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2023 gab es rund 21% mehr Unternehmensinsolvenzen und fast viermal so viele betroffene Beschäftigte wie in 2022
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 12. März 2024 - Im Jahr 2023 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 20,9 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen gemeldet als im Jahr zuvor.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden 4 572 beantragte Insolvenzverfahren von Unternehmen in der Statistik erfasst. 2022 waren es 3 783 Verfahren. Zum Zeitpunkt der Übermittlung im Jahr 2023 waren 53 815 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen; fast viermal so viele wie im Jahr 2022 (damals: 14 305 Beschäftigte). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 8,6 Milliarden Euro und waren damit fast dreimal so hoch wie im Jahr 2022 (damals: 3,0 Milliarden Euro).  

Zahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen niedriger als vor der Corona-Pandemie  
Nach Rückgängen in den Jahren 2020 bis 2022 gab es damit erstmals wieder einen Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen. Ihre Zahl war jedoch um 14,6 Prozent niedriger als vor der Corona-Pandemie (2019: 5 351 Verfahren). Die Zahl der betroffenen Beschäftigten war dagegen 2023 um 48,0 Prozent höher als vor der Corona-Krise (2019: 36 363 Beschäftigte). Auch die voraussichtlichen Forderungen waren mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2019 (damals: 3,2 Milliarden Euro).  

Im Jahr 2023 gab es im Wirtschaftsbereich „Gesundheits- und Sozialwesen” mit 179 gemeldeten Insolvenzverfahren den größten Anstieg bei den Verfahrenszahlen, die Zahl war fast doppelt so hoch wie 2022 (damals: 90 Verfahren). In diesem Bereich waren 4 857 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, das waren fast sechsmal so viele wie ein Jahr zuvor (2022: 819 Beschäftige). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich auf 198,1 Millionen Euro und waren damit fast dreimal so hoch wie 2022 (damals: 72,4 Millionen).  

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Einzelhandel besonders betroffen  
Den größten Anstieg der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der voraussichtlichen Forderungen gab es 2023 im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz”. Besonders betroffen war der Einzelhandel. Im Vergleich zum Jahr 2022 waren 29 703 Beschäftigte betroffen; damit war die Zahl fast 12-mal so hoch wie ein Jahr zuvor (2022: 2 493 Beschäftigte). Die voraussichtlichen Forderungen waren mit 3,1 Milliarden Euro mehr als sechsmal so hoch wie ein Jahr zuvor (damals: 0,5 Milliarden Euro). Insgesamt gab es in diesem Wirtschaftsbereich 805 Insolvenzen (+20,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2022).  

Die Zahl der gemeldeten Verfahren von beantragten Verbraucherinsolvenzen (dazu zählen Arbeitnehmende, Personen in Rente oder Erwerbslose) stieg gegenüber dem Jahr 2022 (damals: 17 174 Verfahren) um 0,1 Prozent auf 17 186 Verfahren.
Die voraussichtlichen Forderungen sanken dagegen um 92,2 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro (2022: 10,4 Milliarden Euro). Hintergrund des Rückgangs sind hohe Forderungssummen im Jahr 2022 bei einer kleineren Zahl der Verfahren.  

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im Jahr 2023 noch 4 979 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern. Insgesamt haben die Amtsgerichte im Jahr 2023 damit 26 737 beantragte Insolvenzverfahren gemeldet, das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent (2022: 25 815 Verfahren).  

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Zahl der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht bei allen Insolvenzverfahren bekannt ist. In der Statistik werden alle Insolvenzverfahren erfasst, für die eine gerichtliche Entscheidung über den Antrag erlassen wurde und die die Amtsgerichte für den jeweiligen Berichtszeitraum an das Statistische Landesamt gemeldet haben. In Einzelfällen melden die Gerichte Insolvenzverfahren verspätet.. Diese Verfahren werden nicht dem Berichtszeitraum zugeordnet, in dem die gerichtliche Entscheidung gefallen ist, sondern dem nächsten zu erstellenden Berichtszeitraum. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten einzelner Amtsgerichte im 4. Quartal 2023 ist vermehrt mit Nachlieferungen in den nachfolgenden Berichtszeiträumen zu rechnen.



