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Düsseldorf/Duisburg,
26. März 2026 - Die Zentral- und Ansprechstelle für
die Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität
(ZeFin NRW) bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf führt
gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ein
Ermittlungsverfahren gegen einen Düsseldorfer
Immobilienentwickler und weitere Personen.
Gegenstand der Ermittlungen sind u.a. Vorwürfe des
Bankrotts, des Betruges, der Untreue sowie der Verletzung
der Buchführungspflicht. Die vorgeworfenen Straftaten
betreffen überwiegend das Privatinsolvenzverfahren des
Hauptbeschuldigten, einen 61-Jährigen Deutschen. Nach dem
derzeitigen Stand der Ermittlungen steht ein Schaden im
hohen zweistelligen Millionenbereich im Raum.

Insbesondere besteht der Verdacht, dass der
Hauptbeschuldigte vor seinem Eigenantrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens über sein Privatvermögen wesentliche
Vermögenswerte aus eben diesem auf andere Personen
übertragen haben soll. In diesem Zusammenhang ist auch
Gegenstand der Ermittlungen, ob er zu allen Vermögenswerten
vollständige und zutreffende Angaben gemacht hat.
Den weiteren Beschuldigten des Ermittlungsverfahrens wird
u.a. die Beteiligung an den vorgenannten Tatvorwürfen zur
Last gelegt. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes können
hierzu keine weiteren Angaben gemacht werden.
Der
Hauptbeschuldigte (61) wurde heute kurz nach 6 Uhr in seinem
Anwesen auf der spanischen Baleareninsel Ibiza festgenommen.
Einen weiteren Beschuldigten (66) nahmen die Ermittler in
einem Wohnhaus in Leichlingen fest. Gegen beide bestehen
Haftbefehle des Amtsgerichts Düsseldorf. Die Männer werden
noch heute dem Haftrichter vorgeführt.

Zur weiteren Aufklärung und Beweissicherung fanden am
heutigen Tag europaweit Durchsuchungen mit Schwerpunkt im
Düsseldorfer Raum statt. Die operativen Maßnahmen wurden
maßgeblich von dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
gesteuert. Darüber hinaus fanden zeitgleich mit Hilfe von
Eurojust koordinierte Durchsuchungen in Luxemburg, den
Niederlanden, Österreich, in der Schweiz und in Spanien
statt. Betroffen sind Wohnungen und Geschäftsadressen.
An der Durchsuchung waren allein über 250
Polizeibeamtinnen und -beamte aus NRW, 22 Staatsanwältinnen
und Staatsanwälte sowie weitere Unterstützungskräfte
beteiligt.

Im
Rahmen der Durchsuchungen konnten große Mengen Beweismittel
sichergestellt werden.
Darunter Mobiltelefone,
Computertechnik, Geschäftsunterlagen und Dokumente.
Die Spezialisten der IT-Forensik des Landeskriminalamtes
sicherten zudem mehrere Terrabyte an Daten. Die Auswertung
der Asservate auf ihre Relevanz für das Verfahren dürfte
mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Zudem gelang es
den Ermittlern in Bezug auf sämtliche Beschuldigte
Vermögenswerte in Millionenhöhe zu arrestieren.
Darunter Bargeld, Kunstgegenstände, Uhren, Handtaschen und
einen Luxussportwagen der Marke Lamborghini.
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