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Bonn/Berlin/Duisburg,
24. Juli 2026 -
Die Autobahn GmbH hat die Ausschreibung für
den Ersatzneubau der linksrheinischen Vorlandbrücke der
Rheinbrücke Bonn-Nord veröffentlicht. Die EU-weite
Bekanntmachung ist erfolgt. Vergeben wird der Auftrag im
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Ziel ist es,
den Zuschlag noch vor Weihnachten 2026 zu erteilen.

Nur wenige Wochen nach Beginn der Abbrucharbeiten an der
rund 660 Meter langen Vorlandbrücke ist damit der Weg für
die Vergabe des Ersatzneubaus frei. Die Autobahn GmbH hält
ihren angekündigten Zeitplan ein: Ausschreibung,
Teilnahmewettbewerb, Verhandlungen und Zuschlag sollen noch
vor Weihnachten 2026 abgeschlossen sein.
Die Ausschreibung ist konsequent auf eine möglichst kurze
Bauzeit ausgerichtet. Dies gilt bereits für die erste Stufe
des Verfahrens, den sogenannten Teilnahmewettbewerb. Bei der
Beurteilung der eingereichten Referenzen fließt das
Kriterium des schnellen Bauens, insbesondere der Nachweis
reduzierter Bauzeiten, zum Beispiel durch innovative
Bauverfahren, Vorfertigung oder beschleunigte Bauabläufe,
erheblich in die Gewichtung ein. Unternehmen, die in
vergleichbaren Projekten bewiesen haben, dass sie Brücken
schnell modernisieren können, haben damit deutlich bessere
Chancen, für die Verhandlungsphase ausgewählt zu werden.

Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im
Bundesministerium für Verkehr: „Wir verlieren keine Zeit und
halten Wort: Ich habe heute den Lenkungskreis informiert,
dass die Ausschreibung des Ersatzneubaus veröffentlicht
wurde und damit voll im Zeitplan liegt. Dabei machen wir das
Tempo zum Auswahlkriterium: Wer nachweislich schnell und
innovativ baut, sichert sich im Wettbewerb einen klaren
Vorteil. Denn unser Ziel ist klar: Wir wollen den Verkehr
auf einer durchgängigen A565 so schnell wie möglich wieder
zum Laufen bringen und dafür den Zuschlag für den
Ersatzneubau noch vor Weihnachten erteilen.“
Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn
GmbH: „Die funktionale Ausschreibung gibt der Bauindustrie
den Spielraum, uns die technisch beste und vor allem
schnellste Lösung anzubieten. Ob Vorfertigung, modulare
Bauweise oder andere innovative Verfahren, entscheidend ist,
dass der Verkehr so schnell wie möglich wieder über die
Bonner Vorlandbrücke fahren kann. Dieses Verfahren verbindet
fairen Wettbewerb mit der Möglichkeit, die schnellste und
beste Lösung zu finden.“
Der Ersatzneubau wird im sogenannten
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vergeben.
Dieses europaweite Vergabeverfahren läuft in zwei Stufen ab:
Stufe 1 Teilnahmewettbewerb: Interessierte
Unternehmen bewerben sich zunächst um die Teilnahme am
Verfahren. Ihre Eignung wird dabei unter anderem durch
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und technische und
berufliche Erfahrung anhand von Referenzprojekten
nachgewiesen. Auf Basis dieser Bewerbungen wählt die
Autobahn GmbH die am besten geeigneten Unternehmen aus. Bei
der Wertung der Referenzen spielt das schnelle Bauen mit
reduzierter Bauzeit eine zentrale Rolle.
Stufe 2 Verhandlungsverfahren: Die in Stufe
1 ausgewählten Unternehmen werden zur Abgabe eines Angebots
aufgefordert, dabei kann die Autobahn GmbH mit den Bietern
über ihre Angebote verhandeln. So können technische
Lösungen, Bauabläufe und Bauzeiten im Vergabeverfahren auf
Herz und Nieren geprüft werden. Ziel ist, eine verlässliche
und realistische Lösung zu finden, die sicherstellt, dass
der Ersatzneubau schnellstmöglich errichtet werden kann. Den
Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot, wobei neben
dem Preis insbesondere die angebotene Bauzeit ein
wesentliches Wertungskriterium ist.
Die Ausschreibung ist funktional ausgestaltet, d.h. Planung
und Bau werden gemeinsam vergeben. Die Unternehmen erhalten
damit den größtmöglichen Spielraum, eigene Konstruktions-
und Bauverfahrensvorschläge mit dem Ziel einzubringen, die
Bauzeit so weit wie möglich zu verkürzen. Für den
Ersatzneubau ist eine Bauzeit von maximal zwei Jahren
vorgesehen.
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