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Geschichte des Zoos







 
 

Zoo Duisburg feiert den internationalen Tag des Tigers

Kommentierte Fütterungen, Bastelaktionen und vieles mehr warten am 29. Juli auf die Besucher des Zoos.

Duisburg, 27. Juli 2022 - Sie sind die größten Katzen der Erde: Sibirische Tiger. Mit einem Gewicht von bis zu 300 kg sind die Großkatzen imposante Jäger. Am internationalen Tag des Tigers stellt der Zoo Duisburg die charismatischen Raubtiere in den Fokus. Ein buntes Programm soll für ihren Schutz motivieren.  

Am Infostand gibt es imposante Exponate zu entdecken: Schnurrhaare, Tigerfell und Zähne können hier einmal ganz genau unter die Lupe genommen werden. Direkt nebenan können Kinder am Mal- und Bastelstand Tigermasken und Ansteckbuttons im Tiger-Design basteln, Tiger-Memory spielen und am großen Tiger-Quiz teilnehmen. Sind alle Fragen richtig beantwortet, wartet auf die Teilnehmenden ein eigenes ‚Expeditions-Zertifikat‘. Spannende Hintergründe über die Lebensgewohnheiten der Duisburger Tiger El-Roi, Dasha, Kasimir und Malinka gibt es im Rahmen der Tierpflegegespräche mit gleichzeitiger Fütterung und Beschäftigung der Tiger.

 „Foto: Zoo Duisburg / M. Appel“


29. Juli: Um 10.45 Uhr, 13.45 Uhr und 14.45 Uhr erzählen die betreuenden Tierpflegerinnen aus dem Leben ihrer Schützlinge und stehen für Fragen bereit.  


Die Situation der sibirischen Tiger im ursprünglichen Verbreitungsgebiet ist dramatisch, ihre Bestände gelten als stark gefährdet. Ursprünglich war diese Tigerart in weiten Regionen Asiens verbreitet. Durch Wilderei und Lebensraumzerstörung ist der Bestand im ursprünglichen Verbreitungsgebiet in den letzten 100 Jahren um mehr als 90% gesunken. Heute leben schätzungsweise nur noch 600 Sibirische Tiger in wenigen Naturreservaten, die kaum mehr als 5% seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes ausmachen.

Obwohl alle Tigerarten streng geschützt sind, floriert der illegale Handel mit ihren Fellen, Knochen und Zähnen auf dem asiatischen Markt. Jede Zucht in Zoologischen Gärten ist daher enorm wichtig und hilft, eine gesunde Reservepopulation unter geschützten Bedingungen zu erhalten.  

- Rio Negro geöffnet: Seekühe Pablo und Manfred sind ab sofort zu sehen
- Neue Preisstruktur

Rio Negro geöffnet: Seekühe Pablo und Manfred sind ab sofort zu sehen
Duisburg, 25. Juni 2022 - Drei Wochen gewöhnten sich Pablo (3) und Manfred (5) in ihrem neuen Zuhause ein, nun sind die zwei Seekuh-Brüder für die Besuchenden des Zoo Duisburg zu sehen. Sparkassenvorstand Dr. Joachim Bonn und Zoodirektorin Astrid Stewin öffnen gemeinsam die Türen der Tropenhalle Rio Negro. In der südamerikanischen Tropenwelt ermöglicht die 18 Meter lange Unterwasserscheibe besondere Einblicke auf die Tiere. Die Sparkasse Duisburg legte den Grundstein für die umfangreichen Umbaumaßnahmen für die Haltung der Seekühe.

In der südamerikanischen Tropenwelt ermöglicht die 18 Meter lange Unterwasserscheibe besondere Einblicke auf die Tiere. Die Sparkasse Duisburg legte den Grundstein für die umfangreichen Umbaumaßnahmen für die Haltung von Seekühen. Fotos Zoo Duisburg / M. Appel


Drei Wochen gewöhnten sich Pablo (3) und Manfred (5) in ihrem neuen Zuhause ein, nun sind die zwei Seekuh-Brüder für die Besuchenden des Zoo Duisburg zu sehen. Gemeinsam mit Vertretern der Sparkasse Duisburg öffnete Zoodirektorin Astrid Stewin die Türen der Tropenhalle Rio Negro.   Viele Tierfreunde fieberten genau diesem Moment entgegen: Nun sind Duisburgs Seekühe zu sehen. Die Haltung der südamerikanischen Schwergewichte ist einzigartig in NRW und auch deutschlandweit eine große Besonderheit. Denn außer in Duisburg sind die Manatis, wie Seekühe auch genannt werden, sonst nur noch im Tiergarten Nürnberg zu beobachten.

„Pablo und Manfred werden zu einem Publikumsmagneten werden und gleichzeitig tun wir Notwendiges für den Artenschutz“, prognostiziert ein sichtlich begeisterter Sparkassenchef Dr. Joachim Bonn. Von den neuen Bewohnern ist auch das Zoo-Team ausnahmslos begeistert. „Wir sind alle im Manati-Fieber“, lacht Zoodirektorin Astrid Stewin. „Mit viel Herzblut, Engagement und Leidenschaft hat das ganz Team viele Monate auf den Moment hingearbeitet, Seekühe in Duisburg zu begrüßen. Dabei hat die Sparkasse Duisburg den Grundstein gelegt, wofür ich mich von Herzen bedanke“, betont Stewin. Denn das Duisburger Unternehmen stellte dem Zoo 433.000 Euro für die komplexen Umbaumaßnahmen zur Verfügung.  

Die Eingewöhnung von Pablo und Manfred verlief unaufgeregt, wie Kuratorin Sandra Dollhäupl erzählt: „Die ersten Tage verbrachten die Tiere noch im hinteren Bereich der Tropenhalle, haben sich dort in Ruhe eingefunden, ihre Pfleger kennengelernt und nach kurzer Zeit die übrige Anlage erkundet“, so die 33-jährige Biologin. Auch die Eigenheiten der zwei Brüder hat das Zoo-Team bereits ausgemacht. „Sie schwimmen beide gerne auf dem Rücken und benutzen zum Steuern vor allem ihre linke Brustflosse. Das haben sie sich von ihrem Vater abgeschaut“, weiß die Kuratorin. Was die Brüder auch eint, ist ihre Vorliebe für Muscheln. Neben den eiweißhaltigen Leckerbissen stehen täglich kistenweise knackiger Salat sowie verschiedene Sorten  Gemüse auf dem Speiseplan der Seekühe.  

Nach Duisburg verschlug es die zwei in Dänemark (Zoo Odense) geborenen Brüder auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) mit Sitz in Nürnberg. „Die Aufgabe des EEP liegt darin, passende Gruppen einer Tierart zusammen zu stellen und eine zukunftsfähige Population dieser in Menschenhand aufzubauen. Mit Pablo und Manfred sind wir nun Teil des EEP für Seekühe“, erklärt Sandra Dollhäupl. Ob die zwei Brüder künftig eine passende Partnerin bekommen werden und sich dann möglicherweise Nachwuchs der friedfertigen Schwergewichte einstellen könnte, steht derzeit nicht fest.

Sandra Dollhäupl: „Das Wasserareal der Tropenhalle bietet Raum für drei erwachsene Tiere. Die Entscheidung, ob wir zu einem späteren Zeitpunkt ein Weibchen bekommen, trifft ausschließlich das EEP auf Grundlage der Entwicklung des gesamten Seekuh-Bestandes in Europa“. Dabei ist die Bedeutung einer Reservepopulation unter geschützten Bedingungen nicht von der Hand zu weisen, denn Seekühe zählen zu den gefährdeten Tierarten. Lebensraumverschmutzung und Jagd setzen den charismatischen Schwergewichten immer häufiger zu.  

In Duisburg werden Pablo und Manfred liebevoll umsorgt und sind ab sofort durch die Panoramascheibe der Tropenhalle Rio Negro zu sehen. Das weitläufige Wasserareal bewohnen sie mit verschiedenen südamerikanischen Fischarten. Bis zur Ankunft der Seekühe war es ein langer Weg. Rund ein Jahr lang bereitete das Zoo-Team die Ankunft der Seekühe intensiv vor. So wurde die bestehende Technik zur biologischen Wasseraufbereitung modernisiert, neue Filterelemente eingebaut und sechs Strömungspumpen verbaut. Sie lassen das Wasser optimal zirkulieren.

Eine Futterplattform ermöglicht das Arbeiten mit den Seekühen unter der Wasseroberfläche, denn die Spezialanfertigung lässt sich bis zu einem Meter tief absenken. „Es war ein Kraftakt und ich bin sehr glücklich, dass die Tropenhalle nun für alle Gäste unseres Zoos wieder geöffnet ist. Sie bietet faszinierende Einblicke in einen fernen und hochbedrohten Lebensraum. Mit Pablo und Manfred haben wir zwei Individuen, die gemeinsam mit uns für den Erhalt ihres Lebensraumes werben werden“, so Zoodirektorin Astrid Stewin.  


Preisanpassung zum 01. Juli 2022
Bedingt durch den massiven Anstieg der allgemeinen Verbraucherpreise und der weiterhin hohen Inflationsdynamik muss der Tierpark am Kaiserberg die Preise für Tageskarten anpassen - Jahreskarten ausgenommen. Ein Zoobesuch mit Dauerkarte rechnet sich bereits beim vierten Mal und ermöglicht 365 Tage tierische Erlebnisse.  

 Der Zoo Duisburg muss seine Eintrittspreise für Tageskarten anpassen. Ab dem 01. Juli 2022 kosten Tagestickets für Erwachsene dann 19,50 Euro, Kindertickets 11 Euro. Familienkarten für zwei Erwachsene und ein Kind erhalten die Zoobesucher dann für 48 Euro – selbstverständlich wird es weiterhin ermäßigte Eintrittskarten für Schülerinnen und Schüler sowie Studenten, Rentner, Menschen mit Behinderung sowie Gruppen geben.


„Wir sehen uns aufgrund des massiven Anstiegs der allgemeinen Verbraucherpreise, der Energiekosten und der weiterhin hohen Inflationsdynamik dazu gezwungen, die Preise für Tageskarten anzupassen“, erklärt Zoo-Direktorin Astrid Stewin. Denn die allgemeinen Preisentwicklungen treffen auch den Zoo und führen zu Steigerungen der Kosten in der Versorgung des seltenen und teils hochbedrohten Tierbestandes sowie dem Unterhalt des Zoobetriebs. Dieser Entwicklung muss der Zoo Duisburg daher mit einer entsprechenden Anpassung der Eintrittspreise für Tageskarten begegnen.

„Nur so werden wir weiterhin in der Lage sein, unseren kulturellen und zoologischen Beitrag nachhaltig zu erbringen. Zuletzt entscheiden unsere Einnahmen auch über die Weiterentwicklung unseres Zoos sowie weiterer Artenschutz- und Bildungsprojekte“, betont Zoo-Direktorin Stewin.  

Mit zahlreichen Investitionen in Tieranlagen und Tierhäuser, entwickelt und verbessert sich der Zoo Duisburg stetig. So sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Modernisierungs- und Neubauprojekte erfolgreich abgeschlossen worden, zu denen die Tropenhalle Rio Negro, die Outback-Voliere, die Leguaninsel sowie die Löwenanlage zählen. Außerdem wurden neue Anlagen für Wellensittiche und Eulen gebaut, zwei Spielplätze überarbeitet und zusätzliche Picknickzonen angelegt.  

Von der aktuellen Preisanpassung sind Jahreskarten ausgenommen – sie lohnen sich schon beim vierten Besuch am Kaiserberg und ermöglichen 365 Tage tierische Erlebnisse (Erwachsen: 68 Euro I Kinder: 41 Euro I Familie: ab 90 Euro).  

 Zoos schützen seltene Nutztierrassen

Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) entwickelt erstmals Nutztierkoffer. Er wird auch im Zoo Duisburg eingesetzt

Astrid Stewin (Zoodirektorin) und Oliver Mojecki (zoologischer Leiter) mit dem VdZ-Nutztierkoffer bei den Meißner Widdern. Diese Tierart gehört zu den bedrohten Haustierrassen. Im Jahr 1976 lebten in Deutschland lediglich noch 50 registrierte Meißner Widder. Engagierte Züchter wie auch Zoologische Gärten setzen sich dafür ein, alte Haustierrassen wie die Meißner Widder zu bewahren. Foto Zoo Duisburg

Duisburg, 22. Juni 2022 - Der Verband der Zoologischen Gärten hat den VdZ-Nutztierkoffer entwickelt und ihn insgesamt 50 Zoos und Tierparks, so auch dem Zoo Duisburg, zur Verfügung gestellt. Mit der umfangreichen Materialiensammlung, die in Deutschland einmalig ist, können Zoopädagogen interessierten Gästen nun noch umfassender vermitteln, welche Merkmale und Vorteile einheimische Nutztiere haben und warum sich die Mitglieder des Verbandes dafür einsetzen, dass bedrohte Rassen wie das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind und das Rauwollige Pommersche Landschaf nicht aussterben.

„In der auf Leistung orientierten Landwirtschaft haben viele alte Nutztierrassen leider inzwischen einen geringen Stellenwert, weil sie nicht über aktuell gewünschte Zuchtmerkmale wie schnelles Wachstum oder eine ertragreiche Milchproduktion verfügen“, sagt die stellvertretende VdZ-Geschäftsführerin und Projektinitiatorin Dr. Julia Kögler. „Daraus resultiert ihr bedrohlicher Bestandsrückgang. Doch als Teil der biologischen Vielfalt und unseres Kulturerbes sind sie äußerst schützenswert.“ 

Deswegen haben der Verband der Zoologischen Gärten und der Landschaftstierpark Arche Warder 2020 gemeinsam ein Projekt ins Leben gerufen, das die Stärkung des Beitrages von Zoos zum Erhalt bedrohter Nutztierrassen zum Ziel hat. Als anerkanntes Modell- und Demonstrationsvorhaben wird das dreijährige Projekt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert.   „Gemeinsam mit dem Projektpartner Arche Warder und dem Verband deutschsprachiger Zoopädagogen hat der VdZ ein Jahr lang den Nutztierkoffer konzipiert. Wir freuen uns, ihn jetzt Zoos mit Bezug zur Nutztierhaltung zur Verfügung zu stellen“, sagt Julia Kögler.

Unter anderem enthält der Koffer Memory-Karten, Beispiele für aus Nutztieren hergestellte Konsumprodukte und Informationen zu den ursprünglichen Wildtier-Stammformen unserer heutigen Haustiere. Zoobesucher, besonders Kinder und Jugendliche, können somit spielerisch über die gegenwärtige Bedrohung einheimischer Nutztierrassen aufgeklärt und für den Schutz der Biodiversität und des Klimas sensibilisiert werden. Die Kosten für Entwicklung, Produktion und Versand der 50 Koffer lagen bei rund 35.000 Euro. Im Zoo Duisburg wird der Nutztierkoffer perspektivisch im Rahmen der Zooschule, Führungen und Ferienaktionen eingebunden.

