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6-Seen-Wedau


https://www.6-seen-wedau.de/home - Das größte Neubaugebiet in NRW - Visualisiereung Lage am Masurensee
6-Seen-Wedau: Wettbewerb für öffentlich geförderten Wohnungsbau entschieden

 Duisburg, 11. April 2022 - Die Entscheidung ist gefallen: Vergangene Woche (6. April 2022) tagte die Jury für den Planungswettbewerb für zwei Baufelder im Neubaugebiet 6- Seen-Wedau. Der Siegerentwurf stammt vom Duisburger Architekturbüro Druschke und Grosser Architektur. Die GEBAG ist Eigentümerin der zwei Baufelder mit einer Gesamtgröße von über 15.000 Quadratmetern.

Die Wohnungsbaugesellschaft möchte die Bebauung auf den Grundstücken selbst realisieren; die Gebäude werden im Bestand der GEBAG verbleiben. Es sollen insgesamt rund 150 Wohneinheiten entstehen, davon bis zu 60 Prozent öffentlich gefördert. Die Baufelder liegen im Quartier „Am Wasserturm“, das nördlichste der insgesamt vier neuen Quartiere im Baugebiet 6-Seen-Wedau. In diesem Quartier entstehen zudem ein Nahversorgungszentrum sowie eine Kindertagesstätte und eine Grundschule.

Bebauungsmix aus Punkthäusern und Zeilenbebauung vor, mit insgesamt 147 Wohn- sowie 19 Gewerbeeinheiten. Baustart 2024 - Druschke und Grosser Visualisierung

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali (Turkali Architekten, Frankfurt/Main) begründete ihre Wahl wie folgt: „Das Konzept zeichnet sich durch eine hohe Vielfalt in der Architektursprache aus, die sich u. a. in der Erschließung und der Baukörpergliederung darstellt. Das Mobilitätskonzept ist schlüssig in den Entwurfskontext eingebunden und ergänzt die wohldurchdachte Außenraumplanung. (…)

Die Arbeit zeichnet sich durch eine hohe Vielseitigkeit im Entwurfskonzept aus, und weist eine äußerst gelungene Integration der unterschiedlichen Anforderungen an die Wettbewerbsaufgabe auf.“ (Auszug aus dem JuryUrteil) Den zweiten Rang belegte das Büro Reichel Schlaier Architekten GmbH (Stuttgart), der dritte Platz ging an das Freiburger Architekturbüro mbpk Architekten und Stadtplaner GmbH. Gleichrangige Anerkennungen sprach das Preisgericht aus für RKW Architektur+ aus Düsseldorf und das Kölner Planungsbüro ASTOC Architects and Planners GmbH.

Das Preisgericht rund um Jury-Vorsitzenden Prof. Zvonko Turkali (10. von rechts), GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer (5. von rechts), Stadtplanungsdezernent Martin Linne (2. von rechts) und Stadtdirektor Martin Murrack (ganz links). Foto GEBAG-Daniel Koke


Oberbürgermeister Sören Link zum Wettbewerbs-Ergebnis: „6-SeenWedau soll sich in den kommenden zehn Jahren zu einem bedeutsamen Wohnstandort mit überregionaler Strahlkraft entwickeln. Um das zu erreichen, ist uns eine zukunftsfähige Planung wichtig, die jedoch trotzdem den lokalen Bezug nicht verliert. Ich bin froh, dass Druschke und Grosser Architektur in seinem Entwurf den in Wedau herrschenden Gedanken der Gartenstadt-Architektur aufgenommen und zukunftsfähig weiterentwickelt hat.“

Die GEBAG hatte den nichtoffenen, einstufigen Planungswettbewerb im November gestartet, zuvor hatte ein Bewerbungsverfahren für Architekturbüros stattgefunden. Darüber hatten sich insgesamt 15 Büros aus Deutschland und Europa qualifiziert. „Die GEBAG und die Stadt Duisburg verfolgen mit 6-Seen-Wedau hohe Ambitionen für einen zukunftsfähigen Städtebau“, erläutert Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG.
„Dies gilt natürlich auch für den öffentlich geförderten Wohnungsbau. Ich freue mich, dass der Entwurf von Druschke und Grosser zeigt, dass Aspekte wie eine wassersensible Stadtentwicklung, umweltfreundliche Mobilität und klimagerechte Architektur in allen neuen Quartieren in unseren Städten eine Rolle spielen müssen – ganz unabhängig davon, ob in einem Baufeld vorrangig öffentlich gefördert oder freifinanziert gebaut wird.“


Der Siegerentwurf sieht einen Bebauungsmix aus Punkthäusern und Zeilenbebauung vor, mit insgesamt 147 Wohn- sowie 19 Gewerbeeinheiten. Es sind unterschiedliche Wohnformen vorgesehen, beispielsweise Gruppenwohnungen für Ältere („Silver-Aging-WGs“), CoLiving-Konzepte sowie flexible Arbeitsmodelle in den Gewerbeeinheiten. Das Mobilitätskonzept folgt der Idee einer nachhaltigen und stadtverträglichen Mobilität, der Fuß- und Radverkehr werden als Leitverkehr im oberirdisch weitestgehend autofrei geplanten Quartier definiert.

Der Wasserturm dient als identitätsstiftende Landmarke im Quartier, welche sich durch unterschiedliche Nutzungsqualitäten der Außenräume (Parkfläche am Wasserturm, Urban-Gardening-Bereiche, Spielflächen) auszeichnet. Die GEBAG als Eigentümerin der beiden Baufelder beabsichtigt, gemäß der Auslobung nach RPW-Richtlinien, einen der Preisträger mit der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung des Entwurfs zu beauftragen. Mit den ersten Hochbautätigkeiten ist voraussichtlich im Jahr 2024 zu rechnen


6-Seen-Wedau: Erste Investoren für insgesamt 26.100 Quadratmeter stehen fest

Duisburg, 30. März 2022 - Das größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen schreitet voran: am 29. März 2022 wurden die ersten Kaufverträge mit Investoren für zwei Vermarktungslose geschlossen. Die Vermarktung der beiden Lose war im letzten Jahr angelaufen. Die Baufelder sind 7.500 bzw. 18.600 Quadratmeter groß und befinden sich im zukünftigen Quartier „Neue Gartenstadt“. Der Bebauungsplan sieht die Errichtung von Mehrfamilienhäusern sowie modernen Stadthäusern im Gartenstadtcharakter vor – in Anlehnung an die bereits bestehende Bebauung in Wedau.  

 
„Das große Interesse von Investoren aus ganz Deutschland an dem Vermarktungsprozess von 6-Seen-Wedau beweist, welche Faszination und Strahlkraft von der Entstehung dieses neuen Stadtteils in Duisburg ausgeht – ein absolutes Ausnahmeprojekt“, sagt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.   „Wir haben hier die einmalige Chance, mit renommierten und ambitionierten Investoren zusammen ein absolutes Vorzeigeprojekt zu entwickeln“, führt GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer aus. „Ich freue mich, dass mit den ersten beiden Investoren das Projekt 6-Seen-Wedau nun einen weiteren großen Schritt in Richtung Zukunft macht.“  


Die GEBAG hatte den Vertrieb für die beiden Baufelder im März 2021 gestartet, damals waren 150 vorgemerkte Investoren dazu aufgerufen, Interesse am Kauf eines der beiden Vermarktungslose zu bekunden. Von den über 30 interessierten Investoren wurden nach Prüfung pro Vermarktungslos jeweils fünf bis sechs Investoren eingeladen, ein Konzept für die Bebauung der Fläche zu erarbeiten. Die Entscheidung erfolgte anhand eines kombinierten Konzept- und Bieterverfahrens.  


Aktuell läuft die Vermarktung für zwei weitere Lose, ebenfalls im Quartier „Neue Gartenstadt“. Die Vermarktung wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen. Auch bei diesen Losen läuft der Vertrieb über ein kombiniertes Konzept- und Bieterverfahren.  


Entwurf: BPD Immobilienentwicklung GmbH, Düsseldorf
Das mit insgesamt 18.600 Quadratmetern Fläche größere der beiden Vermarktungslose wird entwickelt von der BPD Immobilienentwicklung GmbH, einer der größten Gebiets- und Projektentwickler in Europa. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten (scheuvens + wachten plus, Dortmund) lobt am Entwurf die gelungene (Weiter-) Entwicklung des Gartenstadtgedankens: Die geplanten Gebäude „ergeben ein harmonisches Ensemble, das sich mit den Bestandsgebäuden in der Nachbarschaft wie selbstverständlich verbindet. (…) Insgesamt überzeugt der Entwurf durch ein vielfältiges Nutzungsangebot mit einer hohen gestalterischen Qualität.“

Visualisierung - Copyright kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH

Der Entwurf steht ganz unter dem Motto „Gartenstadt”, die geprägt ist von kleinen Plätzen, zahlreichem Grün und maßgeblichen Aufenthaltsbereichen: „Unser Entwurf soll vor allem ganzheitlich betrachtet werden, denn wir realisieren nicht nur Wohnungen, wir möchten auch dem gesamten Erscheinungsbild Rechnung tragen, indem wir besonders attraktive Außenflächen gestalten, die für alle einen Mehrwert mit sich bringen“, sagt Dirk Brockmeyer, BPD Leitung Regionalbüro Dortmund.


BPD-ksg - Copyright kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH


Konzept des Entwurfs ist es, den beiden zentralen Punkten im Quartier eine neue Interpretation der Gartenstadt des 21. Jahrhunderts zu liefern.  Es sollen einzelne Hausbausteine entstehen, die städtebauliche Adressen ausbilden und soziale Identitäten stiften. So wird jeder einzelne Baustein als soziale Gemeinschaft verstanden, die im offenen Innenhof Platz für das Miteinander anbietet

Entwurf: Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH, Düsseldorf
Das zweite Los mit einer Größe von insgesamt rund 7.500 Quadratmetern wird durch die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft entwickelt. Die Jury lobt „eine ruhige und wertige Architektur“, deren einzelne Baukörper zu einem „abwechslungsreichen Ensemble gefügt“ werden. Außerdem überzeugt die Planung der Außenräume: „Die Freiraumgestaltung des Baufelds verspricht ein hochwertiges Wohnumfeld (…).“  


Copyright Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH

Die Aachener SWG wird ein Quartier mit 28 Wohneinheiten zur Miete inklusive zwei Wohngruppen, sowie 32 Eigentumswohnungen und acht Einfamilienhäusern, die als aneinanderhängende Kettenhäuser realisiert werden, gestalten. Öffentlich geförderter Wohnraum ist an dieser Stelle nicht geplant. Die Aachener SWG hat sich trotzdem dazu entschieden, die Grundrisse der Mieteinheiten so zu gestalten, dass die Vorgaben an eine Wohnraumförderung erfüllt werden, um in Zukunft die Möglichkeit zu haben, geförderten Wohnraum zu realisieren. Vier Gewerbeeinheiten komplementieren den Quartiersgedanken. Eine dieser Einheiten ist unter dem Namen „Raum der Möglichkeiten“ für die Bewohner des Quartiers reserviert und kann beispielsweise als Nachbarschaftstreff genutzt werden.

Copyright Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH

Dem Namen Gartenstadt wird in dem Quartier zukünftig alle Ehre gemacht. Sämtliche Dachflächen werden begrünt. Da die Flachdächer in verschiedenen Ebenen angeordnet sind, prägen die Grünflächen das Gesamtbild. Erlebbare Regenversickerungsflächen gestalten den Innenhof nachhaltig und optisch ansprechend. Allein hier möchte die Aachener SWG Bäume im dreistelligen Bereich pflanzen.   


 

GEBAG startet Vermarktung für 6-Seen-Wedau

Duisburg, 15. März 2021 - Es wird konkret im Duisburger Süden: Die GEBAG hat die Vermarktung für die ersten Baufelder im Neubaugebiet 6-Seen-Wedau gestartet. „Der Beginn der Vermarktung ist ein entscheidender Schritt für 6-Seen-Wedau. Das größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen geht damit in die nächste Phase, der Start der Hochbau-Arbeiten rückt in greifbare Nähe“, so Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.

In einem ersten Schritt werden nun zunächst die rund 200 bereits vorgemerkten potenziellen Investoren angesprochen, die sich nun mit den Vermarktungsunterlagen vertraut machen und ein Konzept für die Entwicklung der Baufelder erarbeiten und einreichen können. Die Vergabe erfolgt über ein kombiniertes Konzeptvergabe- und Bieterverfahren, d. h. neben dem Kaufangebot wird durch eine Bewertungskommission vor allem die inhaltliche Qualität der jeweiligen Bebauungskonzepte bewertet.

