BZ-Home Jugend - Schule - Beruf in DU Sonderseiten



BZ-Sitemap

Kindernothilfe
60 Jahre Kindernothilfe
Das EXPLORADO 

„Jugend debattiert“

Eulenklasse
Jus Plauderecke

Archiv


Friday for Future DU
Unicef

Lebenswert
Kinder im Nahverkehr
Fahrplanangebot

Lebenswert
Jugendherberge
Kitas in DU
Spiel-Bolz-Skaterplätze


Kulturrucksack
Schach-Jugend



















 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






                                            Redaktion Harald Jeschke

Das Kindermuseum verlässt Duisburg
Schulministerium: Ankommen und Aufholen - Bildungsgutscheine gegen Lernlücken
Kindernothilfe: Expertenwissen kostenlos - Digitale Workshops für junge Engagierte



- Jubiläums-IKiBu war ein großer Erfolg
- Heimat-Preis an die Internationale Kinder- und Jugendbühne Bahtalo

Jubiläums-IKiBu war ein großer Erfolg
Duisburg, 2. Dezember 2021 - Das Programm der diesjährigen Internationalen Kinderbuchausstellung IKiBu endete am Samstag, 27. November. Die IKiBu 2021 war nicht nur wegen des 50. Festival-Jubiläums eine Besonderheit. Das Team der Kinder- und Jugendbibliothek unter der Leitung von Jens Holthoff stellte sich in Anbetracht der Corona-Pandemie auch der Herausforderung eines überwiegend digitalen Festivals – und meisterte diese mit großem Erfolg.

Nach der einzigen Präsenzveranstaltung, der großen IKiBu-„Geburtstags- show“ am 19. November, fanden in der darauf folgenden Woche allein 32 Online-Lesungen für Kindertageseinrichtungen und Schulen statt. Jeweils eine bis zwei Gruppen konnten diese von ihren Einrichtungen aus besuchen und dabei Autorinnen und Autoren, Illustratoren, Schauspielerinnen und Schauspieler erleben und kennenlernen. Gesendet wurde dabei zum Teil aus dem IKiBu-Studio in der Zentralbibliothek, zum Teil aber auch aus den Ateliers und Arbeitszimmern des jeweiligen Gastes.

Darüber erhielten die Kinder und Jugendlichen einen spannenden Einblick in die Orte, an denen die Geschichten (zum Beispiel über die Olchis oder Lotta) entstehen. Auch wenn die Autoren und die Kinder räumlich getrennt waren, entstand reger Austausch und Interaktion. Die Kinder waren begeistert dabei und nahmen die Veranstaltungen auch in diesem neuen Format gut an. Mehr als 40 Klassen und Kita-Gruppen und knapp 1.000 Kinder nahmen am Vormittagsprogramm teil. Ein besonderes Format der 50. IKiBu war das IKiBu-TV.

In dem täglichen Live-Talk plauderte Peter G. Dirmeier unter anderem mit Philipp Waechter, der berichtete, wie er eigentlich zum Zeichnen gekommen ist. Illustrator Martin Baltscheit und Autor Zoran Drvenkar schilderten ihre Zusammenarbeit bei vielen Projekten. Die Sendungen des IKiBu-TV stehen (wie auch viele andere Veranstaltungen der Online-IKiBu) auf dem Youtube-Kanal der Stadt- bibliothek zur Verfügung. „Für die Online-IKiBu mussten wir unsere gewohnte Planungsroutine verlassen“, sagt IKiBu-Koordinator Jens Holthoff.


„Aber es hat sich gelohnt. Wir haben alle viel dazu gelernt und konnten trotz der Online-Ausführung intensive Begegnungen ermöglichen. Schön ist, dass wir z. B. das Kinder- theater ‚Ox und Esel‘ oder die ‚Krabat‘-Lesung auch weiterhin als Youtube- Videos zur Verfügung stellen können.“ Alle Informationen zur IKiBu finden sich auf www.ikibu.de. An einer Rückschau auf das Jubiläums-Festival wird gerade gearbeitet. Die Bezirksbibliotheken Hamborn und Rheinhausen und die Zentralbibliothek zeigen noch bis Januar 2022 Illustrationen von Philipp Waechter.

