BZ-Home   Kommentare - Leserbriefe



BZ-Sitemap

Das Letzte!

Duisburg tagesaktuell

Archiv

 
 






Archiv 2015
 

Eine unfassbare Meldung!
Jochem Knörzer

Duisburg, 15. Dezember 2015 - Am heutigen Tag erhielten wir eine Pressemeldung, die einen doch glatt aus den Schuhen haut: Heiligabend und Silvester bleibt die Agentur für Arbeit geschlossen!

Die Agentur für Arbeit Duisburg und ihre Geschäftsstellen in Hamborn und Rheinhausen, sowie das Berufsinformationszentrum (BiZ) und das Service Center haben an Heiligabend und an Silvester geschlossen.

UNFASSBAR!
Ohne diese Pressemitteilung wäre doch niemand, also wirklich keiner, auch nur annähernd auf die Idee gekommen, dass die Agentur für Arbeit  in Duisburg an Heiligabend und Silvester nicht geöffnet hat.

Auch den zweiten und dritten Satz wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten:

Zwischen den Feiertagen hat die Arbeitsagentur geöffnet. Montag, den 28.  Dezember, Dienstag, den 29. Dezember, und Mittwoch, den 30. Dezember 2015, gelten die gewohnten Öffnungszeiten.

 

A40-Brücke für Lkws gesperrt
Angelika Röder

Duisburg, 19. März 2015 - Zunächst spreche ich der Polizei, die hervorragende Arbeit zur Sperrung der A40 für den LKW-Verkehr leistet, meinen Dank aus. Leider nimmt der LKW-Verkehr über die Moerser Straße in Rheinhausen stetig zu. Es ist halt zu manchen Tageszeiten weniger zeitaufwändig, durch Rheinhausen zu fahren, als die ausgewiesene Umleitungsstrecke zu nutzen. mehr

 

Grundsteuer mit überhöhten Kosten, großer Kontenausfall, aber winziger Schrift!
Klaus de Jong

Duisburg, 20. Februar 2015

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

nun werden die ersten erhöhten Grundsteuerbescheide fällig.
Nach dem großen Ärger, ob der Erhöhung, kommt ein weiteres Ärgernis hinzu.
Der Chronist wurde heute in einer Bank Filiale unfreiwilliger Zeuge eines vergebliches Versuches, diese Steuer zu überweisen. In der sehr gut gefüllten Filiale, war eine Beratung am Schalter wohl nicht möglich und der nicht mehr ganz so junge Steuerzahler war auf sich, beim Versuch er Überweisung, gestellt. Mehrfach war die IBAN zu kurz, falsch ober zu lang. Der willige Steuerzahler war eindeutig überfordert.
Warum?
Die nötigen Zahlen für die Überweisung sind auf dem Bescheid dermaßen klein gedruckt, dass selbst der Chronist eine Lupe zu Hilfe nehmen musste um die Ziffern zu lesen. Die Steuer Nummer, die bei der Überweisung angegeben werden soll, ist gut leserlich und fett im Bescheid zu finden.

Sorgen Sie, Herr Oberbürgermeister , bitte dafür, dass die Kontoverbindungen gut leserlich ausgedruckt werden.
Nicht nur Chronist, auch Grundsteuerzahler, wird es Ihnen danken.

 

