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Oper und Ballett  DOR -Schauspiel   Ausstellung "Janet Cardiff & George Bures Miller


Ausstellung „Sculpture 21st: Rineke Dijkstra” - Lehmbruck Museum
5. Haniel Klassik Open Air Musikfest auf dem Opernplatz im September

Ballettpremiere „Zwischenwelten“ in Duisburg


Lehmbruck Museum: Musik im Museum - Ensemble consord

Duisburg, 18. August 2022 - Am Donnerstag, 25. August, 18 Uhr, ist das Münsteraner Ensemble consord im Lehmbruck Museum zu Gast und präsentiert sein neues Programm „Skotom”. Eine Anmeldung ist erforderlich!   I

n seinem neuen Programm begibt sich das 13-köpfige Ensemble mit Werken der jungen Komponistinnen Sarah Nemtsov und Georgia Koumará sowie der Experimental Rock-Legende Nick Didkovsky in den explosiven Bereich zwischen Rock und Neuer Musik und garantiert ein atemberaubendes musikalisches Erlebnis. Skotom bzw. skotomisieren steht für das Leugnen, Ausblenden, Verdrängen, von Teilen einer überfordernden Realität. Consord spielt mit der Idee, den Zwängen eines als einengend empfundenen Lebens musikalisch zu entkommen.  

Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Veranstaltung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de zu reservieren. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.Eintritt: 5 EUR    

Ensemble consord, Foto: Ensemble

 

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Highlights der Sammlung”

Duisburg, 16. August 2022 - Am Sonntag, 21. August, 11.30 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum zu einer öffentlichen Führung ein, bei der die „Highlights der Sammlung” im Mittelpunkt stehen.   Die Sammlung internationaler Skulptur und Objektkunst der Moderne ist das Herzstück des Lehmbruck Museums, sie umfasst bedeutende Beispiele der Klassischen Moderne, des Expressionismus, des Surrealismus und der konstruktivistischen Skulptur. Bei ihrem Rundgang durch das Museum können die Teilnehmer*innen über 100 Jahre Skulpturengeschichte erleben.     


Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.   Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (aktuell aufgrund von Ausstellungsumbauten vergünstigt: 5 EUR, erm. 3 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

 Blick in die Glashalle des Lehmbruck Museums, Foto: Rose Hajdu

 

KUNSTtrifft... 3sat Museumscheck im MKM Duisburg

Duisburg, 13. August 2022 - "Das Museum als sinnlicher Erlebnisort" – so beschreibt sich das Format "Museumscheck" des Senders 3sat und vermittelt Kunst, indem Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz besucht und dialogisch erschlossen werden. Im Frühjahr war das Museum Küppersmühle Schauplatz der Sendung.

Nun sind Museumscheck-Moderator Markus Brock und Sendungs-Autorin Martina Klug erneut zu Gast im MKM. In der Veranstaltungsreihe "KUNSTtrifft..." erzählen sie von ihrem Alltag vor und hinter der Kamera, erläutern, worauf es ihnen bei der Vermittlung von Kunst ankommt, und lassen die Teilnehmenden einen Blick hinter die Kulissen werfen: Seit wann gibt es das Format und wie kam es dazu? Wie verläuft eigentlich ein Museumscheck-Drehtag? Wie viel Vorlaufzeit wird benötigt, wer sucht die Museen aus und welche Werke sollen überhaupt besprochen werden?

 KUNSTtrifft... 3sat Museumscheck Do, 18. August 2022 | 18.30 Uhr MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg Moderation: Walter Smerling, Direktor MKM Teilnahme: 10,- € inkl. Eintritt ins MKM. Tickets online unter: www.museum-kueppersmuehle.de Teilnehmendenzahl begrenzt. Ein Besuch des MKM ist nur vor Veranstaltungsbeginn möglich.


 

 

Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee
„Lehmbrucks Bilder: Neu präsentiert, selten gezeigt” mit Jörg Mascherrek

Duisburg, 11. August 2022 - Am Dienstag, 16. August, 15 Uhr, können interessierte Besucherinnern und Besucher im Lehmbruck Museum wieder einmal „Kunst & Kaffee” genießen. In seiner Führung wird Jörg Mascherrek den Teilnehmer*innen das malerische und zeichnerische Werk des Hauspatrons Wilhelm Lehmbruck näherbringen. Im Anschluss gibt es bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit zum Austausch. Eine Anmeldung ist erforderlich!  

Elegante Linien und eine reduzierte, präzise eingesetzte Farbigkeit bestimmen die zeichnerischen und malerischen Arbeiten Wilhelm Lehmbrucks. Wie bei seinen Skulpturen steht auch in seinen Zeichnungen, Grafiken und Gemälden der Mensch im Mittelpunkt. Dabei geht es Lehmbruck weniger um die Darstellung bestimmter Personen, vielmehr nutzt er die menschliche Figur als Ausdrucksträger.

Im Zentrum der Kabinettschau „Lehmbruck als Zeichner und Maler” (bis 28. August 2022) stehen selten gezeigte malerische und zeichnerische Arbeiten des Lehmbruck Museums, das die weltweit größte Sammlung der Werke Wilhelm Lehmbrucks beherbergt.

Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Veranstaltung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de zu reservieren. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen. Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen.  

Wilhelm Lehmbruck, Weiblicher Frauenakt, vornübergebeugt (Mutter und Kind), 1917/18, Foto: Bernd Kirtz

 

 

Ruhrtriennale startet zeitgleich in Duisburg, Bochum und Essen mit den "Mysteriensonaten"

Metropole Ruhr, 9. August 2022 - Dreifacher Auftakt für die Ruhrtriennale. An gleich drei Spielorten in Duisburg, Bochum und Essen startet das Fest der Künste am Donnerstag, 11. August, in die zweite Spielzeit unter Intendantin Barbara Frey. Zeitgleich sind ab 19 Uhr die "Mysteriensonaten" von Heinrich Ignaz Franz Biber in der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum, im Landschaftspark Duisburg-Nord und auf Zollverein zu erleben. Die Sonaten für Violine und Generalbass vertonen die drei Stadien der Jesus- Geschichte: den "freudenreichen", den "schmerzensreichen" und den "glorreichen" Rosenkranz.

Danach stehen bis zum 18. September mehr als 100 Veranstaltungen an acht verschiedenen Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen und Gladbeck auf dem facettenreichen Programm. Allein fünf Uraufführungen, sieben Eigen- und Koproduktionen sowie eine europäische und fünf deutsche Erstaufführungen sind in Industriehallen, Maschinenhäusern, Kokereien und auf Halden zu erleben.

Darunter ist z.B. "Das weite Land", die neue Arbeit von Ruhrtriennale-Intendatin Barbara Frey. Für die Umsetzung von Arthur Schnitzlers Werks setzt die Ruhrtriennale ihre Zusammenarbeit mit dem Burgtheater Wien fort. In dem Porträt einer Gesellschaft, die ihren moralischen Kompass verloren hat, sind u.a. Bibiana Beglau, Katharina Lorenz und Michael Maertens zu sehen. Die Produktion gehört zu den Veranstaltungen, für die im Vorverkauf bereits sehr viele Tickets geordert wurden. Zu sehen ist sie vom 20. bis zum 26. August in der Bochumer Jahrhunderthalle.

Zu den weiteren Programmhighlights gehört der inszenierte Instrumentalzyklus "Haus" der Komponistin Sarah Nemstov. Mit Flöte, Harfe, Klarinette, Schlagzeug und Effektgerät beschreiben einzelne Zimmer eines Hauses komplexe Zustände von Gemeinschaft, Vereinzelung und Kontaktlosigkeit (31. August bis 7. September, Turbinenhalle Bochum). Eine weitere Arbeit von Sarah Nemstov - "Moos" - ist als deutsche Erstaufführung am 14. August in den Konzertabend "Organicum" integriert.

Viele Veranstaltungen seien bereits gut gebucht. Besonders hoch ist die Ticketnachfrage u.a. für die Musiktheater-Produktionen "Ich geh' unter lauter Schatten" in der Regie von Elisabeth Stöppler und "Haus" von Sarah Nemstov, das Chorwerk Ruhr-Konzert "Schwerkraft und Gnade" (26. bis 18. August, Maschinenhalle Zweckel, Gladbeck) sowie die Uraufführung der Film-Installation "Euphoria" von Julian Rosefeldt (25. August bis 10. September, Welterbe Zollverein).

Daneben wird es auch wieder kostenfreie Angebote geben. Zu sehen ist z.B. "The Huddle", eine Installation von Katja Aufleger und Urbane Künste Ruhr. Mehrere bewegliche Baumaschinen treten dabei an der Jahrhunderthalle Bochum mit Gesten und Klängen in einen Dialog. Die Installation wird zudem mittels Augmented Reality im Bochumer Stadtraum erweitert. Frei zugänglich sind auch die Pappelwaldkantine und die Festivalbibliothek an der Jahrhunderthalle.

Die Ruhrtriennale besteht in diesem Jahr 20 Jahre. Die Festivalgeschichte wird begleitend zum Festival durch eine Online-Kampagne sichtbar gemacht. Zudem reflektieren die Festivalmacherinnen und -macher Perspektiven der Industriekultur im Rahmen der 10. Kulturkonferenz Ruhr des Regionalverbandes Ruhr (RVR) am 8. September.  idr

Programm und Tickets gibt es unter http://www.ruhrtriennale.de

 

Das Duisburg Fringe Festival geht in die zweite Runde

Duisburg, 9. August 2022 - “Nee, wat is dat schön hier!” Zwischen historischen Wohn- und Industriegebäuden und urigen Kneipen befindet sich in Ruhrort mit dem Neumarkt ein echtes Juwel, um den herum das zweite Duisburg Fringe stattfindet. Im vom Kreativquartier Ruhrort betriebenen Das PLUS am Neumarkt und dem Lokal Harmonie treten am Samstag, 13. und Sonntag, 14. August knapp 20 Künstler*innen im alternativen, charmanten Ambiente des Hafenstadtteils auf.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, für die Künstler wird der Hut herum gereicht. Am Samstag eröffnet bereits um 15:00 Uhr das aus San Francisco stammende Duo „Dry Well“ mit Folk und Blues mit Punk-Sensibilität. Weiter geht es über Pop und Musical Hits vom „Pro You e. V.“, Improtheater des Bochumer Ensembles „Inklusionsgefahr“, der Sängerin Sara Erdnuss zu den „Präsidentinnen“ des Radikaldramatikers Werner Schwab. Damit nicht genug, wird es nochmal musikalisch mit der Band „Just Us“, kombinieren die Musiker des „Goldschatz Trio“ teils improvisierte Livemusik mit Film- und Videokunst, bis der Essener Rapper „Dein Couseng“ den ersten Abend beschließt.

Der Festivalsonntag ist nicht weniger abwechslungsreich und beginnt bereits um 14:00 Uhr. Thos Rennebergs „Weltschmerzapotheke“ und das Ensemble „Die Unwilligen“ von Ekkehardt Eumann, welches die „Mortadella des Todes“ präsentiert, sind in der Szene ebenso bekannte Namen wie das „Theater Glassbooth“, das in diesem Jahr mit seinem Communityprojekt „Bewährungsprobe“ vertreten ist.

Auch am zweiten Tag ist dafür gesorgt, dass es reichlich Musik auf die Ohren gibt.
Mit Myriam Catharina wird es soulig, Die Liedermacher Fluke, Robert Schreiber und das Akustikduo Chamäleon geben sich die Klinke in die Hand, bevor „Eurorack Ruhr“ das Duisburg Fringe 2022 mit elektronischer Klangkunst aus modularen Synthesizern beschließen. Das Festival findet am 13. und 14. August in Duisburg-Ruhrort statt, die Adresse für das Navi ist der Neumarkt 19 in 47119 Duisburg. Nähere Infos zum Spielplan, zur Veranstaltung und allen Künstler*innen gibt es auf der Homepage www.duisburgfringe.de, Facebook, Instagram und den Social Media Kanälen aller Beteiligten.


Bewährungsprobe: Thomas Krause, Sofia Giannou und Valentin Bukovskyy. Foto Pierre Hustadt

 

Call-for-Compositions: Duisburger Philharmoniker vergeben transkulturelle Kompositionsstipendien

Bewerbungsfrist: 28. November 2022

Duisburg, 9. August 2022 - Die Duisburger Philharmoniker schreiben für die Saison 2022/2023 zum ersten Mal Kompositionsstipendien für neue transkulturelle Werke aus. Komponist:innen aus aller Welt sind eingeladen, sich zu bewerben, um im Rahmen von Workshops ab Anfang 2023 ein neues Werk mit transkulturellem Ansatz für Sinfonieorchester zu erarbeiten.

Mit dieser Initiative möchten die Duisburger Philharmoniker als Impulsgeber zur Öffnung, Erweiterung und Begegnung verschiedener Musikkulturen beitragen. In einem abschließenden Konzert am 23. Juni 2023 unter der Leitung von Konstantia Gourzi werden die neuen Werke uraufgeführt. Mit einem Publikumspreis werden außerdem besondere Arbeiten prämiert. Interessierte Komponist:innen können sich mit einer ausgearbeiteten Skizze von etwa zwei Minuten Länge bis zum 28. November 2022 bewerben. Anschließend werden die innovativsten Skizzen von einer Jury ausgewählt und bis zu sieben Stipendiat:innen zum Workshop eingeladen.

In den Workshops erhalten die Preisträger:innen dann die Gelegenheit, ihre Werke in verschiedenen Arbeitsphasen und an der Seite von Solist:innen und Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker zu reflektieren, auszuarbeiten und zu vervollständigen. Das Stipendium beinhaltet die kostenlose Teilnahme an den Workshops und Orchesterproben. Die Reisen nach Duisburg sowie die Übernachtungskosten werden übernommen. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 6.000 Euro vergeben.

 Bewerbung bis zum 28. November 2022 mit Lebenslauf, Partituren von drei Referenzwerken unterschiedlicher Besetzungen (inkl. Aufnahmen), Bewerbungsvideo und/oder Motivationsschreiben, Beschreibung des Kompositionsvorhabens sowie ausgearbeitete Partitur der ersten zwei Minuten per E-Mail an kompositionspreis-duisburgerphilharmoniker@posteo.de. Weitere Informationen zur Orchesterbesetzung, Notenlayout, Regularien, Zeitplan und Auswahlverfahren unter: duisburger-philharmoniker.de

 

Lehmbruck Museum:Öffentliche Führung „Janet Cardiff & George Bures Miller”

Duisburg, 01. August 2022 - „Pay What You Want!” – so lautet das Motto im Lehmbruck Museum am Freitag, 5. August. Wie an jedem ersten Freitag im Monat können die Besucherinnen und Besucher an diesem Tag ihren Eintrittspreis selbst festlegen. Gleiches gilt für die Teilnahme an der öffentlichen Führung um 15 Uhr, bei der sich die Kunstvermittlerin Friederike Winkler dem Werk von Janet Cardiff und George Bures Miller widmet.  

Mit ihren eindringlichen Klangarbeiten prägen Janet Cardiff und George Bures Miller ein ganz eigenes Genre: In den Werken des kanadischen Künstlerpaares lösen sich die Grenzen zwischen Klangkunst, Hörspiel, Konzert, Kino und Theater auf. Die Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger 2020 erschaffen eine neue Wirklichkeit, in der wir uns unserer eigenen Wahrnehmung immer wieder aufs Neue versichern müssen.

Mit großen Rauminstallationen und kleineren, interaktiven Werken rückt die Ausstellung im Duisburger Lehmbruck Museum die multisensorischen Qualitäten des Plastischen in den Vordergrund. Die Immaterialität des Klangs wird körperlich spürbar und bekommt so eine beeindruckende Präsenz.  

Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen. Besucher*innen, die gerne an der öffentlichen Führung teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de anzumelden.  

Janet Cardiff und George Bures Miller, The Instrument of Troubled Dreams, 2018 © Janet Cardiff and George Bures Miller; Courtesy of the artists and Luhring Augustine, New York

 

 Aktuelle Ausstellungen im Museum DKM

EROS in Erwartung der Ewigkeit bis  – 25.09.2022  
Duisburg, 30. Juli 2022 - Während der nackte Frauenkörper oder der weibliche Akt im Kanon der Kunst einen großen Stellenwert einnimmt, ist die Darstellung des männlichen Akts seit der Antike lediglich in Verknüpfung mit Attributen des Märtyrers oder Helden akzeptiert. Darbietungen der puren männlichen Schönheit und Sexualität waren lange Zeit ein Tabu – die Ausstellung EROS in Erwartung der Ewigkeit präsentiert einen bedeutenden Sammlungsschwerpunkt der Sammlung DKM: das Bild des Mannes in der Fotografie und Skulptur seit dem späten 19. Jahrhundert bis heute.   