Die Ausstellungen können während der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Die bei der Geburtstagsshow vorgestellte „Kleine Wortfabrik“ steht noch bis Ende Dezember in der Kinder- und Jugendbibliothek an der Steinschen Gasse 26. Kinder können hier eine kleine Überraschung aus dem Automaten ziehen. Das Angebot ist kostenfrei, man muss lediglich seinen Bibliotheksausweis zeigen. Aktuell gilt für den Besuch der Einrichtungen die 2-G-Regel (geimpft, genesen). Ausnahmen sind im Internet unter www.duisburg.de/corona zu finden. Die Öffnungszeiten der Bibliotheken und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-duisburg.de oder telefonisch unter
0203/283-4218 (montags 13 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags 11 bis 19 Uhr,
samstags 11 bis 16 Uhr)es im Internet unter www.stadtbibliothek-duisburg.de oder telefonisch unter 0203/283-4218 (montags 13 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags 11 bis 19 Uhr, samstags 11 bis 16 Uhr)

 

Sendung aus dem IKiBu-Studio mit Autor Gerd Ruebenstrunk - Foto: Stadtbibliothek/Stadt Duisburg


Heimat-Preis an die Internationale Kinder- und Jugendbühne Bahtalo
In diesem Jahr wurde der Heimat-Preis unter dem Motto „Duisburg - Heimat hat viele Wurzeln“ in Duisburg zum dritten Mal verliehen. Oberbürgermeister Sören Link überreichte den Heimat-Preis am Mittwoch, 1. Dezember, im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Opernfoyer des Theaters an die Kinder- und Jugendbühne Bahtalo. Die Kinder und Jugendlichen präsentierten gemeinsam mit Projektleiterin Annegret Keller-Steegmann einen kleinen Einblick in ihr Programm.

Oberbürgermeister Sören Link: „Mit dem Heimat-Preis wird das Engagement von Menschen wertgeschätzt, die ihre Heimat jeden Tag - im Großen wie im Kleinen – gestalten. Das Projekt ‚Bahtalo‘ leistet einen wichtigen Beitrag in unserer Stadt. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken.“ Das Projekt Bahtalo erhielt als diesjähriger Preisträger für sein Engagement vom Land Nordrhein-Westfalen 15.000 Euro. Mit dem Preisgeld sollen weitere Projekte finanziert werden. Für die Kinder- und Jugendbühne heißt eines dieser Projekte „Tausend und ein Traum“.

In der Jurysitzung mit Mitgliedern des Kulturausschusses wurde in diesem Jahr im Gegensatz zu den Vorjahren erstmalig nur ein Preisträger ausgewählt. Der Heimat-Preis ist für die Preisträger eine große Wertschätzung des Engagements. Die Auszeichnung würdigt die jeweils geleistete Arbeit und soll Ansporn für andere Initiativen und deren Aktivitäten sein. Die Internationale Kinder- und Jugendbühne Bahtalo gründete sich 2013 im Zuge der Auseinandersetzungen um das Roma-Quartier in DuisburgRheinhausen. Zunächst fast nur Kinder aus Roma-Familien zählend und ohne festen Ort hat die Kinderbühne 2015 Heimat und einen starken Partner in der neu gegründeten Gesamtschule Körnerplatz gefunden.

Ab dem Jahr 2016 kamen junge Geflüchtete vieler Nationen, Sprachen und Konfessionen dazu. Heute bietet Bahtalo Kindern und Jugendlichen eine Heimat. Gemeinsam zu musizieren und etwas auf die Bühne zu bringen, das war und ist ihre Antwort auf Vorurteile und Sprachlosigkeit. Das Projekt zählt mit zunehmend steigender Anzahl Kinder und Jugendliche aus vielen Nationen im Alter von 6 bis 18 Jahren. Bahtalo wird von den Familien auch als Ansprechpartner bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen wahrgenommen und engagiert sich darüber hinaus in den Netzwerken vor Ort gegen Diskriminierung, Vertreibungen und Abschiebungen.

Das Projekt will Vorurteilen gegenüber Menschen anderer Herkunft und Kultur entgegenwirken und zum Miteinander im Stadtteil beitragen. Weitere Informationen unter: www.bahtalo.de. Der Heimat-Preis ist eine Initiative der Landesregierung NordrheinWestfalen, um in den Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Im letzten Jahr wurde einer der drei ausgewählten Duisburger Preisträger, der Heimatverein Hamborn, unter allen Trägern des Heimat-Preises vom Land NRW zum Landessieger des Heimat-Preises gekürt.

