|
Düsseldorf/Duisburg, 15. Mai 2026 - Rund
3,86 Millionen Menschen in NRW waren 2023 als Familienangehörige in
der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei mitversichert.
Rund ein Viertel Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis des
Mikrozensus 2023 mitteilt, machten Familienmitversicherte damit rund
ein Viertel der insgesamt 15,74 Millionen gesetzlich
Krankenversicherten aus. Privat krankenversichert waren gemäß
Mikrozensusergebnissen im Jahr 2023 2,0 Millionen Menschen und damit
gut jede/-r Zehnte in NRW.
Der am 29. April 2026 vom
Bundeskabinett beschlossene Entwurf eines Gesetzes zur
GKV-Beitragssatzstabilisierung sieht vor, dass die
Familienmitversicherung nicht mehr für alle kostenfrei sein soll.
Folgender Personenkreis soll weiterhin beitragsfrei mitversichert
sein: Kinder, Eltern von Kindern unter 7 Jahren, Eltern von Kindern
mit Behinderung, die außerstande sind, sich selbst zu unterhalten,
pflegende Angehörige, Partner über der Regelaltersgrenze (Rentner)
sowie Ehegatten und Lebenspartner mit vorliegender voller
Erwerbsminderung.
Als annähernde Größenordnung an die
Zahl der künftig beitragspflichtig Familienmitversicherten kann der
Mikrozensus wie folgt herangezogen werden: Im Jahr 2023 waren rund
503.000 Personen unter 66 Jahren als Ehe- oder eingetragene
Lebenspartner mitversichert, bei denen keine Kinder im Haushalt
lebten oder bei denen die im Haushalt lebenden Kinder 7 Jahre alt
oder älter waren. Das entspricht 13,0 % der Familienmitversicherten.
Im Mikrozensus können allerdings nur die im Haushalt lebenden Kinder
ungeachtet der tatsächlichen Familienverhältnisse zu den im Haushalt
lebenden Erwachsenen ausgewiesen werden. Außerdem liegen zu den
weiteren Kriterien für eine zukünftig beitragsfreie
Familienmitversicherung, wie Behinderung des Kindes, Pflege eines
Angehörigen oder Erwerbsminderung keine Angaben vor.
• 3,86
Mio. Menschen waren 2023 in NRW als Familienangehörige mitversichert
• Gut jede zehnte Person in NRW (11,3 %) war privat versichert •
Rund eine halbe Millionen Mitversicherte in NRW könnten nach Plänen
der Bundesregierung künftig beitragspflichtig werden
|