Festival und die Tagung am Sonntagnachmittag im Theater Duisburg zu Ende.  

Anmeldungen zur Tagung – auch tageweise – sind noch bis 13. März möglich. Programm, Anmeldung und weitere Infos:
www.junge-opern-rhein-ruhr.de

Tatjana Gürbaca inszeniert „Katja Kabanova“ von Leoš Janáček
Premiere am Samstag, 5. März 2022, im Theater Duisburg

Düsseldorf, 25. Februar 2022 - Die international erfolgreiche Regisseurin Tatjana Gürbaca arbeitet zurzeit im Theater Duisburg. Ihre Neuinszenierung von Leoš Janáčeks Oper „Katja Kabanova“ hat am Samstag, 5. März 2022, um 19.30 Uhr Premiere. Generalmusikdirektor Axel Kober hat die Musikalische Leitung. Beide sprechen am kommenden Dienstag, 1. März, um 18.00 Uhr in der Opernwerkstatt im Opernfoyer des Theaters über ihre Beschäfti­gung mit dem Stück. Im Anschluss an das Gespräch lädt Dramaturgin Bettina Auer das Publikum zum ersten Teil der Bühnenorchesterprobe ein. Der Eintritt ist frei.  

Seine Erzählung sei „voll Musik aus der Tiefe des Herzens“, sagt Leoš Janáček über sein vor 100 Jahren – im November 1921 – uraufgeführtes Meisterwerk. Am Ufer der Wolga, irgendwo im Nirgendwo, fühlt sich die junge Katja Kabanova - Foto Sandra Thenin - der Ehe mit Tichon und im Haus ihrer Schwiegermutter gefangen. Ihre Suche nach Lebenssinn und Leidenschaft bricht sich in einer Affäre mit dem unverheirateten Boris Bahn, doch Katjas Drang nach Freiheit geht über die Ausweglosigkeit dieser Beziehung weit hinaus.


„Katja ist nicht nur eine unglücklich Liebende, sie ist vor allem ‚die Fremde‘ in einer Kleinstadt“, sagt Tatjana Gürbaca, „sie ist jemand, die in eine Welt hineingeworfen wird, wo alle im Nirgendwo hängen und sich ihren Lebenssinn selbst suchen müssen. Katja findet ihn vor allem in der Natur: Es ist bemerkenswert, dass Janáček in seinem gesamten Werk so ein akzentuiertes, quasi-religiöses Verhältnis zur Natur beschreibt.“  


In der unverwechselbaren Musiksprache Janáčeks debütiert Sylvia Hamvasi als Katja Kabanova. Matthias Klink gibt den in sich und seiner Familie gefangenen Ehemann Tichon – ebenfalls ein Rollendebüt. Renée Morloc ist als ihre Schwiegermutter Kabanicha der direkte Gegenpol zu Katja, Anna Harvey ihre Vertraute Varvara. Daniel Frank, hier zuletzt als Tristan zu erleben, kehrt als Boris auf die Duisburger Bühne zurück.  
Die Neuproduktion entsteht im Schulterschluss mit dem Grand Théâtre de Genève: Nach der Premiere von „Katja Kabanova“ in Duisburg wird sich Tatjana Gürbaca in

 

Oper und Ballett am Rhein sagen Vorstellungen ab

Düsseldorf, 24. Februar 2022 - Nicht Orpheus, sondern Omikron zwingt die Deutsche Oper am Rhein zur Zeit zum Höllenritt von einer verschobenen Premiere zur nächsten: Aufgrund der anhaltenden Corona-Infektionslage im Ensemble kann die bereits auf Samstag, 26. Februar, verlegte Premiere von Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ leider nicht stattfinden. Bis sich das Infektionsgeschehen beruhigt hat und alle Mitwirkenden wieder gemeinsam auf der Bühne stehen können, hat die Deutsche Oper am Rhein die Produktion gestoppt. Neuer Premierentermin ist Freitag, der 11. März 2022, 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf.

Auch das Ballett am Rhein muss seine für die nächsten Tage geplanten Vorstelllungen kurzfristig absagen. Durch die erneute Verschiebung der Premiere von „Orpheus in der Unterwelt“ müssen die vier geplanten Vorstellungen am 26. und 27. Februar sowie am 6. und 9. März leider entfallen. Mit Gästen, die bereits Tickets für diese Termine gebucht haben, setzt sich die Deutsche Oper am Rhein direkt in Verbindung. Sie erhalten ein Vorkaufsrecht für die folgenden Vorstellungen. Bereits gebuchte Karten für die Aufführungen ab 11. März behalten ihre Gültigkeit.  

Auch das Ballett am Rhein muss durch coronabedingte Ausfälle aktuell auf dem Spielplan stehende Vorstellungen in beiden Spielstätten absagen: Im Opernhaus Düsseldorf kann die für heute, Donnerstag, 24. Februar, geplante Vorstellung von „Der Nussknacker“ nicht stattfinden, im Theater Duisburg sind die beiden Vorstellungen des Doppelabends „Come In“ am 25. und am 27. Februar von den Absagen betroffen. Auch hier setzt die die Deutsche Oper am Rhein mit allen Ticketkäufer*innen in Verbindung.  