 

Zoo Duisburg freut sich über ein flauschiges Pinguinküken

Es ist das erste Jungtier dieser stark gefährdeten Tierart, welches in diesem Jahr am Kaiserberg aufwächst. Täglich bringen die Tierpfleger den Nachwuchs auf die Waage.  

Duisburg, 22. Juni 2022 - Braune Daunen, kräftiger Schnabel und jede Menge Hunger: Vor fünf Wochen ist im Zoo Duisburg ein kleiner Brillenpinguin geschlüpft. Jeden Tag bekommt der Nachwuchs Besuch von den betreuenden Tierpflegern und macht einen Ausflug auf die Waage.   Behutsam hebt Maik Elbers den jungen Pinguin aus dem Nest. Dicke Handschuhe schützen seine Hände. „Pinguine sind sehr wehrhaft, die Eltern verteidigen ihr Nest mit Nachdruck“, so der Tierpfleger.

Einige Tage alter Pinguin auf Waage l Quelle: Zoo Duisburg / M. Elbers

Der Besuch am Pinguinnest hat einen ernsten Hintergrund, wie Elbers erklärt: „Nur durch das tägliche Wiegen des Kükens haben wir eine Kontrolle über seine Entwicklung“. Mit der Gewichtszunahme des jungen Pinguins ist der Tierpfleger sehr zufrieden. „Er wächst und gedeiht, nimmt jeden Tag zu und ist sehr agil“.  


Junger Pinguin mit Revierleiter Maik Elbers I Quelle: Zoo Duisburg

Noch vor einigen Wochen passte das jüngste Mitglied der Pinguin-Kolonie in die Handfläche der Tierpfleger und vervielfachte seitdem sein Gewicht von anfänglich rund 100 Gramm auf mittlerweile 2,6 Kilo. „Kleine Pinguine wachsen sehr schnell, die Eltern versorgen ihren Nachwuchs mit Fischbrei aus Hering und Sprotten, den sie hinaufwürgen und den Jungvögeln in den Schnabel geben“, beschreibt der Pfleger die etwas gewöhnungsbedürftige Ernährung. Während das erste Pinguinküken von seinen Eltern umsorgt wird, wird in den benachbarten Höhlen fleißig gebrütet. Vier Pinguin-Paare sitzen derzeit noch auf Eiern. Daher hofft das Zoo-Team auf weiteren Nachwuchs der sympathischen Frackträger.  

FErwachsener Brillenpinguin l Quelle: Zoo Duisburg / M. Appel


Brillenpinguine bewohnen ursprünglich die Gewässer und steinigen Küsten rund um Südafrika. Lebensraumverlust und die Überfischung der Ozeane setzen den Tieren immer weiter zu. Der Bestand von Brillenpinguinen gilt mittlerweile als „stark gefährdet“, Experten befürchten, dass die Tierart in 30 Jahren an den Küstengebieten Afrikas ausgestorben sein könnte. Schätzungen gehen davon aus, dass lediglich noch etwa 20.000 wildlebende Brutpaare des Brillenpinguins in weniger als 30 Kolonien vorkommen.

Zum Schutz der Brillenpinguine im ursprünglichen Lebensraum unterstützt der Zoo Duisburg die Arbeit der Organisation SANCCOB (Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds), welche in Südafrika zwei Rehabilitationszentren mit angeschlossener Krankenstation für verletzte Seevögel betreiben. Hier werden die aufgenommenen Tiere in Abhängigkeit ihrer Verletzung oder Erkrankung rund 4-16 Wochen lang gesund gepflegt. Regelmäßig werden rehabilitierte Vögel zu ausgewählten Pinguinkolonien gebracht und dort ausgewildert. Außerdem engagiert sich SANCOOB für den Schutz der Lebensräume, überwacht die Brutgebiete und engagiert sich für Bildungsprojekte der lokalen Bevölkerung.  

 

Zoolauf: 13. Auflage des Abendrennens am 15. Juli unterstützt neue Robben-Anlage

Duisburg, 21. Juni 2022 - Echte Freunde beweisen Treue, auch wenn man sich eine ganze Zeit nicht sieht. Das Casino Duisburg ist ein echter Freund des Zoolaufs Duisburg. Für die 13. Auflage des Paar-Laufs am Freitag, 15. Juli, kann der veranstaltende Stadtsportbund Duisburg weiter auf seinen langjährigen Hauptsponsor zählen. Spielbankdirektor Michael Wiebeck sicherte am Dienstag persönlich zu: Die zweijährige Corona-Pause hat die guten Beziehungen keineswegs getrübt.

Die finanzielle Hilfe durch das Casino, das zu Westspiel gehört, trägt zu uneingeschränktem Badespaß bei. Denn der Reinerlös des Sommernacht-Rennens am 15. Juli hilft perspektivisch bei der Modernisierung und Erweiterung der Seelöwen-Anlage. Zoochefin Astrid Stewin bewegt das zuverlässige Engagement, denn auch dank der Hilfe von Partnern und Förderern kann sich der Zoo weiterentwickeln, neue Anlagen realisieren bzw. modernisieren: „Mein Dank gilt all denen, welche ein großes Herz für Tiere haben und uns zuverlässig zur Seite stehen. Ich hoffe und wünsche mir für unsere Tiere, dass auch andere Unternehmen und Sponsoren den Mehrwert einer Partnerschaft mit dem Zoo Duisburg erkennen, so wie es das Casino und der Stadtsportbund tun“.

An dem Ortstermin nahm auch Uwe Busch, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Stadtsportbunds, teil. Der SSB organisiert den Zoolauf bereits zum 13. Mal. Michael Wiebeck sagt über die Zusammenarbeit: „Wir sind von Anfang mit dabei und wir haben unser Engagement auch während der Zwangspause durch die Pandemie nie hinterfragt. Wir sind überzeugt: Mit unserer Unterstützung liegen wir genau richtig. Wir machen uns für den Zoo stark, der eine echte Attraktion für Duisburg ist. Zugleich geben wir dem Lauf den notwendigen Rückenwind. Das Rennen hat viele Fans in der Szene und zieht als Funrun auch mediale Aufmerksamkeit auf sich. Unser Einsatz zahlt sich damit doppelt und dreifach aus.“


Astrid Stewin betont den Mehrwert des Zoolaufes für Tier und Mensch, der in Duisburg mittlerweile eine wohlgepflegte Tradition ist: „Die Läuferinnen und Läufer erleben den Zoo auf ungewöhnliche Weise in den Abendstunden und engagieren sich nachhaltig für den guten Zweck. Uwe Busch:  „"Den Zoolauf auszurichten, mache besonderen Spaß. Viele Läuferinnen und Läufer gehen verkleidet auf die Strecke. Das hat schon was, wenn Bären, Bienen oder Schmetterlinge durch einen Zoo laufen“, so das SSB-Vorstandsmitglied.

V.l.: Uwe Busch, Astrid Stewin und Michael Wiebeck beim Ortstermin im Duisburger Zoo

Große Freude: Seekühe sind da! Manfred und Pablo reisten aus Dänemark an

Der Transport war eine logistische Herausforderung. In den kommenden Wochen werden die neuen Zoobewohner schrittweise eingewöhnt und danach der Öffentlichkeit vorgestellt.

Duisburg, 14. Juni 2022 - Viele Monate bereitete sich das Zoo-Team auf die Neuankömmlinge vor, nun sind zwei Seekühe in Duisburg angekommen. Manfred (5) und Pablo (3) wurden im dänischen Zoo Odense geboren. Am Kaiserberg ist das weitläufige Wasserareal der Tropenhalle Rio Negro ihr neues Zuhause. Die Haltung der südamerikanischen Wasserbewohner ist nur dank des Engagements der Sparkasse Duisburg möglich.  

 Seekuh Pablo im Zoo Odense l Quelle: Zoo Odense

Die Reise aus dem 669 km entfernten Dänemark haben Manfred und Pablo wohlbehalten überstanden. In zwei beheizbaren Lkws traten die Brüder am vergangenen Mittwoch (08.06.2022) ihren Weg ins Ruhrgebiet an. Eine auf Großtiertransporte spezialisierte Firma brachte nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Reiseunterkünfte der Seekühe mit: Zwei Spezialkisten mit einem Leergewicht von über 900 kg, die während des Transportes mit Wasser gefüllt waren. Die Verladung der Tiere in Odense sowie den Transport begleitete Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes. „In regelmäßigen Abständen haben wir nach den Tieren geschaut und die Wassertemperatur gemessen. Dabei wirkten sie entspannt und unaufgeregt“.  

 Transportkiste der Seekühe wird abgeladen l Quelle: Zoo Duisburg

Am Mittwochabend um 22.05 Uhr rollten die Lkw auf das Zoogelände. Mehr als 20 Mitarbeitende des Zoos standen bereit, um die Neuankömmlinge in Empfang zu nehmen und den Weg der Tiere in die Tropenhalle Rio Negro zu begleiten. Mit viel Fingerspritzengefühl und Hilfe eines Gabelstaplers wurden die Spezialkisten nacheinander auf ein eigens angefertigtes Schwerlast-Rollbrett gehoben. Zehn Tierpfleger waren nötig, um jeweils eine der wassergefüllten Kisten samt Seekuh zum Rand des Wasserareals zu schieben.

Transportkiste mit Tierpfleger l Quelle: Zoo Duisburg / A. Dörendahl



Dann ging alles ganz schnell: Zuerst wurde Seekuh Manfred ins Wasser gelassen, ihm folgte sein Bruder Pablo. Mit Unterstützung des bereits vor einigen Wochen installierten Schwenkkrans wurde er aus der Kiste und sanft in sein neues Zuhause gehoben. Zuvor platzierten die Tierpfleger einen sogenannten ‚Stretcher‘ unterhalb der Seekuh.

„Der Stretcher ist flexibel und pass sich der Seekuh optimal an. Er ist wie eine Hängematte und ermöglicht das schonende Einsetzen“, so Kuratorin Sandra Dollhäupl, die federführend für den Transport verantwortlich war. Wochenlang plante die Biologin die Anreise der Seekühe, stand im stetigen Austausch mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in Nürnberg und besuchte die Tiere vor Ort in Odense. Von den zwei Neuankömmlingen ist Dollhäupl vom ersten Kennenlernen an begeistert: „Manfred und Pablo sind neugierig, aufgeschlossen und verspielt. Ich bin mir sicher, dass sie die Herzen der Zoobesucher im Sturm erobern werden“.

Seekuh in Stretcher I Quelle: Zoo Duisburg / A. Dörendahl  

Mit einem Alter von drei bzw. fünf Jahren zählen die Brüder noch zu den Teenagern und sind im Seekuh-Vergleich absolute Leichtgewichte. So bringt Pablo gerade einmal 90 kg auf die Waage, Artgenosse Manfred immerhin schon 190 kg. Sind sie einmal erwachsen, können die Tiere etwa vier Meter lang werden und ein Gewicht von rund 800 kg erreichen.  

Bis die Besucher die neuen Zoobewohner beobachten können, wird es etwas dauern. Denn zuerst werden Manfred und Pablo schrittweise in ihren neuen Lebensraum eingewöhnt. Dabei ist die Haltung der Seekühe nur durch das nachhaltige Engagement der Sparkasse Duisburg möglich. „Mit dem Einzug der gefährdeten Seekühe in die erweiterte und hochmoderne Beckenlandschaft steigern wir nicht nur die Attraktivität unseres Zoos, sondern leisten einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz“, ist sich Sparkassenchef Dr. Joachim Bonn sicher. Insgesamt 433.000 Euro stellte das Geldhaus dem Zoo zur Verfügung und ermöglichte so die Umbaumaßnahmen, um den Tieren in der Tropenhalle Rio Negro gute Lebensbedingungen zu schaffen.

Dabei stand insbesondere die komplexe Filtration im Fokus: Neue Filterelemente zur Aufbereitung des Wassers wurden eingebaut, bestehende modernisiert. Zoodirektorin Astrid Stewin betont die Bedeutung der Haltung von Seekühen für den Artenschutz: „Wir wollen Emotionen wecken und für die Tiere wie den Lebensraum Regenwald begeistern. Durch das Engagement der Sparkasse Duisburg waren wir in der Lage, die Voraussetzungen für die Haltung von Seekühen zu schaffen und die Tropenhalle Rio Negro attraktiv für die Zukunft aufzustellen. Diese Möglichkeit zu haben, macht uns sehr glücklich und ich danke der Sparkasse Duisburg von Herzen“, so Stewin.  

Seekühe sind gemächliche Schwimmer, die sich unter Wasser nur sehr langsam fortbewegen. Etwa alle fünf Minuten kommen die Säugetiere an die Wasseroberfläche und holen Luft. In ihrem ursprünglichen Lebensraum halten sich die Tiere meist in flachen Wasserbereichen auf. Motorboote sind insbesondere hier eine große Gefahr für die Tiere. Unfälle durch Kollisionen und Verletzungen durch Bootsschrauben sind keine Seltenheit. Auch die zunehmende Verschmutzung ihrer Lebensräume sowie die Jagd setzen den charismatischen Schwergewichten immer häufiger zu.

Laut IUCN (=International Union for Conservation of Nature) gelten Seekühe als gefährdete Tierart und werden auf der sogenannten „Roten Liste“ geführt. Zum Schutz ihres Lebensraumes unterstützt der Zoo Duisburg bereits seit Jahren die Organisationen Yaqu Pacha e.V., welche sich vor Ort in Südamerika für Seekühe sowie weitere wasserlebende Tierarten stark macht.
 

Ein Video zur der Ankunft der Seekühe Manfred und Pablo finden Sie hier: https://vimeo.com/719862159/dfa404ecc5  -  Quelle „Video: Zoo Duisburg / D. van Düren“

 

 

Gefiedertes Jungtier: Der Nachwuchs trägt ein Krönchen

Zuchterfolg bei den Rotbrust-Krontauben im Zoo Duisburg. Sie zählen zu den größten Taubenarten der Erde. Ihr natürlicher Lebensraum wird zunehmend zerstört.

Duisburg, 13. Juni 2022 - In der Asienvoliere im Affenhaus des Zoo Duisburg wächst eine kleine Krontaube auf. Schon jetzt trägt der Jungvogel die charakteristische Federkrone. Beide Eltern kümmern sich gleichermaßen intensiv um den Nachwuchs.  

Fotos Zoo Duisburg / M. Appel

Hoch oben in den Bäumen schaut die kleine Krontaube aus ihrem Nest. Schon jetzt trägt der schillernd-blaue Jungvogel eine Federkrone. Der charakteristische Kopfschmuck der Krontauben zieht sich von der Stirn bis zum Nacken. Revierleiter Alexander Nolte ist mit der Aufzucht sehr zufrieden: „Beide Eltern kümmern sich vorbildlich, ein Altvogel ist immer an der Seite der kleinen Taube, während der andere auf Nahrungssuche geht“. Dabei ist nicht nur die Aufzucht des Jungvogels Gemeinschaftsarbeit beider Eltern, auch während der Brut unterstützen sich die Rotbrust-Krontauben zuverlässig.

