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1061. Sitzung des Bundesrates am 30. Januar 2026
Solidarität mit der Ukraine, Zukunft der Infrastruktur und Umgang mit dem Wolf

Bundesrat

Berlin/Duisburg, 30. Januar 2026 - In der ersten Plenarsitzung des Jahres 2026 versicherte der Bundesrat der Ukraine seine weitere Unterstützung. Dreizehn Gesetze aus dem Bundestag passierten die Länderkammer. Zudem brachten die Länder eigene Initiativen auf den Weg und äußerten sich – teils sehr umfangreich – zu zahlreichen Regierungsvorhaben.

Zu Beginn der Sitzung dankte Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte dem aus der Länderkammer ausgeschiedenen ehemaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, für die langjährige Zusammenarbeit sowie sein außerordentliches Engagement für den Bundesrat: „Mit klaren Worten und Ausdauer setzte er sich für die Menschen in Ostdeutschland ein und wirkte zugleich als Brückenbauer für ganz Deutschland.“

Der Bundesratspräsident begrüßte zudem den ukrainischen Botschafter Oleksii Makeiev auf der Ehrentribüne. In dessen Anwesenheit fasste der Bundesrat eine Entschließung zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, in der er unter anderem erneut den vollständigen Rückzug Russlands forderte. Im Anschluss erinnerte der Bundesrat anlässlich des Holocaustgedenktages mit einer Entschließung an die Opfer der Schoa und mahnte vor zunehmendem Antisemitismus und Extremismus.

Gesetze aus dem Bundestag
Zu den Gesetzen aus dem Bundestag, die den Bundesrat passierten, gehört das Produktsicherheitsgesetz (TOP 1), das strengere EU-Sicherheitsstandards für Produkte – auch im Onlinehandel – einführt und Verbraucherinnen und Verbraucher vor gefährlichen Maschinen und Spielzeugen schützen soll. Weitere Gesetzesbeschlüsse betreffen Änderungen im Verbraucherschutzrecht, das Verbot des „Greenwashing“ für Unternehmen sowie die beschleunigte Planung und Beschaffung in der Bundeswehr (TOP 9). Mit dem Standortfördergesetz (TOP 4) soll der Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland gestärkt werden. Außerdem wurde der Beginn der verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung auf das Jahr 2027 verschoben (TOP 3).

Eigene Initiativen
Der Bundesrat beschloss, einen eigenen Gesetzentwurf beim Bundestag einzubringen, der es Opfern häuslicher Gewalt erleichtern soll, gemeinsam geschlossene Mietverträge zu kündigen.
Darüber hinaus fasste er zahlreiche Entschließungen. So fordern die Länder ein entschiedenes Vorgehen gegen Finanzkriminalität und gegen Sozialleistungsbetrug (TOP 20). Sie sprechen sich dafür aus, versicherungsfremde Leistungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung aus Steuermitteln zu finanzieren (TOP 17) und schlagen Maßnahmen für schnellere Sozialgerichtsverfahren vor (TOP 15).

Andere Entschließungen wurden vorgestellt und zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen, darunter eine Initiative zum Abbau von Strafbarkeitslücken bei voyeuristischen Aufnahmen in der Öffentlichkeit sowie Vorschläge, die Fahrschulausbildung zu modernisieren (TOP 63) und Kfz-Kennzeichen zugunsten der regionalen Verbundenheit zu liberalisieren (TOP 25).

Stellungnahmen zu Regierungsentwürfen
Einen großen Teil der Tagesordnung nahmen auch in diesem Plenum Gesetzentwürfe der Bundesregierung ein, zu denen der Bundesrat Stellung genommen hat. Besonders umfassend äußerte er sich zum geplanten Infrastruktur-Zukunftsgesetz, durch das die Planung und Genehmigung von Verkehrsprojekten beschleunigt werden soll. Auch zur Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht positionierten sich die Länder. Zudem nahmen sie Stellung zur Einführung der Grundsicherung, zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge, zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung und zur Einführung elektronischer Fußfesseln (TOP 36) im Gewaltschutzgesetz.

Verordnungen der Bundesregierung
Die Länderkammer stimmte außerdem mehreren Verordnungen der Bundesregierung zu. So sollen beispielsweise die Bundespolizei und andere Behörden durch stärkere Digitalisierung und angepasste Gebühren im Pass- und Ausweiswesen (TOP 53) entlastet werden.

Ausblick auf die nächste Sitzung
Die nächste Plenarsitzung findet am 6. März 2026 statt. Die Vorschau bei BundesratKOMPAKT erscheint voraussichtlich am 27. Februar 2026.

Gesetzesbeschlüsse des Bundestages

 

Top 7

 

Top 8

 

 

 

Landesinitiativen

 

Top 14

 

Top 21

 

Top 22

 

Top 59

 

Top 61

 

 

 

Gesetzentwürfe der Bundesregierung

 

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Top 29

 

Top 32

 

Top 33

 

Top 43