Dan Kane, Circus Performer, 2000 © Dan Kane

Die Darstellung der Befreiung des männlichen Akts, Triumph und Tod des Helden sollen die Schönheit und Sinnlichkeit des modernen Eros in den Vordergrund stellen, in die Tiefe des Seins eintauchen lassen sowie mit der Unvermeidlichkeit des Vergänglichen konfrontieren. In dieser Gedankenwelt changieren die Sinne zwischen der faszinierenden Anziehung und Verstörtheit, Schlafen und Erwachen, Schönheit und Tod, Leben und Verlust.   

Die Ausstellung vereint Werke folgender Künstlerinnen und Künstler: Dieter Blum (DE, 1986), Katharina Bosse (FI, 1968), Jean-Marie Bottequin (BE, 1941), David Buckland (GB, 1949), Jakov Chalip (RU, 1908 – 1980), Jim Dine (US, 1935), Tom Fecht (DE, 1952), Wilhelm von Gloeden (DE, 1856 – 1931), Konrad Helbig (DE, 1917 – 1986), Eikoh Hosoe (JP, 1933), Albert Hinrich Hussmann (DE, 1874 – 1946), Dan Kane (US, 1954), Charlotte March (DE, 1930 – 2005), Cristina García Rodero (ES, 1949), Will McBride (US, 1931 – 2015), Herbert List (DE, 1903 – 1975), Robert Mapplethorpe (US, 1946 – 1989), Willy Maywald (DE, 1907 – 1985), Duane Michals (US, 1932), Mathieu Molitor (DE, 1873 – 1929), Franz Müller-Münster (DE, 1867 – 1936), Erwin Olaf (NL, 1959), Hilmar Pabel (DE, 1910 – 2000), Guglielmo Plüschow (DE, 1852 – 1930), Jury Rupin (UA, 1946 – 2008), Roy Schatt (US, 1909 –2002), Pierre de Soete (BE, 1886 – 1948), Claudia Terstappen (DE, 1959), Ulrich Tillmann (DE, 1951 – 2019), Herbert Tobias (DE, 1924 – 1982), Minor White (US, 1908 – 1976), Marcel Wolfers (BE, 1886 – 1976), Josef Wopfner (CH, 1843 – 1927), Carl Wuttke (DE, 1849 – 1927).      


Schönheit und Urkräfte der Natur. Claudia Terstappen – 25.09.2022  
Claudia Terstappen (DE, 1959) ist in vielen Kunstsparten tätig: Fotografie, Videokunst, Skulptur, Zeichnung, Holzschnitt sowie Installation. In all diesen Genres ist sie über Jahrzehnte dem Thema Landschaft treu geblieben, doch ist es nicht nur die Natur, sondern insbesondere die Verschmelzung von Natur und Kultur, der sie in ihren Arbeiten auf den Grund geht. Sie gibt sich den natürlichen Kräften hin, um die Außenwelt reflektieren und interpretieren zu können und somit die Abhängigkeit zwischen dem Menschsein und der natürlichen Umwelt vor Augen zu führen.   

In der aktuellen Ausstellung Schönheit und Urkräfte der Natur. Claudia Terstappen präsentiert das Museum DKM eine Auswahl an Naturfotografien der Künstlerin Claudia Terstappen. Die Schwarzweißfotografien aus den 1990er und frühen 2000er Jahren stellen einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Sammlungsbestand vor, den das Oeuvre Claudia Terstappens bereits seit den 1980er Jahren in der Sammlung DKM einnimmt. 

Ausstellungsansicht: Schönheit und Urkräfte der Natur. Claudia Terstappen © Claudia Terstappen      

Omoshirogara verlängert bis 04.09.2022  
Die aktuelle Sonderausstellung "Omoshirogara" präsentiert die außergewöhnliche Sammlung historischer Kimonos der Textilhistorikerin und -sammlerin Yoshiko Inui (Sapporo, JP). In den Mustern und Symbolen der Kleidungsstücke offenbart sich das ganze Drama der japanischen Modernisierung um 1900, die durch die Begegnung mit dem Westen angestoßen wurde. Mit freundlicher Unterstützung der Japan Foundation und dem Auswärtigen Amt.  

Ausstellungsansicht: Omoshirogara © Christina Wild      

 

Öffentliche Führung: Freitag, den 05.08.2022, um 16.00 Uhr mit Laura Tammen Nach einem Streifzug durch die aktuellen Wechselausstellungen EROS in Erwartung der Ewigkeit sowie Schönheit und Urkräfte der Natur. Claudia Terstappen erhalten Sie Einblick in weitere Sammlungsstücke mit einem Fokus auf Landschaftsbezug: inszenierte Ausblicke auf die das Gebäude umgebende Skulpturengärten, chinesische Gelehrtensteine, die an Gebirge erinnern, Land Art von Richard Long und atemberaubende Nachtfotografie von Tom Fecht, die uns unter anderem eine unendliche Vielzahl längst verloschener Sterne offenbart.  

Tom Fecht, Eclipse 8031, 2017 © Tom Fecht  

Bitte melden Sie sich per E-Mail mail@museum-dkm.de oder telefonisch: 0203.93555470 an. Museumseintritt zuzüglich EUR 6,- Führungsgebühr      


Ausstellungsempfehlungen

 

Gianfredo Camesi. Vom Raum zur Zeit Kunstmuseum Mendrisio, Mendrisio (CH) – 04.09.2022 https://museo.mendrisio.ch/de/mostre/  
Die Ausstellung Dallo spazio al tempo (Vom Raum zur Zeit), die derzeit im Kunstmuseum Mendrisio, CH, zu sehen ist, vereint an die 80 Werke des Schweizer Malers und Bildhauers Gianfredo Camesi (1940, CH) und bildet somit eine umfangreiche Retrospektive seines künstlerischen Wirkens der vergangenen 60 Jahre. Die Sammler Dirk Krämer und Klaus Maas widmeten dem Freund und Künstler die Ausstellungen Plénitude (Galerie DKM, 2007/2008) und Eccéité (Museum DKM, 2014) und waren auch bei der Überführung vieler Kunstwerke des Künstlerfreundes in die Schweiz behilflich. Wir empfehlen wärmstens den Besuch der aktuellen Ausstellung in dem alten Servitenkloster.      


Christiane Möbus. Auf und Ab und Unterwegs Jakob-Kaiser-Haus (Deutscher Bundestag)
 

Seit dem 20.06.2022 ist die Skulptur Auf und Ab und Unterwegs (2001/2022) von Christiane Möbus wieder im Jakob-Kaiser-Haus in Bewegung. Bei der Einweihung sagte Bärbel Bas, dass sie in ihren 12 Jahren im Deutschen Bundestag noch nie gesehen habe, dass sich die Boote bewegten. Großzügige Spenden von privaten Förderern haben es möglich gemacht, die Installation, bestehend aus 4 Rennachter-Ruderbooten, wieder instand zu setzen. Sie symbolisieren unter anderem die Lebendigkeit und Fairness des politischen Wettstreits – mehr erfahren Sie in dem hier verlinkten Film: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw25-rennachter-899692
 

    

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Skulpturen im Kantpark”

Duisburg, 19. Juli 2022 - Nicht nur innerhalb des Lehmbruck Museums, sondern auch auf dem Skulpturenhof und im umliegenden Kantpark lassen sich hochkarätige Skulpturen international bedeutender Bildhauer*innen entdecken. Am Sonntag, 24. Juli, 11.30 Uhr, lädt die Kunstvermittlerin Dr. Susanne Karow zu einem geführten Rundgang durch den Park ein.  Ihr Rundgang führt sie durch die innerstädtische grüne Lunge Duisburgs, den Kantpark, in dem 40 Skulpturen international renommierter Bildhauer*innen zu sehen sind.

Mit Werken von Richard Serra, Meret Oppenheim, Dani Karavan und vielen anderen überregional bedeutenden Künstler*innen zeigt der Kantpark ein außergewöhnliches plastisches Ensemble. Der Park fungiert dabei als Ort des Dialoges. Er stellt Verbindungen zwischen Kunst und Natur sowie dem angrenzenden Lehmbruck Museum her.  

Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Öffentliche Sonntagsführung, Tony Cragg, Cast Glances, 2002 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Lehmbruck Museum


2. Call for Music

Duisburg, 16. Juli 2022 - Umjubelt oder ausgebuht, höflicher Applaus oder stehende Ovationen – die Uraufführung entscheidet häufig über die Zukunft eines Opus. Landet die Partitur anschließend im Archiv oder wird das Werk in den Kanon aufgenommen? Doch die Musikgeschichte hat gezeigt: Es gibt auch Kompositionen, die trotz – oder vielleicht gerade wegen – großer Uraufführungsskandale im Aufführungsgedächtnis geblieben sind und bis heute im Repertoire frequentieren – wie zum Beispiel Le Sacre du Printemps.

Die Musikgeschichte ist voll von Beispielen, bei denen die Premiere verunglückte und die Werke hinterher trotzdem ein großer Erfolg wurden. Aber was ist mit den Werken „Dazwischen“? Kompositionen, die einmal gespielt wurden und dann in die Archive der Konzerthäuser wanderten – ohne Tonaufzeichnung, ohne Erfolg, ohne Skandal. Aus welchen Gründen haben sie die Zeit nicht überdauert? Die Duisburger Philharmoniker verstehen sich als neu schöpfendes Orchester und möchten mit diesem „2. Call for Music“ den Kanon kritisch hinterfragen.

Dafür rufen sie nun schon zum zweiten Mal Musikwissenschaftler*innen dazu auf, Archive zu erkunden und Partiturschätze daraus zu heben. Bereits in der ersten Runde im Frühjahr 2022 gingen zahlreiche Einreichungen von Forschenden aus aller Welt in Duisburg ein. Gehoben wurden dabei u.a. Archivschätze aus Südamerika, Oxford und Paris. Die Beteiligten stöberten dafür in Nachlässen, Bibliotheken und handschriftlichen Skripten und Dokumenten.

Im „2. Call for Music“ sollen nun in diesem Austausch zwischen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen solistische Werke erneut zur Aufführung gebracht werden, die zwischen 1700 und 2000 komponiert wurden und entweder noch gar nicht oder erst wenige Male gespielt wurden. Der „Call for Music“ möchte die Repertoirefähigkeit dieser vielleicht verschollenen oder verkannten Werke überdenken und unbekanntere Komponist*innen wieder in den Fokus rücken.

Mit dieser Initiative soll gleichzeitig auch die gängige Kanonbildung, deren Mechanismen oftmals im Dunkeln bleiben, hinterfragt werden. Die eingereichten Vorschläge werden auf folgende Kriterien überprüft und dann in einem der Philharmonischen Konzerte der Duisburger Philharmoniker in der Saison 2022/2023 zur Aufführung gebracht. Der/die Vorschlagende, deren Werk am Ende aufgegriffen wird, ist herzlich eingeladen sowohl den Text fürs Programmheft als auch die Werkeinführung auf der Bühne mitzugestalten – und erhält ein Preisgeld von 500 Euro.

Das vorgeschlagene Werk muss folgende Kriterien erfüllen:
• 20 bis 30-minütiges Instrumentalkonzert (Soloinstrument ist frei wählbar)
• zwischen 1700 und 2000 komponiert
• noch nie oder erst wenige Male aufgeführt
• innovativ für die Zeit mit einzigartigen kompositorischen Ansätzen
• Sollte idealerweise noch nicht in einer qualitativ hochwertigen Einspielung vorliegen.

Fügen Sie bitte Ihrem Vorschlag folgende Unterlagen bei:
• zweiseitige Begründung (pdf), warum Sie das Werk vorschlagen (Informationen: wann es wo und unter welchen Umständen erstaufgeführt wurde)
• Biografie des Komponisten/ der Komponistin (max. 150 Wörter)
• Partitur oder Hinweis zum Archivort der Partitur
• Einreichungen als Gruppe oder Seminar sind ebenso möglich wie Einreichungen durch Einzelpersonen.

Schicken Sie bitte Ihre Vorschläge mit Begründung, Biografie und Partitur bis zum 31. Januar 2023 an folgende Mailadresse: post@elfi-vomberg.de

Der Call for Music ist Teil des Projekts „ÉRCHOMAI – das bewegte Orchester“ der Duisburger Philharmoniker und wird im Rahmen des Bundesförderprogramms „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.



Lehmbruck Museum: Kunst & Kaffee „Die Kunst als unsichtbarer Spiegel
Über die Rolle der Betrachtenden” mit Sybille Kastner

Duisburg, 12. Juli 2022 - Am Dienstag, 19. Juli, 15 Uhr, können interessierte Besucher*innen im Lehmbruck Museum „Kunst & Kaffee” genießen. Unter dem Titel „Die Kunst als unsichtbarer Spiegel – Über die Rolle der Betrachtenden” lädt Sybille Kastner zunächst zu einem Rundgang durch die aktuelle Wechselausstellung und die Sammlung des Museums und anschließend zum Austausch bei Kaffee und Kuchen ein. Eine Anmeldung ist erforderlich!  

 Betrachterinnen und Betrachter von Kunst sind heute längst mehr als rein konsumierende Museumsbesucher*innen. Inzwischen sind sie zu anspruchs- und erwartungsvollen (Co-)Produzent*innen geworden, die von Künstler*innen in jeder Hinsicht in ein Werk hineingezogen und bei dessen Entstehung berücksichtigt werden. In ihrer Führung widmet sich die Kunstvermittlerin Sybille Kastner der Rolle der Betrachtenden, die von emotionaler Beteiligung oder kritischem Nachdenken über das Dargestellte bis hin zur Projektion von bekanntem Wissen in ein Kunstwerk oder zur eigenen Fantasieleistung reichen kann.

Bei einem gemeinsamen Rundgang lernen die Teilnehmer*innen die Sammlung des Lehmbruck Museums und die aktuelle Wechselausstellung des kanadischen Künstlerpaares Janet Cardiff und George Bures Miller kennen.  

Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Veranstaltung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de zu reservieren. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen. Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen.    

Max Bill, Konstruktion aus drei Kreisscheiben, 1945–50 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Sonja Rothweiler

Spielzeit 2022/2023: Abonnement für Stücke in der Rheinhausenhalle

Duisburg, 11. Juli 2022 - Die Veranstaltergemeinschaft Konzertdirektion Landgraf, Vereinigung für Kunst und Wissenschaft Rheinhausen e. V. und die Bezirksverwaltung Rheinhausen bieten für die Theaterreihe zur neuen Spielzeit 2022/2023 in der Rheinhausen-Halle an der Beethovenstraße wieder ein Abonnement an. Auch wenn die Zeiten, in denen die Entscheidungen für die neue Saison getroffen werden mussten, ungewiss waren und leider immer noch sind. Für die Interims-Spielzeit bieten die Veranstalter Abonnements an, die in der Platzvergabe pandemiebedingten Einschränkungen Rechnung tragen können und die nur für eine Spielzeit abgeschlossen werden. I

nteressierte, die sich einen guten Platz für die sechs Theateraufführungen im Abonnement kaufen möchten, haben ab sofort die Möglichkeit. Alle Theaterstücke beginnen um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr).

Die Stücke der neuen Spielzeit
Die Krimi-Komödie „Der Mönch mit der Klatsche“ wird am Dienstag, 8. November, frei nach Edgar Wallace von Stefan Keim. Man stelle sich vor: Das Theater ist voll, doch das gesamte Ensemble steckt samt Bühnenbild im Stau fest. Die Vorstellung droht zu platzen und die dringend benötigte Abendeinnahme auszufallen. Nur Regieassistentin Karin Tor (Michaela Schaffrath) und Requisiteur Klaus Konski (Stefan Keim) sind vorausgefahren und pünktlich vor Ort. Beide kennen das Stück in- und auswendig. In wilder Improvisation zaubern sie eine irrwitzige Krimishow auf die Bühne, die immer haarscharf am Scheitern entlangschrammt.

