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Zensus 2022
Durchschnittliche Nettokaltmiete in NRW beträgt 6,82 Euro pro Quadratmeter

IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 19. Juli 2024 - Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter betrug in Nordrhein-Westfalen am 15. Mai 2022, dem Zensusstichtag, 6,82 Euro pro Quadratmeter.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, war die Miete damit im Mittel etwas günstiger als im bundesweiten Durchschnitt (7,28 Euro).  

Mieten entlang der Rheinschiene waren überdurchschnittlich hoch – niedrigste Nettokaltmieten gab es im Kreis Höxter
In Köln, Düsseldorf und Bonn lag die Netto-Quadratmetermiete in Wohnungen im Schnitt bei mehr als neun Euro.
Auch in Münster und weiteren Gemeinden entlang der Rheinschiene von Bonn bis Düsseldorf waren die Mieten überdurchschnittlich hoch. Relativ günstig lebte es sich in Ostwestfalen-Lippe: Mit Borgentreich, Nieheim, Beverungen und Marienmünster lagen die vier Gemeinden mit den niedrigsten Nettokaltmieten pro Quadratmeter im Kreis Höxter.  

Eigentumsquote in den NRW-Gemeinden liegt zwischen rund 22 und 75 Prozent  
In Marienmünster und Borgentreich war der Anteil an Mietwohnungen NRW-weit am geringsten. In rund 75 Prozent der Wohnungen lebten hier die Eigentümerinnen oder die Eigentümer selbst, während es im NRW-Durchschnitt 40 Prozent waren. Den höchsten Anteil an Mietwohnungen gab es in Düsseldorf (78 Prozent).  

Bonn, Düsseldorf und Münster hatten die höchsten Nettokaltmieten in Neubauten  
Am höchsten war die Nettokaltmiete in Wohnungen, die 2010 und später errichtet wurden: NRW weit betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter in Neubauten 8,91 Euro. Auch hier gehören Bonn, Düsseldorf und Münster mit Nettokaltmieten in Neubauten zwischen 11,93 Euro (Bonn) und 11,16 Euro (Münster) zu den Spitzenreitern.
In den Baualtersklassen vor der Jahrtausendwende ist ein relativ konstantes Mietniveau in NRW festzustellen. Allerdings unterschied sich z. B. in Köln und Bonn die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter in Altbauten mit einem Baujahr vor 1919 kaum von der in Neubauten.  

Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Wohnlandschaft in Nordrhein-Westfalen sind in der StoryMap Wohnen https://url.nrw/StoryMap_Zensus2022 zu finden. Betrachtet werden die Wohnungen in Wohngebäuden.                  



Durchschnittliche Wohnungsgröße in NRW auf knapp 93 Quadratmeter gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 3. Juli 2024 - Die Wohnungen in NRW-Wohngebäuden waren am 15. Mai 2022, dem Zensusstichtag, im Schnitt 92,7 Quadratmeter groß und damit 2,4 Quadratmeter größer als beim letzten Zensus 2011 ermittelt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, gab es die geringste durchschnittliche Wohnfläche in den Großstädten des Ruhrgebiets und der Rheinschiene, insbesondere in Gelsenkirchen (76,6 qm), Düsseldorf, Duisburg und Köln (jeweils 77,6 qm).
In den eher ländlich geprägten Regionen Ostwestfalen-Lippe, dem Münsterland und der Eifel war die durchschnittliche Wohnfläche in NRW am größten.  

Großteil der NRW-Wohngebäude sind Einfamilienhäuser  
Wie bereits 2011 war der Großteil der Wohngebäude Einfamilienhäuser. Im Mai 2022 betrug deren Wert 63,3 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg von 1,8 Prozentpunkten im Vergleich zum letzten Zensus 2011. Besonders westlich des Rheins dominierten die Einfamilienhäuser die Gebäudelandschaft und machten dort in einigen Gemeinden fast 90 Prozent der Wohngebäude aus.
Hierzu zählen z. B. die Gemeinden Selfkant (89,4 Prozent), Waldfeucht (85,8 Prozent) und Vettweiß (85,3 Prozent).
Gebäude mit sieben bis zwölf Wohnungen standen prozentual am häufigsten in Düsseldorf (21,5 Prozent) und Köln (16,2 Prozent).
Als Wohngebäude werden Gebäude bezeichnet, deren Gesamtnutzfläche mindestens zur Hälfte Wohnzwecken dient.  

