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Stadtwerke Duisburg und Zoo Duisburg feiern Eröffnung der Stadtwerke-Wasserwelt

 
Seit 30 Jahren: Koalahaus im Zoo Duisburg feiert Jubiläum

 Seit Mai 1994 leben die grauen Beuteltiere aus Australien am Kaiserberg. Was zuerst als Besuch auf Zeit gedacht war, ist heute eine der erfolgreichsten Koala-Haltungen in Europa. Auch jetzt wächst ein Jungtier auf und lässt sich beobachten.  

Duisburg, 23. Mai 2024 - Puschelige Ohren, Knopfaugen und ein graues, flauschiges Fell. Seit 30 Jahren zählen die Koalas zu den absoluten Publikumslieblingen im Zoo Duisburg. In der Fachwelt anfangs mit Skepsis beäugt, hat sich die Haltung der sympathischen Beuteltiere am Kaiserberg über die Jahrzehnte zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt, auf die der Zoo Duisburg stolz ist.  


Die ersten beiden Koalas Am 24.05.1994 reisten mit Kambara und Blinky Bill die ersten beiden Koalas aus dem Zoo von San Diego ins Ruhrgebiet. Es war das erste Mal, dass Koalas in Deutschland gehalten wurden. Vorerst sollte es ein Besuch auf Zeit sein, denn es stand die Frage im Raum, wie es zu schaffen sei, die komplizierte Futterlogistik rund um die Dauerdöser aus Down Under dauerhaft aufrechthalten zu können. „Koalas sind Futterspezialisten, sie ernähren sich ausschließlich von Eukalyptus“, erklärt Florian Thaller, Revierleiter im Koalahaus.


„Rund zehn Prozent des eigenen Körpergewichtes frisst ein Koala täglich. Zuchtmann Irwin wiegt etwa zehn Kilogramm – und vertilgt somit jeden Tag ein Kilogramm Eukalyptusblätter“. Nicht viel, wie man auf den ersten Blick meint. Koalas sind aber wahre Gourmets. „Nur die frischen, jungen, zarten Blatttriebe werden gefressen“, so der Tierpfleger. Für seine flauschigen Feinschmecker benötigt der Zoo daher jährlich rund zehn Tonnen frischen Eukalyptus.  


Komplexe Futterlogistik für Koalas Lieblingsspeise
Findige Biologen und Tierpfleger sorgten dafür, dass die Ernährung der Beuteltiere von Beginn an gewährleistet war. Heute wird das Koalafutter in den Wintermonaten aus Florida importiert. In den Sommermonaten deckt der Zoo den Bedarf an Eukalyptus mit seiner eigenen Plantage. In mehreren Folientunneln und in Freilandkulturen wachsen auf gepachteten landwirtschaftlichen Flächen unterschiedlichste Sorten, die die Beuteltiere gerne fressen.


Für die Zoogärtner, die sich um die Pflanzen kümmern, bedeutet das viel Arbeit: Von kleinen Setzlingen bis zu mehreren Metern hohe Bäume umsorgen sie die Futterpflanzen der Koalas. Jeder Folientunnel beherbergt rund 220 Eukalyptusbäume. Ein stetes Wachstum der Pflanzen ist wichtig, denn den oberen Teil der Eukalyptusbäume schneiden die Gärtner regelmäßig zurück. Das frisch geschnitten Grün liefern sie direkt ins Koalahaus. Auch auf dem zooeigenen Eukalyptushain, einer australischen Picknickfläche, wächst das Futter der Koalas. Hier lässt sich insbesondere die Artenvielfalt erkennen, die der Zoo seinen Kletterbeutlern jeden Tag als Nahrung anbietet.  


Umgebaute Heuscheune: Europaweit einzigartig und sehr erfolgreich
Eine der erfolgreichsten Koalahaltungen in Europa hat seinen Ursprung in einer alten Heuscheune auf dem Gelände des Zoo Duisburg, die für die Bedürfnisse der Kletterbeutler vor ihrer Ankunft aufwändig umgebaut und ausgestaltet worden ist. Es entstanden die zwei bis zu sieben Meter hohen Schauanlagen, der Besucherbereich und Abtrennmöglichkeiten hinter den Kulissen. Um den Neuankömmlingen gute klimatische Bedingungen zu bieten, ist eine aufwändige Klimatechnik verbaut, die für eine konstante Wohlfühltemperatur von rund 24 Grad sorgt.

Historische Außenansicht Koalahaus - Foto Archiv Zoo Duisburg

Historische Innenansicht Koalahaus - Foto Archiv Zoo Duisburg

Der Umbau vor 30 Jahren und der Haltungsbeginn von Koalas in Duisburg war der Startschuss für eine wahre Erfolgsgeschichte. Heute gilt der Zoo Duisburg mit der stetig weiterentwickelten Koala-Anlage als Zucht- und Kompetenzzentrum.  


Sensation 1995: Erstes Koalajungtier in Europa geboren
Am 07. Juni 1995 dann die Sensation: Zum ersten Mal wurde ein kleiner Koala im Zoo Duisburg geboren. Nie zuvor hat es Nachwuchs der Kletterbeutler in Europa gegeben. Die kleine ‚Kangulandai‘ ging in die Geschichte ein. Ihr Name stammt aus der Sprache der australischen Ureinwohner und bedeutet übersetzte „die Erste“.

Mit der Nachzucht legten die damaligen Tierpfleger nicht nur den Grundstein für die erfolgreiche Koalahaltung, sondern auch für eine bis heute wohlgepflegte Tradition: Denn alle im Koalahaus geborenen Jungtiere tragen Namen, die sich aus der Sprache der Aborigines ableiten.  

Li.: Koala Yuri mit Jungtier Kangulandai - Koala Kambara, Fotos Archiv Zoo Duisburg



Auch heute lässt sich wieder ein kleiner Koala im Zoo Duisburg beobachten: Mit einem Alter von über 217 Tagen hat der jüngste Nachwuchs im Koalahaus den Beutel von Mutter Gooni verlassen und fängt an, Eukalyptus zu knabbern. Auch wenn das Team vom Duisburger Koalahaus schon einige kleine Koalas hat aufwachsen sehen, so ist es für die Koala-Experten trotzdem immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.

Aktuelles Koalajungtier - Foto Zoo Duisburg / M. Appel



„Jedes Jungtier hat eine persönliche Geschichte, einen eigenen Charakter und ist einzigartig. Einen kleinen Koala aufwachsen zu sehen, hautnah dabei zu sein – das ist und bleibt ein Highlight“, schwärmt Revierleiter Florian Thaller. Koalanachwuchs: Es ist und bleibt eine Besonderheit Auch wenn am Kaiserberg bereits über 40 kleine Koalas geboren worden sind, ist und bleibt die Aufzucht eine Herausforderung und ist alles andere als selbstverständlich.


„Das beginnt schon bei der Zusammenführung von Männchen und Weibchen“, erklärt Florian Thaller. Als Einzelgänger treffen die Tiere nur dann zusammen, wenn die Weibchen paarungsbereit sind. „Diesen Zeitpunkt muss man erkennen und seine Tiere lesen können. Dabei muss man auch wissen, dass Koalas nicht romantisch sind – es wird gebissen und gekratzt“, erklärt der Tierpfleger.


Hat alles geklappt, wird nach rund 32 Tagen ein winzig kleiner Koala geboren. Nackt, taub und blind krabbelt das nur 2 Gramm schwere Tierchen in den Beutel der Mutter und wächst dort für rund 180 Tagen nahezu unsichtbar heran.  


Terminankündigung: Save the Koala Day im Zoo Duisburg
Die Geschichte der erfolgreichsten Koala-Haltung in Deutschland feiert das Zoo-Team mit allen Besuchenden im Rahmen des Save the Koala Days am 14. Juli 2024. Ein vielfältiges Programm wird Einblick in die Haltung der Beuteltiere geben und soll für ihren Schutz motivieren. Aufgrund vielfältiger Faktoren gelten Koalas als ‚gefährdet‘ und werden auf der sogenannten Roten Liste geführt.  




Tierärzte des Zoos operierten gemeinsam mit einem Ärzte-Team der Sana-Kliniken aus Düsseldorf einen Orang-Utan

Duisburg, 16. Mai 2024 - Das Weibchen Manggali (16) hatte Bauchschmerzen. Bei einem Eingriff in der zooeigenen Tierarztpraxis kam die Ursache zum Vorschein. Dem Orang-Utan Weibchen geht es gut. Der Menschenaffe hat die Operation wohlbehalten überstanden. Bei dem Eingriff entfernte das OP-Team eine Gelbkörperzyste. Das Duisburger Zoo-Team bekam bei dem Eingriff Unterstützung von Prof. Dr. med. Claus Franke, Chefarzt am Benrather Sana-Krankenhaus für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Es war nicht der erste tierische Patient für den Chirurgen.  

Orang-Utan Manggali l Foto: „Zoo Duisburg / M. Appel“


Bereits seit einiger Zeit war zu beobachten, dass Manggali Bauchschmerzen hatte. Bei einer ersten Ultraschalluntersuchung ließen sich Veränderungen in Nähe der Eierstöcke erkennen. „Daher haben wir uns zu einer Operation entschlossen“, sagt Dr. Carolin Bunert, Zootierärztin in Duisburg.   Humanmediziner aus Krankenhaus unterstützen bei Operation im Zoo Mehrere Tage bereiteten sich die Veterinäre des Zoo Duisburg auf den Eingriff vor und bekamen Unterstützung vom Team rund um Prof. Dr. med. Claus Franke des Sana-Krankenhauses aus Düsseldorf Benrath. Denn anatomisch sind Orang-Utans dem Menschen sehr nahe, Erkrankungen können ähnlich verlaufen.


„Ziel ist es in jedem Fall, dass unsere Schützlinge im Krankheitsfall die beste medizinische Versorgung bekommen. Da holt man sich in besonderen Fällen auch Rat und Unterstützung von Human-Kollegen", erklärt Dr. Bunert. Für Prof. Dr. Franke war der Eingriff an dem 16-jährigen Orang-Utan Weibchen schon fast Routine: Bereits zum sechsten Mal hat der erfahrene Chirurg einen Eingriff an einem Menschenaffen vorgenommen. Auch in den Zoos von Köln und Wuppertal war er bereits aktiv. „Abgedeckt auf dem OP-Tisch sehen Affen von innen aus wie wir Menschen“, sagt Prof. Dr. Franke.  


Operation erfolgreich: Ursache gefunden
Im Rahmen der Operation konnte bei dem Menschenaffen Gewebe entfernt werden, welches zuerst auf eine Endometriose hindeutete. Das nun vorliegende histologische Ergebnis gab Aufschluss, dass es sich bei dem entfernten Gewebe um eine Gelbkörperzyste handelte, die ursächlich für die Bauchschmerzen gewesen ist. Manggali hat sich von dem Eingriff gut erholt und ist mit ihren Artgenossen zusammen. „Wir sind sehr froh, dass sie auf dem Weg der Besserung ist und die OP gut überstanden hat“, freut sich Dr. Bunert.

Operation von Orang-Utan Manggali l Foto: „Zoo Duisburg / C. Bunert“

Das liegt auch an der verwendeten Naht, wie Prof. Dr. Franke erklärt: „Der Unterschied zwischen Affe und Mensch liegt vor allem in der Wundnaht. Während man beim Menschen so wenig Klammern wie möglich verwendet, um die Wunde zu schließen, ist es bei einem Primaten zwingend notwendig, die Wunde so zu verschießen, dass der Affe sie von allein nicht ohne Weiteres öffnen kann.“ Dafür verwendete der Facharzt eine spezielle Nahttechnik, die besonders dicht genäht wurde.  


Human- und Tiermediziner arbeiteten Hand in Hand „Für die Unterstützung von Prof. Dr. Claus Franke und seinem Team bedanken wir uns herzlich. Insbesondere, weil das Team den Eingriff während der Freizeit begleitet hat. Das bewegt uns sehr“, betont Dr. Carolin Bunert. Die Zusammenarbeit mit dem Sana Team aus Düsseldorf beschreibt die Zootierärztin als „hochprofessionell, auf Augenhöhe und überaus wertvoll“. 

Operation von Orang-Utan Manggali l Foto: „Zoo Duisburg / C. Bunert“

Im Fall des Orang-Utan Weibchens wurde das Duisburger Zoo-Team aus Tierärzten und Tierpflegern neben Prof. Dr. Franke auch durch die Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe des Benrather Krankenhauses, Ines Milk, unterstützt. Auch Hubert Parys (Chefarzt der Anästhesie), Parys’ Tochter (Assistentin in der Gynäkologie und Geburtshilfe) OP-Schwester Nadine Meier und Schwester Ellen Sommer von der Anästhesiepflege begleiteten den Eingriff.  


Auch wenn der Eingriff schon fast drei Wochen her ist, stehen Dr. Bunert und Prof. Dr. Franke in regelmäßigem Austausch - der Chirurg und sein Team haben Manggali ins Herz geschlossen und nehmen an ihrer Genesung großen Anteil.     


 

90jähriges Zoo-Jubiläum

Duisburg, 12. Mai 2024 - Im Mai 1934 wurde der Tierpark am Kaiserberg von Tierfreundinnen und Tierfreunden gegründet.  Das Zoo-Team blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und hat Pläne für die Zukunft.  

Historischer Zooeingang I Foto: „Zoo Duisburg / Archiv“

Am 12. Mai 1934 um 14.00 Uhr öffnete der Duisburger Tierpark seine Tore. Aus dem damals kleinen und regionalen Park ist im Laufe der Geschichte ein namhafter Zoo mit vielerlei Expertise geworden, der die Weichen für die Zukunft stellt. „Wir blicken auf eine bewegte, eine besondere Geschichte zurück. Eine Geschichte, die vor 90 Jahren begonnen hat, an der viele Menschen mitgeschrieben haben und die weitergeschrieben wird“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin.

Historische Aufnahme des Aquariums - Foto: „Zoo Duisburg / Archiv“

„Unser Zoo ist ein Ort der Begegnung zwischen Tier und Mensch, ein Ort des Lernens und insbesondere ein Ort, wo Artenschutz und Tierliebe jeden Tag gelebt werden. Mit unseren Förderern, Partnern, Unterstützern und Besuchern schauen wir heute gemeinsam auf die Erfolge zurück und stellen die Weichen für eine nachhaltige Zukunft“. Mit seinem Tierbestand von derzeit über 4.700 Tiere aus mehr als 300 Arten zählt der Zoo Duisburg zu den artenreichsten und beliebtesten Zoologischen Gärten in ganz NRW. Rund 100 Mitarbeitende aus verschiedenen Fachbereichen arbeiten im Zoo und entwickeln ihn ständig weiter.  