„Da steht ein Maul auf’m Flur…“
Hartz IV und Karneval

Initiative „AufRecht bestehen –10 Jahre Hartz IV sind genug!“

Duisburg, 6. Februar 2015 - „Im antiken Rom gab es die Saturnalien. Während dieser Festtage wurden die römischen Herrschaftsverhältnisse umgekehrt: Sklaven lebten zu dieser Zeit wie freie Bürger; Herren „mussten“ ihre Sklaven bedienen. Der Idee nach ähnelt es ein bisschen unserem Karneval“, sagt Daniela Zumpf.
„Eine tatsächliche Umkehrung der Herrschaftsverhältnisse bei uns zur fünften Jahreszeit könnte unserer Gesellschaft die Augen öffnen! Müsste die Sozialministerin Andrea Nahles zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch ihr Leben als Hartz IV-Betroffene führen, gäbe es wahrscheinlich spätestens zum Jahreswechsel eine sanktionsfreie Mindestsicherung“, vermutet Detlef Hertz (Sprecher der Jobcenter-Initiative).
„Stattdessen geht die menschenunwürdige Praxis von Armutsverhältnissen, Sanktionspraxis sowie Strom- und Gassperren für Hartz IV-Betroffene unverändert brutal weiter“, ergänzt Martina Ammann-Hilberath. „Aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter wird es härter.
Bisher schon geltende kassenrechtliche Bestimmungen wie das 4-Augen-Prinzip bei Zahlungen und zahlungsrelevanten EDV-Eingaben konnten in den Jobcentern nur ansatzweise umgesetzt werden, weil dies mit dem vorhandenen Personal nicht leistbar war. Wie das künftig ohne zusätzliches Personal „strikt eingehalten“ werden soll, bleibt das Geheimnis der BA.
"Das Ergebnis werden weitere Bearbeitungs- und Auszahlungsverzögerungen sein, die auf dem Rücken der Hartz-IV-Betroffenen ausgetragen werden“ sagt die Gewerkschafterin Edith Fröse und ergänzt: „Da es unter dem Hartz IV-Regime nur für die Macher, nicht aber für die Betroffenen etwas zu lachen gibt, wird die Initiative „AufRecht bestehen! 10 Jahre Hartz 4 sind genug“ am Dienstag, dem 10.02.2015 ab 08:00 Uhr vor dem Jobcenter in Duisburg-Mitte eine Karnevalsaktion durchführen. Neben wichtigen Informationen gibt es wiederum heiße Getränke, zum Karneval übliche Berliner Ballen und umgetextete Schunkellieder wie z.B. „Da steht ein Maul auf’m Flur…“  

 

Unterschied zwischen Zuschuss und Darlehen, Herr Bauminister!
Klaus de Jong

Guten Tag,
wer erklärt Bauminister Groscheck (SPD) denn endlich mal den Unterschied zwischen Zuschuss und Darlehen?
Da lässt sich der Minister abfeiern, dass er die Summe der Darlehen von 40 auf 50 Millionen per anno erhöht hat.
Er hat wohl außer acht gelassen, dass die Gelder zurück gezahlt werden müssen.
Die Denkmalbesitzer, die vor der Alternative verschulden oder verschludern stehen, sind allein gelassen. Allein die ev. Kirche hat 800 Denkmäler im Besitz. Die privaten Eigentümer sind überhaut nicht erfasst.
Auf der anderen Seite lässt der Minister zu, dass die landeseigene Wohnungsbau Gesellschaft Wohnungen verkauft.
Aber nicht zu 100%, nein nur zu 96%. Damit spart der Erwerber die Grunderwerbsteuer in nicht unerheblicher Höhe.

Das geht doch gar nicht, Herr Minister.
Oder was haben Sie sich dabei gedacht? Bürgernähe doch wohl kaum.

 

Auf der Suche nach dem Machbaren: Was tun gegen die Abwärtsspirale rund um den Münzplatz, Beeck-, Casino - Universitäts, Tibis- und Klosterstraße in der Altstadt?



Duisburg, 27. Januar 2015 - Öder Eindruck auf der Münzstraße. Schon vier Jahre steht das ehemalige C&A-Gebäude (Eigentümer Brenninkmeijer) leer, ab Januar 2015 auch das von Peeck&Cloppenburg (Eigentümer Deutsche Bank), zuvor waren Restaurant und Apotheke und viele andere mehr ausgestiegen.

Tristess rund um den Troton-Brunnen - Petra Manoahs Knüllermarkt ist der einzig belebende Faktor

Ratlosigkeit pur beim Eindruck von der abendlichen Beeckstraße.

Duisburger Mandatsträger beim Rundgang mit niederschmetternden Eindrücken vom Altstadtviertel.

"Und dann kam noch die drastische Erhöhung der Grundsteuer B durch den Rat der Stadt", seufzte Knüllermarkt-Geschäftsführerin Petra Manoah - links im Bild - resignierend.

