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Uni-Termine

 
- UDE lädt zur Kinder-Uni
- UDE an großem EU-Projekt beteiligt: Das Kraftwerk der Zukunft

Die Unikids kommen!
Duisburg, 8. Februar 2018 - Mit Neugier und Wissensdurst stürmen die „Unikids“ wieder die Hörsäle der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die beliebte Veranstaltung für Acht- bis Zwölfjährige findet an beiden Uni-Campi statt. Los geht‘s ab dem 21. Februar, kostenlos anmelden geht ab sofort.   

Blitzbirnen aufgepasst: Wer es aufregend mag, ist in der brodelnden Hexenküche richtig. Was es Magisches gibt? Kunst! Wer sich für die Wunder der Natur interessiert, kann ein Ökosystem im eigenen Garten entdecken und unsichtbare Atome sehen. Dass Donald Trump US-Präsident ist, weiß jedes Kind. Wie Politik funktioniert bald auch – vielleicht sogar besser als der Mann im Weißen Haus.
Damit die Großen auch noch was lernen, dürfen sie sich nebenan die Live-Übertragung der etwa einstündigen Vorlesungen ansehen.

Das Programm:
21. Februar, Audimax Essen, 17 Uhr
Hexenküche: Kunst- und Fotolabor
Hexen, die vor 3500 Jahren in Essen lebten, werden filmisch wieder lebendig. Ideen werden gebacken oder abgegossen und im Kunstlabor brauen die Kinder aus Gerüchten Geschichten zusammen.

28. Februar, Audimax Essen, 17 Uhr
Wie funktioniert ein Ökosystem?
Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen gehören zu einem Ökosystem und beeinflussen sich gegenseitig. Pflanzen profitieren beispielsweise von Bakterien. Die kleinen Biologen erfahren, wie man ein Ökosystem im einem Garten nutzt.

14. März, Audimax Duisburg, 17 Uhr
Kann man Atome sehen?
Alles, was wir in der Welt sehen, ist aus einzelnen Bausteinen zusammengesetzt, den Atomen. Die sind aber viel zu klein, um sie zu sehen. Wie sie aufgebaut sind und doch sichtbar werden können, lernen die Unikids in der Vorlesung.

21. März, Audimax Duisburg, 17 Uhr
Wie geht eigentlich Politik
Diskutieren, verhandeln, entscheiden - Politik bestimmt unser Zusammenleben. In vielen Büchern, Filmen oder Hörspielen kommt Politik vor. Die Vorlesung zeigt, wie auch Kinder mit der Tagespolitik verbunden sind.

Unterstützt wird die Kinder-Uni durch den Förderverein Universität Duisburg-Essen e.V., die Sparkasse Essen, die Innogy SE/3malE und die Ruhrstiftung Bildung und Erziehung.

© UDE/Eventfotograf.in

 

UDE an großem EU-Projekt beteiligt: Das Kraftwerk der Zukunft
Die EU hat ehrgeizige Klimaziele: Sie will die Treibhausemissionen bis 2030 drastisch senken. Dafür müssen auch Kraftwerke effizienter werden. Brüssel fördert daher die Forschung an einer neuen Technik. Sie wird in den kommenden drei Jahren im Projekt sCO2-Flex erprobt. Hierbei arbeiten zehn europäische Partner aus Industrie und Forschung zusammen, darunter die Universität Duisburg-Essen (UDE).
Die Idee ist, eine Anlage von 25 Megawatt im überkritischen Bereich von Kohlendioxid (sCO2) zu betreiben. „In diesem Zustand bekommt Kohlendioxid die Dichte einer Flüssigkeit und behält die Zähigkeit eines Gases. So betriebene Kraftwerke haben einen höheren Wirkungsgrad, geben aber weniger Schadstoffe an die Umwelt ab“, erklärt Professor Dr. Dieter Brillert.
Mit sCO2 befasst sich der Experte für Strömungsmaschinen bereits in einem anderen EU-Vorhaben. Weil die Ergebnisse vielversprechend sind, sollen sie jetzt mit der Industrie weiterentwickelt werden. Das System mit überkritischem Kohlendioxid ist für jede Art von Stromerzeugung denkbar – für Kohle- ebenso wie für Solar- und Biomassekraftwerke.
Die Vorteile: Die Anlagen lassen sich schnell hoch- und runterfahren, und ihre Last kann flexibel angepasst werden. Nachteil: Bestehende Kraftwerke lassen sich nicht nachrüsten. Brillert und sein Team werden sich vor allem mit dem Verdichter befassen, er ist die knifflige Komponente an dieser neuen Technologie.
„Wie das überkritische Medium, also sCO2 , das Design des Verdichters beeinflusst, ist noch nicht ausreichend verstanden. Das möchten wir in Simulationen und im Labor herausfinden.“ Die EU fördert sCO2-Flex mit fünf Millionen Euro über sein Horizon2020-Programm. Beteiligt sind sieben europäische Unternehmen sowie die UDE, die Uni Stuttgart und das Polytechnikum Mailand. Die Leitung hat der französische Energiekonzern EDF.

 

- Schilddrüsenexpertin heuerte am UK an
- Neuer Forschungsschwerpunkt in der Medizin

Prof. Dr. Heike Heuer ist neu an der UDE/am UK Essen 

Esssen/Duisburg, 7. Februar 2018 - Ohne Schilddrüsenhormone (SDH) funktioniert weder der Stoffwechsel noch das Zentrale Nervensystem. Eine ausgewiesene SDH-Expertin kommt nun mit Dr. Heike Heuer (Foto UDE) an die Universität Duisburg-Essen (UDE): Sie hat die Professur für Molekulare Thyreoidologie an der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) angenommen.

