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Unicef-Foto des Jahres

Berlin, den 17.12.2015. Das Siegerfoto des internationalen Fotowettbewerbs „UNICEF-Foto des Jahres 2015“ zeigt die schiere Verzweiflung von Flüchtlingskindern an der griechisch-mazedonischen Grenze. Der Fotograf Georgi Licovski (epa) hielt den Augenblick fest, als dort am 21. August 2015 zwei Kinder zwischen vordringenden Menschenmassen und Grenztruppen von ihren Eltern getrennt wurden. Mit dem zweiten Preis wird die Reportage des schwedischen Fotojournalisten Magnus Wennman (Aftonbladed) ausgezeichnet, der schlafende Flüchtlingskinder im Nahen Osten und auf dem Weg nach Europa fotografierte.

Die  Leidensfähigkeit, die Kriege Kindern und Eltern abverlangen, steht im Mittelpunkt der dritten Auszeichnung. Sie geht an die in Jerusalem lebende US-amerikanische Fotografin Heidi Levine (Sipa Press) für ihr Portrait eines schwer verletzten palästinensischen Vaters und seines kleinen Sohnes.
Der internationale Fotowettbewerb „UNICEF-Foto des Jahres“ wird von der Zeitschrift GEO und der DZ BANK unterstützt.  

„Georgi Licovski (Copyright) fängt in seinem Bild wie in einem Brennglas die Verzweiflung von Kindern auf der Flucht ein“, erklärte die Schirmherrin von UNICEF Deutschland Daniela Schadt bei der Präsentation des UNICEF-Fotos des Jahres 2015 in Berlin. „Das Foto ist eine Momentaufnahme, die Europas Dilemma und Europas Verantwortung zugleich festhält.“  

„Die Fotografen des Wettbewerbs dokumentieren eindringlich, was Menschen einander und ihren Kindern antun“, sagte Prof. Dr. Klaus Honnef, Vorsitzender der Jury unabhängiger Fotoexperten. „Durch ihre hohe Kunst, ihre Beobachtungsgabe und Einfühlung bezeugen sie aber auch den Mut, die Zuversicht und den Behauptungswillen der Kinder – jenseits der Klischees des Nachrichtengeschäfts.“  

Das Siegerbild: Schiere Verzweiflung der Flüchtlingskinder Es ist der 21. August 2015, als es an der griechisch-mazedonischen Grenze zu einer traumatischen Situation für zwei Flüchtlingskinder kommt. Ihr Zeuge: der für die European Press Agency arbeitende Fotograf Georgi Licovski. Er erlebt eine brutale Konstellation: Um das Herz der mazedonischen Grenztruppen zu erweichen, schicken manche Flüchtlinge Frauen und Kinder in die erste Reihe.
Von hinten schieben die Massen nach, Kinder werden von ihren Eltern getrennt, teils auch von Fremden an die Hand und über die Grenze mitgenommen – während die Angehörigen nicht nachkommen können. Ein weiteres Drama in jenem großen Drama, das in Afghanistan, im Irak und in Syrien beginnt – und in Europa nicht zu Ende ist. Nach Schätzung von UNICEF war jeder vierte der 730.000 Flüchtlinge, die von Januar bis November 2015 auf der Balkanroute in die Europäische Union kamen, ein Kind oder Jugendlicher.  

 

Schutz und Unterstützung für Flüchtlingskinder
UNICEF und Bundesregierung treffen Vereinbarung über Initiative für Flüchtlingskinder

14. Dezember 2015 - Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Bundesregierung starten eine gemeinsame Initiative, um die schätzungsweise 300.000 Flüchtlingskinder in Deutschland besser zu schützen und zu unterstützen.
Das gaben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, die UNICEF-Koordinatorin für die Flüchtlingskrise in Europa Marie-Pierre Poirier und der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Christian Schneider, heute (Montag) in Berlin bekannt. Trotz der großen Anstrengungen Deutschlands auf allen Ebenen sind die Sozial- und Schutzsysteme durch das Ausmaß der Krise stark belastet. Der gemeinsamen Einschätzung von UNICEF und der Bundesregierung zufolge sind Flüchtlingskinder dadurch nicht ausreichend geschützt.
„Dort wo sich Kinder, Jugendliche und Frauen aufhalten, müssen besondere Maßnahmen zum Schutz vor Übergriffen und geschlechtsbezogener Gewalt einschließlich sexueller Übergriffe und Belästigung ergriffen werden“, sagte Ministerin Manuela Schwesig.
„Für mehr Schutz braucht es aber personelle und räumliche Maßnahmen, sowie mehr Information, Sensibilisierung und Fortbildung der Fachkräfte und Ehrenamtlichen. Deshalb wollen wir gemeinsam mit UNICEF Angebote schaffen, die eine Verbesserung des Schutzes in den Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Frauen ermöglichen.“
Die Lagebewertung von UNICEF und Bundesregierung hat ergeben, dass Flüchtlingskinder und –frauen in Gefahr sind, Opfer von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung zu werden, vor allem in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften. Kinder haben in diesen Einrichtungen zudem häufig mehrere Monate lang keinen vollen Zugang zu Schulbildung, psychosozialer Unterstützung und Freizeitaktivitäten.
„Wir haben mit Deutschland als unserem Partner ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein, für den Schutz der Kinder zu sorgen, die ihn am meisten benötigen, und zwar unabhängig davon, woher sie kommen“, sagte die UNICEF-Koordinatorin für die Flüchtlingskrise in Europa, Marie-Pierre Poirier. „Flüchtlingskinder haben Krieg, Verfolgung und eine schreckliche Reise hinter sich. Sie mögen in ihrem Zielland Deutschland angekommen sein, aber es ist der Beginn einer neuen Reise für sie. Wir müssen ihnen zur Seite stehen.“
Die Bundesregierung und UNICEF werden jetzt gemeinsam mit deutschen Nichtregierungsorganisationen Maßnahmen entwickeln, um die Situation von Flüchtlingskindern genauer zu untersuchen und zu verbessern.

Zu den geplanten Maßnahmen gehören:
Unterstützung bei der Identifizierung von gefährdeten Kindern
Unterstützung für Lern- und Spielmöglichkeiten und Zusammenarbeit mit Partnern, um den Zugang zu Hilfen und Beratung zu verbessern, und zwar durch Einbringen von Fachwissen und Schulungen zum Konzept der „Kinderfreundlichen Orte“
  Schulungen und Beratung von Mitarbeitern in Flüchtlingseinrichtungen, um Gewalt und Missbrauch vorzubeugen
Beratung und Unterstützung, um Schutzmechanismen in Erstaufnahmeeinrichtungen und anderen Gemeinschaftsunterkünften aufzubauen und zu stärken

Unterstützung bei der Verbesserung der Datensammlung und der Überwachung der Situation der Kinder

• Unterstützung bei der Erarbeitung von praxisnahen Richtlinien, Schulungen und Beratung, um Einrichtungen kinderfreundlicher und geschlechtssensibel zu gestalten
• Etablierung von Verhaltensregeln für Mitarbeiter in Einrichtungen sowie bessere Beschwerde- und Weiterverweisungsmechanismen.
„Flüchtlingskinder befinden sich in Deutschland nach ihrer langen und gefährlichen Flucht zwar in relativer Sicherheit“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Doch werden ihre Lebensumstände in Gemeinschaftsunterkünften wie Turnhallen, Kasernen oder anderen Notunterkünften noch für lange Zeit schwierig bleiben.


Unzählige Mitarbeiter und freiwillige Helfer dort leisten großartige Arbeit. Einen verbindlichen Standard für den Schutz der Kinder sowie ausreichende Spiel- und Lernangebote oder psychosoziale Hilfen gibt es bisher allerdings nicht. Es darf nicht vom Zufall abhängen, ob Flüchtlingskinder in Deutschland gut geschützt, versorgt und betreut werden oder nicht.“

UNICEF wurde 1946 ursprünglich gegründet, um nach dem Zweiten Weltkrieg Nothilfe für Kinder - UN-Foto Deutschland 1946 - in Europa zu leisten. Heute versorgt UNICEF unter anderem Kinder in Konfliktländern wie Syrien, Irak oder Afghanistan mit Trinkwasser und sanitären Anlagen, Kinderschutzmaßnahmen und Bildungsangeboten. Außerdem unterstützt UNICEF Kinder, die sich in den Balkanstaaten auf der Flucht befinden.

Die Bundesregierung hat die Arbeit von UNICEF dieses Jahr mit 250 Millionen Euro unterstützt – das sind rund 100 Millionen Euro mehr als 2014 –, um Millionen von Kindern in Konfliktländern wie Afghanistan, Irak, Jemen, Libyen, Syrien und Ukraine zu erreichen. Ein Hauptschwerpunkt ist dabei die Hilfe für syrische Flüchtlingskinder in Jordanien, Libanon und der Türkei.

 

 

Gründung des Kinderhilfswerks am 11. Dezember 1946

Duisburg, 11. Dezember 2015 - Der Tag heute erinnert an die Gründung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen am 11. Dezember 1946. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (engl. United Nations International Children's Emergency Fund, UNICEF) ist eines der entwicklungspolitischen Organe der Vereinten Nationen. Die UNICEF wurde zunächst gegründet, um Kindern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu helfen.

Unicef: Chancen für Kinder in Konfliktregionen
Jedes Recht braucht jemanden, der es durchsetzt! Sie sehen eine Weltkarte mit den aktuellen Nothilfeeinsätzen von UNICEF.

 

Jedes Jahr sind es über 250. Doch Unicef-Mitarbeiter hatten noch nie so viele schwerste Krisen zu bewältigen wie im letzten Jahr – und leider ist die Situation in diesem Jahr nicht besser geworden. Syrien, Irak, Südsudan – das sind nur einige der Länder, in denen Leben und Gesundheit der Kinder im Moment massiv bedroht sind.
Auf der Karte erkennt ma die Einsätze der höchsten Nothilfestufe „drei“ an einem Ausrufezeichen. Mindestens eines von zehn Kindern der Welt ist in einem Land zu Hause, das von Krieg und Gewalt beherrscht wird. Der Syrienkonflikt ist einer der grausamsten und verfahrensten dieser Konflikte. Die Zahl der betroffenen Kinder in den letzten vier Jahren auf unfassbare 14 Millionen angestiegen ist, mehr Kinder, als in Deutschland leben. UNICEF-Mitarbeiter  sprechen von einer „neuen Generation humanitärer Krisen“. Sie schnüren Familien in Krisenregionen oft über Jahre oder Jahrzehnte die Luft zum Überleben ab. Damit einher geht auch eine „Generation“ der Kriegs- und Krisenkinder. UNICEF tut alles, um mit der enormen Not Schritt zu halten.
Unicef: Chancen für Kinder in Konfliktregionen Was macht Unicef einzigartig?
-          Weltweit in rund 150 Ländern – auch abgelegenen Orten
-          Einheimische Experten
-          Beratung und Einfluss auf Regierungen
-          Professionelle Logistik
-          Entwicklungserfolge:
-          Überleben
-          Kindersterblichkeit konnte seit 1992 halbiert werden.
 Das Thema Kinder in Konfliktregionen hat viele Aspekte. Mit der neuen Kampagne wollen wir uns gezielt auf einen Aspekt konzentrieren: die Seele der Kinder. Um Kindern zu helfen, braucht es mehr als Medikamente und Trinkwasser. Es braucht das, was wir bei UNICEF manchmal etwas abstrakt „psychosoziale Betreuung“ nennen. Psychosoziale Betreuung – das heißt zunächst: Kindern „sichere Orte“ geben, Räume schaffen, die ihnen Schutz geben nach schrecklichen Erlebnissen von Krieg und Flucht.
Ganz konkret heißt das: Spielangebote in einem UNICEF-Zelt nur für Kinder. Unterricht in einer Ecke eines Flüchtlingscamps, damit die Kinder verpassten Schulstoff nachholen können. Und - wo immer möglich - auch gezielte Therapie für einzelne Kinder. Allein in Syrien und den Nachbarländern hat UNICEF mit diesen Angeboten im letzten Jahr über eine Million Mädchen und Jungen! Zwei Jahre zuvor waren es erst 40.000.
Unicef möchte Verständnis für die Situation der Kinder wecken, den Blick auf das schwere Gepäck richten, das auch Flüchtlingskinder die nach Deutschland kommen mitbringen. Bisher wird viel zu wenig gesehen, dass etwa ein Drittel der Flüchtlinge in Deutschland Kinder sind und dass Kinder besondere Bedürfnisse haben. Für sie kommt es auf jeden Tag, jeden Monat an, in dem sie medizinisch gut versorgt sind, lernen können – oder eben nicht.

 

So setzt UNICEF Deutschland Ihre Spende ein

Köln/Duisburg, Dezember 2015 - UNICEF ist es sehr wichtig, Spenden gut und zielgerichtet einzusetzen, damit sie nachhaltig wirken – als echte Hilfe für Millionen von Kindern.
Von jedem Euro an UNICEF Deutschland
• kommen fast 80 Cent direkt den Programmen für Kinder zugute.
• verwendet Unicef gut 2 Cent hier in Deutschland für die Kinderrechtsarbeit – zum Beispiel arbeiten wir mit Schulen und überzeugen Politiker.
• brauchen wir gut 5 Cent, damit die richtige Hilfe weltweit am richtigen Ort ankommt und möglichst viele und die besonders notleidenden Kinder erreicht – zum Beispiel für Strategie, Planung, Koordination der internationalen Mitarbeiter und Überwachung der Programmfortschritte.
• investieren wir gute fast 11 Cent, um neue Spenden zu gewinnen – zum Beispiel für Informationen für Spender, für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
• gibt Unicef 4 Cent für seriöse und korrekte Verwaltung aus – zum Beispiel für Spendenbescheinigungen und Buchhaltung.

 

Über UNICEF
UNICEF arbeitet weltweit in so gut wie jedem Land der Erde. In jährlich über 250 Nothilfeeinsätzen sorgt Unicef für Trinkwasser und Medikamente und hilft, zerstörte Schulen katastrophensicher wieder aufzubauen. Durch langfristige Programme können Millionen Kinder gesund aufwachsen, zur Schule gehen und vor Ausbeutung und Gewalt geschützt groß werden – gerade in den am meisten benachteiligten Regionen.

