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Kommunaler Wärmeplan Duisburg
Duisburg stellt mit Ratsbeschluss vom 4. Mai 2026 die Weichen für klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045

Duisburg, 6. Mai 2026 - Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner gestrigen Sitzung am 4. Mai den Kommunalen Wärmeplan beschlossen. Dieser wurde seit September 2023 von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) und der Stadtverwaltung erarbeitet.

Ziel der Kommunalen Wärmeplanung ist eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung für die Duisburgerinnen und Duisburger. Der Wärmeplan analysiert den aktuellen Gebäudebestand und zeigt auf, welche Versorgungsoptionen in welchen Stadtteilen perspektivisch sinnvoll sind – etwa der Ausbau von Wärmenetzen oder der Einsatz dezentraler Lösungen wie Wärmepumpen.

Für Bürgerinnen und Bürger schafft der Wärmeplan erstmals eine strategische Orientierung, welche Lösungen langfristig in ihrem Quartier in Frage kommen könnten. Damit bildet er eine wichtige Grundlage für zukünftige Investitionsentscheidungen – sowohl für private Eigentümer als auch für Unternehmen.

Gleichzeitig gilt: Der Kommunale Wärmeplan ist kein verbindlicher Fahrplan für einzelne Gebäude und ersetzt keine individuelle Beratung. Er trifft keine unmittelbaren Vorgaben für Heizungswechsel und garantiert auch noch keinen Anschluss an ein Wärmenetz. Vielmehr bildet er den strategischen Rahmen, auf dessen Basis konkrete Projekte und Angebote in den kommenden Jahren entwickelt werden.

„Mit dem Wärmeplan ermöglichen wir mehr Orientierung und Planungssicherheit für Bürger, Kommune und Wirtschaft. Der Plan bildet die Grundlage für die schrittweise Umsetzung einer wirtschaftlichen, nachhaltigen und verlässlichen Wärmeinfrastruktur“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Die Kommunale Wärmeplanung wurde in zahlreichen Veranstaltungs- und Beteiligungsformaten vorgestellt und diskutiert. Politik, Unternehmen, Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger haben ihre Perspektiven eingebracht und so zur Weiterentwicklung des Plans beigetragen.

Umweltdezernentin Linda Wagner begrüßt die starke Beteiligung der Duisburgerinnen und Duisburger: „Das große Interesse hat gezeigt, dass die Duisburger Wärmewende ein Gemeinschaftsprojekt ist, was jeden betrifft. Darauf wollen wir aufbauen für die weiteren Projektschritte.“

Andreas Gutschek, Geschäftsführer der DVV und Vorstand der Stadtwerke Duisburg betont: „Wir haben den Kommunalen Wärmeplan aktiv mitentwickelt und sehen darin eine wichtige strategische Grundlage für die Wärmewende in Duisburg. Für uns als kommunales Unternehmen bedeutet das zugleich Verantwortung: Wir werden die nächsten Schritte so gestalten, dass diese sowohl nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig sind und gleichzeitig die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden in der Stadt berücksichtigt werden.“

Die nächsten Schritte: Der beschlossene Wärmeplan wird von der Stadt an das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) übertragen, dass das Monitoring der Wärmeplanung in NRW-Kommunen übernimmt. Parallel beginnt in Duisburg die nächste Phase: die Konkretisierung und schrittweise Umsetzung der identifizierten Maßnahmen. Ziel ist es, die Wärmewende vor Ort gemeinsam mit kommunalen Akteuren, Wirtschaft und Bürgerschaft weiter voranzubringen.

Februar 2026: Stadt Duisburg legt Kommunale Wärmeplanung offen
November 2024: Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse vorgestellt