V.l.: Projektleiterin Annegret Keller-Steegmann sowie Sonja und Noura von der Kinder- und Jugendbühne „Bahtalo“ nahmen den „Heimat-Preis“ entgegen

- Erfolgreiche Stärkung des Ehrenamts in der Jugendarbeit
- Immer weniger Jugendliche lesen Bücher 

Erfolgreiche Stärkung des Ehrenamts in der Jugendarbeit
Duisburg, 01. Dezember 2021 - Jugendgruppenleiter und Jugendgruppenleiterinnen haben wichtige Funktionen für Kinder und Jugendliche: sie begleiten die Freizeitgestaltung, sind Kummerkasten, fördern das Selbstbewusstsein und sind Vorbilder für ein friedliches, kritikfähiges Miteinander. Für eine solche ehrenamtliche Tätigkeit sollen sie gerüstet sein.

Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Duisburg hat daher aus Mitteln der Integrationspauschale in Kooperation mit dem Jugendamt und dem Jugendring Duisburg von Anfang Oktober bis Ende November zwei Jugendgruppenleiterkurse mit 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Alle Teilnehmer haben den Kurs erfolgreich absolviert und die Qualifikation als Jugendgruppenleiter erworben.

Die neuen Jugendgruppenleiterinnen und Jugendgruppenleiter sind alle in der ehrenamtlichen Jugendarbeit in Duisburg tätig. Sie engagieren sich in Vereinen und Organisationen wie Area 51, SJD- Die Falken, Mina e.V., der katholischen sowie evangelischen Kirchengemeinde Duisburg, Colorful People e.V. dem Jugendheim Eisenbahnsiedlung e.V. sowie der Jugendfeuerwehr Duisburg. Die Referenten Diplom-Soziologe Pascal Rusche und Sozialarbeiterin Alessia De Meo führten in die Aufgaben und Funktionen des Jugendleiters bzw. der Jugendleiterin. Sie vermittelten Ziele, Methoden und Aufgaben der Jugendarbeit, auch in Rechts- und Organisationsfragen.

Weitere wichtige Themen waren psychologische und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Gefährdungstatbestände des Jugendalters und Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Die Qualifikation umfasst 40 Unterrichtsstunden und einen Erste-Hilfe-Kurs. Sie gibt den Teilnehmern mehr Handlungssicherheit in ihrem ehrenamtlichen Betätigungsfeld und qualifiziert sie zur Erlangung der Jugendleiter-Card (JuLeiCa). Diese ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Das pandemiebedingte Konzept aus Präsenz (2G plus) und Online konnte sich bewähren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich bei der Auswertung sehr zufrieden. Denn was deutlich wurde: Jugendarbeit ist viel mehr als Kickern und Spiele spielen. Auf Jugendgruppenleitungen kann die Jugendarbeit nicht verzichten. Den Anstoß zur Vernetzung nahmen alle wahr und auch zukünftig will man gemeinsam Ideen austauschen und sich gegenseitig Ratschläge geben. Auch im kommenden Jahr sind neue Ausbildungs- und Auffrischungskurse geplant.
Weitere Informationen zur Jugendleiterausbildung und zum ehrenamtlichen Engagement in der Jugendarbeit gibt es bei Benjamin Wilde vom Kommunalen Integrationszentrum, b.wilde@stadt-duisburg.de, oder beim Jugendring der Stadt Duisburg e.V.: mail@jugendring-duisburg.de

Absage des Kindertheaterstückes in der Zentralbibliothek
Das Kindertheaterstück „Holzkopf Dummdussel und die Weihnachtsmaus“, das am kommenden Samstag, 4. Dezember, in der Zentralbibliothek gespielt werden sollte, muss leider abgesagt werden. Die Eintrittskarten können beim nächsten Besuch in der Kinder- und Jugendbibliothek in der Zentralbibliothek umgetauscht werden. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 16 Uhr. Für Personen ab 12 Jahren gilt beim Besuch der Bibliothek die 2G-Regel. Ein entsprechender Nachweis und ein Ausweisdokument vorzulegen.


