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Kreativquartier Ruhrort (Oktober und November 2017)
 
Mercator Matinée: Zukunftsperspektiven im philosophischen Gespräch 

Duisburg, 18. Oktober 2017 - Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt zur Mercator Matinée. Am Sonntag, den 29. Oktober um 11.15 Uhr, spricht der Biologe, Journalist und Buchautor Christian Schwägerl mit WDR-Journalist Jürgen Wiebicke zum Thema „Die Umbrüche unserer Zeit: Droht eine Gegen-Aufklärung?“.

 

Gesprächsstoff ist genug vorhanden: Was bisher als selbstverständlich galt – Demokratie, die Europäische Union, Wohlstand durch Technologie, Fortschritte beim globalen Umweltschutz – erscheint nach den politischen Ereignissen der jüngeren Zeit fragil. Der an den Prinzipien der Aufklärung orientierte Globalismus ist unter Beschuss. Wissenschaftsfeindlichkeit und Autoritarismus wachsen. Zugleich könnten neue soziale Spannungen drohen, wenn Künstliche Intelligenz die klassische Arbeitswelt umkrempelt.
Handelt es sich dabei nur um eine vorübergehende Erscheinung? Oder droht eine Gegen-Aufklärung oder gar ein dystopischer Rückfall in ein dunkles Zeitalter? Was sollten die Befürworter des globalen Denkens und Handelns aus den jüngsten Umbrüchen lernen? Und wie könnte eine neue Aufklärungs-Utopie aussehen? Mit diesem Szenario setzen sich die beiden Protagonisten im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes Corputius Platz 1 in Duisburg auseinander.

 

Der Eintritt zu den Matinéen kostet 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Kartenreservierungen unter 0203 283 2640 oder per E-Mail an ksm@stadt-duisburg.de werden empfohlen. Ein Glas Wein oder Saft sowie der Besuch der Ausstellungen sind inklusive.

 

Zur Mercator Matinée findet am 29. Oktober um 10 Uhr auch ein thematisch begleitender Gottesdienst mit Pfarrer Winterberg in der Salvatorkirche statt:

 

Zweifelsohne war das Geschehen um die Reformation im 16.Jahrhundert ein entscheidender Impuls in der zeitgeschichtlichen Gemengelage für die Aufklärung. Das Mündigwerden von der herrschenden klerikalen Bevormundung und damit die Freiheit der Rechtfertigung vor Gott durch das an die Schrift gebundene eigene Gewissen, eröffneten dem eigenen Denken neue Räume. Eigentlich kann man meinen, dass nunmehr in der Neuzeit der Freiheit des Denkens und des selbstverantworteten Lebens keine Beschränkungen mehr auferlegt sind.
Dennoch verengen sich mit fortschreitender Moderne die Denkmuster vieler Menschen und es scheint die Gefahr eines Rückfalls in die „Gegen-Aufklärung“ zu bestehen. Entmündigende Tendenzen scheinen von Vielen gewollt und Wissenschaftsfeindlichkeit und Autoritarismus wachsen.

Im vorlaufenden Gottesdienst in der Salvatorkirche stellt Pfarrer Martin Winterberg die Frage: Sind damit auch die Initialzündungen der Reformation verpufft? Können aus Christentum und Protestantismus neue Impulse erwachsen, um den Verdunkelungen zu begegnen? Anhand von biblischen Kernaussagen wird die Predigt versuchen, diese Fragen zu beantworten.

 

 

Christian Schwägerl: Christian Schwägerl, geboren 1969 in Weiden in der Oberpfalz, ist Biologe, Journalist und Buchautor.

Er ist Mitgründer der Initiative "RiffReporter" für freien Journalismus und arbeitet als Korrespondent in Bonn und Berlin für die Berliner Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Der Spiegel. Schwägerl - Foto Maurice-Wei - gehört zu den Initiatoren des Anthropozän-Projekts am HKW Berlin und der Sonderausstellung zu diesem Thema am Deutschen Museum. Seit 2014 leitet Schwägerl die Masterclass "Wissenschaftsjournalismus" von Robert Bosch Stiftung und Reporter-Forum e.V.

Buchveröffentlichungen: "Menschenzeit" (2010), "11 drohende Kriege" (2012, mit A. Rinke) und "Die analoge Revolution" (2014).

 

Kanzelruf zum Reformationsjubiläum im Kreativquartier

Duisburg, 18. Oktober 2017 - Im Lokal Harmonie im ehemaligen Ladenlokal einer Eisenwarenhandlung gehört seit einigen Jahren eine historische Ruhrorter Kanzel zum Inventar. Diese wird üblicherweise in die Kulisse für szenische Theaterstücke oder sonstige Bühnenbilder eingebaut. Kreativquartiermoderator Heiner Heseding ist es ein Herzenswunsch, die Kanzel zum Reformationsjubiläum in ihrer ursprünglichen Bestimmung zu nutzen. So entstand die Idee zu KANZELRUF – dem Lokalgottesdienst im Kreativquartier Ruhrort.

Dabei soll die Wandlung, die Glaube und Religion seit dem Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther an der Tür der Wittenberger Schlosskirche erfahren haben, aus eigenem Erleben thematisiert werden. Eine Predigt von Uwe Liermann, der für mehr als 10 Jahre Pastor einer Ruhrorter Freikirche war, wird die Reformationsbotschaft  –  „Nur aus Glauben“ lebendig werden lassen.

 

Die musikalische Gestaltung des Abends übernehmen in Ruhrort wirkende Musiker, die historische Kirchenlieder interpretieren. Die US-Sängerin Denise Gaston wird dabei unter anderem eine sehr persönlich geprägte Version einer traditionellen, amerikanischen Hymne beisteuern, während Ingo Völkner, Katrin Bolte und Tobias von Schmude sich aus der deutschen sakralen Liedtradition bedienen werden.

 

Den Abend schließt dann ein gemeinsames Essen ab, zu dem saisonale Suppen mit Beilagen gereicht werden.

 

Der Eintritt ist frei – eine freiwillige Spendensammlung soll die Kosten decken. Es empfiehlt sich aufgrund der begrenzten Besucherkapazität im Lokal Harmonie pünktliches Erscheinen. Die Türe öffnet ab 17.30 Uhr, los geht es um 18 Uhr. 

 

KANZELRUF – der Lokalgottesdienst

Lokal Harmonie | Harmoniestr. 41 | 47119 Duisburg – Ruhrort

Dienstag, 31. Oktober 2017 (Reformationstag), 18 Uhr

Eintritt frei – freiwillige Kollekte

 

 

Förderpreise des Landes für zwei junge Theaterkünstler

Duisburg, 17. Oktober 2017 - Die Förderpreise des Landes in der Kategorie "Theater" gehen an zwei junge Künstler im Ruhrgebiet. Die Duisburger Schauspielerin Marissa studierte an der Folkwang Universität der Künste. Ihr erstes Engagement führte sie ans Schlosstheater Moers, wo sie vor allem in einer Männerrolle beeindruckte - als Richard III. in Shakespeares gleichnamigen Drama.
 
Der Videokünstler Mario Simon ist am Theater Dortmund zuständig für "Video-Art/Live-Schnitt". Er prägt die vorherrschende Ästhetik der herausragenden Produktionen in Theater und Musiktheater. So hatte er entscheidenden Anteil an der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Produktion "Borderline Prozession" und an der Koproduktion von Philip Glass’ "Einstein on the beach".

Insgesamt 16 Nachwuchskünstler erhalten die mit jeweils 7.500 Euro dotierten Förderpreise des Landes. Gewürdigt werden ihre Leistungen mit jeweils zwei Preisen in sieben Sparten. idr

Lehmbruck Museum / Museum DKM: Zum Tode des Bildhauers Raimund van Well

Duisburg, 16. Oktober 2017 - Der Bildhauer Raimund van Well ist, wie erst jetzt bekannt wurde, in der letzten Woche verstorben. Raimund van Well, geboren 1953 in Essen, war inspiriert von der Idee der sozialen Plastik und ist mit umfassenden Aktionen, Filmen und Installationen hervorgetreten, die seit langer Zeit in den Sammlungen Lehmbruck Museum und Museum DKM vertreten sind.

Dem Lehmbruck Museum war van Well langjährig, seit seiner Zeit als Lehmbruck-Stipendiat der Jahre 1984 bis 1986, verbunden.

Das Verhältnis der Sammler und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas zu Raimund van Well war von einer langjährigen persönlichen Wertschätzung geprägt. In der Sammlung DKM befinden sich zahlreiche Objekte van Wells, unter anderem der dreiteilige Objektzyklus „Januskopf" (als Dauerleihgabe im Lehmbruck Museum). In der damaligen Galerie DKM im Duisburger Innenhafen wurde die Einzelausstellung "from within" von August bis Oktober 2001 gezeigt, im Museum DKM war van Well immer wieder mit seiner 20-teiligen, raumgreifenden Rauminstallation "Baskischer Brief" in der Dauerausstellung präsent.

Zuletzt wurde seine wurde seine Arbeit mit der materialmächtigen Rauminstallation "Reflektionen" in der Gruppenausstellung “RuhrKunstSzene 2014“ besonders in den Fokus gerückt.

In Gedenken an das Werk Raimund van Wells werden beide Häuser voraussichtlich im kommenden Jahr Ausstellungen mit Arbeiten aus eignen Beständen zeigen. Die ausdrucksstarken Einzelwerke und Installationen werden seine Bedeutung als Schüler von Norbert Kricke und Künstler in der Beuys-Nachfolge nachhaltig bewahren.  

Raimund van Well, Stahlschnitt 5 (aus einem sechsteiligen Stahlzyklus, Ohne Titel), Steel Cut-out 5, 1985, Stahl, Objektmaß: 144 x 45,5 x 9,5 cm, Copyright © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

 

THE ADDAMS FAMILY - DAS BROADWAY MUSICAL im TAM

Live vom 17. bis 22. Oktober 2017 im Theater am Marientor

Ticketangebot für Spontanbesucher an der Abendkasse

 

Duisburg, 16. Oktober 2017 - Die bizarre und wundervoll teuflische Addams-Familie erwacht in diesem Musical zu neuem Leben, denn der heißblütige Gomez erlebt den Albtraum eines jeden Vaters: Seine Tochter Wednesday, selbsternannte „Prinzessin der Finsternis“ hat sich verliebt! Wäre dies nicht schon schlimm genug, stammt ihr Auserwählter auch noch aus einer höchst „normalen“ Familie. Als die Familie ihres Freundes einen Antrittsbesuch bei den Addams ankündigt, eskaliert die Situation, und so nehmen die Dinge ihren chaotisch-gruselig-lustigen Verlauf.

Foto (c) Musik & Theater Saar, Rolf Ruppenthal 5.jpg

 

Es geht um das skurrile Paar der ADDAMS FAMILY mit Uwe Kröger als Gomez und Edda Petri als Morticia und Live-Orchester in Duisburg beim exklusiven Gastspiel vom 17. bis 22. Oktober in NRW!

Die Musicalkomödie mit Musik und Songtexten von Andrew Lippa und dem Buch von Marshall Brickman und Rick Elis erlebte 2010 ihre erfolgreiche Broadway Premiere und wurde dort weit mehr als 700-mal gespielt.

Die Charaktere basieren auf den legendären Cartoons von Charles Addams. Die auch in Deutschland sehr beliebte Fernsehserie und diverse Kinoverfilmungen machen die sympathischen Grufties seit

Jahrzehnten und Generationen zu Kultfiguren. Das Broadway Musical „The Addams Family“ allerdings ist brandneu und nun neben München, Berlin und Wien erstmals in der deutschsprachigen Fassung zu erleben.

Zum Schreien komisch und für die ganze Familie.

 

Für Spontanbesucher hält das Theater am Marientor ein besonderes Angebot bereit: BESTPREIS AN DER ABENDKASSE für Tickets aller Preiskategorien.

Restkarten aller Preiskategorien gibt es an der Abendkasse zum Preis der günstigen PK 5.

Schüler, Studenten mit Ausweis sowie Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen den ermäßigten Preis. Nur so lange der Vorrat reicht!

 

Die Abendkasse öffnet 90 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Informationen unter www.theater-am-marientor.de oder 0203-282-5-282.


 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Erwin Wurm“ für Menschen mit und ohne Seheinschränkungen (

Duisburg, 16. Oktober 2017 - In der Sonntagsführung durch die Ausstellung „Erwin Wurm“ am 22. Oktober, 11.30 Uhr, wird der Geruchs- und Geschmackssinn eine besondere Rolle spielen. Damit ist sie besonders geeignet für Menschen, die von Blindheit oder einer Seheinschränkung betroffen sind, denn an die Stelle des Sehens treten andere Sinneserfahrungen. 

 

Erwin Wurm hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Skulptur an ihre Grenzen zu führen – und darüber hinaus. Skulpturen sind nicht mehr nur zum Ansehen da, man kann sie auch mit anderen Sinnen erleben. So fordern die legendären „Drinking Sculptures“ den Besucher auf, sich zu betrinken, um so Teil des Kunstwerkes zu werden, denn in den umfunktionierten Möbelstücken ist Alkohol zu finden. Seine „Wortskulpturen“ regen zudem die Fantasie an. Diese werden nämlich durch kurze Beschreibungen im Kopf des Zuhörers geschaffen.

 

Eingeladen sind bei der öffentlichen Sonntagsführung nicht nur sehbehinderte Menschen, sondern auch Sehende, die sich auf einen Erfahrungsaustausch mit Menschen, die ihre Umwelt mit anderen Sinnen begreifen, einlassen möchten.

 

Für die Teilnahme an der Sonntagsführung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €/erm. 5 €/Familienkarte 15 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

 

Erwin Wurm, Drinking Sculptures, 2010, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2017, Foto: Dejan Saric

 

 

- Die Sonnenseite des Schneemanns
- 2. Philharmonischen Konzert der Duisburger Philharmoniker
- Aus dem Leben des Gerhard Mercator“

Die Sonnenseite des Schneemanns: Roman-Premiere von Sebastian 23 Duisburg, 14. Oktober 2017 - Bekannt geworden ist der gebürtige Duisburger Sebastian Rabsahl auf den Poetry-Slam-Bühnen der Republik: Nun veröffentlichte Sebastian 23 nach seiner erfolgreichen Textsammlung "Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später" seinen ersten Roman.
Die Geschichte von "Die Sonnenseite des Schneemanns" ist eine freie Umkehrung des Musicals "My Fair Lady": Zwei Partygirls entdecken in der U-Bahn den König aller Spießer, wetten, ob sie es schaffen, ihn aus dem Nadelstreifenanzug in einen Diskodress zu kriegen.
Doch der möchte viel lieber seine Möbel mit dem Geodreieck ausrichten und den Spatzen dabei zuschauen, wie sie sich vor Langeweile von der Regenrinne fallen lassen. Es entspinnt sich eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Erschienen ist sie im Paderborner Lektora Verlag. (idr). 


Groteske Effekte und schillernde Klänge: Der junge Finne Ville Matvejeff dirigiert im 2. Philharmonischen Konzert der Duisburger Philharmoniker Hindemith und Ravel

Hier ein keckes Jugendwerk für kleines Ensemble, dort die ausgereifte Komposition für den großen Orchesterapparat: Mit Paul Hindemiths Lustiger Sinfonietta d-moll op. 4 und Maurice Ravels dreiteiliger choreographischer Sinfonie Daphnis und Chloë interpretieren die Duisburger Philharmoniker im 2. Philharmonischen Konzert zwei äußerst konträre Stücke. Die Sinfonietta hängt sich bewundernd an die teils skurrilen, teils düsteren Galgenlieder von Christian Morgenstern, Daphnis wiederum huldigt der Antike in Gestalt der gleichnamigen Novelle des Griechen Longus. Der Finne Ville Matvejeff dirigiert das spannende Programm am Mi./Do., 18./19. Oktober (jeweils 20 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle.

Paul Hindemith schrieb die Lustige Sinfonietta im Kriegsjahr 1916. Neben grotesken Effekten aber gibt es durchaus dunkle Passagen, die auf den Ernst eines Johannes Brahms zurück verweisen. Maurice Ravel hingegen hat seiner Musik die schillernde Opulenz, den Hymnus und die Klangsinnlichkeit verordnet. Das Werk entstand 1909 für das von Sergej Diaghilew geleitete Ballets Russes. Igor Strawinsky nannte Ravels Opus kurzerhand eines der schönsten Stücke der gesamten französischen Musik. Es erzählt eine Liebesgeschichte im Reiche Pans und der Nymphen, kündet von wilden Piraten und idyllischer Natur.

Ravels hymnische Gesänge werden vom philharmonischen chor duisburg gestaltet. Der junge finnische Dirigent Ville Matvejeff wiederum ist inzwischen in Duisburg kein Unbekannter mehr. Er stand im vergangenen Jahr am Pult der Duisburger Philharmoniker, interpretierte mit dem Orchester John Adams’ Harmonielehre zum Tanzprojekt von Royston Maldoom. In Finnland ist Matvejeff seit 2015 Leiter des Turku Musik Festivals.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

Klangvielfalt vom Barock bis zur Moderne: Im 1. Profile-Konzert der Duisburger Philharmoniker dreht sich alles um die Oboe und ihre Verwandten

Die Oboe ist das Instrument des Jahres 2017. So hat es jedenfalls der Landesmusikrat Schleswig-Holstein festgelegt. Grund genug für die Oboengruppe der Duisburger Philharmoniker, das Instrument mit all seinen verschiedenen Bauweisen und Klangfacetten vorzustellen. Das Spektrum reicht etwa von der weich tönenden, im Barock beliebten Oboe d’Amore bis hin zur heute kaum noch zu hörenden Baryton- oder Bassoboe. Im moderierten 1. Profile-Konzert, am Sonntag, 22. Oktober (11 Uhr) im Opernfoyer des Theaters Duisburg, erklingen dabei Werke von Marin Marais, Heinz Holliger, Georg Philipp Telemann, Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach, Joseph Bodin de Boismortier, Robert Schumann und Jean-Michel Muller.

Der musikalische Bogen spannt sich vom Barock bis zur Moderne. Marais’ Les Folies d’Espagne, eine schlichte Melodie mit kunstvollen Variationen, geht gar auf die spanische Renaissance zurück. Im großen Kontrast dazu stehen Holligers Studien über Mehrklänge für Oboe solo von 1971, ein nahezu futuristisch anmutendes Stück.
Hinzu gesellen sich Beethovens populäre Variationen über „Reich mir die Hand, mein Leben“ (aus Mozarts Don Giovanni) oder Auszüge aus Schumanns romantischen Kinderszenen op 15, hier nach einer Bearbeitung von Stephane Egeling, gesetzt für Oboe, Oboe d’Amore, Englisch Horn und Barytonoboe.

Es musiziert die Oboengruppe mit Mikhail Zhuravlev, Imke Alers, Dongxu Wang, Kirsten Kadereit-Weschta und Dalia el Guindi sowie Jens-Hinrich Thomsen (Fagott) und Katrina Szederkenyi (Harfe).
Die Moderation übernimmt Martin Schie.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie im Internet unter www.duisburger-philharmoniker.

Die Profile-Konzerte werden unterstützt durch die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e.V.

