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Kindernothilfe Archiv 2019 - 2021

1959 - 2019:
60 Jahre Kindernothilfe



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






Kindernothilfe


„Ehrenamtliches Engagement ist ein Geschenk für die Kindernothilfe“

Zum Tag des Ehrenamts - Welcome Cafe am 5. Dezember
Duisburg, 01. Dezember 2022 - Zum internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember dankt die Kindernothilfe allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Mehr als 1.000 Ehrenamtliche engagieren sich bundesweit für die Kinderrechtsorganisation und unterstützen so benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

Mehr als 1.000 Ehrenamtliche engagieren sich bundesweit für die Kindernothilfe (Foto: Kindernothilfe)



„Das Engagement der Menschen, die sich ehrenamtlich für Kinder und ihre Rechte stark machen, ist ein unglaublich wertvolles Geschenk für die Kindernothilfe. Sie unterstützen unsere Arbeit in ihrer Freizeit mit vielen Ideen und vor allem mit Herzblut“, sagt Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann. Mehr als 1.000 Ehrenamtliche engagieren sich bundesweit für die Kindernothilfe.


Sie tragen mit großem Erfolg zur Arbeit der Kinderrechtsorganisation bei und unterstützen so benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Von der Schülerin bis zum Rentner engagieren sich Menschen mit kreativen, musikalischen oder sportlichen Aktionen. Sie informieren über die Arbeit der Kindernothilfe und ihrer Partner weltweit und sammeln zahlreiche Spenden für Kinder und ihre Familien in den Projekten.

„Engagement kennt kein Alter. Es ist schön zu sehen, wie Menschen aus verschiedenen Lebensabschnitten zusammenfinden und gemeinsam etwas Gutes tun“, sagt Katrin Weidemann. Zu den Aktionen zählen etwa Benefizkonzerte, Basteltage in der Adventszeit, verschiedene Feste und Flohmärkte sowie Sponsorenläufe – entweder lokal oder direkt bei der Ironman World Championship auf Hawaii. 

Zurzeit gibt es 45 aktive Arbeits- und Freundeskreise der Kindernothilfe, viele von ihnen schon mehrere Jahrzehnte. „Trotz Coronapandemie und möglicher eigener Sorgen haben sie Möglichkeiten gefunden, um aktiv zu bleiben“, so die Vorstandsvorsitzende. Auch viele prominente Personen wie Schauspielerin und Produzentin Natalia Wörner, Moderatorin Sabine Heinrich oder Musiker Wincent Weiss bringen sich ehrenamtlich ein, indem sie spenden oder ihre Stimme dafür nutzen, um auf die Arbeit der Organisation und die Situation der Kinder und Jugendlichen in den Kindernothilfe-Partnerländern aufmerksam zu machen.

Interessierte, die sich auch vorstellen können, ehrenamtlich für die Kindernothilfe aktiv zu werden, noch Ideen suchen oder mehr über das Ehrenamt erfahren möchten, können am kostenlosen und unverbindlichen „Welcome Café“ der Kindernothilfe teilnehmen. Das findet digital am 5. Dezember um 18.30 Uhr statt.  Zur Anmeldung: www.kindernothilfe.de/welcome-cafe 
Mehr zum Thema Engagement bei der Kindernothilfe gibt es auf: www.kindernothilfe.de/ehrenamt 

 

Kindernothilfe: Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen fordern die Kinderrechtsorganisation und 30 ihrer Partner aus Lateinamerika, Asien und Afrika ein Ende geschlechtsspezifischer Gewalt.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine massive Kinder- und Menschenrechtsverletzung (Foto: Kindernothilfe)

Duisburg, 24. November 2022 - „Die hohe und weiter steigende Anzahl von Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, ist erschreckend“, sagt Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann. Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am Freitag, den 25. November, fordern die Kinderrechtsorganisation und 30 ihrer Partnerorganisationen ein Ende geschlechtsspezifischer Gewalt. 


So brauche es neben dem politischen Willen auch entsprechende Investitionen sowie einen sozialen und gesellschaftlichen Wandel, um die Gewalt zu beenden. „Die Regierungen müssen dringend handeln. Denn jede Frau und jedes Mädchen, das Gewalt jeglicher Form erfährt, ist eine zu viel“, betont Katrin Weidemann. Vor allem globale Katastrophen und Krisen wie Kriege, Flucht, Hunger und Armut, lassen die Zahlen der betroffenen Frauen und Mädchen in die Höhe steigen.


 „Geschlechtsspezifische Gewalt und insbesondere Gewalt gegen Mädchen ist eine massive Kinder- und Menschenrechtsverletzung“, so Katrin Weidemann. Im gemeinsamen Positionspapier fordert die Kinderrechtsorganisation mit ihren Partnern aus Lateinamerika, Asien und Afrika u. a., dass Gewalt gegen Mädchen als fundamentale Verletzung ihrer Rechte anerkannt wird.

Der Schutz von Mädchen muss priorisiert werden. Weitere wichtige Faktoren in der Prävention und im Umgang mit Gewalt sind die Unterstützung der Überlebenden und Betroffenen sowie starke Kinderschutzsysteme. Außerdem braucht es funktionierende und zugängliche Bildungs- und Rechtssysteme, die Ermittlungs- und Aufdeckungsquoten in Bezug auf Gewalt gegen Mädchen und Frauen erhöhen. An dieser Umsetzung arbeiten die Kindernothilfe und ihre Partner gemeinsam.

Dazu sind sie auch im Gespräch mit Dr. Najat Maalla M'jid, der Verantwortlichen der Vereinten Nationen für Gewalt gegen Kinder (Special Representative of the Secretary-General on Violence against Children). Mit dem Tag gegen Gewalt an Frauen starten weltweit die 16-tägigen Orange Days. An der von UN Women ins Leben gerufenen Kampagne beteiligen sich auch Kindernothilfe-Partner. Mit politischen, kreativen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen setzen sie ein Zeichen gegen Gewalt.

Eindrücke davon sowie offizielle Statements der Partner, von Content-Creatorn und Botschafterinnen und Botschaftern der Kindernothilfe, die über Gewalt an Frauen und Mädchen online aufklären, gibt es ab Freitag auf den Social Media-Kanälen der Kinderrechtsorganisation. Mehr Informationen und das Positionspapier sind hier zu finden: www.kindernothilfe.de/orangedays

 

Welttag der Kinderrechte: „Wir dürfen die Kinder in Pakistan nicht vergessen“

Duisburg, 17. November2022 - Am Sonntag erinnert der Welttag der Kinderrechte an die Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vor mehr als 30 Jahren. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Pakistan, wo die Bevölkerung noch immer mit den Folgen der Überschwemmungen im Sommer zu kämpfen hat. 

Sturzflut in Pakistan - Quelle: Kindernothilfe-Partner


Am Sonntag erinnert der Welttag der Kinderrechte an die Verabschiedung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vor mehr als 30 Jahren. Der Weg bis zur weltweiten Umsetzung ist noch lang, in allen Teilen der Welt sind Kinderrechte bedroht, etwa durch Krieg, Hunger oder die Klimakrise. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr Pakistan, wo die Bevölkerung noch immer mit den Folgen der Überschwemmungen im Sommer zu kämpfen hat.


„Kinder leiden in humanitären Notsituationen wie aktuell in Pakistan am meisten. Ihre Rechte sind massiv bedroht. Die Folgen dieser Katastrophe sind noch lange nicht ausgestanden“, so Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. Im Sommer dieses Jahres kam es in Pakistan zu einem ungewöhnlich langen Monsunregen, der großflächige Überschwemmungen zur Folge hatte.

Mehr als 1.700 Menschen sind laut pakistanischer Katastrophenschutzbehörde dabei ums Leben gekommen, darunter etwa 650 Kinder. Schätzungen zufolge sind 33 Millionen Menschen betroffen, wovon etwa die Hälfte unter der Armutsgrenze lebt. Pakistan gehört zu den zehn Ländern, die am stärksten unter den Folgen der Klimakrise leiden. „Die Überschwemmungen waren in deutschen Medien wenig präsent. Es ist daher unsere Aufgabe auf die Kinderrechtsverletzungen in Pakistan aufmerksam zu machen“, erläutert Katrin Weidemann.

„Kinder sind durch die Katastrophe noch verletzlicher geworden. Ihre Eltern sind damit beschäftigt, sich um Nahrung und den Wiederaufbau zu kümmern, sodass die Mädchen und Jungen häufig alleine in den Notunterkünften sind“, berichtet Jörg Denker, Referatsleiter Asien und Osteuropa der Kindernothilfe. „Ihre Bildung ist beeinträchtigt, es gibt Fälle von sexualisierter Gewalt und Entführungen. Krankheiten machen infolge der Überschwemmung die Runde, und es gibt nicht überall genug zu essen oder sauberes Wasser“, so Denker.


„Kinder haben ein Recht auf Schutz, auf Bildung und darauf, dass ihr Wohl an erster Stelle steht. Die Mädchen und Jungen in Pakistan benötigen weiterhin dringend unsere Hilfe, wir dürfen sie und ihre Rechte nicht vergessen“, mahnt Katrin Weidemann. Die Kindernothilfe ist seit 1978 in Pakistan aktiv. Im Fokus der Arbeit steht die Hilfe zur Selbsthilfe.


Weitere Schwerpunkte sind nach wie vor Projekte, die Kinder vor ausbeuterischer Arbeit schützen und ihnen Bildungschancen ermöglichen. Seit den Überschwemmungen leistet die Kindernothilfe auch Soforthilfe in Pakistan. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern verteilt sie Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Medikamente und Moskitoschutz. Außerdem werden Notunterkünfte mit speziellen „Child Friendly Spaces“ eingerichtet und betreut.

 

Brasilien nach der Stichwahl: „Versäumnisse für Kinderrechte aufholen“

Duisburg, 31. Oktober 2022 - „Mit dem Wahlsieg von Lula da Silva in Brasilien verbinden wir die Hoffnung, dass die neue Regierung mit aller Kraft daran arbeitet, die Versäumnisse der vergangenen Jahre aufzuholen und eine gerechte und lebenswerte Zukunft für Kinder zu gestalten“, sagt Christiane Rezende, Psychologin und Koordinatorin des Kindernothilfe-Büros in Belo Horizonte. Die letzte Amtszeit des rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro habe die Kinderrechte in Brasilien um 10 bis 15 Jahre zurückgeworfen. 

Foto: Jürgen Schübelin


Die Kindernothilfe und ihre Partnerorganisationen in Brasilien erwarten von der zukünftigen Regierung unter Präsident Lula da Silva, dass sie sich mit engagierten Sozialprogrammen besonders um die mehr als 700.000 Kinder unter fünf Jahren kümmert, die im Gefolge der Covid-Pandemie und ihrer dramatischen sozialen Schleifspuren unter massiven Hunger- und Unterernährungsproblemen leiden. Ebenso gelte es, umfassend Hilfe zu leisten, um die extremen Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen – auch im Zuge des mit aller Brutalität geführten Wahlkampfes – zu überwinden. 


Kindernothilfe-Partnerorganisationen arbeiten im ganzen Land mit Kindern und Jugendlichen aus favelas, den Armenvierteln der Großstädte, oder extrem verarmten ländlichen Regionen. Hier spielt sich ein soziales Long-Covid-Drama mit millionenfachen Abstürzen in extreme Armut und Hunger ab. „Nur mit einer sozialen, kompetenten und korruptionsfreien Politik kann sich die Situation von Kindern und ihren Familien in Armut nachhaltig verbessern“, so Rezende weiter. 



Die Kindernothilfe ist seit 1971 in Brasilien aktiv und unterstützt dort aktuell rund 9.200 Kinder und ihre Familien in 34 Projekten. Gewaltprävention und gewaltfreie Erziehung stehen im Vordergrund der Arbeit.


 

Kindernothilfe-Medienpreis für Kinderrechte verliehen

Berlin/Duisburg, 21. Oktober 2022 - Sherif Rizkallah und Nicole Rosenbach sind die beiden Gewinner des Kindernothilfe-Medienpreises 2022, der heute Abend in Berlin verliehen wurde.
„Kinder und ihre Rechte brauchen besonders in dieser schwierigen Weltlage unsere Aufmerksamkeit. Deshalb ist der Kindernothilfe-Medienpreis so wichtig, denn er zeichnet Journalistinnen und Journalisten aus, die Kindern ihre Stimmen leihen, um gehört zu werden“, sagte Elke Büdenbender, Schirmherrin des Medienpreises (links).


Durch den Abend führte Moderatorin Sabine Heinrich. Rizkallah belegt mit seinem Beitrag „logo! extra – Kinder auf der Flucht – Wer kümmert sich um ihre Rechte?“ (KiKA) den 1. Platz in der Kategorie „Preis der Kinderjury“. 

„Wir fanden es wichtig und richtig, dass Sherif Rizkallah die Kinder selbst gefragt hat, dass sie von ihren Erfahrungen erzählen und ihre Meinung sagen konnten“, begründeten die Kinder von drei Berliner Schulen ihre Entscheidung (Nelson-Mandela-Schule, Andreas-Gymnasium und Erich-Kästner-Grundschule).

Platz zwei belegt Dr. Jana Magdanz mit ihrem Beitrag „Ich bin Liv – Leben als Transkind“. Der dritte Platz geht an die beiden Journalisten Martin Theis und Sascha Montag für ihren Beitrag „Zwischen zwei Welten“. Die Preisgelder wurden von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zur Verfügung gestellt. Der „Story on Stage“-Preis geht an Journalistin Nicole Rosenbach für ihren Beitrag „Die Story im Ersten: Warum Kinder keine Tyrannen sind“ (ARD/WDR). 

