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NRW: Gelagerte Abfallmenge auf Deponien 2024 um rund 32 % geringer als 2014
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 17. März 2026 - Die von Betreibern zulassungsbedürftiger Anlagen entsorgte bzw. behandelte Abfallmenge hat 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % abgenommen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag diese Menge bei ca. 55,1 Mio. Tonnen und sank damit auf den niedrigsten Wert seit 2014.
Von dieser Gesamtmenge stammten 46,9 Mio. Tonnen Abfall aus NRW, was einem Anteil von 85,2 % entsprach. Aus anderen Bundesländern betrug die Menge 5,5 Mio. Tonnen und aus dem Ausland 2,7 Mio. Tonnen Abfall. Ein möglicher Grund für den Rückgang der Abfallmengen könnte ein verändertes Konsumverhalten der Bevölkerung sein.  

Deponieabfall auf 10-Jahres-Tief  
Die gelagerte Abfallmenge auf Deponien lag 2024 bei 11,8 Mio. Tonnen und verringerte sich um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sank die Menge gegenüber 2014 um knapp ein Drittel (­– 31,9 %). Der seit 2018 zu beobachtende Trend zur Abnahme der Abfallmenge auf Deponien wurde einzig in 2022 unterbrochen. Ein Grund für die Zunahme in 2022 könnten häusliche Renovierungsarbeiten während der Coronapandemie sein.  

Kreise Borken mit den meisten Entsorgungs- und Behandlungsanlagen  
Im Kreis Borken befanden sich 2024 mit 57 die meisten Entsorgungs- und Behandlungsanlagen. Auf den nachfolgenden Plätzen waren die Kreise Recklinghausen und Unna mit jeweils 55 Anlagen. Die größte Anzahl an Deponien, welche zu den Entsorgungs- und Behandlungsanlagen gehören, konnte der Hochsauerlandkreis mit 16 Stück verzeichnen. Es folgten der Kreis Höxter mit 12 und der Kreis Lippe mit 9 Deponien.  

Die Daten stammen aus der Statistik der Abfallentsorgung. Diese gibt Aufschluss über die behandelten Abfälle in Abfallentsorgungsanlagen. Die Statistik wird jährlich erhoben. Zu den Abfallmengen zählen z. B. Bau- und Abbruchabfälle, Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen und Abwasserbehandlungsanlagen sowie Siedlungsabfälle. Letztere umfassen Restabfälle und Sperrmüll sowie getrennt erfasste Abfälle zur Verwertung (Papier, Glas, Bioabfälle, gemischte Verpackungen, etc.). Die Abfallmenge beinhaltet nicht den Bauschuttabfall von Bauschuttentsorgungsanlagen.



Haushaltsabfälle im Jahr 2024 um eine Tonne gestiegen
Wiesbaden/Duisburg, 16. Dezember 2025 -
Im Jahr 2024 ist das Aufkommen an Haushaltsabfällen in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Vergleich zu 2023 um rund 1,0 Million Tonnen oder 2,8 % auf 37,7 Millionen Tonnen gestiegen. Damit ist das Haushaltsabfallaufkommen erstmals wieder gewachsen, seit es nach dem Höchststand in der Corona-Pandemie im Jahr 2021 (40,3 Millionen Tonnen) zwei Jahre nacheinander gesunken war.
Pro Kopf wurden im Jahr 2024 rund 452 Kilogramm Haushaltsabfälle eingesammelt, das waren 11 Kilogramm mehr als im Vorjahr (441 Kilogramm).

• Aufkommen an Haushaltsabfällen steigt erstmals seit 2021 wieder an
• 1,0 Millionen Tonnen mehr Haushaltsabfälle als im Vorjahr, Pro-Kopf-Aufkommen steigt um 11 Kilogramm auf 452 Kilogramm
• Zunahmen bei nahezu allen Haushaltsabfallarten – starker Anstieg bei Bioabfällen



55 % mehr Bekleidungs- und Textilabfälle im Jahr 2023 als zehn Jahre zuvor
Wiesbaden/Duisburg, 28. Januar 2025 -
Seit dem 1. Januar 2025 müssen Textilien nach einer neuen EU- Richtlinie getrennt vom restlichen Müll entsorgt werden. Nach vorläufigen Ergebnissen wurden bereits im Jahr 2023 rund 175 000 Tonnen Textil- und Bekleidungsabfälle von privaten Haushalten in Deutschland von überwiegend öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern eingesammelt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.
Umgerechnet auf die Zahl der Bevölkerung Ende 2023 entsprach das rund 2 Kilogramm pro Kopf.
Insgesamt waren das 55 % mehr Textil- und Bekleidungsabfälle als zehn Jahre zuvor: 2013 betrug das Aufkommen rund 112 700 Tonnen. Den Spitzenwert der vergangenen zehn Jahre gab es im Corona-Jahr 2020 mit rund 187 000 Tonnen.

• Neue EU-Richtlinie schreibt getrennte Sammlung von Textilabfällen vor
• 175 000 Tonnen Bekleidungs- und Textilabfälle 2023 von Privathaushalten eingesammelt
• Deutschland liegt 2022 mit 2 Kilogramm Textilabfällen pro Kopf im EU- Schnitt


Abfallaufkommen im Jahr 2022 um 3,0 % geringer als im Vorjahr  
Wiesbaden/Duisburg, 3. Juni 2024 - Im Jahr 2022 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 399,1 Millionen Tonnen Abfälle entsorgt.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Internationalen Tag der Umwelt am 5. Juni 2024 weiter mitteilt, waren das 3,0 % oder 12,4 Millionen Tonnen Abfälle weniger als im Vorjahr. Damit nahm das jährliche Abfallaufkommen seit dem Höchststand von 417,2 Millionen Tonnen im Jahr 2018 kontinuierlich ab und unterschritt im Jahr 2022 erstmals seit 2013 die Marke von 400 Millionen Tonnen.

• Abfallaufkommen erstmals seit 2013 unterhalb von 400 Millionen Tonnen
• Siedlungsabfälle mit überdurchschnittlichem Rückgang von 6,2 % zum Vorjahr
• Verwertungsquote mit knapp 82 % fast unverändert gegenüber den Vorjahren



16,3 Millionen Tonnen Abfälle und Schrott im Jahr 2023 aus Deutschland exportiert, 13,4 Millionen importiert  
Wiesbaden/Duisburg,
19. März 2024 - Im Jahr 2023 wurden nach vorläufigen Zahlen 16,3 Millionen Tonnen Abfälle und Schrott im Wert von 11,4 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im gleichen Zeitraum 13,4 Millionen Tonnen Abfälle und Schrott für 14,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Damit sanken die Exporte von Abfällen und Schrott im Jahr 2023 mengenmäßig um 2,8 % und wertmäßig um 18,0 % gegenüber dem Jahr 2022.
Die Importe von Abfällen und Schrott gingen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zurück, mengenmäßig um 15,3 % und wertmäßig um 22,2 %. Hauptsächlich wurden Abfälle und Schrott aus unedlen Metallen wie Eisen und Stahl exportiert und importiert, mit einem mengenmäßigen Anteil von 55,7 % an allen Abfallexporten sowie 34,0 % an den Importen.

• Mengenmäßige Exporte gehen im Jahr 2023 zu 91,6 % in europäische Staaten, Importe kamen zu 97,8 % aus europäischen Staaten
• 7,6 % der Abfallexporte gehen nach Asien; lediglich 0,8 % der Abfallimporte kamen aus Asien
• Größtenteils Abfälle und Schrott aus unedlen Metallen exportiert und importiert