Die ersten Baufelder, die in die Vermarktung gegeben werden, befinden sich im nördlichen Teil des Quartiers „Neue Gartenstadt“. Hier soll vorrangig Geschosswohnungsbau im Gartenstadtcharakter – in Anlehnung an die bereits bestehende Bebauung in Wedau – entstehen. Nördlich des Quartiers „Neue Gartenstadt“ befindet sich das Quartier „Am Wasserturm“, wo unter anderem das Nahversorgungszentrum, die Grundschule und eine der Kindertagesstätten entstehen werden. Die GEBAG errichtet in diesem Quartier auch öffentlich geförderten Wohnungsbau. Hierfür plant die GEBAG die Durchführung eines Architektenwettbewerbs, der im Laufe dieses Jahres starten soll.

Die GEBAG plant die Fertigstellung der ersten 50-100 von insgesamt rund 300 öffentlich geförderten Wohnungen voraussichtlich Ende 2024. „6-Seen-Wedau ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland und soll als Vorzeigeprojekt das Leben und Wohnen von morgen versinnbildlichen und als Visitenkarte für die Stadtentwicklung Duisburgs dienen. Deshalb soll sich die zukünftige Wohnbebauung durch eine nachhaltige Bauweise, innovative Planungskonzepte und eine hohe architektonische Qualität auszeichnen. Wir erwarten entsprechend von den Investoren herausragende und zukunftsfähige Konzepte“, bekräftigt Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG.

Informationen zum Projekt gibt es unter www.6-seen-wedau.de.

Die Bauarbeiten auf der Projektfläche schreiten voran - Foto GEBAG

Auf insgesamt 60 Hektar brachliegender Bahnfläche entsteht im Duisburger Süden mit „6-Seen-Wedau“ eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland. Auf dem südlichen Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks der Bahn soll ein regional bedeutsames Wohngebiet mit rund 3000 Wohneinheiten entstehen. Eine hohe Lebensqualität, verbunden mit infrastrukturellen Angeboten, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in direkter Wasserlage, prägt den neu entstehenden Stadtteil, der ein breites Spektrum von qualitätvollen Wohnformen und -typen im Eigentums- und Mietsegment bieten wird. Die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft GEBAG hatte das Gelände 2019 von der Deutschen Bahn erworben und entwickelt seither das insgesamt rund 60 Hektar große Areal.

6-Seen-Wedau: erster Baum gepflanzt

Duisburg, 23. Februar 2022 - 6-Seen-Wedau wächst – und das sogar wortwörtlich: Am 22. Februar setzten Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und GEBAGGeschäftsführer Bernd Wortmeyer einen der ersten Bäume im Projektgebiet.


„Stadtgrün spielt gerade in einem dicht besiedelten städtischen Bereich eine wichtige Rolle. Bäume verbessern die Luftqualität, spenden im Sommer Schatten und bieten Lebensraum. Wir haben nun die Chance, einen komplett neuen Stadtteil grün zu gestalten. Und diese Chance werden wir nutzen,“ so Oberbürgermeister Sören Link. Die Pflanzarbeiten laufen noch bis zum 31. März.

Im zukünftigen Quartier „Am Wasserturm“ werden über 140 neue Bäume gesetzt, darunter beispielsweise Erlen, Kirschen, Ulmen und diverse Weiden. Im Bereich der neu entstehenden Traverse (zwischen der „Neuen Gartenstadt“ und dem „Seequartier“) werden weitere 73 Bäume gepflanzt, unter anderem Pappeln, Kirschen, Waldkiefern und Spitzahorn. „Die Vielfalt der Bäume und Sträucher, die wir im Gebiet von 6-Seen-Wedau pflanzen werden, stehen dabei sinnbildlich für die wachsende Vielfalt, die das neue Quartier für die Stadtgesellschaft Duisburgs bringen wird“, so GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer.

 „6-Seen-Wedau wird die Entwicklung Duisburgs nachhaltig prägen und voranbringen, davon bin ich überzeugt.“ Seit dem 7. Februar werden im derzeitigen Masurenuferbereich Bäume und Sträucher für die weiteren Erschließungs- und Bauarbeiten des Projekts gerodet. Als Ausgleich pflanzt die GEBAG im weiteren Verlauf der Renaturierungsarbeiten des Uferbereichs insgesamt rund 195 neue Bäume und gut 4.500 qm Sträucher und Gehölze.

Oberbürgermeister Sören Link und GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer pflanzten am 22. Februar 2022 einen der ersten Bäume im Projektgebiet 6-Seen-Wedau. (Foto: Uwe Köppen)

6-Seen-Wedau: Offenlegung des Bruchgrabens wird vorbereitet  
Renaturierung des Bruchgrabens 

6-Seen-Wedau: Offenlegung des Bruchgrabens wird vorbereitet  
Duisburg, 04. Februar 2022 - 6-Seen-Wedau, das größte städtebauliche Projekt in NRW, nimmt mehr und mehr Formen an. Einer der nächsten Schritte auf der Agenda der Flächenentwicklung ist die Renaturierung und Offenlegung des Bruchgrabens, der künftig das Neubaugebiet queren wird. Hierfür sind einige Vorarbeiten erforderlich, die die GEBAG ab Februar in Angriff nimmt:  

Rodungsarbeiten im Uferbereich Ab dem 7. Februar werden für drei Wochen Rodungsarbeiten im derzeitigen Masurenuferbereich durchgeführt. Im Rahmen dieser Arbeiten werden rund 80 Bäume sowie diverse Sträucher im Uferbereich zwischen der Sportplatzanlage des ETUS Wedau sowie der Straße Am See gerodet. „Die Rodungsarbeiten müssen durchgeführt werden, damit der Bruchgraben im vollen Planungsrahmen offengelegt werden kann“, erklärt Jens Sperke, Bereichsleiter Flächenentwicklung bei der GEBAG. „Als Ausgleich für die zu fällenden Bäume werden wir jedoch im späteren Verlauf der Renaturierung des gesamten Uferbereiches insgesamt rund 195 Bäume und ca. 4.500 qm Gehölze/Sträucher neu setzen.“

Die Arbeiten sind mit dem Umweltamt sowie der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und von diesen genehmigt. Bei der artenschutzrechtlichen Kontrolle der Baumhöhlen haben sich ebenfalls keine Verbotstatbestände im Sinne des Artenschutzes ergeben. Außerdem wird die ökologische Baubegleitung den Rodungsarbeiten weitenteils beiwohnen, um auszuschließen, dass sich Fledermausquartiere oder andere Brutstätten in den Baumhöhlen befinden.  


Abbruch Fußgängerbrücke
Außerdem wird zwischen dem 9. und 16. Februar die Fußgängerbrücke über dem bisher offenliegenden Stück des Bruchgrabens (Fußweg im Uferpark) abgebrochen. In diesem Zuge kommt es zu Verkehrseinschränkungen und einer dauerhaften Umleitung für den Fußgängerverkehr über den Gehweg der Masurenallee, für den Autoverkehr bleibt die Masurenallee jedoch durchgängig befahrbar.

Ansicht des aktuell offenliegenden Teilstücks des Bruchgrabens, westlich der Masurenallee. Diese Fußgängerbrücke wird ab dem 9. Februar abgerissen.  

Verlegung Ferngasleitung
„Für die Offenlegung des Bruchgrabens und den späteren Bau der neuen Promenade ist es zudem unerlässlich, eine Ferngasleitung umzuverlegen“, erläutert Jens Sperke. Der Bereich, in dem die Ferngasleitung zwischen April und Oktober 2022 verlegt wird, liegt zwischen dem Sportplatz des ETuS und der Straße „Am See“, parallel zur Masurenallee.


In diesem Zusammenhang kommt es zu Verkehrseinschränkungen und einer dauerhaften Umleitung für den Fußgängerverkehr über den Gehweg der Masurenallee, für den Autoverkehr bleibt die Masurenallee jedoch durchgängig befahrbar. Noch ein wichtiger Hinweis für alle Vereinsmitglieder: Die Vereinsanlagen des ETuS Wedau sowie des WCR Duisburg entlang des Ufers können während der gesamten Bauzeit genutzt werden.

Renaturierung und Offenlegung des Bruchgrabens 
Der Bruchgraben hat seinen Ursprung rund zwei Kilometer entfernt vom Neubaugebiet 6-Seen-Wedau, im Speldorfer Wald. Er dient der Entwässerung des Südgrabens, des Bissingheimer Grabens sowie dem Überlauf des Blauen Sees und wird zukünftig auch der Regenwasserabführung im neuen Plangebiet dienen.
Aktuell verläuft der Bruchgraben unterirdisch unter dem Gelände des Alten Güterbahnhofs, das ebenfalls von der GEBAG entwickelt wird, führt weiter unter der Fläche von 6-Seen-Wedau entlang und mündet in den Masurensee. Lediglich vor der Einmündung gibt es einen rund 110 Meter langen offenen, naturfernen Gewässerabschnitt.


Der Bebauungsplan für 6-Seen-Wedau sieht vor, dass der Bruchgraben „an die Luft“ geholt wird: So soll eine rund zehn Meter breite Freifläche geschaffen werden, die von Osten (ab dem Lärmschutzwall) nach Westen (bis zum Masurensee) verläuft. In dieser Freifläche soll sich der Bruchgraben frei mäandernd als Fließgewässer mit einer Länge von insgesamt rund 300 Metern entwickeln. Die Gestaltung des Bruchgrabens basiert auf dem Entwurf von Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, die 2017 den freiraumplanerischen Wettbewerb für 6-Seen-Wedau gewonnen hatten.


Die nördliche Seite des Bruchgrabens wird aus einer Gabionenwand bestehen, der südliche Bereich aus einer Böschung, die an den späteren Uferpark angrenzen wird. Fußgänger und Radfahrer werden den Bruchgraben in Zukunft über zwei Brücken queren können. Die Baumaßnahme für den Bruchgraben soll nach aktuellen Planungen im April 2022 beginnen und Mitte 2023 abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung des Bruchgrabens wird die Masurenallee nicht mehr in voller Länge befahrbar sein, Anlieger aus südlicheren Bereichen der Masurenallee können dann jedoch über die neue Hauptmagistrale fahren und so ihr Ziel erreichen.  

 

Sanierung des Schornsteins in Wedau-Nord abgeschlossen

Duisburg, 10. Dezember 2021 - Die GEBAG hat die Sanierung des denkmalgeschützten Schornsteins auf der Entwicklungsfläche Wedau-Nord abgeschlossen. Mit den Arbeiten war im April begonnen worden. Im Rahmen der Instandsetzung wurden Schornsteinringe erneuert und saniert, Steigschutzschienen und Kaminruhepodeste montiert sowie das Mauerwerk an beschädigten Stellen neu verfugt.

Die GEBAG hat rund 105.000 Euro investiert, um den Schornstein zukunftsorientiert und denkmalgerecht zu sanieren. Das Kesselhaus und der zugehörige Schornstein sollen im Zuge der Planungen für das Technologie- Quartier Wedau-Nord erhalten und in die künftige Nutzung integriert werden. Ein genaues Nutzungskonzept steht noch nicht fest.

Foto GEBAG Bernd Uhlen

6-Seen-Wedau: Wettbewerb für öffentlich geförderten Wohnungsbau gestartet

Duisburg, 24. November 2021 - Für das Flächenentwicklungsprojekt 6-Seen-Wedau hat die GEBAG nun den Planungswettbewerb für zwei Baufelder gestartet, in denen überwiegend öffentlich geförderter Wohnungsbau realisiert werden soll. Die beiden Baufelder liegen im Quartier „Am Wasserturm“, das nördlichste der insgesamt vier neuen Quartiere im Baugebiet 6-Seen-Wedau. In diesem Quartier entstehen zudem ein Nahversorgungszentrum sowie eine Kindertagesstätte und eine Grundschule.

„Die GEBAG und die Stadt Duisburg verfolgen mit 6-Seen-Wedau hohe Ambitionen für einen zukunftsfähigen Städtebau“, erläutert Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG. „Bei der Planung für die Quartiere spielen Aspekte wie eine wassersensible Stadtentwicklung, umweltfreundliche Mobilität und klimagerechte Architektur eine zentrale Rolle. Wir erwarten von den am Wettbewerb teilnehmenden Büros eine hohe planerische Qualität, die sich auch durch nachhaltige Bauweisen, innovative Planungskonzepte und eine hohe architektonische Qualität auszeichnen.“

In den beiden Baufeldern, die insgesamt über 15.000 Quadratmeter groß sind, sollen insgesamt rund 150 Wohneinheiten entstehen, davon bis zu 60 Prozent öffentlich gefördert. Neben Wohnungen bieten die beiden Baufelder aber auch Möglichkeiten für weitere Nutzungen, wie beispielsweise Co-Working-Spaces. Zudem sollen auch Themen wie Mehrgenerationenwohnen und smarte Gebäudetechnologien von den Planern berücksichtigt werden.

Oberbürgermeister Sören Link führt aus: „6-Seen-Wedau soll sich in den kommenden zehn Jahren zu einem bedeutsamen Wohnstandort mit überregionaler Strahlkraft entwickeln. Um das zu erreichen, ist uns eine zukunftsfähige Planung wichtig, die jedoch trotzdem den lokalen Bezug nicht verliert. Daher soll die Architektur sich anlehnen an die bereits bestehende Gartenstadtbebauung in Wedau.