 

In ihrer Arbeitsgruppe werden insbesondere die (patho-)physiologischen Funktionen sog. SDH-Transporter untersucht, die bei der Aufnahme von SDH in Zellen eine zentrale Rolle spielen. Im Fokus steht vor allem der hochspezifische SDH-Transporter MCT8 und das damit in Zusammenhang stehende Allan-Herndon-Dudley Syndrom. Die seltene Krankheit wird über das X-Chromosom vererbt und entsteht bereits im Mutterleib. Betroffene Neugeborene leiden unter Muskelschwäche, Bewegungsstörungen und geistigen Behinderungen. Außerdem erforscht die Arbeitsgruppe, wie sich SDH auf die Entwicklung und das Altern des Zentralen Nervensystems sowie Leber, Niere, Herz und Muskeln auswirken.

 

Heike Heuer studierte von 1988 bis 1994 Biochemie an der Universität Hannover. Nach der Promotion (1998) forschte sie mit Unterbrechung drei Jahre am Max-Planck-Institut für experimentelle Endokrinologie, Hannover (1998 bis 2000; 2003/04). Zwischenzeitlich war sie von 2000 bis 2003 Postdoctoral Research Fellow im Center for Neurobiology & Behavior der Columbia University, USA. Ab 2004 leitete sie eine Forschergruppe am Jenaer Leibniz-Institut für Alternsforschung/Fritz-Lipmann-Institut und untersuchte, wie Hormone und Nerven verknüpft sind. Bevor sie an die UDE kam, war sie Gruppenleiterin am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung, Düsseldorf (2013 bis 2017). Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

 

Neuer Forschungsschwerpunkt in der Medizin

Starke Nerven 

Neurologische und psychische Erkrankungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Deshalb bündelt die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) ihre Forschungsaktivitäten zum neuen Schwerpunkt „Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften“. Koordiniert wird er durch Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie, und Prof. Dr. Manfred Schedlowski, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie, beide am Universitätsklinikum Essen.

 

In den nächsten 25 Jahren werden sich Nervenerkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Parkinson verdreifachen. Auch leiden immer mehr Menschen unter Demenz oder chronischen Schmerzen, sind süchtig oder depressiv. Das Problem: Obwohl sich diese Volkskrankheiten immer mehr ausbreiten, lassen sie sich nur begrenzt therapieren.

 

„Leider weiß man immer noch zu wenig über die grundlegenden Mechanismen, die zu einer neurologischen oder psychischen Erkrankung führen. Für die Betroffenen ist das sehr belastend, auch weil Depressive oft als gar nicht richtig krank gelten“, weiß der Neurologe Prof. Dr. Christian Kleinschnitz: „Deshalb muss man vertiefend und fachübergreifend forschen, um die komplexen Ursachen dieser Verhaltensstörungen und Erkrankungen zu verstehen und neue Therapieansätze entwickeln zu können.“

 

Die 17 Kliniken und vorklinischen Instituten am Universitätsklinikum Essen sowie an LVR Klinikum Essen arbeiten künftig noch enger zusammen. Bereits heute werden hier zahlreiche Patienten behandelt; demnächst können deshalb neu entwickelte Therapiekonzepte zügig überprüft und umgesetzt werden.

 

Wegen der wechselseitigen Beziehungen zwischen psychischen Prozessen, Verhalten und organischen Erkrankungen ist der neue Verbund auch für die anderen Schwerpunkte der Medizinischen Fakultät der UDE relevant; zum Beispiel in der Verbindung von Immunologie und Infektiologie bei Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen, Depression oder Schlaganfall oder der Wechselwirkung zwischen Herz und Hirn mit dem Anknüpfungspunkt Gefäßmedizin.

 

Prof. Dr. Manfred Schedlowski (l.) und Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz (r.) (Foto: UDE/Dave Kittel)

 

UDE trauert um Prof. Dr.-Ing. Paul Josef Mauk

Duisburg, 30. Januar 2018 - Die Universität Duisburg-Essen (UDE) trauert um Prof. Dr. Paul Josef Mauk. Der angesehene Walzwerk-Experte verstarb am 23. Januar im Alter von 66 Jahren. „Mit ihm verlieren wir einen vorbildlich engagierten Wissenschaftler, Hochschullehrer und lieben Freund. Sein stets offenes Ohr, seine nimmermüde Tatkraft und seine Fröhlichkeit werden uns fehlen“, betont Dekan Prof. Dr.-Ing. Dieter Schramm.

Paul Josef Mauk forschte und lehrte fast 21 Jahre an der UDE und setzte weltweit Maßstäbe bei Walzverfahren und -produkten. So war sein Wissen sehr gefragt, wo immer auch neue Walzwerke und Drahtstraßen konzipiert wurden.

Studiert hatte der gebürtige Mendener Umformtechnik an der RWTH Aachen (1973-1977). Nach seiner Promotion (1983) wechselte er in ein führendes Unternehmen im Großanlagenbau, wo er 14 Jahre leitende Positionen innehatte.

1997 zog es Mauk zurück in die Wissenschaft: Er übernahm die Professur für Warmformgebung an der damaligen Universität Duisburg.