 

Rockstar zeichnet UNICEF-Friedens-Grußkarte  
Köln, den 07. Dezember 2015. Udo Lindenberg ruft mit seiner neuen UNICEF-Grußkarte dazu auf, Friedensbotschaften zu verschicken. Das eigenhändig im Graffiti-Stil gezeichnete Motiv „Give Peace a Chance“ ist ein buntes Statement für Solidarität und Zusammenhalt. Seinen Friedensappell begründet der Rocker mit der dramatischen Situation in Krisengebieten weltweit und der Bedrohung durch Krieg und Terrorismus:

„Die allgemeine Weltlage ist ja echt Horror. Zu viele Kamikaze-Piloten auf unserem kleinen blauen Raumschiff Erde. Was ist zu tun? Außer Militär fällt ihnen wenig ein. Egal, wo Du lebst und an welchen Gott Du glaubst: Hass ist nie ein Weg!!!“   Seine neue Grußkarte zeichnete Udo Lindenberg direkt nach den Terroranschlägen von Paris. Mit seinem diesjährigen Kartenmotiv greift der Künstler einen Klassiker von John Lennon auf. Der britische Pop-Star und Ex-Beatle hatte in den 70er Jahren mit Songs wie „Give Peace a Chance“ und „Imagine“ einer ganzen Generation von Friedensaktivisten eine Stimme verliehen.  
Nun erinnert Udo Lindenberg daran, dass es heute mehr denn je darauf ankommt, sich gemeinsam für Frieden und Menschenrechte einzusetzen: „Gab‘s da nicht mal ne Uno-Charta für Menschenrechte weltweit? Lass uns nicht wegschauen. Geht uns alle an, über alle Grenzen hinweg. Auf die 'da oben' kann man sich nicht verlassen. Unsere 'Waffe' ist die Menschen-Liebe. Träumt einer allein, ist er ein Träumer, träumen wir zusammen, wird‘s Realität. Lass uns zusammen für den Frieden am Start sein!“  
Zum fünften Mal hat Udo Lindenberg, der im kommenden Jahr zusammen mit UNICEF seinen 70. Geburtstag feiert, vor Weihnachten eine UNICEF-Grußkarte gestaltet. Mit den Erlösen finanziert UNICEF Hilfsprogramme für Kinder in den ärmsten Ländern und in Krisengebieten wie zum Beispiel in Syrien und seinen Nachbarländern.  
Bereits seit mehreren Jahrzehnten setzt sich Udo Lindenberg für Frieden und die Menschenrechte ein. In seinem Song „Wozu sind Kriege da“ aus dem Jahr 1981 beschreibt er Krieg aus der Sicht eines zehnjährigen Kindes: „Keiner will sterben, das ist doch klar. Wozu sind denn dann Kriege da?“  
Die neue UNICEF-Grußkarte von Udo Lindenberg ist online im UNICEF-Grußkartenshop erhältlich (solange der Vorrat reicht). Das 5er-Sortiment kostet zehn Euro inkl. Mehrwertsteuer. Darüber hinaus wird die Karte von UNICEF-Gruppen auf Weihnachtsmärkten, Ständen und in Grußkarten-Shops vor Ort angeboten. Hier kostet die Einzelkarte zwei Euro.

 

Tag der Rechte des Kindes
Tag der Rechte des Kindes und die Duisburg-Walsumer GGS Sternstraße
UNICEF-LAGEBERICHT: SYRISCHE KINDER IM KRIEG UND AUF DER FLUCHT

ES GIBT KEINEN EINZIGEN SICHEREN ORT FÜR KINDER“
Berlin/Duisburg, 24. November 2015 - Die anhaltende Fluchtbewegung syrischer Familien ist nach Einschätzung von UNICEF Folge der verschärften Kämpfe in Syrien in diesem Jahr. Gleichzeitig haben Hoffnungslosigkeit und Not der Flüchtlinge in den Nachbarländern zugenommen. Der heraufziehende Winter mit sinkenden Temperaturen, Regen und Schnee verschärft jetzt zusätzlich vor allem die Lage der Kinder.
Viele Familien leben in unbeheizten Zelten oder nicht isolierten Notunterkünften. Sie haben oft kein Geld mehr zum Heizen und für warme Kleidung. UNICEF schätzt, dass derzeit rund 8,2 Millionen Mädchen und Jungen innerhalb Syriens und in den Nachbarländern dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ruft Regierungen und private Spender zur Hilfe auf, um die Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen. Neben besserer Überlebenshilfe sind laut UNICEF auch Lernmöglichkeiten und psychosoziale Hilfen für die syrischen Kinder besonders wichtig.

 

Nach fast fünf Jahren Krieg in Syrien liegt das Leben einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen in Trümmern“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

„Aber diese Kinder sind die Zukunft ihres Landes und ihrer Region. Wir müssen sie in dieser entscheidenden Phase ihres Lebens besser unterstützen. Kindheit kann nicht warten.“ Der aktuelle UNICEF-Lagebericht „Zur Situation der syrischen Kinder im Krieg und auf der Flucht“ dokumentiert die immer schlechter werdende Lage von Millionen Kindern, die als Vertriebene innerhalb Syriens oder als Flüchtling in den Nachbarländern vor dem fünften Kriegswinter stehen. Auch wenn es in Europa anders erscheint: Die allermeisten syrischen Flüchtlinge halten sich in der Nähe ihrer Heimat auf.
Allein innerhalb Syriens sind über 6,5 Millionen Menschen Vertriebene im eigenen Land – fast die Hälfte davon sind Kinder. Auch die über vier Millionen Syrer, die Zuflucht in den Nachbarländern gesucht haben, hoffen darauf, wieder nach Hause zurückzukehren. Allerdings lassen Perspektivlosigkeit gepaart mit wachsender Armut immer mehr Familien verzweifeln.
Aufwachsen im Krieg und auf der Flucht
„Es gibt in ganz Syrien keinen einzigen sicheren Ort für Kinder“, sagt Hanaa Singer, Leiterin von UNICEF Syrien. Allein 2014 wurden mindesten 60 Schulen bei Angriffen getroffen. Im September 2015 starben in einem von UNICEF unterstützen Kinderzentrum sechs Minderjährige. In Homs starben vor wenigen Wochen auf einem Spielplatz 19 Kinder. Insgesamt wurden seit 2011 mindestens 11.000 Kinder getötet. Viele Familien wurden bereits mehrfach vertrieben.
Drei Viertel der syrischen Bevölkerung leben in Armut. Besonders besorgniserregend ist die Situation von rund zwei Millionen Kindern in schwer umkämpften oder belagerten Gebieten, die nicht oder nur unregelmäßig humanitäre Hilfe erhalten. Die lebensnotwendige Infrastruktur ist vielerorts zusammengebrochen oder schwer beschädigt.
Im September waren in Aleppo zum Beispiel zwei Millionen Menschen tagelang ohne Trinkwasser. Nur noch jedes dritte Krankenhaus ist funktionsfähig. Rund zwei Millionen Kinder in Syrien können nicht zur Schule gehen. In Jordanien, Libanon, Irak, Türkei und Ägypten leben über zwei Millionen Flüchtlingskinder. Viele von ihnen können keine Schule besuchen und müssen arbeiten.

UNICEF führt in Syrien und in seinen Nachbarländern eine der größten Hilfsoperationen seit seiner Gründung durch.
Zusammen mit einem Netzwerk von Partnern führt UNICEF Impfkampagnen durch, versorgt Gemeinden mit Trinkwasser und unterstützt Schulunterricht und psychosoziale Hilfe in Kinder- und Jugendzentren. Vor dem Winter erhalten Kinder warme Kleidung, und Schulen und Kinderzentren werden winterfest gemacht. Mit dem Programm „No Lost Generation“ werden Kinder in die Schule gebracht und Ausbildungs- und Freizeitangebote für die Flüchtlingskinder geschaffen. Gefährliche Flucht nach Europa Für viele syrische Familien erscheint die Gefahr, in ihrer Heimat oder in der Region zu bleiben, größer als die Gefahr einer Flucht nach Europa.

Auf der Balkanroute stammen über 60 Prozent der Hilfesuchenden aus Syrien. Bis September hatten 214.000 Kinder in den Staaten der Europäischen Union Asyl beantragt. In Deutschland liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter den Flüchtlingen derzeit etwa bei einem Drittel. Auf dem Weg erleben viele Kinder gefährliche und belastende Situationen. Bei der Überfahrt nach Griechenland ertranken zahlreiche Kinder.
UNICEF-Mitarbeiter berichten, dass an Grenzübergängen oder in chaotischen Situationen Kinder von ihren Angehörigen getrennt wurden. Seit dem Sommer wurden in Mazedonien immer mehr unbegleitete Kinder und Jugendliche registriert. Im Oktober war dort eines von vier registrierten Kindern allein unterwegs. Die meisten Flüchtlingskinder sind erschöpft und vielfach auch schlecht ernährt.

Zusammen mit lokalen und internationalen Partnern hat UNICEF an den wichtigsten Aufnahme- und Registrierungszentren auf dem Balkan „kinderfreundliche Orte“ und „Zonen für Mütter und Kleinkinder“ eingerichtet und sorgt für Trinkwasser und Hygieneartikel.
Diese Einrichtungen werden derzeit winterfest gemacht. In der Fremde In Europa angekommen befinden sich die Kinder und ihre Familien zwar in relativer Sicherheit. Aber ihre Lebensumstände werden für lange Zeit schwierig bleiben. Sie müssen in Deutschland nach derzeitigem Stand bis zu sechs Monate in überfüllten Turnhallen, Kasernen, Zelten oder anderen Notunterkünften leben – auf engstem Raum ohne Privatsphäre und mit vielen unbekannten und oft auch traumatisierten Menschen.
Vielerorts fehlt es an Mindeststandards zum Schutz von Kindern und Frauen – genauso wie an Spiel- und Lernangeboten. Aus der Sicht von UNICEF sollten die Kinder so kurz wie möglich dort bleiben. Die Gemeinschaftsunterkünfte müssen kindergerecht ausgestattet und der Kinderschutz verbessert werden. Die Kinder brauchen schnellen Zugang zu Lernangeboten und Sprachkursen.

 

Trotz Regen: Unicef Duisburg gut gestartet

Eröffnung des Duisburger-Weihnachtsmarktes
Duisburg, 19. November 2015 - "Wir sind gut überraschend gut gestartet", hieß es unisono schon Stunden vor der offiziellen Eröffnung des Duisburger-Weihnachtsmarktes 2015.
Die nimmermüde Organsiation rund um die erfahrene Claudia Anhaus hatte sich erneut bezahlt gemacht. Und nach einem Aufruf in Duisburger Medien konnten tatsäschlich auch noch neue Helfer begrüßt werden.


Noch ruhiger, aber durchaus zufriedenstellender Beginn vor dem großen Regenschauer

unicef sucht Unterstützung

Duisburg, 1. November 2015

UNICEF FREUT SICH ÜBER GROSSEN RÜCKHALT IN DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG

Köln, 30. Oktober 2015 - Auf der Liste des ersten GemeinwohlAtlas für Deutschland, der heute veröffentlicht wurde, belegt UNICEF den sehr guten 16. von insgesamt 127 Rängen. Der Atlas stellt den Gemeinwohlbeitrag von 127 Unternehmen und Organisationen in Deutschland dar und bringt diese in eine Rangliste.
Im Rahmen der systematischen Untersuchung wurden insgesamt 7.802 Personen im Alter zwischen 19 und 91 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragten waren aufgefordert, zu beurteilen, wie sich bestimmte, besonders bekannte Unternehmen und Organisationen für das allgemeine Wohl einsetzen. Die Umfrage umfasst sowohl Industrieunternehmen und Medienhäuser als auch wichtige Einrichtungen und Institutionen der Zivilgesellschaft.
Im Fokus standen dabei die vier Dimensionen Lebensqualität, Aufgabenerfüllung, Zusammenhalt und Moral. Die Befragten hatten Gelegenheit, konkrete Aussagen anhand einer Punkteskala zu bewerten, so beispielsweise zum Thema Aufgabenerfüllung: „Die jeweilige Organisation leistet im Kerngeschäft gute Arbeit.“ In den Dimensionen Aufgabenerfüllung und Moral wird UNICEF besonders gut eingeschätzt und liegt unter den zehn anerkanntesten Institutionen in Deutschland. „Wir freuen uns sehr über die große Anerkennung und den Rückhalt in der deutschen Bevölkerung“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland.
„Das gute Ergebnis bestätigt uns in unserem Einsatz für Kinder weltweit. Es ist eine Ermutigung für alle, die sich für UNICEF engagieren – als freiwilliger Helfer, Pate, Partner oder hauptamtlicher Mitarbeiter.“  
© UNICEF Hinter dem GemeinwohlAtlas steht das Team des Center for Leadership and Values in Society der Universität St. Gallen (CLVS-HSG). In seiner managementorientierten Forschung möchte das Center den gesellschaftlichen Dialog über Gemeinwohlbeiträge von Organisationen anstoßen und den Platz, den Organisationen in der Gesellschaft einnehmen, näher bestimmen.

 

UNICEF: Kinderlähmung - das Ende ist greifbar

New York/ Genf/ Köln, 23. Oktober 2015 - Zum Weltpoliotag sieht UNICEF Grund zu Optimismus: Noch nie gab es so wenige Fälle von Kinderlähmung (Polio) auf der Welt wie heute, und das Ende von Neuinfektionen ist in greifbarer Nähe. Bisher wurden für 2015 lediglich 51 Fälle offiziell registriert, das ist ein Rückgang um über 99 Prozent seit 1988 (350.000 Fälle). Gleichzeitig ruft UNICEF dazu auf, im Kampf gegen Kinderlähmung nicht nachzulassen, bis jedes Kind auf der Welt geimpft und die Krankheit damit endgültig besiegt ist.
Nachdem dieses Jahr Nigeria nach zwölf Monaten ohne neuen Fall von der Liste der Polio-endemischen Länder gestrichen wurde, ist die hoch ansteckende Viruskrankheit nur noch in Pakistan und Afghanistan verbreitet. Einzelne Polio-Fälle in Laos, Guinea, Syrien oder der Ukraine zeigen aber auch, dass nur flächendeckender Impfschutz neue Ausbrüche verhindern kann. In der Ukraine zum Beispiel sind weniger als 14 Prozent der Kinder gegen Kinderlähmung geimpft. „Es gibt dramatische Fortschritte bei dem Ziel, Kinderlähmung vollständig zu beenden“, sagt Peter Crowley, Leiter der Polio-Abteilung von UNICEF.
„Aber – und es ist ein großes Aber – bis alle Kinder überall auf der Welt lückenlos und routinemäßig gegen Polio geimpft sind, bleibt die Bedrohung bestehen. Wir dürfen nicht nachlassen, bis es weltweit kein einziges Kind ohne Impfschutz mehr gibt.“ Kampf gegen Kinderlähmung ist Erfolgsgeschichte Kinderlähmung, einst die Hauptursache für schwere körperliche Behinderungen bei Kindern unter fünf Jahren, hat durch Routine-Impfungen vielerorts ihren Schrecken verloren.