Immer weniger Jugendliche lesen Bücher 

Nur noch 32% der Jugendlichen nehmen regelmäßig ein Buch in gedruckter Form in die Hand. Damit sinkt der Anteil der ein Buch lesenden Mädchen und Jungen das dritte Jahr in Folge und ist so niedrig wie noch nie in den letzten 10 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle JIM-Studie 2021, die am 30. November 2021 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest veröffentlicht wurde.


 Laut der aktuellen Studie wird die Lesehäufigkeit auch von der formalen Bildung beeinflusst: Während 39% der Jugendlichen an einem Gymnasium täglich oder mehrmals die Woche aus eigenem Antrieb ein Buch lesen, beschäftigen sich nur 23% der Jugendlichen an Haupt- und Realschulen regelmäßig und aus eigenem Antrieb mit einem Buch.   

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sagt: „Leider ist es trotz aller Anstrengungen noch nicht gelungen, die Lesekompetenz unserer Kinder und Jugendlichen über die verschiedenen Schulformen hinaus nachhaltig zu verbessern. Denn: Bildung und gesellschaftliche Teilhabe fangen mit Lesen an. Die Leseförderung in Deutschland muss schulformunabhängig weiter ausgebaut werden, sonst geht die Bildungsschere immer stärker auseinander. Dazu brauchen wir ein entschlossenes Handeln von Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.“   


Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Leseförderung wichtiger denn je. Mit mehr als 170 Partnern aus Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur und Gesellschaft hat es sich der im Jahr 2021 geschlossene Nationale Lesepakt zum Ziel gemacht hat, für alle Kinder und Jugendliche in Deutschland lesefördernde Umfelder zu schaffen, um die Lesemotivation und Lesekompetenz zu erhöhen. Dr. Jörg F. Maas meint: „Kinder und Jugendliche können ihr Bildungspotenzial nur dann ausschöpfen, wenn sie lesen können. Die Basis dafür bildet eine etablierte und breitaufgestellte Leseförderung. Genau hier setzt der Nationale Lesepakt an.“  

Es fängt mit Lesen an: Lesen ist die zentrale Voraussetzung für Bildung, beruflichen Erfolg, Integration und zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Die Stiftung Lesen führt in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen bundesweite Programme, Kampagnen, Forschungs- und Modellprojekte durch, zum Beispiel den Bundesweiten Vorlesetag im November. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt: www.stiftunglesen.de  

56 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 29 Jahren machen sich Sorgen

Duisburg, 27. November 2021 - Doch die Bereitschaft aktiv etwas an seinem Handeln zu ändern ist gering. Dies sind die neusten Erkenntnisse der Trendstudie „Jugend in Deutschland“ von Jugendforscher Simon Schnetzer und Bildungsforscher Klaus Hurrelmann. Klingt, als wäre die Generation Greta Thunberg doch nicht so engagiert und grün wie bisher angenommen. Warum das so ist und was die Jugendlichen brauchen, erklärt Psychologie Professorin Dr. Sarah Seidl (Copyright: SRH Fernhochschule) von der SRH Fernhochschule – The Mobile University.


Kontrollverlust und Corona
Die Corona-Pandemie und der damit erlebte Kontrollverlust haben auch bei den Jugendlichen Spuren hinterlassen. So sind sie aktuell eingeschränkt ihren Alltag und auch ihre Zukunft nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Dies prägt die Jugendlichen – auch im Hinblick auf die Klimakrise. „Bei vielen Jugendlichen hat sich die Einstellung gebildet: ‚Ich kann daran jetzt auch nichts mehr ändern, warum sollte gerade ich mich einschränken?‘“.
Um Dinge anzupacken und zu gestalten, braucht es aber die Überzeugung, dass man selbst an der Situation etwas ändern kann. In der Psychologie wird das häufig als Selbstwirksamkeitserwartung bezeichnet. In der Pandemie haben die Jugendlichen aber genau gegenteilige Erfahrungen gemacht: Die Mehrheit zeigte sich zu Beginn der Pandemie solidarisch, hiel sich an die Schutzmaßnahmen und Einschränkungen und trotzdem dominiert die Pandemie weiterhin ihren Alltag“, erklärt Prof. Dr. Sarah Seidl.

