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LehmbruckMuseum - Ausstellungsprogramm 2019

"DREI' improvisieren frei alle zwei Monate im Lokal Harmonie

- Vortrag zu frühmittelalterlichen Gräberfeldern      
- Lehmbruck Museum: „Graupausen Kiosk“

Kultur- und Stadthistorisches Museum: Vortrag zu frühmittelalterlichen Gräberfeldern      
Duisburg, 19. Februar 2019 - Stadtarchäologin Meike Hachmeyer berichtet am Sonntag, 24. Februar, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 in Duisburg-Mitte von ihrer Arbeit und ihren Erkenntnissen zu frühmittelalterlichen Gräberfeldern in Duisburg. Der Vortrag begleitet die aktuelle Sonderausstellung „Dispargum – Königssitz, Kaiserpfalz, Hansestadt“ im Museum.  
Als der Unternehmer Carl Böninger in den 1850er-Jahren seine Villa im Bereich des heutigen Kantparks bauen ließ, kam bei den Erdarbeiten ein frühmittelalterliches Gräberfeld zutage. Die Ausgrabung dieses Gräberfelds ist kaum dokumentiert, so dass die geborgenen Objekte zu einzelnen Grabstellen nicht mehr zugeordnet werden konnten.  
Meike Hachmeyer hat sich der Herausforderung gestellt und konnte über 600 Funde durch Abgleich von Inventarnummern und Recherche in einem umfangreichen Katalog fränkischer Objekte zuordnen. Eine wissenschaftliche Untersuchung des Gräberfeldes wurde dadurch erstmals nach modernen Standards möglich. Aber auch im übrigen Duisburger Stadtgebiet gab es zahlreiche mittelalterliche Gräberfelder und Grabstätten von Walsum über Marxloh, Beeck, Hochemmerich bis zum Dellviertel, die Thema des Vortrags sein werden. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Lehmbruck Museum: „Graupausen Kiosk“
Bei (voraussichtlich) frühlingshaften Temperaturen können sich alle Interessierten am Samstag und Sonntag, den 23. und 24. Februar, jeweils 11 bis 17 Uhr, auf den „Graupausen Kiosk“ im Skulpturenhof des Lehmbruck Museums freuen. In dem Projekt „Graupausen Kiosk“ zeigen vier Studierende der Hochschule Niederrhein eine Videoprojektion im Container auf dem Skulpturenhof des Lehmbruck Museums. Mit ihrem Film greifen die Studierenden der Kulturpädagogik die Anonymität der Großstadt auf.
Unterstützend dazu zeigen sie Fotos, die sie auf der Straße mit Passanten erarbeitet haben. Vor dem Container zeigen die Studierenden stündlich eine kleine Aktion, bei der Musik gespielt, oder eine kleine Performance aufgeführt wird. Den Besucher*innen bietet sich so die Möglichkeit, eine Pause vom Grau der Stadt einzulegen – eine „Graupause“ eben.
Der „Graupausen Kiosk“ wird von den Kulturpädagogik-Studierenden Sina Büttner, Julian Etterich, Simon Janßen und Alica Prasch realisiert. Der Besuch des „Graupausen Kiosks“ ist kostenfrei.

„Graupausen Kiosk“, 2019

- „Forever Bach“
- „Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Duisburg, 16./18. Februar 2019 - „Forever Bach“: Der Pianist Kai Schumacher Foto) und seine Mitstreiter loten die Grenzen zwischen Barockmusik, Jazz, Hip-Hop und Elektronik aus „Nicht Bach, Meer sollte er heißen“. Dieser weltberühmte Satz ist nicht weniger als die ehrfürchtige Verneigung Ludwig van Beethovens vor dem Großmeister Johann Sebastian Bach. Denn kaum jemand hat so zahlreiche, bedeutende, verschiedenartige Werke geschaffen wie der Barockkomponist.

Zudem gilt Bach als virtuoser Improvisator und lustvoller Bearbeiter eigener Werke. Grund genug für die Pianisten Kai Schumacher und Sebastian Knauer, für Pascal Schumacher (Vibraphon), für das Barockorchester der Duisburger Philharmoniker und das Ensemble PTT, mit Bach die Grenzen zwischen Barock, Jazz, Hip-Hop und Elektronik auszuloten. Forever Bach heißt das spannende und außergewöhnliche Programm von Kai&Friends, das nächsten Freitag (22. Februar, 20 Uhr) in Duisburgs Mercatorhalle zu erleben ist.
Der Pianist Kai Schumacher, 1979 in Baden-Baden geboren, beschäftigt sich seit seinem Studium an der Folkwang Universität der Künste intensiv mit klassischer und nicht-klassischer Musik. Schon als Jugendlicher kam er mit dem Jazz in Berührung, spielte später auch in Rock- und Punkbands. In Duisburg wird er zunächst Bachs Konzert für Klavier und Streicher d-Moll BWV 1052 interpretieren, außerdem mit dem Hamburger Sebastian Knauer das Konzert für zwei Klaviere und Streicher C-Dur BWV 1061.
Den weiteren Weg weist die so klangvolle wie virtuose Improvisation ÜberBach für Klavier, Vibraphon und Streichorchester des iranisch-deutschen Komponisten Arash Safaian. Und mit Reinventions von Gene Pritsker werden Bachs Inventionen ordentlich durchgeschüttelt, nicht zuletzt mit Hilfe elektronischer Klänge und der Minimal Music. Alles wird unterstützt von den faszinierenden multimedialen Bildwelten des Künstlerkollektivs Warped Type.
Karten gibt es unter Tel. 0203 / 283 62 100 oder online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.

Lehmbruck Museum: „Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Auch am kommenden Wochenende ist das Lehmbruck Museum Schauplatz verschiedener Veranstaltungen: Bei „Mitreden“ kommen Menschen verschiedenster Herkunft am Samstag, den 23. Februar, ab 15 Uhr, miteinander ins Gespräch. Bei der öffentlichen Sonntagsführung, am 24. Februar, 11.30 Uhr, zeigt Friederike Winkler Rufenach Highlights aus der Sammlung des Hauses.  

Bei „Mitreden“ geht es darum, mit Menschen anderer Herkunft und anderen Alters ins Gespräch zu kommen, um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen, vor allem aber um die deutschen Sprachkenntnisse durch die praktische Anwendung zu vertiefen. Die Gesprächsrunden werden von Moderator*innen begleitet, die versuchen die anfänglichen Berührungsängste zu abzubauen und ein freies Gespräch zwischen allen Beteiligten zu eröffnen.                                     
Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenfrei.  

Nach dem Ende der Präsentationen zu den Werken des Expressionismus, Oskar Schlemmer und den Duisburger Künstlern, fokussiert sich die Kunstvermittlerin Friederike Winkler Rufenach bei ihrem öffentlichen Rundgang durch das Lehmbruck Museum auf die Highlights der Sammlung. So bekommen die Besucher neben den Arbeiten Wilhelm Lehmbrucks auch Werke zahlreicher anderer bedeutender Künstlerinnen und Künstler zu sehen.
In den Ausstellungsräumen des Hauses werden unter anderem auch Werke von Max Ernst, Salvador Dali, Alberto Giacometti oder Rebecca Horn präsentiert. Die Teilnehmer*innen der Führung erwartet eine Stippvisite durch mehr als 100 Jahre moderne Kunstgeschichte.  
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.


Lehmbruck Museum (im Vordergrund: Max Bill, Konstruktion aus drei Kreisscheiben, 1945/50, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2019), Foto: Dejan Saric

 

- plastikBAR: Volker Heins und Judith Funke im Gespräch mit Jochen Gerz
- Dreifaches Ausstellungsfinale
- MKM: Bazon brock Besucherschule

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee: „Jochen Gerz: THE WALK“
Duisburg, 15. Februar 2019 - Bei „Kunst & Kaffee“ im Lehmbruck Museum am Dienstag, 19. Februar, 15 Uhr, haben die Besucher*innen noch einmal die Gelegenheit, die Ausstellung „Jochen Gerz: THE WALK“ zusammen mit Museumsmitarbeiterin Nina Hülsmeier zu erkunden und die Eindrücke anschließend in gemütlicher Runde zu verarbeiten.   Der Künstler Jochen Gerz hat die Glashalle des Lehmbruck Museums in ein gigantisches Buch verwandelt.
Auf der sieben Meter hohen Glasfassade erzählt der Künstler von seinem Leben und verbindet dieses mit acht Dekaden Zeitgeschichte. Auf einem Steg – „THE WALK“ –können die Teilnehmer*innen der Führung aus ungewohnter Perspektive auf den Text, in das Museum und  in den umliegenden Park schauen. Zudem eröffnet der Text einen ungewöhnlichen Blick in die jüngere Geschichte. Beim anschließenden Gespräch bei Kaffee und Kuchen kann ausgiebig über die gewonnenen Eindrücke diskutiert werden.  
Am jeweils dritten Dienstag im Monat bietet das Lehmbruck Museum eine öffentliche Führung in der Reihe „Kunst & Kaffee“ an.  Die Kosten betragen für jeden Teilnehmer 12 € inklusive Kaffee und Kuchen. Anmeldung erbeten unter Tel.  0203 283-7018 oder E-Mail:
joerg.mascherrek@lehmbruckmuseum.de.

 

Lehmbruck Museum: plastikBAR: Woherwohin? – Volker Heins und Judith Funke im Gespräch mit Jochen Gerz
Am Donnerstag, den 21. Februar, um 19 Uhr spricht der Künstler Jochen Gerz mit Volker Heins vom KWI Essen und der Kuratorin und Texterin Judith Funke über Migration und Mobilität im Rahmen seines Ausstellungsprojekts „THE WALK – keine Retrospektive“.  

Migration und Mobilität sind zentrale Erscheinungen unserer globalisierten Gesellschaft. Gerade urbane Regionen wie das Ruhrgebiet sind aber schon immer vom Zu- und Wegzug von Menschen geprägt. Die Normalität von Migration, jenseits aufgeheizter Debatten, hat Jochen Gerz bereits in seinem Projekt „Woherwohin“ zum Thema gemacht. Für das Internationale Bodenseefestival im Frühjahr 2004 stellte Gerz der Bevölkerung vor Ort die Frage, woher sie oder ihre Familie kommen und wo sie am liebsten leben würden. Aus den Antworten entstand eine Weltkarte, die ein überraschend vielfältiges Porträt einer ländlichen Region zeichnet.  

In lockerer Atmosphäre werden Judith Funke, Volker Heins und Jochen Gerz, dessen Ausstellungsprojekt „THE WALK“ noch bis Mai im Lehmbruck Museum zu sehen ist, verschiedene Perspektiven rund um die Themen Migration und Mobilität sowie Gerz künstlerische Arbeit erörtern. Auch die Besucher*innen sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.  

Jochen Gerz (*1940 - Foto: Sonja Rothweiler) ist einer der konsequentesten, international heute präsenten Künstler seiner Generation. Seine Jugend hat er im Rheinland verbracht und hier die Grundlagen für einen ungewöhnlichen Weg vom literarischen zum künstlerischen Schaffen gelegt.
Im Lehmbruck Museum präsentierte er 1975 seine erste Einzelausstellung. Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet er vor allem, ab 2000 ausschließlich, im öffentlichen Raum an gesellschaftlichen Prozessen, die sich zum Teil in mehreren Jahren entwickeln. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Öffentlichkeit selbst, ohne deren Teilnahme seine Kunst nicht mehr entstehen kann.  

Jochen Gerz, THE WALK, 2018, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Fotos: Thomas Koester


Judith Funke arbeitet als freie Kuratorin, Texterin und Lektorin in Köln. Seit ihrem Studium der Film- und Medienwissenschaft in Bochum war sie für verschiedene Festivals und Institutionen an den Schnittstellen von Kunst, Film und Medienkultur tätig. Sie ist seit 2012 Mitglied in der Auswahlkommission des Kasseler Dokumentar- und Videofests. Von 2016-2018 war sie als Leiterin des Kinos im U e.V. in Dortmund tätig und von 2013-2014 als kuratorische Assistenz beim Hartware MedienKunstVerein in Dortmund.
Davor arbeitete sie u.a. bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, als Projektleitung der Konferenz des 16th International Symposium on Electronic Art (ISEA2010 RUHR) und im Leitungsteam des Internationalen Videofestival Bochum.   Volker M. Heins ist Permanent Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und Vorstandsmitglied am Centre for Global Cooperation Research der Universität Duisburg-Essen. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft und der Philosophie in Florenz und Frankfurt am Main war er u.a. am Frankfurter Institut für Sozialforschung beschäftigt. V
erschiedene Gastprofessuren und Fellowships brachten ihn nach Indien, Israel, in die USA und nach Kanada, wo er einige Jahre an der McGill University in Montreal lehrte. Volker Heins arbeitet und publiziert zu Fragen der Demokratie, der Einwanderungsgesellschaft sowie zur Exilforschung. Er ist Mitbegründer der Academy in Exile, die verfolgte Wissenschaftler/innen aus autoritären Staaten nach Deutschland einlädt. Die Teilnahmegebühr beträgt 9 EUR inklusive Begrüßungsgetränk.  

Lehmbruck Museum: Dreifaches  Ausstellungsfinale 

Am Sonntag, 17. Februar, besteht für Besucher*innen die letzte Möglichkeit, die drei aktuellen Wechselausstellungen des Lehmbruck Museums zu besichtigen. Zu den Ausstellungen „Vor Ort  2018“, „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“ und „Meisterwerke des Expressionismus“ werden um 11.30 Uhr öffentliche Führungen angeboten. 

„Vor Ort 2018“:

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler haben eine besondere Beziehung zur Stadt, da sie hier geboren wurden oder / und in Duisburg leben und arbeiten. Eine Jury hatte aus den über 120 Bewerbungen sehr qualitätvolle und abwechslungsreiche Werke ausgewählt. Fast alle künstlerischen Gattungen sind vertreten: Malerei, Skulptur, Fotografie und Zeichnung bis zur Installation und zum Video sind Internationalität und Freiheit des Kunstschaffens erkennbar. Die unterschiedlichen Werke vermitteln einen außergewöhnlich guten Eindruck von der Vitalität des Kunstschaffens in unserer Stadt.

 

„Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“

Die Kabinettausstellung zu Oskar Schlemmer (1988-1943) ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in Nordrhein-Westfahlen „100 jahre bauhaus im westen“. Schlemmer gilt als einer der einflussreichsten und vielseitigsten Künstler des Bauhauses. Er war nicht nur als Maler, sondern auch als Grafiker, Wandgestalter, Bühnenbildner, Choreograf und Bildhauer tätig. Auf 140 m² präsentiert die Ausstellung grafische, malerische und skulpturale Arbeiten des Künstlers in Duisburg.

 

„Meisterwerke des Expressionismus“:

Die Ausstellung bietet einen Einblick in eine der künstlerisch interessantesten Perioden des 20. Jahrhunderts. Sie beleuchtet zwei zentrale Aspekte des Expressionismus: Aktdarstellungen und Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel. Auf Reisen an die Moritzburger Teiche und nach Fehmarn entstehen Gemälde, die Akte, eingebunden in die unberührte Natur, zeigen. Sie sind Zeugnisse der Sehnsucht nach einer naturnahen, freien Lebensweise, die in einem starken Kontrast zu den Regeln des akademischen Kunstbetriebs und den starren Konventionen der wilhelminischen Gesellschaft stehen. 

Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

 


MKM: Bazon brock Besucherschule
Bazon Brock, selbsternannter „Denker im Dienst“ und „Künstler ohne Werk“ sowie emeritierter Ästhetik-Professor, lädt erneut zur Besucherschule ins MKM. Seine Führungen jenseits klassischer Vermittlung sind legendär, seit er sie erstmals 1968 auf der documenta durchgeführt hat. In der aktuellen Ausstellung nimmt er Emil Schumachers Schaffen in den Fokus seiner unkonventionellen Betrachtungen und wartet mit handfesten Hintergrundinformationen, tiefsinnigen Gedankenketten und einer kurzweilige Form des Vortrags auf. 10 EUR inkl. Eintritt ins MKM

 

Saleem Ashkar und der Beethoven-Zyklus

Duisburg, 14. Februar 2019 - „Pathétique“ und „Les Adieux“: Saleem Ashkar setzt seinen viel beachteten Beethoven-Zyklus im Lehmbruck Museum fort Der israelisch-palästinensische Pianist Saleem Ashkar wuchs an einem der größten Krisenherde der Welt auf. So verwundert es nicht, dass die Beschäftigung mit Ludwig van Beethovens Klaviersonaten über die rein musikalische Kraft der Werke hinaus auch eine besondere weltanschauliche Dimension für ihn hat: „Mit seinem Schaffen implizierte Beethoven stets eine aktive Teilhabe an den politischen und sozialen Veränderungen seiner Umgebung.“

Seinen im November 2017 im Duisburger Lehmbruck Museum begonnenen Beethoven-Zyklus setzt Saleem Ashkar am Mittwoch, 20. Februar 2019 (20 Uhr) am gleichen Ort fort. Er beginnt das sechste Konzert der Reihe mit der frühen, effektvoll-virtuosen Sonate Nr. 3 C-Dur op. 2/3. Ihr lässt er die Sonate Nr. 8 c-Moll op. 13 folgten, die unter dem Beinamen Pathétique große Popularität erlangte. Die langsame Einleitung mit ihren schroffen Akzenten wirft düstere Schatten, die über das aufgewühlte Allegro und das seelenvoll-ruhige Adagio bis ins Rondo-Finale hinein reichen.
Im Anschluss erklingen die beiden zweisätzigen Stücke Nr. 19 g-moll op. 49/1 und Nr. 20 G-Dur op. 49/2, die aus dem Gesamtwerk der Klaviersonaten herausfallen. Sie gehören zum Frühwerk und wurden erst später mit der relativ hohen Opuszahl veröffentlicht. Zum Abschluss spielt Saleem Ashkar die Sonate Nr. 26 Es-Dur op. 81a, auch bekannt unter dem Beinamen Les Adieux.
Beethoven kündigte sie in der Korrespondenz mit seinem Verleger unmissverständlich als „große charakteristische Sonate“ an. Im Autograph bezeichnete er sie als Lebewohl für Erzherzog Rudolph von Österreich, der am 4. Mai 1809 aus Wien auszog, um sich vor den anrückenden Franzosen in Sicherheit zu begeben.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter
www.duisburger-philharmoniker.de.

