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SommerUni: Spannende Experimente und ungewöhnliche Exkursionen

Duisburg, 9. Juli 2019 - Für junge Frauen und Männer ab 15 Jahren gibt es bei der SommerUni in Natur- und Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE) noch Restplätze (19. bis 23. August). Wie entstehen Holografien aus Licht? Was passiert mit unserem Müll, und wie viele Unendlichkeiten gibt es eigentlich? Zu solchen und vielen weiteren Fragen dürfen sie in der Projektwoche experimentieren.
Neben den Einblicken in die Studienfächer und Informationen zum Studium im Allgemeinen lernen die Teilnehmenden bei Exkursionen wie z.B. zu Hochtief, dem Chempark in Leverkusen oder Siemens auch direkt mögliche Arbeitsfelder kennen. Um junge Schülerinnen und Schüler für ein MINT-Studium begeistern zu können, sind fast alle Veranstaltungen nach Geschlechtern getrennt.

45 Jahre Förderunterricht Erfolgsmodell ohne Ende

UDE/Duisburg, 2. Juli 2019 - 45 Jahre alt und topaktuell: Der Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund an der Universität Duisburg-Essen feiert Geburtstag. Zum Fest am 4. Juli am Campus Essen (Glaspavillon, Beginn 17 Uhr) kommen Ehemalige, Förderlehrer*innen und der aktuelle Abschlussjahrgang.

Auf dem Weg zu Integration und Chancengleichheit: 17.730 Schüler*innen mit ausländischen Wurzeln wurden seit 1973 gefördert. Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, bedarf in den Anfangsjahren großes Engagement der Lehrenden, darunter Dr. Johannes Meyer-Ingwersen. „An der neu gegründeten Universität gelang es ihm damals, die Beschäftigung mit den Sprachen und Kulturen der Migranten und ihrer Kinder in der Lehramtsausbildung zu verankern. Ihm war schnell klar, dass Integration nicht durch automatische Anpassung geschieht, sondern die Potenziale durch unsere angehenden Pädagogen gefördert werden müssen“, erklärt Leiterin Dr. Gülşah Mavruk.
Heute werden pro Jahr rund 1.000 mehrsprachige Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 6 aus mehr als 45 Nationen gefördert – in Kleingruppen je nach Leistungsstand, Sprachkenntnissen, Lernvoraussetzungen, Klasse, Schulform und Schulfach. Egal, ob es um den Schulunterricht, sozialpädagogische Betreuung oder die Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen geht, 83 Förderlehrer*innen und 85 Praktikant*innen helfen in allen Bereichen. Gülşah Mavruk ist seit Jahren eng mit dem Projekt verbunden. Als Studentin war sie selbst Förderlehrerin für Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch, bevor sie 2016 die Leitung übernahm.
„Für uns ist die Feier zum Abschluss der erfolgreichen Schulkarrieren immer ein Höhepunkt des Jahres“, freut sich die Pädagogin. In diesem Jahr haben 76 Schüler*innen die allgemeine Hochschulreife und Fachhochschulreife erworben und weitere 86 einen qualifizierten Abschluss nach der Klasse 10. Das Projekt Förderunterricht wird am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehrerbildung, dem JobCenter Essen, einer Vielzahl Essener Schulen und unter Mitwirkung außerschulischer Institutionen durchgeführt.

UDE verbessert sich im internationalen THE-Ranking TOP 20 in der Welt

Duisburg, 27. Juni 2019 - Die Universität Duisburg-Essen (UDE) verbessert ihren Platz im Times Higher Education (THE) Young University Ranking der 200 weltbesten Universitäten, die noch keine 50 Jahre alt sind: Sie rangiert nun an 14. Stelle. Im vergangenen Jahr lang die UDE noch auf dem 19. Platz. Ausgezeichnet werden die Universitäten, die sich in kurzer Zeit rasch und erfolgreich entwickelt haben und als "rising stars" der Hochschullandschaft gelten.

Aber auch den direkten Vergleich mit etablierten Universitäten, dem World University Ranking 2019, braucht die UDE nicht zu scheuen: Während sie vor vier Jahren zu den 350 der besten 1.250 Universitäten weltweit gehörte, gelingt ihr aktuell der Sprung auf den 190. Platz. Überzeugen kann sie besonders im THE-Zitationsindex, hier zählt sie zu den TOP 100 (Platz 97).
Im bundesweiten Vergleich liegt die UDE hier auf Platz fünf hinter Heidelberg, der Berliner Charité, Kiel und Ulm. Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: „Unsere guten Platzierungen und kontinuierlichen Verbesserungen im THE-Ranking der letzten Jahre zeigen, dass wir für unsere Leistungen auch international anerkannt werden. Weltweit zählen wir unübersehbar zu den stärksten jungen Spitzenuniversitäten, was uns beim Werben um weitere kluge Köpfe, aber auch Fördermittel noch weiter nach vorne bringt.“
THE beurteilt die forschungsstärksten Universitäten der Welt nach verschiedenen universitären Dimensionen wie Lehre, Forschung, Wissenstransfer und internationale Ausrichtung. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage von dreizehn Leistungsindikatoren, von denen Zitationen und Reputation das meiste Gewicht haben. Im Young University Ranking werden subjektive Bewertungsfaktoren geringer gewichtet, da sie vor allem Traditionsunis nützen.

UDE: Finale von freestyle physics
Mausefalle, Aschenputtel und der Mond Wird die Mausefalle den Tischtennisball weit schießen? Bleibt die Wasserrakete lang genug in der Luft? Fragen die rund 2.000 Jungen und Mädchen seit Wochen umtreibt. Denn: Sie bereiten sich auf das Finale von freestyle physics vor. Der große Wettbewerb der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird vom 1. bis 5. Juli ausgetragen.

Drei Monate Tüftelei liegt hinter den Schülern der Klassen 5 bis 13. Jetzt müssen ihre Erfindungen vor den kritischen Augen der Jury bestehen. Diese kürt nicht nur die drei besten Lösungen einer Aufgabe; sie zeichnet zusätzlich besonders pfiffige Ideen mit einem Sonderpreis aus. „Wir freuen uns schon jetzt darauf, 323 Mausefallenkatapulte in Aktion zu sehen, denn so viele Schüler*innen stellen sich der schwierigen Aufgabe“, so Organisator Dr. Andreas Reichert.

„Fünfzig Jahre Mondlandung feiern wir mit unserer Aufgabe am Mittwoch. Die Astronauten üben oft in großen Wassertanks, wie man trotz Schwerelosigkeit arbeiten kann. Gebaut werden soll eine Landefähre, die auch in einem Wassertank funktioniert. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.“ Egal ob mittendrin oder nicht, ein Rahmenprogramm gibt es für alle: Wer von dem Finale verschnaufen möchte, kann sich durch Labore führen lassen und Vorträge besuchen.

Alle Finaltage finden von 12 bis 15 Uhr im freestyle-physics-Zelt am Campus Duisburg statt (hinter dem ZBT / Zugang am besten über die Carl-Benz-Straße 199).