Seither hatte er die Geschicke des Lehrstuhls für Umformtechnik gelenkt – zunächst im Fachbereich Hütten- und Gießereitechnik, dann in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Schon kurz nach seiner Berufung wurde er zum Dekan gewählt und war gleich mit einer Mammutaufgabe konfrontiert: dem Umzug des Fachbereichs nach Duisburg-Ruhrort – mit sämtlichen Maschinen und Anlagen. Mit Erfolg: Auch dank ihm entwickelte sich hier ein Kompetenz-Zentrum für Metallurgie, Feuerfeste Baustoffe sowie Ur- und Umformtechnik.

Von 2004 bis 2016 war Paul Josef Mauk Studiendekan der Fakultät und Mitglied verschiedener Universitätskommissionen. Er war maßgeblich an der Entwicklung der Bachelor-Master-Studiengänge mit den Vertiefungen „Metallurgie und Umformtechnik“ sowie „Gießereitechnik“ beteiligt, ebenso brachte er sich bei den internationalen Studiengänge „International Studies in Engineering (ISE)“ ein.
 

Paul Josef Mauk  - Foto UDE von 1997 - war beliebt; seine spannende Art zu lehren kam bei den Studierenden gut an. Wie beeindruckend er war, beschrieb die „Welt“ einst in einem Porträt: „Gut ein Meter fünfundachtzig, zwei Zentner, Fäuste wie Vorschlaghämmer. Ein solcher Mann weiß, worüber er spricht: Eisen und Stahl. Es geht um Warm-Breitband-Straßen, gewaltige Maschinen, die rotglühendes Eisen zu Stahlblechen formen.“

 

 

 

NetzDG: Besser als sein Ruf  

Duisburg, 30. Januar 2018 - Noch nicht lange in Kraft und schon ein Aufreger: Seit dem 1. Januar soll das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) vor Hetze im Netz schützen. Nach einigen umstrittenen Löschungen in Twitter und Facebook wurde das Gesetz scharf attackiert. Die Kritikpunkte hat sich jetzt das Expertengremium „Forum Privatheit“ vorgenommen, zu dem Prof. Dr. Nicole Krämer von der Universität Duisburg-Essen (UDE) gehört. Ergebnis: Das Gesetz ist erheblich besser als sein Ruf, die Kritik weitgehend unzutreffend.  

In ihrem Policy Paper* betonen die Wissenschaftler, dass das NetzDG weder zu einem Overblocking, also vorschnellem Löschen von Inhalten, verleitet noch ein Angriff auf die Meinungsfreiheit ist. Es verlagert auch nicht staatliche Aufgaben auf private Anbieter oder führt zur Zensur, wie Kritiker behaupten. Auch die 24-Stunden-Frist, innerhalb der offensichtlich rechtswidrige Inhalte zu sperren sind, ist nicht zu streng, sagt das Gremium.  

„Aus psychologischer Sicht ist diese Frist sogar noch viel zu lang, um die Fehlinformationen aus der Welt zu schaffen. Es ist empirisch nachgewiesen, dass auch Informationen, die sich später als falsch oder fehlerhaft erweisen, nicht vergessen oder im Gedächtnis mit der korrekten Information überschrieben werden“, gibt Nicole Krämer, Professorin für Sozialpsychologie zu bedenken.   Auch wenn Nachbesserungen des Gesetzes notwendig sind, etwa um Autoren besser zu schützen, deren Beiträge zu Unrecht blockiert werden, sieht das Gremium das NetzDG als einen wichtigen Schritt an: „Es ist es auf dem richtigen Weg, um gegenüber großen sozialen Netzwerken durchzusetzen, dass sie ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.“   

 

 

Schülerinfotag an der UDE

Duisburg, 29. Januar 2018 - Viele Fragen, noch mehr Antworten Water Science – was studiert man denn da? Wie viele Semester braucht man, um Lehrer zu werden? Und kann man während des Studiums ins Ausland gehen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es am 7. Februar, ab 9 Uhr an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Zum Schülerinfotag an beiden Campi erwartet die Uni wieder einige tausend Interessierte.  
Sie erhalten Einblick in nahezu alle Fächer der UDE, bekommen erklärt, wie studieren geht und wie man es finanzieren kann. Außerdem können sie Dozierende befragen und Studierende löchern, wie die ihren Uni-Alltag finden. Etwa 100 Veranstaltungen gibt es, plus Laborführungen – so lässt sich hautnah erleben, woran Natur- und Ingenieurwissenschaften forschen.  
Wie in jedem Jahr dabei: das Infoforum. Hier beantworten die Studienberatung, das Auslandsamt sowie die Agentur für Arbeit individuelle Fragen. Das Programm steht unter www.uni-due.de/abz/studieninteressierte/infotag. Anmelden muss man sich nicht.  