In Indien beispielsweise wurden früher jährlich Tausende Kinder durch die Folgen der Krankheit gelähmt, inzwischen gab es dort seit vier Jahren keinen neuen Polio-Fall mehr. Seit 1988 die Globale Initiative zur Ausrottung von Polio (GPEI) gegründet wurde, konnten schätzungsweise zehn Millionen Kinder vor einer Infektion und 1,5 Millionen Kinder vor dem Tod bewahrt werden.
Die Erfolge sind den Regierungen und 20 Millionen freiwilligen Helfern auf lokaler Ebene zu verdanken sowie den Partnern und Unterstützern der Globalen Initiative – UNICEF, Weltgesundheitsorganisation, Rotary International, Bill und Melinda Gates Stiftung und Zentren zur Kontrolle und Prävention von Krankheiten.

UNICEF hat allein 2014 rund 1,7 Milliarden Polio-Impfdosen in 76 Ländern zur Verfügung gestellt und von Karachi in Pakistan bis Kano in Nigeria Zehntausende Helfer – und vermehrt Helferinnen – geschult, die Bevölkerung aufzuklären, Vertrauen zu gewinnen und auch in den entlegensten und wegen Konflikten schwer zugänglichen Regionen Kinder zu impfen. Impf-Lücke bei Polio muss geschlossen werden Trotz der Erfolge warnt UNICEF davor, dass Kinderlähmung sich jederzeit wieder rasch ausbreiten kann. Das zeigt zum Beispiel das Wiederauftreten von Polio in Syrien 2013 und im Irak 2014, nachdem Mädchen und Jungen in Folge des Konflikts nicht mehr routinemäßig geimpft wurden.

Durch breit angelegte Impfkampagnen für Millionen von Kindern ist es UNICEF und Partnern gelungen, den Ausbruch im Nahen Osten zumindest vorläufig zu stoppen. Auch in anderen Konfliktregionen mit erschwertem Zugang für Impfhelfer wie Nigeria, Jemen oder Südsudan sowie in den von Ebola betroffenen Ländern mit ihren geschwächten Gesundheitssystemen ist die Gefahr groß, dass nicht alle Kinder geimpft werden können und die Krankheit wieder auftritt.
Über Kinderlähmung und den Weltpoliotag Kinderlähmung, auch Poliomyelitis oder Polio, befällt vor allem Kinder unter fünf Jahren. Die ansteckende Virus-Krankheit kann innerhalb von wenigen Stunden zu irreversiblen Lähmungen und in einigen Fällen zum Tod führen. Kinderlähmung ist nicht heilbar, kann aber durch einfache und kostengünstige Impfungen wirksam verhindert werden.
Der Weltpoliotag soll jedes Jahr an die Gefahren von Kinderlähmung erinnern und für kontinuierliches Engagement im Einsatz gegen die Krankheit werben. Weitere Informationen und Möglichkeit zur Online-Spende:
www.unicef.de/impfen

 

UNICEF: Kindern in Nepal droht schwerer Winter

UNICEF warnt vor erneuter humanitärer Krise: Mehr als 80.000 Haushalte mit hunderttausenden Kindern sind nicht ausreichend für den Winter gewappnet  
Köln/Duisburg, 22. Oktober 2015 - UNICEF warnt vor einer erneuten humanitären Krise in Nepal. Sechs Monate nach den schweren Erdbeben vom 25. April und 12. Mai 2015 hat sich das südasiatische Land noch nicht von den Folgen der Naturkatastrophe erholt.
In den anstehenden Wintermonaten droht nun vor allem in den ländlichen Bergregionen eine Verschärfung der Situation. Rund 400.000 Menschen in mehr als 80.000 Haushalten, darunter hunderttausende Kinder, sind nach Schätzungen von UNICEF noch nicht ausreichend für den Winter vorbereitet.
Die meisten Notunterkünfte sind nicht winterfest, zudem ist vielfach die Lebensmittelversorgung nicht gesichert. Nachbeben und Monsun-Regenfälle haben für Erdrutsche gesorgt und die Versorgung der Bergdörfer behindert. Weiter erschwert wird die Hilfe durch akute Treibstoffknappheit. Insbesondere schwer zugängliche Bergregionen drohen im Winter von jeglicher Hilfe abgeschnitten zu sein.  
„Der Wiederaufbau nach den Erdbeben ist schwierig, besonders in den abgelegenen Dörfern“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF nach seiner Rückkehr aus Nepal. „Auch Dank der Spenden aus Deutschland konnte UNICEF in den vergangenen Monaten viele Kinder und ihre Familien mit dem Nötigsten versorgen. Doch vor allem Kindern aus den ärmsten Familien und auch schwangeren Frauen droht jetzt ein sehr harter Winter. Wir müssen für sie eine zweite Katastrophe durch Kälte, Hunger und Krankheiten verhindern.“  

Insbesondere die armen Familien in abgelegenen Bergregionen leiden weiter unter den Folgen der Naturkatastrophe. Regenbedingte Erdrutsche in der Monsun-Saison haben zusätzliche Zerstörungen angerichtet und Erntefelder vernichtet. Darüber hinaus ist die Treibstoffversorgung aus dem Nachbarland Indien beinahe zum Erliegen gekommen.  

Hunderttausende Menschen leben in notdürftig gebauten Unterkünften, unter Dächern aus Zeltplanen, meist ohne wirksamen Schutz vor Kälte oder Zugang zu Heizungen. Rund 60.000 Menschen müssen noch immer in 120 Obdachlosenlagern ausharren, wo sie Unterstützung von UNICEF erhalten. Etwa 530.000 Menschen müssen aufgrund von Ernteausfällen akute Lebensmittelknappheit befürchten. Insbesondere Kinder sind von Krankheiten, Hunger und Kälte bedroht. Dringend benötigt werden bessere Überdachungen, warme Kleidung, Decken sowie Heiz- und Kochutensilien.  
„Die Menschen in Nepal haben nach den Beben erstaunliche Widerstandskraft bewiesen und versuchen, trotz der schlimmen Zerstörungen und Verluste ihre Leben wieder aufzubauen“, sagt der Leiter des UNICEF-Länderbüros in Nepal Tomoo Hozumi. „Doch nun setzt der Winter ein, und wir müssen dringend die Kinder und Frauen in den besonders stark betroffenen Bergregionen schützen und auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.“  

Seit dem verheerenden Erdbeben hat UNICEF weltweit bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar an privaten und öffentlichen Spenden für Nepal erhalten und damit vor allem die etwa 1,1 Millionen Kinder in den 14 am stärksten betroffenen Regionen unterstützt.  
·         Gemeinsam mit der nepalesischen Regierung und seinen Partnern vor Ort hat UNICEF beispielsweise Zelte, Medikamente, Hygieneartikel sowie Schul- und Spielsachen bereitgestellt.
·         650.000 Menschen wurden mit sauberem Trinkwasser versorgt, etwa mithilfe von Wassertanks, Wasserverteilung und Wasserreinigungstabletten. Mit einer Kampagne für sauberes Wasser und Hygiene konnte zudem die Ausbreitung von Cholera eingedämmt werden.
·         22 Notlager für schwangere Frauen und junge Mütter wurden eingerichtet, in denen sie unter medizinischer Aufsicht ihr Kind zur Welt bringen bzw. versorgen können.
·         UNICEF hat knapp 1.400 Not-Klassenzimmer aufgebaut, in denen 135.000 Kinder ihre Bildung fortsetzen können. Insgesamt 158.000 Kinder haben psychosoziale Hilfe erhalten.
·         238.000 besonders Bedürftige haben darüber hinaus Nothilfe in Form einer kleinen Bargeldzahlung erhalten, um sich selber vor Ort mit den nötigsten Gütern zu versorgen.  
UNICEF ruft weiterhin zu Spenden für die Opfer der Erdbeben in Nepal und den Wiederaufbau des Landes auf. Weitere Informationen:
www.unicef.de  

Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt  - UNICEF: Jetzt die Weichen für die Stabilisierung und Integration von Flüchtlingskindern stellen

Berlin/Köln/Duisburg, 29. September 2015 - Anlässlich des heute im Berliner Kanzleramt stattfindenden Treffens der Bundesregierung mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zur aktuellen Flüchtlingskrise weist UNICEF auf die problematische Situation von Kindern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften hin. Vielfach müssen Kinder mit ihren Familien wochen- oder sogar monatelang in einer für Kinder völlig ungeeigneten Umgebung in  Zelten oder Turnhallen leben. Sie wohnen auf engstem Raum mit vielen Erwachsenen, haben kaum Spielmöglichkeiten, keine Privatsphäre und sind nicht ausreichend gegen mögliche Übergriffe geschützt.  
„Es wird dieser Tage viel über Geld gesprochen, aber wenig über Flüchtlingskinder. Ihre Situation muss jetzt rasch stabilisiert werden“, sagt der Vorsitzende von UNICEF-Deutschland, Jürgen Heraeus. „Bund, Länder und Kommunen müssen jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Integration der Kinder und Jugendlichen stellen und gezielt Mittel für ihre Versorgung und Förderung bereitstellen.“  


Dazu gehören die kindgerechte Ausgestaltung von Unterkünften, die sofortige Betreuung und Beschulung durch gut ausgebildete Fachkräfte, psychosoziale Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche, die schwere Erfahrungen hinter sich haben, sowie verstärkte Integrationsangebote. Auch viele unbegleitete Jugendliche brauchen qualifizierte Hilfe, die von Kommunen und Trägerorganisationen auf der Grundlage einer soliden Finanzierung geleistet werden kann.  

UNICEF hat der Bundesregierung sowie den anderen von der Krise betroffenen europäischen Ländern Unterstützung bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben angeboten. Sowohl technische Expertise zum Aufbau so genannter kinderfreundlicher Orte (child-friendly spaces) als auch der Einsatz von Hilfsgütern wie der mobilen „Schule in der Kiste“ können zur Verbesserung der Situation von Flüchtlingskindern bereitgestellt werden.  
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Flüchtlingskinder, die in Europa Zuflucht suchen, um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Schätzungsweise jeder vierte Flüchtling ist derzeit ein Kind oder Jugendlicher. UNICEF ruft dringend dazu auf, mehr zu tun, um die Lage der rund 7,6 Millionen hilfebedürftigen Kinder und Jugendlichen in Syrien und seinen Nachbarländern zu verbessern.

UNICEF: Die Welt braucht eine Agenda für Kinder 570 Millionen Kinder auf der Welt wachsen in extremer Armut auf

Nachhaltigkeitsgipfel der Staats- und Regierungschefs in New York

Köln/Duisburg, den 22. September 2015 - UNICEF ruft Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dazu auf, sich im Interesse der Kinder hinter die neue Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu stellen. Am kommenden Wochenende werden die Regierungen in New York erstmals gemeinsame Entwicklungsziele verabschieden, die für Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen gelten. Sie versprechen, bis zum Jahr 2030 Armut und Hunger zu besiegen, alle Kinder in die Schule zu bringen, Erde und Umwelt zu schützen und Ungleichheit zu bekämpfen.  
„Die neuen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bleiben nicht länger bei der Bekämpfung von Krisensymptomen stehen. Sie setzen an den Wurzeln der globalen Zukunftsprobleme an“,  erklärt der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland Christian Schneider. „So lange Armut, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung so vielen Kindern die Zukunft rauben, kann es keine friedliche Entwicklung geben. Die Welt braucht eine Agenda für Kinder.“  

Anlässlich des UN-Gipfels, zu dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesaußenminister Steinmeier und Entwicklungsminister Müller erwartet werden, weist UNICEF auf die enormen weltweiten Herausforderungen für Kinder hin:

·         Fast die Hälfte aller Menschen in Armut sind Kinder und Jugendliche – rund 570 Millionen Kinder müssen sogar von weniger als 1,25 Dollar am Tag leben. Arme Kinder sind häufiger krank und haben geringere Überlebenschancen. Sie sind vielfach von Bildung ausgeschlossen oder in der Schule benachteiligt. Das Risiko, dass sie ausgebeutet oder nicht richtig am Leben ihrer Gesellschaft teilhaben, ist hoch.
·         Weltweit wachsen 230 Millionen Kinder und Jugendliche in Ländern auf, in denen Krieg herrscht oder bewaffnete Konflikte an der Tagesordnung sind. Auf diese Länder entfallen weltweit fast die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern und die Hälfte aller Kinder, die keine Schule besuchen.
·         Immer mehr Kinder sind auch durch Naturkatastrophen bedroht – vielfach in Folge des Klimawandels. Zwischen 1990 und 2000 waren jedes Jahr 66,5 Millionen Kinder von Naturkatastrophen betroffen – im kommenden Jahrzehnt werden es 175 Millionen Kinder sein.
·         Diese Krisen und Katastrophen drohen, wichtige Entwicklungsfortschritte zu zerstören. Sie treiben Millionen dazu, ihre Heimat zu verlassen und als Flüchtling oder Migrant eine bessere Zukunft zu suchen. Die Hälfte der weltweit fast 60 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen sind Kinder und Jugendliche. Es besteht die Gefahr, dass viele von ihnen  dauerhaft ausgeschlossen bleiben – zum Beispiel, weil ihnen Bildung und medizinische Hilfe vorenthalten werden.  

Erneuerte internationale Zusammenarbeit Die so genannten „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ („Sustainable Development Goals“) tragen der Tatsache Rechnung, dass globale Probleme nur gemeinsam zu lösen sind. Sie sind Ausdruck des Willens der Regierungen, trotz aller unterschiedlichen Interessen die internationale Zusammenarbeit zu stärken.  
Nach mehrjährigen weltweiten Beratungen und unter intensiver Beteiligung der Zivilgesellschaft wurden 17 Ziele und 169 Unterziele vereinbart. Der Aktionsplan hat das Ziel die „Tyrannei der Armut zu überwinden“ und „ die Zukunft unseres Planeten zu sichern“. Um dies zu erreichen, verbindet er wirtschaftliche und soziale Ziele mit der Notwendigkeit, die Umwelt zu schützen. Die neuen Entwicklungsziele gelten sowohl für Entwicklungs- und Schwellenländer als auch für Industrieländer, die ihre eigene Wirtschafts-, Konsum- und Lebensweise nachhaltiger machen müssen.  
Sie lösen die so genannten Millenniums-Entwicklungsziele ab. Diese haben in den vergangenen fünfzehn Jahren den Rahmen für den Kampf gegen Armut und Unterentwicklung gestellt. Auch wenn nicht alle Millenniumsziele erreicht wurden, haben sie doch maßgebliche Fortschritte für Millionen Menschen gebracht. So wurde die weltweite Kindersterblichkeit halbiert, die Ernährung und der Zugang zu sauberem Wasser und zu Bildung verbessert. Allerdings sind diese Fortschritte sehr ungleich verteilt – sowohl in den verschiedenen Weltregionen als auch innerhalb der einzelnen Länder.  
Die neue Agenda der Vereinten Nationen eröffnet die Chance, globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen – und das Leben der zukünftigen Generationen nachhaltig zu verbessern.
UNICEF fordert dazu:  
·         Die Regierungen müssen gezielt und verlässlich in Bildung, Gesundheit und Schutz der Kinder aus den ärmsten Familien investieren. Insbesondere bessere Bildung und Ausbildung bringen den größten Ertrag im Kampf gegen die Armut – für die Kinder und für die ganze Gesellschaft.
·         Deutschland muss Nachhaltigkeit fördern. Als Industrieland tragen wir eine doppelte Verantwortung: Wir müssen die ärmsten Länder stärker dabei unterstützen, die Umweltzerstörung zu stoppen und die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Gleichzeitig müssen wir glaubwürdig sein und unsere eigene Wirtschafts- und Konsumweise nachhaltiger gestalten.
·         Wir müssen allen Kindern einen fairen Start ins Leben ermöglichen und den Kampf gegen Kinderarmut  verstärken – auch bei uns. Denn das Wohlergehen der Kinder ist Maßstab für die Zukunftsfähigkeit einer jeden Gesellschaft.
·         Kinder und Jugendliche wollen und müssen bei der Überwachung und Umsetzung der neuen Entwicklungsziele beteiligt werden.
UNICEF Deutschland unterstützt dafür seit 2013 gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das Projekt „WorldWeWant & friends“. 20 Jugendliche treffen sich im November in Berlin, um Ideen für die Zukunft unseres Planeten zu erarbeiten und Gleichaltrige zu mehr Engagement für Nachhaltigkeit zu gewinnen. (
www.worldwewant.de)

Unicef AG Duisburg beim Weltkindertag am Duisburger Innenhafen dabei

Duisburg, 20. September 2015 - Es begann mit viel Sonne und nicht nur deshalb gab es rundum nur strahlende Gesichter. Das änderte sich auch nicht, als sich der Himmel nach und nach bedeckte. Es blieb weitgehend trocken. Das half viel bei den unzähligen Spielangeboten - es war ein wunderbar buntes Treiben im Garten der Erinnerung im Herzen des Innenhafens. Ein absolut geeigneter Ort. Niemand fühlte sich beengt. Staus gab es trotzdem.

An fast allen Ständen der Hilforganisationen oder Vereine.

Das Unicef-Team der AG Duisburg um Leiter Harald Jeschke

Hier gab es Reiten 


auf den so gutmütigen Islandpferden,

Judith führte und Lilly freute sich,

wie ungezählte Kinder 

auf dem Rücken der Vierbeiner vom  Islandpferdehof Grenzdyck

Neben dem Spiel und der Betreuung der Islandpferde stand aber die Information an erster Stelle.



UNICEF mahnt EU: Flüchtlingskinder jetzt schützen

New York/Köln/Duisburg September 2015 - Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF begrüßt das wachsende Engagement von Europäischen Regierungen. Gleichzeitig mahnt UNICEF, dass den Beschlüssen jetzt konkrete Taten zum Schutz von Flüchtlingskindern folgen müssen.
„Der Schutz von Flüchtlingskindern muss absolut im Zentrum der europäischen Initiative stehen, vor allem jetzt, angesichts des nahenden Winters“, sagte Yoka Brandt, stellvertretende UNICEF-Exekutivdirektorin. „Alle diese Kinder, die schon so viel durchgemacht haben, haben das Recht auf Schutz und auf Würde. Jetzt ist es an der Zeit, diese Rechte in die Realität umzusetzen.“

Ein Viertel aller Asylantragssteller in Europa sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Allein in den ersten sechs Monaten diesen Jahres haben 106.000 Minderjährige Asyl in der EU beantragt, die meisten von ihnen aus Syrien, Irak und Afghanistan – das entspricht einem Anstieg um 75 Prozent im Vergleich zu 2014.

UNICEF fordert als wichtigste Maßnahmen für Flüchtlingskinder:

• Familien müssen zu jeder Zeit zusammenbleiben können. Programme, die bei der Suche nach Familienangehörigen und der Familienzusammenführung helfen, sind insbesondere für unbegleitete Minderjährige und für die Kinder wichtig, die auf der Flucht von ihren Familien getrennt wurden.

• Kinder müssen Zugang zu Asylverfahren haben, bei denen ihr Wohl jederzeit vorrangig berücksichtigt wird.
• Kinder und ihre Familien müssen Unterstützung und Beratung erhalten, damit ihre Rechte gewahrt bleiben, unabhängig von ihrem rechtlichen Status und in jedem Stadium des Verfahrens. • Kinderschutzsysteme, -leistungen und -personal müssen ausreichend finanziert werden, so dass sichergestellt ist, dass Kinder von gut ausgebildeten Experten betreut werden – mit dem gleichen hohen Standard wie Kinder aus den EU-Mitgliedsstaaten.
• Die Bedrohungen durch Menschenschmuggel und andere Gefahren müssen weiter bekämpft werden. Kinder sind besonders gefährdet, Opfer von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch zu werden, vor allem die unbegleiteten unter ihnen. Sie brauchen Schutz während der Flucht, aber auch bei der Ankunft in den Zielstaaten.
• Umverteilungs- und Resettlement-Programme müssen die Rechte der Kinder in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehören Gesundheitsfürsorge, Lern- und Spielmöglichkeiten sowie psychosoziale Unterstützung, die ihnen einen Umgang mit den Traumata ihrer Flucht ermöglicht.
Parallel zu dem Engagement für Flüchtlingskinder in Europa müssen auch die Humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe in den Herkunftsländern stärker unterstützt sowie die Bemühungen zur Beendigung von Konflikten und zur Bekämpfung der Armut verstärkt werden. Sonst bleibt vielen Familien weiterhin keine andere Wahl, als die gefährliche Reise nach Europa auf sich zu nehmen, in der Hoffnung auf Sicherheit und eine neue Chance.

 

Repräsentative Umfrage zum Weltkindertag 2015 - UNICEF und Deutsches Kinderhilfswerk: Politik hat großen Nachholbedarf in Sachen Kinderfreundlichkeit

Köln/Berlin/Duisburg, 16. September 2015 - 58 Prozent der Bundesbürger halten Deutschland zwar insgesamt für kinderfreundlich, sehen jedoch erhebliche Defizite in zentralen Politikbereichen, die für Kinder von Bedeutung sind. 39 Prozent der Erwachsenen über 18 Jahre sagen sogar, dass Deutschland kein kinderfreundliches Land ist.
In der Gesamtschau sehen vor allem ältere Deutsche, Frauen und Ostdeutsche mehr Defizite in Bezug auf eine kinderfreundliche Politik, während insbesondere die 18- bis 29-Jährigen Deutschland für ein eher kinderfreundliches Land halten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag von UNICEF Deutschland und Deutschem Kinderhilfswerk anlässlich des Weltkindertags am 20. September.

A
ls besonders wichtig für die Kinderfreundlichkeit betrachten die Bundesbürger den Schutz von Kindern vor Gewalt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und den Kampf gegen Kinderarmut. 90 Prozent sagen, dass es zur Kinderfreundlichkeit gehört, dass sich um Flüchtlingskinder gut gekümmert wird. Danach befragt, ob sie diese Bereiche gut umgesetzt sehen, konstatieren die Befragten allerdings erhebliche Probleme. Lediglich 26 Prozent sind der Ansicht, dass sich Politiker „sehr gut“ oder „gut“ um die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland kümmern, und nur 27 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich Deutschland gut um die Belange von Flüchtlingskindern kümmert.
Die Unterstützung für Familien und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die 98 Prozent als sehr wichtig betrachten, sehen lediglich 41 Prozent der Befragten als „sehr gut“ oder „gut“ erfüllt an. Aus der Sicht von UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk zeigen diese Ergebnisse klaren Handlungsbedarf für die Politik.
 „Die Kinderfreundlichkeit unseres Landes zeigt sich daran, ob wir es schaffen, den Kindern Chancen und Perspektiven zu geben, die es besonders schwer haben“, sagt Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland. „Jedes Kind hat ein Recht auf Förderung, Schutz und Beteiligung – das gilt auch für Flüchtlingskinder.“
„Die Zahlen sind ein klarer Handlungsauftrag an die Politik, entschiedener als bisher die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen. Gleichzeitig brauchen derzeit die Kinder, die als Flüchtlinge in Deutschland Schutz vor Krieg, Armut und Verfolgung suchen, unsere besondere Aufmerksamkeit“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Umfrageergebnisse im Einzelnen Trotz differenzierter Sicht der Anhänger der verschiedenen Parteien kommen jeweils große Mehrheiten in allen politischen Lagern zur Aussage, dass sich die Politik nicht ausreichend um die Bekämpfung der Kinderarmut kümmert.
Diese Einschätzung teilen 77 Prozent der Linken-Anhänger, 76 Prozent der Grünen-Anhänger, 72 Prozent der SPD-Anhänger und 69 Prozent der Unions-Anhänger. Bei der Frage, ob sich Staat und Gesellschaft ausreichend um Kinder aus Flüchtlingsfamilien kümmern, gehen die Auffassungen der Parteianhänger deutlicher auseinander.
Als „weniger gut“ oder „gar nicht gut“ erfüllt sehen diesen Punkt 59 Prozent der Unions-Anhänger, 69 Prozent der SPD-Anhänger, 74 Prozent der Linken-Anhänger und 83 Prozent der Grünen-Anhänger an. Auch bei der Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen sieht eine große Mehrheit der Befragten (62 Prozent) erhebliche Defizite: 72 Prozent der Anhänger der Linken, 63 Prozent der SPD-Anhänger, 58 Prozent der Grünen-Anhänger und 57 Prozent der CDU-Anhänger sind der Auffassung, dass dieses wichtige Kriterium einer kinderfreundlichen Gesellschaft in Deutschland „weniger gut“ oder „gar nicht gut“ erfüllt ist.

Für die repräsentative Umfrage zur Kinderfreundlichkeit in Deutschland wurden von infratest dimap im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes und UNICEF Deutschland deutschlandweit 1.006 Wahlberechtigte ab 18 Jahren mittels computergestützter Telefoninterviews befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 (bei einem Anteilswert von 5%) und 3,1 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 50%). „Kinder willkommen!“ – so lautet bundesweit das Motto für den Weltkindertag 2015.
UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk rufen dazu auf, die Rechte und Bedürfnisse aller Kinder in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen – ausdrücklich auch die von Kindern und Jugendlichen, die als Flüchtlinge in Deutschland Schutz suchen. Der Tag wird überall in Deutschland mit bunten Kinder- und Familienfesten gefeiert. Die beiden größten Veranstaltungen finden am 20. September in
Berlin und in Köln statt.

Krisen im Nahen Osten: 13 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule

Köln/ Amman / Duisburg, 3. September 2015 - Wegen der brutalen Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika gehen laut einem heute veröffentlichten UNICEF-Bericht derzeit 13 Millionen Kinder nicht zur Schule. Die fehlenden Bildungs- und Zukunftsperspektiven ihrer Kinder sind ein Grund für Familien aus den Krisengebieten, ihre Heimat zu verlassen und Zuflucht in Europa zu suchen.

Der mit Abstand größte Teil der rund vier Millionen syrischen Flüchtlinge hält sich nach wie vor in den Nachbarländern Libanon, Jordanien, Irak und Türkei auf. Diese bemühen sich mit Unterstützung von UNICEF, die Kinder in die Schule zu bringen. Trotzdem hat dort über die Hälfte der Mädchen und Jungen keine Chance auf Bildung. UNICEF ruft deshalb dringend zu mehr Unterstützung für Kinder in den syrischen Nachbarländern auf.
„Die zerstörerischen Folgen von Konflikten bekommen Kinder in der ganzen Region zu spüren“, sagt Peter Salama, der UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika. „Nicht nur Schulen liegen in Trümmern, sondern auch die Träume und Zukunftsaussichten einer ganzen Generation von Schulkindern.“

Der Report „Education Under Fire” zeigt, dass verschiedene Faktoren zur Bildungsnot der Kinder beitragen: Fast 9.000 Schulen in Syrien, Irak, Jemen und Libyen sind zerstört oder nicht benutzbar, Tausende Lehrer sind geflohen, und vielerorts schicken Eltern ihre Kinder nicht zum Unterricht, weil der Schulweg lebensgefährlich ist. Länder, die sehr viele Flüchtlinge aufgenommen haben wie zum Beispiel Libanon, sind überlastet und nicht in der Lage, so viele Kinder in die Schulen zu integrieren.
Wirtschaftliche Not führt dazu, dass immer mehr Flüchtlingskinder arbeiten müssen oder schon als Teenager verheiratet werden. In der Folge haben in der Türkei, im Libanon, im Irak, in Jordanien und Ägypten durchschnittlich 53 Prozent der syrischen Flüchtlingsmädchen und -jungen im Schulalter keinen Zugang zu Bildung. UNICEF betreibt unter anderem Schulen in den Flüchtlingscamps in Jordanien, unterstützt 600 Schulclubs mit Aufholkursen innerhalb Syriens, stattet Campschulen in der Türkei mit Möbeln und Lernmaterial aus und verteilt Schulrucksäcke, Hefte und Stifte an vertriebene Kinder im Irak.

Um mehr Flüchtlingskindern in ihrer Heimatregion Bildung und Zukunftsperspektiven zu ermöglichen, werden allerdings dringend mehr Spenden benötigt. Bisher wurden nur zwei Prozent der internationalen Nothilfe-Gelder für Bildungsprogramme zur Verfügung gestellt.
UNICEF ruft weiterhin zu Spenden auf: UNICEF, Konto 300 000, Bank für Sozialwirtschaft,  BLZ 370 205 00, IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00, Stichwort: Syrien. Weitere Informationen und Möglichkeit zur Online-Spende:
www.unicef.de. Der Report „Education Under Fire“ steht zum Download auf bit.ly/1NbRatz.

Flüchtlingsdiskussion UNICEF: „Aus Überforderung darf nicht Ausgrenzung werden“

Köln/Duisburg, 26. August 2015 - Angesichts der Diskussion um den Umgang mit Flüchtlingen und des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Heidenau fordert UNICEF Deutschland, dass Standards im Umgang mit Flüchtlingskindern nicht in Frage gestellt werden dürfen und überall eingehalten werden müssen. Aktuelle Forderungen, die Schulpflicht für Flüchtlingskinder zeitweise auszusetzen, stehen im Widerspruch zu internationalen völkerrechtlichen Verpflichtungen.