Die Autorin beleuchtet darin den Skandal um Kinderpsychiater Dr. Winterhoff. Ihr Beitrag liefert nicht nur medizinische Fakten, sondern auch erschreckende Eindrücke aus Perspektive der Betroffenen. Platz zwei geht an Silvia Plahl und ihren Hörfunkbeitrag „Kinderschutz – Signale der Gewalt erkennen“. Den dritten Platz belegt die Reportage „Die Jungen ohne Kindheit“ von Fabian Franke.  

Silvie Kreibiehl, Klimafinanzierungsexpertin und koordinierende Leitautorin für den sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarates, sprach bei der Veranstaltung mit Moderatorin Sabine Heinrich über die Haupttreiber von Hungerkrisen. 

Kindernothilfe-Koordinatorin Asia Abdulkadir berichtete von der verheerenden Dürrekatastrophe und ihren Folgen am Horn von Afrika. Emotional berührt wurden die Gäste von der Videobotschaft des ukrainischen Gründers der Kindernothilfe Partnerorganisation „Myrne Nebo Charkiw“ zur aktuellen Lage der Kinder. Außerdem war eine 16-jährige Aktivistin aus Guatemala zu Gast. Sie berichtete von ihrer Teilnahme an der Weltkonferenz gegen Kinderarbeit. 


Am Ende des Abends wurde die langjährige Schirmherrin der Veranstaltung und Stiftungsrätin der Kindernothilfe, Christina Rau, offiziell verabschiedet. Dr. Eckart von Hirschhausen würdigte das Engagement in einer Laudatio: „Mit Ihrer klugen und nachdrücklichen Art schaffen Sie es immer wieder, andere zu bewegen. Die Welt macht gerade Rückschritte, und wir brauchen mehr engagierte Menschen wie Sie!“ Unter den Gästen waren die Schauspielerinnen Valerie Niehaus und Heike Kloss, Sänger Gregor Hägele sowie die Schauspieler Manou Lubowski und Dietrich Mattausch.

 

Kindernothilfe macht Fußballstadien zusammen mit großen Bundesliga-Vereinen kinderfreundlich

Duisburg, 17. Oktober 2022 - Gemeinsam mit den Organisationen KickIn! und In safe hands e. V. hat die Kindernothilfe das Projekt „Kinderfreundliches Stadion“ ins Leben gerufen, um Fußballstadien in Deutschland kinderfreundlich zu machen. „Dabei ist uns die Meinung der Kinder und Jugendlichen besonders wichtig, weshalb wir sie im Prozess eng mit einbinden“, so Jonas Ermes, Vorsitzender von In safe hands. Bundesliga Vereine wie der VfL Bochum 1848, SV Werder Bremen und Hertha BSC nehmen bereits am Projekt teil.

Die Kindernothilfe hat gemeinsam mit den Organisationen KickIn! und In safe hands e. V. das Projekt „Kinderfreundliches Stadion“ ins Leben gerufen, um Fußballstadien in Deutschland kinderfreundlich zu machen (Foto: Kindernothilfe)  


„Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Kinder und Jugendlichen die Erfahrung machen können, etwas zu bewegen, bei einem Thema, das für sie selbst hoch relevant ist“, betont Janina Jaspers von der Kindernothilfe. In einem gemeinsamen Prozess über mehrere Monate erarbeiten die drei Organisationen zusammen mit den Vereinen sowie den Kindern und Jugendlichen Kriterien für ein Stadion, in dem sie sich sicher und wohlfühlen. So tragen sie dazu bei, Stadien in Deutschland kinderfreundlicher zu machen.

In Jugendgremien und bei Stadionbegehungen vor Ort schauen die Mädchen und Jungen gezielt darauf, was sie stört und was verbessert werden muss. „Sie sind die Expertinnen und Experten und können uns und den Vereinen zeigen, was für sie kinderfreundlich bedeutet“, erklärt Niklas Alof von der Kindernothilfe.  Nach ersten Stadionbegehungen wurde zum Beispiel deutlich: Viele Hinweisschilder sind für die jungen Fans nicht zu erkennen.

Es fehlen beispielsweise Piktogramme, sodass auch für diejenigen, die die Sprache nicht sprechen oder (noch) nicht lesen können, eine Orientierung möglich ist. Auch lange Toilettenschlagen sind für sie ein Problem. Und Kinder, die in einem Rollstuhl sitzen, haben oft nicht die Möglichkeit, auf der Tribüne mit ihren Freundinnen und Freunden zusammenzusitzen.

„Was für Kinder gut ist, nützt nicht selten auch vielen anderen Personenkreisen. Die entwickelten Kriterien zur Bewertung, ob ein Stadion kinderfreundlich ist oder noch Verbesserungsbedarf besteht, werden deshalb künftig auch in unsere Gesamtkriterien eines inklusiven Stadions integriert“, sagt Daniela Wurbs von KickIn!. KickIn! ist eine deutschlandweit einmalige Beratungsstelle für Inklusion, die sich für Vielfalt im deutschen Profifußball einsetzt.

Die Organisation In safe hands stärkt die sozialen und emotionalen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen durch verschiedene Sportangebote und fördert so ihre Resilienz. Die Kindernothilfe unterstützt das Projekt durch ihre langjährige Erfahrung bei der Arbeit zu Kinderschutz und Kinderrechten in ihren Partnerländern. Das Projekt „Kinderfreundliches Stadion“ wird von der Deutschen Fußball Liga gefördert.

 

Kindernothilfe entwickelt Schutzkonzepte mit Sportvereinen

„Kinder müssen am Prozess beteiligt werden, um sie wirklich sicher schützen zu können“
Duisburg, 28. September 2022 - Kinder und Jugendliche müssen in Vereinen vor Gewalt und Missbrauch geschützt sein. Die Kindernothilfe arbeitet daher seit einigen Jahren mit Vereinen wie dem VfL Bochum 1848 oder Bayern München zusammen und entwickelt mit ihnen nachhaltige Kinderschutzkonzepte.

Die Veröffentlichung der Fallstudie der unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zeigt massive Kinder- und Menschenrechtsverletzungen im Sportbereich. „Vereine sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport sind ein elementarer Freizeitort für Kinder und Jugendliche, die dort vor jeglicher Gewalt geschützt werden müssen“, betont Niklas Alof, Programme Manager Sport der Kindernothilfe.

Die Kindernothilfe entwickelt zusammen mit Sportvereinen sichere Kinderschutzkonzepte (Quelle: Jakob Studnar)

Die Kinderrechtsorganisation arbeitet seit einigen Jahren mit Vereinen zusammen und entwickelt mit ihnen nachhaltige Kinderschutzkonzepte. Die Kindernothilfe hat rund 800 Organisationen in mehr als 35 Ländern bei der Umsetzung von Kinderschutzsystemen beraten und begleitet und nutzt diese langjährige Erfahrung und Expertise auch bei Sportvereinen in Deutschland. Vereine wie der VfL Bochum 1848, SV Werder Bremen oder Bayern München haben bereits eigene Schutzkonzepte entwickelt, ebenso Vereine aus dem Breitensport sowie Verbände.

 

„Unser Ziel ist es, Kinderrechte zu stärken – in der Prävention, Intervention und Aufarbeitung“, so Niklas Alof. Die Kindernothilfe zeichnet sich dadurch aus, dass sie Kinder und Jugendliche in diesen Prozess stark einbezieht. „Durch ihre Beteiligung werden die Maßnahmen besonders passend und wirkungsvoll. Nur so können Mädchen und Jungen im Sportbereich sicher geschützt werden“, sagt Niklas Alof.

 

Zum Beispiel werden sie in der Prävention gefragt, welche Meldewege sie bei Verdachtsfällen nutzen würden oder wie sie sich eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Erwachsenen vorstellen. Außerdem werden in den Vereinen Kinderschutzbeauftragte ausgebildet, die für jegliche Beschwerden oder Beobachtungen im Rahmen von körperlicher, emotionaler sowie sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Vereinswesen ansprechbar sind – für Kinder, Jugendliche, Trainerinnen und Trainer sowie Eltern.

 „Wir wissen davon, dass Gewalt- und Missbrauchsfälle durch die entwickelten Schutzkonzepte verhindert werden konnten. Das macht mehr als deutlich, dass Schutzkonzepte in Sportvereinen verpflichtend sein müssten“, so Niklas Alof. Mehr Informationen unter: www.kindernothilfe.de/sports

 

Kindernothilfe entwickelt Schutzkonzepte mit Sportvereinen: „Kinder müssen am Prozess beteiligt werden, um sie wirklich sicher schützen zu können“

Duisburg, 28. September 2022 - Kinder und Jugendliche müssen in Vereinen vor Gewalt und Missbrauch geschützt sein. Die Kindernothilfe arbeitet daher seit einigen Jahren mit Vereinen wie dem VfL Bochum 1848 oder Bayern München zusammen und entwickelt mit ihnen nachhaltige Kinderschutzkonzepte.

Die Veröffentlichung der Fallstudie der unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zeigt massive Kinder- und Menschenrechtsverletzungen im Sportbereich. „Vereine sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport sind ein elementarer Freizeitort für Kinder und Jugendliche, die dort vor jeglicher Gewalt geschützt werden müssen“, betont Niklas Alof, Programme Manager Sport der Kindernothilfe.

Die Kindernothilfe entwickelt zusammen mit Sportvereinen sichere Kinderschutzkonzepte (Quelle: Jakob Studnar)

Die Kinderrechtsorganisation arbeitet seit einigen Jahren mit Vereinen zusammen und entwickelt mit ihnen nachhaltige Kinderschutzkonzepte. Die Kindernothilfe hat rund 800 Organisationen in mehr als 35 Ländern bei der Umsetzung von Kinderschutzsystemen beraten und begleitet und nutzt diese langjährige Erfahrung und Expertise auch bei Sportvereinen in Deutschland. Vereine wie der VfL Bochum 1848, SV Werder Bremen oder Bayern München haben bereits eigene Schutzkonzepte entwickelt, ebenso Vereine aus dem Breitensport sowie Verbände.

 

„Unser Ziel ist es, Kinderrechte zu stärken – in der Prävention, Intervention und Aufarbeitung“, so Niklas Alof. Die Kindernothilfe zeichnet sich dadurch aus, dass sie Kinder und Jugendliche in diesen Prozess stark einbezieht. „Durch ihre Beteiligung werden die Maßnahmen besonders passend und wirkungsvoll. Nur so können Mädchen und Jungen im Sportbereich sicher geschützt werden“, sagt Niklas Alof.

 

Zum Beispiel werden sie in der Prävention gefragt, welche Meldewege sie bei Verdachtsfällen nutzen würden oder wie sie sich eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Erwachsenen vorstellen. Außerdem werden in den Vereinen Kinderschutzbeauftragte ausgebildet, die für jegliche Beschwerden oder Beobachtungen im Rahmen von körperlicher, emotionaler sowie sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Vereinswesen ansprechbar sind – für Kinder, Jugendliche, Trainerinnen und Trainer sowie Eltern.

 „Wir wissen davon, dass Gewalt- und Missbrauchsfälle durch die entwickelten Schutzkonzepte verhindert werden konnten. Das macht mehr als deutlich, dass Schutzkonzepte in Sportvereinen verpflichtend sein müssten“, so Niklas Alof. Mehr Informationen unter: www.kindernothilfe.de/sports

 

 Jugendliche aus Kindernothilfe-Projekten auf großer Schultour

Die Kindernothilfe lädt zur Schultour der Jugendlichen aus Projekten der Kinderrechtsorganisation in Pakistan und Südafrika ein. Gemeinsam sprechen die Jugendlichen mit den Schülerinnen und Schülern des Kruppgymnasiums in Duisburg über die Klimakrise und ihre Folgen.

Duisburg, 20. September 2022 - Mehrere Jugendliche aus Kindernothilfe-Projekten in Pakistan und Südafrika besuchen am 23. September 2022 das Kruppgymnasium. Dort sprechen sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Schule über die globale Klimakrise und ihre Folgen, die besonders die Mädchen und Jungen der Partnerorganisationen YFC KwaZulu Natal und RDF Pakistan hautnah in ihrer Heimat erleben. 


Sie sind Teil von Kindernothilfe-Projekten in Durban und verschiedenen Städten Pakistans und engagieren sich u. a. mit Kampagnen- und Baumpflanzaktionen oder sozialen Projekten in ihrem Stadtteil. Über ihr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel berichten sie den Jugendlichen in Rheinhausen. Im Rahmen ihrer Reise besuchen die internationalen Gäste mehrere Schulen. Der Höhepunkt ist die internationale Jugendkonferenz zum Thema „Klimakrise global“, die vom 23. September bis zum 25. September 2022 in Duisburg-Rheinhausen stattfindet.

Auch Schülerinnen und Schüler des Kruppgymnasiums nehmen daran teil. Weitere Informationen gibt es unter: www.kindernothilfe.de/jugendkonferenz Die Rheinhausener Schule ist seit Jahren ein starker Partner der Kindernothilfe, u. a. führen die Schülerinnen und Schüler und das Kollegium regelmäßig Benefizaktionen durch und unterstützen politische Kampagnen der Kindernothilfe.


Vorträge zum Thema Klimakrise und Austausch mit Schülerinnen und Schülern des Kruppgymnasiums Rheinhausen finden am 23. September 2022, 09.15 Uhr und 10:40 Uhr im Kruppgymnasium Rheinhausen, Flutweg 6, 47228 Duisburg, statt.