Der Wunsch nach Orientierung
Das erklärt auch den Wunsch, dass die Jugendlichen sich mehr Vorgaben aus der Politik wünschen.
„Regeln bevormunden eben nicht nur, sondern sie geben uns auch Orientierung und machen die Dringlichkeit deutlich. Sonst entsteht schnell das Bild: Solange die Politik nichts macht, wird es schon nicht so schlimm sein. Wenn es sich die Politik erlauben kann passiv zu sein, dann muss man selbst ja auch nichts ändern“, so die Psychologin.
Im Pandemieverlauf konnte sehr gut beobachtet werden, wie wichtig die Vorgaben für die Orientierung sind. Was erlaubt ist, wird gemacht. Unabhängig davon, ob es auch sinnvoll für das Pandemiegeschehen ist.  Daher sieht Prof. Dr. Sarah Seidl die Politik in der Verantwortung: „Durch die politische Veränderung der Verhältnisse, zum Beispiel durch den Ausbau des ÖPNV in ländlichen Gebieten, würde sich auch eher das Verhalten, nämlich auf das Auto zu verzichten, verändern können und dann würden sicherlich mehr als 19 Prozent angeben, dass sie bereit sind auf das Auto dauerhaft zu verzichten.“

Wo sind die Vorbilder? 
Doch nicht nur die Politik ist in der Verantwortung. Es fängt schon im familiären Bereich an. Denn nur weil wir wissen, was sinnvoll, gesund oder gut für uns wäre, setzen wir das dennoch in vielen Fällen nicht unbedingt um. „Wir bewegen uns zu wenig, wir essen zu fettig und zu süß, achten nicht auf ausreichend Entspannung oder Schlaf. Wir erwarten gerade im Bezug auf klimafreundliches Verhalten etwas von den Jugendlichen, was wir selbst leisten müssten. Es ist bekannt, wie stark das Lernen am Modell, also an Vorbildern, unser Handeln bestimmt. Und da darf man schon auch kritisch fragen: Wo sind diese Vorbilder für die Jugendlichen?“, so Prof. Seidl.


Die Studie zeigt nochmals deutlich, dass das Thema Klimakrise als dringlichstes und wichtigstes Ziel der Jugendlichen eingestuft wird, dass es aber eben einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bedarf, diesem zu begegnen. Das eigene Nichtaktivwerden hinter der scheinbaren Wohlstandsträgkeit der Jugend zu verstecken, ist zwar bequem, aber wird den Jugendlichen und ihren Themen nicht gerecht, , so das Fazit der Psychologieprofessorin. 

Duisburg Kontor und DVG ermöglichen Duisburger Schülern Schulsport auf dem Eis

Duisburg, 24. November 2021 - In 2019 hatten Weihnachtsmarkt-Veranstalter Duisburg Kontor und der städtische ÖPNV-Anbieter Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) den Duisburger Schüler*innen die Möglichkeit geboten, während der Schulzeit die Eislaufbahn der Stadtwerke Duisburg auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt zum ermäßigten Preis zu nutzen. Damit verbunden war das Angebot des kostenlosen Transportes der Klassenverbände mit den Fahrzeugen der DVG.   Duisburg Kontor und DVG freuen sich, dieses Angebot gemeinschaftlich auch in diesem Jahr anbieten zu können.


„Aufgrund des enormen Zuspruchs vor zwei Jahren unter den Schüler*innen und Lehrkräften haben wir uns entschieden, den Duisburger Schulen auch in diesem Jahr das selbige Angebot zu unterbreiten“, sagt Uwe Kluge, Geschäftsführer von Duisburg Kontor.   Und dieses Angebot hat enormes Interesse bei den Verantwortlichen der Duisburger Schulen geweckt. Die frühen Eislaufzeiten sind inzwischen komplett ausgebucht. Interessierte Schulklassen haben allerdings noch die Möglichkeit, von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 12:30 Uhr bis 14:30 Uhr von diesem Angebot Gebrauch zu machen.

Die Kosten der Nutzung der Eislaufbahn belaufen sich auf 1 Euro je Person und je Stunde. Die Leihe der Schlittschuhe kostet ebenso 1 Euro je Paar. Der Transport mit den Bussen und Bahnen der DVG ist kostenlos. Die Nutzung von S-Bahnen und der U79 ist nicht möglich.  