Erfahrungen von UNICEF in vielen Krisengebieten zeigen, dass frühzeitige psychosoziale Hilfen und niedrigschwellige Bildungsangebote für Flüchtlingskinder sehr wichtig sind. „Aus dem verständlichen Gefühl der Überforderung, das in vielen Kommunen angesichts steigender  Flüchtlingszahlen herrscht, darf keine Ausgrenzung werden“, erklärte der Geschäftsführer von UNICEF-Deutschland, Christian Schneider.
„Gleichgültig, wie die genauen Umstände und Ursachen der Flucht sind: Flüchtlingskinder sind in erster Linie Kinder und müssen auch so behandelt werden. Sie haben vielfach extreme Erfahrungen von Angst und Gewalt hinter sich. Für ihre Betreuung brauchen die Kommunen endlich mehr Unterstützung.“  

Der Umgang mit diesen Kindern und Jugendlichen muss sich an ihrem Wohlergehen orientieren – so wie es die UN-Konvention über die Rechte des Kindes vorschreibt. Alle Zufluchtsstaaten haben diese Konvention ratifiziert und sich dazu verpflichtet, immer im besten Interesse des Kindes zu handeln.  
Dies bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrem offiziellen Status als Flüchtlinge oder Migranten in einer sicheren und altersgemäßen Umgebung untergebracht werden müssen – und nicht in Massenunterkünften. Sie sollen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, sozialer und rechtlicher Unterstützung erhalten. Die Schutzbestimmungen der Kinder und Jugendhilfe gelten auch für diese Heranwachsenden.  

Eine Studie im Auftrag von UNICEF Deutschland zeigte bereits im vergangenen Jahr, dass Flüchtlingskindern in Deutschland teilweise elementare Rechte vorenthalten bleiben. Unter anderem ergab die Untersuchung, dass die Unterkünfte oft nicht kindgerecht sind, die Mädchen und Jungen häufig lange auf einen Platz an der Schule warten müssen und dass sie medizinisch schlechter versorgt sind.  
In der Studie „In erster Linie Kinder“ hat UNICEF 2014 die Lage von Flüchtlingskindern in Deutschland dokumentiert.
http://www.unicef.de/presse/2014/fluechtlingskinder-in-deutschland/56230  

Unicef-Aktion grandios umgesetzt: Sehr erfolgeicher Spendenlauf für sauberes Wasser der Förderschule Am Rönsbergshof

Duisburg, 16. Juni 2015 - Im Rahmen der "Entlassfeier" einiger Schüler der Beeker  Förderschule Am Rönsbergshof gelang es, dem Duisburger Unicef-Leiter Harald Jeschke fast der Sprache zu berauben.
Eltern, Lehrer und vor allem die fast 200 Schüler hatten sich dermaßen ins Zeug gelegt, dass nach dem Sponsorenlauf im Schulgelände und auf dem angrenzenden Sportplatz von Viktoria Beeck insgesamt 2518,39 Euro und die stolze Summe von 1260 Euro für Unicef blieb. "Das was hier geleistet wurde ist einfach grandios. Ich kann nur allen Beteiligten Danke sagen", so der Unicef-Mitstreiter.


Die Leistungsbilanz der Förderschule kann sich sehen lassen

Laufen für sauberes Wasser: Schulleiterin Sirka Justus - rechts stehend mit Mikrofon - kündigte ein sehr gutes Ergebnis für Unicef an

Die Beecker Förderschule Am Rönsbershof

 
Die "Entlassfeier" und die Spendenbereitschaft sowie das famose Engagement der Schüler zeigte deutlich auch die Verbundenheit untereinander. "Ich liebe meine Schule," verkündete Schülerin Bema bei der Aufzählung wichtiger Ereignisse des vergangenen Schuljahres. Das war offenkundig der allgemeine Tenor der Schüler, Eltern und der Lehrer.
"Diese Kinder machen sehr viel Freude", gab ein Lehrer unumwunden zu. Auch deshalb gab es viele Tränen bei der Verabschiedung von Schülern, die diese Schule 13 Jahre besucht hatten udn sie sehr vermissen werden. Die meisten von ihnen werden im Neudorfer Süden in der Werkstatt für Behinderte  neue Aufgabe finden.


Die ärmsten Kinder werden zurückgelassen

Bilanz zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele  
Köln / New York, im Juni 2015 - Die internationale Gemeinschaft lässt Millionen Kinder im Stich, wenn sie nicht die am stärksten benachteiligten Familien in den Mittelpunkt der Entwicklungspolitik stellt. Dies ist das Fazit des neuen UNICEF-Reports „Fortschritt für Kinder“, der die Umsetzung der Millenniumsziele für Kinder überprüft.  
Dem Bericht zufolge sind zwar deutliche Verbesserungen der Lebenssituation von Kindern weltweit zu verzeichnen. Doch weiterhin verurteilen ungleiche Startchancen Millionen von ihnen zu einem Leben in Armut und lassen sie früh sterben. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass Kindern das Recht auf Bildung vorenthalten wird und sie durch Mangelernährung in ihrer gesamten Entwicklung beeinträchtigt werden.
Die UNICEF-Bilanz ist eine Botschaft an die Regierungen vor der geplanten Verabschiedung der neuen internationalen Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen im September.
„Nachhaltige Entwicklungsziele“ (Sustainable Development Goals / SDGs) sollen 2015 die so genannten Millenniumsziele ablösen, die in den Jahren seit 2000 den Rahmen für den Kampf gegen Armut und Unterentwicklung gesetzt haben.  
„Die Millenniumsziele haben außerordentliche Fortschritte für Kinder ermöglicht – aber sie haben auch sichtbar gemacht, wie viele Kinder wir zurücklassen“, erklärte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Das Leben und die Zukunft der am stärksten benachteiligten Kinder zählt – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familien, ihre Gemeinden und ihre Gesellschaft.“  
Weil die ärmsten Kinder von Entwicklungsprogrammen oft nicht erreicht wurden, ist ihr Risiko, vor ihrem fünften Geburtstag zu sterben, doppelt so hoch, wie bei ihren Altersgenossen aus wohlhabenden Familien. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie Minimalstandards im Lesen und Schreiben erreichen, ist gering. Wenn nicht mehr für die benachteiligten Kinder getan wird, werden nach Einschätzung von UNICEF im Jahr 2030…  
·         weitere 68 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Krankheiten sterben;
·         immer noch 119 Millionen Kinder durch chronische Mangelernährung in ihrer gesamten Entwicklung beeinträchtigt sein;
·         weiter eine halbe Milliarde Menschen ohne einfache Latrinen ihre Notdurft im Freien verrichten müssen.
·         Und es wird noch 100 Jahre dauern, bis auch alle Mädchen aus den ärmsten Familien im südlichen Afrika eine Grundschule besuchen können.  
Der UNICEF-Bericht dokumentiert aber auch deutliche Verbesserungen für Kinder:  
·         Seit 1990 wurde die Kindersterblichkeit von weltweit 12,7 Millionen Kindern pro Jahr auf fast 6 Millionen mehr als halbiert.
·         Untergewicht und chronische Mangelernährung bei Kindern haben um 42 bzw. 41 Prozent abgenommen. Schätzungsweise 100 Millionen weniger Kinder sind hierdurch in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.
·         Die Zahl der Kinder, die keine Grundschule besuchen, ist seit 1990 von 102 auf 58 Millionen gesunken.
·         2,6 Milliarden Menschen haben erstmals Zugang zu einer verbesserten Wasserversorgung erhalten.  


Auch viele arme Familien haben vom Kampf gegen Armut und Unterentwicklung in den vergangenen 15 Jahren profitiert. So schließt sich die Kluft zwischen den ärmsten und den wohlhabenden Familien bei rund der Hälfte der Indikatoren langsam – zum Beispiel beim Kampf gegen die Kinder- und die Müttersterblichkeit. Bedrückend bleibt, dass weiterhin jedes Jahr fast 6 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag sterben – meist an vermeidbaren Krankheiten. Schätzungsweise 121 Millionen Kinder und Jugendliche gehen nicht zur Schule. Und 289.000 Frauen überleben die Geburt ihres Kindes nicht.  
UNICEF ruft die Regierungen dazu auf, mit der neuen nachhaltigen Entwicklungsagenda allen Kindern einen fairen Start ins Leben zu ermöglichen. Dies ist möglich durch  
·         gezielte Investitionen in die ärmsten Kinder und Gemeinden;
·         innovative Techniken wie Mobilfunk und soziale Medien, die geographische Barrieren überwinden und bislang ausgeschlossene Kinder erreichen;
·         bessere Gesundheits-, Bildungs- und Kinderschutzsysteme;
·         besseres Wissen darüber, welche Kinder benachteiligt und wie ihre Chancen verbessert werden können.  
 „Die Nachhaltigen Entwicklungsziele sind eine Chance, die Lektionen, die wir gelernt haben anzuwenden, und die besonders bedürftigen Kinder zu erreichen“, sagte Anthony Lake. „Mehr Gerechtigkeit und bessere Chancen für die Kinder von heute bedeuten weniger Ungleichheit und mehr Fortschritt für die Welt.“

UNICEF zum „Tag des afrikanischen Kindes“: Mehr in Bildung investieren

Köln, den 16. Juni 2015 - Anlässlich des „Tags des afrikanischen Kindes“, der am 16. Juni zum 25. Mal stattfindet, ruft UNICEF zu mehr Investitionen in Bildung der ärmsten und am stärksten benachteiligten Kinder auf dem afrikanischen Kontinent auf. Am Ende dieses Jahrhunderts werden dort voraussichtlich die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen unter 18 auf der Welt leben. I
n vielen Ländern stellen sie jetzt schon rund die Hälfte der Bevölkerung. In der afrikanischen Jugend steckt also riesiges Potenzial – aber Millionen von Mädchen und Jungen haben keine Chance, ihre Fähigkeiten voll zu entwickeln. Denn rund 30 Millionen Kinder im südlichen Afrika erhalten keinerlei Bildung. Das ist mehr als die Hälfte der weltweit 58 Millionen Kinder im Grundschulalter, die nicht zur Schule gehen.

 

Rund um den „Tag des afrikanischen Kindes“ haben ehrenamtliche UNICEF-Gruppen in vielen deutschen Städten rund 20 Lesungen aus dem Buch „Afrika, wie ist es da“ für über 300 Kindergarten- und Grundschulkindern organisiert. In Berlin liest die Schauspielerin Cornelia Jahr heute um 10 Uhr in der Philipp-Schaeffer-Bibliothek (Berlin-Mitte) die Geschichten „Bojabi, der Zauberbaum“, „Abdi, der Hirtenjunge“ und „Als Sosu sein Dorf rettete“.

 

Das Kinderbuch „Afrika, wie ist es da?“ haben UNICEF Deutschland, die Peter Krämer Stiftung, die Stiftung Lesen und der Carlsen-Verlag gemeinsam entwickelt, um Kindern in Deutschland den vielfältigen Kontinent Afrika mit seinen Herausforderungen, aber vor allem auch mit seinen schönen Seiten und seiner reichen Kultur näher zu bringen. Das Buch enthält 27 der schönsten Geschichten aus und über Afrika für Kinder ab drei Jahren, ab fünf Jahren und ab sieben Jahren zum Vor- und Selberlesen. Es entstand zum zehnjährigen Jubiläum der Initiative „Schulen für Afrika“, die UNICEF gemeinsam mit der Nelson Mandela Foundation und der Peter Krämer Stiftung gegründet hat.

 

Dank der breiten Unterstützung durch viele Spender und Partner haben von der Initiative inzwischen Millionen von Kindern in 13 afrikanischen Ländern profitiert. „Bei meinen Reisen nach Afrika habe ich viele Schulen besucht und gesehen, wie konzentriert und begeistert die Kinder im Unterricht sind“, sagt der Hamburger Unternehmer Peter Krämer, Initiator von „Schulen für Afrika“ und Vorstandsmitglied von UNICEF Deutschland. „Sie wollen lernen, sie wollen lesen, schreiben und rechnen, um später die Chancen zu haben, die alle Kinder auf der Welt verdienen – egal, welche Hautfarbe sie haben und von welchem Kontinent sie stammen.“

 

Während die Initiative anfangs auch Schulen baute, konzentriert sie sich heute darauf, benachteiligten Kindern den Zugang zur Schule zu ermöglichen, die Lernbedingungen zu verbessern und die Schulen „kinderfreundlich“ zu gestalten. Dafür baut UNICEF zum Beispiel sanitäre Anlagen und Wasseranschlüsse. UNICEF bildet auch Lehrer aus und setzt sich für Lehrpläne ein, die Werte wie Respekt und Toleranz vermitteln und Kindern eine Grundbildung in Gesundheits- und Hygienefragen vermitteln.

Mats Hummels verstärkt Team UNICEF

Köln, 18. Mai 2015 - Fußballweltmeister Mats Hummels übernimmt die Schirmherrschaft der Aktion „wir laufen für UNICEF“. Bei seiner ersten Aktion als UNICEF-Pate startet der Kapitän von Borussia Dortmund an der Henry-Ford-Realschule in Köln die diesjährige Saison der bundesweiten UNICEF-Läufe. „Ich will junge Menschen dazu motivieren, sich für andere einzusetzen: Bei „wir laufen für UNICEF“ lernen die Kinder ihre eigenen Rechte kennen und setzen sich auch noch aktiv für andere ein. Dafür streife ich mir gerne das UNICEF-Trikot über.“  

„Wir sind glücklich, dass sich mit Mats Hummels eine ganz besondere Fußballerpersönlichkeit für UNICEF einsetzt“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Mats Hummels begeistert nicht nur im Stadion seine Fans, sondern zeigt Kindern und Jugendlichen, wie sie sich im alltäglichen Leben engagieren können. Herzlich Willkommen im UNICEF-Team!“   „Ich weiß, dass viele Kinder auf der Welt Hilfe brauchen, damit sie eine Chance bekommen, sich zu entwickeln und ein eigenständiges Leben zu führen. Deshalb engagiere ich mich für UNICEF“, begründet Mats Hummels seine neue Aufgabe. „Ich möchte besonders junge Menschen motivieren, aktiv zu werden und mitzuhelfen, die Lebenssituation von Mädchen und Jungen zu verbessern, denen es nicht so gut geht.“  

Bei der Aktion „wir laufen für UNICEF“ sammeln bundesweit Schülerinnen und Schüler bei einem Lauf in ihrer Schule pro gelaufenen Kilometer oder pro Runde Spenden. Mit ihnen unterstützen sie zur Hälfte UNICEF-Projekte für sauberes Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene, die andere Hälfte der Einnahmen erhält die teilnehmende Schule. Jedes Jahr nehmen tausende Schülerinnen und Schüler an der Aktion „wir laufen für UNICEF“ teil. Die Schülerläufe vermitteln den Kindern Informationen über Kinder weltweit und eröffnen ihnen einen Weg, sich für die Verbesserung ihrer Situation einzusetzen.
 
