BZ-Home   BZ-Sitemap Die 7 Bezirke Duisburgs Innenstadt und Umgebung



Stadtteile und deren Straßen mit PLZ
 

Straßen alphabetisch sortiert mit PLZ und Ortsteilnamen
 

Süd: Häuser und Höfe
Geschichten aus dem Süden Duisburgs







 

Geschichte der Ortsteile und ihrer Straßen
Wie die Straßen zu ihren Namen kamen

 

Bezirk

Ortsteil

Hamborn

Röttgersbach, Marxloh, Obermarxloh, Neumühl, Alt-Hamborn

Homberg/Ruhrort/Baerl

Ruhrort, Alt-Homberg, Hochheide, Baerl

Meiderich/Beeck

Bruckhausen, Beeck, Beeckerwerth, Laar, Untermeiderich, Mittelmeiderich, Obermeiderich

Rheinhausen

Rheinhausen-Mitte, Hochemmerich, Bergheim, Friemersheim, Rumeln- Kaldenhausen

Stadtmitte:

Altstadt, Neuenkamp, Kaßlerfeld, Duissern, Neudorf-Nord, Neudorf-Süd, Dellviertel, Hochfeld, Wanheimerort

Süd

Bissingheim, Wedau, Buchholz, Wanheim-Angerhausen, Großenbaum, Rahm, Huckingen, Hüttenheim, Ungelsheim, Mündelheim

Walsum

Vierlinden, Overbruch, Alt-Walsum, Aldenrade, Wehofen, Fahrn

*   Hamborn:
Röttgersbach, Marxloh, Obermarxloh, Neumühl, Alt-Hamborn
 

Wer bei Hamborn nur an Industrie mit zwei der größten Hochöfen der Welt denkt, kennt nur eine Seite des Bezirks. In den letzten Jahren ist der Wohn- und Freizeitwert dieses Stadtteils im Duisburger Norden erheblich gestiegen. So verfügt Hamborn über eine gute Infrastruktur wie z.B. ein großzügiges Angebot an Sportanlagen, ein alle Schulformen umfassendes Bildungsangebot, Kindergärten, Jugendzentren, ein Bürgerhaus, Einkaufszentren, Basarstraßen, große Park- und Freizeitanlagen.
Der Revierpark Mattlerbusch mit dem Solebad "Niederrhein-Therme" ist ein beliebtes Ausflugsziel auch für auswärtige Besucher. Die Veranstaltungen in der Tenne, die vielen Sportmöglichkeiten auf den Fußball- und Tennisplätzen und im Wellenbad sowie der Streichelzoo in der alten Scheune bieten für jeden etwas. Erholung und Unterhaltung findet man aber auch im "Sport- und Freizeitpark Iltisstraße" in Neumühl mit großem Kinderspielplatz, Minigolfanlage etc. Hervorzuheben sind ebenfalls die sehr reizvollen Anlagen im Botanischen Garten mit seinen interessanten Aquarien und im Jubiläumshain. Zum Hamborner Kultur- und Freizeitleben gehören
Auftritte internationaler Showstars und große Sportwettkämpfe in der Rhein-Ruhr-Halle ebenso wie Theater- und Konzertdarbietungen in der Aula des Clauberg-Gymnasiums. Nicht wegzudenken aus der Kulturszene ist das im Hamborner Rathaus etablierte Kultur- und Freizeitzentrum Ratskeller Hamborn. Hamborn entstand ursprünglich aus mehreren alten Bauernschaften, die sich um die im 12. Jahrhundert gegründete und heute noch bestehende "Abtei Hamborn" gruppierten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts breiteten sich Bergbau, Zinkindustrie und die August-Thyssen-Hütte großflächig aus. Hamborn war bis zum Jahre 1929 selbständige Stadt und kam dann zu Duisburg. Hamborn zählt rund 80.000 Einwohner (1998).

