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Moers, 11. Juni 2026 - Der inzwischen ins
Rentenalter kommende Satiriker und Kabarettist aus dem
Rheinland teilt in Berlin regelmäßig gegen die Duisburger
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas aus. Dass er
Politikerinnen und Politiker aufs Korn nimmt, gehört zwar
zum Grundrepertoire seines Berufs, auffällig ist jedoch,
dass er Zitate und Auftritte der Duisburgerin zunehmend
drastisch und derb verarbeitet – in einer Weise, die beim
Publikum die Frage aufkommen lässt, ob Nuhr schlicht den
guten Geschmack verloren hat oder ob eine persönliche
Abneigung im Spiel ist.
Sie waren bissig aber fair
Wer mehr als 50 Jahre deutsches Kabarett verfolgt hat,
erinnert sich an Dieter Hildebrandt, Hanns-Dieter Hüsch, die
Stachelschweine, die Wühlmäuse und viele andere. Auch sie
waren bissig und griffen amtierende Politiker mit scharfen
Sprüchen an. Doch sie wussten, wo die Grenze zwischen
satirischer Zuspitzung und persönlicher Verletzung verläuft
– eine Grenze, die spätestens seit Fällen wie denen um Jan
Böhmermann, sensibel geworden ist.
Satire –
ja. Persönliche Herabwürdigung – nein. Genau
deshalb wirkt Nuhrs Umgang mit Bas zunehmend fragwürdig.
Denn es geht auch anders, wie er selbst es jahrelang schon
umgesetzt hatte.
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