Saleem Ashkar mit Bechstein-Fluegel © Liudmila Jeremies

 

Zwei Konzerttermine des „studio – orchester duisburg“ in der Stadtmitte und Meiderich 

Duisburg, 11. Februar 2019 - Das „studio-orchester duisburg“ gibt unter Leitung von Johannes Witt ein Sinfoniekonzert am Samstag 11. Mai, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg in der Stadtmitte und am Sonntag, 12. Mai (Muttertag), um 18 Uhr im Centrum Westende an der Westender Straße 30-32 in Meiderich.

In der Pause sorgt die im Centrum Westende beheimatete Jugendgruppe „KISS“ für erfrischende Getränke. Da an diesem Tag  „Muttertag“ ist, werden die Organisatoren für alle anwesenden Damen eine kleine Aufmerksamkeit bereithalten.

Im Konzert mit dem „studio-orchester duisburg“ wird diesmal auch Filmmusik zu hören sein – allerdings ist nicht bekannt, welche Bilder Mozart bei der Komposition seines Klarinettenkonzerts, dessen zweiten Satz im Film „Jenseits von Afrika“ zitiert wurde, im Kopf hatte. Vielleicht sind es am ehesten die Gefühle von Freiheitsdrang und Sehnsucht, die die Filmcharaktere bewegten und durch Mozarts Musik verkörpert werden.  

Der Kasseler Klarinettist Stefan Hülsermann ist in jedem Fall ein hervorragender Interpret, um die verschiedenen Stimmungen des Stücks hervorzubringen und beim Zuhören eine persönlichen Film entstehen zu lassen. „Fast zum Heulen schön“, so schrieb die Presse bereits über seine sensiblen Interpretationen voll Virtuosität und Ausdrucksstärke.  

Die lyrischen Pastelltöne dieses Stücks setzen sich auch in Brahms‘ 2. Sinfonie fort, die im zweiten Teil des Konzerts gespielt wird. Brahms komponierte sie im Sommer 1877 während Aufenthalten am Wörthersee und in Baden-Baden. Die heitere Grundstimmung eines Sommers mit melancholischen Untertönen ist – bei etwas Phantasie - durchaus zu erkennen. 

Das studio-orchester duisburg bietet ambitionierten Laien und studierten Musikern – zumeist Musikpädagogen - die Möglichkeit, gemeinsam große Orchesterwerke auf hohem Niveau zu spielen. Alles begann vor fast 50 Jahren als „Talentschmiede“ für fortgeschrittene Musikschüler.  

Bei den Orchestermitgliedern ist der Anteil der Musikschüler im Verhältnis zu den Musiklehrern im Laufe der Jahrzehnte zwar zurückgegangen – aber auch weil manche frühere Mitglieder das Hobby zum Beruf gemacht haben und dem Orchester weiter die Treue gehalten haben. Die Idee, Orchesterspiel jenseits des Musikschulorchesters zu ermöglichen, ist jedoch geblieben, insofern sind auch fortgeschrittene Musikschüler herzlich willkommen.  

Dem studio-orchester duisburg ist es bisher immer gelungen, qualifizierte Dirigenten für die Leitung zu gewinnen. Der bisherige Dirigent Thomas Jung erhielt ein Engagement am Royal Opera House Covent Garden. Johannes Witt, der 2. Kapellmeister des Aalto-Theaters Essen, leitet nun als Gastdirigent das Konzert. 

Karten für das Konzert im Theater Duisburg

Karten für das Konzert im Servicebüro des Theater Duisburg gibt es zum Preis von elf Euro zuzüglich zehn Prozent Vorverkaufsgebühr: (0203) 283-62100, karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.theater-duisburg.de oder www.studio-orchester.de. 

Karten für das Konzert im Centrum Westende in Meiderich

Karten für das Konzert in Meiderich gibt es ab sofort im Vorverkauf zum Preis von elf Euro zuzüglich zehn Prozent Vorverkaufsgebühr bis zum 10. Mai an folgenden VVK-Stellen: 

Tourist Information Duisburg, Königstr. 86, 47051 Duisburg-Mitte

Buchhandlung Filthaut, Von-der-Mark-Str. 77, 47137 Duisburg-Meiderich

Photo Porst, Von-der-Mark-Str. 34, 47137 Duisburg-Meiderich 

Eine telefonische Reservierung beim Kulturbüro ist telefonisch möglich unter (0203) 283-62264) oder per E-Mail an kulturbuero@stadt-duisburg.de.

 

Lehmbruck Museum: „Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Wie jeden Samstag, lädt das Lehmbruck Museum auch am 16. Februar, 15 Uhr, zur Veranstaltung „Mitreden“ ein. Eingeladen sind Menschen, die Deutsch lernen oder Erfahrungen austauschen möchten. Unter dem Motto „Von Lehmbruck bis Schlemmer“ führt Madalina Rotter am 17. Februar, 11.30 Uhr, bei einer öffentlichen Sonntagsführung durch die Highlights der Sammlung. 

Die Veranstaltungsreihe „Mitreden“ richtet sich unter anderem an Menschen, die neu in Deutschland sind und ihre Sprachkenntnisse in der praktischen Anwendung verbessern wollen. In lockerer Atmosphäre kommen sie mit „Alteingesessenen“ ins Gespräch. Die Unterhaltung folgt keinem vorgegebenen Thema und ist völlig offen. Häufig dienen die ausgestellten Kunstwerke als Anregung. 

Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenfrei.

 

Kunstvermittlung, Foto: Frank Fischer

Für die öffentliche Sonntagsführung hat Kunstvermittlerin Madalina Rotter einen Streifzug durch die Kunst des frühen 20. Jahrhunderts geplant. Bei einer Führung von „Lehmbruck bis Schlemmer“ kommen die Besucher*innen vor allem mit Arbeiten aus der Zeit des Expressionismus und des Bauhauses in Kontakt. Neben den Arbeiten von Wilhelm Lehmbruck und Oskar Schlemmer sind so auch Gemälde und Skulpturen zahlreicher weiterer bedeutender Maler und Bildhauer zu sehen und zu entdecken.

 

Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

Otto Mueller, Paar in der Kaschemme, um 1921/22, Foto: Jürgen Diemer

 

Lehmbruck Museum: DAS CITY ATELIER – „3D-Steckskulpturen“ mit Jana Lina Berkenbusch
 Beim Workshop „3D-Steckskulpturen“ lernen die Besucher*innen des Lehmbruck Museums am 17. Februar, 14 Uhr, wie man aus vielen kleinen, selbst angefertigten Elementen tolle 3D-Skulpturen erschafft. Die Künstlerin Jana Lina Berkenbusch zeigt in ihrem Workshop, wie man Elemente für eine eigene 3D- Steckskulptur entwirft. Nach dem Ausschneiden und Ausstanzen kann man diese anschließend zu immer neuen phantastischen Gebilden zusammenfügen.
Eine Skulptur der Künstlerin, „The Nimble“ ist im CITY ATELIER zu sehen und dient den Teilnehmer*innen des Workshops zur Inspiration. Jana Lina Berkenbusch ist Spezialistin darin, eigenen Ideen eine Dreidimensionalität zu verleihen. Mit etwas Fingerspitzengefühl schaffen das auch die Workshopteilnehmer*innen. Jana Lina Berkenbusch ist freiberufliche Illustratorin, Editorialdesignerin und sie konzipiert Objekte und Rauminszenierungen. Die Teilnahme am Workshop ist im Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) inbegriffen.

 

Kabarett aus der Berliner Distel und vom Niederrhein zu Gast in der Bezirksbibliothek Rheinhausen  

Duisburg, 08. Februar 2019 - Matthias Reuter setzt am Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) in der Bezirksbibliothek Duisburg-Rheinhausen auf der Händelstraße 6 seine Kabarettshow in der gleich mit drei Gästen fort. Vom Berliner Kabarett „Die Distel“ reist Tilman Lucke an.

Mit seinem Programm „Verdummungsverbot“ liegt er im Trend, denn die Bildungsmisere breitet sich weltweit aus: Kim Jong-un ist beim Atomtest durchgefallen, Putin verfügt gerade mal über ein abgeschlossenes Fitnessstudio, und Donald Trump erhält für seine gesammelten Tweets bald den Literaturnobelpreis.
Aber Tilman Lucke stellt sich der Verdummung entgegen: aktueller als das Internet, frecher als die Kanzlerin und musikalischer als Andrea Nahles. Eine kürzere Anreise hat Ludger Kazmierczak. Er kommt vom Niederrhein. Der WDR-Hörfunkredakteur und Niederlande-Korrespondent präsentiert aktuelles Kabarett und blickt von Kleve aus auf unsere frittierfreudigen Nachbarn. Er zerpflückt die holländische Sprache und die Frikandel-Küche und manövriert sich dabei entspannt durchs Zeitgeschehen.

Klug, lustig und informiert: Wortkabarett der Extraklasse. Ebenfalls vom Niederrhein kommt Volker Diefes aus Krefeld. Er ist „Smart ohne Phone“, denn er weiß: es fällt immer schwerer, zwischen relevanten Themen und einer x-beliebigen, hochgejubelten Belanglosigkeit zu unterscheiden. Viele haben dabei komplett die Orientierung verloren… Aber dafür gibt es ja zum Glück eine App! Oder Volker Diefes mit modernem Kabarett und intelligentem Humor.

Der Gastgeber Matthias Reuter hat sein E-Piano und den Bibliotheksflügel im Gebrauch, bringt neue Geschichten und Songs aus Oberhausen mit und moderiert wie immer gut gelaunt und musikalisch durch den Abend, der im Januar zum ersten Mal ausverkauft war.  
Eintrittskarten sind ab sofort zum Preis von zwölf Euro in der Bezirksbibliothek Rheinhausen erhältlich. Eine telefonische Reservierung ist telefonisch unter (02065) 9058467 möglich. Der Preis an der Abendkasse beträgt 15 Euro.

Monster und Mhyten


plastikBAR: Die Kunst zu spielen

Lehmbruck Museum: plastikBAR: Die Kunst zu spielen 

Duisburg, 07. Februar 2019 - Dass sich Kunst und Spiel nicht ausschließen müssen, zeigt Boris Roskothen bei der nächsten plastikBAR im Lehmbruck Museum. Unter dem Motto „Die Kunst zu spielen“ werden am 14. Februar, 19 Uhr, Spiele ausprobiert, die neben dem Quäntchen Glück auch etwas Fingerspitzengefühl benötigen.

 

Boris Roskothen, Inhaber der traditionsreichen Spielwarenhandlung „Roskothen“, hat für den Abend ganz besondere Spiele ausgesucht, die die Mitspielenden nach Lust und Laune ausprobieren und entdecken können. Dank Anleitungen, Erklärungen, Tipps und Tricks von dem Spieleexperten sind die Spiele für Menschen allen Alters geeignet.
Die Veranstaltung wird inmitten des neu gestalteten CITY ATELIERS stattfinden, sodass sich Kunst und Spiel auf das Trefflichste vereinen. Mit einem kühlen Getränk aus der plastikBAR steht dem geselligen Abend nichts mehr im Wege.
                                                                           

Die Teilnahmegebühr beträgt 9 EUR inklusive Begrüßungsgetränk.

Foto: Roskothen

 

 

- Mosaik-Workshop im Binnenschifffahrtsmuseum geht weiter 

- 6. Philharmonisches Konzert
- DAS CITY ATELIER – „Textile Kunst“ mit Stacey Blatt

Mosaik-Workshop im Binnenschifffahrtsmuseum geht weiter 

Duisburg, 06. Februar 2019 - Stein für Stein wächst das neue große Wandmosaik für das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt. Fast schon akribisch, mit viel Eifer und Begeisterung für dieses Projekt hat die stetig wachsende Zahl der Teilnehmer in den vergangenen Monaten an verschiedenen Bildausschnitten gearbeitet. Doch es gibt noch viel zu tun, um alle von Künstler Mohamad Alnatour und dem Duisburger Fotografen Frank M. Fischer aufbereiteten Motive rund um Ruhrort und das Museum fertig zu stellen.


Das Binnenschifffahrtsmuseum lädt alle Interessierten am kommenden Sonntag, 10. Februar, von 11 bis 15 Uhr in der Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort ein, um das Mosaik mitzugestalten. Dabei erstellt jeder einen Teil des Wandmosaiks und trägt damit persönlich zur künstlerischen Gestaltung des Museums bei. Die an den einzelnen Projekttagen gefertigten Bilder werden am Ende im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier durch den Künstler zum Gesamtkunstwerk zusammengefügt. Vorher gibt es noch zwei weitere Workshops am 10. März und 7. April. Eine Teilnahme ist auch nur an einzelnen Tagen möglich.  

Die Mitarbeit an diesem Mosaik-Projekt ist kostenlos, der Eintritt ins Museum für Teilnehmer frei. Um Anmeldung an der Infotheke des Museums telefonsich unter (0203) 80889-40 oder per E-Mail an info@binnenschifffahrtsmuseum.de wird gebeten.

 

Fotocredit: Frank- M. Fischer

6. Philharmonisches Konzert

Die dunklen, dramatischen Seiten der Romantik: Christoph Schneider interpretiert im 6. Philharmonischen Konzert der Duisburger Philharmoniker Webers 1. Klarinettenkonzert

Wer den Internationalen Aeolus Bläserwettbewerb Düsseldorf erfolgreich besteht, hat zumeist beste Chancen, in ein bedeutendes Orchester aufgenommen zu werde. So auch der junge Musiker Christoph Schneider, der 2016 als Erster Soloklarinettist zu den Duisburger Philharmonikern kam. Jetzt wird er sich, im 6. Philharmonischen Konzert, als Solist einem Meilenstein des Repertoires zuwenden, dem 1. Klarinettenkonzert Carl Maria von Webers. Am Pult steht Duisburgs Chefdirigent Axel Kober (13. und 14. Februar, 20 Uhr, Mercatorhalle). Mit dem Orchester interpretiert er zudem Webers Freischütz-Ouvertüre und Anton Bruckners 7. Sinfonie.

Das Programm zeigt die dunklen, dramatischen Seiten der musikalischen Romantik ebenso wie deren lyrisch-innige und erhabene Note. Webers Ouvertüre zum 1821 uraufgeführten Freischütz pendelt zwischen düsterem Ton und herzhafter Jubelstimmung. Auch hier hat die Klarinette solistische Aufgaben, besticht durch warme, beseelte Klangfarben. Bereits 1811 entstand das 1. Klarinettenkonzert f-Moll op. 73, das Weber für den damals berühmten Virtuosen Heinrich Baermann schrieb. Das Werk weist durchaus opernhafte Züge auf, mit wunderbaren ariosen Passagen und spannenden theatralische Effekten.

Die gewaltige Kraft romantischen Ausdrucks manifestiert sich dann mit Bruckners 7. Sinfonie, E-Dur. Während der Arbeit an dem Werk starb Richard Wagner (1883) und so wurde das Adagio der Sinfonie zu Bruckners elegischer, erschütternder Verbeugung vor dem Bayreuther Meister. Monumental gibt sich die gesamte Komposition, dabei höchst kunstvoll kontrapunktisch gearbeitet, durchzogen von ergreifenden Spannungsmomenten. Die Uraufführung 1884, gespielt vom Leipziger Gewandhausorchester unter Arthur Nikisch, bescherte Bruckner einen sensationellen Erfolg. 

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de



DAS CITY ATELIER – „Textile Kunst“ mit Stacey Blatt
Am Sonntag, den 10. Februar, 14 Uhr können die Besucher*innen des Lehmbruck Museums am Workshop „Textile Kunst“ mit Stacey Blatt teilnehmen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des CITY ATELIERS statt. Zusammen mit der Künstlerin Stacey Blatt erschaffen die Besucher*innen einen eigenen „Patch“– also ein Stoffstück, auf dem durch Nähen, Kleben, Zeichnen und Malen eine Geschichte erzählt wird.
Mit Hilfe von Texten, Fotos und Symbolen erhält jedes Patch eine persönliche Note. Besondere Fotos, Images oder bedeutungsvolle Stoffstücke sind bei diesem Workshop ausdrücklich erwünscht. Mittels Stoff-Printers werden sie auf den „Patch“ gedruckt. Mit Werken der anderen Teilnehmenden entsteht so ein gemeinschaftliches Patchwork-Projekt. Die Teilnahme am Workshop ist im Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) inbegriffen.

