BZ-Home Universität Duisburg-Essen   Sonderseiten - Uni



BZ-Sitemap

Archiv
Neubau in Neudorf ab 01.08.1972
Alte Universität
14. Oktober 1655 bis 1818 (Auflösung)

Allgemeine Themen auch unter Duisburg
(tages)aktuell







UDE-Termine    Hochschule Rhein-Waal

 
Cyberangriff auf die UDE: Kriminelle veröffentlichen Daten im Darknet

Duisburg/Essen, 16 Januar 2023 - Nach dem Cyberangriff auf die Universität Duisburg-Essen Ende November haben die Hacker nun Daten im Darknet veröffentlicht. Die Universität war den Lösegeldforderungen der Angreifer nicht nachgekommen. Unmittelbar nach Entdeckung des Angriffs hatte die Universität die gesamte IT-Infrastruktur heruntergefahren und vom Netz getrennt.

So gelangte nur ein kleiner Teil der Daten in die Hände der kriminellen Organisation. Seit dem Angriff steht die Hochschule in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden. In Abstimmung mit den Datenschutzbehörden werden alle notwendigen Schritte ergriffen, um die Auswirkungen der veröffentlichten Daten so gering wie möglich zu halten.
Infos: https://www.uni-due.org - idr

 

Stipendien an der UDE: Was Stifter:innen antreibt

Duisburg, 16. Januar 2023 - 266 Studierende der Universität Duisburg-Essen (UDE) nehmen aktuell am Deutschlandstipendienprogramm teil. 266 Lebenswege werden dadurch gestärkt. Das gelingt nur, weil es Menschen gibt, die sich mit ihrem Kapital einbringen. Menschen wie Johannes Trum aus Oberhausen, der zunächst vier und nun zehn Stipendien finanziert. Aus gutem Grund.  

Stipendiengeber Johannes Trum im Hochregallager der Evers GmbH – nicht nur hier hat er den Nachwuchs besonders gefördert. Foto UDE.

„Die Jugend ist unser Fundament, wir müssen sie fördern“, sagt der 79-jährige Unternehmer, der in seinem Berufsleben oft Talente begleitet hat. Trum selbst kommt aus einer Handwerkerfamilie. Er ist in Oberhausen aufgewachsen, besuchte parallel zu seiner kaufmännischen Ausbildung die Realschule, danach die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Finanzielle Unterstützung? Die gab es damals nicht. Umso wichtiger ist ihm heute, jenen zu helfen, die sonst vielleicht gar nicht studieren würden. „Denn es braucht beides: Praxis und eine solide Theorie.“


Über 50 Jahre war er Geschäftsführer bei der Evers GmbH in Oberhausen: Früher ein Ein-Mann-Betrieb, jetzt erfolgreicher Mittelständler mit 80 Beschäftigten, der u.a. Verpackungsstraßen und sichere Transporte von schweren Lasten konfiguriert. Hier setzte er sich für die duale Ausbildung ein, erkannte und stärkte individuelle Fähigkeiten.  

„Chancengleichheit darf nicht vom Geldbeutel abhängen.“ Dies ist ein Leitmotiv der Johannes und Cordula Trum-Stiftung, die das Oberhausener Ehepaar vor zehn Jahren gründete und das auch Kunstschaffenden hilft. Zuerst arbeitete das Paar mit privaten Hochschulen zusammen.

„Manche Kontakte mit den Studierenden bestehen bis heute und es ist wunderbar, dass sie ihre Träume verwirklichen. Eine Stipendiatin beschrieb uns, dass sie nach ihrem Masterabschluss vom ersten selbst verdienten Geld ihren Jugendtraum verwirklichen konnte. Eine Wanderung ins Himalaya-Gebirge bis zum Basis Camp“, berichtet Trum begeistert.  

Talente und Region stärken  
Als er auf der Webseite der UDE vom Stipendienprogramm las, war sofort klar, dass die Stiftung dabei aktiv werden muss. „So können wir Talente und zugleich die Region stärken.“


Es begann zunächst mit vier Stipendien, im laufenden Jahr sind es inzwischen zehn. Im persönlichen Austausch mit dem Team der UDE sagte Trum, dass er am liebsten angehende Wirtschaftsfachleute unterstützen möchte. Solche fachlichen Schwerpunkte oder der Wunsch, mehr Frauen in den Naturwissenschaften zu fördern, lassen sich realisieren.  

Johannes Trum freut sich besonders auf den 19. Januar, denn dann treffen seine Frau und er zum ersten Mal die neuen Stipendiat:innen. Bei einem festlichen Abendessen an der UDE. Es wird nicht die einzige Begegnung bleiben: „Alle meine Studierenden aus dem ersten Stipendienjahr habe ich wiedergesehen.“ Er lud sie in seinen früheren Betrieb und zum gemeinsamen Essen ein. „Ich war fasziniert von ihren klaren Zukunftsvorstellungen und ihrem Ehrgeiz“, erinnert sich der Förderer, der sich nicht nur als Geldgeber, sondern auch als Motivator und Zuhörer sieht. „Sie studieren alle BWL – mein fachliches Zuhause – und können sich bei Fragen jederzeit an mich wenden. Meine Berufserfahrung und meine Kontakte sind manchmal hilfreich.“

Er lächelt bescheiden und betont: „Netzwerken ist heute nützlicher denn je.“ Und die richtigen Leute zusammenzubringen – das hat der engagierte Unternehmer schon immer am liebsten gemacht.  

Viele Stipendiengeber:innen vermitteln Kontakte in die Wirtschaft, für Praktika oder Abschlussarbeiten. Der kulturelle Genuss kommt ebenfalls nicht zu kurz: So denkt der Oberhausener darüber nach, seine Gruppe im Sommer ins Klavierkonzert einzuladen. Eine weitere Idee, auf deren Verwirklichung sich Trum schon jetzt freut.  

Das Deutschlandstipendienprogramm gibt es seit 2011, seitdem nimmt auch die UDE daran teil, die zuvor bereits eigene Förderungen initiierte. Unternehmen, Stiftungen, Vereine oder Privatpersonen können mitmachen – sie geben mindestens ein Jahr lang 150 Euro im Monat pro Stipendium, also 1.800 Euro jährlich. Der Bund legt die gleiche Summe dazu, sodass besonders leistungsstarke Studierende monatlich 300 Euro erhalten.  
 

UDE-Festkonzerte: Erst Zauber, dann Liebesleid

Essen/Duisburg, 09. Januar 2023 - Ein Kultur-Highlight zum Jahresbeginn – das versprechen die Festkonzerte der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu werden. Unter der Leitung von Oliver Leo Schmidt spielt das Universitätsorchester mit der vielfach ausgezeichneten Geigerin Anne Luisa Kramb das beliebte Violinkonzert e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy und die packende Symphonie fantastique op. 14 von Hector Berlioz.


Termine sind am 29. Januar, 16 Uhr, im Theater Duisburg sowie am 5. Februar, 11 Uhr, in der Philharmonie Essen. Karten gibt es ab sofort an den Theaterkassen beider Städte.  

Die zwei Werke berühren auf ganz unterschiedliche Weise: Mendelssohns Violinkonzert gehört zu den populärsten Solokonzerten. Mit seinen zauberhaften Melodien ist es nicht nur für Klassikfans schönes Ohrenfutter.   

Die Symphonie fantastique hingegen gilt als eines der aufregendsten Orchesterwerke der Romantik. Berlioz erzählt die tragische Liebesgeschichte eines Künstlers, der sich einsam im Opiumrausch ergeht. Nicht nur, dass er das Leitmotiv „Liebe“ durch alle fünf Sätze zieht; auch klanglich schuf er mit dem opulenten, effektvollen Werk Neues.  

Das Orchester der UDE zählt zu den besten seiner Art in Deutschland. Der Folkwang-Professor Oliver Leo Schmidt - Foto C Georg Schreiber - leitet es seit 2002.

Die junge Solistin Anne Luisa Kramb - Foto C Deniz Staples-Tuner - ist Stipendiatin verschiedener Stiftungen und wird beide Konzerte auf einer Violine von Antonio Stradivari spielen.  


Tickets 29. Januar in Duisburg: Karten zu 18 und 7 Euro im Theater der Stadt Duisburg, Tel. 0203/ 283 62 -100,
karten@theater-duisburg.de 5. Februar in Essen: Karten zu 22, 18 und 8 Euro in der Philharmonie Essen: Tel. 0201/81 22-200, tickets@theater-essen.de  
Studierende der UDE können das Konzert für 1€ erleben.

 

AKK an der UDE: Wie ist die politische Lage?

Duisburg, 6. Januar 2023 - Bis zu ihrem Rückzug aus der Politik gehörte Annegret Kramp-Karrenbauer zu den bekanntesten Köpfen der CDU. Nun hält die ehemalige Bundesministerin am 17. Januar an der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine öffentliche Vorlesung zum Thema: „Wie ist die Lage? Was wird gebraucht? – Einschätzungen zur Politik der Gegenwart“. Die langjährige Spitzenpolitikerin ist zurzeit Gastprofessorin für Politikmanagement der Stiftung Mercator an der NRW School of Governance. Ihr Vortrag steht allen Interessierten nach Anmeldung offen.  

Ob Innen-, Außen-, Umwelt- oder Verteidigungspolitik: Annegret Kramp-Karrenbauer, die häufig auch mit ihrem Kürzel AKK genannt wird, hat Erfahrungen in vielen Bereichen gesammelt. Nun blickt sie von außen auf das bundespolitische Geschehen und gibt ihre Einschätzung zur aktuellen Lage ab. Die Vorlesung findet am 17. Januar von 16.15 bis 17.45 Uhr am Campus Duisburg statt. Im Anschluss beantwortet AKK Fragen des Publikums.  

Annegret Kramp-Karrenbauer (*1962) trat mit 19 in die CDU ein. Schon während ihres Studiums der Politikwissenschaften und des Öffentlichen Rechts war sie Stadträtin in Püttlingen. 1999 wurde sie in den saarländischen Landtag gewählt, wo sie ab 2000 verschiedene Ministerposten bekleidete. Von 2011 bis 2018 war sie Ministerpräsidentin ihres Landes. Anschließend wechselte sie in die Bundespolitik, wurde im gleichen Jahr zur CDU-Generalsekretärin gewählt und ein Jahr später zur Verteidigungsministerin ernannt.


Nach zwei schwierigen Jahren in einer zerstrittenen Partei trat AKK im Januar 2021 als CDU-Chefin zurück. Durch das Ende der Großen Koalition war sie ab Dezember desselben Jahres auch nicht mehr Ministerin und verzichtete auf ihr Bundestagsmandat. Weiterhin bringt sich Annegret Kramp-Karrenbauer in verschiedenen Gremien ein. So ist sie u.a. seit sieben Jahren Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbands.  

Zur Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator   Seit 2006 unterstützt die Stiftung Mercator die Forschung und Lehre an der NRW School of Governance und vergibt die Gastprofessur für Politikmanagement. Vor Annegret Kramp-Karrenbauer kamen u.a. Alexander Graf Lambsdorff, Andrea Nahles, Dr. Gregor Gysi und Christian Wulff an die NRW School of Governance, um den Studierenden exklusive Einblicke in ihre Arbeit zu ermöglichen.