Mo, 1.Juli: Mausefallen-Katapult

Di, 2.Juli: Aschenputtelmaschine

Mi, 3.Juli: Mondlandung

Do, 4. Juli: Windmühlen

Fr, 5.Juli: Wasserrakete


UDE setzt sich im Volleyball durch
Deutscher Hochschulmeister Sieger am Netz: Die Männer-Volleyballmannschaft der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist Deutscher Hochschulmeister und holt damit den begehrten Titel ins Ruhrgebiet. Gleichzeitig löst das Team damit das Ticket für die EUSA Games 2020, den Europameisterschaften der Studierenden.
Für den Titelverteidiger Bochum war bereits in der Vorrunde Schluss, während sich die UDE unter die besten Vier im Turnier in Hamburg spielte. Im ersten Spiel gegen die Uni Karlsruhe, die mit der Zweitligamannschaft auflief, gelang es dem mit bundesligaerfahrenen Spielern gespickte UDE-Team seinen Rhythmus in Aufschlag und Block zu finden.
Besonders die Mittelblocker Oskar Klinger und David Seybering, die auf Einsätze in Juniorennationalmannschaften zurückblicken können, stellten unüberwindbare Hindernisse dar, während Jan Holthausen über die Diagonale punktete. Deutlich gingen alle drei Sätze an die UDE.
Am Folgetag stand man den Gegnern aus München gegenüber. Die Mannschaft zeigte sich von Beginn an präsent und selbstbewusst, startete mit einer Serie harter Sprungaufschläge und ging mit 6:1 in Führung. Satz eins und zwei gingen mit 25:13 und 25:17 an Duisburg-Essen. Auch in dieser Begegnung gab es lediglich in Satz 3 eine kurze Schwächephase. Das Team jedoch konterte umgehend und hatte bis zum 18:14 den finalen Satz gedreht. „Wir haben eine zweitligareife vor allem mannschaftlich geschlossene Leistung geboten“, resümiert Trainer Thomas Stark.
Lobende Worte fand er für Libero Tim Boer und Lukas Schattenberg, die für Stabilität im Spielaufbau sorgten. „Thomas Woitzak zog im Zuspiel geschickt die Fäden und unsere Mittelangreifer Klinger und Seybering sowie Jan Holthausen punkteten nach Belieben. Andreas Tins, Thomas Eickelberg und Otto Feltges führten sich bei taktischen Wechseln sofort ins Spielgeschehen ein.“
Weitere sportliche Hoffnungen liegen nun auf der UDE-Fußballmannschaft, die ebenfalls in die Meisterschaft-Finals eingezogen ist. Im Halbfinale trifft sie auf die Uni Rostock, danach warten die Teams aus Würzburg oder Bayreuth.

UDE: Langer Abend der Studienberatung

 Duisburg, 17. Juni 2019 - Für viele Studiengänge ist am 15. Juli Bewerbungsschluss. Wer auf den letzten Drücker noch Fragen loswerden möchte, sollte den 27. Juni nutzen. An diesem Donnerstag veranstalten die Hochschulen in NRW einen Langen Abend der Studienberatung. Auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) nimmt sich zusätzlich Zeit für Abiturienten, Schüler und Eltern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Von 16.30 bis 21 Uhr kann man sich am Campus Duisburg im Hörsaalfoyer des LA-Gebäudes individuell (kurz-) beraten lassen und verschiedene Vorträge besuchen. Sie drehen sich ums Bewerben und Einschreiben sowie um die Lehrerausbildung und die Studienplatzvergabe für Medizin. Außerdem sind verschiedene Förderwerke vor Ort (ab 14 Uhr) und informieren über Stipendien. Denn eines zu bekommen, ist gar nicht so schwer. 

UDE: 25 Jahre IN-EAST

Duisburg, 4. Juni 2019 - Ostasien als Herausforderung Klein angefangen, groß herausgekommen: Vor 25 Jahren wurde das Institut für Ostasienwissenschaften IN-EAST gegründet. Heute ist es nicht nur ein Aushängeschild der Universität Duisburg-Essen (UDE), sondern eine der größten und einflussreichsten Adressen in Europa, was die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung zu China, Japan und Korea angeht.
Gefeiert wird dieser Geburtstag am 14. Juni ab 15 Uhr im Duisburger Lehmbruck-Museum mit dem jährlichen Ostasientag und einem Festakt mit Altbundespräsident Christian Wulff. Interessierte können sich bis zum 10. Juni anmelden unter http://udue.de/ineast25.

Nähmaschinen, Kameras, Videorecorder, Autos… In den 1970er und 1980er Jahren sah sich der Westen bei immer mehr Produkten von einer asiatischen Macht herausgefordert: Japan. Das war neu. Auch für die Ostasienforschung - interessierte sie sich seinerzeit doch vorwiegend für Kultur, Sprache, Literatur und Geschichte. Antworten, warum sich erst Japan und später andere fernöstliche Länder zu Industrienationen entwickelten, konnte sie kaum geben.
Dies war die Geburtsstunde der Duisburger Ostasienstudien: Anders wollten sie sein, und sich aktuellen, wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Themen widmen. Das Konzept hatte Erfolg: Heute arbeiten und lernen mehr als 50 Wissenschaftler und über 350 Studierende am IN-EAST.

Beim diesjährigen Ostasientag analysieren (ab 15 Uhr) nicht nur Experten des IN-EAST Fragen einer neuen Industriepolitik. Ihr wurde früher eine wichtige Rolle für den wirtschaftlichen Aufstieg Ostasiens zugeschrieben – heute wird in Deutschland auch angesichts der Herausforderung durch China diskutiert, ob man selbst eine neue Industriepolitik nötig habe. So hat Bundeswirtschaftsminister Altmaier in seinem Strategiepapier entsprechende Vorschläge formuliert.

Bei der anschließenden Jubiläumsfeier (ab 17 Uhr) hält Altbundespräsident Christian Wulff die Festansprache. Wulff, ausgezeichnet mit Ehrendoktortiteln bekannter Universitäten in Japan und China, ist häufig in Ostasien und hat zu gesellschaftlich bedeutenden Themen Stellung genommen und wichtige Impulse gesetzt, etwa zur Völkerverständigung und zum Interessenausgleich zwischen China und der EU.

  

Wirtschaftsweiser neu an der UDE

Duisburg, 28. Mai 2019 -Prof. Dr. Achim Truger Ein handlungsfähiger Staat ist gleichermaßen zentral für die Wirtschaft wie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das sagt Prof. Dr. rer. pol. Achim Truger, neuer Professor für Soziökonomie mit dem Schwerpunkt Staatstätigkeit und Staatsfinanzen an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Wirtschaftsweiser neu an der UDE Prof. Dr. Achim Truger - Foto UDE

Ein handlungsfähiger Staat ist gleichermaßen zentral für die Wirtschaft wie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das sagt Prof. Dr. rer. pol. Achim Truger, neuer Professor für Soziökonomie mit dem Schwerpunkt Staatstätigkeit und Staatsfinanzen an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Sein Studium der Volkswirtschaftslehre schloss Truger 1992 an der Universität zu Köln ab, wo er 1997 mit Auszeichnung promoviert wurde. Danach leitete er u.a. das Referat für Steuer- und Finanzpolitik in der Hans-Böckler-Stiftung (1999-2012). Bevor er an die UDE kam, war er seit 2012 Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomie und Wirtschaftspolitik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Am UDE-Institut für Sozioökonomie wird er vor allem die Schuldenbremse des Staates erforschen.
„Wir müssen besser verstehen, wie zentral sie für staatliches Handeln ist und wie man sie in Deutschland für öffentliche Investitionen und konjunkturell ausgestalten kann“, erklärt er. Genauso wichtig sei, wie sie und andere fiskalische Restriktionen sich auf kommunale Finanzen auswirken. „Das gilt insbesondere für Kommunen, die wie hier in NRW tief im Strukturwandel stecken.“
Zudem möchte er Reformoptionen für die Finanzpolitik in der Europäischen Währungsunion näher untersuchen. Trugers Sichtweise gefällt nicht jedem. „Sozioökonomie ist aber eine Ermöglichungswissenschaft“, erklärt er.
Viele Wirtschaftswissenschaftler*innen hätten bisher zentrale Punkte wie eine gleichmäßigere Einkommensverteilung, Arbeitsmarkregulierungen oder die Stärkung des Sozialstaates kritisch beäugt und sich gegen sie ausgesprochen. Er gehört seit kurzem zu den fünf Wirtschaftsweisen, die die Bundesregierung als Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wirtschaftspolitisch beraten.