 

Kindernothilfe wählt neuen Verwaltungsratsvorstand: Helga Siemens-Weibring übernimmt Vorsitz

Duisburg, 12. September 2022 - Das Aufsichtsgremium der Kindernothilfe hat eine neue ehrenamtliche Vorsitzende gewählt: Helga Siemens-Weibring übernimmt ab sofort den Vorsitz des Verwaltungsrats der Kindernothilfe. Damit löst sie Christel Riemann-Hanewinckel ab, die das Amt nach 12 Jahren niederlegt. Erneut bestätigt wurden die Stellvertretungen Dr. Irene Dittrich, Professorin an der Hochschule Düsseldorf, und Michael Schramm, Mitglied der Geschäftsleitung Region West der Commerzbank AG.  


Helga Siemens-Weibring (links) mit Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe; Quelle: Kindernothilfe

„Ich habe den Verwaltungsratsvorsitz in den vergangenen Jahren sehr gern übernommen und danke besonders allen Mitarbeitenden bei der Kindernothilfe, in den Projekten und allen, die sich mit ihren Spenden und ihrer Zeit für Kinder weltweit einsetzen. Sie alle sind der Motor der Kindernothilfe und können viel für die Rechte der Kinder bewegen“, sagt die ehemalige Bundestagsabgeordnete Riemann-Hanewinckel. 


Mit der 64-jährigen Beauftragten für Sozialpolitik in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) steht erneut eine Expertin für Kinderrechtsfragen dem Verwaltungsrat vor. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Helga Siemens-Weibring hauptamtlich in leitenden Funktionen, in den vergangenen Jahren verstärkt im Feld des Kinder- und Jugendschutzes und des Schutzes vor sexuellem Missbrauch. Seit mehr als zehn Jahren ist sie Mitglied der Kirchenleitung der evangelischen Kirche im Rheinland und vor vier Jahren wurde sie in den Verwaltungsrat der Kindernothilfe gewählt. 



„Mein Ehrenamt hat mir bisher schon viel Freude bereitet, meinen Blick international geweitet und mich auch persönlich bereichert. Ich freue mich, gemeinsam mit Vorstand und Verwaltungsrat die Organisation auf dem weiteren Weg zu einer internationalen Kinderrechtsorganisation zu unterstützen“, so Siemens-Weibring. „Wenn ich einen Beitrag dazu leisten kann, dass überall auf der Welt das Bewusstsein wächst, dass Kinder bei Entscheidungsprozessen, die sie betreffen, einbezogen werden, dann habe ich mein Ziel erreicht.“ 

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen. Der gemeinnützige Verein wird durch einen hauptamtlichen Vorstand geführt. Der Verwaltungsrat beruft und entlastet den Vorstand, er beaufsichtigt und kontrolliert seine Tätigkeiten. Die Amtszeit der Verwaltungsratsmitglieder beträgt vier Jahre.

 

Kindernothilfe zum Weltbildungstag: Klimawandel, Kriege und Armut bedrohen das Recht auf Bildung

Duisburg, 07. September 2022 - Mehr als 260 Millionen Kindern und Jugendlichen weltweit bleibt das Recht auf Bildung verwehrt. „Verheerende Naturkatastrophen, grausame Kriege und die Pandemie haben gravierende Auswirkungen auf das Leben der Kleinsten, die ein Leben ohne Bildung weiter in die Armut treibt“, so Kindernothilfe-Vorstandsmitglied Carsten Montag. „Um Kinderrechte zu verwirklichen, müssen alle Staaten Mädchen und Jungen den Zugang zu Bildung ermöglichen – besonders in Krisenzeiten“, fordert Carsten Montag. 

Quelle: Kindernothilfepartner

Das Kindernothilfe-Partnerland Haiti ist eines von vielen Ländern, das von schweren Krisen betroffen ist. Die Folgen spüren besonders Kinder und Jugendliche. „In den vergangenen Jahren haben heftige Hurrikane und Erdbeben zahlreiche Gebäude zerstört. Viele Schulen wurden nie wieder aufgebaut oder haben weiterhin große Schäden“, berichtet Frivens St. Hilaire, Pädagoge vom Kindernothilfe-Partner AMURT in Haiti. „Und nun wurde der Schulstart um einen Monat verschoben. Die Schülerinnen und Schüler verlieren wertvolle Lernzeit“, ergänzt er.  


Zusätzlich erschweren bürgerkriegsähnliche Zustände den Schulbesuch vieler Kinder, die im Land noch die Möglichkeit haben, zu lernen. „Die Bevölkerung befindet sich in einer extremen Notsituation. Mit der Ermordung des Präsidenten haben Banden die Kontrolle über das Land und das Leben der Menschen übernommen. Dazu kommt eine hohe Inflation, die dazu führt, dass Familien den Schulbesuch und regelmäßige Mahlzeiten nicht mehr finanzieren können“, erklärt Meike Brodé, Kindernothilfe-Expertin für Haiti. Umso wichtiger ist es, dass Partner der Kinderrechtsorganisation ihre Projekte in Haiti trotzdem fortführen.

Zum Beispiel in der durch Spenden finanzierten Schule Saint François de Sales in Carrefour, in denen die Schülerinnen und Schüler Schutz finden, lernen und traumatisierende Erlebnisse verarbeiten können. 

„Bildung ermöglicht eine hoffnungsvolle Zukunft. Es muss sich jetzt etwas ändern, und Mädchen und Jungen müssen einen uneingeschränkten Zugang zu Bildung erhalten“, so Carsten Montag. Die UNESCO vermutet, dass bis 2030 immer noch 84 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht zur Schule gehen werden und ein gleichberechtigter Bildungszugang nach Ziel 4 der UN-Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht werden kann.

 

Internationale Jugendkonferenz der Kindernothilfe zur Klimakrise startet

Duisburg, 06. September 2022 - Vom 23. bis 25. September 2022 findet die internationale Jugendkonferenz zum Thema "Klimakrise und Kinderrechte" der Kindernothilfe in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Südafrika und Pakistan in Duisburg statt. Es gibt noch freie Plätze.

Vom 23. bis 25. September 2022 findet die internationale Jugendkonferenz der Kindernothilfe in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Südafrika und Pakistan in Duisburg statt. Jugendliche aus Deutschland und den Partnerländern nehmen daran teil und sprechen in Workshops und bei Aktionen über „Klimakrise und Kinderrechte“. Noch gibt es freie Plätze. Die Teilnahme ist kostenlos.

"Klimakrise und Kinderrechte" - so lautet das Thema der internationalen Jugendkonferenz 2022 (Foto: Kindernothilfe)

„Der Klimawandel ist da. Und das erleben besonders die Jugendlichen aus Pakistan und Südafrika hautnah“, so Lennart Wallrich, Organisator der Jugendkonferenz. Allein in diesem Jahr haben heftige Regenfälle und extreme Überflutungen Teile von Südafrika und Pakistan zerstört und Familien und Kinder weiter in die Armut getrieben. Das Kindernothilfe-Partnerland Pakistan gehört zu den zehn Ländern, die weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. „Der direkte Austausch unter den Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern ist enorm wichtig. Wir freuen uns sehr auf die vielen spannenden Diskussionen, Ideen und Aktionen“, sagt Wallrich.


Die Jugendlichen aus Pakistan und Südafrika wollen sich über ihre eigenen Erlebnisse, die globale Klimakrise sowie über Klimagerechtigkeit mit den teilnehmenden Mädchen und Jungen aus Deutschland austauschen. Neben Diskussionsrunden können sie etwa auch bei einer politischen Graffiti-Aktion, beim großen Müllkunstwerk zur Klimakrise oder auch an der Exkursion „Konsumkritischer Stadtrundgang in Duisburg“ teilnehmen.


Die Jugendkonferenz findet im Jugendzentrum Tempel und Gemeindehaus „Auf dem Wege“ in Duisburg-Rheinhausen statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Auch die Kosten für die Anreise, Übernachtung und Verpflegung werden übernommen. Weitere Informationen gibt es hier: www.kindernothilfe.de/jugendkonferenz  Das Projekt wird gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

 

Flut in Pakistan: Kindernothilfe leistet Soforthilfe für betroffene Familien

Duisburg, 30. August 2022 - Nach den heftigen Monsun-Regenfällen in Pakistan leistet die Kindernothilfe über ihre lokalen Partnerorganisationen humanitäre Hilfe und verteilt dringend benötigte Hilfsgüter an betroffene Familien, darunter Trinkwasser, Lebensmittelpakete, Zelte, Medikamente und Moskitonetze. Mehr als 1.000 Menschen sind bereits durch die Überflutungen gestorben – ein Drittel davon Kinder. 

Quelle: Kindernothilfepartner

"Vor allem die Kinder brauchen jetzt unsere Unterstützung", sagt Carsten Montag, Vorstand der Kindernothilfe. Die Kindernothilfe bittet um Spenden für weitere Nothilfemaßnahmen.  "Sauberes Trinkwasser ist rar, Behelfsunterkünfte erhöhen das Risiko von Übergriffen und der Schulunterricht muss so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden", so Carsten Montag weiter. „Die verheerenden Überschwemmungen machen einmal mehr deutlich, dass die Menschen langfristig gestärkt werden müssen. Unsere Partner setzen dabei auf Ernährungssicherung, Katastrophenvorsorge und Klimaschutzprojekte.“ 


Insgesamt sind mehr als 33 Millionen Menschen in Pakistan von den katastrophalen Überschwemmungen betroffen. Die Situation verschlechtere sich zunehmend, berichtet Shahzadi Kiran, Landeskoordinatorin der Kindernothilfe in Pakistan, da weitere starke Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche verursachen.

„Viele Familien haben auch ihre Ernte und das Vieh in den Wassermassen verloren. Deshalb befürchten wir, dass nach der Flut die Hungerkrise kommt“, so Kiran weiter. Pakistan gehört zu den zehn Ländern, die weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Mehr Auskunft dazu gibt der Weltrisikobericht, der nächste Woche vom Bündnis Entwicklung Hilft herausgegeben wird, in dem die Kindernothilfe Mitglied ist. 

Die Kindernothilfe ist seit 1978 in Pakistan aktiv und unterstützt dort rund 14.000 Kinder und ihre Familien in 13 Projekten. Schwerpunkte der Arbeit sind die Förderung von Frauen-Selbsthilfegruppen und Projekte zum Klimaschutz. 

Spenden an die Kindernothilfe für die Hilfe nach der Flut in Pakistan: IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40  Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)

 

Sechs Monate Angriffskrieg auf die Ukraine: Kindern wird die Kindheit genommen

Duisburg, 24. August 2022 - „Viele geflüchtete ukrainische Kinder brauchen eine fortlaufende psychosoziale Betreuung und Zugang zu Bildungsangeboten. Das bisherige Angebot reicht bei Weitem nicht aus“, sagt die Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe Katrin Weidemann nach ihrem Besuch in Projekten der Kindernothilfe in Rumänien und in der Republik Moldau.

Sechs Monate Angriffskrieg auf die Ukraine: Kindern wird die Kindheit genommen (Duisburg, 24.08.2022) Genau vor einem halben Jahr begann Putin seinen Angriffskrieg auf die Ukraine. Vor allem die ukrainische Zivilbevölkerung leidet unter den Bombardierungen der russischen Armee. Mehr als 10 Millionen Menschen, darunter meist Frauen mit ihren Kindern, sind aus dem Land in europäische Anrainerstaaten geflohen. Viele leben in provisorischen Unterkünften, und besonders für die Kinder ist die Situation fernab von Freunden und Verwandten sehr belastend.


„Viele der ukrainischen Kinder brauchen eine fortlaufende psychosoziale Betreuung und Zugang zu Bildungsangeboten. Das bisherige Angebot reicht bei Weitem nicht aus“, sagt die Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe Katrin Weidemann nach ihrem Besuch in Projekten der Kindernothilfe in Rumänien und in der Republik Moldau.  Es brauche vor allem ein abgestimmtes Verfahren, wie Mädchen und Jungen ab September geregelt Zugang zu Bildungsangeboten in der Ukraine und außerhalb des Landes erhalten.


„Kinder um die Möglichkeit des gemeinsamen Lernens zu berauben, ist ein weiteres Verbrechen dieses grausamen Krieges“, so Weidemann weiter. Viele Mädchen und Jungen nehmen auch aus dem Ausland digital am Unterricht in der Ukraine teil – soweit das noch möglich ist: Bislang wurden 2.300 ukrainische Schulen und Bildungseinrichtungen durch die Bombardierungen zerstört.  In Deutschland wurden bis Ende Juli an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen bislang mehr als 150.000 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine aufgenommen. Allerdings ziehen sich die Zuteilungsverfahren der ukrainischen Kinder zu den Schulen häufig hin, sodass viele Mädchen und Jungen über Wochen einfach in ihren Unterkünften sitzen und warten würden.  


Die Kindernothilfe unterstützt seit März 2022 geflüchtete Kinder und ihre Familien in den ukrainischen Anrainerstaaten Rumänien und in der Republik Moldau. Im Zentrum der Hilfsmaßnahmen in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen stehen dabei Bildungsangebote und die Verteilung von Tablets zur Teilnahme am digitalen Unterricht, psychosoziale Angebote für Kinder und ihre Eltern, medizinische Versorgung, Verpflegung und eine vorübergehende Unterkunft für die Familien. Die Kindernothilfe baut ihre Unterstützung weiter aus und bittet um Spenden.