Musikalisch geht es weiter mit dem Schauspiel „Amadeus“ am Montag, 28. November, weiter. Peter Schaffers mit vielen internationalen Theaterpreisen ausgezeichnete Liebeserklärung an Mozart und seine Musik ist längst zum modernen Klassiker avanciert und gehört zu den erfolgreichsten Theaterstücken des 20. Jahrhunderts. Es erzählt vom immerwährenden Kampf des Talents gegen das Genie.

Den Jahresabschluss bildet die Komödie „SCHTONK!“ am Dienstag, 20. Dezember. Helmut Dietl verfilmte die verrückte Geschichte des bislang größten deutschen Medienskandals 1992 sehr erfolgreich. Jetzt kommt die ebenso groteske wie geniale Komödie, die in Zeiten von Fake News und Rechtspopulismus aktueller nicht sein könnte, auf die Bühne. Namhafte Schauspieler, wie Luc Feit, Carsten Klemm, Julia Weden, Iris Boss u. a. überzeugen auf ganzer Linie.

Am Dienstag, 7. Februar 2023, geht es im neuen Jahr wieder los. Den Beginn macht das Schauspiel „Dinge, die ich sicher weiß“ von Andrew Bovell. Fran und Bob Price haben vier Kinder im Erwachsenenalter. Im Sommer kehrt die jüngste Tochter Rosie aus Europa zurück, wo ein gutaussehender Spanier ihr Herz gebrochen hat. Im Herbst entscheidet sich die ältere Tochter Pip, ihren Ehemann und die beiden Kinder zu verlassen. Im Winter schockiert der älteste Sohn Mark seine Eltern, als er erklärt, er plane in Sydney ein neues Leben als Mia anzufangen. Und im Frühjahr enthüllt der jüngste Sohn Ben, dass er Geld veruntreut hat. Die Sorgen als Eltern hören also niemals auf.

Der überragende Bühnenerfolg des Stückes „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt wurde mit dem 3. INTHEGA-Preis ausgezeichnet. Die Aufführung ist am Sonntag, 26. Februar 2023, in der Rheinhausen-Halle zu sehen. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges entwickelte Dürrenmatt ein faszinierendes Szenario um falsche Identitäten, geheime Absichten, wissenschaftliche Verantwortung und Machtmissbrauch, das bis heute nicht von seiner Aktualität eingebüßt hat.

Als krönender Abschluss kommt am Freitag, 21. April 2023, eine Hommage an „Udo Jürgens - Sein Leben und seine größten Hits“ auf die Bühne. Ein Muss für alle Udo Jürgens Fans! Die feinsinnige Hommage an den großen Udo Jürgens und sein phänomenales Werk bettet seine populärsten und immer wieder gern gehörten Hits sowie weniger bekannte Songperlen geschickt in einem erzählerischen Ablauf ein, der sein Leben und seine künstlerische Entwicklung rekonstruiert.

Das Duo Christian Mädler und Gudrun Schade versteht es, die unvergesslichen Songs sowie die klugen Erzähltexte von Carsten Gerlitz charmant und originell darzubieten. Begleitet werden sie auf der Bühne von einer erstklassigen Live-Band.

Abonnements können ab sofort in der Bezirksverwaltung Rheinhausen am Körnerplatz 1 in Zimmer 205 gebucht werden. Die Öffnungszeiten sind immer montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr (nach vorheriger Terminabsprache) oder per E-Mail an a.sieg@stadt-duisburg.de. Ein Abonnement mit sechs Aufführungen ist in drei verschiedenen Preiskategorien erhältlich: 132 Euro, 108 Euro und 84 Euro (zuzüglich 2,50 Euro Bearbeitungsgebühr). Weitere Auskünfte zum neuen Theater-Abonnement gibt es telefonisch unter 0203/283-8245.

- Lehmbrucck Museum: Öffentliche Führung "Skulptur und Klang"
- lastikBAR: Kunst & Stulle „Kleine Welten – große Opern. Mit Chorgesängen und Belcanto-Arien

Lehmbrucck Museum: Öffentliche Führung "Skulptur und Klang"
Duisburg, 27./30. Juni 2022 - Am Freitag, 1. Juli, lautet das Motto im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!”. Wie an jedem ersten Freitag im Monat können die Besucher*innen an diesem Tag ihren Eintrittspreis selbst festlegen. Gleiches gilt für die Teilnahme an der öffentlichen Führung um 15 Uhr, die sich dem Thema „Skulptur und Klang” widmet.  

In ihrer Führung widmet sich die Kunstvermittlerin Katharina Radcenko Werken der Sammlung und der aktuellen Sonderausstellung „Janet Cardiff & George Bures Miller”, in denen Klang und Skulptur eine Einheit bilden. Neben dem Sehsinn sprechen Janet Cardiff und George Bures Miller, die für ihr innovatives Lebenswerk 2020 mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis geehrt wurden, auch den Hörsinn der Betrachter*innen an: Ihre Werke sind getragen von der Kraft und Magie des Klangs, der Stimmen, der Musik und der Geräusche, die uns in imaginäre Welten versetzen.

Die tönenden Maschinenskulpturen Jean Tinguelys, der 1976 ebenfalls mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis ausgezeichnet wurde, begeistern Jung und Alt. In seiner Dauerausstellung präsentiert das Lehmbruck Museum gleich zwei monumentale Konstruktionen des Schweizer Bildhauers, das „Märchenrelief” (1978) und „Das kleine Männchen” (1981).  


Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen. Besucher*innen, die gerne an der öffentlichen Führung teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de anzumelden.    

Jean Tinguely, Märchenrelief (Le canard enchanté, Der rasende Gartenzwerg, Der traurige Löwe, Der stolze Adler), 1978 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Bernd Kirtz


Lehmbruck Museum: plastikBAR Kunst & Stulle „Kleine Welten – große Opern.
Mit Chorgesängen und Belcanto-Arien in anderen Welten versinken” mit Jörg Mascherrek

Am Donnerstag, den 7. Juli, 17.30 Uhr, ist wieder Zeit für „Kunst & Stulle“ im Lehmbruck Museum. Jörg Mascherrek führt durch die aktuelle Ausstellung der Lehmbruck-Preisträger Janet Cardiff und George Bures Miller und lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf „kleine Welten und große Opern“ in den Kunstwerken. Nach der Führung gibt es Snacks, Getränke und die Gelegenheit zum Unterhalten. Eine Anmeldung ist erforderlich!  


Janet Cardiff und George Bures Miller prägen mit ihren eindringlichen Klangarbeiten ein ganz eigenes Genre: In ihren Werken lösen sich die Grenzen zwischen Klangkunst, Hörspiel, Konzert, Kino und Theater auf. Sie erschaffen eine neue Wirklichkeit, in der wir uns unserer eigenen Wahrnehmung immer wieder aufs Neue versichern müssen. Mit großen Rauminstallationen und kleineren, interaktiven Werken rückt die Ausstellung im Duisburger Lehmbruck Museum die multisensorischen Qualitäten des Plastischen in den Vordergrund. Die Immaterialität des Klangs wird körperlich spürbar und bekommt so eine beeindruckende Präsenz.

Unter dem Motto „Kleine Welten – große Opern. Mit Chorgesängen und Belcanto-Arien in anderen Welten versinken” widmet sich Jörg Mascherrek den ausgestellten Werken, in denen Geräusch, Ton, Klang und Musik von zentraler Bedeutung sind.   Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.  


Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Imbiss und Getränk. Anmeldung erforderlich! Tickets können online im Ticketshop des Museums gebucht oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de reserviert werden.    

Janet Cardiff und George Bures Miller, Opera for a Small Room, 2005 © Janet Cardiff and George Bures Miller; Courtesy of the artists and Luhring Augustine, New York, Foto: Thomas Köster / KunstArztPraxis.de  

 

Duisburger Philharmoniker und die stellen Konzertsaison 2022/2023

Duisburg, 22. Juni 2022 - Es sind 200 Seiten voller Emotionen und künstlerisch hochkarätiger Begegnungen – die Saisonbroschüre der bevorstehenden Konzertsaison 2022/2023 der Duisburger Philharmoniker ist frisch aus der Druckerei eingetroffen und verspricht eine vielfältige Spielzeit: Orchester in Bewegung – die Philharmonischen Konzerte Mit ihrem neuen Projekt „ÉRCHOMAI - Das bewegte Orchester“ leisten die Duisburger Philharmoniker einen wichtigen Beitrag zum zukunftsfähigen Wandlungsprozess des Konzertbetriebes.

Saisonbroschüre als pdf: https://duisburger-philharmoniker.de/DP16cms2/wp-content/uploads/2022/06/play-2022-2023-Web.pdf 


 Im Fokus des Programms steht eine stärkere Verankerung des Orchesters in der Stadtgesellschaft sowie eine größere Offenheit für die Vielfalt der Weltkulturen. Auch die Erweiterung des Repertoire-Kanons gehört zu den Zielen des Projektes, das durch das Bundesförderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ unterstützt wird. Die programmatischen Leitlinien spiegeln sich somit auch in den Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2022/2023 wider: Das Eröffnungskonzert (07./08.09.2022) ist zugleich Teil des Jubiläumsprogramms zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft von Duisburg und Wuhan.

In Gustav Mahlers später Vokalsinfonie „Das Lied von der Erde“ (prominent besetzt mit Christa Mayer und Klaus Florian Vogt) ist die Begegnung von Europa und Asien noch mit zahlreichen Klischees behaftet; für eine neue Perspektive sorgen hier Intermezzi aus der Feder der chinesischen Komponistin Yijie Wang. Vom Reichtum kultureller Perspektiven leben auch das 3. Philharmonische Konzert (09./10.11.2022) sowie das Abschlusskonzert der Saison (28./29.06.2023) – beides Programme mit spanischem Schwerpunkt.

Die Entdeckerfreude der Duisburger Philharmoniker merkt man auch dem 10. Konzert (26./27.04.2023) an, mit einer Sinfonie des sächsischen Komponisten Christian Gottlieb Müller, die durch eine neue Initiative der Duisburger Philharmoniker aus ihrem Archivschlaf befreit wurde. Der „Call for Music“, bei dem das Orchester mit Musikwissenschaftler:innen nach vergessenen Werken forscht, wird in den kommenden Spielzeiten fortgesetzt. Doch auch die Repertoire-„Dauerbrenner“ sind natürlich auf dem Spielplan zu finden: U.a. die Sinfonie Nr. 9 von Anton Bruckner, Beethovens „Neunte“ (5. Konzert; 21./22.12.2022), Robert Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“ (8. Konzert; 15./16.03.2023) oder Strawinskys „Le sacre du printemps“ (7. Konzert; 15./16.02.2023).

 Langjährige Verbindungen und die Begegnung mit jungen, spannenden Talenten prägen die Gästeliste der kommenden Saison: So ist zum Beispiel die junge britische Pianistin Isata Kanneh-Mason im 11. Philharmonischen Konzert zu Gast (24./25.05.2023). Außerdem die japanisch-kanadische Geigerin Karen Gomyo (4. Konzert; 30.11./01.12.2022), Blockflötistin Dorothee Oberlinger (9. Konzert; 05./06.04.2023) sowie Dirigentin Alondra de la Parra (7. Konzert; 15./16.02.2023). Marina Heredia ist „Artist in Residence“ Gemeinsam mit der Sängerin Marina Heredia blicken die Duisburger Philharmoniker über den Tellerrand der Klassik hinaus und entdecken die besondere Vitalität und Spontaneität des Flamenco.

Ihr Debüt in Duisburg feiert Marina Heredia im 3. Philharmonischen Konzert (9./10.11.2022) mit Manuel de Fallas Ballett „El amor brujo“ („Der Liebeszauber“). Im 3. Kammerkonzert (13.11.2022) präsentiert Marina Heredia mit ihrem Ensemble die unterschiedlichen Schattierungen („Palos“), die der Flamenco in den einzelnen Landesteilen Spaniens hervorgebracht hat – Tango, Malagueña, Rumba und Fandango sind nur die berühmtesten von ihnen. Im Zentrum steht dabei Marina Heredias malerische Heimatstadt Granada, in der das Herz des Flamenco schlägt.

Im 12. Philharmonischen Konzert (28./29.06.2023) ist Marina Heredia ein weiteres Mal zu Gast. Auch dem Education-Programm klasse.klassik stattet Marina Heredia im Rahmen ihrer Duisburger Residency einen Besuch ab. Am 10. und 11.11.2022 geht sie mit „Flamenco4Teens“ in die Schulklassen. Dann heißt es: Stühle und Tische beiseite und Platz für gesungene und getanzte Geschichten voller Temperament und Lebensfreude! Besondere Künstlerfreundschaften in den Kammerkonzerten Diesmal sind es gleich sechs europäische Spitzenformationen, die die hohe Kunst des Quartettspiels in Marksteinen des Repertoires ebenso wie in spannenden Novitäten hörbar werden lassen: U.a. das Aris Quartett, das Minguet Quartett, das Goldmund Quartett und das Kuss Quartett.

Weitere klassische Formate wie das Klavier-Rezital sowie „gemischte“ Duo-und TrioAbende sind gleichfalls in dem beliebten Abonnement vertreten, dessen neun Termine durch einige Sonderkonzerte ergänzt werden. Daneben wagt sich die Reihe aber auch auf musikalisches Neuland – zu den großen, überwiegend nicht schriftlich fixierten Musiziertraditionen aus dem Mittelmeerraum, dem Iran und Südamerika.


Artist in Sesidence Marina Heredia


 

Musikpreis der Stadt Duisburg geht an das "Youth Symphony Orchestra of Ukraine“

Duisburg, 16. Juni 2022 - Der russische Angriffskrieg hat viele Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters der Ukraine in die Flucht getrieben und den jungen Nachwuchstalenten damit ihre musikalische Heimat genommen. Mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg soll die künstlerische Arbeit der jungen Musiker:innen in diesem Jahr besonders gewürdigt werden. Mit dem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro möchte die Köhler-Osbahr-Stiftung dazu beitragen, dass die wichtige Arbeit des Orchesters auch in schweren Zeiten fortgesetzt und seinen Mitgliedern eine Zukunftsperspektive gegeben werden kann.

Youth symphony Orchestra of Ukraine YsOU pressa

„Wir möchten damit auch ein Zeichen für den Frieden setzen. Musik führt Menschen zusammen, schafft Solidarität und Perspektiven und so hoffen wir, dass die Künstler:innen sehr bald wieder in ihrer Heimat gemeinsam musizieren können und dass sie und ihre Familien unversehrt bleiben“, erklärt Hans Jürgen Kerkhoff, Vorsitzender der Köhler-Osbahr-Stiftung. Das Jugendsinfonieorchester der Ukraine wurde 2017 auf Anregung von Dirigentin Oksana Lyniv, die im vergangenen Jahr als erste Frau am Pult bei den Bayreuther Festspielen debütierte, gegründet.

„Damals, während meines Studiums in Deutschland hatte ich die Möglichkeit, mit deutschen Jugendorchestern zu arbeiten. Es war mein Traum, etwas Ähnliches in der Ukraine zu erschaffen“, erklärt die Dirigentin. Seitdem sorgte das Orchester mit fulminanten Auftritten für Aufsehen in der Szene: Besonders das Berliner Konzert im Rahmen des Festivals Young Euro Classic wurde zum strahlkräftigen Triumph, das sogar der Kultursender Arte übertrug.

 

Theatershow: macht|spielchen - Natico Großmann

Duisburg, 16. Juni 2022 - Endlich wieder herzhaft lachen. Die Theatershow "macht|spielchen" sagt Alltagssorgen Adé. Monty Python knutscht hier Loriot im Kreativquartier Ruhrort. Killerviren, Krieg und Preisexplosionen: Die Menschheit musste in den vergangenen Jahren einiges einstecken. Viel Platz für pure Lebensfreude blieb da nicht. Das Kollektiv Natico Großmann (Nathanael Ullmann und Rico Großer) möchte das mit seiner Sketchparade "macht|spielchen" jetzt ändern.

Ganz im Zeichen alter Großmeister wie Monty Python oder Loriot befreit das Theaterduo seine Zuschauer:innen für 90 Minuten von all den Alltagssorgen. "Wir haben die Pandemie über an diesem Stück gearbeitet. Wir wussten genau: Wenn das alles vorbei ist, brauchen die Leute vor allem eines: pure Entspannung. Und da sind wir", sagen die beiden Theatermacher. Die 22 Szenen verstehen sich als eine Liebeserklärung an die Schrulligkeit des Lebens.