Bezirksamt: Rathaus Hamborn, Duisburger Straße 213,  Telefon: 0203-5553-0,

 

50 Jahre „Schicht am Schacht“ in Neumühl
Feierstunde und Andacht mit Oberbürgermeister Sören Link

Am 7. Dezember 1962 hat die Schachtanlage Neumühl ihre Produktion eingestellt. Seitdem hat sich im Stadtteil einiges verändert. Getreu der Devise „Wer nach vorne schaut, muss auch zurückblicken“ hat die evangelische Kirchengemeinde Neumühl angeregt, zeitnah zum 50. Jahrestag der Zechenschließung dieses Ereignis noch einmal zu beleuchten, und hat viele „Mitmacher“ aus dem Stadtteil gefunden.
In einer Feierstunde mit ökumenischer Andacht wird an das Ereignis „50 Jahre Schicht am Schacht – Die Bedeutung der Zeche für die Menschen in Neumühl“ erinnert. Sie findet statt am Sonntag, 2. Dezember (1. Advent), 15 bis 17 Uhr, in der Gnadenkirche am Neumühler Markt, Hohenzollernplatz / Obermarxloher Straße. Die ökumenische Andacht halten Pastor Michael Hüter und Pater Tobias. Oberbürgermeister Sören Link wird anwesend sein und in einem Grußwort das Ereignis würdigen.
Presbyter Reiner Terhorst, eifriger Neumühl-Chronist und –Autor, hält in seinem Festvortrag Rückblick und Ausschau auf die bewegte und bewegende Geschichte des Stadtteils. Jörg Weißmann, gebürtiger Neumühler und heute Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn, geht auf die Bedeutung von Geschichtsbewusstsein ein, das weit mehr als nur Erinnerung ist.
Der Männer-Gesangverein Glückauf Neumühl, entstanden aus dem Knappenchor der damaligen Zeche, gestaltet den musikalischen Rahmen dieser Feierstunde mit Ökumenischer Andacht. Neben dem „Steiger-Lied“ sind weitere Bergmannsweisen zu hören. „Ehemalige“ der Zeche Neumühl haben einige Ausstellungsstücke aus der Blütezeit des Bergbaus zusammengetragen.
Die evangelische Kirchengemeinde, die katholische Schwestergemeinde Herz-Jesu, das Neumühler Stielmustheater, die Aktionsgemeinschaft Neumühler Kaufleute und der Heimatverein Hamborn tragen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Zudem gibt es einen traditionellen „Kumpel-Imbiss“ mit Fleischwurst, Blutwurst und Grünkohl. Interessierte Besucher sind herzlich willkommen.

Foto: Heimatverein Hamborn

Neumühl hat eine bewegte und bewegende Geschichte.
Mit einer „alten neuen Mühle“ fing es an. Von ihr ging letztlich eine industrielle Entwicklung aus, die zum Ursprung der Neumühler und auch der gesamten Hamborner Industriegeschichte wurde. Diese Mühle (neye mulle) zu beiden Seiten des „Emster-Flusses“ (Emscher) wurde erstmals im Jahre 1353 erwähnt. Jahrhunderte später erwarb die Familie Morian diese Mühle und legte somit auch den Grundstein zur Industrialisierung Neumühls. 1857 mietet Daniel Morian – die Familie war auch Wegbereiter des evangelischen Krankenhauswesens in Hamborn – die ersten Grubenfelder in Neumühl. Dann gingen die Arbeiten zügig voran, und 1912 ist der letzte der insgesamt sechs Schächte geteuft. Die Zeche war fortan Synonym für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Blütezeit des Stadtteils und prägte eine wichtige Epoche bis zur Schließung der Schachtanlage am 7. Dezember 1962.
Das katholische St. Barbara-Hospital nimmt 1906 seinen Dienst auf. Für die Schachtanlage Neumühl hatte das Haus eine große Bedeutung als Unfallkrankenhaus. 1911 wurde die evangelische Gnadenkirche offiziell ihrer Bestimmung übergeben und 1913 die katholische Herz-Jesu-Kirche geweiht. All das wäre ohne die Zeche Neumühl so nicht geschehen. Neumühl war auf dem Höhepunkt seiner wirtschaftlichen Blütezeit.
Es war viele Jahrzehnte Leben in der Kolonie, die Entwicklung war rasant. Mit 28 Arbeitern wurde 1893 mit dem Abteufen begonnen. Im Jahre 1904 waren auf Neumühl bereits 4895 Mann beschäftigt. Die Belegschaft setzte sie sich zusammen aus 3108 Deutschen, von denen 1340 aus den östlichen Provinzen stammten und Polnisch als Muttersprache hatten, ferner aus 1095 Österreichern aus Krain und Steiermark, aus 240 Holländern, 156 Italienern, 53 Russen, 33 Belgiern und vier sonstigen Ausländern.  
Die zwei Weltkriege konnten die Erfolgsgeschichte der Zeche Neumühl zwar unterbrechen, nicht aber stoppen. 1952 erreicht die Schachtanlage Neumühl erstmals eine Jahresförderung von über einer Million Tonnen Kohle. Die Bergleute waren anerkannt und geachtet; ihre Leistung beim Wiederaufbau wurde auch materiell honoriert. Die Zeche kümmerte sich um die Menschen. Und auch die Kirchengemeinden hatten ihren Anteil daran. Sportvereine, der Knappen-Gesangverein – die „Knappen-Fahne“ hat noch heute ihren festen Platz auf der Empore der Gnadenkirche – und viele soziale Einrichtungen, die dem gesamten Stadtteil Neumühl zugutekamen, wurden auf den Weg gebracht.
Die Krise nach dem Wirtschaftswunder machte auch vor Neumühl nicht halt. Am 7. Dezember 1962 wird die letzte Schicht auf der Zeche Neumühl gefahren. Hier war dann Schicht am Schacht. Doch Neumühl hat den Strukturwandel gemeistert. Rainer Terhorst