Der Wettbewerb wird als nichtoffenes, einstufiges Verfahren durchgeführt; zuvor hat ein Bewerbungsverfahren für Architekturbüros stattgefunden. Hier haben sich 15 Büros aus Deutschland und Europa qualifiziert, die nun nach dem Kolloquium am 22. November in die Planungsphase starten. Die Jury zum Wettbewerb wird im April 2022 tagen und den Siegerentwurf küren.

So könnte es im Quartier „Am Wasserturm“ im Neubaugebiet 6-Seen-Wedau einmal aussehen. (Quelle: GEBAG)

 

Rahmenplan für Wedau-Nord soll beschlossen werden

Duisburg, 31. August 2021 - Die neue Nutzung der Fläche Wedau-Nord nähert sich einem weiteren Meilenstein: Im September steht die neue städtebauliche Rahmenplanung auf der Tagesordnung im Rat der Stadt Duisburg. Die neue Rahmenplanung stammt vom Frankfurter Büro AS+P Albert Speer + Partner. Sie folgt auf die ursprünglich für die Fläche beschlossene Rahmenplanung des Dortmunder Büros plan lokal. Eine erste Rahmenplanung, die im Zusammenhang mit dem Rahmenplan für die Fläche 6-Seen-Wedau entwickelt wurde, sah eine rein gewerbliche Nutzung der Fläche vor – diese Planung wurde von der GEBAG nach dem Ankauf der Flächen jedoch nicht weiterverfolgt.

Da künftig eine vor allem universitäre Nutzung des Gebiets geplant ist, war eine neue städtebauliche Rahmenplanung nötig. Die rund 30 Hektar große Fläche schließt sich unmittelbar nördlich an die Fläche des Städtebauprojekts 6-Seen-Wedau an. Sie befindet sich seit 2019 im Besitz der GEBAG, seit Beginn des Jahres gehört das Grundstück deren Tochtergesellschaft GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH (GEBAG FE), die das Gelände auch entwickelt.

Das Plangebiet soll als hochmodernes, zukunftsgerichtetes Forschungs-, Technologie- und Innovations-Quartier entwickelt werden. Eine der Hauptnutzerinnen soll künftig die Universität Duisburg-Essen sein, die die Fakultät der Ingenieurswissenschaften am neuen Standort ansiedeln möchte. In Prüfung sind derzeit außerdem verschiedenen Varianten zur zukunftsfähigen inneren und äußeren Verkehrserschließung des Geländes.

Die künftige Verzahnung von universitären Einrichtungen, modernen privaten Technologie- und Forschungsunternehmen im Projektgebiet ermöglicht den gegenseitigen Wissenstransfer und ergänzt sich gegenseitig. Angestrebt wird die Ansiedlung von z. B. Forschungs- und Entwicklungsfirmen, Start-ups, Spin-offs, Co-Working-Flächenbetreibern, sowie Nutzungen durch Technologiefirmen ohne unmittelbaren Hochschulbezug.

„Dass wir eine Fläche in dieser Größenordnung und Lage eigenständig entwickeln können, haben wir uns hart erarbeitet. Mit dem Rat der Stadt werden wir nun den Rahmen dafür schaffen, dass hier ein Quartier mit Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus entstehen wird“, sagt Oberbürgermeister Sören Link. Die neue Rahmenplanung sieht u.a. vor, dass die Richthallen des Ausbesserungswerks erhalten und als Herzstück des neuen Campus genutzt werden. Auch weitere öffentliche Einrichtungen und Nutzungen, wie Bibliothek, eine Mensa oder Gastronomie an zentralen Plätzen ist vorgesehen.

„Der ehemalige Rangierbahnhof mit Ausbesserungswerk in Wedau ist eine der bedeutendsten Entwicklungsflächen in Deutschland. Der Ratsbeschluss zur neuen Rahmenplanung ist ein entscheidender Schritt, um eine zukunftsfähige Entwicklung der Fläche abzusichern. Mit der Uni Duisburg-Essen haben wir einen starken Partner, der der Fläche neues Leben einhauchen möchte“, so Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG. Die derzeitige Planung geht von der Rechtkraft des Bebauungsplans voraussichtlich Ende 2024 aus. Mit dem Abschluss des Gesamtprojektes ist nicht vor 2030 zu rechnen.

Wedau-Nord - Visualisierung östlicher Zugang Richthalle. Copyright Albert Speer+Partner

 

Aktualisierter Zeitplan: Sperrungen rund um die Regattabahn

Duisburg, 2. Juli 2021 - Im Zuge der Bauarbeiten für das Projekt 6-Seen-Wedau muss ab dem 21. Juni in Teilen die Joggingstrecke an der Regattabahn gesperrt werden. In einem ersten Schritt werden Sondierungsarbeiten im Boden durchgeführt, im Anschluss wird unterirdisch ein Betonrohr verlegt. Das Rohr leitet künftig Regenwasser in den Parallelkanal der Regattabahn ein; dies dient der Umsetzung des Konzepts der „wassersensiblen Stadt“ in Duisburg.

Die Zeitplanung der Sperrungen muss – bedingt durch Verschiebungen im Bauablauf – noch einmal aktualisiert werden: Zunächst wird ein Teil der Laufstrecke westlich von der Regattabahn gesperrt (parallel zur Elbinger Straße), die Vollsperrung wird vom 21. Juni bis voraussichtlich 11. Juli dauern, bis Anfang Dezember ist dann noch eine Teilsperrung geplant. Vom 5. bis voraussichtlich 23. Juli wird dann der Teil der Laufstrecke südlich der Regattabahn (parallel zur Wedauer Straße) voll gesperrt, eine Teilsperrung folgt dann noch bis Anfang Dezember.

Laufbegeisterte Duisburger müssen im Zeitraum der Sperrung jedoch nicht auf ihr Workout verzichten: Es wird eine Umleitung der Laufstrecke eingerichtet, diese verläuft über den Kiefern- und den Nachtigallenweg über den Kalkweg bis zur Wedauer Straße (s. Abbildung). Die Länge der Laufstrecke verlängert sich dadurch um rund einen Kilometer. Eine wichtige Info auch für alle Anwohner und Autofahrer: Vom 12. Juli an wird die Masurenallee zwischen der Einmündung Wedauer Straße bis zur Hausnummer 258 teilgesperrt. Es herrscht eine Einbahnstraßenregelung von der Einmündung Wedauer Straße in Fahrtrichtung Masurenallee 258. Die Gegenfahrtrichtung wird umgeleitet. Die Teilsperrung dauert voraussichtlich bis zum 8. November

Umleitung der Laufstrecke an der Regattabahn: Kommt man aus nördlicher Richtung von der Regattabahn, verläuft die Umleitungsstrecke über den Kiefern- und den Nachtigallenweg über den Kalkweg bis zur Wedauer Straße.

Sperrungen rund um Regattabahn

Duisburg, 15. Juni 2021 - Im Zuge der Bauarbeiten für das Projekt 6-Seen-Wedau muss ab dem 21. Juni in Teilen die Joggingstrecke an der Regattabahn gesperrt werden. In einem ersten Schritt werden Sondierungsarbeiten im Boden durchgeführt, im Anschluss wird unterirdisch ein Betonrohr verlegt. Das Rohr leitet künftig Regenwasser in den Parallelkanal der Regattabahn ein; dies dient der Umsetzung des Konzepts der „wassersensiblen Stadt“ in Duisburg.

Zunächst wird ein Teil der Laufstrecke westlich von der Regattabahn gesperrt (parallel zur Elbinger Straße), die Vollsperrung wird vom 21. Juni bis voraussichtlich 11. Juli dauern, bis Anfang Dezember ist dann noch eine Teilsperrung geplant. Vom 12. bis voraussichtlich 30. Juli wird dann der Teil der Laufstrecke südlich der Regattabahn (parallel zur Wedauer Straße) voll gesperrt, eine Teilsperrung folgt dann noch bis Anfang Dezember.

Laufbegeisterte Duisburger müssen im Zeitraum der Sperrung jedoch nicht auf ihr Workout verzichten: Es wird eine Umleitung der Laufstrecke eingerichtet, diese verläuft über den Kiefern- und den Nachtigallenweg über den Kalkweg bis zur Wedauer Straße (s. Abbildung).

Umleitung der Laufstrecke an der Regattabahn: Kommt man aus nördlicher Richtung von der Regattabahn, verläuft die Umleitungsstrecke über den Kiefern- und den Nachtigallenweg über den Kalkweg bis zur Wedauer Straße

Die Länge der Laufstrecke verlängert sich dadurch um rund einen Kilometer. Eine wichtige Info auch für alle Anwohner und Autofahrer: Vom 5. Juli an wird die Masurenallee zwischen der Einmündung Wedauer Straße bis zur Hausnummer 258 teilgesperrt. Es herrscht eine Einbahnstraßenregelung von der Einmündung Wedauer Straße in Fahrtrichtung Masurenallee 258. Die Gegenfahrtrichtung wird umgeleitet. Die Teilsperrung dauert voraussichtlich bis Anfang November.

6-Seen-Wedau: 34 Investoren wollen Quartier „Neue Gartenstadt“ entwickeln

Duisburg, 8. Juni 2021 - Erster Meilenstein in der Vermarktung erreicht Das größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen schreitet voran. Mitte März wurde mit den ersten beiden Vermarktungslosen der Vertrieb für das Projekt 6-Seen-Wedau gestartet. Die Vermarktung der Baufelder erfolgt über ein kombiniertes Konzept- und Bieterverfahren. Die beiden aktuell zur Vermarktung stehenden Baufelder sind 7.500 bzw. 18.600 Quadratmeter groß. Sie befinden sich im zukünftigen Quartier „Neue Gartenstadt“. Hier sollen Mehrfamilienhäuser sowie moderne Stadthäuser im Gartenstadtcharakter entstehen – in Anlehnung an die bereits bestehende Bebauung in Wedau. Insgesamt 150 vorgemerkte Investoren waren dazu aufgerufen, Interesse am Kauf eines der beiden Vermarktungslose zu bekunden.

„Insgesamt haben uns 34 Interessensbekundungen erreicht, sowohl von regionalen als auch von deutschlandweit tätigen Investoren – das entspricht einer Quote von über 22 Prozent. Mit einer so großen Resonanz hätten wir nicht gerechnet. Dies zeigt, welche Strahlkraft das Projekt 6-Seen-Wedau hat, auch über die Grenzen von Duisburg hinaus – und dass Duisburg mehr und mehr in den Fokus der Investoren rückt“, bestätigt Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG. Die Rückmeldungen der interessierten Investoren wurden nun geprüft.
Für beide Vermarktungslose wurden nun jeweils fünf bis sechs Investoren eingeladen, ein Konzept für die Bebauung der Fläche zu erarbeiten. Die Prüfung der eingereichten Beiträge und die Auswahl des jeweiligen Siegerkonzepts wird im Herbst des Jahres stattfinden. Die Kaufverträge für die beiden Vermarktungslose sollen Ende des Jahres geschlossen werden. Die Vermarktung der nächsten Baufelder soll im Herbst 2021 beginnen. Auch diese Grundstücke liegen im Quartier „Neue Gartenstadt“.

So könnte es in 6-Seen-Wedau einmal aussehen: Die beispielhafte Visualisierung zeigt den Blick in das zukünftige Quartier „Am Wasserturm“, das nördlich des Quartiers „Neue Gartenstadt“ liegt. In der „Neuen Gartenstadt“ werden aktuell erste Baufelder an Investoren vermarktet. Wie die Bebauung am Ende wirklich aussehen wird, wird der weitere Vermarktungsprozess zeigen. (Bild: GEBAG)

Schornstein wird saniert

Duisburg, 21. April 2021 - Die GEBAG beginnt in dieser Woche mit der Sanierung des denkmalgeschützten Schornsteins auf der Entwicklungsfläche Wedau-Nord (Lage in Neudorf Süd). Im Rahmen der Instandsetzungsmaßnahme werden Schornsteinringe erneuert und saniert, Steigschutzschienen und Kaminruhepodeste montiert sowie das Mauerwerk an schadhaften Stellen neu verfugt. Die GEBAG investiert rund 105.000 Euro.

Zielsetzung der Baumaßnahme ist es, den Schornstein zukunftsorientiert nach denkmalrechtlichen Erlaubnissen zu sanieren. Die Arbeiten dauern insgesamt 8-10 Wochen.

Foto GEBAG-Daniel Kok

 

GEBAG startet Vermarktung für 6-Seen-Wedau

Duisburg, 15. März 2021 - Es wird konkret im Duisburger Süden: Die GEBAG hat die Vermarktung für die ersten Baufelder im Neubaugebiet 6-Seen-Wedau gestartet. „Der Beginn der Vermarktung ist ein entscheidender Schritt für 6-Seen-Wedau. Das größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen geht damit in die nächste Phase, der Start der Hochbau-Arbeiten rückt in greifbare Nähe“, so Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.

