Politik NRW Sonderseiten

BZ-Sitemap     • Archiv 

 

NRW-Industrie: Produktion von Gießereierzeugnissen seit 2015 um mehr als ein Drittel gesunken
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 14. August 2026 - Im Jahr 2025 sind in 115 produzierenden Betrieben des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes 742.282 Tonnen zum Absatz bestimmte Gießereierzeugnisse hergestellt worden.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 4,1 % weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2015 mit damals noch 148 Betrieben sank die Absatzmenge um 35,5 %. Auch die vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 zeigen einen Rückgang bei der Produktion von Gießereierzeugnissen: Die Absatzmenge sank gegenüber dem 1. Quartal 2025 um 2,7 %. Anwendungsbereiche für Gießereierzeugnisse – d. h. durch Gießen hergestellte Metallteile – finden sich im Fahrzeugbau, z. B. für Motorenblöcke, im Maschinenbau (Maschinen und Getriebegehäuse) sowie in der Energietechnik und Bauwirtschaft.

Der Absatzwert von Gießereierzeugnissen betrug im Jahr 2025 nominal (also nicht bereinigt) 3,4 Milliarden Euro und sank damit um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Verglichen mit 2015 sank der nominale Absatzwert um 11,4 %.

Erzeugnisse aus Eisen machten 2025 den Großteil bei Gießereierzeugnissen aus
Mit einer zum Absatz bestimmten Menge von 610.794 Tonnen entfiel der größte Anteil aller im Jahr 2025 in NRW hergestellten Gießereierzeugnisse auf Erzeugnisse aus Eisen. Es folgten Gießereierzeugnisse aus Leichtmetall mit 92.911 Tonnen, aus Stahl mit 27.500 Tonnen und aus Bunt- und Schwermetall mit 11.077 Tonnen.

Betriebe aus dem Regierungsbezirk Arnsberg stellten ein Drittel der NRW-Produktion her
250.654 Tonnen bzw. 33,8 % der in NRW produzierten und zum Absatz bestimmten Gießereierzeugnisse wurden im vergangenen Jahr von 47 Betrieben im Regierungsbezirk Arnsberg hergestellt.

Anteil der NRW-Betriebe am gesamtdeutschen Absatzwert nahezu unverändert
Bundesweit sank der Absatzwert der Produktion von Gießereierzeugnissen im letzten Jahr um 7,2 % auf 10,8 Milliarden Euro. Der Anteil nordrhein-westfälischer Betriebe am gesamtdeutschen Absatzwert stieg 2025 leicht auf 31,1 % (2024: 30,1 %). Bei Stahlgießereierzeugnissen war der NRW-Anteil am Bundesabsatzwert mit 62,4 % am höchsten.

• Vorläufige Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 zeigen ebenfalls einen Rückgang der Produktion
• Großteil der Produktion sind Gießereierzeugnisse aus Eisen
• Betriebe im Regierungsbezirk Arnsberg erzeugten ein Drittel der NRW-Produktion

 

NRW: Absatzmenge von Roheisen und Stahl seit 2014 um mehr als ein Viertel gesunken
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 11. Juni 2025 - Im Jahr 2024 sind in den produzierenden Betrieben des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes 48,9 Millionen Tonnen Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen hergestellt worden.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren dies 0,9 Millionen Tonnen bzw. 1,9 % weniger als im Jahr zuvor. Von der Produktionsmenge wurden 30,1 Millionen Tonnen in den produzierenden Betrieben in NRW zu anderen Produkten weiterverarbeitet und 18,8 Millionen Tonnen waren zum Absatz bestimmt.  

Der Wert dieser Absatzproduktion lag im letzten Jahr bei nominal 15,5 Milliarden Euro. Die Absatzmenge war damit um 555.000 Tonnen (−2,9 %) und der Absatzwert nominal um 1,6 Milliarden Euro bzw. 9,3 % niedriger als ein Jahr zuvor.
Gegenüber dem Jahr 2014 sank die Absatzmenge um 6,5 Millionen Tonnen (−25,8 %), während der Absatzwert nominal um 2,1 Milliarden Euro bzw. 16,0 % stieg.  

Durchschnittlicher Absatzwert je Tonne seit 2014 um über 56 % gestiegen  
Der durchschnittliche Absatzwert je Tonne war mit 824 Euro um 6,6 % niedriger als ein Jahr zuvor und um 56,3 % höher als im Jahr 2014 (damals: 527 Euro je Tonne).  

NRW-Betriebe erzeugten fast die Hälfte des bundesweiten Absatzwertes  
Bundesweit sank der Absatzwert der Produktion von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen im letzten Jahr um 6,9 % auf 32,7 Milliarden Euro. 47,3 % des bundesweiten Absatzwertes entfielen auf nordrhein-westfälische Betriebe (2014: 46,0 %). Mit 63,6 % kamen 2024 fast zwei Drittel der in NRW erzielten Absatzmenge und rund die Hälfte des Absatzwertes aus Betrieben in der Stadt Duisburg.  

Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises (ohne Umsatz- und Verbrauchsteuer) ab Werk berechnet.