- UA Ruhr: Neues Graduiertenkolleg 
- Internationale Konferenz zu Videospielen

Regionale Ungleichheit und Wirtschaftspolitik
Duisburg, 14. Mai 2019 - Weshalb gibt es immer noch regionale Unterschiede, etwa bei Einkommen oder Beschäftigung? Warum gleichen sich die Lebensverhältnisse nicht an? Welche Mechanismen verhindern das, und welche wirtschaftspolitischen Folgerungen lassen sich daraus ableiten? Diesen Fragen widmen sich Doktorand*innen in der Universitätsallianz Ruhr im neuen Graduiertenkolleg „Regionale Ungleichheit und Wirtschaftspolitik“.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Kolleg an den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen (Sprecherhochschule) ab 1. Oktober für viereinhalb Jahre. Antworten in Zeiten von Nationalismus und Populismus Wenn Regionen auseinanderdriften, wirkt sich das in vielen Bereichen aus. So werden damit beispielsweise Wahlergebnisse erklärt.
„Es ist daher nicht nur in Zeiten von steigendem Nationalismus und Populismus wichtig, die Ursachen und Folgen regionaler Ungleichheit besser zu verstehen. Das Graduiertenkolleg wird sich dieser Aufgabe widmen“, sagt Prof. Dr. Tobias Seidel. Er ist Sprecher des neuen Kollegs und hat den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Duisburg-Essen inne.

Von Ländern nicht auf Regionen schließen Regionale Wirtschaftsstrukturen unterscheiden sich in wichtigen Punkten von der Gesamtstruktur einer Volkswirtschaft, sodass Erkenntnisse aus Länderstudien nicht direkt auf die regionale Ebene übertragen werden können. So sind auf regionaler Ebene Agglomerationseffekte und die Mobilität von Arbeitnehmern besonders bedeutend. „Ein zentrales Ziel des Graduiertenkollegs ist es, zu einem besseren Verständnis der regionalen ökonomischen Mechanismen und folglich zu einer besseren wirtschaftspolitischen Beratung beizutragen“, so Prof. Dr. Thomas Bauer, Inhaber des Lehrstuhls Empirische Wirtschaftsforschung an der Ruhr-Universität Bochum.

Wissen aus unterschiedlichen Gebieten
Die Wissenschaftler*innen werden im Kolleg neue methodische Entwicklungen in der Regionalökonomik nutzen, um solche Fragen zu klären. Ökonomen aus unterschiedlichen Bereichen wie etwa Arbeitsmärkte, Finanzwissenschaft und Makroökonomik bringen ihr Wissen ein. „Damit bieten wir ein exzellentes akademisches Lernumfeld für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler“, betont Prof. Dr. Christiane Hellmanzik vom Lehrstuhl Urbane, Regionale & Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Technischen Universität Dortmund.

Ausbildung bereitet auf verschiedene Karrierewege vor
Die strukturierte Ausbildung der Promovierenden beinhaltet neben Vorlesungen Forschungsseminare und Soft-Skill-Seminare sowie eine engmaschige Betreuung und Beratung. Absolvent*innen werden damit vorbereitet auf eine Karriere in der Wissenschaft, in öffentlichen Institutionen wie Ministerien, in der Privatwirtschaft oder bei nationalen und internationalen Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD oder der Weltbank.

Die Universitätsallianz Ruhr
Seit 2007 arbeiten die drei Ruhrgebietsuniversitäten unter dem Dach der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partneruniversitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Mit mehr als 120.000 Studierenden und nahezu 1.300 Professorinnen und Professoren gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands.

Internationale Konferenz zu Videospielen
Raum im Rechner Es geht um digitale Gärten, Labore auf dem Bildschirm und um die Frage, wie Raum in Computerspielen dargestellt, genutzt und erlebt wird: Das Institut für Anglophone Studien lädt vom 15. bis 18. Mai zur Internationalen Konferenz „Playing the Field II: Video Games, American Studies, and Space“ nach Essen.
Mit Millionen Spielern weltweit sind Videospiele nicht nur die populärste Unterhaltungsform der Gegenwart, sondern Teil einer rapide wachsenden Industrie. Gleichzeitig hat sich die Beschäftigung mit Videospielen von kleinen Fanmagazinen hin zu großen journalistischen und akademischen Publikationen verschoben.

„Digitale Spielwelten faszinieren Jung und Alt mit ihren foto-realistischen Darstellungen, die dank Smartphones, Tablets und Virtual-Reality-Brillen immer mehr Teil unseres Alltages werden“, erklärt Organisator Dr. Dietmar Meinel. Die Konferenz findet am Kulturwissenschaftlichen Institut sowie im Casino am Campus Essen statt. Sie setzt sich kritisch mit den Spielen großer Studios, unabhängiger Entwicklerteams sowie mit mobilen Apps auseinander. Die narrativen, ästhetischen und interaktiven Elemente der Raumdarstellung stehen dabei im Mittelpunkt der Beiträge, die in englischer Sprache gehalten werden.
„Mit der Konferenz wollen wir uns kritisch mit der Inszenierung von Räumlichkeit in Videospielen aus einer dezidiert nordamerikanischen Sicht auseinandersetzen. Uns interessiert zum Beispiel die digitale Geografie populärer, amerikanischer Mythen wie ‚der Wildnis‘ oder ‚der frontier‘.“ Interessierte können die Veranstaltung kostenlos und ohne vorherige Anmeldung besuchen.

UDE-Studiengänge im CHE-Ranking: Bestnoten
Gleich in mehreren Kategorien erreichten die untersuchten Studienfächer der Universität Duisburg-Essen (UDE) Spitzenwerte im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). So platzierte sich zum Beispiel das Fach Psychologie in der Spitzengruppe, wenn es um Studierbarkeit, Prüfungen, IT-Infrastruktur und Räume geht. Beste Ergebnisse bekommen auch die UDE-Fächer Elektro- und Informationstechnik sowie Werkstofftechnik/Materialwissenschaft und Bauwissenschaften bei der Unterstützung am Studienanfang.

Im Bereich der Forschung punktet die UDE-Erziehungswissenschaft vor allem bei den eingeworbenen Forschungsmitteln und die Fächer Elektro- und Informationstechnik schneiden sehr gut ab bei den Zitaten pro Publikation. Das CHE-Hochschulranking ist das umfassendste seiner Art im deutschsprachigen Raum: Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen wurden untersucht und über 150.000 Studierende befragt. Das Besondere: Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung gehen auch studentische Urteile in die Bewertung ein. Jedes Fach wird im Dreijahresrhythmus neu bewertet.

Leitungswechsel in der Universitätsbibliothek Bilo geht – Walger kommt

Duisburg, 2. Mai 2019 - „Möglich machen“ – das war das Motto von Albert Bilo als leitender Bibliotheksdirektor der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen (UB). Nach 22 Jahren Dienstzeit verabschiedete er sich am 30. April in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt Nicole Walger, die von der UB Siegen an die UDE wechselt.

 Albert Bilo gibt Nicole Walger seine Schlüssel - Foto UDE.


Die UB ist das Herz einer Uni: Als Lernort für Studierende verzeichnet sie pro Jahr mehr zwei Millionen Nutzer. Sie leihen sich mehr als 700.000 Bücher aus und ordern den Zugang zu fünf Millionen E-Books. Sie können dies an sieben Tagen in der Woche tun, in der Regel bis 22.00 Uhr. Albert Bilo weiß: „Unsere UB steht ganz vorn im Landesvergleich der Hochschulen in NRW.“

Multimediakonzept oder der Ausbau des E-Learnings: In den letzten beiden Jahrzehnten waren wichtige Weichenstellungen erforderlich. Dies zu organisieren, zu moderieren und in die Universität zu vernetzen war das besondere Verdienst von Bilo, der sich stets als Manager und Ermöglicher verstand. Erst recht als er 2012 zusätzlich noch das Amt des Chief Information Officers (CIO) im Auftrag des Rektorats übernahm.
Gefragte Expertise
Ein weiteres Anliegen des scheidenden Bibliothekdirektors war die nationale und internationale Vernetzung mit Fachkollegen und Gremien, darunter als Vorsitzender der Universitätsbibliotheken NRW, als Vorstandsmitglied im Deutschen Bibliotheksverband, als DFG-Gutachter, als Beiratsmitglied der Deutschen Nationalbibliothek oder auch als Beiratsvorsitzender des Hochschulbibliothekszentrum Köln, der Schaltstelle der NRW-Bibliothekssysteme. Sein persönliches Fazit: „Die Digitalisierung muss aktiv gestaltet werden, sei es in der Literaturversorgung oder am Arbeitsplatz. Was unabhängig von der medialen Präsentationsform bleiben wird, ist die Notwendigkeit, kritisch mit Inhalten umzugehen. Künftig möchte ich endlich in Ruhe und mit Nachhaltigkeit, in eigener Zeiteinteilung und an beliebigem Ort Inhalte gründlich lesen können.“

Nahtloser Übergang
Seine Nachfolgerin, Nicole Walger (41), übernimmt das Amt zum 1. Mai. Sie studierte zunächst Germanistik und Romanistik an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main, um dann noch ein Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Fachhochschule Köln anzuschließen. Ab 2011 leitete sie einer Bereichsbibliothek an der UB Mainz und wurde 2016 stellvertretende Leiterin der UB Siegen. Dort baute sie Strukturen und Dienste zum wissenschaftlichen Publizieren und zum Forschungsdatenmanagement auf.