Seit 2007 wurde versucht, die Probleme des Viertels von der aufgelösten Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft mit Geschäftsführer Ralph Oehmke zu lösen - der Versuch scheiterte kläglich. Der enorm von der Abwärtsspirale betroffene Bereich wird von unterschiedlichen Einflüssen von außen in Mitleidenschaft gezogen. Da gibt es den Onlinehandel, der dem Einzelhandel ohnehin riesige Probleme bereitet. Hinzu kam die Planung rund um ein Gesundheitszentrum, begonnen mit dem Kölner Entwickler Euroreal an der Steinschen Gasse, wo seit Jahren nun ein riesige Loch den Zugang zu den Geschäften im Kernbereich der Altstadt nur noch von Insidern befahren wird. Eine Bautätigkeit gab es nur in Form von archäologischen Ausgrabungen. Das geplante Gesundheitszentrum entstand an der Heuserstraße Ecke Salvatorweg.
Durch die Dauer-Baubrache wurde die Umsatzeinbrüche mit bis zu 70 Prozent von den Händlern im betroffenen Kernbereich beziffert ...und dann kam noch der Mehrheitsbeschluss des Rates, die Grundsteuer B in schwindelerregende Höhe anzusiedeln.

"Wenn ich geahnt hätte was da an Steuerbelastungen kommt, hätte ich doch nicht die Millionen Euro mit dem Kauf hier getätigt. Ich zahlte bisher schon 115.000 Euro an Jahres-Grundsteuer, jetzt sind 180.000 Euro fällig, also nur für diese Steuer 15.000 Euro monatlich. Das kann niemand auf Dauer durchhalten. Hier muss dringend etwas seitens der Stadt unternommen werden,"  so Petra Manoah.
Die Knüllermarktbetreiberin hat mit dem Erwerb des ehemaligen Quelle- und späteren SinnLeffers-Kaufhauses auch einen 50-köpfigen Mitarbeiterstab geschaffen.
Sie hatte Duisburger Mandatsträger eingeladen, um ihre aktuelle Situation auf den Punkt zu bringen. Im Grunde war es der letzte Hilferuf, den aber nur eine Handvoll Ratsmitglieder und andere Mandatsträger aus diversen Ausschüssen sowie  Bezirksamtsleiter Mitte Ottmar Schuwerak gefolgt waren.
Ihnen wurde auch deutlich erklärt, was sich im direkten Umfeld an Bedrohungen gibt. In direkter Nähe der Klosterstraßen-Grundschule und Immersatt gibt es in den dunklen Stunden Aktivitäten der absolut kriminellen Art. Drogenhandel der harten Art findet hier in direkter Nähe auch zum Wohngebiet statt.

Kommentar zum Altstadtviertel

Es wird jedem Besucher der oben genannten Straßen deutlich vor Augen geführt, wie ein Viertel zu schnell in den Abwärtsstrudel geraten kann. Als Ursache ist zum einen der Onlinehandel und die steuerliche Belastung zu nennen, zum anderen aber auch Fehlplanungen und in einem sehr hohen Maß die Vermieter. Wenn beispielsweise seit vier Jahren erfolglos versucht wird mit dem Eigentümer Leben in das ehemaligen C&A-Gebäude einzuhauchen oder P&C-Eigentümer Deutsche Bank zu animieren aktiv zu werden ebenfalls scheitert, sagt das sehr viel. Gleiches gilt für andere Hausbesitzer. Mit ihnen über eine Reduzierung der zum Teil horrenden Mietforderungen zu sprechen war stets vergeblich berichten Insider. Diese Vermieter hätten beileibe nichts gegen Wettbüros oder Spielhallen. Das ein intaktes Geschäftsumfeld auch zur Wertsteigerung der Immobilie führt hat sich wohl nicht herumgesprochen.

Was bleibt ist eigentlich nur die Möglichkeit weiter zu verhandeln und das gesamte Kerngebiet der Altstadt als das Quartier einzustufen, welches für die Städteförderung "soziale Stadt" gilt. 

Die Stadtteile Bruckhausen, Beeck, Marxloh (Grüngürtel Nord), Laar und Hochfeld erhalten Fördermittel aus dem Programm Soziale Stadt. Eine Altstadtmanagerin - dem Vernehmen nach soll eine Frau dem Anforderungsprofil entsprechen - allein wird hier dieselben Hürden vorfinden, an denen schon andere gescheitert sind. Ungeachtet dessen ist diese Einrichtung richtig und wichtig. Es müssen neue Ideen her.
Zum Hilferuf der Händler und Bewohner des betroffenen Gebietes an die Stadt:
Wie der Rat hier einen neuen Beschluss herbeiführen kann um nur diesem Bereich steuerlich zu helfen, ist - soweit das rechtlich überhaupt umsetzbar wäre - eine Gratwanderung, die sofort Begehrlichkeit auch in anderen Stadtgebieten wecken wird. An die Adresse der Radikalforderung, dass vielleicht doch ein politisch uninteressierter Sparkommissar der Kommunalaufsicht anders als der Rat entscheiden könnte: Mitnichten.
Die Maxime eines solchen Kommissars lautet: Einnahmen-Maximierung und Ausgabenreduzierung wo es nur möglich ist, also vom Prinzip nichts anderes als bisher (vielleicht nur noch drastischer) die Kommunalpolitiker entschieden haben. Bleibt eigentlich nur die erwähnte Einstufung als förderungswürdiges Stadtgebiet. Harald Jeschke