Oberbürgermeister Sören Link, Zoodirektorin Astrid Stewin, Fördervereins-Schatzmeister Helmut Hülder und Aufsichtsratsvorsitzender Marcus Vunic (v.l.n.r.) beim Empfang zum Zoojubiläum I Foto: „Zoo Duisburg / Tomczak“


„Der Zoo Duisburg ist eines der größten Aushängeschilder der Region und begeistert jährlich Hunderttausende. Seit neun Jahrzehnten ist der Zoo nicht nur fester Bestandteil unseres Stadtbilds, sondern auch ein Garant für Familienausflüge mit leuchtenden Kinderaugen. Wir sind stolz auf unseren Zoo und ich bin ganz sicher, dass wir hier in zehn Jahren auf ein Jahrhundert Zoo Duisburg blicken werden - mit der Stadt Duisburg als zuverlässiger Partnerin an der Seite des Zoos“, sagt Oberbürgermeister Sören Link im Rahmen der Jubiläumsfeier.


Marcus Vunic, Vorsitzender des Zoo-Aufsichtsrates, betont: „Der Zoo Duisburg hat eine bewegte Geschichte – er steht aber auch vor einer guten Zukunft. Denn der Zoo ist im Aufbruch – der Masterplan gibt dabei die Richtung vor. Es ist ein Weg, der mit Investitionen von vielen Millionen Euro hinterlegt ist. Er stellt den Zoo zukunftsfest auf und ermöglicht neue Besucherhighlights . Dieser Weg ist nur durch das engagierte Team möglich. Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihrer Arbeit jeden Tag voller Leidenschaft und Enthusiasmus nachgehen und Menschen für Tiere begeistern. Wir als Aufsichtsrat freuen uns auf die nächsten Schritte der Zooentwicklung und gratulieren herzlich“.


An der Gründung des Zoo Duisburg war der Förderverein mit beteilig. „Als Förderverein stehen wir seit der Gründung des Zoos als treuer Partner an seiner Seite, haben seinen Weg mit begleitet und zusammen viele Projekte realisiert. Die Institution Zoo Duisburg hat Tradition – und seine Zukunft werden wir als Förderverein gerne weiter mit begleiten. Darauf freuen wir uns mit unseren fast 11.000 Mitgliedern“, so Frank Schlawe, 1. Vorsitzender des Fördervereins.  


Zoogeschichte Kompakt
Nicht einmal einen Hektar umfasste das Gelände des ehemaligen Tierparks an der Stadtgrenze zu Mülheim bei seiner Eröffnung, noch im Gründungsjahr konnte das Gelände auf vier Hektar erweitert werden. Zur Anfangszeit lebten am Kaiserberg nur wenige, überwiegend heimische Tierarten. In den folgenden Jahren konnte der Tierpark Stück für Stück vergrößert werden – bis Gebäude und Tierbestand den Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges zum Opfer fielen. Lediglich ein Emu, drei Flamingos, zwei Schafe und ein Maulesel überlebten.


Nach Kriegsende wurde der Zoo wieder aufgebaut und so konnten die Besucher bereits 1951 das erneuerte Aquarium besuchen, das bis heute das älteste Gebäude am Kaiserberg ist. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Zoo Duisburg stetig weiter. Es entstanden Anlagen für Giraffen, Elefanten und verschiedene Robben-Arten. Mit dem Aufbau der Expo-Brücke im Jahre 1959 konnte sich der Tierpark um weitere 5 ha vergrößern und ist bis heute der einzige Zoo, welcher von einer Autobahn geteilt wird. Den Weg über die Autobahn ermöglichte die gelbe Expo-Brücke, die im Jahr 1997 durch die neue, bis zu 30 Meter breite Zoo-Landschaftsbrücke ersetzt worden ist.  


Neubau von verschiedenen Tieranlagen in der Vergangenheit
Das seinerzeit größte Affenhaus der Welt entstand 1962 am Kaiserberg. Im Äquatorium leben bis heute verschiedene Tierarten, welche rund um den Äquator beheimatet sind. Im Jahr 1965, eröffnete in Duisburg das erste Delfinarium als Traglufthalle. Nur kurze Zeit später ersetzte die seinerzeit wegweisende Anlage für Große Tümmlerdas vorherige Provisorium. Erweitert wurde die Anlage im Jahr 1995 um das heutige Delfinarium. Zum gleichen Zeitpunkt begann in Duisburg eine einzigartige Erfolgsgeschichte: Das erste Koalajungtier wurde geboren.


Heute, 30 Jahre später, gilt der Zoo Duisburg als Zucht- und Kompetenzzentrum für die bedrohten Kletterbeutler. Erst ein Jahr vorher, im Mai 1994, reisten die ersten Koalas nach Deutschland. Blinky Bill und Kambarra bezogen eine aufwändig umgebaute Heuscheune, die der Zoo im Laufe der folgenden Jahre und Jahrzehnte zu Europas erfolgreichster Koalazucht ausgebaut hat. In seiner fortwährenden Entwicklung entstanden auf dem Zoogelände schrittweise immer modernere und zukunftsweisende Tieranlagen.

Neben der Tropenhalle Rio Negro wurden beispielsweise neue Anlagen für Riesenotter, Tiger, Löwen und Brillenbären gebaut. Heimische Wildkatzen und Luchse erhielten ebenso neue Lebensräume, wie Tasmanische Beutelteufel, Binturongs, australische Vogelarten und Kängurus.  


Herausragende Zuchterfolge und Verantwortung im Artenschutz
In seiner 90jährigen Zoogeschichte gelang dem Zoo-Team eine Vielzahl von herausragenden Tiergeburten. So züchtete der Zoo Duisburg weltweit zum ersten Mal Piranhas und Gelbe Anakondas nach.


Weitere besondere Zuchterfolge gab es beispielsweise bei Koalas, Nacktnasenwombats, Fossas, Nebelpardern, Pinselohrschweinen, Großen Tümmlern sowie Inselfruchttauben und Brasilianischen Riesenottern. Neben dem Erhalt bedrohter Tierarten in menschlicher Obhut engagiert sich der Zoo Duisburg bereits seit Jahren in einer Vielzahl von Artenschutzprojekten – in fernen Ländern sowie in Deutschland. So wilderte das Zoo-Team bereits Ringelnattern in geeigneten Sumpfgebieten in NRW sowie Fledermäuse auf dem Zoogelände aus.


Für seine globalen Partnerorganisationen stellt der Zoo Duisburg als zuverlässiger Unterstützer immer wieder finanzielle Mittel bereit, um Artenschutz auf unterschiedlichste Weise vor Ort in vielfältigen Lebensräumen möglich zu machen. So wird beispielsweise die Arbeit von Wildhütern finanziert, Ausrüstung angeschafft, Lebensraum erhalten und wichtige Bildungsarbeit unterstützt. Neben der Bereitstellung von Artenschutzmitteln koordiniert der Zoo Duisburg bereits seit Jahrzehnten den Fossa-Fond und betreibt mit ihm aktive Artenschutzarbeit auf Madagaskar.  


Für Tiere begeistern, für Artenschutz motivieren Als größter außerschulischer Lernort Duisburgs erschließt der Zoo in jedem Jahr tausenden Schülerinnen und Schülern Zugang zu naturnaher Bildung. Das Team der Zooschule und Zoobeleiter macht komplexe biologische Zusammenhänge für alle Altersgruppen auf besondere Weise erlebbar. Dabei liegt der Fokus auf dem spielerischen Entdecken, Erleben und Erforschen der biologischen Vielfalt. Hiermit wird insbesondere jungen Menschen ein besonderer Zugang zur Natur eröffnet und soll langfristig für Artenschutz motivieren.  


Weichen für die Zukunft Seit 2019 stellt der Zoo Duisburg die Weichen in die Zukunft: Das Zukunftskonzept „Masterplan“ gibt die zukünftige strategische Ausrichtung wieder und ist ein flexibler Plan, der kontinuierlich bearbeitet und umgesetzt wird. Bereits abgeschlossene Maßnahmen des Masterplans sind beispielsweise die australische Outback-Voliere, die karibische Leguaninsel, die neue Binturong-Anlage und der Ersatzneubau des Wirtschaftshofes.


Im Rahmen des Masterplans wird zur Zeit außerdem die Anlage der Kalifornischen Seelöwen für rund 5,8 Millionen Euro umfassend erweitert und modernisiert. Das künftige Areal beinhaltet ein großzügiges Wasser- wie Landareal für die Tiere sowie zahlreiche besondere Einsichtsmöglichkeiten für die Zoogäste. Parallel entsteht eine neue Anlage für die Brillenpinguine des Zoos.



Am 12. Mai 1934 ist der Tierpark am Kaiserberg eröffnet worden – in diesem Jahr feiert der Zoo sein 90jähriges Bestehen und blickt mit verschiedenen Aktionen auf seine Geschichte zurück. In den kommenden Monaten werden die Reviere des Zoos auf besondere Weise vorgestellt.
Das Aquarium ist das älteste Zoo-Gebäude - Foto: Archiv Zoo Duisburg

 

Im Laufe der Zeit ist das Aquarium mehrfach umfassend modernisiert worden - Foto Zoo Duisburg / J. Tegge 

 

Früher lebten im hinteren Teil des Aquariums Krokodile. Heute befindet sich an dieser Stelle die Leguaninsel - Quelle Archiv Zoo Duisburg


heute: DieAufbereitung von rund 31,7 Milliarden Liter Wasser im Jahr durch die Stadtwerke Duisburg funktionieren, wie es durch die etwa 2.200 Kilometer Rohrleitungen zu den rund 250.000 versorgten Haushalten in Duisburg gelangt und welche hohen Qualitätsstandards gelten.  


Leguaninsel im Zoo Duisburg - Foto Zoo Duisburg / J. Tegge 

 

Besondere Themenführungen im Mai, Juni und Juli

Duisburg, 6. Mai 2024 -  Die thematisch wechselnden Monatsführungen geben den Gästen einen vielfältigen Einblick in das tierische Treiben am Kaiserberg.

 

„Ungewöhnliche Gewohnheiten im Tierreich“ / 18. Mai 2024

Ob Tasmanischer Beutelteufel, Seekuh oder Trampeltier – sie alle haben eigenartige Gewohnheiten, die auf den ersten Blick überaus skurril sind. Bei der Themenführung im Mai rückt das Team der Zoobegleiter einige der tierischen Eigenarten in den Fokus. Dabei werden spannende Fragen beantwortet – etwa, ob Wombats wirklich würfelförmigen Kot haben.

Beutelteufel - Foto Zoo Duisburg / M. Appel

 

„Wie funktioniert ein Zoo“ / 15. Juni 2024

Im Zoo Duisburg leben über 4.700 Tiere aus mehr als 300 Arten. Sie alle haben besondere Ansprüche an Pflege, Haltung und Ernährung. Um den Tieren bestmögliche Lebensbedingungen zu bieten, arbeiten Tierpfleger, Biologen und Tierärzte Hand in Hand. Aber wie funktioniert ein Zoo? Wie kommt das Futter zu den Tieren und wie werden naturnah gestaltete Anlagen gebaut? Bei der Themenführung erfahren interessierte Zoobesucher aus erster Hand allerlei Interessantes über die tägliche Arbeit im Zoo Duisburg.

 

Seekuh - Foto Zoo Duisburg / M. Appel

„Wasserlebende Säugetiere“ / 20. Juli 2024

Das Wasser ist ihr Element: Hier leben Otter, Seekühe, Seelöwen und Große Tümmler. Nahezu schwerelos gleiten sie durch ihren Lebensraum. Um im nassen Element zu überleben, braucht es besondere Anpassungen. Denn beim Tauchen halten die Tiere oft minutenlang den Atem an. Aber wie geht das? Und wo schlafen Seekühe und Delfine, wie finden Sie Nahrung und was steht auf ihrem Speiseplan? Bei der Themenführung „Wasserlebende Säugetiere“ rückt das Team der Zoobegleiter Seekuh, Delfin und Co. In den Fokus.

 

Teilnahme an den Führungen

Für alle Monatsführungen gilt:  Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die einstündige Führung beträgt 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung startet um 12.00 Uhr am Haupteingang.

 

 

 

 

Klein, speckig und hochbedroht: Hippo-Nachwuchs im Zoo Duisburg

„Mufaro“ bedeutet übersetzt „Glück“. Der Name des jungen Zwergflusspferdes stammt aus der Sprache des afrikanischen Volkes der Shona. In der Wildbahn hängt das Überleben der Zwergflusspferde am seidenen Faden. Die Art ist stark gefährdet.

Duisburg, 29. April 2024 - Im Zoo Duisburg gibt es speckigen Nachwuchs: Am 07.04.2024 brachte Zwergflusspferd-Weibchen Ayoka ein Jungtier zur Welt. Mit der Entwicklung des kleinen Hippos ist das Zoo-Team sehr zufrieden. Zoogäste brauchen noch Geduld, bis sich das kleine Flusspferd regelmäßig in der Öffentlichkeit zeigen wird.  

"Hallo, ich heiße Mufaro" - Foto: Zoo Duisburg / S. Gräfen


Putzmunter tapst das kleine Zwergflusspferd an der Seite von seiner Mutter umher, erkundet die Umgebung oder schläft im Strohbett. „Der Kleine wächst, trinkt und nimmt von Tag zu Tag mehr an Gewicht zu“, freut sich Revierleiter Alexander Nolte. Bei der Geburt 7,5 kg schwer, hat Mufaro in den letzten Wochen deutlich an Gewicht zugenommen und bringt derzeit 13,9 kg auf die Waage. „Die energiereiche Muttermilch sorgt für eine schnelle Gewichtszunahme“, erklärt der Tierpfleger.  


Geburten bei Zwergflusspferden sind selten
Nachwuchs bei Zwergflusspferden ist eine Seltenheit – in Zoos werden jedes Jahr weltweit nur etwa 18 Jungtiere geboren. Für den Erhalt der Art in Zoologischen Gärten ist jedes Jungtier enorm wichtig. „Nur so lässt sich eine stabile Reservepopulation aufbauen“, betont Tierpfleger Alexander Nolte. In Duisburg hat man bereits Erfahrung mit der Zucht der sensiblen Dickhäuter und mit Ayoka eine erfahrene Mutter. „Mufaro ist ihr viertes Jungtier. Entsprechend routiniert kümmert sich Ayoka um den Kleinen“, freut sich Nolte.  


Einzelgänger mit festen Revieren und ein Rendezvous auf Zeit
Anders als die großen Flusspferde, sind Zwergflusspferde Einzelgänger und haben feste Reviere. Das ist auch beim Duisburger Zwergfluss-Paar Atu und seiner Partnerin Ayoka so. Nur während der Paarungszeit kreuzen sich ihre Wege. Die Harmonie ist dennoch meist nur von kurzer Dauer. „Ayoka zeigt Atu deutlich, ob er erwünscht ist oder nicht. Sie hat ganz klar die Hosen an“, plaudert Tierpfleger Nolte aus dem Nähkästchen. Daher ist bei der Zusammenführung der gemächlich wirkenden, aber durchaus kräftigen Tiere Fingerspitzengefühl und Weitsicht gefragt.  