 

Gamechanger Week der Kindernothilfe: Deutschlands größtes Online Escape Game geht mit neuen Spielen in die zweite Runde

Duisburg, 17. August 2022 - Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr geht die Gamechanger Week der Kindernothilfe in die zweite Runde. Vom 19. September bis zum 24. September 2022 werden die kostenlosen Escape-Room-Episoden täglich freigeschaltet. Im Fokus dabei: Kinderarbeit, Bandenkriminalität und Klimakrise.

Die Gamechanger Week 2022 der Kindernothilfe startet bald (Foto: Kindernothilfe)

„Mit den neu entwickelten Spielen möchten wir Kinder und Jugendliche hier in Deutschland auf Kinderrechtsverletzungen aufmerksam machen und ihnen mit Gamification zeigen, dass auch sie sich für Kinder- und Menschenrechte stark machen können“, sagt Kindernothilfe-Vorstandsmitglied Carsten Montag.

Die Online Escape Rooms der Gamechanger Week erzählen Geschichten aus Kindernothilfe-Projektländern. Aber auf neue Weise: Mithilfe von Rätseln und animierten Videos ziehen sie Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene in die Handlung hinein und machen sie zugleich sensibel für Kinder- und Menschenrechtsverletzungen. Dieses Jahr reisen die Spielerinnen und Spieler in den täglichen Escape-Room-Episoden nach Brasilien, Indien und Sambia und stellen sich den Herausforderungen und Problemen, die die Hauptfiguren erleben. 


Da ist zum Beispiel die 16-jährige Milele, die auf einer sambischen Tabakplantage arbeiten muss und dem skrupellosen Besitzer Paroli bietet. In Indien schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle der 18-jährigen Sita, die in ihrem Dorf gegen den Klimawandel und giftige Pestizide kämpft. Oder sie wehren sich gemeinsam mit dem 16-jährigen Gil und seinen Freundinnen und Freunden gegen Bandenkriege und Polizeigewalt in den Favelas Brasiliens.  

Zahlreiche Creators aus den sozialen Medien wie Shanti Tan, Dillan White und Nerdstar TV unterstützen die Gamechanger Week und ihre Botschaft „Be a Gamechanger“. Der Startschuss zu der Event-Woche rund um den deutschen Weltkindertag fällt am 19. September 2022. Bis zum 24. September 2022 werden die kostenlosen Escape-Room-Episoden täglich freigeschaltet und können in Teams mit bis zu sechs Personen gespielt werden.

Hungerkrise am Horn von Afrika: Golf & More spendet 5.642 Euro beim Charity-Turnier für Kindernothilfe-Projekte

Duisburg, 16. August 2022 - Zum achten Mal in Folge haben Mitglieder des Clubs Golf & More in Duisburg-Huckingen ihr Charity-Event ausgerichtet und für die von Hunger bedrohten Kinder und ihre Familien am Horn von Afrika gespielt. Dabei sind 5.642 Euro Spenden zusammengekommen. Mit der Spendensumme unterstützt der Club die Partner der Kinderrechtsorganisation in Afrika. 

Foto: Golf & More

„Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die großartige Arbeit der Kindernothilfe zu unterstützen. Und das bereits seit sieben Jahren“, sagt Johannes Fülöp, Geschäftsführer von Golf & More. Mehrere Stunden lang spielten die 71 Teilnehmenden auf dem Golfplatz und sammelten durch Startgebühren für das Turnier und weiteren Einnahmen Spenden für die Nothilfe. Zusammen mit ihren Partnerorganisationen unterstützt die Kindernothilfe in besonders betroffenen Gebieten in Äthiopien, Kenia und Somaliland Not leidende Familien mit frischem Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Zusatznahrung für Kinder und stillende Mütter und dringend benötigten Hilfsgütern. 


Die Sachpreise wurden vom Club und der Golfschule gestiftet, die Rundenverpflegung von der Gastronomie Frieda. „Mittlerweile sollten wir eine Summe von insgesamt 30.000 Euro erreicht haben“, so Fülöp. Das diesjährige Ergebnis des Golfclubs beim Charity-Spiel für die Kindernothilfe hat noch einmal den Rekord des vergangenen Jahres (4.520,80 Euro) übertroffen und ist somit die bislang höchste Spendensumme von Golf & More.

Die Geschäftsstelle der Kinderrechtsorganisation hat ihren Sitz ganz in der Nähe des Golfplatzes und ist dankbar für dieses tolle hohe Ergebnis sowie für die langjährige Unterstützung für Kinder und Familien weltweit. Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben.

Aktuell ist die Kinderrechtsorganisation in 33 Ländern aktiv und arbeitet mit 364 Partnerorganisationen zusammen. Gemeinsam fördert sie mehr als 2,3 Millionen Kinder und Jugendliche. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Ein Jahr nach der Machtübernahme in Afghanistan: „Kinderrechte werden mit Füßen getreten“

Duisburg, 15. August 2022 - Ein Jahr nach der erneuten Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist die Situation von Mädchen und Frauen verheerend. Hunger, Armut und das Verbot für Mädchen, weiterführende Schulen zu besuchen, beeinträchtigen in Afghanistan eine komplette Generation. „Es ist schockierend, wie Kinderrechte mit Füßen getreten werden“, sagt Carsten Montag, Vorstand der Kindernothilfe. „Für afghanische Mädchen und Frauen geht es um nichts weiter als das blanke Überleben.“ 


Die Not der afghanischen Kinder ist ein Jahr nach der Machtübernahme der Taliban größer denn je. Zusätzlich zu den Folgen der Wirtschaftskrise und der schlimmsten Dürre der letzten Jahrzehnte erschweren die Eingriffe in die Kinderrechte ein gesundes und geschütztes Aufwachsen: „Mädchen werden nicht nur um ihr Recht auf Bildung beraubt, sie sind von Missbrauch, Ausbeutung, Früh- und Zwangsverheiratung bedroht“, so Montag weiter. „Es ist schmerzhaft zu sehen, dass sich viele Erfolge der vergangenen 20 Jahre in Luft auflösen.“ 


„Wir fordern von der internationalen Gemeinschaft, vor allem von den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Bundesregierung, die afghanische Bevölkerung weiter zu unterstützen und Kinderrechte zu stärken“, betont Montag. Das gelte auch für die lokale Zivilgesellschaft: Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten, die in der Vergangenheit viel erreicht hätten, würden verfolgt und bangen um ihr Leben. „Die Weltgemeinschaft muss zu ihrem Wort stehen“, so Montag. 


Die Kindernothilfe unterstützt seit 2002 Kinder und ihre Familien in Afghanistan. Bis August 2021 hat die Organisation über lokale Partnerorganisationen Bildungsprojekte für Mädchen und Jungen sowie Frauen-Selbsthilfegruppen gefördert. Seit der Machtübernahme ist die Weiterarbeit in den Projekten nur sehr eingeschränkt möglich. Die Kindernothilfe leistet über eine afghanische Partnerorganisation humanitäre Hilfe im Bereich Ernährung, Kinderschutz und Hygiene.


Kindernothilfe erhält Great Place to Work® Zertifizierung  

 Duisburg, 02. August 2022 - Die Kindernothilfe ist ein Great Place to Work®. Sie hat sich im international bewährten Zertifizierungsprozess dem Urteil ihrer Mitarbeitenden gestellt und ist für ihre erlebte Arbeitgeberattraktivität zertifiziert worden.

Foto Jakob Studnar

„Wir sind sehr stolz, von unseren Mitarbeitenden als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden“, sagt Personalvorstand Jürgen Borchardt. „Die Zertifizierung liefert uns wertvolle Einblicke und Impulse, um uns als Arbeitgeber weiterzuentwickeln.“ Das internationale Forschungs- und Beratungsinstitut «Great Place to Work®» steht mit seinem Zertifizierungsprogramm für ein besonderes Engagement bei der Gestaltung der Arbeitsplatzkultur und arbeitet dafür mit einem gesicherten Verfahren.


Bestandteile sind ein unabhängiges, anonymes Feedback der Mitarbeitenden und die Analyse von Maßnahmen und Programmen der Personalarbeit.  Der Wandel der Arbeitswelt stellt die Kindernothilfe vor neue Herausforderungen. Daher will die Organisation auf die Veränderungen der Arbeitsformen und Arbeitsbedingungen, die mit der Arbeitswelt 4.0 einhergehen, rechtzeitig und angemessen reagieren. Als eine der Voraussetzungen dafür sieht die gemeinnützige Organisation eine starke Arbeitgebermarke sowie eine motivierende und leistungsstarke Kultur, in der sich Mitarbeitende ernst genommen und wertgeschätzt fühlen.


„Die Weiterentwicklung unserer Organisationskultur hat einen besonders hohen Stellenwert für uns. Wir arbeiten fortwährend daran, dass sich unsere Mitarbeitenden wohlfühlen, gerne mit uns arbeiten und stolz darauf sind, was wir gemeinsam erreichen“, so Petra Niederau, Head of Human Relations.   Durch die Kulturanalyse in Zusammenarbeit mit Great Place to Work® hat sich die Organisation verstärkt mit den eigenen Werten und Eigenschaften auseinandergesetzt. „Wir sehen die Zertifizierung und den gesamten Prozess als große Chance, um einen gezielten Blick auf die Kultur unserer Organisation zu erlangen und unsere Personal- und Kulturmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen“, sagt Sina Talvia, Manager Talent Acquisition und Projektverantwortliche.

Zudem stellt die damit verbundene Auszeichnung eine sinnvolle Möglichkeit für die Organisation dar, sowohl nach innen als auch nach außen ihre Arbeitgebermarke zu stärken. So werden die Ergebnisse beispielsweise für das eigene Employer Branding genutzt, um mehr Bewerberinnen und Bewerber auf die Organisation aufmerksam zu machen.

 

Horn von Afrika: 365.000 Kinder vom Hungertod bedroht

Duisburg, 18. Juli 2022 - Die Kindernothilfe ruft zu Spenden für die von Hunger bedrohten Kinder und ihre Familien am Horn von Afrika auf. In Äthiopien, Somalia und Kenia leiden mehr als 18 Millionen Menschen unter Hunger und die Lage verschärft sich weiter. Die UNO befürchtet, dass noch in diesem Jahr 365.000 Kinder an Unterernährung sterben könnten. Die Kindernothilfe unterstützt zusammen mit ihren Partnerorganisationen in besonders betroffenen Gebieten in Äthiopien, Kenia und Somaliland notleidende Kinder und ihre Eltern mit frischem Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Zusatznahrung für Kinder und stillende Mütter und dringend benötigten Hilfsgütern. 

Der Klimawandel gehört schon lange zum harten Lebensalltag der Familien in der Region: Durch unregelmäßige und zu geringe Niederschläge fallen immer wieder Ernten aus, Wasserstellen verdunsten und die Menschen verlieren einen Teil ihres Viehbestands. „Allerdings werden die Abstände zwischen den Dürren immer kleiner und die Bedingungen immer härter. Dadurch und durch zunehmende politische Fragilität in der Region sinkt die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung rapide“, so Dr. Christine Idems, Managerin für humanitäre Hilfe bei der Kindernothilfe.

Der Ausfall von vier Regenzeiten hintereinander, die Heuschreckenplage vor zwei Jahren und die Pandemie haben zu einer verschärften Ernährungssituation geführt. Hinzu kommen jetzt noch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine: Getreidelieferungen aus der Ukraine und Russland sind blockiert und die Preise für Lebensmittel enorm gestiegen.

„Es sind gleich mehrere Faktoren, die hier zusammenwirken, und wir haben die begründete Sorge, dass Hunderttausende Kinder und ihre Familien in die Hungersnot getrieben werden, wenn wir nicht handeln“, so Idems.

Spendenkonto der Kindernothilfe:
Ernährungskrise Ost-Afrika IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40
Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)

Die Kindernothilfe engagiert sich seit Jahren in Äthiopien, Kenia und Somaliland mit nachhaltigen Projekten und Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge. Als eine der größten Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt sie seit mehr als 60 Jahren weltweit benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Weitere Infos unter kindernothilfe.de.

Kindernothilfe-Medienpreis: Finalisten stehen fest

Duisburg, 12. Juli 2022 - Nicole Rosenbach gewinnt mit ihrem TV-Beitrag „Warum Kinder keine Tyrannen sind“ (ARD/WDR) den mit 5.000 Euro dotierten „Story on Stage“-Preis. Platz 2 geht an Silvia Plahl für ihren Hörfunk-Beitrag „Kinderschutz – Signale der Gewalt erkennen“ (SWR). Platz 3 belegt Fabian Franke mit seiner Reportage „Die Jungen ohne Kindheit“ (taz). Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2022 in Berlin unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender statt.  

Die Entscheidung über den „Story on Stage“-Preis traf das Kuratorium, bestehend aus NDR-Fernseh-Chefredakteur Andreas Chichowicz, Journalist Hans Leyendecker, Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann sowie Natalia Wörner, Schauspielerin und Botschafterin der Kindernothilfe.  Außerdem vergab eine neunköpfige Kinderjury aus Berlin den „Preis der Kinderjury“.

Die Mädchen und Jungen von der Nelson-Mandela-Schule, dem Andreas-Gymnasium und der Erich-Kästner-Schule nominierten:
  Dr. Jana Magdanz: „Ich bin Liv – Leben als Transkind“ (KiRaKa)
  Sascha Montag und Martin Theis: „Zwischen zwei Welten“ (Dein SPIEGEL)
  Sherif Rizkallah: „Kinder auf der Flucht – Wer kümmert sich um ihre Rechte?“ (logo! Extra - KiKA / ZDF)

Die Platzierungen werden am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben. Das Preisgeld für den „Preis der Kinderjury“ beträgt insgesamt 10.000 Euro und wird von Unterstützern der Kindernothilfe zur Verfügung gestellt. Weitere Infos zum Kindernothilfe-Medienpreis und den Beiträgen gibt es unter: www.kindernothilfe.de/medienpreis  

Geschäftsbericht 2021: Corona und Krisen verschlechtern Situation von Kindern dramatisch

Der Jahresrückblick 2021 zeigt einen deutlichen Anstieg der Gesamterträge auf rund 66 Millionen Euro. Außerdem konnte die Kinderrechtsorganisation mit 2,3 Millionen Kindern und Jugendlichen so viele Mädchen und Jungen erreichen wie nie zuvor.

Die Geschäftsstelle der Kindernothilfe in Duisburg. Foto: Kindernothilfe

Duisburg, 23. Juni 2022 - Der Jahresrückblick zeigt einen deutlichen Anstieg der Gesamterträge auf rund 66 Millionen Euro. Das macht ein Plus von 1,1 Millionen Euro (plus 2 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. „In einem weiteren Jahr mit Herausforderungen durch die Coronapandemie freuen wir uns besonders darüber, dass wir durch unsere Arbeit und die unserer Partner im vergangenen Jahr mehr als 2,3 Millionen Kinder und Jugendliche erreichen konnten. Damit haben wir so viele Mädchen und Jungen gefördert wie nie zuvor“, so Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann. 

Seit mehr als 60 Jahren unterstützt die Kindernothilfe als eine der größten Kinderrechtsorganisationen in Europa benachteiligte Mädchen und Jungen und ihre Familien. Aktuell fördert sie 530 Projekte in 33 Ländern und arbeitet mit 346 Partnerorganisationen zusammen. Im vergangenen Jahr führten monatelange Schulschließungen, Arbeitsplatzverluste und fehlendes Einkommen bei Familien Millionen Kinder und Jugendliche weiter in die Armut.

„Die Pandemie und weltweite Krisen haben deutlich dazu beigetragen, dass Kinder und ihre Bedürfnisse vernachlässigt wurden. Umso wichtiger ist es, dass wir mit unserer Projektarbeit dazu beitragen, dass Mädchen und Jungen ihre Potenziale entfalten und sich auch unter schwierigen Bedingungen bestmöglich entwickeln können“, berichtet Weidemann. Zusätzlich zu der Pandemie haben weltweite Humanitäre-Krisen und Naturkatastrophen die Arbeit der Kinderrechtsorganisation herausgefordert. „Die Menschen in Ländern wie Haiti, Äthiopien oder in den Flüchtlingslagern auf Lesbos in Griechenland kommen nicht zur Ruhe“, sagt Katrin Weidemann (Foto Kindernothilfe).

In Griechenland konnte die Kindernothilfe durch konkrete humanitäre Hilfe sowie den Aufbau von Kinderschutzzentren und psychosozialer Hilfe geflüchtete Kinder und Jugendliche an der EU-Außengrenze erfolgreich unterstützen. „Auch in Haiti benötigen Kinder und Familien dringend Schutz. Banden- und Drogenkriminalität und die wahllose Gewalt bedrohen ihr Leben“, erklärt die Vorstandsvorsitzende. Weiterhin zeigt ein Ausblick auf das aktuelle Jahr, dass Kinder und Jugendlichen diejenigen sind, die am meisten unter Konflikten leiden.

„Die Auswirkungen des Angriffkriegs in der Ukraine auf den globalen Süden sind gewaltig und fordern unsere Arbeit erneut heraus“, betont Katrin Weidemann. Weiterhin sagt sie: „Kinder und ihre Rechte zu schützen ist nur dank unserer zahlreichen Spenderinnen und Spender möglich, die trotz Katastrophen vor der eigenen Haustür wie die schlimme Flut im Sommer vergangenen Jahres ihre Solidarität zeigten. Ihnen danken wir für ihr Vertrauen und ihre großartige Unterstützung.“

Die Kindernothilfe-Arbeit wird zu 83,3 Prozent durch Spenden getragen. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Zum Jahresbericht 2021 geht es hier: www.kindernothilfe.de/jahresbericht

Gamechanger Week der Kindernothilfe gewinnt German Brand Award

Duisburg, 14. Juni 2022 - Die Agentur House of Yas aus Köln hat die Kindernothilfe bei der Eventkommunikation und dem Markenaufbau unterstützt und mit der Gamechanger Week der Kinderrechtsorganisation nun beim German Brand Award den Preis in der Kategorie „Branded Corporate Social Responsibility“ gewonnen.
Der Erfolg des Projekts wird dieses Jahr mit einer zweiten Gamechanger Week fortgesetzt. Foto: Kindernothilfe

Die Kindernothilfe hat im vergangenen Jahr ihre erste Gamechanger Week veranstaltet. Die Agentur House of Yas aus Köln hat die Kinderrechtsorganisation bei der Eventkommunikation und dem Markenaufbau unterstützt und mit der Gamechanger Week der Kindernothilfe nun beim German Brand Award den Preis in der Kategorie „Branded Corporate Social Responsibility“ gewonnen.

Der Erfolg des Projekts wird dieses Jahr mit einer zweiten Auflage fortgesetzt. „Mit dem Projekt stellen wir Kinder- und Jugendrechte dorthin, wo sie hingehören: in den Mittelpunkt“, betont Sophie Rutter von der Kindernothilfe, die die Gamechanger Week mitentwickelt hat. „Wir freuen uns daher sehr über die Auszeichnung und den großen Erfolg dank der vielen teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“

Rund um den internationalen Tag der Kinderrechte im September 2021 konnten vor allem die 14- bis 25-Jährigen eigens entwickelte Online-Escape-Games von der Kinderrechtsorganisation spielen. Dadurch konnten die Spielerinnen und Spieler in die Welt von Jugendlichen in ihrem Alter aus Asien, Afrika und Lateinamerika eintauchen. Die Geschichten waren fiktiv, aber beruhen alle auf wahren Begebenheiten.

„Damit zeigen wir Jugendlichen, dass sie alle Gamechanger sind und egal, woher sie kommen, gemeinsam etwas verändern können“, so Sophie Rutter. „Wir arbeiten aktuell an neuen Spielen für die kommende zweite Gamechanger Week im September 2022, worauf wir uns schon sehr freuen.“

Die Preisverleihung des German Brand Awards, einem der wichtigsten deutschen Markenpreise, fand in Berlin in der Telekom Hauptstadtrepräsentanz statt. Damit werden u. a. Unternehmen aller Branchen sowie auch nichtkommerzielle Organisationen für ihre Markenkommunikation gewürdigt. Weitere Informationen gibt es hier: https://kindernothilfe.de/gamechangerweek

Kindernothilfe: Wettbewerb zum Welttag gegen ausbeuterische Kinderarbeit

Duisburg, 9. Juni 2022 - Mit der Kampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ ermöglicht die Kindernothilfe Schülerinnen und Schülern aus Deutschland, sich für arbeitende Mädchen und Jungen weltweit stark zu machen. Zum diesjährigen Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni schreibt die Kindernothilfe einen Sonderpreis aus. Bis zum 30. Juni 2022 können Schulen und Gemeinden mit Aktionen zum Thema Kinderarbeit und Konsum auf Kinderarbeit in Lieferketten aufmerksam machen und attraktive Preise gewinnen.

Action!Kidz: Schülerinnen und Schüler machen sich für arbeitende Kinder weltweit stark. Foto: privat

Seit mehr als 15 Jahren organisieren Kinder und Jugendliche als „Action!Kidz“ das ganze Jahr über verschiedene Aktionen wie Fahrräder putzen, Muffinverkauf oder Sponsorenläufe. Mit den Spendeneinnahmen unterstützen sie Projekte der Kinderrechtsorganisation gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Bis heute haben sie rund 1.135.000 Euro für Projekte u. a. in Äthiopien, Pakistan oder Guatemala gesammelt.

Im Schuljahr 2021/22 sind durch das soziale Engagement bislang rund 107.000 Euro für Haiti, Indien und Sambia zusammengekommen. Ein Großteil der Spenden geht dieses Jahr erstmals an Kindernothilfe-Projekte für geflüchtete Kinder und Familien aus der Ukraine. Rund um den jährlichen Welttag gegen Kinderarbeit stellen Action!Kidz deutschlandweit zusätzliche kreative Aktionen auf die Beine. Neu ist dieses Mal ein ergänzendes Wettbewerbsformat. Dabei können sich Schülerinnen und Schüler mit Aktionen zum Thema Kinderarbeit und Konsum engagieren – ohne dabei Spenden sammeln zu müssen.

„Wir wünschen uns, dass diese Aktion nicht nur die Zeit vor den Sommerferien sinnvoll füllt, sondern die Kinder auch zum Nachdenken anregt“, so Jana Haberstroh, Campaignerin der Action!Kidz, „bei der Bewertung der Aktionen liegt unser Augenmerk auf Kreativität, Aussagekraft und Reichweite. Der Organisationsaufwand muss nicht groß sein.“ 


Eine Jury aus ehemaligen Action!Kidz und Mitarbeitenden der Kindernothilfe kürt die beste Aktion rund um den Welttag gegen Kinderarbeit mit einem Wanderpokal und 250 Euro für die Klassenkasse. Der zweite Platz erhält eine Siegerurkunde und 200 Euro. Der dritte Platz eine Siegerurkunde und 150 Euro.

Alle Einreichungen inkl. Fotos, Videos und Texte der Aktionen können Schulen und Gemeinden bis zum 31. Juli 2022 an actionkidz@kindernothilfe.de schicken. Weitere Infos gibt es hier: www.actionkidz.de  Zudem ruft die Kindernothilfe auch dazu auf, die Petition der Initiative Lieferkettengesetz an Bundeskanzler Olaf Scholz für ein transparentes und wirksames Lieferkettengesetz zu unterstützen. Die Kindernothilfe ist Mitglied der Initiative: https://lieferkettengesetz.de/mitmachen


Für geflüchtete Kinder aus der Ukraine:
Sponsorenlauf vom Steinbart-Gymnasium für Kindernothilfe-Partner

Duisburg, 3. Juni 2022 - Schülerinnen und Schüler des Steinbart-Gymnasiums Duisburg veranstalteten am Freitag einen großen Sponsorenlauf. Mit der Hälfte der gesammelten Spenden werden Projekte für geflüchtete Kinder und Familien aus der Ukraine von Kindernothilfe-Partnern unterstützt.


Start beim großen Sponsorenlauf des Steinbart-Gymnasiums. Foto: Jana Haberstroh, Kindernothilfe

„Auf die Plätze, fertig, los!“, hieß es am Freitag, den 3. Juni, für mehr als 800 Schülerinnen und Schüler des Steinbart-Gymnasiums in Duisburg. Sponsorinnen und Sponsoren aus Unternehmen, der Familie, dem Freundeskreis und der Nachbarschaft belohnten jede gelaufene Runde mit einer Spende. In 30 Minuten haben Klassen und Lehrkräfte möglichst viele Kilometer zurückgelegt.

An Verkaufsständen der Schule konnten die sportlichen Mädchen und Jungen gegen eine Spende leckere Snacks und Getränke erwerben. Oberbürgermeister Sören Link besuchte die Schule. Sponsoren der Veranstaltung waren der Energiedienstleister Westenergie und Laufsport bunert.


„Wir leben durch diese Spendenaktion den Steinbart-Geist. Wir wollen zusammen lernen und helfen“, betont Conny Görgen, Deutsch- und Religionslehrerin. „Die Kinder haben die Hilfe verdient. Sie können ja nichts für die Kriegssituation in der Ukraine“, sagt die 12-jährige Isabelle. Die Kindernothilfe-Partner in Nachbarländern der Ukraine sorgen sich um geflüchtete Kinder und ihre Familien und verteilen Lebensmittel, Medikamente sowie Hygieneartikel, organisieren Unterkünfte und bieten vor allem wichtige psychosoziale Hilfe an.


terre des hommes und Kindernothilfe begrüßen Beteiligung arbeitender Kinder auf der ILO-Weltkonferenz

Durban/Duisburg, 19. Mai 2022 - Bei der fünften Weltkonferenz Kinderarbeit ist erstmals im Programm auch ein Kinderforum vorgesehen. Arbeitende Kinder diskutieren ihre Sichtweisen und Empfehlungen mit erwachsenen Entscheidungsträger*innen.

Fünf Jugendliche von Dialogue Works mit einer Delegierten von der senegalesischen Organisation enda auf dem Weg zur Konferenz. Foto: Lea Kulakow, Kindernothilfe.

Am vergangenen Sonntag wurde im südafrikanischen Durban feierlich die Fünfte Weltkonferenz Kinderarbeit eröffnet. Sie wird von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der südafrikanischen Regierung ausgerichtet. Erstmals ist im Programm auch ein Kinderforum vorgesehen, wo arbeitende Kinder ihre Sichtweisen und Empfehlungen mit erwachsenen Entscheidungsträger*innen selbst diskutieren. Kindernothilfe und terre des hommes setzen sich im Rahmen der Kampagne Dialogue Works seit mehreren Jahren gemeinsam dafür ein, dass das Recht arbeitender Kinder auf Beteiligung in Politikdialogen verwirklicht wird.