Am Sonntag, 6. März, um 18.30 Uhr bringt die Deutsche Oper am Rhein anstelle von „Orpheus in der Unterwelt“ eine Zusatzvorstellung von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ auf die Bühne, für die ab sofort Karten gebucht werden können. Ebenfalls am 6. März findet im Theater Duisburg um 18.30 Uhr der Ballettabend „Come In“ statt, und am 14. März sowie am 29. März stehen im Opernhaus Düsseldorf die für diese Spielzeit letzten beiden Vorstellungen von Demis Volpis „Der Nussknacker“ auf dem Programm.

 

Ballett am Rhein: Vier Uraufführungen und ein Klassiker: „Vier Neue Temperamente“ als fulminanter Saisonabschluss  

Düsseldorf, 17. Februar 2022 - Neumeier, Blackburn, de Mey, Volpi: Das choreographische Team für die Uraufführungen in „Vier Neue Temperamente“ steht fest. Die letzte Ballettpremiere dieser Spielzeit an der Deutschen Oper am Rhein wird ein viel versprechender Dialog zwischen neoklassischem und zeitgenössischem Tanz.  


Gesucht wurden vier eigenständige Antworten auf George Balanchines Interpretation von „Die vier Temperamente“. Gefunden wurden vier Choreograph*innen, die in ihren vollkommen unterschiedlichen Handschriften für das Ballett am Rhein ihre eigenen Sichtweisen auf die schon in der Antike formulierten Grundtemperamente des Menschen entwickeln.

Als großes Kompliment an die Compagnie erlebt Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi die Zusagen international erfolgreicher Tanzschaffender für sein Projekt. Kein Geringerer als Ballettlegende John Neumeier steuert für das Programm einen Beitrag zum melancholischen Temperament bei, die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn befasst sich mit der Cholerik, Michèle Anne de Mey widmet sich dem Phlegmatismus und Demis Volpi dem sanguinischen Temperament. Premiere ist am 3. Juni 2022 im Opernhaus Düsseldorf.  


„Die vier Temperamente“ von George Balanchine sind ein Glanzstück des neoklassischen Ballettrepertoires und verkörpern alles, was den Stil des russisch-amerikanischen Starchoreographen ausmacht: virtuose Technik, athletische Vitalität und charmante Details. Mit der gleichnamigen Musik des Komponisten Paul Hindemith entwarf Balanchine seine Interpretation der antiken vier Grundtemperamente Phlegmatisch, Sanguinisch, Melancholisch und Cholerisch. Diese neoklassische Perspektive dient dem Abend als Ausgangspunkt für vier neue Sichtweisen.  


John Neumeier ist eine fixe Größe der nationalen wie internationalen Ballettwelt und seit beinahe 50 Jahren Ballettdirektor und Chefchoreograph des Hamburg Ballett, für das er bedeutende abendfüllende Werke schuf und immer noch kreiert. Umso interessanter ist es nun für ihn, Teil eines Abends zu sein, der verschiedene Stile und Handschriften zusammenbringt. Für das Ballett am Rhein choreographiert er eine Uraufführung zum melancholischen Temperament und lässt sich dabei von der Musik Franz Schuberts leiten. Bittersüß liegt Sehnsucht und Erwartung in jeder Bewegung, in jedem Innehalten und Atemzug.  


Seit mehr als 30 Jahren leitet die Franco-Kanadierin Hélène Blackburn die weltweit erfolgreich tourende Tanzcompagnie „Cas Public“ in Montréal. Ihre Stücke gastieren regelmäßig an renommierten internationalen Häusern wie der Pariser Oper, sind aber genauso in Schulen und Bildungseinrichtungen zu sehen, denn Blackburn hat sich zum Ziel gesetzt, anspruchsvolles zeitgenössisches Tanztheater für alle Generationen zu schaffen. Sowohl strukturell als auch ästhetisch nimmt sie die Originalchoreographie von Balanchine zu „Cholerisch“ unter die Lupe und kreiert aus ihrer Sicht auf die einzelnen Elemente eine neue Choreographie.    


Die belgische Choreographin Michèle Anne de Mey setzt sich für diesen Abend mit dem vermeintlich untänzerischen phlegmatischen Temperament auseinander und konfrontiert dieses mit der Energie von Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“. De Mey, die 1982 neben Anne Teresa de Keersmaeker eine der Mitbegründerinnen der Compagnie „Rosas“ war, hat in den letzten Jahren vor allem mit Arbeiten auf sich aufmerksam gemacht, die zwischen den Genres Tanz, Theater und Film changieren – hochpräzise, einfühlsame Werke, die wie Miniaturen daherkommen und doch mit erstaunlich großer Wucht überraschen. Mit ihrem „Collectif Kiss & Cry begeisterte sie in den vergangenen Jahren auch das Publikum des „Düsseldorf Festival“.  


Dem sanguinischen Temperament geht Demis Volpi, Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein, in seiner Uraufführung nach. Als temperamentvoll, lebhaft und heiter gilt der sanguinische Mensch - davon ausgehend untersucht Volpi in seiner Choreographie die treibende Kraft, die die Grundlage unserer bewegten Körperlichkeit bildet.  