 

Bebauung im Süden: Begehrliche Blicke der Düsseldorfer!
Genug ist genug sagen die Bürger im Duisburger Süden

Duisburg, 25. Januar 2015 - Anfang der 1990er Jahre begannen die ersten großen Diskussionen um Eurobau mit Herrn Feddersen im Angerbogen. Die sich anschließenden Bebauungsanträge größeren Stils im Angerbogen mit Unternehmen, Hotelbau (Milser) und großzügiger Einfamilienhäuser mit Anlegung neuer Straßen verstärkten sich. Die Ansiedlung dererlei unterschiedlicher Frequenzbringer im Angerbogen weckte Begehrlichkeiten und gegen alle Bedenken der Umweltschützer wegen des Zubaus der Frischluftschneise und Naturreservatszone Angerbogen wurden die Planungen umgesetzt. Vor zehn Jahren kam zusätzlich ein Nah-Großversorger wie Falk Tonscheidt mit dem Edeka-Markt der Zukunft nebst neuen Kreisverkehren hinzu - der ländlich-dörfliche Charakter entlang der Düsseldorfer Landstraße war endgültig Vergangenheit. Gleiches galt für die damaligen Bauten im Rahmer Westen. Und erwähnt werden muss das Zubauen in Großenbaum des Uhlenbroicher Weges, des Sportplatzes an der Franziskusstraße und in Buchholz mit der Allgäuer Straße.
Hinzu kam der sich anschließende Expansionscharakter an der Sittardsberger Allee mit Gesundheitszentrum und Pennymarkt. Da war Anfang der 1990er Jahre mit der Installation des Gewerbegebietes auf dem Gelände der ehemaligen Hahnschen Werke und dem Durchstich des Altenbrucher Dammes bis zur Großenbaumer Allee ein logische Weiterentwicklung. Es folgten Ansiedlungen und Bauten an der Remberger Straße, ein Modellversuch des ehemaligen Planungsdezernenten Jürgen Dressler mit "floating homes" auf dem Remberger See scheiterte, dafür gab es Ansiedlungen in Serm.

Nun ist es genug, meinen Politik und Bürgerschaft.
Aber jetzt wollen Duisburgs Stadtplaner die Gunst der Stunde nutzen und auch mit gut situierten Düsseldorfern - 460 Euro pro Quadratmeter Bauland wurden schon zum Thema im Süden - zahlungskräftige Neu-Duisburger an Land ziehen. Nicht nur seit die U 79 so hervorragende bequeme Andienung der Menschen aus dem Düsseldorfer Norden bietet. Es gibt freie Parkplätze rund um den Edekamarkt und direkten Autobahnanschluss, den die Bewohner des Düseldorfer Norden, sei es Kaiserswerth oder Wittlaer bei um vielfach teureren Grunderwerb, so nicht zur Verfügung haben. In der Summe muss man auch die neue St. George Schule in Ungelsheim einbeziehen. All diese Fakten verkörpern eine Infrastruktur bei weitaus günstigerem Bauland, das die schuldenfreie Landeshauptstadt ihren Bürgern nicht mehr bieten kann. Die Frage stellt sich dabei: Was will Duisburg? Harald Jeschke

 

Verhindert die Allianz von Provinzpolitikern und Provinzbürgern in Duisburg den erforderlichen Abbau des Schuldenberges und Realisierung von zukunftsweisende Projekte ?
Klaus Rietz

Duisburg, 22. Januar 2015 - Das folgende Beispiel soll verdeutlichen das Schuldenabbau, wirtschaftliche Weiterentwicklung und Investitionen sich nicht ausschließen müssen. Allerdings muss hier eine weitsichtige und kluge Politik, die nicht von Eigeninteressen und Lobbyismus geprägt ist, betrieben werden.
Im Moment ist eine derartige Politik hier vor Ort nicht erkennbar, das muss aber nicht immer so bleiben.
Einhergehend mit einer sinnvollen Bürgermitarbeit und Bürgerbeteiligung, lässt sich hier das  finanzielle Problem der Stadt Duisburg möglicherweise teillösen.
Ich spreche hier das gesamte Spektrum der Erneuerbaren  Energien an. mehr

 

Smartphones gelten immer mehr als bedenklich - Alternative Handy und Prepaid?