 

 

20 Jahre Geschlechterforschung

Festprogramm mit internationalen Gästen

Duisburg/Essen, 25. April 2019 -  Das Geschlecht polarisiert, vereint, verändert sich und bleibt ein topaktuelles Forschungsthema. Seit 20 Jahren arbeitet das von Prof. Dr. Doris Janshen gegründete Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) auf diesem Gebiet. Was bereits erreicht wurde und welche neuen Ziele noch warten, markiert eine internationale Jubiläumsveranstaltung am 9. und 10. Mai am Campus Essen. Anmeldungen sind bis zum 30. April möglich.

„Der Aufbau eines interdisziplinären Forschungszusammenhangs unter Einschluss der Medizin und eines gezielten Nachwuchsförderprogramms war in den ersten Jahren des Kollegs eine Pionierleistung“, erklärt Professorin Karen Shire, Direktorin des EKfG. „Diese inspiriert unsere fachübergreifende Forschung, an der sich Mitglieder aus mehr als 20 Disziplinen beteiligen, bis heute.

Aktuell gehören u.a. die Geschlechtereffekte der Digitalisierung, die Sichtbarmachung des Beitrags der Geschlechterforschung zum Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft sowie der Ausbau der Zusammenarbeit in Forschung und Nachwuchsförderung in der Universitätsallianz Ruhr zum Programm des EKfG“. Ein Highlight der Veranstaltung ist der Festvortrag der renommierten Geschlechterforscherin Prof. Sylvia Walby, die über Geschlechtergerechtigkeit in der EU spricht.
Die britische Soziologin ist zurzeit als Anneliese-Maier-Forschungspreisträgerin am EKfG zu Gast. Zusätzlich werden erfolgreiche interdisziplinäre Forschungsprojekte unter Beteiligung der Medizin, den Geistes-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften vorgestellt. Weitere Programmpunkte widmen sich der Nachwuchsförderung und den Kooperationen des Kollegs.

Zwei Physiker bei Nobelpreisträgertagung

Duisburg, 18. April 2019 - Von Legenden lernen Jeden Sommer ist Lindau am Bodensee die klügste Stadt der Erde: Mehr als 40 Nobelpreisträger treffen mit vielversprechenden Nachwuchswissenschaftlern zusammen. Die mittlerweile 69. Tagung vom 30. Juni bis 5. Juli ist der Physik gewidmet. Auch zwei Talente vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) konnten sich gegen große internationale Konkurrenz durchsetzen und erhalten die Gelegenheit, den ganz Großen in die Karten zu gucken.

„Es ist eine einmalige Chance, über den Tellerrand zu schauen und Einblicke in Bereiche der Physik zu erhalten, die meiner eigenen Forschung fernliegen“, fasst Doktorand Benjamin Zingsem aus der Arbeitsgruppe von Prof. Michael Farle seine Motivation zusammen. Seine Kollegin, Doktorandin Iuliia Novoselova, ergänzt: „Wir werden Ideen entwickeln, Kooperationen aufbauen und sicher auch neue Freunde finden.“
Die Forschung von Zingsem beschäftigt sich mit magnetischen Schwingungen, die als vielversprechende Kandidaten gelten, Informationen zu prozessieren und zu speichern. Dabei arbeitet er unter anderem an einer Technik, diese Schwingungen elektronenmikroskopisch sichtbar zu machen. Novoselova beschäftigt sich mit der neuen Materialklasse der magnetischen MAX-Phasen. Diese sind aus Schichten aufgebaut, die nur je eine Atomlage dünn sind.
Das Besondere an ihnen: Sie zeigen gleichzeitig Eigenschaften von keramischen wie metallischen Werkstoffen. Zur diesjährigen Tagung reisen 580 Nachwuchswissenschaftler aus 88 Ländern an. Sie treffen auf 42 Nobelpreisträger, mit denen sie sich in Vorträgen, Diskussionen, Master Classes und weiteren Veranstaltungsformaten austauschen und vernetzen.

Auch die Physikpreisträger von 2018, Donna Strickland und Gérard Mourou, nehmen im Sommer teil. Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen fördern seit ihrer Gründung 1951 den Austausch zwischen Wissenschaftlern unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Disziplinen. Die Konferenzen sind abwechselnd den drei naturwissenschaftlichen Nobelpreis-Disziplinen gewidmet: Physiologie und Medizin, Physik oder Chemie. Alle fünf Jahre findet eine interdisziplinäre Tagung statt.

IT-Symposium Ruhr: Mensch, Maschine!

Flottensteuerung, intelligente Gebäude, Autonomes Fahren – längst kommuniziert Software eigenständig mit mechanischen Bauteilen.

Duisburg. 17. April 2019 - Wie Mensch und digitale Systeme der Industrie 4.0 wechselwirken, darum geht es im IT-Symposium Ruhr, zu dem Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 21. Mai nach Bochum einlädt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Das IT-Symposium findet am 21. Mai in Bochum statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Die Verschmelzung von Informationstechnologie und realer Welt bildet die Grundlage für viele moderne technische Systeme, die Maschinen erlauben, Einfluss auf die reale Welt zu nehmen – wie beim autonomen Fahren. „Human-Centered Cyber-Physical Systems“ (HCPS) beziehen den Menschen in diesen Regelkreis ein. Als Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine bilden HCPS als neues Forschungsfeld die Basis für innovative Anwendungen in der Autoindustrie. Gemeinsam mit Prof. Dr. Torben Weis (Fachgebiet Verteilte Systeme) und Prof. Dr. Gregor Schiele (Fachgebiets Eingebettete Systeme der Informatik) lädt Dudenhöffer, der das CAR – Center Automotive Research an der UDE leitet, führende Experten aus der Automobilindustrie und IT-Branche an den Bochumer G DATA Campus.
Wissenschaftler und Industriemanager erläutern in Tandem-Sessions Chancen und Risiken der Industrie 4.0, neue Geschäftsmodelle und digitale Dienstleistungen im Auto sowie die Sicherheit von Daten und Privatsphäre. Auch neue rechtliche, psychologische und ethische Herausforderungen – Wer haftet beim autonomen Fahren? – werden diskutiert.



2.285 Studenten in der Metropole Ruhr erhalten ein Deutschlandstipendium
Die Zahl der Studenten an Ruhrgebietshochschulen, die ein Deutschlandstipendium erhalten, ist 2018 weiter gestiegen. 2.285 junge Frauen und Männer wurden im vergangenen Jahr gefördert, 111 mehr als 2017. Das teilt das Statistische Landesamt IT.NRW mit. Besonders viele Stipendiaten (1.475) gibt es an den Universitäten der Metropole Ruhr.
Mit 486 Stipendiaten hatte die Universität Duisburg-Essen die meisten, gefolgt von der Ruhr-Universität Bochum (461) und der Technischen Universität Dortmund (455). Das Deutschlandstipendium wurde im Jahr 2011 zur Unterstützung von Studenten eingeführt, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Das einkommensunabhängige Fördergeld in Höhe von monatlich 300 Euro wird je zur Hälfte vom Bund und von privaten Förderern getragen. Die Hochschulen sind dafür zuständig, die privaten Mittel einzuwerben. idr

Studie zu „Arbeit auf Abruf“: Gesetz mit Lücken

Duisburg, 15. April 2019 - Durch die Reform des Arbeitszeitgesetzes Anfang 2019 wurde „Arbeit auf Abruf“ in Deutschland stärker reguliert. In der Praxis bleiben aber Schutzlücken - insbesondere, wenn Abrufarbeit mit Niedriglöhnen und niedrigem Stundenumfang kombiniert wird. Denn gerade dann sind die finanziellen Anreize bzw. Zwänge für Beschäftigte hoch, bei Auftragsspitzen „freiwillig“ mehr und flexibler zu arbeiten.

