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Zuwanderungsprobleme Bulgaren und Rumänen

Der Millionenpoker mit der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV)
DVG (Duisburger Verkehrsgesellschaft), wieder einmal, am Ende
Fraktion Piraten-SGU-Bürgerlich-Liberale

Duisburg, 13. Mai 2015 - Am kommenden Montag soll in der Ratssitzung eine Nachtragssatzung zur Haushaltssatzung 2015 beschlossen werden, die eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage der DVV in Höhe von 203,7 Mio. EUR vorsieht.
Für die Bürgerinnen und Bürger ist der Millionenpoker kaum zu verstehen.

Die DVV will massiv investieren, um aus ihrer aktuellen Schieflage herauszukommen. Hierzu soll die Stadt Duisburg einen Kredit über 200 Mio. EUR aufnehmen und an die DVV weiterleiten. Im Gegenzug sichert die DVV weiterhin die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs zu.

'100-Millionen-Schatzkästchen' nur noch auf dem Papier existent
Das ist soweit noch nachvollziehbar. Doch die Zeiten waren einmal anders. 2001 wurden Anteile der Stadtwerke AG verkauft und der Erlös als Gewinnrücklage bei der DVV geparkt. Dieses sogenannte 'Sparstrumpf', oder auch 'Schatzkästchen', war seinerseits mit Absprache der Kommunalaufsicht für die zusätzliche Generierung von Konsolidierungsbeiträgen für den städtischen Haushalt genehmigt worden.

Im Zuge des geplanten Millionentransfers stellte die Fraktion PIRATEN-SGU-BL in öffentlicher Ratssitzung die Frage, ob denn der besagte Sparstrumpf der Stadt bei der DVV noch vorhanden sei und wenn ja, in welcher Höhe. Laut Aussage der Verwaltung weist dieser einen Betrag von 103,8 Mio. EUR auf. Allerdings sei festzustellen, dass dieser Betrag durch die planmäßige Investitionsstrategie und durch den E.ON Anteilrückkauf (SWDU-Anteile) im Anlagevermögen der DVV gebunden sei, so dass eine Auskehrung ohne Belastung des Ergebnisses nicht möglich wäre.
Übersetzt soll das wohl heißen, dass diese Summe nur noch auf dem Papier und dem städtischen Haushalt nicht mehr zur Verfügung steht.

Wirft man einen Blick in ältere Druckvorlagen, stellt man fest, dass es bisher üblich war, Entscheidungen zur Verwendung der Gelder aus dem „Sparstrumpf“ durch Beschlüsse des Rates der Stadt und auch in Absprache mit der Kommunalaufsicht genehmigen zu lassen.

„Seit dem Neuanfang in Duisburg ist dies wohl nicht mehr üblich“, so der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Karlheinz Hagenbuck. „Wir werden in der Sitzung am Montag eine Anfrage dazu stellen, denn das bedeutet, dass die Stadt nicht nur 203,7 Mio. EUR Kredit für die DVV aufnimmt, sondern noch zusätzlich auf die 103,8 Mio. EUR des Sparstrumpfes verzichtet. Niemand kann mit gutem Gewissen diesem Millionenpoker zustimmen, zumal noch nicht einmal die ursprüngliche Haushaltsatzung 2015 von der Bezirksregierung bisher genehmigt wurde“, so Ratsherr Hagenbuck weiter.