„Die Eltern wechseln sich gleichberechtigt ab. Während ein Tier am Tage das Ei bebrütet, übernimmt das andere Elternteil die Nachtschicht“, erzählt Tierpfleger Nolte.   Bedingt durch ihre Größe von bis zu 80 cm und ihrem stattlichen Gewicht von rund 2,2 kg, verbringen Rotbrust-Krontauben den Großteil des Tages auf dem Waldboden. Hier suchen die Vögel nach Früchten, Insekten und Samen.

Ursprünglich leben die großen Vögel in den Wäldern von Neuguinea und Papua-Neuguinea. Dort werden sie wegen ihres Fleisches stark bejagt. Durch die Abholzung des Regenwaldes schwindet ihr Lebensraum kontinuierlich. Daher findet man die Tiere häufig nur noch in abgelegenen Wäldern.  


Löwenspiele: Abschlussveranstaltung im Zoo Duisburg

Über 250 Schülerinnen und Schüler aus vier Duisburger Grundschulen messen sich sportlich mit dem ‚König der Tiere‘.

Duisburg, 10. Juni 2022 - Mit den Löwenspielen wird ein attraktiver Anreiz geschaffen, dass sich Kinder im zweiten Grundschuljahr über einen längeren Übungszeitraum spielerisch über Bewegung mit dem Löwen, dem König der Tiere, auseinandersetzen. Fünfzehn Übungen sind so konzipiert, dass sie einen direkten Bezug zum natürlichen Verhalten des Löwen haben und auf die unterschiedlichen kind-, alters- und entwicklungsgerechten Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder eingehen.

„Der Zoo ist ein bedeutender außerschulischer Lernort. Mit den Löwenspielen vermitteln wir unterschwellig Wissen und tragen aktiv zur Bildung der nächsten Generationen bei. Daher freuen wir uns, dass die Abschlussveranstaltung bei uns im Zoo stattfindet“, so Zoodirektorin Astrid Stewin. Christoph Gehrt-Butry, stellv. Geschäftsführer des Stadtsportbundes Duisburg, ergänzt: „Die Löwenspiele sind so konzipiert, dass bei diesen Spielen ohne Gewinner jedes Kind entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten teilnehmen und erfährt schnelle und spürbare Lernerfolge.“  

Neubau dank Zoofreunden: Binturongs bekommen ein neues Gehege

Die Anlage für die zwei asiatischen Schleichkatzen wird maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der Freunde des Duisburger Tierpark e.V. realisiert.

Duisburg, 17. Mai 2022 - Ein Gesicht wie eine Katze, ein Schwanz wie ein Affe und ein Körper wie ein kleiner Bär: Die ursprünglich in Asien beheimateten Binturongs haben ein skurriles Aussehen. Die zwei Schleichkatzen bekommen nun eine neue Anlage, die Vorbereitungen für den Bau haben bereits begonnen.  

Schleichkatze in Ruhestellung - Foto Zoo Duisburg / I. Sickmann

Die neue, rund 430 m² große Außenanlage wird alles bieten, was das Binturong-Herz begehrt: Felsaufbauten, ein hügeliges Gelände und verschiedene Pflanzen sind Teil des vielfältigen Lebensraumes. Zentrales Element der neuen Anlage wird ein mehrere Meter hohes Klettergerüst samt Schlaf- und Futterplätzen. Auch die bestehenden Bäume werden in den tierischen Kletterparcours einbezogen. Die Ausflüge der Binturongs lassen sich von einem Antritt aus beobachten. Auch die Innenanlage ist einsehbar: Zwei große Panoramascheiben ermöglichen einen Blick in das rund 65 m² große, neue Stallgebäude.

Der Bau der neuen Anlage hat vor wenigen Tagen begonnen. Im ersten Bauabschnitt wird die Bodenplatte gegossen, auf welcher im weiteren Verlauf der Arbeiten das Stallgebäude entsteht. Im zweiten Bauabschnitt wird dann die Außenanlage ausgestaltet, das Gelände modelliert, der Besucherantritt gebaut und der Kletterparcours errichtet. Mit der Fertigstellung der Maßnahme rechnet der Zoo in Abhängigkeit des Fortschrittes und der Verfügbarkeit von Baumaterial noch in diesem Jahr.  
Binturongs leben ursprünglich in Asien. Hier durchstreifen die bis zu 20kg schweren Schleichkatzen den Regenwald. Dank ihren scharfen Krallen und dem Greifschwanz sind Binturongs hervorragend an ein Leben in Bäumen angepasst.  Hier finden sie auch ihre Nahrung. Vögel, kleine Säugetiere und Aas stehen auf dem Speiseplan. Ihre Hauptnahrung besteht allerdings aus reifem Obst, besonders Feigen werden gerne gefressen. Da Binturongs teilweise für den Heimtierhandel gefangen werden, ihr Fleisch als Delikatesse angeboten wird und Bestandteile ihres Körpers in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung finden, gilt die Tierart als „gefährdet“.

Wie viele andere Bewohner tropischer Regenwälder, leidet auch der Binturong unter dem stetigen Verlust seines ursprünglichen Lebensraumes.  


Zoo Duisburg eröffnet die neue Outback-Voliere

Die australische Themenanlage ist Heimat von Kängurus und verschiedenen Vogelarten. Realisiert wurde die Baumaßnahme maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der Freunde des Duisburger Tierpark e.V..  

Außenansicht Voliere l Quelle: Zoo Duisburg / G. Sickmann

Duisburg, 17. Mai 2022 - Mit der Outback-Voliere erweitert der Zoo seinen australischen Schwerpunkt. Die nun eröffnete Tieranlage ist teilweise begehbar und ermöglicht den Zoobesuchern Tierbegegnungen auf Augenhöhe.   Beim Betreten der neuen Themenanlage tauchen die Besucher in eine andere Welt ein. Das Landschaftsbild ist geprägt durch rötliche Felsen und überwiegend niedrig wachsende Pflanzen.


Innenansicht Voliere l Quelle: Zoo Duisburg / G. Sickmann


„Die Outback-Voliere besticht durch eine liebevolle Gestaltung und einen vielfältigen Tierbestand. Sie nimmt die Gäste unseres Zoos mit auf eine Reise in das australische Buschland und ermöglicht Tierbegegnungen auf Augenhöhe“, schwärmt Zoodirektorin Astrid Stewin. In der Anlage sind die Besucher nur durch Felsblöcke und einen schmalen Bachlauf von den Tieren getrennt, eine integrierte, 40m² große Terrasse lädt zum Verweilen und Staunen ein.

Flinkwallaby l  Zoo Duisburg / I. Sickmann

In der Ferne hüpfen derzeit zwei Flinkwallabys umher. Mehrere Tage wurden diese bis zu 85 cm große und als selbstbewusst geltende Känguruart schrittweise in ihre neue Heimat eingewöhnt. Ursprünglich leben Flinkwallabys im Norden und Osten Australiens, wo sie in kleineren Gruppen durch die Landschaft streifen. Auch in Duisburg soll die Gruppe nach Möglichkeit wachsen – insbesondere, da es europaweit derzeit nur drei weitere Einrichtungen gibt, die diese beigefarbene Känguruart zeigen.   Während die Kängurus durch das Unterholz springen, schwirren verschiedene australische Vogelarten durch die Lüfte. Nachgebildete Telegrafenmaste, ein Windrad sowie ein Wasserfass auf Stelzen bieten den Tieren erhöhte Rastplätze und sorgen für authentisches Flair.

Sichelpfeifgans - Zoo Duisburg / I. Sickmann


„Es ist uns wichtig, charakteristische Elemente des Outbacks einzusetzen und diese auch für die Tiere nutzbar zu machen“, erklärt Oliver Mojecki, zoologischer Leiter in Duisburg. Insbesondere für die vier Taubenarten sind die erhöhten Plätze Rückzugszonen. Direkt vor den Augen der Besucher schlängelt sich der leise plätschernden Bach vorbei. Hier lassen sich Mähnenenten und Gelbfuß-Pfeifgänse beobachten. In unmittelbarer Nähe suchen die schwarz-weißen Stachelibisse an einer Wasserstelle nach Nahrung.

Strohhalsibis l  Zoo Duisburg / M. Appel

Mit der Gemeinschaftshaltung verschiedener Tierarten verfolgt der Zoo ein wichtiges Ziel, wie Biologe Oliver Mojecki erklärt: „Durch das Beobachten von verschiedenen Tierarten aus einem Lebensraum schaffen wir ein Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge“.  

Die nun eröffnete Outback-Voliere wurde maßgeblich durch das Engagement des Vereins der Freunde des Duisburger Tierparks e.V. realisiert, der einen großzügigen Betrag im sechsstelligen Rahmen bereitstellte. Stellvertretend für seine fast 10.400 aktiven Mitglieder eröffnete Frank Schlawe, 1. Vorsitzender des Vereins, das neue Areal. „Die Outback-Voliere ist ein Ort der Begegnung zwischen Tier und Mensch, ein Mehrwert für den Zoo, seine Besucher und somit auch für die Mitglieder des Fördervereins“, betont Schlawe, für dessen nachhaltiges Engagement sich Zoochefin Astrid Stewin ausdrücklich bedankt.  

Die neue Themen-Voliere ist an ihrer höchsten Stelle über acht Meter hoch und hat eine Gesamtgröße von fast 800m². Über eine Besucherschleuse gelangen die Gäste des Zoos auf die Terrasse. Von hier aus ergibt sich der Blick auf das über 600m² große Außenareal. Im Inneren des angrenzenden, mit Holz verkleideten Gebäudes befinden sich mehrere Innenstallungen sowie eine eigene Küche zur Zubereitung des Tierfutters. Sechs Rundbögen spannen das, für das menschliche Auge nahezu unsichtbare Netz auf. Bedingt durch seine Höhe ist die Outback-Voliere auch von der angrenzenden Autobahn A3 zu sehen.  

 Name für kleines Koala-Mädchen

Der Name ‚Godarra‘ stammt aus der Sprache der australischen Ureinwohner.
Duisburg, 13. Mai 2022 - Zwölf Monate ist das kleine Koala-Mädchen mittlerweile alt, turnt durchs Geäst und knabbert saftigen Eukalyptus. Was noch fehlte, war ein Name. Über diesen stimmten weit über 1.500 Koalafreunde beim Internet-Voting ab. Das Ergebnis der Abstimmung war eindeutig, der Name Godarra machte mit 920 Stimme das Rennen.  

Im Online-Voting standen die Namen ‚Godarra‘, ‚Gurri‘ und ‚Gawarri‘ zur Auswahl. Sie alle haben ihren Ursprung in der Sprache der Aborigines. Revierleiter Mario Chindemi erklärt den Hintergrund: „Alle in Duisburg geborenen Koalas bekommen einen Namen, der sich aus der Sprache der australischen Ureinwohner ableitet. Das ist eine wohl gepflegte Tradition bei uns im Koalahaus“.

Godarra: Fotos Zoo Duisburg / I. Sickmann    

Vor der Abstimmung der Zoobesucher wälzten die Tierpfleger ein australisches Kinderbuch. „Das liefert uns Inspirationen für die Namen der kleinen Koalakinder“, so Chindemi. So war es auch bei der nun getauften Godarra, deren Namen übersetzt so viel wie die Zahl „Zwei“ bedeutet. „Das passt natürlich ganz wunderbar, denn Godarra ist das zweite Jungtier ihrer Mutter Gooni“, verrät der Revierleiter.  

Mit der Entwicklung der kleinen Godarra ist das Pfleger-Team sehr zufrieden. Seit einigen Wochen steht für das graue Beuteltier statt Milch frischer Eukalyptus auf dem Speiseplan. „Rund zehn Prozent des eigenen Körpergewichtes frisst ein Koala täglich. Godarra knabbert mit ihren rund drei Kilo Körpergewicht daher derzeit etwa 300 Gramm saftige Eukalyptusblätter pro Tag“, so Chindemi. Deutlich größere Mengen futtern hingegen die erwachsenen Kletterbeutler. Irwin, das große Zuchtmännchen des Zoos, bringt rund zehn Kilogramm auf die Waage – und vertilgt somit jeden Tag etwa ein Kilogramm Eukalyptusblätter.

Nicht viel, wie man auf den ersten Blick meint, aber Koalas sind wahre Gourmets. Nur die frischen, jungen, zarten Blatttriebe werden gefressen. Für seine flauschigen Feinschmecker benötigt der Zoo daher jährlich rund zehn Tonnen frischen Eukalyptus.   Seit 1994 beheimatet der Zoo Duisburg die grauen Beuteltiere aus Down Under. Europaweit gilt der Zoo heute als Zucht- und Kompetenzzentrum, zog bereits weit über 30 Koalas erfolgreich auf und führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Art.

 Nachwuchs mit Seltenheitswert: Kleine Roloway-Meerkatze geboren

Das kleine Affenkind zählt zu den seltensten Primatenarten der Welt. Deutschlandweit wird die Tierart derzeit in nur drei Zoos gehalten
Duisburg, 29. April 2022 - Sie leben nur in kleinen Verbreitungsgebieten im Osten Afrikas und gelten als stark gefährdet: Die Roloway-Meerkatzen. Nun ist dem Zoo Duisburg ein wichtiger Erfolg zum Erhalt dieser Tierart gelungen. Ein Jungtier wurde geboren.  

Foto: Zoo Duisburg / I. Sickmann

Putzmunter tobt das kleine Affenkind durch das Stroh und erkundet die Umgebung. Geboren wurde die männliche Roloway-Meerkatze bereits vor einer Woche. Mit der bisherigen Entwicklung sind die Tierpfleger sehr zufrieden, wie Jan Woudboer erzählt: „Das Jungtier ist sehr aktiv, trinkt regelmäßig und nimmt schon jetzt Kontakt zu den Artgenossen auf“. Immer an der Seite des Winzlings: Affen-Mutter Manou. Für das 25-jährige Weibchen ist es bereits das fünfte Jungtier, welches sie gemeinsam mit Partner Owen (23) in Duisburg aufzieht. „Manou ist eine vorbildliche und sehr liebevoll Mutter, die die Umgebung immer im Blick hat und nicht von der Seite ihrer Kinder weicht“, schwärmt Tierpfleger Woudboer.  

Ursprünglich leben Roloway-Meerkatzen in zwei kleinen Gebieten im Süden von Ghana sowie der Elfenbeinküste. Durch Wilderei und der Abholzung ihres Lebensraumes sind die Bestände in den letzten Jahrzehnten dramatisch gesunken. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) geht davon aus, dass nur noch rund 300 Roloway-Meerkatzen in den Regenwäldern Afrikas leben. Deswegen ist jede Zucht unter geschützten Bedingungen ein wichtiger Schritt zum Erhalt dieser charismatischen Primaten-Art. Koordiniert wird der Erhalt dieser, und vieler weiterer Tierarten, in Zoos über das sogenannte EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm).