Dem Aussterben nahe: Zoo Duisburg hilft beim Artenschutz vor Ort
Ursprünglich leben Zwergflusspferde in den tropischen Regenwäldern Westafrikas. Die Tierart gilt als „stark gefährdet“ und ist in Nigeria bereits ausgestorben. Schätzungen der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) gehen davon aus, dass in anderen Verbreitungsgebieten in Afrika nur noch rund 2.000-2.500 Zwergflusspferde leben.


Das Überleben der Art hängt damit am seidenen Faden. Zum Schutz von Zwergflusspferden engagiert sich der Zoo Duisburg im afrikanischen Taï Nationalpark an der Elfenbeinküste. Hier gibt es noch eine Population der kleinen Hippos. Mit Artenschutzspenden aus Duisburg wird ein ehrgeiziges Projekt von Naturschützern vor Ort unterschützt, den Nationalpark zu schützen und zu vergrößern. Denn trotz dem Schutzstatus sind Wilderei, illegaler Bergbau und Holzeinschlag an der Tagesordnung.


Der Taï-Nationalpark ist seit 1982 UNESCO-Weltnaturerbe und mit einer Fläche von rund 5.500 Quadratkilometern der letzte große, zusammenhängende Regenwald in Westafrika. Das Gebiet ist Heimat von zahlreichen hochbedrohten Tierarten: Neben Zwergflusspferden leben hier u.a. Waldelefanten, Schimpansen, Bärenstummelaffen und Dianameerkatzen.  



  

90jähriges Zoo-Jubiläum

Spannender Thementag rund um Zebras, Erdmännchen und Co. Historische Themenführung, kommentierte Tier-Fütterungen, Bastelaktionen und vieles mehr warten am 27. April 2024 auf die Gäste.  

Duisburg, 23. April 2024 - Am 12. Mai 1934 ist der Tierpark am Kaiserberg eröffnet worden – in diesem Jahr feiert der Zoo sein 90jähriges Bestehen und blickt mit verschiedenen Aktionen auf seine Geschichte zurück. In den kommenden Monaten werden die Reviere des Zoos auf besondere Weise vorgestellt. Am 27. April 2024 rückt der Zoo die Geschichte des Afrikanums im Rahmen eines Aktionstages von 10.00 – 16.00 Uhr in den Fokus.

Zebrahaltung hat lange Tradition - Foto Archiv Zoo Duisburg


Das ist geplant:  
•  Historische Themenführung
Im Rahmen der historischen Themenführungen gehen interessierte Zoogäste auch auf eine Zeitreise durch das Afrikanum – einem Revier, in dem überwiegend afrikanische Tierarten gepflegt werden. Bei der Führung erfahren die Teilnehmenden beispielsweise, wie sich der Tierbestand im Afrikanum im Laufe der Jahre verändert hat. Eine vorherige Buchung ist über den Online-Shop des Zoos unbedingt erforderlich. Der Preis für die rund einstündige Führung beträgt 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führungen starten um 12.00 und 14.30 Uhr an der Anlage der Zebramangusten.  


•  Aktionsstände in historischer Besucherhalle
Am Jubiläumstag im Afrikanum bietet sich den Gästen ein besonderes Highlight: Die historische Besucherhalle des Reviers wird für einen Tag geöffnet und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen. Hier sind an diesem Tag auch alle Aktionsstände und Angebote rund um den Aktionstag zu finden – beispielsweise bietet das Zoo-Team vielfältige Bastelaktionen und ein historisches Memory an. Kinder können sich bei am Schminkstand in afrikanische Tiere verwandeln.  


•  Kommentierte Fütterungen
Erdmännchen und Zebramangusten sind sehr soziale Tiere. Im Familienverband halten die kleinen Raubtiere zusammen. Spannende Hintergründe über die Lebensgewohnheiten der possierlichen Jäger gibt es im Rahmen der kommentierten Fütterungen (Erdmännchen: 11.00 und 13.30 Uhr I Zebramangusten 11.15 und 14.00 Uhr). Dabei vermittelt das Team der Tierpfleger viel Wissenswertes über ihre Schützlinge und stellt auch die Ernährungsgewohnheiten vor.  

Erdmännchen - Foto Zoo Duisburg / M. Appel  

•  Futterröhren und Blick in die Futtertöpfe
Am Futterstand werden die Zoo-Gäste selbst aktiv: Unter fachkundiger Anleitung werden allerhand Leckereien für die Erdmännchen und Zebramangusten verpackt. Das Beschäftigungsfutter wird den quirligen Räubern im Rahmen der kommentierten Fütterungen angeboten. Mit zu den größten Tieren im Afrikanum gehören die Zebras. Auf dem Futterplan der Streifenträger stehen unterschiedliche Futtermittel. Was und welche Mengen das Tierpfleger-Team jeden Tag zur Versorgung der schwarz-weißen Huftiere braucht, wird am Aktionstag gezeigt.   


  

Koala-Winzling entdeckt die (Zoo)Welt

Erwischt: Im Zoo Duisburg blinzelt ein Mini-Koala aus dem Beutel

Fotos Zoo Duisburg / F. Thaller

Duisburg, 12. April 2024 - Mit der bisherigen Entwicklung des Jungtieres ist das Zoo-Team sehr zufrieden. Schon bald wird der Winzling immer häufiger zu sehen sein. Die Aufzucht bleibt eine Herausforderung.  Im Zoo Duisburg wächst ein kleiner Koala heran. Noch etwas verträumt schaut der Winzling aus dem Beutel von Mutter Gooni. Um einen Blick auf den jüngsten Koala am Kaiserberg zu erhaschen, brauchen die Zoogäste Geduld. Beim öffentlichen Wiegen der Koalas gibt das Zoo-Team regelmäßige Einblicke in die Pflege und Haltung der Beuteltiere.  


Revierleiter Florian Thaller ist zufrieden. „Mit zunehmendem Alter wird das Jungtier immer agiler, schaut häufiger aus dem Beutel und wir schon bald auf dem Rücken von Mutter Gooni umher klettern“, erklärt der Tierpfleger. Rund 180 Tage ist das jüngste Mitglied der Duisburger Koala-Gruppe alt. Bei der Geburt gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen, hat sich der Nachwuchs seitdem im Beutel der Mutter nahezu unsichtbar entwickelt.  


Pfleger-Team überwacht Aufzucht mit Waage
Die Entwicklung des jüngsten Mitgliedes der Koala-Gruppe begleitet das Pfleger-Team mit wachsamen Augen und kontrolliert engmaschig. Koala-Pfleger Florian Thaller weiß um die Herausforderungen der Aufzucht seiner sensiblen Schützlinge und beschreibt das Prozedere: „Routinemäßig wiegen wir alle unsere Koalas, in besonders kurzen Intervallen Mütter mit ihren Jungtieren. Vom Gewicht des jeweiligen Weibchens, welches mit Jungtier im Beutel gewogen wird, lassen sich Rückschlüsse auf die Entwicklung des Nachwuchses ziehen“. Rund 30 Gramm nimmt ein kleiner Koala im Alter von etwa 180 Tagen pro Woche zu. „In den Beutel selbst fassen wir nicht“.  


Komplizierte Ernährung: Erst Milch, später dann Eukalyptus
Im schützenden Beutel der Mutter trinkt das Jungtier in den ersten Lebensmonaten ausschließlich Milch. Erst wenn der kleine Koala den Beutel verlässt, fängt der Nachwuchs langsam an, zusätzlich auch Eukalyptus zu fressen. „Die langsame Umstellung von Milch auf Eukalyptus ist ein heikler Prozess. Denn der Magen-Darm-Trakt der Jungtiere muss zuvor über einen längeren Zeitraum auf die von Natur aus giftigen Eukalyptusblätter vorbereitet werden. Das machen die Mütter selbstständig – helfen können wir Pfleger hier nicht“, erklärt Florian Thaller den komplexen Prozess.

Noch hat der kleine Koala keinen Namen, auch das Geschlecht des Jungtieres ist bisher unbekannt. „Egal ob Männchen oder Weibchen, Hauptsache gesund“, lacht Tierpfleger Thaller.  


Highlight für Zoobesucher: Öffentliches Wiegen der Koalas
Jeden Mittwoch und Sonntag werden die Koalas im Zoo Duisburg öffentlich gewogen. Ab 11 Uhr können die Gäste am Kaiserberg dem Ereignis beiwohnen. Im Rahmen des Wiegens berichten die Experten allerhand wissenswertes über die Pflege und Haltung der sympathischen Beuteltiere, erzählen von den Eigenheiten ihrer Schützlinge und den Herausforderungen der Aufzucht von Jungtieren.  


Zoo Duisburg koordiniert europäische Erhaltungszucht
Koalas werden auf der sogenannten Roten Liste geführt und zählen zu den gefährdeten Tierarten. Lebensraumverlust und verheerende Waldbrände setzen dem Bestand in Australien zu. Von Duisburg aus koordiniert Dr. Kerstin Ternes die europaweite Zucht der bedrohten Beuteltiere im Rahmen des EEP (Europäisches ex-situ Programm).


Im Rahmen des EEP werden geeignete Partner identifiziert und zusammengeführt. Dadurch trägt die Zoogemeinschaft dazu bei, wichtige Reservepopulationen fernab des ursprünglichen Lebensraumes zu schaffen, was insbesondere bei den bedrohten Arten enorm wichtig ist.  


Nachwuchs im Doppelpack: Zwillingsgeburt bei Kängurus

Bei den Flinkwallabys im Zoo Duisburg gibt es Zwillinge. Dabei sind Zwillingsgeburten bei Beuteltieren eine Seltenheit. Vor Kurzem haben die Jungtiere den Beutel der Mutter verlassen und sind nun zu sehen.  

Fotos Zoo Duisburg / M. Appel


Duisburg, 10. April 2024 - Schwarze Kulleraugen, braunes Fell und das gleich im Doppelpack: Im Zoo Duisburg gibt es Nachwuchs bei den Flinkwallabys. Das besondere an den Jungtieren: Es sind Zwillinge. Tierpflegerin Anna Moia ist sehr zufrieden mit der Entwicklung ihrer jüngsten Schützlinge. Nun sind die Jungtiere für Zoogäste zu sehen.  


„Und plötzlich schauen zwei Köpfchen aus dem Beutel der Mutter und machen uns alle kurzzeitig sprachlos“, erinnert sich Tierpflegerin Anna Moia. Denn Zwillingsgeburten sind bei Kängurus ehr die Ausnahme. „In der Regel wächst immer nur ein Jungtier in der Beuteltasche der Mutter heran“. Geboren worden sind die jungen Flinkwallabys schon rund um August des vergangenen Jahres. Hiervon mitbekommen hat niemand etwas.


Anna Moia erklärt: „Junge Kängurus sind bei ihrer Geburt winzig klein und nur wenige Gramm schwer. Selbstständig krabbeln die Jungtiere in den Beutel und wachsen hier für die nächsten Monate unsichtbar heran“, so die Beuteltier-Expertin. Erst ab ein Alter von rund vier Monaten macht sich der Nachwuchs bei den Pflegern bemerkbar. „Dann lassen sich Bewegungen aus der Ferne beobachten“. Vor einigen Tagen dann der nächste Meilenstein in der Entwicklung der Jungtiere: Die Zwillinge haben den Beutel der Mutter verlassen und sind für Zoogäste immer häufiger bei ihren Erkundungstouren zu sehen.  


In NRW ist die Haltung von Flinkwallabys einzigartig und auch in ganz Deutschland eine Besonderheit. Neben dem Münchener Tierpark Hellabrunn lassen sich die charismatischen Beuteltiere sonst nur in Duisburg beobachten. Ursprünglich leben Flinkwallabys im Norden und Osten Australiens, wo sie in kleineren Gruppen durch die Landschaft streifen.  


Zum Verlieben schön: Kleiner Katta geboren

 Die ganze Familiengruppe kümmert sich liebevoll um den Nachwuchs. Auf Madagaskar sind die charismatischen Affen bedroht. Im Zoo Duisburg bewohnen die Tiere eine eigene Insel, die besondere Tierbeobachtungen möglich macht.  

Duisburg, 5. April 2024 -  Im Zoo Duisburg wächst ein kleines Katta-Kind auf. Liebevoll kümmert sich Mutter Katharina um ihren Nachwuchs. Mit der Aufzucht ist das Zoo-Team sehr zufrieden.  

Foto Zoo Duisburg


Nachwuchs entwickelt sich gut
Mit verträumten Augen schaut das kleine Katta-Jungtier umher, kuschelt sich eng an die Brust von Mutter Katharina und verschläft die meiste Zeit des Tages. Gerade einmal eine Woche ist das jüngste Mitglied der Lemuren-Familie alt. Revierleiter Philip Goralski: „Katharina kümmert sich sehr vorbildlich und rührend um das Kleine“. Damit Goralski die Aufzucht aus der Nähe verfolgen kann, bringt der Tierpfleger Kattas Lieblingsspeise mit: Heuschrecken.


Der eiweißreiche Snack wird von den Lemuren gerne gefressen. „In den ersten zwei bis drei Wochen tragen die Weibchen ihre Jungen in der Leiste zwischen Oberschenkel und Bauch. Da muss man schon etwas Leckeres mitbringen, damit man mal einen Blick auf den Nachwuchs werfen kann“, schmunzelt der Tierpfleger. Das Geschlecht des Jungtieres wird der Zoo daher erst dann wissen, wenn das Kleine agiler und auf dem Rücken der Mutter umhergetragen wird. Goralski: „Ob Männchen oder Weibchen, das ist für uns zweitrangig. Wichtig ist, dass der Mini-Katta trinkt, wächst und sich alle kümmern“.  


Jungtieraufzucht ist Familiensache
Quietscht das Jungtier ist Alarm: Dann kommen alle Weibchen der Katta-Familie flink angelaufen, um nach dem Rechten zu sehen. Hektisch beschnüffeln sie das Kleine. „Kattas sind sehr soziale Tiere“, erzählt Philip Goralski. Bei der Aufzucht spielen nicht nur die Mütter eine wichtige Rolle, sondern auch kinderlose Weibchen. Auf diese Weise wird der Zusammenhalt in der Gruppe gefördert und der Umgang mit Jungtieren erlernt.

Daher dürfen auch die anderen Weibchen der Gruppe das jüngste Familienmitglied regelmäßig beschnuppern und putzen. Nur Hermann muss das innige Treiben mit Abstand beobachten. „Wie bei Kattas üblich, ist das Männchen das rangniedrigste Tier der Gruppe und hat wenig zu melden“, weiß der Tierpfleger.  


Besondere Beobachtungen auf begehbarer Katta-Insel Im Zoo Duisburg leben die Kattas auf einer begehbaren Insel. Hier lassen sich die Tiere ohne Barriere beobachten, was besondere Beobachtungen möglich macht. Denn während die Besuchenden auf verschlungenen Wegen den Lebensraum der Kattas erkunden, klettern die Lemuren auf Bäumen umher, lassen sich im hohen Gras die Sonne auf den Bauch scheinen und laufen über Seile über die Köpfe der Zoogäste.  


Ringelschwanz und Stinkkämpfe zur Kommunikation
Das charakteristische Merkmal der Kattas ist ihr langer, schwarz-weißer Ringelschwanz. Wandern die Tiere am Boden, tragen sie ihn hoch aufgerichtet.  Damit halten Kattas Kontakt zu ihren Artgenossen und verlieren sich nicht aus den Augen. Innerartliche Kommunikation findet bei den Lemuren auch über Geruch statt: Bei Stinkkämpfen fechten Männchen die Rangordnung aus. Dazu reiben die Tiere ihren langen Schwanz mit einem Sekret ein, was aus Drüsen an den Unterarmen stammt. Ist der Schwanz parfümiert, wedeln sich Kattas damit vor der Nase herum. Das Tier, was am meisten stinkt, gewinnt.  


Charismatische Lemuren sind bedroht
Kattas leben ursprünglich auf Madagaskar. Hier durchstreifen die Tiere in Familiengruppen den Wald und offene Savannengebiete. Nur es werden immer weniger. Der Grund, weswegen Kattas gefährdet und auf der sogenannten Roten Liste geführt werden, ist der Mensch. Lebensraumverlust, Holzeinschlag, Jagd und der illegale Wildtierhandel setzen den Beständen zu. In Zoologischen Gärten leben die Tiere insbesondere als Botschafter für ihre gefährdeten Artgenossen.  


Transport von Riesenfischen

Zoos von Rotterdam und Duisburg betreten Neuland und schreiben Zoo-Geschichte
Duisburg/Rotterdam, 3. April 2024 - In den vergangenen Tagen sind zwei Arapaimas am Kaiserberg angekommen. Die südamerikanischen Raubfische sind mehrere Meter lang, wohlbehalten in Duisburg angekommen und nun zu sehen.

Arapaima nach der Ankunft in Duisburg - Quelle D. van Düren


Er ist der größte Süßwasserfisch Lateinamerikas: Der Arapaima. In Brasilien nennen die Einheimischen die gigantischen Raubfische auch Pirarucu. Zwei der urtümlich aussehenden Tiere sind nun im Zoo Duisburg angekommen. Ihr Transport aus dem niederländischen Diergaarde Blijdorp in Rotterdam war eine Herausforderung. Denn mit einer aktuellen Gesamtlänge von rund 2,50 Metern und einem Gewicht von mehr als 150 kg sind die kräftigen Fische alles andere als Leichtgewichte.

Verladung eines Arapaimas im Diergaarde Blijdorp Rotterdam - Quelle: Zoo Duisburg


Die Experten aus Rotterdam und Duisburg bereiteten den Transport mehrere Monate vor, standen mit südamerikanischen Kollegen im Austausch, betraten mit dem Transfer von Arapaimas in dieser Größe Neuland und schrieben Zoogeschichte.  


XXL-Transport in persönlicher Hängematte
An zwei aufeinanderfolgenden Tagen traten die Tiere die Fahrt aus dem etwa 200 Kilometer entfernten Rotterdam ins Ruhrgebiet in einer wassergefüllten Hängematte an. Diese Spezialanfertigung ist an einem maßgefertigten Stahlrahmen befestigt worden. Mehr als 20 Mitarbeitende des Zoo Rotterdam waren notwendig, um die großen Raubfische behutsam in die stabile Hängematte zu überführen. Die rund 2 ½-stündige Fahrt nach Duisburg bewältigten die Tiere in einem beheizten Lkw. Bei regelmäßigen Stopps überwachten die Experten aus Rotterdam unter anderem die Wassertemperatur im Transportbehältnis.

Ankunft eines Arapaimas im Zoo Duisburg I Quelle: Zoo Duisburg

Am Kaiserberg empfing das Duisburger Zoo-Team die Neuankömmlinge. In der Tropenhalle Rio Negro agierten die Mitarbeitenden aus Rotterdam und Duisburg Hand und Hand. Mit Hilfe eines fest installierten Krans in der Tropenhalle wurden die Tiere samt Hängematte sanft angehoben und behutsam in den neuen Lebensraum überführt.

Ankunft eines Arapaimas im Zoo Duisburg I Quelle: Zoo Duisburg  


„Alles verlief reibungslos, sehr konzentriert und hoch professionell“, so Kuratorin Taissa Faust. Die Biologin ist überglücklich, die Neuankömmlinge in Duisburg begrüßen zu können. „Arapaimas sind eindrucksvolle Tiere. Sie leben nur in wenigen Zoologischen Gärten und sind etwas ganz Besonderes“.  


Zoogeschichte dank monatelanger Vorbereitung
Transporte von ausgewachsenen Arapaimas galten bis jetzt als nahezu unmöglich. Mit dem erfolgreichen Transfer von zwei Tieren schreiben die Teams aus Rotterdam und Duisburg Zoogeschichte. Denn nie zuvor sind solch große Exemplare auf eine 200 Kilometer lange Reise geschickt worden. Neben der Größe galt insbesondere die außergewöhnliche Atmung der Tiere als limitierender Faktor. „Ein Teil der Schwimmblase der Arapaimas ist zu einer Art Lunge ausgebildet.


So seltsam es klingt – die Tiere können deswegen ertrinken. Nämlich dann, wenn in diesen luftgefüllten Sack Wasser hineinkommt. Das ist einer der Gründe, wieso der Transfer eine solch große Herausforderung ist“, weiß Taissa Faust. Auch die Transportrichtung ist entscheidend, wie Faust erklärt. „Der Arapaima fährt quer zur Fahrtrichtung. So kann er sich besser ausbalancieren und während der Fahrt ruhiger atmen“. Dank intensiver Vorbereitung und dem Austausch mit südamerikanischen Kollegen, die einen 80seitigen Erfahrungsbericht bereitstellten, der auch Transportberichte beinhaltet hat, glückte das Unterfangen. „Dieses Wissen haben wir auf unsere Gegebenheiten übertragen und angepasst“, so Faust.  


Neuankömmlinge ab sofort zu sehen
Nach der Eingewöhnung lassen sich die zwei neuen Tiere ab sofort in der Tropenhalle Rio Negro bewundern. Hier gleiten sie gemeinsam lautlos an der 18 Meter langen Unterwasserscheibe vorbei. Ihren Lebensraum teilen sich die Arapaimas mit den Seekuh-Brüdern Manfred und Pablo, Rochen und anderen Fischarten Südamerikas. In Duisburg sind die zwei Giganten außerdem auf Artgenossen getroffen. Die drei deutlich kleineren Tiere leben bereits seit einigen Jahren am Kaiserberg. Mit den Neuankömmlingen wird nun umso deutlicher, wie groß Arapaimas werden können.  


Gefährdete Riesen mit roten Schuppen
Die größten Schuppen des Arapaima zeichnen sich durch eine auffällige rote Färbung auf. Ein Umstand, weswegen die Tiere in der Sprache der Ureinwohner auch Pirarucu (= roter Fisch) genannt werden. In ihrer ursprünglichen Heimat setzen Lebensraumverlust, illegaler Handel und Überfischung den Beständen des Arapaima zu. Große Exemplare von drei Metern sind selten geworden. Tiere, die historischen Aufzeichnungen zufolge sogar eine Länge von über vier Metern erreicht haben sollen, gibt es nicht mehr.

Als Raubfisch bewohnt der Arapaima langsam fließende und meist sehr trübe Flüsse, Flachwasserzonen sowie Seen und andere stehende Gewässer. Hier lauern die Tiere auf Beute. Durch schnelles Aufreißen des Mauls saugen sie ihre Beute ein.  


Zoo Duisburg: Öffnungszeiten an den Ostertagen

Passend zu Ostern rückt eine besondere Themenführung eierlegende Tierarten in den Fokus.  

Duisburg, 25. März 2024 -  Der Zoo Duisburg ist an den Feiertagen durchgängig von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Neben einzigartigen Tiermomenten und einem Osterbesuch in exotischer Umgebung sind noch wenige Plätze in der Themenführung zu eierlegenden Tierarten verfügbar. Im Überblick:   „Rund um’s Ei – Osterführung“ / 30. März 2024 Warum legen Tiere Eier, legen nur Vögel Eier und gibt es im Tierreich auch bunte Eier? Bei der Osterführung erfahren interessierte Zoobesucher aus erster Hand allerlei Besonderheiten rund um das Thema Ei.


Eine vorherige Buchung über den
Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die einstündige Führung beträgt 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung startet um 12.00 Uhr am Haupteingang.  


Öffnungszeiten an den Feiertagen:
Täglich von 9.00 – 19.00 Uhr
Kassenöffnungszeit: 09.00 - 17.30 Uhr
Servicebüro: 10.00 - 17.30 Uhr
Delfinvorführungen: 11.30, 14.30 und 16.00 Uhr
Zooschließzeit: 19.00 Uhr  


Der Zoo Duisburg empfiehlt vor der Anreise den Kauf von Online-Tickets, die direkt am Eingang gescannt werden. Somit beginnt das Zooerlebnis ohne längere Wartezeit.  

Foto: Zoo Duisburg / M. Appel


90jähriges Zoo-Jubiläum: Spannender Thementag rund um das Aquarium und die Tropenhalle

Historische Führungen, kommentierte Tier-Fütterungen, Bastelaktionen und vieles mehr warten am 27. März 2024 auf die Gäste, der auch zeitgleich der Ehrentag der Seekühe ist.

Duisburg, 21. März 2024 - Am 12. Mai 1934 ist der Tierpark am Kaiserberg eröffnet worden – in diesem Jahr feiert der Zoo sein 90jähriges Bestehen und blickt mit verschiedenen Aktionen auf seine Geschichte zurück. In den kommenden Monaten werden die Reviere des Zoos auf besondere Weise vorgestellt. Den Anfang macht das älteste Gebäude des Zoos: Am 27. März 2024 rückt der Zoo die Geschichte des Aquariums und der Tropenhalle im Rahmen eines Aktionstages von 10.00 – 16.00 Uhr in den Fokus. Das ist geplant:
Das Aquarium ist das älteste Zoo-Gebäude - Foto: Archiv Zoo Duisburg

 

Historische Themenführung

Im Rahmen der historischen Themenführung gehen interessierte Zoogäste u.a. auf eine Zeitreise durch das Aquarium, die angrenzende Tropenhalle und die Leguaninsel. Hierbei erfahren die Teilnehmenden beispielsweise, wie diese drei Lebensräume entstanden sind, welches Zoogebäude das älteste ist und wie sich der Tierbestand im Laufe der Jahre verändert hat. Eine vorherige Buchung ist über den Online-Shop des Zoos unbedingt erforderlich. Der Preis für die rund einstündige Führung beträgt 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung startet um 12.00 und 14.00 Uhr am Eingang zur Tropenhalle.

 

Unterwasser-Rallye

Was frisst eine Seekuh, welche Fischarten leben im Korallenriff und wer ist der älteste Bewohner im Zoo Duisburg? Diese und viele weitere Fragen gilt es bei der Unterwasser-Rallye spielerisch zu lösen. Sind alle Fragen beantwortet, wartet auf die teilnehmenden Kinder ein persönliches Unterwasser-Expeditionszertifikat samt Experten-Button zum Anstecken und die Kinderbroschüre „Zoo Duisburg – wie geht das?“. Neben dem interaktiven Quiz werden am Mal- und Bastelstand Tiergesichter geschminkt. Das XXL-Memory bietet spannende Einblicke in die historische Entwicklung des Aquariums.

Im Laufe der Zeit ist das Aquarium mehrfach umfassend modernisiert worden - Foto Zoo Duisburg / J. Tegge 


Kommentierte Fütterungen I Seekühe, Korallenriff, Großfische

Seekühe sind sanfte Riesen. Auf ihrem Speiseplan stehen insbesondere verschiedene Salatsorten – und das in beachtlichen Mengen. Spannende Hintergründe über die Lebensgewohnheiten der Duisburger Seekühe Pablo und Manfred und ihre Ernährungsgewohnheiten gibt es im Rahmen der kommentierten Fütterungen (11.00 und 15.00 Uhr).

Dabei vermittelt das Team der Tierpfleger viel wissenswertes über die charismatischen Schwergewichte sowie über viele weitere Tierarten, die in der Tropenhalle Rio Negro leben. Die südamerikanischen Großfische rückt das Zoo-Team in einer gesonderten Fütterung um 14.45 Uhr in den Fokus. Wer schon früh im Zoo ist, bekommt besondere Einblicke in die schillernde Welt tropischer Korallenriffe. Hier startet die kommentierte Fütterung um 10.30 Uhr.

Früher lebten im hinteren Teil des Aquariums Krokodile. Heute befindet sich an dieser Stelle die Leguaninsel - Quelle Archiv Zoo Duisburg

 

Aktionsstände Arten- und Umweltschutz

Natürliche Feinde haben die friedfertigen Seekühe nicht. Dennoch sind alle drei Seekuh-Arten gefährdet. Der Grund: Das Verhalten des Menschen. Anlässlich des Aktionstages und dem zeitgleich stattfindenden Ehrentag der Seekuh stellt der Artenschutzpartner des Zoo Duisburg, die Organisation Yaqu Pacha e.V., ihre Arbeit zum Schutz von wasserlebenden Säugetieren in Südamerika vor. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg zeigen mit ihrem Infomobil außerdem, wie sich Müll vermeiden und entstandene Abfälle verwerten und fachgerecht beseitigen lassen.

Diese Maßnahmen sind Teil der Förderung der Kreislaufwirtschaft und dienen der Schonung natürlicher Ressourcen sowie der Sicherstellung einer umweltverträglichen Entsorgung von Abfällen. Die Bedeutung der Aufklärungsarbeit liegt auf der Hand: Weltweit ist der Eintrag von Abfällen, insbesondere Plastik, in die Meere ein großes Problem und gefährdet unzählige Tierarten.


Wasser als Lebensmittel thematisieren die Stadtwerke Duisburg. Am Infostand erfahren Interessierte beispielsweise, wie Aufbereitung von rund 31,7 Milliarden Liter Wasser im Jahr durch die Stadtwerke Duisburg funktionieren, wie es durch die etwa 2.200 Kilometer Rohrleitungen zu den rund 250.000 versorgten Haushalten in Duisburg gelangt und welche hohen Qualitätsstandards gelten.  