UDE: Neue Forschungsgruppe Fluchtmigration und lokale Sozialpolitik  

Duisburg, 26. Januar 2018 - Wie bewältigen Kommunen den Zuzug von Geflüchteten? Wie gehen sie mit dem sozialen Bedarf von Migrant/innen um? Und wie nutzen Neuzugewanderte Bildungs- Arbeitsmarkt- oder auch Gesundheitsleistungen? Diese Themen bearbeitet die neue Forschungsgruppe „Migration und Sozialpolitik“ am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Beim Auftaktworkshop am Mittwoch, 31. Januar, im Gerhard-Mercator-Haus am Campus Duisburg diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Praxis über Erfahrungen, Entwicklungen und den Stand der Forschung.  
Seit einigen Jahren gewinnen Kommunen in verschiedenen sozialpolitischen Bereichen an Bedeutung. Sie vernetzen Schulen und andere Bildungsangebote, sie versuchen Einfluss auf den lokalen Arbeitsmarkt zu nehmen und gestalten nicht zuletzt lokale Gesundheits- und Pflegelandschaften aus. Auch bei der Integration Geflüchteter haben Kommunen einen weitaus größeren Gestaltungsspielraum, als gemeinhin angenommen.
Jüngste Untersuchungen zeigen beachtliche regionale Unterschiede bei der Auslegung und Umsetzung von Gesetzen. Aber die Rolle der Kommunen beschränkt sich nicht auf die Ausführung andernorts getroffener Entscheidungen. An vielen Orten organisieren sie etwa Sprachkurse für Personen, die keinen Zugang zu den Integrationskursen des Bundes haben. „Kommunen gestalten Integration vor Ort aktiv aus. Sie haben einen großen Einfluss auf zukünftige Teilhabechancen Geflüchteter“ betont IAQ-Direktorin Prof. Dr. Ute Klammer, die die Gelder für die Forschungsgruppe beim Bundesarbeitsministerium eingeworben hat.  
Die Sozialpolitikforschung hält mit dem Bedeutungsgewinn der lokalen Ebene bislang nicht Schritt oder fokussiert sich einseitig auf die Handlungen kommunaler Verwaltungen. Die Forschungsgruppe dagegen untersucht nun das Zusammenspiel zwischen sozialpolitischen Maßnahmen und den Erfahrungen, Hoffnungen und Handlungsweisen geflüchteter Personen. So erforscht Sandrine Bakoben, wie Menschen aus Subsahara-Afrika lokale Bildungsangebote nutzen. Katrin Menke untersucht die Hürden der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen, während Andrea Rumpel sich mit Fragen der Nutzung kommunaler Gesundheitsversorgung beschäftigt.
Ob und wie es den Kommunen gelingt, die zahlreichen Angebote für Geflüchtete aufeinander abzustimmen, untersucht Thorsten Schlee, der die Forschungsgruppe auch leitet. „In den letzten Jahren hat sich in den Kommunen viel getan. Wir glauben  aber, dass sich lokale Sozialpolitik weiter verbessern lässt, wenn sie mehr über ihre Zielgruppen weiß“, so sein Anspruch.  

 

UA Ruhr gewinnt bei neuer Förderinitiative der VolkswagenStiftung
Zwei neue Forschungskollegs

Duisburg, 18. Januar 2018 - Gemeinsam besser: Das Motto der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) hat sich erneut bestätigt bei einer aktuellen Ausschreibung der VolkswagenStiftung. Diese bewilligte jetzt acht Promotionskollegs, um Wissenschaft und berufliche Praxis auf dem Weg zum Doktortitel stärker miteinander zu verzahnen. Zwei dieser Nachwuchsforscherschmieden kommen an die UA Ruhr.  

MEDAS 21: Entwicklungszusammenarbeit in den Medien 
Die Flüchtlingskrise beschäftigt die Deutschen wie derzeit kaum eine andere Frage – wie aber gehen die Medien in den Herkunftsländern der Migranten mit der Thematik um? Welche Rahmenbedingungen haben Einfluss darauf, dass Medien beispielsweise in Afrika nicht ausreichend über Korruption, politische Krisen und bewaffnete Konflikte berichten können – all jene Faktoren, die die Geflüchteten aus den Ländern treiben? Und wo kann der Westen ansetzen, um in diesen Staaten im Umbruch besseren Journalismus, und damit mehr Qualität und Objektivität in der Berichterstattung, zu fördern?  

Dies sind Kernfragen des neuen Forschungskollegs der kommunikationswissenschaftlichen Institute der UA Ruhr: MEDAS 21 („Global Media Assistance: Applied Research, Improved Practice in the 21 Century“). Das Projekt wird mit ca. 1,7 Millionen Euro gefördert. Antragsteller sind Prof. Dr. Susanne Fengler (Technische Universität Dortmund), Prof. Dr. Barbara Thomaß (Ruhr-Universität Bochum) sowie Prof. Dr. Jens Loenhoff (Universität Duisburg-Essen).  
„Unser Kolleg verzahnt die internationale Kommunikationswissenschaft und Journalistik mit praxisrelevanten Fragestellungen in der Medienentwicklungshilfe“, erläutert die Hauptantragstellerin des Kollegs, Prof. Dr. Susanne Fengler. „Der Ansatz verspricht neue Erkenntnisse für die systematische Analyse der sich wandelnden Rahmenbedingungen der Medienentwicklungskooperation, sei es nun im gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen oder technologischen Bereich.“  

Die Doktoranden verbringen eine bis zu einjährige Praxisphase bei renommierten Stiftungen und NGOs – und sammeln auf diesem Weg zusätzlich wertvolle Praxiserfahrung. Partner des Projekts sind die Deutsche Welle Akademie, die Friedrich-Ebert- und Konrad-Adenauer-Stiftung, die African Media Initiative, Media in Cooperation and Transition (MiCT) sowie der Catholic Media Council und die schweizerische Fondation Hirondelle.  