Tickets von 19 bis 90 Euro ab sofort im Vorverkauf im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100) und auf www.ballettamrhein.de Premiere am Freitag, 3.6.2022, 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf, weitere Vorstellungen am 6.6., 11.6. (Doppelvorstellung) und am 15.6.  

Premiere am 5. März 2022 im Theater Duisburg: Tatjana Gürbaca inszeniert „Katja Kabanova“ von Leoš Janáček 

Düssedorf/Duisburg, 10. Februar 2022 - Nach ihren mitreißenden Inszenierungen von Richard Strauss’ „Salome“ und „Arabella“ kehrt die international erfolgreiche Regisseurin Tatjana Gürbaca in dieser Spielzeit mit einem Werk des tschechischen Komponisten Leoš Janáček an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Ihre Neuinszenierung von „Katja Kabanova“ hat am Samstag, 5. März 2022, um 19.30 Uhr Premiere im Theater Duisburg.

Generalmusikdirektor Axel Kober übernimmt die Musikalische Leitung. Die Neuproduktion entsteht im Schulterschluss mit dem Grand Théâtre de Genève: Nach „Katja Kabanova“ in Duisburg wird sich Tatjana Gürbaca in Genf mit Janáčeks Oper „Jenůfa“ beschäftigen, die später auch an der Deutschen Oper am Rhein zu erleben ist. Seine Erzählung sei „voll Musik aus der Tiefe des Herzens“, sagt Leoš Janáček über sein vor 100 Jahren – im November 1921 – uraufgeführtes Meisterwerk.

„Katja Kabanova“ – FOTO: Per Appelgren

Am Ufer der Wolga, irgendwo im Nirgendwo, fühlt sich die junge Katja Kabanova in der Ehe mit Tichon und im Haus ihrer Schwiegermutter gefangen. Ihre Suche nach Lebenssinn und Leidenschaft bricht sich in einer Affäre mit dem unverheirateten Boris Bahn, doch Katjas Drang nach Freiheit geht über die Ausweglosigkeit dieser Beziehung weit hinaus.  


In der unverwechselbaren Musiksprache Janáčeks gibt Sylvia Hamvasi ihr Debüt als Katja Kabanova, Renée Morloc ist ihre Schwiegermutter Kabanicha, Anna Harvey ihre Vertraute Barbara. Matthias Klink gastiert als Katjas Ehemann Tichon. Daniel Frank, der hier zuletzt als Tristan zu erleben war, kehrt als Boris auf die Duisburger Bühne zurück. Axel Kober dirigiert die Duisburger Philharmoniker.

 

 

Ballett-Doppelabend „Come In“ hat Premiere in Duisburg

Düssedorf/Duisburg, 9. Februar 2022 - Mit Choreographien der beiden Weltstars Twyla Tharp und Aszure Barton lädt das Ballett am Rhein am Samstag, 12. Februar, um 19.30 Uhr ins Theater Duisburg ein. „Come In“ heißt das Programm – eine Einladung an alle, die neugierig auf Tanz sind und die unter der Leitung von Demis Volpi 2020 neu formierte Düsseldorf-Duisburger Compagnie besser kennenlernen möchten.


Benannt ist der Abend nach dem gleichnamigen poetisch-meditativen Ballett der Kanadierin Aszure Barton, das im zweiten Teil zu erleben ist. Twyla Tharps Auftragswerk „Commentaries on the Floating World“ eröffnet den Doppelabend. Die Grande Dame des American Modern Dance kreierte das Stück während des Lockdowns in wochenlangen Proben über Videokonferenzen für das Ballett am Rhein.   Ihre Uraufführung „Baal“ wurde vor zwei Wochen im Opernhaus Düsseldorf stürmisch gefeiert – mit „Come In“ ist jetzt im Theater Duisburg ein Stück aus Aszure Bartons früher Schaffenszeit zu erleben.


Als erste Choreographer in Residence am Baryshnikov Art Center in New York schuf sie es 2006 für den Ballettstar Mikhail Baryshnikov und die Hell’s Kitchen Dance Company. Zur Musik von Vladimir Martynov – ein zartes und berührendes Stück für Streichorchester – hat Barton eine poetisch leise, aber dringlich nachwirkende Arbeit in die Welt gesetzt. Auf dem Fundament einer klassischen Bewegungssprache stellt sie die Frage, wie wir miteinander leben wollen und zeichnet dabei den Entwurf einer Gesellschaft, die in friedlich spielerischem Miteinander existiert.  


Auch Twyla Tharp kreierte einst für Mikhail Baryshnikov – allerdings genau 30 Jahre vor Aszure Barton: „Push Comes To Shove“ entstand 1976 und wurde zu einem der größten Hits von Twyla Tharp, deren unzählige Cross-over-Kreationen auf der ganzen Welt gezeigt werden. Kurz vor ihrem 80. Geburtstag hat die immer noch quirlige Grande Dame für das Ballett am Rhein ein neues Stück kreiert. Zu den hypnotisch repetitiven Klängen von Terry Rileys berühmter Minimal Komposition „In C“ ist eine universelle Geschichte über das Leben entstanden, eine Heldenreise durch Chaos und Struktur, durch eine sich in Bewegung befindende Welt.  

„Come In“ ist ein Doppelabend mit der Neukreation „Commentaries on the Floating World“ von Twyla Tharp und dem Stück „Come In“ von Aszure Barton. Premiere ist am Samstag, 12. Februar, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg. Weitere Informationen, alle Vorstellungstermine und Tickets von 17 bis 67 Euro auf ballettamrhein.de  

Twyla Tharp „Commentaries on the Floating World“: Dukin Seo, Kauan Soares, Lara Delfino, Nelson Lopez Garlo. FOTO © Bettina Stöß Weitere

 

Auszeichnung

Düssedorf/Duisburg, 28. Januar 2022 - Die Mezzosopranistinnen Anna Harvey und Valerie Eickhoff aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein freuen sich über erste Preise bei Wettbewerben in Paris und Kaiserslautern.  
Die Mezzosopranistin Anna Harvey ist am Samstag, 22. Januar 2022, mit dem ersten Preis (Prix Pierre Verne) aus dem Paris Opéra Competition hervorgegangen. Der internationale Gesangswettbewerb, der alle zwei Jahre an der Opéra National de Paris ausgetragen wird, endete mit einem szenischen Konzert der neun Finalist*innen im Pariser Palais Garnier.

Nach einer intensiven Probenwoche in der Opéra Bastille präsentierte Anna Harvey beim szenischen Abschlusskonzert vor einer hochrangigen Fachjury Arien aus Mozarts „La clemenza di Tito“ und Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ sowie ein Duett aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“. Als Hänsel begeistert sie aktuell auch an der Deutschen Oper am Rhein: Am 12. Februar (Opernhaus Düsseldorf) und 20. Februar (Theater Duisburg) öffnet sich hier der Vorhang zu den beiden letzten Vorstellungen der Saison.

Unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Paris begannen für Anna Harvey, die seit der Spielzeit 2018/19 zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gehört, die Proben zur Premiere von Leoš Janáčeks Oper „Katja Kabanova“. In der Neuinszenierung von Tatjana Gürbaca übernimmt die Britin die Rolle der Barbara. Am 5. März 2022 ist Premiere im Theater Duisburg.  

Die Mezzosopranistin Valerie Eickhoff wurde am Sonntag, 23. Februar 2022, in gleich zwei Kategorien mit dem Emmerich Smola Preis ausgezeichnet: Sie gewann den Medienpreis für junge Opernstars und den Orchesterpreis, die beide im Rahmen des vom SWR veranstalteten Galakonzertes in der Fruchthalle Kaiserslautern verliehen wurden. Der seit 2004 verliehene Emmerich Smola Förderpreis wurde in diesem Jahr neu ausgerichtet und zu einem Medien- und Orchesterpreis weiterentwickelt. Statt eines Preisgelds beinhaltet er eine umfassende Medienbegleitung und -förderung.

Die Preisträgerin des Medienpreises wird vom SWR mit Konzerten und Studioproduktionen, mit Fernseh- und Radiosendungen unterstützt sowie drei Jahre lang als SWR2 New Talent gefördert. Die Preisträgerin des Orchesterpreises wird in der nächsten Spielzeit zu einem Konzert mit der Deutschen Radio Philharmonie eingeladen. Erst vor wenigen Monaten, am 11. September 2021, hatte Valerie Eickhoff beim Internationalen Musikwett­bewerb der ARD in München einen hervorragenden 3. Platz belegt.

 Ihren festen Platz im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein hat die an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf ausgebildete Mezzo­sopranistin seit der Spielzeit 2019/20: Nach nur einem Jahr im Opernstudio wechselte sie 2020/21 ins große Ensemble. Zurzeit probt sie hier die Rolle der Diana in Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ in der Inszenierung von Barrie Kosky – am 19. Februar ist Premiere im Opernhaus Düsseldorf.  

Anna Harvey und Valerie Eickhoff (FOTOS: Andreas Endermann)

 

Ballett am Rhein tanzt im Forum am Schlosspark Ludwigsburg

Düsseldorf/Duisburg, 13. Januar 2022 - Mit drei Vorstellungen von Demis Volpis „Geschlossene Spiele“ ist das Ballett am Rhein am 14. und am 15. Januar im Forum am Schlosspark Ludwigsburg zu Gast. Volpis Ballett nach einem Schauspiel von Julio Cortázar wurde im Oktober letzten Jahres in Düsseldorf uraufgeführt und ist dort im kommenden Juni noch zwei Mal zu erleben.

Das erste Gastspiel der 2020 neu formierten Düsseldorf-Duisburger Ballettcompagnie führt in die langjährige künstlerische Heimat ihres Direktors und Chefchoreographen: Demis Volpis internationale choreographische Karriere begann 2006 am Stuttgarter Ballett, wo er 2013 nach seinem erfolgreichen ersten Handlungsballett „Krabat“ zum Hauschoreographen ernannt wurde.  


Der argentinische Schriftsteller Julio Cortázar reflektiert in seinem Schauspiel „Geschlossene Spiele“ auf phantastisch-surreale Weise die Zeit der Militärdiktatur in seinem Heimatland und schuf damit eine zeitlos gültige Gesellschaftsparabel. Sein meisterhaft inszeniertes Entgleiten scheinbar alltäglicher Situationen in etwas Surreales, manchmal Bedrohliches, inspirierte Demis Volpi zu einer vielschichtigen choreographischen Umsetzung.

Heike Scheele schuf für das Stück einen atmosphärischen Bühnenraum, in dem sich Reales mit Phantastischem wie selbstverständlich mischt. Katharina Schlipf unterstreicht mit ihrem Kostümbild die Besonderheiten der verschiedenen Charaktere und gibt ihnen optisch individuelle Profile.  

Demis Volpi „Geschlossene Spiele“: Norma Magalhães (Frau Lopez), Niklas Jendrics (Der Richter), Ensemble. FOTO © Ingo Schäfer

 

 Abschied von Gwendolyn Killebrew

Die Altistin, Kammersängerin und Ehrenmitglied der Deutschen Oper am Rhein, ist im hohen Alter in Düsseldorf verstorben

Düsseldorf, 28. Dezember 2021 - Gwendolyn Killebrew, eine der großen Künstlerinnen der Deutschen Oper am Rhein, ist am 24. Dezember 2021 im Alter von 80 Jahren in Düsseldorf verstorben. Die Altistin war von 1976 bis 2006 Ensemble­mitglied und blieb dem Haus auch anschließend als Gast verbunden. Im Jahr 1988 wurde sie von der Deutschen Oper am Rhein zur Kammersängerin und darüber hinaus 2011 zum Ehrenmitglied ernannt.

Gwendolyn Killebrew im Jahr 2009. FOTO: Hans Jörg Michel

„Wir haben mit Gwendolyn Killebrew eine bedeutende Sängerin, ein wunderbares Ensemblemitglied und eine bei allen beliebte Kollegin verloren, der wir ein ehrendes Andenken bewahren werden“, erklärt Christoph Meyer, der General­intendant der Deutschen Oper am Rhein. Während ihrer langen Karriere war Gwendolyn Killebrew sowohl an der Deutschen Oper am Rhein als auch international an vielen Häusern erfolgreich. Sie gestaltete zahlreiche bedeutende Partien ihres Fachs vom Frühbarock bis zur Moderne.

Dem Publikum in Düsseldorf und Duisburg wird sie insbesondere in ihrer Rolle als Carmen sowie in den Wagner-Partien Fricka, Erda und Waltraute, den Verdi-Rollen Ulrika, Maddalena und Azucena, ihren Monteverdi-Partien sowie als Rossinis Isabella in Erinnerung bleiben. Von der Düssel­dorfer Bühne verabschiedete sie sich am 5. Juli 2009 als Bacchis in der von Christof Loy inszenierten Offenbach-Operette „Die schöne Helena“.  

Die amerikanische Altistin studierte zunächst Klavier, Gesang, Horn und Orgel. Nach Beendigung ihres Studiums an der Temple University in Philadelphia (B.S.Ed.) wurde sie Musiklehrerin und Musiktherapeutin. Ein weiterführendes Gesangsstudium an der Juilliard School of Music in New York (M.M.) legte den Grund­stein für ihre Karriere als Opern-, Lied- und Oratoriensängerin. 1967 debütierte Gwendolyn Killebrew – im Alter von erst 26 Jahren – als Waltraute („Die Walküre“) in dem von Herbert von Karajan inszenierten „Ring des Nibelungen“ an der Metropolitan Opera New York, wo sie 1979 auch als Carmen auftrat. Gast­spiele führten sie zu weltweit bedeutenden Opernhäusern und Festivals wie den Bayreuther Festspielen und den Salzburger Oster- und Sommerfestspielen und den Londoner „The Night of the Proms“.    


Gwendolyn Killebrew war es ein besonderes Anliegen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an junge Sängerinnen und Sänger weiterzugeben. Sie gab Meisterkurse und hatte Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen inne. In Düsseldorf unterrichtete sie bis ins hohe Alter in ihrem eigenen Musikstudio Sologesang, Chorgesang und Klavier.  
 

 

 

 Deutsche Oper am Rhein trauert um Tibor Torell

Düsseldorf, 22. Dezember 2021 - Die Deutsche Oper am Rhein trauert um ihr ehemaliges Ensemblemitglied, den Regisseur und Spielleiter Tibor Torell, der am 18. Dezember 2021 in seiner Wahlheimat Berlin plötzlich und unerwartet verstorben ist.  