Als neuer UNICEF-Pate ist es dem Fußballstar auch ein besonderes Anliegen, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Denn trotz weltweit steigender Einschulungsraten haben bis heute rund 58 Millionen Grundschulkinder noch keinen Platz im Klassenzimmer. Auch ist die Qualität des Unterrichts vielerorts schlecht und die Kinder brechen die Schule frühzeitig ab. UNICEF führt weltweit Programme durch, um benachteiligten Kindern eine bessere Grundbildung zu ermöglichen. Neben Mats Hummels setzen sich viele internationale Sportlerpersönlichkeiten ehrenamtlich für UNICEF ein, darunter Dirk Nowitzki, Lionel Messi, Robert Lewandowski und David Beckham.  

Erdbeben in Nepal: 2 Millionen Kinder brauchen dringend Hilfe!

80 Tonnen Hilfgüter für Nepal

8. Mai 2015 - Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) und die Europäische Union haben gemeinsam 80 Tonnen Hilfsgüter wie Zelte, Decken, Medikamente und Hygieneartikel nach Nepal geflogen. Die Güter sollen besonders den rund zwei Millionen Kindern, die vom Erdbeben betroffen sind, zugutekommen.
Die nepalesische Regierung, UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben außerdem eine große Masern-Impfkampagne gestartet. In den kommenden Wochen sollen 500.000 Kinder unter fünf Jahren gegen Masern und Röteln geimpft werden. UNICEF befürchtet, dass die schlechten Hygiene-Bedingungen zu einem neuen Ausbruch der Krankheit führen könnten.

 

Duisburg, 29. April 2015 - Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 hat am Samstag Nepal erschüttert und verheerende Schäden in der Hauptstadt Kathmandu und den Bergdörfern des Himalaya angerichtet. UNICEF ist vor Ort und hat sofort mit der Nothilfe begonnen.
„Nach dem verheerenden Erdbeben sind fast eine Million Mädchen und Jungen betroffen. Sie brauchen dringend sauberes Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung. Wir in Duisburg rufen alle Bürger zur Hilfe der Kinder in Nepal auf! Vielen Dank.“


UNICEF arbeitet mit einem großen Netzwerk von Partnern seit über 40 Jahren in Nepal. UNICEF hat bereits Notzelte für die medizinische Versorgung der Verletzten bereitgestellt und bereitet gerade zwei Transportflüge mit 120 Tonnen Hilfsgütern mit Medikamenten, Zelten und Decken nach Kathmandu vor. Aus seinen lokalen Warenlagern stellt UNICEF Tabletten zur Wasseraufbereitung, Hygienepakete und Plastikplanen bereit. Als Teil des nationalen Katastrophenschutzes hilft UNICEF zusammen mit seinen Partnern und der Regierung, Familien mit sauberem Trinkwasser, Nahrung und medizinischer Hilfe zu versorgen.

UNICEF kümmert sich zusammen mit seinen Partnern besonders darum, die Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen. Insbesondere Kinder aus armen Familien brauchen in dieser Situation die Hilfe und den Schutz von UNICEF. Die Folgen der Naturkatastrophe für diese Kinder sind noch nicht abzusehen. Jeder vierte Nepalese lebt in extremer Armut; jedes dritte Kind muss arbeiten und 40 Prozent der Kinder sind chronisch mangelernährt.

UNICEF bittet dringend um Spenden für die Kinder in Nepal:

 Spendenkonto 7131410001

 Volksbank Rhein-Ruhr eG

 BLZ 35060386

 IBAN DE34 3506 0386 7131 4100 01

 BIC GENODED1VRR 

 

So hilft Ihre Spende:

Für 68 Euro kann UNICEF fünf Familien mit Kanistern, Wasserreinigungstabletten und Seife versorgen.

Für 100 Euro stellt UNICEF vier Erste-Hilfe-Sets mit Verbandszeug und Medikamenten zur Verfügung.

Ihre Spende ist für Kinder in Not unverzichtbar. Sollte das Nothilfeprogramm in Nepal mehr Unterstützung als benötigt erhalten, würde UNICEF Ihren Beitrag dort einsetzen, wo Kinder ihn aktuell am dringendsten brauchen.

Laufend aktualisierte Informationen zur Situation der Kinder in Nepal finden Sie auf http://www.unicef.de. 

 

Harald Jeschke

-Leiter Unicef Duisburg-

 

In Nepal droht Trinkwasser-Notstand
1,7 Millionen Kinder brauchen dringend Hilfe
/ UN stellen heute Hilfsappell vor  
Köln, den 29.4.2015. Nach dem schweren Erdbeben in Nepal droht jetzt ein Trinkwasser-Notstand für die betroffene Bevölkerung, warnt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF. Erkundungsteams von UNICEF haben mehrere schwer verwüstete Orte besucht und schätzen, dass zum Beispiel in Bakhtapur in der Nähe der Hauptstadt Kathmandu momentan nur 20 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Außerdem werden dringend Latrinen benötigt.
„Verschmutztes Trinkwasser und die teilweise katastrophalen hygienischen Bedingungen können schnell zur Ausbreitung von Krankheiten führen“, sagte der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Christian Schneider.

„Vor allem für die jüngsten und durch Mangelernährung bereits geschwächten Kinder ist das lebensgefährlich. Wir müssen die Hilfe massiv ausweiten, um eine Katastrophe nach der Katastrophe zu verhindern.“ Nach neuester Schätzung von UNICEF brauchen 1,7 Millionen Kinder in Folge des Erdbebens dringend Hilfe. Heute Nachmittag stellen die Vereinten Nationen in Genf den Nothilfe-Aufruf für die nächsten drei Monate vor.  
Erkundungsteams von UNICEF waren unter anderem auch in Dhading, Gorkha und Lamjung. In Lamjung sind 90 Prozent der Häuser zerstört oder beschädigt. Insgesamt sind in 16 Distrikten 52 Schulen vollständig und 222 weitere teilweise zerstört. An allen besuchten Orten ist der Bedarf an Notunterkünften, Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten groß. UNICEF hat aus den in Nepal für Notfälle eingelagerten Beständen bereits Wasserreinigungstabletten, Planen und Hygieneartikel an 500 Familien im Kathmandu-Tal verteilt. In 16 Notlagern wurden insgesamt 40 große Wassertanks aufgestellt. UNICEF-Partnerorganisationen haben mit dem Bau von 90 Latrinen begonnen.  

Hilfe für unbegleitete und traumatisierte Kinder  
Genau so dringend wie die lebensrettenden Maßnahmen sind für UNICEF Hilfen für unbegleitete und durch die Ereignisse traumatisierte Kinder. Heute beginnen fünf Sozialarbeiter, unbegleitete Kinder in den zwei größten Notlagern in Kathmandu zu registrieren und nach Möglichkeit mit ihren Familien zusammenzuführen. UNICEF plant außerdem psychosoziale Hilfen für traumatisierte Kinder und richtet zusammen mit Partnern sogenannte kinderfreundliche Orte in den Notlagern ein, in denen die Kinder spielen und Abstand gewinnen können. Spielmaterial für 100 solcher einfachen Kinderzentren soll ab heute verteilt werden. UNICEF arbeitet seit über 40 Jahren in Nepal und hat dort über 200 Mitarbeiter.  

Projekt "Kinderrechte" an der Baerler-Waldschule

Duisburg, 18. April 2015 - Zahlreiche Schülerinnen und Schüler, sowie Eltern und das Waldschulteam der städtischen evangelischen Grundschule Waldstraße in Duisburg-Baerl setzen eine außergewöhnliche Idee des Schülerparlamentes in die Tat um. Am 18.04.2015 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr wurde das „Recht auf Mitbestimmung“ durch die Schüler und Schülerinnen (vertreten durch das Schülerparlament) für alle sichtbar.

Mit einer Schweigeminute für in Not geratene Kinder und dem gemeinsamen Singen des Waldschulenliedes wurde der Tag der Ideen-Umsetzung gestartet.

"Die Waldschule macht Spaß, wir lernen gestern, heute und morgen und fühlen uns hier geborgen...

 

Anschließend gab es "Oh happy day" von Blockflötenchor.

Die Idee und der Plan eines „Grünen Klassenzimmers“ an der Baerler Waldschule eingebettet in das Jahresthema „Kinderrechte“ anlässlich des 25jährigen Bestehens der UN-Kinderrechtskonvention konnte mit Hilfe zahlreicher Sponsoren in die Tat umgesetzt werden.

 

Es entstanden mehrere wetterfeste Sitzgruppen mit großer Tafel auf einer umgestalteten Grünfläche auf dem Schulhof inklusive Sonnenschutz zum ganzheitlichen Lernen zum Schreiben, Malen, Basteln u.v.m..

Die Schulleiterin der Baerler Waldschule, Frau Nicole Wardenbach, freute sich besonders darüber, dass nicht nur das Thema Kinderrechte im Rahmen einer Projektwoche sehr vielfältig behandelt wurde, sondern, dass für die Schülerinnen und Schüler das „Recht auf Mitbestimmung“ durch dieses Projekt erfahrbar wurde:

„Dank der großen Unterstützung (personell und finanziell) konnte ein solches Vorhaben, das über mehrere Monate von den Kindern geplant wurde, nun umgesetzt werden, sagte Schulleiterin Nicole Wardenbach, hier neben Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann (links) und Markus Dorok vom Bezirksamt Homberg/Ruhrort/Baerl.

So begreifen“ Kinder ihre Rechte, verankert in der guten Zusammenarbeit der Gemeinde, in einem Nebeneinander von Fröhlichkeit und Besinnung, in einer Schule voller gelingender Hoffnungen.“

Alle Kinder haben Rechte

Von Unicef Duisburg unterstützten AG-Leiter Harald Jeschke und Cornelia Beck (rechts)die Kinder an diesem Tag.


Auch Kinder wollten Kindern in Not helfen und spendeten, so wie hier Josy

während Tobias aus der 3. Klasse hervorragend die Tattoo-Aufklebetechnik beherrschte - Harald Jeschke


UNICEF: Immer mehr Kinder getötet und verletzt
Nigeria: Kinder zur Zielscheibe gemacht

Köln/Duisburg, den 13.4.2015 - Seit Ausbruch der Kämpfe im Jemen wurden nach Angaben von UNICEF mindestens 74 Kinder getötet und 44 schwer verletzt. Dies sind vorsichtige Schätzungen – die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte angesichts der intensiven Kämpfe der vergangenen Tage viel höher liegen.  

„Die Situation ist sehr gefährlich. Krankenhäuser sind überfüllt und sogar Krankenwagen werden entführt“, sagt Julien Harneis, Leiter von UNICEF im Jemen. „Kinder werden getötet, verletzt, müssen fliehen. Ihre Gesundheit ist in Gefahr, sie können nicht mehr zur Schule gehen. Alle Konfliktparteien müssen den Schutz der Kinder sicherstellen.“  
Landesweit waren bis Ostermontag über 100.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen. Krankenhäuser sind angesichts der vielen Verletzten überlastet. Es fehlt an Medikamenten. Auch Gesundheitseinrichtungen wurden angegriffen. Mindestens drei Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen und ein Fahrer eines Krankenwagens wurden bei diesen Angriffen bislang getötet.  

Immer wenn es die Sicherheitslage erlaubt, versorgen UNICEF-Teams zusammen mit Partnern die Menschen mit sauberem Wasser und unterstützen die Gesundheitsversorgung. In Aden und zwei weiteren Städten im Süden des Landes stellt UNICEF Treibstoff für den Betrieb von Wasserpumpen bereit, da die Trinkwasserversorgung an vielen Stellen beschädigt ist. Der Zusammenbruch der Wasser- und Abwassersysteme erhöht das Krankheitsrisiko.  

UNICEF sorgt auch dafür, dass Impfstoffe für die Versorgung von Kindern weiter sicher gelagert und gekühlt werden können. Aus lokalen Warenlagern verteilt UNICEF therapeutische Zusatznahrung sowie Medikamente zur Behandlung von für Kindern lebensgefährlichen Durchfallerkrankungen. Über die Medien warnt UNICEF Eltern und ihre Kinder vor den Gefahren von Blindgängern.  

Die Kämpfe im Jemen verschärfen die ohnehin prekäre Lage der Kinder in einem der ärmsten Länder der Region. In weiten Teilen des Landes fehlt es an Lebensmitteln. Viele Kinder leiden unter schwerer akuter Mangelernährung.  


Nigeria: Kinder zur Zielscheibe gemacht
UNICEF-Bericht ein Jahr nach der Entführung von Schulmädchen durch Terrorgruppe
 
Vor einem Jahr haben Terroristen über 200 Schulmädchen im Norden von Nigeria entführt. Die Situation für Kinder hat sich laut UNICEF seither in der Region weiter verschärft. Die Zahl der Menschen, die aus Angst vor Boko Haram und der Kämpfe mit Regierungstruppen und bewaffneten Bürgerwehren innerhalb Nigerias auf der Flucht sind, hat sich in einem Jahr auf 1,2 Millionen fast verdoppelt.

Mehr als 200.000 Flüchtlinge haben nach Angriffen oder Drohungen gegen ihre Dörfer Schutz in den Nachbarländern Niger, Tschad und Kamerun gesucht. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge und Vertriebenen – 800.000 – sind Kinder. „Die Entführung der Mädchen aus Chibok vor einem Jahr war ein schreckliches Verbrechen. Angriffe auf Schulen und Entführungen von Kindern dürfen in Nigeria nicht länger zum Alltag gehören“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.
„Schutz und Hilfe für Kinder in der Region müssen wo immer möglich verstärkt werden.“ Tausende Kinder aus Nigeria sind Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen. Mädchen und Jungen werden getötet, entführt, zwangsverheiratet, als Kämpfer rekrutiert oder in extremen Fällen dazu gezwungen, sich als Selbstmordattentäter in die Luft zu sprengen.

Zwischen 2012 und 2014 wurden bei gezielten Angriffen auf Schulen im Nordosten Nigerias mindestens 196 Lehrer und 314 Schüler getötet, mehr als 300 Schulen wurden zerstört oder schwer beschädigt. Viele Familien kommen nach langer Flucht völlig entkräftet und mittellos in Flüchtlingscamps an und brauchen dringend Hilfe. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind auf sich allein gestellt, weil ihre Eltern tot sind oder sie auf der Flucht von ihnen getrennt wurden.