"Mit Blick auf das Weltgeschehen bleiben nur zwei Möglichkeiten: zu weinen oder zu lachen. Wir haben uns für Letzteres entschieden", so die Großmanns. Im Minutentakt geht es von einer absurd-schönen Situation zur nächsten, mal als Film, mal als Theaterszene. Da entscheiden zwei wildfremde Menschen, ein altes Paar zu spielen. Ein Witze-Wissenschaftler erklärt die deutsche Norm für Witze über der Gürtellinie. Und Polizisten tauschen ihre Uniform gegen Häschenkostüme.  

Vor allem Liebhaber des schwarzen Humors kommen bei dem Theaterstück voll auf ihre Kosten. "Wir mixen hier Nostalgie mit einer Prise Absurdität und jeder Menge Augenzwinkern", erklärt das Duo. Als Inspiration dienten dabei die großen Comedy-Shows und Filme der 70er und 80er. Den Sprachwitz und den Blick für absurde Situationen hat Natico Großmann ins 21. Jahrhundert übertragen. Wohlige Erinnerungen an Police Academy und Die nackte Kanone haben hier ebenso Platz wie Easter Eggs aus der modernen Popkultur.  

Das Theaterstück ist groß in den Gefühlen, aber winzig im Gepäck: Mit nur zwei Koffern voller Kostüme und Requisiten sowie einem Kleiderständer als Bühnenbild kann Natico Großmann die Theatershow nahezu überall spielen. "Das war auch bitter nötig. Denn unser Auto ist winzig." Wer nach Corona und Co. endlich wieder ungezwungen lachen will, sollte dieses Stück nicht verpassen.  

Rico Großer und Nathanael Ullmann haben sich im Theaterwissenschaftsstudium kennengelernt. Bis heute leiten sie beide das Bürgertheaterprojekt ToM – Theater ohne Mittel. Schon früher sind die beiden als Duo aufgetreten. So moderierten sie beispielsweise ein Klassikkonzert in Ostbelgien und spielen regelmäßig bei den Impro-Krimidinnern Mordart à la Carte mit. Neben den beiden Schauspielern sind auch Bruno M. Kelzenberg als Kameramann und Louisa Ortmann als Set-Assistentin an dem Projekt beteiligt.
macht|spielchen - Natico Großmann. Das Plus am Neumarkt Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Samstag 25. Juni 2022, 19.00 Uhr Eintritt frei(willig) - Hutveranstaltung

 

Handverlesen - Literatur am Neumarkt

Duisburg, 15. Juni 2022 - Mit Loeven und Muth - zwei Duisburger Autoren lesen aus eigenen Werken. Werner Muth liest aus seinem Buch “Schräge Texte für ein geneigtes Publikum” und gibt einen Ausblick auf den neuen Band über heimische Gefilde und Gefühle, der noch keinen Titel trägt. Helmut Loeven, Herausgeber des Satireblattes "Der Metzger" und des Weblogs „Amore e rabbia“, ist der Erfinder des Philosophischen Kabaretts (gegen alles, was langweilig, spießig und prüde ist).

Helmut Loeven und rechts Werner Muth im Gespräch.

Seine Texte sind aufklärend, inspirierend und klingen gut.   Handverlesen - Literatur am Neumarkt ist eine lose Folge von Veranstaltungen des Kreativquartier Ruhrort, in denen Literatur und deren Autor_Innen im Vordergrund stehen. Immer frisch, immer handverlesen, immer am Neumarkt.   Handverlesen | mit Loeven und Muth Das Plus am Neumarkt Neumarkt 19 47119 Duisburg-Ruhrort Donnerstag 23. Juni 2022, 19.00 Uhr Eintritt frei(willig) - Hutveranstaltung

 

Schauspiel Duisburg Spielzeit 2022/23 vor

schauspielduisburg stellt Spielzeit 2022/23 vor
Duisburg, 15. Juni 2022 - Am Ende einer bewegten Theatersaison haben Kulturdezernent Matthias Börger, die Leiterin der Kulturbetriebe Karoline Hoell und Schauspiel-Intendant Michael Steindl, heute das Programm für die Spielzeit 2022/23 bekanntgegeben – inklusive des „Theatertreffens“ im Rahmen der 44. Duisburger Akzente im März und April 2023 unter dem Thema „Wunder“.
Der 18-jährige Geburtstag des Jugendclubs „Spieltrieb“, große Gastspiele des Staatsschauspiels Dresden, des Berliner Ensembles, des Thalia Theaters Hamburg und des Deutschen Theaters Berlin und eine intensive Zusammenarbeit mit der Ausnahmeschauspielerin Judith Rosmair sind die Highlights der kommenden Saison. Dazu kommt Figurentheater mit „Familie Flöz“ und Bühne Cipolla – sowie erstmals mit der lange am Broadway aktiven Schweizer Maskentheatergruppe „Mummenschanz“.

Jugendclub „Spieltrieb“ wird 18 Jahre alt
Vor 18 Jahren gründete Intendant Michael Steindl den Jugendclub „Spieltrieb“. Zur Feier des Jubiläums entstehen mit Simon Paul Schneiders „Sechstausend Fuß jenseits von Mensch und Zeit oder Die Tagesschau von vor 18 Jahren“ und der Revue „We are 22 oder Tanz auf dem Vulkan“ von Katharina Böhrke und Wolfgang Völkl zwei große Jugendclub-Produktionen. Die Regisseurinnen Damira Schumacher und Eva Zitta inszenieren mit „norway.today“ und „How to Date a Feminist“ zwei weitere Stücke mit aktuellen und ehemaligen Jugendclub-Mitgliedern. Selbst ans Regiepult tritt Steindl für die Duisburger Adaption eines Theaterkleinods: Hermann Kewitz hat Thornton Wilders „Das lange Weihnachtsmahl“ als Geschichte einer Duisburger Fabrikantenfamilie umgearbeitet.

Gastspielprogramm mit Ulrich Matthes, Stefanie Reinsperger und Jens Harzer
Das Gastspielprogramm bietet vielen großen Namen eine Bühne, sei es während des „Theatertreffens“ oder über die gesamte Spielzeit verteilt. Dazu zählen Brechts „Der kaukasische Kreidekreis“ des Berliner Ensembles mit „Tatort“-Star Stefanie Reinsperger, Kleists „Der zerbrochne Krug“ mit Ulrich Matthes als Dorfrichter Adam und „Der Geizige“ vom Thalia Theater Hamburg mit Jens Harzer. Auch das Staatsschauspiel Dresden mit dem Drama „Die Laborantin“ und das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel mit leichten Musikproduktionen und gesellschaftskritischem Schauspiel sind zu Gast im Großen Haus. Besonders beachtenswert: In „Dunkle Mächte“ spielt Bashar Al Murabea, der nach seiner Flucht aus Syrien mit „Im Kreis der Sterne“ sein Autorendebüt am Schauspiel Duisburg gab.


„Artist in Residence“: Judith Rosmair
In eine besonders intensive Zusammenarbeit stürzt sich Intendant Michael Steindl mit Judith Rosmair, die 2007 von der Fachzeitschrift theater heute zur Schauspielerin des Jahres gekürt wurde. Sie ist beim „Theatertreffen“ mit einer ganzen Reihe experimenteller interdisziplinärer Theatererlebnisse vertreten. Darüber hinaus spielt sie an der Seite von Dominique Horwitz die Titelrolle in „Fräulein Julie“ von August Strindberg.

„Familie Flöz“, Bühne Cipolla – und erstmals den Broadway-Stars von „Mummenschanz“
Neben den beliebten Figurentheaterproduktionen von „Familie Flöz“ und Bühne Cipolla kommt erstmals eine weitere weltweit berühmte Maskentheaterkompanie nach Duisburg: „Mummenschanz“ hat mit ihrer Art des visuellen Theaters und des Maskenspiels ihre ganz eigene Kunstform entwickelt und spielte jahrelang am New Yorker Broadway. Zwischen Gastspielen in Paris und Rom eröffnet sie mit dem Jubiläums-Abend „50 Years“ am 3. und 4. März 2023 das „Theatertreffen“ der 44. Duisburger Akzente.

Umfangreiches Repertoire
Headliner des großen Repertoires an eigenen und Koproduktionen ist Virginia Woolfs „Orlando“ mit Friederike Becht und Roland Riebeling. Dazu kommen musikalische Abende wie „Let’s work – Ein Liederabend“ und „Being Freddie Mercury“ sowie intensive Charakterstudien wie „Iphigenia“ und „Im Kreis der Sterne“. Für Kinder und Jugendliche bietet das Ensemble „Toboso“ spannende Produktionen wie „Ronja Räubertochter“. Das große Weihnachtsmärchen ist „Die Schneekönigin“ vom Rheinischen Landestheater Neuss. Der Vorverkauf für die Spielzeit 2022/23 beginnt am Mittwoch, 15. Juni. Karten gibt es dann an der Theaterkasse am Opernplatz, online unter www.theaterduisburg.de sowie telefonisch unter 0203/283-62100.

Das Spielzeitmagazin: https://issuu.com/schauspielduisburg/docs/schauspiel_duisburg_spielzeitprogramm_2022_2023

 

Lehmbruck Museum: Restplätze für den Museumsspaß verfügbar

Duisburg, 3. Juni 2022 - Die Sommerferien stehen kurz bevor und damit auch ein abwechslungsreiches Programm an Ferienworkshops im Lehmbruck Museum: Von Zukunftswesen aus Wellpappe über originelles Origami bis hin zu tönenden Klangbiografien entstehen in den Workshops kreative Kunstwerke. Für den „Museumsspaß” sind noch einige freie Plätze verfügbar. Mitmachen können Kinder von 6 bis 12 Jahren – und in einem Workshop ausnahmsweise auch Erwachsene.

Die Workshops, die jeweils von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, stattfinden, werden von erfahrenen Künstler*innen und Kunstvermittler*innen angeleitet. Die Teilnahme kostet 50 EUR pro Person und Kurs. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.

Museumsspaß im Lehmbruck Museum, Foto: Frank Vinken

Hier die Daten und Themen der Workshops im Überblick:
27. Juni bis 1. Juli 2022 Comics zeichnen von A bis Z
Alles was wichtig ist Workshop mit Angelika Luise Stephan für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren AUSGEBUCHT

4. bis 8. Juli 2022
Wir sind die Roboter Zukunftswesen aus Wellpappe Workshop mit Orpheo Winter für Teilnehmer*innen ab 8 Jahren AUSGEBUCHT

11. bis 15. Juli 2022
Alles auf Papier Kunstwerke und Dekoratives aus Papier
Workshop mit Maia Kesseler für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren - Restplätze verfügbar

18. bis 22. Juli 2022
Mix it! Skulpturen aus Alltagsmaterialien Workshop mit Merve Baran für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren Restplätze verfügbar

25. bis 29. Juli 2022
Sie sind überall Charakterdesign und Storytelling
Workshop mit Jenny Ohst für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren Restplätze verfügbar

1. bis 5. August 2022
Akustische Entdeckungsreisen
Klänge sammeln und erforschen Workshop mit Marina Sahnwaldt für Teilnehmer*innen von 12 bis 80 Jahren. Restplätze verfügbar

 

Waldzauber: Duisburger Philharmoniker spielen für die Aufforstung

Freitag, 17. Juni 2022, 19.00 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle


Duisburg, 3. Juni 2022 - Besonders Komponisten der Romantik fanden im Wald häufig ihre Inspiration: Ob nachts sinnierend im Mondschein oder schwelgend im Frühlingsduft – stets war der deutsche Mischwald Ort für besondere Klangschöpfungen. Die Duisburger Philharmoniker und Generalmusikdirektor Axel Kober laden am 17. Juni zu einem Themenabend rund um den Wald ein und möchten dazu anregen, Augen und Ohren für die gefährdete Schönheit der Wälder zu öffnen.

Den Wald als Ökosystem zu schützen und zu erhalten, ist ein Anliegen der 2020 gegründeten Initiative „Orchester des Wandels Deutschland e.V.“. Als Mitgliedsorchester des gleichnamigen Vereins setzen sich auch die Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker seitdem aktiv für den Klima- und Naturschutz ein. Mit dem Kauf einer Konzertkarte wird das gemeinsame Aufforstungsprojekt der Initiative „Orchester des Wandels“ auf Madagaskar unterstützt.

Das Rahmenprogramm am 17. Juni startet im Foyer bereits um 18.00 Uhr mit Informationsständen verschiedener Umweltinitiativen. Die Themen Klima- und Naturschutz werden an diesem Abend aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: Nach dem Konzert im Großen Saal um 19 Uhr, bei dem atmosphärische Klänge von György Ligeti, Felix Mendelssohn Bartholdy und Edvard Grieg auf dem Programm stehen, gibt es im Foyer im Anschluss um 21.30 Uhr die Gelegenheit, u.a. geladenen Expert:innen der Helmholtz-KlimaInitiative sowie der philosophischen Sicht eines Wolfgang Welsch bei einem öffentlichen Gespräch zu lauschen.

Als Special Guest wird Olvido Ruiz und ihre Cuban-Jazz-Band die „Noche de selva latina“ erblühen lassen. Im Verein „Orchester des Wandels Deutschland“ engagieren sich Musikerinnen und Musiker von mittlerweile 30 deutschen Klangkörpern. Allem voran steht das Ziel, die emotionale Kraft der Musik für den Schutz von Klima und Umwelt zu nutzen. Mithilfe der Mitgliedsbeiträge werden regionale und globale Natur- und Umweltschutzprojekte unterstützt.


Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburgerphilharmoniker.de


9. Kammerkonzert: Tastentänze
Sonntag, 12. Juni 2022, 19.00 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle
An diesem Abend geraten die vier Solist:innen Anna Malikova, Nami Ejiri, Dmitry Kalashnikov und Vladimir Soultanov auf der Bühne in ein klanglich-produktives Handgemenge: An vier Klavieren glänzen die Pianist:innen sowohl in Sachen Virtuosität, als auch in kammermusikalischer Feinabstimmung. Auf dem Programm des 9. Kammerkonzertes stehen pianistisch wie musikalisch anspruchsvolle Stücke auf den Pulten.

Beispielsweise zwei Quartette von Carl Czerny: Zwischen Opus 213 und Opus 816 von Carl Czerny liegen unzählige Etüden, seine von Klavierschüler:innen gefürchtete Schule der Geläufigkeit sowie seine Kunst der Fingerfertigkeit. Doch Carl Czerny war so viel mehr als Klavierpädagoge – er war ebenfalls Komponist für elegante und populäre Opernmelodien. Außerdem präsentieren die Musiker:innen Bachs a-Moll-Konzert für vier Klaviere sowie Peter Tschaikowskys tönende Postkartengrüße Capriccio Italien aus dem sonnigen Süden. Konzerteinführung um 18.15 Uhr im „Tagungsraum 6“ des Kongresszentrums im Citypalais.

2. Serenadenkonzert: Il Teatro d‘Amore
Freitag, 17. Juni 2022, 20.00 Uhr, Abteikirche in Duisburg-Hamborn „Il Galateo“ heißt ein berühmtes Benimmbuch aus dem 16. Jahrhundert. Nach diesem überaus erfolgreichen Leitfaden aristokratischer Etikette hat sich das Duo Andrey Akhmetov und Elizaveta Solovey benannt. Die beiden stammen aus Russland und sind Absolventen der Kölner Musikhochschule. In ihrem Programm „Il Teatro d‘Amore“ spüren sie mit authentischer musikalischer Stilistik sowie originalgetreuen Kostümen und Gesten der höfischen Kultur des europäischen Frühbarock nach.

Auf dem Programm stehen Werke u.a. von Claudio Monteverdi, Giulio Caccini und Henry Purcell. Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de



„O Fortuna – Glück für alle?!“

Community Tanzprojekt  der Duisburger Philharmoniker
Dienstag, 14. Juni 2022, 19.30 Uhr im Theater der Stadt Duisburg


Duisburg, 31. Mai 2022 - Die Glücksgöttin Fortuna wird hier tanzbar gemacht – und das von gleich 150 Akteur:innen verschiedenen Alters, mit oder ohne Fluchterfahrung und Migrationshintergrund. Das Community-Tanzprojekt „O Fortuna“ der Duisburger Philharmoniker stellt eine Frage, die aktueller kaum sein könnte: „Glück für alle?!“ Was bedeutet Glück für den Einzelnen? Wie kann man Glück für möglichst viele Menschen erreichbar machen?  