Duisburg, 20. Januar 2015 - Telefonieren heutzutage - aber wie? Wer mit der älteren, aber auch der jungen Generation ins Gespräch in Hinsicht auf Mobilität im Netz kommt, erfährt Überraschendes.
Dabei sind Aussagen der Enddreißiger und der älteren wie "weg vom Smartphone, zurürck zum Handy"! Und auf jeden Fall ist Prepaid eine oft genannte Alternative. Es geht zum einen darum, dass Jugendliche analog zu brandneuen Statistiken alle sieben Minuten an der "Bakterienschleuder" - so Hygiene-Forscher - hängen, dass zum anderen die älteren Semester über Abzocke im Netz und gestiegene Bedrohung durch Hacker und Schadsoftware total verunsichert sind. Hinzu kommen undurchsichtige technische Erfordernisse bei Einstellungen, notwendige Zusatzkäufe, hundsmiserable und definitiv mit zu kleiner Schrift erstellte Anleitungen - meist muss man auch ins Netz um dort bedienungsanleitungen (Handbuch) in der Vielfalt der Angebote suchen.

Deutschlands Marktführer Telekom bedrängt Altkunden mit analogen Telefonen nun auf ip-basierte Technik umzurüsten, was in den meisten Fällen per Kündigung schon passiert oder noch kommt. Das alles verunsichert total. Verärgert ist der Kunde, der auch schon ein Smartphone in der 700 bis 800 Euro-Klasse erworben hat über schwache Akkus, die unglaubliche schlimme Vielfalt bei den Ladegeräten nebst Zubehör. Und dann kommen noch Abzocker, die bei zu oft geklickten Angeboten Aboverträge unterjubeln, die per Fax oder Einschreiben nie reagieren, die z.B. in dem Magentariesen einen Inkassopartner haben...
 
Das alles nervt und wirft Fragen auf. Der Markt mit seniorengerechten Handys mit Großtastatur und Beleuchtung wächst - Einfachheit ist Trumpf, nicht horrende und verwirrende Vielfalt der Multigeräte. Allein das nicht nur bei Senioren wichtige Fotoschießen wird immens erschwert, wobei das alles so kinderleicht angepriesen wird. Nicht jeder Senior/in hat einen Enkel, der ruckzuck auch mit den (Un)Tiefen des so cleveren Gerätes vertraut ist. Fakt ist: Alles was von der Industrie und dem Handel mit "kinderleicht" angepriesen wird, ist hochkomplex, kompliziert und zudem oft genug anfällig.
Aber: Auch Senioren wollen nicht zurück in die 1950er Jahre, sprechen aber deutlich darüber, dass es eben früher zwar nicht alles besser, aber doch einfacher strukturiert war. Ein Telefon mit dem aussterbenden Wort Wählscheibe hatte eben eine klare Struktur, war neudeutsch "intuitiv" zu bedienen, weil es keine Fehler - außer beim Verwählen - zuließ. Es gab nur die Möglichkeiten zu wählen, zu sprechen und einzuhängen. Punkt. Es gab eben nur damals die Deutsche Post, die Briefe - keine Mail oder SMS - ein Papierrechteck mit innenliegendem Informationsteil wurde mit einem Postwertzeichen (Briefmarke) versehen und mit Bus, Bahn oder Flugzeug auf die Reise von A nach B geschickt udn dort per Mensch zugestellt. Pakete, Päckchen (was für ein hübsches Wort) und das Telefonieren wurde unter dem Bundesdach Psot angeboten. Es war alles gelb, nur die Telefone hatten maximal drei Farben im Angebot und waren mit einer nur 1,50 Meter langen Schnur versehen, was die die Bewegungsmöglichkeit beim Telefonieren schon arg einschränkte. Das geht heute wirklich besser.
Und was macht die Industrie heute? Sie erschreckt noch mehr: Heimvernetzung oder das "smarte Haus" wird angepriesen. Kein Anbieter kann aber garantieren, dass das "smarte home" nicht geknackt werden kann. Beispiele wie einfach man sich in ein solch cleveres Heim einloggen kann wurde in diversen TV-Sendungen schon sehr anschaulich gezeigt.
Wir halten es uns einmal vor Augen: Es gibt mehr als 20 Millionen Rentner in dieser Republik, die zum überwiegenden Teil auch über Renten oder Pensionen verfügen, um sich Smartphones, Tablets oder gar ein "smartes HeimE leisten können, aber allen vorgenannten Dingen nicht so recht trauen. Der Markt geht an diesem Potenzial vorbei, weil nicht zielorientiert entwickelt und produziert wird. Aber auch die Generation, die im Moment in unserem Land die Geschicke bestimmt, sind skeptisch geworden. Braucht man wirklich ein Smartphone dass alles kann? Oder die Wearebles, die mich überwachen und mir sagen, wie mein Puls auf die Treppe reagiert hat? Ein einfaches Messen am Handgelenk hat doch früher auch ausgereicht, oder?