Zootierärztin Dr. Carolin Bunert erklärt: „Die Aufgabe des EEP liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammen zu stellen und eine zukunftsfähige Population in Menschenhand aufzubauen. Sie werden europaweit geführt“. Tiere dieser Zoo-Reservepopulationen können im besten Fall Auswilderungsprojekten bereitgestellt werden. Bevor das aber passieren kann, müssen sich die Lebensbedingungen der jeweiligen Tierarten im ursprünglichen Lebensraum verbessern. Im Fall der Roloway-Meerkatzen unterstützt der Zoo Duisburg bereits seit Jahren die West African Primate Conservation Action (WAPCA).

Das Projekt setzt sich für den Schutz der Regenwälder Ghanas und der Elfenbeinküste ein. Dazu wird insbesondere die Ausbildung von Rangern gefördert, welche den ursprünglichen Regenwald schützen. Außerdem werden die Gehälter der Ranger finanziert, damit diese ein geregeltes Einkommen haben und somit ihre Familien ernähren können. Des Weiteren bietet WAPCA den lokalen Landwirten Lehrgänge an, in welchen Grundlagen der nachhaltigen Landwirtschaft unterrichtet werden. Das soll der Abholzung des Regenwaldes entgegenwirken.

 Zoo Duisburg freut sich über fünffachen Känguru-Nachwuchs

Duisburg, 21. April 2022 - Die Beuteltier-Familie im Zoo Duisburg hat gleich fünf neue Mitglieder: Zwei putzige Jungtiere der Bergkängurus schauen mit ihren Kulleraugen aus den Beuteln ihrer Mütter. Auch in direkter Nachbarschaft freut man sich über Nachwuchs, denn die Bennett-Kängurus ziehen aktuell drei Jungtiere auf.  

Für das Zoo-Team waren die kleinen Hüpfer für lange Zeit unsichtbar. Dass in den Beuteln der Mütter tatsächlich junge Kängurus heranwachsen, wissen die betreuenden Tierpfleger mit Sicherheit erst seit einigen Wochen. Der Grund: „Bei der Geburt sind junge Beuteltiere gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen, nackt und vollkommen blind. Sie krabbeln selbstständig in den Beutel der Mutter und wachsen hier für viele Monate und auch für uns unsichtbar heran“, erklärt der Revierleiter. Erst nach einigen Lebensmonaten lassen erst Bewegungen im Beutel auf das Mutterglück schließen.  

Einige Zeit später schaut dann mal ein Ärmchen oder Beinchen aus der Beutelöffnung heraus. Später blinzeln die kleinen Beuteltiere dann mit ihren schwarzen Kulleraugen in die weite Welt. „An diesem Punkt der Entwicklung sind wir bei zwei der Jungtiere nun angekommen“, erzählen die Tierpfleger. Gespannt und voller Vorfreude wartet das Team nun auf die ersten eigenständigen Ausflüge ihrer Schützlinge. Bis es so weit ist, brauchen Pfleger wie Besucher noch Geduld und auch etwas Glück, um einen Blick auf die Mini-Kängurus zu erhaschen. Das Zoo-Team rechnet mit den ersten Ausflügen in den nächsten Wochen.  

Bei frühlingshaften Temperaturen schauen nun zwei der kleinen Hüpfer immer häufiger aus den Beuteln ihrer Mütter. „Foto: Zoo Duisburg / I. Sickmann“

 Zoo Duisburg bietet besondere Angebote an den Ostertagen   

Neben der Themenführung „Rund ums Ei“ findet am Ostersonntag wie Ostermontag eine große Eiersuche auf dem Spielplatz nahe des Streichelzoos statt.
Der Zoo ist auch an den Feiertagen regulär geöffnet.

Duisburg, 14. April 2022 - Neben einzigartigen Tiermomenten und einem Osterspaziergang in exotischer Umgebung, können sich die Besucher des Zoo Duisburg auf den neu eröffneten Spielplatz ‚Kattagaskar‘ sowie auf besondere Aktionen an den Ostertagen freuen.

Erdmännchen mit Ostereiern l Quelle: Zoo Duisburg

Themenführung „Rund ums Ei“
Warum legen Tiere Eier, gibt es im Tierreich auch bunte Eier und legen nur Vögel Eier? Bei der Osterführung erfahren Zoobesucher aus erster Hand allerlei Besonderheiten rund um das Thema Ei. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die 1,5-stündige Führung beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung findet Ostersonntag und Ostermontag statt und startet um 14.00 Uhr am Haupteingang.  


Schwarz-weißer Vari mit Ostereiern l Quelle: Zoo Duisburg

Osterei-Suche auf dem großen Abenteuerspielplatz
Auf dem großen Abenteuerspielplatz nahe dem Streichelzoo war der Osterhase unterwegs. Ostersonntag und Ostermontag können Kinder hier auf die Suche nach bunten Eiern gehen. Los geht es um 10.00 Uhr, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an der Aktion ist – abgesehen vom Eintritt - kostenfrei, der Zoo freut sich über eine Spende für seine Artenschutzprojekte.


Katta beim Sonnenbad l Quelle: Zoo Duisburg / M. Appel  

 

 Drei niedliche Erdmännchen-Jungtiere wagen sich erstmals auf die Außenanlage.

Auch bei den Kattas gibt es Nachwuchs Mit Geduld lässt sich der Nachwuchs an den Osterfeiertagen auf den Außenanlagen beobachten.  

Duisburg, 14. April 2022 - Munter wuseln drei kleine Erdmännchen über die Außenanlage, buddeln im Sand und suchen nach Mehlwürmern. Damit ist die Erdmännchen-Familie rund um Vater Elvis und Mutter Sophie auf stolze 14 Tiere angewachsen. Seit 2019 sorgte das Zuchtpaar damit schon sechs Mal für Nachwuchs. Bereits Ende Februar wurde der aktuelle Wurf geboren.

Fotos Zoo Duisburg / I. Sickmann


„Die ersten Lebenswochen mussten die kleinen Raubtiere aber im schützenden Stall verbringen, denn es galt einen Schnupfen auszukurieren“, wie Dr. Kerstin Ternes erzählt. Die erfahrene Zootierärztin gab beim Gesundheitscheck am Dienstag grünes Licht für den Ausflug auf die Außenanlage. „Alle sind fit, munter und startklar für das große Abenteuer“, so Ternes. Gemeinsam mit den betreuenden Tierpflegern brachte die Zootierärztin auch Licht ins Dunkle – und bestimmte das Geschlecht der Erdmännchen-Kinder. Das Ergebnis: Ein Männchen und zwei Weibchen.

Für die Besucher des Zoos besteht ab sofort zum ersten Mal die Chance, einen Blick auf die Kleinen zu erhaschen und das faszinierende Familienleben der sozialen Raubtiere zu beobachten.  Gerade einmal drei Wochen ist das jüngste Familienmitglied der Kattas alt. Eng an Mutter Katja gekuschelt, schläft das winzige Katta-Kind die größte Zeit des Tages. Nur manchmal schaut es mit verträumten Augen unter dem Arm seiner Mutter hervor und beobachtet die Umgebung. Bei den sozialen Lemuren der Insel Madagaskar spielen bei den Kattas nicht nur die Mütter eine wichtige Rolle. Auch kinderlose Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs.

„Auf diese Weise wird der Zusammenhalt in der Gruppe gefördert und der Umgang mit Jungtieren erlernt“, erklären die Tierpfleger. Daher dürfen auch die Töchter von Gruppenchefin Katja das jüngste Familienmitglied regelmäßig beschnuppern und putzen. Das gilt allerdings nicht für Herrmann. Das einzige Männchen in der Gruppe darf das innige Treiben nur mit Abstand beobachten. „Wie bei Kattas üblich, ist das Männchen das rangniedrigste Tier der Gruppe und hat wenig zu melden“, wissen die Tierpfleger.


Kattas sind die bekanntesten Vertreter der nur auf Madagaskar heimischen Lemuren. Charakteristisch ist ihr langer, schwarz-weißer Ringelschwanz, der hoch aufgerichtete getragen wird, wenn die Tiere auf dem Boden laufen. In Zoos wird die Tierart gerne gehalten und bekommt auch regelmäßig Nachwuchs. Auf Madagaskar, dem ursprünglichen Lebensraum, sind die Tiere hingegen nur noch gebietsweise zahlreich vertreten. Mehrere Populationen sind aufgrund von Lebensraumzerstörung stark bedroht.

 

Doppelpack im Streichelzoo: Nachwuchs bei Mini-Rindern

Erst vor wenigen Tagen wurden zwei kleine Dahomey-Zwergrinder geboren. Nun sind die Jungtiere für die Besucher des Zoos zu sehen.

Die beiden kleinen Dahomey-Zwergrinder Mario und Luigi - Foto Zoo Duisburg / M. Elbers


Duisburg, 11. März 2022 - Lange Wimpern, Kulleraugen und ein dunkelbraunes Fell: Im Streichelzoo des Zoo Duisburg wachsen derzeit zwei kleine Dahomey-Zwergrinder auf. Bei frühlingshaften Temperaturen erkundet der Nachwuchs nun die Außenanlage.  

Mit einem Abstand von gerade einmal zwei Tagen wurden die kleinen Bullen geboren. Revierleiter Maik Elbers ist mit der Aufzucht der Kälber sehr zufrieden: „Beide Mütter kümmern sich vorbildlich um ihre Kleinen und die Jungtiere trinken regelmäßig“. Um die Mutter-Kind-Bindung zu stärken, verbrachten die Kühe Rosi und Wally die ersten Tage mit dem frisch geborenen Nachwuchs im Stall. Bei frühlingshaften Temperaturen erkundeten die Kälber, die von den betreuenden Tierpflegern auf die Namen Mario und Luigi getauft wurden, nun die Außenanlage. Neugierig und ohne Scheu tobte das Duo umher und lernte auch Vater Sepp kennen. „Das Interesse war auf beiden Seiten groß, das Kennenlernen insgesamt sehr harmonisch“, freut sich Tierpfleger Elbers. 

Zoo Duisburg / I. Sickmann  

Mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter ist das Dahomey-Zwergrind eine der kleinsten Rinderasse der Welt. Die erwachsenen Tiere sind schwarz gefärbt und nicht größer als ein Shetland-Pony. Charakteristisch für diese Tierart ist ihr ausgeglichenes und ruhiges Gemüt. Anfang des letzten Jahrhunderts gelangten die ersten Dahomey-Zwergrinder über das Königreich Dahomey (dem heutigen Benin in Westafrika) in den Zoo von Antwerpen, von wo aus die Verbreitung nach Europa erfolgte. Am Kaiserberg lebt die kleine Rinderart seit drei Jahren.

 

Fingerspitzengefühl gefragt: Neuer Filter für die Seekuhhaltung schwebt in die Tropenhalle Rio Negro

Mit einem 80-Tonner-Mobilkran wurde das neue Filterelement eingesetzt.

Dabei ist die Filtration das Herzstück für die künftige Haltung von Seekühen. Finanziert wird die Maßnahme maßgeblich durch die Sparkasse Duisburg.  Fotos T. Schlipköther


Duisburg, 09. März 2022 - Mehrere Wochen wurde bis ins Detail geplant, heute war es so weit: Mit einem mobilen Autokran wurde eines von künftig drei neuen Filterelementen in den Technikbereich der Tropenhalle Rio Negro gehoben. Dabei erweitern die Elemente das komplexe System zur biologischen Aufbereitung des Wassers und sind eine Voraussetzung für die künftige Haltung von Seekühen im Zoo Duisburg.

Grundlage für den umfassenden Umbau ist das großzügige Engagement der Sparkasse Duisburg. Denn mit Spenden in Höhe von 433.000 Euro ebnete das Kreditinstitut den Weg für das Vorhaben. „Der Zoo Duisburg ist ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes Highlight unserer Stadt und ein positiver Imageträger“, erläutert Dr. Joachim Bonn, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg, das Engagement und betont: „Daher tragen wir gerne dazu bei, dass der Zoo im Vergleich mit anderen Freizeitattraktionen wettbewerbsfähig bleibt.“  

1,5 Tonnen zeigte die integrierte Waage des Autokrans an, als der Größte der insgesamt drei neuen Filter sanft in die Luft gezogen wurde. Passgenau schwebte der 6 m hohe Biofilter mit einem Durchmesser von 2,15 m durch das zuvor geöffnete Dach in den Technikbereich der Tropenhalle Rio Negro.

Der neue Biofilter ersetzt sein Vorgängermodell, welches zuvor 17 Jahre im Dauereinsatz war. Dabei verrät sein Name seine Aufgabe, denn er ist für die biologische Aufbereitung des Wassers zuständig. Um das leisten zu können, wird auch der nun eingebaute, neue Biofilter schon bald Milliarden Bakterien beherbergen. Sie sind die kleinen Helfer der komplexen Wassertechnik in der Tropenhalle Rio Negro.
„Wir bedienen uns der natürlichen Arbeitsweise der Bakterien, denn sie ernähren sich von tierischen Ausscheidungen. Durch den Abbau dieser Ausscheidungen wachsen die Bakterien und reinigen nebenbei das Wasser, in dem unsere Fische und bald auch die Seekühe leben“, erklärt Revierleiter Maik Peschke.  


Deutlich kleiner, aber nicht weniger raffiniert in seiner Arbeitsweise, ist ein weiterer Filter, welche in den kommenden Tagen mit Hilfe eines Radladers verbaut wird: Der rund 1.000 kg schwere Trommelfilter hat die Funktion eines überdimensionalen Siebes und entfernt größere Partikel aus dem Wasserkreislauf. Für die künftige Seekuhhaltung ist dieser Filterkomplex unerlässlich. Der Grund: Die südamerikanischen Giganten haben einen nahezu grenzenlosen Hunger auf pflanzliche Kost.

Futterreste, wie Salatblätter, bleiben im Sieb des Trommelfilters hängen und werden aussortiert. Ohne ihn würde die nachgelagerte Filtration schnell verstopfen. Neben dem neuen Biofilter und dem Trommelfilter wird die bestehende Filteranlage des Rio Negro außerdem um einen dritten Sandfilter erweitert. Maik Peschke erklärt die Funktion: „Die Sandfilter sollen dem Wasser feinste Schwebstoffe entnehmen und so für eine möglichst klare Sicht auf die Unterwasserbewohner der Tropenhalle sorgen“.  