„Wir sind seit Jahren mit der ILO im Dialog über die Notwendigkeit, nicht nur über arbeitende Kinder zu sprechen, sondern ihnen auf Veranstaltungen wie dieser Konferenz selbst eine Stimme zu geben. Umso mehr freut es uns, dass hier erstmalig fünf Kinder aus unseren Kinderkomitees in Sambia, Kenia und Guatemala nun vor Ort in Durban mitdiskutieren. Es wurde höchste Zeit, dass endlich auch diejenigen zu Wort kommen, die als arbeitende Kinder am meisten zu sagen haben. Sie sprechen aus ihrer eigenen Erfahrung und bringen Lebensnähe und eine differenzierte Sicht auf ihre Arbeit in die Politik“, sagt Antje Ruhmann, Kinderrechtsreferentin bei terre des hommes und Ko-Koordinatorin der Kampagne.

Dabei ist vielen arbeitenden Kindern besonders wichtig, dass zwischen Ausbeutung und Kinderarbeit unterschieden wird: Leichte Tätigkeiten ermöglichen oftmals erst den Schulbesuch. Einigkeit besteht hingegen dahingehend, dass jede Form der Ausbeutung schnellstmöglich beendet werden muss, da sie der Entwicklung der Kinder schadet und den Schulbesuch verhindert. Auf der Agenda der Konferenz stehen wichtige Themen wie Bildung, soziale Sicherung, die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie oder auch Kinderarbeit in Lieferketten. „Das Kinderforum ist ein erster wichtiger Schritt, diese Themen aus dem Blickwinkel der Kinder praxisnah in Politikmaßnahmen zu übersetzen.


Mit Blick auf die Zukunft halten wir eine permanente und institutionell verankerte Beteiligung der Kinder für unverzichtbar, um langfristig mehr Wirkung zu erzielen“, fasst Lea Kulakow, Advocacy-Officer der Kindernothilfe und Ko-Koordinatorin von Dialogue Works das Ziel für die Zukunft zusammen. Dies entspricht den Wünschen der Kinderarbeiter: „Millionen von Kindern haben die gleichen Träume, aber nicht die gleichen Voraussetzungen sie zu verwirklichen“, erläutert Lupupa aus Sambia, der zum ersten Mal solch eine Konferenz besucht.

„Wir brauchen mehr Möglichkeiten, um uns am politischen Geschehen beteiligen zu können.“ Dafür wird er sich als Delegierter beim Kinderforum am Donnerstag stark machen. Interessierte können das Forum über den Livestream der Konferenz verfolgen. Dialogue Works (2020-2024) ist eine Kampagne von Kindernothilfe und terre des hommes, die arbeitende Kinder aus 15 Ländern dabei unterstützt, sich an Politikdialogen von lokaler bis globaler Ebene zu beteiligen. Im Vorgängerprojekt Time to Talk! wurden zunächst nahezu 2.000 arbeitende Kinder aus 36 Ländern zu ihrer Sicht auf ihre Arbeit befragt. Dies bildete die Basis für die dann folgenden Politikdialoge. Finanziert wird diese Arbeit vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Protestaktion in Berlin: Kindernothilfe fordert gleiche Rechte für alle Geflüchteten

Berlin/Duisburg, 12. Mai 2022 - Die Kindernothilfe hat gemeinsam mit ihrer griechischen Partnerorganisation Lesvos Solidarity vor dem Brandenburger Tor mit einer Protestaktion deutlich gemacht: Geflüchtete Menschen aus allen Ländern weltweit müssen die gleichen Rechte auf ein Leben in Sicherheit und Würde haben.

Protestaktion am Brandenburger Tor: Es gibt keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse Foto: Jürgen Schübelin

"Das Engagement der Menschen in Europa ist unglaublich und ein tolles Zeichen", so Mischo über die große Solidarität gegenüber kriegsgeflüchteten Menschen aus der Ukraine, "dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass unzählige Geflüchtete aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder vielen afrikanischen Ländern seit Jahren weiterhin auf Asyl warten und kein sicheres Zuhause haben." So etwa in den Lagern auf Lesbos. "Die Situation geflüchteter Menschen in Griechenland und vor allem den Lagern auf den Ägäis-Inseln ist noch immer extrem besorgniserregend.

Besonders Kinder und Frauen leben in ständiger Angst vor Gewalt", berichtet Efi Latsoudi, Gründerin von Lesvos Solidarity, "wir fordern den ungehinderten Zugang aller Kinder aus den Lagern zu öffentlichen Schulen." Ihre Organisation unterstützt mit Schutzhäusern, psychologischer Hilfe und Bildungsmöglichkeiten gefährdete Kinder und Familien. Mitarbeitende der griechischen Organisation sowie Passanten und Ehrenamtler des Kindernothilfe-Arbeitskreises Berlin standen mit großen Nationalflaggen verschiedener Länder am Pariser Platz vor einem Flatterband, das die Grenze zur Europäischen Union symbolisierte.

Menschen mit der ukrainischen Flagge konnten passieren und wurden nicht von "Soldaten" an der Grenze aufgehalten. Menschen mit Flaggen anderer Länder dagegen schon. Erst nach einem Durchschneiden der Flatterband-Grenze erreichten sie die EU. "Es ist sehr wichtig zu zeigen, dass es große Unterschiede bei der Akzeptanz von Geflüchteten gibt. Obwohl sie doch alle nur in Frieden und nicht in Todesangst leben möchten", betont Efi Latsoudi.

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fast 2 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Auszeichnungen: Kindernothilfe gehört zu den besten deutschen Arbeitgebern für Nachwuchstalente

Duisburg, 06. April 2022 - Die Kindernothilfe wurde dieses Jahr erneut von der Unternehmensberatung CLEVIS im Rahmen des Future Talents Reports ausgezeichnet. Sie belegt Platz 1 der Organisationen mit der am besten bewerteten Arbeitgeberqualität und gehört zudem zu den zehn besten deutschen Arbeitergebern für Nachwuchstalente.

Die Geschäftsstelle der Kindernothilfe in Duisburg. Foto: Kindernothilfe
 

Die Unternehmensberatung hat ihren zwölften Future Talents Report, die deutschlandweite größte Praktikantenstudie, veröffentlicht und gibt Einblicke in eine neue „Mitarbeiter-Generation“. Demnach planen 90 Prozent der befragten Praktikantinnen und Praktikanten deutlich langfristiger beim Arbeitgeber und mit ihm in Kontakt zu bleiben. Jeder Fünfte wünsche sich gleich im Anschluss eine Festanstellung.

„Diesen Trend sehen wir schon seit einiger Zeit bei uns. Allein im vergangenen Jahr lag der Anteil der Mitarbeitenden, die vor ihrem Eintritt ein Praktikum bei uns absolviert haben, bei 19 Prozent“, so Petra Niederau, Head of Human Relations der Kindernothilfe.  Die Folge: Familienfreundliche Arbeitsbedingungen rücken mehr ins Blickfeld der jungen Generation, die ihre Berufswahl vorausschauend plant, so die Studie. „Auch wir legen als familienfreundliche Organisation großen Wert darauf, unseren Mitarbeitenden die bestmöglichen Bedingungen für ihre Zukunftspläne zu bieten“, betont Janina Menzer, HR-Managerin bei der Kindernothilfe. 

Noch vor Unternehmen wie Dr. Oetker oder Porsche belegt die Kindernothilfe Platz eins beim Ranking der Arbeitgeberqualität. Diese wurde an verschiedenen Facetten der Arbeitszufriedenheit gemessen wie die allgemeine Zufriedenheit, die Quote an Weiterempfehlungen und das Erfüllen von Erwartungen. Weit vorne auf Platz sieben liegt die Kindernothilfe beim Markenimage, das die Außenwahrnehmung von Unternehmen widerspiegelt. 


Die Kinderrechtsorganisation bietet regelmäßig in ihrer Geschäftsstelle in Duisburg in allen Bereichen Praktikumsstellen an. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.kindernothilfe.de/jobs-und-karriere Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.

 

Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann: „Die Situation für Kinder und ihre Rechte ist eine Schande!“

Duisburg, 04. April 2022 - In Deutschland sind vor 30 Jahren, am 5. April 1992, Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention in Kraft getreten. Doch im Grundgesetz sind Kinderrechte bislang immer noch nicht verankert. „Die Situation für Kinder und ihre Rechte ist eine Schande“, so Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann, „es ist höchste Zeit, dass die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in den Fokus der Politik rücken und sie Teil bei wichtigen Entscheidungen werden.“ 

 
Foto: Stephen Davies/Kindernothilfepartner


Die festgeschriebenen Kinderrechte sind für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland bis heute nicht selbstverständlich. „Unsere Politik lässt Mädchen und Jungen im Stich“, betont Katrin Weidemann, „gleiche Bildungschancen, ein Leben ohne Armut und Gewalt oder das Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen sind nur Beispiele der Kinderrechte, die in Deutschland verletzt werden.“


Die Auswirkungen werden vor allem in aktuellen Krisenzeiten sichtbar. „Kinder und Jugendliche sind schon seit Beginn der Coronapandemie die Verlierer. Ihre Meinungen und Erfahrungen für Entscheidungen, die sie am Ende betreffen, werden nicht berücksichtigt“, so die Vorstandsvorsitzende.   Während der Pandemie sind die Zahlen der Gewalttaten und Armutsfälle gestiegen - jedes 5. Kind in Deutschland gilt mittlerweile als armutsgefährdet. Hinzu kommt eine enorme Bildungskrise, die die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler hemmt.


Auch die Folgen des Krieges in der Ukraine spüren die Jüngsten der Bevölkerung unmittelbar in ihrem Leben. Hohe Energiepreise etwa verschärfen die prekäre Situation vieler Kinder und Jugendlichen, die bereits in Armut leben. „Die Politik muss sich der Situation der Mädchen und Jungen bewusst werden und ihr Handeln stärker unter Berücksichtigung der Kinder ausrichten“, mahnt Katrin Weidemann. 

 

Hilfe für Flüchtlingshelfer / Traumata geflüchteter Kinder frühzeitig erkennen

Duisburg, 28. März 2022 - Die Zahl der Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, steigt täglich. 3,6 Millionen Geflüchtete sind es aktuell, davon 1,5 Millionen Kinder. „Diese Menschen haben Unvorstellbares durchgemacht und sind teilweise schwer traumatisiert“, sagt Jörg Lichtenberg, Kinderschutzbeauftragter der Kindernothilfe „Diese Traumata müssen so schnell wie möglich erkannt und aufgearbeitet werden.“ 


Viele Geflüchtete kommen in Deutschland in Erstaufnahmeeinrichtungen oder bei Privatpersonen unter. Häufig werden sie von freiwilligen Helferinnen und Helfern betreut, die sich mit viel Menschlichkeit und Hingabe um sie kümmern, aber meist nicht für die Betreuung traumatisierter Personen ausgebildet sind. Die Kindernothilfe hat für Menschen, die aktuell mit ankommenden geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeiten oder sie (ehrenamtlich) betreuen, ein Seminar konzeptioniert, das Grundwissen über Traumatisierungen und posttraumatische Belastungsstörungen vermittelt. 


„Wir haben sehr erfahrene Trainerinnen und Trainer, die schon seit Jahren Organisationen im In- und Ausland in diesem Bereich schulen“, sagt Lichtenberg und weiter: „Die hier vermittelten Grundlagen haben sofort einen enormen positiven Effekt auf die Arbeit mit traumatisierten Menschen.“

Schulung (Quelle: Kindernothilfe)

Bestandteile der Schulung sind zum Beispiel die Erkennung von Symptomen eines Traumas und wie man sensibel und wertschätzend mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen umgeht, um ihnen und ihren Eltern unterstützend beizustehen – ohne dabei die eigene Selbstfürsorge aus den Augen zu verlieren. Die Kindernothilfe schult seit 2011 internationale Organisationen im Bereich Kinderschutz. Seit 2015, nach dem Beginn des Krieges in Syrien und der daraus resultierenden Flüchtlingsbewegung, bietet die Kindernothilfe in diesem Bereich vermehrt Schulungen in Deutschland an.   
Aktuelle Termine und die Anmeldung zu den Seminaren finden Sie auf:  www.kindernothilfe.de/traumata-schulung

Die Seminare werden durch Fördergelder subventioniert und können zu einem reduzierten Seminarbeitrag in Höhe von 35 Euro p. P. gebucht werden. Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.

 

Millionen Kinder bezahlen den Preis des Krieges: Stoppt Kriegsverbrechen gegen Kinder!

Duisburg, 10. März 2022 - Über zwei Millionen Menschen mussten bisher aus der Ukraine flüchten – überwiegend Kinder und ihre Mütter. „Kinder müssen unter Bombenterror ihr Zuhause, ihre Familien und Freunde verlassen“, konstatiert die Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe Katrin Weidemann. Erst gestern wurde bekannt, dass ein Kinderkrankenhaus in Mariupol bombardiert wurde. „Kinder dürfen nicht den Preis des Krieges bezahlen. Kriegsverbrechen gegen Kinder müssen stoppen!“  


Die Hilfsbereitschaft für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine ist überwältigend, „aber es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Kraftanstrengung der europäischen Staaten, der lokalen Behörden und der Zivilgesellschaft, Kinder und ihre Mütter aufzufangen“, so Katrin Weidemann. Geflüchtete Kinder benötigen einen schnellen Zugang zu Bildungsinstitutionen und eine professionelle psychosoziale Betreuung, um den andauernden seelischen Stress zu verarbeiten.

