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NRW-Kommunen und ihre ausgegliederten Einheiten hatten Ende 2025 zusammen rund 105 Mrd. Euro Schulden 
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 30. Oktober 2026 - Nach den Ergebnissen der Modellrechnung „Integrierte Schulden“ waren die nordrhein-westfälischen Gemeinden und Gemeindeverbände einschließlich ihrer Beteiligungen zum Jahresende 2025 beim nicht-öffentlichen Bereich mit rund 105 Milliarden Euro verschuldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ergibt sich daraus eine Verschuldung von 5.810 Euro pro Einwohnerin bzw. Einwohner des Landes. 

Schuldenanteil der kommunalen Kernhaushalte bei 58,8 %
Die integrierten Schulden sind eine Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder auf Basis einer Modellrechnung. Sie berücksichtigen die Schulden der kommunalen Kernhaushalte und ausgegliederter Einheiten – sogenannte Extrahaushalte und sonstige öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (sFEU), die durch den Staat kontrolliert werden. Diese erweiterte Betrachtung ermöglicht einen von kommunalen Ausgliederungsentscheidungen unabhängigen Vergleich der kommunalen Verschuldung.

61,6 Milliarden Euro und damit der Hauptteil der Schulden (58,8 %) entfiel auf die Kernhaushalte. Mit 31,4 Milliarden Euro betrafen 30,1 % der Schulden sFEU. Hierbei handelt es sich um Marktproduzenten, die ihre Kosten überwiegend mit eigenen Umsätzen decken (z. B. Ver- und Entsorgungsunternehmen). Die Extrahaushalte trugen mit 11,6 Milliarden Euro zur Verschuldung bei; ihr Anteil lag bei 11,1 %. Hierzu zählen alle öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die keine Marktproduzenten sind, da sie sich in der Regel nicht überwiegend aus eigenen Einnahmen finanzieren und daher dem Sektor Staat zugeordnet werden (z. B. Bäderbetriebe und Kulturbetriebe).

Mülheim an der Ruhr mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte
Bei Betrachtung der integrierten kommunalen Schulden insgesamt hatte Mülheim an der Ruhr Ende 2025 mit 11.674 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller kreisfreien Städte in NRW. Oberhausen mit 10.955 Euro und Köln mit 10.735 Euro folgten auf den Plätzen 2 und 3. Die niedrigsten Schulden pro-Kopf wiesen bei den kreisfreien Städten Hamm mit 3.901 Euro, Bottrop mit 4.045 Euro und Bielefeld mit 4.172 Euro pro Einwohnerin und Einwohner auf. 

Kreis Mettmann auf Kreisebene mit höchster Verschuldung pro Einwohner/-in
Bei einem Vergleich der Kreise hatten Ende 2025 der Kreis Mettmann mit 6.800 Euro, der Kreis Herford mit 6.392 Euro und die Städteregion Aachen mit 6.079 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung. Die niedrigsten Schulden je Einwohnerin bzw. Einwohner auf Kreisebene wiesen die Kreise Olpe mit 1.235 Euro, Coesfeld mit 1.877 Euro und Heinsberg mit 1.942 Euro auf. Hierbei wurden die Schulden der kreisangehörigen Gemeinden und der Kreisverwaltungen in Summe betrachtet. '

• Schuldenanteil der Kernhaushalte an „Integrierten Schulden“ lag bei 58,8 %
• Mülheim an der Ruhr mit höchster und Hamm mit niedrigster Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte
• Unter den Kreisen hatten der Kreis Mettmann die höchste und der Kreis Olpe die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung