BZ-Home MSV aktuell MSV-Sonderseiten
 

Zieht sich die Mannschaft am eigenen Zopf aus der Misere?
     MSV Duisburg - SC Freiburg II    1:0 (1:0)
'Stoppels' frühes Tor sicherte Sieg und Klassenerhalt  - Ziegner muss zwei Jahre 'Grütze' aufarbeiten

Jochem Knörzer

Duisburg, 7. Mai 2022 - Nach dem Trainerwechsel hat auch Branimir Bajic den MSV verlassen. Seine bereits zum Saisonende geplante Rückkehr in die Heimat zu seiner Familie zog er jetzt etwas vor.

Ich wünsche Branimir und seiner Familie alles Gute auf dem weiteren Weg und werde ihn als sympathischen Menschen in Erinnerung behalten.

Die Stimmung war beim Anpfiff so gut wie das sonnige Wetter. Bei 24 Grad feuerten die MSV-Fans ihren abstiegsbedrohten Verein lautstark an.

In der 5. Minute erlief MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp einen zu kurzen Rückpass auf Torwart Hunn, umkurvte ihn und

schob den Ball zur 1:0-Führung ins leere Tor. Jubel brandete auf, verebnete allerdings auch wieder, genau wie das Spiel. Torchancen blieben, von einem Schuss des Freiburgers Flum ans Außennetz nach einer halben Stunde mal abgesehen, Mangelware. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff die erste Aktion von Orhan Ademi, sein Schuss aus halblinker Position im Strafraum wehrte Torwart Hunn mit dem Bein ab.
Das war es dann aber auch in den ersten 45. Minuten.

In der 56. Minute musste Leo Weinkauf sich im Duisburger Tor richtig lang machen, um einen Schuss von Ontuzans noch um den linken Pfosten zur Ecke zu klären. Weitere Torchancen gab es eher nicht mehr zu vermelden, aber Freiburg war bis zum Schlusspfiff bemüht, doch noch den Ausgleich zu schaffen.
In der dritten Minute der Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Konrad Oldhafer das Spiel ab und Jubel brandete aufgrund des gesicherten Klassenerhalts im Stadionrund auf.

Viele Fans spendeten der Mannschaft dafür Applaus, Fanclub Kohorte musste für ihr "Versager"-Banner Pfiffe einstecken.
Ob der hektische Trainerwechsel kurz vor Saisonende den Sieg und den Klassenerhalt gesichert haben, lasse ich mal dahingestellt. Es waren die gleichen Spieler in der Startelf, mit dem selben System, wie auch unter Hagen Schmidt.


MSV-Präsident Ingo Wald: "Glücklich? Nein. Erleichert. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Jetzt gönne ich mir ein erleichtertes Wochenende."


SCF-Trainer Thomas Stamm: "Wenn man die Anfangsphase nimmt, war es ein verdienter Sieg. Wir haben beim 1:0 Lehrgeld gezahlt. In der zweiten Halbzeit konnten wir den Ausgleich erzielen, konnte aber unsere Chancen nicht nutzen. Wir sind enttäuscht, weil wir gerne etwas mitgenommen hätten."


MSV-Trainer Torsten Ziegner: "Wir haben stark begonnen, sehr intensiv, sind dafür auch belohnt worden. Den Fehler haben wir erzwungen. Danach haben wir zu viel den Ball weggeschlagen und nicht die spielerische Lösung gesucht. In der zweiten Halbzeit hatte Freiburg mehr Ballbesitz. Ich hätte mir mehr von meiner Mannschaft gewünscht. Wir sind als Team aufgetreten, das hatte ich gefordert."


Zieht sich die Mannschaft am eigenen Zopf aus der Misere?
Duisburg, 6. Mai 2022 - Neuer Trainer, neues Spielglück? Hagen Schmidt begann in seinem ersten Spiel mit einem 1:1 gegen Kaiserslautern, Vorgänger Pavel Dotchev mit einem Sieg gegen Unterhaching. Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt geschafft und der drohende 'Shootout' am letzten Spieltag in Verl bliebe aus. Selbst mit einem Unentschieden hätten es die Zebras weiter in der eigenen Hand, die Klasse zu halten.

Die Langzeitverletzten Chinedu Ekene, Rudy Ndualu, Dimic Volkmer und Rolf Feltscher fallen, wie auch der Gelb-gesperrte Aziz Bouhaddouz, aus. Für alle anderen heißt es beim morgigen Spiel, Anstoß 14 Uhr, Farbe bekennen und alles geben!

Ob Neu-Trainer Torsten Ziegner in der kurzen Zeit schon etwas ändern konnte, werden wir vielleicht bei Bekanntgabe der Aufstellung erkennen können. Und ob er "schnell ein Feuer entfachen" konnte, wird das Spiel zeigen.

Den Duisburg Zuschauern und MSV-Fans wäre es zu wünschen!

Update
Der SC Verl hat beim BVB II am heutigen Freitagabend drei Punkte eingefahren. In der sechsten Minute der Nachspielzeit hat der Verler Torwart Niclas Thiede einen Handelfmeter der Dortmunder pariert. Damit hat Verl die letzten drei Spiele gewonnen und hat, Stand jetzt, den Abstiegsplatz verlassen und ist, einen Punkt vor Duisburg, auf den 14. Tabellenplatz marschiert.