In einem ersten Schritt werden nun zunächst die rund 200 bereits vorgemerkten potenziellen Investoren angesprochen, die sich nun mit den Vermarktungsunterlagen vertraut machen und ein Konzept für die Entwicklung der Baufelder erarbeiten und einreichen können. Die Vergabe erfolgt über ein kombiniertes Konzeptvergabe- und Bieterverfahren, d. h. neben dem Kaufangebot wird durch eine Bewertungskommission vor allem die inhaltliche Qualität der jeweiligen Bebauungskonzepte bewertet.

Die ersten Baufelder, die in die Vermarktung gegeben werden, befinden sich im nördlichen Teil des Quartiers „Neue Gartenstadt“. Hier soll vorrangig Geschosswohnungsbau im Gartenstadtcharakter – in Anlehnung an die bereits bestehende Bebauung in Wedau – entstehen. Nördlich des Quartiers „Neue Gartenstadt“ befindet sich das Quartier „Am Wasserturm“, wo unter anderem das Nahversorgungszentrum, die Grundschule und eine der Kindertagesstätten entstehen werden. Die GEBAG errichtet in diesem Quartier auch öffentlich geförderten Wohnungsbau. Hierfür plant die GEBAG die Durchführung eines Architektenwettbewerbs, der im Laufe dieses Jahres starten soll.

Die GEBAG plant die Fertigstellung der ersten 50-100 von insgesamt rund 300 öffentlich geförderten Wohnungen voraussichtlich Ende 2024. „6-Seen-Wedau ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland und soll als Vorzeigeprojekt das Leben und Wohnen von morgen versinnbildlichen und als Visitenkarte für die Stadtentwicklung Duisburgs dienen. Deshalb soll sich die zukünftige Wohnbebauung durch eine nachhaltige Bauweise, innovative Planungskonzepte und eine hohe architektonische Qualität auszeichnen. Wir erwarten entsprechend von den Investoren herausragende und zukunftsfähige Konzepte“, bekräftigt Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG.

Informationen zum Projekt gibt es unter www.6-seen-wedau.de.

Die Bauarbeiten auf der Projektfläche schreiten voran - Foto GEBAG

Auf insgesamt 60 Hektar brachliegender Bahnfläche entsteht im Duisburger Süden mit „6-Seen-Wedau“ eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland. Auf dem südlichen Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks der Bahn soll ein regional bedeutsames Wohngebiet mit rund 3000 Wohneinheiten entstehen. Eine hohe Lebensqualität, verbunden mit infrastrukturellen Angeboten, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in direkter Wasserlage, prägt den neu entstehenden Stadtteil, der ein breites Spektrum von qualitätvollen Wohnformen und -typen im Eigentums- und Mietsegment bieten wird. Die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft GEBAG hatte das Gelände 2019 von der Deutschen Bahn erworben und entwickelt seither das insgesamt rund 60 Hektar große Areal.

6-Seen-Wedau: Vermarktung wird vorbereitet

Am Alten Güterbahnhof: Sieben Teams ausgewählt
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Die erste Juryentscheidung im städtebaulichen Wettbewerb ist gefallen
- Bürgeranregungen der ersten Phase wurden ausgewertet
- Zweite Phase der Online-Bürgerbeteiligung startet jetzt


Duisburg, 18. Dezember 2020 -  Das Gelände "Am Alten Güterbahnhof" in Duisburg: 30 Hektar brachliegende Fläche, in allerbeste innenstädtischer Lage, unmittelbar südlich des Hauptbahnhofs und in der Nähe der Sechs-Seen-Platte und von „6-Seen-Wedau“, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland. Doch wie wird die Fläche in Zukunft genutzt?
Dies ist eine der zentralen Fragen, die Experten und Bürger der Stadt aktuell beschäftigt: Seit dem Sommer läuft der städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb zur Entwicklung des Geländes – parallel dazu haben die GEBAG und die Stadt Duisburg eine breit angelegte Bürgerbeteiligung gestartet, die – angesichts der Corona-Pandemie – vollständig online stattfindet. Und auch die Online-Bürgerbeteiligung geht in die nächste Runde.

Die Jury, zu denen auch Oberbürgermeister Sören Link sowie Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG, zählen, hat nun erste Entscheidungen getroffen. Insgesamt 17 Teams hatten in der ersten Phase des Wettbewerbs ihre Entwürfe eingereicht, die Jury hat sieben Planungen ausgewählt, die das größte Potenzial für eine weitere Bearbeitung gezeigt haben. Die sieben Teams werden nun in der zweiten Wettbewerbsphase ihre Entwürfe überarbeiten.

„Der Wettbewerb hat die teilnehmenden Teams mit der sehr anspruchsvollen Aufgabe konfrontiert, das Areal über einen innovativen Ansatz in ein gemischt-genutzten Stadtquartier zu verwandeln – und dies ist den ‚Top 7‘ auf beeindruckende Weise gelungen“, so Link. Die „Top 7“ im Überblick in alphabetischer Reihenfolge:
• AS+P Albert Speer + Partner GmbH – Michael Denkel & Team, Frankfurt am Main AS+P Landschaftsarchitekten, Frankfurt am Main
• CITYFÖRSTER architecture + urbanism – Dr. Verena Brehm & Team, Hannover felixx landscape architects & planners BV – Michiel Van Driessche & Team, Rotterdam (NL)
• CKSA – Christoph Kohl & Team, Berlin fugmann-janotta und Partner mbH – Harald Fugmann & Team, Berlin
• ISSS research | architecture | urbanism – Stephan Schwarz & Team, Berlin Studio RW Landschaftsarchitektur – Heiko Ruddigkeit & Team, Berlin
• karres&brands - Bart Brands & Team, Hilversum (NL) karres&brands landscape architecture – Darius Reznek & Team, Hilversum (NL)
• KCAP Kees Christiaanse Architects&Planners – Ute Schneider (CH) – Rotterdam (NL) lützow 7 – Prof. Cornelia Müller & Team, Berlin
• rheinflügel severin – Björn Severin & Team, Düsseldorf kraftraum – René Rheims & Team, Krefeld.

Die sieben Teams haben nun Zeit bis Mitte Februar, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Parallel dazu startet am Freitag auch die nächste Phase der Online-Bürgerbeteiligung. Auf der Projektwebsite www.am-alten-gueterbahnhof.de finden die User den nächsten „Meilenstein“.

Die Entwürfe der sieben von der Jury ausgewählten Teams werden detailliert vorgestellt, mit Lageplänen, Perspektiven und einer Präsentation zur Leitidee hinter dem jeweiligen Entwurf. Und auch die Teams selbst stellen sich und ihre Konzepte in einem Video vor. Die Bürgerinnen und Bürger können sich direkt auf der Website zu jedem Entwurf äußern: Was gefällt ihnen gut? Wo gibt es vielleicht noch Verbesserungsbedarf?

Die Meinungen der User werden den Teams – wie schon bei der ersten Phase der Online-Beteiligung – wieder vollumfänglich zur Verfügung gestellt. „Natürlich gilt auch in dieser Phase des Wettbewerbs: Nicht jeder Vorschlag, nicht jede Idee kann berücksichtigt werden – jedoch können die Duisburgerinnen und Duisburger sicher sein, dass ihre Meinung gehört, beziehungsweise gelesen und von den Teams wahrgenommen wird. Viele Ideen, die in der ersten Phase der Online-Bürgerbeteiligung eingegangen sind, finden sich bereits jetzt in den Erstentwürfen der ‚Top 7‘ wieder. Wir können also sehr gespannt sein, was die Teams nun aus den Ideen der Bürgerinnen und Bürger machen werden“, sagt Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG.

Im März wird die Jury den Sieger des Wettbewerbs küren. Der daraus resultierende Entwurf ist die Grundlage für die weiteren Planungen für den Bebauungsplan und den städtebaulichen Rahmenplan. Das Bauleitplanverfahren soll im Sommer des kommenden Jahres starten. Die GEBAG rechnet aktuell damit, dass der Bebauungsplan im Jahr 2023 Rechtskraft erlangen wird. Das Projekt wird voraussichtlich im Jahr 2030 abgeschlossen sein.

 

6-Seen-Wedau: Vermarktung wird vorbereitet

Duisburg, 15. Dezember 2020 - Auf insgesamt 60 Hektar brachliegender Bahnfläche entsteht im Duisburger Süden mit „6- Seen-Wedau“ das größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Auf dem südlichen Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks der Bahn entsteht ein regional bedeutsames Wohngebiet mit rund 3000 Wohneinheiten, einem Nahversorgungszentrum, Kindertagesstätten und einer Grundschule.
Das Projekt nähert sich den nächsten Meilensteinen und die Arbeiten auf der Fläche laufen auf Hochtouren: So ist im Februar die Fertigstellung der neuen Kleingartenanlage vorgesehen. Auch der Lärmschutzwall wächst von Tag zu Tag – am Ende der Bauzeit im September 2021 wird er rund 2,5 Kilometer lang und bis zu 15 Meter hoch sein.

Doch nicht nur auf der Fläche selbst tut sich so einiges, auch im Hintergrund laufen die Arbeiten auf Hochtouren: Aktuell wird der Vertriebsstart vorbereitet. Der Startschuss soll im ersten Quartal 2021 fallen. Im Rahmen der vorbereitenden Vertriebsplanung wird aktuell festgelegt, welche Baufelder auf der Projektfläche zu welchem Zeitpunkt vermarktet werden, zudem werden Auslobungs- und Vermarktungsunterlagen erstellt.

„Die Projektfläche wird in unterschiedlich große Vermarktungslose unterteilt. Die daraus entstehenden Baugrundstücke werden größtenteils direkt an Investoren vermarktet, die dann wiederum Endkunden ansprechen werden. Wir werden die Lose im Rahmen eines kombinierten Bieter- und Wettbewerbsverfahrens anbieten“, erklärt Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG.

Der Vertrieb der ersten Investorenbaufelder soll noch in der ersten Jahreshälfte 2021 starten. Zwar werden die meisten Baufelder direkt an Investoren vermarktet, ein kleiner Anteil der Grundstücke wird voraussichtlich jedoch auch direkt an Endkunden vergeben: Im „Quartier am Uferpark“, dem südlichsten der vier Quartiere auf der Fläche „6-Seen-Wedau“, werden auch bauträgerfreie Grundstücke angeboten werden können. Insgesamt werden voraussichtlich 20 Vermarktungslose vergeben. Der Zeitplan der Vergabe orientiert sich unter anderem an den auf der Fläche laufenden Erschließungsmaßnahmen.

„Wir möchten den Investoren die Möglichkeit geben, nach dem Zuschlag für das jeweilige Vermarktungslos relativ kurzfristig mit den Hochbaumaßnahmen zu beginnen. Daher ist eine Vorhersage für einen konkreten Zeitplan für die gesamte Vertriebsdauer aktuell schwer zu treffen“, erklärt Bernd Wortmeyer. Pro Los rechnet die GEBAG mit einer Vermarktungsdauer von rund sechs Monaten vom Wettbewerbsstart bis zum Zuschlag für das jeweilige Grundstück. Interessenten – ob Investoren oder Privatpersonen – können sich weiterhin auf der Interessentenliste vormerken lassen. Ein entsprechendes Kontaktformular sowie alle weiteren Informationen zum Projekt gibt es unter www.6-seen-wedau.de.

Die Bauarbeiten auf der Projektfläche schreiten voran - Foto GEBAG

6-Seen-Wedau: Abbruch Badehaus des ehemaligen Ausbesserungswerkes

Duisburg, 15. Mai 2020 - Die Bauarbeiten auf der Fläche in Wedau-Nord - eigentlich Neudorf-Süd - schreiten voran: Seit dieser Woche reißt die GEBAG das ehemalige Badehaus auf der rund 30 Hektar großen Fläche ab. Die Abbrucharbeiten des über 460 Quadratmeter großen Gebäudes werden voraussichtlich vier Wochen dauern. In Zukunft soll auf der Fläche, die sich nördlich an 6-Seen-Wedau anschließt, ein Technologiecampus mit universitätsnaher Nutzung entstehen.



