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NRW: Der Absatzwert von Mineralölerzeugnissen ist in 2023 um 26,1%, die Absatzmenge um 9,4% gesunken
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 12. Juni 2024 - Im Jahr 2023 sind in Nordrhein-Westfalen in 31 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 24,0 Millionen Tonnen zum Absatz bestimmte Mineralölerzeugnisse (z. B. Motorentreibstoffe, Heizöle, Kerosin, gasförmige Kohlenwasserstoffe) im Wert von 12,0 Milliarden Euro hergestellt worden.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktionsmenge damit um 2,5 Millionen Tonnen (−9,4 Prozent) niedriger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2019 sank die Absatzmenge um 79 000 Tonnen bzw. 0,3 Prozent. Der nominale Absatzwert war um 4,3 Milliarden Euro (−26,1 Prozent) niedriger als 2022 und um 4,0 Milliarden Euro (+49,5 Prozent) höher als 2019.  

Der durchschnittliche Absatzwert der in Nordrhein-Westfalen produzierten Mineralölerzeugnisse lag im vergangenen Jahr bei nominal 502 Euro je Tonne. Er war damit um 114 Euro (−18,5 Prozent) niedriger als im Jahr 2022 (615 Euro je Tonne), um 144 Euro (+40,1 Prozent) höher als im Jahr vor dem Ukrainekrieg (2021: 358 Euro je Tonne) und um 167 Euro (+49,9 Prozent) höher als vor der Pandemie (2019: 335 Euro je Tonne).  

Fast 37 Prozent des gesamtdeutschen Absatzwertes entfiel auf NRW-Betriebe  
Bundesweit wurden im Jahr 2023 Mineralölerzeugnisse im Wert von 32,6 Milliarden Euro (−21,5 Prozent gegenüber 2022) produziert. 36,9 Prozent (2022: 39,2 Prozent) des gesamtdeutschen Absatzwertes entfielen hier auf nordrhein-westfälische Betriebe.  
Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises ab Werk berechnet.  

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage.. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.    



NRW-Industrie: Produktion im April 2024 um 3,6 Prozent gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 5. Juni 2024 - Die Produktion der NRW-Industrie ist im April 2024 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 3,6 Prozent gegenüber April 2023 gestiegen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszeigen im April 2024 um 8,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Produktion in der restlichen Industrie stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent.  

Im Vergleich zu April 2023 waren in NRW für die energieintensiven Branchen im April 2024 unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die chemische Industrie ein Produktionsanstieg von 31,0 Prozent ermittelt. In der Kokerei und Mineralölverarbeitung war ein Produktionsanstieg von 4,3 Prozent zu vermelden. In der Metallerzeugung sank die Produktion dagegen um 5,9 Prozent.  

In den Branchen der übrigen Industrie waren ebenfalls unterschiedliche Entwicklungen zu konstatieren: Im Bereich Herstellung von Datenverarbeitungs-Geräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen konnte ein Produktionsplus von 7,4 Prozent erzielt werden. Die Produktionsleistung im Bereich Getränkeherstellung stieg um 6,6 Prozent. Im Bereich Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gab es hingegen einen Produktionsrückgang (−22,0 Prozent). Auch bei der Herstellung von Bekleidung wurde ein Rückgang verzeichnet (−8,4 Prozent). Die Produktion im Bereich Herstellung von Metallerzeugnissen ging ebenfalls zurück (−5,8 Prozent).  

Im Vergleich zu Februar 2022 sank die Produktion in der energieintensiven Industrie im April 2024 um 3,7 Prozent; in der übrigen Industrie ging die Produktion in diesem Zeitraum um 2,3 Prozent zurück.  
Der überdurchschnittliche Produktionsanstieg in der chemischen Industrie ist überwiegend auf einen Sondereffekt zurückzuführen. Ab dem Berichtsmonat Januar 2024 hat IT.NRW für die Indizes des Verarbeitenden Gewerbes die Umbasierung des Basisjahres vorgenommen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse auf dem neuen Basisjahr 2021 = 100 ersetzen diese die bis zu dem Zeitpunkt veröffentlichten Ergebnisse mit dem Basisjahr 2015. Regelmäßig stellen Statistikinstitutionen ihre Indexberechnungen auf neue Bezugsjahre um.

