BZ-Home BZ-Duisburg Politik NRW Sonderseiten - Fotostrecken und mehr



BZ-Sitemap

Archiv


Duisburg Politik aktuell









 
 

Verbraucherinsolvenzen in NRW in 9.2021 um 582,2% gestiegen, Unternehmensinsolvenzen + 13%
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 10. November 2021 - Im September 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 380 Anträge auf Eröffnung von Insolvenz-verfahren gestellt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 245,9 Prozent mehr als im September 2020 (688 Verfahren) und 17,7 Prozent mehr als im September 2019 (2 022 Verfahren).
340 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 13,0 Prozent mehr als im September 2020 (301 Verfahren). Von den im September 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 1 310 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Insolvenzverfahren von Unternehmen damit weiterhin unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren; 2020: 363 Verfahren).

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber September 2020 um 582,2 Prozent auf 1 610 Anträge; gegenüber dem Vormonat lag der Anstieg bei 3,5 Prozent (August 2021: 1 555 Verfahren).
Eine mögliche Ursache für den Anstieg gegenüber September 2020 könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur
weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Infolge dessen könnten insbesondere überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 (Monatsdurchschnitt: 533) ihre Insolvenzanträge zurückgestellt und diese
dann nach dem Jahreswechsel gestellt haben. Ein Indiz hierfür ist, dass die monatliche Zahl der Verbraucherinsolvenzen seit Februar 2021 über dem Niveau von 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt: 1 316) liegt. Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten auch noch 430 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.



Verbraucherinsolvenzen in NRW im August um 263,6% gestiegen, Unternehmensinsolvenzen + 4,7%
Düsseldorf/Duisburg, 13. Oktober 2021 - Im August 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 290 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 143,1 Prozent mehr als im August 2020 (damals: 942 Verfahren) aber 15,3 Prozent weniger als im Juli 2021 (2 704 Verfahren).

310 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 4,7 Prozent mehr als im August 2020 (296 Verfahren). Von den im August 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung
760 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Insolvenzverfahren von Unternehmen damit weiterhin unter dem Vorkrisenniveau
des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren; 2020: 363 Verfahren).

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber August 2020 um 263,6 Prozent auf 1 560 Anträge. Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende
2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Infolge dessen könnten insbesondere überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 (Monatsdurchschnitt: 533) ihre Insolvenzanträge zurückgestellt und diese dann nach dem Jahreswechsel gestellt haben. Ein Indiz hierfür ist, dass die monatliche Zahl der
Verbraucherinsolvenzen seit Februar 2021 über dem Niveau von 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt: 1 316) liegt.

Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten noch 420 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.


2.700 Insolvenzanträge im Juli 2021 in NRW - 51,8% mehr als ein Jahr zuvor - Darunter 370 Unternehmen
Düsseldorf/Duisburg, 10. September 2021 - Im Juli 2021 wurden bei den Amtsgerichten in  Nordrhein-Westfalen 2 700 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 51,8 Prozent mehr als im Juli 2020 (damals: 1 779 Verfahren).

370 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 13,6 Prozent weniger als im Juli 2020 (428 Verfahren). Von den im Juli 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 2 220 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Insolvenzverfahren von Unternehmen damit weiterhin unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren; 2020: 363 Verfahren).

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber Juli 2020 um 83,7 Prozent auf 1 850 Anträge. Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein.
Infolge dessen könnten insbesondere überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 (Monatsdurchschnitt: 533) ihre Insolvenzanträge zurückgestellt und diese dann nach dem Jahreswechsel gestellt haben. Ein Indiz hierfür ist, dass die monatliche Zahl der Verbraucherinsolvenzen seit Februar 2021 über dem Niveau von 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt: 1 316) liegt. Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten noch 480 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.


Verbraucherinsolvenzen in NRW im 1. Halbjahr um 53% gestiegen, Unternehmensinsolvenzen gesunken
Düsseldorf/Duisburg, 9. September 2021 - Von Januar bis Juni 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 15 564 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 36,6 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (damals: 11 397 Fälle).

Die Zahl der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen entwickelte sich allerdings gegenläufig:
2 111 Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Unternehmen; das waren 12,0 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020 (damals: 2 399 Unternehmensinsolvenzen).

Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren 7 956 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer Unternehmensinsolvenz betroffen; das waren weniger als ein Drittel (−70,2 Prozent) als von Januar bis Juni 2020 (damals: 26 660 Beschäftigte).

Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2021 auf 4,3 Milliarden Euro und waren damit um 29,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor (damals: 3,3 Milliarden Euro).

Ursächlich für den Anstieg bei den Forderungen bei gleichzeitig sinkender Zahl der Insolvenzen war, dass eine höhere Zahl wirtschaftlich bedeutender Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt hat.

Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren mit 2 111 weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (erstes Halbjahr 2019: 2 811
Verfahren; 2020: 2 399 Verfahren). Ein Grund dafür könnte u. a. sein, dass die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages für Unternehmen teilweise bis zum 30. April 2021 ausgesetzt war.

In den besonders von den Maßnahmen aufgrund der Covid-19-Pandemie betroffenen Wirtschaftszweigen waren die Entwicklungen unterschiedlich:
So lagen die Insolvenzzahlen vom ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zu den Halbjahreswerten der Jahre 2019 und 2020 in der Beherbergung (z. B. Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze) über Vorkrisenniveau. In der Gastronomie, bei Reisebüros und Reiseveranstaltern, im Einzelhandel und im Wirtschaftszweig „Kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeit” lagen sie unter dem Niveau des Jahres 2019 – in den beiden letztgenannten Wirtschaftszweigen lagen sie aber über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2020.