Foto: GEBAG / Daniel Koke)

Großflächenentwicklungsprojekte „6-Seen-Wedau“ und „Gelände am ehemaligen Güterbahnhof

Let’s immotalk: Duisburg hat Platz! Im „Summer Special“ der Duisburger Talkreihe „Let’s immotalk“ ging es am 24. September um die Potenziale und Chancen der zwei Großflächenentwicklungsprojekte „6-Seen-Wedau“ und „Gelände am ehemaligen Güterbahnhof“. Auf insgesamt 90 Hektar Entwicklungsflächen werden in Duisburg neue Wohn- und Arbeitswelten entstehen – und Duisburg hat die einmalige Chance, sich neu zu erfinden.
Ob München, Berlin, Hamburg oder Köln: Die großen deutschen Städte können nicht (mehr) wachsen, weil ihnen Flächen für weitere Entwicklungsmöglichkeiten fehlen. Der Wettbewerb um Baugrund ist groß, die Frage, ob Wohnen oder Gewerbe bei den letzten Filetstücken Vorrang haben soll, ist ein allgegenwärtiges Politikum. Duisburg, mit knapp 500.000 Einwohnern eine der größten Städte der Rhein-Ruhr-Region, verfügt dagegen über riesige Areale, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickelt werden – für moderne Wohn- und Gewerbenutzungen.
Das Gelände „Am Alten Güterbahnhof“ südlich des Duisburger Hauptbahnhofes umfasst allein 30 Hektar, das Projekt „6-Seen-Wedau“ auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs im südlichen Stadtteil Wedau erstreckt sich über 60 Hektar. Federführend für die Entwicklung dieser Flächen ist die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft GEBAG.
Das Gelände am ehemaligen Güterbahnhof hat die Gesellschaft im vergangenen Herbst von der Kurt-Krieger-Gruppe übernommen. Für die Entwicklung der wassernahen Flächen in Wedau hat sie sich bereits 2015 mit der Stadt Duisburg, der Deutschen Bahn sowie der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW zusammengeschlossen und die Flächen letztlich im Sommer 2019 für einen dreistelligen Millionenbetrag von der Bahn erworben – abgesichert über Kommunalbürgschaften.
Duisburg bietet Flächen und Renditen
„Wir haben somit die Zügel bei beiden Großprojekten in der Hand und können über die Architektur, den Nutzungsmix und die städtebaulichen Qualitäten mitbestimmen“, sagte GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer anlässlich des Summer Specials der Duisburger Talkreihe „Let’s immotalk“, die auf Initiative des Mitmachvereins „Wirtschaft für Duisburg“ entstanden ist und am 24. September in den Hallen des ehemaligen Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau stattfand – und damit in unmittelbarer örtlicher Nähe zur Fläche von „6-Seen-Wedau“.

Auch für Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link haben die beiden Areale das Potential, Entwickler und Investoren anzulocken, die in anderen Großstädten aufgrund der hohen Grundstückspreise keine Projekte mehr anschieben können oder wollen. „Wir haben die Flächen und bieten Renditen – beides ist woanders derzeit schwer zu finden. Unser Ziel ist es, neuen und attraktiven Wohnraum zu schaffen. Auch dies werden wir auf dem Gelände von 6-Seen-Wedau realisieren und damit sicher auch weitere Menschen nach Duisburg locken," so Link.

Die Duisburger profitieren ebenfalls, wie Martin Linne, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt, betonte. „Wir bekommen zwei neue, hochwertige Quartiere in allerbester Lage, Büros direkt am Hauptbahnhof und 10 Bahnminuten von einem internationalen Flughafen entfernt und Wohnungen und Häuser direkt am Wasser – welche Stadt hat schon solche Flächenschätze für ihre Bürger im Angebot?“, fragte er.
Offen sein für Nachfrager von außerhalb Andree Haack, Dezernent für Wirtschaft und Strukturentwicklung, betonte, dass sich mit der Entwicklung der Grundstücke auch die äußere Wahrnehmung von Duisburg als Wohn- und Lebensstandort verbessern wird. „Die Lebensqualität in unserer Stadt ist viel besser als viele meinen. 6-Seen-Wedau wird auch Bewohner aus der Umgebung anlocken. Wenn die Ratinger Weststrecke reaktiviert ist, erreichen Bahnpendler den Düsseldorfer Hauptbahnhof in 20 Minuten“, so Haack.
Als externer Talkgast hob Marcel Abel, geschäftsführender Direktor des Immobilienberaters Jones Lang LaSalle in Düsseldorf, hervor, dass Duisburgs große Chance gerade in Wanderungsgewinnen aus umliegenden Kommunen – auch aus Düsseldorf – liegt: „Die typischen Ruhrgebietstugenden sind ja Offenheit und Herzlichkeit. Das sollte bei beiden Großprojekten in Duisburg Tenor der Entwicklung und Vermarktung sein.“

Beim „Summer Special“ der Duisburger Talkreihe „Let’s immotalk“ diskutierte Moderatorin Miriam Beul mit Oberbürgermeister Sören Link, GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer, Martin Linne (Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt), Andree Haack (Dezernent für Wirtschaft und Strukturentwicklung) sowie Marcel Abel, geschäftsführender Direktor von Jones Lang LaSalle, über die Flächenpotenziale der Stadt an Rhein und Ruhr. Foto-Credit: GEBAG / Mario Brand Fotografie

Stadt und GEBAG übernehmen die Entwicklung von 6 Seen Wedau

Vision wird Realität 

 

Duisburg, 26. Juni 2019 - Seit Mitte 2015 arbeiten die Stadt Duisburg, Deutsche Bahn, die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW und die GEBAG an der Entwicklung der insgesamt 90 Hektar großen Fläche des ehemaligen Bahnbetriebswerkes in Duisburg-Wedau. Nach Festlegung einer städtebaulichen Rahmenplanung Mitte 2016 steht nun ein wichtiger Meilenstein zur Umsetzung dieses ambitionierten Projektes bevor: nach einer erneuten teilweisen Offenlage wird mit einem Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes für die rund 60 Hektar große Fläche Wedau (Süd) zum Jahresende 2019 gerechnet.

 

Schon seit einigen Monaten verhandelt die GEBAG mit der DB Station & Service AG über einen Erwerb der insgesamt 80 Hektar großen bahneigenen Flächen in Wedau. So könnten Stadt und GEBAG die Erschließung und Vermarktung der einzelnen Teilflächen in eigener Federführung und im Einklang mit den Zielen der Stadtentwicklung zum Erfolg bringen. Auf der Nordfläche sollen ein neuer Campus der Universität Duisburg Essen mit angrenzendem start-up-Zentrum und Technologiepark entstehen. Auf der Südfläche sollen bis zu 3.000 neue Wohneinheiten, ein Nahversorgungszentrum und die erforderliche weitere Infrastruktur entstehen.

 

Jetzt könnte aus der gemeinsam getragenen Vision tatsächlich Wirklichkeit werden: alle notwendigen Genehmigungen des Bahnkonzerns für einen Verkauf der Fläche liegen vor – am 18. Juni 2019 hat zuletzt der Aufsichtsrat der DB AG dem Verkauf zugestimmt.

 

Sören Link: „6 Seen Wedau ist einzigartig - in einer Dimension und Strahlkraft, die weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus gehen wird. Ich freue mich, dass wir in Duisburg nun eines der größten und wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen Wirklichkeit werden lassen können. Alle Beteiligten haben für diese Chance hart gearbeitet. “

 

Der Erwerb der Flächen soll durch eine neu gegründete Tochtergesellschaft der GEBAG, die GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH erfolgen. „Damit bündeln wir unsere Kompetenzen in der Flächenentwicklung zukünftig in einer eigenen Gesellschaft“, so Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG. Neben dem Grundstückskaufpreis fallen alleine für die Südfläche Entwicklungs- und Erschließungskosten in Höhe eines knapp dreistelligen Millionenbetrages an.

 

Die Stadt selbst wird rund 8 Hektar eigene Flächen einbringen – auch diese werden zum Stadtentwicklungsprojekt Wedau gehören. Außerdem will die Stadt Duisburg über Kommunalbürgschaften den Erwerb und die Erschließung absichern.

 

Stadtdirektor Martin Murrack: „Mit diesem Modell können wir 6 Seen Wedau schnell und wirtschaftlich umsetzen. Aktuell laufen noch letzte Prüfungen hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Bürgschaftsmodalitäten, die aber bis zur Ratssitzung abgeschlossen sein werden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das vorgelegte Finanzierungskonzept den Anforderungen gerecht wird und einen wichtigen Schritt zur Realisierung von 6 Seen Wedau darstellt.“

 

Die notwendigen Beschlussfassungen zur Bürgschaftsübernahme und zur grundsätzlichen Bereitstellung eigener Grundstücksflächen sollen im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung am 1. Juli 2019 erfolgen. Über den Erwerb der Grundstücke beschließt anschließend der Aufsichtsrat der GEBAG in einer Sondersitzung am 5. Juli 2019.

 

Stimmen beide Gremien dem Erwerb der Flächen zu, ist der weitere Weg für die Entwicklung von 6 Seen Wedau bereitet. Ende des Jahres 2019 werden die ersten Baumaßnahmen in Wedau (Süd) beginnen. Zunächst muss der Lärmschutzwall in seiner gesamten Ausdehnung errichtet werden. Außerdem entsteht am südlichen Rand des neuen Baugebietes eine neue Kleingartenanlage. Unabhängig davon läuft bereits das mehrstufige Auswahlverfahren für einen Investor für das Nahversorgungszentrum. Auch die Grundstücke für die Wohnbebauung werden in einem Vergabeverfahren an Investoren vergeben; so wird höchste städtebauliche Qualität der zukünftigen Bebauung sicher gestellt.

 

Planungsdezernent Martin Linne: „Mit diesem städtebaulichen und wohnungspolitischen Vorzeigeprojekt hat Duisburg nun die großartige Chance, eine regional bedeutsame Quartiersentwicklungen zu realisieren. Durch die Zusammenarbeit mit der GEBAG und dem jetzt möglichen Grundstückserwerb bestehen optimale Voraussetzungen, eine qualitativ hochwertige Stadtentwicklung für Duisburg und die Region umzusetzen. Die einzigartige Lage zu Stadt und Naherholungsmöglichkeiten sowie die im Rahmen von Smart City vorgesehenen infrastrukturellen Ausstattungen werden dieses Quartier positiv prägen.“

 

Für Wedau (Nord) - eigentliche Neudorf-Süd - steht nun ebenfalls der nächste Entwicklungsschritt an. Die seinerzeit zurückgestellten Planungen werden nun wieder aufgenommen. Gemeinsam mit der Politik und der Verwaltung der Stadt Duisburg, mit der UDE und Vertretern aus den Unternehmen wird nun an einem Konzept als Grundlage für den noch ganz am Anfang stehenden Bebauungsplan gearbeitet.

Bauland kann kommen – Vorbereitungs-Bilanz der Fläche 6-Seen-Wedau
Harald Jeschke

Duisburg, 29. Oktober 2018 - „Für uns ist Duisburg-Wedau ein Rohdiamant, der geschliffen werden muss", so Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG, die sich über den gelungenen Verlauf des Projekts freut. „Den Wunsch der Bürger nach einer Finanzierung der südlichen Brücke von der Ortsmitte Bissingheim nach Wedau haben wir bereits erfüllt. Zudem startet zeitnah das lnvestorenauswahlverfahren für die Vergabe des Nahversorgungszentrums. Wir sind sehr stolz auf die Meilensteine, die wir in den letzten Monaten gemeinsam erreicht haben."

Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) ist sehr angetan vom Areal in Duisburg-Wedau und dem gesamten Bebauungsprojekt.
"Wir haben hier in NRW dem Raum zur Siedlungs- und Wohnraumgestaltung und es wird auch an preiswerten Wohnraum gedacht."  

Zum Projekt ergänzte lna Scharrenbach:" Bis zu 3.000 neue Wohneinheiten, eine über viele Jahre brachliegende  Fläche von 60 Hektar: Zur Entspannung der Wohnungsmärkte, neue Aufenthaltsqualitäten - rundum ein spannendes Stadtentwicklungs-  und  Wohnungsbauprojekt. Diese Fläche binnen dreieinhalb Jahren zum Bebauungsplan zu führen, ist in Anbetracht vieler Herausforderungen durch Arten- und Lärmschutz, Erschließung, Bodenaufbereitung und Verlagerungen eine hervorragende Leistung. Wir erleben im gesamten Land an vielen Stellen eine ungeheure Aufbruchsstimmung im Wohnungsbau und in der Stadtentwicklung. Nur ein Mehr an Wohnungsbau trägt dazu bei, die Miet- und Preisauftriebe in den Griff zu bekommen. Dazu gibt es von allen Seiten eine hohe Bereitschaft. Dies muss, wie bei 6 Seen Wedau, an den richtigen Stellen geschehen - nämlich auf regional abgestimmten Standorten in Nähe vorhandener oder geplanter Schienenhaltepunkte. Die 2,7 Millionen Euro, die das Land als Vorleistung erbracht hat, sind hervorragend angelegt."  


Das Projekt 6 Seen Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg­ Wedau steht vor dem nächsten Schritt: dem Beginn des Bieter- und lnvestorenauswahlverfahrens für ein Nahversorgungszentrum mit einer Verkaufsfläche von rund 5.500 Quadratmetern. Damit ist der Weg für die Bebauung geebnet, denn der Entwurf zum Bebauungsplan wurde bereits Ende Mai 2018 bei der Stadt Duisburg eingegeben und nach Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Duisburg vom 25. Juli bis 14. September 2018 offengelegt.