3,1 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen, aber 31 Prozent mehr betroffene Beschäftigte im Dezember 2023
Düsseldorf/Duisburg, 14. Februar 2024 - Für Dezember 2023 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 373 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 3,1 Prozent weniger als im Dezember 2022 (damals: 385 Verfahren). Gegenüber den 374 Verfahren im November 2023 blieb die Zahl im Dezember 2023 damit nahezu unverändert.  

Die Zahl der von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im Dezember 2023 mit 2 595 Beschäftigten um 31,0 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat (Dezember 2022: 1 981 Beschäftigte). Im Vergleich zum Vormonat (November 2023: 2 157 Beschäftigte) lag der Anstieg der betroffenen Beschäftigten bei 20,3 Prozent.  

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, sank die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren auf 1 381 Verfahren; hierzu zählen die Verfahren von Arbeitnehmer(inne)n, Rentner(inne)n und Erwerbslosen. Für Dezember 2023 meldeten die Amtsgerichte 14,2 Prozent weniger solcher Anträge als für Dezember 2022 (damals: 1 609 Verfahren).
Im Vergleich zum Vormonat (November 2023: 1 495 Verfahren) gab es ebenfalls einen Rückgang (−7,6 Prozent). Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im Dezember 2023 noch 349 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldner(inne)n.  

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren war im Dezember 2023 mit 2 103 Verfahren um 11,8 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat (Dezember 2022: 2 385 Verfahren) und um 6,9 Prozent niedriger als im Vormonat (November 2023: 2 258 Verfahren).   Damit nähert sich die Zahl der gemeldeten Insolvenzverfahren dem Vorkrisenniveau von 2019 an (Monatsdurchschnitt 2019: 2 100 Verfahren). Die Zahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen war um 16,4 Prozent niedriger als im Jahr 2019 (Monatsdurchschnitt Unternehmen: 446 Verfahren) und die Zahl der gemeldeten Verbraucherinsolvenzen lag mit 4,9 Prozent über dem Niveau von 2019 (Monatsdurchschnitt Verbraucher: 1 316 Verfahren).



NRW: 10,8 Prozent mehr Unternehmens-, aber 7,2 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im November 2023
Düsseldorf/Duisburg, 11. Januar 2024 - Für November 2023 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 379 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 10,8 Prozent mehr als im November 2022 (damals: 342 Verfahren). Die Zahl der von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im November 2023 mit 2 211 Beschäftigten um 19,4 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat (November 2022: 1 852 Beschäftigte).

Im Vergleich zum Vormonat (Oktober 2023: 1 495 Beschäftigte) lag der Anstieg der betroffenen Beschäftigten bei 47,9 Prozent, obwohl 2,3 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen gemeldet wurden (Oktober 2023: 388 Verfahren).

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, sank die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren auf 1 470 Verfahren; hierzu zählen die Verfahren von Arbeitnehmer(inne)n, Rentner(inne)n und Erwerbslosen. Für November 2023 meldeten die Amtsgerichte 7,2 Prozent weniger solcher Anträge als für November 2022 (damals: 1 584 Verfahren).
Im Vergleich zum Vormonat (Oktober 2023: 1 458 Verfahren) gab es dagegen einen leichten Anstieg (+0,8 Prozent). Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im November 2023 noch 380 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldner(inne)n.
Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren war im November 2023 mit 2 229 Verfahren um 3,3 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat (November 2022: 2 306 Verfahren) und um 2,0 Prozent niedriger als im Vormonat (Oktober 2023: 2 274 Verfahren).