Zu den Klängen von Carl Orffs Carmina Burana interpretiert von den Duisburger Philharmonikern, vom Philharmonischen Chor und dem Kinderchor am Rhein unter der Leitung von Marcus Strümpe, tanzen Schülerinnen aus verschiedenen weiterführenden Schulen, Jugendliche und Erwachsene der Tanzwerkstatt und des Duisburger Tanztheaters Ulla Weltike, aus dem Verein Internationales Jugendtanztheater Duisburg .e.V. und Geflüchtete aus der Ukraine gemeinsam auf der Bühne. „Man muss nicht miteinander sprechen können, um miteinander zu leben. Wenn man aber zusammen getanzt hat, kann man auch miteinander leben“, so die Überzeugung von Royston Maldooms, Choreograf des Stückes.  

Über die Dauer des Projektes wird eine eigene Community gebildet, die ein gemeinsames Ziel verfolgt, gemeinsame Regeln akzeptiert und nach Gemeinsamkeiten sucht statt zu trennen. Der Nebeneffekte des eigentlich künstlerischen Prozesses leistet somit einen aktiven Beitrag zur Integration.  

Das Stück hat 1990 bereits in Duisburg beim 1. Europäischen Jugendtanzfestival Premiere gefeiert. Ein Festival, das unter der künstlerischen Leitung von Ulla Weltike, zusammen mit Royston Maldoom als Choreografischer Direktor, über 7 Jahre in Duisburg stattgefunden hat und mehr als 1000 junge Erwachsene aus vielen Ländern zusammenbrachte.      

Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de


Carmina - c-Dimitry-Shemetkov

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung und „Kunst im Doppelpack“

Öffentliche Sonntagsführung
Duisburg, 31. Mai 2022 - Mit sechs großen Rauminstallationen und vier kleineren, interaktiven Werken widmet sich das Lehmbruck Museum in seiner aktuellen Ausstellung dem beeindruckenden Lebenswerk von Cardiff und Miller. Auf außergewöhnlich intensive Weise spricht ihre Kunst den Hörsinn, das Körperbewusstsein und die Emotionen an. Klänge entfalten räumliche Kraft und werden körperlich spürbar, Licht und Raum lassen die Unterscheidung von Fiktion und Realität ins Wanken geraten. Bei der Führung werden die Mittel der Inszenierungen genauer betrachtet.  

Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Sonntagsführung im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.   Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.  

Öffentliche Sonntagsführung: Janet Cardiff und George Bures Miller, Opera for a Small Room, 2005 © die Künstler und Luhring Augustine, New York, Foto: Thomas Köster

„Kunst im Doppelpack“
Bei „Kunst im Doppelpack“ können Eltern mit kleinen Kindern in entspannter Atmosphäre Kunst entdecken und erleben. Jede Führung ist speziell auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Das Museum wird zum spielerischen Lernort, der Möglichkeiten für künstlerische Erfahrungen und spannende Gespräche bietet. Bei Bedarf kann gestillt, gefüttert und gewickelt werden. Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.  

Teilnahme: Eintritt (9 EUR/ ermäßigt 5 EUR) + 5 EUR Materialpauschale pro Familie, Kinder haben freien Eintritt, 10% Ermäßigung mit der Duisburger Familienkarte  

KunstArztPraxis.de Kunst im Doppelpack: Foto: Sonja Rothweiler

 

Ausstellung mit Kunstwerken von Ulrike Weyermann öffnet ab Pfingstsonntag im Kreativquartier Ruhrort

Duisburg, 30. Mai 2022 - Geboren am Rande des Bergischen Landes war seit ihrer Schulzeit die Kunst ein Thema für Ulrike Weyermann. Zunächst, indem sie „schöne Dinge“ konsumiert hat. Viel später erst traute sie sich auch selbst an den Produktionsprozess, jedoch ohne den Anspruch Kunst herzustellen. Bunt und abwechslungsreich waren die resultierenden Bilder. Von der Leuchtkraft der Farben war sie immer begeistert, jedoch das Auftragen von Farben auf eine Leinwand führt vielleicht auch mal zu einem guten Bild, aber nicht immer. Also ließ sie sich im Rentenalter auf das Erlernen von Kompositionsprinzipien und Handwerkstechniken ein. 

In der Annäherung ans abstrakte und informelle Gestalten, führte der Lernprozess schnell zum Thema Struktur. Nicht nur mit gemalten Linien und Flächen bildet sie Strukturen ab, sondern auch durch den Auftrag von mehreren Farbschichten, Mehlen oder Naturmaterialien (Blätter oder Pflanzenteile) – und so entstehen heute ihre Bilder – das Experiment begann. Nicht alle haben ein für die Künstlerin zufriedenstellendes Ergebnis, aber immerhin einige. Und es tut ihr gut. Auch wenn es oft in Arbeit mündet bereitet es ihr eine gute Laune, und genau das hoffe sie auch für den Betrachter ihrer Bilder.   

Ulrike Weyermann wurde 1950 in Langenfeld geboren. Nach ihrer Berufstätigkeit als Sozialarbeiterin und Pädagogin ist sie seit 2009 freischaffende Künstlerin und wohnt am Niederrhein. Bei Gruppenausstellungen in Moers und Kamp-Lintfort waren ihre Werke zu sehen. Die Ausstellung im Kreativquartier Ruhrort ist zu den Öffnungszeiten des Projektladens kostenlos zu besichtigen.   Die Ausstellungseröffnung wird begleitet vom Duisburger Musiker Dirk Friedrich. Mit der chromatischen Mundharmonika wird er über Bluesthemen improvisieren.

Mesoblues heißt das musikalische Konzept, mit dem Dirk Friedrich auch am 16. Juni (Fronleichnam) ab 16 Uhr im benachbarten Lokal Harmonie auftreten wird.  

Farbe. Farbe und kein Ende | Farbe/ Struktur Ausstellung Ulrike Weyermann | 5. Juni bis 26. Juni 2022 Vernissage Sonntag, 5. Juni 2022, 11 Uhr Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei(willig) in die Spendendose

 

11. Philharmonisches Konzert: Strahlender Ausklang

Mittwoch, 1. Juni 2022, 19.30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle
Donnerstag, 2. Juni 2022, 19.30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle


Duisburg, 29. Mai 2022 - Das 11. Philharmonische Konzert der Saison hält ein abenteuerliches Programm vor, beidem Prokofjew in die Rolle von Haydn schlüpft und Mozart den Komponisten-Olymp erklimmt. Mittendrin befindet sich der abenteuerlustige Cellist Alban Gerhardt, der mit Prokofjews Konzert für Violoncello und Orchester einen weiteren Höhepunkt des Konzertabends setzt.

Der Berliner Cellist und ECHO-Preisträger zählt in seinem Fach zur internationalen Spitzengruppe. Die abenteuerliche Reise des 11. Philharmonischen Konzerts beginnt mit einem Ferienaufenthalt Sergej Prokofjews im Sommer 1927 in der Nähe von St. Petersburg.

Hier entsteht seine Symphonie classique, die wir einem Experiment verdanken: Der Komponist schlüpft dafür in die Rolle Joseph Haydns und stellt sich vor, wie es wäre, wenn Haydn zu seiner Zeit – Anfang des 20. Jahrhunderts – gelebt hätte. Prokofjew nimmt also Haydns Stil auf und übersetzt ihn in die Moderne. Aber Prokofjew vermerkt auch bei seiner Arbeit, dass seine Sinfonie die Leute „ein wenig zum Narren halten soll“.

Alles was also auf den ersten Blick „klassisch wirkt“ – regelhaft, wohl proportioniert und vertraut – ist bei genauerem Hinhören ein Spiel mit doppeltem Boden. Die Synthese zwischen Altem und Neuem gelingt auch Wolfgang Amadeus Mozart mit seiner sogenannten Jupiter-Sinfonie leichtfüßig: Seine Balance aus klassischer Strenge und übersprudelnder Vitalität macht den krönenden Schlusssatz zum Geniestreich – und Mozart zum Liebling auf dem Komponisten-Olymp.

Das Konzert wird von Karl-Heinz Steffens dirigiert, der nach Stationen u.a. bei den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Halle sowie der Norwegischen Nationaloper in Oslo inzwischen als Generalmusikdirektor der Staatsoper Prag tätig ist.

Konzerteinführung: Mittwoch und Donnerstag jeweils um 18.30 Uhr Öffentliche Probe: Dienstag um 12.00 – 12.30 Uhr; Eintritt frei.
Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburgerphilharmoniker.de

 

Museum Küppersmühle: Konzert der Duisburger Philharmoniker

Duisburg, 25. Mai 2022 - In der ständigen Sammlung des MKM präsentieren am 29. Mai Christoph Schneider und Andreas Reinhard (Klarinette), Carl-Sönje Montag und Laszlo Kerekes (Fagott) sowie Magdalena Ernst und Juan Guzman Esteban (Horn) Bläserliteratur u.a. von Johann Christian Bach und Ludwig van Beethoven.

15,00€ inkl. Eintritt ins Museum Das Museum kann vorab besichtigt werden. Eine Anmeldung ist erforderlich - Tickets gibt es ausschließlich online unter: https://museum-kueppersmuehle.de/shop/

 

Tag der offenen Tür an der Musik- und Kunstschule

Duisburg, 24. Mai 2022 - ie Musik- und Kunstschule der Stadt Duisburg (MKS) lädt zum 50-jährigen Jubiläum am Samstag, 11. Juni, in das Zentralgebäude der MKS in die Duissernstraße 16 in Duissern zu einem Tag der offenen Tür ein. In der Zeit von 11 bis 16 Uhr wird das Unterrichtsangebot von Lehrern und Schülern vorgestellt. Dabei können immer wiederkehrende Fragen von Kindern und Eltern beantwortet werden wie: "Flöte würde mir gefallen, oder vielleicht Keyboard? Wie sieht eigentlich ein Fagott aus? Ist mein Sohn nicht zu klein für den Kontrabass? Bin ich vielleicht zu alt, um noch ein Instrument zu erlernen?"

Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten hier die Möglichkeit, Instrumente, Singen, Kunst, Musikalische Früherziehung und vieles mehr auszuprobieren, Informationen einzuholen und sich beraten zu lassen. Bildungsdezernentin Astrid Neese begrüßt die Besucherinnen und Besucher um 11 Uhr im Kammermusiksaal und das MKS-Orchester eröffnet, unter der Leitung von Ute Steffens, musikalisch den Tag der offenen Tür. Es folgen weitere Präsentationen, Kinderkonzerte und offene Proben verschiedener Ensembles.
Die Cafeteria ist an diesem Tag ebenfalls geöffnet. Weitere Informationen über das Programm gibt es auf der Internetseite der Musik- und Kunstschule unter https://www.duisburg.de/microsites/musikund_kunstschule/index.php


 

 

Duisburger Philharmoniker sammeln 3.560 Euro für ukrainische Flüchtlingshilfe

Duisburg, 23. Mai 2022 - Die Besucher*innen der Konzerte der Duisburger Philharmoniker haben in den vergangenen Wochen immer wieder den ein oder anderen Euro in die Spendenbox für die ukrainische Flüchtlingshilfe gesteckt. Nun konnten die Duisburger Philharmoniker insgesamt 3.560,00 Euro auf das Spendenkonto der Initiative „Duisburg hilft“ überweisen. Der Zusammenschluss der Duisburger Wohlfahrtsverbände sammelt Geldspenden, um Soforthilfen vor Ort zu ermöglichen, Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche zu organisieren und Projekte zur Integration und Teilhabe umzusetzen.

„Die Duisburger Philharmoniker sind entsetzt und erschüttert angesichts des Leids, das der Krieg über die Menschen in der Ukraine bringt. Wir sind überzeugt von der Bedeutung der Kultur für ein friedliches, selbstbestimmtes, freiheitliches und demokratisches Miteinander von Menschen und Ländern - unsere Musik erklingt in Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern und in Trauer für die vielen unschuldigen Opfer“, erklären die Duisburger Philharmoniker gemeinsam mit Generalmusikdirekor Axel Kober und Intendant Nils Szczepanski.

Die Duisburger Philharmoniker ermöglichen außerdem allen geflüchteten Menschen aus der Ukraine freien Eintritt in alle Konzerte.


Der Assistent der Geschäftsführerin der Kulturbetriebe Stefan Kerl (r.) und FSJler Lewin Dißelmeyer (l.) zahlen die Spende bei Frau Kleinpeter ein.

 

Eigenzeit – Musik von jetzt: „abenteuerlich“ – der KlangSpielPlatz für Duisburg wird in die Mercatorhalle verlegt

Sonntag, 22. Mai, 18.00 Uhr, Mercatorhalle Duisburg

Duisburg, 20. Mai 2022 - Zum Finale des Eigenzeit Festivals 2022 verlegt Kurator Johannes Fischer seinen KlangSpielPlatz von der cubus Kunsthalle ins Foyer der Mercatorhalle. So werden die Studierenden der Schlagzeugklasse der Musikhochschule Lübeck unter der Leitung von Johannes Fischer die Besucher:innen des 8. Kammerkonzerts auf ihren Konzertabend einstimmen. Sein Klangparcours für Experimentierfreudige und Geräuschenthusiasten lädt zum Staunen und Ausprobieren ein.

Das diesjährige Eigenzeit Festival geht damit nach sechs Konzerten und zwei Installationen am Sonntag zu Ende. Kurator Johannes Fischer hat ein abwechslungsreiches und vielfältiges Spektrum zeitgenössischer Klangsprachen zusammengestellt – mit Uraufführungen u.a. von Hanna Eimermacher, Dieter Mack, Ashley Fure und Johannes Fischer. Auf dem Programm stand außerdem traditionelle Musik aus Persien und dem Senegal, ein neues video projection design von Ross Karre sowie eigens für das Festival entworfene Klanginstallationen zum Hin-Hören und Mitmachen.

 

Das Veranstaltungsprogramm Mai/Juni im MKM


MKM Museum Küppersmühle, Duisburg | © Foto: Simon Menges (bearbeitet)

Duisburg, 17. Mai 2022 - Das Veranstaltungsprogramm Mai/Juni im MKM startet direkt am kommenden Freitag mit dem KUNSTtreffen BEYOND WHITE – Eintauchen in die Malerei von Raimund Girke. Es folgen Klangperformances der Duisburger Philharmoniker als Antwort auf die Kunst im MKM sowie ein Vortrag und Gespräch mit Kunsthistoriker Hubertus Butin über berühmte Fälle von Kunstfälschungen (genauere Informationen s.u., Anmeldungen und Tickets unter: www.museum-kueppersmuehle.de).

KUNSTtreffen BEYOND WHITE – Eintauchen in die Malerei von Raimund Girke
Fr, 20. Mai und Fr, 17. Juni 2022 | jeweils von 18–20.30 Uhr


(li.) Raimund Girke, Pathos, 1989 | (re.) KunstTreffen vor Raimund Girkes 'documenta-Bild' Ohne Titel (1976-1977) - © Einzelansichten Original + Fälschung 1, 9 und 19: Reni Hansen, Kunstmuseum Bonn

In seinen KUNSTtreffen lädt Kunstvermittler Jannis Keuerleber die Teilnehmenden dazu ein, sich genauer mit ein bis zwei ausgewählten Werken von Raimund Girke zu beschäftigen. Durch die intensive Betrachtung werden verschiedene Kontexte und Ebenen von Girkes Kunstwerken ergründet. Teilnahme: jeweils 20,- € inkl. Eintritt ins MKM. Teilnehmendenzahl begrenzt Besuch der Sammlung des MKM nur vor Veranstaltungsbeginn möglich Ensembles der Duisburger Philharmoniker im MKM Museum Küppermühle für Moderne Kunst, Duisburg MUSIK antwortet auf KUNST

Die Duisburger Philharmoniker im MKM
So, 29. Mai 2022 | 20 Uhr in der ständigen Sammlung So, 12. Juni 2022 | 11 Uhr in der Raimund Girke-Ausstellung
In unterschiedlicher Besetzung erfüllen die Duisburger Philharmoniker die lichten Räume des Museums Küppersmühle mit ihren Klängen: Das Ensemble am 29. Mai präsentiert in der ständigen Sammlung Bläserliteratur von Johann Christian Bach, Ludwig van Beethoven und Mátyás Seiber als Antwort auf Sigmar Polkes Bilderzyklus Original + Fälschung. Beim Wandelkonzert am 12. Juni treffen „Mischtechnik auf Leinwand“ und „lydische Tonart“ zusammen: Ein Streichquartett, eine Klarinette und ein Bajan begleiten die Retrospektive Raimund Girkes mit einem Programm zwischen Klassik und Moderne.

© Duisburger Philharmoniker / MKM Duisburg, Foto: Kurt Steinhausen


An wechselnden Orten erklingen Kompositionen von Ludwig van Beethoven, Olivier Messiaen, Giacinto Scelsi und Bernd Preinfalk. Teilnahme am 29.5.: 15,- € inkl. Eintritt ins MKM. Teilnehmendenzahl begrenzt Teilnahme am 12.6.: im Eintrittspreis für den Museumsbesuch enthalten Sigmar Polke, (v.l.) Original + Fälschung 1 (die Affen auf dem Motorrad), 9 (nach Rembrandt Harmensz. van Rijn) und 19 (der Kapitän und das brennende Schiff), 1973

KUNST TRIFFT… Fälschung
Von Albrecht Dürer bis Sigmar Polke: Künstler:innen und Fälschungen – ein spezielles Verhältnis
Mi, 8. Juni 2022 | 18.30 Uhr Vortrag und Gespräch mit Hubertus Butin, Kunsthistoriker und Autor, im Sammlungsraum Original + Fälschung von Sigmar Polke | Moderation: Walter Smerling, Direktor MKM

li. © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Henning Krause | (re.) Foto: MKM Duisburg


Nicht nur Sammler:innen, Händler:innen, Expert:innen und Museumsdirektor:innen sind zunehmend von Kunstfälschungen betroffen, sondern auch die Künstler:innen. Wie gehen diese selbst mit dem Thema um? Der Fälschungsexperte Hubertus Butin beleuchtet in seinem kunsthistorischen Vortrag die vielfältigen, teils skurrilen Formen der Auseinandersetzung von Künstler:innen mit ihren Fälschungen. Anlässlich der aktuellen Neupräsentation von Sigmar Polkes Bildzyklus Original + Fälschung von 1973 wird auch Polkes Umgang mit dem Thema vorgestellt. Teilnahme: 10,- € inkl. Eintritt ins MKM Besuch des MKM nur vor Veranstaltungsbeginn möglich

Raimund Girke (v. l.) Zwielicht (Dämmerung), 1990 | Kontinuierliche Bewegung, 1992 | Große Bewegung, 1990 | Ohne Titel, 1987 | Besucherinnen vor Kontinuierliche Bewegung, 1992
 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Henning Krause | (re.) Foto: Georg Lukas


FÜHRUNGEN KUMI – der Kunstmittwoch
Jeden Mittwoch um 15 Uhr führt ein:e Kunstvermittler:in durch die Retrospektive RAIMUND GIRKE – KLANG DER STILLE.
Sonntagsführung: Jeden Sonntag um 15 Uhr führt ein:e Kunstvermittler:in durch die Sammlung und die aktuelle Wechselausstellung.
Teilnahme: Die Führungen sind im Eintrittspreis ins MKM enthalten. Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Personen beschränkt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst Philosophenweg 55 47051 Duisburg T +49 (0)203 30 19 48 -11 E office@museum-kueppersmuehle.de www.museum-kueppersmuehle.de

AKTUELLE AUSSTELLUNG RAIMUND GIRKE – KLANG DER STILLE
Retrospektive 18. März bis 26. Juni 2022

DAUERAUSSTELLUNG SAMMLUNG STRÖHER
Auf gut 5.000qm sind im MKM Highlights aus der Sammlung Ströher zu sehen, einer der wichtigsten und umfangreichsten Sammlungen deutscher Kunst nach 1945. Der Fokus liegt auf Malerei, aber auch Skulptur, Installation und Fotografie sind vertreten.

Die Sammlung umfasst zentrale Positionen der Kunstentwicklung in Deutschland, von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. ÖFFNUNGSZEITEN Mi 14 – 18 Uhr Do bis So und Feiertage 11 – 18 Uhr Mo, Di geschlossen Für weitere Informationen > hier klicken


Auftakt für neue Veranstaltungsreihe im Stapeltor: „Connect! Jam Session mit Koray B. Sari, den Duisburger Philharmonikern und Gästen“

Dienstag, 24. Mai 2022, 20.00 Uhr, Soziokulturelles Zentrum Stapeltor (Stapeltor 6)

Duisburg, 15. Mai 2022 -
Die Duisburger Philharmoniker erkunden ihre Stadt und machen sich auf die Suche nach dem spezifischen Sound Duisburgs. „Und dieser Sound ist wirklich vielstimmig – mit u.a. türkischen, syrischen, bulgarischen oder polnischen Klängen“, erklärt Koray B. Sari. Der 32- jährige Gitarrist schlüpft bei diesem Projekt in die Rolle eines musikalischen Dolmetschers, der Kontakte in unterschiedliche Musikszenen der Stadt knüpft und sich mit Vereinen, Gruppen und musikalischen Orten vernetzt: „Wir wollen damit dem Stadtleben nachspüren, verschiedene Communities zusammenbringen und eine Plattform für einen breiteren Austausch untereinander bieten.“

Dafür startet am 24. Mai eine neue Kooperation mit dem Stapeltor: Mit der Jam-SessionReihe „Connect!“ wird der interkulturelle Veranstaltungsort zu einem Treffpunkt für verschiedene Musikkulturen und Strömungen. Hier trifft sich Koray B. Sari mit den Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker, besonderen Gästen und dem Publikum, das die Barriere zwischen Bühne und Zuschauerraum überwindet und ebenfalls eingeladen ist, Teil der Sessions zu werden: „Jeder kann das eigene Instrument mitbringen und einfach mitmachen. Egal welches Instrument aus welchem Kulturkreis – wir werden alles zusammenbringen“, freut sich der Musiker, der selber Baglama, aber auch klassische Gitarre spielt und somit in vielen Musikwelten verwurzelt ist.

Die Initiative ist Teil des Projekts „ÉRCHOMAI – das bewegte Orchester“ der Duisburger Philharmoniker und wird im Rahmen des Bundesförderprogramms „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Mit der darin enthaltenen Initiative „Schlüssel-Sounds“ öffnen sich die Duisburger Philharmoniker den Menschen der Stadt mit ihren unterschiedlichen Migrationsgeschichten, kulturellen Hintergründen und sprachlichen Prägungen. Hier sollen auch Outreach-Aktivitäten wie mobilen Angebote, Netzwerkbildung und Kooperationen mit lokalen Vereinen und soziokulturellen Zentren (wie dem Stapeltor) gefördert werden.

Geplant ist ebenfalls eine größere Abschluss-Veranstaltung im Duisburger Stadtteil Marxloh. Der „Schlüssel“, den Koray B. Sari für seine Funktion als sogenannter Community-Musician mitbringt, lautet: „Verständnis, Kommunikation, Vermittlung. Jede Kultur hat ihre eigenen Denkstrukturen und dadurch entstehen oft viele Missverständnisse und auch Musiker:innen sind oft in ihren musikalischen Routinen drin.
Mit diesem Projekt können wir aber Routinen aufbrechen und verschiedenen Gruppen zusammenbringen. Darin liegt eine große Chance.“

Weitere Termine der Jam Sessions: 31. Mai, 14. Juni und 21. Juni jeweils um 20.00 Uhr. Karten online unter: www.pretix.eu/stapeltor


5. Haniel Klassik Open Air Musikfest auf dem Opernplatz im September

Duisburg, 12. Mai 2022 - Die Franz Haniel & Cie. GmbH, die Deutsche Oper am Rhein, die Duisburger Philharmoniker und die Duisburger Kulturbetriebe laden für Freitag, 2. September, um 20 Uhr zum „5. Haniel Klassik Open Air“ ein. Das mittlerweile dreitägige Musikfest ist seit seiner erfolgreichen Premiere im Sommer 2013 ein fester Bestandteil des Duisburger Kulturlebens.

„Das Haniel Klassik Open Air hat sich zu einer der schönsten Kultur-Traditionen in Duisburg entwickelt. Die Duisburger wissen und schätzen, dass alle zwei Jahre die Spielzeit mit diesem kulturellen Großereignis eröffnet wird. Leider hat uns 2021 die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin zuversichtlich und umso glücklicher, dass wir endlich in 2022 wieder an diese fulminante Erfolgsgeschichte anknüpfen können. Dafür auch meinen besonderen Dank an die Firma Haniel, ohne deren Engagement diese Veranstaltung nicht möglich wäre“, so Oberbürgermeister Sören Link.

Haniel-Finanzvorstand Dr. Florian Funck bekräftigt das Engagement seines Unternehmens: „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr mit dem 5. Haniel Klassik Open Air den Duisburgern wieder einen unvergesslichen Abend mit erstklassiger Musik präsentieren können. Duisburg beheimatet unser Unternehmen seit 1756. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern etwas zurückgeben und dazu beitragen, dass Duisburg eine lebenswerte Stadt mit vielfältigen kulturellen Angeboten bleibt.“

Einen Ausblick auf das Programm gestattet der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer: „Nachdem das Haniel Klassik-Open Air 2021 leider verschoben werden musste, freuen wir uns nun ganz besonders auf dieses Konzert, das auch für uns immer einen Höhepunkt im Kalender darstellt. Solistinnen und Solisten des Opernensembles und der Chor der Deutschen Oper am Rhein werden gemeinsam mit Moderator Götz Alsmann und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Axel Kober ein vielfältiges Programm mit Ausblicken auf die Spielzeit 22/23 präsentieren, u.a. mit Ausschnitten aus „Turandot“, „Macbeth“, „Cavalleria rusticana“ und „Der fliegende Holländer“.

„Die Duisburger Philharmoniker freuen sich sehr, zusammen mit der DOR das Haniel-Open-Air 2022 zu präsentieren und damit eine schöne Tradition fortzuführen. Eine Besonderheit wird der Auftritt zweier chinesischer Perkussionistinnen sein, als musikalischer Gruß zu 40 Jahre Städtepartnerschaft mit Wuhan und als Ausblick auf unser 1. Philharmonisches Konzert“, ergänzt Nils Szczepanski, Intendant der Duisburger Philharmoniker.

Matthias Börger, neuer Kulturdezernent in Duisburg, freut sich ganz besonders auf diese persönliche Premiere und stellt die ersten Programmpunkte für das weitere Wochenende vor: „Es wäre einfach viel zu schade, diese einzigartige Bühne vor dem Theater Duisburg nur an einem Abend zu nutzen. Deshalb bin ich allen Beteiligten sehr dankbar, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein hochkarätiges Musikfest über drei Tage bieten können. Damit zeigen wir die Vielseitigkeit unseres Kulturlebens, von Oper und Philharmonie am Freitag über rockige Töne am Samstag bis hin zu jungen Talenten am Sonntag. Besonders freut es mich, dass es uns auch in diesem Jahr gelungen ist, mit Chris Norman einen international bekannten Künstler auf die Bühne zu holen.“
 
Das Programm für Samstag und Sonntag im Detail:
Am Samstag, 3. September, wird gerockt. Den Beginn um 16 Uhr wird die Duisburger/Moerser Band Echo Appartment übernehmen. Im Jahr 2018 gewannen sie den Fernsehpreis der ARD und am Haniel-Wochenende stellen sie ihren neuen Sänger vor. Anschließend werden wir die sehr talentierten Lokalmatadore von Vintage Neon erleben. Beim letzten Traumzeitfestival waren sie eine der ganz großen positiven Überraschungen.

Mit Paperstreet Empire folgen dann alte Hasen, die sich extra für diesen Auftritt wieder aus ihrer Komfortzone wagen. Anschließend setzen Amour Vache mit ihrem Indie Pop Rock einen weiteren Akzent am Opernplatz. Goldmeister betreten um 20 Uhr die Bühne. Goldmeister mixen deutsche HipHop-Klassiker im Jazz- und Swing Stil der 20iger Jahre. Die Musik sowie das Outfit von Goldmeister sind angelehnt an den Gatsby-Style.

Anschließend gegen 21.30 Uhr folgt dann der Höhepunkt des Abends, Chris Norman. Der legendäre Ex-Sänger der britischen Pop-/Rockband Smokie wird mit einem Best Of Programm die Herzen höherschlagen lassen. Seine Hits sind weltberühmt, ob mit Smokie (u.a. „If You Think You Know How To Love Me“, „Living Next Door To Alice“, „Mexican Girl“), gemeinsam mit Suzie Quatro („Stumblin`In“) oder als Solokünstler („Midnight Lady“).

Das Publikum darf gerne mitsingen- und tanzen. Am Sonntag, 4. September, geht das Programm von 12 bis 16 Uhr musikalisch mit einer „Sonntags-Matinee“ weiter. Beginnen wird der Kinderchor der Deutschen Oper am Rhein. Traditionell ein echter Hingucker und Hinhörer! Anschließend tritt das Junge Ensemble Ruhr auf. Das Junge Ensemble Ruhr steht für Entdeckerlust und Experimentierfreude, für die Auseinandersetzung mit anregenden Themen, Menschen, Musik…

Die 16 Akteure bringen kulturelle Vielfalt und aktuelle Themen auf die Bühnen städtischer Festivals, Theater und überregionaler Wettbewerbe, spielen in Kirchen und Museen, an Schulen, in Sozial- und Flüchtlingsquartieren und eben am 4. September auf der Bühne am Opernplatz. Lebendig geht es danach weiter mit der Bigband der Musik- und Kunstschule Duisburg, die instrumental und mit Gesang Jazz, Funk und Rock, gewürzt mit solistischen Einlagen der Musiker spielen.

Zum Abschluss bietet das für seine außergewöhnlichen und aufwendig inszenierten Konzerte bekannte „Klangkraft Orchester“ einen Hörgenuss aus seinen kreativen Projekten mit Musik, Film, Schauspiel und Tanz. Der Eintritt ist an allen drei Konzerttagen frei. Hinweis:

Auf das 5. Haniel Klassik Open Air freuen sich (v. l. vorne) OB Sören Link, Jutta Stolle (Haniel), Prof. Christoph Meyer und Marwin Wendt (DOR); dahinter v. l. Nils Szczepanski (Duisburger Philharmoniker), Kulturdezernent Matthias Börger und Dr. Florian Funck (Haniel).


Themenführungen Gerhard Richter im Museum Küppersmüühle

Duisburg, 12. Mai 2022 - Anlässlich des internationalen Museumstages am 15. Mai 2022, führt die Kunstvermittlerin Dr. Luther-Zimmer von 13.00 bis 14.00 Uhr interessierte Besucher*innen durch die Sammlungsetagen hin zu Gerhard Richter.  

Zu entrichten ist lediglich der Eintritt ins Haus (Die Führung ist kostenlos. Der Ticketpreis bezieht sich auf den Eintritt). 12,00€ / ermäßigt 6,00€ Eine Anmeldung ist erforderlich - Tickets gibt es ausschließlich online unter: https://museum-kueppersmuehle.de/shop/

 

Lehmbruck Museum: „Sculpture 21st: Rineke Dijkstra”

Laufzeit der Ausstellung: 13. Mai bis 28. August 2022
Eröffnung: Donnerstag, 12. Mai 2022, 19 Uhr (Teilnahme auch ohne vorherige Anmeldung möglich!)

Duisburg, 10. Mai 2022 - Die niederländische Künstlerin Rineke Dijkstra (*1959) beschäftigt sich mit den großen Themen der Menschheit, mit Geburt und Tod, mit Krieg und Frieden und mit der dem Menschen eigenen Verletzlichkeit. Dijkstra ist mit ihren eindringlichen fotografischen Porträts junger Heranwachsender berühmt geworden. Ungeschönt zeigt sie junge Mütter direkt nach der Geburt und junge Männer, die freiwillig in den Krieg ziehen. Großformatige Foto-Serien wie die Aufnahmen von Almerisa, einem jungen Mädchen, das mit ihren Eltern vor dem Bosnien-Krieg in den Westen geflüchtet ist, sind heute Teil der Sammlung des Museum of Modern Art. Sie haben dazu beigetragen, die Gattung der Fotografie als eine ebenbürtige Form neben den anderen künstlerischen Gattungen zu etablieren.
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Rineke Dijkstra arbeitet seit den 1990er-Jahren auch mit dem bewegten Bild der Videokamera. Auch in diesem Medium wirken ihre Bilder ehrlich und unverstellt. Dijkstras Suche gilt dem Aufglimmen von Individualität in Posen, Gesichtern und subtilen Gesten. „Mich hat immer das Paradox zwischen Identität und Uniformität interessiert. [...] Ich warte auf den unbeschützten Moment, die Situation, in welcher jemand seine Pose vergisst und sich die wahre Natur eines Menschen zeigt”, so die Künstlerin.        

Mit der Präsentation der Videoarbeit „Ruth Drawing Picasso“ in der Reihe „Sculpture 21st“ zeigt das Lehmbruck Museum ein ikonisches Motiv der Versunkenheit und Konzentration. Dijkstra führt uns in ihrer charakteristischen intensiven Bildsprache ein junges Mädchen beim Zeichnen im Museum vor. Bei ihrem Besuch der Tate Liverpool studiert Ruth Pablo Picassos Gemälde „Weinende Frau” (1937). Das Werk Picassos bleibt dabei unsichtbar, Ruths Zeichnung können wir nur erahnen: Was fühlt sie im zeichnerischen Nachempfinden der „Weinenden Frau“? Können wir etwas von ihren Gefühlen in ihrem Gesicht, in ihren Gesten entdecken? Das berühmte Gemälde Picassos ist inmitten des Spanischen Bürgerkriegs entstanden, im selben Jahr wie sein Gemälde „Guernica“. Die „Weinende Frau“ folgt dem Topos der „Mater Dolorosa“, der in der spanischen Kunst weit verbreitet ist; sie ist der Inbegriff von Leid und Schmerz.     

Dijkstra erfindet eine zeitgenössische Form für dieses universelle Thema. Visuell isoliert erscheint Ruth im Moment versunken. Mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden sitzend, konzentriert sie sich vollkommen darauf, das berühmte Kunstwerk zu kopieren. Nur das Kratzen des Stiftes auf dem Papier ist zu hören. Die zurückhaltende und zugleich sensible filmische Aufnahme zeigt die konzentrierte Beobachtung des jungen Mädchens in all seiner Natürlichkeit. Inmitten der Glashalle auf einem 3,5 Meter hohen und 6,5 Meter breiten LED-Screen platziert, wirkt sie wie eine raumgreifende, bewegte Skulptur. Monumental und anrührend zugleich entwickelt die ruhige Szene eine stilbildende Kraft.

Die Präsentation von Rineke Dijkstra im Rahmen von „Sculpture 21st” wird gefördert durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Statements der Förder*innen „Mit Rineke Dijkstra hat das Lehmbruck Museum eine Künstlerin für diesen Ort gewonnen, die seit Jahrzehnten junge Menschen in anrührender Weise porträtiert. Diese Bilder erinnern uns an das eigene Heranwachsen und die Unsicherheit; sie sprechen uns direkt an”, so Matthias Börger, Kulturdezernent der Stadt Duisburg. „Damit erfüllt das Lehmbruck Museum aus meiner Sicht eine wichtige Funktion: Es tritt an die Menschen heran und berührt sie emotional.”

„Wir freuen uns sehr, seit 2018 gemeinsam mit dem Lehmbruck Museum im Rahmen der Reihe Sculpture 21st wichtige Kunstpositionen präsentieren zu können. Ein wichtiges Ziel unserer Ausstellungsförderung ist es, aktuelle Themen in unserer Gesellschaft zu beleuchten – genau dies setzt Rineke Dijkstra mit ihrer Videoarbeit Ruth Drawing Picasso um. Um möglichst viele Menschen für Dijkstras Arbeit zu begeistern und Kunst für alle zugänglich zu machen, freuen wir uns, auch in diesem Sommer wieder gemeinsam einen Sparda-Tag veranstalten zu können: Am 7. August sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei freiem Eintritt zu einem Programm mit Musik, Workshops und Führungen eingeladen”, sagt Vera Pues von der Stiftung der Sparda-Bank West.

Sculpture 21st Unter dem Titel „Sculpture 21st” präsentiert das Lehmbruck Museum seit 2014, dem 50. Geburtstag des Museums, wechselnde Positionen zur Skulptur des 21. Jahrhunderts. Einige der wichtigsten Bildhauer*innen der Gegenwart, unter ihnen Tino Sehgal, Monika Sosnowska, Eija-Liisa Ahtila, Xu Bing, Julian Opie und Nevin Aladağ, präsentieren in der ikonischen Glashalle des Museums ihre Werke und unternehmen damit eine Positionsbestimmung zur Skulptur des 21. Jahrhunderts. Sie alle stellen auf sehr unterschiedliche Weise grundlegende Fragen an das Museum, die Kunst und ihr Verhältnis zur Gesellschaft.    

Die imposante Nordhalle des Lehmbruck Museums mit ihren an drei Seiten großflächig verglasten Scheibenfronten aus über sieben Meter hohen Glasscheiben bildet die architektonische Schnittstelle zwischen Museum und Öffentlichkeit: Wechselnde monographische Inszenierungen mit Werken international bedeutender Künstler*innen laden den musealen Raum der außergewöhnlichen Museumsarchitektur Manfred Lehmbrucks neu auf und kreieren ein Erfahrungsfeld, das sich in der Wahrnehmung der Betracher*innen realisiert und diese physisch einbezieht.

428479 rineke%20dijkstra%2c%20foto%20dana%20lixenberg ebdf4d original 1651665015Die Künstlerin Rineke Dijkstra wurde 1959 in Sittard, einer Stadt im südlichen Teil der niederländischen Provinz Limburg, geboren. Sie studierte von 1981 bis 1986 an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam. Dijkstra lebt und arbeitet in Amsterdam. Seit den frühen 1990er-Jahren hat sie ein prägnantes Foto- und Videowerk geschaffen, das eine zeitgenössische Form des Porträts erfindet. Ihre großformatigen Fotografien junger Heranwachsender erinnern in ihrer Größe und visuellen Schärfe an die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Die minimalen kontextuellen Details in ihren Fotografien und Videos regen uns dazu an, uns auf den Austausch zwischen Fotografin und Subjekt und die Beziehung zwischen Betrachter*innen und Betrachtendem zu konzentrieren. 

Rineke Dijkstras Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit präsentiert, unter anderem im Rijksmuseum in Amsterdam (2019), dem Museum of Fine Arts in Boston (2018), im Louisiana Museum of Modern Art in Humblebaek (2017), im Tate Modern in London (2014), dem Guggenheim Bilbao (2014), der Tate Liverpool (2010) und der Pinakothek der Moderne in München (2012).  1997 und 2001 nahm Dijkstra an der Biennale di Venezia teil.  

Dijkstras Werke sind in international renommierten Sammlungen vertreten, so zum Beispiel im Centre Pompidou, Paris, in der Pinakothek der Moderne, München, der Sammlung für zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland, der Sammlung der Neuen Nationalgalerie, Berlin, Vereinigte Arabische Emirate und der Sammlung der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (TBA21), Wien.   2020 wurde Rineke Dijkstra mit dem Johannes Vermeer Award ausgezeichnet. Sie ist zudem Trägerin des Hasselblad Foundation International Awards (2017) sowie des Macallan 2012 Royal Photographic Society Awards.


Lehmbruck Museum: Freier Eintritt am Internationalen Museumstag

Duisburg, 10. Mai 2022 - Am Sonntag, den 15. Mai, findet der alljährliche Internationale Museumstag statt. Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken” feiern Museen in ganz Deutschland den Aktionstag. Das Lehmbruck Museum lädt an diesem Tag bei freiem Eintritt zum Museumsbesuch ein. Um 11.30 Uhr können die Besucher*innen außerdem an einer Führung durch die Ausstellung „Janet Cardiff & George Bures Miller” sowie um 14 Uhr an einem Workshop im CITY ATELIER teilnehmen. In der öffentlichen Führung, die um 11.30 Uhr beginnt, widmet sich die Kunstvermittlerin Dr. Susanne Karow der Ausstellung „Janet Cardiff & George Bures Miller”.

Janet Cardiff und George Bures Miller, The Killing Machine, 2007 © Janet Cardiff and George Bures Miller; Courtesy of the artists and Luhring Augustine, New York, Foto: Thomas Köster


Die Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger 2020 prägen mit ihren eindringlichen Klangarbeiten ein ganz eigenes Genre: In ihren Werken lösen sich die Grenzen zwischen Klangkunst, Hörspiel, Konzert, Kino und Theater auf. Mit großen Rauminstallationen und kleineren, interaktiven Werken rückt die Ausstellung im Duisburger Lehmbruck Museum die multisensorischen Qualitäten des Plastischen in den Vordergrund. Mit ihrem Werk erweitern Cardiff und Miller unser Verständnis von Skulptur in die Welt der Klänge.

Die Immaterialität des Klangs wird körperlich spürbar. Um Anmeldung wird gebeten: 0203 283 3294 oder anmeldung@lehmbruckmuseum.de. Ebenso klangvoll geht es ab 14 Uhr im CITY ATELIER weiter: Unter dem Titel „‚Wenn ich groß bin, werde ich Kunst‘, sprach der Klang” lädt die Hamburger Kulturwissenschaftlerin und Regisseurin Marina Sahnwaldt interessierte Besucher*innen dazu ein, Klänge aus dem KLANGSPORT-Archiv als plastisches Material zu entdecken. Unsere Wahrnehmung ist im Alltag vor allem visuell geprägt.

KunstArztPraxis.de Porträt Marina Sahnwaldt, Foto: Marina Sahnwaldt


Das Projekt KLANGSPORT initiiert eine akustische Entdeckungsreise durch den Sport, um Praktiken des Hörens zu entwickeln und ein aktives Zuhören anzuregen. Im Workshop schließen die Teilnehmer*innen ihre Augen, spitzen die Ohren und stellen fest: Klänge sind allgegenwärtig. In der Kunst werden sie neu geordnet und in Resonanz gebracht.

Um Anmeldung wird gebeten: 0203 283 2195 oder kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de. Abgerundet wird das Programm durch einen Bücherverkauf, bei dem Leseratten und Kunstbegeisterte neuen Lesestoff entdecken können. Der Eintritt und die Teilnahme an der öffentlichen Führung sowie am Workshop sind kostenfrei. Aktuell benötigen Besucher*innen keinen Impf-, Test- oder Genesenennachweis mehr. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.  



8. Kammerkonzert: Tanja Tetzlaff und das SIGNUM Saxophone Quartet präsentieren experimentelle Grenzgänge

Sonntag, 22. Mai 2022, 19.00 Uhr, Philharmonie Mercatorhalle

Duisburg, 9. Mai 2022 - Ihre Gemeinsamkeiten sind die experimentellen Grenzgänge zwischen Genres, Jahrhunderten und Stilrichtungen: Die gefeierte Cellistin Tanja Tetzlaff und das SIGNUM Saxophone Quartet bestreiten gemeinsam das 8. Kammerkonzert und präsentieren ein Programm zwischen Barock und Moderne, zwischen Suite und Tango und zwischen sanften Streichersounds und samtigen Saxophonklängen.

Gemeinsam erkunden die Solist*innen, wie Bach im Saxophonsatz klingt und wie das Cello im „Tango Nuevo“ glänzt. Als „Artists in Residence“ der Duisburger Philharmoniker stellen die Mitglieder des SIGNUM Saxophone Quartets das Klangspektrum ihrer Instrumenten-Familie in dieser Spielzeit facettenreich dar. Mit Tanja Tetzlaff - Foto c Giorgia_Bertazz - holen sie nun im 8. Kammerkonzert eine Solistin ins Boot, die nicht nur ein besonderes Faible für kammermusikalische Experimente hat, sondern ebenfalls auf dem internationalen Parkett als gefeierte Künstlerin gilt.
Konzerteinführung um 18.15 Uhr im „Tagungsraum 6“ des Kongresszentrums im Citypalais

Sinfoniekonzert des Studio-Orchesters Duisburg
Sonntag, 22. Mai 2022, 19.00 Uhr, Theater Duisburg, Großer Saal

Die Mitglieder des studio-orchesters duisburg freuen sich nach zweijähriger Pause endlich wieder auf der Bühne zu stehen. In ihrem Frühlingskonzert stellen die Musiker*innen zwei bekannte Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy ins Zentrum: die sogenannte Schottische Sinfonie und das 2. Violinkonzert. Önder Baloglu, ehemaliger Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker und vielseitiger Wanderer zwischen den musikalischen Welten, ist der Solist des Konzerts.

Die Musiker*innen des Ensembles proben regelmäßig in ihrer Freizeit in einer Duisburger Schulaula und erarbeiten zwei Konzertprogramme pro Jahr, die sie zur Aufführung bringen. Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

 

Aktuelle Ausstellungen im Museum DKM

EROS in Erwartung der Ewigkeit 26.03.2022 – 25.09.2022  
Duisburg, 06. Mai 2022 - Während der nackte Frauenkörper oder der weibliche Akt im Kanon der Kunst einen großen Stellenwert einnimmt, ist die Darstellung des männlichen Akts seit der Antike lediglich in Verknüpfung mit Attributen des Märtyrers oder Helden akzeptiert. Darbietungen der puren männlichen Schönheit und Sexualität waren lange Zeit ein Tabu – die Ausstellung EROS in Erwartung der Ewigkeit präsentiert einen bedeutenden Sammlungsschwerpunkt der Sammlung DKM: das Bild des Mannes in der Fotografie und Skulptur seit dem späten 19. Jahrhundert bis heute.   

Dan Kane, Tim, 1997 © Dan Kane

Die Darstellung der Befreiung des männlichen Akts, Triumph und Tod des Helden sollen die Schönheit und Sinnlichkeit des modernen Eros in den Vordergrund stellen, in die Tiefe des Seins eintauchen lassen sowie mit der Unvermeidlichkeit des Vergänglichen konfrontieren. In dieser Gedankenwelt changieren die Sinne zwischen der faszinierenden Anziehung und Verstörtheit, Schlafen und Erwachen, Schönheit und Tod, Leben und Verlust. 

   
Die Ausstellung vereint Werke folgender Künstlerinnen und Künstler: Dieter Blum (DE, 1986), Katharina Bosse (FI, 1968), Jean-Marie Bottequin (BE, 1941), David Buckland (GB, 1949), Jakov Chalip (RU, 1908 – 1980), Jim Dine (US, 1935), Tom Fecht (DE, 1952), Wilhelm von Gloeden (DE, 1856 – 1931), Konrad Helbig (DE, 1917 – 1986), Eikoh Hosoe (JP, 1933), Albert Hinrich Hussmann (DE, 1874 – 1946), Dan Kane (US, 1954), Charlotte March (DE, 1930 – 2005), Cristina García Rodero (ES, 1949), Will McBride (US, 1931 – 2015), Herbert List (DE, 1903 – 1975), Robert Mapplethorpe (US, 1946 – 1989), Willy Maywald (DE, 1907 – 1985),
 Duane Michals (US, 1932), Mathieu Molitor (DE, 1873 – 1929), Franz Müller-Münster (DE, 1867 – 1936), Erwin Olaf (NL, 1959), Hilmar Pabel (DE, 1910 – 2000), Guglielmo Plüschow (DE, 1852 – 1930), Jury Rupin (UA, 1946 – 2008), Roy Schatt (US, 1909 –2002), Pierre de Soete (BE, 1886 – 1948), Claudia Terstappen (DE, 1959), Ulrich Tillmann (DE, 1951 – 2019), Herbert Tobias (DE, 1924 – 1982), Minor White (US, 1908 – 1976), Marcel Wolfers (BE, 1886 – 1976), Josef Wopfner (CH, 1843 – 1927), Carl Wuttke (DE, 1849 – 1927).  


Die Duisburger Kaiserberganlagen als Gartendenkmal
 
Seit August 2020 stehen die Kaiserberganlagen mit dem Botanischen Garten und dem Ehrenfriedhof als Gartendenkmal unter Denkmalschutz. Wir möchten auf das neue Denkmalthemenheft Duisburger Denkmalthemen 12. Die Kaiserberganlagen als Gartendenkmal hinweisen, in dem die Entwicklungsgeschichte und die charakteristischen Merkmale des Gartendenkmals von der Landschaftsarchitektin Elke Lorenz beschrieben werden.  