 

Für Oberbürgermeister Sören Link hat noch eine andere Sache höchste Priorität: Die Bahnanbindung an den neuen Stadtteil zwischen zwei Stadtteilen. "Diese Fläche braucht einfach den Bahnanschlus, die sogannte Ratinger Weststrecke muss realisiert werden," schrieb er mit mahnenden Worten den anwesenden Verantwortlichen der Bahn ins Arbeitsheft.

 

 

Die Bilanz
Die Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses läuft. Der Bebauungsplan soll bis Mitte 2019 beschlossen  werden. Zeit, Bilanz zu ziehen: Seit Beginn- des Projektes durch das Team "6-Seen-Wedau" wurden auf der 60 Hektar großen Fläche etwa 45 Kilometer Schienen zurückgebaut, rund 540.000 Kubikmeter Schotter aus der Fläche aufgenommen und auf einer Fläche von 50 Hektar der Grünwuchs zurückgeschnitten.
In den vergangenen drei Monaten wurden rund 80.000 Kubikmeter Feinkorn entsorgt und die nächsten Arbeiten vorbereitet: die Ausschreibung des Bodenmanagements und des Lärmschutzwalls mit einer Länge von 2,4 Kilometern.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg: ,,6 Seen Wedau ist ein einzigartiges Projekt mit einer Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht.  Hier entsteht ein komplett neuer Stadtteil und damit zugleich guter, bezahlbarer Wohnraum für viele junge Familien. Insbesondere freue ich mich aber auch über die Zusage der Bahn für die Südbrücke und die noch für 2018 geplante Ausschreibung des Einzelhandels - beides ist für die Duisburgerinnen und Duisburger von ganz besonderer Bedeutung."

Für die Siedlungs- und Wohnraumentwicklung ist das riesige ehemalige Bahngelände auch Wohn-Entlastungsstandort für die Landeshauptstadt Düsseldorf.

Wichtig dabei auch für den Duisburger Wohnungsmarkt, dass 300 öffenliche geförderte Wohungen entstehen.  

Zunächst aber wird nach dem Plaungsrecht die erste Bauphase herbeigesehnt. Die soll 2020 starten. Als Erstes wird aber die Installierung der Nahversorgung in Angriff genommern, dann erst erfolgt die Wohnbebauung - übrigens zu 100 Prozent mit begrünten Dächern und der Sammlung von Regenwasser, welches nicht in den Kanal sondern von der Oberfläche abgeleitet werden soll.

 

 Das personelle Aufgebot zur Medien-Informationsveranstaltung verdeutlicht die Bedeutung des größten Bauprojektes in NRW. Es informierten: Sören Link (Oberbürgermeister der Stadt Duisburg), Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen 2. von links), Thomas Lennertz (Geschäftsführer BEG NRW), Bernd Wortmeyer (Geschäftsführer GEBAG) und Ute Möbus (DB Station&Service AG, Vorstand Finanzen/Controlling, links).

Sie ließen es sich auch nicht nehmen, das luftuige Wagnis mit einem Hubgerät am unter Denkmalschutz stehenden Wasserturm in die Höhe zu hieven. Der Blick aus der Höhe lässt die Dimension des Areals erst in Gänze zu.

In luftiger Höhe v.l.: Oberbürgermeister Sören Link, Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG, Bernd Wortmeyer Geschäftsführer GEBAG und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG

 

 

Am Rande der Informationsveranstalung für die Medien wurde auch bekannt, das die ehemaligen Planungsleitern der Stadt Duisburg Beatrice Kamper ihren Job als Planungschefin in Viersen aufgab und sofort bei der GEBAG die zukünftige Planung in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg - Entwicklungspotenzial von rund 130 ha Fläche - angehen möchte.
Sie wird Nachfolgerin von Uwe Rohde, der vom Rat als IMD-Chef entlassen worden war und dann bei der GEBAG aktiv wurde, bald aber in den Ruhestand wechselt.

 

 

 

6-Seen-Wedau: Familienfest am 29. Juli 2018  

Die GeBAG und DuisburgSport laden am kommenden Sonntag, 29. Juli, zum großen „6-Seen-Wedau Familienfest“ im Sportpark Duisburg! Auf der Dreieckswiese an der Regattabahntribüne gibt es ab 11 Uhr ein buntes sportliches Angebot für Groß und Klein: Neben einem Bällebad und einer Kinderbaustelle, bei der mit lebensgroßen Bausteinen gebaut werden kann, fordern ein Kletterturm und Kistenklettern die Besucher wortwörtlich zu Höchstleistungen heraus.  

Kettcar-Rennen und ein „Menschen-Kicker“ laden zu kleinen Wettbewerben ein. Natürlich ist auch das fahrende „GeBAG Wohnzimmer“ dabei und sorgt mit Mal-Aktionen, Kicker und Darts für ein abwechslungsreiches Programm. Ein besonderes Highlight ist sicherlich der Bungee-Kran, der besonders Wagemutige einlädt, sich im freien Fall in Richtung Regattabahn zu stürzen. Außerdem sorgen lokale Künstler auf der Bühne für musikalische Untermalung und auch für das leibliche Wohl wird an diversen Verpflegungsständen gesorgt.  

Der Eintritt zum Familienfest ist frei, vor Ort kann bei den Betreibern eine Laufkarte für einen Unkostenbeitrag in Höhe von 2,00 Euro erworben werden. Mit dieser Laufkarte können die jungen Besucher unter anderem eine Portion Slush-Eis, Popcorn oder Zuckerwatte erhalten.  
 6-Seen-Wedau Familienfest, 29. Juli 2018, 11.00 bis 18.00 Uhr, auf der Dreieckswiese an der Regattabahntribüne im Sportpark Duisburg.

 

 

Ratinger Weststrecke: Kooperationspartner unterschreiben Vertrag

Duisburg/Düsseldorf/Ratingen, 28. Juni 2018 - Das Projekt „Ratinger Weststrecke“ ist weiter in Bewegung: Alle beteiligten Partner – die Städte Duisburg, Düsseldorf und Ratingen, der Kreis Mettmann sowie der VRR – haben jetzt eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, in der das weitere Procedere und weitere Regelungen festgelegt sind.  
Seit Jahren gibt es Bestrebungen, die Strecke zwischen Duisburg Hauptbahnhof und Düsseldorf Hauptbahnhof im Streckenabschnitt zwischen Duisburg-Wedau und Düsseldorf-Rath für den Schienenpersonennahverkehr zu reaktivieren. Nun haben sich die Städte Duisburg, Düsseldorf und Ratingen, der Kreis Mettmann sowie der VRR zusammengeschlossen und beabsichtigen, als Kooperationspartner bei der Vorbereitung, Vergabe, Erstellung und Finanzierung der Machbarkeitsstudie „Ratinger Weststrecke“ zusammenzuarbeiten.
Im Mittelpunkt der Studie steht dabei die Erstellung einer vereinfachten Kosten-Nutzen-Untersuchung von erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen. Die Studie soll Grundlage für die Weiterführung und Umsetzung des Vorhabens sowie die Feststellung der Förderfähigkeit sein.
Für Duisburg hat die Strecke eine besondere Bedeutung. Das Wohnungsbauprojekt 6-Seen-Wedau auf dem ehemaligen Rangierbahnhof Wedau mit 3.000 Wohneinheiten gewinnt deutlich an Attraktivität, wenn die Strecke über Duisburg Entenfang weiter bis Düsseldorf geführt würde. Im Bebauungsplanentwurf ist diese Strecke ein wichtiger Bestandteil der Nahverkehrserschließung. Östlich des geplanten Standorts für die Grundschule ist deshalb auch der Bau eines neuen Bahnhaltepunktes vorgesehen, der über eine neue Fußgängerbrücke an die Stadteile Wedau und Bissingheim angebunden wird.
Der heute abseitig gelegene Haltepunkt Wedau wird zukünftig 350 Meter südlich durch einen neuen zentral gelegenen Haltepunkt mit dem Arbeitstitel „Seenplatte“ ersetzt.   
Damit die Ratinger Weststrecke in das GVFG-Bundesprogramm (GVFG = Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) aufgenommen werden kann, muss eine sogenannte Standardisierte Bewertung durchgeführt werden. Mit der Machbarkeitsstudie, die vom VRR als Projektkoordinator vergeben wird, soll eine gute Ausgangslage für die Standardisierte Bewertung geschaffen werden. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie teilen sich die Kooperationspartner untereinander auf.  

 V.l.n.r.: Carsten Tum (Beigeordneter Stadt Duisburg), Cornelia Zuschke (Beigeordnete Stadt Düsseldorf), Martin M. Richter (Kreisdirektor Kreis Mettmann), Jochen Kral (Technischer Beigeordneter Stadt Ratingen) und Martin Husmann (Vorstandssprecher VRR AöR)

 

 

Duisburg-Wedau: Grünes Licht für Bau der südlichen Brücke „Ortsmitte“

Duisburg, 24. Mai 2018:

(Düsseldorf/Duisburg, 24.05.2018) - Das Projekt 6-Seen-Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau geht in die nächste Phase mit der Beschlussfassung zur Offenlage des Bebauungsplans „1061 II – Wedau“ und der Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses durch den Rat der Stadt Duisburg.

Ein offener Punkt war der Bau und die Finanzierung der südlichen Brücke „Ortsmitte“, die für die Bürger von Bissingheim und Wedau ein elementarer Bestandteil des Projektes ist und damit von besonderer Bedeutung. Hier können wir „grünes Licht“ geben: Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG: „Ich freue mich, dass wir nach detaillierterer Planung dem Wunsch der Bürger entsprechen können, die Brücke von der Ortsmitte von Bissingheim zur Straße am See in Wedau aus dem Projekt 6 Seen Wedau zu finanzieren. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, dieses Leuchtturmprojekt zum Erfolg zu führen.“
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link erklärt: „6-Seen-Wedau ist ein unglaublich spannendes Projekt, das für unsere Stadt eine enorme Strahlkraft entfalten wird. Dass es uns gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft gelingt, mit dem Bau der südlichen Brücke einen Herzenswunsch aus der Bürgerschaft zu erfüllen, ist großartig. Mit dieser tollen Entwicklung wird 6-Seen-Wedau in den kommenden Wochen und Monaten weiter Fahrt aufnehmen.“
Auch Duisburgs Beigeordneter Carsten Tum ist froh über die Entscheidung der Bahn: „Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, für das Gesamtprojekt bedeutet die südliche Brücke eine erhebliche städtebauliche Verbesserung für Bissingheim aber auch für 6-Seen-Wedau.“
Das Projekt 6-Seen-Wedau ist im Zeitplan und auf einem guten Weg: der Bebauungsplan soll im 1. Quartal 2019 rechtswirksam werden. Dann wird 2019 mit den Erschließungsmaßnahmen und der Vermarktung der 64,3 ha Südfläche begonnen werden.

 

 

 

 

Anmerkung der Redaktion:
Es kommt nicht so oft vor, dass Wünsche bzw. nachvollziehbare Forderungen der Bürger letzendlich Gehör finden und auch finanziell gestemmt werden. Dafür gilt uneingeschränkt Dank an alle Beteiligten. Hier liegt (fast) schon ein Musterbeispiel dafür vor, wie Bürgerwille die Politik erfolgreich animieren konnte, das Richtige zu tun. Natürlich hat das auch ein wenig mit der Nichtverlagerung des EtuS Wedau zu tun. Mit den hier eingesparten Millionen war nur  die Finananzierung machbar. Nun kann tatsächlich im wahren Sinn des Wortes der "Brückenschlag" zwischen den beiden "Eisenbahner-Siedlungen" Bissingheim und Wedau erfolgen. Wieviel Kilometer an "unnötiger" Lauf- oder Radleistung wären mir erspart geblieben...  Harald Jeschke

 

 

6-Seen-Duisburg: Bezirskvertretung Süd beschloss Denkmalschutz für Kugelwasserturm
 

Duisburg, 17. Mia 2018 - Die Bedeutung des Schienennetzes für die Industrialisierung an Rhein und Ruhr ist durch die Forschung bereits hinlänglich belegt. Auch in Duisburg bildeten sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit den konkurrierenden Schienennetzen von Rheinischer Eisenbahn, Bergisch-Märkischer Eisenbahn und Köln-Mindener Eisenbahn entsprechende, durch Werksbahnen ergänzte Verkehrswege aus. Um 1880 wurden die Eisenbahngesellschaften mit durch Duisburg führenden Trassen verstaatlicht und die parallelen Trassen so zu einem gemeinsamen Schienennetz verbunden, einzelne Trassenführung wurden in diesem Zuge aufgegeben.