 

 


 

*   Homberg/Ruhrort/Baerl:
Ruhrort, Alt-Homberg, Hochheide, Baerl

Homberg und Baerl sind die beiden linksrheinischen Stadtteile des Bezirks; auch sie kamen durch die kommunale Neuordnung 1975 zu Duisburg. Zum ersten Mal erwähnt wurde Homberg zusammen mit Essenberg in den Güterverzeichnissen der Abtei Werden im 9. Jahrhundert. Homberg besitzt eine lange Schiffahrtstradition: 1907 wurde der Rheinpreußenhafen eingeweiht. Heute noch befindet sich in Homberg die derzeit einzige Schifferberufsschule in der Bundesrepublik Deutschland.
Bis weit in die 20er Jahre war Homberg auch Bergbaustadt. Im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels siedelten sich Anfang der 90er Jahre zahlreiche Unternehmen im neu geschaffenen Gewerbepark Rheinpreußen an, der auf ehemaligem Zechengelände errichtet wurde. Der Stadtteil Baerl gehört zu den bevorzugten Wohnlagen in Duisburg.
Die "grünen Lungen" des Stadtbezirks sind der Baerler Busch und der angrenzende Lohheidesee mit ausgebautem Rundwanderweg. Die neue Rheinbrücke in Baerl führt die A42 über den Rhein und bindet die linksrheinischen Stadtteile des Bezirks an den Duisburger Norden an. Der größte Binnenhafen der Welt prägt nach wie vor das Gesicht des Stadtteils Ruhrort. Über 100 Schiffe aus vielen Ländern legen hier täglich an. Im alten Ruhrorter Hallenbad befindet sich das "Museum der Deutschen Binnenschiffahrt".
Zu ihm gehören der im Hafen vertäute Radschleppdampfer "Oscar Huber". Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscherpark" wurden im Hafenstadtteil Ruhrort zahlreiche Sanierungs- und Verkehrsberuhigungsprojekte durchgeführt. Auf der Mühlenweide am Hafenmund veranstaltet die Stadt Duisburg sommertags zusammen mit dem Westdeutschen Rundfunk die über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Hafenkonzerte.
Ruhrort, das zusammen mit Meiderich 1905 zu Duisburg kam, entstand aus einer spätmittelalterlichen Zollstätte, die auf einer im Ruhrmündungsbereich gebildeten Anschwemmung, dem "Homberger Werth", errichtet worden war. Die Ruhrorter Bürger lebten lange Zeit fast ausschließlich vom Schiffbau und von der Frachtschiffahrt. 1715 wurde der erste bescheidene Hafen angelegt, der Grundlage für das heutige große Hafensystem war. Der Bezirk Homberg/Ruhrort ist mit 37.060 qm Fläche der drittgrößte im Stadtgebiet und hat 47.000 Einwohner.

