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Dortmund/Stuttgart/Duisburg, 26. Januar
2026 - Unmoralische Angebote stoppen: Ab morgen findet
Europas größte Jagdmesse „Jagd & Hund“ auf dem Messegelände
in Dortmund statt.
All-inclusive Reisen zum
Morden In Halle 7 werden Aussteller wieder
zahlreiche Angebote für Trophäen-Jagdreisen auf Preislisten
präsentieren. Ab 18.000 Euro werden
Elefantentötungen angeboten, Löwentötungen
ab 12.000 Euro – und sogar all-inclusive Tötungsreisen für
Eisbären können ab 44.000 Euro gebucht
werden.

Um ein Zeichen gegen die Trophäenjagd und den Ausverkauf der
Natur zu setzen, demonstriert PETA mit einer blutigen Aktion
am Eröffnungstag ab 11:30 Uhr vor dem Eingang Nord
der Westfalenhallen. Eine Person im
Jäger-Kostüm posiert über „erschossenen Wildtieren“: Als
Elefant und Löwe verkleidete Aktive liegen in einer
„Blutlache“ und symbolisieren das verursachte Leid. PETA
fordert mit dieser dramatischen Szene die Stadt Dortmund als
Veranstalter der Messe auf, zumindest jegliche
Trophäenjagdangebote aus den Westfalenhallen zu verbannen.
„Die Elefanten- und Löwenpopulation in Afrika schrumpft
immer weiter. Die politischen und behördlichen
Verantwortlichen sollten sich schämen, dass sie auf einer
von der Stadt Dortmund veranstalteten Messe den Ausverkauf
der Natur zulassen“, so Peter Höffken, Fachreferent bei
PETA. „Unsere Protestaktion soll die Kommunalpolitik
wachrütteln, damit im Zeitalter des weltweiten Artensterbens
keine Trophäenjagd-Messen mehr durchgeführt werden.“
Stadt Dortmund mit-verantwortlich für den Ausverkauf
der Natur Die Messe „Jagd & Hund“ wird von der
Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH veranstaltet.
Alleinige Gesellschafterin der GmbH ist die Stadt Dortmund.
Die auf der Messe angebotenen Tiertötungen zum Zweck des
Trophäenjagd-Erwerbs, ebenso wie Angebote zur Bogenjagd im
Ausland, wären in Deutschland nicht möglich, da sie gegen
das Tierschutzgesetz verstoßen. Einige Anbieter werben
zudem damit, dass Trophäenjäger keinen Jagdschein besitzen
müssen, um im Ausland Tiere zu töten. Vorgeschobene
Argumente der Jagdreise-Anbieter und der Kommunalpolitik, es
würde sich bei Tötungen um alte oder „Problemtiere“ handeln
oder die Jagd würde Schutzgebiete finanzieren, sind längst
fachlich widerlegt.
PETA fordert
Importverbot für Jagdtrophäen Viele Hobbyjäger
suchen den Nervenkitzel im Ausland: angefangen beim Töten
von Bären in Osteuropa bis hin zum Elefanten in Afrika.
Schätzungsweise 50.000 Deutsche reisen jährlich ins Ausland,
um auf Großwildjagd zu gehen.
Deutschland ist
weltweit einer der größten Importeure für Jagdtrophäen
international geschützter Arten: 2024 wurden mit Genehmigung
des Bundesamtes für Naturschutz hunderte Trophäen von
bedrohten Arten nach Deutschland eingeführt, darunter 32
Afrikanische Elefanten, 27 Löwen, 54 Giraffen, 24 Leoparden
und sieben Breitmaulnashörner. Ohne die Möglichkeit, die
Jagdtrophäe nach Deutschland zu importieren, würde für viele
Jäger der Anreiz fehlen, die Tiere zu töten.
PETAs
Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen
experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns
unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form
ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein
– eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund
ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
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