„Viele Mütter sind auf der Flucht plötzlich allein verantwortlich für ihre Kinder. Sie brauchen Beistand und einen unverzüglichen Zugang zu den Sozialsystemen.“  Ein besonderes Augenmerk gilt Kindern mit Behinderungen, schwer erkrankten Kindern und unbegleiteten Kindern und Jugendlichen, deren Eltern unter ständiger Lebensgefahr in der Ukraine zurückgeblieben oder Opfer des Krieges geworden sind. Diese Kinder sind einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, auf der Flucht nicht ausreichend vor Kriegshandlungen oder potenziellen Menschenhändlern geschützt zu sein. „Wir sehen jeden Tag für uns selbstverständliche Kinderrechte massiv verletzt, und das mitten in Europa“, so Weidemann und fordert, „dass Kinderrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen schonungslos aufgeklärt, angeklagt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssen.“         

 Zur Unterstützung der ukrainischen Geflüchteten ruft die Kindernothilfe zu Spenden auf. Zweck: Hilfe für Ukraine Spendenkonto Kindernothilfe e.V. Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank) IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40 

 

Schulkino mit Action!Kidz im filmforum - Film ab!

Gegen Ausbeutung

Was? Schulkino zum Thema „Ausbeuterische Kinderarbeit“
Wann? Donnerstag, 10.03.2022, 10:45 Uhr
Wo?  filmforum, Dellplatz 16, 47051 Duisburg (Duisburg, 07.03.2022)
Kino für eine bessere Welt! Das filmforum Duisburg zeigt in Kooperation mit der Action!Kidz-Kampagne der Kindernothilfe den preisgekrönten Film „Die Adern der Welt“.

Duisburg, 07. März 2022 - Fleißige Action!Kidz vom Landfermann-Gymnasium nehmen am bewegenden Kinoerlebnis teil. Der bildgewaltige Spielfilm aus der Mongolei schildert den komplexen Zusammenhang zwischen Ausbeutung durch internationale Rohstoffkonzerne und daraus resultierender Kinderarbeit auf eindringliche Weise.


Nach der Kinoaufführung informiert das Action!Kidz-Team die Schulgruppe über das Thema ausbeuterische Kinderarbeit und steht für offene Fragen bereit. Als intensive Nachbereitung wird ein Workshop mit den Mädchen und Jungen stattfinden. Interessierte Schulen sind eingeladen, sich für weitere  Kinovorstellungen und begleitende Workshop-Angebote anzumelden. Anmeldungen per Mail an jana.haberstroh@knh.de oder telefonisch:  0203.7789-274


Seit über 15 Jahren ruft die Kindernothilfe-Kampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ Schülerinnen und Schüler in Deutschland zu sozialem Engagement auf. Bis heute haben die Mädchen und Jungen als „Action!Kidz“ rund 1.135.000 Euro an Spenden für Projekte gegen ausbeuterische Kinderarbeit in Äthiopien, Pakistan, Bolivien, Haiti, Sambia, Peru, Indien, Guatemala und Indonesien gesammelt.

Im Schuljahr 2021/22 geht das Geld nach Haiti, Indien und Sambia. „Action!Kidz“ waschen Autos, mähen Rasen oder backen Muffins, um mit dem Geld die Arbeit der Kindernothilfe gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu unterstützen. Noch bis zum 31. Juli 2022  können Mädchen und Jungen mit eigenen Hilfsaktionen teilnehmen.

 

Kindernothilfe trauert um Gründungsmitglied Lüder Lüers

Duisburg, 03. März 2022 - Im Alter von 95 Jahren ist Lüder Lüers heute im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Bis zuletzt hatte er Anteil an der Arbeit der Kindernothilfe genommen – sie war ihm immer „eine Herzensangelegenheit“ gewesen.

Lüder Lüers nach seinem 90. Geburtstag - Foto Ralf Krämer/Kindernothilfe

Die Kindernothilfe trauert um ihr ehemaliges Vorstandsmitglied Lüder Lüers, dem letzten Zeitzeugen der Kindernothilfe-Gründung. Im Alter von 95 Jahren ist er heute im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Bis zuletzt hatte er Anteil an der Arbeit der Kindernothilfe genommen – sie war ihm immer „eine Herzensangelegenheit“ gewesen.

Lüers war gelernter Gartenbauarchitekt und nach der Gründung der Kindernothilfe ehrenamtlich für den Verein tätig. Als es darum ging, die Arbeit in Indien effektiver aufzustellen, stieg er 1965 ohne zu zögern aus seinem Unternehmen aus. Frisch verheiratet reiste er nach Indien, wo er bis 1973 blieb. Er organisierte berufliche Qualifizierungen für die Projektmitarbeitenden und eröffnete neue Arbeitsbereiche, z. B. die Hilfe für poliogeschädigte Kinder.


1969 war er beteiligt an der Gründung der ersten Partnerorganisation der Kindernothilfe, dem Church of South India-Council for Child Care. Lüers wurde ihr Exekutiv-Sekretär. Seine Arbeit führte ihn oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit, doch er hat seine Entscheidung nie bereut: „Gartenbauarchitekt können viele Leute werden, aber was ich gemacht habe, war mir von Gott zugedacht worden.“ Zwei seiner vier Söhne kamen in Indien zur Welt.


Im Frühjahr 1973 kehrte die Familie nach Deutschland zurück, Lüers wurde stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Als er 1991 in Rente ging, blieb er mit unzähligen ehemaligen Patenkindern, die er während seiner Indien-Zeit kennengelernt hatte, in Kontakt – auch durch mehrere Reisen.

„Es ist bewegend zu sehen, was aus ihnen geworden ist“, erzählte Lüers, „und wie sie jetzt Verantwortung für Kinder in ähnlichen Situationen übernehmen, sodass sich die Hilfe der Kindernothilfe multipliziert. Viele waren die Ersten aus ihrem Dorf, die studiert haben. Sie sind Richter geworden, Lehrerinnen, Regierungsbeamte. Ich war in ihren Dörfern, dort hat sich so viel getan, und die Kindernothilfe war der Zündschlüssel für diese Entwicklung. Ich bin von großem Dank erfüllt, dass Gott meine Fähigkeiten so nutzen konnte.“


Für sein herausragendes langjähriges Engagement, sein Ehrenamt und seinen großen persönlichen Einsatz wurde Lüers 2020 als bisher einzige Persönlichkeit mit der Ehrenmitgliedschaft der Kindernothilfe ausgezeichnet. Am 19. Februar 2022 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. „Lüder Lüers hat dazu beigetragen, dass Kindern auf der ganzen Welt seit über 60 Jahren wichtige Hilfe zuteilwird“, sagte Familienstaatssekretär Andreas Bothe bei der Verleihung.


Kindernothilfe-Botschafter OB Sören Link, Kindernothilfe-Chefin Katrin Weidemann und Kindernothilfe-Mitbegründer Lüder Lüers - Foto Harald Jeschke im Dezember 2018


Einer von Lüers Söhnen nahm die Auszeichnung entgegen. „Sein unermüdliches und hingebungsvolles Engagement hat den Grundstein für die heute weltweit tätige Kindernothilfe gelegt“, hieß es in der Begründung, „und dazu beigetragen, dass sie zu einer global agierenden Kinderrechtsorganisation geworden ist.“ „Wir als Kindernothilfe haben Lüder Lüers außerordentlich viel zu verdanken“, sagt Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann. „Und mit uns all die Kinder, denen sein unermüdlicher Einsatz galt. Wir trauern um einen großartigen Kollegen, der jetzt bei seinem Gott ist, von dem er sich all die Jahre geleitet fühlte. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“


„Krieg zerstört Kinderseelen“ Kindernothilfe hilft an der ukrainischen Grenze

Duisburg, 02. März 2022 - Die Kindernothilfe unterstützt über eine lokale Partnerorganisation zunächst an der moldawischen Grenze zur Ukraine geflüchtete Kinder und deren Familien. „Krieg zerstört Kinderseelen, und wir als Kinderrechtsorganisation appellieren an die Kriegsparteien, die Waffen ruhen zu lassen“, so Kindernothilfe-Vorstandsmitglied Carsten Montag.

Der Krieg in der Ukraine hat die größte Flüchtlingsbewegung der letzten Jahrzehnte innerhalb Europas in Gang gesetzt. Hunderttausende Kinder und ihre Familien versuchen, sich an den Grenzen zur Europäischen Union und der Republik Moldau in Sicherheit zu bringen. Die Solidarität mit den geflüchteten Menschen ist groß, „aber es wird eine enorme Kraftanstrengung benötigt, um den vielen Kindern und Müttern bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erlebnisse zu helfen,“ so Carsten Montag. „Diese Familien sind durch die Erlebnisse auf der Flucht und ihre permanente Angst und Sorge um ihre Väter, Ehemänner und Brüder stark belastet.“ 

Hierfür unterstützt die Kindernothilfe ihre Partnerorganisationen finanziell bei der Soforthilfe und psychosozialen Betreuung geflüchteter Kinder und ihrer Familien zunächst an der ukrainisch-moldawischen Grenze. In der vergangenen Woche überquerten fast 90.000 Geflüchtete die verschiedenen Grenzposten in das kleine südosteuropäische Land. Laut moldawischem Innenministerium ist ungefähr die Hälfte der Geflüchteten in Moldau geblieben, da sie keine Kontakte im Westen hat und nicht weiß, wohin sie soll.

„Die globalen Auswirkungen dieser humanitären Katastrophe können wir momentan noch gar nicht absehen. Fest steht: Wir werden einen langen Atem brauchen“, so Montag.  Zur Unterstützung der ukrainischen Geflüchteten ruft die Kindernothilfe zu Spenden auf.  

Zweck: Nothilfe Geflüchtete Ukraine FO039  Spendenkonto Kindernothilfe e.V.  Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)  IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40

Kinderrechtsorganisationen appellieren an die Bundesregierung: EU-Lieferkettengesetz muss Kinder wirksam schützen

Berlin/Duisburg, 15. Februar 2022 -  Kinderrechtsorganisationen fordern gemeinsam mit der Initiative Lieferkettengesetz die Bundesregierung auf, sich im EU-Gesetzgebungsverfahren für ein robustes und kinderrechtlich wirksames EU-Sorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen einzusetzen. 

Die Kindernothilfe fordert mit anderen Kinderrechtsorganisationen ein robustes und kinderrechtlich wirksames EU-Sorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen. Quelle: Jakob Studnar

Die Kinderrechtsorganisationen Kindernothilfe, Plan International Deutschland, Save the Children, terre des hommes, UNICEF Deutschland und World Vision Deutschland fordern gemeinsam mit der Initiative Lieferkettengesetz die Bundesregierung auf, sich im EU-Gesetzgebungsverfahren für ein robustes und kinderrechtlich wirksames EU-Sorgfaltspflichtengesetz für Unternehmen einzusetzen. Anlass ist der für Ende Februar angekündigte Entwurf der EU-Kommission für eine Regelung zu nachhaltigem unternehmerischen Handeln.


Unternehmen sollen EU-weit mit einem solchen »EU-Lieferkettengesetz« verpflichtet werden, ihrer menschenrechtlichen Sorgfalt in allen Stufen der Produktion verbindlich nachzukommen.  Im Rahmen des EU-Gesetzgebungsprozesses wird die Bundesregierung aufgefordert, über ein wirksames »EU-Lieferkettengesetz« auch die angekündigte Weiterentwicklung des deutschen Lieferkettengesetzes voranzutreiben. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Organisationen, dass die Rechte von Kindern dabei besonders berücksichtigt werden: Kinder stellen fast ein Drittel der Weltbevölkerung, in vielen Ländern des globalen Südens ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter 18 Jahre alt.


Kinder sind von den negativen Auswirkungen unternehmerischen Handelns am stärksten betroffen. Die meisten Kinderrechtsverletzungen wie Kinderarbeit im Bergbau oder die Belastung mit Umweltgiften in Landwirtschaft oder der Textilindustrie finden häufig am Anfang globaler Wertschöpfungs- und Lieferketten statt. Deshalb ist es aus Sicht der Organisationen unverzichtbar, dass Unternehmen dazu verpflichtet werden, nicht nur bei ihren direkten Geschäftspartnern, sondern in ihren gesamten Wertschöpfungs- und Lieferketten Kinderrechtsrisiken zu identifizieren und wo nötig für wirksame Abhilfe, Prävention und Wiedergutmachung zu sorgen. 
Damit würde das EU-Lieferkettengesetz über das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz hinaus gehen und ihren kinderrechtlichen Verpflichtungen besser nachkommen.

 

Straflosigkeit der Täter endlich beenden!

20 Jahre Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention für Kinder in bewaffneten Konflikten
Duisburg, 10. Februar 2022 - Etwa 250.000 Kinder werden aktuell in bewaffneten Konflikten eingesetzt. Die Verantwortlichen für diese schwersten Kinderrechtsverletzungen werden nur selten strafrechtlich verfolgt und kommen so straffrei davon. „Wir brauchen eine wirksame und konsequente Strafverfolgung für alle, die Kinder als Soldaten rekrutieren“, sagt Frank Mischo, Experte der Kindernothilfe und Sprecher des Bündnisses Kindersoldaten.

Baschar al-Assad wegen schwerster Kinderrechtsverletzungen gesucht.

