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Nigeria: Über 1.000 Kinder seit 2013 entführt

Köln/Duisburg, 13. April 2018 – Vier Jahre nach der Entführung von über 200 Schülerinnen in Chibok setzt sich UNICEF weiter für Freilassung von Kindern ein Abuja/ Darkar/ New York/ Köln, 13. April 2018 - Seit 2013 wurden mehr als 1.000 Kinder im Nordosten Nigerias durch die Terrorgruppe Boko Haram entführt, darunter 276 Mädchen, die aus einer weiterführenden Schule in Chibok verschleppt wurden. Auch vier Jahre nach diesem tragischen Vorfall warten die Familien von über 100 der Mädchen immer noch auf die Rückkehr ihrer Töchter.

„Der vierte Jahrestag der Chibok-Entführung ist eine Erinnerung daran, dass Kinder im Nordosten Nigerias weiterhin in schockierend hoher Zahl Opfer von Angriffen werden“, sagte der Leiter von UNICEF in Nigeria, Mohamed Malick Fall. „Sie werden immer wieder gezielt angegriffen und sind brutaler Gewalt zu Hause, in Schulen und öffentlichen Plätzen ausgesetzt.“
Der Angriff auf eine Schule in Dapchi, bei dem vor kurzem fünf Mädchen getötet wurden, ist der jüngste Hinweis darauf, dass es kaum noch sichere Orte für Kinder in Nordost-Nigeria gibt.
„Diese wiederholten Angriffe auf Kinder in Schulen sind völlig skrupellos“, sagte Fall. „Kinder haben ein Recht auf Bildung und Schutz, und das Klassenzimmer muss ein Ort sein, an dem sie sicher sind.“

Seit der Konflikt in Nordost-Nigeria vor rund neun Jahren begonnen hat, wurden mindestens 2.295 Lehrerinnen und Lehrer getötet und mehr als 1.400 Schulen zerstört. Die meisten dieser Schulen konnten wegen der schweren Beschädigung oder anhaltender Gewalt nicht wieder öffnen. Die nigerianischen Behörden haben zugesagt, Schulen sicherer zu machen und besser vor Angriffen zu schützen.

UNICEF steht ihnen zur Seite, um die “Safe Schools Declaration” umzusetzen, mit der sich Nigeria zum Schutz von Schulen und Universitäten vor Gewalt und militärischer Nutzung während bewaffneter Konflikte verpflichtet. UNICEF fordert ein Ende der Angriffe auf Schulen und aller schweren Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder. Mit seiner Kampagne #KindheitBrauchtFrieden setzt sich UNICEF Deutschland für den Schutz von Kindern im Krieg und auf der Flucht ein.


Julian Draxler packt UNICEF-Pakete | Neuer UNICEF-Pate besucht UNICEF-Logistikzentrum und unterstützt Social Media-Kampagne

UNICEF Köln/Kopenhagen/Duisburg, 05. April 2018 – Julian Draxler ist neuer UNICEF-Pate. In seiner ersten offiziellen Aktion besuchte der Fußball-Nationalspieler das internationale UNICEF-Logistikzentrum in Kopenhagen. Am Packband legte Draxler persönlich Hand an.
Er bestückte UNICEF-Hilfspakete für den Südsudan und warb für die Social Media-Kampagne #Stop10Seconds. Die Aktion war vor Kurzem von Mats Hummels, Udo Lindenberg und Angelique Kerber gestartet worden, um hungernde Kinder im Südsudan mit therapeutischer Spezialnahrung zu versorgen. „Um Kindern in Krisengebieten helfen zu können, ist unglaublich viel Know-how und eine professionelle Logistik notwendig.
Im Logistikzentrum in Kopenhagen habe ich einen Eindruck davon bekommen, was konkret hinter der UNICEF-Hilfe steckt. Das ist wirklich beeindruckend“, sagte Julian Draxler. „Ich bin der Meinung: Kein Kind auf der Welt sollte heute noch hungern müssen. Als mein Fußball-Kollege Mats Hummels mich gebeten hat, bei #Stop10Seconds mitzumachen, habe ich sofort gesagt, ich bin dabei. Und ich hoffe, dass wir gemeinsam noch viele andere davon überzeugen können.“

 

Julian Draxler packt UNICEF-Hilfspakete in Kopenhagen.
Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland: „Julian Draxler ist nicht nur als herausragender Fußballer bekannt, sondern auch als eine Persönlichkeit, die ihre Meinung klar äußert. Wir sind stolz und dankbar für seinen Einsatz für UNICEF, denn er wird uns dabei helfen, noch mehr Unterstützer für Hilfsprojekte zu gewinnen.