NRW: 40,7 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen im dritten Quartal 2023 als 2022
Düsseldorf/Duisburg, 10. Dezember 2023 - Für das dritte Quartal 2023 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 40,7 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen gemeldet als ein Jahr zuvor.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, belief sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen von Juli bis September 2023 auf 1 293 Verfahren (Juli bis September 2022: 919 Verfahren). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im dritten Vierteljahr 2023 auf 1,5 Milliarden Euro (Juli bis September 2022: 0,7 Milliarden Euro) und war damit mehr als doppelt so hoch wie im dritten Quartal 2022.
Berücksichtigt wurden alle Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden.

Zum Zeitpunkt der Übermittlung waren 7 698 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen; das waren mehr als doppelt so viele wie von Juli bis September 2022 (damals: 3 267 Beschäftigte). Für den Anstieg der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der voraussichtlichen Forderungen war insbesondere eine erhöhte Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten ursächlich.

Im Wirtschaftsbereich Gesundheits- und Sozialwesen gab es von Juli bis September 2023 mit 60 Unternehmensinsolvenzen den größten Anstieg bei den gemeldeten Insolvenzverfahren und den betroffenen Beschäftigten. Die Zahl der Verfahren war mehr als dreimal so hoch
wie von Juli bis September 2022 (damals: 18 beantragte Verfahren).

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, stieg in Nordrhein-Westfalen im dritten Quartal 2023 auch die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren auf 4 543. Hierzu zählen Verfahren von Arbeitnehmer(inne)n, Rentner(inne)n und Erwerbslosen.
Für das dritte Quartal meldeten die Amtsgerichte 16,5 Prozent mehr solcher Anträge als im dritten Quartal 2022 (damals: 3 901
Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen stiegen bei den Verbraucherinsolvenzen im dritten Quartal 2023 um 21,2 Prozent auf
208 Millionen Euro (Juli bis September 2022: 171 Millionen Euro).

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im dritten Quartal 2023 noch 1 386 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldner(inne)n.

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren war im dritten Quartal 2023 mit 7 222 um 20,7 Prozent höher als von Juli bis
September 2022 (damals: 5 985 Verfahren) und um 9,9 Prozent höher als von April bis Juni 2023 (zweites Quartal 2023: 6 571 Verfahren).
Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im dritten Vierteljahr 2023 auf 2,0 Milliarden Euro und waren damit fast doppelt so hoch wie von Juli bis September 2022 (damals: 1,1 Milliarden Euro).

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei den zuständigen Amtsgerichten Meldungen des
dritten Quartals 2022 erst zu einem späteren Zeitpunkt gemeldet werden konnten. Diese sind im vierten Quartal 2022 enthalten.



NRW: Zahl der Unternehmensinsolvenzen im September 2023 um 19,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor 
Düsseldorf/Duisburg, 14. November 2023 - Für September 2023 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 398 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das
19,2 Prozent mehr als im September 2022 (damals: 334 Verfahren). Gegenüber dem Vormonat (August 2023: 446 Verfahren) sank die Zahl der Insolvenzanträge von Unternehmen aber um 10,8 Prozent.

Die Zahl der von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im September 2023 mit 2 562
Beschäftigten um 41,9 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat (September 2022: 1 805 Beschäftigte). Im Vergleich
zum Vormonat (August 2023: 2 432 Beschäftigte) lag der Anstieg bei 5,3 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, stieg auch die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren (auf 1 420 Verfahren); hierzu zählen die Verfahren von Arbeitnehmer(inne)n, Rentner(inne)n und Erwerbslosen. Für September 2023 meldeten die Amtsgerichte 18,3 Prozent mehr solcher Anträge als für September 2022 (damals: 1 200 Verfahren). Im Vergleich zum Vormonat
(August 2023: 1 593 Verfahren) gab es dagegen einen Rückgang (−10,9 Prozent). Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im September 2023 noch 471 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldner(inne)n.