Leguaninsel im Zoo Duisburg - Foto Zoo Duisburg / J. Tegge 

 



Fossa-Jungtiere: Nachwuchs mit Seltenheitswert

Im Juni des letzten Jahres sind im Zoo Duisburg drei junge Fossa geboren worden. Ab sofort lassen sich die Jungtiere auf den Außenanlagen beobachten. Auf Madagaskar sind die rostbraunen Raubtiere vom Aussterben bedroht.


Fossa-Jungtiere im Bambus - Foto Zoo Duisburg / L. Trosch - Foto: Zoo Duisburg / M. Appel

Duisburg, 19. März 2024 - Die drei kleinen Fossa halten ihre Mutter Kinja auf Trab. Seit einigen Tagen erkundet der Nachwuchs die für Besucher einsehbaren Außenanlagen, klettert auf Baumstämme und huscht durchs Unterholz. Es ist das erste Mal, dass sich die Jungtiere bei ihren Ausflügen auch von Besuchern beobachten lassen.

 

Rückblick: Bei der Geburt der drei kleinen Fossa im Juni des vergangenen Jahres waren die Jungtiere mit einer Länge von nur 23 Zentimetern und einem Gewicht von rund 100 Gramm winzig klein. Wohl behütet von Mutter Kinja, entwickelte sich der Nachwuchs zuerst in einer schützenden Wurfkiste, bis die rückwertigen Anlagen schrittweise erobert wurden. Nun der nächste Schritt: Seit einigen Tagen erkunden die Jungtiere die für die Zoobesucher einsehbaren Außenanlagen.


Die ersten Ausflüge auf ungekanntes Terrain beobachtet Revierleiter Mike Kirschner – und schwärmt: „Aus den unbeholfenen Welpen sind richtige Fossa-Teenies geworden. Diese Entwicklung begleiten zu dürfen, hautnah dabei zu sein, macht mich sehr stolz“. Auch wenn die Jungtiere mittlerweile recht selbstständig sind, feste Nahrung fressen und immer häufiger auch ihre eigenen Wege gehen, hat Mutter Kinja das Trio immer im Blick. „Kinja ist eine sehr erfahrene Mutter, die ihre Aufgabe fantastische ausfüllt. Sie ist fürsorglich, sehr ausgeglichen und überaus entspannt“, weiß der Tierpfleger.

 

Fossa-Jungtiere im Frühsommer 2023 - Foto Zoo Duisburg / M. Appel


Fossa Haltung: Zoo Duisburg weltweit Spitzenreiter

Seit Haltungsbeginn der Fossa am 17. Dezember 1975 sind am Kaiserberg fast 70 Jungtiere aufgewachsen. „Das ist weltweit einmalig. Kein anderer Zoo hat diese Erfolge zu verbuchen“, betont Kirschner. Der Tierpfleger ist an vielen der Aufzuchten aktiv beteiligt gewesen. Weitsicht und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Tieren sind es, die ausschlaggebend für den Erfolg in der Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Fossa sind. Auch die Gegebenheiten spielen eine entscheidende Rolle.


„Unsere komplexe Zuchtanlage bietet genau die Voraussetzungen, die es für die Nachzucht der madagassischen Raubtiere braucht und ist einzigartig in der deutschen Zoowelt“, erklärt Mike Kirschner. Einsehbare Anlagen für die Besucher sowie miteinander kombinierbare Gehege im rückwertigen Bereich der Fossa-Anlage erlauben es immer, auf die aktuellen Situationen reagieren zu können.

 

Artenschutz auf Madagaskar: Zoo Duisburg mit Führungsrolle

Die Fossa zählt zu den gefährdeten Tierarten und wird auf der sogenannten Roten Liste geführt. Schätzungen gehen davon aus, dass im ungünstigsten Fall nur noch etwa 2.500 Fossa auf Madagaskar leben. Um die Tiere vor Ort besser zu schützen, initiierte der Zoo Duisburg im Jahr 1995 den Fossa-Fond – ein Artenschutzfond, in den europäischen Zoos, die Fossa halten, sowie private Förderer Artenschutzspenden einzahlen. Seit Gründung wird der Fond von Duisburg aus verwaltet und fördert konkrete Artenschutzmaßnahmen auf Madagaskar.


So werden beispielsweise Wildhüter bezahlt und Ausrüstung in Form von Ferngläsern, Funkgeräten sowie Fahrzeugen finanziert. Auch die Durchführung von Freilandstudien finanziert der Fond. Zusätzlich werden praktische Projekte umgesetzt: So ist die Entwicklung und Anschaffung von fossasicheren Hühnerställen realisiert worden.


„Wenn die Fossa die Nutztiere der Bevölkerung nicht mehr erbeutet, schwindet der Konflikt zwischen Mensch und Tier. Das führt dazu, dass die Motivation zur Jagd auf die Fossa sinkt“, erklärt Biologin Taissa Faust, die den Fossa-Fond verwaltet. Außerdem entwickelte der Fossa-Fond brennstoffarme Kochöfen. „Je effektiver Kochstellen befeuert werden, desto weniger Holz wird gebraucht. Das spart Ressourcen, schont den Lebensraum der Fossa und hilft gleichzeitig der Bevölkerung auf Madagaskar“, so die Biologin.

 

Hilfe vor Ort: Tierpfleger reiste nach Madagaskar

Als scheues und zurückgezogen lebendes Raubtier wird die Fossa selten im ursprünglichen Lebensraum auf Madagaskar gesehen. „Aufklärungs- und Bildungsarbeit vor Ort ist daher enorm wichtig, damit die Menschen ein Verständnis für diese wundervollen Raubtiere entwickeln und sich für den Schutz engagieren“, weiß Revierleiter Mike Kirschner. Hierfür ist 1998 in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, eine große Anlage fertiggestellt worden, in der Fossa leben und als Botschaftertiere ihrer Artgenossen fungieren.


Mike Kirschner war selbst vor Ort und unterstützte das Projekt. „Drei Wochen lang haben wir überwiegend in Handarbeit und mit den Menschen vor Ort die rund 150 m² große Anlage gebaut, in der sich im Jahr 2011 sogar Nachwuchs eingestellt hat“, erinnert sich der Tierpfleger. Eine beeindruckende Erfahrung, die den Revierleiter in seiner täglichen Arbeit mit seinen Schützlingen bis heute begleitet und für den Erhalt der flinken Fossa antreibt.

 

 


Putzmunter: Schneeweißer Affen-Nachwuchs im Zoo Duisburg

Das junge Weibchen ist am Valentinstag geboren worden und heißt Valentina. Für den Erhalt der stark bedrohten Affenart ist die Geburt ein großer Erfolg.  

Duisburg, 12. März 2024 -  Im Affenhaus des Zoo Duisburg wächst derzeit ein schneeweißes Bärenstummelaffen-Jungtier auf. Das kleine Weibchen ist am 14. Februar geboren worden. Mit der Entwicklung ist das Zoo-Team sehr zufrieden. Für den Erhalt der stark gefährdeten Primatenart ist das ein großer Erfolg.   Liebevoll und mit viel Routine zieht Affenmutter ‚Kess‘ ihr fünftes Jungtier auf. Jeden Tag wird die kleine Valentina agiler, nimmt ihre Umwelt deutlicher wahr und verlässt die schützenden Arme ihrer Mutter für kurze Entdeckungstouren.

 Foto Zoo Duisburg / M. Appel

„Die Aufzucht verläuft bislang hervorragend“, freut sich Revierleiter Alexander Nolte über das schneeweiße Affen-Jungtier. „Das weiße Fell verlieren die Kleinen schrittweise ab dem vierten Lebensmonat und bekommen dann ihr schwarzes Haarkleid“, weiß Nolte.


Im ursprünglichen Lebensraum hat das auffällige, weiße Fell aber noch eine weitere Funktion: Es ist eine Art natürliche Lebensversicherung. „Bei Gefahr sammeln die Familienmitglieder den weißen Nachwuchs ein und bringen ihn in Sicherheit. Egal, ob es das eigene Jungtier ist oder nicht. Wir nennen so etwas ‚Tantenverhalten‘“, erläutert Alexander Nolte.  


Weltweit erfolgreichste Haltung Seit 1967 hält der Zoo Duisburg die seltenen Bärenstummelaffen. Mittlerweile sind 53 Jungtiere in den vergangenen Jahrzenten am Kaiserberg geboren worden. Damit gehört der Zoo am Kaiserberg weltweit zu den erfolgreichsten Haltern. Dennoch ist jede Geburt für Nolte und seine Kollegen immer wieder ein sehr bewegendes Ereignis mit großer Bedeutung. „Jedes Jungtier ist wichtig, um den Bestand dieser bedrohten afrikanischen Primatenart in Menschenobhut zu stützen und macht uns sehr stolz“, betont der 50-jährige.  


Erhalt der Art wird von Duisburg aus koordiniert Während die Bestände in den Regenwäldern Westafrikas stark gefährdet sind, sind die Bärenstummelaffen in Duisburg vor Wilderei und Lebensraumverlust geschützt. Von Duisburg aus koordiniert Dr. Carolin Bunert, Tierärztin und Kuratorin, den Erhalt der Bärenstummelaffen in den europäischen Zoos im Rahmen des sogenannten Erhaltungszuchtprogramms – kurz ‚EEP‘.


„Die Aufgabe des EEP liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammen zu stellen und eine zukunftsfähige Population in Menschenhand aufzubauen“, erklärt Bunert. Eine Herausforderung für die Tierärztin. „In der europäischen Population kümmern wir uns derzeit um 50 Bärenstummelaffen. Valentina hat für den Bestand eine große Bedeutung, denn sie ist eines der wenigen Weibchen, die in den vergangenen Jahren in den europäischen Zoos geboren worden sind“.  


Artenschutz in Afrika: Zoo Duisburg trägt Verantwortung
Ursprünglich leben Bärenstummelaffen in tropischen Regenwäldern Westafrikas. Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes sowie der zunehmenden Nutzung und Abholzung der Regenwälder stuft die IUCN Bärenstummelaffen mittlerweile als „stark gefährdet“ ein. Zum Schutz von Primatenarten engagiert sich der Zoo Duisburg gemeinsam mit der West African Primate Conservation Action (WAPCA) und dem Taï Monkey Project im afrikanischen Taï Nationalpark an der Elfenbeinküste.


Das ehrgeizige Ziel ist es, in den nächsten Jahren die Aktivitäten zum Schutz des östlichen Teils des Nationalparks auszuweiten. Denn trotz dem Schutzstatus des Gebietes sind Wilderei, illegaler Bergbau und Holzeinschlag an der Tagesordnung. Eine zentrale Rolle zum Schutz des Regenwaldes spielt insbesondere der Aufbau einer Forschungsstation sowie weitere Maßnahmen. Der Taï-Nationalpark ist seit 1982 UNESCO-Weltnaturerbe. Mit einer Fläche von rund 5.500 Quadratkilometern ist er der letzte große, zusammenhängende Regenwald in Westafrika.


Das Gebiet ist Heimat von zahlreichen hochbedrohten Tierarten: Neben Bärenstummel-Affen leben hier Waldelefanten, Zwergflusspferde, Schimpansen, Rote-Stummelaffen und Dianameerkatzen. Allein acht der zwölf hier lebenden Primatenarten sowie über die Hälfte der 1.200 bisher bekannten Pflanzenarten kommen nur im Taï-Nationalpark vor.


Jubiläum: Zoo Duisburg feiert 90jährigen Geburtstag

Zoo-Gäste können sich auf verschiedene Aktionen und besondere Thementage freuen. Für den runden Geburtstag hat der Zoo außerdem ein eigenes Logo entwickelt.

Zoodirektorin Astrid Stewin und Pressesprecher Christian Schreiner präsentieren das Jubiläumslogo - Foto Zoo Duisburg.

Duisburg, 8. März 2024 - Am 12. Mai 1934 ist der Tierpark am Kaiserberg eröffnet worden – in diesem Jahr feiert der Zoo sein 90jähriges Bestehen und blickt mit verschiedenen Aktionen auf seine Geschichte zurück. Neben dem 90ten Geburtstag gibt 2024 einen weiteren Grund zu feiern: Das Koalahaus wird 30 Jahre alt.

 

Gerade einmal 4ha umfasste das Gelände des ehemaligen Tierparks an der Stadtgrenze zu Mülheim bei seiner Gründung. Zur Anfangszeit lebten am Kaiserberg nur wenige, überwiegend heimische Tierarten. Heute ist der Zoo Duisburg Heimat von über 4.700 Individuen aus 328 Arten und ein überregionales Ausflugsziel. Aus dem kleinen Tierpark ist im Laufe der Jahre ein namhafter zoologischer Garten geworden, der sich zu einem modernen Artenschutzzentrum entwickelt hat.

 

Programm

Mit dem Start in das Jubiläumsjahr wird ab März das ganze Jahr gefeiert. Jeden Monat bieten verschiedene Thementage Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des Zoos. Während im März mit dem Aquarium das älteste Zoogebäude im Fokus steht, rückt das Zoo-Team im April afrikanische Tierarten und im Mai quirlige Otter in den Fokus. In den Folgemonaten stellen weitere Bereiche des Zoos ihre Arbeit vor.

Im Rahmen einer kostenfreien Audioführung nimmt das Zoo-Team interessierte Gäste mit auf eine Zeitreise. An ausgewählten Standorten können die Geschichten mit dem eigenen Smartphone abgerufen werden und geben einen Einblick in die historische wie aktuelle und zukünftige Zooentwicklung. Thematisiert wird auch, wie sich Zoologische Gärten im Laufe der Zeit zu unverzichtbaren Motoren für den Artenschutz entwickelt haben.

Zoo sammelt besondere Geschichten und verlost ein tierisches Treffen

Seit seiner Gründung begleitet der Zoo am Kaiserberg Duisburgerinnen und Duisburger sowie viele weitere Menschen aus der Umgebung. Viele Tierfreunde sind mit dem Zoo groß geworden und haben eigene, ganz besondere Erinnerungen, die sie mit dem Zoo verbindet. Im Rahmen des Jubiläums sammelt das Zoo-Team historische Fotos und veröffentlicht ausgewählte im Jubiläumsjahr in den Sozialen Medien des Zoos.

Interessierte können unter dem Stichwort ‚Historische Fotos‘ eigene Aufnahmen an info@zoo-duisburg.de senden und das Jubiläumsjahr somit aktiv mitgestalten. Unter allen Teilnehmenden, die ihre Bilder bis Ende April eingeschickt haben, verlost der Zoo zwei exklusive Treffen mit einer Tierart. Zu diesem tierischen ‚Meet and Feed‘ können die Gewinner bis zu drei weitere Personen mitbringen.