Zur anderen, unangenehmen Ausgangslage: Die Anfragen wegen Abzocke oder unseriöser Praktiken häufen sich bei den Verbaucherzentralen.
Fazit: Zurück zum alten Telefon der Post mit Wählscheibe - also die totale Entschleunigung - will kaum einer. Aber einfach strukturierte Mobilgeräte - die länger durchhalten - mit einheitlichem Ladegeräten und überschauberem Innenleben, dass nicht dem App-Wahn ausgesetzt ist und mit der Welt vernetzt sein muss, die sind gefragt. Wer bieter das an?

Und dann kommt da noch die Sache mit der Verkehrsgefährung. Ein Beispiel: Stehen zwei junge Mütter an einer belebten Kreuzung in Duisburg. Jede ist mit dem Smartphone zugange, die Kinderwagen werden vor- und zürckgeschoben um den innen sitzenden Nachwuchs bei Laune zu halten, dass der vordere Teil fast in die fahrenden Autos reingeschoben wird - wer soll es merken, wenn doch der Bildschirm Aufregenderes bietet. Jugendliche, die selfiverliebt einfach über die Straße marschiren und fast im Krankenhaus landen - wer hat das noch nicht mitbekommen. Vom Nutzen eines Smartphones mit Apps für die Schule und in derselben braucht nicht diskutiert werden. Galt füher "Fernseverbot" oder "Ausgangssperre" als Höchststrafe, ist heute die Wegnahme des geliebten Smartphones durch die "häusliche Regierung" eine "Geht-doch-garnicht-Aktion" für alle Heranwachsende. Harald Jeschke


10 Jahre Hartz IV - Sanktionen und Repressionen statt Geld
Duisburger Initiative 'AufRECHT bestehen: Kein Sonderrecht im Jobcenter'

Duisburg, 5. Januar 2015 - Im Januar 2015 steht ein Jubiläum an, bei dem es nichts zu feiern gibt. Dann ist es 10 Jahre her, dass das Hartz IV-Regime in Kraft trat.
„Für die Betroffenen sind das 10 Jahre menschenunwürdige Armutsverhältnisse, Sanktionen und Repression.“ urteilt Detlef Hertz, Sprecher der Initiative „AufRecht bestehen – kein Sonderrecht im Jobcenter!"

Hertz weiter: „Während die Macher des Gesetzes die Sektkorken knallen lassen und sich selbst feiern werden, müssen viele Hartz-IV-Bezieher damit rechnen, dass ihnen Strom und Gas abgedreht werden. Dabei sehen sie sich finanziell nicht in der Lage, die in den letzten Jahren um 45 und 30 Prozent gestiegenen Strom- und Gaspreise zu bezahlen. Wovon auch? Im gleichen Zeitraum stieg der Hartz-IV-Satz um rund 15 Prozent an.“

„Und gar nicht lustig ist, dass die Einführung einer neuen Leistungssoftware mit dem fröhlichen Namen ALLEGRO erhebliche Bearbeitungsrückstände zur Folge haben wird  und Viele im Januar ohne Geld da stehen. Unsere Initiative wird allen Betroffenen raten, auf Barauszahlung oder Vorschüsse zu bestehen.“  Kündigt Hertz an. „Im Rahmen eines besonderen Neujahrsempfangs am 6. Januar steht die Initiative wiederum vor dem Jobcenter Mitte. Es gibt Informationen und Überraschungen“. Näheres will Hertz jedoch noch nicht verraten.