Auf diesen Zusammenhang macht ein aktueller Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) aufmerksam. Dr. Karen Jaehrling und Dr. Thorsten Kalina haben darin anhand von Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) die Verbreitung von Abrufarbeit und die damit verbundenen Risiken untersucht. Nach ihren Berechnungen arbeiten 5,4 Millionen - über 15 Prozent - der abhängig Beschäftigten „auf Abruf“. Rund 1,7 Millionen nennen explizit diese – gesetzlich geregelte – Variante, die übrigen haben Rufbereitschaft oder Bereitschaftsdienst.

„Allerdings sind auch diese Beschäftigten, wenn sie nur kurze oder gar keine vertraglich festgelegten Arbeitszeiten haben, überdurchschnittlich häufig von Niedriglöhnen und Armut betroffen“, so das Ergebnis der Auswertungen. Daneben gibt es eine Reihe informeller Varianten von Abrufarbeit, mit denen Unternehmen das finanzielle Risiko einer schwankenden Auslastung auf ihre Belegschaft verlagern und ihr hohe zeitliche Flexibilität abverlangen.

Mit digitalen Plattformen im Internet, mobilen Endgeräten und einschlägigen Apps lässt sich der Personaleinsatz längst per Smartphone planen: Bei Bedarf können Mitarbeitende kurzfristig abgerufen werden; das ist etwa in der Reinigungsbranche, im Hotel- und Gaststättengewerbe oder in der ambulanten Pflege schon üblich. „Rechtsprechung und Gesetzgebung gehen an diesen informellen Varianten bislang vorbei“, stellte das IAQ-Team fest. Die Zahl der informellen Jobs „auf Abruf“ lässt sich auf Basis der vorliegenden Datensätze nur schwer bestimmen.

Näher in den Blick genommen haben die beiden Autoren die Gruppe der Beschäftigten ohne vertraglich festgelegte Arbeitszeit – das sind rund 2,1 Millionen Menschen. Sie haben einerseits Dienstleistungsberufe und Helfertätigkeiten mit kurzen tatsächlichen Arbeitszeiten, anderseits aber Jobs mit akademischen Anforderungen oder Führungspositionen, die ein langes Tagespensum mit sich bringen. Wer 35 Wochenstunden und weniger arbeitet, hat mit über 72% ein extrem hohes Niedriglohnrisiko. Besonders betroffen von der Abrufarbeit mit niedrigem Stundenumfang sind Verkäufer, Hilfs- oder Reinigungskräfte sowie Kellner, egal ob sie formell oder informell auf Abruf arbeiten.

Neudorfer Uni-Wald: Studenten rufen zum Kampf um den Erhalt auf

In Duisburg gab es bereits von 1655 bis 1818 eine Universität (Alte Universität)

 

Duisburg, 14. Februar 2019 - Bereits 1655 wurde die Alte Universität Duisburg gegründet. Sie musste allerdings vor 2001Jahren 1818 ihre Pforten schließen zugunsten der Bonner Neugründung. Erst am 1. August 1972 blühte der Hochschulstandort wieder auf mit der Gründung der Gesamthochschulen in Duisburg und Essen, die sich 2003 zur heutigen Universität Duisburg-Essen zusammenschlossen.

Der bei der Bevölkerung so beliebte Lotharplatz an der Lotharstraße verschwand.

 

Ebenso das hoch angesehene Licht- und Luftbad, das der Verein für Volksgesundheits-Pflege und Naturheilkunde im Duisburger Walde eingerichtet hatte. Das Bad befand sich an der Lotharstraße 67a.

Das Motiv der Ansichtkarte (um1900) zeigt das  „Abteil für Herren“.
Fotos Neudorfer Chronik "Einst und Heute" (Bürgerverein Duisburg-Neudorf e.V., Archiv Bütefür/Sammlung Stausberg)

Heute befinden sich an dieser Stelle die „Keksdosen“ der Universität.
Ebenso musste der Club Raffelberg weichen.

 

1914 erhielt der CR das Clubgelände an der Lotharstraße mit 8 Tennisplätzen und einem Hockeyplatz auf dem oberen Lotharplatz. Ein kleines Clubhaus wurde aus Mitgliederstiftungen gebaut. 1995 musste durch die Kündigung des Erbpacht- und Pachtvertrages seitens der Stadt Duisburg das wunderschöne Gelände an der Lotharstraße aufgegeben werden. Die Stadt Duisburg stellte dem Club Raffelberg ein neues Sportgelände im Sportpark Wedau. Die Universität nutzt seitdem das Gelände. Vor knapp elf Jahren Vor knapp elf Jahren fusionierten die Gesamthochschulen Duisburg und Essen zur UDE.

Foto Uni Duisburg 2005

UDE erhält Forschungsgelder für Umfelderkennung bei autonomem Fahren

Duisburg, 08. Februar 2019 - Dunkelheit, schlechte Sicht, plötzliche Bewegung auf der Straße: Damit das autonom fahrende Auto auch unter solchen Bedingungen "richtig" reagiert und bremst, ist eine hocheffiziente Sensortechnik vonnöten. Die heutigen Sensoren zur Umfelderkennung haben jedoch Grenzen, beispielsweise bei verdeckter Sicht.
Neue Sensoren auf der Basis von Hochfrequenzstrahlung könnten die Lösung sein. Sie entstehen künftig an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Hierfür finanziert das Bundesforschungsministerium den Ausbau eines Mikroelektronik-Labors mit knapp vier Millionen Euro. Das neue Labor "ForLab SmartBeam" ist am Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik (ZHO) angesiedelt. Mit den 3,95 Millionen Euro aus Berlin werden jetzt zwei hochwertige Anlagen sowie Instrumente zur Hochfrequenzmessung angeschafft. idr

Fraunhofer IMS stärkt Bio-Sensorik

Duisburg, 04. Februar 2019 - Prof. Dr. Karsten Seidl ist neuer Abteilungsleiter der Mikro- und Nanosysteme des Fraunhofer IMS in Duisburg. Gleichzeitig hat er eine Professur in der Medizintechnik an der Universität Duisburg-Essen angenommen. Mit Karsten Seidl stärkt die Duisburger Forschungseinrichtung das Themenfeld um die Bio-Sensorik.

Sensoren im Miniaturformat, die den Druck im Auge, Hirn oder Herz messen sind schon lange ein Forschungsschwerpunkt des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS – auch bei der Arbeit von Prof. Karsten Seidl stehen sie im Fokus. Zu ihnen gehören unter anderem sogenannte Bio-Sensorsysteme, die überprüfen, wie Organe arbeiten und wann sie unterstützt werden müssen und die Bio-Nanosensorik, mit denen sich beispielsweise die DNA von Krebszellen analysieren und individuelle Therapien realisieren lassen.

Neben seiner Tätigkeit im Bereich der Mikro- und Nanosysteme des IMS hat der 36Jährige auch die gleichnamige Professur für Medizintechnik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen angenommen.

»Durch die Kombination von meiner Arbeit am IMS und an der Uni bieten sich großartige Möglichkeiten, die Erforschung neuartiger Technologien und Systeme bis zur Anwendungsreife voranzutreiben«, freut sich Karsten Seidl – der im Oktober 2018 seine Arbeit in Duisburg aufgenommen hat – auf die neuen Aufgaben. Weitere Ziele von Seidl am IMS sind der Wiederaufbau der Gruppe Biohybride Systeme sowie der Ausbau der Labore.

