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Berlin/Duisburg, 23. Januar 2026 - Deutschland und
Italien verbinde ein besonders hohes Maß an
Übereinstimmung in Werten und Interessen, sagte der
Kanzler nach den Deutsch-Italienischen
Regierungskonsultationen in Rom. Gemeinsam ringe man
um ein geeintes Europa und eine starke NATO.
Bundeskanzler Friedrich Merz betonte nach den 33.
Deutsch-Italienischen Regierungskonsultationen bei
der Pressekonferenz mit Italiens Ministerpräsidentin
Giorgia Meloni, dass sich Deutschland und Italien in
diesen Zeiten so nahe stünden wie selten in ihrer
Geschichte. Die Wiederaufnahme diplomatischer
Beziehungen zwischen beiden Länder jähre sich in
diesem Jahr zum 75. Mal. „Wir wollen dieses Jahr
2026 zu einem Jahr der Chancen und zu einem Jahr der
Entscheidungen machen“, so Merz.
Merz und
Meloni hatten vor der Plenarsitzung, an der
zahlreiche Mitglieder beider Regierungskabinette
teilnahmen, bereits ein bilaterales Gespräch
geführt. Neben europa- und wirtschaftspolitischen
Fragen ging es dabei auch um die Sicherheit und
Verteidigungsfähigkeit Europas.
Das
Wichtigste in Kürze: Gemeinsam für
Europas Sicherheit und Verteidigung:
Deutschland und Italien wollen ihre
sicherheitspolitische Zusammenarbeit ausbauen und
eine neue bilaterale Dynamik in der
Verteidigungsindustrie schaffen, so Merz. Dazu wurde
eine Vereinbarung über eine verstärkte
Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit,
Verteidigung und Resilienz unterzeichnet. Erstmals
kamen im Rahmen der Regierungskonsultationen auch
die Außen- und Verteidigungsminister beider Länder
in einem gemeinsamen Format zusammen.
Innere Sicherheit stärken: Auch im
Bereich der inneren Sicherheit wollen beide Länder
künftig noch enger kooperieren, kündigte Merz an.
Die Zusammenarbeit in der europäischen
Migrationspolitik sei bereits jetzt äußerst
umfassend. Nun verständigten sich die beiden
Regierungen auf ein bilaterales Polizeiabkommen und
eine Vereinbarung zur Geheimschutzkooperation.
Für eine starke NATO: In einem
neuen Zeitalter der Großmächte müsse und werde
Europa mehr für die Sicherheit in der Arktis tun,
sagte der Kanzler. „Das ist im gemeinsamen
transatlantischen Interesse." Deutschland werde sein
Engagement in der Region verstärken; auch Italien
habe eine neue Arktis-Strategie verabschiedet. Auf
der Grundlage von Souveränität und territorialer
Integrität wolle man Gespräche zwischen Dänemark,
Grönland und den USA unterstützen. „Wir wollen die
NATO bewahren“, stellte der Bundeskanzler klar.
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