Allein in den Provinzen Borno und Yobe hat UNICEF 2.400 unbegleitete Mädchen und Jungen registriert. Sie sind besonders gefährdet, Opfer von Missbrauch oder Ausbeutung zu werden. Notschulen und psychologische Hilfe für Flüchtlingskinder UNICEF hat seine Nothilfe in Nigeria sowie Niger, Kamerun und Tschad ausgeweitet und richtet unter anderem Notschulen in Flüchtlingscamps ein. Seit Anfang 2015 können 40.000 nigerianische Kinder dadurch wieder zur Schule gehen. Mit Unterstützung von UNICEF haben außerdem 60.000 Mädchen und Jungen psychologische Hilfe erhalten, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten.


In Nordnigeria, Kamerun und Niger wurden fast 1,8 Millionen Kinder gegen Polio sowie 900.000 gegen Masern geimpft. UNICEF hat zudem rund 8.000 mangelernährte Kleinkinder mit therapeutischer Nahrung versorgt, damit sie wieder zu Kräften kommen.
UNICEF fordert alle Konfliktparteien dringend dazu auf, ihren Verpflichtungen gemäß internationalem Recht nachzukommen und für den Schutz von Kindern zu sorgen. Dazu gehört, dass Angriffe auf Schulen sofort aufhören müssen, entführte Kinder zu ihren Familien zurückgebracht werden und keine Kindersoldaten rekrutiert werden.
Darüber hinaus fordert UNICEF ungehinderten Zugang für humanitäre Helfer sowie mehr finanzielle Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. UNICEF macht weltweit mit der Kampagne #BringBackOurChildhood auf das Leid der nigerianischen Kinder aufmerksam und ruft zur Unterstützung auf.

Unicef Duisburg: Tag der offenen Tür in Ruhrort

Unicef Duisburg, 28. März 2015 - Die Tür des neuen Büros der Arbeitsgruppe Duisburg war in der Fabrikstraße in Duisburg-Ruhrort von 11 bis 14 Uhr weit geöffnet. Nachbarn, Gäste und Freunde des Kinderhilfwerkes machten regen Gebrauch davon.

Das neue Büro war bis zum Ende fast immer proppevoll - und das auch mit Besuch von Kindern aus Ruhrort.

Die Geschwisterkinder Jacqueline (13), Pierre und Joel kannten Unicef, ihre beiden brüder Begletung  auch. Dominik und Justin kamen drei Mal, beim zweiten Mal sogar mit Blumen aus dem Garten, um sich zu bedanken! Ja wo gibt`s denn sowas! Einfach Klasse. 

Buchautor und Poetry Slamer Raniero Spahn hatte  viel Spaß beim "Tag der offenen Tür".

Aber es gab auch Blumen und kleine Präsente von den Nachbarn aus der Fabrikstraße, aus der Neumühler Gemeinde von Pater Tobias und seinem Projekt Lebenswert.

Eine junge Besucherin aus Libyen blieb lange und hörte aufmerksam zu.    

 

Unicef Duisburg mit offizieller Büro-Eröffnung in Ruhrort

Unicef Duisburg, 23. März 2015 -  Ende Februar zog das Duisburger Büro der Kinderhilfswerk-Unterstützer von Duisburg-Homberg nach Duisburg-Ruhrort in die Fabrikstraße 32. Nach dem Einrichten stand nun die offizielle Eröffnung mit den Medien, Oberbürgermeister Sören Link und Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann, dessen Stellvertreter Klaus Radny sowie dem Ruhrorter Bürgervereins-Vorsitzenden Mario Adams an. Am Samstag, 28. März 2015, folgt von 11 bis 14 Uhr ein "Tag der offenen Tür" für Nachbarn, Gäste, Freunde und Mitstreiter.

OB Sören Link, Garbiela Viefers von der Unicef-Bundesgeschäftsstelle Köln, Harald Jeschke (Leiter Unicef Duisburg) und Vermieterin Büttgenbach beim symbolischen "Eröffnungsakt".

Duisburger Politik bei Unicef Duisburg: OB Sören Link, Klaus Radny (CDU, stellvertr. Bezirksbürgermeister Homberg-Ruhrort-Baerl und Hans-Joachim Paschmann (SPD,  Bezirksbürgermeister Homberg-Ruhrort-Baerl).

 

Starke Unicef-Damenriege mit Mann: Doris Spahn - neu im Team -, Claudia Anhaus (vorherige Leiterin), Garbiela Viefers von der Unicef-Bundesgeschäftsstelle Köln, Mechthild Arntz, frühere Leiterin), Anna-Maria Kramer, Sabine Beimel, Monika Lange und Monika Degner. Es fehlt Monika Strebl, Büroteam-Mitglied Cornelia Eleonore Beck auf dem unteren Foto

Vielfältige Themen wurden angesprochen, mit dabei der Ruhrorter Bürgervereins-Vorsitzende Mario Adams (Dritter von Links)

Eröffnungsgespräche mit Kamerateam von Studio 47, hinten links Büroteam-Mitglied Cornelia Eleonore Beck

Das Ladenlokal an der Ruhororter Fabrikstraße

 

Bürozeiten

Nach den Osterferien 2015:

mittwochs 9.30 - 12 Uhr

donnerstags 15 - 18 Uhr

 

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Schmutziges Wasser kostet täglich fast 1.000 Kindern das Leben

UNICEF zum Weltwassertag am 22. März  
UNICEF-Botschafterin Eva Padberg setzt sich für sauberes Trinkwasser für alle ein   Köln, den 20. März 2015. Anlässlich des Weltwassertags fordert UNICEF, dass bis zum Jahr 2030 jeder Mensch überall auf der Welt sauberes Trinkwasser hat. Trotz großer Fortschritte haben 748 Millionen Menschen nach wie vor kein sicheres Wasser zur Verfügung, 90 Prozent von ihnen leben in Asien und Subsahara-Afrika. Besonders für Kinder in armen ländlichen Regionen ist das lebensgefährlich: Jeden Tag sterben fast 1.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, verursacht durch verschmutztes Trinkwasser, fehlende Toiletten und mangelnde Hygiene.  
 „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir einfach den Wasserhahn aufdrehen und trinken können. Aber für viele Kinder in Entwicklungsländern ist es lebensgefährlich, ihren Durst zu stillen“, sagt UNICEF-Botschafterin Eva Padberg. „Deshalb setze ich mich zusammen mit UNICEF dafür ein, dass in Zukunft jede Familie auf der Welt Zugang zu sauberem Trinkwasser und Latrinen hat.“ Padberg hat auch die Kampagne „Wasser wirkt“ unterstützt, die UNICEF Deutschland jetzt nach drei Jahren erfolgreich abschließt.  
Ende dieses Jahres laufen die sogenannten „Millenniums-Entwicklungsziele“ aus. Mit ihnen hatten sich die Vereinten Nationen unter anderem vorgenommen, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser von 1990 bis 2015 zu halbieren. Dieses Ziel wurde sogar schon fünf Jahre vor Ablauf der Frist erreicht, 2,3 Milliarden Menschen haben seit 1990 Zugang erhalten. Nur in drei Ländern – der Demokratischen Republik Kongo, Mosambik und Papua Neuguinea – hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung noch immer kein sicheres Trinkwasser.  
Die guten Durchschnittswerte verdecken jedoch große Unterschiede: Vor allem die ärmsten Familien, die in einer ländlichen Region im südlichen Afrika oder Asien leben, bleiben von dem Fortschritt bisher ausgeschlossen. Mädchen verlieren außerdem viel Zeit mit Wasserholen – Zeit, die ihnen zum Beispiel für den Schulbesuch fehlt. UNICEF schätzt, dass allein in Afrika die Menschen, vor allem Frauen und Mädchen, jedes Jahr 40 Milliarden Stunden mit Wasserholen beschäftigt sind.  
UNICEF fordert deshalb, dass bis 2030 erstmals alle Menschen weltweit in ihren Häusern oder in der nahen Umgebung Trinkwasser und sanitäre Anlagen haben sollen. Auch Schulen und Krankenhäuser sollen einen Mindeststandard von Wasser, Latrinen und Hygieneregeln haben, um Krankheiten vorzubeugen. Das soll auch verbindlich in den neuen nachhaltigen Entwicklungszielen, die dieses Jahr von den Vereinten Nationen verabschiedet werden sollen, festgelegt werden.  
Auch dank besserem Zugang zu Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygiene konnte die Kindersterblichkeit in den vergangenen Jahrzehnten halbiert werden. Die Zahl der Kleinkinder, die an Durchfallerkrankungen sterben, ist seit 2000 um 54 Prozent gesunken. Dennoch gehören Durchfallerkrankungen neben Lungenentzündungen weiterhin zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren weltweit.  
Kampagne „Wasser wirkt“ hilft über 500.000 Kindern  
Zum Weltwassertag schließt UNICEF Deutschland die erfolgreiche Kampagne „Wasser wirkt“ ab. Drei Jahre lang haben vor allem die 150 ehrenamtlichen UNICEF-Gruppen in ganz Deutschland auf das Menschenrecht auf Wasser aufmerksam gemacht und Spenden für Kinder in sechs Programmländer gesammelt. Insgesamt 700 Informationsveranstaltungen, Vorträge, Schülerläufe und Spendenaktionen haben ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Kampagne organisiert. Mit Erfolg: Mehr als 5,6 Millionen Euro Spenden für Wasser- und Hygieneprojekte sind zusammengekommen. Das ursprüngliche Ziel, 500.000 Kinder zu erreichen, konnte sogar übertroffen werden. Mehr als 560.000 Kindern in Äthiopien, Bangladesch, Kambodscha, Sambia, Somalia und Südsudan haben jetzt sauberes Trinkwasser, Latrinen an ihren Schulen und Hygiene-Unterricht.  
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, führt in mehr als 100 Ländern weltweit Programme für Trinkwasser und Hygiene durch. Bei Naturkatastrophen und Krisen wie aktuell in Vanuatu, in Syrien oder Südsudan stellt UNICEF unter anderem große Mengen von Chemikalien zur Wasserreinigung bereit und verteilt Hygienesets mit Seife, Waschmittel und anderen Hygieneartikel an Flüchtlinge in Notunterkünften.  

Vanuatu: 54.000 Kinder von Zyklon Pam betroffen

UNICEF Duisburg ruft zu Spenden für Opfer des Wirbelsturms im Pazifik auf

Unicef Duisburg, 18. März 2015 - Der Zyklon „Pam“ hat am Freitag und Samstag auf Vanuatu verheerende Schäden angerichtet. Der Inselstaat im Pazifik hat den Notstand ausgerufen. Schätzungen zufolge ist die Hälfte der Einwohner Vanuatus von den Folgen des Zyklons betroffen, darunter mindestens 54.000 Kinder. Allerdings ist das ganze Ausmaß der Schäden weiterhin unklar, weil die Telefonverbindungen zusammengebrochen sind. UNICEF-Mitarbeiter sind vor Ort in Vanuatu und haben sofort mit ersten Nothilfe-Maßnahmen begonnen.

 

Harald Jeschke, Leiter Unicef Duisburg: „Ich glaube, dass die ganze Wucht von Superzyklon Pam deutlich schlimmer war als ursprünglich vorhergesagt „Für die Menschen von Vanuatu werden die Folgen aller Wahrscheinlichkeit nach katastrophal sein. Sie brauchen unsere Hilfe.“

 

„Das Dach unseres Hauses wurde weggerissen und das Wasser strömte herein“, berichtet die 21-jährige Jayleen. Sie überstand den Zyklon in Port Vila mit zehn Familien-Mitgliedern, darunter einem eine Woche alten Baby, in der Küche ihres beschädigten Hauses.

 

Bis zu 90 Prozent der Häuser in der Hauptstadt Port Vila sind zerstört oder schwer beschädigt. Die Wasserversorgung funktioniert vielerorts nicht mehr. UNICEF kümmert sich um sauberes Trinkwasser und Hygieneartikel für die Menschen in den Notunterkünften. Auch die Vorbereitungen für Masern-Impfungen sowie für die Einrichtung von Notschulen und Kinderschutz-Zentren laufen bereits. UNICEF-Mitarbeiter haben begonnen, Hilfsgüter von den benachbarten Fidschi-Inseln nach Vanuatu zu verschicken.

 

Für die Nothilfe in Vanuatu ruft UNICEF zu Spenden auf:

 Spendenkonto 7131410001

 Volksbank Rhein-Ruhr eG

 BLZ 35060386

 IBAN DE34 3506 0386 7131 4100 01
 BIC GENODED1VRR Stichwort: Vanuatu

 

UNICEF Neuseeland hat eine Website mit fortlaufend aktualisierten Informationen und Videos eingerichtet: https://storify.com/UNICEFNZ/cyclone-pam.