20 Jahre nach Einführung des Zusatzprotokolls zum besonderen Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten zu der UN-Kinderrechtskonvention ist eine systematische Strafverfolgung immer noch nicht möglich, weil die Handlungsfähigkeit von Institutionen wie dem UN-Sicherheitsrat und dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) nicht ausreichend gestärkt sind.


„Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich finanziell und politisch für die Stärkung und den Ausbau der Kapazitäten des Internationalen Strafgerichtshofs einzusetzen und Druck auf die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats auszuüben, damit die Staaten, die wegen Kinderrechtsverletzungen auf der „Liste der Schande“ der Vereinten Nationen stehen, zur Rechenschaft gezogen werden“, fordert Mischo.  


Die derzeitige Kultur der Straflosigkeit schreckt Diktatoren und Rebellenführer nicht davon ab, weiter Kinder als Soldatinnen und Soldaten einzusetzen. Die Verurteilung des kongolesischen Warlords Sheka sei zwar „ein wichtiges Zeichen gegen die Straflosigkeit gewesen, aber leider sind noch zu viele Täter ohne Anklage geblieben“, sagt Mischo und weiter: „Nur wenn die Verantwortlichen angeklagt, verurteilt und öffentlich benannt werden, haben Gerechtigkeit, Versöhnung und letztlich auch Frieden für die Betroffenen eine Chance.“    

Im heute veröffentlichten Positionspapier „Straflosigkeit beenden!“ fordert das Bündnis die Bundesregierung dazu auf, sich für eine Verfolgung der für die Rekrutierung von Kindersoldaten Verantwortlichen einzusetzen: durch Sanktionen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, aber vor allem durch die Unterstützung der Anklagen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.    

Jedes Jahr am „Red Hand Day“ ruft das Deutsche Bündnis Kindersoldaten gemeinsam mit zahlreichen Organisationen auf der ganzen Welt zu Aktionen mit dem Symbol der roten Hand auf. Bisher haben fast 500.000 Menschen in über 50 Ländern mit ihrem Handabdruck gegen den Missbrauch von Kindern als Soldatinnen und Soldaten protestiert. Unter dem Hashtag #RedHandDay wird der Stopp des Einsatzes von Kindern als Soldatinnen und Soldaten gefordert.


 In diesem Jahr liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt auf der Forderung für ein Ende der Straflosigkeit. Information zum Red Hand Day in Deutschland: www.aktion-rote-hand.de Rote Hand Aktion weltweit: www.redhandday.org Mitglieder des Deutschen Bündnis Kindersoldaten:  Aktion Weißes Friedensband, Deutsche Friedensgesellschaft DFG-VK, Kindernothilfe, Dt. NK des Lutherischen Weltbundes, missio, pax christi, terre des hommes, World Vision.

 

Kindernothilfe: Wir stecken mitten in einer Bildungskrise

Zum internationalen Tag der Bildung am 24. Januar fordert die Kindernothilfe, dass Deutschland die G7-Präsidentschaft nutzen muss, um die weltweite Bildungskrise zu bewältigen. Dazu gehört ein fairer, transparenter und bezahlbarer Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostik.

Duisburg, 20. Januar 2021 - Durch Schulschließungen und eine mangelnde digitale Infrastruktur wurde der Bildungsweg für Millionen von Schülerinnen und Schülern unterbrochen. „Diese fatalen Auswirkungen lassen sich weltweit beobachten“, so Malte Pfau, Advocacy Officer bei der Kindernothilfe, „eigene Studien in unseren Projektländern zeigen: Wir stecken mitten in einer Bildungskrise – und müssen jetzt handeln.“  

In Uganda durften diesen Monat elf Millionen Kinder und Jugendliche nach einem zweijährigen Lockdown erstmals wieder zurück in die Schule. Viele Tausende sind dort jedoch nicht erschienen, da sie seit dem Lockdown arbeiten müssen, um ihre Familien zu unterstützen, oder weil ihre Lernverluste zu immens sind oder sie selbst Kinder bekommen haben. Ärmere und Kinder mit Behinderungen sind ungleich stärker vom Unterrichtsausfall betroffen.

Schulkind in Nairobi/Kenia - Quelle: Lars Heidrich

„Zwar haben Regierungen milliardenschwere Konjunkturmaßnahmen ergriffen, um ihre Volkswirtschaften zu schützen. Doch weniger als drei Prozent dieser Mittel sind in die Bildung investiert worden. Einem Bericht der Weltbank zufolge, haben sogar zwei Drittel der ärmsten Länder ihren Bildungsetat gekürzt“, sagt Malte Pfau, ebenso Sprecher der Globalen Bildungskampagne. 

Rund 25 Millionen Kinder sind laut UNESCO gefährdet, nie wieder zurück in die Schule zu gehen - insbesondere Mädchen. Die Zahlen von Frühverheiratungen und frühen Schwangerschaften sind gestiegen. Auch Kinder auf der Flucht und Kinder mit Behinderungen werden noch mehr als zuvor von Bildung ausgeschlossen. In vielen Ländern (des globalen Südens) mit niedrigen Einkommen wird die Krise nachhaltig die Bildungssysteme verändern und schädigen und damit die zunehmende Bildungsungleichheit verschärfen.  

„Die globale Bildungskrise muss dringend gestoppt und umgekehrt werden“, so Malte Pfau. Er ergänzt: „Deutschland muss die G7-Präsidentschaft nutzen, um die weltweite Bildungskrise zu bewältigen. Dazu gehört ein fairer, transparenter und bezahlbarer Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostik. Es braucht eine gemeinsame Strategie für Bildungsinvestitionen und für die Schließung der Lücken in der Bildungsfinanzierung. Ebenso ist ein Plan notwendig, um Mädchen und Jungen zurück in die Schulen zu holen und Lernrückstände aufzuholen. Noch ist es nicht zu spät, die richtigen Schritte einzuleiten, um die Folgen von Covid-19 auf die Bildung zu minimieren.“ 

In einer Studie der Kindernothilfe berichten arbeitende Kinder von ihren Erfahrungen nach zwei Jahren Coronapandemie: https://bit.ly/kindernothilfe_coronastudie  

 

Bewerbungsstart für Kindernothilfe-Medienpreise

Duisburg, 19. Januar 2021 - Auch in diesem Jahr schreibt die Kindernothilfe wieder zwei Medienpreise für Kinderrechte aus: Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz können sich ab jetzt bis zum 31. Mai bewerben. Die Preisverleihung findet im Herbst 2022 in Berlin statt.  

Der „Preis der Kinderjury“ richtet sich an Medienschaffende, deren Print/Online-, TV- oder Hörfunkbeiträge für Kinder und Jugendliche im Jahr 2021 veröffentlicht wurden. Eine Kinderjury entscheidet über die Gewinnerbeiträge und die Verteilung des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. 

Medienpreis-Verleihung 2021 in Berlin - Foto: Ralf Krämer/Kindernothilfe


Zum zweiten Mal vergibt die Kindernothilfe den „Story-on-Stage“-Preis. Journalistinnen und Journalisten können sich dafür mit ihrem in 2021 veröffentlichten Print/Online-, TV- oder Hörfunkbeitrag bewerben. Ein Kuratorium entscheidet über die beste Story, die mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro belohnt wird.

Das Besondere: Die Gewinnerin/der Gewinner spricht am Abend der Preisverleihung über die Geschichte hinter der Geschichte. Die Preisgelder werden von Unterstützern zur Verfügung gestellt. Weitere Infos und die Anmeldungen zum Preis der Kinderjury und für den Story on Stage gibt es unter: www.kindernothilfe.de/medienpreis  

 

Online-Event - Kindernothilfe Neujahrslauf: 400 Teilnehmende laufen für Kinderrechte

Duisburg, 13. Januar 2021 - Der 3. Kindernothilfe Neujahrslauf fand dieses Jahr aufgrund der Coronapandemie ausschließlich virtuell statt. 400 Läuferinnen und Läufer aus Deutschland und anderen Ländern setzten mit ihrer Teilnahme ein Zeichen für Kinderrechte.

Foto vom Neujahrslauf 2019 - Quelle: Ludwig Grunewald/Kindernothilfe


„Das ist ein tolles Ergebnis“, so Vorstandsmitglied Jürgen Borchardt, „wir danken allen Teilnehmenden, die sich trotz der winterlichen Temperaturen für Kinderrechte sportlich engagiert haben. Das ist ein super Start in das neue Jahr.“ Die Spenden fließen in die weltweite Projektarbeit der Kindernothilfe.  In der ersten Januarwoche konnten die Teilnehmenden ihre Kilometer laufen, walken oder joggen und online eintragen. Aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich und sogar Italien haben Engagierte mitgemacht. In den vorgegebenen max. 90 Minuten schaffte Teilnehmer Stephan Rieger 25 Kilometer. Teilnehmerin Jutta Jopke-Schärzle legte 20 Kilometer zurück.

Mit Kindernothilfe-Botschafterin und Journalistin Sabine Heinrich sowie Schauspielerin Anjorka Strechel, die auf ihren sozialen Netzwerken auf den Lauf aufmerksam machten, gab es auch prominente Unterstützung.  Geplant war eine hybride Veranstaltung des Neujahrslauf. Rund um die Duisburger Regattabahn sollte der analoge Lauf stattfinden.

„Auch wenn wir alle nicht an einem gemeinsamen Ort sein und laufen konnten, zeigt die Teilnehmendenzahl das große Engagement der Menschen, auch in den schwierigen Zeiten“, so Borchardt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Novitas BKK und Eintracht Duisburg e.V.  


 Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fast 2 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). 

 

Kindernothilfe-Neujahrslauf findet nur virtuell statt

Duisburg, 30. Dezember 2021 - Aufgrund der Entwicklung der aktuellen epidemiologischen Lage findet der Kindernothilfe-Neujahrslauf in diesem Jahr nur virtuell statt. „Es ist sehr schade, dass wir die Präsenzveranstaltung am 8. Januar an der Regattabahn in Duisburg absagen müssen, aber Sicherheit und Gesundheit haben für uns höchste Priorität“, sagt Angelika Böhling, Pressesprecherin der Kindernothilfe. Anmeldungen für den virtuellen Neujahrslauf sind weiterhin möglich auf www.Kindernothilfe-Neujahrslauf.de.

Der virtuelle Kindernothilfe-Neujahrslauf hat auch viele Vorteile, denn er lässt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr Luft, wann und wo sie sich bewegen: Nach der Anmeldung können Kinder und Erwachsene in der Zeit vom 1. Januar bis zum 8. Januar 2022 um 18 Uhr an einem Ort ihrer Wahl bis zu 90 Minuten laufen, walken oder gehen (mindestens aber 2,5 Kilometer), ihre Zeit erfassen und auf der Seite des Kindernothilfe-Neujahrslaufs hochladen.

„Viele Menschen haben zu Beginn des Jahres gute Vorsätze. Da kommt der Neujahrslauf gerade richtig: bewegen und sich gleichzeitig für Kinderrechte engagieren. So fängt das Jahr trotz einiger Einschränkungen doch gut an“, so Böhling weiter. Die Anmeldegebühr beträgt 10 Euro, inkl. Spende, einer Startnummer und Urkunde zum Ausdrucken für zu Hause. Eine Medaille kann optional dazu gekauft werden. Jede zusätzliche Spende für den weltweiten Einsatz für Kinderrechte ist herzlich willkommen. Die Spenden fließen in die Projektarbeit der Kindernothilfe. Anmeldungen, die bereits für die Präsenzveranstaltung eingegangen sind, gelten automatisch auch für den virtuellen Neujahrslauf. Unterstützt wird die Veranstaltung von Novitas BKK und Eintracht Duisburg e.V. Anmeldungen sind weiterhin möglich unter: www.kindernothilfe-neujahrslauf.de.

 

Die Kindernothilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe für die vom schweren Taifun betroffenen Kinder und ihre Familien auf den Philippinen bereit.

Duisburg, 21. Dezember 2021 - „Wir stehen im engen Kontakt mit unseren lokalen Mitarbeitenden vor Ort, um so schnell wie möglich Hilfe leisten zu können“, so die Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann, „die Kinder und Jugendlichen in den vielen zerstörten Provinzen brauchen dringend Schutz.“  

Taifun Rai wütete auf den Philippinen - Quelle Kindernothilfe


Taifun Rai hat schwere Verwüstungen verursacht. Die Evakuierungszentren in den betroffenen Gebieten sind überfüllt und die Krankenhäuser sowie ländliche Gesundheitsstationen beschädigt. „Die Gesundheit der Kinder ist gefährdet“, berichtet Kindernothilfe-Mitarbeiterin Telay Echano von den Philippinen, „die Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren, und die Schäden an der Infrastruktur und der Landwirtschaft sind extrem. Das Überleben der Kinder steht auf dem Spiel.“ 

Mehr als 12 Millionen Mädchen und Jungen an fast 30.000 Schulen sind von der Katastrophe betroffen. Nun fällt auch der Online-Unterricht aufgrund der fehlenden Internetverbindung aus. „Es fehlen sichere Orte für die Mädchen und Jungen“, ergänzt die lokale Mitarbeiterin. Der Zugang zu Trinkwasser ist aufgrund der beschädigten Wassersysteme eingeschränkt. Die Gemeinden sind von der kommerziellen Wasserversorgung abhängig, die nur für einige Tage ausreichen wird.


Die Kindernothilfe ruft zu Spenden für die weltweite Nothilfe auf.  Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Auf den Philippinen ist sie seit 1978 aktiv und bekämpft aktuell in 24 Projekten schwere Kinderrechtsverletzungen wie Kinderarbeit und Kinderhandel. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.