Aufruf gegen den Hunger
Jeden Tag stirbt weltweit alle zehn Sekunden ein Kind unter 5 Jahren an den Folgen von Hunger – die Social Media-Kampagne #Stop10Seconds will dazu beitragen, diesen Umstand zu beenden. Auf ihren Social Media-Kanälen rufen Prominente andere Personen des öffentlichen Lebens sowie private Unterstützer dazu auf, zu spenden und sich mit einer „Stopp-Geste“ zu beteiligen.
Mit den gesammelten Spendengeldern sollen mindestens 10.000 mangelernährte Kleinkinder im Südsudan etwa vier Wochen mit Erdnusspaste und therapeutischer Spezialnahrung behandelt und vor dem Hungertod gerettet werden. Bisher haben sich bereits zahlreiche Prominente aus dem Sport- und Unterhaltungsbereich aktiv an der Aktion beteiligt, darunter Boris Becker, Joko Winterscheidt, Eva Padberg, Franziska Knuppe, Martin Kaymer, Felix Neureuther, Dirk Nowitzki, Elton Klaus Meine, Max Mutzke, Felix Jaehn und Anna Loos.

UNICEF-Hilfe im Südsudan
Seit Ausbruch des Bürgerkrieges Ende 2013 ist die Lage für die Familien und Kinder im Südsudan dramatisch. Die Armut der Bevölkerung ist groß, der Hunger in vielen Regionen allgegenwärtig. Durch die anhaltende Gewalt können die Menschen keine kontinuierliche Landwirtschaft betreiben. Hinzu kommen Krankheiten wie Cholera oder Malaria, die durch den Mangel an sauberem Trinkwasser hervorgerufen werden. Derzeit sind im Südsudan mehrere Tausend Kinder durch schwere akute Mangelernährung vom Tod bedroht.
Nach einer Hungersnot im vergangenen Jahr droht in dem jüngsten Staat Afrikas erneut eine schwere Krise. UNICEF hilft in allen Regionen im Südsudan. Dazu zählt die Versorgung mit Nahrungsmitteln, der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und allgemeiner Hygiene sowie die Verteilung von lebensrettenden Impfungen. In diesem Jahr will UNICEF im Südsudan 215.000 schwer mangelernährte Kinder versorgen.  © Thomas Ulrich

 

UNICEF: Hunger und Cholera bedrohen Millionen Kinder

Drei Jahre Krieg in Jemen
Köln/Duisburg, 26. März 2018 - Seit Beginn des Kriegs im Jemen vor drei Jahren hat sich dort laut UNICEF die Zahl der Kinder mit lebensgefährlicher akuter Mangelernährung auf über 400.000 Kinder verdoppelt. „Die Gefahr einer Hungersnot ist weiter da“, sagte Geert Cappelaere, UNICEF Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika nach einem Besuch im Süden und Norden des Landes.
In Folge des Konflikts und der jahrzehntelangen Unterentwicklung sind heute praktisch alle elf Millionen Kinder in Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Im vergangenen Jahr wurden jeden Tag mindestens fünf Mädchen oder Jungen getötet oder schwer verletzt. Es gab massive Ausbrüche von Cholera und Diphtherie, an denen hunderte Kinder starben“, erklärte Cappelaere.
it dem Beginn der Regenzeit in wenigen Wochen muss ohne massive Hilfe von außen mit einer Rückkehr der Cholera gerechnet werden. UNICEF warnt auch eindringlich vor den mittelfristigen Folgen des Zusammenbruchs des Schulsystems für eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen. Bis zu zwei Millionen Mädchen und Jungen in Jemen gehen nicht zur Schule;2.500 Schulgebäude wurden zerstört oder werden militärisch genutzt.
Die wachsende Armut ist überall sichtbar. „Ich war schockiert über die bettelnden Kinder in Sanaa. Ich habe vor einigen Jahren für UNICEF im Jemen gearbeitet. So etwas habe ich damals nie gesehen. Sehr kleine Kinder strecken einem ihre Hand für etwas Geld oder etwas zu essen entgegen. Eltern bleibt nichts übrig, als sie zum Betteln oder zum Arbeiten zu schicken, statt zur Schule. Oder sie verheiraten ihre Töchter in jungem Alter, um einen Esser weniger zu haben“. Am dritten Jahrestag des Konflikts ruft UNICEF alle Konfliktparteien auf, den Krieg zu stoppen und Kinder immer und überall zu schützen.