 

„Aus dem Leben des Gerhard Mercator“: Eine szenische Lesung im Stadtmuseum  
Mercators Nachbarn treten am Samstag, 21. Oktober, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen bereits zum dritten Mal mit ihrem Theaterstück über Gerhard Mercator in Duisburg auf. Da bisher alle Vorstellungen ausverkauft waren und nur begrenzt Plätze vorhanden sind, empfiehlt sich eine frühzeitige, telefonische Reservierung an der Museumskasse unter (0203) 283-2640.  
In einer Abfolge von sechs Szenen werden turbulente und prägende Lebensstationen des Universalgelehrten Gerhard Mercator (1512-1594) lebendig, etwa seine Verhaftung durch die Inquisition in Rupelmonde, das Netzwerk humanistischer Gelehrter in Duisburg oder die Entstehung des Corputius-Stadtplans von 1566. Dass es in den Szenen nicht ohne Humor zugeht, wird beim fiktiven Gelehrten-Stammtisch im „Versoffenen Finken“ deutlich.  
Der berühmte Kartenmacher und Globenbauer wuchs in Flandern auf und zog im Alter von 40 Jahren nach Duisburg, wo er neben anderen großen Werken die nach ihm benannte Mercator-Projektion entwickelte, die heute noch Grundlage aller Navigation ist. Ein Student Mercators, Johannes Corputius, fertigte 1566 die bekannte Stadtansicht von Duisburg an. Auch diese Geschichte wird in einer Szene lebendig.  
Die Aufführung dauert etwa 90 Minuten. Bei der Lesung in sechs Szenen treten Mercators Nachbarn in nachgeschneiderten zeitgenössischen Gewändern auf, die nach und nach über Spenden angeschafft werden. Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von historisch interessierten Duisburgern. Diese sind vielfältig verbunden mit dem Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen, wo in der Mercator-Schatzkammer eine der schönsten kartografischen Sammlungen Europas aufbewahrt. Mit ihren Auftritten werben sie auch für den Bau eines neuen Mercatorhauses an der Oberstraße. Der Eintritt kostet 4,50 Euro (Eintrittspreis fürs Museum).    

„Mercators Nachbarn“ während einer Probe. Foto: Mercators Nachbarn, Duisburg  

 

 

 

Schlag auf Schlag geht die Reihe der Spelunken – Spektakel im Kreativquartier Ruhrort  

Am 22. Oktober um 19 Uhr entern die fünf Musiker von SCHLAGSAITE die Bühne in der Hafenkneipe ZUM HÜBI.

 

Die Kölner Band Schlagsaite steht für einen jungen, frischen Liedermachersound, den man als deutschsprachige Variante des Nouvelle Chanson bezeichnen kann. Ob auf diversen Festivals vom TFF Rudolstadt bis zur Fusion oder bei unzähligen Club- und Wohnzimmerkonzerten – die fünf Musiker überzeugen abseits des Mainstreams mit ihrem vielfältigen Mix aus virtuosem Folk und treibender Offbeat-Polka, gepaart mit eingängigen Akustik-Balladen und nachdenklichen Lyrikvertonungen im Singer-/Songwriter-Stil.  

Deutsche Texte werden von einem individuellen  Bandsound untermalt, der von Geige und Akkordeon geprägt ist. Im Gepäck haben sie einige neue Songs von ihrem mittlerweile vierten Studio Album, dass 2018 erscheinen wird.

 

Schlagsaite sind:
• Daniel Hermes | Gesang, Gitarre • Dimitrie Miron | Violine, Gesang • Markus Giesler | Akkordeon, Piano, Gesang • Simeon Miron | Kontrabass, Gesang • Jan Niemeyer | Schlagzeug, Gesang

 

Das Konzept der Spelunken – Spektakel ist so einfach, wie erfolgreich. Gute, handgemachte Musik im ehrlichen Ambiente mit wertschätzendem Publikum. Am 12. November gibt es am gleichen Ort das für dieses Jahr abschließende Konzert mit Butterwegge unplugged.  

 

Spelunken – Spektakel Schlagsaite

Sonntag, 22. Oktober 2017, 20 Uhr

Zum Hübi – Leinpfad/Ecke Horst-Schimanski-Gasse, Duisburg-Ruhrort

Eintritt frei, der Hut geht rum 

 

 

- Lehmbruck Museum: Workshop „Familienpackung“
- Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee: „Rheinorange“
- Lehmbruck Museum: Lehmbruck Lectures - „Lehmbruck privat“

Lehmbruck Museum: Workshop „Familienpackung“

Auch im Oktober findet wieder ein Workshop für die ganze Familie statt. Unter dem Titel  „Clowneske Gestalten und tanzende Tiere“  Sonntag, 22. Oktober, von 13.30 – 16.30 Uhr, geht es um Radierungen und den Künstler Heinrich Campendonk.

Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, sich nicht nur im Museum umzusehen, sondern sich danach auch noch kreativ selber auszuprobieren.
Das Werk von Heinrich Campendonk, im Besonderen seine Grafiken, sollen als Inspiration dienen. Danach gibt es dann die Möglichkeit, unter der Leitung der Künstlerin Hiltrud Lewe selbst mit Kaltnadelradierung zu experimentieren und eigene Kunstwerke zu erstellen. Jegliche Familienkonstellation ist herzlich willkommen!

Die Kosten betragen 9 € (ermäßigt 5 €)  pro Teilnehmer. Anmeldung ab sofort unter: T. 0203 / 283 2195 oder kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de

 Heinrich Campendonk, Begebenheit, 1920 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017; Foto: Museum

 

 

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee: „Rheinorange“ 

Wer die Plastik „Rheinorange“ lieber bei Kaffee und Kuchen genießt als bei einem Fußmarsch in herbstlichem Wetter, wird im Lehmbruck Museum am kommenden Dienstag, 17. Oktober, 15.00 Uhr, bestens bedient.

Seit nunmehr 25 Jahren steht die Plastik „Rheinorange“ des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Grund genug für eine Studioausstellung im Lehmbruck Museum, die den Entstehungsprozess der Skulptur anschaulich dokumentiert.
In einer Führung wird Jörg Mascherrek, der Kurator der Ausstellung, diesen Weg anhand der Ausstellung nachzeichnen und auch das soeben erschienene Buch zu „Rheinorange“ vorstellen.  Nach der Führung gibt es bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit, über die Kunst im öffentlichen Raum allgemein und über „Rheinorange“ im Besonderen zu sprechen.

 

Am jeweils dritten Dienstag im Monat bietet das Lehmbruck Museum eine öffentliche Führung in der Reihe „Kunst & Kaffee“ an.  Bei Kaffee und Kuchen können im Anschluss an die Führung weiterführende Gespräche und Diskussionen geführt werden.

Die Kosten betragen für jeden Teilnehmer 12 € inklusive Kaffee und Kuchen.

Anmeldung erbeten unter Tel.  0203 283-7018 oder E-Mail: joerg.mascherrek@lehmbruckmuseum.de.

Lutz Fritsch, RHEINORANGE, 1992, Lithografie, © VG Bildkunst, Bonn 2017, Foto: Museum

 

 

Lehmbruck Museum: Lehmbruck Lectures - „Lehmbruck privat“
Mit dem Thema „Lehmbruck privat“ startet am Donnerstag, 19. Oktober, 18Uhr, im Lehmbruck Museum die Reihe der „Lehmbruck Lectures“ in die neue Saison. Wenn die Enkel über den Großvater sprechen, sind interessante und neue Details über den Künstler Wilhelm Lehmbruck zu erwarten.
Das Lehmbruck Museum hat zwei der Enkel des Künstlers zu einem Gespräch eingeladen: Christine Rotermund-Lehmbruck und Detlef Lehmbruck, die sich intensiv für das künstlerische Vermächtnis des Bildhauers engagieren, werden über ihre Beziehung zu den Werken und der Kunst erzählen. Sie haben sich sehr für die Erweiterung des Sammlungsbestandes an Werken Lehmbruck im Museum eingesetzt und sind auch immer wieder Gäste im Hause.

 

Im Gespräch mit Dr. Marion Bornscheuer und Jörg Mascherrek soll das Lebenswerk von Wilhelm Lehmbruck betrachtet werden. Dabei wird auch ein Blick auf den von Manfred Lehmbruck errichteten Museumsbau geworfen. Dessen Tochter, Christine Rotermund-Lehmbruck, ist ebenfalls Architektin.

 

Weitere Veranstaltungen in der Reihe der „Lehmbruck Lectures“:

16.11., Lehmbrucks Zürcher Umfeld, Vortrag von Dr. Angelika Affentranger-Kirchrath, einer Großnichte von Wilhelm Lehmbruck

14.12., Vom „Denker“ zur spirituellen Plastik, Vortrag von Dr. Marion Bornscheuer, Kustodin im Lehmbruck Museum 

Eintritt: jeweils 5 EUR an der Abendkasse

 Wilhelm und Anita Lehmbruck mit Gustav Wilhelm, ihrem ersten Sohn, Paris 1911, Fotograf unbekannt

 

 

 

- Lehmbruck: „Zwei Blickwinkel in einem Raum“ mit Johanna Reich
- Schauspieler Markus Boysen liest Günter Grass „Der Butt“ 
- Stadtmuseum:  „Dahin, wo der Pfeffer wächst!
- Haases Papiertheater im Stadtmuseum:

Duisburg, 09. Oktober 2017 - Zum zweiten Mal in der Erwin Wurm Ausstellung heißt es „Zwei Blickwinkel in einem Raum“. Am Sonntag, 15. Oktober, um 15 Uhr im Lehmbruck Museum führt die junge Künstlerin Johanna Reich, im Gespräch mit Kuratorin Ronja Friedrichs, die Besucher unter dem Titel „Time-Based: Skulptur, Zeit und Raum“ durch die Werke der österreichischen Künstlers.

Johanna Reich ist Videokünstlerin und selbst ein großer Fan von Erwin Wurm. Ihre Filme sind weitestgehend frei von Handlung und verwandeln ihre Bildkompositionen in  Skulpturen, welche nur durch die Bearbeitung der Tonspur in den Raum eingreifen.

 Erwin Wurm, Fat Convertible, 2005, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Frank Vinken

 

Stadtmuseum: Führung durch die Ausstellung „Dahin, wo der Pfeffer wächst! Reisende vor 500 Jahren“ 

Ausstellungskuratorin Katharina Selent-Michel nimmt Interessierte am Sonntag, 15. Oktober, um 14 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen mit auf eine 1,5 stündige Entdeckungstour in die Reiseausstellung „Dahin, wo der Pfeffer wächst! Reisende vor 500 Jahren“.

 

Anders als heute verbanden die Menschen vor 500 Jahren das Reisen nicht mit Erholung, es war ein äußerst mühseliges Unterfangen und mit unzähligen Gefahren verbunden. Die gewohnte Heimat zu verlassen und sich dem Abenteuer der weiten Fremde auszusetzen, war allenfalls für die wenigen mutigen Entdecker ein erfreuliches Wagnis. 

Von den unterschiedlichen Motiven der Reisenden, ihrer Ausstattung, ihrer Organisation, aber auch von „den Anderen“, die ihnen unterwegs begegnet sind, existieren individuelle Zeugnisse. 

Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Weitere Informationen unter www.stadtmuseum-duisburg.de sowie telefonisch unter (0203) 283-2640.

 

Haases Papiertheater im Stadtmuseum:

Reise um die Erde in 80 Tagen - Eine abenteuerliche Weltreise nach Jules Verne 

Haases Papiertheater aus Remscheid bringt die abenteuerliche Weltreise für Erwachsene und Kinder ab sieben Jahren am Sonntag, 15. Oktober, um 16 Uhr ins Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen und gewährt nach Vorstellungsende einen „Blick hinter die Kulissen“. Denn dieses Papiertheater hat es in sich: Es ist nicht größer als ein Fernsehgerät, jedoch vollständig ausgestattet wie ein richtiges Theater. Da gibt es einen Vorhang, raffiniert ausgeleuchtete Bühnenbilder, (Papp-) Schauspieler – und jede Menge Tricks und Technik und dazu noch in Farbe und 3D.

 

Das Theaterstück – Spieldauer 35 Minuten:

Phileas Fogg, ein reicher, spleeniger Engländer, schließt eine Wette ab: er will in 80 Tagen um die Erde reisen. Für das Jahr 1873 ist das in der Tat ein waghalsiges Unternehmen, denn es gibt weder Flugzeuge noch fahrplanmäßige Zugverbindungen. Dennoch setzt Mr. Fogg sein ganzes Vermögen ein und macht sich noch am selben Abend mit seinem Diener Passepartout auf die Reise…

 

Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Mehr Informationen telefonisch unter (0203) 283-2640 sowie im Internet unter www.stadtmuseum-duisburg.de.

 

Zentralbibliothek: Schauspieler Markus Boysen liest Günter Grass „Der Butt“ 

Markus Boysen, bekannter Schauspieler aus vielen Fernsehserien und Spielfilm, ist am Montag, 16. Oktober, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte auf Einladung der Stadtbibliothek und des Vereins für Literatur Duisburg zu Gast.

 

Günter Grass, Literaturnobelpreisträger und berühmtester Autor der deutschen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg, wäre am 16. Oktober 90 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Geburtstages liest Boysen aus „Der Butt“, seinem dritten großen Roman, der 1977 erschien. Das Buch ist ein Zeugnis überströmender Vitalität. Anhand des Grimmschen Märchens „Von dem Fischer un syner Fru“ rollt Grass die bislang von männlichem Geist und patriarchalischer Macht bestimmte Weltgeschichte neu auf und bringt sie vor ein feministisches Tribunal. Durch den Abend führt Dr. h.c. Hanjo Kesting, Vorsitzender des Kuratoriums der Günter Grass-Medienstiftung Bremen und Vizepräsident der Freien Akademie der Künste.

 

Begleitend zum Abend hat der Verein für Literatur und Kunst den Literaturkatalog „Günter Grass. Sisyphos in seinem Jahrhundert“ veröffentlicht, der dazu einlädt, den großen Schrifsteller wieder oder neu zu entdecken. Ein Lyriker und Prosaautor, der sich mit seinem Werk immer wieder in die Politik einmischte und für die Grundwerte einer demokratischen Verantwortung kämpfte. Der Katalog ist gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro ab sofort an der Erstinformation der Zentralbibliothek und am Lesungsabend erhältlich.

 

Der Eintritt zur Lesung kostet sechs Euro im Vorverkauf und sieben Euro an der Abendkasse. Eintrittskarten sind während der Öffnungszeiten der Bibliothek an der Information des Stadtfensters erhältlich. Mitglieder des Vereins für Literatur und Kunst haben freien Eintritt.


Liederabend im 2. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker

Romantische Seelenschau: Die Sängerin Rachel Frenkel und der Pianist Boris Giltburg geben einen Liederabend im 2. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker
Duisburg, 08. Oktober 2017 - Der Einstand gelang famos. Der Pianist Boris Giltburg, Residenzkünstler der Duisburger Philharmoniker, entpuppte sich bei seinem Soloauftritt als wendiger Virtuose ohne jede Angeberei, als Meister des Klangs. Nun darf er seine subtile Gestaltungskraft in die Waagschale werfen, als Klavierpartner der israelischen Mezzosopranistin Rachel Frenkel. Im 2. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker geben beide am Sonntag, 15. Oktober (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle einen Liederabend, der ganz der Romantik verpflichtet ist.

Frenkel und Giltburg sind ein eingespieltes Team. Beide kennen sich seit der gemeinsamen Studienzeit in Tel Aviv. Die Sängerin begann ihre Karriere 2009 als Solistin des Berliner StaatsopernStudios. Seither singt sie an den großen Häusern der Welt, etwa in Wien, München oder Glyndebourne. Auf dem Programm des Abends in Duisburg steht zunächst Schumanns Liederkreis nach Joseph von Eichendorff, op. 39. Der zwölfteilige Zyklus erzählt eindrucksvoll von Liebesfreud und –Leid, von der Natur, von Wehmut und vom Tod. Lieder von Brahms folgen sowie dessen Scherzo für Klavier es-moll op. 4, ein furios vorwärtsstürmendes, kaum zur Ruhe kommendes Jugendwerk.

Zum Finale die fünf spätromantischen Rückert-Lieder von Gustav Mahler, geschrieben 1901/02. Sie geben nicht zuletzt Einblicke in den Gefühlskosmos des Komponisten, erzählen etwa von der großen Liebe zu Alma Schindler, die er 1902 heiratete, oder von angstvollen nächtlichen Wachträumen. Und das berühmteste Lied, „Ich bin der Welt abhanden gekommen“, zeigt uns Mahler als den großen Einsamen, fliehend vor dem wilden Weltgetümmel, Zuflucht suchend in der Musik.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

- VHS-Konzert: Zauberflöte(n) in Ruhrort
- Schauspiel „Onkel Toms Hütte“ zu Gast in der Stadthalle Walsum

- Abonnements für Theaterspielzeit 2017/2018 in der Rheinhausen-Halle

VHS-Konzert: Zauberflöte(n) in Ruhrort
Duisburg, 06. Oktober 2017 - Zu einem „mozärtlichen“ Konzert laden das VHS-Blockflötenensemble und der Ruhrorter Blockflötenkreis St. Maximilian am Mittwoch, 18. Oktober, um 19 Uhr ins ehemalige evangelische Gemeindehaus Ruhrort an der Dr.-Hammacher-Straße ein.  
„Amadeus, Amadeus – Mozart von A bis Z“ - Unter diesem Titel ist beispielsweise der erste Satz aus der „Kleinen Nachtmusik“ zu hören, ebenso wie das Thema aus der „g-moll Sinfonie“ und das berühmte „Ave verum“. Hauptteil des Programms ist die gekürzte Fassung der „Zauberflöte“ mit Text, Bildern und Musik für Blockflötenorchester.
So werden die Koloraturen der Königin der Nacht durch eine Sopranino-Blockflöte wiedergegeben, den Part des Sarastro übernimmt ein Fagott, Papagenos Zauber-Glöckchen ersetzt ein Metallophon. Für das harmonische Gerüst sorgt Gabriele Winterscheidt. Das Konzept und Gesamtleitung verantwortet Birgit Jacobs.   Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Schauspiel „Onkel Toms Hütte“ zu Gast in der Stadthalle Walsum
Das Schauspiel „Onkel Toms Hütte“ mit Musik nach der Romanvorlage von Harriet Beecher Stowe ist in der Inszenierung von Regisseur Frank Lenart am Dienstag, 17. Oktober, um 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) in der Stadthalle Walsum in der Waldstraße 50 zu erleben.  
Auch die übrigen Stücke „Kunst“ am Samstag, 17. Februar 2018 sowie „Aufguss“ am Samstag, 5. Mai 2018, versprechen im Rahmen des Theater-Abos für die Spielzeit 2017 / 2018 in der Stadthalle Walsum unterhaltsame Abende. Abonnements, die gegenüber den Einzelkarten eine erhebliche Einsparung bedeuten, können im Amt für bezirkliche Angelegenheiten, Bezirksverwaltung Walsum (Zimmer 405) an der Friedrich-Ebert-Straße 152 oder telefonisch unter (0203) 283-5731 gebucht werden.  
Selbstverständlich können auch Einzelkarten in drei Preiskategorien (18 Euro/22 Euro/27 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr) für jede Veranstaltung erworben werden. Diese erhalten gibt es ebenfalls bei der Bezirksverwaltung Walsum, im Reisebüro Müller, bei allen Eventim-Vorverkaufsstellen sowie im Internet über www.eventim.de.  