Möglich wurde der Antragserfolg bei der VolkswagenStiftung insbesondere auch durch eine mehrjährige Förderung der Zusammenarbeit der drei Medien-Institute durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in der Graduiertenschule “School of International and Intercultural Communication” (SIIC).  

Drehbücher für die postindustrielle Stadtentwicklung  Jubeln können auch die Nordamerika-Expert/innen des Ruhr Center of American Studies: Im neuen Forschungskolleg „Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Transatlantic Interventions“ wollen die Geisteswissenschaftler/innen gemeinsam herausfinden, mit welchen Strategien sich die „alten“ amerikanischen und deutschen Kohle-, Stahl- und Auto-Städte neue, wegweisende Zukunftsszenarien erarbeiten können.
Um das Stadtmarketing detaillierter zu untersuchen, werden demnächst acht Nachwuchsforschende bis zu ein Jahr lang bei deutschen und nordamerikanischen Unternehmen arbeiten. Im Fokus stehen die Bereiche Stadtverwaltung und -entwicklung, Kultur, Bildung, Transport und nachhaltiges Bauen und Wohnen.  

Vor Ort analysieren die Promovierenden gegenwärtige Modelle, Selbstbeschreibungsprozesse und Handlungslogiken – kurz „Scripts“. Diese Drehbücher beinhalten wirkmächtige Geschichten aus der Vergangenheit mit folgenreichen Szenarien für die Zukunft. „Da die Vorlagen sehr oft aus den USA stammen, interessieren wir uns vor allem dafür, wie sie angepasst oder umgeschrieben werden müssen, damit sie als Stadtentwicklungs-Modelle greifen“, erklärt Prof. Dr. Barbara Buchenau, die Sprecherin des Kollegs. Dieses originelle Forschungs- und Ausbildungskonzept fördert die VolkswagenStiftung bis 2022 mit gut 1,7 Millionen Euro.

Wissenschaftlich getragen wird das Promotionskolleg durch: Barbara Buchenau, Jens Martin Gurr und Josef Raab (Universität Duisburg-Essen); Walter Grünzweig und Randi Gunzenhäuser (Technische Universität Dortmund) sowie Kornelia Freitag und Michael Wala (Ruhr-Universität Bochum).
Aus der beruflichen Praxis sind folgende Unternehmen an dem Kolleg beteiligt: für Entwicklungen im Bereich creative city die Kultureinrichtung Dortmunder U, der Regionalverband Ruhr, das Tía Chucha’s Centro Cultural in Los Angeles für Entwicklungen im Bereich inclusive city die Bildungsinitiative RuhrFutur, die Kulturkooperative Quilomboarte in New York und die California State University Northridge für Entwicklungen im Bereich sustainable city das Öko-Zentrum NRW, das Umweltamt Essen und die Grüne Hauptstadt Europas, die Stadtentwickler Zachary & Associates aus Detroit, die Duisburger Hafen AG sowie die Stiftung Zollverein.

 

- Widersprüchliche Regelungen behindern Arbeitsmarktpolitik

Reform zur Reform 
- China unter Xi Jinping

Duisburg, 18. Januar 2018 -

UDE: Internationaler Workshop China unter Xi Jinping

Um an der Macht zu bleiben, muss man sich stets erneuern. Das gilt auch für das kommunistisch geprägte China, wo die fünfte Führungsgeneration etliche Reformen angestoßen hat. Welche Ideen sie dazu bewegt haben, untersucht Prof. Dr. Dr. Nele Noesselt von der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Die Ergebnisse diskutieren internationale Wissenschaftler in einem Workshop, der mit einer öffentlichen Abendveranstaltung am 26. Januar startet. Er ist die personifizierte Macht: Xi Jinping lenkt die Geschicke Chinas – er ist zugleich Generalsekretär der Kommunistischen Partei (seit 2012), Staatspräsident der VR China (seit 2013) sowie Vorsitzender der Zentralen Militärkommission. Mit der Neustrukturierung reagiert die Parteiführung auf die Veränderungen im Land und auf der weltpolitischen Ebene.
In ihrem DFG-Projekt analysierte UDE-Professorin Noesselt, wie die chinesische Politik funktioniert und welche Lern- und Anpassungsprozesse das autoritäre Regime entwickelt hat. Unter dem Titel „Policy Innovation and Governance Change under China’s Fifth Generation” diskutieren führende Chinaexperten am runden Tisch, ob für die zweite Amtszeit Xi Jinpings ein Kurswechsel zu erwarten ist und welche langfristigen Ziele China verfolgt. Die Veranstaltung findet von 16 bis 18 Uhr am Campus Duisburg (SG 183) statt. Nur noch wenige Plätze sind verfügbar. Interessierte können sich anmelden bei Pinar Karahan (pinar.karahan@stud.uni-due.de)

 

UDE: Widersprüchliche Regelungen behindern Arbeitsmarktpolitik

Reform zur Reform 

Die Arbeitsmarktpolitik braucht eine Reform der Reformen. Sie sollte weniger gängeln und sich stärker an guter Arbeit und Teilhabe orientieren. Das wäre auch ein wirksamer Ansatz, um Fachkräfteengpässe zu vermeiden, so eine neue Analyse, die Prof. Dr. Matthias Knuth vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) koordiniert hat. Die Studie umfasst Vorschläge, darunter die Angleichung der Zumutbarkeitsregeln, damit Arbeitsmarktpolitik solidarisch und nachhaltig wird. Experten aus Wissenschaft, Verwaltung, Gewerkschaften und Verbänden haben sie entwickelt.     

