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NRW-Industrie: Brauereien produzierten 2025 zum dritten Mal in Folge weniger Bier
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 21. April 2026 - In den 31 Brauereien mit mindestens 20 Beschäftigten wurden im Jahr 2025 insgesamt 15,0 Millionen zum Absatz bestimmte Hektoliter alkoholhaltiges Bier aus Malz (ohne Biermischgetränke) in Nordrhein-Westfalen gebraut. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Tages des Deutschen Bieres am 23. April 2026 mitteilt, waren das 4,1 % bzw. 636.000 Hektoliter alkoholhaltiges Bier weniger als 2024.

Der Absatzwert des im Jahr 2025 gebrauten alkoholhaltigen Bieres sank zum Vorjahr nominal, also nicht preisbereinigt, um 82,1 Millionen Euro bzw. 5,0 % auf 1,56 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahr 2015 sank die Menge um 16,0 %, während der Absatzwert um 9,9 % stieg.
 
Brauleistung von alkoholfreiem Bier 2025 auf Höchststand
Die Absatzproduktion von alkoholfreiem Bier und alkoholfreien Biermischgetränken ist im Jahr 2025 hingegen erneut gestiegen und hat den höchsten Stand der letzten zehn Jahre erreicht. In 22 Brauereien in NRW wurden mit 1,32 Millionen Hektoliter rund 123.000 Hektoliter bzw. 10,2 % mehr alkoholfreies Bier gebraut als im Jahr zuvor. Der Absatzwert stieg nominal um 18,6 Millionen Euro bzw. +12,8 % auf 164,4 Millionen Euro. Gegenüber dem Jahr 2015 stieg die Menge um 31,3 % und der Absatzwert um 91,4 %.
Rein rechnerisch entfielen damit im Jahr 2025 auf jede volljährige Person Nordrhein-Westfalens 100 Liter alkoholhaltiges und fast neun Liter alkoholfreies Bier.

NRW-Anteil an der gesamtdeutschen Bierproduktion leicht gestiegen
Auch deutschlandweit sank 2025 die zum Absatz bestimmte Produktion von alkoholhaltigem Bier aus Malz. Nach vorläufigen Ergebnissen wurden in Deutschland insgesamt 68,1 Millionen Hektoliter mit einem nominalen Absatzwert von 6,4 Milliarden Euro hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 5,9 % und der nominale Absatzwert um 3,3 %. Die zum Absatz bestimmte Menge von alkoholfreiem Bier und alkoholfreien Biermischgetränken stieg dagegen um 6,9 % auf 6,2 Millionen Hektoliter mit einem nominalen Absatzwert von 695,5 Millionen Euro (+14,7 %). Der Anteil von NRW an der bundesdeutschen Produktion von gebrautem alkoholhaltigem und alkoholfreiem Bier ist mit 22,0 % bzw. 21,4 % leicht gestiegen; 2024 lagen diese Anteile noch bei 21,6 % bzw. 20,8 %.

Regierungsbezirk Arnsberg mit größtem Anteil an der NRW-Bierproduktion
Mit 60,9 % wurde auch 2025 mehr als die Hälfte des in NRW produzierten alkoholhaltigen und 89,3 % des alkoholfreien Bieres und der alkoholfreien Biermischgetränke in Betrieben des Regierungsbezirks Arnsberg zum Absatz gebraut, gefolgt von Betrieben aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf mit 20,4 % und 6,2 %.

 

NRW-Industrie: Spirituosenproduktion stieg 2024 um fast 4 %
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 19. August 2025 - Im Jahr 2024 sind in neun der 9.746 produzierenden Betriebe des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes insgesamt 79,1 Millionen Liter Spirituosen hergestellt worden. Mit dieser Menge hätten 4,0 Milliarden 2 cl Schnapsgläser gefüllt werden können. Aneinandergereiht hätten die sog. Pinnchen ausgereicht, um die Erde am Äquator 3,5-mal zu umrunden. Im Vergleich zu 2023 ergibt sich bei der Absatzmenge ein Anstieg von 2,9 Millionen Litern bzw. 3,8 %.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Absatzwert von industriell hergestelltem Wodka, Likör, Korn u. Ä. im Jahr 2024 bei nominal 115,5 Millionen Euro. Er war damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert
(–33.000 Euro). Gegenüber dem Jahr 2015 stieg die Absatzmenge um 4,1 Millionen Liter bzw. 5,5 % und der Absatzwert erhöhte sich nominal um 27,6 Millionen Euro bzw. 31,4 %.  

Durchschnittlicher Absatzwert seit 2015 um fast 25 % gestiegen  
Der durchschnittliche Absatzwert je Liter Spirituosen betrug im letzten Jahr 1,46 Euro und war damit um 3,7 % niedriger als 2023 mit damals 1,52 Euro je Liter. Gegenüber 2015 stieg der durchschnittliche Absatzwert um 24,6 % (damals:1,17 Euro je Liter).  

Beinahe 20 % der gesamtdeutschen Produktion entfiel auf NRW  
Bundesweit sank die Absatzproduktion von Spirituosen im letzten Jahr um 1,6 % auf 400,5 Millionen Liter, während der nominale Absatzwert um 4,6 % auf 1,3 Milliarden Euro stieg. 19,8 % der gesamtdeutschen Absatzproduktion (2023: 18,7 %) und 9,1 % des gesamtdeutschen Absatzwertes (2023: 9,5 %) entfielen auf nordrhein-westfälische Betriebe.  

Im ersten Quartal 2025 stieg die Spirituosenproduktion  
Im ersten Quartal 2025 sind in NRW nach vorläufigen Ergebnissen in neun Betrieben 21,6 Millionen Liter Spirituosen (+24,0 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum) hergestellt worden. Der nominale Absatzwert stieg um 17,6 % auf 30,7 Millionen Euro.  

Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises (ohne Umsatz- und Verbrauchsteuer (Alkoholsteuer)) ab Werk berechnet.