Foto: Museum  

 

 

Bauhaus-Jubiläum

MKM eröffnet neuen Ausstellungsraum des Bauhaus-Malers Otto Hofmann

Duisburg, 05. Februar 2019 - Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums. Auch das MKM feiert mit und widmet dem Maler, Grafiker und Designer Otto Hofmann (1907-1996) einen eigenen Sammlungsraum. Ab morgen (6.2.2019) ist der neue Ausstellungsraum für Besucher geöffnet.
OttoHofmann_Installationsansicht_MKM2019

Hofmann, ein Künstler der jüngeren Bauhaus-Generation, war Schüler von Paul Klee und Wassily Kandinsky. Das MKM zeigt eine konzentrierte Auswahl seiner Werke und gibt exemplarisch Einblick in sein Schaffen – angefangen bei frühen Gemälden aus den 1930er-Jahren über Arbeiten aus den 1950ern bis hin zu Ölbildern aus den 1980er-Jahren. Das älteste Bild entstand 1931 in Hofmanns Abschlussjahr am Dessauer Bauhaus.

 

Werk
Die Wurzeln von Hofmanns Bildwelten liegen vor allem in den Errungenschaften der Bauhaus-Meister, insbesondere seiner Lehrer Klee und Kandinsky. Zu seinen Vorbildern zählten zudem große Kollegen wie Pablo Picasso, Oskar Schlemmer, Kurt Schwitters oder Alberto Giacometti. In den frühen Bildern finden sich noch gegenständliche und landschaftliche Bezüge, die zunehmend in einem freien Zusammenspiel von Linien und amorphen Formen aufgehen, bis hin zur gänzlichen Befreiung vom Motiv.
In Hofmanns phantastischen Bildwelten sind die Elemente in der Schwebe. Sie präsentieren ein fein austariertes Kräftemessen zwischen geometrischen Formen, Farbwerten und Raumwirkungen. Das Gegenspiel aus Ruhe und Bewegung zeigt sich dabei in perfekter Balance, alle Bildelemente befinden sich in einem ausgewogenen Miteinander. Trotz ihrer klaren Komposition strahlen Hofmanns Bilder etwas Traumhaftes, Übernatürliches aus und lassen neben dem Einfluss des Kubismus und Konstruktivismus auch deutlich sein Interesse an den Dadaisten, der Pittura metafisica und den Surrealisten erkennen.

Leben
Otto Hofmann wurde 1907 in Essen geboren. Nach einer Maurerlehre studierte er zunächst Architektur, danach drei Jahre lang Malerei und Industriedesign am Bauhaus Dessau. 1933 musste Hofmann vor den Nationalsozialisten nach Frankreich fliehen. Nach zwei künstlerisch äußerst produktiven und anregenden Jahren in Paris kehrte er 1935 aus familiären Gründen nach Deutschland zurück, wo seine Bilder als „Entartete Kunst“ diffamiert und beschlagnahmt wurden.

Hofmann fand Unterschlupf in Thüringen und arbeitete als Keramiker. 1939 wurde er von der Wehrmacht eingezogen. Nach Kriegsende nahm Hofmann seine künstlerische Tätigkeit wieder auf, zunächst in Thüringen, später in Berlin und Paris, und war als Maler an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen beteiligt. Von 1966-76 lehrte er als Professor an der Berliner Hochschule für Bildende Künste. Nach seiner Emeritierung zog er nach Ligurien und lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1996 in Italien.

Nachlass in der MKM-Stiftung
Hinter dem neuen Sammlungsraum steht das Engagement der MKM-Stiftung, in die der Nachlass von Otto Hofmann vor einigen Jahren vollständig übergegangen ist. Hofmanns Nachlass umfasst große Konvolute an Ölbildern, Aquarellen und Papierarbeiten aus den Jahren 1929 bis 1995, darüber hinaus Plakate, Briefe, dokumentarische Zeugnisse und zahlreiche Feldpost-Malerbriefe aus Russland (1941-1944).

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Führung für Menschen mit Demenz
Für Menschen mit Demenz bietet das Lehmbruck Museum am Sonntag, den 10. Februar, 15 Uhr, eine Führung durch die Ausstellung „Vor Ort 2018“ an. Zusammen mit Kunstvermittlerin Sybille Kastner können die Teilnehmer*innen die präsentierten Kunstwerke sinnlich erfahren.  
Ob Skulpturen, Gemälde, Fotos, Videos oder Installationen, die Kunstszene in Duisburg ist vielfältig und experimentierfreudig. Das Lehmbruck Museum lädt Menschen mit Demenz und ihre Begleiter dazu ein, verschiedenste Werke von Duisburger Künstler*innen im Rahmen der Ausstellung „Vor Ort 2018“ sinnlich kennen zu lernen.
Bei den mehr als 30 künstlerischen Positionen innerhalb der Ausstellung steht der Mensch mit seinen unterschiedlichsten Befindlichkeiten im Zentrum des Interesses. Nach einer Tasse Kaffee zum Kennenlernen gehen die Teilnehmenden der Führung auf gemeinsame Entdeckungstour durch die Werkschau.
 
Regine Strehlow-Lorenz, Nadelarbeit IV, 2016, ©Künstlerin, Foto: Frank Vinken  

 

Die Führung kostet 2 € pro Person. Eintritt 9 € / ermäßigt 5 €, Begleitpersonen haben freien Eintritt   Um Anmeldung wird gebeten unter 0203 283 2195 oder kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de.

 

Stadt Duisburg mit Goerdeler-Preis für Europaarbeit ausgezeichnet    

Leipzig/Duisburg, 04. Februar 2019 - Die Stadt Duisburg wurde heute im Neuen Rathaus in Leipzig mit dem kommunalpolitischen Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Kooperationsprojekte, die der völkerverbindenden friedlichen Zusammenarbeit von Kommunen in Europa dienen und ein gegenseitiges Lernen zum Nutzen der Einwohner fördern gewürdigt.

Im Blick hat die Goerdeler-Stiftung Duisburgs enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der niederländischen Stadt Nimwegen, die nachhaltig positive Auswirkungen auf das Leben der Menschen vor Ort hat. Besonders die Vielfalt der Initiativen, die die Stärkung der Wissensallianz, Wirtschaft wie auch Stadtentwicklung im Fokus haben, beeindruckte die Jury.  

Kulturelle Projekte wie die gemeinsamen Konzerte des Symfonieorkest Nijmegen und des Philharmonischen Chors Duisburg stärken die Zivilgesellschaft und leisten wertvolle Beiträge zur Förderung der europäischen Integration. Machbarkeitsstudien beispielsweise zu Radschnellwegen in der Region lassen beide Nachbarländer zusammenwachsen.
Enge Kooperationen der kommunalen Verwaltungen würden zur Verbesserung der Daseinsfürsorge der Menschen in der Region beitragen.  
Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid, Professor of Public and Financial Management an der Hertie School of Governance Berlin, und der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung, würdigten den Beitrag der Stadt Duisburg zur „Europäischen Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene“.

Stellvertretend für Oberbürgermeister Sören Link nahm Dezernent Dr. Ralf Krumpholz den Preis entgegen.  
„Duisburg lebt mit seiner rund 200-jährigen Industriegeschichte eine lange und erfolgreiche Tradition der Zuwanderung und Integration. Dies ist verbunden mit einer freundschaftlichen Beziehung zu vielen Städten in und außerhalb von Europa. Das europäische Leitbild ´In Vielfalt geeint´ ist daher auch eine Herausforderung, der wir uns immer wieder neu stellen.
Die 2013 begründete Kooperation zwischen Nimwegen und Duisburg ist ein erfolgreiches Beispiel für das Zusammenwachsen und den Zusammenhalt in den Grenzregionen Europas", betonte der Beigeordnete Dr. Ralf Krumpholz anlässlich der Übergabe des Preises an die Stadt.  
 
Prominent besetzt mit Wissenschaftlern und europäischen Akteuren war die Jury, die sich von der Vielfalt der Initiativen beeindruckt zeigte, die die Stärkung der Wissensallianz, Wirtschaft wie auch Stadtentwicklung im Fokus haben. Beispielhaft zu nennen ist die Vernetzung zweier benachbarter Kommunen aus zwei verschiedenen Ländern mitten in Europa.  
Die Kinder von Carl und Anneliese Goerdeler riefen 1995 die gemeinnützige Stiftung zum Andenken an ihre Eltern ins Leben. Stiftungszweck ist die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Kunst und Kultur. Der Kommunalwissenschaftliche Preis der Stiftung wurde erstmals im Jahr 2000 verliehen.      
Die Preisverleihung: (v. l.) Prof. Wolfgang Goerdeler, Dezernent Dr. Ralf Krumpholz und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (Foto: Stefan Fischer/ Leipzig)

 

Museum Küppersmühle eröffnet neuen Ausstellungsraum für Bauhaus-Maler Otto Hofmann

 Anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums widmet das MKM Museum Küppersmühle in Duisburg dem Maler, Grafiker und Designer Otto Hofmann einen eigenen Sammlungsraum. Das MKM zeigt eine Auswahl der Werke des Schülers von Paul Klee und Wassily Kandinsky. Diese geben exemplarisch Einblick in sein Schaffen – angefangen bei frühen Gemälden aus den 1930er-Jahren bis hin zu Ölbildern aus den 1980er-Jahren.

Die Exponate zeichnen die Entwicklung des in Essen geborenen Künstlers nach, dessen frühe Arbeiten noch gegenständliche und landschaftliche Bezüge zeigen und sich nach und nach gänzlich vom Motiv befreien. Hinter dem neuen Sammlungsraum steht die MKM-Stiftung, in die der Nachlass von Otto Hofmann (1907-1996) vor einigen Jahren vollständig überging. Er umfasst große Konvolute an Ölbildern, Aquarellen und Papierarbeiten sowie Plakate, Briefe und dokumentarische Zeugnisse. Infos: www.museum-kueppersmuehle.de  idr

 

Kaas & Kappes präsentiert Kindertheater aus Deutschland und den Niederlanden
Vor 20 Jahren fand erstmals das niederländisch-deutsche Kinder- und Jugendtheaterfestivals Kaas & Kappes statt. Vom 14. bis 17. Februar steht jetzt die 21. Auflage im Kom'ma-Theater Duisburg an. Das Programm umfasst vier Inszenierungen, darunter auch ein Stück für Kinder ab zwei Jahren. Höhepunkt ist die Verleihung des mit 7.500 Euro dotierten niederländisch-deutschen Autorenpreises für Kinder- und Jugendtheater der Stadt Duisburg. Um die Auszeichnung können sich Autoren mit Texten in deutscher und niederländischer Sprache bewerben. Infos: www.kaasundkappes.de  idr

 

 

- Zum 40. Mal Duisburger Akzente
- „Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Zum 40. Mal Duisburger Akzente - Jubiläum mit Thema "Utopien"
Zum 40. Mal setzt Duisburg in diesem Jahr "Akzente". Die Jubiläumsausgabe des Sparten übergreifenden Kulturfestivals vom 16. März bis zum 7. April steht unter dem Thema "Utopien". Das Programm setzt sich mit den Traditionen des utopischen Denkens und Handelns auseinander und fragt nach ihrer heutigen Bedeutung vor allem in den Künsten.
Im Zentrum steht das Akzente-Theatertreffen, das hochkarätiges deutsches Sprechtheater präsentiert. Zu den acht Produktionen zählen u.a das Gastspiel "Die Welt im Rücken" des Burgtheaters Wien, "Jeder stirbt für sich allein" des Thalia Theaters Hamburg "Macht und Widerstand / Madame Bovary" des Schauspiels Hannover.
Eröffnet werden die "Akzente" mit einer Eigenproduktion des Theaters Duisburg: Kevin Barz inszeniert mit dem Jugendtheaterclub Spieltrieb und professionellen Schauspielern Shakespeares "Romeo und Julia". Daneben ist in der Kulturkirche Liebfrauen internationales Figuren- und Objekttheater zu sehen, die Stadtbibliothek präsentiert Lesungen u.a. mit Gregor Gysi und Thea Dorn, und das Filmforum beteiligt sich mit der Reihe "Flucht nach Utopia".
Erstmals seit längerer Zeit ist die Cubus Kunsthalle wieder Teil des Festivals. Sie stellt Arbeiten von sieben Künstlern aus der Region vor. Das Lehmbruck Museum zeigt die Ausstellung "Schönheit. Lehmbruck & Rodin". Infos unter www.duisburger-akzente.de idr

 

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Das Lehmbruck Museum bietet am Wochenende wieder verschiedene Veranstaltungen für seine Besucher*innen an: Am Samstag, den 9. Februar, 15 Uhr, geht „Mitreden“, ein Gespräch für Menschen verschiedenster Herkunft, in eine neue Runde. Am Sonntag, den 10. Februar, 11.30 Uhr, führt die Kunstvermittlerin Friederike Winkler-Rufenach durch Jochen Gerz´ Ausstellung „THE WALK“.  

Die Reihe „Mitreden“ eignet sich perfekt für Menschen, die die deutsche Sprache lernen wollen und Interesse an bisher unbekannten Kulturen haben. Zusammen mit Moderator*innen und den ausgestellten Kunstwerken als Vorlage, entwickelt sich ein lockeres Gespräch, bei dem die Beteiligten ihre Sprachkenntnisse in der Praxis vertiefen können.  Für das Gespräch gibt es keine vorgegebenen Themen, der Gesprächsverlauf ist völlig offen.  
Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenfrei.   Friederike Winkler-Rufenach gibt bei ihrer Führung einen Einblick in Jochen Gerz´ Ausstellung „THE WALK“.
Dabei können die Besucher*innen auf einem etwa 100 Meter langen Steg die ikonische Glashalle des Lehmbruck Museums umrunden und die Lebensgeschichte des bekannten Konzeptkünstlers Jochen Gerz lesen. In roten Lettern hat er die Fassade mit einer Erzählung beschriftet, die acht Dekaden seines Lebens umfasst und es mit zeitgeschichtlichen Ereignissen verknüpft.     
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

 

 

- Salonorchester der Duisburger Philharmoniker und Sopranistin Alexandra
- „Toccata 3“

Duisburg, 03. Februar 2019 - „Rosen aus dem Süden“: Beschwingte Klänge mit dem Salonorchester der Duisburger Philharmoniker und der Sopranistin Alexandra von der Weth - Foto-Copyright: Samuel Franziskus Johanns - im Steinhof Huckingen.
Rosen aus dem Süden heißt ein ebenso berühmter wie melodienseliger Konzertwalzer von Johann Strauß (Sohn). Nach ihm ist ein heiter-beschwingtes Programm benannt, mit dem das neu gegründete Salonorchester der Duisburger Philharmoniker am So. 17. Februar (17 Uhr) im Kultur- und Bürgerzentrum Duisburg-Süd (Steinhof Huckingen) gastiert.
Unter Leitung von Konzertmeister Tonio Schibel erklingen dort weitere Geniestreiche des Wiener Walzerkönigs: Auszüge aus der Operette Die Fledermaus, die ausgelassene Tritsch-Tratsch-Polka und die rasante Polka Unter Donner und Blitz. Die Perlen des so genannten „leichten“, in Wahrheit jedoch ungemein schweren Repertoires bieten dem Salonorchester Gelegenheit, Virtuosität, Charme und glänzende Ballatmosphäre kunstvoll zu verbinden.

Zudem kommt es an diesem Nachmittag zu einem Wiedersehen und -hören mit der Sopranistin Alexandra von der Weth, die als Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein mit großen Rollen triumphale Erfolge feierte: zum Beispiel als Jules Massenets „Manon“, Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“, Georg Friedrich Händels „Alcina“ und Alban Bergs „Lulu“.
Gastspiele brachten die Sängerin unter anderem an die Wiener Staatsoper, nach Covent Garden in London, zum Glyndebourne Festival und an die New Yorker MET. Bei ihrem Auftritt im Steinhof Huckingen präsentiert sie Operettenhöhepunkte wie Nico Dostals Clivia („Ich bin verliebt“), das Vilja-Lied aus Franz Lehárs Lustiger Witwe und „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ aus Der Favorit von Robert Stolz.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 


„Toccata 3“: Christian Schmitt interpretiert ein Werk seines Lehrers Daniel Roth sowie sinfonisch-klangmächtige Musik von Charles-Marie Widor und Franz Liszt
„Toccata“ heißt die beliebte Reihe der Duisburger Philharmoniker, die den Fokus auf die Eule-Orgel richtet, das klangprächtige Schmuckstück der Philharmonie Mercatorhalle. Zum 3. Konzert am Samstag, 9. Februar (16 Uhr) wird sich der Organist Christian Schmitt - Foto-Copright: Uwe Arens -. die Ehre geben, der als einer der gefragtesten Solisten seiner Generation gilt, in Duisburg zuletzt 2012 zu erleben war.
Diesmal hat der Saarländer Werke von Franz Liszt, Charles-Marie Widor und Daniel Roth im Gepäck. Der Franzose Widor (1844-1937), dessen so poetische wie pompöse 4. Orgelsinfonie aus op. 13 erklingt, war jahrzehntelang Organist in Paris. Seine Orgelsinfonien sind hochkomplexe, farbenreiche, kraftvolle und virtuose Solostücke für die Königin der Instrumente. Widors spätromantischer Stil vereint Monumentales mit teils fragiler Lyrik. Er galt bereits zu Lebzeiten als Legende und wurde mit Preisen und Auszeichnungen geradezu überhäuft.

Widor hat die Orgel als ein dem Orchester klanglich ebenbürtiges Instrument verstanden. Damit bewegt er sich in der Tradition eines Franz Liszt, der auf der Orgel pianistische Virtuosität und sinfonische Klanglichkeit miteinander verknüpfte. Von ihm interpretiert Christian Schmitt Fantasie und Fuge über „Ad nos, ad salutarem undam“. Das Werk bezieht sich auf den Chor der Wiedertäufer aus Giacomo Meyerbeers Oper „Le prophète“.
Am Beginn des Konzerts steht Introduction et Toccata für Orgel solo von Daniel Roth. Der Franzose schrieb das farbenreiche Werk zur Neueinweihung des königlichen Instruments im Konzertsaal der Bamberger Sinfoniker. Solist der Uraufführung im vergangenen Jahr war Christian Schmitt, dessen Lehrer Roth einst war.
Karten für das Konzert gibt es unter Tel. 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburgerphilharmoniker.de

 

 

- Vortrag: Die Kulturpolitik einer Industrie- und Arbeiterstadt  
- Kulturring Homberg präsentiert Komödie „Fehler im System“ 

Vortrag: Die Kulturpolitik einer Industrie- und Arbeiterstadt  
Duisburg, 31. Januar 2019 - In der Vortragsreihe „Stadtgeschichte donnerstags“ referiert am Donnerstag, 7. Februar, Jörg-Philipp Thomsa ab 18.15 Uhr im Stadtarchiv am Karmelplatz 5 über die Duisburger Kulturpolitik von 1945 bis 2005.  
Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts prägte Duisburg lange als Industrie- und Arbeiterstadt. Das Selbstbild einer „Stadt Montan“ hatte bis in die 1970er Jahre Bestand.
Doch welchen Raum gestand die Kommunalpolitik der Kultur in diesem Selbstverständnis zu? Welchen Begriff von Kultur hatten die politischen Entscheidungsträger? Welche Zielgruppen wurden angesprochen? Welche Kulturformen wurden als förderungswürdig angesehen und welche nicht? Wie reagierte die Duisburger Kulturpolitik auf den Strukturwandel und die negative Entwicklung des städtischen Haushalts?  
Der Vortrag bietet eine kritische Gesamtdarstellung der kulturpolitischen Entwicklung in Duisburg vom Wiederaufbau der kulturellen Institutionen nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Zeit des wirtschaftlichen Strukturwandels. Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.  

Klassikkonzert im Lehmbruck-Museum 1979 (Quelle: Stadtarchiv).

Abriss des Jugendzentrums Eschhaus 1987 (Quelle: Stadtarchiv).

 

 

 

Kulturring Homberg präsentiert Komödie „Fehler im System“  
„Fehler im System“ heißt die zukunftsweisende Komödie, mit der der Kulturring Homberg „bühne aktuell“ in das neue Jahr startet. Das Stück von Folke Braband ist am Montag, 18. Februar, um 20 Uhr in der Glückauf-Halle auf der Dr. Kolb-Straße 2 zu sehen.  
Schon heute gehören Künstliche Intelligenzen (KI) zu unserem Alltag. Mehr und mehr Menschen verlassen sich ganz selbstverständlich auf Alexa, Siri & Co., Staubsaugerroboter (Roombas) und Rasenroboter kurven durch unsere Wohnungen und Gärten. In Japan gibt es bereits den Pflegeroboter und künstliche Haustiere. Wo der nächste Schritt hinführen könnte, zeigt Folke Braband in seiner Komödie „Fehler im System“.
Der futuristische Beziehungsspaß mit Jasmin Wagner (Emma), Jürgen Tarrach (Lea), Tommaso Cacciapuoti (Oliver/Oliver 4.0) und Guido Hammesfahr (Chris) bietet viel Stoff zum Nachdenken und zum Lachen.  
Kartenvorbestellungen und  Informationen zu der  Veranstaltung sind im Bezirksrathaus Homberg im Bürgerservice auf dem Bismarckplatz 1 und telefonisch unter (02066) 218970 möglich. Darüber hinaus sind Karten bei der Konzertkasse Lange auf der Kuhstraße 14 in Duisburg-Mitte sowie in der Tourist Information Duisburg auf der Königstraße 86 erhältlich.
Die Karten kosten an der Abendkasse zwischen 17 und 26 Euro. Im Vorverkauf kosten die Tickets zwischen 15 und 23 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr. Nach der Aufführung haben die Besucher auch in dieser Spielzeit wieder Gelegenheit, den Theaterabend gemeinsam mit den Künstlern in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

 

  

 

- Gebirge aus Klang: Das WDR Sinfonieorchester Köln gastiert in Duisburg
- „Meisterwerke des Expressionismus“ & „Oskar Schlemmer“
- Sonntagsführung im Museum Küppersmühle

Gebirge aus Klang: Das WDR Sinfonieorchester Köln gastiert in Duisburg

Duisburg, 31. Januar 2019 - Seinen Kritikern und Gegnern zum Trotz, feierte Anton Bruckner mit seiner 8. Sinfonie einen großen Triumph. „Diese Symphonie ist die Schöpfung eines Giganten und überragt an geistiger Dimension, an Fruchtbarkeit und Größe alle anderen Symphonien des Meisters“, urteilte der Komponist Hugo Wolf nach der Uraufführung am 18. Dezember 1892 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Auch Johannes Brahms, der in der Direktionsloge saß, soll nach diesem Ereignis zugegeben haben: „Bruckner ist doch ein großes Genie.“

Im Rahmen eines Gastkonzerts führt das WDR Sinfonieorchester Köln nun diese letzte vollendete Sinfonie des Komponisten in der Philharmonie Mercatorhalle auf. Am Do. 7. Februar (20 Uhr) wird der Dirigent Manfred Honeck durch das monumentale Gebirge aus Klang führen, das dem Hörer aus dem rund 80-minütigen Werk entgegenwächst. Wagner-Anhänger finden darin eine Fülle bekannter Wendungen und offensichtlicher Entlehnungen. Auch die Verwendung der Wagner-Tuben künden vom Einfluss des Meisters. Gleichwohl stieß Bruckner mit seiner Achten in neue Gefilde der Sinfonik vor. Hinter den wuchtigen Höhepunkten und dem feierlichen Adagio, das mit seinen 28 Minuten so lange dauert wie eine ganze Beethoven-Sinfonie, dämmert der Morgenschein der Moderne herauf. Gelegenheit für den Österreicher Manfred Honeck, der einst Mitglied der Wiener Philharmoniker und Assistent von Claudio Abbado war, seine weithin anerkannte Bruckner-Kompetenz erneut unter Beweis zu stellen.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Meisterwerke des Expressionismus“ & „Oskar Schlemmer“
Nur noch für kurze Zeit (bis zum 17. Februar) können sich die Besucher*innen des Lehmbruck Museums die „Meisterwerke des Expressionismus“ sowie die Kabinettausstellung zu Oskar Schlemmer ansehen. Dazu bietet Kunstwissenschaftlerin Susanne Karow am Sonntag, den 3. Februar, 11.30 Uhr, einen Rundgang durch beide Präsentationen an.  
Mit den „Meisterwerken des Expressionismus“ und den Arbeiten des Bauhaus-Künstlers Oskar Schlemmer zeigt das Lehmbruck Museum Werke, die unter Kunstinteressierten zu den beliebtesten überhaupt gehören.
Obwohl die Arbeiten der Expressionisten vor denen Oskar Schlemmers entstanden sind und zu einer anderen künstlerischen Strömung gehören, verbinden sie doch gleichermaßen die Kunst mit einer neuen, damals nicht gekannten Lebenseinstellung. Susanne Karow wird bei ihrer Führung auf die Hintergründe der ausgestellten Werke eingehen und Wissenswertes über die beteiligten Künstler erzählen.  
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.
 

 

Sonntagsführung im Museum Küppersmühle

Am Sonntag, 3. Februar 2019, gibt es um 11 Uhr eine neue Ausgabe der Gesprächsreihe „KUNST trifft…“. Zentrales Thema ist diesmal die Aktualität von Emil Schumacher und den Künstlern des Informel. Es diskutieren: Till Breckner (Galerist), Katharina Henkel (Kunsthistorikerin), Peter Iden (Kunstkritiker), Eva Müller-Remmert (Kuratorin der Ausstellung) und Christian Spies (Professor für Kunstgeschichte, Universität zu Köln) in der aktuellen Ausstellung „Inspiration und Widerstand“ im MKM.
Moderation: Walter Smerling (Direktor MKM) Anmeldungen werden gerne noch entgegengenommen unter T 0203 3019 48 -11 (Mi-So) oder office@museum-kueppersmuehle.de. Teilnahme: 10,- € inkl. Eintritt ins MKM  

Danach findet wie gewohnt unsere öffentliche Sonntagsführung statt. Um 15:00 Uhr startet die Führung mit Einblicken in die aktuelle Wechselausstellung: Emil Schumacher – Inspiration und Widerstand und die Sammlung des Hauses mit Werken von Baselitz, Kiefer, Lüpertz und anderen Größen der deutschen Kunst seit den 50er-Jahren. Zu entrichten ist lediglich der Eintritt ins Museum (9,00 € pro Person).
Treffpunkt ist das Foyer des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg - Innenhafen. Die Führung durch die Kunsthistorikerin Sabine Falkenbach dauert eine Stunde.

 

  

 

- „Mercator-Ehrennadel“ für Verdienste um die Kultur  
- Lehmbruck Museum: „Mitreden“ im Lehmbruck Museum
- Neue Webpräsenz der freien Duisburger Kulturschaffenden  

„Mercator-Ehrennadel“ für Verdienste um die Kultur    
Duisburg, 30. Januar 2019 - Auch in diesem Jahr wird die Stadt Duisburg bürgerschaftliches Engagement  mit der „Mercator-Ehrennadel“ auszuzeichnen. Die Auswahl für insgesamt drei Auszeichnungen trifft ein Gremium des Kulturausschusses.  
Mit der „Mercator-Ehrennadel“ sollen insbesondere Aktivitäten mit gesamtstädtischer Bedeutung von Bürgerinnen und Bürgern und Institutionen und deren kontinuierliche Arbeit, Projekte oder Publikationen von gesamtstädtischer Bedeutung mit Bezug zur Kultur, der Wissenschaft, der Bildung, der Heimat- und Brauchtumspflege oder der Erforschung der Stadtgeschichte Duisburgs geehrt werden.  
Bis zum 31. Mai 2019 können Vorschläge für eine Ehrung mit schriftlicher Begründung an die Stadt Duisburg, Kulturbetriebe, Neckarstraße 1 in 47051 Duisburg, gerichtet werden.

 

 

Lehmbruck Museum: „Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Mit gleich zwei Veranstaltungen im Rahmen von „Jochen Gerz: THE WALK – keine Retrospektive“ lädt das Lehmbruck Museum seine Besucher*innen zum Reden und Zuhören ein: Am Samstag, den 2. Februar, 15 Uhr, geht die Gesprächsreihe „Mitreden“ in eine neue Runde. Am Sonntag, 15 Uhr, führt die Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla  persönlich durch die Ausstellung von Jochen Gerz.  
 
Die Reihe „Mitreden“ versteht sich als Angebot für Menschen, die im lockeren Austausch ihre eigenen Deutschkenntnisse verbessern wollen, oder mehr über die Kultur des jeweils anderen wissen möchten. Die Gesprächsrunden werden von Moderatoren, sind in ihrer Themenwahl aber völlig offen. Die in den Ausstellungsräumen des Lehmbruck Museums ausgestellten Werke können jedoch als Stein des Anstoßes für den gegenseitigen Austausch dienen. Die Teilnahme an der Gesprächsrunde ist kostenfrei.  


Mit der Ausstellung „THE WALK“ von Jochen Gerz zeigt das Lehmbruck Museum eine der ungewöhnlichsten Kunstausstellungen der letzten Jahre: Die Fassade der Glashalle des Lehmbruck Museums ist mit der Lebensgeschichte des Künstlers beschriftet, die er mit zahlreichen Verweisen auf die Zeitgeschichte verknüpft. Um das ungewöhnliche Projekt auch physisch erfahrbar zu machen, kann die Glashalle auf einem etwa 100 langen Steg in circa drei Metern Höhe umlaufen werden.

Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla hat die Ausstellung kuratiert und hat den Künstler bei der Entwicklung der Ausstellung von Anfang an begleitet. Bei einer Führung gibt sie spannende Einblicke in das Konzept der Ausstellung und die Idee, die hinter dem Werk des Künstlers stehen.   Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

 

Neue Webpräsenz der freien Duisburger Kulturschaffenden  
Kulturdezernent Thomas Krützberg hat heute (30. Januar) gemeinsam mit Vertretern der Kulturbetriebe Duisburg sowie Vertretern des Vereins Kultursprung die neue Website der freien Duisburger Kulturschaffenden vorgestellt.  
Mitte 2017 ist die alte Homepage www.kunstdu.de eingestellt worden und vom Netz gegangen.
Es zeigte sich sofort, dass diese fehlende Webpräsenz über die Freie Szene Duisburgs ein Loch im Informationsangebot über die Duisburger Kulturschaffenden riss. Insbesondere war dies bedauerlich, da es sich um eine Kooperationsseite mit der Stadt Duisburg handelte. Die Seite kunstdu.de war verlinkt über den Webauftritt der Kulturbetriebe der Stadt Duisburg.  

Da der gesamte Content leider nicht mehr zur Verfügung stand, wurde die Idee geboren, eine neue Website für und über die Duisburger Künstlerinnen und Künstler zu konzipieren. Dazu kooperierten die Mitglieder des Vereins Kultursprung mit dem Kulturbüro der Stadt Duisburg und weiteren Kulturschaffenden. Daneben ist die Erstellung einer neuen Informationsplattform eine Forderung aus dem Kulturentwicklungsplan, die hiermit umgesetzt wird.   Zum Jahr 2019 ist die neue Homepage www.kulturbeutel-duisburg.de nun freigeschaltet

 

 

Einzigartige Live-Konzerte in der Pauluskirche Duisburg Hochfeld

 Bereits internationale Musiker zu Gast
 Einnahmen zugunsten der Jugendarbeit und Nachwuchsförderung 
 Die nächste Acoustic-Night-Rock findet am 9. März 2019 statt


Duisburg, 29. Januar 2019 - In Duisburg-Hochfeld hat sich seit einiger Zeit eine kleine Musikszene etabliert. In der evangelischen Pauluskirche finden seit fünf Jahren Live-Konzerte statt. Das Genre ist dabei offen: Ob Singer-Songwriter, Rock-Bands oder Punk. Die Leidenschaft für Musik steht im Vordergrund. Die über 140 Jahre alte Pauluskirche ist zu einer beliebten Bühne für Musiker geworden. D

ie Veranstalter bekommen mittlerweile auch Anfragen aus dem Ausland. So begeisterte 2015 der US-Amerikanische Singer-Songwriter „the mighty stef“ das Publikum. In diesem Jahr kommen Künstler aus Oberhausen, Datteln, Leipzig und natürlich aus Duisburg zur Acoustic-NightRock.

Die treibende Kraft dahinter ist keine große Organisation, sondern drei engagierte Duisburger: Marion Brozek ist als Leiterin des Jungendheims der ev. Gemeinde mit Ihren ehrenamtlichen Kräften für die Organisation und die ungewöhnliche, persönliche Atmosphäre des Veranstaltungsortes verantwortlich. Jörg Ibsch ist als Kirchmeister der Gemeinde für die Finanzen zuständig und der Vollblutmusiker Alf Gendlin – auch bekannt als Alf Icy Rose – kümmert sich um die auftretenden Künstler / Bands, erstellt das Programm und ist für die Technik verantwortlich.

„Kirche bedeutet Menschen zusammenzubringen, ich freue mich jedes Mal auf Menschen zu treffen, die vielleicht sonst nicht in die Kirche gehen.“ sagt Jörg Ibsch. „Mit unseren Konzerten möchten wir auch ein Zeichen setzen, dass der Stadtteil Hochfeld nicht nur aus Problemen besteht“, sagt Marion Brozek.
Bands und Künstlern eine Möglichkeit zu geben, um an einem ungewöhnlichen Ort ihre Kunst vorzustellen, ist das Anliegen von Alf Gendlin.

Die Besucherzahlen schwanken und selbst Konzerte ohne Eintritt haben es nicht immer leicht. „LiveMusik hat es schwer, dass ist mittlerweile leider ein gängiges Phänomen. Die Menschen verbringen ihre Zeit lieber in der digitalen Welt. Aber für mich ist das kein Grund, um mit der Organisation von Live-Musik aufzuhören. Musik ist einfach mein Leben“, sagt Alf Gendlin.

Musikgenuss für alle
Die Acoustic-Night-Rock funktioniert mit freiem Eintritt und ist ein sogenanntes Hutkonzert: Jeder Besucher gibt dabei so viel er kann und möchte. Ein Teil der Einnahmen soll der Nachwuchsförderung zu Gute kommen. Dazu braucht es noch mehr Zuschauer. „Wir freuen uns auf neue Gesichter bei unseren Konzerten“, sagt Alf Gendlin.

Die nächste Acoustic-Night-Rock findet am 9. März 2019 statt
Freunde der Livemusik freuen sich auf die beiden Singer-Songwriter „Jim le Bop“ und „Pascal Briggs“. Am 15.06.2019 treten die beiden Bands „Amplified Fervour“ und „Wave of Turn“ auf. An diesem Abend stehen Coversongs und Christlicher Rock auf dem Programm. Gute Gelegenheiten, um sich einen Eindruck zu machen.

Sommer Open Air: Jugend und Familientag

Ein Highlight für den Stadtteil ist das Sommer Open Air auf dem Pauluskirchenvorplatz: An diesen Samstagen wird ein Spiel- und Beschäftigungsprogramm für Kinder und Jugendliche geboten, es wird getrödelt, verschiedene Gruppen stellen sich mit ihren Arbeiten vor und es gibt Live-Musik. Die Mitarbeiter der Gemeinde stehen am Grill- und an den Getränkeständen und sie verkaufen Kaffee und Kuchen. Alle Einnahmen gehen in die Jungendarbeit. Im Jahr 2018 waren es rund 250 Euro, die zur Erneuerung des Computerraumes benötigt wurden.

 

Lehmbruck Museum: Prof. Dr. Wulf Herzogenrath im Gespräch mit Dr. Bettina Dunker
Wulf Herzogenrath ist einer der versiertesten Kunstwissenschaftler hinsichtlich Oskar Schlemmers. Bei einem Gespräch mit der Kuratorin der Ausstellung „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“, Dr. Bettina Dunker, wird er am 2. Februar, 15 Uhr, im Lehmbruck Museum, Interessantes aus seinen Forschungen zum Bauhaus-Künstler preisgeben.  
Wulf Herzogenraths Leidenschaft für Oskar Schlemmer reicht zurück bis zu seiner Promotion 1970, die er über die Wandbilder des Bauhauskünstlers abschloss. In seiner neuesten Publikation „Das Bauhaus gibt es nicht“ kehrt Herzogenrath zu seinen „Ursprüngen“ zurück und setzt sich erneut mit Oskar Schlemmer, seinen Fresken und der berühmten „Bauhaustreppe“ auseinander.


Darüber hinaus teilt er darin aufschlussreiche Einsichten bezüglich der Geschichte des Bauhauses mit. Zum 100. Bauhaus-Jubiläum erwartet die Besucher*innen des Lehmbruck Museums also ein Gespräch mit einem absoluten Experten hinsichtlich Oskar Schlemmers und des Bauhauses im Allgemeinen.  
Teilnahme: 2 EUR + Eintritt (9 EUR, erm. 5 EUR)  

Ausstellungsansicht „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“ (im Vordergrund: Oskar Schlemmer, Abstrakte Figur, 1921/23), Foto: Frank Vinken

 

Lehmbruck Museum: Workshops am Wochenende: DAS CITY ATELIER „Kunst aus Plakaten“
Am Freitag, den 1. Februar, 14 Uhr, gehen die Workshops im CITY ATELIER in eine neue Runde: Regine Strehlow-Lorenz zeigt allen Interessierten, wie man Kunst aus Plakaten macht. Beim zweiten Workshop der Woche, am Sonntag, 3. Februar, 14 Uhr, zeichnet die Künstlerin Angelika Luise Stephan mit den Besucher*Innen des Lehmbruck Museums eigene Comics. Regine Strehlow-Lorenz ist nicht nur an der gegenwärtigen Gruppenausstellung „Vor Ort 2018“ im Lehmbruck Museum beteiligt, sie bietet darüber hinaus auch einen Workshop im CITY ATELIER an.
Darin bringt sie allen Interessierten bei, wie man aus Plakaten, Aufklebern, Karten oder Prospekten, deren „Verfallsdatum“ schon abgelaufen ist, Neues erschafft. Mit etwas Einfallsreichtum und Geschick werden die Materialien von ihrer ursprünglichen Bestimmung losgelöst und als Collage neu zusammengesetzt. Es gilt somit das Motto: Aus alt mach neu! Die Teilnehmer*innen können gern eigene Materialien zum Workshop mitbringen. Teilnahme am Workshop „Kunst aus Plakaten“: An jedem ersten Freitag im Monat gilt „Pay What You Want!“ – die Besucher*innen legen Ihren Eintritt selbst fest.

Bei dem Workshop „Comics Zeichnen“ ist die Kreativität ganz besonders gefragt: Bevor es ans Zeichnen geht, müssen sich die Workshopteilnehmer*innen eigene Geschichten und Figuren ausdenken. Mit Hilfe der Zeichnerin und Malerin Angelika Luise Stephan werden sie dann zum Leben erweckt. Eine spannende Geschichte und die richtige Figur, sind eine gute Grundlage dafür, dass der eigene Comic am Ende zum Kunstwerk der Woche gekürt und im Lehmbruck Museum gezeigt wird. Teilnahme am Workshop „Comics Zeichnen“ ist im Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) inbegriffen.

 

 

Musik trotz allen Leides

Duisburg, 28. Januar 2019 - Mit dem 8. Streichquartett und der Violasonate spüren die Duisburger Philharmoniker in einem Benefizkonzert der Depression Schostakowitschs nach Problemen mit der rechten Hand, später Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen. Herzinfarkte und Lungenkrebs.
Der Komponist Dmitri Schostakowitsch hatte mit sich selbst zu kämpfen und immer auch gegen die sowjetische Obrigkeit.
Unter Stalin befürchtete er, Opfer der großen Säuberung zu werden, später zwang man ihn zum Parteieintritt. Julien Barnes schreibt in „Der Lärm der Zeit“ über Schostakowitsch, er habe gegen alle Wahrscheinlichkeit den eigenen Untergang überlebt. Der Preis dafür aber sei der moralische Tod des Komponisten gewesen – eine Marionette im Dienste des Systems.  

Depressive Schübe waren die Folge. Gleichwohl ließ Schostakowitsch nicht ab von seiner Bekenntnismusik, die oftmals starke persönliche Bezüge kennt. So auch das 8. Streichquartett c-Moll op. 110 und die Sonate für Viola und Klavier op. 147. Beide Werke erklingen am Samstag, 2. Februar (19.30 Uhr) im Opernfoyer des Theaters Duisburg.
Es musizieren das Streichquartett der Duisburger Philharmoniker sowie Friedemann Hecker (Viola) und Andreas Hecker (Klavier). „Musik trotz allen Leides“ ist dieses Benefizkonzert zugunsten des „Bündnis Duisburg gegen Depression“ überschrieben. Zum Thema spricht der Musiker und Mediziner Prof. Dr. Peer Abilgaard.  

Schostakowitschs 8. Quartett ist nicht zuletzt als Reaktion auf seine erzwungene Parteimitgliedschaft zu werten. Davon zeugt schon das trotzige d-es-c-h-Motiv, abgeleitet von des Komponisten Initialen (D.Sch.). Die Violasonate wiederum, sein letztes Werk, ist ein spärlich gesetztes Requiem, ein meditativer Abgesang, mit dem der Komponist seinen Frieden findet. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

Museum DKM: Freitagsführung und Neujahrsempfang
Wie jeden ersten Freitag im Monat ist das Museum DKM am 01. Februar 2019 von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Anlässlich des 10-jährigen Museumsgeburtstags im Januar 2019 führen die Gründer des Museums selbst durch das Haus. In der einstündigen Führung bringen sie Besuchern neben den aktuellen Sonderausstellungen sowie ausgewählten Exponaten der dauerhaften Sammlungspräsentation auch die Entstehungsgeschichte des Privatmuseums nahe. Interessierte Besucher sind eingeladen, im Anschluss mit einem Glas Prosecco auf das neue Jahr und das zehnjährige Bestehen anzustoßen.  
Das Museum ist von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Im Museumscafé haben die Besucher die Möglichkeit, die Woche bei Kaffee und italienischem Gebäck in Ruhe ausklingen zu lassen. Anmeldung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0   Preis: 6 EUR (zzgl. Eintrittspreis) Eintritt: Erwachsene 12 EUR | Ermäßigt 6 EUR  

Ausstellungsansicht Museum DKM: Wiederentdeckt! Peter Royen Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf  

 

Lehmbruck Museum: Pay What You Want und Führung „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“
Pünktlich zum 1. Februar heißt es im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!“. Die Besucher*innen können an diesem Tag ihren Eintritt selbst bestimmen. Um 15 Uhr bietet Museumsmitarbeiterin Dr. Bettina Dunker zudem eine Führung durch die Ausstellung „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“ an. Anlässlich des hundertsten Jubiläums des Bauhaus´ zeigt das Lehmbruck Museum eine Kabinettausstellung zu Oskar Schlemmer.
Mit seinen Malereien, Plastiken und Bühnenwerken hat er das Bild des Bauhaus´ maßgeblich geprägt. In der Ausstellung werden Arbeiten gezeigt, die das Wirken des Künstlers eindrucksvoll illustrieren. Die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Bettina Dunker, gibt bei ihrer Führung interessante Einblicke in das Konzept der Ausstellung und deren Exponate.
Teilnahme: Pay What You Want! – Die Besucher*innen legen Ihren Eintritt selbst fest.

 

 

6. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker

Duisburg, 27. Januar 2019 - Klingendes Porträt einer großen Künstlerfreundschaft: Der Countertenor Valer Sabadus und Concerto Köln gestalten das 6. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker Unter dem Künstlernamen Farinelli stieg der 1705 in Neapel geborene Kastratensänger Carlo Broschi zur Ikone der Opernbühne und zum Superstar seiner Zeit auf. Sein ungewöhnlich großer Stimmumfang soll vom Tenor bis zum hohen Sopran gereicht haben.

Mit dem Dichter und Librettisten Pietro Metastasio verband ihn eine tiefe Freundschaft. Seit beide 1720 in Neapel mit Nicola Porporas „Angelica e Medoro“ debütiert hatten, waren ihre Biographien auf besondere Weise verkettet: So sehr, dass sie einander in ihren Briefen mit „caro gemello“ („lieber Zwilling“) ansprachen. Die Freundschaft endete selbst dann nicht, als sich der Sänger mit 32 Jahren von der Opernbühne zurückzog und in die Dienste des spanischen Königs eintrat.
Den Pfaden dieser außergewöhnlichen Künstlerfreundschaft gehen der Countertenor Valer Sabadus und Concerto Köln nun im 6. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker nach.
Der aus Rumänien stammende, in Bayern aufgewachsene Valer Sabadus zählt zur Weltspitze seines Fachs. Seine androgyne, glasklare Stimme fasziniert Musikliebhaber bei aller Virtuosität immer wieder durch ihre Natürlichkeit. Regelmäßig gastiert er auf den großen Bühnen von Paris, Amsterdam, Genf und Zürich.

An der Deutschen Oper am Rhein wurde der Sänger 2013 in Stefan Herheims bildkräftiger Inszenierung von Händels „Xerxes“ gefeiert. Begleitet vom renommierten Barockorchester Concerto Köln, interpretiert er am Sonntag, 3. Februar (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle Werke von Evastiro Felice Dall’Abaco, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Nicola Porpora, Antonio Caldara und Geminiano Giacomelli: ein Programm, das Klangsinnlichkeit und Virtuosität verspricht.
Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

 

- „Stadtgeschichte donnerstags“: Die Anfänge der Duisburger FDP

Vortragsreihe „Stadtgeschichte donnerstags“: Die Anfänge der Duisburger FDP  
Duisburg, 24. Januar 2019 - Das Stadtarchiv lädt am kommenden Donnerstag, 31. Januar, um 18.15 Uhr in der DenkStätte im Stadtarchiv Duisburg am Karmelplatz 5 (Innenhafen) zu einem Vortrag von Alexander Olenik M. A. über die Entstehung der Duisburger FDP ein.   Die Marginalisierung, Selbstaufgabe und Unterdrückung der Liberalen im Nationalsozialismus bedeutete eine Zäsur für den staatstragenden politischen Liberalismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Nach 1945 war für die Liberalen ein organisatorischer und programmatischer Neuanfang notwendig.  
Im britisch besetzten Duisburg gründete eine Gruppe aus Hamborn die „Partei der aktiven Volksdemokraten“, die ab dem 26. Januar 1946 als Freie Demokratische Partei (FDP) firmierte. Die Parteigründung markiert den Anfang eines Etablierungsprozesses, in dessen Verlauf eine stadtweite Parteiorganisation aufgebaut, Wählergruppen mobilisiert und eine politische Mitsprachemöglichkeit im Rat der Stadt etabliert wurde.  
Der Vortrag möchte den politischen Liberalismus der Duisburger Nachkriegszeit historisch einordnen, die Besonderheiten der lokalen Entwicklung hervorheben und mit der Geschichte der Landes- und Bundespartei in Beziehung setzen sowie die Erfolge und Krisen des jungen Kreisverbandes im ersten Nachkriegsjahrzehnt in den Blick nehmen.  
Der Vortrag ist Bestandteil der Vortragsreihe „Stadtgeschichte donnerstags“ des Stadtarchivs. Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

FDP-Ratsherr Kurt Blankenburg während einer Ratssitzung 1952 (Quelle: Stadtarchiv).

 

6. Schiffsparade KulturKanal eröffnet im April 2019 die Saison auf dem Rhein-Herne-Kanal
Leinen los auf dem Rhein-Herne-Kanal - und das bereits zum sechsten Mal: Am Sonntag, 28. April, geht das KulturKanal-Jahr mit einer Schiffsparade in die nächste Runde. Und die kann man sich nicht nur ansehen, sondern auch direkt dabei sein: Tickets für die ersten Fahrgastschifffahrten ab Mülheim, Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen sind ab sofort erhältlich.
Die Fahrgastschiffe aus den einzelnen Städten versammeln sich um 14 Uhr zu der Parade am Gelsenkirchener Nordsternpark, wo wiederum zum Auftakt ein Familienfest (11 bis 17 Uhr) lockt. Die Route führt dann über Bottrop bis nach Oberhausen zum Kaisergarten und endet dort schließlich gegen 16 Uhr mit einem großen Abschlussfest (15 bis 18 Uhr). Außerdem können sich die Besucher auf weitere Veranstaltungen und Radtouren in Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Herne, Recklinghausen und Waltrop freuen.
In diesem Jahr ist die Schiffsparade erstmalig Teil des KanalErwachens, das sich über die kompletten 70 Kilometer des KulturKanals von Duisburg bis Datteln erstreckt. Der KulturKanal wurde als Beitrag zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 gegründet. Projektträger ist seit 2012 der Regionalverband Ruhr in enger Kooperation mit den zehn Anrainerkommunen des Rhein-Herne-Kanals in Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop, Datteln sowie den Partnern Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich, Ruhr Tourismus GmbH, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club NRW und Emschergenossenschaft/Lippeverband. Infos über die Schiffsparade und Tickets: www.kulturkanal.rvr.ruhr  idr

 

Kammerkonzert mit Werken verfolgter Komponisten  
Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 27. Januar, um 12 Uhr, zu einem Kammerkonzert mit Werken verfolgter Komponisten in den Innenhafen am  Johannes-Corputius-Platz 1 ein. Das Konzert wird begleitend zur der Wanderausstellung „DEPORTIERT INS GHETTO – Die Deportationen aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)“ präsentiert.  

Auf dem Programm stehen Werke von Olivier Messiaen, Ernst Krenek, Theo Smit Sibinga, Paul Ben-Haim und Leo Smit. Es spielt ein Kammerensemble der Duisburger Philharmoniker, bestehend aus Jie Zhou (Harfe), Stephan Dreizehnter (Flöte) und Andreas Oberaigner (Klarinette).  
Im Rahmen des Konzerts anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus wird unter anderem Paul Kreneks Sonatine für Flöte und Klarinette op.92/2b  aus dem Jahr 1942 zu hören sein. Die Musik des Wiener Komponisten Krenek, der in den 1920er Jahren mit seiner Jazz-Oper „Jonny spielt auf“ bekannt wurde, war den Nationalsozialisten verhasst. Aus Angst vor Verfolgung floh Krenek nach dem „Anschluss“ Österreichs in die USA.  
Verfolgt wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft auch der niederländische Komponist Leo Smit. Er arbeitete als Dozent am Amsterdamer Konservatorium, zwischenzeitlich auch als Komponist in Paris. Nach der deutschen Invasion wurde Smit von den Nazis über das Durchgangslager Westerbork in das Vernichtungslager Sobibor verschleppt und dort 1943 ermordet. Für das Kammerkonzert haben die MusikerInnen Smits „Trio pour Flute, Clarinet et Harpe „ aus dem Jahr 1926 ausgewählt.  
Das vollständige Programm des Konzerts ist im Internet zugänglich unter www.duisburg.de/erinnerungskultur. Der Eintritt zum Konzert und zur Ausstellung kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.  

 

Lehmbruck Museum: Lesung: Aladin El-Mafaalani – „Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“  

Das Lehmbruck Museum freut sich außerordentlich über den Besuch von Aladin El-Mafaalani. Der renommierte Integrationsforscher wird am 31. Januar, 19 Uhr, aus seinem viel diskutiertem Werk „Das Integrationsparadox. Warum  gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“ lesen.

 

„Mit Hoffnung ertragen Menschen die schrecklichste Not, ohne Hoffnung ertragen wir nicht mal den Wohlstand. Hoffnung ist positive Zukunft.“ – schreibt Aladin El-Mafaalani in seinem jüngst erschienenen Buch „Das Integrationsparadox“, das er bei einer Lesung im Lehmbruck Museum in Auszügen vorstellen wird. Darin geht er der Frage nach, weshalb gelungene Integration zu mehr Konflikten führt.
Sein Buch ist Gegenwartsdiagnose und Neubewertung der heutigen Situation zugleich. Er erklärt, weshalb Migration ein dauerhaftes Thema bleiben wird und welche paradoxen Effekte Integration hat. Außerdem erläutert El-Mafaalani, woher die extremen Gegenreaktionen hinsichtlich Migration kommen. Dennoch, so seine abschließende Erkenntnis, schreibt er, dass es in Deutschland nie eine bessere Zeit gab als heute: „Alles ist heute besser als früher, außer einem: Die Zukunft. Und an der Zukunft kann man jetzt noch was ändern.“
 

Anschaulich und aufschlussreich erläutert El-Mafaalani ermutigende Ansätze zum Zusammenwachsen unserer Gesellschaft. Die Besucher*innen können sich auf einen kurzweiligen Abend freuen. 