Informationen zum Stück „Onkel Toms Hütte“:  
Tom Rutherford stammt aus der Southside von Chicago. Früher war er Straßengangmitglied, heute ist er Sozialpädagoge und betreibt im Gefängnis einer mittelamerikanischen Großstadt ein kleines Theater, dem er den Namen „Onkel Toms Hütte“ gab. Nicht nur, weil Tom den gleichen Namen trägt, sondern weil er dort schon seit mehr als einem Jahrzehnt – Jahr für Jahr – die gleiche Geschichte zur Aufführung bringt: Harriet Beecher Stowes „Onkel Toms Hütte“.  
Vier junge inhaftierte Amerikaner unterschiedlicher Nationalitäten führen das Stück mit einfachsten Mitteln auf. Alles unter der Leitung ihres Rehabilitierunghelfers, Rutherford, der selbst den Onkel Tom spielt. Der lebenslänglich verurteilte Musiker Barney unterstützt die Gruppe mit seiner musikalischen Begleitung.  

Die vier „Schauspieler“ schlüpfen in die Rollen der verschiedenen Roman-Charaktere. Dabei verkörpern sie nicht nur das Sklavenelend, das sich in den Südstaaten der USA bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unaufhörlich verbreitet hatte; die Gefangenen bringen ihre ganz eigenen Geschichten und Songs mit zu den Proben – begleitet von klassischen Spirituals. Sie tragen ihre persönlichen Konflikte immer näher an uns heran, und so werden die Missstände vergangener Zeiten, die sich (zum Teil) bis heute wiederholen, für sie selber und vor allem für ihr Publikum mehr und mehr verständlich.  
„Onkel Toms Hütte“ behandelt Ausbeutung, Menschenwürde und Emanzipation in einer packenden Erzählweise die nur das zeitgenössische Theater innehat. Getreu der Maxime Bertolt Brechts – „Theater ist Aufklärung zum Zweck der Unterhaltung!“ – werden Ausschnitte aus dem Roman mit Alltagsszenen, die wir aus der Gegenwart kennen, gemischt.
Das musikalische Spektrum des Abends reicht von traditionellen Gospels und Spirituals, über Lieder aus der Bürgerrechtsbewegung bis hin zu neuen Songs, die Ron Williams eigens für dieses Stück komponiert hat.
Tourneedurchführung: Tournee-Theater THESPISKARREN.  


RonWilliams_©_Eva-Maria Feilkas

Abonnements für Theaterspielzeit 2017/2018 in der Rheinhausen-Halle
Die Veranstaltergemeinschaft (Vereinigung für Kunst und Wissenschaft Rheinhausen e. V., Konzertdirektion Landgraf und die Bezirksverwaltung Rheinhausen) bietet wieder das beliebte Mini- bzw. Schnupperabonnement an. Das Abonnement, bestehend aus drei Veranstaltungen der laufenden Theaterspielzeit in der Rheinhausen-Halle, ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk und sicherlich ein attraktives Angebot, insbesondere für „Theaterneulinge“.  

Mit der Komödie „Kunst“ von Yasmina Reza am Freitag, 16. Februar 2018,  fällt der Vorhang zum ersten Mal. Mit federleichten Dialogen entlarvt Reza, Meisterin der intelligenten Gesellschaftskomödie, das labile Gleichgewicht einer Männerfreundschaft. Der arrivierte Serge (Luc Feit) kauft für Unsummen ein nahezu komplett weißes Gemälde eines berühmten Künstlers. Und diese Anschaffung bringt überraschende Farben ins Beziehungsgefüge, das ihn mit seinen langjährigen Freunden Marc (Leonard Lansink) und Yvan (Heinrich Schafmeister) verbindet.  

Am Montag, 12. März 2018, gastiert das „Traumtheater Salome“ von Harry Owens in der Rheinhausen-Halle. Mit den verschiedensten Kunstformen wie Akrobatik, Tanz und Jonglage präsentiert Owens immer wieder neue Varieté-Shows und –Talente aus aller Welt und entführt die Zuschauer in kunterbunte Traumwelten, in denen die Gesetze der Schwerkraft nicht zu gelten scheinen.  
Zum Abschluss der Spielzeit kommt am Montag, 14. Mai 2018,  mit der Wellness-Komödie „Aufguss“ von René Heinersdorff noch einmal ein frech frivoles Pointenfeuerwerk der Zweideutigkeiten in die Rheinhausen-Halle. Ein spektakuläres Wochenende im topmodernen Wellness-Hotel hatte Frauenheld Dieter (Hugo Egon Balder) für seine Lebensgefährtin Mary (Madeleine Niesche) geplant. Nicht geplant war allerdings das irrwitzige Durcheinander, das durch die anderen Hotelgäste entsteht.  
Das Mini- bzw. Schnupper-Abonnement ist ab sofort in der Bezirksverwaltung Rheinhausen am Körnerplatz 1, von 8.30 bis 12.30 Uhr, in unterschiedlichen Preiskategorien (63,50 Euro, 46 Euro und 35 Euro inkl. Bearbeitungsgebühr) erhältlich. Weitere Informationen auch telefonisch unter 02065/905-8245.

 

Lehmbruck Museum: „plastikBARplus“ mit Clara Wanatirta und Dirk Bremmenkamp

Mehr als eine plastikBAR – sozusagen eine „plastikBARplus“ – steht im Lehmbruck Museums am Donnerstag, 12. Oktober, auf dem Programm, wenn bereits ab 18 Uhr Clara Wanatirta ihr Projekt als International Fellow vorstellt und danach, ab 19 Uhr, Dirk Bremmenkamp unter dem Motto „Trinken bei Erwin“  gehaltvolle Cocktails mixt.

Jakarta, New York, Duisburg – so heißen die wichtigsten Stationen bisher im Leben von Clara Wanatirta, die jetzt eineinhalb Jahre als International Fellow im Lehmbruck Museum mitgearbeitet hat. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, entwickelte sie zeitgemäße maßgeschneiderte Optionen, mit denen man unterschiedlichste Besuchergruppen erreichen kann.
Hierzu zählen Instagram-Aktionen, ein Newsletter im neuen Design, ein Museumsblog, ein Open Table für Besucher und vieles mehr. Bei der Veranstaltung wird sie die Quintessenz aus ihren Erfahrungen ziehen und die Vielzahl ihrer Projekte und Aktivitäten im Sinne des Audience Development vorstellen. 

Als praktisches Beispiel benutzt sie an diesem Abend zwei Apps, die sich jeder auf sein Smartphone laden kann, und mit denen sich Tapetenmuster á la Erwin Wurm kreieren lassen. Die Teilnehmer können ihre eigenen Experimente anschließend gerne auf Instagram posten. Folgende Apps kann man sich schon vorher downloaden: Kaleidoskop lime und mirror lab.

Alle Besucher sind danach eingeladen, die plastikBAR als Cocktailbar zu erleben, denn der Barmixer Dirk Bremmenkamp wird dann wieder einmal Kostproben seines Könnens geben. In der Ausstellung „ERWIN WURM“ bilden die „Drinking Sculptures“ den passenden Rahmen, um die hochgeistigen Getränke einerseits zu sich zu nehmen und andererseits den Ausführungen Bremmenkamps zu den Geschichten einzelner Spirituosen zu lauschen.
Zugleich vollzieht der Besucher mit dem Alkoholgenuss die Absicht des Künstlers, dass sich die Kontrolle über die Wahrnehmung verflüchtigen soll.

Teilnahme: 9 € inklusive Cocktails



 

KulturTicket für Duisburg-Essener Studierende startet

Duisburg/Essen, 05. Oktober 2017 - Die Theater und Philharmonie Essen (TUP) bietet Studierenden jetzt Kultur zum Tiefstpreis. Am 9. Oktober startet das KulturTicket als Kooperationsprojekt der TUP mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Mit dem einmalig ausgestellten Ausweis können die Inhaber Karten für Theatervorstellungen, Konzerte und Opern für je einen Euro kaufen.
Das Angebot gilt für nahezu alle Eigenveranstaltungen im Aalto-Theater, im Grillo-Theater und in der Philharmonie Essen. Ordentlich eingeschriebene Studierende der Universität Duisburg-Essen können das KulturTicket mit ihrer Studienbescheinigung bei der TUP beantragen. Infos unter www.theater-essen.de (idr).

- Sonderausstellung TiefenZeit - Freitagführung im DKM
- Programm der Duisburger Filmwoche steht

Programm der Duisburger Filmwoche steht
Duisburg, 04. Oktober 2010 -Unter dem Titel "Mittel der Wahl" zeigt die 41. Duisburger Filmwoche vom 6. bis 12. November 26 Dokumentarfilme. Das Motto spielt an auf die mit filmischen Mitteln gestaltete Beobachtung der Wirklichkeiten. Eröffnet wird das Festival mit dem Streifen "Die anderen Plätze" von Marco Kugel und Simon Quack, der als Deutsche Erstaufführung läuft.
Der Film, der zum großen Teil in der Duisburger Sportschule Wedau spielt, zeigt den Alltag von Fußballern, deren Karriere ins Stocken geraten ist. Daneben stehen sieben Uraufführungen und sieben Deutsche Erstaufführungen auf dem Programm. Fünf Beiträge aus Österreich sind dabei und zwei aus der Schweiz. Infos:
www.duisburger-filmwoche.de - (idr).


Freitagsführung im Museum DKM
Am kommenden Freitag, dem 06. Oktober 2017, ist das Museum DKM von 12 bis 18 Uhr geöffnet und lädt um 16 Uhr zu einer 60-minütigen Führung ein.   Die Führung stellt Besuchern sowohl die aktuelle Sonderausstellung TiefenZeit. Tom Fecht als auch die Besonderheiten der privaten Kunstsammlung anhand ausgewählter Exponate vor.  
Tom Fecht beschäftigt sich seit 2008 mit der Nachtfotografie, sein kreatives Potential schöpft er u.a. aus planetarischen und meteorologischen Naturphänomenen, darunter Eklipsen, Mondphasen und besondere Schwerkrafteffekte im Wechselspiel der Gezeiten, oft unter extremen Licht- und Wetterbedingungen. In der Ausstellung TiefenZeit werden exemplarische Beispiele aus den Werkserien Eclipse, Electric Cinema, Incertitude und Gravitational Fields und thematisch verwandte Still-Leben bzw. Portraitstudien gezeigt.  

Die Dauerausstellung präsentiert unter dem Titel Linien stiller Schönheit einen spannenden Dialog von zeitgenössischer und alter Kunst. Werke renommierter Künstler wie Ulrich Erben, Erich Reusch oder Richard Long treten mit bis zu 5.000 Jahre alten Artefakten aus Südostasien, Alt-Ägypten und Gandhãra in Beziehung.   Im Museumscafé haben die Besucher die Möglichkeit, die Woche bei Kaffee und italienischem Gebäck in Ruhe ausklingen zu lassen.  

Anmeldung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0   Preis: 6 EUR (zzgl. Eintrittspreis) Eintritt: Erwachsene 10 EUR | Ermäßigt 5 EUR  

Museum DKM, Ausstellungsansicht TiefenZeit. Tom Fecht Foto: Tom Fecht, VG Bildkunst 2017

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Erwin Wurm“

Duisburg, 02. Oktober 2010 - Am Sonntag, 8. Oktober, 11.30 Uhr, besteht im Lehmbruck Museum wieder die Gelegenheit für Besucher, sich einer öffentlichen Führung in der großen Präsentation „Erwin Wurm“ anzuschließen.   

 

Erwin Wurm hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Skulptur an ihre Grenzen zu führen – und darüber hinaus. Die legendären „Drinking Sculptures“ sollen die Besucher des Lehmbruck Museums in Versuchung führen. Zunächst erscheinen die umgebauten Möbelstücke harmlos, in den Barfächern aber ist Alkohol versteckt: Der Besucher soll sich betrinken und wird so selbst Teil des Kunstwerkes.

 

Im Eingang der Ausstellung steht ein knallrotes Sport-Coupé, das der Vorstellung eines schnittigen Flitzers so gar nicht entspricht. Das Auto ist hochgradig adipös, der auf Hochglanz polierte Lack wölbt sich über die Fettpolster. Dieses Auto erfüllt ganz offensichtlich nicht die erwartete Funktion. Es ist untauglich für den Straßenverkehr und als Prestige-Objekt, ebenso komisch wie tragisch in seiner Unbenutzbarkeit und Deformation. Wie auch der Künstler, unter dessen kugelrundem Bauch sich ein ganzer Kosmos philosophischer Weltanschauungen befindet: Er hat die Weltkugel verschluckt, verrät uns der Titel („The Artist who Swallowed the World“). Nun steht er da und droht wahlweise zu platzen oder abzuheben.

 

Für die Teilnahme an der Sonntagsführung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €/erm. 5 €/Familienkarte 15 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

 

 Erwin Wurm, Drinking Sculpture, 2011, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2017, Foto: Museum

 

- „Orgel total“
- Gastkonzert der Academy of St Martin in the Fields

„Orgel total“: Im 1. Konzert der Reihe „Toccata“ präsentiert die Eule-Orgel der Philharmonie Mercatorhalle schillernde Klangfacetten

 

Die Eule-Orgel ist das Prachtinstrument der Philharmonie Mercatorhalle. 2009 gebaut, ausgestattet mit 4349 Pfeifen, besticht es durch seine exzellente Disposition und eine überwältigende dynamische Bandbreite. Im Rahmen der „Toccata“-Reihe der Duisburger Philharmoniker wird die große Konzertorgel nun in all ihren Klangfacetten zu erleben sein – im 1. Konzert am Samstag, 7. Oktober 2017 (16 Uhr). „Orgel total“ heißt es dann, vier Stunden lang.

Programmatisch reicht das Spektrum vom französischen Barock bis zur englischen Moderne, von der Kammermusik zum Jazz, vom sanften Chorgesang zur elektrisierenden Stummfilmbegleitung.
Bisweilen gesellen sich andere Stimmen zum Orgelklang, sei es eben der
philharmonische chor duisburg, seien es Blechbläser oder Fagotte der Duisburger Philharmoniker. Das Aufregendste kommt zum Schluss: Dann zeigt sich die Orgel in ihren schillerndsten Klanggewändern, mit den Improvisationen zum expressionistischen Stummfilm-Thriller „Das Cabinet des Dr. Caligari“ aus dem Jahr 1920.

Fünf Solisten gestalten den Abend, darunter die drei Mitglieder des Orgelkuratoriums, Marcus Strümpe, Peter Bartetzky und Roland Maria Stangier. Mit dabei sind zudem der Bottroper Kirchenmusiker Fritz Storfinger sowie Wolfgang Seifen, Organist an der Berliner Gedächtniskirche. „Orgel total“ ist aufgeteilt in vier Konzertabschnitte, zwischen den Programmen werden im Foyer Getränke und ein Imbiss angeboten.

Karten für das Konzert gibt es unter Tel. 0203 / 570 68 50 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

 

 

Gastkonzert der Academy of St Martin in the Fields: Kammerorchester von Weltruhm spielt Werke der Klassik und klassischen Moderne

Das wohl berühmteste Kammerorchester der Welt kommt erstmals nach Duisburg: Die Academy of St Martin in the Fields gibt sich am Mo. 30. Oktober (20 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle die Ehre. Das Ensemble, 1958 von Sir Neville Marriner gegründet, der es über Jahrzehnte zu großem Ruhm führte, interpretiert Werke der Klassik und der klassischen Moderne. Musik von Mozart, Beethoven und Strawinsky steht auf dem Programm. Es dirigiert der amtierende Konzertmeister (1. Geiger) Tomo Keller. Der Deutsch-Japaner begann seine Karriere einst in gleicher Position bei den Essener Philharmonikern.

Von Beginn an fiel die „Academy“ durch ihr transparentes, entschlacktes Klangbild auf. Das Ensemble musiziert vital und voller Esprit, ohne auf historisches Instrumentarium zurückzugreifen. Ausgehend von der Barockmusik, hat es sein Repertoire längst bis zu Werken des 20. Jahrhunderts erweitert. Im Duisburger Konzert wird es das 1938 entstandene Konzert in Es für Kammerorchester („Dumbarton Oaks“) von Igor Strawinsky sein. Das Stück, rhythmisch komplex, bisweilen derb und nicht ohne Witz, knüpft an Bachs Brandenburgische Konzerte an. Auf der anderen Seite steht Mozarts klassische Sinfonia concertante für Violine und Viola, Es-Dur (KV 364), ein Werk voller Grazie und Eleganz sowie einer schier unerschöpflichen Fülle melodischer Einfälle.

Umrahmt werden diese Werke von Beethovens „Coriolan-Ouvertüre“, entstanden 1807, und seiner 1. Symphonie (1800).  Kraftvolle, impulsive Musik in großer dynamischer Spannweite, dramatisch und innig, die Klassik eines Haydn und Mozart bereits hinter sich lassend.

Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

 Museum DKM: Sonderführung mit Madalina Rotter

Sonderführung zum Tag der deutschen Einheit

Dienstag, den 03. Oktober 2017, 15 – 16 Uhr mit Madalina Rotter

 

Das Museum DKM ist anlässlich des Feiertags am Dienstag, den 03. Oktober von 12 bis 18 Uhr geöffnet und lädt um 15 Uhr zu einer 60-minütigen Sonderführung ein.

 

Die Führung widmet sich Landschaftsdarstellungen verschiedenster Art – in der Fotografie, der Malerei, auch in Installationen und Gegenständen, wie den chinesischen Gelehrtensteinen. Sie spannt einen Bogen von den großformatigen Fotografien Tom Fechts, die in der aktuellen Sonderausstellung präsentiert werden, bis hin zu den antiken Exponaten, die sich links und rechts am Wegesrand des Streifzugs durch die Landschaft finden lassen.

 

Museum DKM; Ulrich Erben, Farben der Erinnerung - Wanheimerort, 1992 © Stiftung DKM | Foto: Werner J. Hannappel

 

Einen Schlusspunkt mit lokalem Bezug setzt die Neupräsentation aller fünf Werke der Serie "Wanheimerort" aus Ulrich Erbens Zyklus "Farben der Erinnerung".

 Im Museumscafé haben die Besucher die Möglichkeit, den Tag bei Kaffee und italienischem Gebäck in Ruhe ausklingen zu lassen.  

Anmeldung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0

Die Teilnahme an der Führung kostet 6 EUR zuzüglich Eintritt

Eintritt: Erwachsene 10 EUR | Ermäßigt 5 EUR

 

Lehmbruck Museum: „Pay what you want“ und Führung bei „Erwin Wurm

„Erwin Wurm“ sehen, verstehen und auch noch den Preis selbst bestimmen – das alles können Besucher des Lehmbruck Museums am 6. Oktober, wenn es wieder heißt: „Pay what you want!“. Bei der Führung um 15 Uhr gibt der Kunsthistoriker Jörg Mascherrek einen unterhaltsamen Einblick in die aktuelle Sonderausstellung des österreichischen Kunststars.