IT.NRW gewährleistet durch die fristgerechte Aktualisierung die Vergleichbarkeit der nordrhein-westfälischen Ergebnisse. Diese Pressemitteilung zur Entwicklung der Produktionsindizes in der NRW-Industrie ist auf Basis vorläufiger Ergebnisse erstellt. Die revidierten endgültigen Ergebnisse für den jeweiligen Berichtsmonat werden i.d.R. zehn Werktage nach den vorläufigen Daten veröffentlicht. Endgültige Ergebnisse können in der Landesdatenbank NRW unter https://www.landesdatenbank.nrw.de/ldbnrw/online?operation=result&code=42153-01i&zeitscheiben=5 abgerufen werden.  

Energieintensive Industriebereiche sind Wirtschaftszweige mit einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch je produzierter Einheit. Hierzu zählen die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die Metallerzeugung, die Kokerei und Mineralölverarbeitung, die Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel). Alle übrigen Industriebranchen wurden hier als nicht energieintensiv eingestuft.   IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.    



NRW-Industrie: Umsätze im ersten Quartal 2024 um 6,7 Prozent niedriger
Düsseldorf/Duisburg, 24. Mai 2024 - Die nordrhein-westfälischen Industriebetriebe haben in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 einen Umsatz von 90,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einem Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2023 entspricht.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, waren sowohl die Auslandsumsätze (−4,3 Prozent) als auch die Inlandsgeschäfte (−9,0 Prozent) niedriger als von Januar bis März 2023.  

Gesamtumsatz größerer Branchen rückläufig - Metallerzeugung und -bearbeitung (+16,8 Prozent) ausgenommen  
Den größten Anteil am Gesamtumsatz der Industrie hatte im ersten Quartal 2024 die Chemische Industrie mit 12,8 Mrd. Euro Umsatz (−1,9 gegenüber 2023), gefolgt vom Maschinenbau (11,6 Mrd. Euro; −4,4 Prozent) und der Metallerzeugung und -bearbeitung (10,7 Mrd. Euro; +16,8 Prozent). Weitere bedeutende Wirtschaftszweige in Nordrhein-Westfalen sind die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (9,7 Mrd. Euro; −5,0 Prozent), der Automobilbau (8,8 Mrd. Euro; −1,3 Prozent) sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen (7,3 Mrd. Euro; −12,9 Prozent).  

In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren bei den 4 935 erfassten nordrhein-westfälischen Industriebetrieben durchschnittlich 1 064 926 Personen beschäftigt (−0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum).
Beschäftigungsstärkste Branche war der Maschinenbau mit 179 505 Personen (+2,3 Prozent). Weitere 130 498 Personen (−2,9 Prozent) waren im Bereich der Herstellung von Metallerzeugnissen und 97 749 (+0,5 Prozent) in der chemischen Industrie beschäftigt.  

Die Angaben beziehen sich auf Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes und des Bergbaus sowie der Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 und mehr tätigen Personen. Kleinere Betriebe werden nur einmal jährlich befragt.  



NRW-Industrie: Produktion der energieintensiven Branchen im März 2024 um 2,8 Prozent gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 7. Mai 2024 - Die Produktion der NRW-Industrie ist im März 2024 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber März 2023 gesunken.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszeigen im März 2024 um 2,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Produktion in der restlichen Industrie sank dagegen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent.  

Produktionsplus bei chemischer Industrie von 12 Prozent
Im Vergleich zu März 2023 waren in NRW für die energieintensive Branchen im März 2024 unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die chemische Industrie ein Produktionsanstieg von 12,0 Prozent ermittelt. In der Kokerei und Mineralölverarbeitung war ein Produktionsrückgang von 7,4 Prozent zu vermelden. Auch in der Metallerzeugung sank die Produktion um 1,4 Prozent.  

In den Branchen der übrigen Industrie waren ebenfalls unterschiedliche Entwicklungen zu konstatieren:
Im Bereich Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen konnte ein Produktionsplus von 14,8 Prozent erzielt werden. Die Produktionsleistung im Bereich Getränkeherstellung stieg um 2,6 Prozent. Im Bereich Herstellung von Bekleidung gab es hingegen einen Produktionsrückgang (−18,1 Prozent). Auch bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen wurde ein Rückgang verzeichnet (−13,3 Prozent). Die Produktion im Bereich Herstellung von Metallerzeugnissen ging ebenfalls zurück (−8,2 Prozent).  

Im Vergleich zu Februar 2022 sank die Produktion in der energieintensiven Industrie im März 2024 um 8,4 Prozent;
in der übrigen Industrie ging die Produktion in diesem Zeitraum um 2,1 Prozent zurück.  

Ab dem Berichtsmonat Januar 2024 hat IT.NRW für die Indizes des Verarbeitenden Gewerbes die Umbasierung des Basisjahres vorgenommen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse auf dem neuen Basisjahr 2021 = 100 ersetzen diese die bis zu dem Zeitpunkt veröffentlichten Ergebnisse mit dem Basisjahr 2015. Regelmäßig stellen Statistikinstitutionen ihre Indexberechnungen auf neue Bezugsjahre um. IT.NRW gewährleistet durch die fristgerechte Aktualisierung die Vergleichbarkeit der nordrhein-westfälischen Ergebnisse.  
Energieintensive Industriebereiche sind Wirtschaftszweige mit einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch je produzierter Einheit. Hierzu zählen die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die Metallerzeugung, die Kokerei und Mineralölverarbeitung, die Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel). Alle übrigen Industriebranchen wurden hier als nicht energieintensiv eingestuft.    



NRW: Absatzmenge von alkoholhaltigem Bier in 2023 um 1,2% gesunken – alkoholfrei um 21,5% gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 23. April 2024 - In den 31 Brauereien (mit mindestens 20 Beschäftigten) Nordrhein-Westfalens wurden im Jahr 2023 insgesamt 16,2 Millionen Hektoliter alkoholhaltiges Bier aus Malz (ohne Biermischgetränke) gebraut.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Tages des Deutschen Bieres am 23. April 2024 mitteilt, waren das 1,2 Prozent bzw. 189 000 Hektoliter alkoholhaltiges Bier weniger als 2022. In 22 Brauereien in NRW wurden im Jahr 2023 zudem 1,2 Millionen Hektoliter alkoholfreies Bier produziert. Hier gab es gegenüber 2022 einen Anstieg der Absatzmenge um 21,5 Prozent. Rein rechnerisch entfielen damit im Jahr 2023 auf jede volljährige Person Nordrhein-Westfalens etwa 108 Liter alkoholhaltiges und acht Liter alkoholfreies Bier.  

Alkoholhaltiges Bier: Absatzmenge seit 2015 um neun Prozent gesunken – Absatzwert um fast 16 Prozent gestiegen  
Der Absatzwert des im Jahr 2023 produzierten alkoholhaltigen Bieres lag nominal bei 1,64 Milliarden Euro (+8,0 Prozent gegenüber 2022). Die nordrhein-westfälischen Brauereien erzielten somit einen durchschnittlichen Absatzwert von 1,01 Euro je Liter. Dieser war um 9,3 Prozent höher als 2022 (damals: 92 Cent je Liter). Gegenüber dem Jahr 2019 sank die Menge um 1,5 Millionen Hektoliter bzw. 8,6 Prozent, während der Absatzwert nominal um 109 Millionen Euro (+7,1 Prozent) stieg. Verglichen mit 2015 sank die Menge um 1,6 Millionen Hektoliter (−9,0 Prozent), während der Absatzwert um 225 Millionen Euro (+15,9 Prozent) stieg.  

Produktion von alkoholfreiem Bier und alkoholfreien Biermischgetränken über ein Fünftel gegenüber 2022 gestiegen  
Anders verhielt es sich bei der Produktion von alkoholfreiem Bier und alkoholfreien Biermischgetränken im Jahr 2023. In 22 NRW-Brauereien wurden 1,2 Millionen Hektoliter (+215 000 Hektoliter bzw. +21,5 Prozent gegenüber 2022) alkoholfreies Bier und alkoholfreie Biermischgetränke mit einem Absatzwert von 133 Millionen Euro (+35 Millionen Euro; +35,9 Prozent) gebraut. Der durchschnittliche Absatzwert stieg hier im letzten Jahr von 98 Cent auf 1,10 Euro je Liter; ein Plus von 11,9 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2019 stieg die Menge um 173 000  Hektoliter bzw. 16,6 Prozent und der Absatzwert nominal um 38 Millionen Euro (+39,8vProzent). Verglichen mit 2015 stieg die Menge um 206 000 Hektoliter (+20,4 Prozent), während der Absatzwert um 47 Millionen Euro (+54,7 Prozent) stieg.  