Aladin El-Mafaalani ist Soziologe, Hochschullehrer an der Fachhochschule Münster und seit 2018 Abteilungsleiter im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Als solcher koordiniert er die Integrationspolitik des Landes. Er ist ausgewiesener Experte und gefragter Gesprächspartner auf dem Gebiet der Bildungs-, Stadt- und Integrationsforschung. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.  

Die Lesung findet in Kooperation mit MINA e.V. statt und ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung „Jochen Gerz: THE WALK – keine Retrospektive“.   

Für die Teilnahme an der Lesung  wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.
Anmeldung unter: Tel. 0203 283 2195/3294 oder unter kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de                                                           

 

Aladin El-Mafaalani, Foto: Lutz Jäkel/laif

 

 

10 Jahre Museum DKM: Freitagsführung und Neujahrsempfang

Museum DKM: Freitagsführung und Neujahrsempfang
Duisburg, 23. Januar 2019 - Wie jeden ersten Freitag im Monat ist das Museum DKM am 01. Februar 2019 von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Anlässlich des 10-jährigen Museumsgeburtstags im Januar 2019 führen die Gründer des Museums selbst durch das Haus. In der einstündigen Führung bringen sie Besuchern neben den aktuellen Sonderausstellungen sowie ausgewählten Exponaten der dauerhaften Sammlungspräsentation auch die Entstehungsgeschichte des Privatmuseums nahe. Interessierte Besucher sind eingeladen, im Anschluss mit einem Glas Prosecco auf das neue Jahr und das zehnjährige Bestehen anzustoßen.

Anmeldung zu den Führungen unter Tel.: 0203. 93 555 47 0 oder mail@museum-dkm.de Die Teilnahme an der Führung kostet 6€ zuzüglich Eintritt. Eintritt: Erwachsene 12 EUR | Ermäßigt 6 EUR

Ausstellungsansicht Museum DKM: Sterben Tod Hannes Vogel Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

Rückblick – das Jahr 2018 im Museum DKM  
Ganz im Zeichen des auslaufenden Steinkohleabbaus stand auch das vergangene Kunst- und Kulturjahr. Als eines von 17 der insgesamt 20 RuhrKunstMuseen beteiligte sich das Museum DKM an dem städteübergreifenden Ausstellungsprojekt Kunst & Kohle zum Ende des Steinkohlenabbaus. Die bereits im Jahr 2017 eröffneten beiden Sonderausstellungen TiefenZeit. Tom Fecht und Blaubeziehung. Nikolaus Koliusis wurden um drei Monate verlängert, mussten Anfang April aber weichen, um Platz für Die schwarze Seite zu machen.  

Tom Fecht
Auf der gesamten Wechselausstellungsfläche zeigte das Museum DKM Positionen, die sich der in die Gegenwart fortwirkenden Prägung des Ruhrgebiets als Bergbauregion widmen. In teils eigens neu erstellten Arbeiten, widmeten sich der Stiftung DKM langjährig verbundene Künstler einzelnen Aspekten der Lebens- und Arbeitswelt von Bergleuten.  

Ausstellungsansicht Museum DKM: TiefenZeit. Tom Fecht © Tom Fecht, VG Bild-Kunst 2018

sprojekt wurde begleitet von einem umfangreichen Begleitprogramm. Die zentral koordinierten Bustouren und Theateraufführungen von Die im Schatten leben des ROTTSTR5 Theaters machten auch im Museum DKM Station und begeisterten die Besucher. Auch die beteiligten Künstler Götz Diergarten, Barbara Köhler und Thomas Virnich besuchten das Museum DKM, um den Gästen selbst ihre Kunst vorzustellen und Rede und Antwort zu stehen.  

Duisburg: Kunst & Kohle - Die schwarze Seite
Auf den schrittweisen Rückbau der Kunst & Kohle Ausstellung folgten die Eröffnungen völlig unterschiedlicher Ausstellungen. Seit September widmet das Museum DKM dem chilenischen Künstler Patrick Hamilton mit Schwarze Werkzeuge seine erste museale Einzelausstellung in Deutschland. Hamilton befasst sich seit Anfang der 2000er Jahre mit der ökonomischen Transformation seiner Heimatstadt Santiago de Chile. Diese stellt er mithilfe so unterschiedlicher Medien wie Collagen, Videos, Fotografien und Raumskulpturen dar.

Ausstellungsansicht Museum DKM, Duisburg: Kunst & Kohle - Die schwarze Seite Thomas Virnich, Tobias, Freiheit spürend, 2018 Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf


Die Ausstellung konnte bis zum 17. März verlängert werden. Ab März 2019 sind neue Arbeiten Hamiltons im Museo Reina Sofía in Madrid zu sehen.   Ausstellungsansicht Museum DKM: Schwarze Werkzeuge. Patrick Hamilton

Die Arbeiten von Hannes Vogel gehören seit vielen Jahrzehnten zum festen Bestandteil der Sammlung DKM und nehmen eine einzigartige Position in dieser ein. Anlässlich des 80ten Geburtstags des Künstlers unterstreicht das Museum DKM mit einer Präsentation seiner neusten Arbeiten diese enge Beziehung. Im ersten Ausstellungsraum werden Zeichnungen aus der Publikation Sterben. Tod, die er gemeinsam mit seiner Frau Petruschka erstellt hat, präsentiert. Auch diese Ausstellung wurde um zwei Monate auf den 17. März verlängert.  

Seit der Eröffnung des Museum DKM vor nahezu zehn Jahren ist Dorothee von Windheim mit einem Raum, der Ihre Arbeit für Hanau dokumentiert, in der Dauerausstellung vertreten. Seit dem 10. November 2018 ist in diesem Raum eine Vitrinenarbeit zu sehen, deren Titel durch die Legende vom Hl. Sebastian inspiriert wurde: Das große rote Tuch mit roter Lochstickerei erinnert abstrakt an die Verletzungen des Märtyrers, ist aber nicht ausgebreitet zu sehen, sondern wird zusammengeknüllt in einer Spitzhaubenvitrine gezeigt.  

Bisher ein Unbekannter in der Sammlung DKM ist dagegen der niederländisch-deutsche Künstler Peter Royen (1923–2013), dessen Werk mit der Präsentation im Museum DKM erneut in Erinnerung gerufen werden soll. Unter dem Titel Wiederentdeckt! werden Arbeiten aus vier Jahrzehnten Royens künstlerischen Schaffens präsentiert. Royen kam 1946 von Amsterdam nach Düsseldorf, um bei Otto Pankok an der Kunstakademie zu studieren. Er blieb der Stadt Düsseldorf zeitlebens verbunden und gestaltete die Kunstszene der Stadt und auch des Landes maßgeblich mit. Die Ausstellung wird durch zahlreiche Leihgaben privater und öffentlicher Sammlungen sowie aus dem Nachlass Royens unterstützt.  

Wiederentdeckt! Peter Royen
Seit Anfang Februar erwartet Besucher des Museum DKM ein mit Werken der Duisburger Künstlerin Yevgeniya Safronova neu eingerichteter Raum in der Dauerausstellung. Nach der konsequent raumbezogenen Skulptur zur RuhrKunstSzene 2014 präsentiert das Museum DKM jetzt Wandarbeiten und Zeichnungen der Duisburger Künstlerin.  
Nachdem die Ausstellung Tiefenzeit des Fotografen Tom Fecht abgebaut wurde, werden die dem Haus besonders wichtigen Bilder Eclipse # 8031 (2014/2017), Incertitudes # 32001 und # 4001 (2016), Star Pointer (1999) und Basics (1997) dauerhaft in einem Künstlerraum im zweiten Obergeschoss präsentiert. Besucher können so die großartigen Werke des Künstlers auch in Zukunft erleben.

Ausblick  
Im Januar 2019 besteht das Museum DKM seit zehn Jahren.
Zu diesem Anlass wird ab Ende März auf der gesamten Wechselausstellungsfläche des Erdgeschoss erneut die Erstausstellung präsentiert. 2009 wurden Künstler ausgewählt, die lange mit der Sammlung verbunden sind und eine sehr wichtige Position in ihr einnehmen, darunter Claudia Terstappen, Yuji Takeoka, Erwin Wortelkamp, Raimund van Well, Manfred Vogel, Hannes Vogel, Patrick Hamilton und Hayato Goto. Im Neubau sind mit den Miniaturen von Blinky Palermo sowie Skulpturen und Zeichnungen Ernst Hermanns ebenfalls erneut zentrale Werke der Sammlung DKM zu sehen.  

Erwin Wortelkamp, Orangen für Hans von Marées, 1996 Gips, Eisen, Wasserfarbe, Dimension variabel
In der zweiten Jahreshälfte wird dem Künstler Erwin Wortelkamp anlässlich seines 80. Geburtstags eine umfassende Einzelausstellung gewidmet. Ausgehend von der im Jahr 2001 in der damaligen Galerie DKM ausgestellten Skulptur – Architektur präsentiert das Museum DKM einen 40 Jahre umspannenden Überblick von Wortelkamps Werken.

Werke aus der Sammlung DKM als Leihgaben in der edith wahlandt galerie, Stuttgart
In der Ausstellung Der Linie folgen, die vom 02. Februar bis 18. April in der edith wahlandt galerie zu sehen ist, loten, die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, darunter Ernst Hermanns, Katharina Hinsberg, Norbert Kricke, Beate Terfloth und Günther Uecker, die Möglichkeiten der Linie als künstlerisches Gestaltungsmedium aus.
Die abstrakte, individuelle Linie steht bei den ausgewählten Werken im Fokus. Das Museum DKM unterstützt die Ausstellung mit einer Leihgabe einer Arbeit von Ernst Hermanns aus dem Jahr 1990. In der Plastik Liegende und stehende Säule lässt sich der Expansionsdrang der Linie in den realen Raum verfolgen.   edith wahlandt galerie Hölderlinstrasse 55 70193 Stuttgart Tel: 0711 226 18 71 E-Mail:ewm@edith-wahlandt-galerie.de

Ausstellungsempfehlungen von Dirk Krämer und Klaus Maas  
Erwin Wortelkamp auf Festung Ehrenbreitstein und im Landesmuseum Koblenz | Haus der Kulturgeschichte bis 03. Februar 2019  

Auf der Festung Ehrenbreitstein und dem Landesmuseum Koblenz / Haus der Kulturgeschichte stellt Erwin Wortelkamp in Koblenz unter dem Titel Wehrhaft – oder was gilt es zu verteidigen? aus. Mit 20 großen Skulpturen aus Holz und Bronze tritt der Bildhauer in einen spannungsreichen Dialog mit der wehrhaften Architektur der preußischen Festung Ehrenbreitstein. Kleinere Skulpturen sowie Arbeiten auf Papier in den 16 Innenräumen des Landesmuseums Koblenz weitere Einblicke in das Werk des mehrfach ausgezeichneten Künstlers und dessen Leitmotiv "Skulpturen suchen und finden ihren Ort".  

Einen ersten Eindruck der Ausstellung unter: https://www.swr.de/swr2/kultur-info/bildhauer-erwin-wortelkamp-80-ausstellung-auf-der-ehrenbreitstein-koblenz/-/id=9597116/did=22329744/nid=9597116/1bz10rw/index.html  

Neues Buch führt zu den "Literarischen Orten im Ruhrgebiet"
"Literarische Orte im Ruhrgebiet" können Leseratten jetzt mithilfe eines neuen Freizeitführers entdecken, der im Essener Klartext Verlag erschienen ist. Texte aus drei Jahrhunderten zeigen die literarische Vielfalt der Metropole Ruhr. Das Buch führt zu 25 Orten und Institutionen, z.B. zum Schauspielhaus Bochum, wo Thomas Bernhards "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" uraufgeführt wurde. Die Ziele haben alle in Büchern und Geschichten eine Rolle gespielt. Das Buch ist hervorgegangen aus der interaktiven Literaturkarte Ruhr. Infos: www.klartext-verlag.de  idr

 

 

- Kammerkonzert mit Werken verfolgter Komponisten 
- CITY ATELIER: Hau rein – Holzwerkstatt mit Roger Löcherbach

Kammerkonzert mit Werken verfolgter Komponisten 

Duisburg, 21. Januar 2019 - Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 27. Januar, um 12 Uhr, zu einem Kammerkonzert mit Werken verfolgter Komponisten in den Innenhafen am  Johannes-Corputius-Platz 1 ein. Das Konzert wird begleitend zur der Wanderausstellung „DEPORTIERT INS GHETTO – Die Deportationen aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)“ präsentiert.  

Auf dem Programm stehen Werke von Olivier Messiaen, Ernst Krenek, Theo Smit Sibinga, Paul Ben-Haim und Leo Smit. Es spielt ein Kammerensemble der Duisburger Philharmoniker, bestehend aus Jie Zhou (Harfe), Stephan Dreizehnter (Flöte) und Andreas Oberaigner (Klarinette).  

Im Rahmen des Konzerts anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus wird unter anderem Paul Kreneks Sonatine für Flöte und Klarinette op.92/2b  aus dem Jahr 1942 zu hören sein. Die Musik des Wiener Komponisten Krenek, der in den 1920er Jahren mit seiner Jazz-Oper „Jonny spielt auf“ bekannt wurde, war den Nationalsozialisten verhasst. Aus Angst vor Verfolgung floh Krenek nach dem „Anschluss“ Österreichs in die USA.

 

Verfolgt wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft auch der niederländische Komponist Leo Smit. Er arbeitete als Dozent am Amsterdamer Konservatorium, zwischenzeitlich auch als Komponist in Paris. Nach der deutschen Invasion wurde Smit von den Nazis über das Durchgangslager Westerbork in das Vernichtungslager Sobibor verschleppt und dort 1943 ermordet. Für das Kammerkonzert haben die MusikerInnen Smits „Trio pour Flute, Clarinet et Harpe „ aus dem Jahr 1926 ausgewählt. 

Das vollständige Programm des Konzerts ist im Internet zugänglich unter www.duisburg.de/erinnerungskultur. Der Eintritt zum Konzert und zur Ausstellung kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Im Lehmbruck Museum können sich die Besucher*innen am Wochenende wieder vielseitig betätigen: Am Samstag, den 26. Januar, 15 Uhr, wartet eine Veranstaltung aus der Reihe „Mitreden“ auf Menschen, die gegenseitig Erfahrungen austauschen wollen. Für alle Kunstfreund*innen bietet das Lehmbruck Museum am Sonntag, den 27. Januar, 11.30 Uhr, eine öffentliche Führung zur Ausstellung „Vor Ort 2018“ an.

Mit der Reihe „Mitreden“ bietet das Lehmbruck Museum eine Plattform zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch: Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind, können sich hier mit „Alteingesessenen“ austauschen und bei praktischer Anwendung die deutsche Sprache lernen. Außerdem bietet die Veranstaltung die Möglichkeit hilfreiche Kontakte zu knüpfen. Für diejenigen, die die deutsche Sprache schon beherrschen, ist „Mitreden“ eine Möglichkeit, mehr über andere Kulturen zu erfahren.  
Bei der öffentlichen Sonntagsführung mit Susanne Karow stehen die Duisburger Künstler im Mittelpunkt. Die Kunstvermittlerin führt durch die Ausstellung „Vor Ort 2018“, in der mehr als 30 Künstler, die in enger Verbindung zu Duisburg stehen, Werke ausstellen. So treffen bei der Werkschau verschiedenste künstlerische Positionen aufeinander, die von der Fotografie bis zur Holzskulptur reichen. Die Museumsbesucher*innen können sich auf eine abwechslungsreiche Ausstellung mit kuriosen, überraschenden und nachdenklichen Arbeiten freuen.   
Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenfrei. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

 

 

CITY ATELIER: Hau rein – Holzwerkstatt mit Roger Löcherbach

Der nächste Workshop im CITY ATELIER ist nichts für Zartbesaitete! Unter der Leitung des Essener Bildhauers Roger Löcherbach können die Workshopteilnehmer*innen am 27. Januar, 14 Uhr, eigene Holzskulpturen im Lehmbruck Museum erschaffen.

Seit November letzten Jahres begrüßt Roger Löcherbachs „Queen of Performance“ die Besucher*innen des Lehmbruck Museums, sobald sie den Wechselausstellungsbereich betreten.
Bei dem Workshop „Hau rein! – Holzwerkstatt“ können Jung und Alt unter Anleitung des Künstlers ganz eigene Holzarbeiten anfertigen. Das Besondere daran: Die Arbeiten werden aus einem einzigen Stamm gebaut, deren Aussehen sich am Wuchs des Stammes orientieren.

Roger Löcherbach ist freischaffender Bildhauer und lebt in Essen. Nach seinem Studium in Kunst und Latein hat er ein Examen in Bildhauerei bei Ansgar Nierhoff abgeschlossen. Nach seiner Ausbildung zum Lehrer ist er in Düsseldorf und Duisburg tätig.  

Der Workshop des CITY ATELIERS ist im Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) enthalten.

Ausstellungsansicht „Vor Ort 2018“, (im Vordergrund: Roger Löcherbach, Queen of Performance, 2018, © Künstler), Foto: Frank Vinken

 

 

 

Lehmbruck Museum: My Walk I – Zeitzeugen berichten

Duisburg, 18. Januar 2019 - Bei „My Walk“ steht die Geschichte von Menschen, die von außerhalb nach Deutschland gekommen sind, im Vordergrund. Am 27. Januar, 15 Uhr unterhalten sich Sabri Aydin und Nouruldin Felix Saied mit der Interkulturbeauftragten der Stadt Duisburg, Leyla Özmal, im Lehmbruck Museum über ihren Weg hierher.  
Bei dem Gespräch zwischen Sabri Aydin und Nouruldin Felix Saied stehen die ganz unterschiedlichen Geschichten ihres Weges nach Deutschland im Mittelpunkt. So kam Sabri Aydin 1961 als Bergmann nach Duisburg, Nouruldin Felix Saied ist 2015 vor dem Bürgerkrieg aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Bei dem Erfahrungsaustausch über das Ankommen in Deutschland soll aber auch die Geschichte der Personen, nachdem sie nach Deutschland gekommen sind, besprochen werden.

 

Die Museumsbesucher*innen erwarten also zwei Erfahrungsberichte, die auf den ersten Blick ähnlich erscheinen und doch ganz unterschiedlich sind. Moderiert wird die Veranstaltung von der Sozialwissenschaftlerin Leyla Özmal, Interkulturbeauftragte des Dezernats für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales der Stadt Duisburg und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie.  

Die Veranstaltung ist Teil der Gesprächsreihe „My Walk – Zeitzeugen berichten“ im Rahmen der Ausstellung „Jochen Gerz: THE WALK – keine Retrospektive“, bei der die persönlichen Geschichten nach Deutschland gekommener Menschen im Mittelpunkt stehen.
Für die Teilnahme an der Gesprächsrunde wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Leyla Özmal, Foto: Sabitha Saul


Lehmbruck Museum: Das CITY ATELIER: Pattern Art und Mustermix

Duisburg, 14. Januar 2019 -  Bei dem Workshop „Pattern Art und Muster Mix“ im Rahmen des CITY ATELIERS zeigt die Künstlerin Judith Ganz am Sonntag, den 20. Januar, 14 Uhr, wie man faszinierende Bildideen aus Mustern entwickeln kann. Die Kölner Künstlerin Judith Ganz zeigt, was mit Farbe alles zu machen ist. Dabei werden auf Papier und Leinwand verschiedene Techniken kombiniert und mit Schablone, Schwamm und Rolle verschiedenste Muster erstellt. Jeder Teilnehmer kann seinem Kunstwerk, beispielsweise mit Textbausteinen, eine ganz individuelle Note verleihen.   
Judith Ganz ist Malerin und Installationskünstlerin. Sie hat das Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig als Meisterschülerin abgeschlossen und danach an der State University in San Francisco studiert. Seit 2012 ist sie Lehrbeauftragte der Universität Köln. Der Workshop des CITY ATELIERS ist im Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) enthalten.

Judith Ganz, Forgotten Landscape, 2014, ©  VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Museum

 

Lehmbruck Museum: „Mitreden“ im Lehmbruck Museum  

Die Besucher*innen des Lehmbruck Museums können sich am Wochenende wieder auf ein abwechslungsreiches Programm freuen: Bei „Mitreden“ können Menschen verschiedenster Herkunft am Samstag, 15 Uhr, miteinander ins Gespräch kommen. Die öffentliche Führung am Sonntag, 11.30 Uhr, beschäftigt sich mit der Kunst des Expressionismus.

 

Bei „Mitreden“ treffen Menschen verschiedenster Herkunft aufeinander, um miteinander ins Gespräch zu kommen und dem gegenüber ein offenes Ohr zu schenken. Die ausgestellten Kunstwerke können dabei Anstoß für ein freies Gespräch sein, in dem nicht nur Themen des Alltages besprochen, sondern auch Erfahrungen ausgetauscht werden können. Auf diese Weise können Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, die Sprache lernen, „Alteingesessene“ lernen mehr über fremde Kulturen – eine echte Win-Win-Situation also. 

Die Gemälde aus der Zeit des Expressionismus gehören zu den beliebtesten Arbeiten aus dem Bestand des Lehmbruck Museums. In einer Sammlungspräsentation können unter anderem bedeutende Werke von Otto Mueller, Ernst Ludwig Kirchner und Heinrich Campendonk angeschaut werden. Bei einer Führung gibt Kunstvermittlerin Susanne Karow einen Einblick in eine der spannendsten Kunstepochen der Moderne. 

Die Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenfrei.



- Wiederaufbau Duisburgs nach dem Zweiten Weltkrieg  
-150 Jahre Mannheimer Akte – Freie Fahrt auf dem Rhein  

Vortrag im Stadtarchiv: Phönix aus der Asche - Wiederaufbau Duisburgs nach dem Zweiten Weltkrieg  
Duisburg, 11. Januar 2019 - Das Stadtarchiv lädt am Donnerstag, 17. Januar, um 18.15 Uhr zu dem Vortrag „Phönix aus der Asche“ von Dr. Andreas an die DenkStätte am Karmelplatz 5 ein. Thematisiert wird Pilger der Neuaufbau Duisburgs nach dem Zweiten Weltkrieg.  
Die heutige Gestalt der Stadt Duisburg ist geprägt von baulichen Entwicklungen der Nachkriegszeit. Vom „alten Duisburg“, den Bauten aus dem 19. Jahrhundert und der Zeit davor, hat der Luftkrieg ab 1942 nur wenig übrig gelassen. Ein Wiederaufbau im eigentlichen Sinne war nach 1945 die Ausnahme. Stattdessen erfolgte mit dem Wirtschaftsaufschwung der 1950er und 1960er Jahre eine rasche Über- und Neubebauung der Stadt, die über die historische Bausubstanz ebenso hinwegging wie über historisch gewachsene Straßenführungen und Grundstückszuschnitte.  

Die Königstraße um 1962 (Quelle: Stadtarchiv).

Der Vortrag geht diesem Umbruch nach und zeigt, dass sich die städtebauliche Entwicklung als Ausdruck und Zeichen eines tiefgreifenden politik-, gesellschafts- und mentalitätsgeschichtlichen Wandels verstehen lässt, in dem binnen weniger Jahrzehnte die Entbehrung und Resignation der Nachkriegszeit von hochgespannten Erwartungen an Wohlstand und Wachstum abgelöst wurden. Ab Ende der 1950er Jahre entwickelte Duisburg ein Selbstbild als moderne Stadt. Das inzwischen vielfach gewünschte Sichtbarwerden älterer Epochen der Stadtgeschichte wird auf diese Weise stark erschwert.  
Der Vortrag ist Bestandteil der Vortragsreihe „Stadtgeschichte donnerstags“ im Stadtarchiv. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.  

Blick auf die zerstörte Altstadt 1943 (Quelle: Stadtarchiv).

 

150 Jahre Mannheimer Akte – Freie Fahrt auf dem Rhein  
Mit der Mannheimer Akte wurde vor 150 Jahren die Freiheit der Binnenschifffahrt auf dem Rhein von Basel bis Rotterdam von den Rheinanlieger-Staaten besiegelt. Die Akte wurde am 17. Oktober 1868 im Mannheimer Schloss unterzeichnet und ist bis heute gültig. Aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums kehrte die Akte von ihrem Aufbewahrungsort Straßburg an ihren Entstehungsort Mannheim zurück. Von dort wird sie per Schiff nach Duisburg transportiert.  
Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt empfängt diese Akte durch ein Boot der Wasserschutzpolizei. Die Übergabe erfolgt am Anleger des Museums im Eisenbahnbassin in Duisburg-Ruhrort an den Duisburger Kulturdezernenten Thomas Krützberg. Zum anschließenden Empfang im Museumsrestaurant „Schiffchen“ sprechen Thomas Krützberg, Achim Wehrmann, Präsident der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt und Leiter der Unterabteilung Schifffahrt im Bundesverkehrsministerium sowie Prof. Dr. Hiram Kümper, Universität Mannheim. Grußworte gibt es von Martin Staats, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt und Bruno Georges, Generalsekretär der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt.

 

Duisburger Philharmoniker: „Fremde Welten, ferne Zeiten“

„Fremde Welten, ferne Zeiten“: Die Duisburger Philharmoniker zeichnen unter der Leitung von Dirigent Fabrizio Ventura üppige sinfonische Gemälde

Duisburg, 11. Januar 2019 - Üppige sinfonische Klanggemälde aus Italien und Russland bietet das 5. Philharmonische Konzert am 16. und 17. Januar (jeweils 20 Uhr) in der Mercatorhalle. Vom spätmittelalterlichen römischen Staatsmann und Volkstribun Cola di Rienzo erzählt zunächst die gleichnamige Konzertouvertüre des gebürtigen Römers Giovanni Sgambati. Der Liszt-Schüler, der von Richard Wagner persönlich ermuntert wurde, sich an größeren sinfonischen Werken zu versuchen, griff 1866 wohl nicht zufällig auf diesen Stoff zurück, der Wagner bereits 24 Jahre zuvor zu seiner Oper Rienzi inspiriert hatte.

Von Ottorino Respighi, dessen berühmte Tondichtungen der Stadt Rom ein Denkmal setzen, erklingt im Anschluss ein Werk, das nur wenig mit jener monumentalen Trilogie gemein hat. Sein drittes und letztes Violinkonzert, bekannt als Concerto gregoriano, gleicht eher einer dreisätzigen Rhapsodie für Orchester mit obligater Violine denn einem Virtuosenkonzert. Weit ausgreifende, schwermütige Melodien prägen das 1921 komponierte Stück, in dem die technische Meisterschaft des Solisten nur wie nebenbei aufblitzt. In Duisburg wird sich der 1988 in Mailand geborene Geiger Edoardo Zosi für das selten gespielte Werk stark machen, begleitet von den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Fabrizio Ventura.

Den Schlusspunkt setzten die Künstler mit der sinfonischen Suite Scheherazade von Nikolai RimskiKorsakow. Obschon 1888 nach einer literarischen Vorlage aus Tausendundeiner Nacht entstanden, liegt ihr Reiz nicht allein in ihrem orientalischen Kolorit. Eindruck hinterlassen vor allem die Wechsel der mächtigen sinfonischen Wogen, mit denen der Komponist bewegte Bilder vom Meer zeichnet, mit den sehnsuchtsvoll-zarten Soli der Violine, die wie Girlanden gen Himmel schweben.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

 

- Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee: „Oskar Schlemmer“
- Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee: „Oskar Schlemmer“
Bei „Kunst & Kaffee“ am Dienstag, 15. Januar, 15 Uhr, stellt Dr. Bettina Dunker die von ihr kuratierte Kabinettausstellung „Oskar Schlemmer“ vor. Anschließend können die Teilnehmer*innen ihre Eindrücke am gedeckten Kaffeetisch diskutieren.                                                                                                                  Oskar Schlemmer gilt als einer der einflussreichsten und vielseitigsten Künstler des Bauhauses. Er war nicht nur als Maler, sondern auch als Grafiker, Wandgestalter, Bühnenbildner, Choreograf und Bildhauer tätig. Mit der „Fünfzehnergruppe“ (1929) steht ein Schlüsselwerk Schlemmers im Zentrum der Ausstellung.

Das Gemälde ist eines der letzten, das am Bauhaus in Dessau entstand. Es zeichnet sich durch eine besondere Dynamik und bildnerische Komplexität im Zusammenspiel von Figur und Raum aus. Schlemmers geometrische Formensprache wird insbesondere in den plastischen Arbeiten sichtbar, die vor allem im Zeitraum zwischen 1919 bis 1923 entstehen. Seine berühmteste Inszenierung, das „Triadische Ballett“ (1912–1922), für das er die Choreografie und die Kostüme entwarf, ist in der Ausstellung in einer Filmaufnahme präsentiert.  

Am jeweils dritten Dienstag im Monat bietet das Lehmbruck Museum eine öffentliche Führung in der Reihe „Kunst & Kaffee“ an.  Die Kosten betragen für Teilnehmer*innen 12 € inklusive Kaffee und Kuchen.  
Anmeldung erbeten unter Tel.  0203 283-7018 oder E-Mail: joerg.mascherrek@lehmbruckmuseum.de.  
         Oskar Scl

Oskar Schlemmer, Fünfzehnergruppe, 1929, Foto: Bernd Kirtz

- Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum: „Mitreden“ im Lehmbruck Museum
Mitreden oder Mitgehen? Das ist hier die Frage!  Am Samstag, 12. Januar, 15 Uhr, steht im Lehmbruck Museum wieder das kostenlose Angebot „Mitreden“ im Rahmen von „Jochen Gerz: THE WALK“ auf dem Programm. Bei der öffentlichen Führung am Sonntag, 13. Januar, 11.30 Uhr, wird die Ausstellung „Jochen Gerz: THE WALK“ selbst vorgestellt.  
Bei der Veranstaltung „Mitreden“ können Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft miteinander ins Gespräch kommen. Ziel der Veranstaltung ist es, einerseits die Deutschkenntnisse neu angekommener Menschen zu verbessern, andererseits den kulturellen Austausch untereinander zu erleichtern. Die Kunst ist dabei nur der Anlass für offene Gespräche, die sich in alle Richtungen entwickeln können. Die Teilnahme ist kostenlos.  
 Am Sonntag erklärt Kunstvermittlerin Madalina Rotter den Besucher*innen das Projekt „Jochen Gerz: THE WALK – keine Retrospektive“ und führt dabei auch auf den etwa 3 Meter hohen Steg, der um die Glashalle herumführt. Der Künstler Jochen Gerz hat die transparente Fassade mit seiner Lebensgeschichte beschriftet. Mit zahlreichen Verweisen zum Zeitgeschehen der letzten acht Dekaden lassen sich sein Leben und sein künstlerischer Werdegang von der Nachkriegszeit bis hinein in die Gegenwart verfolgen.
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.


- Lehmbruck Museum: DAS CITY ATELIER – Textile Kunst
- StattChor: „Mir leben ejbig“ – Gedenken mit Liedern und Texten  
- Ausstellung experimenteller Fotografien von Marta Janiak    

Duisburg, 08. Januar 2019 - Die Künstlerin Stacey Blatt zeigt am kommenden Sonntag, den 13. Januar, um 14 Uhr im CITY ATELIER des Lehmbruck Museums, wie „Textile Kunst“ gemacht wird. Beim Patchwork werden durch Nähen, Kleben, Zeichnen oder Malen ganz verschiedene Stoffstücke erstellt, auf denen die Besucher*innen ihre Geschichten erzählen können.

Alle können ihre eigene Identität mit Texten, Fotos oder Symbolen einbringen und ein Teil des gesamten Patchwork-Projektes werden. Wer möchte, kann eigene Fotos und andere Bilder oder auch bedeutungsvolle Stoffstücke mitbringen. Diese werden mit Hilfe eines Stoff-Printers auf den eigenen Patch gedruckt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Teilnahme genügt die Eintrittskarte ins Museum (9 EUR, erm. 5 EUR).

 Foto: Museum

 

Kultur- und Stadthistorisches Museum: „Mir leben ejbig“ – Gedenken mit Liedern und Texten  
Unter der musikalischen Leitung von Cristián Carrasco gestaltet der StattChor-Duisburg am Sonntag, 13. Januar, um 12 Uhr das Begleitprogramm zur aktuellen Sonderausstellung „Deportiert ins Ghetto“ des Kultur- und Stadthistorischen Museums.  
Die 25 Sängerinnen und Sänger erinnern mit Liedern und Texten zum Thema Verfolgung und Deportation an die Schicksale der Opfer des Faschismus. Besonderer Wert wird dabei auch auf den Bezug zu heutigen Geschehnissen gelegt, auf die der StattChor aufmerksam machen möchte. Dass das Erinnern und Handeln heute unerlässlich und bedeutsam für die Gestaltung unserer Zukunft ist, wird anhand des Gedichtes einer Schülerin verdeutlicht.  
Der StattChor singt seit über 30 Jahren und konzipiert eigene musikalische Programme. Zwischen vielfältig und bunt gemischten Liedern hat auch das Thema Antifaschismus und Erinnerungskultur seinen festen Platz im Repertoire.   Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Weitere Informationen gibt es unter 0203/283-2640 oder www.stadtmuseum-duisburg.de.

 

Stadtbibliothek: Ausstellung experimenteller Fotografien von Marta Janiak  
Eine Ausstellung experimenteller Fotografien zeigt die Zentralbibliothek im Stadtfenster auf der Steinschen Gasse 26 bis Samstag, 9. Februar von montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 16 Uhr.   Unter dem Titel „Von der Freude der Kindheit und Jugend ernährt sich unser ganzes Leben“ präsentiert die in Duisburg lebende polnische Künstlerin Marta Janiak künstlerische Fotografien, die Zufälle und Farben, Licht- und Zeitvielfalt in den Bewegungsmomenten des Lebens wiedergeben.  

Ausgestellt sind Fotografien von Kindern in Duisburg. Marta Janiak kommt es darauf an, in ihren Werken die  Atmosphäre und die Energie des jeweiligen Augenblicks einzufangen und abzubilden. Sie arbeitet dabei auch mit Unschärfen, dennoch können Betrachterinnen und Betrachter die Emotionen der dargestellten Situation deutlich nachempfinden. Der Bezug zu Duisburg ist durch die abgebildete Umgebung erkennbar.  
Die Ausstellung befindet sich in der Kinder- und Jugendbibliothek im ersten Obergeschoss der Zentralbibliothek. Der Eintritt ist frei.

 

Barockkonzert im Lichterschein - Armida Quartett

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker zelebrieren festliche Musik von Händel, Vivaldi und Bach
Duisburg, 07. Januar 2019 - Der spielerische Wettstreit der Instrumentengruppen prägt die barocke Form des Konzertierens, namentlich des „Concerto grosso“, wie es sich ab Mitte des 17. Jahrhunderts in Italien zu entwickeln begann. Häufig kommt es dabei zu reich ausgeschmückten Dialogen zwischen Solisten und Orchestermusikern, die große Pracht entfalten. Meister wie Antonio Vivaldi prägten diese Form des Instrumentalkonzerts aus; reisefreudige Musiker wie der polyglotte, international vernetzte Georg Friedrich Händel brachten sie über die Alpen.

