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Duisburg, 12. Januar 2026 -
Mit zwei Uraufführungen von
Bridget Breiner und Lesley Telford und einem preisgekrönten
Stück von David Dawson lädt das Ballett am Rhein zu einer
Reise in getanzte Zwischenwelten ein. Namensgeber für das
neue Programm ist Dawsons Stück „The Grey Area“, mit dem ihm
vor fast 25 Jahren der Durchbruch als Choreograph gelang.
Grey Area steht im Englischen für Übergänge, für
Zwischenzustände, in deren Unsicherheit und Ungewissheit
häufig ein großes kreatives Potenzial verborgen liegt.
Premiere für den dreiteiligen Abend ist am Freitag, 16.
Januar, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg. Einen kostenlosen
Vorab-Eindruck bietet die Ballettwerkstatt mit Probenbesuch
am Dienstag, 13. Januar, um 18 Uhr – ebenfalls im Theater
Duisburg.
Ein Prozess, der immer weiter geht, ein Gefühl, das im Kopf
oder im Herzen bleibt: Chefchoreographin Bridget Breiner
eröffnet das neue Ballettprogramm mit „Shards“ – „Scherben“.
Choreographiert hat sie ihr Stück über etwas, das man ein
Leben lang mit sich herumträgt, zu Songs von Jeff Buckley.
Mit dessen Interpretation des ursprünglich von Leonard Cohen
komponierten und später von John Cale umgeformten Stücks
„Hallelujah“ machte er den Song zum Welthit – als
Interpretation einer Interpretation, als Teil eines
Prozesses, der immer weiter geht.
David Dawson erforscht in seinem mit dem renommierten Prix
Benois de la Danse ausgezeichneten Werk „The Grey Area“ das
Verhältnis von Raum und Zeit zwischen zwei gegensätzlichen
Polen: Schwarz und Weiß. Anfang und Ende. Leben und Tod. Je
nach Art der Reise zwischen den Polen scheint sich dabei die
Zeit selbst zu dehnen oder zu beschleunigen.

„Threshold of a Fall”: Niklas Jendrics, Sara Giovanelli FOTO
© Yan Revazov
In seiner Verschmelzung von wissenschaftlicher Untersuchung
und choreographischer Erkundung reizt Dawson die Grenzen so
weit aus, dass Physisches in Spirituelles übergeht. In
„Threshold of a Fall“ schließlich widmet sich Lesley Telford
dem menschlichen Streben nach immer Mehr, nach einem
Weitergehen über die Grenzen der Natur hinaus.
Sinngemäß übersetzt mit „Schwelle zum Kippen“ gilt ihr
choreographisches Interesse der fragilen Beziehung zwischen
Mensch und menschengemachten Systemen. Inmitten eines
hängenden stilisierten Waldes gehen die Tänzer*innen an und
über die Grenzen ihrer Balance und offenbaren, dass kleinste
Veränderungen scheinbar Unzerstörbares zum Zusammenbruch
bringen können.
Der dreiteilige
Ballettabend „Grey Area“ dauert inklusive Pausen zwei Stunden
und 15 Minuten. Premiere ist am Freitag, 16. Januar, 19.30
Uhr, im Theater Duisburg. Vorab gibt es am Dienstag, 13.
Januar, 18 Uhr, eine kostenlose Ballettwerkstatt. Karten für
die Vorstellungen ab 19 Euro in den Opernshops oder online
unter
www.operamrhein.de.
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