Foto: Stadtarchiv Duisburg


Schönheit und Urkräfte der Natur. Claudia Terstappen 26.03.2022 – 25.09.2022  
Claudia Terstappen (DE, 1959) ist in vielen Kunstsparten tätig: Fotografie, Videokunst, Skulptur, Zeichnung, Holzschnitt sowie Installation. In all diesen Genres ist sie über Jahrzehnte dem Thema Landschaft treu geblieben, doch ist es nicht nur die Natur, sondern insbesondere die Verschmelzung von Natur und Kultur, der sie in ihren Arbeiten auf den Grund geht. Sie gibt sich den natürlichen Kräften hin, um die Außenwelt reflektieren und interpretieren zu können und somit die Abhängigkeit zwischen dem Menschsein und der natürlichen Umwelt vor Augen zu führen.  


In der aktuellen Ausstellung Schönheit und Urkräfte der Natur. Claudia Terstappen präsentiert das Museum DKM eine Auswahl an Naturfotografien der Künstlerin Claudia Terstappen. Die Schwarzweißfotografien aus den 1990er und frühen 2000er Jahren stellen einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Sammlungsbestand vor, den das Oeuvre Claudia Terstappens bereits seit den 1980er Jahren in der Sammlung DKM einnimmt. 
Ausstellungsansicht: Schönheit und Urkräfte der Natur. Claudia Terstappen © Stiftung DKM


Omoshirogara verlängert bis 04.09.2022  
Die aktuelle Sonderausstellung "Omoshirogara" präsentiert die außergewöhnliche Sammlung historischer Kimonos der Textilhistorikerin und -sammlerin Yoshiko Inui (Sapporo, JP). In den Mustern und Symbolen der Kleidungsstücke offenbart sich das ganze Drama der japanischen Modernisierung um 1900, die durch die Begegnung mit dem Westen angestoßen wurde. Mit freundlicher Unterstützung der Japan Foundation und dem Auswärtigen Amt.  

Kimono (Detail) aus der Sammlung Inui, Courtesy: Yoshiko Inui  © Christina Wild      

Internationaler Museumstag am 15.05.2022
Jahreskarte des Museum DKM  
Am Sonntag, den 15.05.2022, feiern wir den Internationalen Museumstag. Das Museum DKM können Sie an diesem Tag kostenfrei besuchen und obendrauf gibt es für jeden 10. Besucher eine Jahreskarte im Wert von EUR 100,- umsonst, die 12 Monate lang freien Eintritt ins Museum gewährt!
     

Ausstellungsempfehlung  
Christiane Möbus. Seitwärts über den Nordpol im Sprengel Museum und dem Kunstverein Hannover 30.04.2022 – 24.07.2022  
Anlässlich ihres 75. Geburtstages widmen das Sprengel Museum und der Kunstverein Hannover der niedersächsischen Künstlerin die Doppelschau Christiane Möbus. Seitwärts über den Nordpol. Die Retrospektive versammelt Exponate von 1969 bis hin zu neuen Installationen, die Christiane Möbus (DE, 1947) eigens für die groß angelegte Schau geschaffen hat.

Ihr Werk besticht durch einen einzigartigen Humor, der nicht nur durch Sprache, sondern auch durch eigenwillige Materialkombinationen zum Punkt kommt. Christiane Möbus wurde 1947 in Celle geboren, heute lebt sie in Hannover und Berlin. Von 1966 bis 1970 studierte sie an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Emil Cimiotti. Sie war Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (1982 – 1990) und an der Universität der Künste Berlin (1990-2014).   https://www.sprengel-museum.de/ausstellungen/aktuell/christiane-moebus-seitwaerts-nordpol https://www.kunstverein-hannover.de/ausstellungen.html

Nachruf von Prof. Dr. Christoph Brockhaus (ehemals langjähriger Leiter des Lehmbruck Museums und dritter Vorstand der Stiftung DKM von 1999 - 2008  
Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Ganser (15.09.1937-21.04.2022)  
Am 21. April verstarb Karl Ganser, der brillante Kopf der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (1989-1999), im Alter von 84 Jahren. Karl Ganser hat den nachhaltigsten Strukturwandel des Ruhrgebiets eingeleitet. Zu den 120 Großprojekten, die er ausgewählt und gesteuert hat, gehören in Duisburg der Landschaftspark Duisburg-Nord und der Innenhafen, wo die Galerie DKM im "Garten der Erinnerungen" von Dani Karavan in der "Fenstergalerie" (ehemals Haus Trinks) von 1999 bis 2012 Kunstausstellungen durchgeführt hat - der Vorgängerin des Museum DKM an der Güntherstraße.


Klaus Maas erinnert sich auch an eine andere Begegnung mit Karl Ganser: durch seine Beteiligung (über die Städtische Galerie im Peschkenhaus in Moers) am Projekt "Triennale Ruhrgebiet", das Karl Ganser zusammen mit 15 Kunstmuseen des Ruhrgebiets 1992 entwickelte.   In der von Manfred Schneckenburger herausgegebenen Denkschrift heißt es: "Sie (die Triennale) ist keine zyklische Leistungsschau von Ruhrkunst, sondern holt und zeigt Weltkunst mit Blick auf das Ruhrgebiet. Als künftige Rahmenthemen sind geplant: 1995: Landmarken in der Industrielandschaft 1997: Kunstsammlungen im Ruhrgebiet..."

Manche Idee fiel auf fruchtbaren Boden, veränderte sich dann in Erscheinung und Durchführung. Weitsichtig, wie Karl Ganser war, stieß er Projekte an, die sich z.T. auch über seine Zeit hinaus entfalteten. Künstlerische Landmarken sind inzwischen zum Markenzeichen des Ruhrgebiets geworden, und der Zusammenschluss der 20 RuhrKunstMuseen, zu denen das Museum DKM von Anfang an gehörte, entwickelte seine heutige Form seit 2006.  


Aktueller Hinweis: 3G-Regel Im Museum DKM gilt aktuell die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. Bitte halten Sie einen Nachweis über eine Impfung, eine zurückliegende Erkrankung oder eine negative Testung in Form eines Antigen-Schnelltests (max. 24 Std. zurückliegend) oder eines PCR-Tests (max. 48 Std. zurückliegend) sowie ein gültiges Ausweisdokument bereit. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 11 Jahre sind immunisierten Personen gleichgestellt. Es gelten weiterhin die Abstands- und Hygieneregelungen der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Die Maskenpflicht ist entfallen. 

 

Lehmbruck Museum: Öffentliche Führung „Kleine Welten – große Opern"

Mit Chorgesängen und Belcanto-Arien Freitag, 6. Mai 2022, 15 Uhram  in anderen Welten versinken”
Duisburg, 04. Mai 2022 - An jedem ersten Freitag des Monats gilt im Lehmbruck Museum „Pay What You Want!” – so auch am 6. Mai. Zusätzlich wird um 15 Uhr eine öffentliche Führung angeboten, diesmal in der aktuellen Sonderausstellung der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger Janet Cardiff & George Bures Miller. Unter dem Titel „Kleine Welten – große Opern. Mit Chorgesängen und Belcanto-Arien in anderen Welten versinken” befasst sich Jörg Mascherrek insbesondere mit dem Einsatz der Musik in den faszinierenden Werken des kanadischen Künstlerpaares.  

Die großen Installationen von Janet Cardiff und George Bures Miller beeindrucken durch den poetischen Einsatz von Technik und die aufwendigen, detailreichen räumlichen Inszenierungen. Eine ebenso wichtige Rolle spielen jedoch die Klänge, die auf enorm vielseitige Weise eingesetzt werden. Stimmen, Musik und Geräusche lassen Klangräume entstehen, die die Zuhörer*innen in imaginäre Welten versetzen. Das Fühlen von Klängen, die fast geisterhafte Anwesenheit des Nichtgreifbaren, schafft eine körperliche Präsenz, die eine neue Idee von Skulptur entstehen lässt.  

Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Besucher*innen, die gerne an der öffentlichen Führung teilnehmen möchten, werden gebeten, sich telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de anzumelden.    

Janet Cardiff und George Bures Miller, The Instrument of Troubled Dreams, 2018 © the artists and Luhring Augustine, New York, Foto: Thomas Köster / KunstArztPraxis.de

- Auftakt zur Kooperation zwischen Duisburger Philharmonikern und Museum MKM
- Lehmbruck Lecture „Bewegliche Geschichten"

Auftakt zur Kooperation zwischen Duisburger Philharmonikern und Museum MKM
Duisburg, 02. Mai 2022 - Die lichten Ausstellungsräume des Museums Küppersmühle werden künftig regelmäßig mit Klängen der Duisburger Philharmoniker erfüllt – Musik antwortet auf Kunst. Bereits in dieser Spielzeit finden zwei Konzerte in unterschiedlicher Besetzung statt, die die Themen der Kunst musikalisch aufgreifen. In der ständigen Sammlung des MKM präsentieren am 29. Mai Christoph Schneider und Andreas Reinhard (Klarinette), Carl-Sönje Montag und Laszlo Kerekes (Fagott) sowie Magdalena Ernst und Juan Guzman Esteban (Horn) Bläserliteratur u.a. von Johann Christian Bach und Ludwig van Beethoven.

Beim Wandelkonzert am 12. Juni treffen „Mischtechnik auf Leinwand“ und „lydische Tonart“ zusammen: Ein Streichquartett, eine Klarinette und ein Bajan begleiten die Retrospektive Raimund Girkes mit einem Programm zwischen Klassik und Moderne. Werke u.a. von Beethoven, Messiaen und Preinfalk antworten auf den „Klang der Stille“, den Girkes Bilder evozieren.

Konzerttermine So, 29. Mai 2022 | 20 Uhr in der ständigen Sammlung des MKM So, 12. Juni 2022 | 11 Uhr in der Raimund Girke-Ausstellung im MKM Teilnahme am 29. Mai 2022: 15,- € inkl. Eintritt ins MKM. Teilnehmendenzahl begrenzt. Teilnahme am 12. Juni 2022: im Eintrittspreis für den Museumsbesuch enthalten Tickets online unter: www.museum-kueppersmuehle.de
 


Mitglieder der Duisburger Philharmoniker bei der Eröffnung des Erweiterungsbaus des MKM Museum Küppersmühle am 24.09.2021| © Stiftung für Kunst und Kultur, Foto: Georg Lukas


Lehmbruck Lecture „Bewegliche Geschichten – die Spaziergänge (Walks) von Janet Cardiff und George Bures Miller“, Vortrag von Dr. Birgit Szepanski

Was hat Spazierengehen mit Kunst zu tun? In der Lehmbruck Lecture am Donnerstag, den 5. Mai, 18 Uhr, geht es genau um diesen Zusammenhang, denn die Berliner Kunstwissenschaftlerin Dr. Birgit Szepanski spricht über „Bewegliche Geschichten – die Spaziergänge (Walks) von Janet Cardiff und George Bures Miller“. Damit greift sie ein Thema auf, mit dem sie sich schon in ihrer wissenschaftlich-künstlerischen Dissertation „Erzählte Stadt“ (2014) beschäftigt hat.

Mit ihren Walks haben Cardiff und Miller eine neue Form der Raumwahrnehmung geschaffen. Mehrschichtige Soundtracks, die häufig durch Videoaufnahmen ergänzt werden, führen die Zuhörer*innen durch Erzählungen von (zum Teil fiktiven) Ereignissen entlang eines vorbestimmten Weges. Realität und Fiktion überlagern sich und eröffnen den Partizipierenden Einblicke in andere Welten. Für ihr innovatives Lebenswerk, in dem sich die Grenzen zwischen Klangkunst, Hörspiel, Konzert, Kino und Theater auflösen, wurden Janet Cardiff (*1957) und George Bures Miller (*1960) im Jahr 2020 mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) ausgezeichnet.

Die Ausstellung der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger präsentiert raumgreifende Werke des kanadischen Künstlerpaares der letzten 20 Jahre, darunter – zum ersten Mal in Europa –  ihre neueste Arbeit, die interaktive Rauminstallation Escape Room (2021), in der die Besucher*innen mit ihren Bewegungen Stadtlandschaften und Interieurs „zum Leben erwecken”.  

Teilnahme: 5 Euro Interessierte Besucher*innen werden gebeten, ein Ticket für die Teilnahme an der Lehmbruck Lecture im Ticketshop des Lehmbruck Museums zu buchen oder telefonisch unter 0203 283 3294 zu reservieren. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen.

Janet Cardiff und George Bures Miller, Night Walk for Edinburgh, 2019, Video walk, 55 min © Janet Cardiff and George Bures Miller; Courtesy of the artists and Luhring Augustine, New York, Foto: Chris Scott

- BEAT#05: Konzertreihe feiert fünfjähriges Bestehen
- Lehmbruck Museum: plastikBAR Kunst & Stulle „Alles glänzt!

BEAT#05: Konzertreihe feiert fünfjähriges Bestehen
Freitag, 13. Mai 2022, 20.00 Uhr, Philharmonie Mercatorhalle

Duisburg, 02. Mai 2022 - Vom Publikum wird die Gruppe „Repercussion“ sowohl für ihre mitreißenden und energetischen Live-Performances gefeiert als auch für ihre überraschenden Programme, die zwischen pulsierenden Rhythmen, Elektronik und sinfonischem Orchesterklang changieren. Das Ensemble ist fest mit der Konzertreihe BEAT verbunden und präsentiert nun in der Jubiläumsausgabe zum 5-jährigen Bestehen des Formats ein Auftragswerk des jungen USAmerikanischen Komponisten Michael Laurello, das er für die vier Schlagzeuger von „Repercussion“ und die Duisburger Philharmoniker zu diesem Anlass geschrieben hat.


Toccata 4: Junger Orgelvirtuose Sebastian Heindl zu Gast
Samstag, 14. Mai 2022, 16.00 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

Sebastian Heindl gilt als Virtuose an der Orgel. Er begann seine musikalische Laufbahn als Sänger im Leipziger Thomanerchor, erst im Alt, später im Bass. Danach war er bereit für die Königin der Instrumente: „Für mich zählt Kunst nur, wenn sie live vor Publikum musiziert wird“, bekennt der junge Organist. Sebastian Heindl erweist in „Toccata 4“ dem großen Komponisten und Organisten César Franck zum 200. Geburtstag mit einer Aufführung seines machtvoll brausenden „Grande Pièce Symphonique“ seine Reverenz.

Neben diesem opulenten Zeugnis französischer Orgelromantik hat der junge Musiker, der ebenfalls Komponist und Arrangeur ist, auch eigene Fassungen von bekannten Werken Gershwins und Liszts im Gepäck. Heindl gastierte bereits im Leipziger Gewandhaus, in der Berliner Philharmonie, der Philharmonie Essen und im Konzerthaus Berlin. Konzertreisen führten ihn außerdem nach Großbritannien, Irland, Ungarn, Österreich, in die USA und nach Kanada. Karten gibt es über die Theaterkasse Duisburg Opernplatz (Neckarstraße 1, 47051 Duisburg), Tel. 0203 / 283 62 100 oder per Mail karten@theater-duisburg.de sowie online unter www.duisburger-philharmoniker.de

Lehmbruck Museum: plastikBAR Kunst & Stulle „Alles glänzt!
Am Donnerstag, den 5. Mai, 17.30 Uhr, lädt das Lehmbruck Museum wieder zu Kunst & Stulle an die plastikBAR ein. Dr. Susanne Karow stellt unter dem Motto „Alles glänzt!” Kunstwerke mit glänzender Oberfläche aus der hochkarätigen Sammlung des Museums vor. Im Anschluss an den Rundgang können die Teilnehmer*innen den Abend mit Snacks und Getränken in ungezwungenere Atmosphäre ausklingen lassen. Eine Anmeldung ist erforderlich!  

In der Glashalle des Lehmbruck Museums können die Museumsbesucher*innen einige glanzvolle Highlights entdecken: Bildhauer*innen wie Constantin Brâncuși, Rudolf Belling, Max Bill und Rebecca Horn schaffen mit Materialien wie Messing und polierter Bronze Skulpturen, deren hochglänzenden Oberflächen uns in ihren Bann ziehen. Durch Spiegelungen wirken die Werke verlebendigt und laden dazu ein, je nach Lichteinwirkung und Standpunkt neue Eindrücke zu gewinnen.  

An den Terminen der plastikBAR hat das Lehmbruck Museum bis 20 Uhr geöffnet. Das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske wird empfohlen. Die Teilnahmegebühr von 12 € beinhaltet Eintritt, Führung, Imbiss und Getränk. Anmeldung erforderlich! Tickets können online im Ticketshop des Museums gebucht oder telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an anmeldung@lehmbruckmuseum.de reserviert werden.    

Rudolf Belling, Kopf in Messing (Madonna), 1925 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Fabian Strauch