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren war im September 2023 mit 2 289 Verfahren um 19,7 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat (September 2022: 1 912 Verfahren) und um 9,4 Prozent niedriger als im Vormonat (August 2023: 2 527 Verfahren).



NRW: 56,1 Prozent mehr Unternehmens- und 19,1 Prozent mehr Verbraucherinsolvenzen im August 2023
Düsseldorf/Duisburg, 12. Oktober 2023 -  Für August 2023 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 462 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das
56,1 Prozent mehr als im August 2022 (damals: 296 Verfahren) und 2,0 Prozent mehr als im Vormonat (Juli 2023: 453 Verfahren). Das
ist die höchste Zahl von Unternehmensinsolvenzen seit Januar 2020 (damals: 489 erfahren).

Die Zahl der von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im August 2023 mit 1 665
Beschäftigten mehr als doppelt so hoch wie im entsprechenden Vorjahresmonat (August 2022: 823 Beschäftigte). Im Vergleich zum
Vormonat (Juli 2023: 2 669 Beschäftigte) gab es dagegen einen Rückgang (−37,6 Prozent) bei den betroffenen Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, stieg auch die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren (1 593 Verfahren), zu
denen die Verfahren von Arbeitnehmer(inne)n, Rentner(inne)n und Erwerbslosen zählen. Für August 2023 meldeten die Amtsgerichte
23,3 Prozent mehr solcher Anträge als für August 2022 (damals: 1 292 Verfahren). Gegenüber dem Vormonat (Juli 2023: 1 530 Verfahren) lag der Anstieg bei 4,1 Prozent. Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im
August 2023 noch 476 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldner(inne)n.

Insgesamt war die Zahl der gemeldeten Insolvenzverfahren im August 2023 mit 2 531 Verfahren um 27,6 Prozent höher als im
entsprechenden Vorjahresmonat (August 2022: 1 984 Verfahren).



NRW: Rund 20 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2023
Düsseldorf/Duisburg, 11. September 2023 - Von Januar bis Juni 2023 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 2 160 Unternehmensinsolvenzen gemeldet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 19,7 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als ein Jahr zuvor (Januar bis Juni 2022: 1 805 Verfahren).

Zum Zeitpunkt der Übermittlung der Daten waren 40 933 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen, das waren mehr als siebenmal so viele wie von Januar bis Juni 2022 (damals: 5 811 Beschäftigte). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im ersten Halbjahr 2023 auf 5,7 Milliarden Euro (Januar bis Juni 2022: 1,6 Milliarden Euro) und war damit mehr als dreimal so hoch wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die größte Zahl der betroffenen Beschäftigten gab es in den Wirtschaftszweigen Einzelhandel und verarbeitendes Gewerbe.
Insgesamt waren in allen Wirtschaftsbereichen die Zahlen der gemeldeten Insolvenzverfahren höher als im ersten Halbjahr 2022. Ursächlich insbesondere für den Anstieg der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der voraussichtlichen Forderungen war eine erhöhte Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten.
Es handelt sich hierbei um alle Forderungen, die von den Gläubiger/-innen bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden.

PRIVATINSOLVENZEN UM 5,1 PROZENT GESUNKEN
Weitere 8 309 der Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Verbraucherinnen und Verbraucher (dazu zählen Arbeitnehmer/-innen, Personen in Rente oder Erwerbslose); das waren 5,1 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2022 (damals: 8 760 Verfahren).
Die voraussichtlichen Forderungen der Verbraucherinsolvenzen sind im ersten Halbjahr 2023 um 96,0 Prozent auf 0,4 Milliarden Euro gesunken. Von Januar bis Juni 2022 hatten sie noch 10,1 Milliarden Euro betragen; Hintergrund waren damals stark erhöhte Forderungssummen bei einer kleineren Zahl der Verfahren.

INSOLVENZEN ÜBRIGER SCHULDNER UM 4,8 PROZENT GESUNKEN
Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im ersten Halbjahr 2023 noch 2 419 weitere Anträge von übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern auf Eröffnung von Insolvenzverfahren. Hier wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 4,8 Prozent (2 540 Anträge) verzeichnet.