Der Sportwagen, das „Fat Convertible”, in der Glashalle des Lehmbruck Museums ist der Hingucker der Ausstellung, denn sein knallrot glänzender Lack zieht die Blicke auf sich. Allerdings taugt das Auto nicht als Statussymbol, da es dicke Fettpolster zu tragen scheint. Wie der dazu passende Fahrer aussehen könnte, zeigt die Skulptur „The Artist who Swallowed the World“ im großen Wechselausstellungsbereich, wo den Besucher neben den kuriosen „Drinking sculptures“ auch ganz neue Werkgruppen erwarten:  Die Grafikserie „Vaterland“ und 49 Bronzeplastiken zum Thema „Land der Berge“ lassen den ironisch-kritischen Blick des Künstlers auf Erwin Wurms Heimat erkennen.

 

Teilnahme: Pay What You Want! Jeden ersten Freitag im Monat gilt: Legen Sie Ihren Eintritt selbst fest. Öffnungszeiten am Freitag: 12 bis 17 Uhr.

Blick in die Ausstellung „Erwin Wurm“, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Frank Vinken

 

 

neueheimat.ruhr: XXL-Fotoprojektionen erleuchten Lehmbruck Museum

Pixelprojekt Ruhrgebiet setzt das Thema Integration am 30. September in Duisburg ins große Format

Duisburg, 27. September 2017 – Großformatige Fotoprojektionen bringen am Samstag, 30. September, aktuelle und historische Aufnahmen direkt auf den „Kiez“: Am Duisburger Lehmbruck Museum, Düsseldorfer Str. 51, zeigt das Pixelprojekt_Ruhrgebiet mit dem Projekt neueheimat.ruhr und beeindruckenden Fotos, was es für Menschen bedeutet, eine neue Heimat im Ruhrgebiet zu suchen und zu finden.
„Mit neueheimat.ruhr reagieren wir weiter auf die immer noch vorhandene aktuelle Flüchtlingsdiskussion. Wir wollen zeigen, dass man politische Bildung auch durch Kunst initiieren kann. Auf diese Weise tragen wir das Thema noch näher zu den Bürgerinnen und Bürgern“, sagt Pixelprojekt-Leiter Peter Liedtke. Die Fotoschau im XXL-Format startet um ca. 20.30 Uhr. Musikalisch untermalt werden die Bilder von einer stimmungsvollen Soundcollage.

„Die Integration von Menschen anderer Kulturen stellt heute den Zusammenhalt in der Gesellschaft vor große Aufgaben. Sie wird im Ruhrgebiet aber schon seit vielen Jahren gelebt und kann an vielen Stellen als vorbildlich beschrieben werden“, sagt Pixelprojekt-Leiter Peter Liedtke. Denn schließlich kommen und kamen schon seit Jahrzehnten Gastarbeiter, Asylsuchende, Spätaussiedler, Kontingentflüchtlinge, Kriegsflüchtlinge oder Zuwanderer aus neuen EU-Staaten ins Ruhrgebiet. Sie alle haben hier – in einem der größten multikulturellen Schmelztiegel in Deutschland – eine neue Heimat gefunden. Diese Entwicklung dokumentiert das Projekt neueheimat.ruhr.

Anfang 2017 wurde der digitale Bildtank auf www.neueheimat.ruhr mit aktuellen und historischen Serien angelegt. Einem Sammelaufruf über den Sommer folgten insgesamt 93 Fotografinnen und Fotografen, eine Bildauswahl von 700 Fotografien von 40 Fotograf*innen mit und ohne Migrationshintergrund wird nun in der Projektion gezeigt. Darunter finden sich Fotos von Profis, Studenten aber auch Amateuren.

Fotos von: Yavuz Arsian, Rainer Bigge, Evi Blink, Matthias Bozellec, Alexandra Breitenstein, Ekkehart Bussenius, Henning Christoph, Norbert Enker, Emine Ercihan, Nafiseh Fathhollazadeh, Matthias Gödde, Annette Jonak, Stefan Kalscheid, Michael Kerstgens, Daniel Kessen, David Klammer, Brigitte Kraemer, Amke Kramer, Fatih Kurceren, Andreas Langfeld, Gerno Michalke, Duane Michals, Achim Pohl, Tania Reinicke, Pascal Amos Rest, Roeler, Klaus Rose, Rosa Maria Rühling, Jutta Schmidt, Heiner Schmitz, Jasmine Shah, Kim Sperling, Magdalena Spinn, Jakob Studnar, Cornelia Suhan, Heiko Tiemann, Hans Rudolf Uthoff, Manfred Vollmer, Cornelia Wimmer, Andre Zelck.

Neben dem Lehmbruck Museum macht das Projekt noch an vier weiteren Stationen im Ruhrgebiet Halt:
 16. September 2017, 20.30 bis 22 Uhr, Zeche Consol, Gelsenkirchen  23. September 2017, 18 bis 22.30 Uhr, Depot, Dortmund  28. September 2017, 20.30 bis 22 Uhr, Husemannplatz, Bochum  6. Oktober 2017, 20.30 bis 22 Uhr, Zeche Zollverein, Essen Die Aktionen werden durch das Kulturministerium NRW, die Sparkasse Gelsenkirchen, das Kulturamt der Stadt Gelsenkirchen sowie den Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet ermöglicht.

Hintergrundinfos:
Pixelprojekt_Ruhrgebiet sammelt fotografische Bilder, die im Laufe von Jahrzehnten als Produkt der seriellen Auseinandersetzung einzelner Fotografinnen und Fotografen mit Themen der Region entstanden sind. Das Projekt ordnet diese als Bildserien, bringt sie in eine thematische und chronologische Struktur und macht sie auf einer Internetseite überhaupt erst sichtbar. Neben Ökologie sind Soziales, Kultur, Stadt, Wohnen, Sport, wirtschaftlicher Wandel und vor allem die Menschen der Region die Hauptthemen.

Pixelprojekt_Ruhrgebiet wird gefördert und möglich gemacht durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Sparkasse Gelsenkirchen, Stadt Gelsenkirchen, Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Gelsennet, Ruhr Museum, werkbund nrw, Kulturserver NRW, Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

Stadtmuseum: Vortrag zu „Ein Streitschlichter in Grenzfragen.
Der Kartograf Arnold Mercator“ von Jonas Krüning

Duisburg, 25. September 2017 - Der Historiker Jonas Krüning, Mitglied der Bürgerinitiative „Mercators Nachbarn“, lädt am Samstag, 30. September, um 14 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zu einem Vortrag über den ältesten Sohn des Kosmografen Gerhard Mercator ein. 

Es wird der Frage nachgegangen, ob der Sohn sein Dasein im Schatten des berühmten Vaters fristen musste und wie Arnold im Dienste des Herzogs Wilhelm V. von Kleve-Jülich-Berg selbst eine erfolgreiche Karriere als Hofkartograf verfolgte. In seinem anekdotenreichen Vortrag geht Krüning nicht nur auf unterschiedliche Werke Arnolds ein, sondern es soll auch die Frage geklärt werden, ob die kartografischen Arbeiten von Gerhard Mercators ältestem Sohn notwendig waren, um politische Grenzen zwischen einzelnen Machthabern im 16. Jahrhundert bestimmen zu können.

 

Jonas Krüning - (Fotocredit: Harald Küst) - bietet unter anderem auch Führungen als Johannes Corputius im Stadtmuseum an und zeichnet anhand von Bild- und Kartenmaterial das Leben und Werk Arnold Mercators nach.

 

Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Weitere Informationen unter (0203) 283-2640 oder im Internet unter www.stadtmuseum-duisburg.de.

 

Aufführung des Stückes „Terror“ in der Rheinhausen-Halle 

Die Theaterreihe in der Rheinhausen-Halle wird mit der Aufführung von „Terror“  am Sonntag, 5. November, um 20 Uhr an der Beethovenstraße 20 von der Veranstalter-gemeinschaft Konzertdirektion Landgraf, der Vereinigung für Kunst und Wissenschaft Rheinhausen e. V. und der Bezirksverwaltung Rheinhausen fortgesetzt. Unter der Regie von Thomas Goritzki spielen unter anderem Johannes Brandrup (Vorsitzender), Christian Meyer (Angeklagter), Christoph Schlemmer (Verteidiger), Annett Kruschke (Staatsanwältin) sowie Peter Donath und Tina Rottensteiner (Zeugen). Die Ausstattung stammt von Heiko Mönnich. Bestsellerautor Ferdinand von Schirach, dessen Werke inzwischen in über 35 Ländern verschlungen werden, hat mit seinem Debüt-Stück „Terror“ auf Anhieb einen Bühnenhit geschrieben.

 

Das Stück: Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr steht vor Gericht. Angeklagt ist er des 164-fachen Mordes. Er erhielt nämlich den Befehl, einen von Terroristen gekaperten Airbus vom Kurs abzudrängen, um den gezielten Absturz des Flugzeugs in die mit 70.000 Zuschauern ausverkaufte Münchner Allianz-Arena zu verhindern. Als alle Abdrängungsversuche fehlschlugen, entschied sich der Angeklagte eigenmächtig, das Passagierflugzeug mit 164 Insassen abzuschießen, um mehr Menschenleben zu retten.
„Ist er nun schuldig, weil er über das Leben und Sterben von 164 Menschen bestimmt hat, die keine Chance hatten, Einfluss auf seine Entscheidung zu nehmen? Hat er diese Menschen  zum Objekt gemacht und damit ihre im Grundgesetzt verankerten Rechte und ihre Menschenwürde verletzt?“ Diese und andere schwierig zu beantwortenden rechtlichen und ethischen Fragen sind Gegenstand einer spannenden Verhandlung, deren Ausgang die Zuschauer per Votum (´schuldig´ oder ´nicht schuldig´) selber bestimmen können.

 

Einzelkarten für diese Veranstaltung können ab sofort zum Preis von 13 Euro, 17 Euro sowie 22 Euro bei folgenden Vorverkaufsstellen erworben werden:

 

Bürger-Service Rheinhausen, Zimmer 113, (02065) 905 8329 oder (02065) 905 8520

Mayersche Bücherinsel, Friedrich-Alfred-Straße 93, (02065) 31033

Klatt Reisen & Shop Rumeln, Dorfstraße 62 A, 47239 Duisburg, (02151) 409992

Körner Lotto, Kronprinzenstraße 11, 47229 Duisburg, (02065) 47906

Ticket-Eck, Homberger Straße 353, Moers, (02841) 505048 

 

Erzählcafé im Stadtmuseum: „Zu meiner, Deiner, unserer Zeit“ 

In der Reihe „Erzählcafé – Lebendige Geschichte(n)“ werden am Sonntag, 1. Oktober, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes „Zu meiner, Deiner, unserer Zeit“ zu Gast sein.  

Senioren und Schüler berichten von ihren Erlebnissen und Begegnungen während der Zusammenarbeit. Dazu zählen beispielsweise Themen wie die Jugend der älteren Menschen in der Kriegs- und Nachkriegszeit sowie die Bedeutung des Begriffs „Heimat“  und Vergleiche des Lebens heute und damals.

 

Projektleiterin Kornelia Kerth-Jahn moderiert die Gespräche und führt anhand der Portraitfotos von Tanja Pickartz, die einen Eindruck von der intensiven Begegnung von Alt und Jung vermitteln, durch das Erzählcafé. 

Das BilderLiederLesebuch, in dem Fotos und Zitate der alten und jungen Beteiligten veröffentlicht sind, kann für fünf Euro an der Museumskasse erworben werden.

Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Anmeldungen zur Veranstaltung sind nicht erforderlich. Weitere Infos telefonisch unter (0203) 283-2640 oder im Internet unter www.stadtmuseum-duisburg.de.  

- Radiowellen auf dem Wasser - WDR5 Feature und Hafenrundfahrt zu autorschafft
- Lehmbruck Museum: „Was macht das Auto im Museum?“

Duisburg, 20. September 2017 - Den größten Binnenhafen der Welt findet man, wo Rhein und Ruhr sich finden, das weiß in Duisburg jedes Schulkind. Was im September 1716 ganz klein in Ruhrort begann, ist heute einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für NRW: Über 300 Betriebe haben ihren Standort im Duisburger Hafen. Drei Milliarden Euro Wertschöpfung pro Jahr. Zum 300jährigen Hafengeburtstag produzierte der Westdeutsche Rundfunk ein Feature, in dem eine Hafenrundfahrt nachgestellt wurde. Lokale Akteure kommen zu Wort und interessante Fakten werden dem Hörer vermittelt.

 

„Für unser Radiokunst- und Autorenfestival autorschafft lag es daher nahe, den WDR zu bitten das Feature bei einer Hafenrundfahrt nutzen zu dürfen,“ sagt Programmmacher Wolfgang van Ackeren. „Dass Autor Michael Brocker und WDR5 - Redakteur Frank Christian Starke sich bereit erklärten, für ein anschließendes Gespräch zur Verfügung zu stehen, macht diese Veranstaltung rund.“ Neben den beiden Radiomachern wird Dr. Bernhard Weber, innovativer Direktor des Binnenschifffahrtsmuseums die von Thommie Black moderierte Runde vervollständigen.

Foto Peter Jacques

 

Mit dem Fahrgastschiff Rheinfels der Ruhrorter Personenschiffahrt, gelang es den Machern des Ruhrorter Kreativquartiers, die Symbiose von Land und Wasser, sowie von Logistik und Kultur in einem innovativen Veranstaltungskonzept umzusetzen. „Es gibt noch viele Orte in Ruhrort, die darauf warten wachgeküsst zu werden,“ verspricht Heiner Heseding, der bereits für Freitag mit dem südlichen Brückenturm der Friedrich-Ebert-Brücke nach Homberg eine weitere Perle im Hafenstadtteil gehoben hat. Für seinen Vortrag „Eventportale nutzen“ nutzt er einen Raum mit atemberaubender Aussicht, in dem sonst der Apeiros e.V. Schüler betreut.

 

Wer möchte, kann seine Fahrkarte zudem für einen Besuch des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt nutzen. Das Museum hat ab 10 Uhr geöffnet und die Kombinationskarten sind an der Museumskasse erhältlich. Zudem können Tickets im Vorverkauf, oder auch am Steiger im Eisenbahnbassin kurz vor der Abfahrt erworben werden.

 

Samstag, 23.9.2017, 16 Uhr (Abfahrt 16.30 Uhr)

Fahrgastschiff Rheinfels ab Steiger Eisenbahnbassin/Binnenschifffahrtsmuseum

Kosten für die Hafenrundfahrt inklusive des Besuchs des Binnenschifffahrtsmuseums: 12,00€; zur Deckung der Veranstaltungskosten wird der frei(willige) Beitrag mit dem Hut gesammelt.

Vorverkauf an der Museumskasse, sowie bis Freitag auch am Infocenter im Gemeindehaus Ruhrort, Dr.-Hammacher-Str. 6 und über http://www.hafenrundfahrt-duisburg.de/.  Reservierungen unter Telefonnummer 0203/9356612 oder per Email an info@kreativquartier-ruhrort.de

 

Lehmbruck Museum: „Was macht das Auto im Museum?“
Ganz im Zeichen der Familie steht der kommende Sonntag, 24. September, im Lehmbruck Museum: Sowohl die öffentliche Führung um 11:30 Uhr als auch der „Familienpackung“-Workshop um 13:30 Uhr sind für alle Generationen interessant. Die öffentliche Führung bietet Familien die Möglichkeit, sich gemeinsam den Kunstwerken zu nähern. Zum Beispiel die Maschinenskulpturen von Jean Tinguely sind ein Dauerbrenner für Kinder. Aber auch die abwechslungsreiche Ausstellung „Erwin Wurm“ bietet viel Raum für spannende Fragen. Denn was macht z.B.  das rote Auto im Museum? Warum ist der dicke Mann eigentlich so dick?

Solchen und ähnlichen Geheimnissen können Familien mit Kunstvermittlerin Friederike Winkler-Rufenach auf den Grund gehen.  Dann, am Nachmittag, 13:30 - 16:30 Uhr, im „Familienpackung“-Workshop mit der Künstlerin Hiltrud Lewe, soll es um den eigenen Körper gehen.  Nach einer Einführung in die Thematik können die Teilnehmer/innen in der Museumswerkstatt nach Herzenslust eigene Kunstwerke erstellen. 
Auch hier ist jegliche Familienkonstellation herzlich willkommen! Anmeldungen sind notwendig und ab sofort möglich unter Tel. 0203 283 2195 oder per E-Mail kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de (Di-Fr 10-14 Uhr). Die Kosten für die Führung  betragen 2 Euro plus Eintritt 9 Euro (erm. 5 Euro), für den Workshop 9 Euro (erm. 5 Euro) pro Person.

Familienführung, Foto: Frank Vinken

 

 

- Mercator Matinée
- 4. Kammerkonzert der Volksbank Rhein-Ruhr
- Lehmbruck Museum: Öffentliche Führung für Menschen mit Demenz  

Mercator Matinée: Vortrag zum Thema Die Entdeckung der Frauen in der Renaissance“ von Dr. Thomas Blisniewski 

Duisburg, 19. September 2017 - Dr. Thomas Blisniewski (Universitäten Köln / Berlin / Duisburg-Essen) ist im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mercator Matinéen“ am Sonntag, 24. September, um 11.15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen mit einem Vortrag zum Thema Die Entdeckung der Frauen in der Renaissance“ zu Gast.

 

Die Entdeckung der Frauen – zwei Phänomene der Renaissance: Frauen werden von Männern ›entdeckt‹, als Herrscherinnen, Mitregentinnen, als Dichterinnen und Malerinnen. Doch die Frauen der Renaissance entdecken auch sich selbst, entdecken, dass sie in einer Gesellschaft, die von Männern geführt und geprägt wird, Stellung beziehen können. Nicht nur an jenen Orten, an die sie von Männern traditionell gebunden wurden und verbannt worden waren, sondern auch in männlichen Domänen: der Kunst und der Politik.

 

Thomas Blisniewski erzählt in seinem Vortrag von Dichterinnen, Malerinnen, Musikerinnen, Fürstinnen, Mäzeninnen und Lebedamen, die den Männern auf Augenhöhe begegneten. In ihren literarisch-rhetorischen Briefdialogen, ihren politischen Entscheidungen, ihren künstlerischen Ambitionen oder ihrer strategischen Weitsicht nötigten sie den männlichen Herrschern, Künstlern und Denkern Respekt ab. Trotz des männlichen Blicks beginnt im späten 15. Jahrhundert für die gebildete Frau von Stand ein besonders produktives Zeitalter, das leider Ende des 16. Jahrhunderts wieder für lange Zeit in einen tiefen Dornröschenschlaf versinkt. 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Referat für Gleichstellung und Chancengleichheit der Stadt Duisburg statt. 

Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Eine Kartenreservierung unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm@stadt-duisburg.de wird empfohlen. Im Eintrittspreis enthalten ist ein Glas Wein oder Saft sowie der Besuch der Ausstellungen des Stadtmuseums.

4. Kammerkonzert der Volksbank Rhein-Ruhr überzeugte erneut mit Mix aus etablierten und jungen Musikern
Duisburg, 19. September 2017 – Am 14. September hatte die Genossenschaftsbank bereits zum vierten Kammerkonzert eingeladen. Über 150 Gäste waren der Einladung der Bank an den Innenhafen gefolgt und lauschten aufmerksam dem musikalischen Hochgenuss. Stücke von Brahms, Bach und Felix Mendelssohn verliehen dem Atrium der Bank eine ganz neue Atmosphäre.
Das Klarinetten-Duo der Zwillingsbrüder Daniel und Alexander Gurfinkel (25) und das Next Generation Akademie Ensemble sorgten für einen hochkarätigen musikalischen Abend.
Next Generation Akademie Ensemble – das sind fünf Stipendiaten der Talentschmiede „Villa Musica Rheinland-Pfalz“ und drei ausgewiesene Meister ihres Fachs als Supervisors.
Die musikalische Leitung des Abends nahm der langjährige erste Konzertmeister des London Philharmonic Orchestra, Boris Garlitsky in die Hand. Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Rhein-Ruhr ist überzeugt, dass es sich lohnt die Tradition fortzuführen und freut sich bereits heute, auf das 5. Kammerkonzert.


Lehmbruck Museum: Öffentliche Führung für Menschen mit Demenz  

Menschen mit Demenz sowie ihre Angehörigen und Betreuer können am Sonntag, den 24. September 2017, um 15 Uhr gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Sybille Kastner die Ausstellung „Erwin Wurm“ entdecken. Nach einem ersten Kennenlernen bei einer Tasse Kaffee geht es zu den Exponaten der Ausstellung. Der Künstler zelebriert mit viel Humor die Verwirrung als eine kreative Strategie. Für ihn sind Gegenstände grundsätzlich wandelbar: „Ich finde spannend, was passiert, wenn man Alltagsgegenständen den Nutzwert entzieht, bekannte Formen neu interpretiert.“ Dieser Offenheit wollen wir uns gerne anschließen und nach eigenen Ideen zu den Kunstwerken suchen.

 

Die öffentliche Führung kostet 2 € zuzüglich zum Eintrittspreis von 9 € / ermäßigt 5 €. Die Begleitperson hat freien Eintritt. Um Anmeldung wird gebeten!

Gruppenführungen für Menschen mit Demenz finden dienstags bis sonntags auf Anfrage statt. Eine Gruppenführung dauert ca. 90 Minuten und kostet 90 € inkl. Kaffee trinken. Anmeldung und Beratung: Kunstvermittlung, Tel: +49 (0) 203 283 2195

 

DEUTSCHLAND 8 – Deutsche Kunst in China

Außenminister Gabriel eröffnet Großausstellung deutscher Kunst in China Gerhard Richter, Sigmar Polke & Co. in der Verbotenen Stadt: Erstmals öffnet China seinen kaiserlichen Ahnentempel für zeitgenössische Kunst aus dem Westen. 320 Werke von 55 deutschen Künstlern sind bis zum 31. Oktober in Peking zu erleben.

 

Bonn/Peking, 17.09.2017. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel und Chinas Kulturminister Luo Shugang haben heute die bislang umfangreichste Präsentation moderner und zeitgenössischer deutscher Kunst in China eröffnet. Gut 320 Arbeiten von 55 Künstlern aus sieben Jahrzehnten dokumentieren die Vielfalt der deutschen Kunstszene und laden das chinesische und internationale Publikum zur Entdeckungsreise ein.

Als „wichtigen Impuls für den partnerschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und China“ hat Gabriel die Ausstellung gewürdigt. Im 45. Jahr der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern ist „Deutschland 8“ ein Angebot an die Besucher, umfangreiche Einblicke in die hiesige Kunstszene zu nehmen. Die deutsch-chinesischen Veranstalter, die Bonner Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und die Pekinger Central Academy of Fine Arts, erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sondern verstehen die Ausstellung als „Expedition in einen kulturellen Kontinent, den deutsche Künstler und Künstlerinnen seit 1945 entworfen haben.“ (Peter Weibel, Kurator für Medienkunst). Das Gütesiegel made in Germany soll in China neue Bedeutung erhalten.

Bildende Kunst bietet den direkten Zugang ins ‚Landesinnere‘“, erläutert Walter Smerling, Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur und Kurator der Ausstellung, das Anliegen der Veranstalter. „Sie will immer über den Tellerrand hinausschauen. Und wer es ernst meint mit dem Kennenlernen, mit Austausch und Dialog, der braucht Offenheit und Experimentierfreude. Ich bin davon überzeugt, dass Künstler mit ihren Mitteln der Politik und Wirtschaft um Längen voraus sind. Sie sind das entscheidende Quäntchen freier im Denken.“

„Deutschland 8" versteht sich als Antwort auf die Ausstellung „China 8", die bis dato umfangreichste Ausstellung chinesischer Gegenwartskunst, die die Stiftung für Kunst und Kultur 2015 in acht Städten an Rhein und Ruhr realisiert hat. Im Anschluss daran wurde die Stiftung von chinesischer Seite eingeladen, eine korrespondierende Ausstellung zeitgenössischer Künstler aus Deutschland in China zu konzipieren. Die Kuratoren Walter Smerling und Fan Di’an haben „Deutschland 8“ in acht Stationen untergliedert.

 

- Das Gringolts Quartett
-
Lehmbruck Museum: plastikBAR - Art Dating „Erwin Wurm“

ECHO Klassik Preisträger in der Mercatorhalle: Das Gringolts Quartett gastiert im 1. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker

Duisburg, 18. September 2017 - Virtuosität und Feinfühligkeit: Diese Kombination wird dem Spiel des russischen Geigers Ilya Gringolts immer wieder nachgesagt. Ausgestattet mit einem schlanken Violinton, dem es stets um Charakteristik, Gestik und Klangrede geht, eilte der 1982 in St. Petersburg geborene Künstler rasch von Erfolg zu Erfolg.
Die Aussicht auf eine glanzvolle Solistenkarriere war ihm indes nicht genug. Ihn fesselte die Kammermusik, die Alte Musik, auch das Unterrichten. 2008 gründete Gringolts gemeinsam mit seiner Ehefrau und zwei engen Musikerfreunden das Gringolts Quartett. Bereits die zweite CD-Veröffentlichung des jungen Ensembles wurde mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Gemeinsam gestalten Ilya Gringolts (Violine), Anahit Kurtikyan (Violine), Silvia Simionescu (Viola) und Claudius Herrmann (Violoncello) nun das
1. Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker
am Sonntag, 24. September 2017 (19 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle. Ins Zentrum ihres Duisburger Gastspiels haben die Musiker ein Werk der 1970 geborenen finnischen Komponistin Lotta Wennäkoski gestellt. Culla d’aria („Wiege der Luft“) fasziniert durch hauchzarte Klanggesten an der Grenze zum Verlöschen, zum Schweigen.

Umrahmt wird die Komposition der Finnin von zwei Streichquartetten Ludwig van Beethovens. Zu Beginn erklingt das Streichquartett B-Dur op. 18/6, das vor heiter-eloquenter Rhetorik nur so strotzt und das prachtvolle Schlussstück seiner ersten Quartett-Serie opus 18 bildet. Den Schlusspunkt setzt das Streichquartett e-Moll opus 50/2, das als lyrisch fließendes Intermezzo zwischen den markanten Schwesterwerken der zweiten Serie (opus 59) steht.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 oder 0203 / 570 68 50 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 


Lehmbruck Museum: plastikBAR - Art Dating „Erwin Wurm“
Mit dem "Art Dating" bietet die plastikBAR im Lehmbruck Museum am Donnerstag, 21. September, 19.00 Uhr, für alle kommunikationsfreudigen Menschen eine besondere Möglichkeit, die Ausstellung „Erwin Wurm“ kennenzulernen. Der Ablauf ist sehr einfach und dabei für alle sehr spannend und abwechslungsreich: Es werden zufällige Paarkonstellationen unter den Teilnehmern ausgelost. Ca. zehn Minuten stehen für das Gespräch über ein Kunstwerk  zur Verfügung und danach werden sowohl die Partner als auch die Kunstwerke gewechselt.

Ausstellung „Erwin Wurm“, Foto: Frank Vinken

 

Wer anschließend seine Unterhaltungen bei einem Glas Wein noch vertiefen möchte, hat an der plastikBAR Gelegenheit dazu. Den Rahmen bildet dieses Mal die große Ausstellung "Erwin Wurm", so dass an Gesprächsthemen sicherlich kein Mangel herrscht. Fragekärtchen zu den verschiedenen Ausstellungsstücken geben Impulse, sich gemeinsam dem Kunstwerk zu nähern und sich darüber auszutauschen. Bei den Drinking Sculptures kann man dann auf die gemeinsamen Erkenntnisse anstoßen.
Die plastikBAR beginnt um 19.00 Uhr, die Teilnahme kostet 9 € (erm. 5 €) und beinhaltet ein Begrüßungsgetränk. 

- Perspektiven und Befürchtungen im Kreativquartier
- Lehmbruck: Kunst & Kaffee: „Bewegung(smomente) in der Skulptur“
- Lehmbruck Museum: Workshop „Familienpackung“

Perspektiven und Befürchtungen im Kreativquartier

Duisburg, 14. September 2017 - Hoch kochten die Emotionen beim Kreativquartiertreffen im Gemeindehaus Ruhrort. Mit der Bebauung der Mercatorinsel und der befürchteten Schließung der für die Kultur in Ruhrort wichtigen Gemeindekirche St. Maximilian standen zwei Themen auf dem Programm, die die Gemüter im Hafenstadtteil derzeit bewegen. Mehr...

 

Lehmbruck Museum: Workshop „Familienpackung“
Das ist einmal Kunst für die ganze Familie: Im nächsten „Familienpackung“-Workshop im Lehmbruck Museum mit der Künstlerin und Kunstvermittlerin Hiltrud Lewe, am Sonntag, den 24. September, 13:30 - 16:30 Uhr, soll es um den eigenen Körper gehen. Denn in der abwechslungsreichen Ausstellung „Erwin Wurm“ bietet sich viel Raum für Experimente.
Was passiert, wenn man den Fuß in Gips eintaucht, den Ellbogen in Ton drückt? Nach einer Einführung in die Thematik können die Teilnehmer/innen in der Museumswerkstatt nach Herzenslust eigene Kunstwerke erstellen. Jegliche Familienkonstellation ist herzlich willkommen!
Die Kosten liegen bei 9 Euro (erm. 5 Euro) pro Person. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter Tel. 0203 283 2195 oder per E-Mail kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de (Di-Fr 10-14 Uhr).

Familienführung bei „Erwin Wurm“, Foto: Frank Vinken

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee: „Bewegung(smomente) in der Skulptur“
Am kommenden Dienstag, 19. September, 15.00 Uhr, geht es bei „Kunst & Kaffee“ um kinetische Kunst.  Dass Kunst nicht immer „statuarisch“ stillstehen muss, das wissen Duisburger schon vom „Lifesaver“-Brunnen von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle.
Im Lehmbruck Museum und im Kant Park gibt es natürlich mehrere Beispiele für diese Kunstrichtung, darunter weitere verrückte Maschinen von Jean Tinguely, aber auch ruhigere Arbeiten, die Bewegungen ermöglichen oder auch den Betrachter in Bewegung versetzen. Am jeweils dritten Dienstag im Monat bietet das Lehmbruck Museum eine öffentliche Führung in der Reihe „Kunst & Kaffee“ an.  Bei Kaffee und Kuchen können im Anschluss an die Führung weiterführende Gespräche und Diskussionen geführt werden.
Die Kosten betragen für jeden Teilnehmer 12 € inklusive Kaffee und Kuchen. Anmeldung erbeten unter Tel.  0203 283-7018 oder E-Mail: joerg.mascherrek@lehmbruckmuseum.de.

George Rickey, Two Congenial Segments (zwei kongeniale Segmente), Rotation IV, 1980, Lehmbruck Museum, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto: Jürgen Diemer

 

Stadtmuseum: Das „Erzählcafé Lebendige Geschichte(n)“ startet in die Herbstsaison  

Duisburg, 13. September 2017 - Das „Erzählcafé Lebendige Geschichte(n)“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen startet in Kürze in die Herbstsaison. Das Programm im Überblick:  
Kräuterfachfrau und Autorin Ursula Stratmann (Foto) erzählt am Sonntag, 24. September, um 15 Uhr ihre Geschichten über die grünen Seiten der Region, ihre Beschreibungen der Kräutertouren und bringt allerlei Kräuterrezepturen mit in das Mercatorcafé des Museums.  

Schüler und Senioren des Projektes „Zu meiner, Deiner, unserer Zeit“ sind am Sonntag, 1. Oktober, um 15 Uhr zu Gast im Erzählcafé. Sie berichten über ihre Erfahrungen und die Gespräche zwischen Jung und Alt, über Gespräche von damals und heute, über Heimat, Krieg und Fremde. Die von der Fotografin Tanja Pickartz geschossenen Portraitfotos werden gezeigt und eine kleine Fotoausstellung gibt die Eindrücke der Begegnungen wieder. Das BilderLiederLesebuch kann für 5 Euro erworben werden.  
Weiter geht es am Sonntag, 22. Oktober, um 15 Uhr mit der Biografiegruppe „Schreibzeiten“ aus Düsseldorf mit dem Thema „SPIELEN – was sonst?“. Die Frauen erinnern sich in ihren Geschichten an die Freuden ihrer Kindheit und Jugend beim Spiel.  

Anlässlich des Bundesweiten Vorlesetages ist der bekannte Duisburger Autor Werner Muth am Sonntag, 19. November, 15 Uhr zu Besuch im Museum. Der Titel der Veranstaltung heißt spritzig „Lasst euch überraschen“. Werner Muth wird aus einem Stapel von Büchern gemeinsam mit dem Publikum je nach Atmosphäre und Stimmung Texte auswählen und die Besucherinnen und Besucher mit seiner besonderen Stimme zum Griff nach entdeckenswerten Büchern verleiten.  
Zum Abschluss des Winterprogramms präsentiert die französischstämmige Mezzosopranistin Isabelle Kusari am Sonntag, 17. Dezember, um 15 Uhr ihre Weihnachtsgeschichten und Lieder im Erzählcafé. Gemeinsam mit dem Pianisten Jun Zhao, der sie am Klavier begleitet, versetzt sie das Publikum in Adventsstimmung.  

Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Weitere Informationen gibt es im Stadtmuseum telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm@stadt-duisburg.de.  

- 1. Philharmonischen Konzert der Duisburger Philharmoniker
- Öffentliche Sonntagsführung „Erwin Wurm“

- Lehmbruck Museum: Künstlergespräch mit Erwin Wurm

„Verlorene Paradiese“: Die Niederländer Antony Hermus und Erik Bosgraaf gehen im 1. Philharmonischen Konzert der Duisburger Philharmoniker auf Entdeckungsreise

Zitate aus den „Kindertotenliedern“ von Gustav Mahler hat der 58-jährige niederländische Komponist Willem Jeths in die Partitur seines Konzerts für Blockflöte und Orchester gewoben. Das 2014 im Amsterdamer Concertgebouw uraufgeführte Werk ist in seiner Tonsprache ebenso expressiv wie emotional: Es beschwört wehmütige Stimmungen, verlangt dem Soloinstrument bei aller Melancholie aber auch jähe Impulse und starke Kontraste ab. Gewidmet ist das Stück dem niederländischen Blockflötisten Erik Bosgraaf, dessen Meisterschaft mühelos von der Alten Musik bis zur Avantgarde reicht und zuweilen gar die Podien von Rock und Jazz erobert.

Im 1. Philharmonischen Konzert am Mi. 20. und Do. 21. September (jeweils 20 Uhr) in der Philharmonie Mercatorhalle wird Erik Bosgraaf das Duisburger Publikum in die faszinierende Welt von Jeths Musik entführen, in der die unschuldigen Paradiese der Kindheit anklingen – aber auch der Schmerz über ihr jähes Verlöschen. Töne der Klage und Resignation kennt auch die 5. Sinfonie cis-Moll von Gustav Mahler, die ihre Uraufführung am 18. Oktober 1904 in Köln erlebte. Erneut schuf Mahler mit dieser Sinfonie einen weltumspannenden Kosmos, dessen vierter Satz, das ebenso friedvolle wie morbide „Adagietto“, durch Luchino Viscontis Film „Tod in Venedig“ größte Berühmtheit erlangte.

Als Dirigent kehrt der Niederländer Antony Hermus ans Pult der Duisburger Philharmoniker zurück, der lange am Theater Hagen wirkte und von 2009 bis 2015 Generalmusikdirektor am Anhaltinischen Theater in Dessau war. Das Duisburger Publikum hat den leutseligen Maestro bereits bei mehreren sommerlichen Open-Air-Veranstaltungen gefeiert.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 oder 0203 / 570 68 50 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Erwin Wurm“
Am Sonntag, 17. September, 11.30 Uhr, besteht im Lehmbruck Museum wieder die Gelegenheit für Besucher, sich einer öffentlichen Führung in der großen Präsentation „Erwin Wurm“ anzuschließen.     
Erwin Wurm hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Skulptur an ihre Grenzen zu führen – und darüber hinaus. Die legendären „Drinking Sculptures“ sollen die Besucher des Lehmbruck Museums in Versuchung führen. Zunächst erscheinen die umgebauten Möbelstücke harmlos, in den Barfächern aber ist Alkohol versteckt: Der Besucher soll sich betrinken und wird so selbst Teil des Kunstwerkes.  
 
Im Eingang der Ausstellung steht ein knallrotes Sport-Coupé, das der Vorstellung eines schnittigen Flitzers so gar nicht entspricht. Das Auto ist hochgradig adipös, der auf Hochglanz polierte Lack wölbt sich über die Fettpolster. Dieses Auto erfüllt ganz offensichtlich nicht die erwartete Funktion. Es ist untauglich für den Straßenverkehr und als Prestige-Objekt, ebenso komisch wie tragisch in seiner Unbenutzbarkeit und Deformation. Wie auch der Künstler, unter dessen kugelrundem Bauch sich ein ganzer Kosmos philosophischer Weltanschauungen befindet: Er hat die Weltkugel verschluckt, verrät uns der Titel („The Artist who Swallowed the World“). Nun steht er da und droht wahlweise zu platzen oder abzuheben.  
Für die Teilnahme an der Sonntagsführung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €/erm. 5 €/Familienkarte 15 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.    

Ausstellung „Erwin Wurm“, Foto: Frank Vinken

 

Lehmbruck Museum: Künstlergespräch mit Erwin Wurm
Am Mittwoch, 20. September, 17.00 Uhr, kommt Erwin Wurm, der „Star der österreichischen Kunstszene“ ins Lehmbruck Museum zu einem Künstlergespräch mit den Besuchern.  
Wer sich die seit Juli laufende Ausstellung angesehen hat, weiß, dass die Werke von Erwin Wurm Diskussionsbedarf liefern, gesellschaftskritische Fragen aufwerfen, amüsieren und zum Nachdenken anregen. Am 20. September bietet sich nun die besondere Gelegenheit, den Künstler persönlich zu treffen und mit ihm selbst über seine Ausstellung zu diskutieren.  

„Es geht um die Schwierigkeit, das Leben zu meistern. Egal, ob mit einer Diät oder mit einer Philosophie.“ In der umfangreichen Überblicksausstellung im Lehmbruck Museum sind Skulpturen, Fotografien, Tapeten und Videos von Erwin Wurm zu sehen. Zu den ausgestellten Werken zählen bekannte, amüsante Skulpturen wie „The Artist who Swallowed the World“ oder „Fat Convertible“, ein rot glänzender Sportwagen, der aufgrund seiner Fettleibigkeit als Statussymbol und für den Straßenverkehr vollkommen untauglich wirkt.

Die Werkkomplexe „Vaterland“ und „Land der Berge“ werden im Lehmbruck Museum erstmals öffentlich präsentiert und erinnern in ihrer braunen Farbwelt einerseits an die Kaffeehauskultur Österreichs, andererseits an den aufkommenden Populismus in Wurms Heimatland. In den Dreiecksräumen ist der Besucher mit einer Tapete konfrontiert, bei der von allen Seiten der Künstler auf ihn herabschaut. Vor dieser Kulisse stehen die  legendären „Drinking Sculptures“, die dem Besucher Anweisungen zum Sich-Betrinken liefern. Es gibt also definitiv genug Stoff für interessante Gespräche und Diskussionen mit dem Künstler, die einen tieferen Einblick in seine Arbeiten ermöglichen.  

Für die Teilnahme am Künstlergespräch wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €/erm. 5 €/Familienkarte 15 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.  

Erwin Wurm, Foto: Frank Vinken  

- MKM zeigt große Dahmen-Retrospektive Duisburg
- Künstlerführung mit Michel Sauer

Duisburg, 11. September 2017 - Unter dem Titel "Das Prinzip Landschaft" zeigt das MKM Museum Küppersmühle in Duisburg die bislang umfangreichste Retrospektive des Künstlers Karl Fred Dahmen. Vom 22. September bis 5. November sind mehr als 100 Werke des Pioniers der deutschen Nachkriegskunst zu sehen.
Anlass ist der 100. Geburtstag des Künstlers, der 1981 starb.
Präsentiert werden Gemälde, Collagen, Objekte und Installationen aus vier Jahrzehnten, mit denen der Documenta-Teilnehmer Dahmen einen grundlegenden künstlerischen Neuanfang nach der Zäsur durch die Nazi-Diktatur verfolgte. Der Künstler verstand "Abstraktion als Weltsprache" und schuf ein vielseitiges Werk, das die Ausstellung in großer Bandbreite präsentiert. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Leopold-Hoesch-Museum in Düren, wo Dahmens grafisches Werk zu sehen sein wird.(idr).

 

Künstlerführung mit Michel Sauer zur Ausstellung Ernst Hermanns und sechs Preisträger aus siebzig Jahren.
Am Samstag, den 16. September haben Besucher des Museum DKM um 15 Uhr die Gelegenheit, an einer einstündigen Führung durch den Preisträger des jungen westen, Michel Sauer, teilzunehmen.  
Bereits im Alter von 23 Jahren erhielt Michel Sauer den Kunstpreis der Stadt Recklinghausen in der einmaligen Kategorie "Politische und gesellschaftliche Karikaturen". Sein Hauptinteresse gilt jedoch der Plastik. Dabei bedient er sich verschiedenster Materialien, von Messing und Eisen über Holz bis hin zu Porzellan. Seine Arbeiten erinnern an im kollektiven Gedächtnis verankerte Grundformen von Gegenständen des Alltagsgebrauchs, wie Öfen oder Körbe. Die Präsentation im Museum DKM bietet eine Auswahl aus mehr als 20 Jahren Schaffenszeit des Düsseldorfer Künstlers.  
Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Künstlergruppe junger westen widmen sich 2017/18 sechs RuhrKunstMuseen in einer städteübergreifenden Ausstellungsreihe dem Wirken dieser Künstler. Im Museum DKM wird das Werk des Bildhauers und Gründungsmitglieds Ernst Hermanns in Beziehung zu Arbeiten weiterer Preisträger aus sieben Jahrzehnten, wie Emil Cimiotti, Michel Sauer, Otto Boll, Stefan Kern, Ullrich Genth/Heike Mutter und Gereon Krebber, gesetzt.  

Michel Sauer, Ausstellungsansicht Museum DKM, Duisburg Foto: Ferdinand Ullrich, Recklinghausen  

Anmeldung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0
Die Teilnahme ist in Verbindung mit einer Eintrittskarte kostenfrei. Eintritt: Erwachsene 10 EUR | Ermäßigt 5 EUR  

 

 

3. Serenadenkonzert der Duisburger Philharmoniker

Duisburg, 10. September 2017 - Virtuose Spielfreude und rastlose Unruhe: studio-orchester duisburg spielt reines Mozart-Programm im 3. Serenadenkonzert der Duisburger Philharmoniker Grazie, Eleganz und eine schier unerschöpfliche Fülle melodiöser Einfälle machen die Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364 von Wolfgang Amadeus Mozart zu einem Hörvergnügen.

Mozart hatte dieses Genre, das in der Nachfolge des barocken Concerto Grosso entstand, während einer Europareise kennen gelernt – und schuf mit diesem Doppelkonzert 1779 ein Meisterwerk dieser Gattung. Um die klangliche Brillanz der Bratsche zu verbessern und näher an die der Violine heran zu rücken, ließ er sie einen Halbton höher stimmen.
Der Dialog der Solo-Instrumente untereinander, aber auch der zwischen Solisten und Orchester, ist so anmutig wie virtuos. Am Freitag, 15. September 2017 (20 Uhr) spielt das studio-orchester duisburg das Werk unter der Leitung von Thomas Jung im 3. Serenadenkonzert der Duisburger Philharmoniker im Kreuzgang der Abteikirche Duisburg-Hamborn.

Solisten sind zwei junge Musiker am Anfang ihrer beruflichen Karriere.
Der Bratschist Johannes Wessiepe – schon als Jugendlicher Mitglied des studio-orchesters – konzertiert nun nach abgeschlossenem Musikstudium gemeinsam mit seiner Kommilitonin Nanae Saga (Violine). Beide wurden bereits mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Im Anschluss erklingt eines von Mozarts bekanntesten Werken: die melancholisch gefärbte Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550, entstanden im Jahr 1788. Die rastlos vorwärts drängende Bewegung des Hauptthemas bestimmt den Gestus dieser Sinfonie. Neben Unruhe, Erregung, ja dramatischem Vorwärtsstürmen gibt es nur selten Momente der Aufhellung und Entspannung. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 oder 0203 / 570 68 50 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

Zehnter Buchholzer Autorenplausch

Duisburg, 07. September 2017 - Nach dem Motto  Lesung mal ganz anders  findet am Do, 14.09.2017, 19:00 Uhr diese in der Tat nicht alltägliche Veranstaltung statt; eine Lesung, bei der nicht nur gelesen, sondern vor allem auch gequatscht wird!

Aufgrund der hervorragenden Idee von Özlem Yalinci, der umtriebigen Leiterin der Bezirksbibliothek, laden Werner Zapp und ich nun bereits zum zehnten Mal zu diesem Plausch ein.

Nach der Devise leben und leben lassen  werden wir dieses Mal zwei Gastautoren in launiger Runde vorstellen, wie sie kontrastreicher nicht sein könnten: auf der einen Seite das vielseitig literarische (mit eigener Buchhandlung ausgestattete) Duisburger Urgestein Helmut Loeven sowie andererseits der phantasievolle und fintenreiche Krimiautor Marco Rievel aus Bottrop, der schönsten Stadt im südlichen Münsterland.

Bei dieser Veranstaltung werden wir Moderatoren uns bemühen, in Form eines knallharten Kreuzverhörs (Fangfragen nicht ausgeschlossen) nicht nur den Motiven ihrer literarischen Tätigkeiten auf den Grund zu gehen, sondern mehr über unsere Gäste zu erfahren, als sie selbst von sich ahnen mögen.

Lassen wir uns einfach überraschen! Bei diesen Plaudereien sind selbstredend Fragen aus dem Publikum nicht nur erwünscht, sondern obligatorisch.

Damit das Gequatsche allerdings nicht zu sehr ausufert, werden die Gastautoren zwischendurch auch mal etwas aus ihren Werken zu Gehör bringen, und damit last but not least nicht nur die Vertreter des geschriebenen Wortes zum Zuge kommen, legen wir überdies eine Pause ein, um uns bei den zur Laute dargebotenen Texten von Maik Snowy Schneemilch, einem Gitarristen der Sonderklasse, vollkommen zu entspannen.

Falls das alles dann immer noch nicht reichen sollte, werden Werner Zapp und ich (zur Not) auch noch was aus eigenen Federn vortragen.

Noch einmal zum Mitschreiben und Vormerken:
Wann? Do, 14.09.2017, 19:00 Uhr
Wo? Caritaszentrum Süd, Haus St. Nilkolaus, Sittardsberger Allee 32, 47249 Duisburg,

Warum? Um gemeinsam mit Ihnen, liebe Freunde, die Literaturszene Duisburgs sowie der näheren wie auch ferneren Umgebung zu erforschen.
Weitere Infos behalte ich wie immer für mich; wer nun unbedingt noch mehr Auskünfte benötigt, möge bitte selbst nachschauen unter:

https://www2.duisburg.de/stadtbib/events/2017/
102010100000464921.php

 


Gute Nacht – HOFkultur in Ruhrort

Duisburg, 05. September 2017 - Nein, es wird kein Abschied für immer, denn die HOFkultur hat auch in diesem Jahr wieder die Erwartungen der Macher übertroffe:. „Bereits mit den ersten beiden HOFkultur–Abenden haben wir die angepeilte Besucherzahl erreicht“, vermeldet Folkert Küpers, der die Reihe für das Kreativquartier Ruhrort konzipiert und plant mit sichtlichem Vergnügen.

 

Mit Nacht- und Abschiedsliedern verabschiedet sich dann die HOFkultur am Sonntag ab 18 Uhr in der Landwehrstr. 9 - aber nur auf Zeit. Im nächsten Jahr wird es erneut Einblicke in Hinterhöfe, Innenhöfe und sonst eher nicht der Öffentlichkeit zugängliche Plätze im Hafenstadtteil geben. Die teilweise vertrackte Architektur sorgt dafür, dass es Orte gibt, wie der zwischen Landwehrstraße und Hafenstraße gelegene Innenhof, an dem Dirk Efkemann seine Schauwerbeagentur angesiedelt hat. Wie man von einem ins andere Gebäude kommt, um dann schließlich auf einer anderen Straße herauszukommen, als man hereinkam, ist verwirrend und faszinierend zugleich. So befriedigt die HOFkultur auch einen sicherlich latent vorhandenen Voyeurismus, indem man schmale Durchgänge quert, durch die man sonst nie käme.

 

Mit Manfred Pohlmann ist für den Abend ein fachkundiger Anleiter und Motivator fürs gemeinsame Liedersingen im Rudel verpflichtet worden. Der Gitarrist und Sänger zählt zu den Stammgästen beim legendären Liedermacher – und Folk – Festival auf Burg Waldeck und beweist in zahlreichen Projekten und Konzerten seine Musikalität und Begeisterungsfähigkeit. So wird der Abend sicherlich kein Abgesang, sondern verspricht ein unterhaltsam vergnügliches Gemeinschaftserlebnis mit der Aussicht auf Zugabe im nächsten Jahr zu werden.  

Foto Peter Jacques

HOFkultur – Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen

Hof Landwehrstraße 9

Sonntag, 10. September, 18 Uhr

Eintritt: frei(willig), der Hut geht rum

 

L- ehmbruck Museum: „Museum hautnah“
- Führung am „Tag des offenen Denkmals“ und „Pay what you want“

Duisburg, 04. September 2017 - Am 8. September, 15 Uhr, ist das Lehmbruck Museum Schauplatz der Abschlusspräsentation des Projekts „Museum hautnah“ von Jana Lepple. Erwachsene Menschen mit körperlicher oder geistiger Einschränkung, die das Museum mit ihr zusammen als Ort der Begegnung entdeckt haben, präsentieren bei einem Rundgang ihre eigenen Kunstwerke aus den Workshops der vergangenen zwei Monate. Kooperationspartner  sind die Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein gGmbH, die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung  gGmbH und der Lebenshilfe Duisburg e. V.

Für Jana Lepple eröffnet der Kontext des Museums besondere Möglichkeiten: „Man kann im Lehmbruck Trakt über sich selbst und den eigenen Körper reflektieren, in der Glashalle mit Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely den Alltag in andere Farben tauchen und zusammen mit Erwin Wurm die eigene Welt auf den Kopf stellen.“  Die Begegnung mit der Kunst fördert die sinnlich-kreative Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Materialien. Außerdem ermöglicht sie es, ein Bewusstsein für das eigene Handeln zu entwickeln und ermutigt die eigenen Grenzen zu überschreiten.

Museum hautnah, Fotos: Romana Maruhn

 

Lehmbruck Museum: Führung am „Tag des offenen Denkmals“ und „Pay what you want“
Am „Tag des offenen Denkmals“, Sonntag, dem  10. September, können sich Besucher des Lehmbruck Museums bei einer öffentlichen Führung um 11.30 Uhr davon überzeugen lassen, dass und warum dieses Bauwerk ein architektonisches Meisterwerk ist. Anlässlich des Denkmaltages dürfen die Besucher den gesamten Sonntag lang ihr Eintrittsgeld selbst bestimmen: „Pay What You Want“!

Das Skulpturenmuseum wurde nach den Plänen des Architekten Manfred Lehmbruck, Sohn des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck, errichtet und ist seit dem 12. April 2000 eingetragenes Baudenkmal. In mehreren Bauabschnitten erfolgten Sanierungsmaßnahmen, die mit Mitteln des Bundes und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Duisburg erfolgreich realisiert werden konnten.
Seit 1993 gibt es den bundesweiten Tag des offenen Denkmals immer am zweiten Sonntag im September. Initiiert wird dieser Tag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz; vor Ort sind Denkmalbehörden, Vereine, Initiativen, Denkmaleigentümer aktiv, um Einblicke zu gewähren. Eintritt: Pay What You Want – Legen Sie Ihren Eintritt selbst fest!

Lehmbruck-Flügel des Lehmbruck Museums, Foto: Dejan Saric

 

Schaffenskraft bei „autorschafft“  

Stadtteilbewegung „Kreativquartier Ruhrort“ zum bedeutenden Hoffnungsträger der kulturellen Stadtentwicklung

Duisburg-Ruhrort, 01. September 2017 - Der Titel der Veranstaltungsreihe, deren Opulenz fast schon den Namen Festival verdient hätte, lädt zu Wortspielen ein: So dreht sich als gewollter Nebeneffekt im Kreativquartier Ruhrort von Samstag, 16. September bis Sonntag, 24. September manches um den Umgang mit Sprache, ob bei Lesungen, Hörspielen oder Features, Vorträgen oder Workshops.  

Am Anfang war eine Vision, nämlich die Idee der beiden Programmverantwortlichen Wolfgang van Ackeren (Lokal Harmonie) und Heiner Heseding (Kreativquartier Ruhrort), aus den vorhandenen Kernkompetenzen des Hafenquartiers mit den Schwerpunkten Klangkunst und Autorenveranstaltungen ein bedeutsames Festival zu organisieren: Am liebsten am Wasser, noch lieber auf der Mühlenweide mit Blick auf den Rhein und das Hafentreiben.  
Dass die Vision aber nur schrittweise umzusetzen ist, wurde beiden schnell klar. Also machten sie sich auf, mit Kollaborateuren aus dem Quartier und aus ganz Deutschland den ersten Schritt zu planen. So entstand „autorschafft“.
Eine Förderung durch das neue Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen als auch die Unterstützung durch die Stadt und einige Duisburger Wirtschaftsunternehmen machten die Umsetzung des Plans nun möglich. Dabei sind die neun Septembertage nur der erste Teil, den das Kreativquartier in diesem Jahr programmatisch umsetzen wird. Im zweiten Teil folgen vier weitere Hörproduktionen, die der Öffentlichkeit dann zwischen Oktober und Dezember vorgestellt werden.  
Mit einem Klangkunstkonzert der renommierten Künstlerin Hanna Hartman startet am 16. September im Lokal Harmonie die Veranstaltungsreihe. Dabei ist die ehemalige Eisenwarenhandlung an der namensgebenden Harmoniestraße zwar Zentrum, dennoch aber nur einer der vielen, teils ungewöhnlichen Spielorte.  

Während im „Lokal“, wie die Ruhrorter inzwischen liebevoll sagen, hauptsächlich gelesen, gehört und geredet wird, ist das Gemeindehaus Ruhrort am zweiten Wochenende mit Konzerten und einem neuen Veranstaltungsformat wesentlicher Austragungsort für Bewährtes und Experimentelles. So sollen bei einem sogenannten Speeddating unter dem Titel „Vortragswaisen“ Autoren, Publikum und der Literaturbetrieb in schneller Folge aufeinandertreffen und zueinanderfinden.

In Schimmis ehemaliger Kneipe „Zum Anker“ verneigt sich das Quartier vor den Wurzeln vieler Ruhrorter Familien, die infolge der Binnenschifffahrt häufig einen deutschen und einen niederländischen Ahnenursprung haben. Der Abend dort wird der niederländischen Gedichtkunst von Noor Roelofs gewidmet, die von ihrem Klangabenteurer und Ehemann Mike Roelofs begleitet wird.  

 Zum Spielort für Hörabenteuer wird das Fahrgastschiff Rheinfels: Während einer Hafenrundfahrt wird das anlässlich des 300-jährigen Hafengeburtstags im Vorjahr vom WDR produzierte Feature „Vom Kasteel zu Duisport“ den Mitreisenden zu Gehör gebracht. Mit an Bord ist der Autor Michael Brocker, der für Fragen Rede und Antwort stehen wird.  

Vorträge und Workshops in schulähnlichen Gebäuden abzuhalten, käme den Ruhrorter Kreativen nicht in den Sinn. Stattdessen wird der sogenannte „MitRaum“, der neuerdings Coworking-Space und Coaching-Zone ist, für einen Workshop genutzt, in dem die WDR-Redakteurin Heide Rasche ein Interviewtraining abhält. Das ehemalige Restaurant „Ruhrorter Hof“, mittlerweile Treffpunkt der afrikanischen Szene im Quartier, wird zum Vortragsaal für Autor Thomas Frahm. Last but not least rundet der Brückenturm an der Friedrich-Ebert-Brücke und die typische Ruhrort-Kneipe „Taverne im Deutschen Haus“ das Ensemble der verschiedenen Spielorte ab.  

Zu alledem werden die Herbsttage im Hafenquartier auch ein wenig Promiflair verbreiten, befinden sich mit Spitzenkoch Tom Waschat und der preisgekürten Lyrikerin Barbara Köhler durchaus bekannte Namen bei „autorschafft“. Das Literaturbüro Ruhr steuert indes eine Lesung mit Clemens Meyer bei und der Deutschlandfunk Kultur das Hörtheater „World Disorder“ mit der Klangkünstlerin Ylva Bentancor.
Und der Verein „Kulturwerft Ruhrort“ bringt das szenische Live-Hörspiel „Rose“ von Martin Sherman zur Aufführung. Den Abschluss der „autorschafft“-Veranstaltungsreihe bildet die Krautrocklegende „Lüül“ mit einer musikalischen Lesung als Zeitreise.  
Neun Tage Hören und Sehen mit 20 Veranstaltungen voller Entdeckungen und Erlebnisse – Ruhrort zeigt sich nach den „Duisburger Akzenten“ erneut von seiner lebendigsten und kreativsten Seite. Denn was „von unten“ wächst, währt am längsten. Und so hat sich die Stadtteilbewegung „Kreativquartier Ruhrort“ inzwischen zum bedeutenden Hoffnungsträger der kulturellen Stadtentwicklung von ganz Duisburg entwickelt.

 

 

Samstagskonzerte im Volkspark Rheinhausen

Duisburg, 01. September 2017 - Im September geht es musikalisch weiter im Pavillon des Volksparkes Rheinhausen. Nachdem bereits im letzten Jahr die Samstags-Konzertreihe, die vom Institut für Popularmusik aus Rheinhausen gestaltet werden, großen Anklang fanden, freuen sich die Veranstalter, dass auch in diesem Jahr erneut an drei Samstagen jeweils um 17 Uhr ein Konzert stattfinden wird.

 

Start ist am 9. September mit „Karmabrass“, „Karmabrass-Junior“ und „Karmabrass-Uhu“. Die Musik swingt, rockt und groovt, das Repertoire reicht von den großen Swing-Orchestern Duke Ellingtons, Herbie Hancocks oder Count Basies,  über neuere Arrangements von Thad Jones, Jaco Pastorius oder John Mastrioanni bis hin zu Stücken junger Arrangeure. 

Ebenso befinden sich einige gute Arrangements sehr bekannter Popstücke auf der Setlist der Band. Die jungen Musiker und Musikerinnen scheuen sich auch nicht davor, Stücke von berühmten amerikanischen Bands wie „Tower of Power“ oder Soullegende Stevie Wonder in Angriff zu nehmen. Die Bigbands bieten ein Hörerlebnis, dass von Klassikern aus der großen Ära der Swing-Musik über klassischen Bigband-Jazz, Latin-Jazz, bis in die moderne, gelegentlich auch rockige Tanzmusik reicht.

 

Das derzeitige Orchester des Instituts für Popularmusik „Ensemble“ präsentiert am 16. September ein Repertoire von Bearbeitungen bekannter Musik- und Filmtitel. Das Orchester besteht aus 37 jungen und engagierten Musikerinnen und Musikern zwischen neun und 17 Jahren. So findet man neben den Titelmusiken von „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ und „Mission Impossible“ genauso Bearbeitungen von „Song from a Secret Garden“ oder „Shackelford Banks“ sowie Traditionals wie „La Marxa del Barida“ oder das „Poem for Orchestra“.

 

Den Abschluss bildet am 23. September „Kopernikus Gospel“ und „Choreo“. Ein 30-köpfiger Chor, begleitet von den „Brass & Rhythm Aces“ bieten gemeinsam mit herausragenden Solisten ein Gospelkonzert der Extraklasse. Die 1997 gegründete Formation ist durch die regelmäßig stattfindenden „Gospelnights“ weit über die Stadtgrenzen Duisburgs hinaus bekannt. Als Gäste sind der Jugendchor „Choreo“ sowie der Elternchor des Institutes für Popularmusik zu hören.

 

Musikpreis der Stadt Duisburg für Pianist Fazil Say

Duisburg, 31. August 2017 - Der Pianist Fazil Say erhält den mit 10.000 Euro dotierten Musikpreis der Stadt Duisburg 2017. Mit dem Preis, den die Köhler-Osbahr-Stiftung zur Verfügung stellt, wird der türkische Musiker nicht nur für seine herausragenden künstlerischen Leistungen, sondern auch für sein bürgerrechtliches Engagement geehrt. Fazil Say zählt zu den gefragtesten Pianisten weltweit. Sein Namen steht auch für politisches Engagement. Er beklagte öffentlich die schleichende Islamisierung und Menschenrechtsverstöße in seiner Heimat.

Zuletzt hat er die von der Polizei gewaltsam niedergeschlagenen Proteste im Istanbuler Gezi-Park mit seinen Kompositionen kommentiert. "Mit Fazil Say zeichnen wir einen grandiosen Pianisten und höchst interessanten Komponisten aus: einen Künstler und Menschen, der in zwei Kulturen verbindend wirkt und sich dennoch nicht scheut, klar Stellung zu beziehen", so die Jurybegründung. Die Preisverleihung findet am 19. November im Theater Duisburg statt.  (idr).

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Erwin Wurm“ (3. September 2017, 11.30 Uhr)

 

Am Sonntag, 3. September, 11.30 Uhr, besteht im Lehmbruck Museum wieder die Gelegenheit für Besucher, sich einer öffentlichen Führung in der großen Präsentation „Erwin Wurm“ anzuschließen.   

 

„Vor mir ist nichts sicher“, sagt Erwin Wurm. Wie man sich im Lehmbruck Museum überzeugen kann,  gilt dies auch für anerkannte Statussymbole. Der knallrote Sportwagen in der Glashalle entspricht überhaupt nicht der Vorstellung eines schnittigen Flitzers. Das Auto ist hochgradig adipös, der auf Hochglanz polierte Lack wölbt sich über die Fettpolster. Untauglich für den Straßenverkehr und als Prestige-Objekt wird aus dem Gebrauchsgegenstand ein Kunstwerk, vor dem man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann. Komisch und zugleich hilflos erscheint auch der Künstler in der Skulptur The Artist who Swallowed the World, unter dessen kugelrunden Bauch sich ein ganzer Kosmos philosophischer Weltanschauungen befindet.  

Die Werkkomplexe Land der Berge und Vaterland sind Neuproduktionen von Erwin Wurm und werden im Lehmbruck Museum erstmals öffentlich präsentiert. In den Dreiecksräumen ist der Besucher mit einer Tapete konfrontiert, bei der von allen Seiten der Künstler auf ihn herabschaut. Vor dieser Kulisse stehen die  legendären Drinking Sculptures, die unter besonderer Anleitung benutzt werden dürfen.

 

Für die Teilnahme an der Sonntagsführung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 €/erm. 5 €/Familienkarte 15 €) ein Beitrag von 2 € pro Person erhoben.

 

„Erwin Wurm“ ist ein Ausstellungsprojekt des Lehmbruck Museums und des MKM Museum Küppersmühle.

 

 Erwin Wurm, Untitled, 2014, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Dejan Saric

 



Friemersheimer Kultursommer

Duisburg, 31. August 2017 - Die evangelische Kirchengemeinde Friemersheim, die Rheinhauser bühne47 sowie das Kulturbüro der Stadt haben auch für den diesjährigen Friemersheimer Kultursommer am Freitag, 8. September und Samstag, 9. September, ein vielseitiges Programm zusammengestellt.

 

Die bühne47 – Ketteler Spielschar Rheinhausen e. V. zeigt freitags im 70. Jahr ihres Bestehens „Gute Geister“ eine gespenstische Komödie von Pam Valentine. Das Stück handelt von verschwundenen Schlüsseln, die woanders wieder auftauchen; gerade hängenden Bildern die, wie von Geisterhand, schief die Wände des Cobblers Cottage zieren oder Vasen, die scheinbar durch den Raum schweben.
Mit diesen „kleinen“ Umständen muss Makler Mark Webster während seiner Besichtigung souverän umgehen, um das Anwesen neu zu vermieten. Jack und Jonas Cameron machen es dem Makler aber auch wirklich nicht leicht. Nach dem frühen Tod des berühmten Krimiautors Jack und seines Mannes Jonas können die beiden sich nur schwer von ihrem Cottage trennen und genießen jede ruhige Minute die sie dort verbringen dürfen.
An der Himmelspforte wurde den beiden der Zutritt verwehrt, weil sich Jack als Atheist zu erkennen gab. Jetzt heißt es für die beiden, den Makler und potenzielle Mieter so gut wie möglich zu vergraulen; denn auch Geister brauchen eine gewisse Privatsphäre. Das junge Paar Simon und Flic Willis interessiert sich sehr für das Cottage. Der erfolglose Autor Simon erhofft sich hier eine ähnlich große Inspiration wie sein Vorbild Jack Cameron. Jack und Jonas fühlen sich immer mehr für das junge Paar verantwortlich und unterstützen die beiden, wo sie nur können.

 

Die Veranstalter präsentieren samstags um 20 Uhr ein Musikevent, Chris Kramer & Beatbox 'n' Blues - Chris Kramer, Kevin O Neal und Sean Athens machen dem altehrwürdigen Blues richtig Dampf. Das innovative Trio macht sich daran, dem alterwürdigen Blues mächtig Dampf zu machen.

 Die verwegene Idee, zwei Gitarren, Gesang und Mundharmonika mit der artfremden Beatbox zu kreuzen, funktioniert prächtig und geht als Liveact heftig zur Sache. Alle drei Musiker sind Meister ihres Fachs und bringen das Publikum mit vielschichtigen Soli auf Gitarre, Mundharmonika und der ungewöhnlichen Beatbox zum Erstaunen, Mitgrooven und Zugabe fordern.

 

Sänger und Harp-Spezialist Chris Kramer gilt als begnadeter Geschichtenerzähler, der es aber auch abseits seiner Texte und Ansagen versteht, besondere Storys ohne Worte zu vermitteln: seine Instrumentalstücke zählen stets zu den Highlights des Abends. Kramer sieht seine Songs als Traumreise und lädt das Publikum zum mitträumen ein: „Schließt einfach die Augen und lasst eure Gedanken hin reisen, wo ihr wollt. Wir machen jetzt den Soundtrack zu diesem Traum - euch allen eine gute Reise!“ Doch schon beim nächsten Song nimmt der Traumdampfer wieder heftig Fahrt auf: Chris Kramer wühlt mit seiner Reibeisenstimme und dem satten Beat von Kevin O Neal und Sean Athens die Zuhörer auf wie ein mächtiger Schaufelraddampfer die Fluten des Mississippi. Mal traditionell bluesig, mal groove orientiert funky, mal rau, rockig und elektrisch, mal sanft, einfühlsam und akustisch das Trio beherrscht das Handwerk perfekt. Und weil unbändige Spielfreude die drei nach vorne peitscht, ist für das begeisterte Publikum beste Unterhaltung garantiert.


Der traditionelle Openir-Gottesdienst und der Orgellauf am Sonntag entfallen dieses Mal, da die Dorfkirche und das alte Pastorat saniert werden.


Karten sind im Vorverkauf für zwölf Euro (Freitag) und 18 Euro (Samstag) im Vorverkauf sowie an der Abendkasse erhältlich.

 

Vorverkaufsstellen:
Gemeindeamt der Ev. Kirchengemeinde Friemersheim, Telefon: (02065) 41692

bühne47, www.buehne47.de, Telefon: (0163) 93861011

Bürgerservice der Bezirksverwaltungsstelle Rheinhausen, Zi. 113, Telefon: (02065) 905-8520
Lotto Körner Friemersheim, Kronprinzenstraße 11, 47229 Duisburg

- Freitagsführung im Museum DKM und  Künstlerführung mit Otto Boll
- Duisburger Philharmoniker

Freitagsführung im Museum DKM

Duisburg, 30. August 2017 - Am kommenden Freitag, dem 01. September 2017, ist das Museum DKM von 12 bis 18 Uhr geöffnet und lädt um 16 Uhr zu einer 60-minütigen Führung ein. Die Führung beleuchtet diejenigen Künstler der Sammlung DKM, die sowohl von europäischen als auch von asiatischen Traditionen und Stilen beeinflusst sind. Im Museum DKM sind nicht nur europäische und asiatische Kunst aus verschiedenen Epochen einander gegenübergestellt.
Eine Vielzahl der ausgestellten Künstler verbindet östliche und westliche Einflüsse miteinander und lässt sie gleichermaßen in ihre Werke einfließen, so die zarten, monochrom anmutenden Landschaftsmalereien von Qiu Shihua, die metallisch changierenden Farbfelder von Tadaaki Kuwayama oder Song Dongs Installation Schreibe deine Botschaft mit Wasser.  

Im Museumscafé haben die Besucher die Möglichkeit, die Woche bei Kaffee und italienischem Gebäck in Ruhe ausklingen zu lassen.   Anmeldung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0   Preis: 6 EUR (zzgl. Eintrittspreis) Eintritt: Erwachsene 10 EUR | Ermäßigt 5 EUR.  

Tadaaki Kuwayama, o.T., 1981/1982 © Stiftung DKM Foto: Werner J. Hannappel

 

 

Künstlerführung mit Otto Boll zur Ausstellung Ernst Hermanns und sechs Preisträger aus siebzig Jahren. 70 Jahre junger westen.

Am Samstag, den 02. September haben Besucher des Museum DKM um 15 Uhr die Gelegenheit, an einer einstündigen Führung durch den Preisträger des jungen westen, Otto Boll, teilzunehmen.  

Der Hermanns-Schüler Otto Boll (*1952) erhielt den Recklinghäuser Kunstpreis 1981 für Bildhauerei. Seine Schwebende Skulptur von 1980 ist fester Bestandteil der dauerhaften Sammlungsausstellung. Durch ihre unscheinbare Präsentation zwingt die Arbeit den Betrachter, genau hinzusehen. Im Rahmen der Jubiläumsausstellung zum 70-jährigen Bestehen der Künstlergruppe jungen westen werden neben einer weiteren Arbeit aus der Reihe der in den Raum verweisenden linearen Skulpturen auch frühe Zeichnungen Otto Bolls gezeigt. Seine Werke werden Arbeiten Ernst Hermanns gegenübergestellt, die ebenfalls den Raum als Teil der Plastik einbeziehen.

 

Ernst Hermanns (1914–2000) ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe junger westen und 1951 Preisträger des nahezu gleichzeitig initiierten Kunstpreises Im Museum DKM wird bis zum 24. September das Werk Hermanns in Beziehung zu Arbeiten sechs weiterer Preisträger aus der 70 Jahre währenden Geschichte des Kunstpreises gesetzt. Anmeldung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0

 Die Teilnahme ist in Verbindung mit einer Eintrittskarte kostenfrei.

Eintritt: Erwachsene 10 EUR | Ermäßigt 5 EUR 

 

 

Duisburger Philharmoniker

RELICS: Kreatives Projekt mit den Tänzern des Ensembles Emanuele Soavi incompany, Bachs Brandenburgischen Konzerten und elektronischer Musik sucht neue Wege 

Was bleibt in Zeiten virtueller Kommunikation vom Individuum? Wie können uns Relikte längst vergangener Zeiten lehren, mit der Tradition zu brechen, um Neues entstehen zu lassen? Nach RELICS, mithin Überbleibseln einer Kultur fragt ein neues, experimentelles Projekt der Duisburger Philharmoniker mit dem Tanzensemble Emanuele Soavi incompany.
Auf der Suche nach neuen Klangwelten und interaktivem Leben zwischen Live-Musik und Tanz verbünden sich Solisten und Barockensemble der Duisburger Philharmoniker mit dem Komponisten Wolfgang Voigt und dem Live-DJ und Sounddesigner Stefan Bohne – ohne Scheu vor vermeintlichen Grenzen ihres Genres.

 

c Joris-Jan Bos

Zum Auftakt am Di. 5. September 2017 (19 Uhr) im Lehmbruck Museum Duisburg präsentieren Emanuele Soavi und Stefan Bohne den Entstehungsprozess des Projekts. In einer begehbaren, tunnelgleichen Installation mit acht Performern und Musikern erleben die Besucher das Kunstvideo „pan // rückverzauberung“ von Tim Fehske. Das Video basiert auf Soavis Soloperformance PAN. Wolfgang Voigts Soundtrack aus dem Zyklus „Rückverzauberung“ liefert dazu einen hypnotischen Strudel.
Am 14. und 16. September 2017 (jeweils 20 Uhr) ist die Bühne des Duisburger Theaters zunächst auch für das Publikum frei gegeben, das sich dann frei zwischen den Tänzerinnen und Tänzern bewegen darf. Erst, wenn die Musiker der Duisburger Philharmoniker auftauchen, nehmen die Besucher ihre Plätze ein. In der nun folgenden Performance verbinden sich Johann Sebastian Bachs Brandenburgische Konzerte Nr. 4 und 5, eine Neukomposition von Wolfgang Voigt, eine Soundinstallation von Stefan Bohne und die Leidenschaft des Tanzensembles von Emanuele Soavi zu einem Abend abseits gewohnter Konzertformen.

 

Karten gibt es über die Theaterkasse 0203 / 283 62 100 oder 0203 / 570 68 50 sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de.

 

 

duisport unterstützt „Deutschland 8“ Chinazug bringt deutsche Kunst nach Peking

Duisburg, 28. August 2017 - Die Duisburger Hafen AG (duisport) unterstützt das deutsch-chinesische Ausstellungsprojekt „Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China“. Jetzt wurde im Duisburger Hafen ein Container mit Kunstwerken auf die über 12 000 Kilometer lange Reise nach Peking geschickt. Derzeit verkehren bereits wöchentlich 25 Containerzüge zwischen dem Duisburger Hafen und verschiedenen Zielen in China. Damit ist duisport als Start- und Zielpunkt der Chinazüge herausragender zentraleuropäischer Güterumschlagplatz im Rahmen der Neuen Seidenstraßen-Initiative „One Belt, One Road“, mit der China seinen Handel mit Europa intensiviert.

Im Rahmen von „Deutschland 8“, das gemeinsam von der Bonner Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und der Pekinger Central Academy of Fine Arts organisiert wird, werden vom 15. September bis zum 31. Oktober rund 320 Werke von 55 deutschen Künstlern an acht Orten in Peking zu sehen sein. Damit ist „Deutschland 8“ die umfangreichste Präsentation moderner und zeitgenössischer deutscher Kunst in China. „Deutschland 8“ versteht sich als Antwort auf „China 8“, bei der vor zwei Jahren chinesische Künstler ihre Werke in acht Städten des Ruhrgebiets ausstellten.

duisport ist aufgrund seiner zahlreichen wirtschaftlichen Verbindungen zu China von deutschen und chinesischen Politikern um die Unterstützung von „Deutschland 8“ gebeten worden. „Die Neue Seidenstraßen-Initiative als wichtige Handelsverbindung bedingt auch einen verstärkten kulturellen Transfer zwischen den Menschen in China und Deutschland. Daher beteiligen wir uns als Sponsor dieser herausragenden Ausstellung und stellen unsere Logistikkompetenz gerne in den Dienst für dieses wichtige Kunstprojekt“, so duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

Thomas A. Lange (Leihgeber und Vorsitzender des Vorstands der National-Bank AG), Markus Lüpertz (Künstler und Bildhauer), Erich Staake (Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG ) und Walter Smerling (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kunst und Kultur e.V.). © duisport / krischerfotografie

 

 

Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China 19.09.-31.10.2017
Countdown für Großausstellung deutscher Kunst in China: Mit dem Bahn-Transport des monumentalen Uranus von Markus Lüpertz und Michael Sailstorfers Skulptur Brenner 05 fällt der Startschuss für „Deutschland 8“ in Peking. Außenminister Sigmar Gabriel eröffnet die Ausstellung am 17. September 2017 in der Verbotenen Stadt.
Der Transport der Werke von Duisburg bis Peking über die „neue Seidenstraße“ ist der symbolische Auftakt zu dieser bislang umfangreichsten Präsentation moderner und zeitgenössischer deutscher Kunst in China. Vom 19. September bis zum 31. Oktober sind rund 320 Werke von 55 Künstlern an 8 Orten in Peking zu sehen – eine für Pekinger Gepflogenheiten außergewöhnlich lange Laufzeit.

Mit „Deutschland 8“ möchten die deutsch-chinesischen Veranstalter, die Bonner Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und die Pekinger Central Academy of Fine Arts, dem chinesischen Publikum einen repräsentativen – wenn auch naturgemäß unvollständigen – Einblick in die Vielfalt der zeitge-nössischen deutschen Kunst seit den 1950er-Jahren bieten.