NRW-Anteil an der bundesdeutschen Produktion ist leicht gestiegen  
Deutschlandweit wurden im Jahr 2023 nach vorläufigen Ergebnissen 72,6 Millionen Hektoliter (−4,6 Prozent) alkoholhaltiges Bier mit einem nominalen Absatzwert von 6,4 Milliarden Euro (+6,3 Prozent) und 5,5 Millionen Hektoliter (+15,9 Prozent) alkoholfreies Bier und alkoholfreie Biermischgetränke mit einem nominalen Absatzwert von 537 Millionen Euro (+35,5) produziert.
Der Anteil Nordrhein-Westfalens an der bundesdeutschen Produktion von alkoholhaltigem und alkoholfreiem Bier ist mit 22,4 und 22,1 Prozent (2022 waren es 21,6 und 21,1 Prozent) leicht gestiegen. Über die Hälfte (61,8 Prozent) des in NRW produzierten alkoholhaltigen und alkoholfreien Bieres wurde in Betrieben des Regierungsbezirks Arnsberg gebraut.  

Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbei-tenden Gewerbes mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten.. Die Produktion von Klein- und Hausbrauereien ist hier nicht enthalten. Mit der Position alkoholfreies Bier wird in der Statistik alkoholfreies Bier mit einem Alkoholgehalt von 0,5 Prozent Volumen oder weniger und alkoholfreie Biermischgetränke erfasst. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises ab Werk berechnet.



Jahresabsatzwert der NRW-Industrieproduktion 2023 um 2,7 Prozent gesunken
Düsseldorf/Duisburg, 17. April 2024 - Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2023 zum Absatz bestimmte Waren im Wert von 334,2 Milliarden Euro hergestellt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war der Absatzwert damit nominal um 2,7 Prozent bzw. 9,1 Milliarden Euro niedriger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2019 stieg der Absatzwert nominal um 13,7 Prozent bzw. 40,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahr 2013 stieg er nominal um 16,4 Prozent bzw. 47,1 Milliarden Euro.  

Der Bereich „Maschinen” war in NRW im Jahr 2023 mit einem Absatzwert von 46,4 Milliarden Euro (+6,5 Prozent gegenüber 2022) die wertmäßig größte Güterabteilung. Es folgten die Herstellung von „Metallen” (41,6 Milliarden Euro; −8,7 Prozent) und „Chemischen Erzeugnissen” (40,9 Milliarden Euro; −15,7 Prozent). Im Bereich „Nahrungs- und Futtermittel” wurden Güter im Wert von 39,9 Milliarden Euro (+10,6 Prozent) produziert. Der Absatzwert von „Metallerzeugnissen” lag bei 32,6 Milliarden Euro (−2,3 Prozent). Die „Kokerei- und Mineralölverarbeitung” produzierte Güter im Wert von 12,5 Milliarden Euro und musste den höchsten prozentualen Rückgang hinnehmen (−24,7 Prozent).  

Höchster Absatzwert im Kreis Gütersloh – Betriebe in Bonn und Bottrop mit den niedrigsten Werten  
Die Verteilung der Industrieproduktion war 2023 in den kreisfreien Städten und Kreisen unterschiedlich. Den höchsten Absatzwert ermittelte das Statistische Landesamt mit einem Anteil von 6,4 Prozent bzw. 21,3 Milliarden Euro für die Betriebe im Kreis Gütersloh. Es folgten die Betriebe im Märkischen Kreis (4,4 Prozent; 14,8 Milliarden Euro) und in der kreisfreien Stadt Köln (4,3 Prozent; 14,4 Milliarden Euro). Die geringsten Anteile erzielten mit jeweils 0,3 Prozent bzw. 0,9 Milliarden Euro die Betriebe in den kreisfreien Städten Bonn und Bottrop.  

Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises ab Werk berechnet.








NRW-Industrie: Produktion der energieintensiven Branchen im Februar 2024 um 11,0 Prozent gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 5. April 2024 - Die Produktion der NRW-Industrie ist im Februar 2024 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 6,4 Prozent gegenüber Februar 2023 gestiegen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszeigen im Februar 2024 um 11,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor und befindet sich damit in etwa auf dem Stand von Februar 2022. Auch die Produktion in der restlichen Industrie stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,0 Prozent.  

