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Hilfe für Wohnungslose bei extremer Hitze

Duisburg, 24. Juni 2026 - Die Stadt Duisburg weist darauf hin, dass mit steigenden Temperaturen auch die gesundheitlichen Risiken für obdachlose Menschen wachsen. Extreme Hitze stellt für sie eine ebenso große Gefahr dar wie Kälte.

Daher ist es für die Stadtverwaltung von zentraler Bedeutung, gemeinsam mit ehrenamtlichen Organisationen und beauftragten Stellen ein flächendeckendes Unterstützungsangebot sicherzustellen. Besonders wichtig sind Orte, die Abkühlung ermöglichen – ein Angebot, über das das Netzwerk umfassend informiert. Gleichzeitig wird betont, wie entscheidend es für die gesamte Stadtgesellschaft ist, in Hitzephasen aufmerksam zu bleiben und Menschen in Not aktiv Unterstützung zukommen zu lassen.

Bei hilflosen oder gesundheitlich beeinträchtigten Personen unverzüglich einen Rettungswagen rufen
Dazu gehört ausdrücklich auch, bei hilflosen oder gesundheitlich beeinträchtigten Personen unverzüglich einen Rettungswagen zu rufen, um schnelle medizinische Hilfe sicherzustellen. Der Verein Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e. V. passt seine Arbeit den aktuellen Wetterbedingungen an und verstärkt in der Sommerzeit seine Hilfsangebote für wohnungslose und bedürftige Menschen.

Am Kälte- und Medibus wird vormittags kostenloses Trinkwasser ausgegeben; zusätzlich stellen die Mitarbeitenden Sonnenschutzcreme, Kappen und leichte Sommerkleidung zur Verfügung. Zur Hitzehilfe gehören außerdem die Ausgabe von Sommerschlafsäcken und T-Shirts. Da sich die Arbeit im Sommer grundlegend verändert, wird Wasser nun grundsätzlich bei jedem Einsatz ausgegeben. Die Mitarbeitenden informieren zusätzlich über frei zugängliche Trinkwasserbrunnen in der Stadt sowie über bestehende Kälteräume. Der Kältebus ist weiterhin ganzjährig im Einsatz und fährt von Montag bis Donnerstag täglich bekannte Treffpunkte im Stadtgebiet an, um sich nach dem Wohlbefinden der Menschen zu erkundigen und bei Bedarf zu unterstützen.

Der Medibus ist montags und donnerstags unterwegs und bietet dort soziale sowie medizinische Hilfe für Menschen, die keinen oder nur erschwerten Zugang zum regulären Gesundheitssystem haben. Auch der Suchthilfeverbund Duisburg e. V. unterstützt an seinen Standorten in der Innenstadt und in Hamborn mit Getränken und Sonnenschutzmitteln. Ergänzend sind die Streetworkerinnen wie gewohnt regelmäßig in der Innenstadt und in Hamborn unterwegs und verteilen Wasser, isotonische Getränke, Kopfbedeckungen und Sonnenschutzmittel.

Die Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle (ZABV) im Diakoniewerk Duisburg bietet mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW Sommerhilfen für obdach- und wohnungslose Menschen. Zur Verfügung stehen Hilfsmittel wie Kopfbedeckungen, Sonnenschutzcremes, Trinkwasser, Trinkflaschen, kleine Handtücher und weitere Hygieneartikel. Bei Bedarf kann vor Ort geduscht werden.

Das Team der Erst- und Intensivberatung der ZABV ist die erste Anlaufstelle bei Wohnungs- und/oder Obdachlosigkeit in Duisburg und bietet fachliche Beratung, Hilfestellung und Vermittlung in weitere Hilfen. Am Duisburger Hauptbahnhof hilft die Ökumenische Bahnhofsmission ebenfalls Menschen in akuten Notlagen mit Nahrungsmitteln, Getränken, Sonnenschutz und Beratung.

Auf der städtischen Webseite finden Bürgerinnen und Bürger umfassende Hinweise zum Umgang mit hohen Temperaturen.
Dort sind auch kühle Orte in der Stadt sowie die rund um die Uhr zugänglichen Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt aufgeführt: https://www.duisburg.de/allgemein/fachbereiche/sommertipps/Hitzetipps.
Zusätzlich stehen an verschiedenen Refill-Stationen kostenlose Wassernachfüllmöglichkeiten zur Verfügung:
https://refill-deutschland.de/.