Innerhalb der nächsten Tage und Wochen werden die neuen Filterelemente Stück für Stück an das bestehende Filtersystem angeschlossen und dann schrittweise in Betrieb genommen. Parallel arbeitet das Zoo-Team unter Hochdruck an der Umsetzung weiterer Maßnahmen. Hierzu zählen die Installation von Strömungspumpen, der Bau einer Futterplattform sowie Vorbereitungen zur Montage eines Schwenkkrans. Denn mit diesem werden die sanften Kolosse bei ihrer Ankunft behutsam und sicher in ihren neuen Lebensraum überführt. Wann die neuen Zoobewohner genau anreisen, steht derzeit noch nicht fest - voraussichtlich werden die Tiere noch im ersten Halbjahr 2022 aus einem anderen Zoo an den Kaiserberg kommen.


„Die Ankunft der Seekühe hängt insbesondere vom weiteren Fortschritt der komplexen Baumaßnahmen ab“, so der zoologische Leiter Oliver Mojecki. Seekühe sind gemächliche Schwimmer, die sich unter Wasser nur sehr langsam fortbewegen. Etwa alle fünf Minuten kommen die Säugetiere an die Wasseroberfläche und holen Luft. In ihrem ursprünglichen Lebensraum halten sich die Tiere meist in flachen Wasserbereichen auf. Motorboote sind in diesen Flachwasserbereichen eine große Gefahr für die Tiere.


Unfälle durch Kollisionen und Verletzungen durch Bootsschrauben sind keine Seltenheit. Auch die zunehmende Verschmutzung ihrer Lebensräume sowie die Jagd setzen den charismatischen Schwergewichten immer häufiger zu. Laut IUCN (=International Union for Conservation of Nature) gelten Seekühe als gefährdete Tierart und werden auf der sogenannten „Roten Liste“ geführt. Zum Schutz ihres Lebensraumes unterstützt der Zoo Duisburg bereits seit Jahren die Organisationen Yaqu Pacha e.V., welche sich vor Ort in Südamerika für Seekühe sowie weitere wasserlebende Tierarten stark macht.  

 

Schneeweißes Affenjungtier: Zoo Duisburg freut sich über seltenen Nachwuchs bei den Bärenstummelaffen

Auch die Oma des noch namenlosen Affenkindes lebt am Kaiserberg. Sie ist mit ihren 28 Jahren der weltweit älteste Bärenstummelaffe in einem Zoologischen Garten.

Duisburg, 25. Februar 2022 - Im Affenhaus des Zoo Duisburg wächst derzeit ein schneeweißes Bärenstummelaffen-Jungtier auf. Das kleine Männchen wurde bereits Ende Januar geboren. Für den Erhalt der stark gefährdeten Primatenart ist das ein großer Erfolg. Neben dem jüngsten Bärenstummelaffen im europäischen Zoobestand lebt am Kaiserberg mit Affen-Oma Melanie (28) auch das mit Abstand älteste Tier dieser Art in menschlicher Obhut.  


Liebevoll und mit viel Routine kümmert sich Affenmutter Black um ihr fünftes Jungtier. Das macht auch Revierleiter Alexander Nolte zufrieden: „Besser könnte es kaum laufen“. Immer häufiger wagt sich das Jungtier aus den schützenden Armen seiner Mutter und erkundet neugierig die Umgebung. Auch die Pfleger werden nun zunehmend interessant. „Black achtet aber darauf, dass der Kleine immer ausreichend Abstand zu uns hält“, erzählt der Tierpfleger. Beim Aufwachsen in der Familiengruppe genießt der kleine Bärenstummelaffe Narrenfreiheit - und zwar so lange, wie das Affenkind sein weißes Fell hat.

Fotos Zoo Duisburg

„Das verlieren die Kleinen schrittweise ab dem vierten Lebensmonat und bekommen dann ihr schwarzes Haarkleid“, weiß Nolte. Im ursprünglichen Lebensraum hat das auffällige, weiße Fell aber noch eine weitere Funktion: Es ist eine Art natürliche Lebensversicherung. „Bei Gefahr sammeln die Familienmitglieder den weißen Nachwuchs ein und bringen ihn in Sicherheit. Egal, ob es das eigene Jungtier ist oder nicht. Wir nennen so etwas ‚Tantenverhalten‘“, erläutert Alexander Nolte.  


Auch wenn in Duisburg schon über 50 kleine Bärenstummelaffen geboren wurden und der Zoo am Kaiserberg damit weltweit zu den erfolgreichsten Haltern zählt, ist jede Geburt für Nolte und seine Kollegen immer wieder ein sehr bewegendes Ereignis mit großer Bedeutung. „Jedes Jungtier ist wichtig, um den Bestand dieser bedrohten afrikanischen Primatenart in Menschenobhut zu stützen“, betont der 48-jährige.

Während die Bestände in den Regenwäldern Westafrikas bedroht sind, sind die Bärenstummelaffen in Duisburg vor Wilderei und Lebensraumverlust geschützt. Dank der guten Pflege wächst am Kaiserberg nicht nur regelmäßig Nachwuchs auf, die Tiere erreichen auch ein hohes Alter. So wie Melanie, Oma des nun geborenen Affenkindes und mit 28 Jahren der älteste Bärenstummelaffe in einem Zoo. „Sie ist wie eine liebevolle, etwas tatterige alte Oma  – ein absolutes Charaktertier bei uns im Affenhaus“, schwärmt der Tierpfleger von seinem Schützling.


Mittlerweile hat die Seniorin der Bärenstummelaffen-Gruppe gewisse Altersgebrechen, bewegt sich meist sehr langsam und bedächtig. Ihre Liebe für gekochte Kartoffeln hat sie über die Jahre beibehalten. Nolte: „Sie kommt zu uns Pflegern, riecht ausgiebig an den Knollen um sie dann laut schmatzend zu verspeisen“.

Ihre Umgebung beobachtet Melanie, trotz zunehmend schlechter Augen, noch immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten. „Das hat manchmal etwas von einer Rentnerin. Man könnte meinen, es fehlt nur noch das Kissen unter den Ellenbogen“, schmunzelt Nolte über den etwas anderen Mensch-Tier-Vergleich.

Ihren Lebensabend verbringt die Seniorin in trauter Zweisamkeit mit Partner Pagalu, der mit seinen 19 Jahren das drittälteste Tier im weltweiten Zoobestand ist.   Seit 1967 hält der Zoo Duisburg die seltenen Bärenstummelaffen. Über 50 Jungtiere wurden in den vergangenen Jahrzenten am Kaiserberg geboren.  Aufgrund dieser Erfolge wird das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die bedrohte Primatenart von Duisburg aus koordiniert. „Die Aufgabe des EEP liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammen zu stellen und eine zukunftsfähige Population in Menschenhand aufzubauen“, erklärt Oliver Mojecki, zoologischer Leiter in Duisburg.


Ursprünglich leben Bärenstummelaffen in tropischen Regenwäldern Westafrikas. Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes sowie der zunehmenden Nutzung und Abholzung der Regenwälder stuft die IUCN Bärenstummelaffen mittlerweile als „stark gefährdet“ ein. Zum Schutz von Primatenarten engagiert sich der Zoo Duisburg daher unter anderem im Rahmen des Projektes WAPCA (West African Primate Conservation Action). Das Projekt setzt sich insbesondere für den Erhalt von bedrohten Affenarten ein, welche in den Regenwäldern von Ghana sowie der Elfenbeinküste Leben. Ein Fokus der Projektverantwortlichen ist dabei insbesondere der Erhalt des sensiblen Ökosystems Regenwald.  

 

Antrittsbesuch: Karnevalsprinz Tobias I. zu Gast im Zoo

Duisburg, 23. Februar 2022 -  Für das diesjährige Oberhaupt des Duisburger Karnevals war der Besuch am Kaiserberg eines der Highlights im Kalender. Duisburg Karnevalsprinz Tobias I. machte mit seinen Hofmarschällen und Pagen Station im Zoo Duisburg. Begleitet durch Zoodirektorin Astrid Stewin besuchte das diesjährige Oberhaupt des Duisburger Karnevals Koalas, Delfine und Elefanten. Schon seit Kindertagen hat der Prinz eine enge Verbindung zum Zoo.  

„Der Zoo gehört immer zu den Highlights im Kalender des Karnevalsprinzen. Für mich als bekennender Zoo- und Tierfreund ist es daher besonders schön gewesen, vor Ort zu sein zu können und einigen Vertretern des engagierten Zoo-Teams den diesjährigen Prinzenorden zu überreichen“, sagt Tobias I.. Schon vor seiner Zeit als Prinz zeigte das diesjährige Oberhaupt des Duisburger Karnevals seine Verbundenheit zum Zoo.
„Während des Lockdowns habe ich eine Futter-Patenschaft übernommen, um einen kleinen Beitrag dazu beizutragen, dass der Zoo seinen vielfältigen Aufgaben weiter nachkommen kann“, erzählt Prinz Tobias I, der schon als Kind regelmäßig am Kaiserberg zu Gast war. „Wir hatten eine Familien-Jahreskarte und haben daher viel Zeit im Zoo verbracht “.  

Im Rahmen des Antrittsbesuches erfuhr das Karnevalsoberhaupt der Stadt aus erster Hand allerhand wissenswertes über die vielfältigen Aufgaben moderner Zoologischer Gärten. Außerdem stand ein Besuch bei den Elefanten auf dem Programm. „Die Freude war auf beiden Seiten groß, denn die betreuenden Tierpfleger haben uns Karnevalisten mit prall gefüllten Eimern voller Möhren überrascht, die wir dann an die Dickhäuter verteilen durften“, sagt der diesjährige Karnevalsprinz.    H

Karnevalsprinz mit Gefolge im Zoo - Foto „A. Wilms“   

 

Zoolauf Duisburg ist zurück am Start: Am 15. Juli 2022 wird für die Seelöwen gelaufen

 Ab sofort Meldestart für die Sommernachtsrennen über den Kaiserberg am Freitag, 15. Juli

Duisburg, 14. Februar 2022 -  Nach zwei Jahren coronabedingter Pause ist er wieder da: Der Zoolauf. Zum 13. Mal gehen Läuferinnen und Läufer am Kaiserberg am Freitag, den 15. Juli 2022, für den guten Zweck an den Start. „In diesem Jahr profitieren die Seelöwen von den laufenden Einnahmen“, freut sich Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbundes. Denn in den kommenden Jahren soll die Anlage der Kalifornischen Seelöwen am Kaiserberg modernisiert und erweitert werden.

„Dazu wird unser Fun-Run beitragen, der mittlerweile eine Institution in der Lauf-Szene ist und sich großer Beliebtheit erfreut“, so Busch. Zoodirektorin Astrid Stewin freut sich auf den Re-Start des Laufevents: „Der Zoo-Lauf ist in jedem Jahr ein Highlight im Veranstaltungskalender – für Läufer, Zuschauer und uns als Zoo. Denn mit den ‚laufenden Einnahmen‘ werden immer aktuelle Projekte unterstützt“. So konnten mit dem Reinerlös des Zoolaufs beispielsweise das Winterquartier für Flamingos realisiert sowie die Anlagen der Roten Pandas sowie Brillenbären verschönert werden. „Nun profitieren die Seelöwen, deren Anlage in den kommenden Jahren modernisiert und erweitert wird“, sagt die Zoochefin.

Wie schon in den vergangenen Jahren, sind auch beim 13. Zoolauf alle Läuferinnen und Läufer herzlich eingeladen, die Strecke verkleidet zu absolvieren. Uwe Busch: „Kostüme beim Zoolauf sind eine wohl gepflegte Tradition, die wir natürlich beibehalten“. Die Kreativität wird obendrein belohnt, denn die drei Paarläufer mit den schönsten Kostümen kommen aufs Treppchen und erhalten einen Sonderpreis. Ebenfalls gern gesehen sind tierisch schöne Team-Namen. Das Laufevent am 15. Juli 2022 beginnt um 17.30 Uhr mit dem Schülerlauf – 800 Meter gilt es hier für die 7-15 jährigen zu absolvieren.


Es folgt der Bambinilauf (17.45 Uhr / für Kinder bis einschl. 6 Jahren) über eine Distanz von 400 Metern. Die Mixedstaffel geht um 18.00 Uhr auf die 2 x 2,5 km lange Strecke vorbei an Brillenbär, Känguru und Pinguin. Den Schlusslauf bestreiten die Frauen- und Männerstaffeln, die ab 19.30 Uhr auf den Rundkurs gehen. Dabei absolviert jedes Staffelmitglied die vorgegebene Strecke mit einer Länge von 5.000 Metern einmal.

Der Reinerlös des 13. Zoolaufs kommt in diesem Jahr der Modernisierung und Erweiterung der Seelöwenanlage zu Gute. Dabei beträgt die Startgebühr für den Staffellauf 30 Euro. Schülerinnen und Schüler gehen in ihrer Altersklasse bereits für 5 Euro an den Start. Der Bambini-Lauf ist kostenfrei. Anmeldungen (für den Staffellauf nach dem Arche-Noah-Prinzip (immer zwei Starter bilden ein Team)) sind ab dem 15. Februar unter www.zoolauf-duisburg.de möglich.

Die Teilnehmerzahl beim Staffellauf ist auf 500 Paare begrenzt. Weitere Informationen erhalten Interessierte außerdem unter 0203 3000811. Passend zum diesjährigen Motto hat der Stadtsportbund ein neues Laufshirt mit Robben-Motiv an den Start gebracht. Dieses kann ebenfalls über die Internetseite bestellt werden.

 

Valentinstag im Zoo Duisburg: Anfassen ausdrücklich erlaubt

Nach einer erlebnisreichen Abendführung ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn auf die Teilnehmer warten spannende Tasträtsel.
Für alle Pärchen gilt am Valentinstag außerdem ein Erwachsenen-Sonderpreis.  

Duisburg, 08. Februar 2022 - Ob monogame Paare oder gleich ein ganzer Harem: Im Tierreich gibt es die unterschiedlichsten Formen von Beziehungen. Und auch das Liebesleben der Tiere im Zoo Duisburg halten Überraschungen bereit. Einige dieser spannenden Geschichten erfahren die Gäste bei der 1,5-stündigen Führung am 14. Februar ab 18.00 Uhr. Im Anschluss klingt der Abend im Aquarium bei einem Sekt aus. Hier geht es dann auch auf Tuchfühlung mit einem tierischen Gast sowie verschiedenen Exponaten. Um an der Valentinsaktion teilzunehmen, ist eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos unbedingt erforderlich.


Foto Zoo Duisburg / M. Fimpeler


Der Preis für die etwa zweistündige Veranstaltung außerhalb der Öffnungszeit beträgt 40 Euro pro Person und startet um 18.00 Uhr am Haupteingang des Zoos. Am Valentinstag wartet auf alle Pärchen noch ein besonderes Angebot, denn der Eintritt ist am 14.02.2022 ermäßigt: An den Tageskassen gibt es das „Pärchen-Ticket“ für zwei Erwachsene bereits zum Preis von 30 Euro. Zusätzlich erhalten die Gäste mit diesem Ticket an diesem Tag einmalig einen Rabatt in Höhe von 10% in der Gastronomie des Zoos.
 