 

Am deutschen Arbeitsmarkt läuft scheinbar alles rund. Die Zahl der Erwerbstätigen hat zuletzt mit 44,5 Millionen einen neuen Rekord erreicht, die Arbeitslosenquote betrug Ende 2017 nur 5,3 Prozent. Es gibt aber auch Schattenseiten: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stagniert seit Jahren bei rund einer Million. Einige hunderttausend Menschen scheinen dauerhaft von Erwerbsarbeit ausgeschlossen.

 

Ein Grund ist das Sozialgesetzbuch (SGB) II. Seine Bestimmungen laufen darauf hinaus, Hartz-IV-Empfänger so schnell wie möglich in Arbeit zu vermitteln – ohne Rücksicht auf langfristige berufliche Ziele oder die Qualität der Jobs. „Das ist widersinnig und gefährlich, gerade wenn man den drohenden Fachkräftemangel in den Blick nimmt. Man muss die Potenziale von Arbeitslosen entwickeln, statt sie in prekäre Beschäftigung abzudrängen“, sagt Prof. Knuth. Deshalb empfehlen die Forscher, die allgemeinen Ziele des SGB III, wonach die Arbeitsförderung den Arbeitsmarkt insgesamt und die Qualität der Beschäftigung berücksichtigen soll, ins SGB II zu übernehmen.

 

Ihre Vorschläge: Damit auch Arbeitnehmer Anspruch auf Arbeitslosengeld I erwerben können, die ungesichert beschäftigt sind und Lücken im Lebenslauf haben, sollten die Fristen entsprechend angepasst werden. Darüber hinaus sollten die Zumutbarkeitsregeln angeglichen werden, um der Lebensleistung von Hartz-IV-Empfängern mehr Ankerkennung zu zollen. Abgeschafft gehören die Zwangsverrentung sowie die Mindestlohnausnahme für Langzeitarbeitslose. Hingegen sollten Arbeitsuchende ein Recht haben, den Vermittlungsprozess aktiv mitzugestalten sowie eine Eingliederungsvereinbarung „auf Augenhöhe“ zu bekommen.  

Bei Personen ab 25 Jahren sollten Weiterbildungen, die zu einem Berufsabschluss führen, der Vermittlung in Arbeit gleichgestellt und mit einem entsprechenden Geld gefördert werden. Zudem fehle bislang ein unabhängiges Beratungsangebot für berufliche Bildung. Dringend nötig ist aus Sicht der Autoren ein sozialer Arbeitsmarkt, der in erster Linie gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Um dabei die Chancen auf reguläre Jobs nicht zu verschlechtern, sei größtmögliche Ähnlichkeit zum allgemeinen Arbeitsmarkt wünschenswert.

 

Publikation: Arbeitskreis Arbeitsmarktpolitik (Hg.) (2018): Solidarische und sozialinvestive Arbeitsmarktpolitik. Vorschläge des Arbeitskreises Arbeitsmarktpolitik. Koordination und Gesamtredaktion: Matthias Knuth. Düsseldorf (HBS-Study, 374).  https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_374.pdf

 

 

UDE: Finale von „NRW debattiert Europa“ Pro oder Contra?

UDE/UK Essen: Akute myeloische Leukämie im Kindesalter

Duisburg, 11. Januar 2018 - Wer kann am besten reden, hat die überzeugendsten Argumente und vertritt seine Position am glaubhaftesten? Studierende von sieben Universitäten treten bei „NRW debattiert Europa“ in der Königsdisziplin der Rhetorik gegeneinander an. Wortgefechte sind beim Finale am 16. Januar an der Universität Duisburg-Essen (UDE) garantiert. Ein diskussionsfreudiges Publikum ist ab 12 Uhr (Hörsaal LX 1203) willkommen.  
Soll die EU offen für die Aufnahme von Regionen wie Katalonien sein? In drei Runden – Vorrunde, Halbfinale, Finale – diskutieren die Teams der Universitäten Bochum, Düsseldorf, Köln, Münster, Siegen, Wuppertal und der UDE über strittige Fragen zur Europäischen Union.  
Da im Wartburgformat debattiert wird, können die Redner immer neue Argumente in die Diskussion einfließen lassen, um so die hochkarätig besetzte Jury vom eigenen Standpunkt zu überzeugen. Aber Vorsicht: Sowohl das gegnerische Team als auch das Publikum dürfen intervenieren und durch Fragen und Zwischenrufe die Diskussion anheizen. Wer in der letzten Runde zur Frage „War die EU-Osterweitung ein Fehler?“ die Nase bei Inhalt, Wortgewandtheit, Form und Schlagfertigkeit vorn hat, gewinnt.  
„Die Studierenden erweitern ihr Wissen zu aktuellen Europafragen und müssen hierbei – anders als bei Hausarbeiten – vehement für ihre Position werben anstatt diese abzuwägen“, erklärt Initiator Prof. Dr. Michael Kaeding das Konzept. Mit seinem Team richtet der Inhaber des Jean Monnet Lehrstuhl für Europapolitik an der UDE den mit dem europäischen Pademia Teaching Award ausgezeichneten Wettbewerb ums Debattieren bereits zum dritten Mal aus – Teilnehmerzahl steigend.  