 


Die Eisenbahn war von Beginn an sowohl in der Personenbeförderung als auch im Gütertransport tätig. Die netzartige Struktur des Eisenbahnnetzes erforderte in Verbindung mit wirtschaftlichen Zuglängen die Möglichkeit, die aus einzelnen Güterwagen bestehenden Züge an zentralen Knotenpunkten neu zusammenzustellen. Vahrenkamp zitiert in seiner Forschungsarbeit zur ‚logistischen Revolution‘ Quellen der frühen 1920er Jahre, wonach damals ein zwei- bis dreimaliger Zugwechsel im Inland üblich war und im internationalen Transitverkehr teilweise ein vier- bis


fünfmaliger Zugwechsel vorkam. Vor diesem Hintergrund hatte die Zunahme des Güterverkehrsaufkommens im ausgehenden 19. Jahrhundert bereits die Anlage größerer, leistungsfähigerer Rangierbahnhöfe notwendig gemacht. Linksrheinisch wurde der 1896 angelegte, 1902 erweiterte Verschiebebahnhof/Rangierbahnhof Hohenbudberg zu einem bedeutenden Güterverkehrsknoten, der zum Ende des 20. Jahrhunderts


schrittweise aus der Funktion genommen wurde. An der bedeutenden Eisenbahn-Rheinquerung in Hochfeld, die bereits 1873 als Brückenbauwerk errichtet wurde, hatte sich zuvor bereits auf rechtsrheinischer Seite ein Güter- und Umschlagbahnhof entwickelt. Um 1900 wurde im Gebiet der Wedau – damals noch Teil des Duisburger Stadtwaldes – an der vormaligen Eisenbahnlinie Troisdorf - Düsseldorf - Speldorf der Rheinischen Eisenbahn, die 1880 an die Hochfelder Rheinbrücke angeschlossen und 1890 teilweise vierspurig ausgebaut wurde, ein neuer Rangierbahnhof konzipiert.

Vorab wurde der Bahnhof Wedau erweitert, 1901 nahm zudem die Umgehungsbahn Düsseldorf - Wedau - Oberhausen-West ihren Betrieb auf. 1911 hatte der Ausbau des neuen Rangierbahnhofs einen Umfang von 23 Gleisen und 4 km Länge erreicht (und war damals lt. Günter von Roden einer der größten Verschiebebahnhöfe im Deutschen Kaiserreich). Parallel zur vollen Inbetriebnahme des Rangier-/ Verschiebebahnhofs Wedau im Herbst 1913 konnten auch die ersten Wohnungen der benachbarten Gartenstadt Wedau bezogen werden, die auf Veranlassung der preußischen Eisenbahnverwaltung durch den örtlichen Beamten-WohnungsVerein Duisburg (unter der Leitung von Hermann Grothe) errichtet wurden.

Zugleich wurde der Ausbau des Rangierbahnhofs Wedau mit dem Bau einer am 2.1.1914 in Betrieb genommenen Eisenbahnwerkstätte bzw. einem Bahnausbesserungswerk verknüpft, auch diese ergänzt durch eine Bahnarbeitersiedlung. In einer bei Vahrenkamp abgedruckten Karte von 1922, in der die Rangierbahnhöfe der damaligen Reichsbahn mit einer Leistung von mehr als 1000 Waggons pro Tag dargestellt sind, wird die Bedeutung des Rangierbahnhofs Wedau ersichtlich: an Rhein und Ruhr bilden Wedau und Hamm die beiden zentralen Rangierbahnhöfe mit einer Kapazität von mehr als 5000 Waggons, ergänzt in der nächstkleineren Kategorie mit 3000 - 5000 Waggons durch Hohenbudberg und Osterfeld, Köln-Kalk und Köln-Eifeltor sowie Dortmund, Holzwickede und Soest.


Beschreibung

Ein 1933 erstellter, schematisch verzerrter Plan von Rangierbahnhof und Bahnausbesserungswerk Wedau zeigt beide als benachbarte Strukturen, die durch Übergabegleise miteinander verbunden sind. Im Plan dargestellt sind zwei Stränge des Rangierbahnhofs: östlich der Strang mit der Einfahrt von Süden und der Ausfahrt nach Norden, westlich davon der Strang mit der Einfahrt von Norden und der Ausfahrt nach Süden.
Eisenbahnhistoriker unterscheiden innerhalb dieser Stränge in Einfahrgruppe, Richtungsgruppe und Ausfahrgruppe; eine parallele Anlage in beide Fahrrichtungen ermöglicht Rangierarbeiten aus beiden Richtungen bzw. in beide Richtungen und erhöhte die Effizienz des Rangierbahnhofs.
Die einzelnen Bauten des Rangierbahnhofs sind baulich vor allem in zwei Bereichen konzentriert.

Zum Einen stehen diese an der nördlichen Gleiszusammenführung der beiden Richtungsgruppen, unweit von Wedauer Brücke und Wedauer Bahnhof, und umfassen verschiedene Gebäude, hierzu gehören die bereits in die Denkmalliste eingetragenen Gebäude Stellwerk 2 und Wasserturm. Zum Zweiten gibt es eine bauliche Konzentration am südlichen Ende des Rangierbahnhofs, unweit des Haltepunkts Entenfang; zu den dortigen Gebäuden gehören der hier untersuchte zweite Kugelwasserturm mit Stahlgerüst und der nördliche Teil des ehemals zweiteiligen Ringlokschuppens.

Weitere Bauten sind in die Gleiseinlagen eingestreut. Der Kugelwasserturm mit Stahlgerüst (Fassungsvermögen 600 m3) ist somit einer von zwei erhaltenen Wassertürmen auf dem Gelände des Rangierbahnhofs. Konstruktiv handelt es sich um einen Wasserhochbehälter des Systems Klönne, dass die Fa. August Klönne, Dortmund aus dem Hochbehälter System Barkhausen entwickelt hatte und ab ca. 1906 bis in die 1920er Jahre hinein errichtete. Der Hochbehälter in Wedau diente als Vorlage für ein Eisenbahn-Modell der Fa. Kibri im Maßstab 1:87 und erlangte dadurch weitere Bekanntheit.

Der Wasserturm besteht aus einem stählernen Fachwerkgerüst, das am Boden einen sechseckigen Grundriss hat und sich nach oben zum kreisförmigen Auflagerring hin verjüngt. Auf diesem Auflagerring sitzt der stählerne Kugelwasserbehälter auf, der aufgrund des Konstruktionsprinzips mit doppelt gekrümmten Blechen beulsteif war und keinen Druckring benötigte. Auf Höhe des


Auflagerrings ist eine erste Galerie mit bauzeitlichem Stahlgeländer herumgeführt, auf Höhe des horizontalen Kugelwasserbehälter-Meridians ist eine zweite Galerie vorhanden, auch diese mit bauzeitlichem Stahlgeländer. Unter der Mittelachse des genieteten Kugelwasserbehälters verbirgt

eine zylindrische Stahlröhre den Treppenaufgang und die Rohrleitungen, erdgeschossig ist das Pumpenhaus angeordnet. Auf dem geschlossenen Rundbehälter sitzt eine Lüftungslaterne.

Bahnareal Duisburg-Wedau: Die Universität Duisburg-Essen kommt!

• Fläche für 3-D-Druckzentrum und Forschungsprojekte
• Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern steht im Fokus

Ansiedlung der Universität auf ehemaligem Rangierbahnhof
Duisburg, 04. Oktober 2017 - Gestern rangieren – morgen studieren: Die Universität Duisburg-Essen wird sich auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in der Nordfläche ansiedeln.
Von den 90 Hektar Gesamtfläche ist die 30 Hektar große Nordfläche - die gesamt in Neudorf-Süd liegt - für die Erweiterung der Universität sowie für gewerbliche Nutzung vorgesehen. Auf dem 60 Hektar großen Südareal soll das zurzeit größte Wohnungsbauprojekt Nordrhein-Westfalens entstehen.


Die rund 30 Hektar große Fläche nördlich der Wedauer Brücke (im Bild mit Sukzessivwald) wird - neben flexibel nutzbaren Grundstücksflächen für hochwertiges Gewerbe in Neudorf-Süd liegend - aufgrund ihres standortprägenden denkmalgeschützten Gebäudebestandes und einer rd. 1,8 ha großen Halle als sog. „Campusquartier“ mit universitätsnahen Nutzungen im Bereich Forschung, Technologie und Existenzgründungen entwickelt. Hier soll auch der Austausch mit mittelständischen Unternehmen aus der Region stattfinden.  

Die GeBAG Duisburger Baugesellschaft mbH wird Teile der Nordfläche erwerben und die zum Teil denkmalgeschützten Gebäude behutsam und denkmalgerecht modernisieren. Sie werden später insbesondere durch die Verwaltung der Universität genutzt. Daneben soll ein Baufeld für Forschungsprojekte vorgehalten werden. Dieses Projekt, zum Beispiel ein 3-D-Druckzentrum, wird mit Fördermitteln realisiert.
Im Quartier am Wasserturm entsteht für die Stadtteile Wedau und Bissingheim auf Höhe des geplanten S-Bahn-Haltepunktes „Wedau“ ein Nahversorgungszentrum mit Angeboten für den täglichen Bedarf.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Das Projekt in Wedau ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Bereiche Bauen, Stadtentwicklung und Heimat ineinandergreifen können. Denkmalgeschütze Gebäude werden durch die neue Nutzung als Teil der Heimat bewahrt. Gleichzeitig kommt es durch die Erweiterung der Universität und den Ausbau von Gewerbeflächen zu einem Aufschwung für die ganze Region. Zusammen mit der geplanten Wohnbebauung entsteht ein neuer, lebendiger Stadtteil. Nordrhein-Westfalen hat für die Gesamtfläche bis jetzt rund 2,5 Millionen Euro Mittel investiert. Um Duisburg als lebenswerte Heimat weiter zu gestalten, ist dies gut angelegtes Geld.“
Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH: „Die Universität Duisburg-Essen ist ein wichtiger Partner für den Bildungsstandort Duisburg. Deshalb freuen wir uns, als kommunale Gesellschaft unser Know-How bei der dringend erforderlichen Erweiterung der Universität zunächst in den denkmalgeschützten Gebäuden einbringen zu können. Gleichzeitig profitiert der Gesamtstandort in Wedau von dem neuen Universitätscampus.“

Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG: „Die Ansiedlung der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass wir das richtige Gespür hatten. Was als Traum begann, wird mehr und mehr zur Realität. Der Juwel ist entdeckt – nun wird er geschliffen!“
Die Aufbereitung der Grundstücke hat bereits begonnen. Die Bahntechnik wurde größtenteils zurückgebaut.


Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern steht im Fokus. Neben den formellen Beteiligungsverfahren haben bereits zahlreiche Gespräche und Workshops stattgefunden. Der Bebauungsplan soll Ende 2018 rechtswirksam werden. Dann kann 2019 mit den Erschließungsmaßnahmen und der Vermarktung der Südfläche begonnen werden.

 


Die Flächen des ehemaligen Ausbesserungswerks und Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau - Fotos Harald Jeschke - sollen mittel-  bis langfristig als gesamtstädtisch und regional bedeutsamer Wohn- und Wirtschaftsstandort entwickelt werden. Die Gesamtfläche teilen sich momentan die drei Eigentümer DB Station & Service AG (83 Hektar), Bundeseisenbahnvermögen (3 Hektar) und Stadt Duisburg (4 Hektar).

Für die gesamte rund 90 ha große und rund drei Kilometer lange Projektfläche wurde ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt. Der Plan basiert auf den Ideen aus einem Werkstattverfahren mit sechs eingeladenen Planungsbüros und mehreren ganztägigen Abstimmungsrunden mit den beteiligten Fachämtern der Stadt Duisburg.  
In einer zweiten Stufe wurden die Planungsideen mit zwei Planungsbüros vertieft und alle Anforderungen der Stadt und der Beteiligten zur Entwicklung der Fläche eingearbeitet.  

 


 

Bahnbrache wird zu Forschungsstätten, Wohnen und Nahversorgung  - Planen bis 2018, Vermarktung und Bebauung ab 2019 
Von Harald Jeschke

Duisburg, 20. Juli 2017 - Auf 90 Hektar ehemaliger Bahnflächen wird nun so langsam eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen (NRW) konkret angegangen. Auf dem rund 60 Hektar großen Südareal soll ein regional bedeutsames Wohngebiet mit rund 3.000 Wohneinheiten entstehen, im 30 ha großen Norden des Areals wird es um Forschungsstätten der Universität aber auch um Gewerbe gehen.
Die Planer waren sich einig, dass nach dem Aufstellungsbeschluss und den schon umfangreich erarbeiteten Gutachten, Umsiedlungsplänen des Sportvereins ETuS Wedau und der Kleingärten das Angehen des Bebauungslanes bis Herbst 2018 vollzogen sein könnte. Dazu würde aber erneut ein förmliches Verfahren mit erneuter Einbindung der Bürger geben.
"Dann könnte es" so Planungsdezernenet Carsten Tum und OB Sören Link unisono, "ab 2019 mit dem Bauen bzw. der Detailplanung losgehen."