Erste Tiergeburt im neuen Jahr: Meißner Widder haben Nachwuchs

Duisburg, 03. Februar 2022 - Die ersten Tierkinder im neuen Jahr passen noch auf die Handfläche eines erwachsenen Menschen: Sechs Meißner Widder haben Anfang Januar das Licht der Welt erblickt. Die ersten Lebenswochen verbrachten die nackten wie blinden Widderbabies im ausgepolsterten Nest im warmen Kaninchenstall. „Mittlerweile werden sie deutlich aktiver und haben die Nase auch schon aus der Wurfbox gestreckt“, erklärt Revierleiter Maik Elbers.


In den nächsten Tagen erwartet der Tierpfleger dann auch die ersten Ausflüge der Kleinen. Zuerst im schützenden Stall, bei wärmeren Temperaturen dann auch auf der Außenanlage. Das Besondere an den kleinen Widder sind die Ohren. Maik Elbers erklärt: „Noch haben die Jungtiere Stehohren. Diese kippen meist ab der zwölften Lebenswoche zur Seite“.  

- Noch halten sich die sechs kleinen Kaninchen in ihrem schützenden Nest auf. Die Haustierrasse zählt zu den bedrohten Tierarten. Foto Zoo Duisburg

Meißner Widder zählen zu den bedrohten Haustierrassen. Früher wurden die Tiere wegen ihres samtigen Fells häufig gezüchtet. Aufgrund der geringen wirtschaftlichen Bedeutung geriet die Rasse in den letzten Jahrhunderten aber zunehmend in Vergessenheit und die Bestände schrumpften deutlich. Im Jahr 1976 lebten in Deutschland lediglich noch 50 registrierte Meißner Widder. Engagierte Züchter wie auch Zoologische Gärten setzen sich dafür ein, alte Haustierrassen wie die Meißner Widder zu bewahren. Denn diese „alten Rassen“ gelten als widerstandsfähiger gegenüber denen, welche in der konventionellen Landwirtschaft gehalten werden.  


 

Tierische Inventur: Im Zoo Duisburg leben über 6.000 Tiere aus 381 Arten

Mit Klemmbrett und Stift wurde der Tierbestand am Kaiserberg drei Wochen lang gezählt.

Duisburg, 28. Januar 2022 - Zum Ende eines jeden Jahres beginnt sie, die tierische Inventur im Zoo Duisburg. Von Ameise bis Zebra – es wird alles gezählt, was am Kaiserberg in den Gehegen Zuhause ist. Nun steht das Ergebnis fest: Über 6.000 Individuen aus 381 Arten leben zum Stichtag 31. Dezember 2021 im Zoo am Kaiserberg.  

Bei der tierischen Inventur haben es einige Tierpfleger leichter, andere deutlich schwerer. Kleine, besonders flinke oder gut getarnte Tiere werden gleich mehrfach gezählt. In der Tropenhalle Rio Negro kommt sogar technische Hilfe zum Einsatz: Fotofallen bringen das ganze Jahr und nicht nur während der Inventur Licht ins Dunkle. Sie schaffen die Möglichkeit, die dämmerungs- und nachtaktiven kleinen Ameisenbären zu beobachten. Sind alle Tiere gezählt, vergleichen die Zoologen die Daten mit den Aufzeichnungen, die das ganze Jahr über gemacht werden. Denn täglich hält das Zoo-Team fest, welche Tiere geboren, verstorben, angekommen oder abgereist sind.  

Biologe Oliver Mojecki erklärt: „Der Tierbestand unterliegt stetigen Veränderungen. Indem Zoos Tiere untereinander austauschen, wird der Bestand unter geschützten Bedingungen erhalten. Mit der Abgabe unserer Nachzuchten tragen wir somit zum Arterhalt bei“. So verließen beispielsweise im Aquarium geborene Quallenarten sowie Seepferdchen Duisburg in größerer Anzahl, um in anderen zoologischen Einrichtungen ein neues Zuhause zu finden. Außerdem wurde der Bestand an wirbellosen Tierarten im vergangenen Jahr erheblich reduziert und die Anlagen teilweise für andere Arten umgenutzt.  

Im vergangenen Jahr begrüßte das Zoo-Team aber auch zahlreiche Neuankömmlinge. Den Anfang machten zwei Kaninchen-Kängurus. Die nur rund 40cm großen, dämmerungsaktiven Beuteltiere werden deutschlandweit derzeit nur in Duisburg gehalten. Hier bewohnen die kleinen Hüpfer eine Gemeinschaftsanlage mit weiteren neuen Tierarten: Kookaburras, Halbmond-Löffelenten und die langbeinigen Langschwanztrielen – eine knapp 60cm große australische Vogelart.

Kaninchen-Känguru l Quelle: Zoo Duisburg

Mit der Fertigstellung der Leguaninsel reisten weitere Tierarten aus anderen Zoos nach Duisburg. Der wohl auffälligste Bewohner der neuen Karibikhalle ist Wirtelschwanzleguan Ivan. Dabei ist die neue Leguaninsel nicht nur Heimat von Ivan.

Leguan Ivan l Quelle: Zoo Duisburg

Kubanische Baumratte, Kuba-Schlankboa sowie eine Socorro-Taube haben hier ein sicheres Zuhause gefunden. Im Giraffenhaus lässt ein Jungspund das Herz von Hornraben-Weibchen Margot (20) höher schlagen. Kajo (5) reiste aus dem Zoo von Ostrava an und wird hoffentlich Schwung in Margots Liebesleben bringen.  

Im letzten Jahr wurden am Kaiserberg gleich zwei kleine Koalas geboren. Während das Jungtier von Mutter Gooni zunehmend aktiver wird und auch für die Besucher immer häufiger zu sehen ist, wächst im Beutel von Koalweibchen Eora ein winziger, noch haarloser Koala heran.

Deutlich agiler als die schläfrig wirkenden Koalas sind Kasimir und Malinka. Quelle: Zoo Duisburg / I. Sickmann

Die zwei Tigerkinder wurden im Mai des letzten Jahres geboren und haben das Herz der Zoobesucher im Sturm erobert. Während Kater ‚Kasimir‘ als zurückhaltend gilt, ist seine Schwester ‚Malinka‘ forsch und den Pflegern gegenüber sehr aufgeschlossen.

Tigerjungtiere l Quelle: Zoo Duisburg / R. Jodgalweit

Nachwuchs gab es aber nicht nur bei einigen der prominenteren Zoobewohner. Im Streichelzoo toben die Alpaka-Kinder Nari und Valentina umher, während in direkter Nachbarschaft erstmals kleine Meißner Widder über die Anlage hoppeln. Tierkinder erfreuten Tierfreunde und Zoo-Team unter anderem auch bei den Erdmännchen, den Seelöwen, den Emus, den Brillenpinguinen, Trampeltieren und den Kirk-Dikdiks.

Nahezu unsichtbar schleicht im dichten Dschungel der Tropenhalle Rio Negro ein junger Tamandua, wie kleine Ameisenbären auch genannt werden, durchs Geäst – rekordverdächtig, denn Mutter Persea brachte mittlerweile sieben Jungtiere auf die Welt. Im benachbarten Aquarium gelang den Pflegern eine ganz besondere Nachzucht: Rund 50 kleine Loiselle-Madagaskarbuntbarsche erblickten in einer extra für sie hergerichteten Zuchtanlage hinter den Kulissen das Licht der Welt. Das Besondere: Erst als zweitem Zoo in Europa gelang es in Duisburg, diese stark gefährdete Fischart der Insel Madagaskar zu vermehren und somit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Tierart zu leisten.

Loiselle-Madagaskarbuntbarsch l Quelle: Zoo Duisburg


 

 Erster Neuankömmling in diesem Jahr: Ein Bambushai ist in den Zoo eingezogen

Die kleine Haiart steht als Botschafter für viele stark gefährdete Artgenossen. Denn der globale Handel mit Haifischflossen setzt den weltweiten Haibeständen stark zu

Duisburg, 14. Januar 2022 - Rund 77 cm ist der neue Bewohner des Duisburger Aquariums lang. Der weibliche Bambushai und soll am Kaiserberg für Nachwuchs sorgen. Die Reise ins neue Zuhause hat das Weibchen in einem speziellen Transportbehälter gut überstanden und lernte bereits ihren Artgenossen und Mitbewohner kennen. Im Riff-Aquarium des Zoo Duisburg lebte bisher nur Lenny, der Single-Bambushai.

Foto: Zoo Duisburg


„Wir hoffen durch das neue Weibchen nun auf Nachwuchs bei dieser kleinen und potentiell gefährdeten Haiart. Außerdem möchten wir mit diesen Tieren für die Bedrohungssituation von vielen anderen Haien aufmerksam machen und Menschen die unbegründete Angst vor den Raubfischen nehmen“, verdeutlicht der zoologische Leiter Oliver Mojecki. Das erste Zusammentreffen der Tiere verlief überaus vielversprechend – Lenny näherte sich binnen weniger Minuten seiner Partnerin und nahm bereits Körperkontakt auf. Das nährt die Hoffnung, dass es in Zukunft Haibabys in Duisburg geben könnte.   Ihr unbegründet schlechter Ruf eilt Haien meist voraus:
Sie gelten nicht als Sympathieträger, werden daher häufig nicht gut genug geschützt und gnadenlos gejagt. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr rund 100 Millionen Haie durch den Menschen. Das hat zur Folge, dass rund 75% aller Haiarten auf der sogenannten Roten Liste stehen. Dabei sind die Gründe für die Gefährdung vielfältig: Haie landen ungewollt als sogenannter Beifang in Netzen wie an Langleinen, ihr Lebensraum wird verschmutzt und Riffe zerstört. Auch die Kinderstube vieler Haiarten wird immer kleiner, denn die für Babyhaie so wichtigen Mangrovenwälder werden gerodet.

Der Hauptgrund für das Verschwinden der Meeresräuber liegt aber in der gezielten Fischerei. Insbesondere wegen ihrer Flossen werden Haie gezielt gefangen. Meist noch lebend, werden den Tieren die Flossen abgetrennt – der Körper dann über Bord geworfen, wo sie leidvoll sterben. Hauptsächlich werden die Flossen in getrocknetem Zustand in asiatische Länder exportiert. Dort finden sie Verwendung in Haifischflossen-Suppe sowie der traditionellen Medizin. Aber auch innerhalb Europas werden Haie kommerziell gehandelt und das Fleisch verkauft. Hierzu zählt unter anderem die sogenannte Schillerlocke, mit der die geräucherten Bauchlappen des Dornhais gemeint sind. Aber auch als Haifischsteak findet das Fleisch Abnehmer.  


Der stetige Rückgang von Haien hat Auswirkungen auf das Ökosystem Meer. Als Raubtiere am Ende der Nahrungskette nehmen insbesondere die großen Haiarten eine wichtige Rolle ein. Sie kontrollieren die Population ihrer Beute. Fehlt der Hai, kommen die sensiblen Nahrungsbeziehungen und schlussendlich das ganze Ökosystem Meer aus dem Gleichgewicht.  

 

Besondere Themenführungen für Groß und Klein

Neben thematisch wechselnden Monatsführungen haben Gäste des Zoos im Rahmen der Führung „Das Erwachen der Zootiere“ noch vor der regulären Öffnungszeit die Möglichkeit, den Zoo zu besuchen.
„Das Erwachen der Zootiere“ / Januar bis März 2022
Duisburg, 12. Januar 2022 - Wie starten die Tierpfleger in den Tag, welche Tiere sind schon früh auf den Beinen und wer zählt zu den Langschläfern? Noch vor der regulären Öffnungszeit haben Interessierte die Möglichkeit, sich über die Tagesabläufe am Kaiserberg aus erster Hand zu informieren und die besondere morgendliche Atmosphäre zu erleben. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die 1,5-stündige Zooführung außerhalb der Öffnungszeiten beträgt 24 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder. Die Führung startet an ausgewählten Terminen von Januar bis März jeweils um 7.30 Uhr am Haupteingang.  


„Tiere im Winter“ / 29. Januar 2022
Bei der Themenführung „Tiere im Winter“ erfahren Zoobesucher aus erster Hand, wie sich die Tiere im Zoo Duisburg auf die kalte Jahreszeit vorbereitet haben. So haben sich die Seelöwen eine Speckschicht angefressen, die Riesenotter baden in ihrem beheizten Outdoor-Pool und die Trampeltiere tragen ein dichtes Winterfell. Kleiner Panda, arktischer Wolf und Vielfraß freuen sich hingegen über kühlere Temperaturen und sind bestens an diese angepasst. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die 1,5-stündige Führung beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung startet um 12.00 Uhr am Haupteingang.    

Luchs - Foto: Zoo Duisburg / M. Appel“


„Liebe im Tierreich“ / 26. Februar 2022
Ob monogame Paare oder gleich ein ganzer Harem, im Tierreich gibt es die unterschiedlichsten Formen von Beziehungen. Und auch das Liebesleben der Zoobewohner am Kaiserberg hält einige Überraschungen bereit. Einige der spannenden Geschichten rund um das Liebesleben von Koalas, Gorillas und Schildkröten erfahren Gäste des Zoos bei der Themenführung „Liebe im Tierreich“. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die 1,5 stündige Führung beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung startet um 12.00 Uhr am Haupteingang.  


„Fit im Alter – eine Aktivführung“ / 26.03.2022
Dank der guten Pflege erreichen viele Zootiere ein hohes Alter. Aber auch natürliche Verhaltensweisen und Bewegungsabläufe der Tiere lassen diese im Alter meist fit sein. Bei der Themenführung „Fit im Alter“ erfahren interessierte Zoobesucher, welche tierischen Übungen sich auf den menschlichen Alltag übertragen lassen und wie Tiere beispielsweise Rücken- sowie Nackenschmerzen ganz nebenbei entgegen wirken. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die 1,5-stündige Führung beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung startet um 12.00 Uhr am Haupteingang.   Die aktuellen Hygieneregeln rund um die Corona-Pandemie hat der Zoo auf seiner Website zusammengefasst: https://zoo-duisburg.de/corona  

 

Stadtsportbund spendet 4.500 Euro für den „Reptilienfonds“ des Zoo Duisburg

Marathon-Zuschuss für das Freilandterrarium der Ringelnattern

Duisburg, 12. Januar 2022 - Die erste gute Tat des Jahres: Der Stadtsportbund Duisburg e.V. hat dem Zoo Duisburg 4.500 Euro gespendet. Die Gelder stammen aus dem 38. Rhein-Ruhr-Marathon und helfen beim Bau eines Freilandterrariums für die heimischen Ringelnattern. Schon seit Jahren engagiert sich der Zoo Duisburg für diese faszinierenden Reptilien. In der Vergangenheit wurden Mini-Schlangen hinter den Kulissen des Aquariums ausgebrütet, um diese nach erfolgreicher Aufzucht in geeignete Biotope in NRW auszuwildern. „Mit dem Bau eines Freilandterrariums wollen wir unseren Besuchern diese heimische Tierart näherbringen und für die Gefährdung der für den Menschen harmlosen Schlangen sensibilisieren“, erklärt Astrid Stewin.