Als „Essay zur deutschen Kunst mit den für essayistische Untersuchungen und Erkundungen typischen methodischen Freiheiten“ bezeichnet der Kunsttheoretiker Peter Weibel die Ausstellung. Eine große Bandbreite an Medien und Themen ist ebenso berücksichtigt worden wie das Nebeneinander von weltweit erfolgreichen und international weniger bekannten Positionen. Die Künstlerliste reicht von Georg Baselitz über Alicja Kwade oder David Schnell bis zu Rosemarie Trockel. Die Werke werden gattungs- und themenbezogen präsentiert.
Stationen der Ausstellung Herz der Ausstellung ist der Tai Miao Tempel in der Verbotenen Stadt und das dort ansässige Imperial Ancestral Temple Art Museum. Erstmals überhaupt wird mit „Deutschland 8“ an diesem historischen Ort westliche Gegenwartskunst gezeigt. Hier liegt der Fokus auf Gemälden derjenigen Generation Nachkriegskünstler, die die reine Abstraktion hinter sich ließen, Vergangenheitsbewältigung und Erinnerung als Themen etablierten und mit ihren Werken international wahrgenommen wurden.

Künstler wie Joseph Beuys, Anselm Kiefer oder Gerhard Richter haben entscheidend dazu beigetragen, Kunst „made in Germany“ wieder als Qualitätsmerkmal zu etablieren. Im CAFA Art Museum, dem Ausstellungshaus der Central Academy of Fine Arts, wird mit 17 Künstlern die umfangreichste Präsentation geboten. Hier sind Werke von Stephan Balkenhol, Isa Genzken oder Martin Kippenberger zu sehen.

Dieser Auszug aus der Künstlerliste zeigt bereits: Thema ist hier die enorme Vielfalt von Inhalten, Herangehensweisen und Bildsprachen innerhalb der deutschen Kunstszene, die in China bislang nur wenig bekannt sind. Das Red Brick Art Museum konzentriert sich mit Informel und Abstraktion auf die Wurzeln der deutschen Nachkriegskunst. Künstler wie K.O. Götz oder Emil Schumacher stehen paradigmatisch für den deutschen Beitrag zur „Abstraktion als Weltsprache“ und den Neubeginn nach der Zäsur des Zweiten Weltkriegs.

Die einflussreiche zeitgenössische Fotografie aus Deutschland ist im Minsheng Art Museum zu sehen, mit Schwerpunkt auf der Düsseldorfer Becher-Schule, aber auch Werken von Katharina Sieverding und Andreas Mühe. Video- und Medienkunst präsentiert sich im Today Art Museum, kuratiert von Peter Weibel, dem Direktor des Zentrums für Kunst und Medientechnologie. Höchst unterschiedliche Positionen – von Jürgen Klauke bis Hito Steyerl – deuten die Bandbreite an, die die deutsche Medienkunstszene auszeichnet.
Das Whitebox Art Center zeigt ausgewählte Einzelpositionen junger und aktueller Kunst wie Michael Sailstorfer oder Jorinde Voigt, während das Yuan Art Museum zum Lehrer-Schüler-Dialog einlädt, der traditionell große Bedeutung für die chinesische Kunst hat: Die Werke von Katharina Grosse treffen hier auf diejenigen ihres ehemaligen Lehrers Gotthard Graubner. Die achte Station ist ein symbolischer Kunstort in Form eines Symposiums, entsprechend der Bedeutung von Konzept und öffentlichem Diskurs für die Kunst. Wissenschaftler, Künstler sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik nehmen die deutsche und chinesische Kunstszene dialogisch unter die Lupe. Mit dieser Veranstaltung erheben die Kuratoren den interkulturellen Dialog, eines der wesentlichen Ziele der Ausstellung, zur eigenständigen Station.

Interkultureller Dialog „Deutschland 8" versteht sich als Antwort auf „China 8", die große Schau chinesischer Gegenwartskunst, die 2015 in acht Städten im Ruhrgebiet zu sehen war. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, sein Vorgänger Joachim Gauck und Außenminister Sigmar Gabriel haben das Projekt als hervorragendes Zeichen für Verständigung und interkulturellen Dialog gewürdigt.
Die Kuratoren Walter Smerling und Fan Di’an wollen mit der Ausstellung „dem Gütesigel »made in Germany« eine neue Bedeutung verleihen und dem chinesischen Publikum die einmalige Möglichkeit geben, Deutschland und seine kulturelle Vielfalt durch den Blickwinkel der Kunst zu erleben. Kunst kann als Katalysator zur besseren Verständigung dienen.“

Veranstalter und Förderer Gemeinsame Veranstalter der Ausstellung sind auf deutscher Seite die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn und auf chinesischer Seite die Central Academy of Fine Arts Beijing. Verantwortliche Kuratoren sind Walter Smerling (Vorsitzender Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn) und Fan Di’an (Präsident Central Academy of Fine Arts Beijing), die von einem deutsch-chinesischen Expertenteam und den beteiligten Museen unterstützt werden. Hauptsponsoren der Ausstellung sind die Volkswagen Group China und Air China.

Weitere Förderer sind das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland, Allianz SE, Siemens AG, Artron Art Group, Würth Group, Huawei Technologies Co., Ltd., Rheinmetall Group, Deutsche Lufthansa AG, KION Group AG und Weichai Power Co., Ltd., Fuchs Petrolub SE, Stiftung Mercator und Duisport Group. Medienpartner ist die Funke Medien Gruppe.    


3. Haniel Klassik Open Air: Musikfest auf dem Opernplatz im September  

 Duisburg, 28. August 2017 - Zu einem Musikfest auf dem Opernplatz vor dem Theater Duisburg laden die Franz Haniel & Cie. GmbH, die Deutsche Oper am Rhein, die Duisburger Philharmoniker und die Duisburger Kulturbetriebe am Freitag, 8.September, um 20 Uhr ein. Gemeinsam organisieren und vertreten sie das „3. Haniel Klassik Open Air“, das sich seit seiner erfolgreichen Premiere im Sommer 2013 zu einem festen Bestandteil des Duisburger Kulturlebens entwickelt hat.  

„Das Open Air Konzert ist wieder einmal ein absolutes Sommer-Highlight in diesem Jahr. Ich weiß, dass viele Duisburgerinnen und Duisburger auf dieses Musikfest warten, um an zwei Tagen die verschiedenen Musikrichtungen unter freiem Himmel genießen zu können. Mein Dank geht an die Verantwortlichen von Haniel, die dieses Event möglich machen und die Kooperationspartner, die das tolle Programm auf die Beine gestellt haben“, so Oberbürgermeister Sören Link.    

„Als wir uns entschieden hatten, 2012 das Konzert zum 100. Geburtstag des Theaters zu unterstützten, ahnten wir noch nicht, dass dies die Geburtsstunde einer neuen Veranstaltungsreihe bedeuteten würde. Aber die überwältigende Resonanz ließ keinen anderen Schluss zu. Unsere Kooperation mit der Stadt, den Philharmonikern und der Oper war schnell besiegelt und 2013 folgte das 1. Haniel Klassik Open Air“, so Haniel-Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow. „Wir freuen uns, mit dem 3. Haniel Klassik Open Air in diesem Jahr wieder allen Duisburgern erstklassige musikalische Darbietungen zu präsentieren und ihnen einen unvergesslichen Abend zu bescheren.“  

Generalmusikdirektor Axel Kober präsentiert mit den international renommierten Solisten des Ensembles und dem Chor der Deutschen Oper am Rhein sowie den Duisburger Philharmonikern eine Reihe von Höhepunkten der italienischen und russischen Oper. Durch das Programm führt einmal mehr der vielseitige Musiker und Moderator Götz Alsmann.  
Stargast des Abends ist der Gitarrist Victor Smolski. Er hat sich in der Rockszene sowohl als Instrumentalist als auch Komponist einen Namen gemacht und immer wieder die Verbindung zur klassischen Musik gesucht. Begleitet wird er nicht nur von den Duisburger Philharmonikern, sondern auch von der „Peter Bursch‘s All Star Band“, die in Duisburg seit ihrem Bestehen eine feste Größe ist.  

Nicht ausschließlich rockig geht es am Samstag, 9. September, weiter. Das „Klangkraft Orchester“ beginnt um 15.30 Uhr mit Klassikern, insbesondere aus dem Filmgenre. Im Anschluss übernimmt die Schülerband „Zu Laut“ die Bühne, deren Gitarrist Felix Theiss bereits Bühnenerfahrung von Auftritten bei Starlight Express hat. Anschließend folgt „The Boy Who Cried Wolf“. Die Songs dieser Alternative/ Indie Rock Band aus Duisburg bieten eine perfekte Mischung aus Härte und Melodie.
„Doris D“ mixen dann das „Haus am See“ von Peter Fox mit etwas „Sommer“ von Peter Maffay; die Ärzte treffen auf Silbermond und Ich+Ich auf die Spider Murphy Gang: insgesamt eine Mischung von Rock & Pop, Punk und Schlager, und das Ganze mit zwei Gitarren, einem Cajon und drei Stimmen.  
Um 20 Uhr folgt abschließend das Highlight des Abends, die „Manfred Mann’ s Earth Band“. Die 1971 gegründete Gruppe hatte zahllose Welthits und klingt frisch und lebendig wie eh und je. Songs wie „Blinded By The Light“, „For You“ oder „Mighty Quinn“ laden alle Duisburgerinnen und Duisburger zum Mitsingen ein.   Der Eintritt ist an beiden Konzerttagen frei.    

Oberbürgermeister Sören Link, rechts: Stephan Gemkow, Vorstandsvorsitzender der Frank Haniel & Cie GmbH)

 

Lehmbruck Museum: „Pay what you want“ und Führung im Kant Park
Am 1. September gilt, wie an jedem ersten Freitag im Monat, wieder  „Pay what you want“ im Lehmbruck Museum! Bei der Führung um 15 Uhr mit Museums-Pressesprecher Andreas Benedict geht es um die Kunst im Kant Park. Rund 40 Kunstwerke von zum Teil international bekannten Künstlern, z. B. Henry Moore oder Richard Serra, umgeben das Lehmbruck Museum.
Als „Kunst im öffentlichen Raum“ prägen sie das Stadtbild und sind für die Bürger jeden Tag ohne Eintrittsgeld wahrnehmbar. Doch wann nehmen die Passanten sich die Zeit, sich damit auseinanderzusetzen?  Wie lassen sich die Fragen beantworten, welche die Kunstwerke an die Betrachter – und umgekehrt – stellen?
Den Dialog zwischen den Kunstwerken und den Menschen in Gang zu bringen, ist das Ziel dieser Führung. Teilnahme: Pay What You Want! Jeden ersten Freitag im Monat gilt: Legen Sie Ihren Eintritt selbst fest. Öffnungszeiten am Freitag: 12 bis 17 Uhr.

Merret Oppenheim, Der grüne Zuschauer (Einer der zuschaut, wie ein anderer stirbt), 1933/1978, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Bernd Kirtz

Der Platzhirsch begeht ein Jubiläum!

Duisburg, 28. August 2017 - Bereits zum fünften Mal seit 2013 röhrt das Platzhirsch-Festival über den Dellplatz. Am ersten Septemberwochenende stellen die Organisatoren ein dichtes, buntes und hochkarätiges Programm aus Kunst, Theater, Literatur und viel Musik vor. Wieder dabei: KITZ, das Kinderprogramm.
Es ist dem Team wieder gelungen, ein ausgesprochen vielseitiges Festival auf die Beine zu stellen.
Das Herz ist wie immer die runde Außenbühne auf dem Dellplatz. Hier wird es soulig mit der Neuseeländerin Tami Neilson, punkig mit den Polen Hanba, psychedelisch mit der multinationalen Band Fenster. Das Zodiak Trio sorgt für Power-Jazz, die Amsterdamer Jerboah liefern bei ihrem ersten Deutschland-Konzert schräg Tanzbares mit einem Augenzwinkern ab. Die große Performance Waves of Hope stellt in Zeiten des Hasses und der Abschottung die Begegnung, das Vertrauen und das Miteinander eindrucksvoll dar.

Die Bühne ist umgeben vom Hirschplatz-Markt, der Upcycling, faire Mode, regionale Köstlichkeiten u.v.m. bietet. Auch die umliegenden Orte stehen vom 1.-3. September ganz im Zeichen der Artenvielfalt. St. Joseph fordert mit seiner Akustik Klang- und Lichtexperimente geradezu heraus. Hier ist bereits zum dritten Mal die Reihe Soundtrips NRW zu Gast, hier gibt sich die junge Berlinerin Julia Kadel die Ehre und Kai Schumacher stellt sein neues Album vor. In den Cafés geht es quer durch alle Genres zwischen Songwritern, Weltmusikern und ausgewachsenen Jazzern. Im Grammatikoff-Saal kann man Heißes und Rockiges wie Dyse, die angesagten Briten Her Name is Calla oder die Niederländer Gold erleben.
Die Säule schließlich bietet Unerhörtes für Kenner und ein Wiedersehen mit einem immer noch hochaktuellen Kultfilm der frühen 80er: Die belgische Band We Stood Like Kings performt zu Koyaanisqatsi.
Das Programm außerhalb der reinen Musikevents deckt dieses Jahr von Minimal bis Maximal so gut wie alles ab - vom Minutenkonzert für Singulärpublikum in einem winzigen Ausstellungsraum bis hin zur 12-Stunden-Performance zum Kapital von Marx. Beim bereits traditionellen Lehmbruck-Abend am Freitag gibt es dieses Jahr einen Schwerpunkt namens "Nichtkniende", ein reines Frauenprogramm und ein augenzwinkernder Gruß an Lehmbrucks berühmte Skulptur, die "Kniende": Performance, Konzert und Physical Theater.

Schon vorher - um 17.40 - startet die Vernissage-Rallye, eine Führung durch drei der neun Ausstellungen, die rund um den Dellplatz die Bildenden Kunst zum Hirsch bringen. Ein Poetry Slam, die offene Lesebühne für Kinder und Jugendliche und drei ganz unterschiedliche Lesungen bringen Worte mit bewegtem Bild, Musik, der Emscher und sogar mit Fußball zusammen.
Die neue Hörtheater-Reihe des Lokal Harmonie aus Ruhrort ist nachts in der Krypta von St. Joseph zu Gast. Im KITZ! - Kinderprogramm gibt es neben Figurentheater und Spielangeboten einen Zirkus und die beliebten Kinderhörspiele des Deutschlandfunk Kultur in der Kuschelecke. Die "Weltbaustelle" Duisburg beginnt pünktlich zum Platzhirsch ein großes Wandbild zum Klimawandel. Und Kurzfilme gibt es auch: im kleinsten Autokino der Welt mit Innenraumbildschirm - dem knallroten Bus namens OINK!
Das ist ganz schön viel! Zu viel? Bestimmt nicht. Tatsächlich sind es sogar ein paar Programmpunkte weniger als im letzten Jahr - und Möglichkeiten zum Ausruhen und Kraft tanken gibt es ja auch, z.B. in der Harrylounge oder am Sonntag bei Harry dem Frühstücksmob dem Riesen-Mitbring-Frühstückspicknick auf dem Dellplatz. Gemeinsam Frühstücken macht Freu(n)de!

Der Jubiläumsplatzhirsch wird nicht größer und schon gar nicht lauter als die bisherigen vier Festivals. Aber eins wird er garantiert wieder: Bunt, artenvielfältig, überraschend und ein wenig verrückt.
Die seit fünf Jahren ehrenamtlich arbeitenden Festivalmacher wünschen sich ein erfolgreiches, möglichst kräftig besuchtes Festival. Denn trotz Unterstützung der Stadt und zahlreicher Sponsoren, trotz der geglückten Crowdfunding-Aktion bilden die Ticketverkäufe immer noch den Kern der Finanzierung.

Die Preise sind wie gewohnt sehr moderat: für 15.- pro Tag (AK 18.-) bzw. 30.- für alle drei Tage (AK 35.-) kann eigentlich jeder das Festival mit unterstützen und die Duisburger Kultur ein Stück reicher und farbenprächtiger machen. Auch wenn es vielen vielleicht nicht ganz klar ist: Diesen Platzhirsch gibt es wirklich nur in Duisburg!
Links: Homepage: www.platzhirsch-duisburg.de Facebook: www.facebook.com/platzhirschduisburg Tickets: www.adticket.de/Platzhirsch-Festival.html

Galakonzert mit Wei Herrmann zugunsten des „Offenen Ateliers“ für Menschen mit Demenz

Duisburg, 25. August 2017 - Zugunsten des „Offenen Ateliers“ für Menschen mit Demenz im Lehmbruck Museum gibt die international bekannte Sopranistin Liu Wei Herrmann zusammen mit dem Pianisten Aleksandar Filić ein Galakonzert im Rahmen der plastikBAR am 7. September um 19 Uhr. Das Programm besteht aus Werken von Schubert, Gluck, Bernstein, Rachmaninoff, Huang Zi, Gu Jianfen, Martini, Mascagni, Curtis, Lehár, Chopin, Mendelssohn, Puccini und Verdi.

Die renommierte chinesische Diplom-Sopranistin Liu Wei wurde in Chang Chun in der Volksrepublik China geboren. Sie studierte Gesang an der Kunsthochschule Jilin und am Konservatorium in Peking, wo sie mit höchster Auszeichnung ihr Diplom erwarb. Ihre Gesangsstudien ergänzte sie später bei Prof. Edmund Illerhaus an der Folkwang-Hochschule Essen und Prof. Michaela Krämer an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Sie besuchte zahlreiche Meisterkurse zur Vervollkommnung Ihrer Stimme und war Preisträgerin bei dem 3. nationalen chinesischen Wettbewerb für klassischen Gesang. Konzertreisen führten sie nach Japan, Hong Kong, Macao, Korea und Europa.

Aleksandar Filić stammt aus Belgrad, Serbien. Nach dem Abschluss der Musikhochschule in Belgrad erfolgte 2002 ein DAAD-Stipendium für das Studium an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Während des Studiums erhielt er den Preis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes beim Europäischen Klavierwettbewerb Bremen. Als Pianist wirkte er auch in diversen Tanzprojekten in Zusammenarbeit mit der Tonhalle Düsseldorf, dem Tanzhaus NRW sowie mit den Solisten des Deutschen Balletts am Rhein. Aleksandar Filić lebt in Düsseldorf.

Das „Offene Atelier“ für Menschen mit Demenz im Lehmbruck Museum ist ein Veranstaltungsformat, bei dem die Teilnehmenden – Menschen mit Demenz und ihre Begleiter oder Angehörige – individuell und künstlerisch frei arbeiten können. So kann jeder sein individuelles künstlerisches Potential entfalten, weiterentwickeln und seinem persönlichen Ausdrucksbedürfnis folgen. Dies kann im Verlauf der Demenz genutzt werden, wenn die Sprache nicht mehr trägt.

Angehörige, Freunde, professionelle Begleiter und Betroffene können durch gemeinsame künstlerische Arbeit die Potentiale des Anderen wahrnehmen und entdecken, das gelingt im Museum besser als im Alltag. Das Projekt basiert auf den Erkenntnissen der Studie „Entwicklung eines Modells zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz im Museumsraum“.

Der Eintrittspreis beträgt 20 €, inkl. Sektempfang. Kartenvorbestellung in der Kunstvermittlung oder an der Museumskasse: T. 0203 283-2195/3294, kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de

Liu Wei Herrmann, Foto: Künstlerin