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Hantavirus: 53 Personen aus NRW wurden 2024 stationär in Krankenhäusern behandelt
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 27. Mai 2026 - Im Jahr 2024 wurden insgesamt 53 Menschen aus NRW wegen einer Hantavirus-Infektion in deutschen Krankenhäusern vollstationär behandelt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der aktuellen Berichterstattung zu Hantavirus-Infektionen mitteilt, schwankten die Krankenhausbehandlungen seit 2005 zwischen 12 und 210 Fällen pro Jahr. Hantaviren werden durch Nagetiere bzw. deren Ausscheidungen oder Bisse auf Menschen übertragen. In Jahren mit hoher Dichte der Nagetierpopulationen steigt die Übertragungswahrscheinlichkeit und damit auch die Fallzahl. 

Heimischer Virus-Typ ursächlich für die meisten Krankenhausbehandlungen
Der überwiegende Teil der Krankenhausbehandlungen betraf Fälle von hämorrhagischem Fieber mit Nierenschädigung. Dieser Symptomkomplex aus Fieber, Nierenschädigung und erhöhter Blutungsneigung ist typisch für die in Deutschland vorkommende Virus-Spezies. Im Jahr 2024 traf dies auf alle Krankenhausbehandlungen wegen Hantavirus-Infektionen zu, im Jahr 2023 auf 95 %. Die Zahl der Fälle von Krankenhausbehandlungen aufgrund von Hantavirus- (Herz-) Lungensyndrom, dem typischen Krankheitsbild für südamerikanische Hantaviren, war seit 2005 entsprechend gering – die höchste Fallzahl gab es 2017 mit 8 Fällen. 
Seit 2005 gab es in NRW 3 Sterbefälle mit Todesursache Hantavirus-Infektion.


Bei der Krankenhausdiagnosestatistik handelt es sich um eine jährliche Vollerhebung von Patienten und Patientinnen, die im Berichtsjahr aus der vollstationären Behandlung eines Krankenhauses entlassen wurden. Sie liefert Erkenntnisse über die Hauptdiagnose, Behandlungsdauer und -ort, sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der behandelten Person.
Als Behandlungsfall werden hier die vollstationären Behandlungsfälle ausgewertet, bei denen eine Hauptdiagnose mit dem ICD-10-GM-Kode A98.5 (Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom) oder B33.4 (Hantavirus- (Herz-) Lungensyndrom) kodiert wurden.
ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten“. Es werden hier alle vollstationären Behandlungsfälle von Personen mit Wohnsitz in NRW – ungeachtet des Behandlungsortes - ausgewertet.

Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt. 
Bei den vorliegenden Daten zu den Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Insgesamt entfielen 5,7 % der Todesfälle auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten 2024 mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden.
 
• Heimischer Virus-Typ verursachte die meisten Krankenhausbehandlungen  
• Fallzahlen schwanken zwischen 12 und 210 pro Jahr (2005-2024)
• Insgesamt 3 Sterbefälle in den letzten 20 Jahren in NRW