Bezirksamt: Rathaus Homberg, Bismarckplatz 1 Telefon: 02066-210
 

*   Meiderich/Beeck:
Bruckhausen, Beeck, Beeckerwerth, Laar, Untermeiderich, Mittelmeiderich, Obermeiderich

Nach der Einwohnerzahl (über 85.000) ist Meiderich/Beeck der zweitgrößte Stadtbezirk Duisburgs. Zu ihm gehören Beeck, Beeckerwerth, Bruckhausen, Laar und Meiderich. Es waren Überlegungen zur Fortentwicklung des größten Binnenhafensystems der Welt, die 1905 zur Eingliederung der Städte Meiderich und Ruhrort nach Duisburg führten.
85 Jahre später ist mit der Einrichtung eines Freihafengeländes an der Grenze zwischen Ruhrort und Meiderich erneut eine vom Hafen ausgehende, bedeutende Veränderung für den Bezirk und die gesamte Stadt zu verzeichnen. Der Bezirk ist im übrigen stark von der Industrie geprägt.
Dennoch kommt der Wohn- und Freizeitwert nicht zu kurz. Maßnahmen zur Verbesserung des unmittelbaren Wohnumfeldes haben in den letzten Jahren das Erscheinungsbild des Bezirks erheblich aufgewertet, sie fallen beispielsweise am Mittelmeidericher Marktplatz, in Untermeiderich, Laar und Bruckhausen sofort ins Auge. Als ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscherpark entstand der Landschaftspark Nord auf einer 200 ha großen Industriebrache mit einem alten Hüttenwerk als Kernstück.
Die Verbindung zwischen gestalteten Parkflächen und multikulturell genutzten ehemaligen Werksgebäuden entwickelt sich zu einem überregionalen Anziehungspunkt. Für die Tradition im Stadtbezirk stehen neben der Lehmbruck-Skulptur "Mutter und Kind" (auch zur Erinnerung an Meiderichs großen Sohn) u.a. denkmalgeschützte Bauwerke wie die Ev. Kirche in Mittelmeiderich und der Beecker Oberhof sowie die seit mehr als 450 Jahren stattfindende Beecker Kirmes.

Ein Belgier in Meiderich: Das Walzwerk Michel-Thiéry 1857 bis 1883
Unbekannte Aspekte der Duisburger Industrie- und Stadtgeschichte.
Viele ältere Meidericher erinnern sich noch an den „Franzosenberg“ und an das so genannte „Schloss Meiderich“ mit seinem hoch aufragenden Turm. Es stand bis kurz nach dem Krieg dort, wo sich heute die Schlossstraße befindet. Die Namen gehen zurück auf das Walzwerk „Michel-Thiéry“, das in der Nähe der Zeche Westende und der heutigen Bahnhofsstraße auf dem Gelände des Groß-Eickenhofes lag und bis 1880 in Betrieb war.
Gegründet wurde das Werk von François Michel, der 1857 mit 29 Jahren aus der belgischen Stadt Houdeng nach Meiderich zog, um in der aufblühenden Stahlindustrie sein Glück zu suchen. Zeitweilig beschäftigte der Jungunternehmer über 120 Arbeiter, darunter größtenteils wallonische Fachleute, deren Wohnungen auf einer kleinen Anhöhe an der Meidericher Mühle („Stahlsche Mühle“), dem so genannten „Franzosenberg“, lagen.  

Das Foto zeigt eine Postkarte mit dem „Schloss Meiderich“

Bezirksamt: Von-der-Mark-Straße 36 Telefon: 0203-283-7524 
 

*   Rheinhausen:
Rheinhausen-Mitte, Hochemmerich, Bergheim, Friemersheim, Rumeln- Kaldenhausen

Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen wurden 1975 durch die kommunale Neugliederung Teile der Stadt Duisburg. Das Erholungsgebiet Toeppersee mit seinen Spazierwegen und guten Möglichkeiten zum Segeln, Surfen und Angeln, einem beheizten Freibad und acht Tennisplätzen, der Volkspark mit Wasserpalette, Wildgehege, Heimat-Studio und Musikpavillon sowie die Rheinhausenhalle sind ein beachtliches Freizeit-, Kultur- und Sportangebot. Rheinhausen, von 1934 bis 1975 selbständige Stadt, wird 1218 zum ersten Male urkundlich erwähnt.
Noch früher taucht Friemersheim in den Annalen auf, nämlich bereits 799. Das industrielle Zeitalter begann in Rheinhausen 1896 mit der Gründung der Hüttenwerke Rheinhausen. Der westliche Duisburger Stadtbezirk ist für die Wirtschaftsförderung Duisburgs u.a. mit dem Businesspark Niederrhein in Asterlagen und wegen der Neugestaltung des Krupp-Werksgeländes von großer Bedeutung, da erschlossene Flächen für die Neuansiedlung von Betrieben zur Verfügung stehen.
Reserveflächen für die Wohnbebauung befinden sich vor allem noch im Stadtteil Rumeln-Kaldenhausen. Die Rheinfront bei Friemersheim ist zum Naturschutzgebiet erklärt worden, die alte Dorfschenke steht unter Denkmalschutz. Im Bezirk Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen leben 81.000 Einwohner.

Bezirksamt: Rathaus, Rheinhausen, Körnerplatz 1 Telefon: 02065-905-0

*
   Stadtmitte:
Bild:Duisburg Mitte Wards.png
(Altstadt), Neuenkamp, Kaßlerfeld, Duissern, Neudorf-Nord, Neudorf-Süd, Dellviertel, Hochfeld, Wanheimerort
 

Kernstück dieses Bezirks ist die City, hier stand das alte Duisburg. Teile der alten Stadtmauer, die spätgotische Salvatorkirche und das im 16. Jahrhundert gebaute Dreigiebelhaus erinnern an die Stadtgeschichte. Aus einem fränkischen Königshof, der im 10. Jahrhundert Kaiserpfalz wurde, entwickelte sich eine Reichsstadt. Der Geograph Gerhard Mercator (1512-1594) und die erste Universität (1655-1818) prägten den Ruf des "gelehrten" Duisburgs.
Zum Bezirk Innenstadt gehören die Stadtteile Kaßlerfeld, Neuenkamp, Altstadt, Dellviertel, Neudorf, Duissern, Hochfeld und Wanheimerort. Anziehungspunkt für alle Duisburger ist der Sportpark im Süden Neudorfs mit Fußballstadion, Eissporthalle, Schwimmstadion, der Regattabahn und vielen weiteren Sportmöglichkeiten. Mit der Eröffnung der U-Bahn, der Brunnenmeile, der Galeria-Passage und dem Musical-Theater am Marientor ist die Duisburger City noch attraktiver geworden.
Auch die kulturellen Einrichtungen wie das Wilhelm Lehmbruck Museum unterstreichen das Gesamtbild der Innenstadt. Ein Bummel über die Brunnenmeile - vorbei an Niki de Saint Phalles Brunnenplastik "Der Lebensretter" - führt in Richtung Mercator-Halle zum Duisburger Stadttheater. Ein wegweisendes Projekt im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) ist der geplante multifunktionale Dienstleistungspark Innenhafen mit attraktiven Wohn und Arbeitsplätzen am Wasser.
Der Neubau des Kultur- und Stadthistorischen Museums und der Umbau des ehemaligen Lehnkering-Speichers zum Kontorhaus fügen sich schon heute hervorragend in dieses Bebauungskonzept ein. Der Duisburger Wald - als wohl wichtigstes Naherholungsgebiet - grenzt unmittelbar an

die Wohnbebauung in Duissern und Neudorf. Jedes Jahr lockt der Duisburger Zoo am Kaiserberg Hunderttausende von Besuchern aus nah und fern an. In Neudorf ist in architektonisch ansprechender Weise die Verknüpfung der Mercator-Universität mit den High-Tech-Unternehmen gelungen. Der Innenstadtbereich ist mit 118.000 Einwohnern der größte Stadtbezirk.