Der in Tschechien geborene Tibor Torell (1971–2021, FOTO KlaudiaTaday) war von 2011 bis 2017 als Regieassistent und Spielleiter an der Deutschen Oper am Rhein engagiert, wo er u. a. mit Regisseuren wie Claus Guth, Immo Karaman, Michael Hampe und Christof Nel zusammenarbeitete. Mit Elliott Carters Opern-Einakter „What next?“ präsentierte er in der Spielzeit 2015/16 eine eigene Inszenierung im Theater Duisburg.   Generalintendant Christoph Meyer: „Mit Tibor Torell verliert die Theaterwelt einen hoch engagierten Künstler, der mit seiner Begeisterung auch andere begeistern konnte. Seine Arbeit als Regisseur und Spielleiter war von spürbar großer Empathie für die Figuren der Stücke und für die Darsteller geprägt.“


Auch innerhalb des Ensembles wurde Tibor Torell sehr geschätzt: Er habe bei sich und bei anderen die Herausforderung gesucht und Halbherziges vermieden. Nachgespürt habe er dem Menschen selbst – seiner Verletzlichkeit in ihrer ganzen Stärke.  
Nach seinem Engagement an der Deutschen Oper am Rhein war Tibor Torell u. a. als Regisseur am Landestheater Coburg tätig, wo er Rossinis „La Cenerentola“, Hindemiths „Neues vom Tage“ und in der aktuellen Spielzeit den Ravel-Doppelabend „Die Spanische Stunde / Das Kind und der Zauberspuk“ inszenierte. 

 

 

 "Opernhaus der Zukunft": Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt Neubau

Düsseldorf, 16. Dezember 2021 - Der Grundsatzbeschluss fiel in der Sitzung am 16. Dezember / Nun soll zeitnah auch über den künftigen Standort der Oper entschieden werden   Der Stadtrat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 16. Dezember, mehrheitlich den Neubau des Düsseldorfer Opernhauses beschlossen.
Die Verwaltung der Landeshauptstadt hatte in ihrer Vorlage für einen Grundsatzbeschluss zum "Opernhaus der Zukunft" einen Neubau des Opernhauses empfohlen und sich somit gegen eine Sanierung des bisherigen Gebäudes ausgesprochen. Die Politik schloss sich nun dem Vorschlag an. Die Deutsche Oper am Rhein freut sich sehr über die wegweisende Entscheidung zur Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses.  

Opernhaus Düsseldorf - Foto Jens Wegener


Presseinformation der Landeshauptstadt Düsseldorf:
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Mit dem Grundsatzbeschluss und der Entscheidung für einen Neubau wurde ein wichtiger Meilenstein für das Projekt 'Opernhaus der Zukunft' gelegt. Nun gilt es sich zeitnah der Standortfrage zu widmen. Eine Entscheidung hierzu soll noch im 1. Quartal des kommenden Jahres herbeigeführt werden."
Der Oberbürgermeister weiter: "Bei den sich dann anschließenden konkreten Planungen wird auch wieder die Öffentlichkeit beteiligt werden. Hier hat bereits die erste Projektphase gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger sich mit viel Engagement und kreativen Ideen eingebracht haben. Es hat sich bestätigt, wie wichtig es ist, dass die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer den Prozess so eng begleiten können."

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe: "Der heutige Grundsatzbeschluss zählt sicherlich zu den wichtigsten und herausragendsten kulturpolitischen Entscheidungen in der Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren. Ich freue mich, dass der Beschluss nach den intensiven Prüfungen und Beratungen jetzt gefasst ist. Wir wollen zeitnah nun auch die Standortfrage klären: Beide Standorte birgen Vorteile wie Herausforderungen, diese gilt es nun genau zu überprüfen und abzuwägen."

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: "Dies ist ein großer Tag für die Deutsche Oper am Rhein. Mit der Entscheidung für ein 'Opernhaus der Zukunft' hat der Rat der Stadt Düsseldorf die Weichen gestellt für die Zukunft der Landeshauptstadt als internationaler Opernstandort und bedeutende Kulturmetropole. Ein solch optimistisches, zukunftsbejahendes und mutiges Bekenntnis zur verbindenden Kraft von Kunst und Kultur bei der gemeinsamen Gestaltung einer modernen und vielfältigen Stadtgesellschaft kann, insbesondere angesichts der Herausforderungen unserer Zeit, gar nicht positiv genug gewertet werden. Uns allen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Oper am Rhein sowie den zahlreichen mit uns verbundenen Künstlerinnen und Künstlern, ist die Perspektive auf ein neues Opernhaus eine besondere Anerkennung des Geleisteten und außergewöhnlicher Ansporn für Künftiges zugleich. Wir sind zutiefst dankbar und freuen uns sehr."


Parallel zu den Prüfungen der Verwaltung hinsichtlich der Frage "Neubau oder Sanierung?" wurden bereits Standortoptionen für einen Oper-Neubau und eine mögliche Interims-Spielstätte betrachtet. Zu Beginn wurden rund 30 Orte identifiziert, an denen eine Oper entstehen könnte. Grundlage für die Auswahl waren zunächst ausschließlich die Flächenbedarfe eines möglichen Neubaus bzw. eines Interims. In einem nächsten Schritt wurden die Standorte hinsichtlich der Kriterien "Zentralität" (z. B. zentrale Lage oder Erreichbarkeit), "Verfügbarkeit" (handelt es sich um städtisches Eigentum, wie sehen die Entwicklungsabsichten aus, etc.) und "technische Machbarkeit" (u. a. Grundstücksgröße, verkehrliche und logistische Erreichbarkeit) untersucht.