INSOLVENZEN INSGESAMT UM 1,7 PROZENT GESUNKEN
In der Summe war die Zahl der gemeldeten Insolvenzverfahren im ersten Halbjahr mit 12 888 um 1,7 Prozent niedriger als im Vorjahreshalbjahr (Januar bis Juni 2022: 13 105 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2023 auf 6,4 Milliarden Euro und waren damit um 47,2 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Juni 2022: 12,1 Milliarden Euro).



NRW: 41 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen im Juni 2023 
Düsseldorf/Duisburg, 9. August 2023 - Für Juni 2023 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 416 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das
41,0 Prozent mehr als im Juni 2022 (damals: 295 Verfahren) und 11,2 Prozent mehr als im Vormonat (Mai 2023: 374 Verfahren). Das
ist die höchste Zahl von Unternehmensinsolvenzen seit Juli 2020 (damals: 428 Verfahren).

Die Zahl der von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im Juni 2023 mit 2 047 Beschäftigten mehr als dreimal so hoch wie im entsprechenden Vorjahresmonat (damals: 669). Im Vergleich zum Vormonat
(Mai 2023: 1 511) lag der Anstieg der Zahl der betroffenen Beschäftigten bei 35,5 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, stieg auch die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren (1 579 Verfahren),
zu denen Arbeitnehmer, Rentner und Erwerbslose zählen. Für Juni 2023 meldeten die Amtsgerichte 12,9 Prozent mehr solcher Anträge als im Juni 2022 (damals: 1 398); gegenüber dem Vormonat (Mai 2023: 1 417) lag der Anstieg bei 11,4 Prozent.
Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im Juni 2023 noch 459 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldnern mit einem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.



NRW: 2022 gab es in Gelsenkirchen die meisten, im Kreis Olpe die wenigsten Privatinsolvenzen je 10 000 Volljährige
Düsseldorf/Duisburg, 24. Juli 2023 - 17 174 Verbraucherinnen und Verbraucher haben im Jahr 2022 bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, gab es damit im vergangenen Jahr in NRW umgerechnet etwa zwölf Privatinsolvenzen je 10 000 volljährige Einwohner/-innen.

Die Insolvenzverfahren verteilten sich regional unterschiedlich.
So gab es im Jahr 2022 in der Stadt Gelsenkirchen die meisten Privatinsolvenzen im Verhältnis zur Bevölkerung (23,5, je 10 000 Volljährige). Es folgten die Städte Herne (19,7) und Mönchengladbach (19,3).

In den Kreisen Olpe (5,1) und Gütersloh (5,9) sowie in der Stadt Bonn (6,3) gab es dagegen die wenigsten Privatinsolvenzen je 10 000 Einwohner/-innen im Alter von 18 Jahren und älter.

Kreise und kreisfreie Städte in Regionen wie z. B. dem Münsterland, Ostwestfalen-Lippe oder Südwestfalen wiesen im Jahr 2022 in der Regel im Vergleich weniger Privatinsolvenzen je 10 000 Einwohner/-innen auf.
Währenddessen lagen die Zahlen in den meisten kreisfreien Städten im Ruhgebiet sowie einigen angrenzenden Kreisen und
kreisfreien Städten über dem NRW-Durchschnitt. Auch in den Jahren von 2013 bis 2021 war dieses Muster in weiten Teilen erkennbar.

Dieser regionale Vergleich auf Ebene der nordrhein-westfälischen Kreise und kreisfreien Städte ist Teil der neuen StoryMap
„Privatinsolvenzen in NRW: Was zeigen die Daten?“. Diese interaktive Anwendung beantwortet auch viele weitere Fragen zu den
Privatinsolvenzen im Land: Wie läuft ein Verfahren ab und wie lange dauert es? Wie hoch sind die Forderungen bei Privatinsolvenzen?
Welcher Anteil davon wird zurückgezahlt? Und sind am Ende alle Verbraucher/-innen wieder schuldenfrei? Die StoryMap ist unter
https://url.nrw/StoryMap_Privatinsolvenzen erreichbar.
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass in der vorliegenden Betrachtung von Privatinsolvenzen gesprochen wird – üblicherweise werden diese in der Insolvenzstatistik als Verbraucherinsolvenzen bezeichnet.