Mit dem lebhaften Concerto grosso B-Dur Nr. 3 HWV 313 und dem Konzert für Trompete und Streicher D-Dur nach HWV 331 von Georg Friedrich Händel beginnt das „Barockkonzert im Lichterschein“ am So. 27. Januar 2019 (17 Uhr) in der Christuskirche in Duisburg-Rheinhausen. Streicher der Duisburger Philharmoniker begleiten dabei das Orchestermitglied Ferenc Mausz (Trompete). Im Anschluss ist Stephan Dreizehnter als Solist in Antonio Vivaldis Konzert für Flöte und Streicher c-Moll RV 441 zu erleben. Der weitere Verlauf des Abends steht ganz im Zeichen von Johann Sebastian Bach. Das auch als „Triplekonzert“ bezeichnete Konzert für Flöte, Violine, Cembalo und Streicher a-Moll BWV 1044 ist mit einem ausgiebigen Cembalo-Part versehen, der hier von Mikhail Zhuravlev übernommen wird. Hellen Glanz verbreitet zum Schluss das Brandenburgische Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047, nicht zuletzt durch den Klang der Piccolo-Trompete, der die Ecksätze überstrahlt.

Das Konzert wird an zwei weiteren Terminen wiederholt: Am Di. 5. Februar (19.30 Uhr) in der Evangelischen Kirche Duisburg-Mittelmeiderich und am Mi. 27. Februar (19.30 Uhr) im Opernfoyer des Theaters Duisburg. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

Foto c Zoltan Leskovar

 

 

 

Auftakt der Residenz: Das Armida Quartett interpretiert im 5. Kammerkonzert Werke von Mozart, Gubaidulina und Beethoven 

Als spektakulär, gepaart mit Hingabe und Präzision bezeichnet die Kritik das Spiel des Armida Quartetts. Entsprechend will die 2006 gegründete Formation nun als „Artists in Residence“ der Duisburger Philharmoniker auftreten. Die achtfachen Preisträger des ARD-Musikwettbewerbes 2012 geben sich an vier Abenden die Ehre, zum Auftakt am nächsten Sonntag, 13. Januar (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle interpretieren sie im 5. Kammerkonzert Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart, Sofia Gubaidulina und Ludwig van Beethoven. Es musizieren Martin Funda und Johanna Staemmler (Violine), Teresa Schwamm (Viola) und Peter-Philipp Staemmler (Cello).

 

Mozarts Quartett D-Dur KV 575, das erste „Preußische Quartett“, erklingt zu Beginn. Das Werk ist durchweg lyrisch gehalten, mit wunderbaren melodischen Linien. Nur gelegentlich wird der gelassene Tonfall von melancholischen Einsprengseln getrübt. Auffällig ist Mozarts Aufwertung des Cello-Parts: Das Instrument konzertiert bisweilen mit der 1. Violine, durchaus auf Augenhöhe.

 

Im Mittelpunkt steht das 1. Streichquartett der Russin Sofia Gubaidulina, komponiert 1971. Das einsätzige Werk gibt sich geisterhaft, spannungsgeladen und fragmentiert. Begonnene Motive laufen schnell ins Leere. Doch dieses Aufblitzen und Verlöschen von Figurationen entwickelt eine gewaltige Dramatik.

 

Am Schluss des Abends steht Beethovens urwüchsige Kraft und innige Lyrik in Gestalt des Quartetts Es-Dur op. 74. Eine gewisse Nervosität durchzieht das Werk, gepaart aber mit großer Erhabenheit.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

"Hügel - Die Falle" - mehr als nur eine Lesung mit Erik Wikki
Am Freitag, 8 Februar, lädt das Bestattungsinstitut Kretschmer, Theodor Heuss-Str. 122 in 47167 Duisburg-Neumühl vor Ort den Autor und Vortragskünstler Erik Wikki zu sich ein. Sein neues Programm trägt den Namen “Hügel - Die Falle”, genau wie sein neuestes Buch. Titelfigur ist der Bestatter Klemens Hügel. Dessen Schwester hat ihren Ehemann umgebracht. Sie, ebenfalls Bestatterin, steht in der Trauerhalle neben dem geschlossenen Sarg. Niemand hegt Verdacht. Nur Kirsten Wolter – ihre Mitarbeiterin.
“Im Grunde ist der Roman eine Krimiserie”, verrät Wikki. “Er besteht aus sechs in sich abgeschlossenen Geschichten. Aber”, ergänzt der Autor, “über alle Erzählungen hinweg schwebt ein Über-Fall, der die Serie verbindet.” Die besondere Erzählform macht sich Wikki zunutze. Üblicherweise muss er bei der Vorstellung eines Buchs stark kürzen und vieles im Unklaren lassen. Dieses Mal ist das anders. Eine der sechs Geschichten trägt er ungekürzt vor.
Auch in Duisburg-Neumühl wird Wikki nicht nur lesen. Wer ihn kennt, weiß, dass schauspielerische Elemente genauso dazugehören, wie die Einbindung der Hörbuchaufnahme ins Programm. Gewohnt humorvolle Einblicke ins Schriftstellerleben dürfen natürlich auch nicht fehlen.
“Hügel - Die Falle” von und mit Erik Wikki ist zu hören am 8. Februar, um 19 Uhr, in der Trauerhalle des Bestattungsinstitutes Kretschmer. Karten gibt es im Büro vom Projekt LebensWert für 5 Euro. Der Erlös kommt dem Projekt LebensWert, Rat und Tat für bedürftige Menschen, zugute. Nur 70 Plätze!!! Schnell Karten bestellen und kaufen. Kartenverkauf: Projekt LebensWert, Holtener Str. 176, 47167 Duisburg-Neumühl,8-16 Uhr.

 

Kabarett zum neuen Jahr mit Matthias Reuter und Gästen aus Hamburg und München  
Matthias Reuter startet am  Mittwoch, 16. Januar, mit einer Veränderung in die neue Kabarett-Saison, denn nach zehn Jahren bleibt der Hut erstmals zu Hause.  
Aus München ist Chansonwriter und Percussionist Stefan Noelle dabei. Er ist bekannt als Mitglied des Duos „Unsere Lieblinge“ und hat die letzten Tourneen Ulrich Roskis singend und schlagzeugspielend begleitet. Als sprachverliebter, humorvoller Liedautor und Musiker, Entertainer, Arrangeur und Komponist begibt er sich aus dem Süden nach Duisburg und zeigt, dass Bayern im Ruhrgebiet sehr willkommen sind, solange sie nicht Fußball spielen.  
Musikkabarettistin Turid Müller hingegen reist mit ihrem Pianisten Stephan Sieveking aus dem Norden an und bringt ihr Programm „Teilzeitrebellin“ mit. Sie singt von der täglichen Grätsche zwischen Ideal und Wirklichkeit. Die lächelnde Blondine im kleinen Schwarzen spießt treffsicher auf, was wir nur allzu gern unter den Teppich unserer eigenen Prinzipien kehren, betrachtet das Land und stellt zurecht die Frage: „Ist das noch Psychiatrie oder schon Politik?“  
Der Gastgeber Matthias Reuter hat neue Texte und Songs dabei und blickt auch aufs alte Jahr zurück. Wie immer nach dem Motto: „Auswärts denken mit Getränken!“, denn die gibt es natürlich auch.  
Karten für die Show sind ab sofort für 12 Euro in der Bezirksbibliothek Rheinhausen oder telefonischer Reservierung unter (02065) 905-8467 erhältlich. Karten an der Abendkasse kosten 15 Euro. Der Vorverkauf endet mit der Abholung der Karten am 15. Januar. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr.

 

 

„Mitreden“ im Lehmbruck Museum

Duisburg, 04. Januar 2019 -  Egal, ob man selbst mitreden möchte oder nur zuhören, beides ist Besucher*innen des Lehmbruck Museums am Wochenende möglich: „Mitreden“ heißt es am Samstag, 5. Januar, 15 Uhr, und am Sonntag, 6. Januar, um 11.30 Uhr findet eine  öffentlichen Sonntagsführung zu den „Meisterwerken des Expressionismus“ statt.  

Die Reihe „Mitreden“ gehört zum Rahmenprogram der Ausstellung „Jochen Gerz: THE WALK“. Dabei sollen Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft miteinander ins Gespräch kommen. Ziel der Veranstaltung ist es, einerseits die Deutschkenntnisse neu angekommener Menschen zu verbessern, andererseits den kulturellen Austausch untereinander zu erleichtern. Die Kunst ist dabei nur der Anlass für offene Gespräche, die sich in alle Richtungen entwickeln können. Die Teilnahme ist kostenlos.  

Jochen Gerz, The WALK, 2018, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Sonja Rothweiler



Mit den „Meisterwerken des Expressionismus“ wird ein besonderer Sammlungsbestand des Lehmbruck Museums vorgestellt, der aktuell in einer Sonderpräsentation zu besichtigen ist. Die Kunstvermittlerin Susanne Karow stellt die Gemälde und Skulpturen von berühmten Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und weiteren vor. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.                                                                             

 

 August Macke, Sitzender Akt mit Kissen, 1911, Foto: Britta Lauer

 

 

Lehmbruck Museum: plastikBAR „Schlemmerabend“

Zu Ehren des Künstlers Oskar Schlemmer, dem zurzeit eine Kabinettausstellung im Lehmbruck Museum gewidmet ist, lädt das Museum zu einem „Schlemmerabend“ am Donnerstag, 10. Januar, 19 Uhr, im Rahmen der plastikBAR ein. 
Geboten werden Texte, Musik, Filmausschnitte und kleine kulinarische Intermezzi. Dabei wird der Künstler selbst in Briefen und Texten zitiert, aber es wird auch hintergründiges über das Leben und Arbeiten am Bauhaus berichtet. Die Ideen der neuen Schule für ein neues und ganzheitliches Kunstverständnis gehören ebenso dazu wie auch Überlegungen für ein gesünderes und besseres Leben. Politische Visionen, Gedanken über eine neue Gesellschaft, sowie Klatsch rund um das Hochschuldasein werden ein breites Spektrum der Moderne nach 1919 entfalten.

 

Die Ausstellung „Oskar Schlemmer: 100 Jahre Bauhaus“ ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. „100 jahre bauhaus im westen“ ist ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 

Die Teilnahmegebühr beträgt 15 EUR inklusive Begrüßungsgetränk und Imbiss. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel: 0203-283 3294 oder info@lehmbruckmuseum.de! 

-          Oskar Schlemmer, Abstrakte Figur, 1921/23, Foto: Museum

 

Gesprächsreihe im Museum Küppersmühle: KUNST trifft... SKANDAL

Das Museum Küppersmühle setzt die Diskussionsreihe „KUNST trifft...“ im Jahr 2019 mit neuen Gesprächspartnern fort. Skandalverdächtiger Auftakt ist am Sonntag, dem 13.1.2019, um 11 Uhr: Der Autor, Theologe und Psychotherapeut Manfred Lütz stellt im Gespräch mit MKM-Direktor Walter Smerling seine aktuelle Publikation „Der Skandal der Skandale: Die geheime Geschichte des Christentums vor“.

Hinterfragt werden die großen geschichtlichen und soziokulturellen Themen des Christentums – von den Kreuzzügen, Inquisition und Hexenverfolgung über die Rolle bei der Durchsetzung der Menschenrechte und die Positionierung zu Emanzipation, sexueller Revolution und Holocaust bis hin zur Bedeutung der Kunst in der 2000-jährigen Geschichte des christlichen Abendlandes.
Kurzum: Die Teilnehmer erwartet zu Jahresbeginn ein historischer Rundumschlag, gewürzt mit einer guten Portion Humor. Information für Besucher: Teilnahme: 10,- € inkl. Eintritt ins MKM Anmeldung: T 0203 3019 48 -11 (Mi-So) oder office@museum-kueppersmuehle.de

 

 

- Auf Weltreise im Museum DKM
- Lehmbruck Museum: DAS CITY ATELIER – Zeichnung in Bewegung

Freitagsführung im Museum DKM  
Duisburg, 02. Januar 2019 - Auch im neuen Jahr setzt das Museum DKM die Reihe der monatlichen Freitagsführungen fort. Wer dem grauen Wintertag in ferne Welten entfliehen möchte, ohne weit zu reisen, ist am Freitag, den 04. Januar 2019, eingeladen, sich um 16 Uhr der einstündigen Führung Auf Weltreise im Museum DKM anzuschließen.  

Vom alten Ägypten und China über das Japan des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen Schweiz reichen die Ausstellungsstücke der dauerhaften Sammlungspräsentation. Die aktuelle Sonderausstellung Schwarze Werkzeuge führt mit den Arbeiten Patrick Hamiltons die gesellschaftliche Entwicklung Chiles seit den 70er Jahren vor Augen. Reisefotografien, die Kunst aus Gañdhara und Indien gewidmeten Themenräume oder die Klanginstallation Peking Oper erlauben es Besuchern, Eindrücke aus über den ganzen Globus verbreiteten Orten zu sammeln.  

Das Museum ist von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Im Museumscafé haben die Besucher die Möglichkeit, die Woche bei Kaffee und italienischem Gebäck in Ruhe ausklingen zu lassen.  
Anmeldung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0   Preis: 6 EUR (zzgl. Eintrittspreis) Eintritt: Erwachsene 12 EUR | Ermäßigt 6 EUR  


Ausstellungsansicht Museum DKM: Schwarze Werkzeuge. Patrick Hamilton Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

 

Lehmbruck Museum: DAS CITY ATELIER – Zeichnung in Bewegung
In der ersten Januarwoche gibt es für Besucher*innen des Lehmbruck Museums gleich zweimal die Möglichkeit, im CITY ATELIER selbst künstlerisch aktiv zu werden. Am Freitag, den 4. Januar, leitet Wolf Lipka den Workshop „Zeichnung in Bewegung“, und am Sonntag, 6. Januar, 14 Uhr, heißt es „Lecker Kleckern“ mit  Marc Kohlen.  
Zeichnen kann ganz schön in Schwung bringen. Der Duisburger Künstler Wolf Lipka vermittelt am Freitag verschiedene Zeichenmethoden, mit denen man Bewegungen darstellen kann. Das Spielen mit dem Zeichenmaterial, z. B. mit der Richtung oder dem Druck des Bleistifts, lässt charakteristische Formen entstehen.

Für die Teilnahmegebühr gilt, wie an jedem ersten Freitag im Monat: „Pay what you want!“ Am Sonntag kann nach Herzenslust „gekleckert“ werden, das heißt, dass auch der Zufall eine Rolle spielen darf. So können Bilder aus Tusche entstehen oder „Gipspralinen“ mit fantasievollen Formen. Dieser Workshop des CITY ATELIERS ist im Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) enthalten.  

Wolf Lipka, „Zeichnung in Bewegung“, Foto: Museum



Lehmbruck Museum: Neujahrsführung mit Sektempfang

Duisburg, 28. Dezember 2018 - Am kommenden Sonntag, 30. Dezember, um 11.30 Uhr und am Neujahrstag um 15 Uhr stehen die Highlights des Lehmbruck Museums im Mittelpunkt  öffentlicher Führungen. Für Besucher*innen, die das Lehmbruck Museum und seine Sammlung einmal im Überblick kennenlernen möchten, ist die öffentliche Sonntagsführung eine ideale Gelegenheit. Die Kunstvermittlerin Susanne Karow präsentiert und erläutert eine Auswahl bedeutender Kunstwerke aus der Zeit von Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) bis heute.  
 
Am Neujahrstag begrüßt Claudia Thümler, die Leiterin der Kunstvermittlung, die Besucher*innen traditionsgemäß mit einem Glas Sekt, um dann auf einem Rundgang das vielseitige aktuelle Ausstellungsprogramm des Lehmbruck Museums – von „Jochen Gerz: THE WALK“ und „Vor Ort 2018“ über „Oskar Schlemmer“ bis zu den „Meisterwerken des Expressionismus“ – vorzustellen.  
Das Museum ist am Neujahrstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet!   Für die Teilnahme an den Führungen wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €, erm. 5 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Bick in die Sammlung, Foto: Dejan Saric - Jochen Gerz, THE WALK, 2018, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Thomas Koester

 

Lehmbruck Museum: Pay What You Want – „Jochen Gerz: THE WALK“
Am ersten Freitag des Monats, am 4. Januar, heißt es im Lehmbruck Museum wieder: „Pay what you want!“ Die Besucher*Innen bestimmen selbst, welchen Preis Ihnen der Eintritt wert ist. Darüber hinaus können sie um 15 Uhr an einer öffentlichen Führung zu der Ausstellung „Jochen Gerz: THE WALK – Keine Retrospektive“ teilnehmen.
Die Museumsmitarbeiterin Nina Hülsmeier, die Gerz´ komplexes Werk mit seinen einzelnen Bestandteilen erläutert, hat die Entwicklung von „THE WALK“ von Anfang an begleitet. Zu der Führung gehört auch ein Gang auf den ca. 100 m langen Steg, der in drei bis vier Metern Höhe um die Glashalle des Museums herumführt. Dort sind die Besucher nicht nur dem autobiografischen Text des Künstlers Jochen Gerz ganz nah, sondern es bieten sich auch ungewohnte Ausblicke in die Umgebung sowie in das Museum selbst.
Teilnahme: Pay What You Want! – Sie legen Ihren Eintritt selbst fest.