Bereits viel Erfahrung im Bereich der Medizintechnik Als Produktmanager bei der Bosch-Konzerntochter Robert-Bosch-Healthcare hat der gebürtige Dresdner zuletzt »Lab-on-Chip«-Lösungen entwickelt. Mit diesen Systemen lassen sich kleinste Flüssigkeitsmengen vollständig und automatisch analysieren. Diesen Ansatz wird er auch bei seiner Arbeit am IMS weiter verfolgen: »Wir wollen diese Systeme weiter deutlich sensitiver gestalten, um einzelne Biomoleküle zu detektieren. Medizinische Implantate werden wir verkleinern bis in den Bereich von wenigen Mikrometern und die elektronische Ankopplung von außen verbessern.«

Neben seinen Tätigkeiten am IMS und der Universität ist Seidl außerdem ehrenamtlich im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) aktiv und dort unter anderem der Verantwortliche für den Bereich Young Professionals sowie der stellvertretender Leiter des Fachausschusses »Aus- und Weiterbildung - BMT im Studium.«

Für sein Diplom an der Johns Hopkins University (USA) entwickelte Karsten Seidl einen Sensor, der die Einstichtiefe chirurgischer Nadeln bei Prostatakrebs-Operationen misst. An der Universität Freiburg wurde er 2011 mit einer Arbeit über Neuro-Implantate promoviert, die zum Beispiel Gehirnsignale messen und Medikamente dort abgeben, wo sie im Körper gebraucht werden. Ab 2012 war er dann für Bosch tätig.

Fraunhofer IMS Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IMS in Duisburg mit der Entwicklung von mikroelektronischen Schaltungen, elektronischen Systemen, Mikrosystemen und Sensoren. Aufgrund seines umfangreichen Know-hows, dem Zugang zur Technologie und den hochwertigen Entwicklungsleistungen ist das Institut ein weltweit anerkannter Partner für die Industrie. In acht Geschäftsfeldern widmet sich das Fraunhofer IMS der angewandten Forschung, der Vorentwicklung für Produkte und deren Anwendungen. Stabile, effiziente und vermarktbare Technologien und Verfahren, die in sehr vielen Branchen zum Einsatz kommen, stehen dabei im Mittelpunkt der Auftragsarbeiten. www.ims.fraunhofer.de

Prof. Dr. Karsten Seidl freut sich auf seine neuen Aufgaben am Fraunhofer IMS sowie an der Uni Duisburg-Essen. Mit Karsten Seidl stärkt das IMS die Bio-Sensorik – zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Bio-Sensorsysteme und die BioNanosensorik. © Uni Duisburg-Essen

 

Fraunhofer IMS ist Partner im EU-Projekt »EnABLES«

Duisburg, 31. Januar 2019 - Mit der Entwicklung von »selbstversorgenden« Sensoren nachhaltige Energielösungen für IoT-Anwendungen ermöglichen – das ist das Ziel der europäischen Initiative »EnABLES«. Zehn namhafte europäische Forschungsinstitute arbeiten dabei zusammen. Mit an Bord ist auch das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg.

Die Anzahl von vernetzten intelligenten Geräten im Kontext des Internet of Things (IoT) steigt rasant – bis 2025 wird es weltweit schätzungsweise eine Billion IoT-Geräte geben. Mit dieser Entwicklung geht ein ebenfalls steigender Energiebedarf einher – alle diese Geräte müssen mit Strom versorgt werden. »Im EU-Projekt EnABLES suchen wir nach Möglichkeiten, den Stromverbrauch der IoT-Geräte im Sinne der Nachhaltigkeit zu reduzieren. Durch den Einsatz von Energy-Harvesting-Lösungen soll die Notwendigkeit eines Batteriewechsels möglichst vermieden werden. Dazu wollen wir am Institut unseren Teil beitragen«, erklärt Dr. Gerd vom Bögel vom Fraunhofer IMS.


Vertreter der EnABLES Partner bei einem Projekttreffen in Cork (Irland). Ganz rechts im Bild, Dr. Gerd vom Bögel vom Fraunhofer IMS. © EnABLES/Tyndall


Finanziert durch die EU bieten die teilnehmenden Institute im Rahmen des EUForschungsinfrastrukturprojekts ihr Know-how und ihre Infrastruktur Dritten an. Dazu gehört unter anderem der kostenlose Zugang zu Simulationen und Laboren sowie zu Konzept- und Machbarkeitsstudien für Interessenten aus Industrie und anwendungsnaher Forschung.

Die Basis für die gemeinsame Forschung bieten die Teilbereiche Energy-Harvesting, Energiespeicherung, Power-Management und Systemintegration. »Im Rahmen des EnABLES-Projekts werden insbesondere IoTEntwickler und –Hersteller unterstützt. Das Angebot reicht von Technologien und Simulationsmodellen bis hin zum Design von Geräten und Systemen«, erläutert Gerd vom Bögel. Alle EnABLES-Partner verfügen über das Grundlagenwissen der Energiewandlungstechnologien und Erfahrungen in dessen Anwendung für IoT Applikationen.

Dieses soll nun zur Unterstützung von Anwendern bei der Implementierung dieser Technologien genutzt werden. Das Leistungsspektrum reicht von Machbarkeitsuntersuchungen über Entwicklungsunterstützung durch Simulationen bis hin zum Test von Prototypen – jeweils in Abhängigkeit von der angefragten Applikation. So führt das Fraunhofer IMS im EnABLES-Projekt beispielsweise die Machbarkeitsuntersuchung eines vollständig drahtlosen Sensors (Energieversorgung und Messwertübertragung per Funk) für Industrie- und Gebäudeanwendungen oder die Performancemessung eines neuentwickelten Harvester-ICs durch.

EnABLES-Aktivitäten
Ein erster Schritt innerhalb des Projekts war der Aufbau der sogenannten »StartCommunity«, einer Plattform, in der sich alle EnABLES-Partner miteinander vernetzen können. Dadurch soll die interne Zusammenarbeit gestärkt werden – gemeinsame Forschungsarbeiten, unter der Berücksichtigung von den jeweiligen Bedürfnissen und Möglichkeiten, tragen dazu ebenfalls ihren Teil bei.
Darüber hinaus wurde ein Portal aufgebaut, das die Kontaktaufnahme zu Forschern und Laboren ermöglicht (www.enables-project.eu). Interessierte können sich unverbindlich registrieren, um weitere Informationen zu erhalten. Konkrete Anfragen für eine Unterstützung in Form einer Dienstleistung durch die EnABLES-Partner können ebenfalls einfach und unbürokratisch über das Portal gestellt werden.

Das EnABLES-Projekt wird im Rahmen des Programms »Horizon 2020« der Europäischen Union gefördert. Folgende europäische Institute arbeiten dabei zusammen: Tyndall National Institute (Irland), CEA Leti & Liten (Frankreich), Fraunhofer IMS (Deutschland), Fraunhofer IIS (Deutschland), imec (Niederlande), Karlsruher Institut für Technologie (Deutschland), Politecnico Di Torino (Italien), Universität Bologna (Italien), Universität von Perugia (Italien) und die University of Southampton (Großbritannien).


Fraunhofer IMS Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IMS in Duisburg mit der Entwicklung von mikroelektronischen Schaltungen, elektronischen Systemen, Mikrosystemen und Sensoren. Aufgrund seines umfangreichen Know-hows, dem Zugang zur Technologie und den hochwertigen Entwicklungsleistungen ist das Institut ein weltweit anerkannter Partner für die Industrie.
In acht Geschäftsfeldern widmet sich das Fraunhofer IMS der angewandten Forschung, der Vorentwicklung für Produkte und deren Anwendungen. Stabile, effiziente und vermarktbare Technologien und Verfahren, die in sehr vielen Branchen zum Einsatz kommen, stehen dabei im Mittelpunkt der Auftragsarbeiten. www.ims.fraunhofer.de

UDE: Engineer's Night über Künstliche Intelligenz

Wenn Alexa Bahnhof versteht  
Was früher nur Menschen konnten, erledigen heute immer öfter Roboter und Computer. Was kann Künstliche Intelligenz, was nicht? Darum geht es bei der Engineer’s Night der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 18. Januar. Jede Menge Action ist garantiert. Ab 17 Uhr führen die Ingenieure durch Labore und zeigen an eindrucksvollen Beispielen, woran sie forschen: 3-D-Druck, Datenübertragung oder neue Werkstoffe beispielsweise. Studieninteressierte können sich außerdem beraten lassen.  
Das Programm ab 19 Uhr steht dann ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz: Das Deutsche Forschungszentrum DFKI aus Bremen bringt die B-Humans mit: Warum diese fußballspielenden humanoiden Roboter sechsfache Weltmeister sind, werden die Zuschauer live erleben.  
Was hat Airhockey mit industriellen Anwendungen zu tun? Auch das wird geklärt. Wer möchte, kann gegen den Computer zocken. Und die boomenden Sprachassistenten sind ebenfalls ein Thema. Im Vortrag „Alexa, warum verstehst du mich nicht?“ wird unterhaltsam demonstriert, warum Mensch und Maschine noch nicht auf einer Wellenlänge liegen.  