NRW: Weniger Unternehmensinsolvenzen von 1.-3.2023, aber fünfmal mehr Forderungen als im vorherigen Quartal
Düsseldorf/Duisburg, 14. Mai 2023 - Von Januar bis März 2023 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 1 033 Unternehmensinsolvenzen gemeldet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,5 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im vorherigen Quartal (Oktober bis Dezember 2022: 1 059 Verfahren). Die Höhe der voraussichtlichen
Forderungen der Unternehmensinsolvenzen (d. h. alle Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden) summierte sich im ersten Quartal 2023 auf 3,7 Milliarden Euro
(Oktober bis Dezember 2022: 0,7 Milliarden Euro) und war damit mehr als fünfmal so hoch wie im vierten Quartal 2022.

Zum Zeitpunkt der Übermittlung waren 29 262 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen, das waren mehr als fünfmal so viele wie von Oktober bis Dezember 2022 (damals: 5 227 Beschäftigte). Ursächlich insbesondere für den Anstieg der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der voraussichtlichen Forderungen war eine erhöhte Zahl von
Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten.

In der Summe war die Zahl aller gemeldeten Insolvenzverfahren im ersten Quartal mit 6 317 um 6,7 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal (Januar bis März 2022: 6 768 Verfahren) und 6,1 Prozent niedriger als im vorherigen Quartal (Oktober bis Dezember
2022: 6 725 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im ersten Quartal 2023 auf 4,0 Milliarden Euro und waren damit
fast viermal so hoch wie im entsprechenden vorherigen Zeitraum (Oktober bis Dezember 2022: 1,1 Milliarden Euro).

4 080 der Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Verbraucher (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose); das
waren 9,6 Prozent weniger als im vierten Quartal 2022 (damals: 4 513 Verfahren). Die voraussichtlichen Forderungen der
Verbraucherinsolvenzen sind im ersten Quartal 2023 um 5,9 Prozent auf 0,18 Milliarden Euro gesunken (Oktober bis Dezember 2022:
0,19 Milliarden Euro).

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im ersten Quartal 2023 noch 1 204 weitere Anträge von übrigen Schuldnern auf Eröffnung von Insolvenzverfahren.


Im 1. Quartal 2023 waren in NRW mehr als zehnmal so viele Beschäftigte von einer Unternehmensinsolvenz betroffen als ein Jahr zuvor
Düsseldorf/Duisburg, 15. Mai 2023 - Für den Zeitraum von Januar bis März 2023 haben die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 1 040 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. 29 202 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren dabei von einer Insolvenz betroffenen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das mehr als zehnmal so viele betroffene Beschäftigte als im ersten Quartal 2022 (damals: 2 767). Höher war die Zahl der Betroffenen zuletzt im
dritten Quartal 2020 gewesen (damals: 41 749). Die Zahl der gemeldeten Insolvenzverfahren von Unternehmen war im ersten Quartal
2023 mit 1 040 Verfahren um 14,0 Prozent höher als im ersten Quartal 2022 (damals: 912).

Ursächlich für den Anstieg der von Insolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war insbesondere die erhöhte Zahl
von Insolvenzanträgen mehrerer wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten. Die meisten betroffenen Beschäftigten gab es im Einzelhandel, im Verarbeitenden Gewerbe, in der Gastronomie und im Gesundheitswesen.
Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, verringerte sich von Januar bis März 2023 die Zahl der beantragten
Verbraucherinsolvenzverfahren (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal (damals: 4 555) um 10,4 Prozent auf 4 081 Verfahren. Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im ersten Quartal 2023 noch 1 199 weitere Anträge von übrigen Schuldnern auf Eröffnung von Insolvenzverfahren.