„Wir freuen uns sehr und sind sehr dankbar, dass die DVG auch in diesem Jahr unser Projekt unterstützt. Die starke Nachfrage seitens der Duisburger Schulen zeigt, dass wir mit unserem Angebot den richtigen Reiz setzen“, schätzt Christoph Späh, nebenamtlicher Geschäftsführer bei Duisburg Kontor, ein.  
Anmeldungen zur Nutzung des Angebotes sind schriftlich via E-Mail an j.schmitz@duisburgkontor.de zu senden. Detaillierte Informationen gibt auf www.duisburger-weihnachtsmarkt.de zum Nachlesen.


Zum Welttag des Buches 2022

Ab sofort können Lehrkräfte ihre 4. und 5. Klassen sowie Förderschul- und Willkommensklassen für die Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum Welttag des Buches 2022 anmelden: www.welttag-des-buches.de/anmeldung. Bis 31. Januar 2022 haben sie dort die Möglichkeit, Gutscheine für den Comicroman „Iva, Samo und der geheime Hexensee“ von Autorin Bettina Obrecht und Illustrator Timo Grubing zu bestellen. Das Buch bekommen die Schulkinder gegen Vorlage des Gutscheins im Aktionszeitraum vom 22. April bis 31. Mai 2022 während eines Klassenbesuchs von ihrer örtlichen Buchhandlung geschenkt. Falls ein gemeinsamer Buchhandelsbesuch aufgrund der Corona-Situation 2022 nicht überall möglich sein sollte, können auch individuelle Lösungen vereinbart werden.  

„Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF. Seit 1997 erhalten Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen rund um den UNESCO-Welttag des Buches am 23. April ein Buchgeschenk. Bereits zum 16. Mal unterstützt das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Kultusministerien der übrigen Bundesländer mit seiner Schirmherrschaft die Initiative und finanziert den Druck der Buch-Gutscheine.  


Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer sagt: „Lesen bereichert unser Leben. Wer ein Buch aufschlägt, geht auf eine spannende Entdeckungsreise. Ein gutes Buch erweitert unseren Horizont und manchmal lernen wir, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Das ist Bildung im besten Sinne und deswegen ist es auch so wichtig, dass wir unsere Kinder früh an Bücher heranführen, ihnen vorlesen, in der Schule das Lesen beibringen und ihnen immer wieder neue Geschichten schenken. Ich unterstütze die Aktion der Stiftung Lesen mit voller Überzeugung und wünsche Groß und Klein viel Freude beim Lesen. Das nächste Buch ist immer das spannendste.“  

Zum Welttag des Buches -c-Stiftung-Lesen Alexander-Sel

 

Comicroman „Iva, Samo und der geheime Hexensee“
Mit „Iva, Samo und der geheime Hexensee“ präsentieren die Initiatoren erneut einen Comicroman, um Kinder mit einer gelungenen Mischung aus Text und Illustrationen fürs Lesen zu begeistern. In der Abenteuergeschichte geht es um die Hexenkinder Iva und Samo. An ihrem zehnten Geburtstag bekommen sie einen Besen geschenkt, der sie zu einem geheimen See bringt. Es ist ihre Aufgabe, einen Monat lang auf das Gewässer aufzupassen. Doch die Idylle wird gestört, als ein Influencer ein Video am See dreht. Das hat zur Folge, dass Fans an den Drehort pilgern und ihre Abfälle hinterlassen. Eine Gruppe von Kindern ist darüber genauso wütend wie Iva und Samo. Ein gemeinsamer Plan muss her, um den See zu retten.  

Buchproduktion nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip
Das diesjährige Welttagsbuch lässt der cbj Verlag erstmals nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip herstellen. Cradle-to-Cradle ist ein Weg, Produkte so zu produzieren, dass sie am Ende nicht zu Müll werden, sondern etwas Neues daraus entstehen kann. Das ist möglich, wenn ausschließlich Materialen eingesetzt werden, die sowohl für die Umwelt als auch für Menschen unbedenklich sind. Das Papier des Buches stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Druckfarben sind biologisch abbaubar und enthalten keinerlei Schadstoffe. So können aus den recycelten Papierfasern neue Produkte entstehen, bis alle Bestandteile am Ende in den biologischen Kreislauf zurückfließen.  