 

30 Jahre Koalahaus und Jubiläumslogo

Neben dem runden Zoogeburtstag wird in diesem Jahr ein weiteres Jubiläum am Kaiserberg gefeiert: Am 24. Mai 2024 wird das Koalahaus 30 Jahre alt. Das Datum markiert den Beginn einer wahren Erfolgsgeschichte, denn heute gilt der Zoo Duisburg als Zucht- und Kompetenzzentrum, zog bereits über 40 Koalas erfolgreich auf und führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Beuteltier-Art. Die Geschichte der erfolgreichsten Koala-Haltung in Deutschland feiert das Zoo-Team mit allen Besuchenden im Rahmen des Save the Koala Days am 14. Juli 2024.



Zoo nimmt neue Heuscheune offiziell in Betrieb

Die Leichtbauhalle bietet genug Raum, um den Halbjahresbedarf an Heu und Stroh zu lagern. Realisiert worden ist die Maßnahme dank dem Engagement des Vereins der Freunde des Duisburger Tierpark e.V..  

Duisburg,4. März 2024 - Auf der Fläche des Wirtschaftshofes ist in den vergangenen Monaten ein zentrales Großlager für Heu- und Stroh entstanden. Mit einer Grundfläche von 270 m² bietet die Leichtbauhalle genug Platz, um den Halbjahresbedarf des Zoos zu lagern. Im Rahmen der offiziellen Inbetriebnahme weihte Dr. Carolin Bunert, Tierärztin und Kuratorin im Zoo Duisburg, die neue Lagerhalle gemeinsam mit Frank Schlawe, 1. Vorsitzender des Vereins, ein. Denn nur dank dem Engagement des Fördervereins in Höhe von rund 345.000 Euro konnte die Maßnahme realisiert werden.  
Frank Schlawe (1. Vorsitzender des Vereins der Freunde des Duisburger Tierpark e.V.) und Dr. Carolin Bunert (Tierärztin im Zoo Duisburg) bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Heuscheune. Foto Zoo Duisburg

Hinter den vier großen Schiebetoren der neuen Heuscheune können hunderte Ballen Heu und Stroh lagern: Dicht an dicht liegen sie in acht Reihen nebeneinander. Bis zu sechs der Großballen mit einem Gewicht von rund 350 kg und einer Länge von 2,5 Metern lassen sich übereinander stapeln. „Insgesamt hat die Scheune eine Lagerkapazität von bis zu 400 der XXL-Ballen. Die großen Toranlagen mit einer Durchfahrtsbreite von fünf Metern und der komplett stützenfreie Innenraum erlauben dabei das Arbeiten mit unserem Radlader“, berichtet Dr. Carolin Bunert.


Die Zootierärztin ist auch für den Bereich des Futterhofes des Zoo Duisburg zuständig und war intensiv an den Planungen beteiligt. „Unser Ziel ist es gewesen, die Logistik hinter der Versorgung unserer Tiere weiter zu verbessern und einen zentralen Ort auf dem Zoogelände zu schaffen, wo sich große Mengen Heu und Stroh lagern lassen. Das haben wir geschafft“. Die Vorteile liegen für Dr. Carolin Bunert auf der Hand – kürzere Transportwege zu den Tieren, die Option, große Mengen Heu wie Stroh einkaufen zu können, sowie ausreichend Platz, um verschiedene Heusorten zu lagern. Denn Heu, das erklärt Bunert, ist nicht gleich Heu.


„Aktuell verfüttern wir drei bis vier verschiedene Heusorten an unsere Tiere. Sie alle unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, dem Erntezeitpunkt und den genutzten Grassorten“. Während die Kamele Heu aus regionalem Anbau fressen, verspeisen die Ostafrikanischen Bongos, eine Antilopenart, Luzerne – eine Heusorte mit sehr hohem Eiweißanteil. Neben bergeweise frischem Heu benötigt der Zoo pro Woche außerdem durchschnittlich vier Großballen Stroh, das insbesondere zum Einstreu der Stallungen benötigt wird und ebenfalls in der neuen Scheune gelagert wird.  


Frank Schlawe, 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde des Duisburger Tierpark e.V., ist begeistert von der neuen Scheune. „Unsere Aufgabe als Förderverein besteht darin, den Zoo bei seiner stetigen Weiterentwicklung zu unterstützen. Dazu gehören natürlich moderne wie zukunftsweisende Tieranlagen – aber eben nicht nur. Denn eine funktionierende Logistik und die damit einhergehenden Möglichkeiten, hochqualitatives Futter in geeigneten Mengen einkaufen und einlagern zu können, ist eine entscheidende Grundlage. Und wenn man die Heu- und Strohmengen sieht, wird einem das umso deutlicher“, so Schlawe zum vielfältigen Engagement des Vereins.  


Die Heuscheune ist ein weiteres Puzzleteil in der Weiterentwicklung des Wirtschaftsgelände des Zoo Duisburg. Zuvor entstand der maßgeblich aus finanziellen Mitteln des Kommunalinvestitions-Förderungsgesetzes (KIDU) realisierte Ersatzneubau des Wirtschaftshofes. Die zwei zentralen Gebäude die Werkstätten der zooeigenen Gärtner und Handwerker (Schreinerei, Schlosserei, Elektrowerkstatt), sowie die Umkleiden und Duschen für die Belegschaft. In den neun Kühlräumen des zentralen Futterlagers lagern frisches Gemüse, knackiges Obst, tiefgekühlter Fisch und sogar eingefrorenes Laub. Auch ein Hochregallager für Pellets, Körnerfutter und weitere Trockenfuttermittel zur Versorgung der über 4.700 Tiere des Zoos ist vorhanden.  




Noch mehr Tiererlebnis: Zoo Duisburg verlängert Öffnungszeiten

Duisburg, 1. März 2024 - Ab dem 01. März 2024 gilt im Zoo Duisburg wieder die Sommer-Öffnungszeit. Der Zoobesuch ist dann bis 19 Uhr möglich. An Wochentagen gilt das Feierabendticket ab 16.30 Uhr.   Duisburg Der Zoo Duisburg passt seine Öffnungszeit an: Ab dem 01. März gilt traditionell die Sommer-Öffnungszeit. Einzigartige Tiermomente und spannende Erlebnisse sind somit täglich bis 19 Uhr möglich. Mit Beginn der Sommerzeit sind die Tierhäuser jeden Tag bis 18.30 geöffnet. Die verlängerte Öffnungszeit gilt bis Ende Oktober.

Foto: Zoo Duisburg / M. Appel


Alle Zeiten im Überblick
Öffnungszeiten: Folgende Zeiten gelten ab dem 01. März 2024 bis Ende Oktober.
Kassenöffnungszeit: 09.00 - 17.30 Uhr
Servicebüro: 10.00 - 18.00 Uhr
Zooschließzeit: 19.00 Uhr
Öffnungszeit Tierhäuser: Bis 18.30 Uhr
Delfinvorführungen: 11.30, 14.30 und 16.00 Uhr  


Feierabendticket: Wer den Zoo Duisburg in den Nachmittagsstunden besucht, kann sich von montags bis freitags auf das Feierabendticket freuen. Der vergünstigte Nachmittagstarif für Erwachsene beträgt 10 Euro, Kinder zahlen 6 Euro. Das Angebot gilt unter der Woche, außer an Feiertagen. Ab 16.30 Uhr kann das Feierabendticket vor Ort an den Kassen gekauft werden.


Großprojekt im Zoo Duisburg: Spatenstich für Seelöwenanlage besiegelt Baubeginn

Rund 5,8 Millionen Euro investiert der Zoo Duisburg in die Modernisierung und Erweiterung der Anlage für Kalifornische Seelöwen. Durch zahlreiche Unterwasserscheiben lassen sich die Seelöwen bei ihren Tauchgängen aus nächster Nähe beobachten.  


Duisburg, 20. Februar 2024 - Der Zoo Duisburg setzt seine positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort und investiert in die Zukunft: In den kommenden Jahren entsteht am Kaiserberg eine moderne Anlage für Kalifornische Seelöwen. Marcus Vunic, Vorsitzender des Zoo-Aufsichtsrates, Direktorin Astrid Stewin, Oliver Mojecki (zoologischer Leiter) und Dr. Kerstin Ternes (Zootierärztin und Kuratorin) setzten den Spatenstich und präsentierten das Projekt erstmals in der Öffentlichkeit.  

Spatenstich Seelöwenanlage l Marcus Vunic (Vorsitzender des Zoo-Aufsichtsrates), Oliver Mojecki (Zoologischer Leiter), Dr. Kerstin Ternes (Zootierärztin und Kuratorin) und Astrid Stewin (Direktorin Zoo Duisburg), (v.r.n.l.) l Quelle: Zoo Duisburg

Gemeinsam mit einem externen Architekturbüro hat das Zoo-Team in den vergangenen zwei Jahren an dem Projekt gearbeitet und die Planung vorangetrieben. „Mit der neuen Anlage schaffen wir unserer Seelöwen-Familie einen naturnahen Lebensraum und ermöglichen allen Besuchern besondere Erlebnisse. Schon bald lassen sich die Seelöwen aus neuen Perspektiven beim Tauchen, Schwimmen und Faulenzen beobachten. Damit verfolgen wir auch das Ziel, Menschen für Tiere zu begeistern und für Umweltthematiken zu sensibilisieren“, so Zoodirektorin Astrid Stewin im Rahmen des Spatenstichs.

Ansicht Unterwasserscheiben l Quelle: Zoo Duisburg / mkk-Architekten

Rückansicht Anlage Seelöwen l Quelle: Zoo Duisburg / mkk-Architekten 

„Die Seelöwen-Anlage ist ein Meilenstein in der Weiterentwicklung des Zoos. Sie ist Teil des Masterplans, mit dem sich der Zoo schrittweise für die Zukunft aufstellt, um jeden Zoobesuch zu einem unvergesslichen Abenteuer zu machen. Wir als Aufsichtsrat sind stolz darauf, was das Zoo-Team bereits geleistet hat und noch leisten wird“, sagt Marcus Vunic, Vorsitzender des Zoo-Aufsichtsrates.

Technische Zeichnung l Quelle: Zoo Duisburg / mkk-Architekten

Ausgestaltung der Anlage
Die künftige Seelöwen-Anlage bietet den Tieren durch Felsinseln und terrassenförmig angeordneten Felsaufbauten viel Platz zum ausgiebigen Sonnen, Ruhen sowie Verweilen und erstreckt sich auf eine Fläche von über 1.000 m². Das ausgedehnte Wasserareal umfasst Flachwasser- sowie Tiefenbereiche von fast drei Metern.

Aufgeteilt ist es in drei Zonen, die alle miteinander verbunden sind. Nach Fertigstellung füllen rund 1,3 Millionen Liter rein biologisch aufbereitetes Salzwasser das ausgeklügelte Mehrbeckensystem. Bei Bedarf lassen sich Teile der Land- wie Wasserfläche mit stufenlos verstellbaren Sonnensegeln überspannen. „Seelöwen lieben es in der Sonne zu liegen, brauchen bei starker Sonneneinstrahlung aber auch Schatteninseln, die sie dann selbstständig aufsuchen“, erklärt die Kuratorin und Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes.  

Symbolfoto Kalifornischer Seelöwe l Quelle: Zoo Duisburg / M. Appel  


Besondere Einsichtsmöglichkeiten
Die flinken Seelöwen lassen sich bei ihren Tauchgängen künftig aus verschiedenen Perspektiven beobachten: Unterschiedliche große Unterwasserscheiben bieten Einblicke in Flachwasser- und Tiefenzonen. Von einem extra angelegten Besucherbereich aus schauen die Zoogäste bei den regelmäßig stattfindenden kommentierten Fütterungen zu. Eine umfassende Beschilderung sowie interaktive Elemente rund um die Meeressäuger und ihren Lebensraum sind ebenfalls Bestandteil der Anlage und greifen auch aktuelle Themen zum Natur- und Artenschutz auf.  


Komplexe Filtration im Multifunktions-Gebäude
Die komplexe Filtration des künftigen Seelöwen-Areals befindet sich im Hintergrund der Anlage in einem separaten Gebäude. Auf zwei Etagen bereiten Muldensieb, Trommelfilter, UV-Klärer, Biofilter und die sogenannten Eiweißabschäumer das Salzwasser kontinuierlich auf. Neben technischen Komponenten sind im Multifunktionsgebäude die Stallungen der Seelöwen, die auch einen eigenen Mutter-Kind-Bereich beinhalten, untergebracht.


„Alle Bereiche sind so ausgestaltet, dass wir flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse der Tiere reagieren können“, sagt Dr. Ternes. Die Dachfläche des Multifunktionsgebäudes wird als Gründach ausgestaltet, speichert Wasser und wird mit Solarelementen bestückt. Die erzeugte Energie nutzt der Zoo für den direkten Bedarf. Obendrein bietet das Gründach zahlreichen Insekten Unterschlupf und eine sichere Heimat.  

Planung, Bauzeit und Kosten Gemeinsam mit einem externen Architekturbüro hat das Zoo-Team in den vergangenen zwei Jahren an dem Projekt gearbeitet und die Planung vorangetrieben. Diese kommt nun zur Ausführung.



Die Erweiterung und Modernisierung der bestehenden Seelöwen-Anlage erfolgt in mehreren Abschnitten: In einem ersten Schritt werden bestehende Nebenanlagen sowie die aktuell noch genutzte Pinguinanlage abgerissen. Bis zur Fertigstellung des neuen Pinguin-Areals leben die südafrikanischen Wasservögel in einer Anlage hinter den Kulissen.

Auf einem Teil der so entstehenden Freifläche sowie angrenzender Areale entstehen dann das Multifunktionsgebäude mit Filtration sowie der erste Teil der Seelöwenanlage. Nach Fertigstellung dieser Arbeiten siedeln die Seelöwen in dieses neu erschlossene Areal um. Im nächsten Bauabschnitt folgt der Abriss der heutigen Seelöwenanlage, die dann durch ein neues, tieferes und größeres Wasserareal sowie einen neuen Landteil ersetzt wird.


Im letzten Bauabschnitt entsteht ein sogenannter Schwimmkanal, der alle Anlagenteile miteinander verbindet. In Abhängigkeit des Baufortschrittes, der Verfügbarkeit von ausführenden Firmen und Baumaterialien rechnet der Zoo Duisburg mit einer Fertigstellung der Gesamtmaßnahme im Jahr 2026. Insgesamt investiert der Zoo Duisburg 5,8 Millionen Euro in das Projekt.  


Masterplan Zoo
Der Masterplan des Zoo Duisburg ist ein Zukunftskonzept, das den Betrieb des Zoos so darstellt, dass er unter den bestehenden Rahmenbedingungen bestmöglich aufgestellt ist. Er soll eine Marschrichtung bzw. Leitlinie für die nächsten Jahrzehnte vorgeben. Der Masterplan gibt die zukünftige strategische Ausrichtung wieder und ist ein flexibler Plan, der kontinuierlich bearbeitet und umgesetzt wird.