UDE traueet um Prof. em. Dr. Fritz Rudolph

Duisburg, 03. Januar 2018 -Er gehörte noch zur ersten Gründergeneration der Universität: Prof. em. Dr. Fritz Rudolph, der nun im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Er kam bereits 1963 als Professor für Soziologie und Sozialpädagogik an die Pädagogische Hochschule Ruhr, Abteilung Duisburg, die 1972 in die neu gegründete Gesamthochschule Duisburg aufging.

 

Bis zu seiner Emeritierung 1991 leitete Rudolph - Foto privat - den Lehrstuhl Soziologie mit Schwerpunkten in soziologischer Theorie, Makrosoziologie und Organisationssoziologie. Auch danach blieb das „Urgestein“ dem Fach und dem späteren Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen eng verbunden.

 

1926 im hessischen Hönebach nahe der thüringischen Grenze geboren, zog es Fritz Rudolph beruflich ins Ruhrgebiet. Sein Lebensthema waren die industrielle Identität und die damit verbundenen gesellschaftlichen Probleme.

 

Einsatz in Theorie und Praxis 

An der Universität Hamburg schloss Rudolph sein Volkswirtschaftsstudium mit dem Diplom ab und promovierte 1964 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Zunächst war er zehn Jahre als Referent beim Sozialamt der Evangelischen Akademie von Westfalen in Villigst tätig, bevor er 1963 an die Pädagogische Hochschule Ruhr wechselte. Seitdem galt sein besonderes Interesse auch der Lehrer(aus)bildung.

 

Als einer der Gründungssenatoren der Gesamthochschule Duisburg und ab 1978 auch als Dekan des Fachbereiches 1 war er ganz entscheidend am Aufbau des neuen integrierten Diplomstudiengangs Sozialwissenschaften beteiligt. Wesentlich war auch seine Rolle in der Studienreformkommission Sozialwissenschaften des Landes NRW.

 

In Lehre und Forschung sei es ihm stets darum gegangen, berichten seine ehemaligen Kollegen, Studierenden und Mitarbeiter, möglichst allen nahezubringen, dass sie die Not und Benachteiligung anderer Menschen etwas angehen müsse. Sich selbst nahm er davon nicht aus: Er setzte sich entschieden dafür ein, seine wissenschaftliche Arbeit mit öffentlichem Engagement zu verbinden.

 

Im Verbund stark: Familienzentren

Duisburg, 02. Januar 2018 - Familienzentren fördern die Entwicklung der Kinder, begleiten die Eltern bei ihrer Erziehungsarbeit und entlasten sie im Familien- und Berufsalltag. Mittlerweile gibt es 2.500 davon in NRW. In einer aktuellen Studie untersuchte das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen deren Leistungsspektrum und Arbeitsweise am Beispiel einer NRW-Kommune.

Hier arbeiten fast alle der knapp 40 Kindertageseinrichtungen in neun trägerübergreifenden Verbund-Familienzentren zusammen. Für das breite, sozialraumorientierte Angebot kooperieren sie u.a. auch mit Familienbildungsstätten, Volkshochschulen, Kindertagespflegern, Erziehungsberatern, Kinderärzten, Logopäden oder auch Ergotherapeuten.

Die Erfahrung zeigt, dass es wichtig ist, niederschwellige Angebote vorzuhalten: „Mit hochfachlichen Vorträgen braucht man in unserem Einzugsgebiet einfach nicht um die Ecke kommen“, fasst eine Leiterin zusammen. Im Rückblick hat sich die Koordinierungsstelle sehr bewährt, und das Leitbild der Familienzentren ist bei den Kindertageseinrichtungen auf breiter Basis verankert.  

Neue Mensa am Duisburger Campus der UDE

- Bauantrag eingereicht
- Glas, Holz und Beton: Lichte Architektur Multifunktionales Gastronomiekonzept

 

Duisburg, 20. Dezember 2017 - Ein wichtiger Meilenstein für den Mensaneubau am Duisburger Campus der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist erreicht: Heute (20. Dezember) wurde der Bauantrag eingereicht. Ab Winter 2019 soll die neue Mensa täglich bis zu 4.000 Studierende und Hochschulbedienstete versorgen. Das zuständige Landesministerium genehmigte das Raumprogramm. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ist abgeschlossen.

„Wir bauen eine moderne und multifunktionale Mensa, die auf die Bedürfnisse der Studierenden und Hochschulangehörigen abgestimmt ist und zudem kostenoptimiert betrieben werden kann. Dafür sorgt ein großes Planungsteam, dem u.a. ein externer Projektsteuerer, ein Architekt, Küchen-, Tragwerks-, Brandschutz- und Außenanlagenplaner angehören“, so Sabina de Castro, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Essen-Duisburg.

Dr. Rainer Ambrosy, UDE-Kanzler und Mitglied im Verwaltungsrat des Studierendenwerks, ergänzt: „Ich freue mich, dass die Bauphase nun in greifbare Nähe rückt. Denn die neue Zentralmensa am Duisburger Campus wird dringend benötigt angesichts wachsender Studierendenzahlen und des baulichen Zustands der bisherigen Essensausgaben.“

4.000 Essen pro Tag

Die neue Hauptmensa wird auf einem rund 5.600 m² großen Grundstück am Forsthausweg/Carl-Benz-Straße entstehen. Dank einer Pfosten-Riegel-Konstruktion erhält die Mensa eine großflächig verglaste Fassade. Die holzfarbene Freitreppe zum Obergeschoss lädt auf den Sitzstufen zum Verweilen ein. Unterstrichen wird dieses kommunikative Konzept auch durch die holzverkleideten Kuben im Erdgeschoss, die an Marktplatzstände erinnern.