Der Zuwachs bei den Insolvenzverfahren insgesamt ist auf die gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gestiegen Zahl von Verbraucherinsolvenzen und ehemals selbstständig Tätigen mit vereinfachtem Verfahren (Schuldner ohne Forderungen aus Arbeitsverhältnissen und mit weniger als 20 Gläubigern) zurückzuführen.

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 53,0 Prozent auf 10 628; die von den genannten ehemals selbstständig Tätigen um 68,5 Prozent auf 1 151. Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Infolge dessen könnten diese Schuldner vor allem im zweiten Halbjahr 2020 ihre
Insolvenzanträge zurückgestellt und diese nun nach dem Jahreswechsel gestellt haben. Ferner beantragten noch 1 674 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (IT.NRW)



2.650 Insolvenzanträge im Juni 2021 in NRW - 37,5% mehr als im Juni - Darunter 350 Unternehmen
Düsseldorf/Duisburg, 11. August 2021 - Im Juni 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 650 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 37,5 Prozent mehr als im Juni 2020 (damals: 1 927 Verfahren).

350 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 3,6 Prozent mehr als im Juni 2020 (338 Verfahren). Von den im Juni 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung
2 140 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Insolvenzverfahren von Unternehmen damit weiterhin unter dem
Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren; 2020: 363  Verfahren).

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber Juni 2020 um 49,5 Prozent auf 1 840 Anträge. Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Infolge dessen könnten insbesondere überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 (Monatsdurchschnitt: 533) ihre Insolvenzanträge zurückgestellt und diese dann nach dem Jahreswechsel gestellt haben. Ein Indiz hierfür ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen des ersten Halbjahres 2021, die mit im Schnitt 1 772 Verfahren pro Monat über dem Durchschnitt der ersten sechs Monate des Jahres 2020
(1 158 Verfahren) und des Jahres 2019 (1 413 Verfahren) liegt. Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten noch 465 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.



Verbraucherinsolvenzen um 34,2 Prozent höher als im Mai 2020
Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Mai 2021 um 24,3 Prozent niedriger

Düsseldorf/Duisburg, 10. Juli 2021 - Im Mai 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 290 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 18,0 Prozent mehr als im Mai 2020 (damals: 1 941 Verfahren).
Die Entwicklung von Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen war allerdings gegenläufig.
320 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 24,3 Prozent weniger als im Mai 2020 (423 Verfahren). Von den im Mai 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung
920 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen.
Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Insolvenzverfahren von Unternehmen damit weiterhin unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren - 2020: 363 Verfahren).

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber Mai 2020 um 34,2 Prozent auf 1 510 Anträge.
Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Infolge dessen könnten insbesondere überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 ihre Insolvenzanträge zurückgestellt (Zwölfmonatsdurchschnitt 2020: 846) und diese nun nach dem Jahreswechsel
gestellt haben. Gegenüber März 2021 (damals: 2 517) ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen allerdings den zweiten Monat in Folge rückläufig und scheint sich langsam dem Niveau von 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt: 1 319) wieder anzunähern. Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten noch 460 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.


3.510 Insolvenzanträge im März 2021 in NRW - 72,4% mehr als ein Jahr zuvor
Darunter 400 Unternehmen

Düsseldorf/Duisburg, 10. Mai 2021 - Im März 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 3 510 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 72,4 Prozent mehr als im März 2020 (damals: 2 036 Verfahren). Dieser Zuwachs ist auf die gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat fast doppelt so hohe Zahl von Verbraucherinsolvenzen zurückzuführen.

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber März 2020 um 97,3 Prozent auf 2 520.

Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Infolge dessen könnten insbesondere überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 ihre Insolvenzanträge zurückgestellt und diese nun nach dem Jahreswechsel gestellt haben.

Die Zahl der beantragten Insolvenzverfahren von Unternehmen verringerte sich gegenüber März 2020 um 2,2 Prozent auf 400. Von diesen Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 1 370 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren – 2020: 363 Verfahren).
Ein Grund dafür könnte u. a. sein, dass auch im März 2021 die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages für Unternehmen teilweise weiterhin ausgesetzt war. Hinzu kommt die staatliche Unterstützung von Unternehmen durch besondere finanzielle Hilfen. Neben den Verbrauchern und Unternehmen beantragten noch 590 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens.



Erste Pleite-Blase geplatzt: 2.480 Insolvenzanträge im Februar 2021
Nur 320 betreffen Unternehmen

Düsseldorf/Duisburg, 13. April 2021 - Im Februar 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 480 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 29,6 Prozent mehr als im Februar 2020 (damals: 1 914 Verfahren).
320 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 22,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 1 380 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren - 2020: 363 Verfahren).
Ein Grund dafür könnte u. a. sein, dass auch im Februar 2021 die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages für
Unternehmen teilweise weiterhin ausgesetzt war. Hinzu kommt die staatliche Unterstützung von Unternehmen durch besondere finanzielle Hilfen.

Den Anstieg der beantragten Insolvenzverfahren insgesamt verursachten die Verfahren der Verbraucher, dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose. Diese 1 760 Insolvenzanträge stiegen im Vergleich zum Februar 2020 um 49,4 Prozent. Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein.
Die Statistiker vermuten, dass überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 ihre Insolvenzanträge
zurückgestellt haben und diese nun nach dem Jahreswechsel stellen. Außerdem beantragten 400 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.