Bezirksamt: Mercedeshaus, Sonnenwall 73, Telefon: 0203-283-2726

 

*   Süd Häuser, Höfe und Histörchen
Bissingheim, Wedau, Buchholz, Wanheim-Angerhausen, Großenbaum, Rahm, Huckingen, Hüttenheim, Ungelsheim, Mündelheim
 

Der Duisburger Süden gilt mit zu den bevorzugten Wohngebieten der Stadt. Wenig Industrie und seine Naherholungsgebiete, wie Sechs-Seen-Platte und der Duisburger Wald in Wedau und Bissingheim laden zu zahlreichen Freizeitaktivitäten ein. Seine ländliche Idylle in den Ortsteilen Mündelheim und Serm prägen den Stadtbezirk ebenso wie die Werkskulissen an der Rheinfront in Wanheim/Angerhausen und Ehingen.
Der Einfluss der Großindustrie auf die frühe Entwicklung des Duisburger Südens zeigt sich heute an der vorbildlich sanierten Arbeitersiedlung in Hüttenheim und der Mustersiedlung in Ungelsheim. Dass der Strukturwandel auch im Duisburger Süden stattgefunden hat, zeigen die erfolgreichen und modernen Gewerbegebiete in Großenbaum und Rahm.
 Wegen seiner attraktiven Wohngebiete in Huckingen und Buchholz und eines weitgefächerten Sport-, Kultur und Freizeitangebotes in den vielen Vereinen aller Ortsteile nennen die Bürger Ihren Stadtbezirk liebevoll: "Lebendiger Süden".

Bezirksamt: SittardsbergerAllee 14 Telefon: 0203-283-7110
 

*   Walsum:
Vierlinden, Overbruch, Alt-Walsum, Aldenrade, Wehofen, Fahrn

Walsum kam 1975 durch die kommunale Neuordnung zu Duisburg und bildet mit dem Ortsteil Fahrn den nördlichsten Bezirk der Stadt. Gute Einkaufsmöglichkeiten, das moderne Schulzentrum Driesenbusch mit der Stadthalle, das Allwetterbad und die landschaftlich schöne, unter Naturschutz stehende Rheinaue haben den Bezirk zu einem beliebten Wohnort gemacht. Zwischen der Dr.-Hans-Böckler-Straße und der Planetenstraße ist ein attraktives Einkaufszentrum mit Geschäften und Wohnungen entstanden.
Es wird abgerundet durch den modernen Bau der Stadtsparkasse. Die Struktur des Ortsteiles Vierlinden ist durch den Ausbau des Franz-Lenze-Platzes mit einem neuen Einkaufszentrum und der Zweigstelle der Stadtbibliothek erheblich verbessert worden.
Darüber hinaus wird die Wohnqualität Alt-Walsums durch Schaffung zusätzlichen Wohnraumes bestätigt, der die Gesamtzahl der Einwohner des Stadtbezirkes erheblich verändern wird. Walsum, heute zusammen mit Fahrn ein Stadtteil mit 52.000 Einwohnern, war bis Mitte des vorigen Jahrhunderts ein kleines Dorf. Doch bereits 1144 wird "Walsheim" in einer Urkunde des Erzbischofs von Köln erwähnt. Die Gutehoffnungshütte und die Grillowerke kauften ab 1868 Land in Walsum auf und siedelten die ersten Industriebetriebe an. I
n den 20er Jahren dieses Jahrhunderts erreichte der Bergbau hier seinen Höhepunkt. So ist nicht erstaunlich, dass sich die nunmehr letzte Kohlenzeche Duisburgs seit 50 Jahren in Walsum befindet. Um sie herum liegen weitere Industriebetriebe, die wertvolle Arbeitsplätze anbieten. Das größte zusammenhängende Gewerbegebiet in dem nördlichsten Duisburger Stadtteil befindet sich am Hülsermannshof. Es ist 140.000 qm groß und beherbergt 30 Betriebe.

Bezirksamt: Friedrich-Ebert-Straße 152, Telefon: 0203-4997-0

Bezirk Mitte

 

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen wurden entweder durch Schätzungen, Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze) ermittelt.

Jahr

Einwohner

1714

2.983

1770

ca. 3.000

1810

5.195

1830

7.005

1871

30.533

1. Dezember 1890

59.285

1. Dezember 1895  

70.272

1. Dezember 1900  

92.729

1. Dezember 1905  

192.346

1. Dezember 1910  

229.483

8. Oktober 1919  

244.302

16. Juni 1925

272.252

Jahr

Einwohner

16. Juni 1933

440.419

17. Mai 1939

434.646

13. September 1950

410.783

6. Juni 1961

502.993

31. Dezember 1970

452.700

30. Juni 1975

596.800

30. Juni 1980

558.700

30. Juni 1985

520.200

1. Januar 1989

527.447

30. Juni 1997

530.900

31. Dezember 2003

506.496