Bereits abgeschlossene Maßnahmen des Masterplans sind beispielsweise die australische Outback-Voliere, die karibische Leguaninsel, die neue Binturong-Anlage und der Ersatzneubau des Wirtschaftshofes. Im Rahmen des Masterplans entsteht zurzeit außerdem eine neue Anlage für Brillenpinguine, unterstützt durch das Engagement der Sparkasse Duisburg.  


 

Ungewöhnlicher Anblick: Trampeltier Salome trägt eine Hose

Der atmungsaktive Stoff der Outdoorhose schützt einen Verband an den Beinen des Trampeltiers. Zootierärztin Dr. Carolin Bunert ist mit ihrem Patienten sehr zufrieden.  

Duisburg, 16. Februar 2024 - Im Zoo Duisburg lässt sich derzeit eine ungewöhnliche Beobachtung machen: Trampeltier Salome trägt eine zerschnittene Outdoorhose über den Knien ihrer Vorderbeine. Das skurrile Bild hat einen ernsten Hintergrund, denn die Hose soll bei der schnellen Genesung des flauschigen Vierbeiners helfen.  

Foto Zoo Duisburg / M. Appel

„Die Hose sitzt“, lacht Dr. Carolin Bunert. Täglich schaut die Zootierärztin bei ihrer derzeit größten tierischen Patientin vorbei und prüft mit fachmännischem Blick den Sitz der Hosenbeine am Trampeltier. Seit einigen Wochen ist das Kamel bei Dr. Bunert wegen einer Wunde an jedem Vorderbein in Behandlung. Mit dem Verlauf der Heilung ist die Tierärztin des Zoo Duisburg sehr zufrieden. Ohne die schützende Hose, das weiß die Tierärztin, hätte die Wunde nicht heilen können.


„Ein normaler Verband wicht bei Regen auf. Obendrein hätte Salome ihn sicher irgendwann Stück für Stück abgezupft und dann hätten Sand, Erde oder Stroh in die Wunde gelangen können“. Die Lösung ist eine ausgediente Outdoorhose. „Der Stoff ist wasser- und schmutzabweisend, dennoch atmungsaktiv und schützt die darunterliegenden Verbände an den Beinen. Das hilft bei der Heilung“, erklärt Dr. Bunert. Salome trägt ihr neues Outfit mit Fassung. Notiz vom grauen Stoff nimmt der Vierbeiner nicht wirklich.  


Das zweihöckrige Trampeltier gehört zur Familie der Altweltkamel und ist mit dem einhöckrigen Dromedar verwandt. Ursprünglich leben die bis zu 1.000 kg schweren Tiere in den Wüsten Asiens und sind hervorragend an ihren widrigen Lebensraum angepasst: Breite Füße mit dicken Schwielensohlen verhindern ein Einsinken im weichen Wüstensand. Die schlitzförmigen Nasenlöcher können die Tiere verschließen, so dass kein Sand in die Nase gelangt.


Ihre langen Wimpern halten umherfliegenden Sand bei Stürmen aus den Augen. Obendrein sind Trampeltiere wahre Meister des Wassersparens und können, wenn sie Wasser finden, innerhalb von wenigen Minuten bis zu 150 Liter Flüssigkeit trinken. Möglich ist das durch die spezielle Beschaffenheit des Blutes der Tiere. Ihre roten Blutkörperchen können sich stark ausdehnen, ohne zu platzen. Das aufgenommene Wasser lagern Trampeltiere, wie auch Dromedare, nicht in ihren Höckern, sondern im gesamten Körper. Insbesondere ihre Nieren, der Darm und die Blase der Kamele sind in der Lage, Flüssigkeit lange im Körper zu halten.  


Spatenstich für Seelöwenanlage besiegelt Baubeginn

Rund 5,8 Millionen Euro investiert der Zoo Duisburg in die Modernisierung und Erweiterung der Anlage für Kalifornische Seelöwen.  

Duisburg, 12. Februar 2024 - Der Zoo Duisburg setzt seine positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort und investiert in die Zukunft: In den kommenden Jahren entsteht am Kaiserberg eine moderne und zukunftsweisende Anlage für Kalifornische Seelöwen.

Durch zahlreiche Unterwasserscheiben lassen sich die Seelöwen bei ihren Tauchgängen aus nächster Nähe beobachten. Im Rahmen des Spatenstichs stellt der Zoo Duisburg das Projekt erstmals am 20. Februar 2024 in der Öffentlichkeit vor.

Namenswettbewerb: Brillenpinguin ‚AP594‘ heißt nun ‚Big B‘

Der Frackträger ist in Südafrika ausgewildert worden. Zuvor hat der Zoo Duisburg die Patenschaft für den Jungvogel übernommen. Weit über 1.000 Namensvorschläge sind eingegangen.  


Duisburg, 9. Februar 2024 - Am 02. Oktober 2023 fanden Ranger den Brillenpinguin am Strand von Big Bay nahe Kapstadt. Sein Zustand war besorgniserregend, der Jungvogel abgemagert und allein im Nest. Nun ist der Pinguin mit Hilfe des Zoo Duisburg aufgepäppelt und ausgewildert worden.  
Die Geschichte des Brillenpinguins Big B - Foto SANCCOB - bewegt tausende Menschen – viele von ihnen beteiligten sich an dem Namenswettbewerb für den Jungvogel. Denn durch die Übernahme der Patenschaft hatte das Duisburger Zoo-Team die Möglichkeit, dem jungen Brillenpinguin einen Namen zu geben.


„Hieran wollten wir alle Tierfreunde beteiligen, um damit auch auf die prekäre Situation der Brillenpinguine in Südafrika aufmerksam zu machen. Dass wir solch eine riesige Resonanz bekommen haben und sich so viele Menschen an der Namenssuche beteiligten, bewegt uns alle sehr“, so Zoodirektorin Astrid Stewin. Bei der Sichtung der Vorschläge wählte das Zoo-Team den Namen ‚Big B‘ aus, der eine direkte Verbindung zum Fundort des Tieres am Stand von Big Bay darstellt. Um ihn und weitere Brillenpinguine auszuwildern, hat der Zoo Duisburg vor Kurzem 3.000 Euro aus seinen Artenschutzmitteln bereitgestellt.

Auswilderung eines Brillenpinguins in Südafrika l Quelle: SANCCOB


Vor einigen Tagen erreichte das Duisburger Zoo-Team dann die Nachricht: Big B hat sich gut erholt und ist gemeinsam mit weiteren jungen Pinguinen am Strand von Foxy Beach ausgewildert worden, wo eine Pinguin-Kolonie heimisch ist.  Die Voraussetzungen für das Happy End sind in einer Schutzstation der Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds (SANCCOB) geschaffen worden. Hier engagieren sich Mitarbeitende und ehrenamtlich Aktive hingebungsvoll für afrikanische Seevögel. Allein im vergangenen Jahr päppelte das Team von SANCCOB 52 Pinguine auf, die abgemagert und erschöpft gefunden worden sind. Zu ihnen gehörte auch Big B, der bei seiner Ankunft in der Schutzstation gerade einmal 960 Gramm gewogen hat.


„Das ist weniger als die Hälfte dessen, was dieser Pinguin in seinem Alter hätte wiegen sollen“, betonen die Verantwortlichen von SANCCOB. In den letzten zehn Jahren ist es für die afrikanischen Pinguine zu einem immensen Problem geworden, ausreichend Nahrung zu beschaffen, um Jungvögel aufzuziehen. Immer wieder lassen erwachsene Brillenpinguine ihren Nachwuchs zurück, der dann von Rangern gefunden und in den Stationen aufgezogen wird. „Was die Mitarbeitenden von SANCCOB vor Ort leisten, ist überwältigend und unterstützenswert. Deswegen stellen wir Gelder aus unserem Artenschutzeuro bereit und helfen somit, afrikanische Vogelarten und insbesondere Brillenpinguine zu schützen. Und auch künftig werden wir an der Seite von SANCCOB stehen“, betont Zoo-Chefin Stewin.   


Brillenpinguine sind stark gefährdet, in ihrem ursprünglichen Lebensraum könnte die Tierart in weniger als 30 Jahren ausgestorben sein. Schätzungen gehen davon aus, dass mittlerweile nur noch etwa 20.000 Brutpaare an den Küsten Südafrikas leben – Tendenz abnehmend. Bei ihrem Schutz nehmen Zoologische Gärten auf der ganzen Welt sowie dem Welt-Zooverband (WAZA) eine wichtige Rolle ein, wie die Verantwortlichen von SANCCOB betonen.


„Wir erhalten von Zoos und Aquarien Fördermittel, um einen Beitrag zu den Betriebskosten unserer Organisation zu leisten, die es uns ermöglichen, die wildlebende Population afrikanischer Pinguine und Seevögel zu stärken“. In Südafrika betreibt SANCCOB zwei Rehabilitationszentren mit angeschlossener Krankenstation für verletzte Seevögel. Hier werden die aufgenommenen Tiere in Abhängigkeit ihrer Verletzung oder Erkrankung rund 4-16 Wochen lang gesund gepflegt. Einmal in der Woche verlassen rehabilitierte Vögel die Einrichtungen und werden zu ausgewählten Pinguinkolonien gebracht, um sie dort auszuwildern.

Mitarbeitende von SANCOOB bereiten die Auswilderung von Brillenpinguinen vor l Quelle: SANCCOB

Die Station in Kapstadt verfügt, neben Schulungsräumen, außerdem über eine gut ausgestattete Veterinärstation mit Operationssaal und Röntgengerät. Knochenbrüche und Infektionen der Atemwege können hier behandelt werden. Sie verfügt auch über einen Bereich für Vögel, die aufgrund ihrer Verletzungen nicht wieder ausgewildert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt von SANCCOB liegt auf der Überwachung von etablierten Nistplätzen von Seevögeln.


Verlassene Küken und Eier werden von den Rangern identifiziert und in die Rehabilitationszentren gebracht, damit sie keinen Raubtieren zum Opfer fallen. Seit SANCCOB verwaiste Eier ausbrütet und hilflose Jungvögel aufzieht, konnten tausende an den Küsten Südafrikas ausgewildert werden. Dass es sich hierbei um eine wirkungsvolle Schutzmaßnahme des Brillenpinguinbestandes handelt, zeigen auch Studien. Denn die Überlebensrate der handaufgezogenen Tiere ist ähnlich hoch wie bei solchen, die auf natürliche Weise von den Elternvögeln aufgezogen wurden.  


 Jahreskarte für den Zoo Duisburg ist smart und digital

 Ab sofort gibt es die Dauerkarte neben dem Scheckkarten-Format auch in der Wallet-App zum Abspeichern auf dem Smartphone.  

Duisburg, 7. Februar 2024 -  Die Jahreskarte für den Zoo Duisburg ist smart und digital. Ab sofort ist für neue Dauerkartenbesitzer eine neue Funktion etabliert, die es ermöglicht, sein Jahresticket und das der Familienmitglieder auf dem Handy über eine sogenannte ‚Wallet-App‘ abzuspeichern. Voraussetzung ist der Gebrauch eines Android- oder Apple-Gerätes.  


Im sogenannten ‚Wallet‘ bzw. der ‚Wallet-App‘ können bereits seit einiger Zeit Bordkarten von Flugreisen, Bank- wie Debitkarten, Kinokarten, Coupons, Treuekarten und viele weitere abgespeichert werden. Somit sind die vielfältigen Karten – und ab sofort auch die Zoo Duisburg Jahreskarte bei Neukauf – smart, digital und immer auf dem Handy verfügbar. Eine vergessene Jahreskarte gehört somit in der Regel der Vergangenheit an.  


Die digitale Jahreskarte ist im Online-Shop erhältlich. Die physische Variante gibt es nach wie vor im Besucherservice des Zoos an der Mülheimer Straße - ab dem 01. März 2024 dann für 3,50 Euro pro Stück. Bestehende physische Jahreskarten können weiterhin und wie gewohnt über das Servicebüro verlängert werden. Das digitale Angebot soll entsprechende Anreize mit dem Ziel einer nachhaltigeren Ausrichtung des Zoos und der Reduktion von Kunststoffen schaffen.  


Beim Neukauf einer Jahreskarte für den Zoo Duisburg über den Online-Shop wird der entsprechende Link zum Zufügen der digitalen Jahreskarte ins ‚Wallet‘ zugesendet. Auch die Jahreskarten der eigenen Kinder können so digitalisiert werden und sind dadurch immer griffbereit.  


 ahreskarten für den Zoo Duisburg ermöglichen ein Jahr lang besondere tierische Erlebnisse und sind ab Ausstellungsdatum 365 Tage gültig. Spätestens beim vierten Besuch rentiert sich das Dauerticket und ist schon ab 45,50 Euro zu haben. Schon nach dem dritten Besuch rechnet sich der Kauf der Zweijahre-Jahreskarte, die ab Kaufdatum 730 Tage gültig ist.  


Aktuelle Jahreskartenpreise mit einer Gültigkeit von 365 Tagen im Überblick: Erwachsen: 75,50 Euro Kind: 45,50 Euro (von 3 bis einschl. 17 Jahren) Familie I: 105,00 Euro (Erwachsener und mit eigenem Kind) Familie II: 135,00 Euro (2 Erwachsene und mit eigenem Kind) Geschwisterkinder: 14,00 Euro Hund: 30,00 Euro (Zugang Montag - Freitag)

Foto Zoo Duisburg

 Zoo Duisburg: Besondere Themenführungen im Februar, März und April

Die thematisch wechselnden Monatsführungen geben den Gästen des Zoos einen vielfältigen Einblick in das tierische Treiben am Kaiserberg.  


Duisburg, 5. Februar 2024 -  „Vom Wildtier zum Haustier“ / 25. Februar 2024 Der Hund stammt vom Wolf ab – das Wissen die meisten. Aber wie ist es mit Meerschweinchen, Hauskatze oder dem Alpaka? Bei der Themenführung „Vom Wildtier zum Haustier“ stellt das Team der Zoobegleiter verschiedene Haustiere und ihre Abstammung an.
 
Polarwolf - Foto Zoo Duisburg / M. Appel

„Rund um’s Ei – Osterführung“ / 30. März 2024
Warum legen Tiere Eier, legen nur Vögel Eier und gibt es im Tierreich auch bunte Eier? Bei der Osterführung erfahren interessierte Zoobesucher aus erster Hand allerlei Besonderheiten rund um das Thema Ei.  

Erdmännchen mit Osterei - Foto Zoo Duisburg


„Artenschutz“ / 21. April 2024
Täglich verschwinden Tier- und Pflanzenarten von der Erde – sie sterben aus. Aber was genau ist eine ‚Art‘, wieso sterben Arten aus und wie genau engagieren sich Zoologische Gärten im Artenschutz? Im Rahmen der Themenführung „Artenschutz“ erfahren die Teilnehmenden allerhand Wissenswertes über die Artenschutzarbeit des Zoo Duisburg und den Herausforderungen, mit den Artenschützer weltweit konfrontiert sind.  