Die Angaben zu den gemeldeten Insolvenzverfahren für das erste Quartal 2023 beruhen auf vorläufigen Ergebnissen, da die Daten für
den Berichtsmonat März noch nicht vollständig plausibilisiert worden sind. Endgültige Ergebnisse für das erste Quartal 2023 wird das
Statistische Landesamt – auch für Städte und Gemeinden – Anfang Juni veröffentlichen.


NRW: 2022 gab es 32,3 Prozent weniger Insolvenzen als zehn Jahre zuvor
Düsseldorf/Duisburg, 10. März 2023 - Im Jahr 2022 haben die Amtsgerichte in NRW 25 815 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gemeldet.
Wie Information und Technik als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die Zahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen im Zehnjahresvergleich somit um 32,3 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2012 waren es 38 116 Verfahren gewesen.
Im Vergleich zum Vorjahr (2021: 30 011 Verfahren) gab es 14,0 Prozent weniger gemeldete Anträge.
Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen (d. h. alle Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten gemeldet wurden) summierte sich im Jahr 2022 auf 14,3 Milliarden Euro (2012: 18,7 Milliarden Euro).

Zahl der unternehmerischen Insolvenzen seit 2012 gesunken
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in den vergangenen zehn Jahren gesunken: Während im Jahr 2022 in Nordrhein-Westfalen 3 783 Anträge auf Eröffnung von Unternehmensinsolvenzverfahren an IT.NRW gemeldet wurden, waren es 2012 mit 10 548 noch fast dreimal so viele Verfahren gewesen.
Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Zahl der gemeldeten Insolvenzverfahren von Unternehmen um 4,2 Prozent niedriger aus (2021: 3 950 Verfahren). Zum Zeitpunkt der Übermittlung im Jahr 2022 waren 14 305 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen, das waren 69,6 Prozent weniger als im Jahr 2012 (damals: 47 114 Beschäftigte).
Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im Jahr 2022 auf 3,0 Milliarden Euro und waren damit um 81,8 Prozent niedriger als im Jahr 2012 (damals: 16,7 Milliarden Euro).

Zahl der Verbraucherinsolvenzen nähert sich dem Vorkrisenniveau von 2019
Die Zahl der gemeldeten Verfahren von beantragten Verbraucherinsolvenzen (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) verringerte sich gegenüber dem Jahr 2021 (damals: 20 506 Verfahren) um 16,2 Prozent auf 17 174 Verfahren. Damit nähert sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen wieder dem Vorkrisenniveau (2019: 15 797 Verfahren) an.

Im Zehnjahresvergleich ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 32,0 Prozent zurückgegangen (2012: 25 238 Verfahren).
Allerdings ist der Trend aufgrund der ungewöhnlichen Entwicklung in den Jahren 2020 und 2021 hier nicht so eindeutig wie bei den Unternehmensinsolvenzen.

Als maßgeblichen Einflussfaktor für den zwischenzeitlichen Rückgang der Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2020 und den anschließenden Anstieg in 2021 vermutet das Statistische Landesamt die Gesetzesänderung zur Verkürzung der Restschuldbefreiung: Es erscheint wahrscheinlich, dass betroffene Schuldner ihre Insolvenzanträge im Jahr 2020 zunächst zurückgestellt und diese erst im Jahr 2021 gestellt haben.
Die voraussichtlichen Forderungen sind hier überdurchschnittlich auf 10,4 Milliarden Euro angestiegen. Das war siebenmal so viel wie zehn Jahre zuvor (2012: 1,5 Milliarden Euro).
Hintergrund des Anstiegs sind hohe Forderungssummen bei einer kleineren Zahl der Verfahren. Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im Jahr 2022 noch 4 858 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldnern mit einem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.