Produktionsplus bei chemischer Industrie von fast 18 Prozent  
Im Vergleich zu Februar 2023 waren in NRW für die energieintensive Branchen im Februar 2024 durchweg positive Entwicklungen zu beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die chemische Industrie ein Produktionsanstieg von 17,9 Prozent ermittelt. Für die Metallerzeugung war ein Produktionsplus von 8,1 Prozent zu vermelden.  

In den Branchen der übrigen Industrie waren unterschiedliche Entwicklungen zu konstatieren: Die Produktionsleistung im Bereich Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren ist um 6,1 Prozent gestiegen. Im Maschinenbau gab es ebenfalls einen Produktionsanstieg (+4,2 Prozent). Bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen wurde hingegen ein Rückgang von 12,7 Prozent verzeichnet.   Im Vergleich zu Februar 2022 stieg die Produktion in der energieintensiven Industrie im Februar 2024 um 0,7 Prozent; in der übrigen Industrie steigerte sich die Produktion in diesem Zeitraum um 4,8 Prozent.  

Ab dem Berichtsmonat Januar 2024 hat IT.NRW für die Indizes des Verarbeitenden Gewerbes die Umbasierung des Basisjahres vorgenommen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse auf dem neuen Basisjahr 2021 = 100 ersetzen diese die bis zu dem Zeitpunkt veröffentlichten Ergebnisse mit dem Basisjahr 2015. Regelmäßig stellen Statistikinstitutionen ihre Indexberechnungen auf neue Bezugsjahre um. IT.NRW gewährleistet durch die fristgerechte Aktualisierung die Vergleichbarkeit der nordrhein-westfälischen Ergebnisse.  

Energieintensive Industriebereiche sind Wirtschaftszweige mit einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch je produzierter Einheit. Hierzu zählen die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die Metallerzeugung, die Kokerei und Mineralölverarbeitung, die Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel). Alle übrigen Industriebranchen wurden hier als nicht energieintensiv eingestuft.



NRW-Industrie: Produktion der energieintensiven Branchen im Januar 2024 um 1,6 Prozent gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 5. März 2024 - Die Produktion der NRW-Industrie ist im Januar 2024 nach vorläufigen Ergebnissen saisonbereinigt um 1,9 Prozent gegenüber Januar 2023 gesunken.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszeigen im Januar 2024 um 1,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dagegen ist die Produktion in der restlichen Industrie um 3,8 Prozent zurückgegangen.   Produktionsplus bei chemischer Industrie von über 20 Prozent  

Im Vergleich zu Januar 2023 waren in NRW für die energieintensiven Branchen im Januar 2024 unterschiedliche Entwicklungen zu erkennen: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die Kokerei und Mineralölverarbeitung ein Produktionsrückgang von 23,9 Prozent ermittelt. Für die Metallerzeugung war ein Rückgang von 4,4 Prozent zu konstatieren. Die chemische Industrie konnte dagegen ein Produktionsplus von 20,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verbuchen.  

Die Entwicklungen in den Branchen der übrigen Industrie waren überwiegend rückläufig: Die Produktionsleistung im Bereich Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen ist um 18,3 Prozent gesunken. Bei der Herstellung von Möbeln gab es ebenfalls einen Produktionsrückgang (−17,6 Prozent) und auch bei der Herstellung von Bekleidung wurde ein Rückgang von 14,2 Prozent verzeichnet.   Bei der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln wurde dagegen ein Produktionsplus (+21,9 Prozent) erzielt.  

Ab dem Berichtsmonat Januar 2024 hat IT.NRW für die Indizes des Verarbeitenden Gewerbes die Umbasierung des Basisjahres vorgenommen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse auf dem neuen Basisjahr 2021 = 100 ersetzen diese die bis zu dem Zeitpunkt veröffentlichten Ergebnisse mit dem Basisjahr 2015. Regelmäßig stellen Statistikinstitutionen ihre Indexberechnungen auf neue Bezugsjahre um. IT.NRW gewährleistet durch die fristgerechte Aktualisierung die Vergleichbarkeit der nordrhein-westfälischen Ergebnisse.  

Energieintensive Industriebereiche sind Wirtschaftszweige mit einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch je produzierter Einheit. Hierzu zählen die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die Metallerzeugung, die Kokerei und Mineralölverarbeitung, die Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel). Alle übrigen Industriebranchen wurden hier als nicht energieintensiv eingestuft.