Humanitäre Hilfe muss ohne jegliche Vorbedingungen in allen Landesteilen erlaubt sein. Impfstoffe und Treibstoff zum Betrieb von Wasserpumpen müssen rasch und ohne bürokratische Hürden ins Land kommen können. Als Erfolg wertete Cappelaere, dass es UNICEF zusammen mit der Weltbank gelungen ist, ein Hilfsprogramm für 1,5 Millionen Familien in extremer Armut zu starten.
Diese erhalten als Unterstützung geringe Geldbeträge, um sich auf lokalen Märkten mit Nahrung zu versorgen. UNICEF ruft auch Regierungen und Spender zur Unterstützung für Schulen im Jemen auf. „In der humanitären Hilfe wird Bildung oft vernachlässigt. Dies gefährdet die Zukunft der Kinder“, so Cappelaere.

 

Syriens kriegsversehrte Kinder

UNICEF zu sieben Jahren Krieg in Syrien 

Köln/Duisburg, 12. März 2018 - Sieben Jahre nach Beginn des Konflikts in Syrien ist ein Ende der Gewalt nicht in Sicht. 2017 war bisher das schlimmste Jahr für Kinder: 910 Todesfälle und 361 Verwundungen von Mädchen und Jungen haben die Vereinten Nationen verifiziert, eine Steigerung um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das sind nur die Fälle, die überprüft werden konnten – die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich deutlich höher. In den ersten beiden Monaten von 2018 wurden Berichten zufolge bereits über 1.000 Kinder getötet oder verletzt.

„An jedem einzelnen Tag – seit sieben Jahren – erfahren Kinder unendliches Leid durch Bomben, Kugelhagel, Vertreibung, Hunger, den Tod von Angehörigen und Freunden“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.  „In Syrien herrscht ein gnadenloser Krieg gegen Kinder, der sofort gestoppt werden muss.“

Auch wenn sie überleben, erleiden viele Kinder bleibende körperliche oder psychische Schäden. So wie Sami (14) aus dem syrischen Dera’a. „Ich habe draußen mit meinen Cousins im Schnee gespielt. Eine Bombe schlug ein. Ich habe die Hände meines Cousins durch die Luft fliegen sehen. Ich habe beide Beine verloren. Zwei meiner Cousins sind gestorben, ein anderer hat ebenfalls seine Beine verloren.“
Sami lebt inzwischen mit seiner Familie in Jordanien.

„Kinder mit Behinderungen sind unter den Benachteiligten am meisten benachteiligt“, sagte Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika. „Sie sind der sehr realen Gefahr ausgesetzt, übersehen und ausgegrenzt zu werden, während der Krieg unerbittlich weitergeht.“

Behinderung als direkte Folge des Krieges in Syrien

Der Gebrauch von explosiven Waffen und rücksichtslose Angriffe auf dicht besiedelte Gebiete haben eine wachsende Zahl von Kindern getötet.

· Rund ein Viertel der zivilen Todesopfer sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

· UNICEF schätzt, dass 3,3 Millionen Kinder in Syrien der Gefahr durch Explosionen ausgesetzt sind, einschließlich durch Landminen und Blindgänger.

· Über 1,5 Millionen Menschen haben eine bleibende Behinderung als direkte Folge des Krieges, einschließlich 86.000 Menschen, denen Gliedmaßen amputiert werden mussten.

Der fehlende Zugang zu guter medizinischer und psychologischer Behandlung führt dazu, dass sich Kinder langsamer von ihren Verletzungen erholen oder sich ihr Zustand sogar verschlechtert. Viele Kinder haben Angehörige verloren oder wurden von ihnen getrennt, so dass oft eine enge Bezugsperson fehlt, die sich um die Mädchen und Jungen kümmern kann.

Für Kinder mit Behinderungen ist außerdem der Zugang zu Bildung und Dienstleistungen erschwert. Viele Familien können sich eine angemessene Behandlung oder Therapie nicht leisten. Ohnehin ist in vielen Teilen Syriens eine gute medizinische Versorgung nicht möglich, weil Krankenhäuser und Personal fehlen. 2017 haben die Vereinten Nationen 108 Angriffe auf Krankenhäuser und medizinisches Personal dokumentiert. Nur rund die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen sind voll funktionsfähig.