Der SSB hatte seine Schlangenhilfe bereits im vergangenen Jahr initiiert. Zahlreiche Spenden und ein Teil der Startgebühr des 38. Rhein-Ruhr-Marathons, der einmal mehr als virtuelles Rennen an den Start ging, kamen in diesen ganz analogen Reptilienfonds. Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, ist dennoch zufrieden, zumindest 4.500 Euro überwiesen zu haben. „In den Jahren vor der Pandemie konnten wir stets etwa 10.000 Euro spenden. Auch wenn es dieses Mal nicht ganz so viel ist, unsere Spende zeigt, dass wir auch in schwierigen Zeiten unsere Partner nicht vergessen“, sagt Uwe Busch. Der SSB-Geschäftsführer geht davon aus, dass die Erlöse aus dem diesjährigen Zoolauf höher ausfallen können.


„Wir wollen nach zwei Jahren Pause den Zoolauf wieder an den Start bringen. Noch gibt es zwar keinen genauen Termin, ich gehe aber davon aus, dass wir wieder im Juni laufen werden“, so Busch. Darüber hinaus will der SSB am 12. Juni den 39. Rhein-Ruhr-Marathon zurück auf Duisburgs Straßen bringen. Beide Veranstaltungen tragen wesentlich dazu bei, dass der Stadtsportbund seit 2005 knapp 130.000 Euro an den Zoo Duisburg spenden konnte. Zahlreiche Projekte am Kaiserberg wurden mit der Unterstützung umgesetzt. Neben einem warmen Winterquartier für Flamingos konnten mit der „Laufenden Unterstützung“ beispielsweise auch die Anlagen der Roten Pandas sowie der Brillenbären verschönert werden.

Foto Zoo Duisburg


Zoo Duisburg: Feierabendticket gilt in der Wintersaison 2022 auch an Wochenenden

Wer den Zoo am Nachmittag im Winter besucht, kann sich auf vergünstigte Eintrittspreise freuen.

 

Duisburg, 03. Januar 2022 - Zum 03. Januar 2022 erweitert der Zoo die Gültigkeit des Feierabendtickets. Der Nachmittagstarif, welcher zuvor nur an Werktagen gültig war, gilt in der Wintersaison 2022 (Januar + Februar sowie November + Dezember) auch an Wochenenden. Eine Stunde vor dem regulären Kassenschluss kann das Feierabendticket erworben werden. Die reduzierten Erwachsenentickets kosten dann 8,50 Euro, Eintrittskarten für Kinder 5,00 Euro.

„Mit der Ausweitung des Feierabendtickets schaffen wir für unsere Gäste ein zusätzliches Angebot, um den Zoo noch häufiger in den Nachmittagsstunden zu besuchen -  und das zu einem attraktiven Preis“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin.

 

Zur aktuellen Winterzeit ist der Zoo täglich von 9.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Kassen schließen um 15.30 Uhr, das Feierabendticket kann derzeit ab 14.30 Uhr an den Tageskassen erworben werden.

Foto: Zoo Duisburg / M. Vogelfänger

Ein schräger Vogel mit großer Klappe ist nicht mehr Single

Der Hornrabe ‚Margot‘ hat wieder einen Partner. ‚Kajo‘ zog aus dem Zoo von Ostrava an den Kaiserberg. Seine Aufgabe: Eine Herzenssache.

Duisburg, 29. Dezember 2021 - Schwarzer Schnabel, bezaubernde Augen und lange Wimpern – Hornrabe Margot (20) ist ein echter Hingucker. Einige Zeit lang war die sympathische Vogeldame Single, ein Schicksalsschlag machte sie zur Witwe und alleinerziehenden Vogel-Mutter. Nun soll ein geeigneter Partner wieder Schwung in ihr Liebesleben bringen.  

Hornrabenpärchen Margot (li.) und Kajo (re.) - Quelle: Zoo Duisburg

Vor 13 Monaten verlor Hornrabe Margot ihren langjährigen Partner Erich im hohen Alter von 30 Jahren – ein Hüftschaden machte ihm das Laufen nicht mehr möglich. Seitdem zog die als aufgeschlossen geltende Vogeldame den gemeinsamen Nachwuchs alleine auf. „Aber auch Tierkinder werden groß und verlassen ihre Eltern einmal“, weiß Revierleiter Philipp Goralski. Um selber auf Brautschau zu gehen, zog es ihren letztgeborenen Sohn in Richtung Ostrava (Tschechien). Im Tausch verschlug es ‚Kajo‘ im November nach Duisburg. Der fünfjährige Hornraben-Mann soll nun wieder Schwung in ‚Margots‘ Liebesleben bringen und an die Zuchterfolge der Vergangenheit anknüpfen.  

 Erste Annäherungsversuche zwischen der alt eingesessenen ‚Margot‘ und dem neuen Mann in ihrem Leben waren vielversprechend. „Schon nach wenigen Stunden haben sie sich gegenseitig umworben. Mittlerweile Singen die Zwei sogar zusammen und sind gemeinsam unterwegs“, berichtet der Tierpfleger. „Man könnte meinen, dass sie sich schon viele Jahre kennen“. Das der Funke zwischen den Beiden übergesprungen ist, zeigt auch das besondere Balzverhalten der Südlichen Hornraben: „Sie machen sich gegenseitig Geschenke“, weiß Goralski. „Kleine Äste oder Strohhalme werden dem Partner überreicht und so um die Gunst geworben“.  

‚Margot‘ und ‚Kajo‘ scheinen somit eine für Südliche Hornraben übliche lebenslange Partnerschaft einzugehen. Eine Partnerschaft, die von Vertrauen und Fürsorge geprägt sein wird. Das zeigt sich auch im Brutritual: „Die Weibchen legen die Eier in eine Baum- oder Felshöhle. Während der rund 40tägigen Brutzeit versorgt das Männchen seine Partnerin mit Nahrung“, erklärt Philipp Goralski. „Wenn die Jungvögel im Alter von etwa 86 Tagen flügge sind, unterstützt das Männchen die Aufzucht weiterhin“.  
Südliche Hornraben sind mit einem Gewicht von bis zu sechs Kilogramm die schwersten Vertreter aus der Familie der Hornvögel und leben ursprünglich in Afrika. Hier durchstreifen sie die Steppen und Savannen auf der Suche nach Nahrung. Große Insekten, Reptilien, Jungvögel und Kleinsäugetiere stehen auf dem Speiseplan der bis zu 100 cm hohen Tiere. Bei der Nahrungssuche setzten sie ihren Schnabel sehr geschickt ein und können selbst kleinste Insekten zielgenau aufpicken. Im Anschluss werfen sie diese in die Luft um sie sich dann in den Schnabel fallen zu lassen. Zu ihren wohl charakteristischsten Merkmalen zählt die rote Gesichts- und Kehlhaut, die frei von Federn sind und zur Balz eingesetzt wird dienen.  

In den letzten Jahren sind die Bestände des Südlichen Hornraben stetig geschrumpft. Grund dafür ist der Verlust von Lebensräumen und auch die gezielte Jagd auf die Vögel. Denn ihre Körperteile werden in der traditionellen Medizin verwendet. Daher führt die IUCN (=International Union for Conservation of Nature) den Südlichen Hornraben auf der sogenannten Roten Liste als „gefährdete Tierart“.  

Besonderer Moment im Zoo Duisburg: Tierpfleger ist bei Koalageburt live dabei

Das Jungtier in Gummibärchengröße krabbelte selbstständig in den Beutel von Mutter Eora. Entwickelt sich das Kleine normal, wird es in etwa fünf Monaten wieder zu sehen sein. Das Video („Video: Zoo Duisburg / M. Chindemi“) der Koalageburt: https://we.tl/t-5DMPiCgUHK

Duisburg, 15. Dezember 2021 - Europaweit gilt der Zoo Duisburg als Kompetenz- und Zuchtzentrum für Koalas. Zahlreiche Jungtiere der grauen Beuteltiere sind bereits am Kaiserberg groß geworden. Nun hat Revierleiter Mario Chindemi eine besondere Beobachtung gemacht: Er konnten die Geburt eines kleinen Koalas live verfolgen.  

Koala-Mutter Eora - Foto Zoo Duisburg / I. Sickmann

Plötzlich ist es da: Rosa, völlig haarlos und nicht größer als ein Gummibärchen wird das Koalajungtier nach 32 Tagen Schwangerschaft geboren. Mit dem flauschigen Aussehen seiner Artgenossen hat das Kleine noch nichts gemein. Wie ein rosa Wurm krabbelt es selbstständig durch das graue Fell von Mutter Eora in Richtung Beutelöffnung.
„Die Strecke von der Urogenitalöffnung des Weibchens bis zum schützenden Beutel ist mit rund sieben Zentimeter aus menschlicher Sicht nicht weit, für so einen Winzling ist es aber ein beschwerlicher Weg mit vielen Gefahren“, weiß Revierleiter und Koalakenner Mario Chindemi. Der Grund: Die Mutter kann ihrem Jungtier nicht helfen.


„Bei der Geburt verharren die Weibchen in einer Art Trance. Sie bewegen sich nicht, damit das Kleine den Weg in den Beutel finden kann“, erklärt Chindemi. Im schützenden Beutel angekommen, sucht sich das blinde und taube Jungtier mit Hilfe der Nase eine der zwei Zitzen aus, krabbelt an diese heran und saugt sich fest. In genau diesem Moment schießt die Mutter Milch in die Zitze, die daraufhin im Mund des Mini-Koalas stark anschwillt. „Das Prinzip funktioniert wie bei einem Druckknopf – so wird das Kleine fest an der Zitze gehalten“, veranschaulicht der Koalapfleger.  

Als das nun geborene Jungtier den schützenden Beutel von Mutter Eora erreichte, machte sich Erleichterung breit. „Die Anspannung fällt etwas ab“, erzählt Chindemi, der aber auch um die Herausforderungen der nächsten Zeit weiß: „Es ist ein erster Schritt, nun müssen wir die Daumen drücken. Passieren kann immer etwas, das haben wir in der Vergangenheit auch erleben müssen“. Im Verborgenen und für Pfleger wie Besucher unsichtbar, wird das winzige Koalakind in den nächsten Monaten hoffentlich stetig wachsen und an Gewicht zunehmen. Nur über die Gewichtskontrolle der Mutter lassen sich Rückschlüsse auf den Entwicklungszustand des Jungtieres ziehen.


Läuft die Aufzucht unproblematisch, so wird das Pflegerteam rund vier bis sechs Wochen nach der Geburt auch äußerlich Bewegungen sehen. Später schaut dann mal ein Ärmchen oder Beinchen heraus. Erst nach fünf bis sechs Monaten wird dann der Kopf zu sehen sein.  
Für Revierleiter Chindemi war es nicht die erste Geburt, die er live verfolgen konnte. „Mittlerweile durfte ich bei diesem besonderen Moment sechs Mal dabei sein. Und es ist jedes Mal wieder sehr bewegend“, betont der Tierpfleger. Denn meist gebären die Weibchen in der Nacht und das ist dann auch für die betreuenden Pfleger unsichtbar. Das dieser so besondere Moment festgehalten werden konnte, ist für die Zucht von Koalas enorm wertvoll.

„Die Aufnahmen können wir nun der Fachwelt zur Verfügung stellen. Sie helfen den Kolleginnen und Kollegen dabei den komplexen Geburtsvorgang noch besser verstehen zu können“, so Dr. Kerstin Ternes. Die Zootierärztin koordiniert von Duisburg aus die europaweite Zucht der bedrohten Beuteltiere im Rahmen des EEP (Europäisches ex-situ Programm).

„Das EEP ist eine Art Singlebörse für Zootiere und dafür da, genetisch geeignete Partner zu finden und diese zusammen zu führen. Dadurch trägt die Zoogemeinschaft dazu bei, wichtige Reservepopulationen fernab des ursprünglichen Lebensraumes zu schaffen. Das ist insbesondere bei den bedrohten Arten enorm wichtig“, so Dr. Ternes.  Das Video („Video: Zoo Duisburg / M. Chindemi“) der Koalageburt:
https://we.tl/t-5DMPiCgUHK




Speed-Dating im Zoo Duisburger: Es knistert im Koalahaus

Koala-Weibchen Sydney ist mehrere Wochen zu Gast am Kaiserberg. Ihre Mission: Familienplanung im Sinne des Artenschutzes. Ihren Partner Irwin hat das schüchterne Beuteltier bereits kennengelernt.  

Duisburg, 13. Dezember 2021 - Das Koalahaus im Zoo Duisburg hat einen neuen Bewohner – aber nur auf Zeit: Sydney (4) reiste bereits Ende November aus dem Zoo von Dresden ins Ruhrgebiet. Da es mit ihrem Partner in Sachsen nicht funkte, soll es nun am Kaiserberg in Sachen Familienplanung klappen.  

Die Reise an nach Duisburg hat Sydney gut überstanden. „Direkt nach dem Aussteigen aus der Transportkiste hat sie sich aufmerksam umgesehen“, erzählt Revierleiter Mario Chindemi. Begleitet wurde das Dresdener Beuteltier von ihrem vertrauten Pfleger, der auch die Eingewöhnung begleitete. „Alles verlief recht unaufgeregt, auch wenn Sydney zu Beginn beeindruckt von den anderen Koalas war“, so Chindemi, der seinen neuen Schützling als eher schüchtern und zurückhaltend beschreibt. Die erste Zeit verbrachte der Neuankömmling daher noch hinter den Kulissen der Koala-Anlage, ist nun aber phasenweise auch vom Besucherbereich aus zu sehen.

Koala-Weibchen Sydney - Foto Zoo Duisburg

„In unserer Koala-Gruppe soll Sydney insbesondere lernen, wie man mit Jungtieren umgeht“, erklärt Fachmann Chindemi. Dass genau das wichtig sein wird, liegt auf der Hand. Denn die Suche nach einem neuen Partner ist es, die Sydney aus Dresden ins fast 600 km entfernte Duisburg verschlagen hat. Mario Chindemi erklärt: „Koalas zählen zu den bedrohten Tierarten, eine stabile Reservepopulation unter geschützten Bedingungen ist für den Erhalt der Beuteltiere enorm wichtig. Das erreichen wir nur, wenn es auch Nachwuchs gibt“.  

Koala Irwin - Foto Zoo Duisburg / I.Sickmann


Das man in Duisburg weiß, wie es in Sachen Koalazucht funktioniert, ist kein Geheimnis. In den letzten Jahrzenten zog das Team weit über 30 Jungtiere erfolgreich auf und gilt daher europaweit als Kompetenzzentrum rund um die Haltung der grauen Beuteltiere. Von diesem Wissen soll nun auch Sydney profitieren, bei der es bisher in Sachen Familienplanung nicht geklappt hat. Zuständig dafür ist insbesondere Irwin (13). Der der stattliche Koalamann weiß nur zu gut, wie er einer Partnerin erfolgreich imponiert. Bereits acht Mal hat der gebürtige Australier am Kaiserberg für Nachwuchs gesorgt. Chindemi plaudert aus dem Nähkästchen: „Das erste Rendezvous zwischen Sydney und Irwin verlief vielversprechend. Nun heißt es abwarten“.  