 

 

Wochen der Studienorientierung: Die UDE macht mit

Das richtige Fach finden

Duisburg, 08. Januar 2019 - Wie stehen die Chancen für ein Medizinstudium? Wie wird man Lehrer, und was tun, wenn man sein Fach noch gar nicht gefunden hat? Bei den NRW-weiten Wochen der Studienorientierung vom 14. Januar bis zum 8. Februar macht auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) mit. Sie hilft Schülern mit Vorträgen und Workshops, für sich das Richtige zu entdecken.

 

An verschiedenen Terminen stellt die UDE Studiengänge und Abschlüsse vor; sie informiert, wie man strukturiert das passende Fach findet, wie man sich bewirbt und einschreibt. Für einige Veranstaltungen wie etwa die des freestyle-physics-Schülerlabors muss man sich anmelden: https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/wochen_der_studienorientierung

 

Einen geballten Einblick ins Uni-Leben gibt es am 6. Februar – dann ist an der ganzen Uni Schülerinfotag. Man kann in viele Studiengänge hineinschnuppern, Labore besichtigen und sich beraten lassen. Über 90 Veranstaltungen verhelfen an jenem Mittwoch zu mehr Durchblick, wie es nach dem Abi weitergehen kann.

 

Nicht nur an Technik-Fans richtet sich die Engineer's Night: Am 18. Januar, ab 17 Uhr, zeigen die Ingenieure anschaulich, woran sie arbeiten und wie ein Studium aussieht.

 

Ausschließlich für Mütter und Väter von Studieninteressierten ist hingegen die Elternsprechstunde da: Sie findet am Samstag, 19. Januar, um 11 Uhr im Duisburger Uni-Office, Steinsche Gasse 26, statt.

 

Weitere Informationen:,

https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/wochen_der_studienorientierung

https://www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/infotag,

https://www.uni-due.de/de/interessierte.php

 

 

- Beatmung intelligent überwachen  
- Interleukin-7 als Marker für Mukoviszidoseverlauf?

UDE-Projekt für weit verbreitete Lungenerkrankung: Beatmung intelligent überwachen  

Duisburg, 21. Dezember 2018 - 65 Mio. Menschen leiden weltweit unter der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Verengte Atemwege führen dabei sehr oft zu Atemnot. In einem neuen Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) soll ein telemedizinisches System entwickelt werden, das eine atmungsentlastende Beatmungstherapie ermöglicht. Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) fördert das Vorhaben mit rund 190.000 Euro (AiF).

 

Kooperationspartner sind der Lehrstuhl für Mechanik und Robotik und die LemonMedical GmbH, die die Prototypentwicklung des Flowsensors übernimmt. Für die medizinische Expertise und die Überprüfung der klinischen Eignung ist das Evangelische Klinikum Niederrhein zuständig. Prof. Wojciech Kowalczyk: „Wir sorgen für das Mikrocomputersystem zur drahtlosen Datenerfassung und den Messalgorithmus, damit der Therapieverlauf datengestützt überwacht werden kann.“ 

Geplant ist, dass integrierte Filter kurzzeitig Unregelmäßigkeiten beseitigen helfen. Abweichungen von normalen Beatmungsparametern werden frühzeitig durch lernfähige Algorithmen erkannt und ermöglichen eine schnelle Therapiekorrektur. Die ausgewerteten Messergebnisse sind dem medizinischen Personal dann jederzeit online zugänglich und unterstützen sie bei der Diagnostik.

 

 

UDE/UK Essen: Interleukin-7 als Marker für Mukoviszidoseverlauf?  

Patienten mit Mukoviszidose bekommen häufig Lungeninfektionen, die ihr Immunsystem schwächen. Wie schwer die Erkrankung ist, zeigt Interleukin-7 (IL-7) an, ein Botenstoff des Immunsystems, das haben Forscher der Ruhrlandklinik, der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Universitätsklinikums Düsseldorf herausgefunden. IL-7 ist wichtig, um eine wirksame Reaktion des menschlichen Immunsystems zu erzeugen und aufrecht zu erhalten.

 

Die Forscher analysierten die Blutwerte von 164 Patienten, die Proben in der Westdeutschen Biobank Essen hinterlegt haben. Beim Vergleich mit Kontrollprobanden stellte sich heraus, dass die IL-7-Konzentration im Blutserum von Mukoviszidose-Patienten deutlich erhöht ist. „Wir wissen nun, dass es einen statistischen Zusammenhang gibt zwischen einem erhöhten IL-7-Spiegel und einer verschlechterten Lungenfunktion im Krankheitsverlauf“, so Dr. Sivagurunathan Sutharsan, der diese Studie federführend im Westdeutschen Lungenzentrum betreut hat.

 

Die Ergebnisse bestätigten sich durch Zeitverlaufsanalysen nach einem Jahr. Ein erhöhter IL-7-Spiegel kann deshalb – in Kombination mit anderen Risikofaktoren – auf eine beeinträchtigte Immunreaktion bei Mukoviszidosepatienten hinweisen. In weiterführende Langzeitstudien soll nun untersucht werden, ob der IL-7-Serumspiegel auch als Frühmarker verwendet werden kann, um den individuellen Verlauf von Lungenerkrankungen vorherzusagen.

 

UDE zu Arbeitszeiten von Frauen und Männern: Familienpolitik zieht – aber nur bei den Müttern  

CAMPUS:REPORT geht zu Herzen
Duisburg, 13. Dezember 2018 - Das aktuelle Hochschulmagazin der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist voller Liebe. Wissenschaflerinnen erklären, ob Sexroboter bald unsere Partner fürs Leben werden, warum wir uns nach der romantischen Liebe sehnen und welche Hormone los sind, wenn wir uns verknallen. Auch geht’s um Blümchensex, um Emoji statt Liebesbrief und wie es ist, mit einem fremden Herzen zu leben. Kann man an das Gute glauben, wenn man fast 40 Jahre Schwerverbrecher begutachtet hat? Ja, sagt ‚Psychiatrie-Papst‘ Norbert Leygraf.  
Der CAMPUS:REPORT wird in den nächsten Tagen an der Uni ausgelegt. Es gibt ihn außerdem als PDF und im Netz:   https://www.uni-due.de/imperia/md/content/dokumente/campusreport/cr-2018-02.pdf https://www.uni-due.de/de/campusreport

 

UDE zu Arbeitszeiten von Frauen und Männern: Familienpolitik zieht – aber nur bei den Müttern  
Mütter in Deutschland arbeiten heute deutlich länger als noch vor sechs Jahren– ganz besonders Mütter von Klein- und Kleinstkindern. Dabei leben Frauen und Männer weiter in unterschiedlichen Arbeitszeitrealitäten: Im Jahr 2017 war fast jede zweite Frau Teilzeit beschäftigt (46,5%), aber nur knapp jeder zehnte Mann (9,4%). Teilzeit gilt trotz der Nachteile für die Altersabsicherung inzwischen als Blaupause für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wird aber vor allem von Müttern, sehr viel seltener von Vätern gewählt. Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Mit ca. 35,2 Stunden in der Woche sind die durchschnittlichen Arbeitszeiten in Deutschland seit 2010 stabil. Die der Männer haben sich leicht verringert, während Frauen heute länger – aber vor allem Teilzeit – einem Beruf nachgehen.
Der Gender Time Gap, die geschlechterbezogene Arbeitszeitlücke, hat sich damit von 9,3 Std. auf 8,7 Std. weiter reduziert. Im EU-Vergleich haben die deutschen Frauen die zweitkürzesten Arbeitszeiten – bei einer überdurchschnittlich hohen Erwerbstätigenquote. Trotzdem sind Mütter in Deutschland deutlich schlechter in den Arbeitsmarkt eingebunden als Frauen ohne Kinder.
„Bei aller Familienfreundlichkeit bleiben Kinder immer noch ein Risikofaktor für die Erwerbstätigkeit und finanzielle Absicherung von Frauen!“, sagt die IAQ-Arbeitszeitexpertin Dr. Angelika Kümmerling.  
„Zwar scheinen die familienpolitischen Maßnahmen wie Kita-Ausbau und Elternzeit Wirkung zu zeigen. Allerdings wird hier alleine an der „Schraube“ Frau/ Mutter gedreht, die bestehende Rollenverteilung wird kaum angegriffen“, kritisiert sie. Auf Seiten der Männer habe sich kaum etwas getan. Eine Ursache sieht Kümmerling im Ehegattensplitting, das im Widerspruch zur Familienpolitik steht. „Das ist der Hemmschuh für eine gleichberechtigte Arbeitsteilung!“