„Doch trotz der erlittenen Verletzungen, lebenslanger Behinderung und Vertreibung kennen die Ambitionen der Kinder keine Grenzen“, sagte Cappelaere. „Wenn sie und ihre Familien die nötige Unterstützung erhalten, können Kinder ihre Einschränkungen überwinden und das Außerordentliche schaffen, ihre Kindheit, ihre Würde und ihre Träume zurückzuerobern.“

Alltägliche Not der Kinder

Sieben Jahre nach Beginn des Konflikts ist die Kindheit von Millionen von syrischen Mädchen und Jungen durch Gewalt, Vertreibung und alltägliche Not geprägt. 69 Prozent der Bevölkerung in Syrien lebt mittlerweile in extremer Armut, pro Person stehen ihnen umgerechnet weniger als zwei US-Dollar am Tag zur Verfügung. Einer neuen Untersuchung von UNICEF zufolge lebt 85 Prozent der syrischen Kinder in Jordanien unterhalb der Armutsgrenze. Durch die finanzielle Not werden viele Kinder in Kinderarbeit oder Frühehen gedrängt.

1,75 Millionen Kinder in Syrien im Schulalter gehen aktuell nicht zur Schule. Auch in den Nachbarländern geht durchschnittlich 43 Prozent der syrischen Kinder nicht zur Schule Wie viele Mädchen und Jungen durch den Krieg traumatisiert sind, lässt sich nicht abschätzen. UNICEF geht davon aus, dass zwei Drittel der Kinder ein nahes Familienmitglied verloren, die Beschädigung des Wohnhauses erlebt oder konfliktbedingt verletzt worden sind.

Hilfe und Perspektiven für Kinder in Syrien und der Region

UNICEF hat ein breites Netzwerk von eigenen Mitarbeitern und Partnerorganisationen in der Region, die Hilfe für syrische Kinder und Familien organisieren. Allein in Syrien sind rund 250 UNICEF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. UNICEF unterstützt unter anderem die Wasserversorgung in Syrien, in Flüchtlingslagern und Gastgemeinden in Jordanien und Libanon, stellt Impfstoffe und Hygieneartikel bereit und richtet Notschulen und Kinder- und Jugendzentren ein.

#Stop10seconds: Prominente kämpfen gegen den Hunger

Social-Media-Kampagne von Mats Hummels, Udo Lindenberg und Angelique Kerber will 10.000 Kinder im Südsudan retten

Köln/Berlin/Duisburg, 6. März 2018 – Jeden Tag stirbt weltweit alle zehn Sekunden ein Kind unter 5 Jahren an den Folgen von Hunger. Im Bürgerkriegsland Südsudan sind nach Schätzungen von UNICEF allein in den kommenden Wochen rund 29.000 Kinder durch schwere akute Mangelernährung vom Tod bedroht. Nach einer Hungersnot im vergangenen Jahr droht in dem jüngsten Staat Afrikas erneut eine schwere Krise.

Bereits heute wissen dort über 5,3 Millionen Menschen nicht, wie sie ausreichend zu essen finden können. In den kommenden Monaten droht sich die Situation weiter zu verschärfen. In der Trockenzeit („Lean Season“) zwischen Mai und Juli wird sich die Nahrungsmittelknappheit zuspitzen.


#Stop10seconds: Social-Media-Aktion gegen den Hunger

Mats Hummels, Udo Lindenberg und Angelique Kerber starten angesichts dieser Krise eine ungewöhnliche Aktion, um Kinderleben zu retten.

Mit der Social-Media-Kampagne #Stop10seconds setzen sie ein Zeichen gegen den Hunger. In Videos präsentieren die drei Stars eine „Stopp-Geste“ – denn jeder kann dazu beitragen, dass nicht länger alle zehn Sekunden ein Kind sein Leben verliert, weil es nicht ausreichend zu essen bekommt.

Auf ihren Social-Media-Kanälen rufen sie andere Personen des öffentlichen Lebens sowie private Unterstützer zum Mitmachen und Spenden auf. Ziel der Kampagne ist es, mit den gesammelten Spendengeldern eine Hilfslieferung in den Südsudan zu finanzieren. Damit sollen 10.000 mangelernährte Kleinkinder etwa vier Wochen mit Erdnusspaste und therapeutischer Spezialnahrung behandelt und vor dem Hungertod gerettet werden.