Auch die Bürgerinnen und Bürger beschäftigten sich bereits in der ersten Projektphase mit dem Thema Standort. Nach der ersten Prüfung der Verwaltung und unter Einbeziehung der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung konnten zuletzt so zwei Standorte für einen möglichen Neubau identifiziert werden: das städtische Grundstück an der Heinrich-Heine-Allee sowie der Standort Am Wehrhahn 1. Die Standorte gilt es nun näher zu prüfen. Für beide müsste das Baurecht geschaffen werden. Jeder Vorschlag hat zudem seine Besonderheiten, die nun abgewogen werden müssen. Dabei gilt es unter anderem die Verfügbarkeit und das Finanzierungs- und Beschaffungsmodell für die Neubaustandorte zu klären und abzustimmen.

Ziel ist es, im 1. Quartal 2022 eine Standortentscheidung herbeizuführen, sodass im Anschluss die Planungen bezogen auf den Standort konkretisiert werden können. Darüber hinaus soll im Zusammenhang mit der Standortentscheidung das Konzept zur zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung und die geplante Projektstruktur vorgestellt werden. Zudem soll das Raumprogramm und -konzept für das Opernhaus der Zukunft unter Einbeziehung der im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Opernkonzeption gewonnenen Erkenntnisse möglicher erweiterter Nutzungsoptionen angepasst werden. Mit der Einholung des Grundsatzbeschlusses ist die Arbeit der Projektgruppe "Opernhaus der Zukunft" abgeschlossen.


Zur weiteren Begleitung des Vorhabens wird eine Kleine Kommission "Opernhaus der Zukunft" eingerichtet. Kosten für das neue Opernhaus Für einen Neubau wurde ein grob geschätzter Kostenrichtwert, ohne Einbeziehung der Kosten für den Baugrund und für den möglichen Erwerb eines alternativen Grundstücks, aufgestellt. Dieser orientiert sich am aufgestellten Nutzerbedarfsprogramm. Der vorläufigen und ausschließlich auf dem aktuellen Wissenstand beruhende Kostenrichtwert beträgt mindestens 716 Millionen Euro.

Unvermeidbare Sanierungsmaßnahmen am jetzigen Standort In der Vergangenheit traten im Gebäude an der Heinrich-Heine-Allee vermehrt bauliche und technische Mängel auf, die den Spielbetrieb gefährdeten. Aus diesem Grund wurde bereits im Oktober 2017 der Bedarfsbeschluss für die zwingend notwendigen und sicherheitsrelevanten Sanierungen am Gebäude eingeholt. Seitdem wurden rund 11 Millionen Euro zur Aufrechterhaltung des Betriebes in unvermeidbaren Sanierungsmaßnahmen investiert. Zuletzt wurde Anfang November 2021 die Ausführung und Finanzierung der Abdichtung des Foyerdaches in den Fachausschüssen beschlossen. Auch mit der Entscheidung zum Neubau des Opernhauses sollen zukünftig weiterhin die zur Aufrechterhaltung des Betriebes absolut zwingenden Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

 

 

- Pop-Up-Weihnachtskonzerte mit dem Kinderchor am Rhein
- Ballett am Rhein tanzt „Der Nussknacker“ im Theater Duisburg  

Pop-Up-Weihnachtskonzerte mit dem Kinderchor am Rhein
Düsseldorf/Duisburg, 15. Dezember 2021 - Der Kinderchor am Rhein überrascht sein Publikum am kommenden Wochenende vom 17. – 19. Dezember 2021 mit drei weihnachtlichen Pop-Up-Konzerten vor dem Theater Duisburg. Die halbstündigen Auftritte finden am Freitag und Samstag jeweils um 18.15 Uhr sowie am Sonntag um 13.45 Uhr unter freiem Himmel statt und sind kostenfrei. Während der Konzerte öffnen sich die Türen zu den Vorstellungen im Theater Duisburg: Am Freitag und Sonntag zum neuen Ballett „Der Nussknacker“, am Samstag zur Schauspiel-Aufführung „Das Gewächshaus“ mit dem Jugendclub „Spieltrieb“.  


Mit den drei Pop-Up-Weihnachtskonzerten unter freiem Himmel, direkt vor dem Theater Duisburg, kann der Kinderchor am Rhein nach 1 ½ Jahren endlich wieder vor Publikum auftreten. Unter der Leitung von Lea Marie Tigges präsentieren die jungen Sängerinnen und Sänger populäre Weihnachtslieder wie „Jingle Bells“ und „Engel auf den Feldern singen“, aber auch weniger bekannte Lieder wie „Schwalbenabschied“ oder das französische „Entre le boeuf“. Für Winterstimmung sorgt die transparente „Bubble“: Der Ableger der mobilen Spielstätte „UFO – Junge Oper Urban“ wird für das Konzert festlich dekoriert und beleuchtet.

Kinderchor am Rhein - FOTO Andreas Endermann


Ballett am Rhein tanzt „Der Nussknacker“ im Theater Duisburg  

Märchenhafter Weihnachtszauber und eine bunte Reise durch die Phantasie: Am 17. Dezember, eine Woche vor Heiligabend, feiert das Ballett am Rhein mit „Der Nussknacker“ Premiere im Theater Duisburg. Kurz nach der umjubelten Premiere in Düsseldorf sind die ersten Vorstellungen auch hier schon ausverkauft. Die gute Nachricht: Es gibt noch Karten für die Silvestervorstellung am 31. Dezember 2021 und die erste Aufführung im neuen Jahr, am 6. Januar 2022.  