 

 

 

 UDE: Mercator-Professur 2018: Altbundespräsident Joachim Gauck 

Duisburg, 27. November 2018 - Mehr als tausend Zuhörer folgten dem zweiten Vortrag von Altbundespräsident Joachim Gauck als Mercator-Professor der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 27. November am Essener Campus. Im Mittelpunkt stand der Staat der Bürger in Zeiten neuer Verunsicherungen.  
Gauck beleuchtete zunächst den tiefgreifenden Wandel in Wirtschaft („Globalisierung“) und Gesellschaft („Digitalisierung“), aber auch die Zuwanderung. All dies habe vielfältige Ängste – vor Überforderung, drohendem Abstieg oder Orientierungslosigkeit – geweckt, die Populisten auszunützen verstünden.  
 
„Doch statt diese Zukunftsvision als ein gefahrvolles Tal der Tränen auszumalen, sollten wir uns auf Veränderungen positiv einstellen und alle Menschen möglichst gut für sie wappnen, um jedenfalls einen Teil der Ängste zu verringern“, so Gauck.

Es komme darauf an, das seelische Gleichgewicht zu behalten und das Vertrauen auf sich selbst: „Wir können das schaffen, auch weil wir ermächtigende Erfahrungen gesammelt haben, als wir Not und Krisen überwunden haben und das Land zu einem lebens- und liebenswerten Raum gemacht haben.“  
Er warnte aber auch vor den Gefahren der Ungeduld: „Respektieren wir, dass Menschen, um sich mit dem Wandel anzufreunden, Zeit brauchen und Möglichkeiten der Einübung, ihn in ihr Leben zu integrieren. Leisten wir uns als Demokraten tatsächliche Debatten mit Andersdenkenden und vor allem Anderslebenden.“  
Gauck appellierte an das Publikum, sensibel zu werden für die Perspektiven, Nöte und Sorgen der anderen und sie mit ihren Sorgen nicht den Populisten mit ihren einfachen Weltbildern zu überlassen. Die Last der Veränderung müsse gemeinsam getragen werden, sei es durch verstärkte (Weiter-)Bildung oder mehr bürgerschaftliches Engagement, etwa im Ehrenamt, „hier treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander und setzen ihre Leben in gemeinsame Beziehung zueinander.“  

Zweiter Vortrag im Rahmen der Mercator-Professur von Altbundespräsident Joachim Gauck - Foto UDE

 

 

Duisburg, 20. November 2018 - Auch der zweite Vortrag von Altbundespräsident Joachim Gauck als Mercator-Professor der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 27. November ist restlos ausgebucht. Wer keine Karte hat, aber die Vorlesung über "Der Staat der Bürger in Zeiten neuer Verunsicherungen" am Bildschirm live mitverfolgen möchte, sollte um 18 Uhr den Youtube-Kanal der UDE aufrufen unter https://www.youtube.com/UDEchannel.  

Die Dokumentation des ersten Vortags („Der Staat der Bürger – wie wir wurden, was wir sind“) ist unter https://www.uni-due.de/de/mercatorprofessur abrufbar. Rektor Ulrich Radtke: „Die große Nachfrage auf die beiden Vorträge bestätigt uns, dass wir in Joachim Gauck eine Idealbesetzung für die Mercator-Professur gefunden haben. Mit geschliffenen Worten und großer Überzeugungskraft setzt er sich für gelebte Demokratie und Freiheit ein. Mit ihm erfüllt sich erneut die Grundidee der Mercator-Professur: Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge zu wichtigen Zeitfragen.“ 

Zur Person:

Joachim Gauck (78) ist gebürtiger Rostocker. Nach dem Theologiestudium war er von 1965 bis 1990 für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs tätig, viele Jahre davon als Pastor. Schon als Jugendlicher geriet er in Opposition zur DDR-Diktatur. 1989 war er einer der Gründer der Bürgerbewegung Neues Forum und leitete die wöchentlichen Friedensgebete, aus denen die Protestdemonstrationen hervorgingen. 

Im März 1990 zog Gauck als Abgeordneter in die erstmals frei gewählte Volkskammer ein und wurde Vorsitzender des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit. Im Oktober 1990 wurde er zum Sonderbeauftragten für die personenbezogenen Stasi-Unterlagen berufen und leitete von 1991 bis 2000 die entsprechende Behörde. 

Anschließend engagierte er sich in verschiedenen Funktionen u.a. für Demokratie sowie gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Am 18. März 2012 wurde er mit großer Mehrheit zum elften Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. In dieser Zeit ermutigte er die in Deutschland lebenden Menschen – Einheimische ebenso wie Eingewanderte –, ihr Leben aktiv als Bürger zu gestalten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.  

Für sein Wirken wurde er mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, darunter der Theodor-Heuss-Medaille, dem Geschwister-Scholl-Preis, dem Europäischen Menschenrechtspreis und dem Ludwig-Börne-Preis. Er ist Ehrendoktor der Universitäten Rostock, Jena, Augsburg, der National University of Ireland/Galway, der Hebrew University of Jerusalem, der Université Paris-Sorbonne sowie der Maastricht University.

 

Prof. Dr. Thomas Forkmann ist neu an der UDE Depressionen erkennen und behandeln  
Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland sind depressiv. Wie man die ernste psychische Erkrankung erkennt und behandelt, erforscht Dr. Thomas Forkmann (39 - Foto UDE), der neue Leiter der Psychotherapie-Ambulanz an der Universität Duisburg-Essen (UDE), welche sich derzeit im Aufbau befindet. Er hat die Professur für Klinische Psychologie an der Fakultät für Bildungswissenschaften der UDE übernommen.  
Prof. Forkmann: „Ich möchte meine Faszination und Begeisterung für das Fach an die Studierenden weitergeben und die Klinische Psychologie auch im praktischen Handeln erlebbar machen. Als Erstes bauen wir eine Hochschulambulanz auf, um die psychotherapeutische Begleitforschung voranzubringen und die Klinische Lehre an aktuellen Problemlagen auszurichten.“  
Ein Schwerpunkt seiner Forschung konzentriert sich darauf, eine Depression und eventuelle Suizidneigung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Im Bereich „Selbstwahrnehmung und Beurteilung“ werden Prozesse untersucht, die für die Entstehung und den Verlauf psychischer Störungen zentral sind. Außerdem sollen Instrumente entwickelt werden, die verschiedene Aspekte von Gesundheit und Krankheit erfassen.  
Forkmann studierte Psychologie an der Universität Göttingen und der National University of Ireland, Galway (2000 bis 2005). Dann forschte er ein Jahr an der Uni Göttingen und wechselte danach bis 2015 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Uniklinik der RWTH Aachen, wo er 2008 mit einer Arbeit über Depressionen promovierte. 2013 griff er das Thema für die Habilitation wieder auf und schloss zugleich die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten mit der Approbation ab. Von 2015 bis 2018 war er stellvertretender Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Uniklinik der RWTH Aachen und übernahm in diesem Zeitraum auch Vertretungsprofessuren an der Uni Wuppertal sowie an der UDE.