Mats Hummels:

„Es kann doch nicht sein, dass heute immer noch so viele Kinder von Hunger bedroht sind. Wir drei wollen das ändern!
Besonders jetzt, wo vielerorts die Vorräte aufgebraucht sind und sich die Situation für viele Kinder drastisch verschärfen wird. Seid ihr dabei und helft uns?“

 

 

 

 

 

 

 

Udo Lindenberg:

„Hey Leute. Es ist unfassbar: Immer noch stirbt weltweit alle 10 Sekunden ein Kind unter 5 Jahren an den Folgen von Hunger. Beispielsweise im Südsudan: Vielen Familien fehlt das Nötigste – Wasser, Lebensmittel und Medikamente.
Kinder müssen vor Krieg fliehen, Ernten werden von Dürren zerstört. Und bald beginnt die Trockenzeit. Wenn wir die Kinder retten wollen, müssen wir jetzt handeln. Komm, lass zusammen durchziehen. Euer Udo“

 

 

Angelique Kerber:

„Mit einfachen Hilfsmitteln, wie nahrhafter Erdnusspaste kann man so schnell so viel tun. Hilfe ist also wirklich möglich – und die Kinder brauchen uns dringend!“

UNICEF-Hilfe im Südsudan

Seit Ausbruch des Bürgerkrieges Ende 2013 ist die Lage für die Familien und Kinder im Südsudan dramatisch. Die Armut der Bevölkerung ist groß, der Hunger in vielen Regionen allgegenwärtig. Durch die anhaltende Gewalt können die Menschen keine kontinuierliche Landwirtschaft betreiben. Hinzu kommen Krankheiten wie Cholera oder Malaria, die durch den Mangel an sauberem Trinkwasser hervorgerufen werden.

UNICEF hilft in allen Regionen im Südsudan. Dazu zählt die Versorgung mit Nahrungsmitteln, der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und allgemeiner Hygiene sowie die Verteilung von lebensrettenden Impfungen. In diesem Jahr will UNICEF im Südsudan 215.000 schwer mangelernährte Kinder versorgen.

 

 

Mitsprache von Kindern und Jugendlichen in der Politik ist wichtig

Köln/Berlin/Duisburg, 9. Februar 2018 – Das Motto des diesjährigen Weltkindertags am 20. September lautet „Kinder brauchen Freiräume“. Damit rufen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk Bund, Länder und Kommunen dazu auf, mehr Möglichkeiten zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Die Kinderrechtsorganisationen appellieren an Politikerinnen und Politiker, die Meinung der nachwachsenden Generation ernst zu nehmen und ihre Belange bei Entscheidungen, die sie betreffen, durchgehend zu berücksichtigen.
„Kinder und Jugendliche wollen ihren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Dafür ist es notwendig, dass wir ihnen Freiräume eröffnen, damit sie ihre Ideen und Wünsche einbringen und ihr persönliches Potenzial entfalten können“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Es liegt in der Verantwortung der Politik, hierfür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Nur eine Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche ernst genommen werden und mitgestalten können, wird wirklich kinderfreundlich und damit zukunftsfähig.“

„Städte und Gemeinden müssen Strukturen und Einrichtungen entwickeln, die sicherstellen, dass die Kinderinteressen mehr Gewicht bekommen“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Kinder und Jugendliche brauchen beispielsweise einen Platz am Verhandlungstisch, wenn es um die Planung von Spielplätzen oder von Jugendeinrichtungen geht. Die kommunale Politik muss Freiräume eröffnen, in denen echte Mitbestimmung und Entfaltung möglich wird.“
Kinder und Jugendliche brauchen aber auch in Schule und Freizeit mehr Freiräume. Ebenso sind Eltern dazu aufgerufen, ihren Kindern die Möglichkeit zu geben, sich frei zu entwickeln. Dazu gehören vor allem Freiräume, in denen sie sich eigenständig ihr Umfeld erschließen und ihre eigene Persönlichkeit ausbilden können.  

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf Meinungsäußerung, Beteiligung und freie Entfaltung sind in der weltweit gültigen UN-Kinderrechtskonvention garantiert, die Deutschland 1992 ratifiziert hat. Zum Weltkindertag rufen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam zum Einsatz für die Verwirklichung der Kinderrechte auf. 
Anlässlich des Weltkindertags (20. September) entwickeln bundesweit zahlreiche Initiativen unter dem gemeinsamen Motto „Kinder brauchen Freiräume“ Aktionen und machen mit Informationsständen auf die Kinderrechte aufmerksam. Am Sonntag, den 23. September 2018, finden in Berlin und in Köln unter demselben Motto die beiden größten Kinderfeste bundesweit statt. Dazu erwarten UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk jeweils 100.000 Besucherinnen und Besucher rund um den Potsdamer Platz in Berlin und im Kölner Rheingarten.

