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Ahrtal/Duisburg, 5. März 2026 - Fünf
Jahre nach der Flut erlebt das Ahrtal einen anhaltend
positiven touristischen Aufschwung. Die Wiedereröffnung
der Ahrtalbahn, neue Übernachtungskapazitäten, eine
wachsende Nachfrage im Tagungs- und Eventbereich sowie
wichtige Fortschritte bei touristischen Projekten stärken
die Region nachhaltig. Damit geht das Ahrtal gut gerüstet in
die Saison 2026.

Die vollständige Wiederinbetriebnahme der Ahrtalbahn bis
Ahrbrück im Dezember 2025 markiert dabei einen zentralen
Meilenstein. „Die Rückkehr der Bahn ist weit mehr als
ein Infrastrukturprojekt – sie bringt uns ein Stück
Normalität, Lebensqualität und touristische Zukunft zurück“,
sagt Andreas Lambeck, Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus.
Die elektrifizierte Strecke verbessert die
klimafreundliche Erreichbarkeit erheblich: Rund 22 Millionen
Menschen können die Region innerhalb von zwei Stunden
erreichen, 14 Millionen Deutschlandticket-Besitzer sogar
ohne zusätzliche Kosten.
Besucherzahlen
steigen stetig Auch im Bereich der
Übernachtungen zeigt sich eine stabile und positive
Entwicklung. Zwischenzeitlich zählt das Ahrtal wieder rund
7.000 Betten, und die Zahl wächst weiter. Zum Vergleich:
2019 waren es ca. 8.400 Betten. Die Zahl der Übernachtungen
stieg um 17 Prozent auf rund 900.000 (2019: 1,4 Millionen).
„Die Statistik zeigt: Das Vertrauen der Gäste ist
zurück, und das Ahrtal wird wieder als lebendige,
vielseitige Destination wahrgenommen“, erklärt
Tourismus-Referentin Meike Carll.

Beim Tagestourismus ist das Ahrtal auf dem besten Weg, das
Vor-Flut-Niveau von über 3 Millionen Gästen zu erreichen.
„Dazu tragen zu einem großen Teil die mehr als 1.000
Veranstaltungen der Eventregion Ahrtal bei, ebenso wie die
Anreisemöglichkeiten mit der Bahn“, sagt Lambeck. Hinzu
kommen neue Gastro-Angebote wie die Aktion „Probier mal
Ahrtal“, die aktuell zum zweiten Mal mit 44 teilnehmenden
Restaurants erfolgreich läuft. Auch der lokale Einzelhandel
gibt positive Impulse. Zahlreiche Neueröffnungen stärken das
Ortsbild, erhöhen die Aufenthaltsqualität und tragen zu
einem lebendigeren Stadtzentrum bei. Diese Entwicklungen
zeigen, dass der Wiederaufbau in vielen Bereichen Früchte
trägt.
Eine wachsende Nachfrage verzeichnet das
Ahrtal im MICE-Bereich. Die Kombination aus verbesserter
Erreichbarkeit, modernisierten Locations und neuen Angeboten
sorgt dafür, dass Tagungen, Firmenevents und Gruppenreisen
deutlich zulegen. Carll ergänzt: „Wir spüren eine echte
Aufbruchstimmung. Viele Unternehmen suchen bewusst
authentische Orte mit Charakter, an denen vielfältige,
attraktive Programmangebote möglich sind – und genau das
bietet das Ahrtal.“
Erfreut ist der Ahrtal-Tourismus
über den Start der Sanierungs- und Umbauarbeiten am Dorint
Hotel in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Die Dorint Hotelgruppe
setzt damit ein starkes Zeichen für den Wiederaufbau. Nach
der Flutkatastrophe sind solche Schritte weit mehr als reine
Bauprojekte: Sie stehen für neues Vertrauen in den Standort,
für weitere Arbeitsplätze, für zurückkehrende Gäste und für
frische Impulse in Tourismus, Gastronomie und Handel. Als
Betreiber und Investor zeigt Dorint Verantwortung – jeder
Fortschritt macht Mut: Das Ahrtal kommt zurück.“
Ahrradweg und AhrSchleifen Ein
bedeutender Fortschritt ist im Bereich Aktiverlebnisse zu
verzeichnen: Die Wiederherstellung des Ahrradwegs schreitet
voran. Das Teilstück zwischen Walporzheim und Mayschoß wird
im Sommer 2026 eröffnet. „Die neue Etappe ist ein wichtiges
Signal für alle, die das Ahrtal mit dem Rad erleben möchten.
Schritt für Schritt kommt die Infrastruktur zurück – und mit
ihr die Freude am Entdecken“, so Lambeck.

Zudem sind die ersten Projekte aus dem Nachhaltigen
Tourismuskonzept des Ahrtals umgesetzt: Die Ende 2025
eröffnete Wein-Entdecker-Tour zwischen Ahrweiler und
Walporzheim vermittelt auf modern gestalteten Tafeln Wissen
zu Weinbau, Natur und Klimawandel. In diesem Jahr wird noch
eine Lauschtour ergänzt. Im Frühjahr 2026 geht dann die
zweite Wein-Entdecker-Tour an der Mittelahr an den Start.
Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen
Partnern entwickelt wurde und vertieft das Thema
Steillagenweinbau.

Hinzu kommen die sieben neuen AhrSchleifen, die an Ostern
2026 eröffnet werden und sowohl sportliche als auch
familienfreundliche Rundwege bieten. „Die AhrSchleifen
verbinden unsere Landschaftsvielfalt mit einem zeitgemäßen
Erlebnisansatz – das ist genau der Weg, den wir weitergehen
wollen“, so Sebastian Rischen, Projektleiter
Tourismuskonzept, das 2026 fortgeschrieben wird. Die
AhrSchleife „Köhlerblicke“ wird noch in diesem Jahr durch
eine Lauschtour ergänzt.
Kurpark wird
Erholungs- und Erlebnisort Im Kurpark Bad
Neuenahr-Ahrweiler schreiten alle Projekte voran. Während
der Neubaukomplex mit Konzerthalle, Tourist-Information und
Stadtbibliothek weiterläuft, startete im Januar parallel die
Sanierung des Kurparks mit dem Kurparkterrassengebäude. Hier
entsteht die erste Heilwasser-Erlebniswelt Deutschlands, die
mit interaktiver Ausstellung, Brunnengarten und moderner
Aquathek neue Maßstäbe in der Gesundheits- und
Wissensvermittlung setzt. Geschäftsführer Jan Ritter
betont: „Der Kurpark wird ein Herzstück des neuen Ahrtals –
ein Ort, an dem Geschichte, Gesundheit und modernes Erleben
zusammenfinden.“
Mit wiederhergestellter
Infrastruktur, neuen touristischen Angeboten und einer klar
spürbaren Dynamik blickt das Ahrtal optimistisch in die
Saison 2026. Der Tourismus bleibt ein zentraler Motor für
Wiederaufbau, wirtschaftliche Belebung und langfristige
Entwicklung. „Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir sind
auf einem sehr guten Weg – und wir spüren, dass die Gäste
das genauso sehen“, fasst Lambeck zusammen.
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