Wenn alles klappt, wird nach einer Schwangerschaft von etwas über 30 Tagen ein kleiner Koala geboren, der dann in den Beutel der Mutter krabbelt und sich fest an einer Zitze ansaugt. Entwickelt sich das Jungtier arttypisch weiter und geben die Koalaexperten aus Duisburg grünes Licht, so wird Sydney mit ihrem noch unsichtbaren Jungtier im Beutel zu Beginn des kommenden Jahres das Ruhrgebiet wieder verlassen und zurück nach Dresden kehren. In der Hoffnung, dass auch dort eine neue Generation Koalas heranwächst und somit die Reservepopulation dieser bedrohten Beuteltiere unter geschützten Bedingungen stärkt.  


Der Teju lässt sich Schnecken schmecken

Rund 9.000 Tiere beherbergt der Zoo Duisburg. Einige von ihnen haben ganz besondere Ernährungsgewohnheiten und Lieblingsspeisen – so auch der Krokodilteju.

Duisburg,10. Dezember 2021 - Reife Avocados, frischer Hering und handverlesene Salatblätter. Was auf den ersten Blick scheint wie die gut sortierten Wochenangebote im Supermarkt, ist tatsächlich Teil des täglichen Futterbedarfes der Tiere des Zoo Duisburg. Zu den außergewöhnlichsten Speisen, die im Tierpark serviert werden, gehören wohl Weinbergschnecken – jede Woche sind es 20 Stück.

Krokodilteju Karl - Foto Zoo Duisburg - liegt auf seinem Lieblingsplatz, einer Astgabel hoch oben im Baum. Von hier aus hat das Reptil mit dem feuerroten Kopf die Umgebung im Blick. Knurrt ihm der Magen, geht es auf Nahrungssuche nahe der Wasserstelle.

„Die Tiere sind ausgesprochen gute Schwimmer und jagen überwiegend am und im Wasser“, erzählt Maik Peschke. Zweimal in der Woche reicht der Tierpfleger seinem Schützling eine besondere Speise: Weinbergschnecken. Mit seinen kräftigen Kiefern kann Karl das Haus seiner Beute mühelos knacken und die weiche Schnecke fressen - die Schalen schluckt er dabei nicht mit hinunter. Die schleimige Kost ist abgezählt, 20 Schnecken gibt es pro Woche. Außerdem zwischendurch auch mal kleine Fischchen.

„Karl würde auch gerne mehr Weinbergschnecken fressen, aber wir müssen auch darauf achten, dass er sein Idealgewicht hält und nicht zu viel Speck ansetzt“, betont Peschke. Angeliefert wird Karls Leibspeise übrigens per Post – und stammt aus einer Zuchtanlage für Schnecken in Österreich. Glitschig ist auch die Kost der Brillenpinguine, Kalifornischen Seelöwen und Großen Tümmler. Verschiedene Arten Seewasserfisch stehen auf dem Speiseplan der Meeresbewohner:
Serviert werden u.a. Hering, Wittling, Lodde und Makrele. Wie bei allen Futtermitteln, wird auch beim Fisch Wert auf gute Qualität gelegt. „Wir beziehen den Fisch aus zertifizierter Fischerei, die nur in schadstoffarmen Gewässern auf Fang gehen“, erzählt Dr. Kerstin Ternes, Zootierärztin und Kuratorin für Meeressäuger. Aber auch Tintenfisch steht auf dem Speiseplan – insbesondere bei den Großen Tümmler. „Tintenfische verfüttern wir vor allem, da diese viel Wasser enthalten. So decken wir den Flüssigkeitsbedarf der Delfine. Denn die Tiere trinken nicht“, erklärt die Delfinexpertin.


Auch Koalas trinken nicht, wie Tierpfleger Mario Chindemi weiß: „Der Morgentau auf den Eukalyptusblättern und das Wasser in der Pflanze selbst reichen den Tieren aus“. Bis das saftige Grün von den Duisburger Koalas aber verputzt werden kann, ist es ein langer Weg. Via Luftfracht gelangt regelmäßig ein Teil des Koalafutters von Miami aus nach Duisburg. Hier wird es nach der rund 7.606 km langen Reise aus den USA in einem eigenen Kühlhaus gelagert und portionsweise verfüttert. „Jeden Tag bieten wir unseren Tieren vier bis sechs verschiedene Sorten Eukalyptus an. Diese große Auswahl ist wichtig, damit man Koalas halten kann“, verdeutlicht der Tierpfleger.

Foto Zoo Duisburg / I. Sickmann. Koala frisst

Die Pfleger des Koalahauses sind es auch, die einen ganz besonderen Futterbrei vorbereiten – nicht für die Koalas, sondern für die zwei Ameisenigel des Zoos. Die skurrilen Gesellen mit ihren Stacheln und der langen Nase gehören zur den eierlegenden Säugetieren. Der Inhalt ihres Futters – gewöhnungsbedürftig. Insektenlarven, Blutmehl, Gehacktes und Öl werden in einem Standmixer zerkleinert. Der entstehende Futterbrei wird im Anschluss in spezielle Gefäße gefüllt. Die haben einen Deckel mit vielen Löchern, durch welche die Ameisenigel ihr Futter heraus schlabbern. So wird die natürliche Nahrungssuche simuliert.

Foto Zoo Duisburg / I. Sickmann. Ameisenigel an Futterstation


Auch die Ameisenbären des Zoos bekommen täglich einen Futterbrei gereicht – immer dann, wenn die Pfleger Feierabend machen und die dämmerungsaktiven Tiere langsam wach werden. Zielsicher steuern die Ameisenbären die Futterstationen an. Mit der klebrigen Zunge, die blitzschnell aus der langen Schnauzte schnellt, wird die bräunliche Masse, die Insekten beinhaltet, aufgeschleckt. Zu den besonderen Leckerbissen, die der Zoo seinen Ameisenbären anbietet, zählen Avocados.

Das weiche Fruchtfleisch der halbierten Früchte wird von den Tieren direkt aus der Avocado-Schale geschlabbert und in den kleinen Mund befördert. Rein vegetarisch ernähren sich die Rentiere des Zoos. Neben speziellen Pellets, Heu und frischem Laub wird täglich auch ein besonderer Leckerbissen gereicht: Ein Karton fluffiges Moos. „Unser Rentiermoos importieren wir aus Skandinavien. Es ist das natürliche Futter der Rentiere“, erklärt Tierpfleger Maik Elbers.

Rentiermoos - Foto Zoo Duisburg

Im getrockneten Zustand kommt es in Kisten verpackt und auf Paletten gestapelt in Duisburg an. Portionsweise wird es über Nacht mit Wasser eingeweicht und bekommt dann seine lockere Konsistent. „Wenn es Moos gibt, sind alle Rentiere außer Rand und Band“, berichtet Elbers. Was für die Rentiere Moos ist, ist für die Gorillas Salat. Die sanften Riesen sind ebenfalls reine Vegetarier und ernähren sich ausschließlich von Gemüse. „Obst füttern wir in der Regel nicht“, verrät Alexander Nolte und lacht: „Und somit auch keine Bananen“. Der Grund: Die Futterpläne jeder Tierart im Zoo sind an die arttypischen Ernährungsweisen angelehnt. „Da die Gorillas in Afrika vor allem Blätter fressen, gibt es bei uns eben auch vorwiegend Laub und Gemüse. Als Leckerbissen zwischendurch auch Nüsse“.

Gorilla frisst Gemüse -  Foto Zoo Duisburg / M. Appel

Auch die Bärenstummelaffen werden von Alexander Nolte und seinen Kollegen betreut. Die Ernährung der Blattfresser stellt die Pfleger vor Herausforderungen. Rund 60% ihrer Nahrung besteht aus Blättern, die im Winter nicht frisch geerntet werden können. Alexander Nolte erklärt die aufwändige Prozedur, wie die Futterversorgung auch in den kalten Monaten sichergestellt wird: „Im Sommer ernten wir tagelang Laub auf dem Zoogelände und frieren dies portionsweise ein. So haben wir auch im Winter geeignetes Futter für die Bärenstummelaffen“.


Die Versorgung der Tiere des Zoos ist aufwändig und kostenintensiv. Auf rund 50.000 Euro belaufen sich die Futterkosten pro Monat. Tierfreunde, die sich im Rahmen einer Tierpatenschaft für ihr Lieblingstier engagieren, helfen dem Zoo aktiv bei der Pflege und Haltung des seltenen und teils hochbedrohten Tierbestandes. Auch zu Weihnachten sind Tierpatenschaften ein besonderes Geschenk mit emotionalem Wert. Weitere Informationen zu den Tierpatenschaften gibt es unter https://zoo-duisburg.de/patenschaften.

 

 

Schwergewichte zum Verlieben: Seekühe ziehen in den Zoo Duisburg ein

Ermöglicht wird die Haltung der charismatischen Vegetarier durch das Engagement der Sparkasse

Duisburg, 03. Dezember 2021 -  Die Umbaumaßnahmen haben bereits begonnen.   Duisburg Der Zoo Duisburg ist schon bald Heimat einer außergewöhnlichen Tierart: Seekühe werden ab dem kommenden Jahr das großzügige Wasserareal der Tropenhalle Rio Negro bewohnen. Die umfassenden Baumaßnahmen werden durch die Sparkasse Duisburg finanziert. Dabei steht besonders die Wasserqualität im Fokus.  

Foto Thomas Schimmel / Tiergarten Nürnberg“ 


Sie können bis zu vier Meter lang werden, erreichen ein Gewicht von maximal 800 Kilogramm und zählen zu den imposantesten Bewohnern der Flussmündungen Süd- und Mittelamerikas: Seekühe. Die wasserlebenden Säugetiere mit dem kreisrunden Schwanz werden deutschlandweit derzeit nur in einem Zoologischen Garten gehalten. Dank der Sparkasse Duisburg werden die Manatis, wie Seekühe auch genannt werden, voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2022 in den Zoo Duisburg einziehen.


„Der Zoo hat für die Duisburgerinnen und Duisburger einen Naherholungswert, Freizeitwert und auch einen pädagogischen Wert und verbessert somit die Lebensqualität in unserer Stadt“, erläutert Dr. Joachim Bonn das Sparkassenengagement für den Zoo und betont: „Zudem ist er für Duisburg ein über Stadt- und Landesgrenzen hinaus positiv wirkendes Aushängeschild das dem Standort Duisburg zu Gute kommt. Gleichzeitig steht der Zoo aber mit anderen Freizeitangeboten im Wettbewerb. Daher tragen wir sehr gerne dazu bei, die Attraktivität des Zoos zu unterstützen.“


Beobachten können die Besucher die elegant daher gleitenden Manatis künftig durch eine 18 Meter lange Panoramascheibe. Das Wasserareal werden sich die imposanten Tiere mit verschiedenen südamerikanischen Fischarten teilen. Futterplätze nahe dem Unterwassereinblick in der Tropenhalle Rio Negro bieten den Besuchern ein eindrucksvolles und hautnahes Tiererlebnis. „Seekühe gehören zu meinen Lieblingstieren, deshalb freue ich mich ganz besonders“, zeigt sich Dr. Joachim Bonn begeistert. Und auch Zoodirektorin Astrid Stewin freut sich auf die neuen Zoobewohner und betont die Bedeutung der Haltung für den Artenschutz: „Wir wollen Emotionen wecken und für die Tiere wie den Lebensraum Regenwald begeistern“.


„Durch das Engagement der Sparkasse Duisburg sind wir in der Lage, die Voraussetzungen für die Haltung von Seekühen zu schaffen und die Tropenhalle Rio Negro attraktiv für die Zukunft aufzustellen. Diese Möglichkeit zu bekommen macht uns sehr glücklich und ich danke der Sparkasse Duisburg von Herzen“, so Stewin weiter.  
Bis die Seekühe in die Tropenhalle Rio Negro einziehen werden, bedarf es umfassender Umbaumaßnahmen, die bereits vor einigen Wochen begonnen haben: „Schon während der Planung und auch jetzt bei der Ausführung stehen wir in engem Austausch mit dem zuständigen Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Seekühe mit Sitz in Nürnberg. So profitieren wir von den Erfahrungen und bekommen wichtige Informationen aus erster Hand“, erklärt Oliver Mojecki, zoologischer Leiter in Duisburg.


Im Rahmen des Umbaus werden unter anderem spezielle Einlassstellen errichtet, über welche die bis zu 800 kg schweren Tiere behutsam und sicher in ihren neuen Lebensraum überführt werden. Außerdem werden die vorhandene Filtertechnik überarbeitet und neue Systeme zur Aufbereitung des Wassers installiert. Eine Herausforderung, wie Mojecki weiß: „Der Filter wird eine sehr hohe Leistung haben und auf die rein vegetarische Ernährung der Tiere abgestimmt sein“. Denn die südamerikanischen Giganten haben einen nahezu grenzenlosen Hunger auf pflanzliche Kost. Auf dem Speiseplan stehen kistenweise frische Blattsalate und verschiedenes Gemüse. Bis zu 40 kg Futter je Tier wird das Pflegerteam künftig über den Tag verteilt servieren.


Bis die Besucher die neuen Zoobewohner beobachten können, wird es noch einige Monate dauern. „Die Ankunft der Seekühe hängt insbesondere vom Fortschritt der komplexen Baumaßnahmen ab“, so der zoologische. „Welche Tiere genau anreisen werden, wird das zuständige EEP zu gegebener Zeit entscheiden – hier stehen wir im stetigen Austausch“.  
Seekühe sind gemächliche Schwimmer, die sich unter Wasser nur sehr langsam fortbewegen. Etwa alle fünf Minuten kommen die Säugetiere an die Wasseroberfläche und holen Luft. In ihrem ursprünglichen Lebensraum halten sich die Tiere meist in flachen Wasserbereichen auf. Motorboote sind in diesen Flachwasserbereichen eine große Gefahr für die Tiere. Unfälle durch Kollisionen und Verletzungen durch Bootsschrauben sind keine Seltenheit. Auch die zunehmende Verschmutzung ihrer Lebensräume sowie die Jagd setzen den charismatischen Schwergewichten immer häufiger zu.


Laut IUCN (=International Union for Conservation of Nature) gelten Seekühe als gefährdete Tierart und werden auf der sogenannten „Roten Liste“ geführt. Zum Schutz ihres Lebensraumes unterstützt der Zoo Duisburg bereits seit Jahren die Organisationen Yaqu Pacha e.V., welche sich vor Ort in Südamerika für Seekühe sowie weitere wasserlebende Tierarten stark macht. Diese Zusammenarbeit wird nun intensiviert.