Die Speiseausgabe wird sich auf das Unter- und Obergeschoss erstrecken: In der ersten Etage liegt der großzügige Speisesaal mit fünf verschiedenen Speiseausgaben sowie Schnellbedienungstheken für kalte und warme Gerichte. Im Erdgeschoss werden bis in den Nachmittag hinein verschiedene Tellergerichte sowie Speisen zum Mitnehmen zubereitet und ausgegeben. Eine Kaffee-Lounge mit Süßspeisenangebot rundet das Konzept ab.

Multifunktionales Gastronomiekonzept

Durch verlängerte Öffnungszeiten und ein variables Bestuhlungskonzept werden in der neuen Mensa täglich bis zu 4.000 Essensgäste versorgt. 550 Plätze fasst das Ober-, 250 das Erdgeschoss. Bei Bedarf können sogar bis zu 1.000 Stühle aufgestellt werden. Zusätzlich sollen die externen Essensausgabestellen jeden Tag mit rund 700 Essen beliefert werden.

Sabina de Castro: „Das gastronomische Konzept reagiert auf die zunehmende Internationalisierung der Universität. Es berücksichtigt die vielfältige Studierendenschaft und individuelle Ernährungsgewohnheiten. Durch separate Kochinseln können Speisen je nach Wunsch und Vorliebe zubereitet werden, beispielsweise für Vegetarier, Veganer oder auch Allergiker.“

Der Mensaneubau wird die beiden bisherigen Essensausgaben (Hauptmensa und Mensa Bibliothek) mit rund 600 Plätzen an der Lotharstraße ablösen, die baulich und technisch veraltet sind.

Besonderen Wert legt das Studierendenwerk auf einen wirtschaftlichen und zukunftsweisenden Planungs- und Bauprozess. Mit der BIM-Methode (Building Information Modeling) können Investitionskosten optimiert und ein möglichst kollisionsfreier Bauablauf gewährleistet werden. Außerdem lässt sich so das Gebäude in seinem Lebenszyklus betrachten, so dass auch die künftigen Kosten der Bewirtschaftung des Gebäudes gleich mit berücksichtigt und kontrolliert werden können.

Baubeginn: 2018

Seit Anfang November liegen die Planungsunterlagen zur baufachlichen Prüfung bei der Bezirksregierung. Der Baubeginn ist für Sommer 2018 vorgesehen, sodass die Mensa im darauffolgenden Jahr fertiggestellt sein kann.

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Fotos (c) wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh

PKF Fasselt Schlage zeichnet Absolventen der Universität Duisburg-Essen aus

Duisburg, 6. Dezember 2017 - Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage hat gestern zum 17. Mal den FASSELT Förderpreis verliehen. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Sören Link wurden sechs Absolventen der Universität Duisburg-Essen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten geehrt.

 

Mit dem FASSELT Förderpreis würdigt PKF Fasselt Schlage Abschlussarbeiten der Bereiche Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling sowie Wirtschaftsinformatik. Jeder der ausgezeichneten Absolventen erhält ein Preisgeld in Höhe von EUR 1.000,00.

„Mit dem FASSELT Förderpreis möchten wir den akademischen Nachwuchs in der Region fördern und Absolventen für ihre besonderen Leistungen auszeichnen“, so Dr. Marian Ellerich, Partner von PKF Fasselt Schlage.

 

Bei der Preisverleihung im Gerhard-Mercator-Haus der Universität Duisburg-Essen richteten Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg und Professor Dr. Volker Breithecker, Studiendekan der Mercator School of Management, ihre Grußworte und Gratulationen an die Preisträger und Gäste. Anschließend referierte Ulrich Grillo, Vorstandsvorsitzender der Grillo Werke AG, zu dem Thema „Die Jugend von heute – und das Glück von morgen“.

 

Die Preisträger 2017 sind:

§  Sina Bohemann, M.Sc.: „Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen – Eine kritische Analyse“

§  Leonie Engeln, B.Sc.: „Steuerentstrickung – Voraussetzungen und Folgen im deutschen Steuerrecht“

§  Daniel Erkal, M.Sc.: „Der digitale Patient – eine kritische Würdigung der Informationssicherheit in der Gesundheitstelematik“

§  Alina Groß, M.Sc.: „Die Richtlinie 2014/95/EU zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen – eine Herausforderung für Unternehmen?“

§  Dr. Marcel Herbort: „Internationale Steuerneutralität bei grenzüberschreitenden Verschmelzungen von Kapitalgesellschaften innerhalb der Europäischen Union“

§  Nils Höffken, M.Sc.: „Rechtsformwahl im Profisport – betriebswirtschaftliche, juristische und steuerliche Analyse“

 

Über PKF Fasselt Schlage

PKF Fasselt Schlage gehört zu den führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland. Die mittelständisch geprägte, unabhängige und partnergeführte Gesellschaft beschäftigt an 11 Standorten insgesamt mehr als 650 Personen, davon rund 200 Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte, viele von ihnen mit Mehrfachqualifikation.

 

V.l.: Ulrich Grillo (Vorstandsvorsitzender der Grillo Werke AG), die sechs Preisträger, Dr. Marian Ellerich (PKF Fasselt Schlage), Sören Link (Oberbürgermeister der Stadt Duisburg)