Teilnahme an den Führungen Für alle Monatsführungen gilt:  Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die einstündige Führung beträgt 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Zooeintritt. Die Führung startet um 12.00 Uhr am Haupteingang.  



Tierische Inventur: So viele Tiere leben im Zoo Duisburg

Duisburg, 30. Januar 2024 - Mit Klemmbrett und Stift ist der Tierbestand am Kaiserberg mehrere Wochen lang gezählt worden. Das Ergebnis: Im Zoo Duisburg leben über 4.700 Tiere aus 328 Arten.  

Zum Ende eines jeden Jahres beginnt sie, die tierische Inventur im Zoo Duisburg. Von Ameise bis Zebra – es wird alles gezählt, was am Kaiserberg in den Gehegen schwimmt, läuft, krabbelt und fliegt. Nun steht das Ergebnis fest: über 4.700 Individuen aus 328 Arten leben zum Stichtag 31. Dezember 2023 im Zoo Duisburg.  


Bei der tierischen Inventur haben es einige Tierpfleger und Tierpflegerinnen leichter, andere deutlich schwerer. Kleine, besonders flinke oder gut getarnte Tiere werden gleich mehrfach gezählt. So im Aquarium: Über mehrere Tage und in festgelegten Intervallen wird der Bestand in den einzelnen Anlagen erfasst. Auch Fotos kommen hierbei zur Hilfe, um jedes einzelne Individuum aus den Fischschwärmen zu dokumentieren. Auch bei den Madagaskar-Ratten greifen die Tierpfleger auf technische Hilfsmittel zurück. Mit Nachtsichtkameras werden die flinken Riesennager beobachtet. Trotz bester Tarnung können sich auch die Faultiere dem großen Zählen nicht entziehen.  

Tierpfleger im Aquarium erfasst den Tierbestand - Foto Zoo Duisburg

Wirtelschwanzleguan ‚Ivan‘ im Rahmen der Inventur - Foto Zoo Duisburg


Sind alle Tiere auf den Inventurlisten erfasst, vergleichen die Zoologen die gesammelten Daten mit den Aufzeichnungen, die das ganze Jahr über gemacht worden sind. Denn täglich hält das Zoo-Team fest, welche Tiere geboren, verstorben und angekommen sind oder den Zoo verlassen haben. Biologe Oliver Mojecki erklärt: „Der Tierbestand unterliegt stetigen Veränderungen. Während Jungtiere ihren Geburtszoo in der Regel verlassen und in anderen Einrichtungen ein neues Zuhause finden, kommen andere Tierarten an und erweitern den bestehenden Tierbestand“.


So konnte das Team in Duisburg im vergangenen Jahr unter anderem zwei Felsenkängurus begrüßen, die nun die Outback-Voliere durchstreifen.   Zahlreiche Jungtiere erfreuten Besuchende und Zoo-Team gleichermaßen: Nachwuchs gab es im vergangenen Jahr beispielsweise bei den Wombats, Fossas, Alpakas, Erdmännchen, Zwergottern, Kuba-Baumratten, Krontauben und Wildkatzen. Auch bei den Forsten-Allfarbloris, den Mangarahara-Buntbarschen und den Pelikanen ließ sich die Aufzucht von Jungtieren beobachten.  



Wombat-Nachwuchs heißt ‚Nandalie

Duisburg, 26. Januar 2024 - ‚Nandalie‘ stammt aus der Sprache der australischen Ureinwohner und bedeutet übersetzt ‚Feuer‘. Mit der Entwicklung des weiblichen Jungtieres ist das Zoo-Team sehr zufrieden. Duisburg Mittlerweile ist der kleine Wombat im Zoo Duisburg ein Jahr alt, nun hat der Nachwuchs einen Namen bekommen. In der internen Abstimmung zwischen den betreuenden Tierpflegern setzte sich ‚Nandalie‘ durch.  

Fotos Zoo Duisburg / M. Appel

„Damit wird auch eine Tradition im Koalahaus fortgeführt“, erzählt Revierleiter Florian Thaller. Denn der Nachwuchs von australischen Tierarten, die am Kaiserberg geboren werden, bekommt immer einen Namen, der aus der Sprache der australische Ureinwohner stammt. „In diesem Fall sind wir in einem australischen Wörterbuch fündig geworden“, so der Tierpfleger. Mit der Entwicklung des kleinen Wombats ist das Zoo-Team sehr zufrieden.


„Nandalie ist uns gegenüber sehr aufgeschlossen, erkundet die Umgebung neugierig und ist total entspannt. Das scheint sie sich von ihrer Mutter Hope abgeschaut zu haben“, berichtet der Tierpfleger. In den vergangenen Monaten hat der Schützling von Florian Thaller kräftig an Gewicht zugelegt. Rund 10 Kilogramm bringt das junge Wombat-Weibchen mittlerweile auf die Waage. Milch, erzählt Thaller, steht nur noch selten auf dem Speiseplan von Nandalie. Stattdessen knabbert das Beuteltier überwiegend Heu und Gras. „Als besonderes Leckerchen gibt es außerdem Mais“.  


Geboren worden ist Nandalie im November 2022. Damals nur einige wenige Gramm schwer, krabbelte der Nachwuchs direkt nach der Geburt in den Beutel von Mutter Hope, in dem er sich geschützt und unsichtbar entwickelte. Am 17. Juni des vergangenen Jahres dann die Sensation: Am späten Nachmittag machten die Tierpfleger des Zoo Duisburg das erste Foto des kleinen Wombats, als dieser aus dem unterirdischen Bau herausschaute. Florian Thaller erinnert sich: „Wir hatten schon längere Zeit den Verdacht, dass Hope ein Jungtier aufzieht. Denn sie lebte nur noch zurückgezogen im selbstgegrabenen Bau auf der Außenanlage.


Nur in der Nacht kam sie zur Futterstelle, die wir mit Wildkameras überwachen“. Für den Zoo Duisburg ist die Aufzucht des kleinen Wombats eine Besonderheit – in der 56-jährigen Haltungsgeschichte gelang die Aufzucht der charismatischen Beuteltiere bisher nur fünf Mal. Dabei ist der letzte in Duisburg geborene Wombat gleichzeitig der Vater des aktuellen Jungtieres: Apari kam im Herbst 2017 zur Welt.  

Foto Zoo Duisburg / M. Appel


Valentinstag im Zoo Duisburg: Große Gefühle und besondere Aktionen

Für alle Pärchen gilt am Valentinstag ein Erwachsenen-Sonderpreis. Bei der romantischen Abendführung dreht sich alles um das Liebesleben der Tiere.  

Foto: Zoo Duisburg / M. Fimpeler

Duisburg, 25. Januar 2024 - Pärchen-Ticket 14. Februar 2024 / ganztägiges Angebot Am Valentinstag wartet auf alle Pärchen ein besonderes Angebot, denn der Eintritt ist am 14.02.2024 ermäßigt: An den Tageskassen gibt es das ermäßigte „Pärchen-Ticket“ für zwei Erwachsene bereits zum Preis von 35 Euro.   Romantischer Valentinsabend im Schein der Taschenlampe 14. Februar 2024 Löwenkater Tsavo hat einen Harem für sich, Koala Yiribana gilt als zickige Kratzbürste und die Seekühe Manfred und Pablo haben mit Frauen nichts am Hut.


Das Liebesleben der Tiere im Zoo Duisburg ist vielfältig, teils skurril und hält einige Überraschungen bereit. Aber wie funktioniert Sex im Tierreich und was sind die ‚Vorlieben‘ der Duisburger Zoobewohner? Bei der Ü-18 Führung am Valentinsabend geben die Zoobegleiter im Schein der Taschenlampe Einblicke in das Liebesleben verschiedener Tierarten. Nach dem zweistündigen Rundgang lassen die Gäste den Abend im Koalahaus im Rahmen eines Sektempfangs ausklingen.


Die Plätze sind begrenzt, eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Der Preis für die beträgt 40 Euro pro Person. Die zweistündigen Führungen starten um 18.30 und 19.30 Uhr am Zooeingang.  

 

 

Zoo Duisburg übernimmt Patenschaft für Brillenpinguin ‚AP594‘

In Südafrika wird der Jungvogel derzeit auf die Auswilderung vorbereitet. Das Duisburger Zoo-Team startet einen Namenswettbewerb für den Pinguin.  


Duisburg, 12. Januar 2024 -  Zum Schutz der sympathischen Frackträger im ursprünglichen Lebensraum unterstützt der Zoo Duisburg die Arbeit seines Artenschutzpartners SANCCOB mit 3.000 Euro. Zusätzlich übernimmt der Zoo die Patenschaft für den Brillenpinguin AP594, für den das Zoo-Team nun einen Namen sucht. Vorschläge können per E-Mail oder in den Sozialen Medien des Zoos gemacht werden.   Am 02. Oktober 2023 fanden Ranger den Brillenpinguin mit der Kennung AP594 am Strand von Big Bay nahe Kapstadt.


Sein Zustand war besorgniserregend, der Jungvogel abgemagert und allein im Nest. Seitdem lebt AP594 mit dutzenden Artgenossen in einer Schutzstation der Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds (SANCCOB) und ist mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.

Foto: SANCCOB


„Durch die Übernahme der Patenschaft für AP594 sowie der Bereitstellung von weiteren Geldern aus unserem Artenschutzeuro helfen wir aktiv dabei, dass Pinguine rehabilitiert und im besten Fall wieder ausgewildert werden. Die Mitarbeitenden vor Ort widmen sich hingebungsvoll dem Erhalt der biologischen Vielfalt der Küstengebiete Südafrikas. Daher ist die Spende bei SANCCOB gut angelegt“, so Direktorin Astrid Stewin über das Artenschutzengagement des Zoo Duisburg. Mit der aktuellen Unterstützung in Höhe von 3.000 Euro wird das Team in Südafrika in der Lage sein, AP594 und weitere Pinguine zu rehabilitieren.


Mit der Duisburger Unterstützung aus zweckgebundenen Artenschutzgeldern sind in der Vergangenheit in Südafrika auch die tierärztliche Versorgung im Seabird Hospital, Futtermittel, Medikamente und medizinische Ausstattungen getragen worden. Durch die Übernahme der Patenschaft für AP594 hat das Duisburger Zoo-Team die Möglichkeit, dem jungen Brillenpinguin einen Namen zu geben. „Hieran wollen wir alle Tierfreunde beteiligen“, so Stewin. Ab sofort und bis Ende Januar nimmt der Zoo Vorschläge per E-Mail oder in den Sozialen Medien entgegen. Den Namen wird das Zoo-Team dann aus allen Zuschriften auswählen.  


Die Organisation SANCCOB betreibt mit Unterstützung von zahlreichen Zoos sowie dem Welt-Zooverband (WAZA) in Südafrika zwei Rehabilitationszentren mit angeschlossener Krankenstation für verletzte Seevögel. Hier werden die aufgenommenen Tiere in Abhängigkeit ihrer Verletzung oder Erkrankung rund 4-16 Wochen lang gesund gepflegt. Einmal in der Woche verlassen rehabilitierte Vögel die Einrichtungen und werden zu ausgewählten Pinguinkolonien gebracht, um sie dort auszuwildern. Die Station in Kapstadt verfügt, neben Schulungsräumen, außerdem über eine gut ausgestattete Veterinärstation mit Operationssaal und Röntgengerät.


Knochenbrüche und Infektionen der Atemwege können hier behandelt werden. Sie verfügt auch über einen Bereich für Vögel, die aufgrund ihrer Verletzungen nicht wieder ausgewildert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt von SANCCOB liegt auf der Überwachung von etablierten Nistplätzen von Seevögeln. Verlassene Küken und Eier werden von den Rangern identifiziert und in die Rehabilitationszentren gebracht, damit sie keinen Raubtieren zum Opfer fallen.


„Zoos und Aquarien auf der ganzen Welt beherbergen jeweils Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Menschen, mit denen sie wichtige Informationen zum Naturschutz teilen, und stellen daher integrale Kommunikationsplattformen zur Sensibilisierung dar. Darüber hinaus erhält SANCCOB von Zoos und Aquarien Fördermittel, um einen Beitrag zu den Betriebskosten unserer Organisation zu leisten, die es uns ermöglichen, die wildlebende Population afrikanischer Pinguine und Seevögel zu stärken“, betonen die Verantwortlichen der Organisation.


Seit SANCCOB verwaiste Eier ausbrütet und hilflose Jungvögel aufzieht, konnten tausende an den Küsten Südafrikas ausgewildert werden. Dass es sich hierbei um eine wirkungsvolle Schutzmaßnahme des Brillenpinguinbestandes handelt, zeigen auch Studien. Denn die Überlebensrate der handaufgezogenen Tiere ist ähnlich hoch wie bei solchen, die auf natürliche Weise von den Elternvögeln aufgezogen wurden.  

 

Tierische Ferienwochen: Anmeldungen ab sofort möglich

Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren können in den Osterferien mit erfahrenen Zoobegleitern auf Expedition gehen. Die verfügbaren Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist über den Online-Shop erforderlich.  


Duisburg, 10. Januar 2024 -  In den Osterferien bietet der Zoo Duisburg die beliebte Ferienwoche an. Vom 02. – 05. April können tier- und zoobegeisterte Kinder von 9.00 - 15.00 Uhr auf Expedition gehen. Das erwartet die Schulkinder zur Ferienzeit:  
Tierfütterungen, Tierbeobachtungen und Einblicke in die Arbeitsweise moderner zoologischer Gärten: Das Programm der Ferienbetreuung ist interaktiv und soll für den Schutz der biologischen Vielfalt begeistern. So werden die Kinder beispielsweise die australische Tierwelt näher kennenlernen, gemeinsam mit den Tierpflegern ausgewählte Tierarten füttern und Futter zubereiten. Die Expedition führt auch in die Regenwälder Südamerikas und zu Tierarten der Ozeane.


Aktuelle Themen, wie die globale Verschmutzung der Meere und das stete Verschwinden der Regenwälder, stehen auch auf dem Programm. Dabei bekommen die Teilnehmenden auch Einblicke, wie sich Zoologische Gärten für Artenschutzprojekte engagieren. Foto: Zoo Duisburg / M. Appel


Um die Ferienwoche altersgerecht gestalten zu können, bietet der Zoo Duisburg das Programm in der zweiten Ferienwoche, vom 02. – 05. April, vorzugsweise für Kinder von 10 bis einschl. 12 Jahren an. Eine vorherige Buchung über den Online-Shop des Zoos ist unbedingt erforderlich. Die Kosten belaufen sich auf 212 Euro pro Kind und beinhalten den Eintritt, alle Aktionen sowie das tägliche Mittagessen.