UNICEF zum Koalitionsvertrag: „Wir brauchen eine Koalition für Kinder“

Schüler einer Berliner Grundschule diskutieren in einer Unterrichtsstunde über Kinderrechte.

Köln/Berlin/Duisburg, 07. Februar 2018 - Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD enthält nach Auffassung von UNICEF Deutschland wichtige Ansätze zur Verbesserung der Situation benachteiligter Kinder und Jugendlicher - gibt aber auch an einigen Stellen Anlass zur Sorge.  „Wir brauchen eine Koalition für die Kinder und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes,“ erklärte Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland.
„Der Koalitionsvertrag enthält wichtige Ansatzpunkte, die Interessen von Kindern stärker zu berücksichtigen. Eine hoffentlich bald gebildete neue Regierung muss nun aber auch die Chancen nutzen, die eine gute Konjunktur eröffnet, und spürbare Verbesserungen für Kinder und Familien erreichen – sowohl in Deutschland als auch gemeinsam mit internationalen Partnern weltweit.“

Die vorgesehenen Investitionen gegen Kinderarmut, zur Verbesserung der Bildungsinfrastruktur und der kommunalen Entwicklung sowie die Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz sind überfällig. Sie sollten nun konsequent umgesetzt und auf die Bedürfnisse benachteiligter Gruppen ausgerichtet werden. Dies trifft auch auf Vorhaben in der Außen- und Entwicklungspolitik zu. Darin bekennen sich die Verhandlungspartner unter anderem zu einer deutlichen Erhöhung der Mittel für Entwicklung und humanitäre Hilfe sowie zu einer Umsetzung der entwicklungspolitischen Gipfelzusagen aus G7, G20, Pariser Klimaabkommen und Agenda 2030.

UNICEF Deutschland begrüßt, dass der Koalitionsvertrag die seit langem gestellte Forderung von Kinderrechtsorganisationen und Familienverbänden nach einer Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz aufgreift. Die konkrete Formulierung eines „Kindergrundrechts“ sollte nun unter Einbindung der Zivilgesellschaft erfolgen, um ein möglichst breites Bündnis für die Rechte von Kindern zu sichern. Weitere Schritte zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention wie die Einrichtung von Anlauf- und Beschwerdestellen sollten folgen.

Der Koalitionsvertrag nennt auch Vorhaben, die UNICEF Deutschland kritisch bewertet: Die Einigungen im Bereich Flucht und Migration lassen befürchten, dass die Rechte geflüchteter Kinder verletzt werden könnten. So wären sogenannte „ANkER “-Einrichtungen in der geplanten Form kaum geeignet für Familien mit Kindern. UNICEF appelliert an Bund und Länder, die Rechte von Kindern in der Asylpolitik zu wahren.
Kinder und Jugendliche in Flüchtlingsunterkünften müssen vor Übergriffen besser geschützt werden und jederzeit Zugang zu Kindergärten, Schulen und medizinischer Versorgung haben. Eine Neuregelung des Familiennachzugs, die laut Koalitionsvertrag ab dem 31.7.2018 greifen soll, muss den völkerrechtlichen und europarechtlichen Vorgaben genügen. Eine Begrenzung der Fallzahl widerspricht dem rechtsstaatlichen Prinzip der Einzelfallprüfung.

UNICEF Deutschland begrüßt, dass die Verhandlungspartner die Verantwortung Deutschlands im Bereich der humanitären Hilfe und für nachhaltige Entwicklung ausdrücklich betonen. Eine neue Regierung soll sich international klar für den Schutz von Kindern in Krisenregionen und auf der Flucht einsetzen und sich dafür stark machen, dass alle Kinder jederzeit Zugang zu guter Bildung erhalten.   

 

Schule trotz Krieg: Bildung kann nicht warten

UNICEF-REPORT 2018 „DIE CHANCE AUF BILDUNG“
Köln/Berlin/Duisburg, 02. Februar 2018 - Wegen der wachsenden Zahl von langanhaltenden sowie neuen humanitären Krisen haben Millionen von Mädchen und Jungen keine Chance auf Bildung: Allein in 24 Konfliktländern gehen derzeit laut UNICEF rund 27 Millionen Kinder zwischen sechs und 14 Jahren nicht zur Schule.