c-Stiftung-Lesen - Alexander-Sell

Friday for Future Duisburg und die Forderungen an die Stadt Duisburg

Forderungen an die Stadt Duisburg – Kurzversion

Grünflächen

Wiedereinführung der Baumschutzsatzung

Erhaltung bestehender Grünflächen und Freiflächen

Schaffung neuer Grünflächen (z.B. Parkplätze zu Grünflächen)

Vorgärten und Gärten sollen nicht versiegelt werden, sondern Bäume und andere Pflanzen beherbergen

Einrichtung eines Umweltdezernates

Abbau unnötiger klimafeindlicher Regularien

Öffentliche Plätze

Das Aufstellen von Mülleimern an öffentlichen Plätzen. Diese sollten die Möglichkeit bieten den Müll zu trennen, wie es beispielsweise im Forum schon der Fall ist.

Extra „Mülleimer“ für Zigarettenstummel und Kaugummis, damit auch diese nicht achtlos auf den Boden geworfen werden.

Die Installation von Frischwasserbrunnen an viel besuchten Plätzen, damit sich der Kauf von Plastikflaschen vermeiden lässt. Diese können dann z.B. benutzt werden um Mehrwegflaschen wieder aufzufüllen. Dieses System ist beispielsweise in Wien und Rom sehr verbreitet und auch erfolgreich.

Die Attraktivität von öffentlichen Plätzen zu erhöhen, indem man mehr Grünflächen integriert. Dieser Punkt kann zusätzlich die Luftqualität in Duisburg verbessern.

Müllsammeln als Strafe und striktere Kontrollen bei Missachtung der oberen Punkte.

(Bsp.: Prag -> sauberere Straßen)

Schulen

Die Schulen sollen – wie die öffentlichen Plätze – ökologisch sinnvoll ausgestattet werden.

Die Stadt soll die Schulen dazu auffordern vegetarisches Mensaessen anzubieten und Aufklärung (Folgen des Fleischkonsums, Werbung für Duisburg.Grün) und Mülltrennung zu betreiben, da diese das anscheinend nicht von selbst tun.

Verkehr

Neues Verkehrskonzept, das auf ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr setzt

Radfahren attraktiver Machen:

Radwege ausbauen

Radwege verbreitern

Oberfläche der Radwege verbessern

Radfahrer auch bei der Baustellenplanung berücksichtigen

Bau von Schnellradwegen oder „protected bike lanes“

Projekttage fürs Radfahren einführen

Busspuren für Fahrradfahrer freigeben

Info-Kampagne zur Fahrradsicherheit

Problem- und Gefahrenstellen auf Fahrradwegen beheben

Autofahren unattraktiver machen:

Geschwindigkeitsbeschränkungen

Fahrzeiten erhöhen und so Alternativen attraktiver machen

Verkehr gleichzeitig für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen

Fußgängerzonen erweitern (z.B. vor allen Schulen)

Kampf gegen „Elterntaxis“ (fördert nebenbei Selbstständigkeit der Schüler)

Schutz von jüngeren Schülern vor Verkehrsunfällen

angenehmeres Erscheinungsbild der Stadt, erhöhte Aufenthaltsqualität

weniger Parkplätze

entstehende Flächen für Grünflächen, Fuß- und Radwege angenehmeres Erscheinungsbild der Stadt, Aufenthaltsqualität erhöht

Parkgebühren erhöhen

Fahrverbote

Citymaut/ „Staugebühr“ (idealerweise für Ruhrgebietsstädte gemeinsam)

ÖPNV:

Der ÖPNV muss kostenlos werden.

Schneller und zuverlässiger ÖPNV

Parkgebühren erhöhen statt Ticketpreise

integrierte und abgestimmte Konzepte für die Bepreisung städtischer Mobilität (Nahverkehr, Parkgebühren, Taxiverkehr, car-sharing)

Energiepolitik:

Investitionen in erneuerbare Energien

Abschaltung von Kohlekraftwerken

Da die Stadt Duisburg Anteile an RWE besitzt, soll sie diese nutzen um Druck auf den Konzern auszuüben, sodass sich dieser mehr auf erneuerbare Energien fokussiert.

Bürgerbeteiligung:

Seminare für Bürger, die sich klimafreundlich Verhalten wollen, aber nicht wissen wie.

Sonstiges:

Die Einführung einer Mietpreisbremse.