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6,5 % weniger Studienanfängerinnen und -anfänger in MINT-Fächern im Studienjahr 2021
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 24. Januar 2023 - Wenn über den Fachkräftemangel diskutiert wird, stehen häufig die so genannten MINT-Berufsgruppen im Blick: Fachleute im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik werden dringend gesucht. Allerdings ist die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in diesen Fächern deutlich gesunken.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wählten im Studienjahr 2021 rund 307 000 Studierende im ersten Fachsemester ein MINT-Fach. Das waren 6,5 % weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang hängt teilweise damit zusammen, dass die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger insgesamt seit 2019 rückläufig ist: 2021 lag sie um 4 % niedriger als im Vorjahr.
Parallel dazu hat sich in Deutschland die Zahl der 17- bis 22-Jährigen verringert. Zusätzlich ging infolge der Corona-Pandemie die Zahl
ausländischer Studienanfängerinnen und Studienanfänger zurück, die zum Studium nach Deutschland kamen. Gleichzeitig sinkt jedoch auch der Anteil derjenigen, die sich im 1. Fachsemester für MINT-Fächer entscheiden: 2021 lag er bei 37,7 %. Im Jahr 2015 hatte er noch 40,5 % betragen – das war der bisherige Höchststand.

• Höchststand: Knapp 35 % der MINT-Studienanfänger/-innen im 1. Fachsemester waren 2021 Frauen
• EU-weit Spitze: 36 % aller Bachelor- und gleichwertigen Abschlüsse in Deutschland entfallen auf ein MINT-Fach


Nettokaltmieten in Großstädten im Schnitt 30 % höher als auf dem Land
Wiesbaden/Duisburg, 20. Dezember 2022 -
Wer in einer Großstadt lebt, muss deutlich höhere Mieten zahlen als in mittelgroßen Städten oder in ländlichen Regionen. Haushalte in Städten mit mehr als 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern hatten nach eigenen Angaben im 1. Halbjahr 2022 eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 8,30 Euro pro Quadratmeter. Das waren 30 % mehr als in Kleinstädten und ländlichen Gemeinden, wo die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 6,40 Euro lag.

In mittelgroßen Städten mit 20 000 bis 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern mussten private Haushalte im Schnitt 6,90 Euro pro Quadratmeter zahlen.
Das geht aus dem vorab ausgewerteten Halbjahresbericht der Mikrozensus-Zusatzerhebung zur Wohnsituation hervor, zu dem das Statistische Bundesamt (Destatis) erstmals Ergebnisse veröffentlicht. Die detaillierten Daten zur Wohnsituation sowie erste Ergebnisse für das gesamte Jahr 2022 werden Anfang April 2023 veröffentlicht.

• Vorabergebnisse des Mikrozensus zur Wohnsituation zeigen für das 1. Halbjahr 2022 außerdem deutlich höhere Durchschnittsmieten bei Haushalten, die2019 oder später ihre Mietwohnung bezogen haben
• Etwa 70 % der Haushalte leben in Wohnungen, die mit fossilen Energieträgern beheizt werden


Neue App für Teilnehmer der Befragung zu Einnahmen und Ausgaben verfügbar
Wiesbaden/Duisburg, 16. Dezember 2022 - Zum ersten Mal ist bei der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023 die Teilnahme per App möglich.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die mobile App ab sofort im Google Play Store und Apple App Store unter dem Namen „Einkommen & Verbrauch“ verfügbar. Die Web-App für alle gängigen Browser auf PC und Laptop gibt es unter app-evs2023.de.
Zugangsdaten für die App erhalten nur Haushalte, die sich zur Teilnahme an der größten freiwilligen Erhebung der amtlichen Statistik bereit erklärt haben und dafür nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden.

• App „Einkommen & Verbrauch“ ermöglicht Einträge von unterwegs
• Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) bilden wichtige Grundlage für die Festsetzung des Bürgergelds und anderer Leistungen
• Bis zu 175 Euro als Dankeschön für Teilnahme: Anmeldungen weiterhin möglich