Das gefährdet nicht nur die Zukunft der betroffenen Kinder in Ländern wie Syrien, Jemen oder Südsudan, sondern auch die Aussichten auf Rückkehr zu einer friedlichen Entwicklung in ihrer Heimat. UNICEF forderte heute bei der Veröffentlichung des „UNICEF Report 2018 – Die Chance auf Bildung“ in Berlin, Lernangebote als Teil der lebenswichtigen Grundversorgung in humanitären Krisen besser und konstanter zu finanzieren.

„Neben Armut und Unterentwicklung sind Krieg und Gewalt heute die größten Feinde der Bildung“, sagte UNICEF-Schirmherrin Elke Büdenbender. „Gerade in Krisenländern müssen Schulen und psychosoziale Hilfsangebote die Widerstandskraft der Kinder stärken.“

„Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung“, ergänzte Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland. „Kein Land der Welt kann es sich leisten, dass ein großer Teil der jungen Menschen von Bildung und damit von Chancen und Verdienstmöglichkeiten ausgeschlossen bleibt.“

Schule ist in Krisensituation mehr als ein Ort zum Lernen: Unterricht gibt Mädchen und Jungen durch einen geregelten Alltag auch Halt und Sicherheit. Durch psychosoziale Betreuung werden Kinder dabei unterstützt, schlimme Erlebnisse zu verarbeiten. Schule ist darüber hinaus der beste Schutz für Kinder vor Frühehen, Ausbeutung oder Rekrutierung. Bis heute sind Bildungsprogramme im Rahmen der humanitären Hilfe jedoch stark unterfinanziert. Durchschnittlich betragen die weltweiten Ausgaben für Bildung nur 3,6 Prozent der Gesamtausgaben für humanitäre Hilfe.

UNICEF plant, 2018 rund ein Viertel seines weltweiten Nothilfe-Budgets für Bildungsprogramme in Krisenländern auszugeben und damit fast neun Millionen Kindern zum Beispiel im Jemen, in Syrien, der Demokratischen Republik Kongo oder im Südsudan Lernchancen zu ermöglichen.

 

Gefährliche Schulwege, Flucht und Vertreibung, fehlende Lehrer oder wirtschaftliche Not infolge von Konflikten führen dazu, dass Kinder nicht lernen können. Für Mädchen in Konfliktregionen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht zur Schule gehen, 2,5 Mal so groß wie für Jungen. Aber Schulen werden weltweit auch immer häufiger zur direkten Zielscheibe der Gewalt:

- In der Kasai Region der Demokratischen Republik Kongo wurden 2017 400 Schulen angegriffen.
- Mindestens 1.600 Schulen im Jemen sind ganz oder teilweise zerstört.
- Im Nordosten von Nigeria sind durch die Gewalt der Terrormiliz Boko Haram 1.400 Schulen zerstört. Seit 2009 wurden rund 2.300 Lehrer getötet und 19.000 weitere vertrieben.
- In fast 300 Fällen wurden Schulen im Südsudan angegriffen oder für militärische Zwecke missbraucht. Zwei Millionen Kinder gehen dort nicht zur Schule.
- Rund jede dritte Schule in Syrien ist außer Betrieb, weil sie zerstört, stark beschädigt oder zweckentfremdet wurde. 1,7 Millionen Kinder in Syrien gehen nicht zur Schule.
- Jede fünfte Schule im Osten der Ukraine ist nach über drei Jahren Konflikt zerstört oder beschädigt. Angriffe auf Schulen und andere Bildungseinrichtungen sind eine schwere Menschenrechtsverletzung gegen Kinder.
UNICEF und seine Partner dokumentieren solche Vorfälle. UNICEF hat wiederholt Angriffe auf Schulen scharf verurteilt und fordert alle Konfliktparteien auf, für den Schutz von Zivilisten und insbesondere Kindern zu sorgen.

Zum Tag der Kinderrechte am 20. November: Jugendliche wollen in der Politik mehr gehört werden

Köln/Berlin/Duisburg, 17. November 2017 – Bildung, Klima und Gleichberechtigung: Mit diesen Themen muss sich aus der Sicht von Jugendlichen der neue Bundestag besonders befassen. Dies ist das Ergebnis der nicht repräsentativen UNICEF-Umfrage „ich bin #wählerisch“.
Rund 8.000 Heranwachsende aus ganz Deutschland haben sich vor der Bundestagswahl daran im Internet, an ihrer Schule oder auf der Straße beteiligt. Sie wurden danach gefragt, welches ihrer Ansicht nach die wichtigsten Aufgaben für eine zukunftsgerichtete Politik sind. Entgegen einer häufig beklagten Gleichgültigkeit zeigt die Umfrage ein großes Interesse von jungen Menschen an zentralen Zukunftsthemen und ihre Erwartung, dass die Politik ihre Meinung dazu hört.

Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte tritt UNICEF am 20. November weltweit für mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein. An diesem Tag wurde die UN-Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet. Dabei übernehmen Mädchen und Jungen in zahlreichen Ländern mit einem „KidsTakeover“ symbolisch die Macht in Domänen, die normalerweise Erwachsenen vorbehalten sind. Die internationale Aktion wird von zahlreichen prominenten UNICEF-Botschaftern unterstützt.
https://www.unicef.org/world-childrens-day/

Vor der Bundestagswahl hat der UNICEF-JuniorBeirat Jugendliche in ganz Deutschland dazu aufgerufen, die ihrer Ansicht nach wichtigsten Themen für die Politik zu identifizieren. Die Heranwachsenden dürfen zwar noch nicht wählen, doch sind auch sie von den politischen Entscheidungen betroffen.

„Jugendliche erhalten bisher zu wenig Möglichkeiten, ihre Interessen und Meinungen an politische Entscheidungsträger weiterzugeben.
Dabei brennen ihnen viele Zukunftsfragen unter den Nägeln – das hat die UNICEF-Umfrage gezeigt“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Die Abgeordneten des neuen deutschen Bundestages sollten Jugendlichen mehr zuhören und ihre Ideen ernst nehmen ‒ nicht nur am Tag der Kinderrechte, sondern regelmäßig. Dies wäre ein echter Beitrag zu einer Politik für die nachwachsenden Generationen.“ 

Stimmen der Jugendlichen: Womit soll sich die Politik befassen?
Die nicht repräsentative Umfrage „ich bin #wählerisch“ fand im Internet, in Schulen und auf der Straße großes Interesse bei den Jugendlichen:

- Die Umfrageteilnehmer, die online mitmachten, möchten das Thema Bildung (28,4%) auf die politische Agenda setzen, fast ebenso viele Stimmen erhielten die Themen Nachhaltigkeit und Klima (28%). Es folgt das Thema Gleichberechtigung (21,2%).
- Auch offline war eine Teilnahme an der Umfrage möglich, zum Beispiel in Schulen und Fußgängerzonen. Dabei wurden die Themen Nachhaltigkeit und Klima am häufigsten ausgewählt, gefolgt von den Themen Gleichberechtigung und Bildung.
- Insgesamt räumten die Jugendlichen den Themen Rassismus und Nationalismus sowie dem Thema Flüchtlinge online und offline eine deutlich geringere Bedeutung ein. Online konnten die Teilnehmer der Umfrage zusätzlich über einzelne Aussagen zu den fünf Themenbereichen abstimmen:
- So wünschte sich die Mehrheit der Teilnehmer keine einheitliche Schulform für alle (75,4%), aber das gleiche Bildungssystem in allen Bundesländern (85%).
- Mit Blick auf die Themen Klima und Nachhaltigkeit waren mehr als die Hälfte der teilnehmenden Jugendlichen (59,9%) der Meinung, dass sich Deutschland nicht ausreichend für die Bekämpfung des Klimawandels einsetzt.
- Und fast alle Teilnehmenden (91,3 %) wünschten sich mehr fair gehandelte Produkte und nachhaltige Produktion.
- Beim Thema Gleichberechtigung stimmten knapp 75% der Teilnehmer voll und ganz der Aussage zu, dass gleichgeschlechtliche Paare die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare haben sollten.  

 

„Jugendliche in Deutschland haben sehr wohl eine Meinung zu aktuellen politischen Themen“, kommentiert Sandra Kebede (18 Jahre) vom UNICEF-JuniorBeirat. „Jetzt wollen wir uns einmischen und gehört werden.“  Der UNICEF-JuniorBeirat berät UNICEF Deutschland bei Aktionen für Jugendliche und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung des Kinderrechts auf Beteiligung und Meinungsäußerung.

 

Das Kinderrechte-Fenster des Duisburger Unicef-Büros

Die Kinderrechte-Sprosssen der evangelischen Grundschule Duisburg-Baerl wurden ab März 2016 im Schaufenster des Unicef-Büros an der Ruhrortet Fabrikstraße platziert.