UNICEF zum vierten Jahrestag des Syrien-Konflikts: Syrische Kinder – zwischen Verzweiflung und Hoffnung 

Berlin/Duisburg, 12. März 2015 - Vier Jahre nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien leiden laut UNICEF mehr Kinder als jemals zuvor unter den direkten und indirekten Folgen des Konflikts. In Syrien und seinen Nachbarländern sind heute schätzungsweise 14 Millionen Kinder und Jugendliche von Gewalt, Flucht sowie wachsender Armut, Ausbeutung und Hoffnungslosigkeit betroffen. Anlässlich des Jahrestages des Konflikts appelliert UNICEF an die Regierungen und Öffentlichkeit, diese Kinder nicht allein zu lassen, die humanitäre Hilfe aufzustocken und gezielt in Bildungsprojekte und psychosoziale Hilfen für Kinder und Jugendliche zu investieren.
„Humanitäre Hilfe allein kann keinen Krieg beenden“, sagte Daniela Schadt, Schirmherrin von UNICEF Deutschland. „Aber wir können und müssen dafür sorgen, dass so viele betroffene Kinder und Jugendliche wie möglich in ihren prägenden Jahren die Chance bekommen, etwas zu lernen und den Schrecken zu überwinden. Sie brauchen Hoffnung, damit Hass und Gewalt nicht auch ihre Zukunft beherrschen.“
Am Schlimmsten ist die Situation für Kinder weiter innerhalb Syriens. In den vergangenen vier Jahren wurden dort mindestens 10.000 Kinder getötet. 5,6 Millionen Mädchen und Jungen in Syrien sind in einer akuten Notsituation – bis zu zwei Millionen sind sogar ganz oder zeitweise von jeglicher Hilfe abgeschnitten. Rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche mussten ihre Heimat verlassen, und mehr als 114.000 Babys wurden als Flüchtling geboren.
„Die Menschen in Syrien sind in einer absolut verzweifelten Lage und leben von einem Tag auf den nächsten“, sagte Hanaa Singer. Sie leitet seit einem halben Jahr das UNICEF-Büro in Damaskus und war in den vergangenen Monaten viel innerhalb des Landes unterwegs, unter anderem in Homs, Aleppo, Quamishly und Hama.
„Aber wenn ich nahe daran bin, die Hoffnung zu verlieren, treffe ich junge Kinder in einer Schule. Dann sehe ich das Leuchten in ihren Augen, ihr Lächeln und höre sie sogar lachen trotz der ganzen Zerstörung um sie herum. Deshalb fühle ich, dass es auch Hoffnung gibt – sie liegt in den Herzen der Kinder und Jugendlichen, die trotz der schwierigen Situation nicht aufgegeben haben. Sie sind fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen“, sagte Singer.
Ein neuer UNICEF-Bericht zeigt in einer Serie von Portraits ermutigende Beispiele von Mädchen und Jungen, die sich der Gewaltspirale entziehen und für andere ein Vorbild sind. So hat beispielsweise der 16-jährige Alaa im zerstörten syrischen Homs in einem Kurs Techniken für kritisches Denken, Kommunikation und Problemlösung gelernt und gibt dieses Wissen nun an andere Jugendliche weiter. Die 10-jährige Christina, die als Flüchtling in Nordirak lebt, hilft jüngeren Kindern bei ihren Schularbeiten. Nach vier Jahren Bürgerkrieg haben die meisten Familien aus Syrien keine Einkommensquellen mehr.
Mädchen trauen sich oft nicht mehr aus dem Haus und werden jung verheiratet, um ihre Familien zu entlasten. Männliche Jugendliche müssen häufig Geld verdienen oder schließen sich aus Mangel an Alternativen bewaffneten Gruppen an. Während die Notversorgung für die leidende Bevölkerung und die Flüchtlinge weitergehen muss, fordert UNICEF deshalb gleichzeitig mehr gezielte Investitionen in Bildungsprogramme und psychosoziale Hilfen für Kinder und Jugendliche. Insbesondere fordert UNICEF
·         Chancen für Jugendliche: Fünf Millionen Syrer sind zwischen zwölf und 18 Jahre alt. Sie brauchen Zugang zu Bildung, Ausbildungsmöglichkeiten und auf sie zugeschnittene Freizeitangebote.
·         Schulbildung muss weitergehen: Vom Konflikt betroffene Kinder brauchen sowohl formelle als auch informelle Bildungsangebote. Es muss sichergestellt werden, dass Abschlüsse, die sie erwerben, auch anerkannt werden.
·         Psychosoziale Hilfen: Viele Mädchen und Jungen haben traumatische Erlebnisse gehabt. Sie brauchen psychosoziale Hilfen, um sie zu verarbeiten. ·         Unterstützung für Gastländer: Die Gesundheits- und Bildungssysteme in den Nachbarländern Syriens müssen gestärkt werden. Auf diese Weise profitieren die syrischen und alle anderen vom Konflikt betroffenen Kinder.
UNICEF ruft weiterhin zu Spenden auf: UNICEF, Konto 300 000, Bank für Sozialwirtschaft,  BLZ 370 205 00, IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00, Stichwort: Syrien. Weitere Informationen und Möglichkeit zur Online-Spende: www.unicef.de/syrie

ESA-Astronaut Alexander Gerst wird UNICEF-Botschafter
„Astro-Alex“ startet Aufruf zum internationalen Jugendgipfel

Köln/Duisburg, 6. März 2015 - Mit Entdeckergeist, Mut und Verantwortung hat Alexander Gerst von der Internationalen Raumstation ISS aus Millionen Menschen begeistert und inspiriert. Aufgrund seines Engagements für den Schutz unseres Planeten und für bessere Lebensbedingungen für die Kinder wurde “Astro-Alex“ jetzt zum UNICEF-Botschafter ernannt. „Das Wichtigste ist, dass alle Kinder die Möglichkeit haben zu lernen, sich inspirieren zu lassen und dass sie die Freiheit bekommen, ihren Weg zu gehen“, begründet der 38-jährige Astronaut seinen Einsatz für die Kinder und UNICEF.  

In seinem ersten Einsatz als offizieller UNICEF-Botschafter ruft Gerst Jugendliche zur Teilnahme am internationalen Jugendgipfel J7 im Mai 2015 in Berlin auf. Vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen Anfang Juni diskutieren dort Jugendliche die drängenden weltpolitischen Themen der G7. Engagierte Mädchen und Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren können sich bis zum 15. März unter
www.j7summit.org für die Teilnahme bewerben.  

„Als ich zusammen mit meinen russischen und amerikanischen Freunden von der ISS auf die Erde schaute, mussten wir oft den Kopf darüber schütteln, wie wir mit diesem kleinen blauen Planeten umgehen. Dabei ist der doch unser einziges Zuhause“, erklärte Alexander Gerst.  
„Wir dürfen die Zukunft nicht allein irgendwelchen Experten oder Gremien überlassen“, so Gerst. „Jeder kann dazu beitragen, unsere Erde zu bewahren, sie friedlicher und gerechter zu machen. Der J7-Gipfel ist eine tolle Chance, gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt daran zu arbeiten.“   Der internationale Jugendgipfel J7 ist eine Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er ist Teil des Dialogs mit der Zivilgesellschaft anlässlich des G7-Treffens auf Schloss Elmau. Am 11. Mai  werden die Jugendlichen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und den USA ihre Ideen und Forderungen der Kanzlerin vorstellen. Der J7 wird gemeinsam vom Bundesjugendministerium und UNICEF Deutschland organisiert.  
„Alexander Gerst ist Vorbild und Inspiration“  
„Alexander Gerst bringt uns dazu, die Perspektive zu wechseln. Mit seinen Bildern und seiner Persönlichkeit rückt er unsere Verantwortung  für die nachwachsenden Generationen in den Mittelpunkt“, erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland anlässlich der Ernennung des ESA-Astronauten zum UNICEF-Botschafter. „Besonders für Kinder und Jugendliche ist Astro-Alex Vorbild und Inspiration.“  
Von Bord der internationalen Raumstation ISS aus hat Alexander Gerst in sozialen Netzwerken, Interviews und mit Videobotschaften eine riesige Fangemeinde erreicht. Trotz der großen Zahl wissenschaftlichen Experimente und Aufgaben stellte er sich den Fragen von Schülern, erklärte physikalische Sachverhalte und schickte faszinierende Fotos und Videos, mit denen er Neugierde und Nachdenklichkeit weckte.  

Unicef Duisburg nun an der Fabrikstraße 32 in Duisburg-Ruhrort

Duisburg, 1. März 2015 - In der letzten Februarwoche fand der Umzug der Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Duisburg statt, wurde das neue Domizil an der Fabrikstraße 32 in 47119 Duisburg-Ruhrort mit Leben gefüllt. Die Arbeitsgruppe Duisburg setzt sich seit 1957 für Kinder ein.

 

Bürozeiten

nach kompletten Umzug und offizieller Eröffnung Ende März ab April 2015:

mittwochs 9.30 - 12.00 Uhr

donnerstags 15 - 18 Uhr

 

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UNICEF zum Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldaten
Kinder, nicht Soldaten!

Köln/Duisburg, 12. Februar 2015 - Instabilität, bewaffnete Konflikte und chronische Gewalt führen dazu, dass trotz weltweitem Verbot jedes Jahr zehntausende Kinder rekrutiert und zum Kämpfen gezwungen werden. In Syrien und Irak werben beispielsweise mehrere Gruppen, unter ihnen der sogenannte „Islamische Staat“, gezielt Minderjährige an und bilden sie zu Kämpfern aus – manche von ihnen sind erst acht Jahre alt. In den Bürgerkriegen in Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik waren im vergangenen Jahr schätzungsweise 22.000 Kinder und Jugendliche im Einsatz.
UNICEF ruft anlässlich des „Red Hand Days“ dazu auf, den Missbrauch von Kindern als Soldaten zu stoppen und als Kriegsverbrechen konsequent zu verfolgen. Milizen und Armeen müssen alle Minderjährigen demobilisieren. Dies ist auch in komplexen Konfliktsituationen möglich: In Südsudan werden derzeit mit Hilfe von UNICEF 3.000 Kindersoldaten aus den Rängen einer Miliz befreit. „Zurzeit sind so viele Kinder von bewaffneten Konflikten betroffen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr“, erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Tausende Kinder zum Beispiel in Syrien, Nigeria und Südsudan werden zur Zielscheibe – und auch zu Tätern gemacht. Kinder als Soldaten zu missbrauchen ist ein Kriegsverbrechen. Diese müssen systematisch dokumentiert und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Laut aktuellem Bericht des UN-Sicherheitsrats wurden 2013 Kinder und Jugendliche in 15 Ländern als Soldaten missbraucht und waren anderen schweren Formen der Gewalt ausgesetzt: in Afghanistan, Irak, Jemen, der Demokratischen Republik Kongo, Kolumbien, Mali, Myanmar, Nigeria, Philippinen, Somalia, Sudan, Südsudan, Syrien, der Zentralafrikanischen Republik sowie grenzübergreifend in der Zentralafrikanischen Region. Auch aus Indien, Pakistan und Thailand wird über den Einsatz von Kindersoldaten berichtet.
Die Vereinten Nationen werfen sieben staatlichen Armeen oder Regierungstruppen und 51 bewaffneten Gruppen vor, weiterhin Minderjährige zu rekrutieren. Kinder und Jugendliche sind leichter zu manipulieren und für bewaffnete Gruppen oft preiswerter als Erwachsene. Auch die weltweite Flut von buchstäblich „kinderleicht“ zu bedienenden Kleinwaffen trägt dazu bei, dass bewaffnete Gruppen Minderjährige einsetzen. Häufig entführen Milizen gewaltsam Mädchen und Jungen und zwingen sie, als Kämpfer oder Selbstmordattentäter, aber auch als Boten, Köche, Sanitäter oder Sexsklaven für sie zu arbeiten. Auch Rachegefühle sowie Armut und Arbeitslosigkeit können Kinder dazu bringen, sich solchen Gruppen anzuschließen.
Nach ihrem Einsatz in Konfliktsituationen sind die Mädchen und Jungen häufig traumatisiert, sie leiden an Alpträumen und psychischen Störungen. Ehemalige Kindersoldaten in die Gesellschaft zu reintegrieren und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu geben ist ein langwieriger Prozess.

CHILDREN not Soldiers
Zusammen mit der UN-Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten hat UNICEF im März 2014 die Kampagne „Children not Soldiers“ gestartet. Das Ziel: Bis 2016 sollen die sieben Regierungen, deren Truppen bisher noch Minderjährige rekrutieren oder einsetzen (Afghanistan, Jemen, DR Kongo, Myanmar, Somalia, Sudan, Südsudan) in Zusammenarbeit mit den UN diese Praxis beenden. Darüber hinaus soll die Kampagne eine breite Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen und auf das Recht aller Kinder, in erster Linie Kinder zu sein.

Mit Unterstützung von UNICEF konnten seit 1998 mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche demobilisiert werden – 2014 gab es Erfolge zum Beispiel in Südsudan, Myanmar und der Zentralafrikanischen Republik. Neben medizinischer und psychologischer Hilfe sind Schul- und Ausbildungsprogramme für ehemalige Kindersoldaten besonders wichtig. Ihre Familien und Dörfer müssen darauf vorbereitet werden, sie wieder aufzunehmen.
UNICEF unterstützt zum Beispiel Programme für ehemalige Kindersoldaten in Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik. UNICEF Deutschland ist Mitglied im Deutschen Bündnis Kindersoldaten, das sich unter anderem für das vollständige Verbot der Rekrutierung Minderjähriger einsetzt. Bisher ist der freiwillige Militärdienst von Jugendlichen über 15 Jahren erlaubt, wenn sie nicht an Kampfhandlungen teilnehmen. Auch die deutsche Bundeswehr nimmt bis heute 17-jährige Freiwillige auf.


Unicef-Jahresempfang der Arbeitsgruppe Duisburg

Neue Leitung, frisch gegründete Hochschulgruppe und neue Geschäftsstelle in Duisburg-Ruhrort

Jahresempfang der Duisburger Unicef-Arbeitsgruppe

Duisburg, Februar 2015 - Am 1. Februar fand in der Begegnungsstätte der Karmelkirche in Duisburg-Stadtmitte der traditionelle Jahresempfang der Duisburger Unicef-Arbeitsgruppe statt.

"Es gibt Grund zu feiern", erklärte Gabriela Viefers von der Unicef-Bundesgeschäftsstelle in Köln. Sie war im vergangenen Jahr Interims-Gruppenleiterin des Duisburger Ablegers. Die Arbeitsgruppe hatte ein sehr erfreuliches Ergebnis bei der Beteiligung am Duisburger Weihnachtsmarkt erzielen können, was in einem hohen Maß an der bis Anfang 2014 als Gruppenleiterin aktiven Claudia Anhaus gelegen hatte, die den Unicef-Stand auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt noch organisiert hatte. Dafür gab es viel Beifall.

Neue Geschäftsstelle
In diesem Monat wird es auch den Umzug der Geschäftsstelle geben. Vom bisherigen Standort auf der Prinzenstraße in Duisburg-Hochheide geht es nun in die Fabrikstraße in Duisburg-Ruhrort. Das neue Domizil rückt also mehr ins Zentrum Duisburgs und ist zum vorherigen Domizil nun ein echtes Ladenlokal. Der Umzug wird Ende Februar erfolgen, die Eröffnung soll Anfang März 2015 stattfinden.

Neue Leitung und Hochschul-Unterstützung

Harald Jeschke übernimmt ab sofort die Arbeitsgruppe Duisburg. Sephanie Robrecht übernimmt die Medienarbeit, während Sabine Beimel neben dem Engagement im Büro auch die Homepage der Duisburger Arbeitsgruppe betreuen wird. Die neu gegründete Hochschulgruppe der Uni Duisburg-Essen wird sich ebenfalls ab sofort für das Kinderhilfswerk einbringen. 


Gabriela Viefers (Bildmitte) umringt von Gruppenmitgliedern der Uni-Duisburg-Essen

Die Ziele für 2015 aus Sicht des neuen Leiters Harald Jeschke: "Das Wirken des Kinderhilfswerkes in Duisburg weiter herausstellen, Kontakte zu Schulen, Wirtschaft, Politik und Verwaltung knüpfen - wenn möglich noch mehr präsent sein. Ich denke, dass dies mit dem bisher gezeigten unglaublichen Engagement der ehrenamtlichen Mitstreiter für die Belange bedrängter Kinder in der Welt sehr gut umsetzen lässt."

 

Harald Jeschke - im Bild ganz rechts - soll die Duisburger Arbeitsgruppe führen