Durchschnittliche NRW-Leerstandsquote bei 1,4 Prozent  
Der marktaktive Leerstand – also leerstehende Wohnungen in Wohngebäuden, die dem Wohnungsmarkt unmittelbar oder innerhalb von drei Monaten zur Verfügung stehen – lag im Mai 2022 im Landesdurchschnitt bei 1,4 Prozent. Im Ruhrgebiet war die marktaktive Leerstandsquote insgesamt vergleichsweise hoch; das Maximum von fast drei Prozent wurde in Gelsenkirchen erreicht.  
Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Wohnlandschaft in Nordrhein-Westfalen sind aber sofort in der StoryMap Wohnen unter https://url.nrw/StoryMap_Zensus2022 zu finden.



Bevölkerung in NRW steigt um 353 000 Menschen seit dem Zensus 2011
Düsseldorf/Duisburg, 24. Juni 2024 - In Nordrhein-Westfalen lebten am 15. Mai 2022, dem Zensusstichtag, 17 891 698 Menschen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind das rund 353 000 Menschen mehr als beim letzten Zensus 2011 festgestellt. Der Anteil Nordrhein-Westfalens an der gesamten Bevölkerung Deutschlands (82 728 306 Millionen) beträgt damit knapp 22 Prozent.  

Mit 1 017 979 Einwohnerinnen und Einwohnern bleibt Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands – nach Berlin, Hamburg und München. Innerhalb Nordrhein-Westfalens folgen auf den weiteren Plätzen Düsseldorf (611 319), Dortmund (598 255) und Essen (571 058).
Die kleinste Gemeinde in NRW ist Dahlem im Kreis Euskirchen mit 4 362 Einwohnerinnen und Einwohnern.  

Weilerswist im Kreis Euskirchen ist die Gemeinde in NRW mit dem höchsten prozentualen Bevölkerungsanstieg (+21,2 Prozent) seit dem Zensus 2011. Von den NRW-Großstädten verzeichnet Aachen mit 10,5 Prozent den größten Bevölkerungszugewinn.

In 128 von 396 Städten und Gemeinden ist die beim Zensus 2022 ermittelte Bevölkerungszahl höher als nach der Bevölkerungsfortschreibung bislang angenommen, in allen anderen Kommunen ist sie niedriger.  

Beim Zensus 2022 wurden auch die Gebäude mit Wohnraum sowie die Wohnungen gezählt. Zum Stichtag 15. Mai 2022 gab es in Nordrhein-Westfalen 9 132 252 Wohnungen; das waren gut 410 000 Wohnungen mehr als beim Zensus 2011 festgestellt worden waren. Pro Wohnung lebten demnach im Mai 2022 im Mittel etwa zwei Personen.  

IT.NRW-Präsident Dr. Oliver Heidinger präsentierte heute auf der Bundespressekonferenz in Berlin zusammen mit der Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Dr. Ruth Brand sowie dem Präsidenten des Bayerischen Landesamtes für Statistik, Dr. Thomas Gößl die Ergebnisse des Zensus 2022.
„Mit den Ergebnissen des Zensus 2022 liegen nun neue präzise Basisdaten vor u. a. zur Bevölkerungsstruktur und zur Wohnsituation für alle Städte, Gemeinden und Kreise Nordrhein-Westfalens. Diese Ergebnisse liefern eine wichtige, zuverlässige Grundlage für Entscheidungen und Planungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft”, so Präsident Dr. Oliver Heidinger.