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Duisburg, 28. Januar 2026 -
Duisburg ist Teil der gemeinsamen Bewerbung der
Region unter dem Namen „KölnRheinRuhr“
um Olympische und Paralympische Spiele in
den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Der
Rat der Stadt Duisburg wird deswegen in seiner
nächsten Sitzung am 24. Februar darüber entscheiden,
ob die Bürgerinnen und Bürger in Duisburg über die
Teilnahme an der Bewerbung abstimmen können.
Vorbehaltlich der Zustimmung des Rats können dann
rund 350.000 abstimmungsberechtigte
Duisburgerinnen und Duisburger für oder gegen die
Beteiligung votieren. Das Votum ist ein
zentraler Schritt, weil die Bewerbung ausdrücklich
an die Zustimmung der Bevölkerung geknüpft ist.
„Mit dem Ratsbürgerentscheid legen wir diese
Frage bewusst in die Hände der Duisburgerinnen und
Duisburger. Das schafft Klarheit und eine breite
demokratische Legitimation“, sagt Oberbürgermeister
Sören Link. „Ich hoffe auf ein positives Votum, weil
ich überzeugt bin, dass Duisburg als
sportbegeisterte Stadt und mit ihr auch die gesamte
Region an Rhein und Ruhr das Potenzial für die
Spiele haben.“
Eine Zustimmung zur Bewerbung
ist noch keine Entscheidung darüber, ob Olympische
oder Paralympische Wettbewerbe tatsächlich in
Duisburg stattfinden. Zwischen einer kommunalen
Beteiligung und einer möglichen Austragung liegen
weitere Auswahl- und Prüfverfahren sowie
Entscheidungen auf anderen Ebenen.
So läuft
der Ratsbürgerentscheid ab, falls der Rat diesem
zustimmt: • Die Abstimmung erfolgt
ausschließlich per Brief. • Die Unterlagen
werden den Abstimmungsberechtigten automatisch ab
Mitte März zugesandt, ein Antrag ist nicht
erforderlich. • Abstimmungsberechtigt sind die
Duisburgerinnen und Duisburger, die zu
Kommunalwahlen wahlberechtigt sind, also rund
350.000. • Als konkrete Frage wird folgende
Formulierung festgelegt: „Sind Sie dafür, dass sich
die Stadt Duisburg an der gemeinsamen Bewerbung der
Region KölnRheinRuhr um die Olympischen und
Paralympischen Spiele im Jahr 2036, im Jahr 2040
oder im Jahr 2044 beteiligt?“ Als Antwort kann nur
mit "Ja" oder "Nein" abgestimmt werden. • Als
angenommen gilt die Antwort, die die meisten Stimmen
erhält, vorausgesetzt, ausreichend
Abstimmungsberechtigte haben sich beteiligt. Das
sind in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen
und Einwohnern mindestens zehn Prozent. • Die
Abstimmungsunterlagen müssen der Stadt spätestens am
Sonntag, 19. April, vorliegen und können postalisch
zurückgeschickt oder noch am entsprechenden Sonntag
bis 16 Uhr abgegeben werden: im Rathaus (Burgplatz
19, 47051 Duisburg) oder im Wahlamt der Stadt, (In
den Haesen 84, 47198 Duisburg). • Die Abstimmung
wird zeitgleich in allen 17 Kommunen durchgeführt,
die sich an der Olympia-Bewerbung beteiligen.
Die Stimmen werden am 19. April ausgezählt.
Das Duisburger Ergebnis wird Sonntagabend u.a. auf
duisburg.de und den Social-Media-Kanälen der Stadt
veröffentlicht.
Die Stadt Duisburg schätzt
die Kosten für den Ratsbürgerentscheid aktuell auf
rund 580.000 Euro, wovon 85 Prozent vom Land
Nordrhein-Westfalen übernommen werden sollen. Der
Eigenanteil der Stadt läge dann bei ca. 87.000 Euro.

Duisburg wäre bei Olympischen und
Paralympischen Spielen nach derzeitigem
Konzept mit folgenden etablierten und international
erprobten Sportstätten vertreten: • Regattabahn
im Sportpark Duisburg als Austragungsort für die
Wettbewerbe im olympischen Rudern sowie im
olympischen Kanu und im Para Rudern und Para Kanu.
• Schauinsland-Reisen-Arena für das olympische
und paralympische Sportklettern. Vorgesehen sind
die Disziplinen Bouldern, Lead und Speed.
Die Bewerbung von KölnRheinRuhr hat bereits die
zweite Stufe im Prozess des Deutschen Olympischen
Sportbundes (DOSB) erreicht. Nach Abschluss der
Bürgerbeteiligungen in den 17 beteiligten Kommunen
wird der DOSB voraussichtlich am 26. September 2026
die finale Entscheidung über die nationale Bewerbung
treffen. Weitere Interessenten sind Berlin, Hamburg
und München.
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