Mit „Der Nussknacker“ bringt das Ballett am Rhein das Wintermärchen par excellence im Theater Duisburg auf die Bühne. Zur Komposition von Peter Iljitsch Tschaikowsky legte Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi den beliebten Klassiker, in dem ein Nussknacker zum Mensch wird und ein Mädchen zur jungen Frau, 2016 für das Ballet Vlaanderen als vielschichtiges Coming of Age-Ballett auf.


Für seine Neufassung mit dem Ballett am Rhein hat er Teile des Zweiakters in die Hände verschiedener Nachwuchschoreographinnen und -choreographen gelegt: Bahar Gökten und Yeliz Pazar, Mitglieder des Kollektivs nutrospektif und Factory Artists am tanzhaus nrw, gestalten eine Episode im urban dance-Stil. Die Gestaltung verschiedener Divertissements übernehmen mit Neshama Nashman, James Nix, Wun Sze Chan und Michael Foster Tänzer*innen des Ballett am Rhein.  

Für alle Altersgruppen gibt es in Volpis Interpretation des berühmten Ballettmärchens etwas zu entdecken. Im Fokus steht die Entwicklung der Figur Clara, die zu Beginn als behütetes Kind einer liebevollen Familie gezeigt wird und im Laufe der Erzählung ihre Kindheit mehr und mehr hinter sich lässt. Die Begegnung mit dem rätselhaften Nussknacker beflügelt ihre Phantasie. Clara lernt, für ihre Ideen und Überzeugungen einzustehen, fühlt zum ersten Mal eine verwirrende Verliebtheit. Ihr Publikum nimmt sie mit auf eine Reise durch bunte Traumwelten, in denen ihre Familie erst zu einer wilden Mäusebande mutiert und später in immer neuen Formen auftritt.  
Marie Jacquot, Erste Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein, hat die musikalische Leitung und dirigiert alternierend mit Christoph Stöcker die Duisburger Philharmoniker.  

Weitere Informationen, alle Termine und Tickets von 19,00 bis 91,50 Euro sind an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62 100), im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211) und auf www.ballettamrhein.de erhältlich.  

Nussknacker - Weis Maria Luisa Castillo Yoshida (Tante Zuckermund), Paula Alves (Clara), Clara Nougué-Cazenave, Marjolaine Laurendeau (Cupcakes), © Bernhard Weis

 

Führungsduo der Deutschen Oper am Rhein verlängert Verträge bis 2027

Düsseldorf/Duisburg, 08. Dezember 2021 - Der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer, und die Geschäftsführende Direktorin Alexandra Stampler-Brown verlängern ihre Verträge bis zum 31. Juli 2027. Die Gesellschafterversammlung der „Deutschen Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf Duisburg gGmbH“ hat in ihrer Sitzung vom Dienstag, 07. Dezember 2021, eine entsprechende einstimmige Empfehlung des Aufsichtsrates bestätigt und so den Weg für die Vertragsverlängerung geebnet.


Das Führungsduo der Deutschen Oper am Rhein bleibt nun bis zum Ende der Saison 2026/27 verantwortlich für die Geschicke der nunmehr 65 Jahre alten Theatergemeinschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg. Prof. Christoph Meyer ist seit der Saison 2009/10 Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein. Er verlängert seinen bis 2024 laufenden Vertrag nun um weitere drei Jahre bis Mitte 2027. Alexandra Stampler-Brown - Foto Endermann - übernahm das Amt der Geschäftsführenden Direktorin zur Spielzeit 2014/15 und verlängert ihren bis 2022 laufenden Vertrag um fünf Jahre – damit läuft dieser ebenfalls bis Mitte 2027.


„Das Duo Christoph Meyer und Alexandra Stampler-Brown hat die künstlerische wie wirtschaftliche Entwicklung der Deutschen Oper am Rhein erfolgreich vorangetrieben. Ich freue mich sehr, dass die beiden auch weiterhin für die Deutsche Oper am Rhein wirken werden. Nicht zuletzt, wenn es um die Zukunft des neuen Düsseldorfer Opernhauses geht, werden wir ihre Erfahrung und ihre Visionen dringend benötigen, um diesen Prozess in gute Bahnen zu führen", so der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf und derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Oper am Rhein, Dr. Stephan Keller.

Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass mit den erneuten Vertragsverlängerungen Generalintendant Professor Christoph Meyer und Alexandra Stampler-Brown als Geschäftsführende Direktorin ihre erfolgreiche Arbeit bis 2027 fortsetzen werden. Kontinuität und die gerade in den Pandemiezeiten besonders erforderliche Flexibilität und Innovationsfähigkeit in der Führung unseres Zweistädteinstituts prägen damit weiterhin die langjährige Intendanz von Professor Meyer sowie die andauernde geschäftsführende Leitung der Deutschen Oper am Rhein durch Alexandra Stampler-Brown.“