GeBAG Geschäftsführer Bernd Wortmeyer und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG - BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH) betonten, dass es in den 57 Baufeldern im Südbereich Vorgaben geben wird, also ein Bauherr alter Prägung nicht selbst planen kann, er diese Vorgeben erfüllen muss. Im Rahmen der Vorgaben gibt es aber Gestaltungsmöglichkeiten.
OB Sören Link will dieses spektakuläre Wohngebiet auch mit Fernwärme, E-Mobilität und Breitbandanschluss ausgewiesen haben. "Das Gebiet wird ein Aushängeschild mit hochwertigen Angeboten sein. Ich denke, dass ab 2025 schon die ersten größeren Bauvorhaben umgesetzt sein könnten.
Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG - BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH) sieht die endgültige Fertigstellung in einem Zeitrahmen von einem Jahrzehnt als realistisch an.


V.l.: Bernd Wortmeyer (Geschäftsführer GeBAG), Ralf Krumpholz (Umweltdezernent), Leonard Grosch („Atelier Loidl'), OB Sören Link, Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG - BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH) und Architekt und Juryvorsitzender Christian Jürgensmann - sie strahlten rundherum Zufriedenheit aus über die Fortschritte zum sich abzeichnenden spektakulärsten und größten Bebauungsgebiet in NRW

 

In einem mit insgesamt 157.000 Euro dotierten Wettbewerb haben Gebag und DBImmobilien nach dem besten Entwurf für die Freiflächen des Wedauer-Bahngeländes gesucht.
In der Jurysitzung am 12. Juni wurde jetzt der Gewinner gekürt 16 Büros nahmen teil. Am Ende blieben insgesamt 13 prüffähige Wettbewerbsbeiträge im Rennen. Im Juni 2016 hat der Rat der Stadt Duisburg die Rahmenplanung zur Entwicklung der ehemaligen Bahnfläche in Duisburg Wedau genehmigt.

Uferpromenade am Masurensee mit "Langer Bank" - Quelle Berliner Büro „Atelier Loidl“, auch Rheinpark-Gestalter

 

Seitdem entwickelt das Projektteam Wedau - eine Kooperation zwischen der DB Immobilien und der Landestochter Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft (BEG NRW) sowie der Duisburger kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Gebag, das rund 90 Hektar große Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs. Das Gelände in Wedau soll zu einem regional bedeutsamen Wohn- und Wirtschaftsstandort werden.
Die Fläche wird dazu planerisch in die 30 Hektar große Nordfläche und die 60 Hektar große Südfläche unterschieden. Im Norden ist das CampusQuartier mit universitärer Nutzung und hochwertigem Gewerbe geplant. Im Süden geht es um die Entwicklung von Wohnungsbauprojekten und entsprechender Infrastruktur.

Da die Freiflächen für die gewünschte Qualität des Gesamtprojekts eine besonders wichtige Rolle spielen, hat das Projektteam einen Wettbewerb für die Gestaltung dieses Freiraumes ausgelobt. Bis zum 9. März hatten 16 Landschaftsarchitekten Zeit, ihre Wettbewerbsbeiträge einzureichen. Wichtig war, ein Leitbild für das Außengelände der Südfläche zu entwickeln und Aussagen zu den Funktionen und Qualitäten der einzelnen Flächen zu treffen.
Außerdem sollte für die Flächen des ersten Bauabschnitts – die Uferpromenade am Masurensee und die sich anschließende Kanalachse - eine konkrete Planung erstellt werden. Das Wettbewerbsgebiet umfasste im Großen und Ganzen die Teilfläche Süd. Es beginnt nördlich der Wedauer Brücke und erstreckt sich über eine Länge von rund 2 Kilometern.
Die Gesamtfläche wird durch die verbleibenden Bahnflächen im Osten und die Masurenallee und den Masurensee im Westen begrenzt. Im Süden endet das Wettbewerbsgebiet an dem noch bestehenden Lokschuppen sowie am Waldgebiet der Huckinger Mark. Die zwei denkmalgeschützten Wassertürme prägen als bauliche Anlagen und weithin sichtbare Landmarken das Areal. Ein Wasserturm befindet sich etwa 250 Meter südlich der Wedauer Brücke, der andere markiert den südlichen Abschluss des Wettbewerbsgebiets.

Auch die Gestaltung des neuen Lärmschutzwalls gehörte zu der Wettbewerbsaufgabe. Die Jury aus Landschaftsplanern und Vertretern der Stadt Duisburg, der BEG und der Gebag kürte am 12. Juni unter dem Vorsitz des Duisburger Landschaftsarchitekten Christian Jürgensmann einstimmig das Berliner Büro „Atelier Loidl" zum Wettbewerbssieger.
„Unser Entwurf verquickt das Potential des landschaftlichen Umfelds mit neuen räumlichen Erlebnissen sowie Nutzungen und erzeugt somit ein vielschichtiges, ,,grünes" Ensemble", erläutert Leonard Grosch vom „Atelier Loidr' die Quintessenz seines Wettbewerbsbeitrags. Fazit der Jury: ,,Eine gute Arbeit, die in ihrer klaren Art auch ohne ein aufgesetztes Highlight ein gutes und tragendes Konzept für den neuen Stadtteil bildet".

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link ist der gesamte Entwicklungsprozess in Wedau ein persönliches Anliegen: "Wir werden hier äußerst attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für junge Familien schaffen. Der Siegerentwurf garantiert den hohen Freizeitwert des Geländes und sorgt auch im Innenbereich für eine hohe Aufenthaltsqualität im Entwicklungsgebiet."

Das Siegerbüro erhält ein Preisgeld von 63.000 Euro. Der Siegerentwurf wird nun Bestandteil des weiteren Planungsverfahrens. Das Team Wedau hat gerade heute seine neue Homepage freigeschaltet und präsentiert das Projekt zukünftig mit einem eigenen Logo. Der Fortschritt der Projektentwicklung kann ab jetzt unter www.6-seen-wedau.de verfolgt werden. Hier finden sich auch weitere Informationen zum Wettbewerb und schrittweise alle Pläne und Gutachten zur Bauleitplanung.

Quelle Plan und Modell - http://www.6-seen-wedau.de

 

EinzelhandelsgutachtenLärmschutzwand

Verkehrsuntersuchung: BerichtDas Verkehrsgutachten ist mit der Verwaltung abgestimmt. Es wird aktuell von der Landesgesellschaft Straßen NRW plausibilisiert.Brückengutachten

VergrämungskonzeptEiechsen

 

Die Wettbewerbsergebnisse 1. Preis Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH [PDF-Download]
2. Preis Team bbzl – böhm benfer zahiri landschaften städtebau architektur [PDF-Download]
3. Preis A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH [PDF-Download] Anerkennung FUGMANN JANOTTA PARTNER Landschaftsarchitekten und Landschaftsplaner bdla [PDF-Download]
Anerkennung K1 Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka GmbH [PDF-Download] Anerkennung lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh [PDF-Download]

Vorstellung des Rahmenplans Duisburg-Wedau

Duisburg, 04. Mai 2016 - Für eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte der nächsten Jahre in Duisburg wurde jetzt der Rahmenplan von der BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH (BEG) fertig gestellt. Oberbürgermeister Sören Link, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum, Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, und Paul-Heinz Diekmann, DB Immobilien, haben den Rahmenplan heute vorgestellt und über die weiteren Schritte informiert.  
„Die BEG hat aus Landesmitteln alle Untersuchungen, Planungen und den Freischnitt der Flächen zu 100 Prozent getragen und mittlerweile annähernd 1 Mio. Euro in die Grundlagenplanung investiert. Wir wollen weiter dazu beitragen, dass rasch Bauland entsteht und das Projekt weit über Duisburg hinaus Anziehungskraft entwickelt“, erläutert Thomas Lennertz das Engagement der BEG.  
Oberbürgermeister Sören Link bedankt sich bei den Planern: „Hier ist sehr professionell und in kurzer Zeit ein abgestimmter Rahmenplan entstanden, der alle beteiligten Interessen soweit möglich berücksichtigt und für die Stadt einen ganz wichtigen Entwicklungsimpuls bringen wird.“  
„Mit diesem Rahmenplan können wir jetzt die Bauleitplanung fortsetzen, um möglichst zügig Planungsrecht zu bekommen und mit der Vermarktung beginnen zu können“, beschreibt Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum die nächsten Verfahrensschritte.      


Die Flächen des ehemaligen Ausbesserungswerks und Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau - Fotos Harald Jeschke - sollen mittel-  bis langfristig als gesamtstädtisch und regional bedeutsamer Wohn- und Wirtschaftsstandort entwickelt werden. Die Gesamtfläche teilen sich momentan die drei Eigentümer DB Station & Service AG (83 Hektar), Bundeseisenbahnvermögen (3 Hektar) und Stadt Duisburg (4 Hektar).

Für die gesamte rund 90 ha große und rund drei Kilometer lange Projektfläche wurde ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt. Der Plan basiert auf den Ideen aus einem Werkstattverfahren mit sechs eingeladenen Planungsbüros und mehreren ganztägigen Abstimmungsrunden mit den beteiligten Fachämtern der Stadt Duisburg.  
In einer zweiten Stufe wurden die Planungsideen mit zwei Planungsbüros vertieft und alle Anforderungen der Stadt und der Beteiligten zur Entwicklung der Fläche eingearbeitet.  


Die rund 30 Hektar große Fläche nördlich der Wedauer Brücke (im Bild mit Sukzessivwald) wird - neben flexibel nutzbaren Grundstücksflächen für hochwertiges Gewerbe - aufgrund ihres standortprägenden denkmalgeschützten Gebäudebestandes und einer rd. 1,8 ha großen Halle als sog. „Campusquartier“ mit universitätsnahen Nutzungen im Bereich Forschung, Technologie und Existenzgründungen entwickelt. Hier soll auch der Austausch mit mittelständischen Unternehmen aus der Region stattfinden.  
Komplettiert wird das Nutzungsgeflecht durch multifunktionale Ergänzungsflächen für den Sportpark Duisburg, die sich Richtung Regattabahn orientieren und den dort vorherrschende Bestand an Sportanlagen sinnvoll ergänzen.  
Auf dem rd. 60 Hektar großen Südareal sollen ca. 2.700 bis 3.000 Wohneinheiten entstehen. Angesichts ihrer Lage am Wasser und der Nähe zum Naturraum mit entsprechend hoher Wohn- und Freizeitqualität wird hier ein breites Angebot von qualitätsvollen Wohnformen und –typen entstehen. Neben individuellen Wohnangeboten (Stadthäuser, Einfamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser) sind auch vielfältige Angebote im Geschosswohnungsbau vorgesehen. Hierzu gehört ebenso der öffentlich geförderte Wohnungsbau. Eine besondere Adresse entsteht durch eine rd. 250 Meter lange Promenade am Masurensee.  


Die Planung auf der Südfläche beinhaltet darüber hinaus
•         ein neues Nahversorgungszentrum mit einem mit Mix aus Vollsortimenter, Discounter, Drogerie- und Biomarkt,
•         eine Fuß- und Radwegbrücke, die Bissingheim über das neue Wohngebiet an Wedau und den Masurensee anbindet, 
•         den späteren Bau eines neuen Schienenhaltepunktes in Nähe des Nahversorgungszentrums, der im Falle der Reaktivierung der Ratinger Westbahn die Verbindung zu den Stadtzentren von Duisburg, Ratingen und Düsseldorf sicher stellt und
•         den Bau eines bis zu 15 m hohen Lärmschutzwalls entlang der verbleibenden Gleisflächen zur Sicherstellung des Lärmschutzes.  
Um diese Planung zu verwirklichen, ist die Verlagerung von rd. 240 Grabelandflächen der Bahnlandwirtschaft (BLw) und der Sportanlagen des ETuS Wedau erforderlich. In einem moderierten Planungsdialog zwischen August 2015 und April 2016 wurden in mehreren Phasen gemeinsam mit dem Vorstand der Gartenanlage und dem Vorstand des Sportvereins ETuS Wedau die Rahmenbedingungen einer möglichen Verlagerung und das Planungskonzept erarbeitet. Der Rahmenplan sieht nun einen neuen Grünbereich südlich der Wohnbebauung vor.    

V. l.: Oberbürgermeister Sören Link, Paul-Heinz Diekmann, DB Immobilien, Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, und Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum präsentieren den neuen Rahmenplan.

Der alte Bebauungsplan 1060/1061 (Wedau, Neudorf-Süd) wurde schon vor mehr als einem Jahrzehnt visionär diskutiert, da die DB AG im Verbund mit duisport eigentlich einen öffentlich präsentierten "Masterplan Bahnlogistik" mit rund 55 ha Fläche im Sinn hatte. 

 Dann kamen vor sechs bis sieben Jahren erste Entwicklungspläne mit einem "Runddorf" und etwa 118 Wohneinheiten ins Gespräch.